eine etwas andere bohne: tonka


Aromatherapie-Kurse Eliane ZimmermannIch verwende Tonkaabsolue (Dipteryx odorata, bei meinen Lieblingsfirmen extrahiert mit Trinkalkohol=Ethanol) das ganze Jahr über, doch in der Adventszeit kommt man nicht drumherum, über diesen traumhaft vanillig-karamelligen Duft zu schreiben. Nachdem dieses fast verbotene Gewürz (der wichtigste Inhaltsstoff verursacht bei Ratten bereits in kleinen Mengen extreme Blutgerinnungsstörungen, jedoch NICHT beim Menschen, wie man inzwischen weiß) wieder in Leckereien verarbeitet wird (ich schrieb hier darüber), kann man mit besserem Gewissen die Anwendung in selbst gemachtem Weihnachtsgebäck empfehlen. Mit viel Freude las ich kürzlich im wunder-wunder-wunderschönen Backbuch Die wunderbare Welt von Fräulein Klein einer inspierenden Bloggerin, dass auch die junge Generation von dieser zauberhaften und stimmungsaufhellenden Zutat weiß.Fräulein_Klein

Noch vor dem zweiten Weltkrieg gehörte die Tonkabohne in die (weihnachtliche) Küche – genau wie die Muskatnuss. Ein Stollen ohne dieses waldmeisterartig schmeckende Gewürz war wie Glühwein ohne Zimt und Nelke. Eine Prise der schrumpeligen südamerikanischen Samen sorgt für tolle vanilleähnliche Würze und wirkt gegen den Dezember-Blues. Tabak wird seit uralten Zeiten damit aromatisiert, der berühmte deutsche Entdecker und Naturforscher Alexander von Humboldt (1769 -1859) berichtete, dass man in Caracas (Venezuela) die Wäsche damit beduftete. Der bis zu 25 Meter hohe, robinienartige Tonkabaum [Dipteryx odorata (Aubl.) Willd.] wächst im feuchtwarmen, gemäßigten Klima des nördlichen Amazonas in Brasilien, Guayana und Venezuela. Er kommt auch in Nigeria vor und ist ein Verwandter von Erbse und Bohne, gehört also in die Familie der Fabaceae (Hülsenfruchtgewächse).
Wenn die Früchte reif sind, werden sie 24 Stunden in Alkohol (z.B. Rum) eingelegt und anschließend getrocknet. Ich wollte mal von einer deutsch-brasilianischen Freundin einige der sehr keimwilligen Samen per Post geschickt bekommen, um sie in meinem durchaus mild temperierten Duftgarten (oder im Gewächshaus) zu ziehen, doch sie ließ mich wissen, dass es sehr streng verboten sei, keimfähige Ware außer Landes zu bringen!
Nach dem alkoholischen Vollbad werden die braunen Samen fermentiert und werden schwarz, dann steigt der Cumaringehalt auf circa 10 Prozent. Dieser Stoff liegt als 2-O-(β-D-Glucosyl)cumarsäure in der Pflanze gylcosidisch gebunden vor, also sozusagen an ein Zuckermolekül gekettet. Dieses Glykosid wird während des Trockungs-und Welkprozesses unter dem Einfluss einer Glukosidase gespalten und die freie Cumarsäure zyklisiert anschließend zum Lactonring des Cumarins. Cumarin (2H-1-Benzopyran-2-on) ist ein zyklisches Lacton und wurde bereits 1822 aus den Tonkabohnen isoliert. Es ist in kleinen Spuren in diversen Lebensmitteln (Aprikosen/Marillen, Brombeeren, Erdbeeren, Datteln, Kirschen) und heimischen Kräutern (Salbei, Dill, Kamille) und auch im Lavendel (-Absolue) enthalten [Loew D, Koch E: Cumarine – Differenzierte Risikobetrachtung mit dem Beispiel eines pflanzlichen Arzneimittels. Zeitschrift für Phytotherapie 2008; 29: 28–36].

Eliane Zimmermann AromatherapieWährend der Fermentation entwickelt sich also der köstliche Cumarinduft nach Waldmeister und gemähten Almwiesen. Wer Tonkabohnen besitzt, kann das weißliche auskristallisierte Cumarin in den “Falten” erkennen. Doch dieser Stoff, ein Phenolabkömmling, welcher vom portugiesischen volkstümlichen Namen der Bohne ‘Cumarú’ abgeleitet wurde, war den Gesetzgebern schon sehr früh ein Dorn im Auge und wurde lange Zeit in Lebensmitteln verboten. Er kann – zumindest im Tierexperiment und sicherlich bei Überdosierung in synthetisch-isolierter Form, bei kontinuierlicher Anwendung Leberschäden bis hin zu Leberkrebs verursachen. Ein ähnliches Problem wie die derzeit immer wieder angeprangerten Zimtsterne mit chinesischem Zimt, der auch Cumarin enthält (dazu gibt es seit September eine aktualisierte Stellungnahme vom BfR).
Das witterungsbeständige rotbraune Holz wird übrigens als Cumaru gehandelt und im Schiff- und Terrassenbau eingesetzt. In Brasilien wird die gemahlene Bohne als Hausmedizin bei Darmkoliken und Menstruationsschmerzen eingesetzt, Indianer aus der Region der Tonkabäume verwenden den alkoholischen Extrakt bei Migräne undMagenschmerzen. In der deutschen Aromatherapie werden schmerz- und krampflindernde Mischungen mit etwas Tonkaextrakt angereichert, insbesondere bei der Behandlung von “aussichtslosen” Krankheiten, um gleichzeitig die Stimmung der Betroffenen etwas aufzuheitern.
Doch zurück zum Weihnachtsgebäck: eine Prise Tonkabohne (sie wird wie eine Muskatnuss auf feiner Reibe gerieben) oder drei bis fünf Tropfen alkoholischer Tonkaextrakt pro 2,5-kg-Stollen darf man getrost als ungefährlich betrachten. Wenn man zu hoch dosiert, schmeckt’s bitter, die Pflanze sagt uns also selbst, wie hoch man gehen darf. Alle Rezepte, in denen (künstliches) Bittermandelaroma vorkommt, können von Tonkaextrakt profitieren, Mohn-, Kokos- und Nusszubereitungen auch. Wer noch das (vergriffene) schöne Buch von Monika Werner “Ätherische Öle” aus dem G&U-Verlag hat, findet ein Stollenrezept auf Seite 168 und 169. Sie beschreibt darin so nett, wie sie jedes Jahr bei Herrn Trautner, einem Konditor in München, ihren ganz besonderen Weihnachtsstollen kaufte, bis er sein Geschäft altersbedingt aufgab und ihr, nachdem sie all ihren Charme spielen ließ, das Rezept übergab. TonkagewürzSie bekam dazu ein mit einem Pulver gefülltes Glas, welches das Geheimnis seines besonderen Stollens enthielt: geriebene Tonkabohne. Das vergessene Gewürz, das auch zum Aromatisieren von feinen Tomatensoßen geeignet ist, war damals so gut wie nicht erhältlich. Heute bekommt man oft preiswerte Tonkabohnen zum Räuchern, diese sind aber nicht unbedingt zum Verzehr geeignet (jedoch als Talisman im Geldbeutel, sie sollen nach brasilianischem Volkglauben dafür sorgen, dass das Geld nie ausgeht). Besser, man kauft sie bei einem Gewürzhändler oder bestellt sie hier. Tonkaextrakt ist in den letzten Jahren sehr teuer geworden, man kann ihn auch kinderleicht selbst herstellen (noch ist Zeit, um so ein Geschenk herzustellen):

  • 50 ml hochprozentiger Alkohol (Rum, Wodka oder ganz geschmacksneutral: Bio-Ethanol)
  • 4-5 Tonkabohnen, evtl leicht angestoßen

in ein Braunglas (Apotheke) geben und drei bis vier Wochen ziehen lassen, danach durch Kaffeefilter seihen, pronto.

PS Hier noch eine wichtige Erläuterung zur häufig gestellten Frage nach Wechselwirkungen mit gerinnungshemmenden Medikamenten von Dr. Erwin Häringer, Arzt für Naturheilkunde in München: Das 7 Dihydroxy-cumarin hat keine Interaktion mit anderen gerinnungshindernden Medikamenten (Marcumar, Warfarin etc.); beim Nagetier und Hund entstehen unter epoxidbildung reaktive Aldehyde, die bei diesen Tieren und nur bei ihnen! leberschädigend wirken. Abbildungen dazu im guten Artikel von Loew in der Zeitschrift für Phytotherapie (siehe Link oben). Danke!

PPS Sabrina hat auch über Tonka & Co geschrieben, vor allem über ihre Kuschelzucker-Rezeptur, hmmmm, hier geht’s zum Artikel.

duftküche, das rezeptebuch von der pionierin


Eliane Zimmermann AiDa AromatherapyStändig davon erzählt, lange erwartet und endlich gedruckt: Das neue Kochbuch von Aromaküche-ErfinderinPionierin Maria Kettenring hat das Licht der Welt erblickt: Duftküche (klick!) aus dem Kneipp Verlag (19,99 Euro). Ich besaß (vor allerlei Umzügen) das kleine erste Kochbüchlein von ihr, es war nicht viel größer als ein Vokabelheft. Natürlich standen auch ihre Küchen-Kreationen wie mein viel verwendetes ‘O sole mio’-Öl am Herd (dafür kaufte ich mir bei Primavera sogar ein extra passendes “Gewürzregal”). Dann wanderte ‘Paradies Aromaküche’ in mein Kochbücher-Regal, es hatte ein wunderschön illustriertes Titelbild, war innen jedoch eher trocken gestaltet (Abbildung unten rechts). Es gab dann eine etwas größere Version (‘Aromaküche’), wieder ein paar Jahre später erschien eine noch größere Ausgabe mit Poster, die irgendwie den Weg zu mir nicht fand (‘Aromaküche im Rhythmus der Jahreszeiten’). Und nun haben wir ein wunderschönes, sehr appetitlich-verlockend bebildertes Buch vor uns.

Das Kochen mit ätherischen Ölen wurde fast als eine ‘Notlösung’ Mitte der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts geboren: Ein Ehepaar mit vegetarischem Restaurant im Allgäu wollte weiterhin schmackhaft und gesund würzen, obwohl viele Kräuter als Folge der Katastrophe in Tschernobyl radioaktiv verseucht waren. Maria und Thomas Kettenring  hatten bereits Erfahrungen mit ätherischen Ölen bei einer der ersten deutschen Ätherisch-Öl-Firmen gesammelt. Man entdeckte bald, dass Kräuter, selbst wenn sie radioaktiv belastet waren, nach der Destillation ein ‘sauberes’ ätherisches Öl ergaben. Es lag also nahe, damit zu experimentieren und zu kochen.Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Salate, Dips, Soßen, asiatische Gerichte, Frühstücksleckereien, Desserts, Tees, süße Brotaufstriche, Getränke – es gibt fast nichts, was man nicht mit ätherischen Ölen verfeinern könnte. Da es sich bei natürlichen ätherischen Ölen um konzentrierte Kräuter- und Gewürzeauszüge handelt, musste man sich allerdings zunächst an leckere Verdünnungen und Zubereitungen heran tasten, um den damit gewürzten Speisen raffinierten Geschmack und gesundheitlichen Wert gleichermaßen zu verleihen. Denn einfach einen Tropfen Gewürznelken,- Estragon- oder Pfefferöl ins Essen geben funktioniert nicht – so würden die meisten Speisen überwürzt schmecken oder gar ungenießbar werden. Versuch und Irrtum erbrachten viele wundervolle Rezepte und diese führten zu etlichen inspirierenden Büchern. Ich muss Maria Recht geben, dass es mir genau wie ihr inzwischen schwer fällt, Speisen ohne ätherische Öle zuzubereiten, es ist, als wäre kein Salz zum Würzen vorhanden.

In Anbetracht der 126 Studien mit ätherischen Ölen, welche antitumoral wirken, die ich derzeit in meiner stetig wachsenden Tabelle verwalte und verarbeite, stellt eine abwechslungsreiche Duftküche vermutlich sogar eine angenehme Form der Prophylaxe dar.

Wer über das andere Aromaküche-Buch von Sabine Hönig und Ursula Kutschera lesen möchte, findet hier (klick!) meine Buchbesprechung, wer Inspirationen zum Kochen oder ein Ätherisch-Öl-Set bestellen möchte, kann bei Feeling (klick!) nachschauen. Zur Zubereitung von Speisen sollten nur ätherische Öle aus zertifiziertem kontrolliert biologischem Anbau (kbA) verwendet werden oder CO2-Extrakte (welche ohnehin für die Lebensmittelbranche hergestellt werden). Wer Primavera-Mischungen kaufen möchte oder auch für Institutionen (Kantinen etc) kocht, kann als Lebensmittel zertifizierte ätherische Öle bei Vegaroma bestellen, dort befindet sich auch ein Rezepte-Austausch-Forum im Aufbau.

PS. Ich habe eben gesehen, dass man die kürzlich vorgestellten Cystus-Tabletten (die wunderbaren Anti-Viren Infektblocker, die nun anders heißen) auch bei Amazon bestellen, hier (klick!) geht’s zur entsprechenden Seite.

unterschätztes ätherisches öl: koriandersamen


Eliane Zimmermann Eliane ZimmermannSowohl in großen Teilen der asiatischen als auch der mexikanischen Küche ist das Kraut des Koriander eine wichtige geschmackliche und dekorative Ergänzung zahlreicher Speisen. Es heißt auch Arabische Petersilie oder Cilantro (nicht wirklich korrekt jedoch weltweit gebräuchlich) und wie bei dem gebräuchlicheren Gewürzkraut können auch die Wurzeln und Samen eingesetzt werden. Der eher abschätzige Name “Wanzenkraut” bezieht sich auf den oft als eigenartig bis ekelerregend-abstoßend empfundenen Duft der Blätter, koris im wissenschaftlichen Namen heißt sogar ‘Wanze’. Die Tierchen riechen anscheinend wie das Kraut und umgekehrt (unter den heute herrschenden Bedingungen hat kaum noch jemand Kontakt mit (Bett-)Wanzen….). Möglicherweise besitzen wir Menschen einen (genetisch verankerten) Abwehrmechanismus auf diesen Insektengeruch, so dass uns die ähnlich gestalteten Duftmoleküle im Korianderkraut in eine Art Alarmzustand versetzen.

In der Aromatherapie haben wir zwei sehr unterschiedliche Düfte zur Verfügung: Einerseits das sehr stechend riechende Öl aus den Blättern dieses Krautes aus der Familie der Apiaceae (Doldenblütengewächse), es enthält vorwiegend aromatische (‘phenolische’) Aldehyde und kann somit hautreizend wirken. Andererseits das ätherische Öl aus den kleinen kugeligen Samen (korrekt: Früchte), es erinnert im Duft eher an Lavendel, da es sogar mehr als jenes reichlich Linalool (75%) enthält. Es wird noch viel zu wenig in der Aromapflege eingesetzt, ja es wird richtig gehend unterschätzt. Dabei ist es relativ preiswert, die Gewinnung zerstört keine wertvollen pflanzlichen Ressourcen, denn das wärmeliebende Heil- und Küchenkraut wächst reichlich und dankbar und es gibt sogar etliche wissenschaftliche Studien zu Wirkungen jenseits der hauptsächlich bekannten carminativen Wirkungen (blähungswidrig).

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyEine vor einem Jahr veröffentliche In vitro-Studie aus Portugal konnte zeigen, dass das ätherische Öl aus Coriandrum sativum gegen etliche gram-negative und gram-positive Bakterien einsetzbar ist. Insbesondere dem gefürchteten MRSA kann das Öl zusetzen, aber auch Bakterien, die durch Lebensmittel zu Vergiftungen führen können. Es wirkte lediglich nicht gegen Bacillus cereus und Enterococcus faecalis. Interessant für die ganzheitlich denkenden und pflegenden Menschen ist die Erkenntnis, dass das komplette Öl besser wirkte als der Haupt-Inhaltsstoff Linalool (der im Labor meistens in synthetischer Form vorliegt).

Die per Durchflusszytometrie mit Propidiumiodid vorgenommene Untersuchung der betroffenen bakteriellen Zellmembranen zeigte, dass diese unter Einfluss des ätherischen Öles ihre Zellatmung einstellten. Die elektrische Spannung der Membran (das so genannte Potenzial) war genauso gestört wie die Transporterfunktionen. Domingues F & al: Coriander (Coriandrum sativum L.) essential oil: its antibacterial activity and mode of action evaluated by flow cytometry. The Journal of Medical Microbiology

In einer im März 2011 veröffentlichten brasilianischen In vitro-Studie konnte gezeigt werden, dass Korianderöl eine deutliche Wirkung gegen Candida albicans-Befall in der Mundhöhle aufweist. Es zeigte die beste Wirkung im Vergleich zu den ätherischen Ölen von Allium tuberosum (Knoblauch), Cymbopogon martini (Palmarosa), Cymbopogon winterianus (Java-Citronella) und Santolina chamaecyparissus (Heiligenkraut). Furletti VF & al. Action of Coriandrum sativum L. Essential Oil upon Oral Candida albicans Biofilm Formation. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. Vol 2011

Die Zeitschrift für Phytotherapie widmete den Schwerpunkt ihrer ersten Ausgabe 2012 dieser vernachlässigten Heilpflanze, darin wird unter anderem berichtet über die Wirkungen von Koriandersamen gegen

  • MRSA (methycillinresistenter Staphylococcus aureus)
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Bacillus subtilis
  • Salmonella typhosa
  • Campylobacter jejuni
  • Mycobacterium avium
  • β-hämolysierende Streptokokken
  • Staphylococcus aureus

Korianderöl kann auch gegen pathogene (krankmachende) Pilze eingesetzt werden, im Fall von Candida albicans “hemmte das Öl die Biofilm-Bildung durch den fakultativ pathogenen Hefepilz genauso wirksam wie Nystatin und Fluconazol.” Weitere Pilze, welche das Öl gar nicht leiden können sind beispielsweise

  • Aspergillus aegypticus
  • Penicillium cyclopium
  • Penicillium interdigitatum
  • Trichoderma viride
  • Epidermophyton interdigitale
  • Microsporum canis

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyIn der aktuellen (Sonder-)Ausgabe der Zeitschrift für Phytotherapie wird von einer Studie berichtet, in welcher es bei 1200 Personen mit Kontaktallergien eine 5%-ige Mischung des ätherischen Öles mit Vaseline (!!!)  zu keiner allergischen Reaktion kam, was aufgrund der 75% Linalool im Öl hätte erwartet werden können, wenn man der aktuellen vorgeschriebenen Deklaration auf Kosmetika glauben würde. (Es wird für Kosmetika die Linalool enthalten gefordert, dass Linalool als Allergen aufgelistet wird.) Bei 40 Probanden wurde 1%-iges Korianderöl im okklusiven Patchtest untersucht und es kam auch nicht zu Unverträglichkeitsreaktionen. Das süßlich-holzig duftende und äußerst verträgliche Öl wird also für Anwendungen bei folgenden Indikationen empfohlen:

Casetti F, Wölfle U, Augustin M, Frank U, Schempp C: Einsatz von Korianderöl in der Dermatologie. Zeitschrift für Phytotherapie 2012; 33 (Suppl. 1). Eine weitere neue Studie aus der Universitäts-Hautklinik Freiburg befasst sich der antimikrobiellen Wirkung von Korianderöl: Casetti F, Bartelke S, Biehler K, Augustin M, Schempp CM, Frank U (2011) Antimicrobial activity against bacteria with dermatological relevance and skin tolerance of the essential oil from Coriandrum sativum L. fruits. Phytother Res 25: 2011 Aug 4., auch ein Artikel der Forscher um Professor Dr. Christoph Schempp vom letzten Jahr zeigt die Heilmöglichkeiten mit diesem Öl auf: Schempp CM, Wölfle U, Rispens JA, Schaette R (2011) Koriander (Coriandrum sativum L.) – ein heilkräftiger und antimikrobiell wirksamer mediterraner Doldenblütler. Der Merkurstab 64 (4):339-345.

Besonders fein duftend finde ich eine Rarität, die durch CO2-Extraktion gewonnen wird, manchmal wird sie bei Feeling angeboten, derzeit befindet sich “nur” das destillierte Korianderöl (Klick auf gefettetes Wort!) im Web-Shop, nachfragen lohnt sich jedoch, da es auch als feines, antioxidativ wirksames Gewürz in der Aromaküche eingesetzt werden kann. Bei der nächsten Amazonbestellung kann auch das feine Korianderöl von Taoasis mitbestellt werden (danke für die kleinen Provisionen an all die engagierten BestellerInnen der letzten Wochen!!! :-) )

Es ist also an der Zeit, diesem wohltätigen “Lavendel auf der Familie der Sellerie-Fenchel-Kümmelgewächsefamilie” mehr Beachtung zu schenken!

aromaküche für jederfrau und jedermann


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyEben kam der Briefträger und brachte mir ein Buch. Nicht irgendein Buch. Sondern eines für das ich das Geleitwort geschrieben habe: Aromaküche – Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen (für nähere Infos und Bestellmöglichkeit anklicken, ich danke für die kleine Provision!). Welch eine Freude, welch ein Trost! Denn momentan bin ich nicht der Glückspilz, als den ich mich darin beschrieb: Mein Grafikprogramm hat mir vorhin eine große fast fertige Datei mit 112 Seiten zerlegt. So kam diese kleine Ablwnkung mehr als gelegen.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapySabine Hönig und Ursula Kutschera haben eine Lücke gefüllt, welche das zeitweilige Verschwinden von Maria Kettenrings Aroma-Küche-Buch hinterließ (es wird derzeit für über 80 Euro gehandelt, das Werk der Aromaküche-Pionierin wird jedoch bald neu aufgelegt). Die österreichischen Autorinnen kommen nicht aus der Gastronomie-Branche sondern kochen für einen abwechslungsreichen und gesunden Alltag.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyUrsula war hier in Irland auf einer Botanikwoche zu Besuch und rund um die gemeinsamen und reichhaltigen Mahlzeiten dachte ich damals laut vor mich hin: Man müsste endlich wieder ein Aromakochbuch schreiben. Vielleicht habe ich einen Samen gesät… Hier eine Kostprobe aus meinem Vorwort:

Ich bin ein Glückspilz, mir werden immer wieder Herzenswünsche erfüllt. Doch einer widersetzte sich für lange Zeit: der Ruf nach einem Kochbuch mit schnell umsetzbaren duften Rezepten, gezaubert mit gesunden ätherischen Ölen. In vielen Kursen und Vorträgen forderte ich immer wieder TeilnehmerInnen dazu auf, bewährte Anleitungen für leckere Gerichte zusammen zu stellen. Kleinere Heftchen und unsortierte Ordner entstanden. Ich fing sogar selbst mehrfach an, eine Aromaküche-Sammung mit appetitlichen Fotos anzulegen (denn Kochen ohne ätherische Öle ist für mich wie eine Küche ohne Salz). Nichts von all den Vorhaben jedoch hat den Weg in die Küchen von Fans der abwechslungsreichen Gesundkost angetreten. Bis jetzt.

Es war ein langer Weg, seit das Kochen mit ätherischen Ölen Mitte der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts das Licht der Küche erblickte. Es passierte, als ein Ehepaar in München etwas gegen die Folgen der Katastrophe in Tschernobyl tun musste: In ihrem vegetarischen Restaurant konnten Maria und Thomas Kettenring ihre Speisen nicht mehr mit frischen Würzkräutern zubereiten, die radioaktive Strahlung vieler Zutaten war zu hoch. Gleichzeitig suchten die beiden leidenschaftlichen Koch- und Ernährungsprofis Alternativen zur immer penetranter werdenden synthetischen Aromatisierung von Lebensmitteln. Nicht umsonst hatten sie sich bereits bei einer der ersten deutschen Ätherisch-Öl-Firmen engagiert. Dort entdeckte man bald, dass Kräuter, selbst wenn sie nach der Ernte radioaktiv belastet waren, nach der Wasserdampfdestillation ein ‘sauberes’ ätherisches Öl ergaben. Was lag näher, als damit zu kochen?! Da es sich bei natürlichen ätherischen Ölen um hochkonzentrierte Kräuter- und Gewürzeauszüge handelt, musste allerdings viel experimentiert werden, um herauszufinden, wie man den damit gewürzten Speisen raffinierten Geschmack und gesundheitlichen Wert gleichermaßen verleiht. Das erste deutschsprachige Aroma-Kochbuch entstand und erschien in mehreren erweiterten Auflagen, auch bekannte Köche widmen sich inzwischen dieser ‘aromatischen Kunst’.

Während die industriell parfümierte Nahrung nach wie vor auf dem Vormarsch ist und von gesetzlicher Seite nicht sonderlich in die Schranken gewiesen wird, sehen sich Anwender und Hersteller von natürlichen ätherischen Ölen mit immer mehr Regulierungen und Einschränkungen konfrontiert. Dabei ist das Würzen mit Pflanzen, die reich an Naturaromen sind, sicherlich so alt wie die Menschheit. Zu Zeiten, als menschenartige Geschöpfe noch auf allen Vieren gingen, lockten flüchtige, fein duftende Moleküle den Weg zur gesunden und bekömmlichen Nahrung. Auch alle Kreaturen mit aufrechtem Gang wissen intuitiv durch den Gebrauch der Nase, wann ein Lebensmittel verdorben ist. Doch nach und nach ersetzen nicht nur maskierende Geruchstoffe, sondern auch bunte Verpackungen und penetrante Werbung die Arbeit dieser wertvollen ‘Antenne’ mitten im Gesicht. Der Homo sapiens ist inzwischen dabei, die Fähigkeit, Gesundes von Verdorbenem zu unterscheiden. Wertlose Füll- und Quellstoffe, allergisierende Geliermasssen, hyperaktivierende hormonartige Gebilde, alzheimerfördernde Süßpulver und aquarellkastenbunte Farbsubstanzen führen zum Verlernen von Riech- und Geschmackrezeptoren. Vielleicht trägt diese olfaktorische Faulheit sogar zur Entstehung von Demenzen bei, denn in einem sehr frühen Krankheitsstadium verkümmert das winzige Organ im Gehirn, das gleichermaßen Erinnerungsvermögen und Geruchsinn verarbeitet, der Hippocampus.

Es ist also wieder höchste Zeit für ein Rezeptbuch, in dem aufgezeigt wird, wie einfach es sein kann, sich gesund, lecker und raffiniert gewürzt zu ernähren. Keine mühsame Haute Cuisine, sondern alltagstaugliche Leckereien, die im Handumdrehen gezaubert werden können. Vom Salatdressing bis zum peppigen Getränk gibt es im Reich der AromaköchInnen nichts, was nicht durch natürliche ätherische Öle aufgewertet werden könnte, zur Förderung der Gesundheit und zur Freude des wählerischen Gaumens. Ich wünsche mir für dieses Buch nun eine rege Verbreitung!

Als Vegetarierin freue ich mich insbesondere über fleischlose und sogar vegane Kochideen. In den nächsten Tagen werde ich über ein ganz anderes Buch berichten, das kürzlich ganz überraschend den Weg zur Grünen Insel und zu unserem Briefkasten fand.

abnehmen und samthaut mit vanille- und kaffeemazerat


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyPassend zum Artikel über Mazerate gibt es heute zwei Rezeptideen, die sowohl zur Schönheitspflege als auch für die feine Küche verwendet werden können. Zudem sind sie schöne Geschenkideen. Kaffeemazerat für Cellulite-Massagen 250 g Bio-Kaffeebohnen (ungemahlen) in einem schönen Schraubglas mit soviel  nativem Sesamöl (ungeröstet) übergießen, dass die Bohnen ganz bedeckt sind. Jeden Tag vorsichtig schwenken und nach zwei Wochen die Bohnen mit einer Schaumkelle entnehmen und wegwerfen (oder zerstampfen, in 10 Liter Wasser einige Tage ziehen lassen und als Spritzmittel gegen Läuse im Garten verwenden).
Eine prima durchblutungsfördernde und “entschlackende” Anti-Cellulite-Rezeptur kann auch mit dem wundervollen CO2-Extrakt aus Kaffeebohnen in Sekundenschnelle hergestellt werden.

Wer empfindliche Haut hat, sollte die Tropfenanzahl halbieren (und peinlich genau darauf achten, dass das Orangenöl nicht älter als 1 Jahr nach Öffnen ist und auch das destillierte Ingweröl sollte nicht älter als zwei Jahre nach Öffnen sein). Jeden Tag ein- oder zweimal auf die (feuchte) Haut der betroffenen Stellen einmassieren. Vorher Trockenbürsten erhöht den straffenden Effekt beträchtlich, da der “reinigende” Lymphfluss angeregt wird. Wer kein Centella-Mazerat bestellen möchte, kann freilich jedes gute fette Pflanzenöl für diese Rezeptur verwenden. Centella hat einen reparierende Einfluss auf beschädigtes Bindegewebe und ist ein mächtiges Anti-Ageing-Kraut. Es wird in herkömmlichen Narbensalben verarbeitet und befindet sich auch im oral einzunehmenden Mittel gegen juckende Hauausschläge Ekzevowen.

Wer gerne Kakao trinkt, kann sich eine Prise (mit Zahnstocher entnehmen und das Getränk damit umrühren) des Kaffeebohnenextraktes in den warmen Kakao geben oder vorab das Kakaopulver aromatisieren - auch mit Orangenöl köstlich. (Kakao möglichst aus Fairtrade, es werden zu viele afrikanische Kinder für die Schoko-Industrie entführt und versklavt, um den Hunger des Westens nach Kakao und Schokolade zu stillen, der Film dazu ist hier zu finden). Der Kaffeebohnenextrakt passt auch prima zu Schlagsahne (Schlagobers) und um Torten sowie Tiramisu fast koffeinfrei zu aromatisieren.

Vanillemazerat für Massagemischungen und zum Kochen:

  • 2 kleine oder eine große Vanillestange(n) (kbA) klein schneiden und in
  • 100 g nativem Kokosfett oder in 100 ml Sesamöl ausziehen.

Es können bereits ausgekratzte, für Süßspeisen “ausgeschlachtete” Stangen verwendet werden. Nach circa 14 Tagen die Stangenstückchen (mit peinlich sauberer Gabel) entfernen, eventuell noch in Kompott oder Apfelmus auskochen. Dieses Hautpflegeöl ist sehr reichhaltig und sollte nur auf feuchter Haut dünn aufgetragen werden. Da es eine eher kühlende Wirkung hat und zudem sehr wohltuend und ausgleichend für die verstimmte Seele wirkt, ist es ein gutes Mittel bei Neurodermitis. Zudem kann es appetitregulierend wirken, da der Inhaltsstoff Vanillin, ein aromatisches Aldehyd, vermutlich das Belohnungszentrum im Gehirn anspricht; es wirkt innerlich (durch Süßigkeiten) und auch äußerlich aufgetragen beispielsweise in Form eines speziellen Abnehm-Pflasters (ich hatte 2009 bereits hier darüber geschrieben).

Dieser Vanilleauszug kann tropfenweise zum Abrunden von Kuchen, Süßspeisen, Zuckerguss, Kompott etc verwendet werden.

PS Nach Veröffentlichung des Artikel über Mazerate in Facebook kam ein Einwand zum Ausdruck ‘köcheln’, den ich bislang offenbar falsch verwendet habe. Ich meine damit langsames und schonendes Simmern, also keinesfalls kochen im Sinne von 100 Grad oder mehr, vielmehr weit unter dieser Temperatur, welche hochwertige Öle zerstört. Der korrekte Ausdruck war mir nicht geläufig, er heißt ‘digerieren‘.

veilchenduft in aromatherapie und küche


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyVeilchen und Iris sorgen gerne für Verwirrung bei Aroma-NovizInnen. Veilchenduft wird aus Iriswurzeln gewonnen und Veilchenblätter-Absolue duftet weder nach Veilchenblüte noch nach Iriswurzel. Das Absolue aus den herzförmigen Blättern duftet eher schwer erdig-grasig-grün. Es wird nur hoch verdünnt eingesetzt, dann entfaltet der Duft seine stimmungsaufhellende und gar erotisierende Wirkung am besten. Wer derzeit stark duftende Veilchen im Garten oder in der Umgebung hat, kann sogar ein Mazerat wagen, die Blüten also in Sesamöl oder Kokosfett einlegen.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyMan kann Veilchenblüten hervorragend kandieren und zur Deko auf Süßspeisen verwenden. Sie machen auch “einfach so” eine gute Figur in einem frühlingsfrischen Salat. Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyZwei wundervolle Bücher zum Thema Blütenküche wurden von zwei Kennerinnen verfasst. Das kleine aber sehr informative Büchlein von Ursel Bühring passt zum schmaleren Budget: Blütenküche (für mehr Infos auf fett gedruckte Wörter klicken!) Martina Kabitzsch hat ein traumhaftes, ja opulentes Werk zusammengestellt: Von Blüten und Blythen – Der Garten bittet zu Tisch (29,90 Euro), sie gibt auch reichlich und wertvolle Tipps zum Anbau, da sie für ihre Manufaktur für Essbare Blütenprodukte in der Nähe von Berlin vielerlei Blumen anbaut: Von Blythen Manufaktur, wo am kommenden Sonntag  der Tag der offenen Tür statt finden wird (hier hatte ich das Buch schon ausführlicher vorgestellt).

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyAn Straßenrändern und in eher halbschattigen, feuchten Gartenecken geht es momentan ganz viele Veilchen, man muss sich allerdings bücken, um in den Genuss des überaus feinen Duftes zu kommen und auch Stellen auswählen, die nicht zu den Hunde-Gassi-Autobahnen zählen. Die winzige Blüte offenbart ihre malerische Perfektion erst bei sehr nahem Betrachten oder gar eine Vergrößerung am Bildschirm.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Frühlings-Geburstagskindern kann man edles fertig gekauftes Veilchenkonfekt oder Veilchensirup verschenken und wenn das nicht genug ist auch Veilchenpastillen lutschen…Oder sich mit einer weitestgehend natürlichen Parfümkomposition von Florascent umgeben: Aromatica Violetta. Etliche Veilchenarten duften übrigens nicht, Viola odorata ist die Duftkönigin unter den unscheinbaren blauen Mini-Blüten.

Babys die Schmerzen und wundes Zahnfleisch in der Zahnungsphase haben, bekommen übrigens von aufmerksamen Eltern oft ein Kettchen mit  einer “Veilchenwurzel” umgehängt, beim daran Kauen und Beißen entsteht ein kühlender zarter Schleim, der die Beschwerden besser lindert als das Nagen an Holzbauklötzen, Schnullern und Plastikspielzeug. Diese Ketten werden jedoch aus Iriswurzeln hergestellt.

ätherische öle und kunststoff


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyEs geht doch nichts über praktisches Anschauungsmaterial! Da hört man immer wieder, dass ätherische Öle Kunststoff angreifen können. Doch wenn man einmal selbst einen Tropfen Mandarinen-, Orangen- oder Zitronenöl in so ein zum “emulgieren” gerne verwendetes Kaffeesahnetöpfchen gegeben hat, und dann beobachtet, in wie wenigen Minuten das Pöttchen zerfressen ist, geht man sicherlich nicht mehr leichtsinnig mit der Aufbewahrung von Ölemischungen um. Ich hatte vor anderthalb Jahren bereits einmal hier ausführlich über dieses Thema geschrieben und wollte heute mal wieder dran erinnern. Denn derzeit schnieft und hustet es überall und sicherlich wird auch mal zur Inhalationsmaschine gegriffen.

Da Billiginhalatoren vom Discounter oder Kaffeeröster sicherlich nicht der Qualität von viel teureren Maschinen aus der Apotheke oder dem Sanitätsfachhandel entsprechen, ist Vorsicht geboten. Man sollte also insbesondere keine Nadelöle und keine Zitrusöle in Geräte geben, wenn sie nicht für ätherische Öle geeignet oder zugelassen sind. Man riskiert einerseits die Zerstörung der Kunststoffteile oder des ganzen Maschinchens, andererseits können wir Laien nicht beurteilen, welche giftigen Anteile im Plastik durch diesen Auflösungsprozess freigesetzt werden und dann mit inhaliert werden.

Ich habe hervorragende Erfahrungen mit der Inhalation von Manukaöl, dieses enthält so gut wie keine Monoterpene (ohne funktionelle Gruppe) und scheint sehr pfleglich mit Kunststoff umzugehen. In unserem Pariboy Inhalator wird ein Tropfen Manukaöl mit circa 2 ml Rosenhydrolat verschüttelt und jeweils damit 3x täglich inhaliert (stark gegen Viren und Bakterien und entzündungshemmend-schmerzlindernd). Auch Kamillenöl ist für diesen Zweck geeignet, sowie alle Öle die weder klebrig sind (wie Benzoe) und die wenig(er als 10 Prozent) Monoterpene enthalten. Im oben abgebildeten “Experiment” vergleichen wir in Kursen unterschiedliche Zitrusöle. Das gezeigte Loch entstand in weniger als 10 Minuten mit Orangenöl. Bergamotteöl richtet kaum Schaden am Kaffeesahnetöpfchen an, auch Lavendelöl verursacht fast keine Auflösungserscheinung, allenfalls eine minimal klebrig-angegriffene Oberfläche (je nach Öl und Dauer). Pfefferminzeöl kann auch Kunststoffe angreifen. Im Zweifelsfalle testet man das ätherische Öl seiner Wahl an einer versteckten/unwichtigen Stelle seines Gefäßes oder Gerätes.

Bestimmte Kosmetikgefäße und auch viele Medizinprodukte sind aus anderem Kunststoff hergestellt, insbesondere typische aromapflegerische Verdünnungen von circa 1 bis 2 Prozent kann man problemlos darin aufbewahren. Gefährdet sind jedoch auch diese dünnen-faltbaren Getränkeflaschen, also niemals selbst gemachte Limonaden darin herstellen und aufbewahren.

limettenöl als aroma und gesundheitsschutz


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyIch bin ja ein gnadenloser Fan von Limettenöl (Citrus aurantifolia Swingle). Keines meiner ätherischen Öle kann so lebendige und farbige Sommer-Sonne-Urlaubs-Bilder in mir wecken wie dieses! Meistens ist die kalt  aus den grünen Schalen geraspelte Version der “brasilianischen Zitrone” im europäischen Handel, manchmal erhält man auch die furokumarinfreie destillierte Version, die zwar anders riecht jedoch für Anwendungen auf der Haut geeigneter ist, da sie nicht photosensitivierend wirkt. In meiner brasilianischen Heimat kennt man nicht die gelbe ovale Zitrone wie sie nach Europa importiert wird, ich habe schon amüsiertes Lächeln dort geerntet: “Was, Zitronen sind bei euch gelb? und so groß? und oval?” In Caipirinhas und Cola-Getränken befinden sich Limettenscheiben, Shrimps und Lachs werden mit Limettensaft dekoriert, Kuchen und Puddings werden mit dem erfrischend-säuerlichen Fruchtgeschmack aufgepeppt.

Ich fand kürzlich eine recht neue Studie, in der die hervorragenden antioxidativen Eigenschaften von ätherischem Limettenöl vergleichen wurden mit Bergamotte- und Bitterorangenöl verglichen wurden. Auch wenn alle drei Schalenöle ähnliche Inhaltsstoffe aufweisen – Limonen, α-Pinen, β-Pinen, γ-Terpinen und Linalylacetat (vor allem im Bergamotteöl) – war Limettenöl der Renner, insbesondere bei der Unterdrückung des “Alzheimer-Enzyms” Acetylcholinesterase, welches bei dieser Krankheit zu aktiv ist. Die Empfehlung in der Studie lautet:

Obtained data suggest a potential use of Citrus oils as a valuable new flavor with functional properties for food or nutraceutical products with particular relevance to supplements for the elderly.  …  Citrus essential oils suggested their use as a new potential source of natural antioxidant to added as extra-nutrient for using in food industries as a valuable new flavor with functional properties for food or nutraceutical products with particular relevance to supplements for the elderly.

Auf gut Deutsch und frei übersetzt: Limettenöl (und andere echte Zitrusöle) wären ideale Geschmacksstoffe (Aromen) für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel für ältere Menschen, da sie gleichzeitig ‘funktionale Eigenschaften’ aufweisen wie eine Anti-Demenz-Wirkung. [Tundis R, Loizzo MR, Bonesi M, Menichini F, Mastellone V, Colica C, Menichini F. Comparative study on the antioxidant capacity and cholinesterase inhibitory activity of Citrus aurantifolia Swingle, C. aurantium L., and C. bergamia Risso and Poit. peel essential oils. J Food Sci. 2012 Jan;77(1):H40-6.]

Ich jedenfalls gebe Limettenöl in fast jedes Smoothie, in Joghurtspeisen, in Limonaden, in Avocadosalsas und vieles mehr. Und ich sprühe mich, gerade wenn schlechte Laune oder winterliche Durchhänger drohen, mit dem traumhaften ‘Aquaroma’ Limette von Neumond ein, diese Produktserie ist zwar offiziell als Raumbedufter deklariert, jedoch nur mit bestem ätherischen Ölen, Salz und Trinkalkohol in einem speziellen Verfahren hergestellt, so dass es mein persönliches Lieblingsparfümspray geworden ist (wenn ich nicht in die Sonne gehe). Die im kalt geraspelten Limettenöl enthaltenen Furocumarine (ähnlich wie im Bergamotteöl zu circa 1 Prozent oder sogar etwas mehr) sind nämlich wahre Stimmungsaufheller! Und sie sorgen für etwas mehr Haltbarkeit in den nur circa 1 Jahr haltbaren Zitrusschalenölen (manche etwas mehr, manche etwas weniger und je nach Lagerung und Firma).

pflanzenöle – grundbaustein für die lebensfunktionen


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyWir Naturheilfreunde und Befürworter einer möglichst natürlichen Ernährung und Körperkosmetik werden schon mal schräg angesehen. Menschen, die sich nicht viele Gedanken um ihre Nahrung und die mögliche Ursache von Beschwerden und Krankheiten haben, betrachten uns bisweilen als so eine Art Müsli-Fakire. Andere bewundern uns und meinen, dass wir tagtäglich vor dem Kühlschrank und am Herd Heldentaten vollbringen. Sie meinen, dass sie selbst nicht so eine Disziplin hätten. Dass jemand Geschmacksvergnügen und wirklich Freude an naturbelassener Vielfalt haben kann, erscheint Außenstehenden eher seltsam. Und dass sich gar jemand über das hier abgebildete Geburtstagsgeschenk so richtig freuen kann, kommt manchen Kritikern ziemlich befremdlich vor.

Wenn Laien sich ein kleine wenig damit beschäftigen würden, wie wesentlich gute Fette, Öle und die jeweiligen Nahrungsmittel derselbigen für unsere Gesundheit sind, hätte sie vielleicht auch mehr Freude daran. In den Siebziger Jahren ist uns (und unseren Eltern) mit viel Geld und in einer breit angelegten, weltweiten Werbekampagne ins Gehirn gehämmert worden, dass nur Margarine uns vor dem Herztod bewahren kann, dass nur durch wissenschaftliche Erkenntnisse eine Brot- und Kochschmiere entstehen konnte, die uns nicht fett machen und darüber hinaus noch den Cholesterinspiegel gesundheitsbringend beeinflussen soll. Alle anderen Fette hätten den vorzeitigen Tod durch Fettleibigkeit im Schlepptau, “Fett ist ungesund und macht fett” lautet seitdem die Devise.

Dass native Pflanzeöle, Nüsse, Samen und manche Früchte (Sanddorn, Avocado) vielfältige Naturapotheken in sich bergen, wird erst ganz langsam wieder bekannt. Auch werden diese “fetten Öle” seit gut 20 Jahren in der Aromapflege und -Therapie als Träger- und Verdünnungssubstanzen eingesetzt, doch um den jeweiligen therapeutischen Wert einiger dieser goldenen (oder roten oder grünen) Flüssigkeiten ist immer noch recht wenig bekannt. Wäre das nicht so, könnte sicherlich ein Heilgebiet entstehen, das man Oliotherapie nennen müsste. Denn hat man die richtigen fetten Pflanzenöle, sind ätherische Öle manchmal gar nicht nötig. Das ist vor allem für den Bereich der Seniorenpflege interessant, wo der Siegeszug der ätherischen Öle noch sehr schleppend vor sich geht. Überall dort, wo die Implementierung der Aromapflege auf starken Widerstand stößt, könnte ein erster Schritt mit der Oliotherapie oder Oliopflege getan werden. Bei Venenproblemen und vereiterten Wunden könnte man mit dem grandiosen Vielkönner Calophyllumöl große Hilfe leisten, bei trockenen Schleimhäuten, Magengeschwüren und dem Hand-Fuß-Syndrom wäre den PatientInnen mit Sanddornfruchtfleischöl enorm geholfen, bei Neurodermitisbeschwerden hätte man in Argan-, Nachtkerzen- und Borretschsämenöl kraftvolle Verbündete. Akne und Narben könnte man erfolgreich mit Hagebuttenkernöl begegnen und immungeschwächten und gar an Krebs erkrankten Menschen würde man mit Schwarzkümmelöl wieder auf die Sprünge helfen. Ekzematische Haut reagiert hervorragend auf ein gekonntes Gemisch aus einigen Ölen. Eine Kur mit feinstem, frisch gepresstem Bio-Leinöl bringt den ganzen Organismus wieder auf Trab. Man müsste sich dann nicht – wie bei der Pflege mit ätherischen Ölen – peinlich genau mit Verdünnungsvorschriften herumschlagen und bräuchte sich auch nicht mit möglichen Kontraindikationen oder Patientengruppen, welche ätherische Öle eventuell nicht vertragen würden, befassen. Man müsste allenfalls Allergien abfragen, aber dieses Gebiet muss in der Anamnese ohnehin abgeklärt werden.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDie Liste der Indikationen für für viele Pflanzenöle ist so unglaublich vielfältig und lang, dass Feeling mich gebeten hat, einen Zweitages-Kurs für alle InteressentInnen in Wien zu diesem Thema anzubieten (17. und 18. März 2012 im Springerschlössl). Ich habe mich seit meinem Schwerpunkt-Abitur in Ökotrophologie (Ernährungswissenschaft) intensiv mit diesem Thema beschäftigt, habe bei einem Marketingexperten Psychologie studiert, der die Margarinekampagne mit ins Leben gerufen hat (und der berichtete, mit welchen Lügen und Übertreibungen diese verbunden war). Ich zähle die “Fette-Öle-Bibel” Fats that Heal – Fats that Kill von Udo Erasmus (leider nur auf englisch) zu meinen besten Büchern über Ernährung (wie auch viele Rezensenten bei Amazon). Aber ich liebe auch das wunderbare Buch von Ruth von Braunschweig Pflanzenöle – Qualität, Anwendung und Wirkung, in dem viele einfache und schnell umsetzbare Rezepturen nachzulesen sind. Sie beschreibt auch jedes bekanntere Pflanzenöl fundiert und doch für jedermann und jederfrau gut verständlich. Pflanzenöle, richtig angewendet, machen nicht fett, im Gegenteil, einige Fettsäuren helfen beim Entschlacken und Abnehmen, da sie sehr stoffwechselaktiv sind. Pflanzenöle sind der Grundbaustein für alle Zellen und werden vom Körper bei vielen Aufbauvorgängen benötigt, sie gehören in jede Ernährung, der menschliche Körper ist seit Urzeiten auf sie angewiesen. Und wenn es nur fünf oder sechs nicht geröstete und pestizidfreie (nicht oder wenig gesalzene) Nüsse und/oder Mandeln am Tag sind. Nur weil diese “Medizin” überall zu kaufen ist und relativ preiswert ist, ist sie noch lange nicht unwirksam! (Ölefotos: Christine Steiner)

die einnahme von ätherischen ölen


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapieWer mich kennt, weiß dass ich dem Ursprung von Wörtern gerne auf den Grund gehe. Das Wort Heilung ist sicher eine der besonders ertragreichen Fundgruben der Ethymologie. Und politisch genauso umkämpft und zerpflückt wie etwa der Gebrauch von Cannabis. Denn ein Bürger, der sein Heil, sein Glück und sogar seine Gesundheit selbstverantwortlich in die Hände nimmt, ist ein unerwünschter Bürger. Gerne darf er oder sie religiös sein Heil in der Kirche suchen, immerhin findet er oder sie dort das ‘Opium für das Volk’, doch wenn es um körperliche Wohlgefühle geht, hört der Spaß auf, Heilen oder gar gar Selbst-Heilen soll und darf nicht sein. Das ist das Metier des Doktors. Wohlgefühle schütten Glückshormone aus, diese lindern Angst und dann lässt sich der Bürger nicht mehr so gut fremd steuern. Wohlgefühle helfen auch dem Immunsystem auf die Sprünge und das wiederum fördert Gesundheit und auch Heilung. Dieser Akt zivilen Ungehorsams wird nicht gerne gesehen. Für den Körper kann das ‘Opium für das Volk’ in den Läden mit dem großen A gekauft werden, oft für teures Geld.

Unbestritten gibt es freilich Krankheiten und Zustände, in denen wir dankbar für diese Geschäfte und auch für die Beratung, die dort stattfindet, sind. Und auch der Besuch bei Damen und Herren in weißen Kitteln ist zweifelsohne dann und wann nötig, wenn nicht sogar lebensrettend. Davon spreche ich heute nicht. Ich meine vielmehr die kleinen, lästigen Wehwehchen (siehe auch letzter Beitrag), die uns tagtäglich befallen und ab einem bestimmten Alter auch daran erinnern, dass die Uhr kräftig tickt. Die Haare werden dünner und fallen aus, die Haut erschlafft, die Knie quietschen, der Rücken erinnert in einer Art Phantomschmerz an frühere schwere Lasten und kunstvoll ausgeformte Haltungsschäden. Man hüstelt vor sich, nach dem Aufstehen ähnelt die Karrosserie einer Rostlaube, die Arme werden zwecks Zeitungslesen lang und länger. Die Liste lässt sich ellenlang fortsetzen, auch 25-jährige bemerken oft die ersten Anzeichen. Selbst bei unserem elfjährigen Hund beobachte ich fast schmunzelnd ähnliche Phänomene.

Nun gibt es viele Ratschlage, Artikel und Bücher zum Thema ‘Jungbleiben’ oder ‘Happy Aging’. Nur das Umsetzen fällt uns meistens sooooo schwer. Ich meine, den Anfang kann man super-easy und ohne Umstände bei der Nahrungsaufnahme machen. Essen muss man doch ohnehin. Warum dann nicht gleich wenigstens eine Mahlzeit zum ‘Healthy Meal’ machen?  Langer Rede kurzer Sinn – ich probiere seit gut zwei Monaten ein kleines Wundergerät aus, über dessen Anschaffung ich mehr als ein Jahr mit meinem inneren Schweinehund diskutiert habe. Viele Küchenmaschinen stehen blöd im Schrank und in Ecken herum, werden selten benutzt, weil sie nicht überzeugen oder weil Aufbau und Abbau nervig sind. Besonders doof sind “Küchenhelfer”, an denen man nach der Hilfe ‘ewig’ schrubben, kratzen und putzen muss. Diese Staubfänger nehmen einen nach drei Einsätzen nur Platz in der Küche weg und sind sogar noch am Wohlbefinden hinderlich. Denn zum Wohlbefinden gehören auch Gegenstände und Anblicke im Haus, die einem gut tun, die einem gefallen, die positive Erinnerungen auslösen. Ich kannte einmal einen Therapeuten, der mit Menschen mit schwersten Erkrankungen wie Krebs durch deren Wohnung ging und Assoziationen zu Dingen in deren Umgebung abfragte. Alles, was irgend wie hässlich, langweilig, zu dunkel oder sonst wie eher von unangenehmen Gefühlen begleitet beschrieben wurde, flog raus. Wenn sogar Sätze kamen wie “erinnert mit an meinen Ex” oder “das war eine Geschenk einer ganz linken Ratte” konnte der Weitwurf gar nicht kräftig genug sein. Und was hat das nun mit Heilung und Therapie zu tun? Ganz viel! Altlasten schaden nicht nur dem Darm und dem Immunsystem, sondern auch der Seele. Und ich wollte nicht noch so eine dieser vermeintlichen Wunderhelfer in der Küche stehen haben.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDarum bestellte ich auch vorerst die kleine Version des weltberühmten Küchenmixers Personal Blender (für mehr Infos auf diesen fetten, blauen Link klicken). Sein Siegeszug kam unter anderem durch seine Fähigkeit, auch härteste Dinger wie Eiswürfel und tiefgefrorene Erdbeeren ohne Murren in Sekundenschnelle zerkleinern zu können. Zudem ist er sehr handlich (man kann ihn wie einen Cocktailmixer schütteln während er mixt), sehr sicher (er geht nur an, wenn der Becher drauf steckt, also ohne Schalter) und in Sekundenschnelle gereinigt (das ist für mich das schlagendste Argument).

Und so bereite ich mir seit zwei Monaten wirklich jeden Morgen einen Frischemix, genannt Smoothie zu. Wir waren bereits vor etlichen Jahren völlig von Nahrungsergänzungsmitteln abgekommen, jeder bekam morgens sein Schnapsgläschen mit gekauftem hochwertigstem Smoothie zum Frühstück. Doch nun wird auch dieses selbst gemacht und zwar auch mit “ekligen” Dingen wie Bio-Leinöl, mit diversen Wildkräutern, auch Brennesselsamen (zur Regulierung der Hormone in Pubertät und Wechseljahren) und Hagebuttenschalenpulver (zum Geschmeidigmachen quietschender Gelenke, alles erhältlich unter obigem Link) haue ich rein, dazu Blütenpollen und Ingwerpulver, und vieles mehr. Natürlich sind immer auch leckere und gesunde Gewürze dabei wie Zimt und Nelke sowie Orangen, Zitronen- und Vanilleöl.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

In pikanter Variante kommen derzeit Tomaten, Frühlingszwiebeln, Miso und/oder Kräutersalz und Wasabi mit in den flotten Helfer: So ein Sekundentomatensaft (eben noch im Garten und keine fünf Minuten später eine Freude der Geschmacksknospen) ist wirklich ein Gourmet-Feuerwerk mit extremem Wohlfühlfaktor. Das Gerät wird mit zwei Bechern und einem geschlossenen und einem Trinkdeckel geliefert, so dass man das urgesunde Getränk auch mal irgendwohin mitnehmen kann und parallel eine zweite Portion herstellen kann. Drei  bis vier Portionen passen hinein, wenn man sie als Ergänzung, beispielsweise zum Frühstück, einsetzt. Ich genieße jedoch auch spielend einen ganzen Becher als erste Mahlzeit. Grundausstattung sind meistens eine Banane, eine Kiwi, circa 15 Trauben und einige frische Beeren, wenn vorhanden. Da diese hier in Irland nur schwer oder sauteuer erhältlich sind und unsere Sträucher dieses Jahr einmal wieder von Vögeln beklaut worden sind, habe ich für diesen Zweck einige Tüten Tiefkühlbeeren im Freezer. Davon gebe ich fünf oder sechs Erdbeeren und/oder eine kleine handvoll Himbeeren direkt in den Mixbecher. Und ein Tropfen ätherisches Öl kommt immer dazu, unsere Favoriten sind Orange-in-Love, Orange und Limette in kbA-Qualität und manchmal auch Mandarine oder Grapefruit. Vanilleextrakt ergänzt oft auch mit 1-2 Tropfen den leckeren Geschmack. Etwas frisch gepresster Orangen- oder Zitronensaft dazu macht die ganze Sache etwas flüssiger, ansonsten kann man den Smoothie auch wie einen Nachtisch zum Löffeln servieren, eventuell mit etwas Joghurt oder gar Vanilleeis aufgepeppt. Mir fallen alle paar Tage neue Kombinationen ein und ich werde sicherlich mal wieder drüber berichten. Vor allem wenn ich demnächst wieder mit dem auch im Lieferumfang enthaltenen Mahlwerk Rohkostpralinen aus Bio-Kokosfett, Kakaonibs (auch dort wo der Mixer erhältlich ist zu bestellen),  Mandeln und Orangenöl herstellen werden.Wer etwas über Smoothies nachlesen möchte, kann dies beispielsweise im Buch ‘Smoothies & Fruchtshakes‘ oder ‘Smoothies -die Gesund- und Schlankshakes‘.

Meine Begeisterung kennt also keine Grenzen und ich habe meinen Glauben an wahre Küchenhelfer wieder erlangt. Diese Kombi aus gutem Gerät und ätherischen Ölen ist für mich einfach unschlagbar. [Die größte und teuerste Enttäuschung war bislang die viel gelobte Kit::en-Aid, die bereits bei einem ordentlichen Brotteig schlapp macht. Und dieses angebliche Wunderwerk ist wahrlich nicht schnell gereinigt.]