drei wichtige fortbildungen für aromapflege und osmologie


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDieses Jahr wird vollgepackt sein mit besuchenswerten Fortbildungen über den verantwortungsvollen Umgang mit ätherischen Ölen – sowohl in der Krankenpflege als auch im seelisch-unbewussten Bereich und beides zusammen. Weitere Veranstaltungen (im Mai bei München, in Wien und in Großbritannien, im September der ganz große internationale Kongress Botanica 2012 in Dublin) sind auf der rechten Spalte durch Anklicken auf das grüne Fortbildungs-Signet zu finden oder direkt hier. Meine drei Botanikwochen für dieses Jahr sind nun bis auf einen Platz (letzte Maiwoche) ausgebucht.

Fachtagung Aromapflege – Kompetenz bei Wunden an Körper und Seele

25. April 2012, ab 8:30 Uhr
Bildungszentrum Gesundheit und Pflege
Ostalb-Klinikum, Aalen
Teilnahmegebühr, inkl. Imbiss, Pausengetränke 68 Euro

Ermäßigter Preis für DBfK-Mitglieder, Auszubildende, Studenten und je Abonnement der Pflegezeitschrift Kohlhammer 58 Euro.

Sinnvoll berühren 
In vielen Pflegesituationen erweist es sich als wertvoll, wenn Wunden an Körper und
Seele indirekt und sanft angesprochen werden können.
Die Aromapflege eröffnet dafür zahlreiche Möglichkeiten, präventiv wie therapeutisch.
Sie kann – je nach Indikation – manuell oder sensuell berühren, positive Prozesse anstoßen und sie fördern. Die Fachtagung vermittelt ein aktuelles Bild praktischer Anwendungsmöglichkeiten. Sie beleuchtet Aspekte der Aromapflege aus ärztlicher Sicht ebenso wie unter dem Blickwinkel ihrer Erfolge. Der Flyer zum Ausdrucken befindet sich hier, auch befinden sich Infos auf der Blog-Seite der Mit-Initiatorin Monika Volkmann.
Das Programm:

Begrüßung
Günter Schneider, Pflegedirektor
Prof. Dr. Ulrich Solzbach, Ärztlicher Direktor

Chronische Wunden – Bedeutung der Aromapflege aus ärztlicher Sicht
Dr. Peter Wirsing

Behandlung chronischer Wunden – Aromapflege als Prävention und Therapie
Monika Volkmann, Fachkrankenschwester Anästhesie/Intensivpflege, Aromatologin, Integrale Osmologie, Modernes Wundmanagement

Pause

Natürliche Hautpflege – Sanft und wirkungsvoll durch Pflanzenöle 
Cornelia Mögel, Krankenschwester, Wundmanagementbeauftragte,
Aromakologin (Forum Essenzia e. V.), Referentin und Seminarleiterin, Leitung Münchner Arbeitskreis Naturaromen

MRSA – Erfolge der Aromapflege 
Monika Volkmann

Mittagspause

Innere Wunden – Gibt die Naturheilkunde neue Orientierung?!
Monika Volkmann

Wenn Düfte die Seele berühren – Akute und chronische, seelische Befindlichkeitsstörungen – Praktikable Anwendung im Alltag
Sabine Maucker, Krankenschwester, klassische Homöopathieausbildung, eigene
Naturheilpraxis seit 1999

Integrale Osmologie Basiskurs mit Martin Henglein

Eine einmalige Gelegenheit, den Pionier der deutschsprachigen Aromawelt und ‘Erfinder’ des faszinierenden Archetypischen Duftkreises life zu erleben und sein faszinierendes Wissen in die eigene Arbeit einzubauen. Martin war der erste Autor eines deutschen Aromatherapiebuches, welches fast zeitgleich mit Patrick Süßkinds ‘Das Parfüm’ erschien. Da sie zusammen recherchiert wurden, sind darin spannende Informationen über vergangene Zeiten in den Duftwelten nachzulesen. Ein Klassiker, der leider nicht mehr aufgelegt wird, jedoch eben sah ich, dass bei Amazon noch neun Exemplare zu ergattern sind. Ich erinnere mich noch genau, wie ich Mitte der achtziger Jahre dieses recht dicke Buch in einem sonnigen Hof am Garda-See liegend verschlungen habe.

Datum: 19./20./21. Oktober 2012 in Freital bei Dresden
Zeit: 09.00 – 17.00 h
Kosten: 440,00 Euro /3 Tage, Anmeldeschluss: 08.10.2012
Seminarbeschreibung:Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

· Düfte als lebendige Pflanzenbilder – in der Interaktion von Geruchssinn und dem Riechstoff

· Die seelische Befindlichkeit im Zusammenhang mit dem natürlichen Duftstoff

· Aspekte: – psychologisch – energetisch

· Der archetypische Duftkreis

· Die persönliche Entwicklung, erfolgreiche Lebensstrategien, spirituelle Wandlung

· Die Duftplanzensignatur

· Psychoneuroimmunologische Aspekte der ätherischen Öle

· Erkenntnisse aus der Chronobiologie

· Osmologische Erkenntnisse in der praktischen Arbeit

· Differenzierung der verschiedenen osmologischen Ebenen

· Z.B. Stressabbau, Selbst-Regulation, Genießen, Wandlung und spirituelles Wachstum, die Innere Mitte – das Selbst erfahren, …

Infos auf dieser Website und Anmeldung bei Monika Volkmann: info ät integrale-osmologie.de (Spamschutz: bitte Leerzeichen entfernen und das korrekte Zeichen einsetzen)

2. Kongress Ätherische Öle in der Psychiatrie

am 29. September 2012 in BaselEliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Türöffnung: 8.30 Uhr

Beginn Kongress: 9.30 Uhr

Die Website psycharoma.ch ist eingerichtet und wird nach und nach ergänzt.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyEinen Flyer als pdf  kann man runterladen.

Kosten:
CHF 150.- / Euro 120.-
inkl. Mittagessen und Zwischenverpflegung.

Bei Anmeldungseingang ab 28. August:
CHF 175.- / Euro 140.-
Ermässigung für Studierende: CHF 25.- / Euro 20.-

himmlische düfte – alt und neu


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDie Weihnachtszeit brachte zwei Bücher-Überraschungen zu mir.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapySusanne Fischer-Rizzi, DIE Pionierin der deutschsprachigen Aromatherapie, schickte mir die 25ste Auflage (!) ihrer wundervollen Himmlischen Düfte, weil ich noch das Cover einer älteren Auflage hier auf dem Blog zeigte. Nun bin ich aber bei manchen Büchern erzkonservativ: Mein erstes Exemplar (1. Auflage von 1989) von Himmlische Düfte war eines meiner ersten Duftbücher und ich habe es fast totgeliebt wie einen alten Teddybären. Es hat einen (zu) weichen Einband und ist auf relativ rauem Papier gedruckt, die Farben sind dezent, es hatte bereits damals ein sehr besonderes, individuelles und künstlerisches Aussehen.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyErkennen die Jüngeren unter euch (oder die Aroma-Beginnerinnen) den Zusammenhang? ;-) Dieses Fresko aus der Villa der Arianna in Stabiae bei Pompeji (1. Jh. v. / 1. Jh. n. Chr., Museo Archeologico Nazionale in Neapel) haben die beiden Firmen-Gründerinnen seinerzeit als Signet ausgewählt (zum Vergrößern auf das Bild klicken). Es zeigt die Göttin oder Muse Primavera (der Frühling) wie sie an einer Pflanze mit weißen Blüten zupft, die sie offenbar in ihr Füllhorn verfrachtet. Der grüne Mauernhintergrund zierte früher das ganze Etikett der Fläschchen.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Jasmin in meinem alten Buch.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Jasmin im neuen Buch.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Neroli in meinem alten Buch.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Neroli im neuen Buch.

Über die zweite Buchüberraschung, eine wahre Besonderheit, werde ich nächstes Mal berichten. Vielen Dank übrigens für den guten Zuspruch für mein ‘rosa Buch’. Ich hoffe, die zuständigen Menschen bei Irisiana lassen sich überzeugen, schließlich ist es das Nachfolge-Buch von den ‘Himmlischen Düften’ im Verlag, denn Susanne Fischer-Rizzi ist mit ihrem Werk schon vor langer Zeit zum AT-Verlag gegangen.

Marguerite Maury – die Pionierin der “englischen Schule” der Aromatherapie


Marguerite Maury ist heute vor 42 Jahren gestorben. Ich habe dieser Tage den Friedhof in der Nähe von Sankt Gallen besucht, in dem sie damals begraben wurde. Ihre Schülerin Daniele Ryman hat mir freundlicherweise ein nettes Foto zur Verfügung gestellt, denn in meinem Buch befindet sich nur meine ziemlich dilettantische Zeichnung nach einer kleinen und unterbelichteten Vorlage.

Marguerite Maury, meistens Madame Maury genannt, wurde als Marguerite König 1895 in Österreich geboren, sie wuchs in Wien auf. Schon in ihrer Internatszeit war Musik ihre ganz große Leidenschaft, doch sie wollte Biochemie und Botanik studieren. Stattdessen heiratete sie mit 17 Jahren. Im folgenden Jahr wurde sie Mutter, sie verlor ihr Söhnchen im Alter von zwei Jahren an Meningitis. Ihr Mann starb im ersten Weltkrieg und als auch noch ihr Vater Selbstmord beging, ließ sie sich zur Krankenschwester ausbilden. Während ihrer Zeit als chirurgische Assistentin im Elsass bekam sie das Buch „Les Grandes Possibilités par les Matières Odoriferantes“, das bereits 1838 erschienen war, geschenkt. Dessen Autor Dr. Chabenes wurde später der Lehrer von René-Maurice Gattefossé. Bei der Lektüre begann ihre Liebe zu den duftenden Ölen.

In den frühen dreißiger Jahren traf sie den homöopathischen Arzt Dr. Maury, der ihre Interessen mit ihr teilte: von Musik, Kunst, Literatur über Homöopathie, Akupunktur und Zen. Sie forschten und schrieben zusammen Bücher.

In den vierziger Jahren versuchte sie nachzuweisen, wie ätherische Öle auf das Nervensystem wirken, wie ihr seelisch ausgleichender und verjüngender Effekt zustande kam. Sie gab Seminare in ganz Europa und eröffnete Aromatherapie-Kliniken in Paris, in der Schweiz und in Großbritannien.

1961 erschien ihr bekanntestes Buch „Le Capital Jeunesse“. Sie beschreibt ihre Erkenntnisse aus ihrer medizinisch-kosmetischen Arbeit mit ätherischen Ölen und plädiert für eine sorgfältige Schulung, um für jeden individuellen Menschen die richtigen „verjüngenden“ Öle einsetzen zu können.

Zusammen mit Danièle Ryman war sie die erste Frau, die die gesundheitlichen und schönheitsfördernden Eigenschaften der ätherischen Öle dem interessierten Publikum vorstellte. Bühnen- und Leinwandstars ließen sich von ihnen behandeln. (Auszug aus “Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, copyright Sonntag Verlag)

Wer mehr erfahren möchte und englisch kann, sollte auf Daniele Rymans Seite gehen. Ihr Buch auf deutsch gibt es nur noch antiquarisch. Das Foto von Marguerite Maury stellte sie mir freundlicherweise zur Verfügung. Copyright photograph of M. Maury: Daniele Ryman, thank you for the kind permission to use it.

kyphi – die uralte und beruhigende räuchermischung


Auch wenn es jetzt noch sehr sommerlich sein kann, die ungemütlichen Herbst- und Winterabende kommen bestimmt. Ich werde immer wieder nach einer Rezeptur der traumhaft süß-lecker duftenden und beruhigend wirkenden altägyptischen Räuchermischung Kyphi gefragt (auf englisch mehr hier). Da sie eine zeitlang ziehen und reifen sollte, wäre in diesen Wochen ein guter Zeitpunkt, mit dem Mischen anzufangen. Eine Variante mit der “feuchten Methode” lautet: Man mische

  • 200 g Rosinen
  • 3-4 Esslöffel Rotwein
  • 3 Teelöffel sanft geschmolzenen Honigs
  • falls vorhanden circa zwei bis drei Teelöffel klein gehackter Bienenwaben
  • 200 g guter Weihrauch/Olibanum (Boswellia)
  • 100 g Mastixharz (Pistacia lentiscus, Abbildung oben)
  • 100 g Benzoeharz (Styrax tonkinensis oder Styrax benzoin)
  • 25 g Myrrhe (Commiphora myrrha)
  • 50 g getrocknete Wacholderbeeren (Juniperus communis)
  • 15 g Kardamomkapseln
  • 15 g getrocknete Ingwerwurzel
  • 25 g getrocknete Koriandersamen
  • 1 Röllchen Zimtrinde (oder einige Rindenstückchen)

Rosinen in einem Mörser mit dem Rotwein zerstampfen und verrühren, über Nacht ziehen lassen. In einer Schüssel mit dem Honig und den Wabenstückchen vorsichtig vermischen. Die Harze im Mörser gut zerkleinern, in die Schüssel mit den feuchten Zutaten geben und gut unterrühren. Die Gewürze einzeln mörsern und hinzufügen.

Die krümelige Masse auf einem sehr sauberen Küchentuch/alte Stoffwindel o.ä. gut ausbreiten, mit zweitem Tuch abdecken und einige Tage an einem dunklen, warmen Platz aufbewahren. Wenn die Mixtur einigermaßen trocken ist, in einen luftdichten und dunklen Behälter geben, vorzugsweise aus Glas. Vor der ersten Räucherung (1/2 Teelöffel davon auf etwas glühender Kohle) mindestens einen Monat reifen lassen.

wie flohminze einst die welt eroberte


Man sagt, ohne den Gebrauch von Flohminze oder Pennyroyal (Mentha pulegium) hätten die Engländer nicht ihre Triumphe als Weltumsegler und Kolonialmacht erlangen können. Das Geheimnis der erfolgreichen Seefahrer bestand in zwei heutzutage recht trivial erscheinenden Lösungen für folgende Probleme: 1. Wie kommen Matrosen und Kapitän ohne gesundheitliche Schäden durch Skorbut ans Ziel? 2. Wie kommt man möglichst weit mit möglichst frischen Süßwasservorräten?

Ersteres wurde vor allem durch Kapitän James Cook bis zum – im wahrsten Sinnes des Wortes – bitteren Ende ausprobiert und durchexerziert. Er hatte offenbar die Intuition, ascorbinsäurehaltige Pflanzen ausfindig zu machen und seiner Mannschaft deren Verzehr zu verordnen. Berüchtigt geworden sind seine schier unerträglichen “Kräuterspeisen”, sie führten sogar zu Meutereien.

Zweiteres soll durch das Einlegen von Flohminzeblättern in die mit Trinkwasservorräten gefüllten Fässer möglich geworden sein. So kam das unscheinbare lecker nach Minze duftende Wildkraut zum adligen Namen Pennyroyal, die königliche “Münze”. Flohminze enthält große Mengen des Monoterpenketons Pulegon, und kann so, in großen Mengen genossen, neurotoxisch und abortiv wirken, nicht nur auf Flöhe. Das gilt insbesondere für den Genuss des ätherisches Öles, das darum selten erhältlich ist. Es wirkt, in winzigen Mengen auf den Unterbauch einmassiert, menstruationsfördernd.

Die abgebildete Minze wächst wild in unserer Nachbarschaft, vom Aussehen und ihrem Lieblingsstandort in nassem Grund ist es sicherlich eine Wasser- oder Bachminze (Mentha aquatica hier mit dem Falter Zygaena trifolii, dem Sumpfhornklee-Widderchen), doch im Duft hat sich deutlich das Ketonige, leicht Muffige eingeschlichen, darum vermute ich, dass es sich um eine natürliche Kreuzung mit der Flohminze handelt.

PS. Da ich hier kein öffentlich-rechtliches Wikipedia betreibe, würde ich mich sehr freuen, wenn ich einige mehr meiner regelmäßigen LeserInnen kennen lernen würde. Blogschreiben ist als Medium zum Austausch erfunden worden; von den 300 bis 400 Besuchen dieser Seite pro Tag weiß ich nur von circa 30 Menschen, dass sie hier regelmäßig mitlesen. Wer seid ihr anderen? Berichtet doch mal von euren Erfahrungen mit einem ätherischen Öl oder mit der Aromapflege im Allgemeinen. Welche Themen interessieren euch? Wo macht ihr eure Ausbildungen, welche Bücher über ätherische Öle faszinieren euch? Von welcher Ölefirma seid ihr begeistert? Welche DozentInnen inspirieren und überzeugen euch? Ich möchte auch etwas von euch lernen!

Begleitheft zum Film, lehrreiches Geschenk zur DVD



Etwas spät aber dennoch nicht verkehrt, um vieles über mittelalterliche Duftbräuche zu studieren ist das Begleitheft zum Film Das Parfüm nach dem Roman von Patrick Süßkind. Es ist hübsch gestaltet und kostenlos als PDF-Datei zu haben. Abbildung: Constantin Film

Die korrekte Version des Gattefossé-Mythos


Kürzlich habe ich bei einem Vortrag wieder mal die alte Story vom Herrn Gattefossé gehört, der seine Hand verbrannte, sie in einem Pott Lavendelöl “gelöscht” und gekühlt hat, keine Schmerzen hatte und somit die Aromatherapie “wiederentdeckt” hat. Laut einem der Pioniere der neuzeitlichen Aromatherapie Robert Tisserand – er hat immerhin die Übersetzung von Gattefossés französischsprachigem Buch “Aromathérapie” (1937) ins Englische (1993) ausführlich begleitet und kommentiert – verhielt sich die Sache völlig anders. Der genaue Wortlaut ist auf “Tisserand’s Space” auf der Website seiner ehemaligen Firma nachzulesen. Demnach war Gattefossé, dessen Körper wegen einer Chemikalienexplosion im Jahr 1910 (oder nur die Arme? “after a laboratory explosion covered me with burning substances”) richtig brannte, ins Freie gestürzt und hat sich auf einem Rasen gewälzt, um die Flammen zu löschen. Danach entwickelte sich an beiden Händen ein Wundbrand (der durch das Bakterium Clostridium perfringens ausgelöst wird – er kommt beispielsweise im Boden vor). Seinerzeit verstarben noch ein Viertel der infizierten Menschen an der sich sehr rasch ausbreitenden Gangrän, zumindest war sie ein Grund zur Amputation der befallenen Gliedmaßen in den Kriegen vor dem zweiten Weltkrieg.
Gattefossé vermerkte in seinem Buch, dass “nur eine Spülung mit Lavendelöl” die übliche Gasbildung im Gewebe stoppte, er entwickelte sich sodann ein übermäßiges Schwitzen, doch am nächsten Tag setzte die Heilung ein. Und nur dank des Lavendelöles konnte er weitere Pioniere wie Jean Valnet und Marguerite Maury in dieser duftenden Wissenschaft unterrichten, deren Bücher in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Aromatherapy-Boom in Großbritannien auslösten. Aber das ist eine andere Geschichte.