styraxöl für die süße inhalation


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyInsbesondere Kinder, jedoch auch ältere Menschen mit angegriffenen Atemwegen, mögen oder vertragen Inhalationen und Brusteinreibungen mit den typischen eukalyptusriechenden Ölen nicht. Eine wohlduftende Alternative ist ein Tröpfchen des leicht marzipanartig duftenden Styraxöles, gewonnen aus dem großen Amerikanischen Amber-Baum Liquidambar stryraciflua (in meinem Kursbuch hat sich dieser Fehler, Liquidamber mit E zu schreiben, bis in die 5. Auflage durchgeschlichen). Ein kleinerer naher Verwandter aus der Türkei heißt Liquidambar orientalis. Beide gehören zur Familie der Hamamelisgewächse (wie auch die Zaubernuss). Die wunderschönen herbstbunten Blätter werden von Laien meistens für Ahornblätter gehalten – er ziert im mittleren Europa oft Parks und Gärten.

Auch wenn die zerriebenen Blätter fein duften können, das ätherische Öl wird aus dem Harz destilliert und enthält alpha-Pinen, Sabinen, Terpineol-4 (Hauptinhaltsstoff von Teebaumöl), dazu verschiedene aromatische Alkohole, Ester und Säuren. Spuren des aromatischen Aldehyds Vanillin untermalen das leicht süßliche Aroma, das deutlich, jedoch nicht unangenehm an ‘Maler und Lackierer’ oder Füllerpatronen erinnert. Das Öl wirkt antibakteriell, schleimlösend und krampflösend. Es ist ein wundervoller Inhaltsstoff für Hautsalben, wenn undefinierbare Entzündungen, Geschwüre und Schuppungen plagen und wenn Hämorrhoiden drücken. In Brustsalben 1%-ig eingearbeitet, lindert es Husten und Kurzatmigkeit bei Bronchtis. Auch Einreibungen neben der Nase zur Linderung von Nebenhöhlenbeschwerden damit können hilfreich sein. Zudem sorgen die vielen verschiedenen phenolischen Verbindungen für eine Aufhellung von trüber Stimmung.

Ich finde es eigenartig, dass ich in einschlägigen Datenbanken keine Hinweise auf wissenschaftliche Studien zu diesem Öl finde, seine Wirkungshinweise beruhen auf der traditionellen Erfahrungsmedizin. Wichtig ist es übrigens, auf destillierte Qualität zu achten, denn Extrakte (Resinoide, eher dunkel und extrem klebrig) können reizende Stoffe enthalten. Dennoch sollte Menschen mit ausgeprägter Neigung zu Allergien vorsichtig mit dem Öl sein.

PS. Eine der ‘Nordlicht-Aromafachfrauen’, Tina Böhm, wird sich ab sofort nicht nur politisch für die gesundheitsfördernde Arbeit mit ätherischen Ölen einsetzen, sie informiert auch im lokalen Radio Leinehertz 106,5 Hannover darüber, beispielsweise in der Sendung am kommenden Montag 28.11. von 17 bis 18 Uhr.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

American Sweet Gum essential oil distilled from Liquidambar styraciflua is an effective and sweetish (even slightly marzipan-like) smelling help in inhalations against bronchial complaints. It is a good alternative for very sensitive patients like small children and elderly people who don’t like pungent eucalyptus-like smells. It can be added to self made ointments against ulcers and different kinds of skin ailments. As it contains many aromatic (phenolic) molecules it also has a good uplifting action.

cistrose, das öl das blutungen ausbremst


Da sage keiner, dass die Signatur der Pflanzen nicht ernst zu nehmen sei. Dass unsere Ahnen dumm waren, wenn sie äußerliche Merkmale wie Wuchs, Farbe, Verhalten und Geruch menschlichen Krankheiten zuordneten. Bei den wunderschönen Blüten der Cistrose (Cistus ladanifer) kommt man zugegebenermaßen normalerweise nicht drauf, dass das stark balsamisch duftende ätherische Öl aus den Zweigen stark blutstillend wirkt. Aroma-Enthusiast Peter Bamler, der diese abnormale Blüte auf einem Urlaub im Süden fotografierte, wird den wichtigen Einsatzbereich jedenfalls nicht so schnell vergessen (danke, Peter!).

Vielleicht bekommt der moderne Mensch bei näherer Betrachtung doch einen Hinweis, wenn er die tief purpurroten Flecken auf jedem der fünf Blütenblätter betrachtet? Dazu die zarte zerknitterte Erscheinung, die sich bei einem Hauch Wind schnell auflöst. “Das Öl für die zerknitterte Seele”, wie Susanne Fischer-Rizzi so schön schreibt. Ich freue mich jedenfalls, dass mein Cistrosensträuchlein den strengen Winter einigermaßen gut überlebt hat und mir nun täglich neue Blüten beschert.

AiDA Aromatherapy Eliane Zimmermann

Dieser Tage schnitt mir ein unglücklich platzierter Katzendosenfutter-Deckel im Mülleimer eine tiefe Wunde in einen Finger. Tagelang pochte der Schmerz höchst unangenehm und immer wieder fing die Stelle zu bluten an. Jeweils ein Tropfen Lavendel- und Cistrosenöl pur auf die Wunde gegeben ließen mich das Ärgernis schnell vergessen. Diese Kombination wäre auch eine schnelle und effektive Maßnahme bei Rasurschnitten. Wer den heftigen Duft aus den blühenden Zweigen der  Mittelmeerschönheit nicht mag, kann stattdessen entweder einen Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita) oder Rosengeranie (Pelargonium x graveolens) mit Lavendel gemischt auftragen. Das sind übrigens Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Privatbereich und für die kurzzeitige Anwendung, im institutionellen Pflegebereich (Klinik, Seniorenheim) darf man keine unverdünnten ätherischen Öle verwenden. Zudem muss darauf geachtet werden, dass das Öl nicht zu alt ist, bei einem Monoterpenanteil von circa 50 Prozent und nur wenigen Sesquiterpenen kann es durch Oxidationsprozesse hautreizend werden, wenn es über drei Jahre nach dem erstmaligen Öffnen gelagert wird.

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This is an Europaean essential oil with a strong balsamic fragrance, it is distilled from the flowering twigs of the Mediterranean shrub Cistus ladanifer (Rock rose). The rough leaves are very sticky from a resin that is exsudated in the heat of the driest areas of Portugal. The oil is one of the best remedies for bleeding wounds as it stops excessive blood flow. Do the normally occurring deep red blotches on the five petals show us what the plant is for? At least from the upper photograph you can “read”  about one of the most important uses of this essential oil (pic taken by Peter Bamler). My own shrub hardly survived the strong frosts of the last winter but is blooming at the moment. Just a few days ago I suffered from a deep cut from a metallic lid of a food can. I just placed one drop of cistus and lavender (Lavandula angustifolia) each neatly on the wound and it stopped bleeding after a few minutes. Whenever it hurt I repeated this procedure.

kyphi – die uralte und beruhigende räuchermischung


Auch wenn es jetzt noch sehr sommerlich sein kann, die ungemütlichen Herbst- und Winterabende kommen bestimmt. Ich werde immer wieder nach einer Rezeptur der traumhaft süß-lecker duftenden und beruhigend wirkenden altägyptischen Räuchermischung Kyphi gefragt (auf englisch mehr hier). Da sie eine zeitlang ziehen und reifen sollte, wäre in diesen Wochen ein guter Zeitpunkt, mit dem Mischen anzufangen. Eine Variante mit der “feuchten Methode” lautet: Man mische

  • 200 g Rosinen
  • 3-4 Esslöffel Rotwein
  • 3 Teelöffel sanft geschmolzenen Honigs
  • falls vorhanden circa zwei bis drei Teelöffel klein gehackter Bienenwaben
  • 200 g guter Weihrauch/Olibanum (Boswellia)
  • 100 g Mastixharz (Pistacia lentiscus, Abbildung oben)
  • 100 g Benzoeharz (Styrax tonkinensis oder Styrax benzoin)
  • 25 g Myrrhe (Commiphora myrrha)
  • 50 g getrocknete Wacholderbeeren (Juniperus communis)
  • 15 g Kardamomkapseln
  • 15 g getrocknete Ingwerwurzel
  • 25 g getrocknete Koriandersamen
  • 1 Röllchen Zimtrinde (oder einige Rindenstückchen)

Rosinen in einem Mörser mit dem Rotwein zerstampfen und verrühren, über Nacht ziehen lassen. In einer Schüssel mit dem Honig und den Wabenstückchen vorsichtig vermischen. Die Harze im Mörser gut zerkleinern, in die Schüssel mit den feuchten Zutaten geben und gut unterrühren. Die Gewürze einzeln mörsern und hinzufügen.

Die krümelige Masse auf einem sehr sauberen Küchentuch/alte Stoffwindel o.ä. gut ausbreiten, mit zweitem Tuch abdecken und einige Tage an einem dunklen, warmen Platz aufbewahren. Wenn die Mixtur einigermaßen trocken ist, in einen luftdichten und dunklen Behälter geben, vorzugsweise aus Glas. Vor der ersten Räucherung (1/2 Teelöffel davon auf etwas glühender Kohle) mindestens einen Monat reifen lassen.

ambra/amber


Erik hat ein schönen Artikel über den heißbegehrten Duft Ambra in seinem Blog geschrieben. Da ich oft dazu befragt werde und bislang nicht weiß, ob sich meine zwei “Ambra”-Klümpchen, die ich geschenkt bekam, pflanzlicher oder tierischer Herkunft sind, nehme ich das zum Anlass, sie zu zeigen. Und zu bedauern, dass man diesen wundervoll vanillig-balsamig-karamellig-tonka-artigen Duft nicht bloggen kann.

Das linke Klümpchen bekam ich – in einem Stückchen Seide eingewickelt – vor über 20 Jahren geschenkt, es hat sich inzwischen in Pulver aufgelöst. An beiden erkennt man winzige glitzernde Kristalle.

Dieses bekam ich vor einem guten Jahr von einer lieben Kollegin geschenkt (nochmals danke!!!)

Die duftenden Kostbarkeiten werden in India-Läden in kunstvoll geschnitzten “Schatztruhen” angeboten.

Veröffentlicht in Harze

Avocado-Wundersalbe – oder auch nicht



In der FAZ vom 25. Oktober bekommt man im Artikel Rosarot ist die Hoffnung über die Zulassung oder Nicht-Zulassung einer schlichten Salbe aus Vitamin B12 und Avocadoöl einen guten Eindruck, wie über solche Mittel gedacht, geprüft, berichtet und geschrieben wird. Es geht vor allem darum, ob es sich bei diesem Produkt um ein Medikament oder um ein Medizinprodukt handelt, was bei den Zulassungverfahren einen riesigen Unterschied – vor allem finanzieller Natur – ausmacht. Bei Medikamenten sind jahrelange, wenn nicht sogar ein Jahrzehnt lange Sicherheits- und Wirksamkeitsnachweise nötig und es können bis zu dreistellige Millionen-Euro-Beträge dabei benötigt werden. Dafür darf bei Erfolg mit dem Hinweis oder gar Versprechen “wirkt gegen Krankheit x y” oder “heilt yx-itis” geworben werden. Medizinprodukte benötigen nur eine eine Erlaubnis – eventuell mit dem Nachweis, dass sie nicht schädigend wirken.
In dem langen Artikel fiel mir ein Satz eines Dermatologen ins Auge, der tief blicken lässt: Markus Stücker, der das Produkt prinzipiell positiv sieht: “Wenn jetzt allerdings rüberkommt, dass es ein Allheilmittel gegen Neurodermitis und Schuppenflechte gibt, das alle anderen überflüssig macht, wäre das schädlich.”
Das erinnert an die vergeblichen Kämpfer an der Medizinfront, die eine recht sichere und nebenwirkungsarme Prophylaxe gegen Malaria durchsetzen wollten oder kürzlich der deutsche Arzt, der ein Verfahren entwickelt hat, um ohne Stanzbiopsie Prostatakrebs viel sicherer nachweisen zu können, als es mit der herkömmlichen Methode möglich ist. Er wurde fertig gemacht und hat inzwischen von seinem Vorhaben Abstand genommen. Bitter für all die Männer, bei denen in Zukunft weiter gestanzt wird. (Weiß jemand, wo darüber berichtet wurde? Ich habe es vor zwei oder drei Wochen gelesen, weiß aber nicht mehr wo.)


Auch obiger Satz aus dem Deutschen Ärzteblatt ist ein guter Einblick in die Abgründe des westlich-kapitalistisch orientierten Gesundheitssystemes. Ich habe ihn seit vielen Jahren als eine Art Mahnmal über meinem Schreibtisch hängen.
Nicht dass wir uns missverstehen: Ich habe durchaus nichts gegen einen sinnvollen und angebrachten Einsatz der modernen Medizin. Gerade wenn es um lebensrettende Maßnahmen geht, kann man mit modernen Methoden zweifelsfrei oft schneller agieren als mit naturheilkundlichen Methoden. Mich ärgert nur die Arroganz und die Gier, mit welcher Menschen als Versuchskaninchen und Dukatenesel betrachtet und gewünscht werden.
Zurück zur einfachen Avocadosalbe, hier ist das Selbermachen einfach, preiswert und in den meisten Fällen hilfreich. Man mische in einem peinlich sauberen Schraubgläschen in einem nicht zu heißem Wasserbad (45 Grad C reichen aus) oder auf einem Heizkörper folgende Öle:

  • 30 ml Sheabutter (hoher Anteil an Unverseifbarem, macht die oberste Hautschicht weich und wirkt entzündungshemmend)
  • 15 ml Avocadoöl (mittlerer Anteil an Unverseifbarem, macht die Haut weich und wirkt entzündungshemmend)
  • 30 ml Nachkerzenöl (oder Borretschsamenöl) (enthalten einen hohen Anteil an dreifach ungesättigten Fettsäuren, welche die Elastizität der Haut wieder herstellen können und dem Juckreiz entgegen wirken können)
  • 2 ml Sanddornöl (sehr vitaminreich, auch Vitamin B12, schützt vor freien Sauerstoffradikalen im Blut, die bei Neurodermitis das Krankheitsgeschehen verschlimmern)

wenn gewünscht, nach Abkühlen dazugeben:

  • drei Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
  • ein Tropfen Kamille blau (Matricaria recutita) oder Rose (Rosa damascena destilliert)
  • ein Tropfen Weihrauch (Boswellia serrata oder B. sacra)
  • ein Tropfen Cistrose (Cistus ladanifer) (danke Thomas !)

Nur mit sauberem Spatel entnehmen und spätestens nach drei Monaten aufbrauchen. Bei starken Juckreiz betroffene Stellen vorher mit alkoholfreiem Rosenhydrolat befeuchten und dann Salbe vorsichtig einreiben. Diese Salbe pflegt auch “einfach so” bei wintertrockener und empfindlicher Haut.

Die aromatische Wundnaht…


…nennt der französische Aromatherapie-Arzt Dr. Daniel Pénoel das ätherische Öl der Cistrose, Cistus ladanifer. Ich benutze es für alle Arten von Wunden, deren Blutung schnell gestillt werde muss (auf die Schnelle 2-3 Tropfen Lavendel fein auf dem Handteller mit 1 Tropfen Cistrose [maximal drei Jahre alt] vermischen und auf die blutende Stelle geben. Meine Kinder assoziieren mit diesem Duft mittlerweile nur noch “es blutet”. Kürzlich roch ich auf einem Duty Free-Shop unterschiedliche “Poison” von Dior und eines davon erinnerte mich an Pflaster. Nach zwei bis drei Minuten dämmerte es: Es duftet mehr oder weniger deutlich nach Cistrose. Die Verkäuferin nickte gar nicht sehr erstaunt und meinte, kürzlich habe eine Kundin diesen Duft als “medizinisch” empfunden.
Die trockenheitsliebende Pflanze, die den deutschen Winter nicht durchhält und auch im milden Irland oft nach dem nassen Winter einen Abgang macht, ist rund ums Mittelmeer zu Hause, vor allem Portugal duftet nach Cistrose! Da mein noch kleiner Strauch nun fast mit seiner vierwöchigen Blüte fertig ist, bzw. weil ich auf Reisen bin, muss ich noch kurz ein anderes Einsatzgebiet dieses unverdünnt sehr streng riechenden Öles vorstellen. Wenn man eine Prise des Öles in Orangenöl gibt entfaltet sich ein warm-samtiger ambra-artiger Duft. Dann hat das Öl eine starke Wirkung auf die “zerrissene” Psyche. Eben ein Wund-Öl!
Der besondere Einsatz zeigt sich bei starken Regel- oder Zwischenblutungen bei Frauen mit Myomen.

Wenn von gynäkologischer Seite nichts “Schlimmes” vorliegt (natürlich ist da aus Sicht von Naturheilkundlern fast immer etwas sehr im Ungleichgewicht) und frau auch die oft empfohlene Totaloperation ablehnt, ist an dieses blutstillende und gleichzeitig ganz ganz milde Öl zu denken. Ich empfehle Frauen mit starken Blutungen, eine Mischung aus 5 ml Jojobaöl, dazu 2 Tropfen Cistrose, 2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia) und 1 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens). Von dieser Mischung 3-5 Tröpfchen auf die Spitze eines Tampons geben oder auf die Binde träufeln. Das Hydrolat (Destillationswasser) der Cistrose kann auch kurmäßig für drei Wochen eingenommen werden (3x täglich je ein knapper Teelöffel – schmeckt ziemlich grauslich!) Mit diesen beiden sanften Anwendungen kann frau zwar die Myome nicht weg zaubern, aber meist gute Ergebnisse erzielen, vor allem wenn gleichzeitig eine Ernährungsumstellung erfolgt.



Ich habe nun drei Tage mehr oder weniger nonstop über ätherische Öle geredet. Das macht heiser. Auch wenn jetzt endlich die trockene Heizungsluftzeit vorbei ist. Neben dem ständigen Lutschen der Ur-Marshmallows namens Eibischteig (Malvensirup mit Neroli- und Rosenöl) lutsche ich ab und zu ein Stückchen Zucker, auf das ich etwas Myrrheöl (circa 1/2 Tropfen, Commiphora molmol, Abbildung oben) verteilt habe. Schmeckt absolut grauslich und saubitter, wirkt jedoch entzündungshemmend und schleimhautpflegend. Zwischendrin befeuchtet “Limonade” aus 1 Liter Leitungswasser mit einem Tropfen Zedrat-Zitrone (Abbildung unten, vorher in etwas Himbeer- oder Holunderblüten-Sirup oder in trübem Apfelsaft auflösen) die ausgetrocknete Mundschleimhaut.


PS WOW, heute fand der 10.000ste Klick hier statt, ich bin wirklich gerührt, wie gut mein Blog angenommen wird. So viele Besuche – aus 48 Ländern – in fünf Monaten, vielen Dank an euch ALLE!!!!

Immer wieder Weihrauch (Olibanum)



Harzextrakte, aber auch das ätherische Öl von einigen Olibanumarten (Boswellia) werden immer wieder auf ihre vielfältigen heilenden Eigenschaften hin untersucht. Folgendes Video zeigt einige Wirkungen auf, vor allem die entzündungshemmende Wirkung auf schmerzende Gelenke.

In BMC Complementary and Alternative Medicine [2009, 9:6] wurde am 18. März ein Artikel von Mark Barton Frank und Kollegen veröffentlicht: “Frankincense oil derived from Boswellia carteri induces tumor cell specific cytotoxicity”. Wissenschaftler des University of Oklahoma Medical Center haben einmal wieder in Labortests Beweise gefunden, dass ätherisches Weihrauch-Öl bzw. vermutlich die Leitsubstanz Boswelliasäure (die jedoch nur in Spuren im destillierten Öl enthalten ist) Krebszellen, in diesem Fall Blasenkrebszellen zerstören kann, ohne jemals gesunde Zellen anzugreifen. Weihrauchöl wurde in dieser Hinsicht verglichen mit Sandelholzöl, zwei Tannenölen und Palo Santo-Öl, welche jedoch allesamt keinen Unterschied zwischen gesunden und kranken Zellen machten.

Veröffentlicht in Harze