flug- und andere ängste


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieImmer wieder werde ich gefragt, ob es ätherische Öle gibt, welche ängstlichen Flugreisenden zu mehr Entspannung und Gelassenheit verhelfen können. Insbesondere Menschen, die an meinen Kursen hier am Meer teilnehmen möchten, wollen sich darüber informieren. Als sehr hilfreich hat sich die wundervolle Zusammenführung der drei Orangenbaum-Öle gezeigt: Orangenschale, Orangenblätter und unreife Früchtchen (Petit Grain) und freilich die Blüten (Neroli). Man mische also:

  • 4 ml Orangenöl (oder Bitterorange oder Blutorange oder Apfelsine, Citrus aurantium fruct)
  • 1 ml Petit Grain (circa 20 Tropfen, Citrus aurantium fol)
  • 3-5 Tropfen Neroli (Citrus aurantium flos)

in einer 5-ml-Braunglasflasche und inhaliere jeweils 1-2 Tropfen dieser Grundmischung mehrmals an den Tagen vor dem Flug (am bequemsten mit Hilfe eines Papiertaschentuches oder Kunststoff-Inhalierstiftes). Denkbar ist auch am Vorabend ein Bad mit 2 Esslöffeln Honig, in den 5 Tropfen dieser Mischung gegeben werden. 5 Tropfen davon in circa 10 g nativem Kokosfett als Körpereinreibung können auch wunderbar helfen (oder etwas davon als Fußeinreibung).Die drei Öle enthalten den psychisch aktiven und lockernd wirksamen Ester Methylanthranilat. Wer sehr unter diesen und anderen Ängsten leidet, sollte 1-2 Tropfen römische Kamille in diese Mischung geben, dieses kostbare, ganz besonders zusammengesetzte ätherische Öl, wird stark anxiolytisch=angstlindernd. Wer dann zu mir über den Kanal angeflogen kommt, kann dieses zarte und doch megastarke Pflänzchen bestaunen, es wächst überall als “Unkraut” sogar durch dickste Asphalt-Spalten! Und es wird immer übersehen, doch wer einmal dran gerochen hat, ist dem Kräutlein und seinem gummibärchenartigem Duft schnell verfallen.

Die Idee zur obigen Mischung stammt übrigens als “Orange komplett” von Prof. Dr. Dietrich Wabner, der sich dachte, man sollte alle duftenden Teiles des Orangenbaumes in einer Flasche vereinen. Sie eignet sich auch hervorragend, um hyperaktive Kinder/Erwachsene zu beruhigen, um von der Arbeitswelt gestresste Menschen wieder auf die Beine zu kriegen, um Trauernden etwas der Bodenlosigkeit zu nehmen, um Depressive zu begleiten, um Anhänger der südländischen Lebensweise zu beschenken.

Eliane Zimmermann So wunderschön sonnig-heiter sieht es gerade im Moment in meiner super-sonnigen Umgebung aus (das ist das Ess- und Wohnzimmerfenster unseres Seminar- und Gästehauses). Wer noch plant, zu den Duft-Erlebnis-Wochen am Meer zu kommen: Es ist noch ein Platz frei in der Woche vom  25. Mai bis 1. Juni 2013: Happydüfte – Öle die dem Gefühlsleben gut tun (passend zum oben beschriebenen Thema!), in der Naturparfüm-, Alte-Gärten- und Blütenrausch-Woche Anfang Mai, wo hier wirklich fast alle subtropischen Pflanzenwunder um die Wetter blühen, sind noch mehrere Plätze frei (die beiden Juni- und Juli-Wochen sind ausgebucht). Wer unser geräumiges Gäste- und Seminarhaus Ardnagashel House für einen Urlaub mit Familie und Freunden im geräumigen im historischen Ardnagashel Estate und am Ellen Hutchins Arboretum mieten möchte, kann sich hier (klick!) Räume und Ausblicke anschauen. Ardnagashel House liegt direkt am Meer in einer geschützten Bucht in der Bantry Bay (ab 700 € pro Woche für bis zu 12 Personen).

frühe duftblüten mit erhebender wirkung: osmanthus und skimmia


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIm dschungelartigen Park hinter unserem Gäste- und Seminarhaus blühen zwei unscheinbare Sträucher, deren betörender Duft nur bei näherer Betrachtung (und Beriechung) in die Nase springt, doch kein Mensch bemerkt sie derzeit, niemand vermutet trotz Frühlingsatmosphäre solche Naturparfüms im Februar-Garten. Der Osmanthusstrauch (Osmanthus fragrans) liefert ein natürliches Tee-Aroma für aprikosige und pfirsichartige Noten. Er kommt ursprünglich vermutlich aus China. [Die farbig hervor gehobenen Wörter sind übrigens aktive Links, welche zu mehr Informationen oder Bezugsquellen führen - für die LeserInnen, die immer mal wieder nachfragen ;-) ]

LeffingwellDer Namensbestandteil ‘Osm‘ hat mit ‘Riechen’ zu tun (Osmologie, die Lehre des Riechens) und ‘anthus‘ bedeutet ‘Blüte’, es handelt sich also um den “Duftblüten-Strauch” (bei uns hier in Irland gibt es fast nur die Art Osmanthus delavayi, sie hält etwas Frost aus, die anderen Arten brauchen sehr viel Sommer-Wärme, können beispielsweise am Bodensee wachsen). Dieses Pflanzenparfüm, das aus Dutzenden von Duftmolekülen besteht, gehört zur Grundausstattung der (konventionellen) Parfümherstellung. Kürzlich habe ich die links abgebildete Analyse des Duftes bei der Parfüm-Rohstoffe-Seite Leffingwell gefunden, sie zeigt uns beispielhaft, wie komplex Blütendüfte sind, mit wie vielen Inhaltsstoffen wir in der Aromatherapie zu tun haben. Absolues sind aufgrund des Gewinnungsverfahrens komplexer zusammengesetzt als Destillate, denn auch größere Moleküle werden aus dem Pflanzenmaterial gelöst. Ganze Orchester an fein duftenden Inhaltsstoffen beglücken also unser Nase, die ‘Mini-Moleküle’, die unter einem Prozent vertreten sind, haben höchstwahrscheinlich eine starke Wirkung auf die Psyche, sind sie doch oft Lockstoffe, welche die Insekten betören. Die Anteile unseres “Insektengehirnes” verstehen diese Sprache durchaus noch.

Ich liebe den fruchtigen Duft des kostbaren Absolues des Osmanthus ganz besonders, denn – wie ich erst als Erwachsene entdeckte – lieferte er eines der prägenden Aromen meiner Kindheit in Brasilien. Ich suchte Schatten und spielte unter so einem sehr großen und ausladenden Baum mit meinen Geschwistern, den ich rückblickend eher als eine riesige breitkronige Eiche oder Kastanie einschätzen würde. Das Absolue ist eine psychoaromatische Rarität, das stimmungsaufhellend wirkt, der Fantasie Flügel verleihen kann, Leichtigkeit vermittelt und irgendwie eine Prise farbenfrohen Schillerns in Mischungen hineinzaubern kann. Der ungewöhnliche Duft passt hervorragend zu Vanille, Tonka und fruchtigen Zitrusnoten wie Grapefruit und Mandarine. Interessanterweise besteht Osmanthus-Duft aus circa einem Viertel Ionon, das ist das prägende Molekül des destillierten Irisduftes, der schillernde Regenbogen schwingt also deutlich mit. Zudem weist das auf eine antitumorale Wirkung hin. Auch der so gut verträgliche  stimmungsregulierende und antibakteriell wirksame ‘Lavendelalhohol’ Linalool macht circa 25 Prozent des Duftes aus.

Das Motto dieses Öles in der Psycho-Aromatherapie kann lauten: Ich wandle fröhlich, unbeschwert und inspiriert auf kreativen Pfaden. Bei Maienfelser erhält man übrigens ein Osmanthusblütenwasser (Hydrolat) und bei Oshadhi gibt es ein wundervolles Attar of Osmanthus (Osmanthusblüten in Sandelholzöl hinein destilliert), das ich bereits seit circa 20 Jahren besitze, es ist sozusagen “ewig” haltbar. In dieser Baumschule kann man übrigens eine Pflanze bestellen, Samen gibt es hier.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDer zweite “unauffällige” momentane Blüher hier in Südwest-Irland ist der Skimmiastrauch (Skimmia japonica) aus der Familie der Zitrusgewächse (Rutaceae), dessen weiße Blüten ‘maiglöckiger’ duften als Maiglöckchen-Blüten. Das ätherische Öl wird allerdings aus den Blättern des im Himalaja beheimateten Strauches (Skimmia laureola)  gewonnen, es duftet eigenartig grün-harzig-minimal-zitrusartig und ist meines Wissens nach nur bei Maienfelser erhältlich. Es enthält gut 55 Prozent Linalylacetat (der entkrampfend wirkende Monoterpen-Ester aus Lavendel), dazu 17% zweier unterschiedlicher Geijeren-Verbindungen, 2,5% Geranylacetat 2% Geraniol sowie etwas Nerol und Citronellol (hier ist eine GC-Analyse zu finden). Das seltene Öl könnte also für antibakteriell wirksame Maßnahmen eingesetzt werden. Den Strauch haben übrigens viele Menschen im Kübel an der Haustür stehen oder wegen der giftroten Beeren auch im Wohnzimmer, allerdings braucht man dafür je ein männliches und ein weibliches Exemplar, da die Pflanze zweihäusig ist. (Abbildung Tabelle links: Leffingwell)

PS Vielen Dank übrigens für die vielen Kommentare und E-Mails zum Beitrag über den ethischen Umgang mit ätherischen Ölen. Da möglicherweise seitens der Eurokraten noch mehr Naturdüfte als Allergene als jetzt schon eingestuft oder gar verboten werden sollen, ist eine risikoarme Verdünnung von ätherischen Ölen (unter 3 Prozent) wichtiger denn je!

schweben auf adlers schwingen


psychoaromatherapie bei eliane zimmermannFür die Kursteilnehmerinnen in Prag hatte ich drei unscheinbare Stückchen eines dunkel-gefleckten Holzes, vielleicht 20 Gramm schwer, im Gepäck. Da ich kurz vor der Reise Holzstückchen rund um unseren Kamin zusammen gekehrt hatte, musste ich schmunzeln: Diese Holzstückchen hätte jeder andere mit in den Feuerholz-Korb gegeben.
Dann wären jedoch viele zig Euro mit verbrannt. Vielleicht wäre nur ein eigenartiger Duft aus unserem geschlossenen Bollerofen entwichen. Denn es handelt sich um Adlerholz, Aquilaria malaccensis Lam. [früher: Aquilaria agallocha Roxb.], dessen beste Qualitäten einen höheren Grammpreis als Gold erzielen (aktueller Goldpreis: 43,65 Euro pro Gramm). Das ätherische Öl ist nur bei gut sortierten Firmen erhältlich, inzwischen meistens verdünnt. Das daumennagelgroße Fläschchen hat mich vor Jahren bereits ein kleines Vermögen (circa 70 Euro) gekostet!
Dieses auch unter dem geheimnisvoll klingenden Namen Oud bekannte ätherische Öl ist sicherlich auch der ungewöhnlichste Duft, den wir für die Aromatherapie zur Verfügung haben. Gleichzeitig ist es eines der teuersten ätherischen Öle der Welt: 1 ml kostet je nach Firma 70 Euro und mehr. In der Bibel wird diese Pflanze unter oft unter dem Namen Aloeholz oder Aloth (Agarwood) als Kostbarkeit erwähnt.
Der begehrte Duftstoff kann nur gewonnen werden, wenn dieser bis zu 40 Meter hohe Tropenbaum aus der Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae) von bestimmten Pilzarten (u. a. Aspergillus niger) befallen wird und wenn anschließend über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte entsprechende Abwehr- und/oder Heilungs-Reaktionen im Holz stattfinden, die zur Absonderung dieses schweren rauchig-erdigen Duftstoffes führen. Spezialisierte Duftstoffjäger dringen immer tiefer in die Regenwälder Vietnams, Kambodschas, Koreas oder von Laos ein, um infizierte Bäume zu finden. Dabei werden auch (noch) nicht-infizierte Bäume zerstört, da man den Befall nicht unbedingt von außen sieht.
Da das heiß begehrte Agarwood sowohl für die Herstellung von hochwertigem japanischen Räucherwerk unentbehrlich ist als auch – bis zur Erfindung des pharmazeutischen Produktes – als hoch wirksames pflanzliches „Viagra“ galt, muss Aquilaria malaccensis und auch etliche andere Aquilaria-Arten als fast ausgerottet eingestuft werden. Ausführliche Informationen dazu (in englisch) von Cropwatch (klick!) vom britischen Nachhaltigkeitsspezialisten Tony Burfield.

Die Aufzucht der Bäume in Plantagen (klick!) und die Infektion durch Menschenhand haben noch nicht zu befriedigendem Ersatz geführt, der Faktor Zeit kann eben nicht beschleunigt werden. Zudem kann man die Bäume nicht “einfach so” mit dem Pilz “impfen”, nur 10 Prozent der Bäume erzeugen diese harzartige Substanz. Das “Impfen” kann man auf diesem nicht sehr guten Filmchen sehen.
Aus den Holzstückchen von infizierten und gereiften Bäumen wird mit Wasser eine Maische gebildet und diese dann – oft vor Ort mitten im Wald – destilliert.
psycho-aromatherapie-kurse bei eliane zimmermannWenige ätherische Öle berühren Menschen so tief wie dieser Duft. Er hat so viele Facetten wie Inhaltsstoffe, die meisten davon im Einprozent-Bereich oder gar weniger. Die Beschreibungen reichen von verbrannt, modrig, erdig über pudrig, balsamisch, warm-einhüllend. Ich habe ihn in meinem zweiten Buch “Das Zugang-zur-Tiefe-der-Seele-Öl” genannt. Man kann genau so in die Tiefen seiner Seele abtauchen wie auch zu Höhenflügen ansetzen – wie ein Adler. Überblick und Durchblick durch Abstand. Ich erlebte es einmal und fand es erschütternd wie eine meiner frühen Kursteilnehmerinnen in der Sekunde des ersten Schnupperns an diesem Duft in Tränen ausbrach. Nach einer Räucherung mit “Eaglewood” passieren in Träumen oft seltsame oder wenigstens auffällige Dinge. Euphorie und Hochgefühle (Fliegen wie ein Adler) ergreifen manche Menschen, je nachdem, in welchem Seelenzustand sie sich gerade befinden.
Schon auf Grund des hohen Preises ist Adlerholz kein Alltagsöl, es wird wohl auch kaum für die körperlichen Indikationen wie Krampfadern und Hämorrhoiden eingesetzt werden. Es schenkt einem vielmehr eine kleine Auszeit aus dem Alltagstrott, es führt in einen Besinnungsmoment auf das Wesentliche und kann als Verwöhnöl für sich oder seine(n) Liebste(n) das sprichwörtliche Hohe Lied der Liebe olfaktorisch untermalen. Dafür verdünnt man es maximal 0,5-prozentig und mischt es mit feinen Lieblingsölen wie Champaca, Jasmin oder Vanille in Jojobaöl. Oder ganz biblisch mit Myrrhe, Weihrauch und Rose sowie jeweils einer Spur Kalmuswurzel und Cassiazimt. Eine solch biblisch inspirierte Mischung kann man in Deutschland als Körperöl oder auch pur für die Räucherlampe bei Professor Wabner’s Ätherische-Öle-Firma Wadi erwerben. Bei Feeling gibt es das erschwingliche Oud-Attar (klick!) mit oder ohne Jojobaöl (ab 9,50 Euro, Attar bedeutet, dass das Öl gegen Ende des Destillationsvorgangs in bereit gestelltem Sandelholzöl aufgefangen und gebunden wird, eine wunderschöne samtige Kombination entsteht, sie ist nicht so erschlagend-schwer wie das reine Adlerholzöl).
In Japan, dem recht westlich orientierten Land im fernen Osten, hat die Räucher-Zeremonie des Duft-Lauschens noch einen hohen Stellenwert: Kodo. Sie ist ohne Adlerholzduft nicht denkbar. Die abgebildeten Räucherstäbchen japanischen Traditionsmanufaktur Shoyeido duften deutlich nach Oud und laden zur Achtsamkeit und Sparsamkeit ein: Das Päckchen hat mich mal fast 60 DM gekostet! Aber sie sind es wert, man benötigt ohnehin nur wenige Zentimeter für einen wundervollen Duft im Zimmer.
Wer englisch lesen kann, sollte sich auf folgenden zwei Websites die Artikel über die Hintergründe der Gewinnung von Adlerholz lesen: Trygve Harris, ein Fachfrau für erlesene ätherische Öle aus New York berichtet über eine Reise in die Adlerholz-Wälder und zeigt auch sehr informative Fotos (und hier geht es um die Gefährdung des Baumes). Düfte-Experte und Indienreisender Christopher McMahon vermittelt auf seiner sehr informationsreichen Website auch wichtige Infos über Oud.
PS. Kenner werden mir Recht geben, dass die japanische Traditionsfirma Shoyeido exzellente Räucherstäbchen liefert, eigentlich müsste man ein neues Wort für diese edle Räucherware erfinden, denn sie hat rein gar nicht mit den weithin erhältlichen chemikalienbeladenen Riechglimmstengeln zu tun. Zum Ausprobieren und Genießen des edlen Oud-Duftes gibt es bei mir 5 oder 10 Minuten feinsten Rauch von Shoyeido’s “Emerald-Awareness” (Smaragd-Bewusstheit), er duftet waldig-moosig-würzig-herb. Meistens ist mir jedoch der Duft zu schwer, meine Luxus-Belohungs-Stäbchen, die bislang wirklich fast jedem Besucher sehr, sehr gefallen haben, duften pudrig-süß, minimal vanillig-zimtig, warm-würzig, sie heißen “Amethyst-Balance” (beide Röllchen kosten je circa 7 Euro inklusive eine kleinen Stäbchenhalters). Es gibt auch ein Probierset für 3,50 Euro, in dem noch drei weitere Düfte enthalten sind (Diamant, Rubin und Saphir). Ähnlich lecker-zart-süßlich duftet auch Kyonishiki, das Herbstlaub in Kyoto, die Rolle kostet ‘nur’ circa 3,50 Euro, sie eignen sich hervorragend für die tägliche Prise von Duftwölkchen.

lasea lavendelölkapseln behaupten sich bei posttraumatischen störungen


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyEs gibt sie doch: Wissenschaftliche Ätherisch Öl-Studien mit und an Menschen! Ich sortiere derzeit meine Berge von wissenschaftlichen Arbeiten zu ätherischen Ölen. Die vorläufige Tabelle mit Studien, welche die antitumorale Wirkung von ätherischen Ölen und/oder ihren Inhaltsstoffen belegen, hat mich selbst überrascht, sie enthält mehr als das Doppelte von dem was ich erwartet hatte. Als wissenschaftlicher Laie und ohne Finanzierung durch eine Firma oder ein Institut, ist es mir (bislang) gelungen, über 120 Studien zusammen zu tragen. Sie wurden alle in renommierten und anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht. Ich erwarte noch mehr, denn ich habe noch gar nicht in den Tiefen meines Archivs gewühlt!

Nun möchte ich auch dem ständigen Vorwurf begegnen, es gäbe ja noch keine Doppelblind-Studien mit und an Menschen, darum sei die Aromapflege/Aromatherapie so unseriös! Auch hier bin ich wieder überrascht, was mein Laien-Archiv hergibt. Auch wenn es ein aufwändigeres Suchen nach der Nadel im Heuhaufen ist als bei den Anti-Krebs-Studien (bei diesem Thema gibt es bereits viel Klarheit), so bin ich auch auf diesem Gebiet bereits bei weit über 100 Studien angelangt. Viele davon sind wirklich so wie ein Wissenschaftler es sich wünscht: randomisiert, doppelblind und kontrolliert - alles gleichzeitig. Viele allerdings auch nur das eine oder das andere – oder nur Einzelfall-Beschreibungen.  Und selbst wenn kein nennenswertes Ergebnis nachzulesen ist, findet man immerhin schwarz auf weiß belegt, dass die Naturduftstoffe zumindest keine unerwünschten Nebenwirkung haben – oft von Vorgesetzten von engagierten Pflegenden befürchtet. Alle wissenschaftlichen Arbeiten gemeinsam betrachtet zeigen – trotz immer wieder zu findender Unzulänglichkeiten – das so überaus wichtige und wertvolle Potenzial der Arbeit mit natürlichen ätherischen Ölen.

Eine der ganz wichtigen Studien mit Lavendelöl ist kürzlich – passend zur beginnenden Lavendelblüte – veröffentlicht worden: Lasea ist in einer Phase II-Untersuchung an 50 weiblichen und männlichen Patienten als Medizin bei posttraumatischen Belastungsstörungen identifiziert worden. Die betroffenen Menschen litten an Unruhezuständen (96%), depressiver Verstimmung (98%), Schlafstörungen (92%) oder Ängsten (72%). Die Verbesserungsrate nach 6 Wochen Einnahme einer Lasea-Lavendelölkapsel (80mg) pro Tag betrug: 62 Prozent bei den Unruhezuständen, 57 Prozent bei den depressiven Verstimmungen, 51 Prozent bei den Schlafstörungen und 62 Prozent bei den Ängsten. Somit können diese in jeder deutschen Apotheke erhältlichen Kapseln auch bei Neurasthenie genommen werden, das ist ein extremer Belastungs- und Erschöpfungszustand (im Prinzip ein Burnout). Bei manchen Menschen führt diese Anwendung von Lavendelöl zu milden bis moderaten Magenproblemen wie Aufstoßen. [Uehleke B, Schaper S, Dienel A, Schlaefke S, Stange R. Phase II trial on the effects of Silexan in patients with neurasthenia, post-traumatic stress disorder or somatization disorder. Phytomedicine. 2012 Jun 15;19(8-9):665-71]

Ich persönlich kenne dieses “Aufstoßen von ganzen Lavendelfeldern” auch, es störte mich jedoch nicht besonders und nachdem ich die Kapsel erst einige Minuten vor dem Schlafen einnahm, hat sich das Thema erledigt.

Mein Artikel zur Einführung dieses Medikamentes im Februar 2010 ist übrigens der meist besuchte und meist kommentierte Text dieses Blogs, er ist hier (klick!) nachzulesen. Die dort aufgelisteten Preise beziehen sich auf die unverbindlichen Preisempfehlungen, bei Versandapotheken wie hier (klick!) und sogar bei Amazon (klick!) können die Preise deutlich geringer sein, die Produkte werden oft auch portofrei geliefert, zumindest bei der ersten Bestellung und ab 20 Euro.

kokosfett schützt vor neurodegenerativen veränderungen


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyVor einigen Jahren mussten wir Pflanzenöl-Spezialistinnen völlig umdenken. Lernten wir früher, dass Kokosfett ungesund ist und den Cholesterinspiegel ungünstig beeinflusst, gibt es inzwischen dank moderner Erkenntnisse und Produktionsmethoden eine Flut von neuem Wissen und auch das wohlschmeckende naturbelassene Produkt auf dem deutschsprachigen Markt (beispielsweise hier [Österreich und Deutschland] und hier [Deutschland] sowie in vielen Bioläden).

Zu den wirklich sensationellen Hinweisen gehören Beobachtungen an Menschen mit demenziellen Veränderungen: Durch eine regelmäßige Zufuhr dieses leckeren Fettes (schmeckt und riecht fast wie der Schokoriegel Bounty), demenzielle Verhaltensauffälligkeiten verschwinden oder zumindest weniger werden. Kinderärztin Mary Newport hat sich mit dem Thema beschäftigen müssen, weil ihr Mann an Alzheimer erkrankt ist und die Medikamente nach einiger Zeit nicht mehr richtig anschlugen. Durch das tägliche Verspeisen von gut 30 g nativem Kokosfett haben sich viele Symptome verbessert und er konnte auf beeindruckende Weise den Uhr-Zeichnung-Test nach gut einem Monat wieder meistern (mit dem Zeichnen der Ziffern in der korrekten Reihenfolge und am richtigen Platz des Uhrkreises wird heutzutage das Fortschreiten der Krankheit untersucht). In einer amerikanischen Dokumentation kann man das gut sehen und man bekommt (in sehr klarem Englisch) erklärt, dass die mittellangen Fettsäuren-Ketten im Kokosfett den Gehirnmetabolismus günstig beeinflussen. Mary Newport hat inzwischen ein Buch zum Thema geschrieben Alzheimer vorbeugen und behandeln (klick!) einen zusammenfassenden Artikel (auf englisch – von 2008) kann man hier runterladen. Das umfassende kleines Buch von Peter König heißt Das Kokosbuch – Natürlich heilen und genießen mit Kokosöl & Co. (klick!)

Die schützende und regenerierende Wirkung des schneeweißen Fettes wirkt sich auch in einer sehr positiven Verlangsamung der zerstörerischen Beschwerden bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson und Multipler Sklerose aus. Was auch noch nicht sehr bekannt ist, dass dieses bei europäischer Raumtemperatur feste Öl antiviral wirkt. Zudem ist es ein eher kühlendes Körperpflegeöl, das bei entzündlichen Hautveränderungen, wie sie bei Neurodermitis vorliegen, sehr pflegend und beruhigend wirkt, dabei jedoch gar kein fettendes Hautgefühl hinterlässt. Und man muss nicht die kompletten Kalorien dieses Fettes anrechnen, dass es bei der Verstoffwechselung ganz andere Wege geht als andere Öle und zudem dabei recht viel Energie benötigt, so dass es sogar zu den Schlankmacher-Fetten gezählt wird.

Ich benutze das Fett zum Anbraten von Fleisch in Hühnercurries, zum Ausbacken von Pfannkuchen, zum Zaubern von salzigen schmalzartigen Brotaufstrichen (zB mit Kräutern und gerösteten Zwiebeln), zum Herstellen von pralinenartigen Kugeln mit geriebenen Nüssen, Mandeln, Kakaostückchen und Trockenfrüchten (Rezeptidee hier), zum “Würzen” von Süßspeisen oder einfach so zum Naschen. Leider ist das wirklich hochwertige Kokosfett nicht gerade billig, doch bei der häuslich-privaten Betreuung von oben genannten PatientInnen sollte es unbedingt auf dem Speiseplan stehen.

PS Durch Wasserdampf schonend desodoriertes Kokosfett darf immer noch das Siegel nativ und bio tragen, sollte also von der Wirkstoffseite – insbesondere der besonderen Fettsäure namens Laurinsäure – nicht allzu stark beeinträchtigt werden (wer weiß mehr?).

veilchenduft in aromatherapie und küche


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyVeilchen und Iris sorgen gerne für Verwirrung bei Aroma-NovizInnen. Veilchenduft wird aus Iriswurzeln gewonnen und Veilchenblätter-Absolue duftet weder nach Veilchenblüte noch nach Iriswurzel. Das Absolue aus den herzförmigen Blättern duftet eher schwer erdig-grasig-grün. Es wird nur hoch verdünnt eingesetzt, dann entfaltet der Duft seine stimmungsaufhellende und gar erotisierende Wirkung am besten. Wer derzeit stark duftende Veilchen im Garten oder in der Umgebung hat, kann sogar ein Mazerat wagen, die Blüten also in Sesamöl oder Kokosfett einlegen.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyMan kann Veilchenblüten hervorragend kandieren und zur Deko auf Süßspeisen verwenden. Sie machen auch “einfach so” eine gute Figur in einem frühlingsfrischen Salat. Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyZwei wundervolle Bücher zum Thema Blütenküche wurden von zwei Kennerinnen verfasst. Das kleine aber sehr informative Büchlein von Ursel Bühring passt zum schmaleren Budget: Blütenküche (für mehr Infos auf fett gedruckte Wörter klicken!) Martina Kabitzsch hat ein traumhaftes, ja opulentes Werk zusammengestellt: Von Blüten und Blythen – Der Garten bittet zu Tisch (29,90 Euro), sie gibt auch reichlich und wertvolle Tipps zum Anbau, da sie für ihre Manufaktur für Essbare Blütenprodukte in der Nähe von Berlin vielerlei Blumen anbaut: Von Blythen Manufaktur, wo am kommenden Sonntag  der Tag der offenen Tür statt finden wird (hier hatte ich das Buch schon ausführlicher vorgestellt).

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyAn Straßenrändern und in eher halbschattigen, feuchten Gartenecken geht es momentan ganz viele Veilchen, man muss sich allerdings bücken, um in den Genuss des überaus feinen Duftes zu kommen und auch Stellen auswählen, die nicht zu den Hunde-Gassi-Autobahnen zählen. Die winzige Blüte offenbart ihre malerische Perfektion erst bei sehr nahem Betrachten oder gar eine Vergrößerung am Bildschirm.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Frühlings-Geburstagskindern kann man edles fertig gekauftes Veilchenkonfekt oder Veilchensirup verschenken und wenn das nicht genug ist auch Veilchenpastillen lutschen…Oder sich mit einer weitestgehend natürlichen Parfümkomposition von Florascent umgeben: Aromatica Violetta. Etliche Veilchenarten duften übrigens nicht, Viola odorata ist die Duftkönigin unter den unscheinbaren blauen Mini-Blüten.

Babys die Schmerzen und wundes Zahnfleisch in der Zahnungsphase haben, bekommen übrigens von aufmerksamen Eltern oft ein Kettchen mit  einer “Veilchenwurzel” umgehängt, beim daran Kauen und Beißen entsteht ein kühlender zarter Schleim, der die Beschwerden besser lindert als das Nagen an Holzbauklötzen, Schnullern und Plastikspielzeug. Diese Ketten werden jedoch aus Iriswurzeln hergestellt.

aromatherapie vor und nach operationen


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyWir Aromaleute bekommen immer wieder Anfragen, wie man sich auf bevorstehende Operationen vorbereiten kann, denn das Thema ‘Ansteckung mit MRSA und jahrelanges Leiden’ ist nun mal leider aktuell. Ja, ich meine, man sollte Seele und Körper unbedingt mit ätherischen Ölen vorbereiten und begleiten. Offene Stellen und ein besorgter und gestresster Seelenzustand sind ein ‘gefundenes Fressen’ für MRSA und andere fiese Keime.

Fast alle ätherischen Öle, die einem gut tun, sind geeignet. Im Prinzip wirkt fast jedes Öl gegen MRSA, zumindest leicht, denn man will ja zunächst die Keime nicht direkt angehen, sondern prophylaktisch arbeiten. Erfahrungen in Kliniken zeigen: Auch wo ätherische “einfach so”, also unspezisch eingesetzt werden, gibt es kaum noch MRSA.

Ich könnte mir vorstellen, dass man mit einem Spray (50 ml Wodka, 20 Tr. ätherischer Öle wie Teebaum, Manuka, Zitrone, Eukalyptus, Lavendel etc) mehrmals täglich “die Hände waschen” könnte und von den Händen tief inhalieren könnte, damit die Öle gut im System unterwegs sind und von innen schützen. Wenn es sich um Angehörige von mir handeln würde, würde ich schon einige Tage vorher die betreffende Operationsstelle 1-2x täglich mit (verdünnten) ätherischen Ölen einreiben, geradezu ‘marinieren’, dann ist sicherlich eine Spur Öl im Gewebe, wenn geschnitten wird.

Ätherische Öle üben eine regulierende Wirkung auf das Immunsystem aus, so dass es sich besser wehren kann, falls die Keime in der jeweiligen Klinik präsent sind. Nach einer Operation würde ich auf alle Fälle die Haut in der Nähe der Wunde (kann ruhig 20 bis 50 cm entfernt sein) mit ätherischen Ölen pflegen, vorzugsweise natürlich mit Lavendel, frischem und hochwertigem Teebaumöl und Immortelle. Manuka wäre auch noch ein direkter Anti-MRSA-Kandidat. Bereits ein Tropfen eines wohltuenden Öles auf ein Taschentuch getropft und ab und zu inhaliert bringt die Anti-Keim-Moleküle ins Blutsystem und kann abwehren helfen.

Übrigens weder Nelke noch Zimtblätter kurz vor oder nach der OP verwenden, das enthaltene Eugenol darin könnte im ungünstigen falle die Blutgerinnung minimal hemmen, auch wenn es prima gegen Keime wirkt (auch kein Tulsi-, Bay- und Pimentöl).

Pfefferminze- und Ingweröl wirken optimal gegen die Übelkeit nach der Narkose oder auch bei starker Medikation (beispielsweise 50 ml Pfefferminzehydrolat und/oder etwas Wodka mit 8 Tropfen Pfefferminzeöl und 2 Tropfen Ingweröl verschütteln und in der Nähe des Gesichtsbereiches zum Einatmen versprühen (nicht in der Nähe der Augen!). Oder Pfefferminze- mit Zitronenöl verwenden, diese Mischung erfrischt und klärt den benebelten Geist, sie ist auch gut als Handspray zu verwenden.

Neroliöl, eventuell mit Mandarinenöl gemischt, gilt als optimales Seelenstütze-Öl vor einem Eingriff.

  • Zu den zahlreichen Artikeln über MRSA kommt man hier. (durch Klicken auf die folgenden gefetteten Wörter kommt man auf die betreffenden Stellen). Im Kommentarefeld ist der seltene Thymian Thymus zygis empfohlen, ich habe hier einmal darüber geschrieben.
  • Immortelleöl als Erste-Hilfe bei Traumata (Schnitte, blaue Flecken, stumpfe Verletzungen, seelische Verstümmelungen, entwürdigende Situationen) ist sicherlich ein Muss nach den meisten Operationen, hier steht mehr dazu, eine Unfall-Immortelle-Rezeptur steht hier.
  • Zur Vorbeugung gegen Verbrennungsschäden bei Tumoren der Brust, des Gehirnes, der Genitalien etc kann hier nachgelesen werden.
  • Zur Wundheilung kommt Lavendel mit Cistose in Frage, hier mehr zur Cistrose.
  • Um etwas gegen die Ängste und Schlafprobleme zu tun, wären Vanille, Mandarine und Lavendel geeignet, hier mehr dazu. Über die Lavendelkapseln, die zur Prophylaxe bereits vorher eingenommen werden können, gibt es hier mehr zu lesen.

Ich habe kürzlich von einer Ärztin den Tipp bekommen, vor jedem Klinikbesuch einen Abstrich und Blutstatus bezüglich MRSA machen zu lassen. Wenn es nach der OP zu einer Infektion kommt, kann man besser nachweisen, dass man sich den Keim dort eingefangen hat. Moderne Zeiten!

diesen duft mag ich aber gar nicht, der stinkt!!!


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyAm 23./24. März wird ein bemerkenswertes Seminar mit Christine Lamontain stattfinden. Sie beschäftigt sich nicht nur seit “Ewigkeiten” (Ausbildung bei mir vor bald 20 Jahren) mit Düften, sondern sie ist auch fasziniert von der “anderen” Seite: von Gerüchen, Ekel und Gestank. Sie untersucht und referiert darüber, wie es Menschen in Pflegeberufen ergeht, wenn es stinkt (Tumore, Wunden, Desinfektionsmittel, Zimmermief etc). Ich hatte zu diesem Thema mal mit ihr eine kleine Umfrage hier auf dem Blog gemacht, inzwischen gibt es 173 Antworten. 43 Prozent der MitmacherInnen nehmen insbesondere die schlechten Gerüche im Klinikumfeld wahr. Was macht diese “Stressinformation” mit den betreffenden Menschen? Viele haben ein schlechtes Gewissen (“ich möchte helfen und pflegen und doch ekele ich mich [heute-öfters-immer] vor meiner Arbeit“). Erhöhen schlechte Gerüche die Stressbelastung in pflegenden Berufen? Machen Mief und Ekel davor vielleicht sogar krank oder zumindest anfällig? Was kann man dagegen tun?

Wie wäre es mit dem persönlichen “Hungerduft”, der Duft “in den ich mich neisetze’ könnte“? Der Duft der mich bedingungslos stärkt, der mir so richtig gut gut, der mich einhüllt, beschützt und stärkt. Christine hat auch zwei unterschiedliche Ausbildungen in Osmologie genossen und inzwischen viel Erfahrung mit Beratungen, damit Menschen zu dem augenblicklich benötigten Duft kommen. Als aus der Wissenschaft kommende Frau versteht sie es auf meisterliche Weise und ohne esoterisches Brimborium, die Reaktionen, Gefühle und Antworten einzuordnen, die anhand des Original Duftkreises nach Martin Henglein gefunden wurden und diese in den idealen Wohlfühlduft zu übersetzen. Im besten Sinne ist das “Psycho-Aromapflege-Coaching”: Christine berät Menschen zu mehr Wohlbefinden zu kommen, sie zu stabilisieren und damit ihre Gesundheit zu stärken (und somit gar nicht erst krank zu werden). Und sie zeigt, wie es geht. Am 23./24. März im wunderschönen Seminarhaus im Grünen von Vivere (Sabrina) in Schwollen im Hunsrück, mit dem Zug aus Frankfurt gut zu erreichen. Lassen wir Christine selber über “Duftkommunikation” sprechen:

Nein, diesen Duft mag ich aber gar nicht, der stinkt!!!…und dabei haben Sie sich solche Mühe gegeben, Ihr ganzes fundiertes WissenEliane Zimmermann AiDA Aromatherapy über ätherische Öle verantwortungsvoll aufgewandt, um in einer Situation einem Menschen hilfreiche Unterstützung anzubieten. Anstatt eine „angenehmere und glücklichere Situation” für diesen Menschen hervorzurufen und ein anerkennendes Lächeln zu erhalten, kommt ein schlichtes und ablehnendes NEIN! Das mag ich nicht, das riecht nicht gut …!

Frustration auf beiden Seiten. Gratis! Was ist geschehen, dass das, vom aromapflegerischen Standpunkt, optimale ätherische Öl abgelehnt wird? Es ist möglicherweise sein Duft, der dies bewirkt, verbunden mit einer unbewussten „Duftinformationsspeicherung“ beim Empfänger.

Der Duft als Informationsträger der Pflanze berührt beim Menschen seelische Aspekte. Die Ablehnung eines Duftes deutet darauf hin, dass es auf dem Lebens-Spielfeld noch eine thematische „Aussenseiter-Position“ gibt, die gerne integriert werden möchte, jedoch momentan noch „kräftig zu schaffen macht“. Es fehlen im Augenblick geeignete „Werkzeuge“, um diese „Kiste“ verletzungsfrei zu öffnen. Die Ablehnung signalisiert sehr klar, aus dem eigenen sinnvollen Schutzmechanismus heraus: lass mich BITTE! damit in Ruhe und das ist grundsätzlich respektvoll zu akzeptieren.

Ein Beispiel: Lavendel gilt allgemein als der „Schlafförder-Papst“, so wird ein Lavendel-Duftkissen gekauft und aufs Kopfkissen gelegt. Zu Beginn des Riechtestes wird der Wunsch geäußert, ich möchte gerne wieder besser schlafen können, das Säckchen wirkt auch nicht, es wird sogar lästig… Als der Duftstreifen mit einem unbekannten Tröpfchen (Lavendel) gereicht wird, kommt eine prompte und „vernichtende“ Ablehnung: …das ist ja furchtbar! Nee, da wird mir schlecht und mir dreht sich der Magen um. Das ist zum K…!

Es gab noch etwas zu klären und „ins Reine“ zu bringen, wie die Nachfrage bestätigte. Der Lavendel forderte unbestechlich dazu auf und das Lavendelsäckchen hinderte erfolgreich daran, dieser Situation zu „entschlafen“. Unterstützung bot die Mandarine rot, sie brachte die Augen zum Strahlen und löste Begeisterung aus. Selbst der Lavendel wurde „erträglicher“…

Der Duft, der Begeisterung hervorruft, hat genügend „Energie“, um die Batterien wieder aufzuladen und ermöglicht ein wohltuendes seelisches und körperliches Setting. Er stärkt und stabilisiert und weckt die Lebensgeister

So kann beispielsweise der Duft von Fichtennadel einem alten Menschen helfen, sich leichter an neue belastende Situationen anzupassen, ohne daran zu zerbrechen. Im Sinnbild tragen die Äste der Fichte die Schneelast, geben nach und lösen so das Abrutschen der Last aus, die Äste haben wieder Raum. Von der biochemischen Seite, unterstützt das ätherische Öl der Fichtennadeln die Atmung, löst die „Anspannung“, reinigt die Atmosphäre und macht wieder weit und frei.

Auf eine sehr spannende Art und Weise, ist diese olfaktorische Reise in die seelisch-biologischen und auch „sozialen“ Themen der ätherischen Öle geeignet, Duftimpulse für den Alltag, für Lebenssituationen und für eine sinn(voll)anregende Pflege nachhaltig lebendig werden zu lassen.

Meiner Art der Duftkommunikation, liegt die integrale Osmologie und der Duftkreis nach Martin Henglein zu Grunde. Das wesentliche Grundprinzip dabei ist, mit Hilfe des Duftes, den Menschen zu stärken und zu stabilisieren, seine „Lebens-Kraft-Elemente“ wieder in verfügbare Ressourcen zu bringen, die Persönlichkeit weiter zu entfalten und damit eine Verbesserung der Lebensqualität sowie die Wiederentdeckung von Sinn und Sinnlichkeit in seiner unmittelbaren Lebenswelt erfahrbar zu machen. In dieser Duftarbeit bringt die eigene Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis so manches Erstaunen über die (noch) vorhandenen inneren kostbaren Perlen. Das Gefühl der Handlungsfähigkeit und der Selbstbestimmtheit tritt wieder in den Fokus.

Gerne möchte ich mit Ihnen meine jahrelange Erfahrung, in dieser Duftarbeit, teilen und Sie in die „Geheimnisse“ der Duftkommunikation einführen. Grundsätzliches zu vermitteln, so dass Sie praktisch, in Ihrer Arbeit mit ÄÖ, die Möglichkeiten erweitern können. Die eigene Erfahrung und das Erkennen von Zusammenhängen werden die Basis dabei bilden. Die Biochemie der ÄÖ erfährt dabei einen erweiterten Blickwinkel und hilft manche Phänomene besser zu verstehen.

limettenöl als aroma und gesundheitsschutz


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyIch bin ja ein gnadenloser Fan von Limettenöl (Citrus aurantifolia Swingle). Keines meiner ätherischen Öle kann so lebendige und farbige Sommer-Sonne-Urlaubs-Bilder in mir wecken wie dieses! Meistens ist die kalt  aus den grünen Schalen geraspelte Version der “brasilianischen Zitrone” im europäischen Handel, manchmal erhält man auch die furokumarinfreie destillierte Version, die zwar anders riecht jedoch für Anwendungen auf der Haut geeigneter ist, da sie nicht photosensitivierend wirkt. In meiner brasilianischen Heimat kennt man nicht die gelbe ovale Zitrone wie sie nach Europa importiert wird, ich habe schon amüsiertes Lächeln dort geerntet: “Was, Zitronen sind bei euch gelb? und so groß? und oval?” In Caipirinhas und Cola-Getränken befinden sich Limettenscheiben, Shrimps und Lachs werden mit Limettensaft dekoriert, Kuchen und Puddings werden mit dem erfrischend-säuerlichen Fruchtgeschmack aufgepeppt.

Ich fand kürzlich eine recht neue Studie, in der die hervorragenden antioxidativen Eigenschaften von ätherischem Limettenöl vergleichen wurden mit Bergamotte- und Bitterorangenöl verglichen wurden. Auch wenn alle drei Schalenöle ähnliche Inhaltsstoffe aufweisen – Limonen, α-Pinen, β-Pinen, γ-Terpinen und Linalylacetat (vor allem im Bergamotteöl) – war Limettenöl der Renner, insbesondere bei der Unterdrückung des “Alzheimer-Enzyms” Acetylcholinesterase, welches bei dieser Krankheit zu aktiv ist. Die Empfehlung in der Studie lautet:

Obtained data suggest a potential use of Citrus oils as a valuable new flavor with functional properties for food or nutraceutical products with particular relevance to supplements for the elderly.  …  Citrus essential oils suggested their use as a new potential source of natural antioxidant to added as extra-nutrient for using in food industries as a valuable new flavor with functional properties for food or nutraceutical products with particular relevance to supplements for the elderly.

Auf gut Deutsch und frei übersetzt: Limettenöl (und andere echte Zitrusöle) wären ideale Geschmacksstoffe (Aromen) für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel für ältere Menschen, da sie gleichzeitig ‘funktionale Eigenschaften’ aufweisen wie eine Anti-Demenz-Wirkung. [Tundis R, Loizzo MR, Bonesi M, Menichini F, Mastellone V, Colica C, Menichini F. Comparative study on the antioxidant capacity and cholinesterase inhibitory activity of Citrus aurantifolia Swingle, C. aurantium L., and C. bergamia Risso and Poit. peel essential oils. J Food Sci. 2012 Jan;77(1):H40-6.]

Ich jedenfalls gebe Limettenöl in fast jedes Smoothie, in Joghurtspeisen, in Limonaden, in Avocadosalsas und vieles mehr. Und ich sprühe mich, gerade wenn schlechte Laune oder winterliche Durchhänger drohen, mit dem traumhaften ‘Aquaroma’ Limette von Neumond ein, diese Produktserie ist zwar offiziell als Raumbedufter deklariert, jedoch nur mit bestem ätherischen Ölen, Salz und Trinkalkohol in einem speziellen Verfahren hergestellt, so dass es mein persönliches Lieblingsparfümspray geworden ist (wenn ich nicht in die Sonne gehe). Die im kalt geraspelten Limettenöl enthaltenen Furocumarine (ähnlich wie im Bergamotteöl zu circa 1 Prozent oder sogar etwas mehr) sind nämlich wahre Stimmungsaufheller! Und sie sorgen für etwas mehr Haltbarkeit in den nur circa 1 Jahr haltbaren Zitrusschalenölen (manche etwas mehr, manche etwas weniger und je nach Lagerung und Firma).

das absolue der mimose


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDa es heute bei vielen von Ihnen/euch närrisch zugeht und bei Karnevalsumzügen (früher zumindest) entzückende Mimosensträußchen zwischen die Kamellen geworfen worden sind, heute ein paar Eindrücke frisch aus Spanien.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyLeserin Alberte K. hat mit diesen so wundervoll duftenden Puschelblütchen Gelee gekocht und mir die Fotos zum Zeigen im Blog überlassen, vielen Dank!

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Die bis zu 5 Meter hohen Bäume sind streng genommen keine Mimosen sondern Akazien (Acacia dealbata L.), sie sind mit Erbsen, Bohnen und Gartenwicken verwandt (Familie der Fabaceae) und sowohl wind- als auch frostempfindlich. Hier im Südwesten-Irlands hat der Eis-Winter 2010/2011 viele Bäume niedergemetzelt, einer hier in der Nähe wurde dann noch fürchterlich beschnitten, so dass er erst in diesen Tagen anfängt sehr verhalten zu blühen. Zwei Bäume im Park unseres in 10 Tagen zu beziehenden Gästehauses haben den Jahrhundertfrost nicht überlebt, es könnte aber sein dass sie nach einiger Zeit wieder ausschlagen, diese Bäume sind sehr schnittfreundlich und vital.

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Der Duft wird mit Lösungsmitteln (Hexan) extrahiert und wird dann eine mehr oder weniger zähe Paste, die mit Alkohol verdünnt werden muss, damit sich der traumhafte Duft gut entfalten kann. Das Absolue enthält ein Palmitinsäure-Aldheyd, dazu Anisaldehyd, Acetophenon und Methylacetophenon. Also eher ungewöhnliche Verbindungen. Es wirkt stark auf die Psyche und gehört zu den absoluten Wohlfühl- und Stimmungsaufhellerdüften. Insbesondere für Menschen die eher ‘dünnhäutig’ sind, die nicht mit Kritik umgehen können und die zart besaitet sind fühlen sich zu diesem pudrig-einhüllenden Duft hingezogen. Der Duft ist auch aus Acacia decurrens erhältlich, und es gibt den ähnlichen Akazien-Duft aus Acacia farnesiana von Farfalla und Maienfelser. Bei Primavera gibt es eine 15-prozentige Verdünnung in Ethanol (Trinkalkohol), die man noch weiter verdünnen kann und wundervoll als Parfüm verwenden kann. Wer sich diesen Frühjahresgruß als (fast) Naturparfüm gönnen möchte, kann sich den traumhaften Duft von Florascent Mimosa gönnen.

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Die echte Mimose übrigens, bei der sich auf jede Berührung die zarten gefiederten Blättchen schließen, ist kein Baum, sondern ein südamerikanischer, wuchernder Halbstrauch, blüht violett und enthält für den Menschen giftige Inhaltsstoffe. In meiner Kindheit in Süd-Brasilien bin ich oft diesem kuriosen Unkraut begegnet und habe gerne damit gespielt “wer kann in einer Minute die meisten Blättchen schließen?” etc). Auf Wikipedia kann man in einem Video sehen, wie die Blätter reagieren, in vielen Botanischen Gärten ist das zart aussehende Pflänzchen life zu bewundern.