verlust der zehen oder nicht? eine aromapflegerische herausforderung


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNachdem die Krankenpflege-Fachfrau Renate Figl, die auf einer Intensivstation arbeitet, mir die berührende Geschichte einer aromapflegerischen Intervention bei einem gefährlichen und hartnäckigen Fall schilderte, bat ich sie, mir die Geschichte ihrer Patientin aufzuschreiben. Ich gebe diese ausführliche Schilderung mit ihrer Erlaubnis weiter, auch die Patientin war damit einverstanden, sofern ihre Anonymität gewahrt bleibt. Danke, liebe Reni! [Achtung, wer keine heftigen Wunden anschauen kann, sollte nicht weiter runter gehen!]

“Ich lernte die Patientin an ihrem 5. stationären Tag kennen. Es handelt sich um eine junge Frau unter 20 Jahren, welche wegen einer Meningokokkensepsis (lebensgefährliche Infektion*) auf Station aufgenommen wurde. Unter anderem kam es bei der Patientin zu massiven Petechien (winzige Blutungen, als Pünktchen zu erkennen) über den ganzen Körper verteilt. Die Einblutungen nahmen an Größe zu und sind nach ein paar Tagen besonders sakral (im Kreuzbeinbereich) und an den Zehen nekrotisiert (absterbendes Gewebe) und somit zu einem pflegerischen Problem geworden. Nach dem Einverständnis der Betroffenen, der Eltern und der behandelnden Ärzte konnte die Aromatherapie beginnen.

Es war allerdings vereinbart, zwischen den Ärzten und mir, dass ich die Aromatherapie nur übers Wochenende ausführen dürfe, also von Freitagnachmittag bis zum Montag, anschließend würde ein Dermatologe hinzu gezogen. Widerwillig musste ich zustimmen, da ich noch in der Implementierungsphase der Aromatherapie stecke. Die zuständigen Arbeitskollegen/innen wurden von mir informiert und Dank ihrer Mitarbeit konnten wir die im Folgenden dokumentierten Erfolge erzielen.

Sacrum_Nekrose

links: Kreuzbeinbereich am 5. stationären Tag vor Beginn der Aromatherapie, rechts: 24 Stunden nach Beginn der Aromatherapie

Die Nekrosen (absterbendes/abgestorbenes Gewebe), insbesondere im Kreuzbeinbereich, zeigten eine pflegerische Herausforderung, an der wir unbedingt eingreifen mussten. Normalerweise wird sofort ein Dermatologe hinzu gezogen. Da es sich aber im Zeitraum der Festtage handelte, und kein Dermatologe zu erreichen war, bemühte ich mich mit Hilfe der Aromatherapie die Situation in den Griff zu bekommen.

Verwendete ätherische Öle

  • Immortelle, Helicrysum italicum 3%
  • Cistrose, Cistus ladaniferus 2%
  • Manuka, Leptospermum scoparium 1%
  • Lavendel fein, Lavandula angustifolia 1%
  • in fetten Ölen: Mandelöl, Prunus dulcis 70 ml
  • Johanniskrautöl, Hypericum perforatum 15 ml
  • Sanddornfruchtfleisch, Hippophae rhamnoides 15 ml
  •  Rosmarin, Rosmarinus officinalis Ct. Cineol 0,5%
Zeh_Nekrose

5. stationärer Tag, rechter Fuß

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sakral: 24 Stunden nach Beginn der Aromatherapie

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Der Fuß am 5. stationären Tag

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links: 24 Stunden nach Beginn der Aromatherapie, rechts: nach einem zweiten septischen Schub am vierten Tag der Aromatherapie

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nach 10 Tagen Aromatherapie

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nach 12 Tagen Aromatherapie

Es zeigen sich nekrotische Stellen am 1.-2. und 5. Zeh. Siehe Bild oben. Es konnten kaum noch Verbesserungen erzielt werden. Die Aromatherapie wurde deshalb nach 21 Tagen beendet. Es kam zur Diskussion ob eine pharmakologische bzw. chirurgische Entfernung der Nekrose sinnvoll wäre. Die Mobilität der Patientin wäre mit einer Wunde am Fuß stark beeinträchtigt gewesen, weshalb für den Moment eine Nekrosen-Entfernung nicht in Betracht gezogen wurde. Die Patientin wird nach 30 Tagen Intensivtherapie auf die Reha verlegt.

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Am Tag der Verlegung auf die Reha zeigte sich dieses Bild

Auswahl der ätherischen Öle und Begründung

Ich möchte die einzelnen Komponenten des revitalisierenden Öles, das wir verwendeten, vorstellen.

  • Immortelle, Helichrysum italicum: Es werden der Immortelle u.a. diese Wirkungen zu geschrieben: stark antikoagulierend – Hämatomöl – epithelisierend
  • Cistrose, Cistus ladaniferus: Es werden der Cistrose u.a. diese Wirkungen zu geschrieben:  stark antihämorrhagisch – stark antiviral – analgetisch – antibakteriell
  • Manuka, Leptospermum scoparium: Es werden dem Manuka u.a. diese Wirkungen zu geschrieben: stark antibakteriell – stark antimykotisch – stark hautregenerierend – antiphlogistisch
  • Lavendel fein, Lavandula angustifolia: Es werden dem Lavendel u.a. diese Wirkungen zu geschrieben: sedativ – antiphlogistisch – epithelisierend – analgetisch – angstlösend
  • Johanniskraut-Öl, Hypericum perforatum: Es werden dem Johanniskraut-Öl folgende Wirkungen u.a. zu geschrieben: antiphlogistisch – antibakteriell – antitraumatisch/schmerzlindernd
  • Sanddornfruchtfleisch-Öl, Hippophae rhamnoides: Dem Sanddornfruchtfleisch-Öl wird u.a. folgende Wirkung zu geschrieben: stark antiphlogistisch – analgetisch – stärkt und regeneriert die Haut
  • Rosmarin, Rosmarinus officinals Ct. Cineol: Dem ätherischen Öle von Rosmarin Ct. Cineol wird vor allem eine konzentrationsfördernde und durchblutungsfördernde Wirkung nachgewiesen. Da der Rosmarin aber auch den Blutdruck steigen lässt, habe ich zu Beginn der Anwendung eine 0,5% Lösung separat nur an den Zehen verwendet. Das Mandelöl dient als fette Trägersubstanz.

Anwendung und Behandlungsplan

Applikation: 3x täglich okklusiver Ölverband und  2x tägl. Einreibung der Zehen mit dem Rosmarin 0,5% in den ersten 24 Stunden. Nach 24 Stunden Aromatherapie konnte ich beobachten, dass die große Zehe, welche 2x täglich mit 0,5% Rosmarin officinalis Ct. Cineol eingerieben wurde, besser bzw. schneller heilte als die sakrale Zone, deshalb wurde das Revitalisierende Öl verändert, siehe weiter unten. Das revitalisierende Öl wurde 4mal erneuert. Dabei wurden einmal das Rosmarinöl hinzugenommen, dann die Konzentration der einzelnen Öle erhöht und schließlich die hautpflegenden Öle weggelassen. Siehe Behandlungsplan weiter unten.

Erstes Revitalisierendes Öl (02.01.)

  • Mandelöl
  • Johanniskrautöl
  • Sanddornfruchtfleischöl
  • 3% Immortelle
  • 2% Cistrose
  • 1% Manuka
  • 1% Lavendel fein

Nach Aufbrauchen der 100 ml Lösung innerhalb von zwei Tagen wurde ein

Zweites Revitalisierendes Öl angewandt (04.01.)

  • Mandelöl
  • Johanniskraut
  • Sanddornfruchtfleisch
  • Sonnenblumenöl (Ersatz für nicht ausreichend zur Verfügung stehendes Mandelöl)
  • 3% Immortelle
  • 1% Manuka
  • 1% Lavendel fein
  • 1 gtt Rosmarin Ct. Cineol

Cistrose war leider ausgegangen, und nach Ausgehen dieser Mischung innerhalb eines Tages wurde die dritte Mischung angewandt

Drittes Revitalisierendes Öl (es wurde nur mehr auf den Zehen angewandt (05.01.))

  • Mandelöl
  • Johanniskraut
  • Sanddornfruchtfleisch
  • 3% Immortelle
  • 2% Cistrose
  • 1% Rosmarin
  • 1% Lavendel fein
  • 1% Manuka

Viertes Revitalisierendes Öl (identisch mit dem 3. Revitalisierenden Öl (10.01.))

Fünftes Revitalisierendes Öl (12.01.) In Absprache mit den behandelnden Ärzten wurde beschlossen, die hautpflegenden Produkte weg zu lassen, da es sich auf den Zehen um eine intakte Haut handelte. Es wurde weiterhin beschlossen, vermehrt für die Durchblutungförderung zu arbeiten.

  • Mandelöl
  • 3% Immortelle
  • 2% Manuka
  • 1% Rosmarin

Beobachtungen und Schlussfolgerung

In den ersten 24 Stunden konnte ich beobachten, dass die Zehen, welche separat mit dem 0,5 % Rosmarinöl 2x täglich eingerieben wurden, schneller aufhellten als der Kreuzbeinbereich. Deshalb beschloss ich, Rosmarinöl in die Gesamtmischung hinein zu geben. Zudem hat sich der Allgemeinzustand der Betroffenen in den ersten 24 Stunden stark gebessert. Die Entzündungszeichen nahmen ab. Den Rosmarin habe ich bewusst niedrig dosiert, da ein hohes Embolierisiko bei der Patientin bestand und ich Angst hatte, falls etwas passieren würde, ich und meine Öle beschuldigt würden. Im Verlauf der Therapie wurde ich mutiger aufgrund der Erfolge und begann zunehmend höher zu dosieren.

Als am Montag der Dermatologe eintraf, war ich leider nicht im Dienst und als ich auf Station ankam, hatte ich ihn verpasst. Er übernahm wie bereits geschrieben, die Behandlung der sakralen und inguinalen Nekrosen, hatte aber keine Einwände am Fortführen der Behandlung mittels der Aromatherapie an den Zehen. Ein Erfolg! Ein weiterer Schritt in unserem sehr schulmedizinisch orientierten Regionalkrankenhaus! Am 3.-4. Aromatherapie-Tag kam es zu einem zweiten septischen Schub. Der Zustand der Patientin verschlechterte sich drastisch. Ebenso die Nekrosen. Wir fuhren mit der Aromatherapie fort bis zum 21. Tag. In der dritten Woche konnte kaum noch eine Veränderung beobachtet werden. Die Hämatome waren gelblich verfärbt und es zeigten sich abgegrenzt die nekrotischen Stellen. Es wurde beschlossen die Aromatherapie zu beenden.

Insgesamt 200 Euro kostete mich die Aromatherapie für den Erhalt der drei Zehen.

Eine chirurgische Entfernung bzw. eine pharmakologische Lyse wurde nicht in Betracht gezogen, da die Mobilität der Betroffenen im Vordergrund stand, und diese mit einer offenen Wunde am Fuß stark beeinträchtigt gewesen wäre.

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Besuch auf der Reha-Station

Bei einem Patientenbesuch auf der Reha-Station konnte ich den Fuß noch einmal sehen. Die Hornschicht hatte sich gelöst. Am 5. Zeh war nur mehr ein Stecknadelkopf große schwarze Verfärbung erkennbar. Der 2. Zeh hatte eine gelblich bräunliche Verfärbung an der Kuppe und der große Zeh war mit der sich lösenden Hornhaut schwarz gefärbt. Der von der anderen Station nun hinzugezogene Dermatologe ordnete eine Fettsalbe und einen Verband an und entfernte die sich lösende Hornhaut.

Zitat der Patientin: „ Danke, du hast mir meine Zehen gerettet. Sonst hätten sie sie mir abgeschnitten. Dann wäre ich jetzt ein Krüppel …“

Sicherlich spielte eine große Rolle, dass die Patientin nur kurz und in den ersten Tagen katecholaminpflichtig war, und es sich um eine junge gesunde Person handelt. Die Katecholamine (besonders das Noradrenalin) verminderten den peripheren Blutkreislauf (besonders der Extremitäten), bedingt durch die Vasokonstriktion (Gefäßverengung). Die Gefäße werden durch diese Medikamente durchlässig, ein Gefäßleck verursacht deshalb den Austritt der Blutkörperchen in das Gewebe. Sichtbar zuerst als kleine punktförmige rote Flecken (Petecchien), die sich zunehmend über den ganzen Körper ausbreiten. Aber nicht nur an der Körperoberfläche, sondern auch intern in den verschiedenen Organen. Dabei verkleben die Blutplättchen, da die Blutgerinnung aktiviert wird und verstopft somit noch alles. Es kommt schließlich zur Minder- bzw. fehlenden Durchblutung des Gewebes. Es stirbt ab und wird nekrotisch.

Die sakrale Zone hatte sich in den ersten 24 Stunden der Aromatherapie sichtbar verbessert. Die lokalen Entzündungszeichen waren rückläufig. So hat sich am dritten Tag der Aromatherapie bereits nur noch die Nekrose heraus kristallisiert, welche dann vom Dermatologen behandelt wurde. Zuerst pharmakologisch aufgelöst und dann mehrmals in Abständen chirurgisch entfernt.

Ohne die Unterstützung des gesamten Teams hätten wir sicherlich nicht diesen Erfolg verzeichnen können. Ich möchte besonders meinen Kollegen/Innen, welche ohne jegliche Erfahrung im Bereich der Aromatherapie meinen Anweisungen gefolgt sind, danken. Dem Ärzteteam, welche mich gewähren ließen und meinen Vorgesetzten welche mir die Erlaubnis erteilten. Natürlich auch einen Dank an die Patientin und den Angehörigen, welche mit diesem vielleicht etwas ungewöhnlichen Behandlungsweg einverstanden waren.”

*Die Blogbetreiberin hat einige Fachbegriffe übersetzt/erläutert. Abbildungen: Collage Eliane Zimmermann, Patientenfotos: Renate Figl

die krebs-rebellin


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Marita Bestler 25. Januar 1956 – 28. Februar 2015 …::… Wer vom 1999-er-Kurs liest hier noch mit?

Ich habe in vielen Kursen wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt, in denen ätherische Öle ihre erstaunlichen antitumoralen Eigenschaften zeigen konnten. Meistens werden diese Experimente an Tieren unternommen, selten an Menschen (es gilt als unethisch, Menschen nicht mit den heutzutage geltenden Medikamenten-Vorschriften zu behandeln). Die Laborversuche mit Krebszellen wirken noch vielversprechender, doch es sind eben nur isolierte Gewebekulturen, die sich von vielen Inhaltsstoffen, die wir in ätherischen Ölen (und übrigens auch in frischer Nahrung) finden, “verjagen” lassen (siehe Abbildung unten).

Ich erwähnte in diesem Zusammenhang oft eine ehemalige Schülerin von mir, die sich nach ihrer besonders schlimmen Brustkrebs-Diagnose (bereits mit Metastasen) im Mai 2004 weigerte, den vorgeschriebenen Weg zu gehen. Man gab ihr noch maximal anderthalb Jahre zu leben, sofern sie sich mit Chemo und Co. behandeln ließe. Die Möglichkeit, ohne diese angeblichen Wunderwaffen weiter zu leben, wollte man der erfahrenen Krankenschwester gar nicht erst geben. Doch Marita ging zum Prüfungsarzt der damaligen Aromatherapie-Ausbildung, Dr. Erwin Häringer in München. Er schrieb der Kassenpatientin auf zwei Privatrezept-Blätter einige Behandlungsvorschläge mit ätherischen und fetten Ölen auf. Sie erzählte mir, dass diese zwei Stückchen Papier ihr wertvolles Symbol für die Rebellion waren. Sie empfand sie wie Bescheinigungen, dass sie sich richtig entschieden hatte. Außer einer Biopsie, mit der bestätigt wurde, dass es sich um eine besonders bösartige Tumorform handelte, und einer Antihormon-Therapie, ließ sie alle Warnungen, Ratschläge und Drohungen (ja, leider) an sich abprallen. Sie feierte jeden Mai, den sie noch in ziemlich guter Gesundheit erleben durfte, als ihren Geburtstag. Sie nahm fleißig native Pflanzenöle und andere Nahrungsergänzungmittel ein, sie schmierte den Brusttumor stets und ständig mit unterschiedlichen Ätherisch-Öl-Mischungen ein (nein, ich besitze nicht die Rezepturen!)

Ätherische_Öle_gegen_Krebs

Wissenschaftliche Arbeiten, in denen Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen und die dazu untersuchten Tumorarten mit Erfolg durchleuchtet wurden (größtenteils In-vitro-Studien, die nicht auf den menschlichen Gesamt-Organismus übertragen werden können), kann jeder im Internet finden. Ich habe fast 150 solcher Arbeiten gefunden. [POH = Perillylalkohol, ist bereits in einigen wenigen klinischen Arbeiten untersucht worden, das ist der “Abbaustoff” von d-Limonen, das in Zitrusschalenölen vorkommt]

Letztes Jahr, am zehnten Jahrestag nach der Diagnose lebte sie immer noch, es ging ihr insgesamt sehr gut, auch wenn sie 2012 mal fast auf der Klinge stand. Hier und da meldeten sich Organe mal ab, banale Wehwehchen verhielten sich besonders fies. Doch sie blieb davon überzeugt, dass sie auf dem richtigen Weg war und investierte all ihre Kraft, trotz der Metastasen in der Leber, andere betroffene Frauen zu beraten und im Kampf – eher gegen die Krankenkassen und gegen viele Ärzte, als gegen die Krankheit – zu unterstützen. Mit Mamazone e. V. in München hat sie Infoabende, Seminare und Tagungen organisiert und mit gestaltet.

Vor knapp zwei Jahren telefonierten wir stundenlang, ich wollte ein Interview mit ihr auf dieser Seite schreiben. Doch ich war abgeschreckt von ihren teils sehr erniedrigenden Erfahrungen mit “der Obrigkeit”. Wie hätte ich diese teils entwürdigende Odyssee sachlich aufschreiben können? Beispielsweise ging es um eine natürliche Salbe, die das fürchterliche Hand-Fuß-Syndrom, einer Nebenwirkung von bestimmten Zytostatika (Chemo) stark linderte. Sie hatte sich irgendwann (ich habe die genauen Daten nicht im Kopf) rund um das achte Jahr nach der Diagnose für eine Chemotherapie entschieden. Überraschenderweise half die Chemiebombe gut, doch Hände und Füße brauchten bald Spezialbetreuung, die Patienten können sonst vor lauter Schmerzen und aufgeplatzter Haut irgendwann nichts mehr anfassen und auch nicht mehr gehen. Diese Salbe kostet, wenn ich mich recht erinnere, weit über 100 Euro pro Tube, sie wurde nicht von der Krankenkasse erstattet. Marita wollte es aber partout durchsetzen, dass sich diese sture Haltung ändert, damit alle Betroffenen die Möglichkeit bekämen, das wirksame Mittel verwenden zu können (Marita hat es selbst bezahlt). Sie trat unbedingt und fast kompromisslos für ein selbstbestimmtes Leben (auch von Leidensgenossinnen) ein, sie wollte sich einfach weder unterkriegen noch sich nichts vorschreiben lassen. Ihr Bauchgefühl war ihr wichtig.

Traueranzeige_Mamazone_Marita_Bestler_28Feb2015Ein sehr sympathisches kleines Interview mit Marita, in dem sie einen kleinen Ausschnitt ihrer Fehl-Empfehlungen-Karriere schildert, ist hier (klick!) anzuschauen: Sie hatte im Herbst 2012 mit Aszites (Wasser im Bauch, möglicherweise, das war zunächst nicht genau feststellbar, durch neue Metastasen verursacht) und Ödemen in den Beinen zu kämpfen. Eine Ärztin kommentierte, dass sie doch Schwangerschaftskleidung tragen solle (Marita hatte ansonsten gertenschlanke Beine und einen normalen Bauchumfang). Die Medizinerin wollte wegen der Infektionsgefahr nicht punktieren, also das Gewebewasser “ablassen”. Ein anderer Arzt reagierte erstaunt über diese Einschätzung, führte die Prozedur durch und es wurden 18 Liter Flüssigkeit aus Maritas Körper entnommen! Irgendwann ging es von vorne los, dann trat das Wasser aus den Beinen aus (das muss man sich mal vorstellen). Marita musste mehrfach täglich stark saugende Maßnahmen mit speziellen Kompressionsstrümpfen durchführen. Doch alles in allem begegnete ihr immer wieder die Reaktion: Bei dieser Brustkrebsdiagnose kein Wunder, was will man da schon tun. Bis ein anderer Arzt die zündende Idee hatte: Eiweißmangel. Ja, es war schnöder, einfacher Einweißmangel, genauer gesagt Albuminmangel!

Die rebellisch-kämpferische Wassermann-Frau bekam also Ende 2012 Infusionen mit Albumin, nahm es danach auch als konzentrierte “Babynahrung” zu sich und siehe da, es ging relativ schnell wieder bergauf. Schade, dass niemand rechtzeitig auf diese Diagnose gekommen war, viel Leid wäre ihr erspart geblieben. Sie dachte damals, sie werde diese Beschwerden nicht überleben, konnte sich nur noch mit Rollator oder gar Rollstuhl fort bewegen (und das wegen des unerkannten Eiweißmangels!). So kämpfte sie weiter, lebte weiter ein Leben voller Höhen und Tiefschlägen, aus denen sie sich immer wieder zu befreien wusste. Ätherische und fette Öle waren ihre Begleiter. Anfang Februar ging es ihr noch ziemlich gut, doch dann ereilte sie eine Lungenembolie. Sie beschloss, dass es nun genug sei.

Einen guten Monat nach ihrem 59sten Geburtstag, am 28. Februar 2015, durfte Marita im Kreis ihrer Lieben gehen. Ich bin sicher, sie hat sehr viele Menschen inspiriert und unterstützt, vermutlich sogar Leben gerettet, indem sie anderen Mut machte, sich nicht den Urteilen und den aufgestülpten Entscheidungen der oft viel zu herablassend handelnden “Medizin-Industrie” zu beugen. Und sie hat mich beflügelt, weiter zu recherchieren und immer wieder zu erzählen, dass ätherische Öle sehr wohl bei Tumorerkrankungen begleiten und helfen können. Ruhe in Frieden.

menstruationsschmerzen und aromatherapie


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMenstruationsschmerzen sind jeder Frau bekannt und sie sind auch (leider) nicht ganz sinnlos: Die Gebärmutter, ein großer Muskel, hat von der Natur den Auftrag bekommen, sich für’s Kinderkriegen zu stärken und zu rüsten. Also muss der Muskel trainiert werden: Jeden Monat auf’s Neue, muss er ein bisschen Schleimhaut mit Blut nach draußen drücken. Wenn es dann mal ernst wird mit einem recht großen Stück, also einem Menschlein, hat die Uterusmuskulatur hoffentlich ausreichend “Training” hinter sich, dass dieses “Rausdrücken” einigermaßen glatt läuft. So, das ist erst einmal ein Plädoyer für einen völlig natürlichen Vorgang, der durchaus seinen Sinn hat.

Doch oft, sehr oft, bereitet dieses monatliche Ritual Probleme und schwere, tagelange Schmerzen mit fast unerträglichen Krämpfen. Das nennt sich dann Dysmenorrhoe. Diese kann nur besonders schlimm ausfallen, wenn der Eisprung (Ovulation) stattgefunden hat und in Folge bestimmte Prostaglandine ausgeschüttet werden. Bei manchen Frauen steigt der Prostaglandinspiegel besonders hoch an und verursacht dann die schlimmen Schmerzen. Dann verschreibt der Gynäkologe und auch die Gynäkologin “die Pille”, die verhindert, dass die Eizellen “springen”. Diese Frauen nehmen über Monate, Jahre und sogar Jahrzehnte die chemische Hormonbombe als Schmerzmittel ein.

Nun wird jedoch immer bekannter, dass die Einnahme von modifizierten Hormonen furchtbare Gefahren bergen kann. Besonders klar wurde mir das am Beispiel der Gestagene in manchen empfängnisverhütenden Tablettchen: Progesteron ist das Pro-Schwangerschaftshormon, das also die Schwangerschaft erst ermöglicht. Am im Labor fabrizierten “Progesteron” wird ein klein bisschen “herum geschraubt”, also das Molekül wird um ein Fitzelchen verändert, und schon ist nichts mehr mit PRO. Eine befruchtete Eizelle wird abgestoßen, also eine Mini-Abtreibung findet statt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDieses und andere sehr einleuchtende Erklärungen las ich übrigens in einem Buch, das JEDE Frau lesen sollte, hat sie auch nur minimale Probleme mit Blutungen, Empfängnis, Wechseljahresbeschwerden etc. Es heißt Wenn Körper und Gefühle Achterbahn fahren (klick!) von Elisabeth Buchner. Ein gut verständliches Buch, etwas “ketzerisch” zusammengestellt, so wie ich es mag: Die Autorin ist jemand, die  jahrzehntelange “Gebräuche” vor allem in der Frauen-Medizin gründlich in Frage stellt, da sie tausende von Frauen beraten hat und berät, wie sie ihren Hormonhaushalt wieder ins Lot bekommen können. Sie gründete die Hormonselbsthilfe (klick!) in der Nähe von Nürnberg, weil sie selbst eine leidende Betroffene war. Sie bezieht sich auf die bahnbrechenden Erkenntnisse des amerikanischen Arztes Dr. John Lee, auf englisch kann man seine Erfahrungen hier auf seiner Website (klick!) nachlesen (z. B.: Oft werden Frauen gerade in der Wechsel-Zeit mit tumorfreundlichen Östrogenen zugeschüttet, doch ganz häufig ist ihr krebsschützendes Progesteron im Keller).

Frauen schlucken diese synthetischen Hormoncocktails nun seit circa 55 Jahren und wundern sich zunehmend, warum diese natürlichen Abläufe immer unnormaler werden, so oft Kummer und Schmerz bereiten und gar zu fürchterlichen Tumorerkrankungen führen. Diese Frauen werden nicht ausreichend über die Gefahren von Fantasie-Hormonen aufgeklärt, ihnen wird auch nicht gesagt, wie wichtig Nüsse, Samen und native Fette als Grundbausteine für einen funktionierenden Hormonhaushalt sind. Mit einer Ölkur über circa ein halbes Jahr, dazu Auflagen mit verdünnten ätherischen Ölen können kleine Wunder erreicht werden, so dass möglicherweise eine “Entwöhnung” von den Labor-Hormonen, zumindest zur Schmerzlinderung”, möglich wird.

Es muss nur jeden Tag an eine kleine Portion von hochwertigen ungesättigten Fettsäuren gedacht werden (damit betreibt frau dann sogar noch wertvolle Demenz-Prävention ;-) ). Vielleicht fünf Mandeln und ein Teelöffel geröstetes Arganöl auf dem Salat. Oder ein paar oberleckere Macadamianüsse und etwas “ehrliches” Leinöl auf einem Kräuterquark (wirklich frisch gepresstes Leinöl schmeckt nach fast nichts, nur leicht nussig, NIEMALS bitter), ich bestelle es unter anderem bei Feeling (klick!), es gibt jedoch auch inzwischen ein paar Möglichkeiten, es tagesfrisch auf Märkten zu beziehen (die Haltbarkeit ist sehr kurz: nur ganz wenige Wochen im Kühlschrank). Oder feines Walnussöl über ein gedünstetes Gemüse geben und einige geriebene Haselnüsse auf den Obstsalat. Auch Nussmuse/Nussbuttern (mit Honig oder Konfitüre) statt Butter aufs Brot sind eine prima “Medizin” für diesen Themenbereich.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNun komme ich zur Aromatherapie! Pionier Robert Tisserand hat eine frisch veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit auf Facebook geteilt (thanks!): Der Effekt von Lavendelöl-Aromatherapie-Massagen bei Dysmenorroe wurde bei 80 jungen iranischen Studentinnen (18-24 Jahre), die an Dysmenorrhoe litten, untersucht. Drei Zyklen lang wurde beobachtet: Im ersten Zyklus während der Studie wurde die Schmerzintensität mit wissenschaftlichen “Werkzeugen” einheitlich erfasst. Im zweiten Zyklus bekam die Hälfte der Teilnehmerinnen entweder eine 15-minütige Mandelöl-Streichung auf ihrem Unterbauch oder Streichungen mit 2 Tropfen Lavendelöl in 5 ml Mandelöl. Das Setting war nicht klinisch, sondern fand in einem abgedunkelten Raum mit 23-25°C Raumtemperatur, in Rückenlage mit einem lockend wirksamen Kissen unter den Knien. Im dritten Zyklus erhielten die “Lavendelfrauen” die reinen Ölstreichungen und umgekehrt. 30 Minuten nach den Anwendungen wurde wieder die Schmerzintensität erfasst. Auch wenn bereits die reinen Ölstreichungen ohne ätherisches Öl die Schmerzen lindern konnten, brachte die Anwendung mit dem ätherischen Öl signifikante Verbesserungen gegenüber der Kontrolle. Die Studie kann hier (klick!) kostenlos runter geladen werden.

In einer ähnlichen koreanischen Studie von 2006, an der die renommierte britische Aromatherapeutin Dr. Jane Buckle mitwirkte, wurde zum Lavendelöl noch Rosen- und Muskatellersalbei aufgetragen. Eine Zusammenfassung dieser wissenschaftlichen Arbeit kann kostenlos hier (klick!) eingesehen werden. Beide Studien können als Idee für jede Frau dienen, sich bei diesen Mens-Krämpfen selbst zu helfen und sich so eine Mischung herzustellen und aufzutragen. Nach dem Auftragen sollte sie noch einige Minuten Auszeit nehmen und mit einer Wärmflasche liegen bleiben. Wer den Duft von Lavendel oder von Muskatellersalbei nicht mag, kann prima auf folgende entkrampfend wirksame Öle ausweichen: BergamotteminzeölBergamotteölPetit Grain-Öl Orange oder etwas weniger bitter, sondern frischer Petit Grain Zitrone.

das umfangreiche nachschlagewerk für heilpflanzen-lernende


Eliane Zimmermann Schule für  AromatherapieHeilpflanzen, Duftpflanzen, Wildpflanzen und “Unkräuter” umfangreich und professionell beschrieben: So ein Buch brauchen HeilpflanzenexpertInnen und Aromafachleute, wenn sie beraten, unterrichten, recherchieren, selbst Kursunterlagen und Bücher schreiben. Dieses Werk liegt jetzt schon seit geraumer Zeit bei mir, doch nun endlich blättere ich mir die Finger an diesem “Schinken” von 701 übergroßen Seiten fast wund ;-) . Ich bearbeite die 6. Auflage meines Fachbuches”Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe” und mir fallen ständig Ergänzungen, Neuerungen und Korrekturen auf und ein. Das sensationelle Nachschlagewerk vom prominenten Heilpflanzen-Experten Siegfried Bäumler heißt ‘Heilpflanzen – Praxis heute. Band 1: Arneipflanzenportäts’ (hier kann man es anschauen und bestellen, klick!).

Ich muss beispielsweise immer wieder nachschauen, ob einzelne ätherische Öle bereits von der Phytotherapie Kommission E monographiert wurden, hier finde ich die Infos dazu. Ich versuche mal wieder etwas Ordnung in die babylonische Sprachenverwirrung der Botaniker zu bringen, hier werde ich fündig. Ich vergleiche die Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen, die in den unterschiedlichsten Fachbüchern angegeben sind, hier finde ich wertvolle Angaben. Auch Verwandtschaftsverhältnisse wie die Umckaloabo-Geranie (Pelargonium sidoides) und der Stinkende Storchenschnabel (Pelargonium robertianum) zur Rosengeranie kann ich in diesem Buch überprüfen und vergleichen.

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

Auf das Foto klicken, um mehr erkennen zu können!

Die Anwendungsgebiete und Zubereitungsarten der hübschen zur Blume des Jahres gekürten Wildpflanze Teufelabbiss (Succisa pratensis) können nachgelesen werden (Husten), andere vergessene und/oder unbekanntere Heilpflanzen wie Ackergauchheil (Anagallis arvensis), Bachbunge (Veronica beccabunga), Schildförmiges Fußblatt (Podophyllum peltatum), Habichtskraut (Hieracium pilosella), Braunelle (Prunella vulgaris), Piszidiabaum (Piscidia piscipula) oder die Aufgeblasene Lobelie (Lobelia inflata) werden ausführlich vorgestellt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFür uns AromaexpertInnen sind die Beschreibungen vieler Fette-Öle-Pflanzen und Ätherische-Öle-Pflanzen interessant: Kakao, Schwarzkümmel (sogar mit korrektem Foto, eine Seltenheit!), Rizinus, Sanddorn, Perilla, Granatapfel, Olive, Johanniskraut, dazu Pfefferminze, Essigrose, Weihrauch, Pfeffer, Melisse Cajeput, Lorbeer, Majoran, Wintergrün, beide Kamillen, Perubalsam, Bischofskraut, Zitrone, Muskat, Dill, Ingwer, Eukalyptus, Dost, Baldrian, Anis, Zimt, Fenchel etc.

Für homöopathisch interessierte Menschen, die also nicht nur die Kügelchen und Tropfen, sondern auch ausführliche Infos über die gesamte Pflanze und ihre traditionelle lokale Anwendung lernen möchten, ist auch allerlei Lesefutter zu finden: Scrophularia nodoa, Agrimonia eupatoria, Nerium oleander, Ephedra sinica, Cephaelis ipecacuanha etc. Wichtige Pflanzen zur Selbstmedikation und Begleitung bei schweren Erkrankungen können studiert werden: Sägepalme, Flohkraut, Aloe, Echinacea. Mariendistel, Katzenkralle, Gelbwurz, Ratanhia, Asiatischer Wassernabel, Guaraná, Lapacho u. a. m. Dieser Band 1 kostet 59,99 € und der zweite Band kostet – separat gekauft – 69,99 €; beide Bücher zusammen kosten 99,99 Euro.

  • Zurück zu meinem Buch “Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe”: Wie ich bemerkt habe, hat sich trotz des professionellen Korrekturlesens im Verlag der Fehlerteufel hier und da eingeschlichen. Die häufigste “Beschwerde” kam zu Seite 245, auf der Basilikumöl beschrieben wird: Ich empfehle es zum Senken des Blutdrucks und ein paar Zeilen weiter steht “bei Hypotonie”, also niedrigem Blutdruck. Hahaha! Solche Dinge passieren beim Buchschreiben, man gewöhnt sich dran, sie lassen sich einfach nicht vermeiden. Irgendwo steht statt 1,8-Cineol 1,8%Cineol, kann auch passieren, insbesondere wenn das Manuskript in eine druckfähige layoutete Version konvertiert wird. Darum meine Bitte und Frage: Wer hat noch mehr Spuren vom Fehlerteufel entdeckt? Unter allen “Tippfehler-Detektiven” werde ich zwei Exemplare der 6. komplett überarbeiteten Auflage von “Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe” verlosen. Das Erscheinen dauert zwar noch (Frühjahr 2016), das Mitmachen kann sich aber lohnen, denn erfahrungsgemäß steigt der Ladenpreis bei solchen Rundumrenovierungen immer ein wenig. Bitte nicht hier im Kommentarefeld schreiben, sondern an neroli at eircom punkt net (Spamschutz, bitte richtig ins E-Mail-Fenster schreiben).

desinfektion mit ätherischen ölen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKann man mit ätherischen Ölen leichte desinfizierende Maßnahmen im Haushalt durchführen? Eventuell sogar im klinischen Bereich Flächendesinfektion vornehmen? Das sind typische Fragen, die immer wieder an mich gerichtet werden. Ich bin gestern tätig geworden, da neben unserem noch nicht stubenreinen Babyhund unsere Hündin derzeit läufig ist und immer wieder Pannen im Haus passieren (unser dritter Hund – der zugelaufene Cookie – ist ziemlich sauber).
Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieSo habe ich ganz einfach allerlei Reste von ätherischen Ölen in circa 100 ml hochprozentigem Alkohol aufgelöst: Spanischer Thymian (Corydothymus capitatus) und Bohnenkraut (Satureja montana) (beide thymolhaltig), dazu Thymian Ct. Linalool (Thymus vulgaris), Thymian Ct. Geraniol (Thymus vulgaris), Teebaum (Melaleuca uncinata), Ingwer (Zingiber officinale) und die wundervoll duftende Zitronenmyrte (Backhousia citriodora). Das Gebräu habe ich dann mit Wodka aufgefüllt und in eine Putzmittel-Sprühflasche gegeben. Ich hätte lieber Isopropylalkohol (Isopropanol) genommen, doch den gibt’s hier in Irland kaum und wenn, dann ist er sehr teuer. Wer edle Möbel und Böden hat, sollte diesen statt Wodka verwenden, denn der Wasseranteil im Wodka könnte Flecken machen.

Flächendesinfektion mit ätherischen ÖlenDa es viele Studien gibt, in denen die unter einprozentige Verdünnung von ätherischen Ölen auf diverse Keime nachgewiesen wurde (in vitro = im Reagenzglas, also auf einer Fläche und ohne lebenden Organismus drumherum), gehe ich davon aus, dass ich mit dieser circa 10%igen Verdünnung einiges an Schmuddel los werde (und dazu die entsprechenden Gerüche). Stellvertretend sei eine Studie für den Spanischen Thymian erwähnt, der auf Fleisch eine Pseudomonas-Ansiedlung entfernte: Oussalah M, Caillet S, Saucier L, Lacroix M. Antimicrobial effects of selected plant essential oils on the growth of a Pseudomonas putida strain isolated from meat. Meat Science, 2006

Mit dieser “Bastelarbeit” kann jedoch niemand im Bereich der institutionalisierten Pflege ankommen. So stellte sich schon manche(r) die Frage, warum darf ich in der Klinik oder in meiner Praxis keine Flächendesinfektion mit ätherischen Ölen machen? Vorschrift ist Vorschrift und bestimmte Anforderungen an die Desinfektion müssen in öffentlichen Institutionen strengen europäischen Normen entsprechen. Ich hörte von unerfreulichen ‘Grabenkämpfchen’ mit den Beauftragten der Mikrobiologie.

Vor gut fünf Jahren hat eine Firma für biologische Reinigungsmittel reagiert und ein Spray zur Flächendesinfektion hergestellt und es gemäß den gesetzlichen Vorschriften durchtesten lassen. Es wirkt sogar nachgewiesenermaßen gegen H1N1-Viren, dazu rückt es anderen Grippeviren, Herpes, HIV an ihre freche Zellmembran und auch viele Pilze, Hefen sowie Bakterien wie Salmonellen und Colibakterien müssen laut Hersteller nun das Fürchten auch von Nicht-Chemiekeulen lernen. Vielleicht ist dies ein kleiner stiller Anfang, dass Resistenzen von Keimen in Heil- und Pflegeeinrichtungen endlich eingedämmt werden. Damit irgendwann mal keiner mehr an Sekundärinfektionen durch MRSA und anderen ‘Viechern’ sterben muss, sondern allenfalls an seiner ursprünglichen Erkrankung. Man kann es in fast jedem Bioladen kaufen und hier bei Amazon (klick!) bestellen. Der Originaltext der Firma Sonett lautet:
Flächendesinfektion mit ätherischen ÖlenLaut Gutachten vom 4.11.2009 ist die Sonett Flächendesinfektion „ wirksam gegen alle menschlichen und tierischen Grippe Erreger, einschließlich H5N1 und H1N1“.
Wir möchten dies zum Anlass nehmen Sie über das Wirkungsspektrum, die Anwendungsbereiche und die Zusammensetzung der SONETT FLÄCHENDESINFEKTION zu informieren für den Einsatz in Heimen, Schulen, Kindergärten, Großküchen und Lebensmittel verarbeitenden Betrieben.
1. Anwendungsbereiche:
Die SONETT FLÄCHENDESINFEKTION ist eine gebrauchsfertige Lösung, die im Sprüh- oder Wischverfahren eingesetzt werden kann. Ihr Einsatzbereich sind Arbeitsflächen und Geräte im Sanitärbereich, Großküche und Lebensmittel verarbeitende Betriebe.
2. Zusammensetzung:
Wirkstoff: Pflanzlicher Alkohol (Ethanol) 70%, ätherische Öle aus Salbei* und Lavendel*(enthält Linalool*), gewirbeltes Wasser ad 100% [* = aus kontrolliert biologischem Anbau]
3. Wirkungsspektrum:
Gemäß den europäischen Normen EN 1276, EN 1650, EN13697, wirksam gegen Bakterien, Hefen und Pilze
Gemäß Vakziniavirus Gutachten und BVDV Gutachten vom 4.11.2009 wirksam gegen alle behüllten Viren (Auslobung „begrenzt viruzid“). Dies beinhaltet die Wirksamkeit gegen HBV, HCV, HIV, Herpes Simplex sowie alle humanen und animalischen Influenzaviren einschließlich H5N1, H1N1. SONETT OHG, November 2009 (zwei untere Abbildungen: Sonett)

Selbstverständlich ist dieses (oder ähnliche Produkte) auch eine prima Maßnahme für einen Privat-Haushalt mit entsprechenden “Problemen” wie kleinen Hunden. Wichtig wäre, in Haushalten “nur” mit (gesunden) Kindern keinerlei Desinfektionsmittel einzusetzen, denn deren Immunsystem braucht ein “Trainings-Umfeld” und nicht einen sterilen Operationssaal. Mit ätherischen Ölen im Bedarfsfall Keime zu reduzieren ist eine gute Alternative, damit verringert man die Gefahr, Allergien zu züchten. Durch fragwürdige antibiotika-ähnliche Desinfektionsstoffe wie Triclosan (schauen Sie mal auf Ihr Geschirrspülmittel oder andere Reinigungsprodukte!) würde man Resistenzen der Mikroben unnötig fördern.

aromapflege-fortbildungen 2015


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Derzeit blüht unser fast vier Meter hoher Kamelienstrauch neben der Haustür, mehr über subtropische Pflanzen und ihre ätherischen Öle befindet sich am Ende dieser Übersicht.

Es geht nichts über eine gute Fortbildung, wenn man in einer jungen Berufsbranche wie der Aromatherapie und Aromapflege arbeitet. Vor allem, wenn die spannenden Details über die Wirkmechanismen der ätherischen Öle erst ganz langsam von der Wissenschaft ernst genommen werden. Das Jahr 2015 hat wieder viele hervorragende Kongresse  und Fortbildungsmöglichkeiten zu bieten. Die erste Veranstaltung findet in bald in Wien statt!

Aroma- und Phytotherapie-Kongress & 3. Wintertagung der ÖGwA „Aromatherapie, Aromapflege und Phytotherapie am Puls der Zeit“
Veranstalter: ÖGPhyt, ÖGwA
inkl. Workshops für Pharmazie, Medizin und Pflege
Samstag, 21.02.2015: 09:00 bis 18:00
Sonntag, 22.02.2015: 09:00 bis 13:00
Pharmazie-Zentrum, 1090 Wien, Althanstraße 14
Infos hier (klick!)

Am 28. Februar bis 01. März 2015 findet zwar kein Kongress statt, aber ein dermaßen wichtiges Seminar, von einem mega-kompetenten Arzt erläutert, dass ich diese Veranstaltung nur wärmstens empfehlen kann: ‘Krebs und Phytoaromatherapie‘ mit Dr. med. Dr. rer. nat. Erwin Häringer
In dieser Veranstaltung in Konstanz werden in übersichtlicher Weise Methoden der Komplementärmedizin, mit besonderem Schwerpunkt der Phytoaromatherapie, mit Fallbeispielen vorgestellt. Es werden bewährte und auch neue Rezepte und Strategien der Regulationsmedizin erarbeitet.Dabei werden neue Wirkmechanismen. besonders von ätherischen Ölen in Kombination mit orthomolekularen, homöopathischen und biochemischen (Schüßler) und therapeutischen Ansätzen diskutiert. Die Sprachlosigkeit in der Sprechstunde, “wie sage ich es meinem Patienten…) soll durch das Wissen um die Kommunikation auch mit Düften ersetzt werden. Grundlagenkenntnisse der Phytoaromatherapie und der klassischen Neurobiologischen Modelle (“Triune Brain Modelle” und neuere Ansätze) werden vorausgesetzt.
Infos hier (klick!)

Am 2. Mai 2015 findet in Benediktbeuren im schönen bayrischen Voralpenland wieder das Dreiländersymposium Deutschland-Österreich-Schweiz statt.
Das erste länderübergreifende Treffen fand 2012 in Deutschland in einem kleinen Schloss in Glonn bei München statt. Organisiert wurde es vom Münchner Arbeitskreis Naturaromen unter Leitung von Conny Mögel und Manuela Kaser. 2013 war das Symposium in Linz/Österreich und wurde von Claudia Arbeithuber und dem Team des gemeinnützigen Vereins aromaForum Österreich ausgerichtet. Regula Rudolf von Rohr und die Mitglieder der Arbeitsgruppe PsychAroma veranstalteten den Aromatag im Mai 2014 in Basel/Schweiz. 2015 kehrt nun das Aromasymposium nach Bayern zurück. Es sind wichtige und interessante Vortragende angekündigt wie die super-engagierte Pflegende Gisela Blaser, die beiden “Urgesteine” der deutschsprachigen Aromapflege Ruth von Braunschweig und Margret Demleitner, die Gründerin der berühmten Freiburger Heilpflanzenschule Ursel Bühring, dazu Manfred Meyer, der über Spagyrik spricht, Barbara Schmölzer wird über Psycho-Aromatherapie referieren und Cora Worms teilt ihre wertvollen Erfahrungen mit ätherischen Ölen bei Schmerzen.
Infos hier (klick!)

Am 6. und 7. Juni 2015 feiert Farfalla das 30jährige Firmenjubiläum im wunderschön gelegenen modernen Botanischen Garten Zürich. Auch bei dieser Gelegenheit sind spannende Persönlichkeiten aus dem Bereich der ätherischen Öle zu erleben und zu hören. Ich freue mich besonders auf Frau Krist, die das tolle dicke Nachschlagewerk ‘Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle‘ (klick!) geschrieben hat und auf Frau Ebberfeld, die das Themengebiet von menschlichen Ausdünstungen bei Bindung und Partnerschaft untersucht hat (und u.a. das Buch ‘Von der Unmöglichkeit der Liebe‘ verfasste). Die beiden Themenschwerpunkte dieses Symposiums sind ‘Neuentdeckungen aus der Riechforschung’ und Aromatherapie/-Pflege in der Gesundheitsförderung’, beleuchtet von folgenden Fachpersonen:
Barbara Bernath, Maja Dal Cero, Evelyn Deutsch, Dr. Ingelore Ebberfeld, Florianne Koechlin, 
Dr. Sabine Krist, Dr. med. Roland Kunz, Dr. Jürgen Reichling, Eliane Zimmermann und Jean-Claude Richard
Infos hier (klick!)

Am 22. August 2015 findet der 1. Dortmunder Aromatag, veranstaltet von der Heilpraktiker-Schule Phytaro, statt: von 9:30 bis 18 Uhr  referieren hochkarätige Aromatherapie-KennerInnen über ihre Arbeit: Prof. Dr. Jürgen Reichling über MRSA, Ruth von Braunschweig über Aromapflege und das Immunssystem, Ingrid Kleindienst-John über Hydrolate und viele mehr. Infos hier (klick!)

Aroma-Zentrum-Alsfeld feiert sein 25jähriges Jubiläum vom 4. bis 6. September zusammen mit aroma-netz e.V. zum Thema: ‘Was ist drin – Was ist dran und wie wirkt es auf uns?’  Infos hier (klick!)

Auch Primavera bietet am 17. Oktober 2015 wieder eine rundum schöne und inspirierende Möglichkeit zur aromatischen Weiterbildung an: die  8. Primavera Fachakademie findet in Oy-Mittelberg/Allgäu in den großartigen neuen Räumen statt, geplantes Thema: ‘Duft und Psyche – ätherische Öle für das Wohlbefinden’
Infos ab März hier (klick!)

Wer nach dem Sommer nochmals mitten in den Sommer fliegen möchte, kann in Australien vier Tage die ‘Aromatica 2015′-Konferenz in Goldcoast (circa 70 km südlich von Brisbane) besuchen: vom 31. Oktober bis 3. November 2015. Veranstalter ist die Fachzeitschrift Aromatherapy Today (klick!), leider funktioniert derzeit die entsprechende Seite auf dem Internetauftritt noch nicht.

Dr. Kurt Schnaubelt und sein Pacific Institute of Aromatherapy veranstaltet die 8th Aromatherapy Conference vom 6. bis 8. November  2015 in San Francisco. Für Frühbucher ist der Preis für die drei Tage wirklich unschlagbar günstig ($ 395), man kann zudem auch in Kalifornien den Sommer verlängern. Infos hier (klick!).

Der jährliche Tag des ätherischen Öls findet in Linz (Österreich) im November 2015  statt, Infos hier (klick!)

Die Botanica-Konferenz wird wieder nächstes Jahr, im September 2016, stattfinden, dieses Mal dann in Brighton (England) in der Sussex University und nicht in Dublin. Infos derzeit nur auf Facebook hier (klick!), ich werde über diese hervorragende Fortbildungsmöglichkeit berichten.

Wer eine Woche entspannt zwischen Meer und blühender Parklandschaft sein aromatisches Wissen vertiefen möchte, kann viele subtropische Duftpflanzen (und die entsprechenden ätherischen Öle wie Teebaum, Manuka, Ratrani, Skimmie, Boronia, Sicheltanne, Kampfer, Harzeibe, Muschelzypresse etc) in nur 1,5-2 Stunden Flugentfernung bei mir und meinem Team von AiDA erleben.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie “Happy Düfte” ist nun fast ausgebucht, für die anderen Veranstaltungen gibt es noch freie Plätze. Ab 950 € inklusive sieben Übernachtungen, Vollpension und Rührküchen-Materialien, hier ist die endlich aktualisierte  AiDA2015_Broschuere (klick!), eine Übersicht mit Infos und Preisen liegt hier (klick!). Auch die Broschüre zu unseren Gartenwochen mit der so inspirierenden subtropischen Flora im Südwesten Irlands (Teebaum, Manuka, Duftrhododendren, Sicheltanne, Muschelzypresse, Kampfer etc) ist aktualisiert worden, zum kostenlosen Download hier klicken!

Wer weiß von mehr Fortbildungs-Veranstaltungen? Über einen Hinweis wäre ich dankbar!

wie düfte unsere träume beeinflussen können


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Eine sehr schöne 5-seitige Veröffentlichung (plus englische Seiten) über den Einfluss von Riechstoffen auf unser nächtliches Kino wurde vom bekannten Traumforscher Prof. Dr. Michael Schredl und der Uni Heidelberg zum kostenlosen Download veröffentlicht, hier (klick!) geht’s zum Link.

Wie geht es dir/ihnen, hast du (haben Sie) schon einmal bewusst von und mit Düften geträumt?

zitrusduft hemmt leberkrebs und inhaltsstoffe von pflanzendüften wirken antitumoral


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFolgende Pressemeldung wurde vor einer Woche von der Ruhr-Universität Bochum veröffentlicht (viele von euch haben sie schon auf meiner Facebook-Seite gesehen):

Zitrusduft hemmt Leberkrebs
Bochumer Forscher entschlüsseln Signalweg – Duftrezeptor in Leberkrebszellen nachgewiesen
Terpene als Hauptbestandteil ätherischer Öle können das Wachstum verschiedener Krebszellen hemmen. Wie genau sie das tun, haben Bochumer Forscher um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt jetzt an Leberkrebszellen genau untersucht. Sie konnten die molekularen Mechanismen aufklären, die bei Anwendung von (-)-Citronellal zu einem Wachstumsstopp der Krebszellen führten und wiesen nach, dass der Duftrezeptor OR1A2 die entscheidende Schaltstelle dafür ist. Der Duftrezeptor könnte künftig als Ziel für Diagnostik und Therapie des Leberkrebses dienen. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher im Journal Archives of Biochemistry and Biophysics.

Ätherische Öle kommen in vielen Pflanzen vor und schützen sie durch ihre antibakteriellen, antiviralen und pilztötenden Eigenschaften. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Terpene, die Hauptbestandteile der Öle, auch verschiedene Krebszellen am Wachsen hindern können, darunter Leberkrebs. Was genau dabei passiert, war aber bislang unklar.

Terpene können Signalprozesse in Zellen anstoßen, indem sie Duft- Rezeptoren aktivieren. Diese kommen zwar vor allem in Riechzellen der Nase vor, aber nachweislich auch in allen anderen humanen Geweben, wie zum Beispiel Haut, Prostata oder Spermien. Bei der Krebsentstehung und seinem Wachstum spielen Terpene ebenfalls eine wichtige Rolle, wobei ungeklärt ist, welche Funktion sie genau ausüben.

Um dem auf die Spur zu kommen, nutzten die Bochumer Forscher ein Zellmodell für das hepatozelluläre Karzinom, einen häufigen Lebertumor. Sie setzten die Zellen verschieden hohen Konzentrationen mehrerer Terpene aus und beobachteten ihre Reaktion. Es zeigte sich, dass zwei der insgesamt elf getesteten Terpene zu einem deutlichen Anstieg der Kalziumkonzentration in den Zellen führten: (-)-Citronellal und Citronellol. In ihren weiteren Untersuchungen konzentrierten sich die Forscher daher auf (-)-Citronellal und gingen auf die Suche nach dem Rezeptor, auf den das Terpen passen muss wie ein Schlüssel in ein Schloss. Sie konnten zeigen, dass der entscheidende Geruchsrezeptor namens OR1A2inden Leberzellen vorkommt und für die Zellreaktion verantwortlich ist. Nahm man Zellen die Möglichkeit, diesen Rezeptor herzustellen, reagierten sie nämlich nicht auf das Terpen. Es gelang den Forschern außerdem, den Signalweg nachzuvollziehen, auf dem das Terpen dazu führt, dass sich die Kalziumkonzentration im Zellinnern erhöht und damit das Zellwachstum reduziert. „Diese Ergebnisse stellen ein weiteres Beispiel für die Bedeutung der Duftrezeptoren außerhalb der Nase dar und geben Hoffnung, für die Krebstherapie neue Medikamente mit geringeren Nebenwirkungen entwickeln zu können.“
Hintergrund
Das Hepatozelluläre Karzinom ist der häufigste bösartige Primärtumor der Leber. Es ist weltweit die dritthäufigste tumorbedingte Todesursache. In Deutschland erkranken aktuellen Schätzungen zufolge jährlich ca. 8900 Menschen (6200 Männer, 2700 Frauen) neu an dieser Krebsart.

Die Studie dazu: Maßberg D, Simon A, Häussinger D, Keitel V, Gisselmann G, Conrad H, Hatt H. Monoterpene (-)-citronellal affects hepatocarcinoma cell signaling via an olfactory receptor. Arch Biochem Biophys. 2015 Jan 15;566:100-9 Jetzt bitte nicht bei mir anfragen, wie man Leberkrebs mit Zitronenöl heilen kann, das weiß noch NIEMAND! Diese und ähnliche Studien sind Modelle, die Erkenntnisse daraus entstammen In-vitro-Studien, die mit Gewebe in Petrischalen gemacht werden. Jedoch kann uns niemand daran hindern, prophylaktisch Bio-Zitronenöl anzuwenden, denn jeder Mensch hat jeden Tag die eine oder andere entartete Zelle in seinem Körper sitzen. Es ist Aufgabe des gesunden Immunssystems, diese aufzuspüren und unschädlich zu machen. Es wird unterstützt durch einen möglichst gift-armen Input im Alltag (Nahrung, Kosmetik, Atemluft in Wohnbereich, wenig Telefon- und Computerstrahlung etc) genau so wie mit Hilfe von ätherischen Ölen, die stark antioxidative und regenerierende Eigenschaften haben, dazu gehören auf alle Fälle Zitrusöle ohne Agrargifte.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWer mehr über ätherische Öle und ihre antitumorale Wirkung nachlesen möchte, kann in der Kategorienspalte (rechts unten hier auf der Blog-Seite) unter dem Stichwort ‘Krebs’ klicken. Es ist erstaunlich, wie viel Forschung es zu diesem Thema bereits gibt (und kaum jemand weiß davon!). Ich meine, es würde niemandem schaden, sich in gesunden Zeiten mit diesem Thema, das uns alle treffen könnte, auseinander zu setzen, denn es gibt so viel mehr Möglichkeiten, viele Krebsarten in den Griff zu bekommen, als nur die Behandlung mit Zytostatika (Chemotherapie). De facto sollten laut neueren Erkenntnissen viele Tumore wie bei Brust- und Lungenkrebs gar nicht mit diesen giftigen Substanzen bombardiert werden, denn damit werden nur die “oberflächlichen” entarteten Zellen eliminiert, jedoch stattdessen bestimmte Tumor-Stammzellen “gereizt”, dann umso mehr zuzuschlagen. Man kann auf der Seite der Gesellschaft zur biologischen Krebsabwehr bedrückende Fakten zum Thema hier (klick!) nachlesen. Die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu sind erschreckend: Zytostatika (Chemotherapie) bewirken, dass gesunde Zellen ein Protein namens WNT16B freisetzen, es fördert das Überleben und Wachstum von Krebszellen. Zytostatika, das sind unglaublich heftige Gifte, die nur mit bestimmten dicken Handschuhen verarbeitet werden dürfen und nur in “Castor-Transportern” transportiert werden dürfen, schädigen obendrein die Erbsubstanz (DNS) gesunder Zellen. Diese Vergiftung findet auch noch lange nach Beendigung einer Chemotherapie statt (wenn nicht sehr aktiv an einer ganzheitlichen Regeneration des geschundenen Organismus gearbeitet wird). Jeder weiß doch eigentlich, dass extreme Gifte im menschlichen Körper Krebs auslösen können. Doch wenn es um Milliardengeschäfte geht, dann gilt dieses Wissen, das fast jedem Menschen innewohnt, wohl nicht mehr. Wenn zusätzlich noch bedacht wird, dass mit dieser Form der “Therapie” ein Immunssystem, welches versagte (also die Tumorentstehung zuließ), nun statt gestärkt vollends zerstört wird, ist es kein Wunder, dass die Erfolgsrate der Heilung eher rückgängig ist. Die massive Zerstörung von kerngesunden Zellen wird in Kauf genommen und die Entstehung von anderen Krebsarten auch.

“Diese kombinierte Aktion der Zerstörung gesunder Zellen und der Förderung von Krebszellen macht eine Chemotherapie eher zu einem krebsverursachenden Verfahren als einer Krebstherapie. Freigesetztes WNT16B interagiert mit benachbarten Tumorzellen und regt sie zu Wachstum und Ausbreitung an, vor allem aber macht es sie unempfindlich für eine weitere Therapie.”

laura_bond_coverwird auf der Seite der Gesellschaft zur biologischen Krebsabwehr zusammen gefasst. Die Studie zu WNT16B  gibt es auf englisch hier. Ich habe kürzlich ein wertvolles Buch zum Thema verschlungen: Mum’s not having Chemo (klick), von Laura Bond. Sie ist Journalistin, die sich nach der Krebsdiagnose ihrer bis dato immer sehr gesund lebenden Mutter mit Alternativen zum Giftcocktail beschäftigt hat, Dutzende von Büchern über komplementäre Krebstherapien wälzte und viele Ärzte/Therapeuten interviewt hat. Meiner Meinung nach dies eine sympathische, leicht zu lesende und doch sehr tiefgründige Pflichtlektüre für alle Gesunden. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch ins Deutsche übersetzt werden wird. Ein klein wenig in diese Richtung geht dieser nachdenkenswerte Text von Susi Sauerland (klick!), einer betroffenen pharmazeutisch-technischen Assistentin. Auch wenn die Überschrift etwas reißerisch geraten sein mag. Es stecken unglaublich wertvolle Denkansätze und Links zum Selber-Beurteilen in diesem langen Artikel. Es ist für mich nicht überraschend, dass dieser Appell an den gesunden Menschenverstand nicht in einer Mainstream-Zeitung, die von gut zahlenden Anzeigenkunden lebt, zu lesen ist. Es liegt an jedem von uns, sich selbst zu informieren – wenn Ruhe und Zeit ist und niemand von außen Angst sowie Druck von außen macht.

qualität und schulung sind ein muss bei kinder-aromapflege


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieGelegentliche Zwischenfälle mit ätherischen Ölen betreffen meistens nur Menschen, die an starken Allergien leiden, die stark in den Organismus eingreifende Medikamente einnehmen (oder per Pflaster aufkleben) oder Menschen, die zu Krampfanfällen neigen. Generell gesunde Kinder und Kleinkinder vertragen ätherische Öle von höchster Qualität und angewendet von Menschen, die gut in dieser Materie geschult sind, meistens sehr gut (eine gute Schulung sollte mindestens 100 Stunden umfassen). Derzeit geht aufgrund eines Blog-Eintrages Unsicherheit und Unmut durch einige Facebook-Seiten, das hat mich nochmals veranlasst, das dicke Buch von Robert Tisserand und Rodney Young Essential Oil Safety (2. Auflage 2014) zu konsultieren. Dort finde ich eine Tabelle im Kapitel “Toxizität auf Menschen” ( im Abschnitt “Vergiftungen”, Seite 26), welche uns zeigt, wie unwahrscheinlich es ist, ein Kind mit ätherischen Ölen zu vergiften oder gar zu töten. Die Zahlen stammen von der zentralen Vergiftungs-Datenbank der USA aus den Jahren zwischen 1997 und 2006 und beziehen sich auf Vorfälle mit ätherischen Ölen bei Kindern und Erwachsenen über 19 Jahren. Ich zitiere mal die Ergebnisse aus drei Jahren.

  • 1997 wurden 3990 Fälle von unerwünschten Wirkungen (“incidents”) gemeldet, in 2720 von diesen Fällen handelte es sich um Kinder unter 6 Jahren, in 508 Fällen waren es Kinder und Teenager von 6 bis 19 Jahren, 651 Fälle betrafen Menschen über 19 Jahre. Bei all diesen Menschen wurden 1021 Fälle als “ohne Folge” eingestuft, 67 Fälle zeigten “moderate Folgen”, die Zahl der Todesfälle betrug 0.
  • 2002 wurden 7242 Fälle von unerwünschten Wirkungen gemeldet, in 5416 von diesen Fällen handelte es sich um Kinder unter 6 Jahren, in 544 Fällen waren es Kinder und Teenager von 6 bis 19 Jahren, 1432 Fälle betrafen Menschen über 19 Jahre. Bei all diesen Menschen wurden 1731 Fälle als “ohne Folge” eingestuft, 106 Fälle zeigten “moderate Folgen”, die Zahl der Todesfälle betrug 1.
  • 2006 wurden 7030 Fälle von unerwünschten Wirkungen gemeldet, in 5477 von diesen Fällen handelte es sich um Kinder unter 6 Jahren, in 417 Fällen waren es Kinder und Teenager von 6 bis 19 Jahren, 971 Fälle betrafen Menschen über 19 Jahre. Bei all diesen Menschen wurden 1691 Fälle als “ohne Folge” eingestuft, 99 Fälle zeigten “moderate Folgen”, die Zahl der Todesfälle betrug 0.

In diesen 10 ausgewerteten Jahren gab es drei Todesfälle bei 58760 Zwischenfällen mit ätherischen Ölen, davob waren 42981 Kinder unter sechs Jahren betroffen. Welcher Altersklasse die Todesfälle zuzuordnen sind, ist dieser Tabelle nicht zu entnehmen. In einer weiteren Tabelle finden wir ätherische Öle aufgelistet, die zwischen 2001 und 2006 für unerwünschte Reaktionen sorgten:

  • Zimt, Nelke und Teebaum waren die negativen Spitzenreiter im Jahr 2001 (22x, 10x,11x), Eukalyptus und Flohminze sorgten 8 und 1 Mal für Probleme, 65 unbekannte ätherische Öle führten zur Aufnahme in diese Tabelle, die aus diversen Quellen zusammen gestellt wurde.
  • Im Jahr 2006 waren es wieder diese ersten drei Öle, die für Unannehmlichkeiten sorgten (18x, 13x, 30x), Eukalyptus 3x, Flohminze fiel nicht auf, 30 unbekannte Öle zeigten auch unerwünschte Nebenwirkungen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWenn wir nun davon ausgehen, dass in den USA möglicherweise noch wesentlich mehr Produkte, die mit ätherischen Ölen angereichert sind, als in Mitteleuropa existieren, dazu wesentlich mehr Firmen, die Öle dubioser Herkunft anbieten als in unserem Bereich, vermute ich, dass die Zahlen von fatalen Ätherische-Öle-Anwendungen bei uns keinesfalls höher sein dürften. In den USA sind zudem die zwei (oder mehr) Firmen, die für viele Anwendungen unverdünnte Öle empfehlen, wesentlich etablierter als in Deutschland, Österreich oder Schweiz. Deren Mitarbeiter empfehlen auch die regelmäßige innere Einnahme von einigen Tropfen ätherischer Öle beispielsweise zur “Stärkung des Immunssystems” von Kindern. Dabei kann es schnell mal zu Verwechslungen der Flaschen kommen und versehentlichen Überdosierungen kommen (die Kinderschar sorgt für Unruhe, das Telefon klingelt, der Hund kippt den Kochtopf um). Gut geschulte Eltern und solche die sich genau an die zwei Aroma-Kochbücher von erfahrenen Autorinnen halten, werden ihren Kindern nicht schaden (Duftküche [klick!] von Maria Kettenring und Aromaküche [klick!] von Sabine Hönig und Ursula Kutschera).

In meiner offiziellen Ausbildungszeit zur (britischen) Aromatherapeutin, irgendwann Ende der achtziger Jahre, machte ein Fall von (fast perverser) Falschanwendung in Frankreich die Runde: Eine Mutter hatte ihrem erkältetem (vielleicht hustendem) Kleinkind 5 ml Ysopöl eingeflößt. Das Kind starb. Ich gehe davon aus, das wirklich niemand, der/die noch über seinen/ihren Menschenverstand verfügt, so einen Fehler macht. Vielleicht hat es sich um eine Verwechslung mit einem Medikament in einem braunen Fläschchen gehandelt.

Einige Jahre später berichtete mir eine Kursteilnehmerin, die mit einer Hebamme zusammen arbeitete, vorn einer recht frisch “gebackenen” Mutter, die sich auf Empfehlung ihrer Apothekerin ein Fläschchen Nelkenöl kaufte, mit dem sie ihr Kleinkind einreiben sollte (unverdünnt!), damit es nicht so von Stechmücken geplagt wird. Das war der jungen Mama nicht geheuer und sie befragte meine Kursteilnehmerin. Diese war erstaunt, dass die Haut des Kleinkindes nicht nennenswert gelitten hatte (es war Nelkenöl einer guten und renommierten Öle-Firma). In dieser Zeit berichtete mir auch jemand, dass Babymassagen gegen Koliken mit unverdünntem Kümmelöl durchgeführt worden waren, ohne jede negative Folge. Viele Jahre später erzählte mir jemand, dass sie einige Tropfen unverdünntem Zimtöles (ich erinnere mich nicht ob es Rinden- oder Blattöl war) auf das Schienbein von Kindern gab, wenn diese über Wachstumsschmerzen klagten, angeblich ohne besonders hautrötende Folgen.

Was ich mit solchen Beispielen sagen möchte: Ätherische Öle in zuverlässiger und hoher Qualität sind sehr fehlertolerant. Doch wäre die Mückenabwehr mit einem dubiosen Nelkenöl erfolgt, das wie so oft einfach nur reines (synthetisches) Eugenol enthält (man kann als Laie den Duft nur schwer voneinander unterscheiden), wäre die Fehlanwendung sicherlich nicht so glimpflich ausgegangen.

Tisserand und Young raten von der oralen Anwendung von ätherischen Ölen bei Kindern unter 20 Kilo ab. Vielleicht ist die Gewichtsangabe sinnvoller, als sich zu streiten, ab welchem Alter man einem Kind oral zugeführte ätherische Öle zumuten kann. Andererseits denke man dann an die in Deutschland so hervorragend wirksamen Soledum-Kapseln (bei Bronchitis, Sinusitis, sogar Asthma), welche reines Eukalyptol enthalten, diese sind für Kinder ab 2 Jahren (circa 13 Kilo) zugelassen (hier ist die Packungsbeilage).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieTisserand und Young erinnern daran, dass das sich noch entwickelnde Gehirn von Babys und Kleinkindern von der Natur so ausgelegt ist, dass es besonders empfänglich für Reize ist. Das betrifft insbesondere Reize durch neurotonische Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen. Was beim gesunden Großkind oder Erwachsenen noch neurotonisch=konzentrationsfördernd wirkt, kann beim Winzling neurotoxisch wirken, also die hoch reaktiven Nervenzellen zum Kurzschluss zwingen, also zum Krampf. Die Autoren zitiere eine Studie von 2004, in der gezeigt wurde, dass kleine Jungs leichter zu solchen Krampfanfällen neigen als kleine Mädchen, das hängt mit der unterschiedlich verlaufenden Gehirnentwicklung zusammen [Velísková J, Claudio OI, Galanopoulou AS, Lado FA, Ravizza T, Velísek L, Moshé SL. Seizures in the developing brain. Epilepsia. 2004;45 Suppl 8:6-12]. Ätherische Öle, die darum bei Kleinkindern gemieden werden müssen (auch bei dermaler Anwendung, also auf der Haut), enthalten neurotonisch wirksamen

  • Campher (=Borneon [korrekt: Bornan-2-on] in unterschiedlichen Isomeren): Kampferöl, “spanischer” Rosmarin
  • Methylsalicylat: Wintergrün, Birke
  • Pinocamphon in unterschiedlichen Isomeren: Ysop
  • beta-Pulegon: Flohminze, bllige “Minzeöle”
  • Thujon unterschiedlichen Isomeren: Thuja, minderwertige Salbeiöle

Im Bereich der Nase und des Brustkorbes müssen bei Babys und Kleinkindern äußerlich angewendete Öle vermieden werden, welche beim Einatmen kühlend wirken und “Schnappatmung” verursachen könnten (die bei uns Erwachsenen eher besseres Durchatmen fördern):

  • Öle mit 1,8-Cineol (Eukalyptol, siehe oben, die innere Einnahme verursacht nicht diesen Schließreflex beim Einatmen): Eukalyptus insbesondere in minderwertiger Qualität, Ravintsara, Niaouli, Cardamom, Cajeput. Auf den Füßen, dem Rücken oder hinter den Ohren aufgetragen, dazu in 1%iger Verdünnung verursachen sie bei grundsätzlich gesunden Kleinkindern keine Probleme!
  • Öle mit Menthol: Pfefferminze, Ackerminze [“japanisch”, “chinesisch”]
  • Öle mit Campher: Kampferöl, “spanischer” Rosmarin

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWenn der Kinderarzt/die Kinderärztin vehement gegen die Anwendung von ätherischen Ölen im Kleinkind-Alter ist, bitte seine Sorge verstehen (und dann ggfs. selbst entscheiden): Ätherische Öle sind Vielstoffgemische. Fast jedes ätherische Öl enthält zumindest Spuren von schleimlösenden Inhaltsstoffen, beispielsweise enthält das kinderfreundliche Mandarinenöl 1 Prozent Thymol. Wenn das noch nicht sehr bewegliche Kleinkind diese Naturduftstoffe einatmet, kann die schleimlösenden Wirkung stattfinden. Ein Winzling, der/die noch nicht das Abhusten gelernt hat, der/die noch nicht krabbelt und sich hochzieht, besitzt einfach nicht die kräftige Muskulatur, um losgelösten Schleim zuverlässig abzuhusten. Er/sie könnte im schlimmsten (jedoch unwahrscheinlichen) Fall ersticken. Deswegen haben der Kinderarzt und die Kinderärztin Bedenken. Sobald das Kind mobil ist, sich hoch zieht, purzelt und rollt, entwickelt sich diese Fähigkeit. Dieser Zeitpunkt kann jedoch sehr unterschiedlich sein, darum macht es auch auf diesem Gebiet nicht viel Sinn, sich auf ein Alter fest zu legen.

Man selbst kennt sein Kind jedoch, beobachtet es genau, wie es auf Duftlampe und Einreibungen reagiert, man hat sicherlich ein gutes Gefühl und Instinkte, die einen selbst bewahren, es mit ätherischen Öle zu überstimulieren. Doch bei Ratschlägen und Empfehlungen für fremde Kinder bin auch ich immer sehr vorsichtig. Ich kenne weder die Zuverlässigkeit der Eltern, noch deren Einkaufsquelle für Naturdüfte (oder gar Synthetikdüfte aus dem Drogeriemarkt), noch die Reaktionsschwelle der Kleinen. Und genau darum müssen Buchautoren immer etwas (zu) vorsichtig mit Rezepturen umgehen. Wenn wir dann noch bedenken, dass alle bisherigen Prozentangaben auf falschen Tropfenzählungen beruhen, können wir uns fast beruhigt zurücklehnen, denn 20 Tropfen entsprechen bei keinem Öl mit modernem Tropfer einem Milliliter, so dass unsere vermeintlich einprozentigen Verdünnungen IMMER geringer ausfallen.

  • 44 Tropfen Weihrauch arabisch (Boswellia carteri) ergeben 1 Milliliter
  • 44 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium) ergeben 1 Milliliter
  • 39 Tropfen Thymian Ct. Linalool (Thymus vulgaris Ct. Linalool) ergeben 1 Milliliter
  • 33 Tropfen Lavendel (Lavandula angustifolia) ergeben 1 Milliliter
  • 30 Tropfen Lemongras ost-indisch (Cymbopogon flexuosus) ergeben 1 Milliliter
  • 23 Tropfen Bergamottminze (Mentha x piperita var. citrata) ergeben 1 Milliliter

Mehr dazu im Fachbuch von Herausgeber Dr. Wolfgang Steflitsch Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis (Stadelmann Verlag 2013), aus dem ich diese Beispiele habe. Hier habe ich das Buch ausführlich beschrieben. Also, langer Rede kurzer Sinn, ich wiederhole, was im letzten Blog-Artikel stand: Man kann auch bei dieser empfindlichen Gruppe unerwünschte Nebenwirkungen fast ausschließen, wenn die Qualität der Öle stimmt und Hintergrundwissen vorhanden ist.

PS Der angekündigte Mittags-Monster-Sturm läuft sich noch warm, er hält sich bei uns bislang in Grenzen, Strom und Internet sind noch vorhanden und so kommen meine LeserInnen zu diesem ausführlichen Artikel ;-) .

telefonnummer bei stromausfall nach sturm


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWir wappnen uns: Sturmwarnung für den Westen Irlands: Schwerer Sturm mit Schnee, Regen und Wind-Spitzengeschwindigkeiten von 130 km/h. Schon gestern gab es erste Stromausfälle. Ohne Strom funktionieren auch das AiDA-Telefon nicht. Falls die Telefone ausfallen, haben wir diese Notfallnummer eingerichtet, unter der unser Büro erreichbar sein wird: (+353) (0)21 2340284. Letztes Jahr waren wir nach dem Monstersturm vom 12. Februar tagelang ohne Strom und drei Wochen lang ohne Telefon und Internetanschluss, dieses Jahr sorgen wir vor. Möchte also jemand Infos zu den Aromatherapie- und Gartenwochen (es sind jeweils noch Plätze frei), bitte bei Nicht-Antwort auf Mails und unsere normale Telefonnummer oben stehende Nummer anrufen (sie wird jedoch im normalen Berufsalltag nicht bedient, also nur im Notfall benutzen).