drei ätherische öle für die einsame insel


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyImmer wieder werde ich nach Hausapotheken und Notfallausstattungen gefragt. Und immer wieder fallen die Antworten leicht unterschiedlich aus, denn Aromatherapie versteht sich als eine ganzheitliche und regulative naturheilkundliche Behandlungsform, die auf den jeweiligen Menschen zugeschnitten sein sollte. Insbesondere auf seine momentane Befindlichkeit. Wir versuchen etwas FÜR den Menschen zu tun und weniger etwas GEGEN die Beschwerde oder Krankheit.

Unser Großer fährt nach einem Wochenende zu Hause heute auf die einsame Insel wieder zur Uni. Er wurde letzte Woche – nach Ewigkeiten mit strotzender Gesundheit – von einem heftigen Erkältungsbazillus überfallen. Da er als Kleinkind zu schlimmsten Ohrenentzündungen mit Bergen von Antibiotika in Folge neigte, habe ich mich geärgert, dass ich ihm zum Semesterbeginn keine Notfallsammlung an Ölen mit gegeben hatte. Kein Wunder, das kostbare Lavendelöl des vergangenen Semesters diente mehr der Beduftung eines versauten Teppichbodens als der Gesundheit. Nun habe ich mich aber hingesetzt, und ihm ein Carepakettütchen zusammengestellt.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyUm im zarten Alter von knapp 5 Jahren von einer fast Antibiotika-Sucht entwöhnt zu werden, half ihm das innerlich einzunehmende Wundermittel homöopathische Produkt Otovowen, das uns eine gar nicht so “alternativ” orientierte Kinderärztin empfahl und das sich als absoluter Volltreffer erwies. Wäre ich Bundeskanzlerin, würde ich es allen Eltern kostenlos zur Verfügung stellen (oder zumindest von der Steuer absetzbar machen), damit ihre Kleinen nicht wegen jedem Ohrenweh Mittelohrentzündungen entwickeln und dann zu Antibiotika verdonnert werden. Trotz zahlreicher Ohrenschmerzanfälle hat Sohnemann seit dem 5. Lebensjahr nie wieder Antibiotika benötigt. Toi toi toi, immerhin hat er mehr konsumieren müssen, als andere im Laufe eines ganzen Lebens. Man muss jedoch sehr schnell zur Stelle sein und bei den ersten Anzeichen die Tropfen verabreichen. Kleine Kinder kann man ab Ende des zweiten Lebensjahren aufklären und sie bitten, sobald die Ohren summen, pfeifen, kneifen, pochen oder brennen gleich Bescheid zu sagen. Sollten diese Tropfen, die übrigens nicht bitter sind, vielmehr keinen Geschmack haben, nicht nach drei oder vier Einnahmen anschlagen, halfen dem Studiosus früher immer Apis Levisticum-Kügelchen von Wala (insbesondere, wenn er bei Schnupfen schlecht hörte, was er sich nun im Musikstudium gar nicht mehr leisten könnte).

Bevor es richtig schlimm wird, haben wir bei einer dieser Vogel-Schweine-Tauben-Löwen-Grippe-Epidemien mehrere Packungen bestellt und nun immer unsere Wunder-Abwehr im Familiengepäck: die rotbraunen Cistus-Tabletten von Dr. Pandalis (aus einer Verwandten der Cistrose: Cistus incanus**). Eine bessere Anti-Grippe-”Impfung” gibt es in unserer Familie nicht, auch die fast 80-jährigen Senioren schwören nach einer fast tödlich verlaufenen echten Grippe auf die eigenartig schmeckenden und die Zunge bräunlich färbenden Infektblocker. Ich nehme bereits meistens eine davon, wenn mich jemand in Bahn und Bus anhustet oder anniest. Und nun zu den vier ätherischen Ölen im silbernen Stofftütchen:

  • 10%-ige Mentha piperita-Lösung (kbA, also in Bio-Qualität), 20 Tr. in 10 ml Wodka im Glas-Roll-on gegen Kopfschmerzen, auch ideal bei Übelkeit nach Kantinenessen beim Busfahren und Konzentrationsschwäche beim Studieren (immer gut durchschütteln vor der Anwendung, im Foto sieht man, dass das ätherische Öl oben schwimmt); diese hochpraktischen und vielseitigen Roll-ons kann man beispielsweise online bestellen bei Feeling, bei Evelyn Deutsch und bei Drogerie Dreiangel in der Schweiz) und mehrfach nach Reinigung mit Alkohol wieder verwenden.
  • Lavendel pur, eine prima Sorte mit AOC -Siegel**, dieses kann er auf seinem Kopfkissen zum besseren Abschalten und Einschlafen verwenden oder um das kleine Studi-Zimmer zu beduften, er kann es zudem bei Insektenstichen, Verbrennungen und kleinen Verletzungen zur Desinfektion einsetzen.
  • Cajeput und Ravintsara, 1:1 gemischt, kann er sich bei der nächsten Virenattacke tröpfchenweise pur auf die Lymphknoten am seitlichen Hals schmieren, er könnte die Mischung mit etwas Salz vermischen und zum Gurgeln einsetzen, er könnte bei Ohrenschmerzen etwas davon rund um die Ohren schmieren und er könnte damit inhalieren.
  • Immortelle und Cistrose in Jojobaöl ist bei stark blutenden Wunden und stumpfen Prellungen gleichermaßen einsetzbar, am besten mit etwas Lavendelöl gemischt.

Mehr sollte es auch nicht sein, so ein Studentenköpfchen hat andere Dinge im Fokus als Gesundheitsprodukte! Das Foto ganz oben zeigt übrigens mein Handgepäck-Etui, das morgen mit zu meiner dreiwöchigen Schweiz-Seminaretournee auf Reisen gehen wird. Auch ich werde Lavendel pur dabei haben, Pfefferminze pur befindet sich im zweiten Röhrchen (für und gegen alles, vor allem gegen Übelkeit auf der Busfahrt nach Dublin und gegen Stirnhöhlenprobleme auf dem Flug nach Zürich). Eine Psychomischung ist im dritten Röhrchen: je knapp 1/3 Blutorange, Bergamotte und Grapefruit, dazu 3 Tropfen des wundervoll vanillig-karamellig duftenden psychokrampf-lösenden Tonkaextrakts (in Alkohol) und 2 Tropfen Narde (zum Erden und Abschalten).

* Ich habe beim Schreiben dieses Artikels mit Schrecken fest gestellt, dass erstens unsere letzte Packung mit Cistus-Tabletten zur Neigung geht und dass zweitens der Verkauf in Deutschland mit einem perfiden juristischen Trick unterbunden worden ist (in Österreich und in die Schweiz sind sie wohl noch erhältlich). Sie sind vom  frei verkäuflichen “Medizinprodukt” zum “Arzneimittel” umdeklariert worden, klar, sie sind ja hoch wirksam. Sie müssen nun jedoch als Arzneimittel kaum finanzierbare Studien zwecks Wirkung und Nebenwirkungsfreiheit durchlaufen. Hier kann man über diese üble Zwickmühle lesen (wo kämen wir denn hin, wenn jeder von diesen Tabletten wüsste und nicht mehr zur Grippeimpfung ginge…).

** A.O.C ist die Abkürzung von “L’ appellation d’origine controlée”, sie ist ein Gütesiegel, das vom “Institut National des Appelations d’Origine” kreiert wurde und ausschließlich an Öle aus einem bestimmten Gebiet Frankreichs (Haute-Provence, Hautes Alpes, Drôme und Vaucluse) vergeben wird. Diese Lavendelpflanzen müssen in einer Höhe von mindestens 800 Meter wachsen und geerntet worden sein und die jeweiligen ätherischen Öle müssen diverse Tests bestehen, um der geforderten Qualität zu entsprechen.

PS Ich meine, dass die “Infektblocker” von Dr. Pandalis zwar auf deren Seite beschrieben werden, jedoch nicht mehr bestellbar sind. Ich werde mich nächste Woche in einer deutschen Apotheke erkundigen, denn ich habe mich auch über die freie Verfügbarkeit des ähnlichen Produktes des Mitbewerbers gewundert. Aber oft macht die Deklaration auf der Packung/dem Beipackzettel den juristischen Unterschied, ein und das dasselbe Produkt kann je nach Namensgebung von unterschiedlichen Paragraphen erfasst (und reguliert) werden.

PPS. Wir sind ein internationales Team, Thomas in Hessen, die liebe Bastelfee in Spanien und ich derzeit in Bern: die offizielle Stellungnahme der Herstellerfirma Dr. Pandalis lautet: Leider ist der Cystus  052 Infektblocker® zur Zeit nicht lieferbar .  Alternativ können wir Ihnen Cystus 052® Bio Halspastillen mit identischer Rezeptur liefern.

Auf gut deutsch: die “Wunderpastillen” sind noch in D erhältlich, mussten jedoch eine Namensänderung durchmachen.

unterschätztes ätherisches öl: koriandersamen


Eliane Zimmermann Eliane ZimmermannSowohl in großen Teilen der asiatischen als auch der mexikanischen Küche ist das Kraut des Koriander eine wichtige geschmackliche und dekorative Ergänzung zahlreicher Speisen. Es heißt auch Arabische Petersilie oder Cilantro (nicht wirklich korrekt jedoch weltweit gebräuchlich) und wie bei dem gebräuchlicheren Gewürzkraut können auch die Wurzeln und Samen eingesetzt werden. Der eher abschätzige Name “Wanzenkraut” bezieht sich auf den oft als eigenartig bis ekelerregend-abstoßend empfundenen Duft der Blätter, koris im wissenschaftlichen Namen heißt sogar ‘Wanze’. Die Tierchen riechen anscheinend wie das Kraut und umgekehrt (unter den heute herrschenden Bedingungen hat kaum noch jemand Kontakt mit (Bett-)Wanzen….). Möglicherweise besitzen wir Menschen einen (genetisch verankerten) Abwehrmechanismus auf diesen Insektengeruch, so dass uns die ähnlich gestalteten Duftmoleküle im Korianderkraut in eine Art Alarmzustand versetzen.

In der Aromatherapie haben wir zwei sehr unterschiedliche Düfte zur Verfügung: Einerseits das sehr stechend riechende Öl aus den Blättern dieses Krautes aus der Familie der Apiaceae (Doldenblütengewächse), es enthält vorwiegend aromatische (‘phenolische’) Aldehyde und kann somit hautreizend wirken. Andererseits das ätherische Öl aus den kleinen kugeligen Samen (korrekt: Früchte), es erinnert im Duft eher an Lavendel, da es sogar mehr als jenes reichlich Linalool (75%) enthält. Es wird noch viel zu wenig in der Aromapflege eingesetzt, ja es wird richtig gehend unterschätzt. Dabei ist es relativ preiswert, die Gewinnung zerstört keine wertvollen pflanzlichen Ressourcen, denn das wärmeliebende Heil- und Küchenkraut wächst reichlich und dankbar und es gibt sogar etliche wissenschaftliche Studien zu Wirkungen jenseits der hauptsächlich bekannten carminativen Wirkungen (blähungswidrig).

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyEine vor einem Jahr veröffentliche In vitro-Studie aus Portugal konnte zeigen, dass das ätherische Öl aus Coriandrum sativum gegen etliche gram-negative und gram-positive Bakterien einsetzbar ist. Insbesondere dem gefürchteten MRSA kann das Öl zusetzen, aber auch Bakterien, die durch Lebensmittel zu Vergiftungen führen können. Es wirkte lediglich nicht gegen Bacillus cereus und Enterococcus faecalis. Interessant für die ganzheitlich denkenden und pflegenden Menschen ist die Erkenntnis, dass das komplette Öl besser wirkte als der Haupt-Inhaltsstoff Linalool (der im Labor meistens in synthetischer Form vorliegt).

Die per Durchflusszytometrie mit Propidiumiodid vorgenommene Untersuchung der betroffenen bakteriellen Zellmembranen zeigte, dass diese unter Einfluss des ätherischen Öles ihre Zellatmung einstellten. Die elektrische Spannung der Membran (das so genannte Potenzial) war genauso gestört wie die Transporterfunktionen. Domingues F & al: Coriander (Coriandrum sativum L.) essential oil: its antibacterial activity and mode of action evaluated by flow cytometry. The Journal of Medical Microbiology

In einer im März 2011 veröffentlichten brasilianischen In vitro-Studie konnte gezeigt werden, dass Korianderöl eine deutliche Wirkung gegen Candida albicans-Befall in der Mundhöhle aufweist. Es zeigte die beste Wirkung im Vergleich zu den ätherischen Ölen von Allium tuberosum (Knoblauch), Cymbopogon martini (Palmarosa), Cymbopogon winterianus (Java-Citronella) und Santolina chamaecyparissus (Heiligenkraut). Furletti VF & al. Action of Coriandrum sativum L. Essential Oil upon Oral Candida albicans Biofilm Formation. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. Vol 2011

Die Zeitschrift für Phytotherapie widmete den Schwerpunkt ihrer ersten Ausgabe 2012 dieser vernachlässigten Heilpflanze, darin wird unter anderem berichtet über die Wirkungen von Koriandersamen gegen

  • MRSA (methycillinresistenter Staphylococcus aureus)
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Bacillus subtilis
  • Salmonella typhosa
  • Campylobacter jejuni
  • Mycobacterium avium
  • β-hämolysierende Streptokokken
  • Staphylococcus aureus

Korianderöl kann auch gegen pathogene (krankmachende) Pilze eingesetzt werden, im Fall von Candida albicans “hemmte das Öl die Biofilm-Bildung durch den fakultativ pathogenen Hefepilz genauso wirksam wie Nystatin und Fluconazol.” Weitere Pilze, welche das Öl gar nicht leiden können sind beispielsweise

  • Aspergillus aegypticus
  • Penicillium cyclopium
  • Penicillium interdigitatum
  • Trichoderma viride
  • Epidermophyton interdigitale
  • Microsporum canis

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyIn der aktuellen (Sonder-)Ausgabe der Zeitschrift für Phytotherapie wird von einer Studie berichtet, in welcher es bei 1200 Personen mit Kontaktallergien eine 5%-ige Mischung des ätherischen Öles mit Vaseline (!!!)  zu keiner allergischen Reaktion kam, was aufgrund der 75% Linalool im Öl hätte erwartet werden können, wenn man der aktuellen vorgeschriebenen Deklaration auf Kosmetika glauben würde. (Es wird für Kosmetika die Linalool enthalten gefordert, dass Linalool als Allergen aufgelistet wird.) Bei 40 Probanden wurde 1%-iges Korianderöl im okklusiven Patchtest untersucht und es kam auch nicht zu Unverträglichkeitsreaktionen. Das süßlich-holzig duftende und äußerst verträgliche Öl wird also für Anwendungen bei folgenden Indikationen empfohlen:

Casetti F, Wölfle U, Augustin M, Frank U, Schempp C: Einsatz von Korianderöl in der Dermatologie. Zeitschrift für Phytotherapie 2012; 33 (Suppl. 1). Eine weitere neue Studie aus der Universitäts-Hautklinik Freiburg befasst sich der antimikrobiellen Wirkung von Korianderöl: Casetti F, Bartelke S, Biehler K, Augustin M, Schempp CM, Frank U (2011) Antimicrobial activity against bacteria with dermatological relevance and skin tolerance of the essential oil from Coriandrum sativum L. fruits. Phytother Res 25: 2011 Aug 4., auch ein Artikel der Forscher um Professor Dr. Christoph Schempp vom letzten Jahr zeigt die Heilmöglichkeiten mit diesem Öl auf: Schempp CM, Wölfle U, Rispens JA, Schaette R (2011) Koriander (Coriandrum sativum L.) – ein heilkräftiger und antimikrobiell wirksamer mediterraner Doldenblütler. Der Merkurstab 64 (4):339-345.

Besonders fein duftend finde ich eine Rarität, die durch CO2-Extraktion gewonnen wird, manchmal wird sie bei Feeling angeboten, derzeit befindet sich “nur” das destillierte Korianderöl (Klick auf gefettetes Wort!) im Web-Shop, nachfragen lohnt sich jedoch, da es auch als feines, antioxidativ wirksames Gewürz in der Aromaküche eingesetzt werden kann. Bei der nächsten Amazonbestellung kann auch das feine Korianderöl von Taoasis mitbestellt werden (danke für die kleinen Provisionen an all die engagierten BestellerInnen der letzten Wochen!!! :-) )

Es ist also an der Zeit, diesem wohltätigen “Lavendel auf der Familie der Sellerie-Fenchel-Kümmelgewächsefamilie” mehr Beachtung zu schenken!

erfahrungsbericht über die sanierung von mrsa bei geistig ‘behinderten’ menschen


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyIch hatte die Teilnehmerin einer meiner Aromachemie-Fortbildungen, Pascale Dimmer, gebeten, mal über die Anti-MRSA-Aktivitäten in ‘ihrem’ Wohnheim in Luxemburg zu berichten. Denn ihre Wünsche, Versuche, Fehlschläge, Enttäuschungen, ihre Beharrlichkeit – all das kann anderen Pflegenden Mut machen, im Sinne ihrer PatientInnen und Heimbewohner zu handeln und beharrlich zu kämpfen. Für die Nicht-Pflegenden: MRSA ist einer der ‘Krankenhaus-Keime, die sich zunehmend vor allem in Pflegeinstitutionen breit machen und gegen die es  kaum noch oder in manchen Fällen keine wirksamen Antibiotika (mehr) gibt. Bislang kann nur ein intaktes Immunsystem davor bewahren und und – wie viele wissenschaftliche Arbeiten zeigen konnten – etliche ätherische Öle. Die folgenden Informationen sollte sich auch jeder Privatmensch merken, der vielleicht mal überraschend ins Krankenhaus muss oder zu einem geplanten blutigen Einsatz wie einer Zahnextraktion oder der vorsorglichen chirurgischen Entfernung von Hautaufälligkeiten.

“Ich arbeite seit fast acht Jahren in einem Wohnheim mit fünfzehn geistig schwer behinderten Menschen.

Sobald unsere Leute ins hiesige Krankenhaus mussten, wurden sie vor und nach dem Aufenthalt auf MRSA kontrolliert. Vor ungefähr zwei Jahren wurden alle, Bewohner und Personal, getestet und fünf waren dann positiv. Alle Betroffene wurden mit der Schulmedizin behandelt , die erste Dekontamination blieb bei allen erfolglos. Weitere Dekontaminationen folgten, bei den einen erfolglos, bei den andern nach mehreren Versuchen mit Erfolg. Da unsere Bewohner systematisch getestet wurden, sobald sie einen Krankenhausaufenthalt hatten, bemerkten wir, dass einige oft längere Zeit MRSA frei waren und dann waren sie wieder kontaminiert. Ein Teufelskreis!
Dann musste einer unserer MRSA Patienten an der Hüfte operiert werden, durfte aber natürlich nicht und die Dekontaminationen begannen wieder – erfolglos!
Dazu muss ich sagen, dass unsere Leute nicht isoliert werden. Sie sind hier im Wohnheim zu Hause und ihr Immunsystem ist nicht denselben Strapazen ausgesetzt wie im Krankenhaus. Natürlich wollte ich von Anfang versuchen, den Bewohnern mit der Aromatherapie zu helfen, traute mich jedoch erst nicht, erhielt dann später die Erlaubnis unserer Ärztin.
Zu diesem Zeitpunkt waren nicht alle in unserem Team von der Aromatherapie überzeugt und ich kann nicht beschwören, ob die Dekontamination mit den Ölen ernsthaft durchgeführt wurde. Hinzu kam, dass ich viel zu niedrig dosierte und einfach die falschen Öle benutzte. Auf jeden Fall gelang mir die Sanierung damals nicht. Dann wurde sogar ein Aromatogramm für den betroffenen Bewohner gemacht. Doch mir war es danach nicht mehr möglich, damit zu arbeiten, da der Bewohner dringend operiert werden musste, er kam ins Krankenhaus, wurde dort isoliert und dann mit der Schulmedizin saniert.

Dann letztes Jahr im Juli, begannen wir erneut mit den Dekontaminationen. Drei unserer Bewohner waren MRSA positiv ! Dieses Mal sollte die Schulmedezin nicht eingesetzt werden! Wir wurden von unserer Ärztin und Hygienefachkraft unterstützt!
27.07.2011. Drei Bewohner sind im Rachen, in der Nase und auf der Haut MRSA positiv. Wir benutzten ein 3% Duschgel (1x tgl), 2% Körperöl (2x tgl), 2% Nasenöl (3x tgl) sowie Mundspray (3x tgl) und Raumbeduftung.
Diese Mischungen setzte ich ohne Überprüfung durch ein Aromatogramm, mehr oder weniger aus dem Buch von Professor Wabner ein. Es erfolgten drei Wochen Dekontamination, dann eine Woche Pause mit Kontrollen. Danach war eine unserer Bewohner saniert und blieb es, bis sie leider im November gestorben ist.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy
2.09.2011. Eine zweite Mischung wurde versucht, noch immer wurde kein Aromatogramm gemacht. Nach drei Wochen war der zweite Bewohner auf der Haut negativ, blieb aber in der Nase und im Rachen positiv. Die dritte Person blieb überall positiv.
4.10.2011. Weitere drei Wochen Dekontamination mit derselben Mischung, immer noch ohne Aromatogramm. Der zweite Bewohner blieb auf der Haut negativ, Nase und Rachen positiv. Die dritte Bewohnerin blieb komplett positiv. JETZT WURDE EIN AROMATOGRAMM GEMACHT !!
12.11.2011. Neue Mischungen wurden mit Hilfe von Aromatogrammen gemacht. Die Abstriche drei Wochen später liessen uns alle vor Freude tanzen. Der zweite Bewohner war saniert! Die dritte Bewohnerin leider noch immer komplett positiv, sogar in den Ohren !
19.12.2011. Erneute Dekontamination mit derselben Mischung (nach erneutem Aromatogramm). Der zweite Bewohner wurde nur mit 1% Mischungen, während die dritte Bewohnerin nun mit 5% Mischungen behandelt wurde. Doch auch dieser Versuch bleibt bei ihr erfolglos.
Nun habe ich ihr anhand des neuen Aromatogramms eine leicht veränderte Mischung zusammengestellt. Zusätzlich wenden wir eine 50% Fussohlenmischung an.
Die Ohrenmischung bringen wir mit Ohrenstäbchen soweit wie möglich in den Gehörgang ein*, und reiben zusätzlich noch die ganze Ohrmuschel und hinter den Ohren ein. Wir können die Mischung nicht ins Ohr machen, da ihr Trommelfell nicht mehr intakt ist. Am 20. Februar werden die Abstriche gemacht. Unsere Hygienefachkraft hat den zweiten Bewohner als saniert erklärt und brachte uns ein grosses Lob entgegen.
Auch vom Krankenhaus kam ein grosses Lob. Den sanierten Bewohner behandeln wir trotzdem noch weiter mit, um sein Immunsystem zu unterstützen. Wir alle sind, nach diesem Erfolg, sehr motiviert, weiter mit den Ölen zu arbeiten. Ich selbst habe während diesen vergangenen Monaten viel dazu gelernt, vor allem dass man nicht die Geduld verliert.
Wir haben mit Manuka, Teebaum, Niaouli, Thymian thymol*, Oregano*, Zimtrinde*, Koriander und Bergbohnenkraut* gearbeitet, sowie Zitrusdüfte in der Duftlampe angewendet. Ich kann gerne die Rezepturen schicken aber dies ist wohl sinnlos. Richtig Erfolg hat man nur, wenn man mit den Aromatogrammen arbeitet.
Ich hoffe abschließend, dass ich anderen Pflegekräfte Mut machen kann, sich einfach durchzusetzen und vor allem Geduld zu haben. Ich muss hinzufügen, dass ich und meine Mitarbeiter uns glücklich schätzen können, dass wir mit einer Ärztin zusammenarbeiten können, die uns so gut unterstützt und vertraut. Ohne sie wäre dies alles nicht möglich gewesen. Drückt uns die Daumen , dass wir Ende Februar einen ganz grossen Freudentanz machen können, nämlich wenn auch die letzte Bewohnerin MRSA negativ wäre!”
Pascale Dimmer aus Luxemburg

*Anmerkung: diese Art der Anwendung und diese ätherischen Öle nur unter Verantwortung eine(r) Mediziner(in) vornehmen!

letzte chance bei mrsa: ätherische öle


AiDA AromatherapyManchmal bin ich mir nicht sicher, ob es nicht vielleicht ganz gut ist, dass Laien keine Ahnung haben, was in vielen Kliniken bezüglich untherapiebarer Infektionen, beispielsweise mit MRSA, abgeht. Als Halb-Laie bekommt man bereits einiges mit, das sehr erschreckend ist. Als Insider, also als Angehörige(r) eines Pflegeberufes in Klinik oder Pflegeheim, wird das Leben zunehmend schwieriger und auch gefährlicher.

Unter der Überschrift “Resistente Bakterien: Mediziner verlieren den Kampf gegen Killer-Keime” hat sich Spiegel Online vor einigen Tagen dieses Themas angenommen. Man erfährt, dass inzwischen jährlich allein in der EU 25.000 Menschen durch Infektionen mit antibiotikaresistenten Mikroben sterben müssen. 400.000 Menschen pro Jahr infizieren sich mit resistenten Keimen. Meistens erfolgt die Ansteckung in Pflegeinstitutionen, oft als “Nebenwirkung” während der Behandlung von ‘harmlosen Beschwerden’ wie Knochenbrüchen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt bereits vor dem “post-antibiotischem Zeitalter”. Alltägliche Erkrankungen wie Mandelentzündungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen enden immer öfter tödlich. Das will momentan keiner wahrhaben, selbst viele niedergelassene Ärzte wollen das nicht so recht zur Kenntnis nehmen.

AiDA AromatherapyDurch die Omnipräsenz von Antibiotika (in Fleisch, Reinigungsmitteln, Kosmetik etc) und  durch den falschen Umgang mit diesen einst revolutionären Medikamenten haben die ‘Biester’ reichlich Gelegenheit, immunisierende Enzyme gegen diese viel zu oft eingesetzten Monopräparate zu bilden. Mit den potenziellen Todeskeimen infizierte  PatientInnen werden isoliert und vereinsamen noch mehr als bei normalen Aufenthalten in Kliniken und Heimen. Viele durchlaufen jahrelange Torturen mit unterschiedlichen Medikamenten, endlosen Schmerzen, Arbeitsunfähigkeit und vielem Leid mehr. Kliniken müssen Menschen mit diesem Keimbefall jedoch identifizieren, um die Verbreitung einzudämmen und nicht noch mehr immungeschwächte und/oder ältere PatientInnen zu gefährden. Inzwischen sterben auch immer wieder junge Menschen an Killerkeimen. Aufwändige fünffache Abstriche werden bereits bei Einlieferung ins Krankenhaus vorgenommen, um sicher zu stellen, dass diese moderne ‘Pest’ nicht in die jeweilige Institution eingeschleppt wird.

Auf der anderen Seite gibt es ätherische Öle, die seit den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ausreichendst auf ihre antibiotischen Wirkweisen durchuntersucht worden sind. Es existieren tausende von Aromatogrammen (Foto oben und links [auf Foto klicken zum Vergrößern]), vor allem in der französischen Literatur. In Deutschland und Österreich gibt es auch Labore, die diese reproduzierbaren Tests vornehmen, besonders engagiert ist diesbezüglich die Karlsruher Apothekerin Dorothea Hamm.

Allen voran sind es die Öle, die reich an den Monoterpenphenolen Thymol, Carvacrol und Eugenol sind:AiDA Aromatherapy

Auch Leptospermum scoparium (Manuka) und Melaleuca alternifolia (Teebaum) können mit erfolgreichen Aromatogrammen aufwarten. Lavendelöl, alleine eingesetzt nicht besonders keimtötend, kann erfolglose Antibiotikagaben  auf unerklärbare Weise ‘aktivieren’. Diese und auch noch andere ätherische Öle werden seit vielen Jahren in aufgeschlossenen Kliniken und Pflegeinstitutionen erfolgreich gegen MRSA eingesetzt – manchmal durch Anfrage von Ärzten, die mit ihrem Latein am Ende sind. Fast immer beenden sie die Leidenskarriere der Betroffenen. Wenn diese Öle in hochwertiger, genuiner (ungepantschter) und möglichst pestizidfreier Qualität eingesetzt werden, sind Resistenzen so gut wie ausgeschlossen, weilAiDA Aromatherapy

  • natürliche ätherische Öle sind Vielstoffgemische (Abbildung rechts) aus bis zu 350 unterschiedlichen Molekülen, die Mikroben haben es damit mehr als schwer, sich auf all diese Inhaltsstoffe einzustellen.
  • natürliche ätherische Öle sind ‘lebendige’ Substanzen, sie reagieren sogar sehr empfindlich auf Licht, Sauerstoff und Wärme, so dass sie sich ständig in der Zusammensetzung  verändern, auch das führt die Keime sozusagen an der Nase herum.

Einmal fragte eine meiner Kursteilnehmerinnen den Arzt, der in meinem Kurs dieses Thema im obigen Sinne erläuterte, WARUM dann ätherische Öle nicht flächendeckend zum Wohl ALLER PatientInnen eingesetzt werden und er berichtete, dass das meistens an der Überheblichkeit vieler seiner KollegInnen scheitert. Was nicht sein kann, darf nicht sein, ätherische Öle werden noch zu oft mit Weichspüler, Duftkerze und esoterischen Ritualen assoziiert.

Jedoch gibt es bereits viele MedizinerInnen, die sich schlicht haben überzeugen lassen, sie konnten in vielen Fällen zuschauen, wie sich der Zustand der infizierten PatientInnen besserte. Offenbar gibt es bei dieser Erfolgsgeschichte der Aromapflege ein erhebliches Nord-Süd-Gefälle, aus unerklärlichen Gründen sind ÄrztInnen in Österreich, der Schweiz und im südlichen Deutschland wesentlich bereiter, ätherische Öle einzusetzen als in nördlicheren Gefilden. Nicht nur die PatientInnen direkt können mit gezielten Ätherisch-Öl-Mischungen gesund gepflegt werden. Es wurde von vielen Pflegenden beobachtet, dass sogar der unspezifische Einsatz von ätherischen Ölen, beispielsweise für Waschungen, zur Raumluftverbesserung, zum Schnuppern auf Tüchern etc, das Vorkommen von resistenten Keimen in den jeweiligen Insitutionen reduzierte oder dass der Keim einfach aus dem Haus verschwand.AiDA Aromatherapy

Ich wage zu behaupten: Mit dem gezielten (oder gar unspezifischen) Einsatz von genuinen, nicht standardisierten und nicht mit künstlichen Substanzen vermischten ätherischen Ölen könnte man die Todesrate bei Killerkeim-Opfern stark reduzieren, möglicherweise auf weniger als die Hälfte Todesfälle. Jedes Individuum, das nicht unnötig an MRSA oder anderen Monstermikroben leider und sterben muss, wäre sicherlich für diese Information und für eine gekonnte Aromapflege in diese Richtung dankbar. Wie schon die engagierte britische Aromatherapeutin, Gesundheitswissenschaftlerin und Krankenschwester Dr. Jane Buckle vor Jahren sagte: Ätherische Öle könnten die Antibiotika der Zukunft werden. Wenn man sich die ähnlichen chemischen Strukturen von einigen Antibiotika und von einigen Inhaltsstoffen von ätherischen Ölen anschaut, wird diese Behauptung auch leicht erklärbar und braucht keinen esoterischen Zauber zu befürchten. Ätherische Öle enthalten mächtige Inhaltsstoffe.

PS. Die um die Gesundheit der EU-Bürger ‘besorgten’ Eurokraten haben das bereits erkannt und haben den Verkauf von unverdünntem Thymian Ct. Thymol-, Oregano- und Zimtblätteröl bereits stark reglementiert, die Links oben führen zur Firma Feeling, wo man die jeweiligen Öle (noch) unverdünnt erwerben kann (es gibt selbstverständlich einige andere gute Ölefirmen, die diese Öle noch unverdünnt anbieten, aber ich weiß nicht, wie lange noch).

manuka-honig: natürliches antibiotikum


AiDA_AromatherapyAuf meinen letzten Reisen sah ich immer wieder Manukahonig, der als recht preiswerter Brotaufstrich auch bei Discountern angeboten wurde. Gleichzeitig bekomme ich regelmäßig Anfragen, wo man denn den wirklich keimtötenden neuseeländischen Honig erwerben kann. Die unglaubliche Wirkung habe ich bereits einmal hier beschrieben, unterschiedliche Blüten zeigte ich hier. Das entsprechende Video ist zwar auf englisch, jedoch gut verständlich und mit deutschsprachigen Ausschnitten des deutschen Forschers Prof. Dr. Thomas Henle (TU Dresden), der sich mit der Wirkweise des besonderen Inhaltsstoffes MGO beschäftigt hat.

Hochwertiger Manuka-Honig trägt die Bezeichnung UMF mit Zahlen von 10 bis 16 (Unique Manuka Faktor, geschütztes Markenzeichen von der Firma Comvita) oder MGO mit Zahlen von 30+ bis 550+ (Methylglyoxal, geschütztes Markenzeichen von der Firma Manuka Health). Nicht jeder Manukahonig wirkt antibiotisch, darum haben diese beiden Mitbewerber diese kostspieligen Siegel eingeführt, so dass der Kunde sich die benötigte Qualität sicher aussuchen kann. Je höher die Zahl, desto teurer das Produkt (50 Euro und mehr pro Kunststoff”glas”). Wir Europäer zahlen 17,3 Prozent Zoll auf den Originalpreis und zusammen mit der deutschen Mehrwertsteuer circa 25 Prozent mehr als im Ursprungsland. Kein UMF-Siegel auf dem Glas bzw. in Deutschland abgefüllter Honig ist vermutlich ganz normaler hochwertiger Speisehonig. Infos zum Hintergrund der zwei Siegel findet man auf Wikipedia.

ein hoch wirksames natur-antibiotikum

Je höher der Gehalt an Methylglyoxal ist, desto effektiver die antibakterielle und wundheilende Wirkung und desto teurer. Ich “verstecke” unseren hochwertigen Honighonig vor Süßmäulern, damit er nicht auf dem Butterbrot landet, sondern nur bei Halsschmerzen oder sonstigen Infekten zum Einsatz kommt, er hält – sauber gehandhabt sowie dunkel und kühl gelagert – jahrelang. Er darf auch nicht in heißen Tee gerührt werden, damit er seine Heilkraft nicht einbüßt. Am besten man lässt ihn bei den ersten Symptomen beispielsweise einer Erkältung einfach langsam im Mund zergehen, er schmeckt übrigens kein bisschen nach dem herb-medizinischen ätherischen Öl des Manukastrauches – einfach ganz normal nach Honig. Man kann das wertvolle Heilmittel inzwischen in vielen deutschen Reformhäusern kaufen, es ist in diversen Internetshops erhältlich, so auch bei Topfruits, wo ich auch mein fast geschmacksneutrales, hochwertiges Bio-Leinöl, Nüsse und feinste Trockenfrüchte bestelle, weil ich den Eigentümer kenne und schätze. Die erwiesen antibiotisch wirksame Manukahonig-MGO-400-Version kostet fast 40 Euro für 250 g, das ist etwas preiswerter als in einigen Reformhäusern. Die Kosmetikfirma Living Nature, die auch in Deutschland vertreten ist, bietet auch Honig (mit UMF) an.

PS Meine drei Manukasträucher, die neun Winter lang im Freien wuchsen, sind im brutalen Winter 2009/2010 erfroren bzw. vermutlich eher vertrocknet, das kleine Ersatzsträuchlein von 2010 hat den noch schlimmeren vergangenen Winter auch nicht überlebt.

PPS. In der aktuellen ‘Bild der Frau’ 12/2011 befindet sich auf de Seite 54/55 ein Beitrag mit meinen Tipps zur Frühjahres-Entschlackung (für absolute Laien).

blasenentzündung naturheilkundlich behandeln


Orthosiphon, zu deutsch Katzenbart, eine Verwandte von Minze und Patchouli, wird hochwertigen Blasentees beigemischt.

Mit Blasenentzündungen ist nicht zu spaßen, umso schlimmer, weil manche Frauen ‚ständig’ darunter leiden. Besonders in der kühlen Jahreszeit, aber auch nach Schwimmbadbesuchen im Sommer. Die auslösenden Keime können zu den Fortpflanzungsorganen wandern und dort schlimme Narben und Verklebungen hinterlassen, im schlimmsten Falle zu Unfruchtbarkeit führen. Auch schwerste Nierenschäden gehören zu den gefürchteten Komplikationen. Darum wird eine Blasenentzündung meistens antibiotisch behandelt, was bei öfters wiederkehrenden Infekten und Antibiosen zu Darmproblemen und zu noch öfteren Besuchen der verursachenden Bakterien führen kann.

Wichtig ist, bei den ersten Signalen einer Blasenentzündung so schnell wie möglich drei- bis maximal viermal täglich ein Glas Wasser mit jeweils einem Teelöffel Speisenatron (Natriumhydrogencarbonat, im Backregal jedes Supermarktes als Backpulver zu kaufen – es ist ein Bestandteil von Tütchen-Backpulver) zu trinken. Schmeckt grauslich nach Seifenwasser, wirkt aber Wunder, manchmal sind die Beschwerden nach wenigen Stunden deutlich besser. Der Urin wird entsäuert und entzieht so den Bakterien ihre Lebensgrundlage. Ein Gynäkologe schilderte mir das mit einer ruckartig ausladenden Handbewegung ganz plastisch: Die Bakterien platzen in diesem alkalischen Mileu. Jedoch nicht zeitnah zum Essen trinken, sonst kann die Magensäure ihre Arbeit nicht ordentlich erledigen.

Ergänzend Blasentee aus oder zumindest mit der indischen Ätherisch-Öl-Droge Katzenbart (Orthosiphon stamineus, in  Apotheken als Indischer Blasentee erhältlich) zubereiten und zwei Liter pro Tag schön warm trinken. Dieses Heilkraut fördert die Durchspülung und löst die krampfartigen Schmerzen beim Wasserlassen.Dazu  Cranberrysaft und –Extrakte trinken, sie schmecken lecker und wirken antibakteriell, dazu stabilisieren sie die angegriffene Blaseninnenwand. Nicht mit der europäischen Preiselbeere verwechseln, diese hat nicht die ausgeprägte Wirkung auf die Blase! Eine wärmende Ölemischung auf dem Unterbauch unterstützt die innerlichen Maßnahmen:

  • 20 ml Johanniskrautöl
  • 3 Tropfen Teebaum (Melaleuca alternifolia, auf frische Ware von verlässlicher Qualität achten)
  • 2 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)
  • 1 Tropfen Thymus vulgaris Ct. Thymol (Thymian)
  • 1 Tropfen Santalum austrocaledonicum (Neukaledonisches Sandelholz)

Ein Sitzbad ist auch sehr zu empfehlen, dafür sind schüsselartige Einsätze für die Toilette sehr praktisch, sie zaubern im Nu ein Bidet. Dafür vermischen:

  • 2 Esslöffel gutes Meersalz
  • 2 Tropfen Teebaum (Melaleuca alternifolia)
  • 1 Tropfen Santalum austrocaledonicum (Neukaledonisches Sandelholz)

Gut vermischen und in die Schüssel mit sehr warmem Wasser (circa 5 Liter) geben und einige Minuten darin verweilen.

Das ist ein Auszug aus dem Buchmanuskript, an dem ich gerade arbeite bzw. am Endspurt feile. Es wird voraussichtlich im Herbst erscheinen.

PS Sorry an die Abonnentinnen, das Internet war mitten im Schreiben ausgefallen, ich war nicht mehr angemeldet, es wurde nicht mehr gespeichert, nach Wiederherstellung drückte ich auf die Schnelle auf ‘publizieren’ statt auf ‘speichern’!!! Und war noch gar nicht fertig.

teebaum – ein ‘altes’ und bewährtes medikament



Ich habe meinen circa 1,60 hohen Teebaum zum Glück ins Haus evakuiert. Er kann in normalen irischen Wintern mit nur stundenweisem Frost durchaus draußen bleiben, dieses Jahr wäre er jedoch sicherlich eingegangen. Nun steht er zwar in einem kühlen, hellen Raum, ‘nadelt’ jedoch ganz fürchterlich. Wenn man mal ein oder zwei Tage vergisst ihn zu gießen, bestraft er den Gärtner.

Den meisten jungen AromaexpertInnen ist sicherlich nicht bewusst, dass Teebaumöl bereits ganz früh im 20sten Jahrhundert ein bewährtes Antiseptikum war – in seiner Heimat Australien. Dort wiederum fast nur im südöstlich gelegenen New South Wales. Pioniere der mehr international orientierten therapeutisch orientierten Vermarktung war die Thursday Plantation, die an einem Donnerstag im Jahr 1976 in Bundawalbyn von Eric White gegründet wurde. Bereits 1923 hatte der australische Chemiker Arthur Penfold  die enormen antibakteriellen Eigenschaften des herb duftenden Öles entdeckt und bekannt gemacht, es wurde bereits in der Region um Bundawalbyn in kleineren Mengen hergestellt. Es wurde zur Standardmedikation, sowohl oral als auch perkutan angewendet. Im zweiten Weltkrieg erließ die australische Regierung den Befehl, dass alles verfügbare Teebaumöl ausschließlich für militärische Zwecke eingesetzt werden durfte. Dann ist dieses ‘Wunder-Medikament’ eher in Vergessenheit geraten oder galt als sehr altmodisch, weil die modernen Antibiotika ihren Siegeszug antraten.

Die Thursday Plantation war auch ein Pionier in vielerlei Hinsicht, denn sie waren die ersten, die den damals sehr schwierigen kommerziellen Anbau von Teebäumen wissenschaftlich untersuchten. Der Baum widersetzte sich zunächst dem ‘Leben in Gefangenschaft’, war also nicht sehr gut in Plantagen zu bändigen. Die Pioniere setzten sich, da sie bald viele Mitbewerber bekamen, die nicht zimperlich mit der Umwelt umgingen, als erste für pestizidfreies Teebaumöl und für nachhaltigen Anbau ein. Sie legten Standards für die Inhaltsstoffe an, so dass das Öl wirklich therapeutisch einsetzbar ist (ganz wenig 1,8-Cineol und p-Cymen, über 30 Prozent Terpineol-4). Sie waren dann auch die ersten, die in Australien ein amtlich registriertes “therapeutisches Teebaumöl” anbieten konnten.

Inzwischen ist die Firma an den neuseeländischen Marktführer für naturheilkundliche Produkte Thompson verkauft, der unter der Dachmarke Integria auch andere Gesundheitsprodukte anbietet. Ich hatte vor etlicher Zeit bereits über die genialen Teebaum-Desinfektionstäbchen von den Thursday Plantation berichtet.

aromatherapie wirkt auch bei anosmie


Ich werde immer wieder gefragt, ob aromatherapeutische Maßnahmen überhaupt wirken, wenn jemand nicht (mehr) riechen kann oder im Krankenhaus liegt und beatmet (intubiert) wird. Die Antwort lautet eindeutig JA! Denn die Arbeit mit ätherischen Ölen basiert auf (mindestens) zweierlei Art und Weise:

  • Duftmoleküle (auch synthetische) sind flüchtig [winzig] und fettlöslich, sie docken an die Zilien der Riechzellen in der Riechschleimhaut an und werden in elektrische Impulse umgewandelt (analoges Prinzip, siehe Grafik unten: unterer Bereich). Diese elektrischen Informationen werden durch die zwei Riechkolben und den paarigen Riechnerv (Nervus olfactorius) in das Innere des Gehirns geleitet, vor allem ins Limbische System (digitale Verarbeitung). Einige Duftmoleküle können auch die Blut-Hirn-Schranke direkt passieren, dafür muss aber dieser Bereich des Nervensystem in Ordnung sein.
  • Duftmoleküle (auch synthetische) werden von fast allen hautbedeckten Körperoberflächen resorbiert, vor allem wo sich Haare, Talgdrüsen und Schweißdrüsen tummeln. Sie werden von feinsten Blutkapillaren aufgenommen und docken je nach Molekülstruktur an unterschiedlichste Rezeptoren (Empfangseinrichtungen, Abb. rechts) an. Dadurch werden unterschiedlichste pharmakologische Wirkungen ausgelöst. Diese funktionieren jedoch durch hedonische Wertungen (igitt, den Geruch mag ich nicht ≠ hm, dieser Duft erinnert mich an meine Lieblingstante) nicht bei allen Menschen gleich. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass der Duftstoff Methylsalicylat bei fast allen Menschen schmerzlindernd wirkt, dass der Duftstoff Linalylacetat bei fast allen Menschen stimmungsaufhellend und entkrampfend wirkt, dass Menthol bei fast allen Menschen den schmerzenden Darm beruhigt.
  • Der Trigeminus-Nerv “riecht” auch bestimmte Substanzen (Menthol, Rauch, Ammoniak, Menthol, Barrique(geschmack im Wein) etc, nach neuesten Erkenntnissen sind auch unterschiedlichste Zellen (Haut, Herz, Spermien) fähig, so etwas wie Riechen auszuüben (ohne über das Großhirn verarbeitet zu werden).

Wenn der Riechnerv durchtrennt oder extrem beschädigt ist, funktioniert die erste Wirkungsvariante nicht. Doch da der lebende Mensch über einen lebenden Hautstoffwechsel verfügt, sind die anderen Varianten aktiv. Aromatherapie-Anwendungen außer dem reinen Riechen (Massagen, Einreibungen, Aufnahme durch Schleimhäute [Inhalation, Mundspülungen, Zäpfchen]) funktionieren also bestens.

Anosmie als Folge von Antibiotika-Einnahme oder Schädeltraumata kann immer wieder durch tiefes und bewusstes Einatmen von Basilikumöl günstig beeinflusst werden, warum das so ist, weiß man nicht (möglicherweise durch die ZNS-Wirkung des Hauptwirkstoffes Methylchavicol). Die Betroffenen sollten also dreimal täglich etwas Basilikumöl auf ein Stückchen Watte, Küchenkrepp oder auf ein hölzernes Umrührstäbchen vom Macchiato-Lieferanten geben und sich beim “Riechen” vorstellen, wie die grüne Pflanze aussieht, wie früher Tomaten mit Basilikum geschmeckt haben, wie in Italien die Basilikumsträucher wachsen etc… Abb. Riechnerv: Gray’s Anatomy

PS vom Arzt Dr. Dr. Erwin Häringer: Bei Anosmie hilft Riechtraining: Kurze Zeit intensive Gerüche tief !! einatmen, nicht „schnüffeln“; (Neurology of Olfaction, Hawkes & Doty, 2009). Die Kombination von D2- Rezeptoren stimulierendem ätherischen Öl von Agnus castus (Mönchspfeffer) plus die Einnahme eines phytotherapeutischen Präparates plus Gabe von Zinkacetat und (kurzzeitige) Verwendung von inhalierbaren Cortison (Mometason) in Kombination mit 1,8-Cineol (oral, in dünndarmlöslichen Kapseln) bringt tatsächlich etwas. Die alleinige Verwendung von Cortison und Zink bringt leider wenig. Literatur im obigen sehr empfehlenswerten Buch; bei der medizinisch wissenschaftlichen Abteilung der Firma Bionorica (Neumarkt) und bei Casella-med (Köln). Auch die Arbeitsgruppen HNO in Dresden und Freiburg helfen gerne weiter. (Prof. Dr. Uwe Jürgens, Bonn; Prof. Dr. Hummel, Dresden).

deo ohne aluminium und parabene selber machen


Ich habe mir kürzlich die Zeit genommen, das riesige Deodorant-Regal in einer Filiale einer bekannten deutschen Drogeriemarkt-Kette zu durchforsten (schon beschämend, was unsere “Zivilisation” allein auf diesem kosmetischen Sektor anzubieten hat). Es ging darum, Produkte zu finden, die einerseits frei von Aluminiumsalzen sind und auch dem Gehalt von Parabenen wollte ich auf die Spur kommen. Letztere verschwinden derzeit aus der französischen Kosmetik, ja sie werden geradezu angeprangert (die Werbung unten links besagt: Es steckt soviel Liebe in diesem Topf, dass noch niemals Platz für Parabene oder Konservierungstoffe darin war [schmunzel]). Im Jahr 2004 wurden diese recht gut verträglichen und beliebten Konservierungsstoffe im kranken Gewebe von Brustkrebspatientinnen gefunden, sie können hormonartig wirken. Da nicht sein kann was nicht sein darf kamen aber bald – vor allem von kosmetisch orientierter Industrieseite – Entwarnungen. Auch das deutsche Institut für Risikobewertung, das gerne Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen auf die Gefahrenliste stellt, sieht keinen Handlungsbedarf. In Frankreich scheinen die Konsumentinnen das anders zu sehen, mir ist jedenfalls aufgefallen, dass die weltweit bekannteste Marke sogar explizit damit wirbt, dass diese Stoffe nicht in einem ihrer Produkte enthalten sind.

Egal wie frau persönlich die Gefahr durch solche Abkömmlinge eines Duftstoffes einschätzt, sie sollte sich jedoch mal Gedanken machen, was Antiperspirants mit 24-, 36- oder gar 72-Stunden-Wirkung an ihrem Körper anrichten. Ein für viele kleine und fettlösliche Moleküle gut aufnahmebereites Gewebe (reichlich Poren und Öffnungen der Schweißdrüsen und Haare/Haarkanäle, die den Weg nach innen ebnen, egal ob sie vorhanden sind ob abrasiert werden) wird tagtäglich mit künstlichen Duftstoffen traktiert. Viele davon, die teilweise verbotenen Moschusketone, reichern sich fleißig im Brustgewebe an und sind nicht zu knapp in der Muttermilch nachweisbar. Zudem verschließen die typischen Deowirkstoffe wie diverse Aluminiumsalze diesen Weg nach außen, sie unterbinden also ein wichtiges Entgiftungsprinzip des Körpers. Hier bitte mal nachdenken: Das was raus soll/muss, darf nicht ausreichend raus und das was nicht reingehört, wird tagtäglich nachgeliefert.

Ein drittes Problem steckt in eher hochpreisigen Deos (und Gesichtscremes): Triclosan, streng genommen ein Medikament zur Mikrobennabwehr. Es erhöht vermutlich die Resistenz bestimmter Bakterien gegen einige Antibiotika. Es ist übrigens auch in Funktionswäsche, Teppichen, Handdesinfektionsmittel etc enthalten. Alles in allem sind moderne Deos also ungünstige Chemiecocktails ausgerechnet an extrem sensiblen Stellen unseres Körpers. Die unmittelbare Nähe zum sehr empfindlichen Brustgewebe, das durch seine gute Durchblutung und seinen hohen Anteil an Körperfett, besonders anfällig für “molekulare Angriffe” zu sein scheint, sollte Frauen wirklich mal zum Reflektieren bringen, ob wir uns dem “Hygieneterror” so ganz mit Haut und Haaren beugen sollten. Natürlich soll niemand schweißeln oder gar stinken und ab und zu mal ein 24-Stunden-Deo zu benutzen ist sicher nicht allzu schädlich. Niemand möchte oder sollte beim Bewerbungsgespräch vor sich hin müffeln. Doch muss es wirklich dauernd, immer, ständig sein? Keine Pause zum “Durchatmen” für das empfindliche Gewebe? Wenigstens sollten die Überreste abends aus den Achseln gewaschen werden, damit diese Hautpartie nachts zur Ruhe kommt. Und ab und zu, vielleicht am Wochenende oder im Winter, sollten wir uns “chemiefreie” Deos gönnen. Vielleicht wäre ein häufigerer Einsatz von Wasser und Seife (und Waschlappen) auch nicht schlecht, gerade heutzutage, wo es fast überall gut zugängliche Bäder/Waschmöglichkeiten gibt, ist ja streng genommen so eine Deo-Versiegelung gar nicht nötig. Die in den letzten zehn Jahren wirklich erschreckend hochgeschnellte Zahl an Brustkrebserkrankungen gibt jedenfalls mir sehr zu denken.

Der Winter könnte also eine gute Zeit zu sein, mal ein selbst gemachtes Deo auszuprobieren. Allerdings muss frau sich auf zwei bis drei Wochen einer stärkeren “Entgiftung” einstellen, also ist eventuell öfters waschen angesagt, es kann ein regelrechter Entzug stattfinden. Zudem stoppt es nicht die Transpiration, also feucht wird es schon. Nur die den Geruch produzierenden Bakterien werden eliminiert oder zumindest sehr in ihrer Arbeit eingeschränkt. Möglicherweise wird sich die Nase dennoch etwas rümpfen, denn sie hat ja den eigenen Körpergeruch immer durch eine “chemische Brille” wahrgenommen. Die schnellste und einfachste Methode ist die Herstellung eines Sprays. Einfach in einer 50-Flasche mit Sprühaufsatz folgende Zutaten verschütteln:

  • 25 ml Rosenhydrolat (oder ein anderes Hydrolat wie Melisse, sehr zusammenziehend auf die Poren wirkt Hamameliswasser, hier [ohne Alkohol] oder hier [mit etwas Alkohol] erhältlich)
  • 25 ml Wodka
  • 1 knapper Teelöffel Natriumbicarbonat (Backnatron) [basischer pH]
  • oder 1 Messerspitze Zitronensäurepulver oder 1 Esslöffel Apfelessig (saurer pH)
  • 5 Tropfen Zedrat- oder Zitronenöl oder 3 Tropfen Zitronenmyrte
  • 5 Tropfen Rosengeranien- oder Lavendelöl
  • 3 Tropfen Zypressen- oder Salbeiöl (letzteres in thujonarmer Qualität)
  • 2 Tropfen Patchouli- oder Zedernöl

Mit der folgenden umkomplizierten Rezeptur erhält man eine Deocreme, die immer mit einem kleinen Spatel aus dem Gefäß entnommen werden sollte.

Sheabutter und Kakaobutter vorsichtig zusammenschmelzen, ab und zu mit sehr sauberem Löffel/Spatel umrühren. Das geht gut auf der Heizung oder in einem sehr sauberen (Marmeladen/Senf)Schraubglas im warmen (nicht heißen) Wasserbad.

Die pulverigen Zutaten gleichmäßig in dieses gelbliche Ölgemisch einrühren. Es bekommt zunächst eine wunderbar sahnige Konsistenz, wird dann jedoch fester. Nach kurzer Abkühlung mit den obigen (oder anderen) ätherischen Ölen beduften, gut umrühren und in ein schönes Glasgefäß füllen. Ich habe für ein feines Luxusgefühl statt Rosengeranie oder Lavendel 1 Tropfen des kostbaren und seltenen Magnolienblütenöles (Magnolia alba, Florame) und 5 Tropfen Vanilleessenz (Farfalla) rein gegeben und alles in drei kleine 10-g-Gefäße gefüllt, so habe ich neben dem Rest im großen Schraubglas (für mich) noch kleine Mitbringsel. Übrigens: Bei Verwendung von Zitrusölen keine billigen Kunststoffgefäße verwenden, sie können durch die Zitrusterpene angegriffen werden. Einige Infos zu Kakaobutter und Sheabutter sowie Bestellmöglichkeiten befinden sich auf meiner kleinen Öle-Shopseite.

Recetas de la Aromaterapia para hacer desodorantes naturales

(traducion de Andrea Berndl del Blog Cosmetica natural casera

Algunos de los ingredientes peligrosos que se encuentran en desodorantes son el Aluminium Clorohydrate, Triclosan y Nitroalmizcles y almizcles policíclicos (lee mas en Ingredientes toxicos en cosmeticos en este blog). Una forma de evitar que nos exponemos dia tras dia a ellos, es recurrir a la aromaterapia y la cosmetica casera.

La aroma terapeuta, escritora y fundadora de AiDA (Instituto Internacional de Enseñanza de Aromaterapia) Eliane Zimmermann ha publicado en su libro “Aromatherapie für Sie”* (=Aromaterapia para ella) dos recetas interesantes para hacer desodorantes naturales. Ha sido tan amable de permitir la publicacion de estas recetas en este blog:

1. Desodorante natural en Spray

  • 25ml Agua floral de Rosas
  • 25ml Wodka
  • 1 cucharadita Bicarbonato de Sodio
  • 5 gotas Aceite esencial de Geranio (Pelargonium graveolens)
  • 5 gotas Aceite esencial de Lavanda (Lavanda angustifolia)
  • 3 gotas Aceite esencial de Mirto-Limón (Backhousia citriodora)
  • 2 gotas Aceite esencial de cedro (Cedrus atlantica)

Mezclar todos los ingredientes en un bote de spray de 50ml y agitar.
El Bicarbonato de sodio se podria sustituir por 1/2 cucharadita de acido citrico.

2. Crema de desodorante natural

  • 20g Manteca de karité
  • 15g Manteca de cacao
  • 1 Cucharra sopera Almidon de maiz
  • 1 Cucharra sopera Bicarbonato de Sodio

Fundir las mantecas con cuidado en baño maria, introducir el almidon y el bicarbonato y remover. Cuando se haya enfriado un poquito, introducir los aceites esenciales de la receta nº 1 (u otros) mezclar y envasar en un bote.

Cogiendo la crema con una espatula a la hora de usarla, se conserva mas tiempo.
* “Aromatherapie für Sie” de Eliane Zimmermann, pagina 58. ©2012 TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stutgart GmbH & Co.KG