selbsthilfe mit duften helfern


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieHeute vormittag kam eine so süße Erfolgsmeldung, dass ich sie unbedingt mit euch teilen möchte (mit der Einwilligung der Verfasserin und des Betroffenen). ‘Bastelfee’ ist seit einigen Jahren eine engagierte und dankbare Aromaenthusiastin, sie ist bereits Großmutter und betüddelt ihre ganze Familie, wo immer gewünscht und benötigt, mit ätherischen Ölen. Ich möchte allen Mut machen, die meinen, sie seien “erst” Anfänger” und könnten nicht wirklich etwas tun. Es ist nicht schwer, wertvolle Unterstützung beim Gesundwerden zu geben, vor allem wenn man sich gut kennt.

Liebe Eliane,
das muß ich Dir schnell mailen. Vor zwei Tagen bekam mein Mann plötzlich, nachdem er ins Bett gegangen war, sehr starken Schüttelfrost ohne Fieber, fast die ganze Nacht hindurch.
Den darauffolgenden Tag war er sehr schlapp. Abends kam plötzlich Fieber 39,4°C. Ich habe gemault - immer abends. Ich nahm mir nochmals Dein “rosa Buch” zur Hand und fand entsprechende Hinweise, um Viren zu bekämpfen. Kenne ich ja eigentlich schon, aber in der “Not” hat man plötzlich ein Brett vor dem Kopf. Kurze Rede – mein Mann bekam Ravintsara auf ein Tuch (jede Stunde neue Tropfen). Wie Zauberei – in null komma nix war die Temperatur auf Normalmaß. Dazu habe ich dann einen Diffuser mit Ravintsara, Zitronenmyrte und Melisse (jeweils 1 Tropfen) angestellt. Heute kommt noch Thymian (Linalool) dazu. Evtl. werde ich ihm noch mit Deinem Rezept “schneller als Pudding kochen” (Husten- und Brustsalbe) die Brust und den Rücken einreiben. Husten und Schnupfen hat er zwar nicht, aber ……. Mein Mann ist sehr schlapp, aber das Fieber hat sich verflüchtigt. Es ist schön, dass es Dich gibt und Dein großer Schatz an Heilwissen. Ich knuddel Dich. Liebe Grüße von Bastelfee

Ich muss sagen, die Auswahl der ätherischen Öle klingt tatsächlich goldrichtig, um Viren das Handwerk zu legen und der Erfolg spricht ja für sich. Zudem ist das eine fein duftende Kombination. Was mich allerdings wundert, ist die Tatsache, dass es sooo schnell bergauf ging. Aber bei einer sooo liebevollen und engagierte Betreuung ist das wohl kein Wunder. Gute weitere Besserung an Mister Bastelfee – und noch mindestens drei Tage weiter schmieren und beduften!

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieGerne höre ich von euren Erfolgsgeschichten, um sie hier vorzustellen.Ich bin nur Laie und kann hier nicht mithalten” gilt nicht! Ich bin nämlich mit der Etappe 2 der Seminar- und Gästehausrenovierung beschäftigt. Da hier bereits fast alle Kamelienbäume und auch schon viele Narzissen an den Straßenrändern blühen, ist der Frühling mehr als nah und damit auch die Gästesaison. Und die sollen es bei uns wirklich gemütlich haben, so pinsele und nähe und schraube ich mit Freuden! Gestern sah der Blick aus dem Seminar- und Frühstücksraum so aus. Wer noch kommen möchte: nur noch in der Anfang-Mai-Duft-Erlebniswoche, wenn fast alle Rhododendren ihr Feuerwerk gleichzeitig entfalten und Osmanthussträucher sowie die weiße Duftmagnolie (Michelia) blühen, sind noch etliche Plätze zu haben, ansonsten sind nur noch ein und zwei Plätze in den anderen drei Duftwochen frei. Vielen Dank an alle, die sich bereits angemeldet haben. [Foto Rosenblütenblätter: Antje Wendel]

PS Das ‘rosa Buch’ hatte ähnlich wie beim Foto oben rosa Rosenblütenblätter in einer Schale auf dem Titelbild, nun in der zweiten Auflage ist eine Frangipaniblüte in einer schwarzen Schale als Covermotiv zu sehen.

die zweiklassen-gesellschaft der duftstoffe


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDiese “Petition” hat viele Reaktionen, Fragen und Unsicherheiten hervor gerufen. “Petition” in Anführungsstrichen, weil es sich um eine simple Online-Unterschriftenliste handelt. Das Wort Petition ist irreführend verwendet worden, denn dieses suggeriert eine Eingabe an offizielle Behörden/Regierungsstellen. Da ich, wie erwähnt, die Anfrage aus verlässlicher Quelle erhielt, habe ich das nicht hinterfragt, Monika Volkmann ist jedoch dem Impressum mal auf den Grund gegangen. Ich finde es dennoch okay, Dr. Dietrich Wabner mit seinem Verein N.O.R.A. International eine kleine Unterstützung in Form einer Unterschriftenliste zukommen zu lassen, denn er ist einer der wenigen Aroma-Leute, der sich für den Erhalt von “bedrohten” ätherischen Ölen einsetzt und der – gegen Windmühlen kämpfend – auch bemüht ist, diesem bürokratischen Unsinn die Stirn zu bieten. Es scheint jedoch nicht möglich, selbst für einen zweifachen Doktor und Chemiker, die Eurokraten und nicht in dieser Materie beheimateten Schutzwächter davon zu überzeugen, dass synthetische, also menschengemachte Moleküle anders beschaffen sind, als ihre kopierten Vorbilder (nicht Ebenbilder) aus der Natur.

Dazu eine kleine Fantasiereise: Stellen Sie sich einen Teppich vor, weich und wuschelig, das Etikett sagt “100 Prozent Wolle”. Dann schauen Sie unter den Teppich und sehen ein feinmaschiges Netz, das eindeutig aus Nylon/Plastik ist, es trägt die Wollfasern und gibt dem Teppich Zusammenhalt und Haltbarkeit, ist hauchdünn, ist fast nicht vorhanden, macht nur 1 Prozent des Teppichgewichtes aus. Doch der eigentliche, der sichtbare Teppich besteht aus reiner Wolle. So ähnlich verhält es sich mit synthetischem Geraniol, Citral, Linalylacetat, Menthol. Wir riechen diese auch in billigen Aromaölen, doch die geschulte Nase schaut automatisch auch unter den Teppich, sie erkennt sofort, da sticht etwas, da fehlt etwas, das ist nicht rund. Was die Laiennase auf den ersten Blick Schnupperer nicht merkt, erkennt jedoch ein anderer Teil des komplexen Systems Mensch und sagt “Halt! Hier stimmt etwas nicht, hier ist etwas drin, was nicht rein gehört” und löst beispielsweise einen Niesattacke aus oder rote Hautpusteln. Geschieht der Kontakt mit dem Chemiegeruch zu oft, kann sich auch das Immunsystem empören und löst dann irgendwann schlimmere Symptome aus, eben eine Allergie. Das kann selbstverständlich auch mit Naturdüften passieren wie mit allem, was uns im Leben so begegnet auch.

Der Chemiker sagt stolz: “Ach, dieses eine Prozent (“im Teppich” oder “im Aromaöl”) kann man wirklich vernachlässigen, es hat mit dem tollen von mir geschaffenen Duftmolekül eigentlich nichts zu tun, es dient lediglich als Trägersubstanz.” Je billiger so ein “Parfümöl” oder “Aromaöl”, desto größer ist dieses “Trägernetz” und desto wahrscheinlich ist es, dass es aus chlorierten Substanzen besteht. Wer jemals im Schwimmbad, in der Sauna, in öffentlichen Toiletten penetranten Chlorgeruch wahrgenommen hat, weiß was ich meine. Diese ach so minimalen Anteile an chlorierten Substanzen scheinen insbesondere für ungewollte Reaktionen wie Kopfschmerzen, Unverträglichkeiten und sogar Allergie verantwortlich zu sein. Eigentlich muss man entsprechenden Immunsystemen nun geradezu gratulieren, dass sie auf sowas überhaupt noch reagieren, und dankbar sein, dass sie Alarm schlagen. So degeneriert und blöd ist der menschliche Körper auch heute nicht, dass er nicht bemerkt: “Da stimmt etwas nicht, da muss ich mich wehren, da ist Gift mit im Spiel.”

Die natürlichen “Zwillinge” kommen nicht nur ohne Chlor aus, sie sind auch eingebettet in ein Meer von andere Inhaltsstoffen im jeweiligen Öl. Ein schönes Beispiel ist ein hochwertiges Öl der Gewürznelkenknospe. Es enthält zwar reichlich das potenziell hautreizenden, durchblutungsfördernden und anregenden Phenols Eugenol (bis zu 80%), doch in den verbleibenden 20 bis 30 Prozent finden wir auch andere Goodies, welche entkrampfen/entspannen (bis 22% Eugenylacetat), entzündungshemmend wirken (13% beta-Caryophyllen) und schmerzlindernd wirken (Methylsalicylat). Eugenol an sich hat nicht nur negative Eigenschaften, wie so gerne behauptet wird, sondern wirkt als Breitbandmittel stark keimtötend und auch schmerzlindernd. Man muss also die ganze Symphonie der Inhaltsstoffe betrachten und nicht nur einen einzelnen schrillen und schrägen Flötenton, der im Gesamtkonzert vielleicht gerade das i-Tüpfelchen ausmacht, jeder Klassik-Konzertgänger weiß das.

Doch das heute geltende Paradigma will uns mit erschreckend roher Gewalt und gesetzlichen Vorschriften wirklich ins Gehirn einhämmern, dass wir mit ganzheitlichem Denken und Betrachten falsch liegen, dass wir Einzelstoffe anzuerkennen haben, dass diese einfach und schnell und billig von Menschenhand herzustellen seien (gerne als “naturidentisch” bezeichnet). Und dass viele Naturstoffe unvollkommen, schlecht, böse, fehlerbehaftet seien. Darum sind, aus Kosmetikgesetzgeber-Sicht und zugespritzt gesagt, Fenchel und Anis, Basilikum und Estragon, Zimt und Rose, “böse Pflanzen”, denn sie produzieren “gefährliche Stoffe”, welche hautschädigend und leberschädigend (durch die Haut???) wirken. Die wissenschaftlichen Experimente, die zu diesen Erkenntnissen führten, werden jedoch einerseits oft mit menschengemachten Laborduftstoffen an (Nage-)Tieren mit anders arbeitendem Stoffwechselsystem gemacht. Dazu werden diese Tiere damit zwangsernährt, obwohl Rose, Fenchel, Basilikum vielleicht nicht zu ihrem Beute- und Nahrungsschema gehören und ihr Metabolismus nicht jahrtausende Jahre lang Zeit hatte, sich auf den Abbau dieser Pflanzeninhaltsstoffe einzustellen. Diesen Tieren wird zudem das Fell wegrasiert, bevor sie mit den fraglichen Substanzen eingeschmiert werden (wer sich als Mensch rasiert, wird sich an diesen Stellen nicht anschließend mit scharfen und reizenden Kosmetika einreiben, weil das Rasieren immer Mikroverletzungen zur Folge hat). Und damit man wirklich nachweisen kann, wie gefährlich diese “Pflanzenstoffe” (aus dem Labor, hm) sind, werden sie hoch/überdosiert und über lange Zeiträume an den Tieren verwendet. Wenn ein menschliches “Versuchskaninchen” wochenlang ausschließlich mit Heu gefüttert werden würde, könnte man beweisen, dass Heu unverdaulich ist, zu Giftgasen in den Eingeweiden führt und schließlich zum Tod durch Darmverschluss.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Der Faktor Mensch wird dabei völlig vernachlässigt: Dass der Mensch recht schnell “die Nase voll” hat von einem Duft, dass er vergesslich ist, selbst wenn er sich jeden Tag mit etwas einschmieren wollte, dass ihm nach kurzer Zeit penetrante Überdosierungen stinken, dass er einen komplexeren Stoffwechsel als ein Meerschweinchen hat, dass er Kleidung trägt, die das Kosmetikum abreibt, dass er Milch trinkt, die zu viel gegessene Duftstoffe emulgiert und resorbieren helfen kann, dass er andere und viel mehr Auswahl an Dingen isst, die mit dem Duftstoff interagieren werden…. all das, also das “wahre Leben”, findet im Labor nicht statt. Wie sollte es auch! Dazu kommt, dass beispielsweise Rosen- und Lavendelöl aus jeweils einigen hundert Inhaltsstoffen bestehen! Dies kann und will man nicht separat untersuchen. Und diese kann oder will man nicht herstellen, um ein ”naturidentisches” Aromaöl auf den Markt zu bringen (man könnte es – technisch gesehen – zu 99,5% herstellen, doch dann wäre das billige Aromaöl vermutlich viel teurer als seine natürliche Variante).

Und weil man an technische und vor allem an preisliche Grenzen stößt, reduziert man beispielsweise Lavendelöl auf drei “böse Inhaltsstoffe” (Linalool, Linalylacetat, Geraniol), die kunstvoll zusammengemischt sicherlich fast wie Lavendelöl riechen würden) und will den naiven Verbrauchern suggerieren, dass man sie vor diesen negativen Komponenten schützt. Damit zurück zur Petition und zur Kosmetikverordnung: Bei einigen, wie diesen Lavendelstoffen, schreibt man “nur” die Deklaration vor (was für Allergiker natürlich hilfreich beim Einkauf ist), obwohl laut Duftstoffe-Fachmann Erich Schmidt  bei etlichen der gebranntmarkten deklarierungspflichtigen Stoffe nachgewiesen werden konnte, dass sie nicht allergener wirken als tausend andere Dinge des täglichen Lebens. Bei anderen Naturdüften wie Rosenöl muss verdünnt werden, damit der eine “böse Stoff” (Methyleugenol) kaum noch im Kosmetikum enthalten ist, bei anderen muss verdünnt werden, um bestimmte Gefahrenhinweise auf dem Etikett zu vermeiden (ich hatte hier eine Liste zusammengetragen). Man kann als Laie wirklich nicht mehr mitkommen, Öle-Firmen müssen Anwälte anheuern.

Volkmar Heitmann hat mir und euch netterweise den Link zu diesem “behördlichen Duftkrimi” geschickt, hier kann er gelesen werden (auf englisch und ellenlang, die meisten EU-Bürger haben somit keinen Zugang zu diesem “Meinungspapier” (opinion), ich wüsste zu gerne, wer die am Anfang namentlich aufgeführten Meinungsgeber sind bzw. für wen sie arbeiten. Für solche Recherchen bedürfte es eines eigens eingerichteten und bezahlten Arbeitsplatzes. Hallo Ätherische-Öle-Firmen, hat jemand da draußen Zeit und Kapazitäten dafür frei?! Immerhin wird ganz demokratisch auch eine Meinungsseite für die EU-Bürger eingerichtet, wenn man sich also durch diesen englisch verfassten Fachtext gewühlt haben sollte, kann man seine Meinung auch kundgeben. (Selbst mir mit Fließend-Englisch-Fähigkeiten graut vor dieser Seite).

Ich war jedenfalls vergangene Woche – sehr schön passend zum Thema – zweimal mehr oder weniger freiwillig mit Chemieduftbomben konfrontiert. Einmal stand der Wäscheständer mit zu trocknender Wäsche im Schlafzimmer, sie war mit “eben mal ganz schnell” gekauftem Waschmittel (“mit ätherischen Ölen”) gewaschen worden, weil das Biowaschmittel leer war. Kaum zu glauben, was für Emissionen da im Zimmer umher waberten, sie lösten ein starkes Irritation im Sinne von “Achtung, Störung, hier stimmt etwas nicht, weg laufen!” aus. Beim zweiten Mal führte der Besuch des Schweden-Kaufhauses bzw. zum Glück erst ganz am Ende die Kerzenabteilung, zu einem über 24 Stunden währendem leisen Kopfschmerz. Auf diesen beiden Produkten würde ich gerne die neue Etikettenvorschrift sehen: Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein. Aber diese ist für solche Produkte, die man unter Umständen tagelang und wochenlang einatmet, nicht vorgesehen. Ein typisches Beispiel für den Zwei-Klassen-Duft.

PS Ähnlich wie beim Beispiel “100 Prozent Wolle” des Teppichs verhält es sich übrigens mit sehr vielen Kleidungsstücken und sonstigen Textilien aus “100% Baumwolle”, diese bestehen immer öfter aus einigen Prozenten an anderen Stoffen.

natürliche raumbeduftung – einfach und schön


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyAls ich heute früh – wieder zu Hause nach langer Vortragstournee – beim Kaffeetrinken in der Zeitschrift ‘Freundin’ blätterte, staunte ich nicht schlecht, als ich auf Seite 196 Rezepturen für natürliche Raumbeduftungsmöglichkeiten entdeckte. Steht die bekannte Frauenzeitschrift ja nicht gerade für Naturkosmetik oder nachhaltigen Lebenstil. Ich hatte auf meiner Reise viele grässliche Zimmerparfüms gefunden und wundere mich nun immer weniger, dass die Allergien gegen jene immer mehr zunehmen. Ich hatte sogar meinen ersten Niesanfall beim Umherwandeln in einem entsprechenden Geschäft, ich musste es fluchtartig verlassen; sowas ist mir noch nie passiert. Umso schöner, wenn es nun ein neues Buch mit vielen hübsch bebilderten Rezepturen und Verpackungs-Tipps für einfach herzustellende Raumdüfte gibt. Die Mischungen wurden von meiner Wiener Kollegin Waltraud Reischer konzipiert und das Buch heißt “Wohlfühlen mit Raumdüften – Die kreative Manufaktur” (Topp Verlag, 14,99 Euro). [Wer das Porto sparen möchte kann noch einige Tage warten, denn in genau einer Woche erscheint mein neues Buch Aromatherapie für Sie, ich bin selbst gespannt wie ein Flitzebogen ;-)  ]

Ich habe unterwegs übrigens einen ganz neuartigen Raumduft für die kalte Jahreszeit kennen gelernt: Kerzenschein von Farfalla, es duftet wirklich nach diesen wunderschön altmodischen Bienenwachskerzen und verbreitet eine wahrlich festliche Atmosphäre. Das neue Raumspray ‘Weihnachtsstern’ ist eine besondere Freude für Zimt-Liebhaber und hilft vielleicht sogar, die Heizung um ein oder zwei Grad zu drosseln und somit Heizöl einzusparen: In einer Studie mit zwei unmerklich mit Zimt bedufteten Räumen, wurde das Temperaturempfinden der Probanden abgefragt und den Zimt-Raum empfanden sie wärmer als er tatsächlich war.

sanfte alternative zu ritalin: methylanthranilat in zitrusölen


Beim Recherchieren für ein Kapitel in meinem demnächst fertig zu seienden Buchmanuskript musste ich mich eingehender mit der modernen und weit verbreiteten Droge namens Methylphenidat beschäftigen. Noch nie gehört? Der Stoff wird heute – zumindest in den USA – von jedem vierten Studenten eingepfiffen, um dem Leistungsdruck und Prüfungsstress standhalten zu können. Das Zeug sei nichts anderes als Kokain, nur in geringerer Dosierung, sagt der Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Uni-Klinik Göttingen Gerald Hüther. Trotzdem ist es unter dem Namen Ritalin (und Concerta und Medikinet) in jeder Apotheke erhältlich – zumindest wenn man ein entsprechendes Rezept vorlegt. Der Professor sagt weiter:

In den Siebzigern nahm man LSD, um dem Muff der Nachkriegszeit zu entkommen. In den Achtzigern nahm man Kokain, um sich trotz Pershing-II-Raketen gut zu fühlen. In den Neunzigern nahm man freitags Ecstasy-Pillen, um bis montags zu tanzen. Es waren Spaßdrogen, mit denen die Jugend gegen die Erwartungen der Gesellschaft rebellierte. Heute nehmen Studenten Ritalin, weil es ihnen hilft, sich den Erwartungen der Gesellschaft anzupassen. Sie sind die erste Generation, die eine Vernunftdroge konsumiert. Eine traurige Droge, ein Armutszeugnis. Quelle. Zeit Online

Nun sind es nicht nur Studenten, also junge Erwachsene, die sich zunehmend dieser Wohlstandsdroge zuwenden, sondern viele K(leink)inder können den modernen Schulalltag nur bestehen, wenn sie damit schön gleichmäßig gedopt werden. Freilich will ich den wohl überlegten Einsatz eines pharmazeutischen Hilfsmittels nicht leichtfertig kritisieren, ich weiß von Fällen, in denen hyperaktiven und aufmerksamkeitsgestörten Kindern nicht mehr anders geholfen werden kann/konnte. Schlimm ist es, wenn sich die betreffenden kleinen (und großen) Menschen schon selbst auf den Geist gehen, denn sie spüren oft, dass etwas nicht in Ordnung mit ihnen ist.

Ich kritisiere vielmehr den leichtfertigen Umgang mit der machtvollen Droge, die nicht frei von gravierenden Nebenwirkungen ist – bis hin zu Selbstmordgedanken. Ich meine, dass in “leichten Fällen”, wo das Verhalten “nur” anstrengend und nicht bedrohlich ist, andere Maßnahmen ausprobiert werden sollten. Und damit bin ich bei den Düften angekommen, ich hatte über dieses Thema hier bereits einmal geschrieben. Die zwei schier unaussprechlichen Stoffe in allen Zitrusschalenölen, in Zitrusblättern und Zitrusblüten, aber auch in vielen Blütenabsolues, heißen Methylanthranilat und Dimethylanthranilat. Zweiteres ist dem Methylphenidat chemisch sehr ähnlich. Wie auch die in höchster Verdünnung betörend duftenden Stinkstoffe Indol und Skatol, die sich in manchen Blüten-Absolues befinden. Auch zu unserer körpereigenen “Happy-Droge” Serotonin besteht eine gewissen strukturelle Verwandtschaft. So lässt sich chemisch begründen, warum wir Aromafachleute Rat suchenden Eltern und Lehrern fast immer Zitrusöle für hyperaktive und ähnlich auffällige Kinder empfehlen. Kinder suchen diese Öle ohnehin fast immer “freiwillig” aus, sie fühlen sich meistens zu diesen Düften hingezogen. Wir beobachten immer wieder eine verblüffende Wirkung auf Stimmung und Verhalten der kids. Einer meiner Kursteilnehmer gab die Geschichte zum besten, dass ihn seine Frau nach langen Arbeitstagen manchmal aufforderte: “Du Peter, tu doch mal das ‘Schalt-die-Kinder-aus-Öl’ in die Duftlampe!” Viele garantiert naturreine Zitrusöle – die auch in unserer Küche zum Einsatz kommen – finden Sie auf meinen drei Shopseiten zum Thema (durch Bestellungen über diese Links entlohnen Sie die Lektüre dieser Artikel, ohne dass Ihnen Mehrkosten am Produkt selbst entstehen).

Diese Düfte, in feuerfreien Duftgeräten zu Hause und eventuell auch in Klassenzimmer/Kindergärten eingesetzt, können sehr stark zum Wohlbefinden sowohl der Pädagogen und Eltern als auch der Kleinen und Teenager beitragen. Wer sich in einer duften Umgebung wohl fühlt, lernt besser, wenn seine entsprechenden “Lern-Hormone” noch angekurbelt werden, umso besser. Auch in einer psychiatrischen Klinik können Zitrusdüfte adjuvant (ergänzend) zur herkömlichen Therapie eingesetzt werden. Die Schweizer Krankenschwester und Aromatherapeutin Regula von Rohr hat beste Erfolge zu verzeichnen:

Wenn ich mir überlege, welche Düfte ich am breitesten einsetze und am meisten gebrauche, dann sind das sicherlich die Zitrusdüfte. Die haben bei allen psychischen Erkrankungen die mir hier in der Klinik begegnen, die höchste Akzeptanz mit der jeweilig längsten Anwendungsdauer. Das heisst, egal welche Grunderkrankung jemand mitbringt, die Zitrusdüfte sind bei mindestens acht  von zehn PatientInnen bei der persönlichen Auswahl dabei und sie werden am längsten angewendet.

In den vergangenen Jahren sind hunderte von Schülern und Schülerinnen in dem einzigartigen Projekt „Dufte Schule“ beobachtet worden, in dem deren Verhalten und Schulergebnisse mit und ohne ätherische Öle verglichen worden sind. Es gibt ein Buch dazu und das praktische Ätherische-Öle-Set Dufte Schule.

Einige Duftgeräte ohne offenes Feuer, die also im Umgang mit Kindern (und anderen bewegungsintensiven oder schwer berechenbaren Personengruppen) empfehlenswerter als Kerzenmodelle sind:

  • Flash-Duftlampe von Primavera, gleichzeitig eine wunderschöne Lampe mit tollem Licht, in verschiedenen Farben
  • Aromastream von Feeling, eine Art Ventilator mit austauschbarem Duftvlies, das einige Male in der Maschine waschbar ist (gibt es auch bei anderen Firmen)
  • Alabasterlampen wie von Aromatao sind ein Traum für den dickeren Geldbeutel (oder als Geburtstagsgeschenk)
  • Thermoduftsteine gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen, wie beispielsweise von Neumond und von Taoasis
  • Vernebler, auch Diffuseure genannt, welche die Öle überhaupt nicht erhitzen, sind aus Sicht der ätherischen Öle die schonendste Möglichkeit, hier noch ein schönes und preisgünstiges Modell von Farfalla
  • Duftbrunnen mit Vernebler-Effekt gibt es beispielsweise bei Neumond
  • Beduftungsobjekt, das per Kaltdiffusion arbeitet, für große Räume bis zu 60 qm (Schule, Kindergarten, (Zahn)Arztpraxis, Konferenzraum etc)
  • Auto-Duftgeräte werden an den Zigarettenanzünder angeschlossen, so dass natürliche konzentrationsfördernde Düfte für eine gute Fahrt sorgen (und nebenbei werden unangenehme Gerüche neutralisiert)

Übrigens dient Methylanthranilat als Vogel-Abwehrstoff auf Felder, Golfplätzen, Mülldeponien, Dächern etc eingesetzt werden. Es schadet den Tieren nicht, sondern sie werden durch die Duft-Sprühstöße regelrecht abgestoßen, sie meiden diese Plätze nach einigen wenigen Anwendungen.

Eine natürlich beduftete Umwelt ist nicht gefährlich, obwohl die Presse und bestimmte Verbände chemische Duftbausteine, die bedenkliche Trägerstoffe enthalten, gerne mit natürlichen Riechstoffen gleich setzen. Das entspricht absolut nicht der Wahrheit, wie seriöse Chemiker, die sich mit Düften wirklich auskennen, bestätigen können. Hier ein Hinweis zu der Initiative, die kürzlich von Axel Meyer ins Leben gerufen worden ist: ICH WILL NATURDUFT. Machen Sie mit beim kleinen Fragebogen und unterstützen Sie damit die Kampagne gegen die vielen Duft-Verbote In meine Raumluft kommt nur Naturduft!

PS Im Ärzteblatt ist über eine Studie zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei ADHS zu lesen.

Raumbeduftung: vermeintliche Botschaften vom Immunsystem


Da wir schon mal bei unerfreulichen Themen sind, hier noch ein anderer unschöner Gegenwind. Ich habe kürzlich folgende Infos von Marion Keller bekommen. Sie ist von der Primavera-Partnerfirma Aromatao, in der vor allem Raumbeduftungsobjekte wie die nebenstehende elektrische Duftlampe Flash und -Konzepte vertrieben werden, samt den dazugehörigen natürlichen Duftmischungen.

Das Bundesumweltamt tendiert zu einem „duftfreien Raum“. Leider sitzt dort ein Referent, der an einer ausgewogenen Information kein Interesse zu haben scheint – unsere Bemühungen für einen konstruktiven Dialog verlaufen stets im Sande und das geht nun seit Jahren so. Eng verzahnt ist die Pressearbeit dieser Behörde mit der Öffentlichkeitsarbeit von Lobby-Verbänden, z.B. dem DAAB (dt. Asthma- und Allergikerbund).  Beide Institutionen befeuern sich gegenseitig, so dass in den Medien ein sehr schiefes Bild entstanden ist, Tenor „Finger weg von Duftstoffen jeglicher Art!“. So gab es bereits 2008 eine Studie (beauftragt vom DAAB bei Dr. Winkens/GUI-Institut), wo Duftmittel ganz unterschiedlicher Herkunft bewertet wurden und auch diverse Primavera-Öle arg unter Beschuss gerieten. Diese Untersuchung wurde dann 2010 erneut aktualisiert bzw. vertieft und dann in weitreichenden Medien publiziert mit Horror-Szenario: Wieder kamen etliche Primavera-Öle in Verruf. Das rief viele Kunden auf den Plan. Die Studie wurde in epischer Breite im DAAB-Verbandsorgan veröffentlicht und hat auf diese Weise viele Leute erreicht. Wichtig: der Versuchsaufbau des GUI-Instituts (= Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik), Mönchengladbach, unter der Leitung von Dr. Andreas Winkens ist für unsere Chemiker nicht nachvollziehbar!!! Somit konnte man nicht faktisch gegen halten ohne Gefahr zu laufen, noch mehr Staub aufzuwirbeln. Fatal ist, dass sich Journalisten vornehmlich an die Bundesbehörde wenden, in der Hoffnung, dort ausgewogene Informationen zu bekommen. Dies ist aber leider nicht der Fall, so dass eine absolute Schieflage in der Presseberichterstattung entstanden ist. Mittlerweile haben wir auch Forum Essenzia überzeugen können, dass man auf diese Entwicklung in irgendeiner Form reagieren muss! Link hier Vor diesem Hintergrund sind wir immer wieder, bzw. immer stärker in Erklärungsdruck. Dazu kommen unsere Aromatao-Kunden ja nicht aus dem Therapeuten-Bereich (mit einer gewissen Vorbildung), sondern aus dem Marketing. Hier muss also zum einen grundsätzlich aufgeklärt und informiert werden. Zum anderen sollte dies in „leicht verdaulichen Portionen“ geschehen, weil dort niemand Zeit hat, sich ins Bodenlose zu vertiefen. Eine Bündelung von Studienerkenntnissen wäre also das Ziel.

Ich meine, die Aufklärung muss vor allem dahingehend erfolgen, den Aromalaien zu erklären, dass synthetische und “naturidentische” Duftstoffe eben nicht identisch mit den natürlichen Ebenbildern sind, dass sie vielmehr drei oder mehr Prozent teilweise chlorierte Substanzen enthalten und dadurch viel eher reizend sind als die pflanzlichen Duftmoleküle. Zudem heißt reizend noch lange nicht “Allergie auslösend”, auch auf diesem Gebiet wird viel Unsinn erzählt, denn Widerstände der Haut oder der Atemwege sind eigentlich sehr begrüßenswerte Schutzreaktionen unseres Körpers, der gegen Stinkstoffe aufbegehrt. Wie die Hand, die mit den Brennnessel Kontakt hatte. Das ist jedoch nicht zwangsläufig eine Allergie, welche eine immunologische Aktion ist.

Ich habe kürzlich jemandem ein Deo eines führenden Kosmetikkonzerns mitbringen sollen und kaufte die falsche Sorte. So dachte ich, benutze ich es einfach selbst, denn es ist sogar ohne Aluminiumverbindung. Doch nach jedem Sprühstoß und minimalem Einatmen des gar nicht penetranten Duftes überfällt mich ein lästiges Hüsteln, das ich von meinen Naturdeos nicht kenne.

Kennt jemand seriöse Studien zum Thema “Raumbeduftung mit natürlichen Duftstoffen? Mir sind nur die französischen und englischsprachigen Texte von Marie-Cecile Pibiri bekannt: Indoor air purification and ventilation systems sanitation with essential oils, sie hat sogar ihre Dissertation (Doktorarbeit) diesem Thema gewidmet.

Wie sind Ihre/Eure Erfahrungen mit ätherischen Ölen in Räumen? Ihr könnt unten abstimmen (Mehrfachnennungen möglich! [das abgehackte Wort heißt 'massvoller']) Ich jedenfalls möchte meine natürlichen Raumsprays und Duftmischungen für meine wunderschöne grüne Flash-Lampe um keinen Preis missen!

heuschnupfen: mit ätherischen ölen rechtzeitig abmildern


Vor zwei Jahren erinnerte ich im Herbst in einem Text über Zedernöl (klick!) an Maßnahmen, welche Heuschnupfen geplagte Menschen bereits jetzt oder bald anpacken sollten, denn der nächste Pollenflug kommt bestimmt.

Atlaszedernöl und Himalajazedernöl (Foto) wirken stabiliserend und kräftigend, sowohl körperlich als auch im seelischen Bereich. Sie stimulieren die Aktivität der Lymphgefässe, wirken der Steinbildung entgegen und werden wegen ihrer lipolytischen („fettauflösend“) Fähigkeiten Cellulitemischungen beigegeben. Zedern sind übrigens mit den Kiefern, Fichten, Tannen und Lärchen verwandt, doch anders als bei jenen, werden nicht die Nadeln sondern die Holzstückchen destilliert, so dass es von besonderen Sesquiterpenen und deren Abkömmlingen geprägt wird. Der Inhaltsstoff Atlanton ist ein Sesquiterpenketon und kann nicht als schädigend bezeichnend werden, somit ist die Anwendung in der Schwangerschaft – im Gegensatz zu dem, was in vielen Büchern zu lesen ist – kein Problem. Die veralteten Warnungen kamen durch eine Verwechslung mit den amerikanischen „Zedern“ (Red Cedar) zustande, die vereinzelt neurotoxisch wirken können. Ich nenne diese holzig duftenden Öle, und auch Zypressenöl, die „Stark-wie-ein-Löwe-Öle“.
Verblüffende Erfolge erzielt man mit einer rechtzeitig begonnenen Anti-Heuschnupfen-Maßnahme: Gut acht bis zehn Wochen vor Beginn der Pollenflugsaison verwendet man mehrmals täglich ein Dekolleté-Spray. Drei Wochen lang, dann ein bis zwei Wochen pausieren, anschließend nochmals circa drei Wochen sprühen. Verantwortlich für diesen positiven Effekt sind Sesquiterpen-Verbindungen, welche eine regulierende Wirkung auf das Immunsystem haben. Fast alle Benutzer berichteten bislang von deutlich weniger Juckreiz, Schniefen und Augenbrennen. Es wird wie ein Raumspray, jedoch in Kopfnähe, versprüht, so dass man etwas davon einatmet. Hier das Rezeptbeispiel, das bereits sehr viele Heuschnupfengeplagte überzeugen konnte:

  • 50 ml Wodka
  • 20 Tropfen Zypressenöl
  • 10 Tropfen Zedernholzöl
  • 2 Tropfen Melissenöl

Alles in einer Sprühflasche aus lichtgeschütztem Glas (Apotheke) gut verschütteln, vor jedem Versprühen immer wieder gut schütteln, da kein Emulgator die Mischung stören soll.

PS. Selbstverständlich kann man diese Öle auch in der Duftlampe, im Bad, als Fußöl, auf feuchtem Handtuch auf der Heizung oder sonstwie einsetzen, Hauptsache regelmäßig, mindestens dreimal wöchentlich. Dafür eine Grundmischung herstellen und von dieser jeweils einige Tropfen verwenden:

  • 3 ml Cupressus sempervirens (Zypresse)
  • 2 ml Cedrus atlantica oder C. deodara (Atlaszder/Himalajazeder)
  • 5 Tr. Melissa officinalis (Echte Melisse)

Diese Rezepturen sind so fein dosiert, dass sie für Kinder ab circa 6 Jahren geeignet ist, man sprüht dann einfach weniger bzw. weiter weg vom Gesicht, so dass sie nur ein bisschen davon einatmen. Eventuell mit Mandarinenduft etwas kinderfreundlicher aufpeppen.

Die Öle sind auch “schwangerentauglich”, vorausgesetzt, es wird wirklich nur das ätherische Öl der echten Zeder (Cedrus deodara oder Cedrus atlantica) verwendet und auch nur einwandfreies Zypressenöl (oft sind angeblich billige terpentinhaltige Verschnitte auf dem Markt). Das Kleine riecht ja noch nicht mit, also können seine/ihre Atemorgane nicht gereizt werden, die wenigen Duftmoleküle, die im Blut der Mutter kursieren, sind ungiftig bzw. harmloser als so manche Substanz, die wir essen oder einatmen.

dufte schule – wertvolle bereicherung für ein humaneres lernen


Des öfteren wurden in meinen Kursen Facharbeiten zum Themenbereich “Duftes Lernen und Leben mit Kindern” angefertigt. Jedes mal war die Resonanz, dass alle Kinder über eine olfaktorische Bereicherung ihrer Welt begeistert waren. Aber leider manchmal Eltern und/oder ErzieherInnen vorurteilsbeladen, skeptisch und sogar abweisend waren. Wie viel schöner ist die Textaufgabe mit den 10 Zitronen und den 17 Äpfeln, wenn über den Fragen ein feiner Zitrusduft schwebt! Wie viel besser geht es der Grundschullehrerin, wenn sie einer unruhigen Klasse ein paar Tropfen Lavendelöl in der elektrischen Duftlampe kredenzen kann und die Kids kommen – auch zu ihrem eigenen Vorteil – zur Ruhe. Geschichtsunterricht kann mit höhlenartig-erdigen Mischungen aus Vetiver und Patchouli untermauert werden, Geographisches lässt sich besser merken, wenn es nach Indien (Ingwer, Zimt, Kardamom) duftet und die Beschreibung des englischen Königs kann mit Pfefferminze (After Eight, Bratensoße with Peppermint) anschaulicher gestaltet werden. Wie viel schöner wäre Schule, wenn dieses einfach zu handhabende Medium mehr eingesetzt werden könnte! Jeder, der (Bio-)Zitrusfrüchte essen darf bzw. keine Allergien dagegen hat, jeder der an Blumen im Garten schnuppern kann und darf, ohne zu niesen, jeder der Kräuter in Tees und Speisen konsumieren kann, kann davon profitieren. Denn natürliche Öle (höchster Qualität) sind bestens verträglich, wenn sie in vernünftiger Dosierung und frisch eingesetzt werden (mehr dazu weiter unten).

Axel Meyer ist einer der engagierten Pioniere auf diesem Gebiet, das Projekt “Dufte Schule” seiner Firma wurde bereits öfters in der deutschsprachigen Presse beschrieben. Kürzlich erschien sein Buch zum Projekt: Dufte Schule, Kösel Verlag, 16,95 Euro. Ein schönes Geburtstagsgeschenk oder Schulanfangs-Geschenk für Kinder und Eltern, eventuell mit dem passenden Öleset von Taoasis.

Übrigens sollte bei Beduftungsmaßnahmen auf sehr hochwertige und naturreine ätherische Öle geachtet werden, möglichst in Lebenmittelqualität, so wird die Allergiegefahr minimiert. Die Öle sollten nicht länger als ein gutes halbes Jahr nach Öffnen der Fläschchen für diesen Zweck verwendet werden und die Duftlampen/Duftsteine/Diffusoren sollten regelmäßig gründlich gereinigt werden. Probleme mit allergischen Erscheinungen treten erfahrungsgemäß vor allem bei billigen (zB von stark gespritzten Zitrusfrüchten und Kräutern), gepantschten, überalterten und synthetischen (“naturidentischen”) Düften auf.

Kollegin Tina Böhm aus Nord-Deutschland hat mich in diesem Zusammenhang auf einen interessanten Artikel aufmerksam gemacht, in dem über eine erschütternde Studie von 2008 berichtet wird: Drei von vier Kindern sind heutzutage nicht in der Lage, die vier Grundgeschmacks-Arten zu identifizieren. Beim Riechen sieht es nicht besser aus.

Was Asthma & Co. und Prüfungsstress gemeinsam ist



Menschen, vor allem Kinder, die zu spastischen (obstruktiven) ATEMWEGSERKRANKUNGEN neigen, habe ich im gestrigen Post von der Behandlung mit eukalyptusartigen ätherischen Ölen vorsichtshalber ausgeschlossen. Aber auch für sie gibt es eine wohltuende und prima duftende Linderung bzw. Ergänzung zur “schulmedizinischen” Behandlung. Sie profitieren von einem regelmäßigen Orangenbäumchen-Bad, das mit den Ölen der Blüten, der Blätter und der Fruchtschale von Zitrusfrüchten angereichert wird (Foto). Denn oft führen psychische Faktoren, ja Disstress, zur Verschlimmerung der verengenden Erregbarkeit der Bronchien. Wenn wir dann noch die Wirkung dieser Öle, vor allem des Blätteröles, gegen die die Lunge angreifenden Bakterien in Betracht ziehen, haben wir es wirklich mit einem perfekten Mix für diese kleinen PatientInnen zu tun. Er kann dann auch in selbstgemacht Brustsalben eingerührt werden, welchen viel angenehmer für die feinen Kindernäschen riechen als die herkömmlichen “scharfen”-eukalyptischen Einreibungen.
Diese Ölemischung hilft auch gegen Prüfungs-Bauchweh: Für Kinder, die aufgeregt vor Prüfungen und auch vor Arzt-/Krankenhausbesuchen sind, ja sogar Angst haben, vielleicht deswegen Durchfall und Bauchschmerzen bekommen, ist dieser feine und entkrampfend wirksame Duft auch bestens geeignet. Neroli beruhigt zudem einen zu schnellen, unruhigen Herzschlag. Man nehme

  • 7 ml/140 Tropfen (Bitter-)Orangen-Öl
  • 2 ml/40 Tropfen Petit Grain-Öl (die Blätter eines Zitrusbaumes
  • 5 Tropfen Neroli-Öl (Orangenblütenöl, teuer!)

Fünf bis maximal sieben Tropfen davon auf einen Eierbecher voll Honig oder Sahne (Schlagobers) gegeben und fertig ist das ultimative Loslass-Vollbad mit stimmungsaufhellender “Nebenwirkung”. Oder drei Tropfen auf ein feuchtes Handtuch geben und auf die Heizung legen. Oder fünf Tropfen in eine saubere Duftlampe geben.


Für Kinder (und Erwachsene), die eher von KONZENTRATIONSPROBLEMEN geplagt sind, habe ich die unten stehende Prüfungs-Mischung gemacht. Sie wird so angewandt, dass Kopplungsmechanismen aktiviert werden, im NLP nennt man das Anker. Deswegen ist es sehr wichtig, dass diese Mischung NUR beim Lernen/Vorbereiten für das betreffende Fach geschnuppert wird, beispielsweise in der Duftlampe, auf einem Papiertaschentuch oder mittels eines praktischen Roll-on, wie rechts abgebildet (man kann sie leer erwerben und mehrmals nachfüllen. Viel sicherer als Kerzen-Duftlampen sind übrigens elektrische Duftlampen, wie beispielsweise die Duftlampe Flash (Abbildung links), die es in mehreren Farben gibt, die richtig schick ist und ein wunderschönes Licht ausstrahlt.
Beim entsprechenden Wiederholen immer den Duft dabei haben, mindestens dreimal! Das Gehirn koppelt sehr schnell den Lerninhalt des schwierigen Faches, sagen
wir Physik, an diesen besonderen Duft. Physik riecht also nach Petit Grain (auf die Gefahr hin, dass das Öl bzw. die Mischung mit der Zeit unbeliebt werden). Wie beim berühmten Pawlowschen Hund, der beim Füttern immer eine Glocke zu hören bekam. Nach kürzester Zeit braucht er nur noch die Glocke zu hören und schon läuft ihm der Geifer, er erwartet also sein Futter. 
Dieser Mechanismus funktioniert bei uns Menschen bestens und wir können ihn bei uns oder bei unseren Kinder nutzen: Einfach das Duftfläschchen mit in die Prüfungs- oder vielleicht Bewerbungssituation mitnehmen und daran schnuppern. Am besten einige Tropfen auf ein Papiertaschentuch träufeln und dieses in die Brusttasche, in den BH oder in das Federmäppchen tun. 
Danach wieder weg tun, damit die Kopplung nicht verwischt wird.Und auch bei anderen Lernfächern nicht verwenden, dafür andere Mischungen verwenden. Wenn man für jüngere Kinder noch eine Prise Hokuspokus-Zauberspruch dazu gibt (“diese Öle-Mischung verleiht dir Zauberkräfte”, “diese Ölemischung dient zwar dem Pfuschen, die LehrerInnen können sie dir aber nicht verbieten…”), ist der Erfolg vorprogrammiert.
Mein Rezept-Klassiker für eine Grundmischung zur Stabilisierung der Konzentration:

  • 4 ml Zitronen-Öl (maximal 3/4 Jahr nach Öffnen)
  • 3 ml Petit Grain (die Sorte, die man mag oder am besten bekommt)
  • 1 ml Kardamom-Öl
  • 1 ml Pfefferminze-Öl
  • 1 ml Zypresse

Von dieser Grundmischung nur jeweils wenige Tropfen verwenden! Wer nicht so viele Öle zu Hause hat oder wem das schlicht zu umständlich erscheint, kann sich auch fertige fein duftende Mischungen mit ähnlicher Zusammensetzung (mit oder ohne Duftstein zum Drauftropfen) [einfach auf Bilder klicken!].