jasminduft reduziert schokoladen-heißhunger


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDas Schnuppern am blumig-schweren Duft des Jasmins kann beim Abnehmen helfen: In einer australischen Verhaltensstudie wurden 67 Studentinnen appetitanregende Farbfotos präsentiert, sie schnupperten dazu an drei Gerüchen: Grüner Apfel, Jasmin und (zur Kontrolle) Wasser. Jasminduft reduzierte signifikant Gelüste auf Schokolade. Die Autorinnen schließen daraus, dass kalorienfreie Riechimpulse aus Nicht-Lebensmitteln unerwünschte Appetitattacken drosseln können [Kemps E, Tiggemann M, Bettany S: Non-food odorants reduce chocolate cravings. Appetite. 2012 Jun;58(3):1087-90]. Das ist eine kleine Kostprobe aus meinen immer noch anhaltenden Recherchearbeiten für die stark erweiterte 6. Neuauflage meines Fachbuches Aromatherapie für Pflege und Heilberufe, die nächstes Jahr erscheinen wird.

Meiner Erfahrung nach kann Bio-Vanille-Extrakt (klick!) und Grapefruitöl (klick! abwechselnd oder dazu) diese appetitregulierende Wirkung verstärken. Übrigens kann Grapefruitduft, am Körper getragen, laut einer Studie aus dem Jahr 2005 eine jüngere Anmutung “zaubern”, also zumindest in der Einbildung. Dr. Alan Hirsch ließ im Jahr 2005 Frauen mit den Düften von Brokkoli, Banane, Spearmintblättern, Lavendel und Grapefruitschale parfümieren und Männer sollten jeweils ihr Alter einschätzen. Die grapefruitduftenden Frauen wurden durchweg wesentlich jünger eingeschätzt als sie tatsächlich waren. In einer ähnlichen Studie zeigte sich, dass Damen, die ein blumiges Parfüm trugen, schlanker als sie tatsächlich waren, eingeschätzt wurden. Riech-Experte Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt nannte den Blütenduft scherzhaft: das Äquivalent zu längsgestreifter Kleidung – macht schlank….

In Jojoba verdünntes Jasminum sambac-Öl kann bei Feeling (klick!) bestellt werden, es duftet etwas süßer und ist minimal preiswerter als das ebenfalls verdünnte Jasminum grandiflorum-Öl (klick!). Man kann beide schweren Düfte so verwenden, als wären sie ein unverdünntes “normales” Öl, also 1-3 Tropfen in eine 10-ml-Massageölmischung geben oder einen Tropfen auf einen Klecks einer unbedufteten Bodylotion oder eines Körperöles, um sich gleich damit einzureiben.

wir und unsere wahlheimat im WDR


Markus Bäuchle und Eliane ZimmermannDie wunderschönen Exkursionen, die wir unseren Aromatherapie- und Wanderwochen-Gästen jedes Jahr anbieten, sind heute zum zweiten Mal um 20:15 im WDR in der Reise-Sendung WUNDERSCHÖN zu sehen. Im Juni 2013 filmte eine sympathische Crew vom WDR meinen Mann, wie er Moderatorin Andrea Griessmann zu unseren Lieblingsorten führt.

An der Brücke auf dem Foto links oben hört man mich quieken, da ich auf den Stromschnellen pitschnass geworden bin! Auf Garinish Island (Foto rechts unten) blühen demnächst die betörend duftenden Rhododendren namens Lady Alice Fitzwilliam, erste Blüten an den Manukabäumen wurden bereits gesichtet, die Skimmiasträucher verströmen derzeit ihren unglaublichen Maiglöckchenduft. Deren ätherisches Öl wird allerdings aus den Blättern dieser Zitrus-Verwandten destilliert, es enthält ähnlich wie Lavendelöl gut 30% Linalylacetat und etwas weniger Linalool (25%). Es wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und antibakteriell – und duftet leicht zitrusartig-balsamisch.

Unsere Duftreise im August ist zwar ausgebucht, doch für die drei anderen Termine sind jeweils noch ganz wenige Plätze frei, Infos hier (klick!). Unser neues traumhaftes Gästehaus wurde inzwischen von drei Gruppen bewohnt und für prima befunden, wer sich im Haus und im weitläufigen Garten umschauen möchte, kann hier klicken.

aromapflege bei mrsa


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDass ätherische Öle die Wirkung von (eventuell nicht mehr aktiven) Antibiotika verstärken können, ist für uns in Aromapflege geschulte Menschen schon länger kein Geheimnis mehr. Wer den chemischen Aufbau und die biologische Wirkweise der duften Moleküle begriffen hat, findet diese “Kooperation” auch nicht mehr geheimnisvoll. Ätherische Öle sind winzige und flüchtige Bausteinchen mit einem Molekulargewicht unter 300, die zudem lipophil sind (fettliebend, fettlöslich). Viele ihrer Bestandteile dringen recht leicht in unsere Haut ein und können sich an unsere und auch an bakterielle Zellmembranen (aus Fetten bestehend) anlagern, insbesondere an Rezeptoren und “Tunnels” in den Zellhüllen.

Sie öffnen somit den Weg für Antibiotika, gegen die die Keime Resistenzen entwickelt haben. Somit grenzt es aus meiner Sicht an unterlassene Hilfeleistung, wenn bei lebensbedrohlichen Infektionen nicht wenigstens versucht wird, ätherische Öle als “Schützenhilfe” hinzu zu ziehen. Jemand der das bereits vor über 10 Jahren erfolgreich ausprobiert hat ist Prof. Dr. Warnke von der Schmerzklinik Kiel bzw. inzwischen (soweit ich weiß) ganz in Australien ansässig, und sein Team um Dr. Sherry. In einem Fall von einer Infektion des Knochenmarks nach einem komplizierten Schienbeinbruch mit “ewiger” vergebliche Antibiose setzen sie ein Gemisch aus ätherischen Ölen ein, Polytoxinol genannt (ich hatte bereits in der Frühzeit meines Blog im November 2008 hier [klick!] darüber kurz berichtet). Mit der Ölmischung imprägnierte Kalziumsulphat-Pellets (Osteoset™) wurden in den infizierten und amputationsbedrohte Knochen appliziert. Nachzulesen in dem Einzelfallbericht, er ist kostenlos hier (klick!) runterzuladen.

Naturbelassenes ätherisches Öl aus Melaleuca alternifolia (=Teebaum, und nicht billige Varianten aus anderen Melaleucas und schon gar nicht dubiose standardisierte Teebaumöle) hat bislang übrigens noch keine Resistenzen auslösen können, wie die renommierte Teebaum- und MRSA-Forscherin Dr. Christine Carson auf der Website des Tisserand Institutes (klick!) schreibt.

mukositis während chemotherapie mit xylitol und glutamin verhindern


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieEine engagierte Pflegefachfrau berichtete mir kürzlich von einer schier unerträglichen Gleichgültigkeit und Ignoranz bezüglich der zerstörerischen Nebenwirkung einer Krebs”therapie” – und von einer ungewöhnlichen Hilfe. Bei Mukositis, wenn die Mundschleimhaut nach und nach zerfällt und schmerzt, das Essen unmöglich wird, Gewichtsabnahme und Schwäche folgen, gibt es keine überzeugende chemie-medizinische Vorsorge oder Therapie. Auch penible mega-sanfte Mundpflege wirkt selten wirklich überzeugend. Die Zerstörung vor allem des Dünndarmbereiches folgt. Anne Gruninger, die mit der jungen Patientin und ihrer Familie eine bislang nicht weit verbreitete Lösung fand, wünscht sich, dass JEDER diese einfache und relativ preiswerte Schutzmaßnahme kennen sollte, falls eine Chemo durchzumachen ist. Ich lasse sie berichten:

“Es geht um eine junge Patientin, die an einem Sarkom leidet, einem bösartigen Knochentumor am Bein. Sie hatte eine Odyssee durch verschiedene Krankenhäuser hinter sich, wurde mit Chemotherapie behandelt – leider ohne Erfolg. Als sie zu uns kam, war sie traumatisiert und total entkräftet, wog noch 32 kg bei 1,76m Größe. Ihr Bein war nicht zu retten, aber nach der Amputation begannen wir mit allen verfügbaren Mitteln, ihre  Kraft und ihren Lebensmut zu unterstützen – mit Erfolg. Aktuell ist sie in einer Rehabilitationsklinik und lernt das Laufen mit ihrer Prothese.

Eine Erfahrung, die die junge Frau in einer süddeutschen Uni-Klinik machte, möchte ich gerne weitergeben: Während der ersten Chemotherapie litt sie unter extrem ausgeprägter Mukositis, einer sehr schmerzhaften Entzündung der Schleimhäute im Mund, die ihr das Essen völlig unmöglich machte. Die Ärzte teilten ihr mit, dass sie nur dann eine Chance hätte, ihre Tumorkrankheit zu bewältigen, wenn sie noch eine weitere, noch stärkere Chemotherapie bekäme. Allerdings sei es bei dieser Chemo eine erneute Mukositis in noch heftigerer Ausprägung absolut unumgänglich – man bot ihr lediglich Chlorhexidinlösung (Mund-Desinfektionsmittel wie Hexal und Meridol, sehr umstritten bei angegriffener Schleimhaut) zur Vorbeugung an!

Die Mutter der Patientin hatte sich schon lange mit den Möglichkeiten der Naturheilkunde beschäftigt. Gute Erfahrungen gab es in der Familie zum einen mit Sandornfruchtfleischöl und mit Xylit/Birkenzucker für die Mundpflege. Die Patientin machte sich in der Zeit der Chemotherapie täglich eine sehr stark konzentrierte Birkenzuckerlösung in Tee oder Wasser und spülte zu Beginn 1/2-stündlich später 1-2-stündlich den Mund aus.

Sie bekam nicht die kleinste Blase im Mund und überstand die Therapie ohne die vorhergesagte Mundentzündung! Jeder Versuch, die Ärzte über diese hilfreiche Erfahrung zu informieren, scheiterte. Man schaute ihr nicht einmal in den Mund! Welch eine vertane Chance, prophylaktisch und therapeutisch bei weiteren Patienten zu helfen….  Vielleicht kann auf diesem Weg – über Deinen Blog – dieses Wissen weitergegeben werden.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieAuch persönlich habe ich den Birkenzucker schon vielfach genutzt – es gibt einige Firmen, die Xylit aus nachhaltiger Forstwirtschaft vertreiben – ich nehme immer den wiezucker (klick!) aus Finnland – den kann ich wirklich empfehlen.”

Anmerkung der Blog-Betreiberin: Nicht nur heftigste Schmerzen gehören zu dieser Schädigung des Mundes, sondern es besteht eine große Gefahr, einige Zeit nach der Chemo die Zähne zu verlieren, darum ist diese Pflege gleichzeitig eine wichtige Vorsorge. Da der tumor- und chemo-bedingte Verlust der Aminosäure L-Glutamin diese heftigen Schleimhautschädigungen mit verursacht, ist es zudem erforderlich, dass dieser Eiweiß-Baustein rechtzeitig substituiert wird: Er ist reichlich in Quark enthalten, als Sportlerpulver erhältlich und als freiverkäufliches Medikament namens Glutamin Verla (klick!) zu kaufen. Menge und Einnahmemodus sollte mit einem/r Orthomolekular-Mediziner/in besprochen werden. Eine wissenschaftliche Arbeit zu Glutamin in der Onkologie: Kuhn KS, Muscaritoli M, Wischmeyer P, Stehle P. Glutamine as indispensable nutrient in oncology: experimental and clinical evidence. Eur J Nutr. 2010 Jun;49(4):197-210.

Birkenzucker oder Xylitol ist fast so süß wie Zucker, wirkt etwas kühlend auf der Mundschleimhaut, zerstört laut einigen Studien Kariesbakterien und hat nicht den Suchteffekt wie Rüben- oder Zuckerrohrzucker, da er die Insulin-Ausschüttung in Ruhe lässt. Er könnte auch lutschenderweise als Bonbon zur Linderung und Kühlung der Mundschleimhautschäden eingesetzt werden, beispielsweise mit diesen (klick!) Drops. Wer beides, Sanddornfruchtfleischöl und Xylitol bestellen möchte, und detaillierte Infos über diesen “Wundersüßer” nachlesen möchte, bekommt beide Produkte bei Feeling: Sanddornfruchtfleischöl (klick!) und Birkenzucker aus Finnland (klick!) Den Birkenzucker erhält man dort auch in praktischen Sticks für unterwegs. Ich nehme übrigens das orange-farbene Öl seit fast drei Wochen dreimal täglich, da ich mehr oder weniger nonstop Seminare gehalten habe. Bei der momentan extrem trockenen Luft in den Seminarräumen ein Muss, damit die Stimme durch halten kann.

PS Meine auf Palliativpflege spezialisierte niederländische Kollegin Madeleine Knapp Hayes von Levensboom ergänzt: “Ich habe die gleichen guten Erfahrungen mit Sanddornfruchtfleischöl. Dieses Öl enthält eine Omega-7-Fettäure, welche hilft, die Schleimhäute wieder zu regenerieren. Ich kombiniere es mit Aloe vera-Gel. Beide zusammen bilden eine Mikroschicht, die für einige Zeit den Mundinnenraum schützt. Je nach Beschwerde ergänze ich mit einer kleinen Spur von ätherischen Ölen: Pfefferminze für etwas kühlende Frische, Schmerzlinderung und Vorsorge vor mikrobiellem Befall, oder Immortelle, um Schwellungen zu reduzieren, es wirkt wie ein Kortisonpräparat. Deutsche Kamille hat sich für beide Fälle bewährt und ist wissenschaftlich belegt für Mukositis. Manukaöl  verwende ich, wenn es Pilzbefall im Mundbereich gibt.”

verlust der zehen oder nicht? eine aromapflegerische herausforderung


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNachdem die Krankenpflege-Fachfrau Renate Figl, die auf einer Intensivstation arbeitet, mir die berührende Geschichte einer aromapflegerischen Intervention bei einem gefährlichen und hartnäckigen Fall schilderte, bat ich sie, mir die Geschichte ihrer Patientin aufzuschreiben. Ich gebe diese ausführliche Schilderung mit ihrer Erlaubnis weiter, auch die Patientin war damit einverstanden, sofern ihre Anonymität gewahrt bleibt. Danke, liebe Reni! [Achtung, wer keine heftigen Wunden anschauen kann, sollte nicht weiter runter gehen!]

“Ich lernte die Patientin an ihrem 5. stationären Tag kennen. Es handelt sich um eine junge Frau unter 20 Jahren, welche wegen einer Meningokokkensepsis (lebensgefährliche Infektion*) auf Station aufgenommen wurde. Unter anderem kam es bei der Patientin zu massiven Petechien (winzige Blutungen, als Pünktchen zu erkennen) über den ganzen Körper verteilt. Die Einblutungen nahmen an Größe zu und sind nach ein paar Tagen besonders sakral (im Kreuzbeinbereich) und an den Zehen nekrotisiert (absterbendes Gewebe) und somit zu einem pflegerischen Problem geworden. Nach dem Einverständnis der Betroffenen, der Eltern und der behandelnden Ärzte konnte die Aromatherapie beginnen.

Es war allerdings vereinbart, zwischen den Ärzten und mir, dass ich die Aromatherapie nur übers Wochenende ausführen dürfe, also von Freitagnachmittag bis zum Montag, anschließend würde ein Dermatologe hinzu gezogen. Widerwillig musste ich zustimmen, da ich noch in der Implementierungsphase der Aromatherapie stecke. Die zuständigen Arbeitskollegen/innen wurden von mir informiert und Dank ihrer Mitarbeit konnten wir die im Folgenden dokumentierten Erfolge erzielen.

Sacrum_Nekrose

links: Kreuzbeinbereich am 5. stationären Tag vor Beginn der Aromatherapie, rechts: 24 Stunden nach Beginn der Aromatherapie

Die Nekrosen (absterbendes/abgestorbenes Gewebe), insbesondere im Kreuzbeinbereich, zeigten eine pflegerische Herausforderung, an der wir unbedingt eingreifen mussten. Normalerweise wird sofort ein Dermatologe hinzu gezogen. Da es sich aber im Zeitraum der Festtage handelte, und kein Dermatologe zu erreichen war, bemühte ich mich mit Hilfe der Aromatherapie die Situation in den Griff zu bekommen.

Verwendete ätherische Öle

  • Immortelle, Helicrysum italicum 3%
  • Cistrose, Cistus ladaniferus 2%
  • Manuka, Leptospermum scoparium 1%
  • Lavendel fein, Lavandula angustifolia 1%
  • in fetten Ölen: Mandelöl, Prunus dulcis 70 ml
  • Johanniskrautöl, Hypericum perforatum 15 ml
  • Sanddornfruchtfleisch, Hippophae rhamnoides 15 ml
  •  Rosmarin, Rosmarinus officinalis Ct. Cineol 0,5%
Zeh_Nekrose

5. stationärer Tag, rechter Fuß

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sakral: 24 Stunden nach Beginn der Aromatherapie

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Der Fuß am 5. stationären Tag

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links: 24 Stunden nach Beginn der Aromatherapie, rechts: nach einem zweiten septischen Schub am vierten Tag der Aromatherapie

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nach 10 Tagen Aromatherapie

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nach 12 Tagen Aromatherapie

Es zeigen sich nekrotische Stellen am 1.-2. und 5. Zeh. Siehe Bild oben. Es konnten kaum noch Verbesserungen erzielt werden. Die Aromatherapie wurde deshalb nach 21 Tagen beendet. Es kam zur Diskussion ob eine pharmakologische bzw. chirurgische Entfernung der Nekrose sinnvoll wäre. Die Mobilität der Patientin wäre mit einer Wunde am Fuß stark beeinträchtigt gewesen, weshalb für den Moment eine Nekrosen-Entfernung nicht in Betracht gezogen wurde. Die Patientin wird nach 30 Tagen Intensivtherapie auf die Reha verlegt.

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Am Tag der Verlegung auf die Reha zeigte sich dieses Bild

Auswahl der ätherischen Öle und Begründung

Ich möchte die einzelnen Komponenten des revitalisierenden Öles, das wir verwendeten, vorstellen.

  • Immortelle, Helichrysum italicum: Es werden der Immortelle u.a. diese Wirkungen zu geschrieben: stark antikoagulierend – Hämatomöl – epithelisierend
  • Cistrose, Cistus ladaniferus: Es werden der Cistrose u.a. diese Wirkungen zu geschrieben:  stark antihämorrhagisch – stark antiviral – analgetisch – antibakteriell
  • Manuka, Leptospermum scoparium: Es werden dem Manuka u.a. diese Wirkungen zu geschrieben: stark antibakteriell – stark antimykotisch – stark hautregenerierend – antiphlogistisch
  • Lavendel fein, Lavandula angustifolia: Es werden dem Lavendel u.a. diese Wirkungen zu geschrieben: sedativ – antiphlogistisch – epithelisierend – analgetisch – angstlösend
  • Johanniskraut-Öl, Hypericum perforatum: Es werden dem Johanniskraut-Öl folgende Wirkungen u.a. zu geschrieben: antiphlogistisch – antibakteriell – antitraumatisch/schmerzlindernd
  • Sanddornfruchtfleisch-Öl, Hippophae rhamnoides: Dem Sanddornfruchtfleisch-Öl wird u.a. folgende Wirkung zu geschrieben: stark antiphlogistisch – analgetisch – stärkt und regeneriert die Haut
  • Rosmarin, Rosmarinus officinals Ct. Cineol: Dem ätherischen Öle von Rosmarin Ct. Cineol wird vor allem eine konzentrationsfördernde und durchblutungsfördernde Wirkung nachgewiesen. Da der Rosmarin aber auch den Blutdruck steigen lässt, habe ich zu Beginn der Anwendung eine 0,5% Lösung separat nur an den Zehen verwendet. Das Mandelöl dient als fette Trägersubstanz.

Anwendung und Behandlungsplan

Applikation: 3x täglich okklusiver Ölverband und  2x tägl. Einreibung der Zehen mit dem Rosmarin 0,5% in den ersten 24 Stunden. Nach 24 Stunden Aromatherapie konnte ich beobachten, dass die große Zehe, welche 2x täglich mit 0,5% Rosmarin officinalis Ct. Cineol eingerieben wurde, besser bzw. schneller heilte als die sakrale Zone, deshalb wurde das Revitalisierende Öl verändert, siehe weiter unten. Das revitalisierende Öl wurde 4mal erneuert. Dabei wurden einmal das Rosmarinöl hinzugenommen, dann die Konzentration der einzelnen Öle erhöht und schließlich die hautpflegenden Öle weggelassen. Siehe Behandlungsplan weiter unten.

Erstes Revitalisierendes Öl (02.01.)

  • Mandelöl
  • Johanniskrautöl
  • Sanddornfruchtfleischöl
  • 3% Immortelle
  • 2% Cistrose
  • 1% Manuka
  • 1% Lavendel fein

Nach Aufbrauchen der 100 ml Lösung innerhalb von zwei Tagen wurde ein

Zweites Revitalisierendes Öl angewandt (04.01.)

  • Mandelöl
  • Johanniskraut
  • Sanddornfruchtfleisch
  • Sonnenblumenöl (Ersatz für nicht ausreichend zur Verfügung stehendes Mandelöl)
  • 3% Immortelle
  • 1% Manuka
  • 1% Lavendel fein
  • 1 gtt Rosmarin Ct. Cineol

Cistrose war leider ausgegangen, und nach Ausgehen dieser Mischung innerhalb eines Tages wurde die dritte Mischung angewandt

Drittes Revitalisierendes Öl (es wurde nur mehr auf den Zehen angewandt (05.01.))

  • Mandelöl
  • Johanniskraut
  • Sanddornfruchtfleisch
  • 3% Immortelle
  • 2% Cistrose
  • 1% Rosmarin
  • 1% Lavendel fein
  • 1% Manuka

Viertes Revitalisierendes Öl (identisch mit dem 3. Revitalisierenden Öl (10.01.))

Fünftes Revitalisierendes Öl (12.01.) In Absprache mit den behandelnden Ärzten wurde beschlossen, die hautpflegenden Produkte weg zu lassen, da es sich auf den Zehen um eine intakte Haut handelte. Es wurde weiterhin beschlossen, vermehrt für die Durchblutungförderung zu arbeiten.

  • Mandelöl
  • 3% Immortelle
  • 2% Manuka
  • 1% Rosmarin

Beobachtungen und Schlussfolgerung

In den ersten 24 Stunden konnte ich beobachten, dass die Zehen, welche separat mit dem 0,5 % Rosmarinöl 2x täglich eingerieben wurden, schneller aufhellten als der Kreuzbeinbereich. Deshalb beschloss ich, Rosmarinöl in die Gesamtmischung hinein zu geben. Zudem hat sich der Allgemeinzustand der Betroffenen in den ersten 24 Stunden stark gebessert. Die Entzündungszeichen nahmen ab. Den Rosmarin habe ich bewusst niedrig dosiert, da ein hohes Embolierisiko bei der Patientin bestand und ich Angst hatte, falls etwas passieren würde, ich und meine Öle beschuldigt würden. Im Verlauf der Therapie wurde ich mutiger aufgrund der Erfolge und begann zunehmend höher zu dosieren.

Als am Montag der Dermatologe eintraf, war ich leider nicht im Dienst und als ich auf Station ankam, hatte ich ihn verpasst. Er übernahm wie bereits geschrieben, die Behandlung der sakralen und inguinalen Nekrosen, hatte aber keine Einwände am Fortführen der Behandlung mittels der Aromatherapie an den Zehen. Ein Erfolg! Ein weiterer Schritt in unserem sehr schulmedizinisch orientierten Regionalkrankenhaus! Am 3.-4. Aromatherapie-Tag kam es zu einem zweiten septischen Schub. Der Zustand der Patientin verschlechterte sich drastisch. Ebenso die Nekrosen. Wir fuhren mit der Aromatherapie fort bis zum 21. Tag. In der dritten Woche konnte kaum noch eine Veränderung beobachtet werden. Die Hämatome waren gelblich verfärbt und es zeigten sich abgegrenzt die nekrotischen Stellen. Es wurde beschlossen die Aromatherapie zu beenden.

Insgesamt 200 Euro kostete mich die Aromatherapie für den Erhalt der drei Zehen.

Eine chirurgische Entfernung bzw. eine pharmakologische Lyse wurde nicht in Betracht gezogen, da die Mobilität der Betroffenen im Vordergrund stand, und diese mit einer offenen Wunde am Fuß stark beeinträchtigt gewesen wäre.

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Besuch auf der Reha-Station

Bei einem Patientenbesuch auf der Reha-Station konnte ich den Fuß noch einmal sehen. Die Hornschicht hatte sich gelöst. Am 5. Zeh war nur mehr ein Stecknadelkopf große schwarze Verfärbung erkennbar. Der 2. Zeh hatte eine gelblich bräunliche Verfärbung an der Kuppe und der große Zeh war mit der sich lösenden Hornhaut schwarz gefärbt. Der von der anderen Station nun hinzugezogene Dermatologe ordnete eine Fettsalbe und einen Verband an und entfernte die sich lösende Hornhaut.

Zitat der Patientin: „ Danke, du hast mir meine Zehen gerettet. Sonst hätten sie sie mir abgeschnitten. Dann wäre ich jetzt ein Krüppel …“

Sicherlich spielte eine große Rolle, dass die Patientin nur kurz und in den ersten Tagen katecholaminpflichtig war, und es sich um eine junge gesunde Person handelt. Die Katecholamine (besonders das Noradrenalin) verminderten den peripheren Blutkreislauf (besonders der Extremitäten), bedingt durch die Vasokonstriktion (Gefäßverengung). Die Gefäße werden durch diese Medikamente durchlässig, ein Gefäßleck verursacht deshalb den Austritt der Blutkörperchen in das Gewebe. Sichtbar zuerst als kleine punktförmige rote Flecken (Petecchien), die sich zunehmend über den ganzen Körper ausbreiten. Aber nicht nur an der Körperoberfläche, sondern auch intern in den verschiedenen Organen. Dabei verkleben die Blutplättchen, da die Blutgerinnung aktiviert wird und verstopft somit noch alles. Es kommt schließlich zur Minder- bzw. fehlenden Durchblutung des Gewebes. Es stirbt ab und wird nekrotisch.

Die sakrale Zone hatte sich in den ersten 24 Stunden der Aromatherapie sichtbar verbessert. Die lokalen Entzündungszeichen waren rückläufig. So hat sich am dritten Tag der Aromatherapie bereits nur noch die Nekrose heraus kristallisiert, welche dann vom Dermatologen behandelt wurde. Zuerst pharmakologisch aufgelöst und dann mehrmals in Abständen chirurgisch entfernt.

Ohne die Unterstützung des gesamten Teams hätten wir sicherlich nicht diesen Erfolg verzeichnen können. Ich möchte besonders meinen Kollegen/Innen, welche ohne jegliche Erfahrung im Bereich der Aromatherapie meinen Anweisungen gefolgt sind, danken. Dem Ärzteteam, welche mich gewähren ließen und meinen Vorgesetzten welche mir die Erlaubnis erteilten. Natürlich auch einen Dank an die Patientin und den Angehörigen, welche mit diesem vielleicht etwas ungewöhnlichen Behandlungsweg einverstanden waren.”

*Die Blogbetreiberin hat einige Fachbegriffe übersetzt/erläutert. Abbildungen: Collage Eliane Zimmermann, Patientenfotos: Renate Figl

die krebs-rebellin


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Marita Bestler 25. Januar 1956 – 28. Februar 2015 …::… Wer vom 1999-er-Kurs liest hier noch mit?

Ich habe in vielen Kursen wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt, in denen ätherische Öle ihre erstaunlichen antitumoralen Eigenschaften zeigen konnten. Meistens werden diese Experimente an Tieren unternommen, selten an Menschen (es gilt als unethisch, Menschen nicht mit den heutzutage geltenden Medikamenten-Vorschriften zu behandeln). Die Laborversuche mit Krebszellen wirken noch vielversprechender, doch es sind eben nur isolierte Gewebekulturen, die sich von vielen Inhaltsstoffen, die wir in ätherischen Ölen (und übrigens auch in frischer Nahrung) finden, “verjagen” lassen (siehe Abbildung unten).

Ich erwähnte in diesem Zusammenhang oft eine ehemalige Schülerin von mir, die sich nach ihrer besonders schlimmen Brustkrebs-Diagnose (bereits mit Metastasen) im Mai 2004 weigerte, den vorgeschriebenen Weg zu gehen. Man gab ihr noch maximal anderthalb Jahre zu leben, sofern sie sich mit Chemo und Co. behandeln ließe. Die Möglichkeit, ohne diese angeblichen Wunderwaffen weiter zu leben, wollte man der erfahrenen Krankenschwester gar nicht erst geben. Doch Marita ging zum Prüfungsarzt der damaligen Aromatherapie-Ausbildung, Dr. Erwin Häringer in München. Er schrieb der Kassenpatientin auf zwei Privatrezept-Blätter einige Behandlungsvorschläge mit ätherischen und fetten Ölen auf. Sie erzählte mir, dass diese zwei Stückchen Papier ihr wertvolles Symbol für die Rebellion waren. Sie empfand sie wie Bescheinigungen, dass sie sich richtig entschieden hatte. Außer einer Biopsie, mit der bestätigt wurde, dass es sich um eine besonders bösartige Tumorform handelte, und einer Antihormon-Therapie, ließ sie alle Warnungen, Ratschläge und Drohungen (ja, leider) an sich abprallen. Sie feierte jeden Mai, den sie noch in ziemlich guter Gesundheit erleben durfte, als ihren Geburtstag. Sie nahm fleißig native Pflanzenöle und andere Nahrungsergänzungmittel ein, sie schmierte den Brusttumor stets und ständig mit unterschiedlichen Ätherisch-Öl-Mischungen ein (nein, ich besitze nicht die Rezepturen!)

Ätherische_Öle_gegen_Krebs

Wissenschaftliche Arbeiten, in denen Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen und die dazu untersuchten Tumorarten mit Erfolg durchleuchtet wurden (größtenteils In-vitro-Studien, die nicht auf den menschlichen Gesamt-Organismus übertragen werden können), kann jeder im Internet finden. Ich habe fast 150 solcher Arbeiten gefunden. [POH = Perillylalkohol, ist bereits in einigen wenigen klinischen Arbeiten untersucht worden, das ist der “Abbaustoff” von d-Limonen, das in Zitrusschalenölen vorkommt]

Letztes Jahr, am zehnten Jahrestag nach der Diagnose lebte sie immer noch, es ging ihr insgesamt sehr gut, auch wenn sie 2012 mal fast auf der Klinge stand. Hier und da meldeten sich Organe mal ab, banale Wehwehchen verhielten sich besonders fies. Doch sie blieb davon überzeugt, dass sie auf dem richtigen Weg war und investierte all ihre Kraft, trotz der Metastasen in der Leber, andere betroffene Frauen zu beraten und im Kampf – eher gegen die Krankenkassen und gegen viele Ärzte, als gegen die Krankheit – zu unterstützen. Mit Mamazone e. V. in München hat sie Infoabende, Seminare und Tagungen organisiert und mit gestaltet.

Vor knapp zwei Jahren telefonierten wir stundenlang, ich wollte ein Interview mit ihr auf dieser Seite schreiben. Doch ich war abgeschreckt von ihren teils sehr erniedrigenden Erfahrungen mit “der Obrigkeit”. Wie hätte ich diese teils entwürdigende Odyssee sachlich aufschreiben können? Beispielsweise ging es um eine natürliche Salbe, die das fürchterliche Hand-Fuß-Syndrom, einer Nebenwirkung von bestimmten Zytostatika (Chemo) stark linderte. Sie hatte sich irgendwann (ich habe die genauen Daten nicht im Kopf) rund um das achte Jahr nach der Diagnose für eine Chemotherapie entschieden. Überraschenderweise half die Chemiebombe gut, doch Hände und Füße brauchten bald Spezialbetreuung, die Patienten können sonst vor lauter Schmerzen und aufgeplatzter Haut irgendwann nichts mehr anfassen und auch nicht mehr gehen. Diese Salbe kostet, wenn ich mich recht erinnere, weit über 100 Euro pro Tube, sie wurde nicht von der Krankenkasse erstattet. Marita wollte es aber partout durchsetzen, dass sich diese sture Haltung ändert, damit alle Betroffenen die Möglichkeit bekämen, das wirksame Mittel verwenden zu können (Marita hat es selbst bezahlt). Sie trat unbedingt und fast kompromisslos für ein selbstbestimmtes Leben (auch von Leidensgenossinnen) ein, sie wollte sich einfach weder unterkriegen noch sich nichts vorschreiben lassen. Ihr Bauchgefühl war ihr wichtig.

Traueranzeige_Mamazone_Marita_Bestler_28Feb2015Ein sehr sympathisches kleines Interview mit Marita, in dem sie einen kleinen Ausschnitt ihrer Fehl-Empfehlungen-Karriere schildert, ist hier (klick!) anzuschauen: Sie hatte im Herbst 2012 mit Aszites (Wasser im Bauch, möglicherweise, das war zunächst nicht genau feststellbar, durch neue Metastasen verursacht) und Ödemen in den Beinen zu kämpfen. Eine Ärztin kommentierte, dass sie doch Schwangerschaftskleidung tragen solle (Marita hatte ansonsten gertenschlanke Beine und einen normalen Bauchumfang). Die Medizinerin wollte wegen der Infektionsgefahr nicht punktieren, also das Gewebewasser “ablassen”. Ein anderer Arzt reagierte erstaunt über diese Einschätzung, führte die Prozedur durch und es wurden 18 Liter Flüssigkeit aus Maritas Körper entnommen! Irgendwann ging es von vorne los, dann trat das Wasser aus den Beinen aus (das muss man sich mal vorstellen). Marita musste mehrfach täglich stark saugende Maßnahmen mit speziellen Kompressionsstrümpfen durchführen. Doch alles in allem begegnete ihr immer wieder die Reaktion: Bei dieser Brustkrebsdiagnose kein Wunder, was will man da schon tun. Bis ein anderer Arzt die zündende Idee hatte: Eiweißmangel. Ja, es war schnöder, einfacher Einweißmangel, genauer gesagt Albuminmangel!

Die rebellisch-kämpferische Wassermann-Frau bekam also Ende 2012 Infusionen mit Albumin, nahm es danach auch als konzentrierte “Babynahrung” zu sich und siehe da, es ging relativ schnell wieder bergauf. Schade, dass niemand rechtzeitig auf diese Diagnose gekommen war, viel Leid wäre ihr erspart geblieben. Sie dachte damals, sie werde diese Beschwerden nicht überleben, konnte sich nur noch mit Rollator oder gar Rollstuhl fort bewegen (und das wegen des unerkannten Eiweißmangels!). So kämpfte sie weiter, lebte weiter ein Leben voller Höhen und Tiefschlägen, aus denen sie sich immer wieder zu befreien wusste. Ätherische und fette Öle waren ihre Begleiter. Anfang Februar ging es ihr noch ziemlich gut, doch dann ereilte sie eine Lungenembolie. Sie beschloss, dass es nun genug sei.

Einen guten Monat nach ihrem 59sten Geburtstag, am 28. Februar 2015, durfte Marita im Kreis ihrer Lieben gehen. Ich bin sicher, sie hat sehr viele Menschen inspiriert und unterstützt, vermutlich sogar Leben gerettet, indem sie anderen Mut machte, sich nicht den Urteilen und den aufgestülpten Entscheidungen der oft viel zu herablassend handelnden “Medizin-Industrie” zu beugen. Und sie hat mich beflügelt, weiter zu recherchieren und immer wieder zu erzählen, dass ätherische Öle sehr wohl bei Tumorerkrankungen begleiten und helfen können. Ruhe in Frieden.

menstruationsschmerzen und aromatherapie


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMenstruationsschmerzen sind jeder Frau bekannt und sie sind auch (leider) nicht ganz sinnlos: Die Gebärmutter, ein großer Muskel, hat von der Natur den Auftrag bekommen, sich für’s Kinderkriegen zu stärken und zu rüsten. Also muss der Muskel trainiert werden: Jeden Monat auf’s Neue, muss er ein bisschen Schleimhaut mit Blut nach draußen drücken. Wenn es dann mal ernst wird mit einem recht großen Stück, also einem Menschlein, hat die Uterusmuskulatur hoffentlich ausreichend “Training” hinter sich, dass dieses “Rausdrücken” einigermaßen glatt läuft. So, das ist erst einmal ein Plädoyer für einen völlig natürlichen Vorgang, der durchaus seinen Sinn hat.

Doch oft, sehr oft, bereitet dieses monatliche Ritual Probleme und schwere, tagelange Schmerzen mit fast unerträglichen Krämpfen. Das nennt sich dann Dysmenorrhoe. Diese kann nur besonders schlimm ausfallen, wenn der Eisprung (Ovulation) stattgefunden hat und in Folge bestimmte Prostaglandine ausgeschüttet werden. Bei manchen Frauen steigt der Prostaglandinspiegel besonders hoch an und verursacht dann die schlimmen Schmerzen. Dann verschreibt der Gynäkologe und auch die Gynäkologin “die Pille”, die verhindert, dass die Eizellen “springen”. Diese Frauen nehmen über Monate, Jahre und sogar Jahrzehnte die chemische Hormonbombe als Schmerzmittel ein.

Nun wird jedoch immer bekannter, dass die Einnahme von modifizierten Hormonen furchtbare Gefahren bergen kann. Besonders klar wurde mir das am Beispiel der Gestagene in manchen empfängnisverhütenden Tablettchen: Progesteron ist das Pro-Schwangerschaftshormon, das also die Schwangerschaft erst ermöglicht. Am im Labor fabrizierten “Progesteron” wird ein klein bisschen “herum geschraubt”, also das Molekül wird um ein Fitzelchen verändert, und schon ist nichts mehr mit PRO. Eine befruchtete Eizelle wird abgestoßen, also eine Mini-Abtreibung findet statt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDieses und andere sehr einleuchtende Erklärungen las ich übrigens in einem Buch, das JEDE Frau lesen sollte, hat sie auch nur minimale Probleme mit Blutungen, Empfängnis, Wechseljahresbeschwerden etc. Es heißt Wenn Körper und Gefühle Achterbahn fahren (klick!) von Elisabeth Buchner. Ein gut verständliches Buch, etwas “ketzerisch” zusammengestellt, so wie ich es mag: Die Autorin ist jemand, die  jahrzehntelange “Gebräuche” vor allem in der Frauen-Medizin gründlich in Frage stellt, da sie tausende von Frauen beraten hat und berät, wie sie ihren Hormonhaushalt wieder ins Lot bekommen können. Sie gründete die Hormonselbsthilfe (klick!) in der Nähe von Nürnberg, weil sie selbst eine leidende Betroffene war. Sie bezieht sich auf die bahnbrechenden Erkenntnisse des amerikanischen Arztes Dr. John Lee, auf englisch kann man seine Erfahrungen hier auf seiner Website (klick!) nachlesen (z. B.: Oft werden Frauen gerade in der Wechsel-Zeit mit tumorfreundlichen Östrogenen zugeschüttet, doch ganz häufig ist ihr krebsschützendes Progesteron im Keller).

Frauen schlucken diese synthetischen Hormoncocktails nun seit circa 55 Jahren und wundern sich zunehmend, warum diese natürlichen Abläufe immer unnormaler werden, so oft Kummer und Schmerz bereiten und gar zu fürchterlichen Tumorerkrankungen führen. Diese Frauen werden nicht ausreichend über die Gefahren von Fantasie-Hormonen aufgeklärt, ihnen wird auch nicht gesagt, wie wichtig Nüsse, Samen und native Fette als Grundbausteine für einen funktionierenden Hormonhaushalt sind. Mit einer Ölkur über circa ein halbes Jahr, dazu Auflagen mit verdünnten ätherischen Ölen können kleine Wunder erreicht werden, so dass möglicherweise eine “Entwöhnung” von den Labor-Hormonen, zumindest zur Schmerzlinderung”, möglich wird.

Es muss nur jeden Tag an eine kleine Portion von hochwertigen ungesättigten Fettsäuren gedacht werden (damit betreibt frau dann sogar noch wertvolle Demenz-Prävention ;-) ). Vielleicht fünf Mandeln und ein Teelöffel geröstetes Arganöl auf dem Salat. Oder ein paar oberleckere Macadamianüsse und etwas “ehrliches” Leinöl auf einem Kräuterquark (wirklich frisch gepresstes Leinöl schmeckt nach fast nichts, nur leicht nussig, NIEMALS bitter), ich bestelle es unter anderem bei Feeling (klick!), es gibt jedoch auch inzwischen ein paar Möglichkeiten, es tagesfrisch auf Märkten zu beziehen (die Haltbarkeit ist sehr kurz: nur ganz wenige Wochen im Kühlschrank). Oder feines Walnussöl über ein gedünstetes Gemüse geben und einige geriebene Haselnüsse auf den Obstsalat. Auch Nussmuse/Nussbuttern (mit Honig oder Konfitüre) statt Butter aufs Brot sind eine prima “Medizin” für diesen Themenbereich.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNun komme ich zur Aromatherapie! Pionier Robert Tisserand hat eine frisch veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit auf Facebook geteilt (thanks!): Der Effekt von Lavendelöl-Aromatherapie-Massagen bei Dysmenorroe wurde bei 80 jungen iranischen Studentinnen (18-24 Jahre), die an Dysmenorrhoe litten, untersucht. Drei Zyklen lang wurde beobachtet: Im ersten Zyklus während der Studie wurde die Schmerzintensität mit wissenschaftlichen “Werkzeugen” einheitlich erfasst. Im zweiten Zyklus bekam die Hälfte der Teilnehmerinnen entweder eine 15-minütige Mandelöl-Streichung auf ihrem Unterbauch oder Streichungen mit 2 Tropfen Lavendelöl in 5 ml Mandelöl. Das Setting war nicht klinisch, sondern fand in einem abgedunkelten Raum mit 23-25°C Raumtemperatur, in Rückenlage mit einem lockend wirksamen Kissen unter den Knien. Im dritten Zyklus erhielten die “Lavendelfrauen” die reinen Ölstreichungen und umgekehrt. 30 Minuten nach den Anwendungen wurde wieder die Schmerzintensität erfasst. Auch wenn bereits die reinen Ölstreichungen ohne ätherisches Öl die Schmerzen lindern konnten, brachte die Anwendung mit dem ätherischen Öl signifikante Verbesserungen gegenüber der Kontrolle. Die Studie kann hier (klick!) kostenlos runter geladen werden.

In einer ähnlichen koreanischen Studie von 2006, an der die renommierte britische Aromatherapeutin Dr. Jane Buckle mitwirkte, wurde zum Lavendelöl noch Rosen- und Muskatellersalbei aufgetragen. Eine Zusammenfassung dieser wissenschaftlichen Arbeit kann kostenlos hier (klick!) eingesehen werden. Beide Studien können als Idee für jede Frau dienen, sich bei diesen Mens-Krämpfen selbst zu helfen und sich so eine Mischung herzustellen und aufzutragen. Nach dem Auftragen sollte sie noch einige Minuten Auszeit nehmen und mit einer Wärmflasche liegen bleiben. Wer den Duft von Lavendel oder von Muskatellersalbei nicht mag, kann prima auf folgende entkrampfend wirksame Öle ausweichen: BergamotteminzeölBergamotteölPetit Grain-Öl Orange oder etwas weniger bitter, sondern frischer Petit Grain Zitrone.

das umfangreiche nachschlagewerk für heilpflanzen-lernende


Eliane Zimmermann Schule für  AromatherapieHeilpflanzen, Duftpflanzen, Wildpflanzen und “Unkräuter” umfangreich und professionell beschrieben: So ein Buch brauchen HeilpflanzenexpertInnen und Aromafachleute, wenn sie beraten, unterrichten, recherchieren, selbst Kursunterlagen und Bücher schreiben. Dieses Werk liegt jetzt schon seit geraumer Zeit bei mir, doch nun endlich blättere ich mir die Finger an diesem “Schinken” von 701 übergroßen Seiten fast wund ;-) . Ich bearbeite die 6. Auflage meines Fachbuches”Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe” und mir fallen ständig Ergänzungen, Neuerungen und Korrekturen auf und ein. Das sensationelle Nachschlagewerk vom prominenten Heilpflanzen-Experten Siegfried Bäumler heißt ‘Heilpflanzen – Praxis heute. Band 1: Arneipflanzenportäts’ (hier kann man es anschauen und bestellen, klick!).

Ich muss beispielsweise immer wieder nachschauen, ob einzelne ätherische Öle bereits von der Phytotherapie Kommission E monographiert wurden, hier finde ich die Infos dazu. Ich versuche mal wieder etwas Ordnung in die babylonische Sprachenverwirrung der Botaniker zu bringen, hier werde ich fündig. Ich vergleiche die Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen, die in den unterschiedlichsten Fachbüchern angegeben sind, hier finde ich wertvolle Angaben. Auch Verwandtschaftsverhältnisse wie die Umckaloabo-Geranie (Pelargonium sidoides) und der Stinkende Storchenschnabel (Pelargonium robertianum) zur Rosengeranie kann ich in diesem Buch überprüfen und vergleichen.

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Auf das Foto klicken, um mehr erkennen zu können!

Die Anwendungsgebiete und Zubereitungsarten der hübschen zur Blume des Jahres gekürten Wildpflanze Teufelabbiss (Succisa pratensis) können nachgelesen werden (Husten), andere vergessene und/oder unbekanntere Heilpflanzen wie Ackergauchheil (Anagallis arvensis), Bachbunge (Veronica beccabunga), Schildförmiges Fußblatt (Podophyllum peltatum), Habichtskraut (Hieracium pilosella), Braunelle (Prunella vulgaris), Piszidiabaum (Piscidia piscipula) oder die Aufgeblasene Lobelie (Lobelia inflata) werden ausführlich vorgestellt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFür uns AromaexpertInnen sind die Beschreibungen vieler Fette-Öle-Pflanzen und Ätherische-Öle-Pflanzen interessant: Kakao, Schwarzkümmel (sogar mit korrektem Foto, eine Seltenheit!), Rizinus, Sanddorn, Perilla, Granatapfel, Olive, Johanniskraut, dazu Pfefferminze, Essigrose, Weihrauch, Pfeffer, Melisse Cajeput, Lorbeer, Majoran, Wintergrün, beide Kamillen, Perubalsam, Bischofskraut, Zitrone, Muskat, Dill, Ingwer, Eukalyptus, Dost, Baldrian, Anis, Zimt, Fenchel etc.

Für homöopathisch interessierte Menschen, die also nicht nur die Kügelchen und Tropfen, sondern auch ausführliche Infos über die gesamte Pflanze und ihre traditionelle lokale Anwendung lernen möchten, ist auch allerlei Lesefutter zu finden: Scrophularia nodoa, Agrimonia eupatoria, Nerium oleander, Ephedra sinica, Cephaelis ipecacuanha etc. Wichtige Pflanzen zur Selbstmedikation und Begleitung bei schweren Erkrankungen können studiert werden: Sägepalme, Flohkraut, Aloe, Echinacea. Mariendistel, Katzenkralle, Gelbwurz, Ratanhia, Asiatischer Wassernabel, Guaraná, Lapacho u. a. m. Dieser Band 1 kostet 59,99 € und der zweite Band kostet – separat gekauft – 69,99 €; beide Bücher zusammen kosten 99,99 Euro.

  • Zurück zu meinem Buch “Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe”: Wie ich bemerkt habe, hat sich trotz des professionellen Korrekturlesens im Verlag der Fehlerteufel hier und da eingeschlichen. Die häufigste “Beschwerde” kam zu Seite 245, auf der Basilikumöl beschrieben wird: Ich empfehle es zum Senken des Blutdrucks und ein paar Zeilen weiter steht “bei Hypotonie”, also niedrigem Blutdruck. Hahaha! Solche Dinge passieren beim Buchschreiben, man gewöhnt sich dran, sie lassen sich einfach nicht vermeiden. Irgendwo steht statt 1,8-Cineol 1,8%Cineol, kann auch passieren, insbesondere wenn das Manuskript in eine druckfähige layoutete Version konvertiert wird. Darum meine Bitte und Frage: Wer hat noch mehr Spuren vom Fehlerteufel entdeckt? Unter allen “Tippfehler-Detektiven” werde ich zwei Exemplare der 6. komplett überarbeiteten Auflage von “Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe” verlosen. Das Erscheinen dauert zwar noch (Frühjahr 2016), das Mitmachen kann sich aber lohnen, denn erfahrungsgemäß steigt der Ladenpreis bei solchen Rundumrenovierungen immer ein wenig. Bitte nicht hier im Kommentarefeld schreiben, sondern an neroli at eircom punkt net (Spamschutz, bitte richtig ins E-Mail-Fenster schreiben).

desinfektion mit ätherischen ölen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKann man mit ätherischen Ölen leichte desinfizierende Maßnahmen im Haushalt durchführen? Eventuell sogar im klinischen Bereich Flächendesinfektion vornehmen? Das sind typische Fragen, die immer wieder an mich gerichtet werden. Ich bin gestern tätig geworden, da neben unserem noch nicht stubenreinen Babyhund unsere Hündin derzeit läufig ist und immer wieder Pannen im Haus passieren (unser dritter Hund – der zugelaufene Cookie – ist ziemlich sauber).
Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieSo habe ich ganz einfach allerlei Reste von ätherischen Ölen in circa 100 ml hochprozentigem Alkohol aufgelöst: Spanischer Thymian (Corydothymus capitatus) und Bohnenkraut (Satureja montana) (beide thymolhaltig), dazu Thymian Ct. Linalool (Thymus vulgaris), Thymian Ct. Geraniol (Thymus vulgaris), Teebaum (Melaleuca uncinata), Ingwer (Zingiber officinale) und die wundervoll duftende Zitronenmyrte (Backhousia citriodora). Das Gebräu habe ich dann mit Wodka aufgefüllt und in eine Putzmittel-Sprühflasche gegeben. Ich hätte lieber Isopropylalkohol (Isopropanol) genommen, doch den gibt’s hier in Irland kaum und wenn, dann ist er sehr teuer. Wer edle Möbel und Böden hat, sollte diesen statt Wodka verwenden, denn der Wasseranteil im Wodka könnte Flecken machen.

Flächendesinfektion mit ätherischen ÖlenDa es viele Studien gibt, in denen die unter einprozentige Verdünnung von ätherischen Ölen auf diverse Keime nachgewiesen wurde (in vitro = im Reagenzglas, also auf einer Fläche und ohne lebenden Organismus drumherum), gehe ich davon aus, dass ich mit dieser circa 10%igen Verdünnung einiges an Schmuddel los werde (und dazu die entsprechenden Gerüche). Stellvertretend sei eine Studie für den Spanischen Thymian erwähnt, der auf Fleisch eine Pseudomonas-Ansiedlung entfernte: Oussalah M, Caillet S, Saucier L, Lacroix M. Antimicrobial effects of selected plant essential oils on the growth of a Pseudomonas putida strain isolated from meat. Meat Science, 2006

Mit dieser “Bastelarbeit” kann jedoch niemand im Bereich der institutionalisierten Pflege ankommen. So stellte sich schon manche(r) die Frage, warum darf ich in der Klinik oder in meiner Praxis keine Flächendesinfektion mit ätherischen Ölen machen? Vorschrift ist Vorschrift und bestimmte Anforderungen an die Desinfektion müssen in öffentlichen Institutionen strengen europäischen Normen entsprechen. Ich hörte von unerfreulichen ‘Grabenkämpfchen’ mit den Beauftragten der Mikrobiologie.

Vor gut fünf Jahren hat eine Firma für biologische Reinigungsmittel reagiert und ein Spray zur Flächendesinfektion hergestellt und es gemäß den gesetzlichen Vorschriften durchtesten lassen. Es wirkt sogar nachgewiesenermaßen gegen H1N1-Viren, dazu rückt es anderen Grippeviren, Herpes, HIV an ihre freche Zellmembran und auch viele Pilze, Hefen sowie Bakterien wie Salmonellen und Colibakterien müssen laut Hersteller nun das Fürchten auch von Nicht-Chemiekeulen lernen. Vielleicht ist dies ein kleiner stiller Anfang, dass Resistenzen von Keimen in Heil- und Pflegeeinrichtungen endlich eingedämmt werden. Damit irgendwann mal keiner mehr an Sekundärinfektionen durch MRSA und anderen ‘Viechern’ sterben muss, sondern allenfalls an seiner ursprünglichen Erkrankung. Man kann es in fast jedem Bioladen kaufen und hier bei Amazon (klick!) bestellen. Der Originaltext der Firma Sonett lautet:
Flächendesinfektion mit ätherischen ÖlenLaut Gutachten vom 4.11.2009 ist die Sonett Flächendesinfektion „ wirksam gegen alle menschlichen und tierischen Grippe Erreger, einschließlich H5N1 und H1N1“.
Wir möchten dies zum Anlass nehmen Sie über das Wirkungsspektrum, die Anwendungsbereiche und die Zusammensetzung der SONETT FLÄCHENDESINFEKTION zu informieren für den Einsatz in Heimen, Schulen, Kindergärten, Großküchen und Lebensmittel verarbeitenden Betrieben.
1. Anwendungsbereiche:
Die SONETT FLÄCHENDESINFEKTION ist eine gebrauchsfertige Lösung, die im Sprüh- oder Wischverfahren eingesetzt werden kann. Ihr Einsatzbereich sind Arbeitsflächen und Geräte im Sanitärbereich, Großküche und Lebensmittel verarbeitende Betriebe.
2. Zusammensetzung:
Wirkstoff: Pflanzlicher Alkohol (Ethanol) 70%, ätherische Öle aus Salbei* und Lavendel*(enthält Linalool*), gewirbeltes Wasser ad 100% [* = aus kontrolliert biologischem Anbau]
3. Wirkungsspektrum:
Gemäß den europäischen Normen EN 1276, EN 1650, EN13697, wirksam gegen Bakterien, Hefen und Pilze
Gemäß Vakziniavirus Gutachten und BVDV Gutachten vom 4.11.2009 wirksam gegen alle behüllten Viren (Auslobung „begrenzt viruzid“). Dies beinhaltet die Wirksamkeit gegen HBV, HCV, HIV, Herpes Simplex sowie alle humanen und animalischen Influenzaviren einschließlich H5N1, H1N1. SONETT OHG, November 2009 (zwei untere Abbildungen: Sonett)

Selbstverständlich ist dieses (oder ähnliche Produkte) auch eine prima Maßnahme für einen Privat-Haushalt mit entsprechenden “Problemen” wie kleinen Hunden. Wichtig wäre, in Haushalten “nur” mit (gesunden) Kindern keinerlei Desinfektionsmittel einzusetzen, denn deren Immunsystem braucht ein “Trainings-Umfeld” und nicht einen sterilen Operationssaal. Mit ätherischen Ölen im Bedarfsfall Keime zu reduzieren ist eine gute Alternative, damit verringert man die Gefahr, Allergien zu züchten. Durch fragwürdige antibiotika-ähnliche Desinfektionsstoffe wie Triclosan (schauen Sie mal auf Ihr Geschirrspülmittel oder andere Reinigungsprodukte!) würde man Resistenzen der Mikroben unnötig fördern.

aromapflege-fortbildungen 2015


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Derzeit blüht unser fast vier Meter hoher Kamelienstrauch neben der Haustür, mehr über subtropische Pflanzen und ihre ätherischen Öle befindet sich am Ende dieser Übersicht.

Es geht nichts über eine gute Fortbildung, wenn man in einer jungen Berufsbranche wie der Aromatherapie und Aromapflege arbeitet. Vor allem, wenn die spannenden Details über die Wirkmechanismen der ätherischen Öle erst ganz langsam von der Wissenschaft ernst genommen werden. Das Jahr 2015 hat wieder viele hervorragende Kongresse  und Fortbildungsmöglichkeiten zu bieten. Die erste Veranstaltung findet in bald in Wien statt!

Aroma- und Phytotherapie-Kongress & 3. Wintertagung der ÖGwA „Aromatherapie, Aromapflege und Phytotherapie am Puls der Zeit“
Veranstalter: ÖGPhyt, ÖGwA
inkl. Workshops für Pharmazie, Medizin und Pflege
Samstag, 21.02.2015: 09:00 bis 18:00
Sonntag, 22.02.2015: 09:00 bis 13:00
Pharmazie-Zentrum, 1090 Wien, Althanstraße 14
Infos hier (klick!)

Am 28. Februar bis 01. März 2015 findet zwar kein Kongress statt, aber ein dermaßen wichtiges Seminar, von einem mega-kompetenten Arzt erläutert, dass ich diese Veranstaltung nur wärmstens empfehlen kann: ‘Krebs und Phytoaromatherapie‘ mit Dr. med. Dr. rer. nat. Erwin Häringer
In dieser Veranstaltung in Konstanz werden in übersichtlicher Weise Methoden der Komplementärmedizin, mit besonderem Schwerpunkt der Phytoaromatherapie, mit Fallbeispielen vorgestellt. Es werden bewährte und auch neue Rezepte und Strategien der Regulationsmedizin erarbeitet.Dabei werden neue Wirkmechanismen. besonders von ätherischen Ölen in Kombination mit orthomolekularen, homöopathischen und biochemischen (Schüßler) und therapeutischen Ansätzen diskutiert. Die Sprachlosigkeit in der Sprechstunde, “wie sage ich es meinem Patienten…) soll durch das Wissen um die Kommunikation auch mit Düften ersetzt werden. Grundlagenkenntnisse der Phytoaromatherapie und der klassischen Neurobiologischen Modelle (“Triune Brain Modelle” und neuere Ansätze) werden vorausgesetzt.
Infos hier (klick!)

Am 2. Mai 2015 findet in Benediktbeuren im schönen bayrischen Voralpenland wieder das Dreiländersymposium Deutschland-Österreich-Schweiz statt.
Das erste länderübergreifende Treffen fand 2012 in Deutschland in einem kleinen Schloss in Glonn bei München statt. Organisiert wurde es vom Münchner Arbeitskreis Naturaromen unter Leitung von Conny Mögel und Manuela Kaser. 2013 war das Symposium in Linz/Österreich und wurde von Claudia Arbeithuber und dem Team des gemeinnützigen Vereins aromaForum Österreich ausgerichtet. Regula Rudolf von Rohr und die Mitglieder der Arbeitsgruppe PsychAroma veranstalteten den Aromatag im Mai 2014 in Basel/Schweiz. 2015 kehrt nun das Aromasymposium nach Bayern zurück. Es sind wichtige und interessante Vortragende angekündigt wie die super-engagierte Pflegende Gisela Blaser, die beiden “Urgesteine” der deutschsprachigen Aromapflege Ruth von Braunschweig und Margret Demleitner, die Gründerin der berühmten Freiburger Heilpflanzenschule Ursel Bühring, dazu Manfred Meyer, der über Spagyrik spricht, Barbara Schmölzer wird über Psycho-Aromatherapie referieren und Cora Worms teilt ihre wertvollen Erfahrungen mit ätherischen Ölen bei Schmerzen.
Infos hier (klick!)

Am 6. und 7. Juni 2015 feiert Farfalla das 30jährige Firmenjubiläum im wunderschön gelegenen modernen Botanischen Garten Zürich. Auch bei dieser Gelegenheit sind spannende Persönlichkeiten aus dem Bereich der ätherischen Öle zu erleben und zu hören. Ich freue mich besonders auf Frau Krist, die das tolle dicke Nachschlagewerk ‘Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle‘ (klick!) geschrieben hat und auf Frau Ebberfeld, die das Themengebiet von menschlichen Ausdünstungen bei Bindung und Partnerschaft untersucht hat (und u.a. das Buch ‘Von der Unmöglichkeit der Liebe‘ verfasste). Die beiden Themenschwerpunkte dieses Symposiums sind ‘Neuentdeckungen aus der Riechforschung’ und Aromatherapie/-Pflege in der Gesundheitsförderung’, beleuchtet von folgenden Fachpersonen:
Barbara Bernath, Maja Dal Cero, Evelyn Deutsch, Dr. Ingelore Ebberfeld, Florianne Koechlin, 
Dr. Sabine Krist, Dr. med. Roland Kunz, Dr. Jürgen Reichling, Eliane Zimmermann und Jean-Claude Richard
Infos hier (klick!)

Am 22. August 2015 findet der 1. Dortmunder Aromatag, veranstaltet von der Heilpraktiker-Schule Phytaro, statt: von 9:30 bis 18 Uhr  referieren hochkarätige Aromatherapie-KennerInnen über ihre Arbeit: Prof. Dr. Jürgen Reichling über MRSA, Ruth von Braunschweig über Aromapflege und das Immunssystem, Ingrid Kleindienst-John über Hydrolate und viele mehr. Infos hier (klick!)

Aroma-Zentrum-Alsfeld feiert sein 25jähriges Jubiläum vom 4. bis 6. September zusammen mit aroma-netz e.V. zum Thema: ‘Was ist drin – Was ist dran und wie wirkt es auf uns?’  Infos hier (klick!)

Auch Primavera bietet am 17. Oktober 2015 wieder eine rundum schöne und inspirierende Möglichkeit zur aromatischen Weiterbildung an: die  8. Primavera Fachakademie findet in Oy-Mittelberg/Allgäu in den großartigen neuen Räumen statt, geplantes Thema: ‘Duft und Psyche – ätherische Öle für das Wohlbefinden’
Infos ab März hier (klick!)

Wer nach dem Sommer nochmals mitten in den Sommer fliegen möchte, kann in Australien vier Tage die ‘Aromatica 2015′-Konferenz in Goldcoast (circa 70 km südlich von Brisbane) besuchen: vom 31. Oktober bis 3. November 2015. Veranstalter ist die Fachzeitschrift Aromatherapy Today (klick!), leider funktioniert derzeit die entsprechende Seite auf dem Internetauftritt noch nicht.

Dr. Kurt Schnaubelt und sein Pacific Institute of Aromatherapy veranstaltet die 8th Aromatherapy Conference vom 6. bis 8. November  2015 in San Francisco. Für Frühbucher ist der Preis für die drei Tage wirklich unschlagbar günstig ($ 395), man kann zudem auch in Kalifornien den Sommer verlängern. Infos hier (klick!).

Der jährliche Tag des ätherischen Öls findet in Linz (Österreich) im November 2015  statt, Infos hier (klick!)

Die Botanica-Konferenz wird wieder nächstes Jahr, im September 2016, stattfinden, dieses Mal dann in Brighton (England) in der Sussex University und nicht in Dublin. Infos derzeit nur auf Facebook hier (klick!), ich werde über diese hervorragende Fortbildungsmöglichkeit berichten.

Wer eine Woche entspannt zwischen Meer und blühender Parklandschaft sein aromatisches Wissen vertiefen möchte, kann viele subtropische Duftpflanzen (und die entsprechenden ätherischen Öle wie Teebaum, Manuka, Ratrani, Skimmie, Boronia, Sicheltanne, Kampfer, Harzeibe, Muschelzypresse etc) in nur 1,5-2 Stunden Flugentfernung bei mir und meinem Team von AiDA erleben.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie “Happy Düfte” ist nun fast ausgebucht, für die anderen Veranstaltungen gibt es noch freie Plätze. Ab 950 € inklusive sieben Übernachtungen, Vollpension und Rührküchen-Materialien, hier ist die endlich aktualisierte  AiDA2015_Broschuere (klick!), eine Übersicht mit Infos und Preisen liegt hier (klick!). Auch die Broschüre zu unseren Gartenwochen mit der so inspirierenden subtropischen Flora im Südwesten Irlands (Teebaum, Manuka, Duftrhododendren, Sicheltanne, Muschelzypresse, Kampfer etc) ist aktualisiert worden, zum kostenlosen Download hier klicken!

Wer weiß von mehr Fortbildungs-Veranstaltungen? Über einen Hinweis wäre ich dankbar!