selbsthilfe mit duften helfern


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieHeute vormittag kam eine so süße Erfolgsmeldung, dass ich sie unbedingt mit euch teilen möchte (mit der Einwilligung der Verfasserin und des Betroffenen). ‘Bastelfee’ ist seit einigen Jahren eine engagierte und dankbare Aromaenthusiastin, sie ist bereits Großmutter und betüddelt ihre ganze Familie, wo immer gewünscht und benötigt, mit ätherischen Ölen. Ich möchte allen Mut machen, die meinen, sie seien “erst” Anfänger” und könnten nicht wirklich etwas tun. Es ist nicht schwer, wertvolle Unterstützung beim Gesundwerden zu geben, vor allem wenn man sich gut kennt.

Liebe Eliane,
das muß ich Dir schnell mailen. Vor zwei Tagen bekam mein Mann plötzlich, nachdem er ins Bett gegangen war, sehr starken Schüttelfrost ohne Fieber, fast die ganze Nacht hindurch.
Den darauffolgenden Tag war er sehr schlapp. Abends kam plötzlich Fieber 39,4°C. Ich habe gemault - immer abends. Ich nahm mir nochmals Dein “rosa Buch” zur Hand und fand entsprechende Hinweise, um Viren zu bekämpfen. Kenne ich ja eigentlich schon, aber in der “Not” hat man plötzlich ein Brett vor dem Kopf. Kurze Rede – mein Mann bekam Ravintsara auf ein Tuch (jede Stunde neue Tropfen). Wie Zauberei – in null komma nix war die Temperatur auf Normalmaß. Dazu habe ich dann einen Diffuser mit Ravintsara, Zitronenmyrte und Melisse (jeweils 1 Tropfen) angestellt. Heute kommt noch Thymian (Linalool) dazu. Evtl. werde ich ihm noch mit Deinem Rezept “schneller als Pudding kochen” (Husten- und Brustsalbe) die Brust und den Rücken einreiben. Husten und Schnupfen hat er zwar nicht, aber ……. Mein Mann ist sehr schlapp, aber das Fieber hat sich verflüchtigt. Es ist schön, dass es Dich gibt und Dein großer Schatz an Heilwissen. Ich knuddel Dich. Liebe Grüße von Bastelfee

Ich muss sagen, die Auswahl der ätherischen Öle klingt tatsächlich goldrichtig, um Viren das Handwerk zu legen und der Erfolg spricht ja für sich. Zudem ist das eine fein duftende Kombination. Was mich allerdings wundert, ist die Tatsache, dass es sooo schnell bergauf ging. Aber bei einer sooo liebevollen und engagierte Betreuung ist das wohl kein Wunder. Gute weitere Besserung an Mister Bastelfee – und noch mindestens drei Tage weiter schmieren und beduften!

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieGerne höre ich von euren Erfolgsgeschichten, um sie hier vorzustellen.Ich bin nur Laie und kann hier nicht mithalten” gilt nicht! Ich bin nämlich mit der Etappe 2 der Seminar- und Gästehausrenovierung beschäftigt. Da hier bereits fast alle Kamelienbäume und auch schon viele Narzissen an den Straßenrändern blühen, ist der Frühling mehr als nah und damit auch die Gästesaison. Und die sollen es bei uns wirklich gemütlich haben, so pinsele und nähe und schraube ich mit Freuden! Gestern sah der Blick aus dem Seminar- und Frühstücksraum so aus. Wer noch kommen möchte: nur noch in der Anfang-Mai-Duft-Erlebniswoche, wenn fast alle Rhododendren ihr Feuerwerk gleichzeitig entfalten und Osmanthussträucher sowie die weiße Duftmagnolie (Michelia) blühen, sind noch etliche Plätze zu haben, ansonsten sind nur noch ein und zwei Plätze in den anderen drei Duftwochen frei. Vielen Dank an alle, die sich bereits angemeldet haben. [Foto Rosenblütenblätter: Antje Wendel]

PS Das ‘rosa Buch’ hatte ähnlich wie beim Foto oben rosa Rosenblütenblätter in einer Schale auf dem Titelbild, nun in der zweiten Auflage ist eine Frangipaniblüte in einer schwarzen Schale als Covermotiv zu sehen.

das traurige ABC – aluminium, brust und carzinome


Eliane Zimmermann Rezepte für selbst gemachte DeosIn der englischen Universität Reading (aus der auch etliche Ätherische-Öle-Studien stammen) forscht eine Frau, die der Kosmetikindustrie sicherlich ein Dorn im Auge ist. Insbesondere der Deodorant-Industrie. Philippa Darbre untersucht hormonähnliche Moleküle, die sich in unzähligen Alltagsgegenständen befinden – von Babyfläschchen bis zu Käseverpackungen – und deren Wirkungen auf die Entstehung und das Wachstum von Tumoren. Sie bemerkte per einfacher Beobachtung, die auch jeder Laie, jede Frau, machen kann, dass Brustkrebs überproportional oft in den achselnahen Regionen (‘Quadranten’) entsteht. Statistisch gesehen müssten diese Tumore fröhlich rundum in der Brust mit ihrem fetthaltigen Gewebe sprießen, tun sie aber nicht. Die wissenschaftliche Begründung, dass sich diese achselnahen, äußeren Quadranten durch besonders dichtes Gewebe, das reich an Lymphbahnen und Milchdrüsen ist, auszeichnen, genügte der Wissenschaftlerin nicht. Insbesondere als sie herausfand, dass in der 30er Jahren Krebs an diesen Stellen eine Häufigkeit von 30 Prozent aufwies und heutzutage bis zu 60 Prozent. Ob dieses nahezu verdoppelte Aufkommen der schrecklichen Krankheit an der Zusammensetzung von Kosmetika liegt und somit vermeidbar wäre? Vermeidung von angeblich sozial unverträglicher Geruchsbildung durch Opferung der Gesundheit? Und das in ‘westlichen’ Ländern, wo es ÜBERALL Waschbecken, Seife und sogar Handtücher gibt – kostenlos!

Philippa Darbre hat Deodorants, insbesondere Antitranspirants (Antiperspirants) im Verdacht. Und jeder Mensch (leider bekommen inzwischen auch Männer Brustkrebs) kann sich selbst seine/ihre Gedanken zu diesem Thema machen und einfach den gesunden Menschenverstand bemühen: Was macht ein Antiperspirant mit 24-, 36- oder gar 72-Stunden-Wirkung an meinem Körper? Ein für viele kleine Moleküle gut aufnahmebereites Gewebe (reichlich Poren und Öffnungen der Schweißdrüsen und Haare/Haarkanäle, die den Weg nach innen ebnen, egal ob sie vorhanden sind ob abrasiert werden) wird tagtäglich mit künstlichen Duftstoffen, Konservierungsstoffen und anderen schillernden Molekülen aus den Laboren dieser Welt traktiert. Viele dieser Substanzen, beispielsweise die teilweise verbotenen Moschusketone, reichern sich dann fleißig im Brustgewebe an (und sind nicht zu knapp in der Muttermilch nachweisbar). Zudem verschließen die typischen Deowirkstoffe wie diverse Aluminiumsalze diesen Weg nach außen, sie unterbinden also ein wichtiges Entgiftungsprinzip des Körpers. Hier bitte mal nachdenken: An diesen Körperstellen soll und muss etwas raus, wird jedoch daran gehindert. Dazu wird ein Cocktail an Chemikalien tagtäglich nachgeliefert, die wirklich nicht dort reingehören (ich schrieb in meinem zweimeist besuchten Blogeintrag [klick!] bereits darüber und biete darin Alternativen).

Die engagierte Wissenschaftlerin konzentrierte sich in ihren Studien auf den circa 25%-ig in den allermeisten Deos enthaltenen Stoff Aluminiumhydroxychlorid (Aluminium Chlorohydrat). Beim Auftragen des Deo reagiert der Wirkstoff mit den Hautzellen, er denaturiert darin enthaltene Eiweiße: Das Aluminium bindet an die Hautzellen und verändert diese dahingehend, dass die Schweißdrüsen dicht machen. Juhu, Ende mit dem lästigen Schwitzen! Dummerweise kann Aluminium ganz ungehindert die Haut durchdringen und ziemlich schnell in Blutbahnen und zu Organen unterwegs sein. Andres beim Essen oder Trinken: Wenn Aluminium über belastete Nahrungsmittel aufgenommen wird, bleibt nur relativ wenig davon im Organismus, weil der Magen-Darm-Trakt recht gut unbrauchbare Fremdkörper erkennen und dann durchzuschleusen kann. Frau Darbre zeigte dies mit einem Dauer-Bad (entsprechend einem monatelangen Gebrauch eines Deos) von gesunden Brustzellen einerseits in Wasser und andererseits in einer Nährlösung mit Aluminiumhydroxychlorid. Diese zweite Gruppe von Zellen verändert sich erschreckend. Und schlimmer noch: Es ist hoch wahrscheinlich dass Aluminiumverbindungen die Tumorzellen zum Wandern anregen, sprich die Metastasenbildung fördern. All das hat der Medizinjournalist Bert Ehgartner im Labor von Philippa Darbre beobachten dürfen und in seinem hervorragenden Blog-Eintrag (klick!) beschrieben – ein Auszug aus seinem neuen Buch Dirty Little Secret – Die Akte Aluminium (klick!). Kürzlich gab es übrigens von Frau Darbres Team eine Aktualisierung zur viel kritisierten Studie zum Parabengehalt von Brustkrebszellen, insbesondere der Konservierungstoff N-Propylparaben wurde überproportional oft in Tumorzellen aus der Nähe der Achselhöhlen identifiziert. Die Kosmetikindustrie wird nun wieder eine Weile damit beschäftigt sein, diese Erkenntnisse als Blödsinn abzustempeln.

Was lernen wir daraus?

  • Öfters mal waschen anstatt dauernd zu sprühen und zu rollen.
  • Öfters mal kein oder ein selbstgemachtes Deo verwenden.
  • Deos von seriösen Naturkosmetikherstellern verwenden.
  • Deos eher auf die Kleidung als auf die Haut sprühen.
  • Lieber Naturkleidung als Synthetikfasern direkt and er Haut tragen. Wollunterwäsche nimmt nur sehr langsam Gerüche an und kann sogar durch Lüften entmüffelt werden.
  • Auf Deopackungen nach dem Wort ‘Aluminium-xxx’ fahnden und diese links liegen lassen.
  • Nur an heißen ‘Kampftagen’ solche Deos einsetzen und dann die Haut wieder erholen lassen.
  • Lernen dazu zu stehen, dass Gesundheit vorgeht und dass ein kleiner Schweißgeruch-Unfall nichts Schlimmes ist (solange man sich regelmäßig wäscht…)

Hier mal wieder ein Rezept für ein schnell gemachtes Sprühdeo (muss geschüttelt werden und kurz angetrocknet werden, bevor man sich anzieht, also bitte eine Extraminute bei der Morgentoilette einplanen!) In eine 50-ml-Sprühflasche geben wir:

  • 25 ml Rosenhydrolat (enthält – wenn es ein natürliches Produkt aus der Rosendestillation ist – unter anderem gut verträglichen und bakterienvermindernden Phenylethanol, dazu Citronellol, Geraniol und Nerol, welche nachgewiesenermaßen präventiv und antitumoral wirken)
  • oder ein anderes Hydrolat wie Salbei-, Zypresse- oder Nerolihydrolat
  • 25 ml Wodka (40% Alkohol; wird auch bakterienhemmend und hilft beim Verdunsten nach dem Auftragen)
  • 1-2 Messerspitzen Natron (=Natriumhydrogencarbonat; für ein paar Cents aus dem Backregal im Supermarkt erhältlich, sprudelt zunächst etwas bei Kontakt mit Wasser/Hydrolat)
  • 15 Tropfen Limetten-, Bergamotte- oder Zitronenöl oder anderer Zitrusöle, diese sind reich an Limonen, welches nachgewiesenermaßen präventiv und antitumoral wirkt (jedoch nicht im Solarium benutzen)
  • je 2 Tropfen natürliches Lavendel-, Rosengeranien- und Bergamotteminzeöl, möglichst aus zertifiziertem k.b. Anbau; oder andere ätherische Öle, die reich an Monoterpenolen wie Linalool, Geraniol, Terpineol etc sind (Rose, Petit Grain, Neroli, Palmarosa etc), diese wirken laut etlichen Studien antitumoral
  • 2-3 Tropfen Salbei- oder Zypressenöl, wirken schweißregulierend
  • nach Wunsch noch 5 Tropfen Vanille- und/oder Tonka-Alkoholextrakt, duften lecker und wirken appetitregulierend und stimmungsaufhellend
  • bei sehr trockener oder empfindlicher Haut können einige Tropfen Bio-Jojobaöl zugefügt werden

Eliane Zimmermann Naturdeo-RezepteVon den unzähligen Natur-Deos die ich bereits ausprobiert habe, hat mich bislang ‘Daily Pleasure’ von Farfalla am meisten überzeugt – im fein-frischen Duft und in der Wirkung. Es hält etwas länger frisch als die bei vielen Naturdeos üblichen drei bis vier Stunden – und nach dieser Zeit garantiere ich für einen Wasserhahn, der Ihnen hundertprozentig irgendwo über den Weg läuft! Von den knapp 12 Euros, die dieses Produkt kostet, darf man sich übrigens nicht irritieren lassen, die Flasche ist nicht – wie fast alle anderen Deoflaschen – größtenteils mit Treibgas gefüllt, sondern bis zum Schluss ist der gesamte kostbare Inhalt benutzbar. Und man kann sie anschließend wunderbar für eigene Raum- und Körpersprays recyclen.

PS. Bei Wadi – Professor Dietrich Wabner – gibt es in der Weihnachtsaktion (bis Ende Dezember) das alkoholfreie Bio-Rosenhydrolat aus Bulgarien zu einem unschlagbar günstigen Preis (zB 1 Liter 24 Euro)

die schüttelsalbe


AiDA Aromatherapy Eliane Zimmermann

Ich gehöre ja nicht zu den geduldigen Zeitgenossen. Und Nein Sagen fällt mir schwer (obwohl ich kürzlich ein Angebot eines kurzen super bezahlten Vortrages in Japan abgesagt habe: einen gaaaanzen Tag im Flieger sitzen – 40 Minuten reden - einen gaaaanzen Tag im Flieger sitzen). So kam dieser Tage die Bitte nach einer Zaubersalbe bei einem seit Jahren vorkommenden Hautproblem. Immer bei größeren Temperatur-Umschwüngen wird die Haut an einigen Stellen, vor allem der Hände, bräunlich, extrem schmerzempfindlich, platzt eventuell sogar auf. Ich war schon fast auf dem Weg nach Prag. Also schnell eine Schüttelsalbe gemacht.

aromasalbe selbermachen AiDA Aromatherapy Eliane ZimmermannIn einer gut schließenden Creme/salbendose naturbelassene Sheabutter (Bezugsquelle hier klicken!), zwei erbsengroße Tupfer Aloe vera-Gel und drei Spritzer Rosenhydrolat schmelzen – wir heizen tagsüber nicht, also machte ich es geschwind im Wasserbad, auf dem Heizkörper ginge es noch schneller. Mit Jojobaöl und Rosa mosqueta-Öl (Wildrose) auffüllen (circa 1/3 der Gesamtmenge). Gut schütteln, vorher Deckel gut drauf schrauben!!!! Sonst gibt es Flugsalbe! Ans Beschriften denken!

naturkosmetik selber machen eliane zimmermann

Ätherische Öle hinzufügen, wichtig erschienen mir vor allem Karottensamen (hallo Christine!!! klick für mehr Infos über die Wilde Möhre), Patchouli und Rose (für undefinierbare Hautprobleme fast immer erfolgreich):

  • 3 gtt Daucus carota, Karottensamen
  • 3 gtt Pogostemon cablin, Patchouli
  • 1 gt Rosa damascena, Rose türkisch destilliert
  • 1 gt. Lavandula angustifolia, Lavendel
  • 1 gt. Helichrysum italicum, Immortelle

Das ganze hat keine 10 Minuten gedauert, schneller als in die Apotheke fahren ist das allemal. Und möglicherweise effektiver, das wird sich aber noch zeigen.

PS Die Abkürzungen gt und gtt kommen aus der alten Apotheker-Rezeptursprache und beziehen sich auf den lateinischen Begriff gutta (Einzahl) und guttae (Mehrzahl). Handschriftlich und mit alten Bleilettern wurden die beiden tt als so genannte Ligatur geschrieben/gesetzt, wie ein einziger Buchstabe. Wenn Rezepturen zum Herstellen von Medikamenten notiert wurden – vor noch gar nicht so langer Zeit gab es keine oder kaum Fertigmedikamente – wurden sie schnell und einfach statt des oft wiederkehrenden langen Wortes ‘Tropfen’ aufgeschrieben.

PPS: Eine Variation dieser Salbe ist bei Christine entstanden: hier klicken.

drei ätherische öle für die einsame insel


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyImmer wieder werde ich nach Hausapotheken und Notfallausstattungen gefragt. Und immer wieder fallen die Antworten leicht unterschiedlich aus, denn Aromatherapie versteht sich als eine ganzheitliche und regulative naturheilkundliche Behandlungsform, die auf den jeweiligen Menschen zugeschnitten sein sollte. Insbesondere auf seine momentane Befindlichkeit. Wir versuchen etwas FÜR den Menschen zu tun und weniger etwas GEGEN die Beschwerde oder Krankheit.

Unser Großer fährt nach einem Wochenende zu Hause heute auf die einsame Insel wieder zur Uni. Er wurde letzte Woche – nach Ewigkeiten mit strotzender Gesundheit – von einem heftigen Erkältungsbazillus überfallen. Da er als Kleinkind zu schlimmsten Ohrenentzündungen mit Bergen von Antibiotika in Folge neigte, habe ich mich geärgert, dass ich ihm zum Semesterbeginn keine Notfallsammlung an Ölen mit gegeben hatte. Kein Wunder, das kostbare Lavendelöl des vergangenen Semesters diente mehr der Beduftung eines versauten Teppichbodens als der Gesundheit. Nun habe ich mich aber hingesetzt, und ihm ein Carepakettütchen zusammengestellt.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyUm im zarten Alter von knapp 5 Jahren von einer fast Antibiotika-Sucht entwöhnt zu werden, half ihm das innerlich einzunehmende Wundermittel homöopathische Produkt Otovowen, das uns eine gar nicht so “alternativ” orientierte Kinderärztin empfahl und das sich als absoluter Volltreffer erwies. Wäre ich Bundeskanzlerin, würde ich es allen Eltern kostenlos zur Verfügung stellen (oder zumindest von der Steuer absetzbar machen), damit ihre Kleinen nicht wegen jedem Ohrenweh Mittelohrentzündungen entwickeln und dann zu Antibiotika verdonnert werden. Trotz zahlreicher Ohrenschmerzanfälle hat Sohnemann seit dem 5. Lebensjahr nie wieder Antibiotika benötigt. Toi toi toi, immerhin hat er mehr konsumieren müssen, als andere im Laufe eines ganzen Lebens. Man muss jedoch sehr schnell zur Stelle sein und bei den ersten Anzeichen die Tropfen verabreichen. Kleine Kinder kann man ab Ende des zweiten Lebensjahren aufklären und sie bitten, sobald die Ohren summen, pfeifen, kneifen, pochen oder brennen gleich Bescheid zu sagen. Sollten diese Tropfen, die übrigens nicht bitter sind, vielmehr keinen Geschmack haben, nicht nach drei oder vier Einnahmen anschlagen, halfen dem Studiosus früher immer Apis Levisticum-Kügelchen von Wala (insbesondere, wenn er bei Schnupfen schlecht hörte, was er sich nun im Musikstudium gar nicht mehr leisten könnte).

Bevor es richtig schlimm wird, haben wir bei einer dieser Vogel-Schweine-Tauben-Löwen-Grippe-Epidemien mehrere Packungen bestellt und nun immer unsere Wunder-Abwehr im Familiengepäck: die rotbraunen Cistus-Tabletten von Dr. Pandalis (aus einer Verwandten der Cistrose: Cistus incanus**). Eine bessere Anti-Grippe-”Impfung” gibt es in unserer Familie nicht, auch die fast 80-jährigen Senioren schwören nach einer fast tödlich verlaufenen echten Grippe auf die eigenartig schmeckenden und die Zunge bräunlich färbenden Infektblocker. Ich nehme bereits meistens eine davon, wenn mich jemand in Bahn und Bus anhustet oder anniest. Und nun zu den vier ätherischen Ölen im silbernen Stofftütchen:

  • 10%-ige Mentha piperita-Lösung (kbA, also in Bio-Qualität), 20 Tr. in 10 ml Wodka im Glas-Roll-on gegen Kopfschmerzen, auch ideal bei Übelkeit nach Kantinenessen beim Busfahren und Konzentrationsschwäche beim Studieren (immer gut durchschütteln vor der Anwendung, im Foto sieht man, dass das ätherische Öl oben schwimmt); diese hochpraktischen und vielseitigen Roll-ons kann man beispielsweise online bestellen bei Feeling, bei Evelyn Deutsch und bei Drogerie Dreiangel in der Schweiz) und mehrfach nach Reinigung mit Alkohol wieder verwenden.
  • Lavendel pur, eine prima Sorte mit AOC -Siegel**, dieses kann er auf seinem Kopfkissen zum besseren Abschalten und Einschlafen verwenden oder um das kleine Studi-Zimmer zu beduften, er kann es zudem bei Insektenstichen, Verbrennungen und kleinen Verletzungen zur Desinfektion einsetzen.
  • Cajeput und Ravintsara, 1:1 gemischt, kann er sich bei der nächsten Virenattacke tröpfchenweise pur auf die Lymphknoten am seitlichen Hals schmieren, er könnte die Mischung mit etwas Salz vermischen und zum Gurgeln einsetzen, er könnte bei Ohrenschmerzen etwas davon rund um die Ohren schmieren und er könnte damit inhalieren.
  • Immortelle und Cistrose in Jojobaöl ist bei stark blutenden Wunden und stumpfen Prellungen gleichermaßen einsetzbar, am besten mit etwas Lavendelöl gemischt.

Mehr sollte es auch nicht sein, so ein Studentenköpfchen hat andere Dinge im Fokus als Gesundheitsprodukte! Das Foto ganz oben zeigt übrigens mein Handgepäck-Etui, das morgen mit zu meiner dreiwöchigen Schweiz-Seminaretournee auf Reisen gehen wird. Auch ich werde Lavendel pur dabei haben, Pfefferminze pur befindet sich im zweiten Röhrchen (für und gegen alles, vor allem gegen Übelkeit auf der Busfahrt nach Dublin und gegen Stirnhöhlenprobleme auf dem Flug nach Zürich). Eine Psychomischung ist im dritten Röhrchen: je knapp 1/3 Blutorange, Bergamotte und Grapefruit, dazu 3 Tropfen des wundervoll vanillig-karamellig duftenden psychokrampf-lösenden Tonkaextrakts (in Alkohol) und 2 Tropfen Narde (zum Erden und Abschalten).

* Ich habe beim Schreiben dieses Artikels mit Schrecken fest gestellt, dass erstens unsere letzte Packung mit Cistus-Tabletten zur Neigung geht und dass zweitens der Verkauf in Deutschland mit einem perfiden juristischen Trick unterbunden worden ist (in Österreich und in die Schweiz sind sie wohl noch erhältlich). Sie sind vom  frei verkäuflichen “Medizinprodukt” zum “Arzneimittel” umdeklariert worden, klar, sie sind ja hoch wirksam. Sie müssen nun jedoch als Arzneimittel kaum finanzierbare Studien zwecks Wirkung und Nebenwirkungsfreiheit durchlaufen. Hier kann man über diese üble Zwickmühle lesen (wo kämen wir denn hin, wenn jeder von diesen Tabletten wüsste und nicht mehr zur Grippeimpfung ginge…).

** A.O.C ist die Abkürzung von “L’ appellation d’origine controlée”, sie ist ein Gütesiegel, das vom “Institut National des Appelations d’Origine” kreiert wurde und ausschließlich an Öle aus einem bestimmten Gebiet Frankreichs (Haute-Provence, Hautes Alpes, Drôme und Vaucluse) vergeben wird. Diese Lavendelpflanzen müssen in einer Höhe von mindestens 800 Meter wachsen und geerntet worden sein und die jeweiligen ätherischen Öle müssen diverse Tests bestehen, um der geforderten Qualität zu entsprechen.

PS Ich meine, dass die “Infektblocker” von Dr. Pandalis zwar auf deren Seite beschrieben werden, jedoch nicht mehr bestellbar sind. Ich werde mich nächste Woche in einer deutschen Apotheke erkundigen, denn ich habe mich auch über die freie Verfügbarkeit des ähnlichen Produktes des Mitbewerbers gewundert. Aber oft macht die Deklaration auf der Packung/dem Beipackzettel den juristischen Unterschied, ein und das dasselbe Produkt kann je nach Namensgebung von unterschiedlichen Paragraphen erfasst (und reguliert) werden.

PPS. Wir sind ein internationales Team, Thomas in Hessen, die liebe Bastelfee in Spanien und ich derzeit in Bern: die offizielle Stellungnahme der Herstellerfirma Dr. Pandalis lautet: Leider ist der Cystus  052 Infektblocker® zur Zeit nicht lieferbar .  Alternativ können wir Ihnen Cystus 052® Bio Halspastillen mit identischer Rezeptur liefern.

Auf gut deutsch: die “Wunderpastillen” sind noch in D erhältlich, mussten jedoch eine Namensänderung durchmachen.

aromatherapie vor und nach operationen


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyWir Aromaleute bekommen immer wieder Anfragen, wie man sich auf bevorstehende Operationen vorbereiten kann, denn das Thema ‘Ansteckung mit MRSA und jahrelanges Leiden’ ist nun mal leider aktuell. Ja, ich meine, man sollte Seele und Körper unbedingt mit ätherischen Ölen vorbereiten und begleiten. Offene Stellen und ein besorgter und gestresster Seelenzustand sind ein ‘gefundenes Fressen’ für MRSA und andere fiese Keime.

Fast alle ätherischen Öle, die einem gut tun, sind geeignet. Im Prinzip wirkt fast jedes Öl gegen MRSA, zumindest leicht, denn man will ja zunächst die Keime nicht direkt angehen, sondern prophylaktisch arbeiten. Erfahrungen in Kliniken zeigen: Auch wo ätherische “einfach so”, also unspezisch eingesetzt werden, gibt es kaum noch MRSA.

Ich könnte mir vorstellen, dass man mit einem Spray (50 ml Wodka, 20 Tr. ätherischer Öle wie Teebaum, Manuka, Zitrone, Eukalyptus, Lavendel etc) mehrmals täglich “die Hände waschen” könnte und von den Händen tief inhalieren könnte, damit die Öle gut im System unterwegs sind und von innen schützen. Wenn es sich um Angehörige von mir handeln würde, würde ich schon einige Tage vorher die betreffende Operationsstelle 1-2x täglich mit (verdünnten) ätherischen Ölen einreiben, geradezu ‘marinieren’, dann ist sicherlich eine Spur Öl im Gewebe, wenn geschnitten wird.

Ätherische Öle üben eine regulierende Wirkung auf das Immunsystem aus, so dass es sich besser wehren kann, falls die Keime in der jeweiligen Klinik präsent sind. Nach einer Operation würde ich auf alle Fälle die Haut in der Nähe der Wunde (kann ruhig 20 bis 50 cm entfernt sein) mit ätherischen Ölen pflegen, vorzugsweise natürlich mit Lavendel, frischem und hochwertigem Teebaumöl und Immortelle. Manuka wäre auch noch ein direkter Anti-MRSA-Kandidat. Bereits ein Tropfen eines wohltuenden Öles auf ein Taschentuch getropft und ab und zu inhaliert bringt die Anti-Keim-Moleküle ins Blutsystem und kann abwehren helfen.

Übrigens weder Nelke noch Zimtblätter kurz vor oder nach der OP verwenden, das enthaltene Eugenol darin könnte im ungünstigen falle die Blutgerinnung minimal hemmen, auch wenn es prima gegen Keime wirkt (auch kein Tulsi-, Bay- und Pimentöl).

Pfefferminze- und Ingweröl wirken optimal gegen die Übelkeit nach der Narkose oder auch bei starker Medikation (beispielsweise 50 ml Pfefferminzehydrolat und/oder etwas Wodka mit 8 Tropfen Pfefferminzeöl und 2 Tropfen Ingweröl verschütteln und in der Nähe des Gesichtsbereiches zum Einatmen versprühen (nicht in der Nähe der Augen!). Oder Pfefferminze- mit Zitronenöl verwenden, diese Mischung erfrischt und klärt den benebelten Geist, sie ist auch gut als Handspray zu verwenden.

Neroliöl, eventuell mit Mandarinenöl gemischt, gilt als optimales Seelenstütze-Öl vor einem Eingriff.

  • Zu den zahlreichen Artikeln über MRSA kommt man hier. (durch Klicken auf die folgenden gefetteten Wörter kommt man auf die betreffenden Stellen). Im Kommentarefeld ist der seltene Thymian Thymus zygis empfohlen, ich habe hier einmal darüber geschrieben.
  • Immortelleöl als Erste-Hilfe bei Traumata (Schnitte, blaue Flecken, stumpfe Verletzungen, seelische Verstümmelungen, entwürdigende Situationen) ist sicherlich ein Muss nach den meisten Operationen, hier steht mehr dazu, eine Unfall-Immortelle-Rezeptur steht hier.
  • Zur Vorbeugung gegen Verbrennungsschäden bei Tumoren der Brust, des Gehirnes, der Genitalien etc kann hier nachgelesen werden.
  • Zur Wundheilung kommt Lavendel mit Cistose in Frage, hier mehr zur Cistrose.
  • Um etwas gegen die Ängste und Schlafprobleme zu tun, wären Vanille, Mandarine und Lavendel geeignet, hier mehr dazu. Über die Lavendelkapseln, die zur Prophylaxe bereits vorher eingenommen werden können, gibt es hier mehr zu lesen.

Ich habe kürzlich von einer Ärztin den Tipp bekommen, vor jedem Klinikbesuch einen Abstrich und Blutstatus bezüglich MRSA machen zu lassen. Wenn es nach der OP zu einer Infektion kommt, kann man besser nachweisen, dass man sich den Keim dort eingefangen hat. Moderne Zeiten!

aromapflege-begleitung auch (und gerade) bei schweren krankheiten


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyMenschen, die ätherische Öle in der Pflege von Kranken anwenden, werden gerne belächelt. Verantwortliche Ärzte/innen und auch Pflegedienstleitungen lassen entsprechende Wünsche nach diesem Engagement gerne abblitzen, vor allem in nördlichen und östlichen Gebieten Deutschlands (kein Mensch weiß das sehr augenfällige Nord-Süd-Gefälle bei naturheilkundlichen Behandlungen zu erklären). Wie bereits öfters hier erläutert, können ätherische Öle zwar keine “hoffnungslosen” Krankheiten heilen, sie können dennoch kleine Wunder und vor allem neue Hoffnung geben. Denn der Verlauf von sehr belastenden Zuständen wird durch eine fachgerechte Aromapflege fast immer extrem positiv beeinflusst. Zudem vermag die BeHANDlung mit ätherischen Ölen auch schwerst erkrankten Patienten/innen ein Stück WÜRDE zurückgeben. Dieses Grundrecht des Menschen, in §1 des deutschen Grundgesetzes festgehalten, gerät zusehends in den Hintergrund. Kranke Menschen werden immer mehr verwaltet und dienen vor allem einem Zweck: der Aktiengesellschaft Krankenhaus zu noch besseren schwarzen Zahlen zu verhelfen und einer unanständig reichen Industrie zu noch mehr Gold zu verhelfen. Und das, obwohl das Recht auf Würde, gerade in kranken Zeiten, einklagbar wäre, Artikel 1, (1) sagt: “Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

Nur Pflege die nicht zusätzlich schmerzt, vielmehr Pflege die sogar gut tut, Pflege, die Körper und Seele gleichermaßen betreut, entspricht dem Grundgesetz! Wenn grausame Krankheiten mit einfachen (und vergleichsweise preiswerten) Mitteln gelindert werden können, warum wird es dann nicht viel öfter getan? Einen engagierten Einsatz möchte ich hier zeigen, der zwar wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken mag, aber für den betroffenen Patienten Großes bedeutet. Anja K. hat die Schritte fotografisch festgehalten (wer empfindlich ist, bitte ab jetzt weg schauen!), ich darf sie mit Einverständnis des Patienten, der am Charcot-Fuß leidet, zeigen. Fast immer ist diese Deformierung samt Knochenbrüchen eine Begleiterscheinung von schwerem Diabetes. Die Schmerzen dabei sind zum Glück nicht ausgeprägt, doch die Infektionsgefahr ist riesig und oft droht eine Amputation.

A patient with the neuropathic athropathy called Charcot foot (occurs mostly with patients who suffer from serious diabetes) was discharged from hospital with no further recommendations as to how take care of the horrendous condition of his foot. Nurse Anja, K. looked after him and treated him with the following two recipes of essential oils, each mixed in 500 g (about a pound) of sea salt and 30 ml apricot kernel and St. John’s worth respectively.

AiDA AromatherapyIn diesem Zustand stellte man Anja K. den Patienten vor: 2. Mai, Entlassung aus dem Krankenhaus, Zustand nach Rivanol-Behandlung. Es gab keinerlei Empfehlung zur weiteren Pflege. Nach einem Kernseifenbad zum Lösen extremster Verkrustungen (man sah kaum noch Haut) wurden diese Fotos gemacht. Das aromapflegerische Konzept sah ein regelmäßiges Fußbad vor, das gleichermaßen die Haut wieder aufbauen hilft und Keimen entgegenwirkt. Auf 500g Meersalz und 30 ml Aprikosenkernöl wurden folgende ätherische Öle gemischt:

  • 10 gtt Lavandula angustifolia (Lavendel fein), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 6 gtt. Pelargonium graveolens (Rosengeranie), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 6 gtt. Cymbopogon martinii (Palmarosa), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 6 gtt. Melaleuca viridiflora (Niaouli), hautfreundlich, antiinfektiös
  • 6 gtt. Melaleuca alternifolia (Teebaum), hautfreundlich, sehr breitflächig antiinfektiös
  • 6 gtt. Thymus vulgaris Ct. Linaool (Thymian mild), hautfreundlich, sehr breitflächig antiinfektiös

Ein gestrichener Esslöffel von dieser Salzmischung wurde auf 5 Liter warmes Wasser gegeben und die Füße darin ein bis zweimal darin für circa fünf bis zehn Minuten gebadet. Damit die ohnehin schorfige Haut nicht zu sehr austrocknet (Salz hilft zwar, dass die Öle sich gut in Wasser auflösen, trocknet jedoch aus), sollte abwechselnd ein Bad ohne Salz gemacht werden, in diesem Falle wurden nur 3 Tropfen Lavendelöl in einem Esslöffel Honig aufgelöst und in die 5 Liter Wasser gegeben. Guter Honig verstärkt die antibakterielle Wirkung. Nach zwei Wochen sah der Fuß dann so aus (after two weeks of bathing in the above mixture  the foot looked like that):

AiDA AromatherapyDie Meersalzmischung war nach sieben Wochen aufgebraucht und Anja K. mischte eine neue Variante in 500 g Meersalz und 30 ml Johanniskrautöl:

  • 4 gtt. Lavandula angustifolia (Lavendel extra), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 6 gtt. Pelargonium graveolens (Rosengeranie), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 4 gtt. Achillea millefolium (Schafgarbe), auf chronische Prozesse regulierend wirksam, entzündungshemmend
  • 4 gtt. Melaleuca alternifolia (Teebaum), hautfreundlich, sehr breitflächig antiinfektiös
  • 5 gtt. Cymbopogon martinii (Palmarosa), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 4 gtt. Thymus vulgaris Ct. Linaool (Thymian mild), hautfreundlich, sehr breitflächig antiinfektiös
  • 4 gtt. Daucus carota (Karottensamen), auf chronische Hautprobleme stark regulierend wirksam
  • 3 gtt. Matricaria recutita (Kamille blau), auf chronische Prozesse regulierend wirksam, entzündungshemmend

Der Fuß sah inzwischen so aus (after seven weeks the first recipe was replaced by the mixture above and the foot looked like that):

AiDA Aromatherapy

The Ehefrau des Patienten kümmert sich nun um die Fußbäder ihres Mannes, welche mindestens zweimal wöchentlich durchgeführt werden müssen, da die Haut schnell rückfällig wird. Nicht nur die beiden sind vom Erfolg begeistert, sondern auch deren Hausarzt. Und hier sind wir wieder beim Thema Würde: Diese Behandlung tut nicht nur nicht weh oder ist sonst irgendwie unangenehm, nein, sie duftet ja ganz fein und hat dadurch sogar einen Spaßfaktor. Die Compliance, also das selbstverantwortliche Mitmachen, fällt somit (relativ) leicht. Der Mensch bekommt ein “Werkzeug”, seine Gesundheit (in bestimmten Maßen) selbst in die Hand zu nehmen. Nach bislang vier Monaten ist die Lage immer noch recht stabil (The pics below show the foot after 4 months. The patient’s wife takes care that he bathes his foot at least two times per week as the condition tends to reoccur quite fast. Above I discussed the role of dignity in a patient’s care – aromatherapy is a relatively cheap treatment with great effects and even ‘happylizing’ side-effects – and a regime is quite easy to follow as the fragrance is nice so the patient’s compliance is easier to achieve as with ‘bitter medicines’ which might even hurt). 

AiDA Aromatherapy

verträglichere bestrahlung bei krebs mit ölen


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyFast jede(r) mit einer seriösen Ausbildung in Aromapflege lernt, dass Niaouliöl ein starker Helfer zur Verhinderung von Strahlenschäden ist, wie sie bei der konventionellen Therapie von Tumoren meistens vorkommen. Wenn dazu noch fettes Sanddornöl und Aloe vera-Gel verabreicht werden, kann es sein, dass Ärzte an der Funktionstüchtigkeit ihrer Maschinen Zweifel hegen. Oder, wie in Falle von zwei mir bekannten Brustkrebs-Patientinnen geschehen: Sie sollten zunächst nicht zur Reha zugelassen werden, da der Arzt sie “erstmal zur Bestrahlung” schicken wollte (die bereits erfolgt war, jedoch ohne die schwerwiegenden und erwarteten Verbrennungsnarben). Wegen häufiger Anfragen zu diesem wichtigen Thema erinnere ich an dieser Stelle an die vier wichtigen Zutaten:

  • Melaleuca leucadendra (Bio-Niaouliöl), circa 1-prozentig
  • Hippophae rhamnoides (Sanddornöl), circa 1-2-prozentig (kann auch mehr sein, macht aber starke Flecken in weiße Wäsche)
  • Lavandula angustifolia (Lavendelöl), circa 1-prozentig
  • Aloe barbadensis (Aloe vera), nur als naturreines Gel (ohne reizende Konservierungsstoffe, ohne chemische Carbomere) für die betroffenen Stellen im Pumpspender (von Pharmos, Farfalla oder Santaverde), zum Einnehmen als “Saft” (in jedem Bioladen und Reformhaus oder hier und hier und hier)

Man verwendet am besten Johanniskrautmazerat (Hypericum perforatum) als Trägeröl (oder einfach ein gutes natives Bio-Olivenöl) und mischt es mit dem Sanddornöl und den beiden ätherischen Ölen, beispielsweise

  • 10 ml Johanniskrautmazerat
  • 5 Tropfen Sanddornöl
  • 3 Tropfen Melaleuca leucadendra
  • 1-3 Tropfen Lavendelöl

Es gibt nicht “das Rezept”, darum nur grobe Angaben, alle Zutaten sind hoch verträglich, selbst bei leichter Überdosierung; sie müssen jedoch recht neu, also nicht oxidiert, sein (keinesfalls älter als ein Jahr). Man reibt diese Mixtur zwei bis drei Wochen vor der Bestrahlung ganz sanft und vorsichtig entweder die betroffene(n) Stelle(n) ein oder die Haut drumherum (falls der behandelnde Arzt die Direkt-Applikation nicht wünscht) ein. An den Bestrahlungstagen selbst könnte die Mischung auch angewendet werden, dies stößt jedoch meistens auf Widerstand (dann sollte sie sicherheitshalber nur mit Olivenöl hergestellt werden und nicht mit dem bei ultra-sensibler Haut photosensitivierend wirkenden Johanniskrautöl). Erfrischend, kühlend und lindernd ist auf alle Fälle das Aloe vera-Gel, das nach Gefühl und Bedarf pur und so oft und so lange wie nötig aufgetragen werden kann. Die Ölemischung kann dann auf alle Fälle in den Bestrahlungspausen eingeschmiert werden, beispielsweise an den Wochenenden. Und sie sollte nach Beendigung der Radiotherapie noch mindestens zwei Wochen verwendet werden. Diese Anwendungen sind grundsätzlich auch für Kinder geeignet.

Diese Schutzmaßnahmen wurden bekannt gemacht durch die unermüdliche onkologische Krankenschwester aus dem Köln-Bonner-Raum, Gisela Blaser. Sie hat jahrelange Erfahrungen mit großen und kleinen Patienten und hat auf vielen Vorträgen beeindruckende Fotos zum Thema “Bestrahlungstherapie ohne negative Folgen” gezeigt. Sie hat auch die Adresse verraten, wo man praktischerweise eine fertige Mischung mit diesen Zutaten bestellen kann:  bei der Merlin Apotheke in Bonn (0228-9081200) oder bei Apothekerin Dorothea Hamm in Karlsruhe  (0721-357521) Frau Blaser empfiehlt zusätzlich, eine Woche vor der Bestrahlung 2 x täglich je 25 ml Aloe vera-Ursaft einnehmen. An den Tagen der Bestrahlung 3 x 25 ml Saft einnehmen. Auch das Sanddornöl kann tropfenweise (einige Tropfen beispielsweise im Frühstücksmüsli) eingenommen werden. Die nordost-europäische Wunderfrucht, die derzeit an den dornigen Sträuchern reift, soll wegen ihre Schutzes vor Weltraumstrahlenschäden bekannt geworden sein, russische Kosmonauten hatten sie im Gepäck.

Diese Empfehlungen sind ein gutes Beispiel dafür, dass Aromapflege/Aromatherapie keine schweren Krankheiten wegzaubern kann, dass jedoch durch diese Unterstützung die PatientInnen einen enormen Zuwachs an mehr Lebensqualität gewinnen können: weniger/keine Narben, weniger/keine unnötigen Schmerzen, weniger Fälle von MRSA im Wundgebiet, mehr Gefühl von “man kümmert sich um mich”, eine Spur mehr Gelassenheit im Umgang mit der Krankheit etc Somit bekommen der kranke Körper und auch die verzweifelte Seele mehr Zeit und Ruhe, sich um ihre so wichtigen Selbstheilungsmechanismen zu kümmern.

The essential oil of Melaleuca leucadendra is well known in France, it even has a brand name: Goménol (as it used to be imported from the French colony of Gomen in New Caledonia). It became a panacea long before the virtues of lavender oil got widely known. In Germany it became known as one of the most efficient and at the same gentle oils to prevent radiation burns (a common breast cancer and brain tumor treatment). I know two women whose GPs thought they hadn’t undergone their prescribed treatment as their skin didn’t show the usual burned-reddish look with scars. The diluted oil should be applied around the cancerous area before the radiation starts, in the treatment breaks and after the therapy. It should be accompanied with the internal use of aloe vera juice (a small glass every day). Whenever the skin feels hot and sore a high quality organic aloe vera gel can be applied. Not only does the skin feel and look better on the affected areas but the risk of contamination with hospital bugs like MRSA is strongly reduced. This is so important as the battle against cancer is hard enough so another “theater of war” can be avoided.

  • 10 ml organic olive oil or St. John’s infused oil
  • 5 drops sea buck thorn carrier oil 
  • 3 drops Melaleuca leucadendra
  • 1-3 drops Lavandula angustifolia

Sea buck thorn is a shrub with greyish leaves and orange coloured small beries which carry many essential nutrients. The oil is pressed out of the flesh, it is of a deep orange colour and highly protective against any kind of burns. It is said that its uncommon medicinal properties were discovered during the period of the cold war when astronauts and cosmonauts were competing to always be the first with their discoveries. The Americans apparently had no real solution against the radiation threatening their astronauts, the Russians had Sea buck thorn berries or extracts on board and thus were able to protect their teams. The oils not only contains different carotinoids but also plenty of vitamin E and B12 (which is more than rare in plants).

jeder kennt SIE, kaum jemand kennt ES: karottensamenöl


AiDA Aromatherapy Eliane ZimmermannJeder Mensch hat wohl schon Karotten (Möhren) gegessen. Vielen AromafreundInnen ist jedoch das ätherische Öl aus den Samen dieser Wildform der Karotte unbekannt oder nicht angenehm. Ich oute mich auch als nicht gerade Fan dieses Öles. Ein Grund mehr, ihm einen eigenen ausführlichen Blogeintrag zu gönnen, zudem diese hübsche Wildpflanze gerade wie ein Weltmeister bei uns blüht. Einer der Hinweise im letzten Post war zudem, dass hier zu wenig Informationen über ätherische Öle für Kinder stehen. Stimmt! Das liegt daran, dass dieses Thema mein dritter Aroma-Herzenswunsch ist, endlich mein Manuskript über ätherische Öle für Kindersorgen fertig zu stellen.

AiDA Aromatherapy Eliane ZimmermannFast jedes Baby bekommt als erste feste Nahrung ein Möhrenbreichen. Mit ähnlicher Berechtigung könnte neben Rosen- und Lavendelöl ein Fläschchen Karottensamenöl auf dem Wickeltisch mit im Bunde sein. Denn ab dem ersten Krabbler gibt es im Kleinkindleben ständig kleine (und leider auch manchmal große) uMfälle (von umfallen) und Unfälle. Dieses Öl, mit etwas Lavendel vermischt, kann helfen, die von Erst-Eltern so gefürchteten Narben zu verhindern (bei den nächsten Kindern ist man meistens etwas nachlässiger ;-) ).

  • 10 ml Johanniskrautmazerat (Hypericum perforatum), schmerzlindernd, wundheilend
  • 1 Tropfen/drops Karottensamenöl (Daucus carota), wundheilend
  • 1-2 Tropfen/drops Lavendelöl (Lavandula angustifolia), schmerzlindernd, desinfizierend, wundheilend

Immer wieder auf die schmerzende Stelle oder rund um die blutende Wunde auftragen und auch später auf die verheilende Narbe. Heile-heile-Gänschen und die Haut wird bald wieder gut.

Bei wundem Babypo kann es hilfreiche Dienste bieten (sore baby skin):

  • 10 ml Calendulamazerat (Ringelblumenöl, Calendula officinalis), beruhigend & wundheilend
  • 1 Tropfen/drops Sandelholzöl (Santalum album), die Haut und die “wunde Seele” stabilisierend
  • 1 Tropfen Karottensamenöl (Daucus carota), reguliert “Entgiftung” der Leber und der Haut
  • 1 Tropfen Rosendestillat (Rosa x damascena), gegen Hautkeime, heilt innen und außen

Bei Hautkrankheiten wie Ekzemen und Psoriasis wirkt dieses Öl sehr stabilisierend (sore skin, exzemas and psoriasis):

  • 8 ml Jojobaöl (Simmondsia chinensis), wundheilend
  • 1 Tropfen/drops Karottensamenöl (Daucus carota), reguliert “Entgiftung” der Leber und der Haut
  • 1 Tropfen Patchouli (Pogostemon cablin), gegen Pilze/Hautkeime, hautpflegend-beruhigend-kühlend, fördert die Fähigkeit zur seelischen Abgrenzung
  • 1 Tropfen Petit Grain (Citrus aurantium flos), sanft antibakteriell, reguliert die Hautregeneration, gleicht seelische Hochs und Tiefs aus
Karottensamenöl kann auch ausgezeichnet zur Prophylaxe gegen Wundliegen (Decubitus) und Wundreiben (Intertrigo) sowie zur Pflege von künstlichen Ein- und Ausgängen in den Körper eingesetzt werden (Stomapflege), ist also auch ein preiswertes und vielseitiges Öl in der Seniorenpflege.

AiDA Aromatherapy Eliane ZimmermannDecubitusprophylaxe (prevention of bedsores)

  • 10 ml Johanniskrautmazerat (Hypericum perforatum), schmerzlindernd, wundheilend
  • 1 Tropfen/drops Karottensamenöl (Daucus carota), hautregenerierend
  • 1 Tropfen Niaouliöl (Melaleuca leucadendron), leicht durchblutungsfördernd
  • 1 Tropfen Rosengeranienöl (Pelargonium x graveolens), gegen Hautkeime, hautregenerierend, verbessert den Duft
  • 1 Tropfen Weihrauchöl, leicht durchblutungsfördernd, hautregenerierend

Intertrigoprophylaxe (prevention of  excoriations)

  • 10 ml Calendulamazerat (Ringelblumenöl, Calendula officinalis), beruhigend & wundheilend
  • 1 Tropfen/drops Karottensamenöl (Daucus carota), hautregenerierend
  • 1 Tropfen Zypressenöl (Cupressus sempervirens), vermindert die Schweißbildung
  • 1 Tropfen Palmarosaöl (Cymbopogon martinii), gegen Hautkeime, hautregenerierend, verbessert den Duft

Auch wenn der erdige Duft nicht gerade an Schönheitssalon und Luxuscreme erinnert, ist es auch eines der ganz wichtigen Öle mit pflegender, verjüngender, faltenglättender und stimmungsaufhellender Wirkung (luxurious beauty and anti-aging oil):

  • 10 ml Arganöl (Argania spinosa)
  • 10 ml Wildrosenöl (Rosa rubinginosa)
  • 10 ml Chiasamenöl (Salvia hispanica)
  • 10 Tropfen/drops Sanddornöl (Hippophae rhamnoides)
  • 2 Tropfen Karottensamenöl (Daucus carota)
  • 2 Tropfen Amyrisöl [oder Sandelholz] (Santalum album)
  • 2 Tropfen Neroliöl (Citrus aurantium flos)
  • 2 Tropfen Osmanthusabsolue (Osmanthus fragrans)
  • 1 Tropfen Ylang Ylang-Öl (Cananga odorata)

AiDA Aromatherapy Eliane ZimmermannIn seinem wunderschönen Buch “Wesen und Signatur der Heilpflanzen“, dessen Schutzumschlag ein hübsches Foto der Blüte der wilden Möhre ziert, schreibt der engagierte Arzneipflanzenforscher  Roger Kalbermatten: “Das Wesen der wilden Möhre ist die Zentrierung von Bewusstseinskräften… die gerade in unserer Zeit sehr aktuell ist.”

AiDA Aromatherapy Eliane ZimmermannTatsächlich zeigen die kunstvoll wie mit kostbaren Spitzen besetzten Doldenblüten zwei ungewöhliche und auffällige Merkmale: Eine tief dunkelrote Blüte befindet sich – irgendwie wie ein Fremdkörper – inmitten der weißen oder hellrosa Dolde. Zudem stülpt sich nach dem Verblühen der ganze Blütenschirm mittelwärts, er biegt sich auf dieses blutrote Zentrum zu, die Blütendolde bewegt sich! Somit kann man auch die wertvolle homöopathische Urtinktur (von Ceres, in der Apotheke) für Zustände und Lebenslagen einnehmen, in denen man sich nicht mehr “bei sich selbst” fühlt, nicht mehr zentriert ist (3 Wochen lang 3x täglich 5 Tropfen einnehmen).

This post is about the quite unknown essential oil of the tiny seeds of the wild carrot which is one of the mildest but most effective treatments for any skin conditions – from tiny children to elderly people or just for beauty purposes for everybody. The umbelliferous flowers of this wild herb are just flowering now in my garden. They possess a funny deep red flower in the middle towards which the whole bloom folds when is was pollinated. It then looks like a nest which shows one of the uses of essential oil and of the precious tincture: If you don’t feel centered, not like yourself, than this is your remedy! On the more physical realm it is an excellent treatment for sore baby skin, as a treatment of exzemas and scars, and as a helpful means of prevention of bedsores and excoriations.

duftstoffe in weichspülern und waschmitteln


Wie soll sich unsere wunderbare Tätigkeit oder gar unser Traumberuf, das Pflegen und Heilen mit natürlichen ätherischen Ölen, endlich in good old Germany (and Austria and Switzerland) etablieren, wenn die zuständigen Verantwortlichen/Chefs (Pflegedienstleitungen/Chefärzte) durch Werbung für solche Produkte zu völlig falsche Annahmen verleitet werden??? Und KonsumentInnen für blöd verkauft werden?

Als ob sich mit dem letzten Waschmaschinengang etwas therapieren lässt! Als ob natürliche ätherische Öle den Duft dieser Weichspüler ausmachen würden! Vielmehr würden die Kunden die Nase rumpfen, denn natürliche Duftstoffe würden sich wenige Stunden nach der Wäsche aus dem Gewebe verflüchtigen, jedoch das Gegenteil ist gewünscht: Der Duft soll tagelang (oder am liebsten noch länger) im Schrank vor sich hin duften und möglichst lange das Gefühl von Sauberkeit und Frische suggerieren. Würde man diesen Effekt auch nur annähernd mit natürlichen Öle erzielen, wäre das Produkt viel teurer und würde aufgrund der hohen Dosierung sogar hautreizend sein.

 Auf der Website des Chemieriesen befindet sich sogar eine Erläuterung zu “Aroma Therapie” und zum menschlichen Geruchssinn, (man beachte den Tippfehler in der Überschrift!). In einem esoterisch anmutenden Gesäusel (“Ätherische Öle sind in ihrer Feinstofflichkeit das Essentiellste, was die Natur dem Menschen überlassen kann“) wird – zumindest indirekt – suggeriert, dass das Produkt natürliche Duftstoffe enthielte und sogar stress- und angstlösend wirken könne. Wenn demnächst der Chefarzt am pflegend-heilenden Einsatz unserer ätherischen Öle zweifeln sollte, kann man es ihm fast nicht verübeln. Ach, hätten wir doch einen Berufsverband, der solche irreführenden Produktnamen und Behauptungen eindämmen würde!

Etwa 570 Millionen Euro setzt die Industrie mit Weichspülern und anderen Waschhilfsmitteln jährlich in Deutschland um. In jedem zweiten deutschen Haushalt werden regelmäßig Weichspüler eingesetzt. Früher waren kationische Tenside, die aus Erdöl gewonnen wurden, für den Weichmacher-Effekt verantwortlich. Immerhin wurden inzwischen diese giftigen, gewässerschädigenden und hautreizenden Stoffe durch Esterquads, die aus Tier- oder Pflanzenfetten gewonnen werden, ersetzt (Ökotest). Doch die langlebigen Duftmoleküle können nach meiner Information nur sehr unzureichend in Kläranlagen aus dem Abwasser heraus gefiltert werden. Die winzigen Parfüm-Moleküle gelangen in die Gewässer und beduften die Lebensräume der Fischwelt reichern sich im Fettgewebe von Fischen an. Wir essen dann die Fische oder nehmen deren hochkonzentrierte Omega-3-Fettsäuren als gesundheitsfördernde Kapseln zu uns.

Warum eigentlich überhaupt weichspülen? In den meisten Haushalten werden heutzutage stromfressende zeitsparende Wäschetrockner eingesetzt, diese machen die Wäsche so extrem fluffig, dass sie mir wie bereits getragen vorkommt. Ich trockne unsere Klamotten lieber in Wind und Sonne, trotz des wesentlich höheren Aufwandes. Und wenn ich Lust auf Duft habe, gebe ich einige Tropfen Lavandinöl in etwas Solubol (erhältlich bei Ronald Reike) vermischt in die Weichspülerkammer unserer Waschmaschine. Ich habe sogar eine Wäscheduftmischung parat stehen, von dieser verwende ich ab und zu einige Tropfen:

  • 8 ml Lavandin (Lavandula latifolia)
  • 1 ml Patchouli (Pogostemon cablin)
  • 1 ml Ylang Ylang (Cananga odorata) [blumig/flowery]
  • oder/or 1 ml Rosmarin (Rosmarinus officinalis Ct. Borneon) [frisch/fresh]

Statt Solubol kann man übrigens auch einen Esslöffel eines möglichst wenig bedufteten Haare-Conditioners verwenden. Übrigens: Keine monoterpenreichen und monoterpenaldehyd-haltigen ätherischen Öle, vor allem Zitrusöle (und Lemongrass, Zitroneneukalyptus etc), in die Waschmaschine geben, die Kunststoffteile könnten angegriffen und verklebt werden.

Why do so many people use conditioners for their laundry? (Fifty percent of all households in Germany). Besides being harmful to the marine life (the long living perfume molecules cannot be cleared in the sewage treatment plants and contaminate rivers and fishes) they are not necessary. Some manufacturers even claim that their products are “aromatherapy” which is not the case – of course. You can make your natural laundry perfume with the above essential oils if you disperse a few drops of this mixture in a spoon full of an unscented hair conditioner and place it into the compartment for the last rinse of your washing mashine. But do not use essential oils which are rich in monoterpenes and aldehydes, especially not citrus oils and lemongrass (and the likes), they might destroy the plastic parts of your indispensable domestic helper. 

 

 

 

 

deo ohne aluminium und parabene selber machen


Ich habe mir kürzlich die Zeit genommen, das riesige Deodorant-Regal in einer Filiale einer bekannten deutschen Drogeriemarkt-Kette zu durchforsten (schon beschämend, was unsere “Zivilisation” allein auf diesem kosmetischen Sektor anzubieten hat). Es ging darum, Produkte zu finden, die einerseits frei von Aluminiumsalzen sind und auch dem Gehalt von Parabenen wollte ich auf die Spur kommen. Letztere verschwinden derzeit aus der französischen Kosmetik, ja sie werden geradezu angeprangert (die Werbung unten links besagt: Es steckt soviel Liebe in diesem Topf, dass noch niemals Platz für Parabene oder Konservierungstoffe darin war [schmunzel]). Im Jahr 2004 wurden diese recht gut verträglichen und beliebten Konservierungsstoffe im kranken Gewebe von Brustkrebspatientinnen gefunden, sie können hormonartig wirken. Da nicht sein kann was nicht sein darf kamen aber bald – vor allem von kosmetisch orientierter Industrieseite – Entwarnungen. Auch das deutsche Institut für Risikobewertung, das gerne Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen auf die Gefahrenliste stellt, sieht keinen Handlungsbedarf. In Frankreich scheinen die Konsumentinnen das anders zu sehen, mir ist jedenfalls aufgefallen, dass die weltweit bekannteste Marke sogar explizit damit wirbt, dass diese Stoffe nicht in einem ihrer Produkte enthalten sind.

Egal wie frau persönlich die Gefahr durch solche Abkömmlinge eines Duftstoffes einschätzt, sie sollte sich jedoch mal Gedanken machen, was Antiperspirants mit 24-, 36- oder gar 72-Stunden-Wirkung an ihrem Körper anrichten. Ein für viele kleine und fettlösliche Moleküle gut aufnahmebereites Gewebe (reichlich Poren und Öffnungen der Schweißdrüsen und Haare/Haarkanäle, die den Weg nach innen ebnen, egal ob sie vorhanden sind ob abrasiert werden) wird tagtäglich mit künstlichen Duftstoffen traktiert. Viele davon, die teilweise verbotenen Moschusketone, reichern sich fleißig im Brustgewebe an und sind nicht zu knapp in der Muttermilch nachweisbar. Zudem verschließen die typischen Deowirkstoffe wie diverse Aluminiumsalze diesen Weg nach außen, sie unterbinden also ein wichtiges Entgiftungsprinzip des Körpers. Hier bitte mal nachdenken: Das was raus soll/muss, darf nicht ausreichend raus und das was nicht reingehört, wird tagtäglich nachgeliefert.

Ein drittes Problem steckt in eher hochpreisigen Deos (und Gesichtscremes): Triclosan, streng genommen ein Medikament zur Mikrobennabwehr. Es erhöht vermutlich die Resistenz bestimmter Bakterien gegen einige Antibiotika. Es ist übrigens auch in Funktionswäsche, Teppichen, Handdesinfektionsmittel etc enthalten. Alles in allem sind moderne Deos also ungünstige Chemiecocktails ausgerechnet an extrem sensiblen Stellen unseres Körpers. Die unmittelbare Nähe zum sehr empfindlichen Brustgewebe, das durch seine gute Durchblutung und seinen hohen Anteil an Körperfett, besonders anfällig für “molekulare Angriffe” zu sein scheint, sollte Frauen wirklich mal zum Reflektieren bringen, ob wir uns dem “Hygieneterror” so ganz mit Haut und Haaren beugen sollten. Natürlich soll niemand schweißeln oder gar stinken und ab und zu mal ein 24-Stunden-Deo zu benutzen ist sicher nicht allzu schädlich. Niemand möchte oder sollte beim Bewerbungsgespräch vor sich hin müffeln. Doch muss es wirklich dauernd, immer, ständig sein? Keine Pause zum “Durchatmen” für das empfindliche Gewebe? Wenigstens sollten die Überreste abends aus den Achseln gewaschen werden, damit diese Hautpartie nachts zur Ruhe kommt. Und ab und zu, vielleicht am Wochenende oder im Winter, sollten wir uns “chemiefreie” Deos gönnen. Vielleicht wäre ein häufigerer Einsatz von Wasser und Seife (und Waschlappen) auch nicht schlecht, gerade heutzutage, wo es fast überall gut zugängliche Bäder/Waschmöglichkeiten gibt, ist ja streng genommen so eine Deo-Versiegelung gar nicht nötig. Die in den letzten zehn Jahren wirklich erschreckend hochgeschnellte Zahl an Brustkrebserkrankungen gibt jedenfalls mir sehr zu denken.

Der Winter könnte also eine gute Zeit zu sein, mal ein selbst gemachtes Deo auszuprobieren. Allerdings muss frau sich auf zwei bis drei Wochen einer stärkeren “Entgiftung” einstellen, also ist eventuell öfters waschen angesagt, es kann ein regelrechter Entzug stattfinden. Zudem stoppt es nicht die Transpiration, also feucht wird es schon. Nur die den Geruch produzierenden Bakterien werden eliminiert oder zumindest sehr in ihrer Arbeit eingeschränkt. Möglicherweise wird sich die Nase dennoch etwas rümpfen, denn sie hat ja den eigenen Körpergeruch immer durch eine “chemische Brille” wahrgenommen. Die schnellste und einfachste Methode ist die Herstellung eines Sprays. Einfach in einer 50-Flasche mit Sprühaufsatz folgende Zutaten verschütteln:

  • 25 ml Rosenhydrolat (oder ein anderes Hydrolat wie Melisse, sehr zusammenziehend auf die Poren wirkt Hamameliswasser, hier [ohne Alkohol] oder hier [mit etwas Alkohol] erhältlich)
  • 25 ml Wodka
  • 1 knapper Teelöffel Natriumbicarbonat (Backnatron) [basischer pH]
  • oder 1 Messerspitze Zitronensäurepulver oder 1 Esslöffel Apfelessig (saurer pH)
  • 5 Tropfen Zedrat- oder Zitronenöl oder 3 Tropfen Zitronenmyrte
  • 5 Tropfen Rosengeranien- oder Lavendelöl
  • 3 Tropfen Zypressen- oder Salbeiöl (letzteres in thujonarmer Qualität)
  • 2 Tropfen Patchouli- oder Zedernöl

Mit der folgenden umkomplizierten Rezeptur erhält man eine Deocreme, die immer mit einem kleinen Spatel aus dem Gefäß entnommen werden sollte.

Sheabutter und Kakaobutter vorsichtig zusammenschmelzen, ab und zu mit sehr sauberem Löffel/Spatel umrühren. Das geht gut auf der Heizung oder in einem sehr sauberen (Marmeladen/Senf)Schraubglas im warmen (nicht heißen) Wasserbad.

Die pulverigen Zutaten gleichmäßig in dieses gelbliche Ölgemisch einrühren. Es bekommt zunächst eine wunderbar sahnige Konsistenz, wird dann jedoch fester. Nach kurzer Abkühlung mit den obigen (oder anderen) ätherischen Ölen beduften, gut umrühren und in ein schönes Glasgefäß füllen. Ich habe für ein feines Luxusgefühl statt Rosengeranie oder Lavendel 1 Tropfen des kostbaren und seltenen Magnolienblütenöles (Magnolia alba, Florame) und 5 Tropfen Vanilleessenz (Farfalla) rein gegeben und alles in drei kleine 10-g-Gefäße gefüllt, so habe ich neben dem Rest im großen Schraubglas (für mich) noch kleine Mitbringsel. Übrigens: Bei Verwendung von Zitrusölen keine billigen Kunststoffgefäße verwenden, sie können durch die Zitrusterpene angegriffen werden. Einige Infos zu Kakaobutter und Sheabutter sowie Bestellmöglichkeiten befinden sich auf meiner kleinen Öle-Shopseite.

Recetas de la Aromaterapia para hacer desodorantes naturales

(traducion de Andrea Berndl del Blog Cosmetica natural casera

Algunos de los ingredientes peligrosos que se encuentran en desodorantes son el Aluminium Clorohydrate, Triclosan y Nitroalmizcles y almizcles policíclicos (lee mas en Ingredientes toxicos en cosmeticos en este blog). Una forma de evitar que nos exponemos dia tras dia a ellos, es recurrir a la aromaterapia y la cosmetica casera.

La aroma terapeuta, escritora y fundadora de AiDA (Instituto Internacional de Enseñanza de Aromaterapia) Eliane Zimmermann ha publicado en su libro “Aromatherapie für Sie”* (=Aromaterapia para ella) dos recetas interesantes para hacer desodorantes naturales. Ha sido tan amable de permitir la publicacion de estas recetas en este blog:

1. Desodorante natural en Spray

  • 25ml Agua floral de Rosas
  • 25ml Wodka
  • 1 cucharadita Bicarbonato de Sodio
  • 5 gotas Aceite esencial de Geranio (Pelargonium graveolens)
  • 5 gotas Aceite esencial de Lavanda (Lavanda angustifolia)
  • 3 gotas Aceite esencial de Mirto-Limón (Backhousia citriodora)
  • 2 gotas Aceite esencial de cedro (Cedrus atlantica)

Mezclar todos los ingredientes en un bote de spray de 50ml y agitar.
El Bicarbonato de sodio se podria sustituir por 1/2 cucharadita de acido citrico.

2. Crema de desodorante natural

  • 20g Manteca de karité
  • 15g Manteca de cacao
  • 1 Cucharra sopera Almidon de maiz
  • 1 Cucharra sopera Bicarbonato de Sodio

Fundir las mantecas con cuidado en baño maria, introducir el almidon y el bicarbonato y remover. Cuando se haya enfriado un poquito, introducir los aceites esenciales de la receta nº 1 (u otros) mezclar y envasar en un bote.

Cogiendo la crema con una espatula a la hora de usarla, se conserva mas tiempo.
* “Aromatherapie für Sie” de Eliane Zimmermann, pagina 58. ©2012 TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stutgart GmbH & Co.KG