ätherische öle bei lupus erythematodes


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDieser ausführliche Beitrag von Gabriele Sievers über ätherische Öle bei der chronischen Erkrankung namens Schmetterlingsflechte reflektiert die über viele Jahre gesammelten und sehr persönlichen Aromapflege-Erfahrungen einer selbst betroffenen und sehr erfahrenen Aromapflegenden.

Bei systemischem Lupus erythematodes (SLE) können ätherische Öle eine wertvolle Begleitmaßnahme darstellen. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, die zu den Kollagenosen gezählt wird, die wiederum zum entzündlichen Rheuma gehören.

Beim SLE können neben den Gelenken und der Haut auch innere Organe betroffen sein. Die typische, schmetterlingsförmige Hautrötung im Gesicht tritt bei weniger als der Hälfte der Erkrankten auf. Etwa 80% der SLE-Betroffenen sind Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren. Es wird vermutet, dass die Erkrankung etwas mit Östrogenen zu tun hat, da der SLE häufig während oder nach einer Schwangerschaft auftritt. Die Einnahme der „Pille“ kann die Erkrankung fördern.

Die eigentliche Ursache der Erkrankung ist bis jetzt unbekannt. Wie bei anderen Autoimmunerkrankungen wird eine genetische Veranlagung vermutet, die durch äußere Faktoren zur Erkrankung führt.

Je nachdem, welche Organe oder Organsysteme betroffen sind, ist die Symptomatik des SLE sehr unterschiedlich und kann im Laufe der Erkrankung wechseln. Aus diesem Grund gibt es keine sicheren Leitsymptome. So treten die unten beschriebenen Symptome nicht bei allen Erkrankten und auch in unterschiedlichen Kombinationen auf. Die Symptome können gleichzeitig oder auch zeitlich versetzt auftreten. Typisch für den SLE ist die Sonnenlichtempfindlichkeit. Die Krankheit kann durch Sonnenlicht aktiviert werden und bricht manchmal nach Sonnenbädern oder einem Urlaub in den südlichen Breitengraden aus.

Natürlich wirken sich psychischer und physischer Stress, wie bei jeder Autoimmunerkrankung, ungünstig auf den Verlauf aus. Es gibt beim SLE viele mögliche Symptomen und eine Vielzahl von möglichen Folgeerkrankungen:

  • Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und/oder Leistungsschwäche sowie erhöhte Temperaturen unter 38° C
  • Hauterscheinungen wie das Schmetterlingserythem; ein masernähnlicher Hautausschlag, der den gesamten Körper befallen kann.
  • offene und meist schmerzlose Wunden auf den Schleimhäuten des Mundes (Aphten) und/oder der Nase; trockener Mund
  • diffuser Haarausfall
  • Vaskulitis, eine Entzündung der kleinen Blutgefäße, kann sich durch Einblutungen in der Haut oder Schleimhaut (rote Punkte oder Flecken) zeigen (Teleangiektasien)
  • trockene Augen; eine Entzündung der Blutgefäße kann zu Schleiersehen und Gesichtsfeldausfällen führen; durch die Veränderung kleinster Gefäße (Mikroangiopathie) können in den Retinavenen zu Thrombosen kommen, die mit einer irreversibler Verminderung der Sehfähigkeit einhergehen können. Besonders gefährdet sind jüngere Erkrankte und Hypertoniker, sie sollten eine regelmäßige augenärztliche Kontrolle vornehmen lassen.
  • rheumaähnliche Gelenkschmerzen, die Gelenke werden aber meistens nicht zerstört, wie bei anderen rheumatischen Erkrankungen; Muskeln, Sehnen und Bindegewebe können schmerzen und es kann zu Veränderungen kommen
  • durch Beteiligung der Nieren kann sich eine sogenannte Lupusnephritis entwickeln, die symptomlos verlaufen kann und nur durch Urinuntersuchungen und/oder Nierenbiopsien nachweisbar ist
  • Reizdarmsyndrom, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, auch eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) ist möglich
  • Im Laufe der Erkrankung kann eine Entzündung des Rippenfells (Pleuritis) auftreten, deren Flüssigkeitsansammlungen starke Schmerzen beim Atmen verursachen.
  • Perikarditis (Herzbeutelentzündung), Myokarditis (Herzmuskelentzündung) und Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut) können, mit den entsprechenden Symptomen, auftreten
  • bei Beteiligung des ZNS (zentrales Nervensystem) können starke, migräneartige Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen Depressionen, Angststörungen, Psychosen, epileptische Anfälle auftreten
Symptome bei SLE Häufigkeit in Prozent
Gelenkbeschwerden 85
Allgemeinbeschwerden (z.B. Müdigkeit, Leistungsschwäche 84
Hautveränderungen 81
Nierenbefunde 77
Gelenkentzündung 63
Raynaud-Syndrom (Kalt – und Weißwerden von Fingern und Zehen) 58
Beschwerden des ZNS (Zentrales Nervensystem) 54
Schleimhautveränderungen 54
Magen-Darm-Beschwerden 47
Pleuritis (Rippenfellentzündung) 37
Lymphknotenerkrankung 32
Perikarditis (Herzbeutelentzündung) 29
Lungenbeteiligung 17
Muskelentzündung 5
Myokarditis (Herzmuskelentzündung) 4
Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) 4

(nach Hettenkofer, Hans-Jürgen: Rheumatologie, Thieme Verlag, Stuttgart)

Die Diagnose des SLE ist nicht einfach und so dauert es oft sehr lange, bis die Erkrankung erkannt wird. Zusätzlich ist die Erkrankung relativ selten – in Deutschland sind zurzeit etwa 35.000 – 40.000 Menschen erkrankt. Da die Symptomatik bei jedem Menschen unterschiedlich ist, kann man meistens nur an bestimmten Blutwerten [ANA > antinukleärer Antikörper (homogenes Fluoreszenzmuster) und z.B. ds-DNS-Antikörper] eine Erkrankung erkennen.

Bei mir hat es 20 Jahre gedauert, bis die Diagnose endlich feststand.

Ein SLE muss immer mit Medikamenten behandelt werden, die in Absprache mit dem Arzt auf die Schwere der Erkrankung abgestimmt werden. Ätherische Öle sind hilfreiche Unterstützer und tun Körper und Seele gut. Die nachfolgende Aufzählung ist auf meinen Lupus abgestimmt, ist mein ganz persönlicher Erfahrungsschatz, richtet sich nach meinen Duftvorlieben und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder Wirkung bei jedem Lupus-Erkrankten.

Begleitende ätherische Öle bei SLE von A bis Z 

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Anissamen – Pimpinella anisum

Ich liebe diesen warmen, süß-würzigen Duft, der mich an meine Kindheit erinnert. Meine Mutter hat mir bei Bauchschmerzen zerstoßene Anissamen in einen feucht-warmen Wickel auf den Bauch gelegt – das hat immer geholfen. So hilft mir das Anisöl auch heute noch am besten beim Reizdarmsyndrom, als Bauchmassage mit anschließender Wärmeauflage. Manchmal gebe ich noch Fenchel süß dazu. Die Verwendung von Anethol-haltigen ätherischen Ölen bei Einnahme von Paracetamol gilt als kontraindiziert, ebenso bei Lebererkrankungen. Einige Immunsuppressiva können die Leberwerte erhöhen – Vorsicht! Hier sind die Dosis und die Dauer der Anwendung der ätherischen Öle wichtig. Ab und zu ein feucht-warmer Wickel in einer Dosierung unter 1% wird keine Probleme machen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBasilikum – Ocimum basilicum

Für mich ist das Öl des Basilikums unverzichtbar gegen das Müdigkeits- und Erschöpfungs-syndrom. Es hilft mir bei zeitweiligen Konzentrationsstörungen, bei Depression. Im Riechstift habe ich Basilikum zusammen mit Rosmarin cineol, Bergamotte und Cedrat oder Mandarine. Wichtig ist, dass Basilikum um 0,5% dosiert wird – der Duft ist sonst übermächtig.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBenzoe Siam – Styrax tonkinensis

Ich liebe diesen warmen, einhüllenden Duft. Für mich ist Benzoe wie eine Kuscheldecke, die mich umhüllt, die mich schützt. In meinen Mischungen zur Unterstützung bei Depression, Angststörungen und Schlafstörungen ist Benzoe ein wichtiger Bestandteil. Ich verwende Mischungen mit Benzoe im Riechstift, im Dufttropfen, in Körperbuttern und Badepralinen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBergamotte – Citrus aurantium var. bergamia

Meine Großmutter hatte immer ein Fläschchen Kölnisch Wasser für alle Lebenslagen parat, außerdem liebte sie Earl Grey Tee. Der Duft des ätherischen Öls erinnert mich sehr an dieses zarte und doch resolute Persönchen. Im Riechstift habe ich das Öl mal nur mit Basilikum, mal mit mehreren anderen erfrischenden, anregenden Düften oder mit Benzoe und Lavendel zur Beruhigung und um das „Kopfkino“ abzustellen. Dieses Öl wird, auf Grund meiner sehr hohen Sonnenlichtempfindlichkeit, nur in der Duftlampe, dem Riechstift oder dem Dufttropfen angewandt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBitterorange – Citrus aurantium ssp. amara

Der etwas herbere Duft dieser Orangenart ist mir in manchen Situationen lieber als der Duft der Orange. Die Bitterorange ist eines meiner Lieblingsöle bei Angstzuständen und wenn ich mal wieder in eine seelische Schieflage gerate. Auch hier gilt – nur Riechstift, Duftlampe, Dufttropfen. 

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieCistrose – Cistus ladanifer

Den Duft der Cistrose mag ich eigentlich nicht, aber im Laufe der Jahre habe ich die Wirkung dieses ätherischen Öls schätzen gelernt. Durch langjährige Cortisontherapie bekomme ich ratzfatz blaue Flecke oder kleine Hautverletzungen. Cistrose/Lavendel/Rosengeranie pur hilft sofort. Das ätherische Öl der Cistrose kommt auch in Mischungen zum Baden, zum Schmerz lindern und Seele „entknittern“, zum Schub lindern.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieEukalyptus radiata – Eucalyptus radiata

Ich liebe diesen Eukalyptus im Riechstift zum Durchatmen bei Erkältung, Erschöpfung, auf der Arbeit in meinem „Indoor“- Arbeitsraum ohne Fenster und als wohltuende Einreibung in schmerzlindernden Mischungen und bei Erkältungen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFenchel süß – Foeniculum vulgaris var. dulcis

Zusammen mit Anis meine Baucheinreibung bei Schmerzen durch des Reizdarmsyndrom. Die Verwendung von Anethol-haltigen ätherischen Ölen bei Einnahme von Paracetamol gilt als kontraindiziert, ebenso bei Lebererkrankungen. Einige Immunsuppressiva können die Leberwerte erhöhen – Vorsicht! Hier sind die Dosis und die Dauer der Anwendung der ätherischen Öle wichtig. Ab und zu ein feucht-warmer Wickel in einer Dosierung unter 1% wird keine Probleme machen.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieFrangipani – Plumeria acutifolia

Eines meiner Lieblingsblütenöle für alle Lebenslagen. Da dieser feine Duft nicht zu den preisgünstigen Ölen ist kommt er in Körperbutter, Sheasahne, Badepralinen und nur ganz selten in einen Riechstift.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieGinster – Spartium junceum

Das nächste Lieblingsblütenöl. Eine Fahrt in die Haute Provence hat meine Sucht nach diesem Öl bestärkt. Der Duft erinnert mich an wunderschöne, warme, goldene Sonnentage und lässt Stress und Ärger sofort vergessen. Ich liebe Ginsterduft im Winter – er zaubert mich sofort in den Sommer. Neben der Lebensfreude, die dieses Öl schenkt, wirkt es bei mir super bei Depression und Angst. Auch dieses Öl verwende ich in Körperbutter, Sheasahne (Rezeptidee hier, klick!), Badepralinen und nur ganz selten im Riechstift.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieGrapefruit – Citrus paradisi

Mein Traum(a)öl bei Depression, Erschöpfung, Müdigkeit, Problemen mit der Krankheitsakzeptanz oder einfach nur wenn ich mal die Nase gestrichen voll habe. Ich liebe das Öl als Grapefruit komplett/extra, schnuppere auch schon mal gerne direkt aus der Flasche. Ansonsten, wie bei allen Zitrusdüften als Riechstift, in der Duftlampe oder im Dufttropfen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIngwer – Zingiber officinale

Ich mag den scharfen Geruch vom wasserdampfdestillierten Öl des Ingwers, aber noch mehr liebe ich den Duft des CO2-Extrakts. Das Ingwer-Öl kommt bei mir als wärmendes Hand-oder Fußbad zum Einsatz, als Einreibung in einer Mischung beim Raynaud-Syndrom, bei Übelkeit durch den täglichen Medikamentencocktail und bei Schmerzen. Bei Ingweröl wird eine Verlangsamung der Thrombozytenaktivität vermutet. Da mein Immunsuppressivum zu einer Verringerung der Thrombozyten führen kann, setze ich Ingweröl nicht über längere Zeit ununterbrochen und nicht höher als 1% ein.

JasminblütenJasmin – Jasminum grandiflorum

Jasmin findet sich in beinahe jeder meiner Mischungen zum Wohlfühlen. Ich verwende Jasmin sambac ebenso wie Jasmin grandiflorum. Jasmin wirkt sehr intensiv bei psychischen Problemen, das Öl beeinflusst das Nervensystem, so auch Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung. Ich gebe Jasmin in Mischungen für Badepralinen, Körperbutter, Sheasahne und Riechstift (da aber nur Jasmin 4%).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKamille römisch – Chamaemelum nobile/Anthemis nobilis

Bei Nackenverspannungen gönne ich mir manchmal eine Mischung mit römischer Kamille, die so herrlich entspannend wirkt. Das eigentliche Einsatzgebiet ist aber der Riechstift und ein Roll-On mit einer angstmindernden Mischung, die römische Kamille enthält. Ab und zu gibt es auch Badepralinen mit Kamille römisch.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKanuka – Kunzea ericoides

Durch das Buch „Teebaumöle“ von Ruth von Braunschweig habe ich Kanuka kennen – und schätzen gelernt, aber nach einem Vortrag von Daniel Pénoël wurde Kanuka mein Lieblings – Cortisonersatz-Öl. Ich verwende es bei Schmerzen, bei einem Schub auch zum Baden. Es hilft gut bei Muskel- und Gelenkschmerzen und ganz nebenbei auch bei seelischen Schieflagen. Ich verwende Kanuka in Mischungen nur in Körperölen und in Badesalz, da auch schon mal in ausnahmsweise in einer 5% Dosierung

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Kardamom – Elettaria cardamomum

Eines meiner Ausweichöle beim Reizdarmsyndrom, wenn ich Anis und/oder Fenchel nicht nehmen möchte. Bei Aphten im Mund spüle ich mit 1 Tropfen Kardamomöl in 20ml Lavendelhydrolat.

LavendelLavendel – Lavandula angustifolia

Wieder ein Kindheits-Erinnerungs-Öl. Meine Großmutter liebte Lavendelparfum – nur das in der Flasche mit der Postkutsche. So war Lavendel schon ein ausgesprochen positiver Duft für mich, bevor ich während meiner Ausbildung etwas über die Wirkungen dieses Öl lernte. Eine Reise in die Haute Provence, einschließlich Abtauchens in üppig blühende Lavendelfelder, hat meine Duftliebe noch verstärkt. Lavendel kommt pur, in Riechstiften, im Dufttropfen, als Spray, in Roll-On‘s, in Badepralinen und Badesalz zum Einsatz. Es hilft mir bei Stress, zum Schlafen, zum Entspannen, zum Wohlfühlen, zum Träumen, bei Angst, bei Hautproblemen im Sommer, gegen Mückenstiche (die bei mir sofort anschwellen) oder einfach um in wunderschönen Erinnerungen zu versinken und Kraft zu tanken.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieLorbeer – Laurus nobilis

Bei einem Schub schwellen meine Lymphknoten im Halsbereich stark an – 1 Tropfen Lorbeeröl pur bringt fast augenblicklich Linderung (kann hautreizend sein). In Mischungen verwende ich Lorbeeröl bei Schmerzen im Gelenkbereich – ich komme gut mit ätherischen Ölen zur Schmerzlinderung zurecht und benötige so gut wie nie Schmerzmedikamente.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMajoran – Origanum majorana

Zusammen mit Lavendel absolut beruhigend und entspannend. Majoran zusammen mit Fenchelöl wirkt krampflösend bei Darmkoliken, mit Lorbeer und Wintergrün ergibt sich für mich eine unschlagbare Mischung bei Muskel – und Gelenkschmerzen.

MandarineMandarine – Citrus reticulata

Dieses wundervoll duftende Zitrusöl ergibt zusammen mit Benzoe Siam, Neroli, Tonka oder Vanille eine entspannende, einhüllende Mischung. Ich mag Mandarine im Dufttropfen, auch pur zur Entspannung, im Riechstift am liebsten mit Neroli und Tonka zur Entspannung und Beruhigung.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMyrrhe – Commiphora molmol

Mit Rosenhydrolat verdünnt bei Aphten oder anderen Schleimhautdefekten im Mund. Da ich den Duft nicht so mag, nutze ich die vielen anderen Anwendungsmöglichkeiten dieses Öles nicht.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNelkenknospe – Syzygium aromaticum

Eines meiner schmerzlindernden Öle – 0,5% ig in einer Mischung zum Einreiben. Ich verwende das Öl der Gewürznelkenknospen 1,5% in einer Mischung zum Finger wärmen für unterwegs.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNeroli – Citrus aurantium ssp. aurantium flos

Mein “Notfall-Öl”. Zusammen mit Rosenöl meine Mischung für tiefdunkle Tage. Ich liebe Neroli in Mischungen bei Angst, Depression, Herzklopfen, Unruhe in Riechstiften, Körperbutter, Dufttropfen, Badepralinen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieOrange – Citrus sinensis

Steht auf meinem Schreibtisch auf der Arbeit, zum Wohlfühlen, beruhigen, entspannen und manchmal hilft der Duft auch unseren Ärzten. Zu Hause kommt die Orange nicht zum Einsatz, da nehme ich Mandarine.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyPatchouli – Pogostemon cablin

Ich liebe diesen Duft schon seit der „Blumenkinder-Zeit“ und verwende Patchouliöl sehr niedrig dosiert zur Hautpflege. Zusammen mit Rosenöl, Rosengeranie und Benzoe in Nachtkerzenöl hilft es bei meinem gelegentlich auftretenden Schmetterlingserythem im Gesicht.

Petit_GrainPetitgrain bigarade – Citrus aurantium ssp. amara fol.

Mein Öl bei Panikattacken, Schlafstörungen, Angst und beim Müdigkeits-/Erschöpfungs-syndrom. In Mischungen im Riechstift und als Körperbutter, manchmal auch als Badezusatz.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapiePfeffer Schwarz – Piper nigrum

Ein würzig-wärmendes ätherisches Öl, das ich zusammen mit Ingwer, Nelke und Zimt gegen kalte Finger und Füße beim Raynaudsyndrom, in Mischungen bei Muskelschmerzen einsetze.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieRavintsara – Cinnamomum camphora Ct. 1,8-Cineol

Durch die Immunsupressiva ist mein Immunsystem zusätzlich geschwächt und manchmal erwischt mich doch mal ein Erkältungsvirus. Zusammen mit einem Tropfen Thymian Thymol nehme ich einen Tropfen Ravintsara auf ein Stück Würfelzucker und lasse den Zucker im Mund zergehen. Hinterher trinke ich ein Glas heiße Zitrone (auch um den Geschmack los zu werden) und wiederhole das Ganze bei Bedarf nach 6 Stunden. Normalerweise reicht aber eine einmalige Anwendung. Diese Anwendung bitte nur als wirklich versierte, gut ausgebildete Aromapraktikerin/-therapeutin in Betracht ziehen und nie bei Kindern oder Jugendlichen anwenden.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieRose – Rosa damascena

DAS Haut – und Seelenpflegeöl – bei Schmetterlingserythem, bei Angst, Depressionen, Panik, Herzklopfen, in Badepralinen auch einfach nur zum Wohlfühlen. In Mischungen für Riechstifte, Dufttropfen (dann Rose 10%), Körperbutter und Badezusätze.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieRosengeranie – Pelargonium graveolens

Zur Hautpflege mit Patchouli beim Schmetterlingserythem. Pur aufgetragen nehme ich das Öl anstelle von Immortelle mit Cistrose und Lavendel gegen blaue Flecke, zu denen meine empfindliche Haut sehr neigt.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieRosmarin – Rosmarinus officinalis Ct. Cineol

Im Riechstift zusammen mit Basilikum, Bergamotte, Cedrat beim Müdigkeits-/Erschöpfungssyndrom und bei Konzentrationsproblemen.

Rosmarin – Rosmarinus officinalis ct. Verbenon

Dieses Öl nutze ich für einen feucht-warmen Leberwickel, um die Lebertätigkeit anzuregen und die Nebenwirkungen der Medikamente auf die Leber möglichst zu vermeiden. Den richtigen Zeitpunkt habe ich in der Zwischenzeit im Gefühl.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieThymian – Thymus vulgaris Ct. Thymol

Zusammen mit Ravintsara auf Würfelzucker bei einer beginnenden Erkältung. Anwendung und Warnhinweise siehe unter Ravintsara.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieTonka – Dipteryx odorata

Dieses wundervolle Öl verwende ich bei Schmerzen, zur Entspannung und Beruhigung, bei Angst und Schlafproblemen. In Körperöl, in Badepralinen und im Riechstift sind meine liebsten Anwendungsarten.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieTuberose – Polianthes tuberosa

Bei Panikattacken oder Angstzuständen verreibe ich 1 Tropfen 5% Tuberose Absolue auf meinen Handinnenflächen und atme tief ein (nach Ruth von Braunschweig/Monika Werner). Wenn es ganz schnell gehen muss, rieche ich einfach kurz am geöffneten Fläschchen.

Vanille_BlüteVanille – Vanilla planifolia

Noch ein positiver Kindheitserinnerungsduft. In Mischungen bei Angst, Depression, Stress, Schlafstörungen. Ich verwende Vanille am liebsten in Körperbutter oder Badepralinen, manchmal gebe ich das Öl aber auch in Mischungen für den Riechstift.

Vetiveria_zizanioides_Collage_xsVetiver – Vetiveria zizanioides

Mein „Erdungs-Öl“, wenn gar nichts mehr geht. Während eines Krankheitsschubs bin ich oft einfach nur genervt, empfinde Schmerzen stärker als sonst und komme mit krankheitsbedingten Bewegungs- und Belastungseinschränkungen schwerer zu recht. Katharina Zeh, eine meiner Prüferinnen, hat ein wundervolles Rezept für ein Honigbad mit Vetiver: auf 100 ml Honig etwa 5 Tropfen oder 3 Spatel Vetiver geben, vermischen und ruhen lassen. Für 1 Vollbad reichen etwa 25 ml dieser Mischung. Ich gebe noch 4 Tropfen Lavendel und 2 Tropfen Tonka in den Honig und bade am Abend direkt vor dem Schlafen gehen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWintergrün – Gaultheria fragrantissima

Wintergrün findet sich in all meinen schmerzstillenden Mischungen, je nach Begleitölen auch schon mal, für kurzfristige Anwendung, in 3% Dosierung. In Bademischungen verwende ich das ätherische Öl höchstens in einer 1% Dosierung.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieYlang-Ylang – Cananga odorata

Ylang-Ylang komplett gehört zu den entspannenden, angstlösenden, beruhigenden Ölen in meiner „Apotheke“, wird in einer Dosierung von höchstens 0,5% in Körperbutter oder Badezusätzen verwendet und gehört in meine Panikmischung á la Prinz Valium.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAtlaszeder – Cedrus atlantica

Das ätherische Öl der Atlaszeder gehört in meine Panikmischung, hilft mir, die Bodenhaftung nicht zu verlieren und Kraft zu tanken. Anwendung im Riechstift, Körperbutter, Badepralinen und im Dufttropfen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieZimtrinde – Cinnamomum zeylanicum cort.

Dieses ätherische Öl verwende ich nur, um meine kalten Hände und Füße zu wärmen und die Durchblutung anzuregen. In einer Mischung mit Ingwer/Nelke als Einreibung oder als Fuß- bzw. Handbad. Meine Höchstdosierung ist 1%ig.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieZitrone – Citrus limon

Ich liebe den Duft der Ur-Zitrone (auch Zedrat und Cedrat genannt, Citrus medica) und verwende möglichst dieses ätherische Öl. Am liebsten habe ich Zitrone in aufmunternden, konzentrationsfördernden Mischungen.

 Hydrolate 

Lavendelhydrolat – Lavandula angustifolia (hier erhältlich)

Ich verwende Lavendelhydrolat fast nur im Sommer. Als kühlendes Spray, wenn sich trotz langer Ärmel und Sonnenhut, leichte Hautrötungen einstellen, z. B. auf dem Nasenrücken. Meistens gebe ich auf 100 ml Hydrolat noch 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl, weil ich den Duft so angenehmer finde und die Wirkung stärker ist. Nach Insektenstichen, zur Vorbeugung von Entzündungen, wirkt diese Mischung bei mir wahre Wunder – nichts juckt und Rötung und Schwellung sind schnell verschwunden.

Myrtenhydrolat – Myrtus communis (hier erhältlich)

Bei diesem Hydrolat achte ich darauf, dass es keinen Alkohol enthält, denn ich verwende es für Augenkompressen bei meinen trockenen, juckenden Augen. Ich tränke Wattepads mit Myrtenhydrolat und lege sie für ca. 10 Minuten auf meine Augen – bei mir wirkt das besser als Rosenhydrolat.

Orangenblütenhydrolat – Citrus aurantium ssp. aurantium (hier erhältlich)

Zum Verdünnen von Mischungen, als Gesichtswasser jeden Morgen, zwischendurch auf meine, während der Arbeit, oft sehr gerötete Gesichtshaut. Ich genieße dieses Hydrolat bei allen psychischen Problemen durch den Lupus und verwende es bei Hautproblemen im Wechsel mit Rosenhydrolat.

Rosenhydrolat – Rosa damascena (hier erhältlich)

Am Abend als Gesichtswasser, zum Verdünnen von Mischungen, im Wechsel mit Lavendelhydrolat bei Hautrötungen (Sonnenbrand) vor allem auf dem Nasenrücken und Dekolleté. Bei allen anderen Hautproblemen im Wechsel mit Orangenblütenhydrolat.

Pflanzenöle

 Aloe – Vera – Öl – Aloe barbadensis (hier erhältlich)

Aloe vera-Blätter werden in Canolaöl (Rapsöl) ausgezogen: Mein Lieblingsöl im Sommer, mit Lavendelöl bei Sonnenhaut

Johannisbeersamenöl – Ribes nigrum (hier erhältlich)

Dieses Öl hat entzündungshemmende Eigenschaften und stärkt das Immunsystem. 2 x im Jahr gönne ich mir eine vierwöchige Kur zusammen mit der Kurkuma-Gewürzmischung nach Ruth von Braunschweig.

Leinöl – Linum usitatissimum (hier erhältlich)

Ich habe eine Quelle für ein gut schmeckendes Leinöl und so fällt es mir nicht schwer ab und zu Leinöl in meinen Speiseplan einzubauen. Während eines Schubs mit verstärkten Schmerzen verwende ich Leinöl täglich, dann oft mit der Kurkuma-Gewürzmischung von Ruth von Braunschweig in einem morgendlichen Trank.

Sanddornfruchtfleischöl – Hippophae rhamnoides (hier erhältlich)

Ich verwende Sanddornöl, um mein Immunsystem zu unterstützen und meine Sonnenlichtempfindlichkeit ein wenig erträglicher zu machen. Wenn die Aphten (Bläschen) im Mund gar nicht weichen wollen, betupfe ich die Stellen mit purem Sanddornfruchtfleischöl. Ich liebe dieses Öl in Joghurt oder in Quark, es schmeckt mir aber auch pur. Außerdem gebe ich das Öl in Körperbutter und Sheasahne.

Gewürzmischung mit Kurkuma nach Ruth von Braunschweig

3 Teelöffel      Koriander

1 Teelöffel      Kurkuma

1 Teelöffel      Kardamom

1 Teelöffel      Kreuzkümmel

1 Teelöffel      Ceylonzimt (kumarinfrei)

alles in eine Dose geben, schütteln und für den folgenden Trank ½ Teelöffel der Mischung verwenden.

Trank nach Ruth von Braunschweig

200 ml  Möhren-Sanddornsaft

1 TL      Honig (Heidehonig)

2 TL      Johannisbeersamen – oder Leinöl

½ TL   Gewürzmischung

Ich gebe noch 2 EL Haferkleieflocken dazu, wegen der besseren Verträglichkeit 

Fertig gemischte Lieblingsprodukte

Oft fehlen mir Kraft und Lust, um mir selbst etwas zu mischen. Ich habe einige, für mich unverzichtbare, fertige Mischungen aufgezählt.

Geborgenheit – Duftmischung von Farfalla (hier erhältlich)

zum Entspannen und Wohlfühlen, enthält unter anderem Benzoe Siam, Copaibabalsam, Sandelholz, Tonkabohne

Kuschelduft – Duftmischung von Farfalla (hier erhältlich)

zurzeit meine Lieblingsduftmischung – ich habe sie im Riechstift überall dabei, enthält unter anderem Mandarine, Mimose, Rose, Sandelholz, Tonka, Vanille

Land des Lächelns – Schaumbad von Farfalla (hier erhältlich)

einfach abtauchen und wegträumen, enthält unter anderem Champaca, Frangipani, Grapefruit, Kakao, Sandelholz

Intense Frangipani Bodybutter von Farfalla (hier erhältlich)

für meine empfindliche, trockene Haut – duftet nach Sommer, Sonne, Südsee

mit Champaca, Frangipani, Tuberose 

Sich Ruhe gönnen – Duftmischung von Feeling (hier erhältlich)

zum Entspannen, enthält unter anderem Ho-Holz, Jasmin, Mandarine und Ylang-Ylang

Erste Hilfe Balsam von Feeling (hier erhältlich)

bei allen Hautproblemchen und kleineren Wunden, mit Nachtkerzenöl, Sanddornöl, Wildrosenöl Nativ, Lavendel extra, Kamillenblüten, Cistrose und Manuka

Schlaf Wohl Kissenspray von Primavera (hier erhältlich)

hilft mir beim Einschlafen und Kopfkino ausschalten, enthält Lavendel, Honig und Neroli

Glück teilen – Duftmischung von Primavera (hier erhältlich)

enthält Mandarine, Rose, Sandelholz

Tutto Bene – Duftmischung von Primavera (hier erhältlich)

enthält Grapefruit, Jasmin, Zitrone 

S.O.S. Muskel- und Gelenkfluid von Wadi (hier erhältlich)

enthält Cajeput, Rosmarin, Wacholder, Wintergrün und Zitrone, hilft schnell bei Schmerzen

Tigeroil – Körperöl von Wadi (hier erhältlich)

enthält Cajeput, Cassia, Kampher, Menthol, Nelkenknospen und Pfefferminze, ich nehme das Öl zum Finger wärmen

Bella Luna Duftmischung von Wadi (hier erhältlich)

eine wundervolle Mischung aus Blutorange, Grapefruit, Limette, Sandelholz, Vanille, Weißtanne und Zitrone, einfach ein Duft zum rundum wohlfühlen

Mandragor Duftmischung von Wadi (hier erhältlich)

Bergamotte, Benzoe, Lavendel, Mandarine, Neroli, Vanille und Zimtrinde, ein Traumduft bei Depression und miesen Tagen

Hindukusch Körperöl von Wadi (hier erhältlich)

enthält Bergamotte, Jasmin, Lavendel extra, Neroli, Patchouli, Petitgrain, Rose, Rosmarin, Vetiver, Zeder, einfach ein Traumduft

Die Duftmischungen kommen in Riechstifte, in den Dufttropfen oder in Körperbutter, Sheasahne, Badepralinen oder Massageöle

Literaturnachweis:

  • Dietrich Wabner: Taschenlexikon der Aromatherapie. Verlag Systemische Medizin (hier erhältlich)
  • Ruth von Braunschweig: Pflanzenöle. Stadelmann Verlag (hier erhältlich)
  • Katharina Zeh: Handbuch ätherische Öle. Joy Verlag (hier erhältlich)

Alles Fotos © Eliane Zimmermann außer Foto Kanuka: Karora Wikipedia Commons und Foto Ylang Ylang: Patricia Botelho

Gabriele Sievers ist Krankenpflegende, Aromafachfrau und ausgebildete Hunde-Aromatherapeutin, sie wohnt in Nord-Deutschland und arbeitet dort in einem Krankenhaus. Ihre Blog-Adresse mit hoch interessanten Berichten aus der duften Welt der Fellnasen: Duftgefährten (klick!)

jasminduft reduziert schokoladen-heißhunger


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDas Schnuppern am blumig-schweren Duft des Jasmins kann beim Abnehmen helfen: In einer australischen Verhaltensstudie wurden 67 Studentinnen appetitanregende Farbfotos präsentiert, sie schnupperten dazu an drei Gerüchen: Grüner Apfel, Jasmin und (zur Kontrolle) Wasser. Jasminduft reduzierte signifikant Gelüste auf Schokolade. Die Autorinnen schließen daraus, dass kalorienfreie Riechimpulse aus Nicht-Lebensmitteln unerwünschte Appetitattacken drosseln können [Kemps E, Tiggemann M, Bettany S: Non-food odorants reduce chocolate cravings. Appetite. 2012 Jun;58(3):1087-90]. Das ist eine kleine Kostprobe aus meinen immer noch anhaltenden Recherchearbeiten für die stark erweiterte 6. Neuauflage meines Fachbuches Aromatherapie für Pflege und Heilberufe, die nächstes Jahr erscheinen wird.

Meiner Erfahrung nach kann Bio-Vanille-Extrakt (klick!) und Grapefruitöl (klick! abwechselnd oder dazu) diese appetitregulierende Wirkung verstärken. Übrigens kann Grapefruitduft, am Körper getragen, laut einer Studie aus dem Jahr 2005 eine jüngere Anmutung “zaubern”, also zumindest in der Einbildung. Dr. Alan Hirsch ließ im Jahr 2005 Frauen mit den Düften von Brokkoli, Banane, Spearmintblättern, Lavendel und Grapefruitschale parfümieren und Männer sollten jeweils ihr Alter einschätzen. Die grapefruitduftenden Frauen wurden durchweg wesentlich jünger eingeschätzt als sie tatsächlich waren. In einer ähnlichen Studie zeigte sich, dass Damen, die ein blumiges Parfüm trugen, schlanker als sie tatsächlich waren, eingeschätzt wurden. Riech-Experte Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt nannte den Blütenduft scherzhaft: das Äquivalent zu längsgestreifter Kleidung – macht schlank….

In Jojoba verdünntes Jasminum sambac-Öl kann bei Feeling (klick!) bestellt werden, es duftet etwas süßer und ist minimal preiswerter als das ebenfalls verdünnte Jasminum grandiflorum-Öl (klick!). Man kann beide schweren Düfte so verwenden, als wären sie ein unverdünntes “normales” Öl, also 1-3 Tropfen in eine 10-ml-Massageölmischung geben oder einen Tropfen auf einen Klecks einer unbedufteten Bodylotion oder eines Körperöles, um sich gleich damit einzureiben.

wir und unsere wahlheimat im WDR


Markus Bäuchle und Eliane ZimmermannDie wunderschönen Exkursionen, die wir unseren Aromatherapie- und Wanderwochen-Gästen jedes Jahr anbieten, sind heute zum zweiten Mal um 20:15 im WDR in der Reise-Sendung WUNDERSCHÖN zu sehen. Im Juni 2013 filmte eine sympathische Crew vom WDR meinen Mann, wie er Moderatorin Andrea Griessmann zu unseren Lieblingsorten führt.

An der Brücke auf dem Foto links oben hört man mich quieken, da ich auf den Stromschnellen pitschnass geworden bin! Auf Garinish Island (Foto rechts unten) blühen demnächst die betörend duftenden Rhododendren namens Lady Alice Fitzwilliam, erste Blüten an den Manukabäumen wurden bereits gesichtet, die Skimmiasträucher verströmen derzeit ihren unglaublichen Maiglöckchenduft. Deren ätherisches Öl wird allerdings aus den Blättern dieser Zitrus-Verwandten destilliert, es enthält ähnlich wie Lavendelöl gut 30% Linalylacetat und etwas weniger Linalool (25%). Es wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und antibakteriell – und duftet leicht zitrusartig-balsamisch.

Unsere Duftreise im August ist zwar ausgebucht, doch für die drei anderen Termine sind jeweils noch ganz wenige Plätze frei, Infos hier (klick!). Unser neues traumhaftes Gästehaus wurde inzwischen von drei Gruppen bewohnt und für prima befunden, wer sich im Haus und im weitläufigen Garten umschauen möchte, kann hier klicken.

aromapflege bei mrsa


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDass ätherische Öle die Wirkung von (eventuell nicht mehr aktiven) Antibiotika verstärken können, ist für uns in Aromapflege geschulte Menschen schon länger kein Geheimnis mehr. Wer den chemischen Aufbau und die biologische Wirkweise der duften Moleküle begriffen hat, findet diese “Kooperation” auch nicht mehr geheimnisvoll. Ätherische Öle sind winzige und flüchtige Bausteinchen mit einem Molekulargewicht unter 300, die zudem lipophil sind (fettliebend, fettlöslich). Viele ihrer Bestandteile dringen recht leicht in unsere Haut ein und können sich an unsere und auch an bakterielle Zellmembranen (aus Fetten bestehend) anlagern, insbesondere an Rezeptoren und “Tunnels” in den Zellhüllen.

Sie öffnen somit den Weg für Antibiotika, gegen die die Keime Resistenzen entwickelt haben. Somit grenzt es aus meiner Sicht an unterlassene Hilfeleistung, wenn bei lebensbedrohlichen Infektionen nicht wenigstens versucht wird, ätherische Öle als “Schützenhilfe” hinzu zu ziehen. Jemand der das bereits vor über 10 Jahren erfolgreich ausprobiert hat ist Prof. Dr. Warnke von der Schmerzklinik Kiel bzw. inzwischen (soweit ich weiß) ganz in Australien ansässig, und sein Team um Dr. Sherry. In einem Fall von einer Infektion des Knochenmarks nach einem komplizierten Schienbeinbruch mit “ewiger” vergebliche Antibiose setzen sie ein Gemisch aus ätherischen Ölen ein, Polytoxinol genannt (ich hatte bereits in der Frühzeit meines Blog im November 2008 hier [klick!] darüber kurz berichtet). Mit der Ölmischung imprägnierte Kalziumsulphat-Pellets (Osteoset™) wurden in den infizierten und amputationsbedrohte Knochen appliziert. Nachzulesen in dem Einzelfallbericht, er ist kostenlos hier (klick!) runterzuladen.

Naturbelassenes ätherisches Öl aus Melaleuca alternifolia (=Teebaum, und nicht billige Varianten aus anderen Melaleucas und schon gar nicht dubiose standardisierte Teebaumöle) hat bislang übrigens noch keine Resistenzen auslösen können, wie die renommierte Teebaum- und MRSA-Forscherin Dr. Christine Carson auf der Website des Tisserand Institutes (klick!) schreibt.

mukositis während chemotherapie mit xylitol und glutamin verhindern


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieEine engagierte Pflegefachfrau berichtete mir kürzlich von einer schier unerträglichen Gleichgültigkeit und Ignoranz bezüglich der zerstörerischen Nebenwirkung einer Krebs”therapie” – und von einer ungewöhnlichen Hilfe. Bei Mukositis, wenn die Mundschleimhaut nach und nach zerfällt und schmerzt, das Essen unmöglich wird, Gewichtsabnahme und Schwäche folgen, gibt es keine überzeugende chemie-medizinische Vorsorge oder Therapie. Auch penible mega-sanfte Mundpflege wirkt selten wirklich überzeugend. Die Zerstörung vor allem des Dünndarmbereiches folgt. Anne Gruninger, die mit der jungen Patientin und ihrer Familie eine bislang nicht weit verbreitete Lösung fand, wünscht sich, dass JEDER diese einfache und relativ preiswerte Schutzmaßnahme kennen sollte, falls eine Chemo durchzumachen ist. Ich lasse sie berichten:

“Es geht um eine junge Patientin, die an einem Sarkom leidet, einem bösartigen Knochentumor am Bein. Sie hatte eine Odyssee durch verschiedene Krankenhäuser hinter sich, wurde mit Chemotherapie behandelt – leider ohne Erfolg. Als sie zu uns kam, war sie traumatisiert und total entkräftet, wog noch 32 kg bei 1,76m Größe. Ihr Bein war nicht zu retten, aber nach der Amputation begannen wir mit allen verfügbaren Mitteln, ihre  Kraft und ihren Lebensmut zu unterstützen – mit Erfolg. Aktuell ist sie in einer Rehabilitationsklinik und lernt das Laufen mit ihrer Prothese.

Eine Erfahrung, die die junge Frau in einer süddeutschen Uni-Klinik machte, möchte ich gerne weitergeben: Während der ersten Chemotherapie litt sie unter extrem ausgeprägter Mukositis, einer sehr schmerzhaften Entzündung der Schleimhäute im Mund, die ihr das Essen völlig unmöglich machte. Die Ärzte teilten ihr mit, dass sie nur dann eine Chance hätte, ihre Tumorkrankheit zu bewältigen, wenn sie noch eine weitere, noch stärkere Chemotherapie bekäme. Allerdings sei es bei dieser Chemo eine erneute Mukositis in noch heftigerer Ausprägung absolut unumgänglich – man bot ihr lediglich Chlorhexidinlösung (Mund-Desinfektionsmittel wie Hexal und Meridol, sehr umstritten bei angegriffener Schleimhaut) zur Vorbeugung an!

Die Mutter der Patientin hatte sich schon lange mit den Möglichkeiten der Naturheilkunde beschäftigt. Gute Erfahrungen gab es in der Familie zum einen mit Sandornfruchtfleischöl und mit Xylit/Birkenzucker für die Mundpflege. Die Patientin machte sich in der Zeit der Chemotherapie täglich eine sehr stark konzentrierte Birkenzuckerlösung in Tee oder Wasser und spülte zu Beginn 1/2-stündlich später 1-2-stündlich den Mund aus.

Sie bekam nicht die kleinste Blase im Mund und überstand die Therapie ohne die vorhergesagte Mundentzündung! Jeder Versuch, die Ärzte über diese hilfreiche Erfahrung zu informieren, scheiterte. Man schaute ihr nicht einmal in den Mund! Welch eine vertane Chance, prophylaktisch und therapeutisch bei weiteren Patienten zu helfen….  Vielleicht kann auf diesem Weg – über Deinen Blog – dieses Wissen weitergegeben werden.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieAuch persönlich habe ich den Birkenzucker schon vielfach genutzt – es gibt einige Firmen, die Xylit aus nachhaltiger Forstwirtschaft vertreiben – ich nehme immer den wiezucker (klick!) aus Finnland – den kann ich wirklich empfehlen.”

Anmerkung der Blog-Betreiberin: Nicht nur heftigste Schmerzen gehören zu dieser Schädigung des Mundes, sondern es besteht eine große Gefahr, einige Zeit nach der Chemo die Zähne zu verlieren, darum ist diese Pflege gleichzeitig eine wichtige Vorsorge. Da der tumor- und chemo-bedingte Verlust der Aminosäure L-Glutamin diese heftigen Schleimhautschädigungen mit verursacht, ist es zudem erforderlich, dass dieser Eiweiß-Baustein rechtzeitig substituiert wird: Er ist reichlich in Quark enthalten, als Sportlerpulver erhältlich und als freiverkäufliches Medikament namens Glutamin Verla (klick!) zu kaufen. Menge und Einnahmemodus sollte mit einem/r Orthomolekular-Mediziner/in besprochen werden. Eine wissenschaftliche Arbeit zu Glutamin in der Onkologie: Kuhn KS, Muscaritoli M, Wischmeyer P, Stehle P. Glutamine as indispensable nutrient in oncology: experimental and clinical evidence. Eur J Nutr. 2010 Jun;49(4):197-210.

Birkenzucker oder Xylitol ist fast so süß wie Zucker, wirkt etwas kühlend auf der Mundschleimhaut, zerstört laut einigen Studien Kariesbakterien und hat nicht den Suchteffekt wie Rüben- oder Zuckerrohrzucker, da er die Insulin-Ausschüttung in Ruhe lässt. Er könnte auch lutschenderweise als Bonbon zur Linderung und Kühlung der Mundschleimhautschäden eingesetzt werden, beispielsweise mit diesen (klick!) Drops. Wer beides, Sanddornfruchtfleischöl und Xylitol bestellen möchte, und detaillierte Infos über diesen “Wundersüßer” nachlesen möchte, bekommt beide Produkte bei Feeling: Sanddornfruchtfleischöl (klick!) und Birkenzucker aus Finnland (klick!) Den Birkenzucker erhält man dort auch in praktischen Sticks für unterwegs. Ich nehme übrigens das orange-farbene Öl seit fast drei Wochen dreimal täglich, da ich mehr oder weniger nonstop Seminare gehalten habe. Bei der momentan extrem trockenen Luft in den Seminarräumen ein Muss, damit die Stimme durch halten kann.

PS Meine auf Palliativpflege spezialisierte niederländische Kollegin Madeleine Knapp Hayes von Levensboom ergänzt: “Ich habe die gleichen guten Erfahrungen mit Sanddornfruchtfleischöl. Dieses Öl enthält eine Omega-7-Fettäure, welche hilft, die Schleimhäute wieder zu regenerieren. Ich kombiniere es mit Aloe vera-Gel. Beide zusammen bilden eine Mikroschicht, die für einige Zeit den Mundinnenraum schützt. Je nach Beschwerde ergänze ich mit einer kleinen Spur von ätherischen Ölen: Pfefferminze für etwas kühlende Frische, Schmerzlinderung und Vorsorge vor mikrobiellem Befall, oder Immortelle, um Schwellungen zu reduzieren, es wirkt wie ein Kortisonpräparat. Deutsche Kamille hat sich für beide Fälle bewährt und ist wissenschaftlich belegt für Mukositis. Manukaöl  verwende ich, wenn es Pilzbefall im Mundbereich gibt.”

verlust der zehen oder nicht? eine aromapflegerische herausforderung


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNachdem die Krankenpflege-Fachfrau Renate Figl, die auf einer Intensivstation arbeitet, mir die berührende Geschichte einer aromapflegerischen Intervention bei einem gefährlichen und hartnäckigen Fall schilderte, bat ich sie, mir die Geschichte ihrer Patientin aufzuschreiben. Ich gebe diese ausführliche Schilderung mit ihrer Erlaubnis weiter, auch die Patientin war damit einverstanden, sofern ihre Anonymität gewahrt bleibt. Danke, liebe Reni! [Achtung, wer keine heftigen Wunden anschauen kann, sollte nicht weiter runter gehen!]

“Ich lernte die Patientin an ihrem 5. stationären Tag kennen. Es handelt sich um eine junge Frau unter 20 Jahren, welche wegen einer Meningokokkensepsis (lebensgefährliche Infektion*) auf Station aufgenommen wurde. Unter anderem kam es bei der Patientin zu massiven Petechien (winzige Blutungen, als Pünktchen zu erkennen) über den ganzen Körper verteilt. Die Einblutungen nahmen an Größe zu und sind nach ein paar Tagen besonders sakral (im Kreuzbeinbereich) und an den Zehen nekrotisiert (absterbendes Gewebe) und somit zu einem pflegerischen Problem geworden. Nach dem Einverständnis der Betroffenen, der Eltern und der behandelnden Ärzte konnte die Aromatherapie beginnen.

Es war allerdings vereinbart, zwischen den Ärzten und mir, dass ich die Aromatherapie nur übers Wochenende ausführen dürfe, also von Freitagnachmittag bis zum Montag, anschließend würde ein Dermatologe hinzu gezogen. Widerwillig musste ich zustimmen, da ich noch in der Implementierungsphase der Aromatherapie stecke. Die zuständigen Arbeitskollegen/innen wurden von mir informiert und Dank ihrer Mitarbeit konnten wir die im Folgenden dokumentierten Erfolge erzielen.

Sacrum_Nekrose

links: Kreuzbeinbereich am 5. stationären Tag vor Beginn der Aromatherapie, rechts: 24 Stunden nach Beginn der Aromatherapie

Die Nekrosen (absterbendes/abgestorbenes Gewebe), insbesondere im Kreuzbeinbereich, zeigten eine pflegerische Herausforderung, an der wir unbedingt eingreifen mussten. Normalerweise wird sofort ein Dermatologe hinzu gezogen. Da es sich aber im Zeitraum der Festtage handelte, und kein Dermatologe zu erreichen war, bemühte ich mich mit Hilfe der Aromatherapie die Situation in den Griff zu bekommen.

Verwendete ätherische Öle

  • Immortelle, Helicrysum italicum 3%
  • Cistrose, Cistus ladaniferus 2%
  • Manuka, Leptospermum scoparium 1%
  • Lavendel fein, Lavandula angustifolia 1%
  • in fetten Ölen: Mandelöl, Prunus dulcis 70 ml
  • Johanniskrautöl, Hypericum perforatum 15 ml
  • Sanddornfruchtfleisch, Hippophae rhamnoides 15 ml
  •  Rosmarin, Rosmarinus officinalis Ct. Cineol 0,5%
Zeh_Nekrose

5. stationärer Tag, rechter Fuß

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sakral: 24 Stunden nach Beginn der Aromatherapie

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Der Fuß am 5. stationären Tag

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links: 24 Stunden nach Beginn der Aromatherapie, rechts: nach einem zweiten septischen Schub am vierten Tag der Aromatherapie

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nach 10 Tagen Aromatherapie

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nach 12 Tagen Aromatherapie

Es zeigen sich nekrotische Stellen am 1.-2. und 5. Zeh. Siehe Bild oben. Es konnten kaum noch Verbesserungen erzielt werden. Die Aromatherapie wurde deshalb nach 21 Tagen beendet. Es kam zur Diskussion ob eine pharmakologische bzw. chirurgische Entfernung der Nekrose sinnvoll wäre. Die Mobilität der Patientin wäre mit einer Wunde am Fuß stark beeinträchtigt gewesen, weshalb für den Moment eine Nekrosen-Entfernung nicht in Betracht gezogen wurde. Die Patientin wird nach 30 Tagen Intensivtherapie auf die Reha verlegt.

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Am Tag der Verlegung auf die Reha zeigte sich dieses Bild

Auswahl der ätherischen Öle und Begründung

Ich möchte die einzelnen Komponenten des revitalisierenden Öles, das wir verwendeten, vorstellen.

  • Immortelle, Helichrysum italicum: Es werden der Immortelle u.a. diese Wirkungen zu geschrieben: stark antikoagulierend – Hämatomöl – epithelisierend
  • Cistrose, Cistus ladaniferus: Es werden der Cistrose u.a. diese Wirkungen zu geschrieben:  stark antihämorrhagisch – stark antiviral – analgetisch – antibakteriell
  • Manuka, Leptospermum scoparium: Es werden dem Manuka u.a. diese Wirkungen zu geschrieben: stark antibakteriell – stark antimykotisch – stark hautregenerierend – antiphlogistisch
  • Lavendel fein, Lavandula angustifolia: Es werden dem Lavendel u.a. diese Wirkungen zu geschrieben: sedativ – antiphlogistisch – epithelisierend – analgetisch – angstlösend
  • Johanniskraut-Öl, Hypericum perforatum: Es werden dem Johanniskraut-Öl folgende Wirkungen u.a. zu geschrieben: antiphlogistisch – antibakteriell – antitraumatisch/schmerzlindernd
  • Sanddornfruchtfleisch-Öl, Hippophae rhamnoides: Dem Sanddornfruchtfleisch-Öl wird u.a. folgende Wirkung zu geschrieben: stark antiphlogistisch – analgetisch – stärkt und regeneriert die Haut
  • Rosmarin, Rosmarinus officinals Ct. Cineol: Dem ätherischen Öle von Rosmarin Ct. Cineol wird vor allem eine konzentrationsfördernde und durchblutungsfördernde Wirkung nachgewiesen. Da der Rosmarin aber auch den Blutdruck steigen lässt, habe ich zu Beginn der Anwendung eine 0,5% Lösung separat nur an den Zehen verwendet. Das Mandelöl dient als fette Trägersubstanz.

Anwendung und Behandlungsplan

Applikation: 3x täglich okklusiver Ölverband und  2x tägl. Einreibung der Zehen mit dem Rosmarin 0,5% in den ersten 24 Stunden. Nach 24 Stunden Aromatherapie konnte ich beobachten, dass die große Zehe, welche 2x täglich mit 0,5% Rosmarin officinalis Ct. Cineol eingerieben wurde, besser bzw. schneller heilte als die sakrale Zone, deshalb wurde das Revitalisierende Öl verändert, siehe weiter unten. Das revitalisierende Öl wurde 4mal erneuert. Dabei wurden einmal das Rosmarinöl hinzugenommen, dann die Konzentration der einzelnen Öle erhöht und schließlich die hautpflegenden Öle weggelassen. Siehe Behandlungsplan weiter unten.

Erstes Revitalisierendes Öl (02.01.)

  • Mandelöl
  • Johanniskrautöl
  • Sanddornfruchtfleischöl
  • 3% Immortelle
  • 2% Cistrose
  • 1% Manuka
  • 1% Lavendel fein

Nach Aufbrauchen der 100 ml Lösung innerhalb von zwei Tagen wurde ein

Zweites Revitalisierendes Öl angewandt (04.01.)

  • Mandelöl
  • Johanniskraut
  • Sanddornfruchtfleisch
  • Sonnenblumenöl (Ersatz für nicht ausreichend zur Verfügung stehendes Mandelöl)
  • 3% Immortelle
  • 1% Manuka
  • 1% Lavendel fein
  • 1 gtt Rosmarin Ct. Cineol

Cistrose war leider ausgegangen, und nach Ausgehen dieser Mischung innerhalb eines Tages wurde die dritte Mischung angewandt

Drittes Revitalisierendes Öl (es wurde nur mehr auf den Zehen angewandt (05.01.))

  • Mandelöl
  • Johanniskraut
  • Sanddornfruchtfleisch
  • 3% Immortelle
  • 2% Cistrose
  • 1% Rosmarin
  • 1% Lavendel fein
  • 1% Manuka

Viertes Revitalisierendes Öl (identisch mit dem 3. Revitalisierenden Öl (10.01.))

Fünftes Revitalisierendes Öl (12.01.) In Absprache mit den behandelnden Ärzten wurde beschlossen, die hautpflegenden Produkte weg zu lassen, da es sich auf den Zehen um eine intakte Haut handelte. Es wurde weiterhin beschlossen, vermehrt für die Durchblutungförderung zu arbeiten.

  • Mandelöl
  • 3% Immortelle
  • 2% Manuka
  • 1% Rosmarin

Beobachtungen und Schlussfolgerung

In den ersten 24 Stunden konnte ich beobachten, dass die Zehen, welche separat mit dem 0,5 % Rosmarinöl 2x täglich eingerieben wurden, schneller aufhellten als der Kreuzbeinbereich. Deshalb beschloss ich, Rosmarinöl in die Gesamtmischung hinein zu geben. Zudem hat sich der Allgemeinzustand der Betroffenen in den ersten 24 Stunden stark gebessert. Die Entzündungszeichen nahmen ab. Den Rosmarin habe ich bewusst niedrig dosiert, da ein hohes Embolierisiko bei der Patientin bestand und ich Angst hatte, falls etwas passieren würde, ich und meine Öle beschuldigt würden. Im Verlauf der Therapie wurde ich mutiger aufgrund der Erfolge und begann zunehmend höher zu dosieren.

Als am Montag der Dermatologe eintraf, war ich leider nicht im Dienst und als ich auf Station ankam, hatte ich ihn verpasst. Er übernahm wie bereits geschrieben, die Behandlung der sakralen und inguinalen Nekrosen, hatte aber keine Einwände am Fortführen der Behandlung mittels der Aromatherapie an den Zehen. Ein Erfolg! Ein weiterer Schritt in unserem sehr schulmedizinisch orientierten Regionalkrankenhaus! Am 3.-4. Aromatherapie-Tag kam es zu einem zweiten septischen Schub. Der Zustand der Patientin verschlechterte sich drastisch. Ebenso die Nekrosen. Wir fuhren mit der Aromatherapie fort bis zum 21. Tag. In der dritten Woche konnte kaum noch eine Veränderung beobachtet werden. Die Hämatome waren gelblich verfärbt und es zeigten sich abgegrenzt die nekrotischen Stellen. Es wurde beschlossen die Aromatherapie zu beenden.

Insgesamt 200 Euro kostete mich die Aromatherapie für den Erhalt der drei Zehen.

Eine chirurgische Entfernung bzw. eine pharmakologische Lyse wurde nicht in Betracht gezogen, da die Mobilität der Betroffenen im Vordergrund stand, und diese mit einer offenen Wunde am Fuß stark beeinträchtigt gewesen wäre.

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Besuch auf der Reha-Station

Bei einem Patientenbesuch auf der Reha-Station konnte ich den Fuß noch einmal sehen. Die Hornschicht hatte sich gelöst. Am 5. Zeh war nur mehr ein Stecknadelkopf große schwarze Verfärbung erkennbar. Der 2. Zeh hatte eine gelblich bräunliche Verfärbung an der Kuppe und der große Zeh war mit der sich lösenden Hornhaut schwarz gefärbt. Der von der anderen Station nun hinzugezogene Dermatologe ordnete eine Fettsalbe und einen Verband an und entfernte die sich lösende Hornhaut.

Zitat der Patientin: „ Danke, du hast mir meine Zehen gerettet. Sonst hätten sie sie mir abgeschnitten. Dann wäre ich jetzt ein Krüppel …“

Sicherlich spielte eine große Rolle, dass die Patientin nur kurz und in den ersten Tagen katecholaminpflichtig war, und es sich um eine junge gesunde Person handelt. Die Katecholamine (besonders das Noradrenalin) verminderten den peripheren Blutkreislauf (besonders der Extremitäten), bedingt durch die Vasokonstriktion (Gefäßverengung). Die Gefäße werden durch diese Medikamente durchlässig, ein Gefäßleck verursacht deshalb den Austritt der Blutkörperchen in das Gewebe. Sichtbar zuerst als kleine punktförmige rote Flecken (Petecchien), die sich zunehmend über den ganzen Körper ausbreiten. Aber nicht nur an der Körperoberfläche, sondern auch intern in den verschiedenen Organen. Dabei verkleben die Blutplättchen, da die Blutgerinnung aktiviert wird und verstopft somit noch alles. Es kommt schließlich zur Minder- bzw. fehlenden Durchblutung des Gewebes. Es stirbt ab und wird nekrotisch.

Die sakrale Zone hatte sich in den ersten 24 Stunden der Aromatherapie sichtbar verbessert. Die lokalen Entzündungszeichen waren rückläufig. So hat sich am dritten Tag der Aromatherapie bereits nur noch die Nekrose heraus kristallisiert, welche dann vom Dermatologen behandelt wurde. Zuerst pharmakologisch aufgelöst und dann mehrmals in Abständen chirurgisch entfernt.

Ohne die Unterstützung des gesamten Teams hätten wir sicherlich nicht diesen Erfolg verzeichnen können. Ich möchte besonders meinen Kollegen/Innen, welche ohne jegliche Erfahrung im Bereich der Aromatherapie meinen Anweisungen gefolgt sind, danken. Dem Ärzteteam, welche mich gewähren ließen und meinen Vorgesetzten welche mir die Erlaubnis erteilten. Natürlich auch einen Dank an die Patientin und den Angehörigen, welche mit diesem vielleicht etwas ungewöhnlichen Behandlungsweg einverstanden waren.”

*Die Blogbetreiberin hat einige Fachbegriffe übersetzt/erläutert. Abbildungen: Collage Eliane Zimmermann, Patientenfotos: Renate Figl

die krebs-rebellin


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Marita Bestler 25. Januar 1956 – 28. Februar 2015 …::… Wer vom 1999-er-Kurs liest hier noch mit?

Ich habe in vielen Kursen wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt, in denen ätherische Öle ihre erstaunlichen antitumoralen Eigenschaften zeigen konnten. Meistens werden diese Experimente an Tieren unternommen, selten an Menschen (es gilt als unethisch, Menschen nicht mit den heutzutage geltenden Medikamenten-Vorschriften zu behandeln). Die Laborversuche mit Krebszellen wirken noch vielversprechender, doch es sind eben nur isolierte Gewebekulturen, die sich von vielen Inhaltsstoffen, die wir in ätherischen Ölen (und übrigens auch in frischer Nahrung) finden, “verjagen” lassen (siehe Abbildung unten).

Ich erwähnte in diesem Zusammenhang oft eine ehemalige Schülerin von mir, die sich nach ihrer besonders schlimmen Brustkrebs-Diagnose (bereits mit Metastasen) im Mai 2004 weigerte, den vorgeschriebenen Weg zu gehen. Man gab ihr noch maximal anderthalb Jahre zu leben, sofern sie sich mit Chemo und Co. behandeln ließe. Die Möglichkeit, ohne diese angeblichen Wunderwaffen weiter zu leben, wollte man der erfahrenen Krankenschwester gar nicht erst geben. Doch Marita ging zum Prüfungsarzt der damaligen Aromatherapie-Ausbildung, Dr. Erwin Häringer in München. Er schrieb der Kassenpatientin auf zwei Privatrezept-Blätter einige Behandlungsvorschläge mit ätherischen und fetten Ölen auf. Sie erzählte mir, dass diese zwei Stückchen Papier ihr wertvolles Symbol für die Rebellion waren. Sie empfand sie wie Bescheinigungen, dass sie sich richtig entschieden hatte. Außer einer Biopsie, mit der bestätigt wurde, dass es sich um eine besonders bösartige Tumorform handelte, und einer Antihormon-Therapie, ließ sie alle Warnungen, Ratschläge und Drohungen (ja, leider) an sich abprallen. Sie feierte jeden Mai, den sie noch in ziemlich guter Gesundheit erleben durfte, als ihren Geburtstag. Sie nahm fleißig native Pflanzenöle und andere Nahrungsergänzungmittel ein, sie schmierte den Brusttumor stets und ständig mit unterschiedlichen Ätherisch-Öl-Mischungen ein (nein, ich besitze nicht die Rezepturen!)

Ätherische_Öle_gegen_Krebs

Wissenschaftliche Arbeiten, in denen Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen und die dazu untersuchten Tumorarten mit Erfolg durchleuchtet wurden (größtenteils In-vitro-Studien, die nicht auf den menschlichen Gesamt-Organismus übertragen werden können), kann jeder im Internet finden. Ich habe fast 150 solcher Arbeiten gefunden. [POH = Perillylalkohol, ist bereits in einigen wenigen klinischen Arbeiten untersucht worden, das ist der “Abbaustoff” von d-Limonen, das in Zitrusschalenölen vorkommt]

Letztes Jahr, am zehnten Jahrestag nach der Diagnose lebte sie immer noch, es ging ihr insgesamt sehr gut, auch wenn sie 2012 mal fast auf der Klinge stand. Hier und da meldeten sich Organe mal ab, banale Wehwehchen verhielten sich besonders fies. Doch sie blieb davon überzeugt, dass sie auf dem richtigen Weg war und investierte all ihre Kraft, trotz der Metastasen in der Leber, andere betroffene Frauen zu beraten und im Kampf – eher gegen die Krankenkassen und gegen viele Ärzte, als gegen die Krankheit – zu unterstützen. Mit Mamazone e. V. in München hat sie Infoabende, Seminare und Tagungen organisiert und mit gestaltet.

Vor knapp zwei Jahren telefonierten wir stundenlang, ich wollte ein Interview mit ihr auf dieser Seite schreiben. Doch ich war abgeschreckt von ihren teils sehr erniedrigenden Erfahrungen mit “der Obrigkeit”. Wie hätte ich diese teils entwürdigende Odyssee sachlich aufschreiben können? Beispielsweise ging es um eine natürliche Salbe, die das fürchterliche Hand-Fuß-Syndrom, einer Nebenwirkung von bestimmten Zytostatika (Chemo) stark linderte. Sie hatte sich irgendwann (ich habe die genauen Daten nicht im Kopf) rund um das achte Jahr nach der Diagnose für eine Chemotherapie entschieden. Überraschenderweise half die Chemiebombe gut, doch Hände und Füße brauchten bald Spezialbetreuung, die Patienten können sonst vor lauter Schmerzen und aufgeplatzter Haut irgendwann nichts mehr anfassen und auch nicht mehr gehen. Diese Salbe kostet, wenn ich mich recht erinnere, weit über 100 Euro pro Tube, sie wurde nicht von der Krankenkasse erstattet. Marita wollte es aber partout durchsetzen, dass sich diese sture Haltung ändert, damit alle Betroffenen die Möglichkeit bekämen, das wirksame Mittel verwenden zu können (Marita hat es selbst bezahlt). Sie trat unbedingt und fast kompromisslos für ein selbstbestimmtes Leben (auch von Leidensgenossinnen) ein, sie wollte sich einfach weder unterkriegen noch sich nichts vorschreiben lassen. Ihr Bauchgefühl war ihr wichtig.

Traueranzeige_Mamazone_Marita_Bestler_28Feb2015Ein sehr sympathisches kleines Interview mit Marita, in dem sie einen kleinen Ausschnitt ihrer Fehl-Empfehlungen-Karriere schildert, ist hier (klick!) anzuschauen: Sie hatte im Herbst 2012 mit Aszites (Wasser im Bauch, möglicherweise, das war zunächst nicht genau feststellbar, durch neue Metastasen verursacht) und Ödemen in den Beinen zu kämpfen. Eine Ärztin kommentierte, dass sie doch Schwangerschaftskleidung tragen solle (Marita hatte ansonsten gertenschlanke Beine und einen normalen Bauchumfang). Die Medizinerin wollte wegen der Infektionsgefahr nicht punktieren, also das Gewebewasser “ablassen”. Ein anderer Arzt reagierte erstaunt über diese Einschätzung, führte die Prozedur durch und es wurden 18 Liter Flüssigkeit aus Maritas Körper entnommen! Irgendwann ging es von vorne los, dann trat das Wasser aus den Beinen aus (das muss man sich mal vorstellen). Marita musste mehrfach täglich stark saugende Maßnahmen mit speziellen Kompressionsstrümpfen durchführen. Doch alles in allem begegnete ihr immer wieder die Reaktion: Bei dieser Brustkrebsdiagnose kein Wunder, was will man da schon tun. Bis ein anderer Arzt die zündende Idee hatte: Eiweißmangel. Ja, es war schnöder, einfacher Einweißmangel, genauer gesagt Albuminmangel!

Die rebellisch-kämpferische Wassermann-Frau bekam also Ende 2012 Infusionen mit Albumin, nahm es danach auch als konzentrierte “Babynahrung” zu sich und siehe da, es ging relativ schnell wieder bergauf. Schade, dass niemand rechtzeitig auf diese Diagnose gekommen war, viel Leid wäre ihr erspart geblieben. Sie dachte damals, sie werde diese Beschwerden nicht überleben, konnte sich nur noch mit Rollator oder gar Rollstuhl fort bewegen (und das wegen des unerkannten Eiweißmangels!). So kämpfte sie weiter, lebte weiter ein Leben voller Höhen und Tiefschlägen, aus denen sie sich immer wieder zu befreien wusste. Ätherische und fette Öle waren ihre Begleiter. Anfang Februar ging es ihr noch ziemlich gut, doch dann ereilte sie eine Lungenembolie. Sie beschloss, dass es nun genug sei.

Einen guten Monat nach ihrem 59sten Geburtstag, am 28. Februar 2015, durfte Marita im Kreis ihrer Lieben gehen. Ich bin sicher, sie hat sehr viele Menschen inspiriert und unterstützt, vermutlich sogar Leben gerettet, indem sie anderen Mut machte, sich nicht den Urteilen und den aufgestülpten Entscheidungen der oft viel zu herablassend handelnden “Medizin-Industrie” zu beugen. Und sie hat mich beflügelt, weiter zu recherchieren und immer wieder zu erzählen, dass ätherische Öle sehr wohl bei Tumorerkrankungen begleiten und helfen können. Ruhe in Frieden.

menstruationsschmerzen und aromatherapie


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMenstruationsschmerzen sind jeder Frau bekannt und sie sind auch (leider) nicht ganz sinnlos: Die Gebärmutter, ein großer Muskel, hat von der Natur den Auftrag bekommen, sich für’s Kinderkriegen zu stärken und zu rüsten. Also muss der Muskel trainiert werden: Jeden Monat auf’s Neue, muss er ein bisschen Schleimhaut mit Blut nach draußen drücken. Wenn es dann mal ernst wird mit einem recht großen Stück, also einem Menschlein, hat die Uterusmuskulatur hoffentlich ausreichend “Training” hinter sich, dass dieses “Rausdrücken” einigermaßen glatt läuft. So, das ist erst einmal ein Plädoyer für einen völlig natürlichen Vorgang, der durchaus seinen Sinn hat.

Doch oft, sehr oft, bereitet dieses monatliche Ritual Probleme und schwere, tagelange Schmerzen mit fast unerträglichen Krämpfen. Das nennt sich dann Dysmenorrhoe. Diese kann nur besonders schlimm ausfallen, wenn der Eisprung (Ovulation) stattgefunden hat und in Folge bestimmte Prostaglandine ausgeschüttet werden. Bei manchen Frauen steigt der Prostaglandinspiegel besonders hoch an und verursacht dann die schlimmen Schmerzen. Dann verschreibt der Gynäkologe und auch die Gynäkologin “die Pille”, die verhindert, dass die Eizellen “springen”. Diese Frauen nehmen über Monate, Jahre und sogar Jahrzehnte die chemische Hormonbombe als Schmerzmittel ein.

Nun wird jedoch immer bekannter, dass die Einnahme von modifizierten Hormonen furchtbare Gefahren bergen kann. Besonders klar wurde mir das am Beispiel der Gestagene in manchen empfängnisverhütenden Tablettchen: Progesteron ist das Pro-Schwangerschaftshormon, das also die Schwangerschaft erst ermöglicht. Am im Labor fabrizierten “Progesteron” wird ein klein bisschen “herum geschraubt”, also das Molekül wird um ein Fitzelchen verändert, und schon ist nichts mehr mit PRO. Eine befruchtete Eizelle wird abgestoßen, also eine Mini-Abtreibung findet statt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDieses und andere sehr einleuchtende Erklärungen las ich übrigens in einem Buch, das JEDE Frau lesen sollte, hat sie auch nur minimale Probleme mit Blutungen, Empfängnis, Wechseljahresbeschwerden etc. Es heißt Wenn Körper und Gefühle Achterbahn fahren (klick!) von Elisabeth Buchner. Ein gut verständliches Buch, etwas “ketzerisch” zusammengestellt, so wie ich es mag: Die Autorin ist jemand, die  jahrzehntelange “Gebräuche” vor allem in der Frauen-Medizin gründlich in Frage stellt, da sie tausende von Frauen beraten hat und berät, wie sie ihren Hormonhaushalt wieder ins Lot bekommen können. Sie gründete die Hormonselbsthilfe (klick!) in der Nähe von Nürnberg, weil sie selbst eine leidende Betroffene war. Sie bezieht sich auf die bahnbrechenden Erkenntnisse des amerikanischen Arztes Dr. John Lee, auf englisch kann man seine Erfahrungen hier auf seiner Website (klick!) nachlesen (z. B.: Oft werden Frauen gerade in der Wechsel-Zeit mit tumorfreundlichen Östrogenen zugeschüttet, doch ganz häufig ist ihr krebsschützendes Progesteron im Keller).

Frauen schlucken diese synthetischen Hormoncocktails nun seit circa 55 Jahren und wundern sich zunehmend, warum diese natürlichen Abläufe immer unnormaler werden, so oft Kummer und Schmerz bereiten und gar zu fürchterlichen Tumorerkrankungen führen. Diese Frauen werden nicht ausreichend über die Gefahren von Fantasie-Hormonen aufgeklärt, ihnen wird auch nicht gesagt, wie wichtig Nüsse, Samen und native Fette als Grundbausteine für einen funktionierenden Hormonhaushalt sind. Mit einer Ölkur über circa ein halbes Jahr, dazu Auflagen mit verdünnten ätherischen Ölen können kleine Wunder erreicht werden, so dass möglicherweise eine “Entwöhnung” von den Labor-Hormonen, zumindest zur Schmerzlinderung”, möglich wird.

Es muss nur jeden Tag an eine kleine Portion von hochwertigen ungesättigten Fettsäuren gedacht werden (damit betreibt frau dann sogar noch wertvolle Demenz-Prävention ;-) ). Vielleicht fünf Mandeln und ein Teelöffel geröstetes Arganöl auf dem Salat. Oder ein paar oberleckere Macadamianüsse und etwas “ehrliches” Leinöl auf einem Kräuterquark (wirklich frisch gepresstes Leinöl schmeckt nach fast nichts, nur leicht nussig, NIEMALS bitter), ich bestelle es unter anderem bei Feeling (klick!), es gibt jedoch auch inzwischen ein paar Möglichkeiten, es tagesfrisch auf Märkten zu beziehen (die Haltbarkeit ist sehr kurz: nur ganz wenige Wochen im Kühlschrank). Oder feines Walnussöl über ein gedünstetes Gemüse geben und einige geriebene Haselnüsse auf den Obstsalat. Auch Nussmuse/Nussbuttern (mit Honig oder Konfitüre) statt Butter aufs Brot sind eine prima “Medizin” für diesen Themenbereich.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNun komme ich zur Aromatherapie! Pionier Robert Tisserand hat eine frisch veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit auf Facebook geteilt (thanks!): Der Effekt von Lavendelöl-Aromatherapie-Massagen bei Dysmenorroe wurde bei 80 jungen iranischen Studentinnen (18-24 Jahre), die an Dysmenorrhoe litten, untersucht. Drei Zyklen lang wurde beobachtet: Im ersten Zyklus während der Studie wurde die Schmerzintensität mit wissenschaftlichen “Werkzeugen” einheitlich erfasst. Im zweiten Zyklus bekam die Hälfte der Teilnehmerinnen entweder eine 15-minütige Mandelöl-Streichung auf ihrem Unterbauch oder Streichungen mit 2 Tropfen Lavendelöl in 5 ml Mandelöl. Das Setting war nicht klinisch, sondern fand in einem abgedunkelten Raum mit 23-25°C Raumtemperatur, in Rückenlage mit einem lockend wirksamen Kissen unter den Knien. Im dritten Zyklus erhielten die “Lavendelfrauen” die reinen Ölstreichungen und umgekehrt. 30 Minuten nach den Anwendungen wurde wieder die Schmerzintensität erfasst. Auch wenn bereits die reinen Ölstreichungen ohne ätherisches Öl die Schmerzen lindern konnten, brachte die Anwendung mit dem ätherischen Öl signifikante Verbesserungen gegenüber der Kontrolle. Die Studie kann hier (klick!) kostenlos runter geladen werden.

In einer ähnlichen koreanischen Studie von 2006, an der die renommierte britische Aromatherapeutin Dr. Jane Buckle mitwirkte, wurde zum Lavendelöl noch Rosen- und Muskatellersalbei aufgetragen. Eine Zusammenfassung dieser wissenschaftlichen Arbeit kann kostenlos hier (klick!) eingesehen werden. Beide Studien können als Idee für jede Frau dienen, sich bei diesen Mens-Krämpfen selbst zu helfen und sich so eine Mischung herzustellen und aufzutragen. Nach dem Auftragen sollte sie noch einige Minuten Auszeit nehmen und mit einer Wärmflasche liegen bleiben. Wer den Duft von Lavendel oder von Muskatellersalbei nicht mag, kann prima auf folgende entkrampfend wirksame Öle ausweichen: BergamotteminzeölBergamotteölPetit Grain-Öl Orange oder etwas weniger bitter, sondern frischer Petit Grain Zitrone.

das umfangreiche nachschlagewerk für heilpflanzen-lernende


Eliane Zimmermann Schule für  AromatherapieHeilpflanzen, Duftpflanzen, Wildpflanzen und “Unkräuter” umfangreich und professionell beschrieben: So ein Buch brauchen HeilpflanzenexpertInnen und Aromafachleute, wenn sie beraten, unterrichten, recherchieren, selbst Kursunterlagen und Bücher schreiben. Dieses Werk liegt jetzt schon seit geraumer Zeit bei mir, doch nun endlich blättere ich mir die Finger an diesem “Schinken” von 701 übergroßen Seiten fast wund ;-) . Ich bearbeite die 6. Auflage meines Fachbuches”Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe” und mir fallen ständig Ergänzungen, Neuerungen und Korrekturen auf und ein. Das sensationelle Nachschlagewerk vom prominenten Heilpflanzen-Experten Siegfried Bäumler heißt ‘Heilpflanzen – Praxis heute. Band 1: Arneipflanzenportäts’ (hier kann man es anschauen und bestellen, klick!).

Ich muss beispielsweise immer wieder nachschauen, ob einzelne ätherische Öle bereits von der Phytotherapie Kommission E monographiert wurden, hier finde ich die Infos dazu. Ich versuche mal wieder etwas Ordnung in die babylonische Sprachenverwirrung der Botaniker zu bringen, hier werde ich fündig. Ich vergleiche die Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen, die in den unterschiedlichsten Fachbüchern angegeben sind, hier finde ich wertvolle Angaben. Auch Verwandtschaftsverhältnisse wie die Umckaloabo-Geranie (Pelargonium sidoides) und der Stinkende Storchenschnabel (Pelargonium robertianum) zur Rosengeranie kann ich in diesem Buch überprüfen und vergleichen.

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Auf das Foto klicken, um mehr erkennen zu können!

Die Anwendungsgebiete und Zubereitungsarten der hübschen zur Blume des Jahres gekürten Wildpflanze Teufelabbiss (Succisa pratensis) können nachgelesen werden (Husten), andere vergessene und/oder unbekanntere Heilpflanzen wie Ackergauchheil (Anagallis arvensis), Bachbunge (Veronica beccabunga), Schildförmiges Fußblatt (Podophyllum peltatum), Habichtskraut (Hieracium pilosella), Braunelle (Prunella vulgaris), Piszidiabaum (Piscidia piscipula) oder die Aufgeblasene Lobelie (Lobelia inflata) werden ausführlich vorgestellt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFür uns AromaexpertInnen sind die Beschreibungen vieler Fette-Öle-Pflanzen und Ätherische-Öle-Pflanzen interessant: Kakao, Schwarzkümmel (sogar mit korrektem Foto, eine Seltenheit!), Rizinus, Sanddorn, Perilla, Granatapfel, Olive, Johanniskraut, dazu Pfefferminze, Essigrose, Weihrauch, Pfeffer, Melisse Cajeput, Lorbeer, Majoran, Wintergrün, beide Kamillen, Perubalsam, Bischofskraut, Zitrone, Muskat, Dill, Ingwer, Eukalyptus, Dost, Baldrian, Anis, Zimt, Fenchel etc.

Für homöopathisch interessierte Menschen, die also nicht nur die Kügelchen und Tropfen, sondern auch ausführliche Infos über die gesamte Pflanze und ihre traditionelle lokale Anwendung lernen möchten, ist auch allerlei Lesefutter zu finden: Scrophularia nodoa, Agrimonia eupatoria, Nerium oleander, Ephedra sinica, Cephaelis ipecacuanha etc. Wichtige Pflanzen zur Selbstmedikation und Begleitung bei schweren Erkrankungen können studiert werden: Sägepalme, Flohkraut, Aloe, Echinacea. Mariendistel, Katzenkralle, Gelbwurz, Ratanhia, Asiatischer Wassernabel, Guaraná, Lapacho u. a. m. Dieser Band 1 kostet 59,99 € und der zweite Band kostet – separat gekauft – 69,99 €; beide Bücher zusammen kosten 99,99 Euro.

  • Zurück zu meinem Buch “Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe”: Wie ich bemerkt habe, hat sich trotz des professionellen Korrekturlesens im Verlag der Fehlerteufel hier und da eingeschlichen. Die häufigste “Beschwerde” kam zu Seite 245, auf der Basilikumöl beschrieben wird: Ich empfehle es zum Senken des Blutdrucks und ein paar Zeilen weiter steht “bei Hypotonie”, also niedrigem Blutdruck. Hahaha! Solche Dinge passieren beim Buchschreiben, man gewöhnt sich dran, sie lassen sich einfach nicht vermeiden. Irgendwo steht statt 1,8-Cineol 1,8%Cineol, kann auch passieren, insbesondere wenn das Manuskript in eine druckfähige layoutete Version konvertiert wird. Darum meine Bitte und Frage: Wer hat noch mehr Spuren vom Fehlerteufel entdeckt? Unter allen “Tippfehler-Detektiven” werde ich zwei Exemplare der 6. komplett überarbeiteten Auflage von “Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe” verlosen. Das Erscheinen dauert zwar noch (Frühjahr 2016), das Mitmachen kann sich aber lohnen, denn erfahrungsgemäß steigt der Ladenpreis bei solchen Rundumrenovierungen immer ein wenig. Bitte nicht hier im Kommentarefeld schreiben, sondern an neroli at eircom punkt net (Spamschutz, bitte richtig ins E-Mail-Fenster schreiben).

desinfektion mit ätherischen ölen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKann man mit ätherischen Ölen leichte desinfizierende Maßnahmen im Haushalt durchführen? Eventuell sogar im klinischen Bereich Flächendesinfektion vornehmen? Das sind typische Fragen, die immer wieder an mich gerichtet werden. Ich bin gestern tätig geworden, da neben unserem noch nicht stubenreinen Babyhund unsere Hündin derzeit läufig ist und immer wieder Pannen im Haus passieren (unser dritter Hund – der zugelaufene Cookie – ist ziemlich sauber).
Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieSo habe ich ganz einfach allerlei Reste von ätherischen Ölen in circa 100 ml hochprozentigem Alkohol aufgelöst: Spanischer Thymian (Corydothymus capitatus) und Bohnenkraut (Satureja montana) (beide thymolhaltig), dazu Thymian Ct. Linalool (Thymus vulgaris), Thymian Ct. Geraniol (Thymus vulgaris), Teebaum (Melaleuca uncinata), Ingwer (Zingiber officinale) und die wundervoll duftende Zitronenmyrte (Backhousia citriodora). Das Gebräu habe ich dann mit Wodka aufgefüllt und in eine Putzmittel-Sprühflasche gegeben. Ich hätte lieber Isopropylalkohol (Isopropanol) genommen, doch den gibt’s hier in Irland kaum und wenn, dann ist er sehr teuer. Wer edle Möbel und Böden hat, sollte diesen statt Wodka verwenden, denn der Wasseranteil im Wodka könnte Flecken machen.

Flächendesinfektion mit ätherischen ÖlenDa es viele Studien gibt, in denen die unter einprozentige Verdünnung von ätherischen Ölen auf diverse Keime nachgewiesen wurde (in vitro = im Reagenzglas, also auf einer Fläche und ohne lebenden Organismus drumherum), gehe ich davon aus, dass ich mit dieser circa 10%igen Verdünnung einiges an Schmuddel los werde (und dazu die entsprechenden Gerüche). Stellvertretend sei eine Studie für den Spanischen Thymian erwähnt, der auf Fleisch eine Pseudomonas-Ansiedlung entfernte: Oussalah M, Caillet S, Saucier L, Lacroix M. Antimicrobial effects of selected plant essential oils on the growth of a Pseudomonas putida strain isolated from meat. Meat Science, 2006

Mit dieser “Bastelarbeit” kann jedoch niemand im Bereich der institutionalisierten Pflege ankommen. So stellte sich schon manche(r) die Frage, warum darf ich in der Klinik oder in meiner Praxis keine Flächendesinfektion mit ätherischen Ölen machen? Vorschrift ist Vorschrift und bestimmte Anforderungen an die Desinfektion müssen in öffentlichen Institutionen strengen europäischen Normen entsprechen. Ich hörte von unerfreulichen ‘Grabenkämpfchen’ mit den Beauftragten der Mikrobiologie.

Vor gut fünf Jahren hat eine Firma für biologische Reinigungsmittel reagiert und ein Spray zur Flächendesinfektion hergestellt und es gemäß den gesetzlichen Vorschriften durchtesten lassen. Es wirkt sogar nachgewiesenermaßen gegen H1N1-Viren, dazu rückt es anderen Grippeviren, Herpes, HIV an ihre freche Zellmembran und auch viele Pilze, Hefen sowie Bakterien wie Salmonellen und Colibakterien müssen laut Hersteller nun das Fürchten auch von Nicht-Chemiekeulen lernen. Vielleicht ist dies ein kleiner stiller Anfang, dass Resistenzen von Keimen in Heil- und Pflegeeinrichtungen endlich eingedämmt werden. Damit irgendwann mal keiner mehr an Sekundärinfektionen durch MRSA und anderen ‘Viechern’ sterben muss, sondern allenfalls an seiner ursprünglichen Erkrankung. Man kann es in fast jedem Bioladen kaufen und hier bei Amazon (klick!) bestellen. Der Originaltext der Firma Sonett lautet:
Flächendesinfektion mit ätherischen ÖlenLaut Gutachten vom 4.11.2009 ist die Sonett Flächendesinfektion „ wirksam gegen alle menschlichen und tierischen Grippe Erreger, einschließlich H5N1 und H1N1“.
Wir möchten dies zum Anlass nehmen Sie über das Wirkungsspektrum, die Anwendungsbereiche und die Zusammensetzung der SONETT FLÄCHENDESINFEKTION zu informieren für den Einsatz in Heimen, Schulen, Kindergärten, Großküchen und Lebensmittel verarbeitenden Betrieben.
1. Anwendungsbereiche:
Die SONETT FLÄCHENDESINFEKTION ist eine gebrauchsfertige Lösung, die im Sprüh- oder Wischverfahren eingesetzt werden kann. Ihr Einsatzbereich sind Arbeitsflächen und Geräte im Sanitärbereich, Großküche und Lebensmittel verarbeitende Betriebe.
2. Zusammensetzung:
Wirkstoff: Pflanzlicher Alkohol (Ethanol) 70%, ätherische Öle aus Salbei* und Lavendel*(enthält Linalool*), gewirbeltes Wasser ad 100% [* = aus kontrolliert biologischem Anbau]
3. Wirkungsspektrum:
Gemäß den europäischen Normen EN 1276, EN 1650, EN13697, wirksam gegen Bakterien, Hefen und Pilze
Gemäß Vakziniavirus Gutachten und BVDV Gutachten vom 4.11.2009 wirksam gegen alle behüllten Viren (Auslobung „begrenzt viruzid“). Dies beinhaltet die Wirksamkeit gegen HBV, HCV, HIV, Herpes Simplex sowie alle humanen und animalischen Influenzaviren einschließlich H5N1, H1N1. SONETT OHG, November 2009 (zwei untere Abbildungen: Sonett)

Selbstverständlich ist dieses (oder ähnliche Produkte) auch eine prima Maßnahme für einen Privat-Haushalt mit entsprechenden “Problemen” wie kleinen Hunden. Wichtig wäre, in Haushalten “nur” mit (gesunden) Kindern keinerlei Desinfektionsmittel einzusetzen, denn deren Immunsystem braucht ein “Trainings-Umfeld” und nicht einen sterilen Operationssaal. Mit ätherischen Ölen im Bedarfsfall Keime zu reduzieren ist eine gute Alternative, damit verringert man die Gefahr, Allergien zu züchten. Durch fragwürdige antibiotika-ähnliche Desinfektionsstoffe wie Triclosan (schauen Sie mal auf Ihr Geschirrspülmittel oder andere Reinigungsprodukte!) würde man Resistenzen der Mikroben unnötig fördern.