das traurige ABC – aluminium, brust und carzinome


Eliane Zimmermann Rezepte für selbst gemachte DeosIn der englischen Universität Reading (aus der auch etliche Ätherische-Öle-Studien stammen) forscht eine Frau, die der Kosmetikindustrie sicherlich ein Dorn im Auge ist. Insbesondere der Deodorant-Industrie. Philippa Darbre untersucht hormonähnliche Moleküle, die sich in unzähligen Alltagsgegenständen befinden – von Babyfläschchen bis zu Käseverpackungen – und deren Wirkungen auf die Entstehung und das Wachstum von Tumoren. Sie bemerkte per einfacher Beobachtung, die auch jeder Laie, jede Frau, machen kann, dass Brustkrebs überproportional oft in den achselnahen Regionen (‘Quadranten’) entsteht. Statistisch gesehen müssten diese Tumore fröhlich rundum in der Brust mit ihrem fetthaltigen Gewebe sprießen, tun sie aber nicht. Die wissenschaftliche Begründung, dass sich diese achselnahen, äußeren Quadranten durch besonders dichtes Gewebe, das reich an Lymphbahnen und Milchdrüsen ist, auszeichnen, genügte der Wissenschaftlerin nicht. Insbesondere als sie herausfand, dass in der 30er Jahren Krebs an diesen Stellen eine Häufigkeit von 30 Prozent aufwies und heutzutage bis zu 60 Prozent. Ob dieses nahezu verdoppelte Aufkommen der schrecklichen Krankheit an der Zusammensetzung von Kosmetika liegt und somit vermeidbar wäre? Vermeidung von angeblich sozial unverträglicher Geruchsbildung durch Opferung der Gesundheit? Und das in ‘westlichen’ Ländern, wo es ÜBERALL Waschbecken, Seife und sogar Handtücher gibt – kostenlos!

Philippa Darbre hat Deodorants, insbesondere Antitranspirants (Antiperspirants) im Verdacht. Und jeder Mensch (leider bekommen inzwischen auch Männer Brustkrebs) kann sich selbst seine/ihre Gedanken zu diesem Thema machen und einfach den gesunden Menschenverstand bemühen: Was macht ein Antiperspirant mit 24-, 36- oder gar 72-Stunden-Wirkung an meinem Körper? Ein für viele kleine Moleküle gut aufnahmebereites Gewebe (reichlich Poren und Öffnungen der Schweißdrüsen und Haare/Haarkanäle, die den Weg nach innen ebnen, egal ob sie vorhanden sind ob abrasiert werden) wird tagtäglich mit künstlichen Duftstoffen, Konservierungsstoffen und anderen schillernden Molekülen aus den Laboren dieser Welt traktiert. Viele dieser Substanzen, beispielsweise die teilweise verbotenen Moschusketone, reichern sich dann fleißig im Brustgewebe an (und sind nicht zu knapp in der Muttermilch nachweisbar). Zudem verschließen die typischen Deowirkstoffe wie diverse Aluminiumsalze diesen Weg nach außen, sie unterbinden also ein wichtiges Entgiftungsprinzip des Körpers. Hier bitte mal nachdenken: An diesen Körperstellen soll und muss etwas raus, wird jedoch daran gehindert. Dazu wird ein Cocktail an Chemikalien tagtäglich nachgeliefert, die wirklich nicht dort reingehören (ich schrieb in meinem zweimeist besuchten Blogeintrag [klick!] bereits darüber und biete darin Alternativen).

Die engagierte Wissenschaftlerin konzentrierte sich in ihren Studien auf den circa 25%-ig in den allermeisten Deos enthaltenen Stoff Aluminiumhydroxychlorid (Aluminium Chlorohydrat). Beim Auftragen des Deo reagiert der Wirkstoff mit den Hautzellen, er denaturiert darin enthaltene Eiweiße: Das Aluminium bindet an die Hautzellen und verändert diese dahingehend, dass die Schweißdrüsen dicht machen. Juhu, Ende mit dem lästigen Schwitzen! Dummerweise kann Aluminium ganz ungehindert die Haut durchdringen und ziemlich schnell in Blutbahnen und zu Organen unterwegs sein. Anders beim Essen oder Trinken: Wenn Aluminium über belastete Nahrungsmittel aufgenommen wird, bleibt nur relativ wenig davon im Organismus, weil der Magen-Darm-Trakt recht gut unbrauchbare Fremdkörper erkennen und dann durchzuschleusen kann. Frau Darbre zeigte dies mit einem Dauer-Bad (entsprechend einem monatelangen Gebrauch eines Deos) von gesunden Brustzellen einerseits in Wasser und andererseits in einer Nährlösung mit Aluminiumhydroxychlorid. Diese zweite Gruppe von Zellen verändert sich erschreckend. Und schlimmer noch: Es ist hoch wahrscheinlich dass Aluminiumverbindungen die Tumorzellen zum Wandern anregen, sprich die Metastasenbildung fördern. All das hat der Medizinjournalist Bert Ehgartner im Labor von Philippa Darbre beobachten dürfen und in seinem hervorragenden Blog-Eintrag (klick!) beschrieben – ein Auszug aus seinem neuen Buch Dirty Little Secret – Die Akte Aluminium (klick!). Kürzlich gab es übrigens von Frau Darbres Team eine Aktualisierung zur viel kritisierten Studie zum Parabengehalt von Brustkrebszellen, insbesondere der Konservierungstoff N-Propylparaben wurde überproportional oft in Tumorzellen aus der Nähe der Achselhöhlen identifiziert. Die Kosmetikindustrie wird nun wieder eine Weile damit beschäftigt sein, diese Erkenntnisse als Blödsinn abzustempeln.

Was lernen wir daraus?

  • Öfters mal waschen anstatt dauernd zu sprühen und zu rollen.
  • Öfters mal kein oder ein selbstgemachtes Deo verwenden.
  • Deos von seriösen Naturkosmetikherstellern verwenden.
  • Deos eher auf die Kleidung als auf die Haut sprühen.
  • Lieber Naturkleidung als Synthetikfasern direkt and er Haut tragen. Wollunterwäsche nimmt nur sehr langsam Gerüche an und kann sogar durch Lüften entmüffelt werden.
  • Auf Deopackungen nach dem Wort ‘Aluminium-xxx’ fahnden und diese links liegen lassen.
  • Nur an heißen ‘Kampftagen’ solche Deos einsetzen und dann die Haut wieder erholen lassen.
  • Lernen dazu zu stehen, dass Gesundheit vorgeht und dass ein kleiner Schweißgeruch-Unfall nichts Schlimmes ist (solange man sich regelmäßig wäscht…)

Hier mal wieder ein Rezept für ein schnell gemachtes Sprühdeo (muss geschüttelt werden und kurz angetrocknet werden, bevor man sich anzieht, also bitte eine Extraminute bei der Morgentoilette einplanen!) In eine 50-ml-Sprühflasche geben wir:

  • 25 ml Rosenhydrolat (enthält – wenn es ein natürliches Produkt aus der Rosendestillation ist – unter anderem gut verträglichen und bakterienvermindernden Phenylethanol, dazu Citronellol, Geraniol und Nerol, welche nachgewiesenermaßen präventiv und antitumoral wirken)
  • oder ein anderes Hydrolat wie Salbei-, Zypresse- oder Nerolihydrolat
  • 25 ml Wodka (40% Alkohol; wird auch bakterienhemmend und hilft beim Verdunsten nach dem Auftragen)
  • 1-2 Messerspitzen Natron (=Natriumhydrogencarbonat; für ein paar Cents aus dem Backregal im Supermarkt erhältlich, sprudelt zunächst etwas bei Kontakt mit Wasser/Hydrolat)
  • 15 Tropfen Limetten-, Bergamotte- oder Zitronenöl oder anderer Zitrusöle, diese sind reich an Limonen, welches nachgewiesenermaßen präventiv und antitumoral wirkt (jedoch nicht im Solarium benutzen)
  • je 2 Tropfen natürliches Lavendel-, Rosengeranien- und Bergamotteminzeöl, möglichst aus zertifiziertem k.b. Anbau; oder andere ätherische Öle, die reich an Monoterpenolen wie Linalool, Geraniol, Terpineol etc sind (Rose, Petit Grain, Neroli, Palmarosa etc), diese wirken laut etlichen Studien antitumoral
  • 2-3 Tropfen Salbei- oder Zypressenöl, wirken schweißregulierend
  • nach Wunsch noch 5 Tropfen Vanille- und/oder Tonka-Alkoholextrakt, duften lecker und wirken appetitregulierend und stimmungsaufhellend
  • bei sehr trockener oder empfindlicher Haut können einige Tropfen Bio-Jojobaöl zugefügt werden

Eliane Zimmermann Naturdeo-RezepteVon den unzähligen Natur-Deos die ich bereits ausprobiert habe, hat mich bislang ‘Daily Pleasure’ von Farfalla am meisten überzeugt – im fein-frischen Duft und in der Wirkung. Es hält etwas länger frisch als die bei vielen Naturdeos üblichen drei bis vier Stunden – und nach dieser Zeit garantiere ich für einen Wasserhahn, der Ihnen hundertprozentig irgendwo über den Weg läuft! Von den knapp 12 Euros, die dieses Produkt kostet, darf man sich übrigens nicht irritieren lassen, die Flasche ist nicht – wie fast alle anderen Deoflaschen – größtenteils mit Treibgas gefüllt, sondern bis zum Schluss ist der gesamte kostbare Inhalt benutzbar. Und man kann sie anschließend wunderbar für eigene Raum- und Körpersprays recyclen.

PS. Bei Wadi – Professor Dietrich Wabner – gibt es in der Weihnachtsaktion (bis Ende Dezember) das alkoholfreie Bio-Rosenhydrolat aus Bulgarien zu einem unschlagbar günstigen Preis (zB 1 Liter 24 Euro)

das andreaskreuz und die ätherischen öle


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyIch bekam dieser Tage das Angebot, für eine große und bunte Website zu werben, wo Retortendüfte Raumbeduftungsmöglichkeiten in allen Farben, Varianten und Preiskategorien angeboten werden. Mir wurde wieder einmal bewusst, was für ein riesiger Markt inzwischen entstanden ist. Parallel dazu kam die Anfrage einer besorgten Person, die von ihrer Heilpraktikerin ein ätherisches Öl für ihr spezielles Gesundheitsproblem empfohlen bekommen hatte. Sie fragte dann bei mir besorgt nach (bin ich denn Aroma-Pedia???? ;-) ), wo sie denn dieses Öl ohne das Andreaskreuz bekommen könnte. Deswegen muss ich hier mal klar darstellen, warum dieses lästige Zeichen – zumindest auf naturreinen ätherischen Ölen – keine Sorge bereiten sollte. Und ich hoffe, dass diese Person nicht ihr empfohlenes “Aroma-Öl” ohne Andreaskreuz kaufen wird, denn dann wird es höchstwahrscheinlich nicht geeignet sein, um ihr gesundheitliches Problem zu korrigieren, vielmehr könnte es ihr dann sogar schaden. Oder sie erwischt bereits ein ganz neues Öl, denn viele Ölefirmen deklarieren seit Kurzem einen Teil ihrer ätherischen Öle als Kosmetika und brauchen dann das Andreaskreuz nicht mehr aufzudrucken. Auch wenn der Inhalt der Gleiche geblieben sein wird. Zitrusöle werden allerdings vermutlich mit dem orangefarbenen Warnhinweis gebrandmarkt etikettiert verbleiben, da sie, würden sie per Umdeklarierung zum Kosmetikum mutieren, ohne Furocumarine daher kommen müssten und gerade diese Stoffe machen die stark stimmungsaufhellende Wirkung dieser Ätherisch-Öl-Gruppe aus.

Ich weiß gar nicht mehr, wann das fatale Zeichen, das wir als Warnung auf Maler- und Lackiererzubehör und auf heftigen Putzmitteln kennenlernten, für die Etiketten ätherischer Öle Pflicht wurde. Ich war alarmiert und ging davon aus, dass der Verkauf einbrechen würde. Denn aufmerksame Kunden werden davon verunsichert. Öleanbieter hatten immense Kosten zu tragen, weil die Etiketten neu designt werden mussten und bei nicht allzu farbigen Etiketten musste eine zusätzliche Farbe in der Druckerei mit finanziert werden. Doch insgesamt lief alles ganz gut ab, ich weiß jedoch freilich nicht, ob die synthetischen Aromaöle (dieser Name bezeichnet meistens Duftlampenöle aus der Retorte) nicht Aufwind bekamen und seitdem besser verkaufbar sind. Denn ein Duftkompositeur kann in seinem Labor eben die Stoffe, die in einem naturreinen Öl zur Andreaskreuz-Pflicht führen, einfach weg lassen und vermeintlich harmlose Nuancen nach Belieben hinzufügen. Je fruchtiger und quietschiger es duftet, desto besser.

Das Andreaskreuz mit dem Xn wurde gemäß der global geltenden Gefahrstoff-Verordnung für fast alle ätherische Öle eingeführt, da sie mehr als 10 Prozent flüchtiger Monoterpene enthalten. Es signalisiert, wie auch der Text dazu, dass wenn man diese Produkte (in größeren Mengen) verschluckt, sie die Lunge reizen können. [Demnächst wird ein noch harscherer Warnsatz Pflicht.] Es handelt sich nicht um per se  giftige, sondern um stark flüchtige Inhaltsstoffe, die aus winzigen Molekülen bestehen (und bei falscher Anwendung Schäden verursachen können). Es wird bei dieser Kennzeichnung nicht unterschieden, ob es sich um einen chemischen und auch in winzigen Mengen toxischen Stoff handelt oder um natürlich und in ganz vielen Lebensmittel vorkommende Moleküle.

Auch Zitronen und Orangen müssten vermutlich diesen Aufkleber tragen, wenn die Vorschriften konsequent wären, denn die Schalen enthalten u.U. mehr als 10% dieser flüchtigen Monoterpene. Auch Tomaten, Aprikosen, Kirschen, Sellerie, Zwiebeln, Knoblauch, Bärlauch etc enthalten diese flüchtigen Moleküle namens Monoterpene. Interessant ist, dass eines dieser Monoterpene (Limonen) sogar antitumoral wirkt, wie in etlichen wissenschaftlichen Arbeiten Studien nachgewiesen werden konnte. Diese Moleküle sind sind also bei korrekter Anwendung sogar ur-gesund (nur nicht zum Trinken geeignet, wie auch Kochsalz nicht zum Auslöffeln geeignet ist.)

Ich habe dieses Thema bereits beschrieben, beispielsweise hier  und hier (auf gefettete Wörter klicken!). Wer wirklich verlässliche Öle kaufen möchte, kann Firmennamen hier direkt über den aktiven Link anschauen! Ich kenne alle aufgeführten Firmengründer und/oder Geschäftsführer (oder entscheidende MitarbeiterInnen) persönlich. Diese Liste bedeutet natürlich nicht, dass es nicht noch andere zuverlässige Firmen gäbe, ich kann nicht alle kennen!

die zweiklassen-gesellschaft der duftstoffe


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDiese “Petition” hat viele Reaktionen, Fragen und Unsicherheiten hervor gerufen. “Petition” in Anführungsstrichen, weil es sich um eine simple Online-Unterschriftenliste handelt. Das Wort Petition ist irreführend verwendet worden, denn dieses suggeriert eine Eingabe an offizielle Behörden/Regierungsstellen. Da ich, wie erwähnt, die Anfrage aus verlässlicher Quelle erhielt, habe ich das nicht hinterfragt, Monika Volkmann ist jedoch dem Impressum mal auf den Grund gegangen. Ich finde es dennoch okay, Dr. Dietrich Wabner mit seinem Verein N.O.R.A. International eine kleine Unterstützung in Form einer Unterschriftenliste zukommen zu lassen, denn er ist einer der wenigen Aroma-Leute, der sich für den Erhalt von “bedrohten” ätherischen Ölen einsetzt und der – gegen Windmühlen kämpfend – auch bemüht ist, diesem bürokratischen Unsinn die Stirn zu bieten. Es scheint jedoch nicht möglich, selbst für einen zweifachen Doktor und Chemiker, die Eurokraten und nicht in dieser Materie beheimateten Schutzwächter davon zu überzeugen, dass synthetische, also menschengemachte Moleküle anders beschaffen sind, als ihre kopierten Vorbilder (nicht Ebenbilder) aus der Natur.

Dazu eine kleine Fantasiereise: Stellen Sie sich einen Teppich vor, weich und wuschelig, das Etikett sagt “100 Prozent Wolle”. Dann schauen Sie unter den Teppich und sehen ein feinmaschiges Netz, das eindeutig aus Nylon/Plastik ist, es trägt die Wollfasern und gibt dem Teppich Zusammenhalt und Haltbarkeit, ist hauchdünn, ist fast nicht vorhanden, macht nur 1 Prozent des Teppichgewichtes aus. Doch der eigentliche, der sichtbare Teppich besteht aus reiner Wolle. So ähnlich verhält es sich mit synthetischem Geraniol, Citral, Linalylacetat, Menthol. Wir riechen diese auch in billigen Aromaölen, doch die geschulte Nase schaut automatisch auch unter den Teppich, sie erkennt sofort, da sticht etwas, da fehlt etwas, das ist nicht rund. Was die Laiennase auf den ersten Blick Schnupperer nicht merkt, erkennt jedoch ein anderer Teil des komplexen Systems Mensch und sagt “Halt! Hier stimmt etwas nicht, hier ist etwas drin, was nicht rein gehört” und löst beispielsweise einen Niesattacke aus oder rote Hautpusteln. Geschieht der Kontakt mit dem Chemiegeruch zu oft, kann sich auch das Immunsystem empören und löst dann irgendwann schlimmere Symptome aus, eben eine Allergie. Das kann selbstverständlich auch mit Naturdüften passieren wie mit allem, was uns im Leben so begegnet auch.

Der Chemiker sagt stolz: “Ach, dieses eine Prozent (“im Teppich” oder “im Aromaöl”) kann man wirklich vernachlässigen, es hat mit dem tollen von mir geschaffenen Duftmolekül eigentlich nichts zu tun, es dient lediglich als Trägersubstanz.” Je billiger so ein “Parfümöl” oder “Aromaöl”, desto größer ist dieses “Trägernetz” und desto wahrscheinlich ist es, dass es aus chlorierten Substanzen besteht. Wer jemals im Schwimmbad, in der Sauna, in öffentlichen Toiletten penetranten Chlorgeruch wahrgenommen hat, weiß was ich meine. Diese ach so minimalen Anteile an chlorierten Substanzen scheinen insbesondere für ungewollte Reaktionen wie Kopfschmerzen, Unverträglichkeiten und sogar Allergie verantwortlich zu sein. Eigentlich muss man entsprechenden Immunsystemen nun geradezu gratulieren, dass sie auf sowas überhaupt noch reagieren, und dankbar sein, dass sie Alarm schlagen. So degeneriert und blöd ist der menschliche Körper auch heute nicht, dass er nicht bemerkt: “Da stimmt etwas nicht, da muss ich mich wehren, da ist Gift mit im Spiel.”

Die natürlichen “Zwillinge” kommen nicht nur ohne Chlor aus, sie sind auch eingebettet in ein Meer von andere Inhaltsstoffen im jeweiligen Öl. Ein schönes Beispiel ist ein hochwertiges Öl der Gewürznelkenknospe. Es enthält zwar reichlich das potenziell hautreizenden, durchblutungsfördernden und anregenden Phenols Eugenol (bis zu 80%), doch in den verbleibenden 20 bis 30 Prozent finden wir auch andere Goodies, welche entkrampfen/entspannen (bis 22% Eugenylacetat), entzündungshemmend wirken (13% beta-Caryophyllen) und schmerzlindernd wirken (Methylsalicylat). Eugenol an sich hat nicht nur negative Eigenschaften, wie so gerne behauptet wird, sondern wirkt als Breitbandmittel stark keimtötend und auch schmerzlindernd. Man muss also die ganze Symphonie der Inhaltsstoffe betrachten und nicht nur einen einzelnen schrillen und schrägen Flötenton, der im Gesamtkonzert vielleicht gerade das i-Tüpfelchen ausmacht, jeder Klassik-Konzertgänger weiß das.

Doch das heute geltende Paradigma will uns mit erschreckend roher Gewalt und gesetzlichen Vorschriften wirklich ins Gehirn einhämmern, dass wir mit ganzheitlichem Denken und Betrachten falsch liegen, dass wir Einzelstoffe anzuerkennen haben, dass diese einfach und schnell und billig von Menschenhand herzustellen seien (gerne als “naturidentisch” bezeichnet). Und dass viele Naturstoffe unvollkommen, schlecht, böse, fehlerbehaftet seien. Darum sind, aus Kosmetikgesetzgeber-Sicht und zugespritzt gesagt, Fenchel und Anis, Basilikum und Estragon, Zimt und Rose, “böse Pflanzen”, denn sie produzieren “gefährliche Stoffe”, welche hautschädigend und leberschädigend (durch die Haut???) wirken. Die wissenschaftlichen Experimente, die zu diesen Erkenntnissen führten, werden jedoch einerseits oft mit menschengemachten Laborduftstoffen an (Nage-)Tieren mit anders arbeitendem Stoffwechselsystem gemacht. Dazu werden diese Tiere damit zwangsernährt, obwohl Rose, Fenchel, Basilikum vielleicht nicht zu ihrem Beute- und Nahrungsschema gehören und ihr Metabolismus nicht jahrtausende Jahre lang Zeit hatte, sich auf den Abbau dieser Pflanzeninhaltsstoffe einzustellen. Diesen Tieren wird zudem das Fell wegrasiert, bevor sie mit den fraglichen Substanzen eingeschmiert werden (wer sich als Mensch rasiert, wird sich an diesen Stellen nicht anschließend mit scharfen und reizenden Kosmetika einreiben, weil das Rasieren immer Mikroverletzungen zur Folge hat). Und damit man wirklich nachweisen kann, wie gefährlich diese “Pflanzenstoffe” (aus dem Labor, hm) sind, werden sie hoch/überdosiert und über lange Zeiträume an den Tieren verwendet. Wenn ein menschliches “Versuchskaninchen” wochenlang ausschließlich mit Heu gefüttert werden würde, könnte man beweisen, dass Heu unverdaulich ist, zu Giftgasen in den Eingeweiden führt und schließlich zum Tod durch Darmverschluss.

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Der Faktor Mensch wird dabei völlig vernachlässigt: Dass der Mensch recht schnell “die Nase voll” hat von einem Duft, dass er vergesslich ist, selbst wenn er sich jeden Tag mit etwas einschmieren wollte, dass ihm nach kurzer Zeit penetrante Überdosierungen stinken, dass er einen komplexeren Stoffwechsel als ein Meerschweinchen hat, dass er Kleidung trägt, die das Kosmetikum abreibt, dass er Milch trinkt, die zu viel gegessene Duftstoffe emulgiert und resorbieren helfen kann, dass er andere und viel mehr Auswahl an Dingen isst, die mit dem Duftstoff interagieren werden…. all das, also das “wahre Leben”, findet im Labor nicht statt. Wie sollte es auch! Dazu kommt, dass beispielsweise Rosen- und Lavendelöl aus jeweils einigen hundert Inhaltsstoffen bestehen! Dies kann und will man nicht separat untersuchen. Und diese kann oder will man nicht herstellen, um ein “naturidentisches” Aromaöl auf den Markt zu bringen (man könnte es – technisch gesehen – zu 99,5% herstellen, doch dann wäre das billige Aromaöl vermutlich viel teurer als seine natürliche Variante).

Und weil man an technische und vor allem an preisliche Grenzen stößt, reduziert man beispielsweise Lavendelöl auf drei “böse Inhaltsstoffe” (Linalool, Linalylacetat, Geraniol), die kunstvoll zusammengemischt sicherlich fast wie Lavendelöl riechen würden) und will den naiven Verbrauchern suggerieren, dass man sie vor diesen negativen Komponenten schützt. Damit zurück zur Petition und zur Kosmetikverordnung: Bei einigen, wie diesen Lavendelstoffen, schreibt man “nur” die Deklaration vor (was für Allergiker natürlich hilfreich beim Einkauf ist), obwohl laut Duftstoffe-Fachmann Erich Schmidt  bei etlichen der gebranntmarkten deklarierungspflichtigen Stoffe nachgewiesen werden konnte, dass sie nicht allergener wirken als tausend andere Dinge des täglichen Lebens. Bei anderen Naturdüften wie Rosenöl muss verdünnt werden, damit der eine “böse Stoff” (Methyleugenol) kaum noch im Kosmetikum enthalten ist, bei anderen muss verdünnt werden, um bestimmte Gefahrenhinweise auf dem Etikett zu vermeiden (ich hatte hier eine Liste zusammengetragen). Man kann als Laie wirklich nicht mehr mitkommen, Öle-Firmen müssen Anwälte anheuern.

Volkmar Heitmann hat mir und euch netterweise den Link zu diesem “behördlichen Duftkrimi” geschickt, hier kann er gelesen werden (auf englisch und ellenlang, die meisten EU-Bürger haben somit keinen Zugang zu diesem “Meinungspapier” (opinion), ich wüsste zu gerne, wer die am Anfang namentlich aufgeführten Meinungsgeber sind bzw. für wen sie arbeiten. Für solche Recherchen bedürfte es eines eigens eingerichteten und bezahlten Arbeitsplatzes. Hallo Ätherische-Öle-Firmen, hat jemand da draußen Zeit und Kapazitäten dafür frei?! Immerhin wird ganz demokratisch auch eine Meinungsseite für die EU-Bürger eingerichtet, wenn man sich also durch diesen englisch verfassten Fachtext gewühlt haben sollte, kann man seine Meinung auch kundgeben. (Selbst mir mit Fließend-Englisch-Fähigkeiten graut vor dieser Seite).

Ich war jedenfalls vergangene Woche – sehr schön passend zum Thema – zweimal mehr oder weniger freiwillig mit Chemieduftbomben konfrontiert. Einmal stand der Wäscheständer mit zu trocknender Wäsche im Schlafzimmer, sie war mit “eben mal ganz schnell” gekauftem Waschmittel (“mit ätherischen Ölen”) gewaschen worden, weil das Biowaschmittel leer war. Kaum zu glauben, was für Emissionen da im Zimmer umher waberten, sie lösten ein starkes Irritation im Sinne von “Achtung, Störung, hier stimmt etwas nicht, weg laufen!” aus. Beim zweiten Mal führte der Besuch des Schweden-Kaufhauses bzw. zum Glück erst ganz am Ende die Kerzenabteilung, zu einem über 24 Stunden währendem leisen Kopfschmerz. Auf diesen beiden Produkten würde ich gerne die neue Etikettenvorschrift sehen: Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein. Aber diese ist für solche Produkte, die man unter Umständen tagelang und wochenlang einatmet, nicht vorgesehen. Ein typisches Beispiel für den Zwei-Klassen-Duft.

PS Ähnlich wie beim Beispiel “100 Prozent Wolle” des Teppichs verhält es sich übrigens mit sehr vielen Kleidungsstücken und sonstigen Textilien aus “100% Baumwolle”, diese bestehen immer öfter aus einigen Prozenten an anderen Stoffen.

alpenkosmetik handgerührt


Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Gestern brachte der Briefträger eine nette Überraschung. Eine KursteilnehmerIn meines Botanik-Kurses hatte letztes Jahr meinen Mega-Wucher-Rosmarin gründlichst beschnitten, um daraus zu Hause eine Kräuterzubereitung zu machen. Inzwischen ist Heidi (Walheide) Tisch Buchautorin von Alpenkosmetik (Freya Verlag 19,90 Euro), einer schön anzusehenden Mischung von vielen Rezepturen aus ihrer Manufaktur, Fotos der Region Malta in Österreich, wo sie groß geworden ist und wohnt, und Geschichten. Heidi erzählt, wie bereits ihre Mutter ihre Schönheit und Lebendigkeit bis zum 90sten Lebensjahr mit selbst hergestellten Alpenkräuter-Mittelchen sowie eiskaltem Wasser aus dem nahen Gletscherbach bewahrte. Heidi beschreibt auch wichtige Alpenschönheiten wie die Zirbe, den Meisterwurz und das Edelweiß und erzählt zudem einiges über ihre Erfahrungen mit natürlicher Kosmetik, mit der sie sich seit 20 Jahren intensiv beschäftigt.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapySie zeigt in vielen Schritt-für-Schritt-Doppelseiten, wie man Cremes, Salben, Zahnpasten, Deos, Gesichtswässer und vieles andere mehr herstellt.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Wer die Extrakte und Tinkturen, die man dafür benötigt, nicht selbst herstellen mag, kann sie bei ihr bestellen und wer ganz bequem ist, bekommt die fertigen Alpen-Produkte auch direkt von ihr: Naturschönheit

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Nach dem Studium dieses Buches wird einem klar, wie eng Schönheit und Gesundheit zusammen hängen, dass ehrliche Kosmetik auch immer einen gesundheitsfördernden Hintergrund hat und nicht nur eine bunte Maske sein sollte.

aromakosmetik mit sonnenschein-faktor


AiDA Araomtherapy Eliane ZimmermannPassend zum Frühjahresschnitt meiner wuchernden Immortelle-Pflanze (Currykraut) erhielt ich kürzlich ein Päckchen mit fein duftender Naturkosmetik der 2009 gegründeten Firma Belmar cosmetics mit Sitz in Landshut nahe der österreichisch-deutschen Grenze. Besonders die Schampoos begeistern mich seitdem, denn sie verwöhnen mit einem ungewöhnlichen Duftmix, der mich an sonnige, heiße Landschaften in Mittelmeergegenden erinnert. Heute weiß ich, dass Immortelle, die ‘Unsterbliche’ unter den Duftkräutern, diesen Sommerduft ausmacht. Die grau belaubte Staude mit den sonnengelben Knöpfchen-Blüten heißt in der wissenschaftlichen Nomenklatur Helichrysum, das Sonnengold.

Nicht nur dieser warme Duft entströmt dieser Naturkosmetik (100 Prozent pflanzliche Rohstoffe, 90 Prozent sogar bio-zertifiziert mit dem besonderen NaTrue-Siegel), auch andere Sommerurlaubs-Erinnerungen kommen beim Haarewaschen hoch: Myrte, Salbei, Zypresse, Wacholder, Kiefer, Eberraute (die Coca Cola-Pflanze), Lavendel, Olive und auch ganz deutlich zu vernehmen ist ein sehr feiner Honigduft. Diese Blütenwasser und ätherischen Öle kommen aus Herzegowina, jener Gegend der Südalpen, die von der Sonne mehr als verwöhnt wird. Sie sind auch in der reichhaltig-samtigen Gesichtscreme, in der Pflege-Maske und der Reinigungsmilch enthalten. Das ist Aroma-Verwöhnkosmetik für Menschen, die nicht genug Licht und Wärme bekommen können, die im Winter unter Lichtmangel leiden, die erste Fältchen und Linien zu verzeichnen haben und deren Haut mehr Spannkraft gebrauchen könnte. Denn Immortelle kurbelt sowohl die Aktivität der Collagenzellen an, das würzige Kraut verhindert zudem zerstörerische oxidative Prozesse in der Haut, so dass man diese Produkte auch als Jung-Bleiben-Kosmetik bezeichnen könnte. Anders, als die offensiv beworbenen so genannten Immortelle-Produkte eines weltbekannten Kosmetikkonzerns kann man in diesen Flaschen und Tiegeln den Pflanzenduft wirklich wahrnehmen und genießen. So dass sich die stimmungsaufhellende Wirkung der Sonnengold-Pflanze voll entfalten kann. In der Creme ist mir der Duft allerdings etwas zu stark, ich bin eine Freundin von subtilen Aromen, wer ihn jedoch liebt, wird von diesem Luxus-Produkt begeistert sein. Es ist sehr sparsam im Gebrauch, vor allem wenn man es auf die feuchte Haut aufträgt. Ein Super-Service von Belmar cosmetics ist, dass man Kennenlerngrößen bestellen kann, so dass man nicht auf gut Glück große Tiegel und Flaschen erwerben muss, deren Preise befinden sich zwischen knapp 10 [Shampoo] und knapp 50 Euro [Pflege-Maske]). Zum Belmar-Shop geht es hier, die Läden, wo man Belmar-Produkte kaufen kann, sind auf deren Website aufgeführt genau so wie die Erläuterungen zum NaTrue-Siegel und hübschen Postkarten zum kostenlosen Herunterladen.

I got a few samples of a wonderful new line of natural cosmetic  called Belmar (Made in Germany). They are all manufactured with organic hydrolats (hydrosols), mainly with Helichrysum italicum, which is reknown for its anti-hemorrhagic properties (one of the most amazing healers for bruises – similar to arnica). Recently it was found out that the precious essential oils from Corsica rejuvenates the skin and acts as a booster for the production of collagen. So cosmetic with helichrysum (helios=sun, chrysum=gold) is a real anti-aging treat for the skin of people over 40 years of age ;-) Here you can find some scientific evidence for the healing properties of this lovely natural fragrance (reminding of honey with woody and balsamic untertones).

 

 

 

 

 

AiDA Aromatherapy Eliane Zimmermann

centella, das kraut gegen cellulite, narben und falten


AiDA AromatherapyNach so vielen Molekülen samt Hirngymnastik nun mal wieder ‘was für’s leibliche Wohl. Der Frühling kam über’s Wochenende in riesigen Schritten, in Zürich war Sommermode angesagt und die Seminare, die ich hielt, ließen die Köpfe dampfen. Bei dieser Gelegenheit fand ich heraus, dass Farfalla nun auch das wunderbare Mazerat des Indischen Wassernabels im Programm hat: Centella asiatica ist der gebräuchliche Name dieser vielseitigen Heilpflanze, die im Ayurveda bereits seit “ewigen Zeiten” verwendet wird (vermutlich circa 3000 Jahre). Das nicht ganz preiswerte fette Öl wird hergestellt, indem die abgerundeten, nierenfömigen Blättchen dieses Halbschatten und feuchte Ecken liebenden und nicht frostfesten Pflänzleins in Sesam- oder Sonnenblumenöl eingelegt werden (ähnlich wie Johanniskraut- und Ringelblumenöl); 30 ml kosten 12,50 Euro. Bereits in meinem ersten Aromatherapie-Lehrgang 1992/93 machte ich im Frühling darauf aufmerksam, dass es sich um das überzeugendste Produkt gegen Cellulite handelt, in Brasilien kennt es jede Frau, die ihren Samba-Körper auf die Strandsaison vorbereiten möchte.AiDA Aromatherapy

Idealerweise wird das Öl äußerlich auf die unschönen Dellen aufgetragen und gleichzeitig dazu sollte der Tee aus der getrockneten Droge (Apotheke) oder die Urtinktur eingenommen werden. Bei Maienfelser gibt es eine Lotion mit den Wirkstoffen des Krauts, Evelyn Deutsch vertreibt ein Duschgel und das passende Körper-Öl (angereichert um Birkenölmazerat und straffend-reinigende ätherische Öle). Weitere Wirkungen dieses unscheinbaren Gewächses, das man bei Rühlemanns bestellen kann, um täglich frisch (ein Blättchen) zu genießen: AiDA Aromatherapy

  • Es wird im Ayurveda als ein Rasayana betrachtet, ein Mittel das stärkt, regeneriert, “runderneuert”, gegen Erschöpfung und mentale Leere ankommt.
  • Es wirkt stark stimulierend auf den Kollagen-Stoffwechsel der Haut und somit gegen Falten und erschlaffte Partien.
  • Es verbessert Narbengewebe und hilft bei juckenden Hautausschlägen (als Ekzevowen-Salbe in der Apotheke erhältlich). Sogar bei verzögerter Vernarbung und bei wulstigen Narben (Keloiden) ist das Öl hilfreich.
  • In Indien soll es sogar bei Hautdefekten, die durch Lepra entstanden sind, helfen.

AiDA AromatherapyDie Pflanze ist auch als Tigergras, Gotu cola oder Fo-ti-tieng bekannt, der öfters zu lesende Name Brahmi(kraut) stammt jedoch aus einer Verwechslung mit einem anderen ayurvedischen Hirntonikum mit dem wissenschaftlichen Namen Bacopa monnieri (Kleines Fettblatt) aus der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Diese Pflanze liebt zwar auch feuchte Gründe, hat jedoch ganz andere Blättchen. In Tierversuchen zeigten sich gedächtnis- und intelligenzsteigernde Effekte.

Centella-Extrakte und Tees dürfen innerlich nur kurmäßig angewendet werden, also circa drei Wochen, danach zwei Wochen pausieren und dann bei Bedarf nochmals drei Wochen verwenden. Im Kraut sind folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Asiaticosid sowie weitere Triterpensaponine
  • freie Triterpene
  • Flavonolglykoside
  • Hydrocotylin (Alkaloid)

Ganz selten findet man sogar ein ätherische Öl (Maienfelser) aus den runden Blättchen, es enthält Caryophyllen, p-Cymen, Germacren und Pinen (Quelle feenkraut).

Wer sich mit dem reinen Mazerat ein wirksames Cellulite-Balance-Öl herstellen möchte, kann es bis zu 50%-ig mit einem anderen fetten Pflanzenöl (Mandel, Traubenkern, Aprikosenkern etc) verdünnen und zwei oder drei der folgenden ätherische Öle zwei bis dreiprozentig hinzufügen (auf 50 ml fettes Öl insgesamt circa 15 bis 20 Tropfen ätherischer Öle):

  • Cedrus atlantica, Atlaszeder, reguliert die Fettzellen, mindert eventuelle entzündliche Prozesse im Bindegewebe
  • Citus limon/medica, Zitrone und Zedrat/Urzitrone, wirkt ausleitend auf das verschlackte Bindegewebe, wirkt antioxidativ und gegen Zellschäden, festigt die Blutgefäße, wirkt zusammenziehend (adstringierend)
  • Citrus paradisi, Grapefruit, stimuliert sanft die Lymphe und die “Reinigung”, wirkt antioxidativ und gegen Zellschäden
  • Citrus sinensis, Orange/Apfelsine/Blutorange, stimuliert sanft die Lymphe und die “Reinigung”, wirkt antioxidativ und gegen Zellschäden
  • Cupressus sempervirens, Zypresse, mindert eventuelle entzündliche Prozesse im Bindegewebe und gibt Straffung sowie Struktur
  • Foeniculum vulgare, Fenchel, wirkt mild aquaretisch (‘entwässernd’) und reguliert den weiblichen Hormonhaushalt
  • Pelargonium graveolens/asperum, Rosengeranie, stabilisiert das Gewebe, harmonisiert ‘Ausrutscher’ im Bindegewebe, reguliert den weiblichen Hormonhaushalt, ohne direkt in ihn einzugreifen
  • Rosmarinus officinalis Ct. Verbenon oder Ct. Cineol, Rosmarin, fördert die Durchblutung, stimuliert entgiftende Prozesse
  • Juniperus communis (Wacholder), wirkt mild aquaretisch (‘entwässernd’)

AiDA AromatherapyVor der Anwendung (nur auf feuchter Haut zB nach dem Duschen oder vorher mit Rosenhydrolat besprühen) unbedingt eine kurze Trockenmassage der betroffenen Partien durchführen. Diese stimuliert die Lymphe, so dass Reinigungsprozesse schneller erfolgen und sie macht die Haut bereits nach wenigen Tagen babyzart (naja, fast!).

Kleine Centella-Fotos: Denise Manternach

aromatisches bodysoufflé


In meinem anderen Blog habe ich ein Rezept für ein unglaubliches Bio-BodySoufflé beschrieben, das ich als Weihnachtsgeschenk hergestellt hatte, wer sich dafür interessiert, kann hier nachschauen, wer einige neue Texte über Fette und Öle lesen möchte, kann dies in meiner kleinen Öle-Shopseite machen.

deo ohne aluminium und parabene selber machen


Ich habe mir kürzlich die Zeit genommen, das riesige Deodorant-Regal in einer Filiale einer bekannten deutschen Drogeriemarkt-Kette zu durchforsten (schon beschämend, was unsere “Zivilisation” allein auf diesem kosmetischen Sektor anzubieten hat). Es ging darum, Produkte zu finden, die einerseits frei von Aluminiumsalzen sind und auch dem Gehalt von Parabenen wollte ich auf die Spur kommen. Letztere verschwinden derzeit aus der französischen Kosmetik, ja sie werden geradezu angeprangert (die Werbung unten links besagt: Es steckt soviel Liebe in diesem Topf, dass noch niemals Platz für Parabene oder Konservierungstoffe darin war [schmunzel]). Im Jahr 2004 wurden diese recht gut verträglichen und beliebten Konservierungsstoffe im kranken Gewebe von Brustkrebspatientinnen gefunden, sie können hormonartig wirken. Da nicht sein kann was nicht sein darf kamen aber bald – vor allem von kosmetisch orientierter Industrieseite – Entwarnungen. Auch das deutsche Institut für Risikobewertung, das gerne Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen auf die Gefahrenliste stellt, sieht keinen Handlungsbedarf. In Frankreich scheinen die Konsumentinnen das anders zu sehen, mir ist jedenfalls aufgefallen, dass die weltweit bekannteste Marke sogar explizit damit wirbt, dass diese Stoffe nicht in einem ihrer Produkte enthalten sind.

Egal wie frau persönlich die Gefahr durch solche Abkömmlinge eines Duftstoffes einschätzt, sie sollte sich jedoch mal Gedanken machen, was Antiperspirants mit 24-, 36- oder gar 72-Stunden-Wirkung an ihrem Körper anrichten. Ein für viele kleine und fettlösliche Moleküle gut aufnahmebereites Gewebe (reichlich Poren und Öffnungen der Schweißdrüsen und Haare/Haarkanäle, die den Weg nach innen ebnen, egal ob sie vorhanden sind ob abrasiert werden) wird tagtäglich mit künstlichen Duftstoffen traktiert. Viele davon, die teilweise verbotenen Moschusketone, reichern sich fleißig im Brustgewebe an und sind nicht zu knapp in der Muttermilch nachweisbar. Zudem verschließen die typischen Deowirkstoffe wie diverse Aluminiumsalze diesen Weg nach außen, sie unterbinden also ein wichtiges Entgiftungsprinzip des Körpers. Hier bitte mal nachdenken: Das was raus soll/muss, darf nicht ausreichend raus und das was nicht reingehört, wird tagtäglich nachgeliefert.

Ein drittes Problem steckt in eher hochpreisigen Deos (und Gesichtscremes): Triclosan, streng genommen ein Medikament zur Mikrobennabwehr. Es erhöht vermutlich die Resistenz bestimmter Bakterien gegen einige Antibiotika. Es ist übrigens auch in Funktionswäsche, Teppichen, Handdesinfektionsmittel etc enthalten. Alles in allem sind moderne Deos also ungünstige Chemiecocktails ausgerechnet an extrem sensiblen Stellen unseres Körpers. Die unmittelbare Nähe zum sehr empfindlichen Brustgewebe, das durch seine gute Durchblutung und seinen hohen Anteil an Körperfett, besonders anfällig für “molekulare Angriffe” zu sein scheint, sollte Frauen wirklich mal zum Reflektieren bringen, ob wir uns dem “Hygieneterror” so ganz mit Haut und Haaren beugen sollten. Natürlich soll niemand schweißeln oder gar stinken und ab und zu mal ein 24-Stunden-Deo zu benutzen ist sicher nicht allzu schädlich. Niemand möchte oder sollte beim Bewerbungsgespräch vor sich hin müffeln. Doch muss es wirklich dauernd, immer, ständig sein? Keine Pause zum “Durchatmen” für das empfindliche Gewebe? Wenigstens sollten die Überreste abends aus den Achseln gewaschen werden, damit diese Hautpartie nachts zur Ruhe kommt. Und ab und zu, vielleicht am Wochenende oder im Winter, sollten wir uns “chemiefreie” Deos gönnen. Vielleicht wäre ein häufigerer Einsatz von Wasser und Seife (und Waschlappen) auch nicht schlecht, gerade heutzutage, wo es fast überall gut zugängliche Bäder/Waschmöglichkeiten gibt, ist ja streng genommen so eine Deo-Versiegelung gar nicht nötig. Die in den letzten zehn Jahren wirklich erschreckend hochgeschnellte Zahl an Brustkrebserkrankungen gibt jedenfalls mir sehr zu denken.

Der Winter könnte also eine gute Zeit zu sein, mal ein selbst gemachtes Deo auszuprobieren. Allerdings muss frau sich auf zwei bis drei Wochen einer stärkeren “Entgiftung” einstellen, also ist eventuell öfters waschen angesagt, es kann ein regelrechter Entzug stattfinden. Zudem stoppt es nicht die Transpiration, also feucht wird es schon. Nur die den Geruch produzierenden Bakterien werden eliminiert oder zumindest sehr in ihrer Arbeit eingeschränkt. Möglicherweise wird sich die Nase dennoch etwas rümpfen, denn sie hat ja den eigenen Körpergeruch immer durch eine “chemische Brille” wahrgenommen. Die schnellste und einfachste Methode ist die Herstellung eines Sprays. Einfach in einer 50-Flasche mit Sprühaufsatz folgende Zutaten verschütteln:

  • 25 ml Rosenhydrolat (oder ein anderes Hydrolat wie Melisse, sehr zusammenziehend auf die Poren wirkt Hamameliswasser, hier [ohne Alkohol] oder hier [mit etwas Alkohol] erhältlich)
  • 25 ml Wodka
  • 1 knapper Teelöffel Natriumbicarbonat (Backnatron) [basischer pH]
  • oder 1 Messerspitze Zitronensäurepulver oder 1 Esslöffel Apfelessig (saurer pH)
  • 5 Tropfen Zedrat- oder Zitronenöl oder 3 Tropfen Zitronenmyrte
  • 5 Tropfen Rosengeranien- oder Lavendelöl
  • 3 Tropfen Zypressen- oder Salbeiöl (letzteres in thujonarmer Qualität)
  • 2 Tropfen Patchouli- oder Zedernöl

Mit der folgenden umkomplizierten Rezeptur erhält man eine Deocreme, die immer mit einem kleinen Spatel aus dem Gefäß entnommen werden sollte.

Sheabutter und Kakaobutter vorsichtig zusammenschmelzen, ab und zu mit sehr sauberem Löffel/Spatel umrühren. Das geht gut auf der Heizung oder in einem sehr sauberen (Marmeladen/Senf)Schraubglas im warmen (nicht heißen) Wasserbad.

Die pulverigen Zutaten gleichmäßig in dieses gelbliche Ölgemisch einrühren. Es bekommt zunächst eine wunderbar sahnige Konsistenz, wird dann jedoch fester. Nach kurzer Abkühlung mit den obigen (oder anderen) ätherischen Ölen beduften, gut umrühren und in ein schönes Glasgefäß füllen. Ich habe für ein feines Luxusgefühl statt Rosengeranie oder Lavendel 1 Tropfen des kostbaren und seltenen Magnolienblütenöles (Magnolia alba, Florame) und 5 Tropfen Vanilleessenz (Farfalla) rein gegeben und alles in drei kleine 10-g-Gefäße gefüllt, so habe ich neben dem Rest im großen Schraubglas (für mich) noch kleine Mitbringsel. Übrigens: Bei Verwendung von Zitrusölen keine billigen Kunststoffgefäße verwenden, sie können durch die Zitrusterpene angegriffen werden. Einige Infos zu Kakaobutter und Sheabutter sowie Bestellmöglichkeiten befinden sich auf meiner kleinen Öle-Shopseite.

Recetas de la Aromaterapia para hacer desodorantes naturales

(traducion de Andrea Berndl del Blog Cosmetica natural casera

Algunos de los ingredientes peligrosos que se encuentran en desodorantes son el Aluminium Clorohydrate, Triclosan y Nitroalmizcles y almizcles policíclicos (lee mas en Ingredientes toxicos en cosmeticos en este blog). Una forma de evitar que nos exponemos dia tras dia a ellos, es recurrir a la aromaterapia y la cosmetica casera.

La aroma terapeuta, escritora y fundadora de AiDA (Instituto Internacional de Enseñanza de Aromaterapia) Eliane Zimmermann ha publicado en su libro “Aromatherapie für Sie”* (=Aromaterapia para ella) dos recetas interesantes para hacer desodorantes naturales. Ha sido tan amable de permitir la publicacion de estas recetas en este blog:

1. Desodorante natural en Spray

  • 25ml Agua floral de Rosas
  • 25ml Wodka
  • 1 cucharadita Bicarbonato de Sodio
  • 5 gotas Aceite esencial de Geranio (Pelargonium graveolens)
  • 5 gotas Aceite esencial de Lavanda (Lavanda angustifolia)
  • 3 gotas Aceite esencial de Mirto-Limón (Backhousia citriodora)
  • 2 gotas Aceite esencial de cedro (Cedrus atlantica)

Mezclar todos los ingredientes en un bote de spray de 50ml y agitar.
El Bicarbonato de sodio se podria sustituir por 1/2 cucharadita de acido citrico.

2. Crema de desodorante natural

  • 20g Manteca de karité
  • 15g Manteca de cacao
  • 1 Cucharra sopera Almidon de maiz
  • 1 Cucharra sopera Bicarbonato de Sodio

Fundir las mantecas con cuidado en baño maria, introducir el almidon y el bicarbonato y remover. Cuando se haya enfriado un poquito, introducir los aceites esenciales de la receta nº 1 (u otros) mezclar y envasar en un bote.

Cogiendo la crema con una espatula a la hora de usarla, se conserva mas tiempo.
* “Aromatherapie für Sie” de Eliane Zimmermann, pagina 58. ©2012 TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stutgart GmbH & Co.KG

harmlose kosmetik und der tunnelblick


Robert Tisserand hat mir die freundliche Erlaubnis gegeben, einen hervorragenden Text von seinem Blog zu übersetzen. Seit 1969 ist er der “Aromatherapie-Papst” der Neuzeit. Der unermüdliche Kämpfer, der englisch und französisch spricht, schrieb einige Klassiker über den Einsatz von ätherischen Ölen (die nicht mehr in deutscher Sprache aufgelegt wurden) und er arbeitet auch daran, hartnäckige Vorurteile und Fehlinformationen über ätherische Öle auszumerzen. Vor zehn Jahren verließ er Großbritannien, um in die USA überzusiedeln. Sein folgender Aufruf gegen so manchen modernen Tunnelblick hat mir gut gefallen. Ich übersetze ihn etwas frei und zusammenfassend, da er sehr lang ist, Leserinnen, die des Englischen mächtig sind, sollten Tunnel vision im Original lesen.

Verbraucher sollten einen vernünftigen und sensiblen Schutz vor Schaden von denen, die Verbraucherprodukte regulieren, erwarten können. Besonders verletzliche Gruppen wie Kinder und schwangere Frauen mögen sogar eine spezielle Berücksichtung benötigen. Darum klingt es wie eine gute Idee, wenn Kosmetika komplett frei von jeglichen Karzinogenen (krebsauslösenden Stoffen) und Teratogenen (“embryo-schädigend”) wären. Aber ist das realistisch? Ist mehr Gesetzgebung notwendig?

Ein Problem liegt im Wort “komplett”. Wenn du jedes einzelne Molekül einer toxischen Substanz vermeiden möchtet, musst du entweder in einer Blase leben oder aufhören zu essen, zu trinken und zu atmen. Spuren von Cyaniden befinden sich beispielsweise in Lebensmitteln und Getränken – natürlicherweise und auch fabrikgemacht. Das bedeutet nicht, dass es okay wäre, sie in größeren Mengen zu konsumieren; doch die Giftigkeit dieser Produkte wird durch Beschränkung auf eine limitierte Höchstmenge die sich auf ppm (parts per million) beläuft, kontrolliert. Das gleiche gilt für Schwermetalle und auch für fast alle anderen Toxine.

Warum nicht null Toleranz? Gut, in vielen Fällen ist beides unrealistisch und unnötig. Alle giftigen Substanzen werden heutzutage mit NOAEL klassifiziert (no-adverse-effect-levels/keine-nachteiligen-effekte-level), auch Karzinogene. NOAELs werden in Tierversuchen festgestellt und festgelegt und dann auf das Hundertfache, Fünfhundertfache oder Tausendfache hochgerechnet. Diese mathematischen Ausflüge sind manchmal etwas beliebig und enden dann in zuviel Schutz und nicht in zuwenig Schutz.

Im US-Staat Colorado wird zur Zeit ein “Null-Toleranz-Gesetz” diskutiert und angestrebt, wenn es in Kraft treten würde, wäre beispielsweise jede auch noch so kleine Menge an Acetaldehyd in Pflegeprodukten verboten. Dein Körper produziert Acetaldehyd immer nachdem du Alkohol trinkst, denn es ist der Haupt-Metabolit (Abbaustoff) von Branntwein. Chronischer Alkoholismus kann zu Krebs führen mit Acetaldehyd als einem der hauptverdächtigen Auslöser. Acetaldehyd ist auch ein Spuren-Bestandteil von Äpfeln, Bananen, Heidelbeeren, Kirschen, Zitrusfrüchten, Preiselbeeren, Trauben, Oliven, Passionsfrüchten (Maracujá), Pfirsichen, Pflaumen, Erdbeeren, Himbeeren, Karotten, Sellerie, Gurken, Knoblauch, Zwiebeln, Erbsen, Kartoffeln und Tomaten. Also “tschüss” zu Fruchtextrakten in Kosmetika.

Wenn du eine Erdbeere nur als etwas betrachtet, das Acetaldehyd enthält (Tunnelblick), dann wird plötzlich alles, von dem du dachtest, dass es gut für dich wäre, zu etwas Schlechtem für dich. Aber (Problem Nummer zwei): Früchte enthalten eine Fülle von Antioxidanzien und Antimutagenen (“gegen krebsartige Veränderungen”), welche die Toxizität der Spuren von Acetaldehyd, die enthalten sein können, mehr als aufheben können.

Ja, auch “tschüss” zu  Rosenöl (destilliert) und “byebye” zu Rosenabsolue. War nett, euch kennenzulernen! Und mach’s gut Muskatnussöl, Muskatblütenöl, Myrtenöl, Basilikumöl, Tulsiöl, Citronellöl, Ho-Blätteröl (Ct. Linalool) und viele andere nicht so verbreitete Öle. Nicht weil sie Acetaldehyd enthalten, sondern weil sie Methyleugenol (ME) enthalten. ME wird wird gelegentlich in Spuren in Rosmarinöl, Gewürznelkenöl, Ysopöl, Teebaumöl, Canangaöl (Wildform von Ylang Ylang), Mastixöl, Cassizimtöl, Zimtblätteröl, Bohnenkrautöl, Pfefferöl (schwarz) und auch wieder in vielen nicht so bekannten Ölen gefunden. Hast du kürzlich frisches Basilkum gegessen oder gar Pesto? Dann hast du ME gegessen! Aber weder Basilikum noch Pesto sind Karzinogene, weil sie auch Antimutagene und Antikarzinogene enthalten, welche jedem toxischen Effekt von ME entgegenwirken. Ich sage das nicht nur so, es wurde bewiesen. Das gleiche gilt für Tulsiöl – um ein Beispiel herauszugreifen – es ist nicht nur nicht karzinogen, es wirkt sogar antikarzinogen. Der hoheGehalt an Geraniol in Rosenöl (destilliert) wirkt mit ziemlicher Sicherheit  schützend wegen seiner antikarzinogenen Wirkung.

Macht das einen Unterschied? Nicht wenn du einen Tunnelblick hast.

Drei US-amerikanische [von Robert genannte] “Umweltgruppen” üben derzeit lautstarken Druck aus und spannen ihre politischen Muskeln. Überall wo diese Leute hinschauen, finden sie gefährliche Toxine und – du darfst raten – wenn du sie suchst wirst du sie auch finden. Und wenn dein Blick derart eng wird, dass du nur noch Toxine sehen kannst, und dazu auch noch die armen Fötusse und Kinder, von denen du überzeugt bist,  diese dadurch geschädigt werden, dann wird es schwierig zurückzutreten und dir das Große Ganze anzuschauen. Diese “Umweltgruppen” scheinen nicht einzusehen, dass das Auffinden einer bestimmten Substanz im menschlichen Gewebe nicht automatisch bedeutet, dass der Träger dieses Gewebes geschädigt worden wäre.

Die Erfassung von Risiken hat viele Facetten (Problem Nummer drei) aber es geht dabei grundsätzlich darum zu entscheiden, ob ein bestimmter Kontakt mit einer Substanz gefährlich oder nicht gefährlich ist und auch wo die Schwelle (der Menge) liegt.Die Erfassung von Risiken hat nichts mit Panikmache zu tun, es geht auch nicht darum, die Leute wegen “Chemikalien” aufzuwiegeln und es sollte auch nicht darum gehen, eine pauschale und vorsorgliche Gesetzgebung zu implementieren. Es sollte vielmehr darum gehen, Sicherheit herzustellen, indem alle relevanten Aspekte eines Problems angeschaut werden und dann die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Ich stimme mit vielen Kampagnen dieser Umweltgruppen überein. Es ist jedoch eine Schande, dass sie dieselbe “ein-Inhaltsstoff-Ansicht” über ätherische Öle angenommen haben, welche die EU-Gesetzgebung infiziert hat.

Wenn du in Colorado lebst und mit meiner Meinung übereinstimmst, solltest du agieren. Wenn du nicht in Colorado lebst, bleibe wachsam, denn es ist noch mehr davon in Vorbereitung.

[Und wir armen EU-Bürger haben schon etliche dieser Einschränkungen über uns ergehen lassen müssen, beispielsweise die Fast-Entfernung von Rosenöl aus Rosen-Naturkosmetik....] Translation with kind permission of Robert Tisserand, thank you!