aromatherapie bei schwindel


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyKürzlich schrieb ich ja über eine aromatische Kur für Frau W., die seit ewigen Zeiten an Schwindel leidet (zu den verwendeten Ölen und Anwendungsarten geht es hier - klick!). Viele kleine Situationen ihres Lebens waren durch das oft auftretende Karussell im Kopf ziemlich beeinträchtigt. Nach zwei weiteren Anfragen von Personen, die auch sehr unter diesem Thema leiden, kam wieder ein wunderbares Feedback von Frau W.:

Und nun etwas Kurioses. Wie Du weißt, mache ich ja dienstags immer meinen Sport mit Dehnen, Strecken, Liegen, Aufstehen usw. Und nun gestern: Ich liege auf der dünnen Matte, nichts dreht sich, ich steh auf, kein Schwindel, ich leg mich wieder hin, immer noch nix. Können die Tropfen, die Creme und das ganze Zeugs so schnell wirken? Ich trau mich gar nicht, was zu sagen, denn die haben gestern schon geguckt, weil ich vom Liegen zum senkrecht Stehen nicht schwankte. Also, wenn die schönen Düfte solch Wirkung haben und die dann evtl. noch eine Weile anhält, dann alle Achtung. Ich sag nie wieder was Schlechtes von so was.

Leider kann man bei Maßnahmen, die mehrere ätherische Öle und Zubereitungen umfassen, nie genau sagen, ob ein bestimmtes Öl für die überzeugende Wirkung verantwortlich ist, sicherlich hat das fein duftende Öl aus Myrtenzweigen (Foto) neben dem ausgleichend wirkenden Rosengeranienöl seinen Beitrag geleistet. Ich habe mich für die milde Myrten-Variante – Chemotyp Myrtenylacetat (klick!) entschieden, dieses preisgünstige ätherische Öl ist auch für Erkältungskrankheiten von Kindern und leicht angeschlagenen Senioren optimal, es wirkt zudem leicht beruhigend und einschlaffördernd. Es eignet sich wunderbar für Dampfbäder sowohl bei Husten als auch bei zu Unreinheiten neigender Haut, außerdem ist es klasse für die Duftlampe – besonders, wenn eine Sommererkältung vorliegt. Myrtenhydrolat ist leider schwer erhältlich, es wirkt ähnlich heilend bei Bindehautentzündungen des Auges wie Rosenhydrolat (auf alkoholfreie Qualität achten und nicht länger als 3 Monate nach Öffnung verwenden!).

aromapflege als komplementäres konzept


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDie ganze vergangene Woche war ich damit beschäftigt, viele viele Fragen von wissenshungrigen TeilnehmerInnen der Duft-Erlebnis-Woche in meinem Seminarhaus am Meer zu beantworten. Petrus war uns mehr als wohl gesonnen, so dass es supersonnige Pausen an der Brandung und im rhodendronblühenden Dschungel rund ums Haus gab. Ich versuche in meinen Fortbildungen immer wieder klar zu machen, dass wir Aroma-Leute FÜR einen Menschen arbeiten und nicht allzu sehr GEGEN seine Symptome, welchen kompliziert klingenden Namens auch immer, ankämpfen sollten. In dieser Woche erreichte mich ein Anruf, der dieses Thema auf rührende Art illustrierte.

Es galt ein Konzept für eine Rentnerin zusammen zu stellen, sie leidet unter lästigen Schwindelanfällen, gegen die die Schulmedizin nichts ausrichten kann, homöopathische Mittel wirkten bislang “nur einigermaßen”. Schwindel kann insbesondere bei älteren Menschen unnötige Stürze verursachen, die dann wieder eine Kette von leichten oder gar lebensbedrohlichen Zuständen nach sich ziehen können (beispielsweise Operationen mit anschließendem MRSA-Befall). Diese Bekannte hatte vor Jahrzehnten einen Unfall, der ihre Halswirbelsäule geschädigt hatte, vermutlich kommen ihre Symptome daher. Ein (inzwischen bestens überstandener) recht schwerer Schlaganfall vor einigen Jahren tat sein Übriges.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch muss dazu sagen, dass ich mich bislang noch nie mit diesem Thema beschäftigt hatte. Ich lehre jedoch stets, auf die Sprache der KlientInnen zu achten. Wenn beispielsweise öfters das Wort “zu” fällt (im Sinne von zu hoch, zu dick, zu rot, zu angespannt), stammt der Symptomen-Komplex vermutlich aus einer Dysbalance: Irgendetwas ist gründlich aus dem Lot geraten. Auch die Körpersprache kann dieses Nicht-in-seiner-Mitte-ruhen andeuten. In diesem Falle greife ich gerne zu Rosengeranienöl (Pelargonium asperum oder P. graveolens) und Basilikumöl (Ocimum basilicum Ct. Linalool). So schnürte ich also ein Paket aus harmonisierenden, entkrampfenden und auch sanft durchblutungsfördernden Düften. Eine der Mischungen soll als Salbe rund um die Ohren und im Bereich der  Halsschlagadern geschmiert werden (Gleichgewichtssinn regulieren und bessere Versorgung der lokalen Durchblutung), darin ist anregendes Rosmarinöl und auch Balsamtannenöl enthalten. Eine Rezeptur kann als Körperöl wie eine Bodylotion verwendet werden oder nur auf Arme oder Füße (oder wie es beliebt) eingerieben werden, ich habe das inzwischen leider seltene nordafrikanische Myrtenöl rein gegegeben, Myrte (Myrtus communis) gilt in der englischsprachigen Welt als DAS Öl bei Schwindel. Die dritte Kombination von Ölen habe ich als erfrischendes und doch entspannend wirksames Decolletéspray zubereitet, damit kann die aktive Rentnerin immer etwas in ihrer Nähe versprühen und gleichzeitig davon einatmen (im Winter könnte es auch eine Heizungsauflage-Mischung sein).

Diese Woche also kam das erste Feedback: Die sehr unternehmungslustige Frau war auf einer Gartenausstellung und konnte ihre Freude kaum fassen, als sie bemerkte, dass sie nun wieder hoch hinauf in Bäume hinein schauen kann ohne dass eine unfreiwillige Karusselfahrt droht. Klar, diesem Hobby nachzugehen und die damit verbundene Freude mögen für einen Schulmediziner eher lächerlich erscheinen, doch für diesen speziellen Menschen ist durch die sehr disziplinierte Anwendung der Naturdüfte wieder ein wichtiges Stück Lebensqualität zurück gekehrt. Und sie bemerkte noch: Ich rieche nun soooo gut! Was will man mehr: Aromapflege als wundervolle Ergänzung zur medizinischen Betreuung (“komplementär” und nicht “alternativ” stattdessen) .

aromapflege und palliativ care


Schule für Aromatherapie Eliane ZimmermannIm britischen Palliave Care-Bereich ist es unvorstellbar, Menschen ohne ätherische Öle zu begleiten. Es ist vielleicht eines der wichtigsten, dankbarsten und effektivsten Gebiete der Aromatherapie. Nicht nur kann man mit schönen Naturdüften die meistens angsterfüllten und belastenden Momente von Menschen mit der schrecklichen Diagnose “unheilbar!” lindern. Letztendlich wird damit ein Todesurteil von Seiten der Ärzte ausgesprochen, oft mit genauen Zeitangaben. Tatsächlich können ätherische Öle diese Zeitangaben verändern, also verlängern, wie in einigen Beobachtungsstudien beschrieben wurde. Auch Pflegende können berichten, dass es immer wieder vorkommt, das Menschen aus dem Hospiz entlassen werden müssen, weil der Tod doch nicht bevor steht, wie ursprünglich vorgesehen angenommen, sie konnten sich mit Hilfe einer gut eingesetzten ganzheitlichen Pflege erholen und wieder heim gehen.

Dieser tage wurde ich von jemanden gefragt, welche Öle ich im Palliative Care-Bereich einsetzen würde, hätte ich nur 10 Fläschchen zur Auswahl. Sie hat das eher seltene “Problem”, dass sie “zu viele” Freiheiten bei der von ihr eingesetzten Aromapflege hat und dazu neigt, zu viele Öle zu bestellen. Ich schlug folgende Öle vor, auch wenn ich nicht weiß, welche speziellen Betreuungssituationen in ihrem konkreten Fall zu berücksichtigen sind. Ihr Anliegen ist, insbesondere bei Unruhe, Ängsten und Schmerzen effektiv helfen zu können.

  1. Lavendel fein (Lavandula angustifolia) bei Unruhe, Angst und Schmerzen
  2. Mandarine (Citrus reticulata) bei Unruhe, Angst, Aggression, Wut
  3. Petit Grain [evtl. mit Neroli] (Citrus aurantium) bei Angst, Alpträumen, Unruhe, Konzentrationsproblemen, Infektionen der Atemwege (bei bereits sehr geschwächten Menschen), Infektionen der Haut
  4. Kamille römisch (Chamaemelum nobile/Anthemis nobilis) bei tief sitzenden Ängsten, bei heftigen psychischen Reaktionen auf die Diagnose, Alpträumen, Verlust-Ängsten, Gefühl der Verlorenheit und des Ausgeliefertseins, zum Loslassen bei starken Schmerzen
  5. Lorbeer (Laurus nobilis) bei starken Schmerzen, bei Infektionen, bei Verwirrtheit, zur seelischen Stabilisierung
  6. Cajeput (Melaleuca leucadendron) bei Schmerzen und Infektionen/Verschleimung der Atemwege
  7. Rose (Rosa damascena) bei Schmerzen, Entzündungen (insbesondere der Schleimhäute), Angst, Unruhe, spirituellen/religiösen Krisen, zur Sterbebegleitung
  8. Weihrauch (Boswellia sacra/carterii) bei Schmerzen, Entzündungen, Angst, Unruhe, spirituellen/religiösen Krisen, zur Sterbebegleitung
  9. Manuka (Leptospermum scoparium) und/oder Teebaum (Melaleuca alternifolia) bei allen infektiösen Prozessen, bei MRSA, bei Schwellungen der Schleimhäute, zur Vorsorge und lindernd bei Radiotherapie-Schäden, gleichzeitig psychisch stabiliserend und erdend)
  10. Pfefferminze (Mentha piperita) bei Übelkeit, Schluckstörungen, Gewichtsabnahme, Kopfschmerzen, Verschleimung der Atemwege (bei noch nicht extrem geschwächten Menschen), Konzentrationsstörungen, Schwäche/Müdigkeit, auch zur Vorsorge bei Radiotherapie-Schäden

Ohne also die genauen Umstände zu kennen, wären diese ätherische Öle meine erste Wahl, um Menschen im Palliativ Care-Bereich zu begleiten und versorgen. Freilich gehören noch Rosen- und Melissenhydrolat dazu, auch Sanddornfruchtfleischöl und Calophyllumöl sowie ein gutes Aloe vera-Produkt sind meiner Ansicht nach unentbehrlich. Viele andere Öle könnten freilich auch zum individuellen Einsatz kommen. In meinem umfangreichen Beitrag zum Aromapflege-Handbuch (klick!) habe ich viele Studien zu diesem Themenbereich aufgelistet. Wer das Buch Heilpflanzen in der Pflege (klick!) von Ursel Bühring und Annegret Sonn noch nicht kennt, kann auch daraus wertvolle Informationen ziehen, es ist letzten Monat in der 2. Auflage erschienen. Schade, dass Annegret diese Frucht ihrer unermüdlichen Kräuterarbeit nicht mehr erleben (klick!) darf.

studien gibts nicht? na dann mal lesen!


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIch bin nach einer Flugannullierung (wegen Mega-Sturm Mittwoch Abend) und einigen “Irrfahrten” nun in Uster in der Schweiz angekommen, um mein beliebtes “Tanzende Moleküle”-Seminar am Wochenende zu halten. Morgen wird auch eeeendlich die Neuauflage des Buches erscheinen, für das ich einen recht großen Beitrag über klinische Studien mit ätherischen Ölen zusammengestellt habe: Aromapflege-Handbuch von Evelyn Deutsch, Bärbl Buchmayr und Marlene Eberle.

Als ich den Auftrag bekam, “etwas über Studien” beizutragen, dachte ich, dass das schnell gemacht sein wird, denn ich habe zwar hunderte von Studien mit ätherischen Ölen und Mikroorganismen vorliegen, auch Tierstudien habe ich nicht wenige in meiner Datenbank. Doch spontan fielen mir circa 20 Studien mit und an Menschen ein, einige erfüllten noch nicht einmal das Kriterium, maximal 10 Jahre alt zu sein. Niemand war dann nach entsprechenden Recherchen mehr überrascht als ich: Plötzlich hatte ich 40, dann 50, dann 60 Studien vorliegen. Viele davon zwar nicht wirkliche Knüller in den Augen von strengen Wissenschaftlern, also oft entweder nicht doppelblind durchgeführt, oder nicht randomisiert oder mit ganz wenigen Teilnehmer/innen, doch einige sind wirklich hochkarätig. Mich packte dann ein Jagdfieber und wirkliche Faszination, ich dachte an all die verzweifelten Pflegenden, die für ihre Vorgesetzten “Beweise” für ihre Bemühungen, Aromapflege in ihren Kliniken und Pflegeheimen zu etablieren, liefern müssen (irgendwie auch verständlich). Irgendwann ergab meine Jagd 85 Studien und dann konnte ich nicht anders als die 100er-Zielgerade anzusteuern. Nachdem unsere Assistentin das fertige Manuskript Korrektur gelesen hatte, fragte sie sehr verwundert: “Warum erfährt eigentlich der Normalverbraucher nichts von dieser Art der Therapie, die ja doch ganz gut wissenschaftlich untersucht zu sein scheint?”

Wenn ich mich recht erinnere, habe ich nach Fertigstellung dieser Sammlung über 8000 Menschen gezählt, die an den diversen Studien mit ätherischen Ölen teilgenommen haben. Mir kam der Gedanke, dass wenn man jemanden diese Recherchen machen ließe, der/die für diese Arbeit monatelang bezahlt werden würde, würde man auf noch viel mehr und vielleicht sogar auf noch bessere Arbeiten stoßen. Denn jede Studie kostet Geld, für uns Nicht-Wissenschaftler zwischen 30 und 50 Dollar/Euro, manchmal auch mehr, gelegentlich sind sie kostenlos erhältlich (dann oft wegen methodischer oder anderer Fehler).

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

In diesem Buchbeitrag sind nun also gut 50 Seiten mit über 100 Studien an und mit Menschen zu finden, nach pflegerelevanten Indikationen und Daten tabellarisch geordnet:

  • Ätherische Öle zur Beeinflussung der seelischen Befindlichkeit
  • Ätherische Öle im klinischen Umfeld (Wundversorgung, Krebsbehandlung, Palliativpflege)
  • Ätherische Öle zur Behandlung von Infektionen
  • Ätherische Öle bei demenziell veränderten Menschen
  • Ätherische Öle zur Beeinflussung von kognitiven Fähigkeiten
  • Ätherische Öle zur Behandlung von Beschwerden und Untersuchungen im Verdauungstrakt
  • Ätherische Öle zur Behandlung von Erkrankungen im HNO-Bereich
  • Ätherische Öle zur Beeinflussung und Behandlung von Schmerzen
  • Ätherische Öle zur Behandlung von spezifischen Problemen von Frauen
  • Ätherische Öle zur Behandlung von spezifischen Problemen von Kindern
  • Ätherische Öle zur Behandlung von Hautkrankheiten

Dazu auf den insgesamt über 300 Seiten mit geballtem Aromapflege-Wissen:

  • Grundlagenwissen Aromapflege
  • die wichtigsten Anwendungsformen in Wort und Bild erklärt
  • Organisation der Aromapflege mit Vorlagen und Beispielen
  • gesetzliche Grundlagen für den Einsatz der Aromapflege im Stationsalltag
  • über 20 spannende Erfahrungsberichte aus dem Pflegealltag in Österreich und Deutschland
  • zahlreiche Fachbeiträge zu wichtigen Themen wie: Bakterizide/bakteriostatische Wirkung ätherischer Öle von Prof. Dr. Gerhard Buchbauer, Synthetische Duftstoffe versus natürliche Duftstoffe von Mag. Dr. Iris Stappen, Das Aromatogramm und der Reihenverdünnungstest von Dr. Gerda Dorfinger, Aromapflege und Evidence based Nursing von Mag. Dr. Dorothea Gross, u.v.m
  • Hautgesundheit und biologische Hautpflege
  • ausführliche Beschreibung pflegerelevanter ätherischer Öle, fetter Pflanzenöle und Hydrolate

Übrigens: Das Aromapflegehandbuch wurde nach den strengen Vorgaben des Österreichischen Umweltzeichens für schadstoffarme Druckprodukte (UZ 24) hergestellt. Diese Zertifizierung garantiert umweltfreundliche und ressourcenschonende Materialien und Produktionsweisen. Weiters wurden für das Aromapflegehandbuch nur Druckfarben auf Pflanzenölbasis ohne Mineralöle und für die Druckveredelung mittels Inline-Lackierung nur Ökolacke auf Wasserbasis ohne Lösungsmittel verwendet.

Hier (klick) kann man kostenlos online im Buch blättern, für 34,90 Euro ist es auf der Website von Evelyn Deutsch (klick) portofrei zu bestellen. Nächste Woche halte ich in ihrer Schule in Wien ein zweitägiges Seminar über Wissenschaftliche Studien mit ätherischen Ölen, es ist auch für nächstes Jahr eingeplant. Vielleicht sieht man sich.

duft-verdünnungen in der psychiatrie


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIm Park unseres Seminarhauses blüht der erste Magnolienbaum (Magnolia campbellii var. mollicomata), der Baum ist so alt und so hoch, dass man die wunderschönen schmetterlingsartigen Blüten selbst mit einem recht guten Teleobjektiv kaum ‘einfangen’ kann. Da es gestürmt hatte, liegen einige der fleischig-dicken Blütenblätter auch schon wieder am Boden und ich musste mal reinbeißen: Sie schmecken wie eine Kreuzung aus Kölnischwasser und Lavendelöl, eindeutig viel Linalool und Linalyacetat. Sehr ähnlich wie das wundervolle Magnolienblätteröl (aus Michelia alba), das ich seit Jahren von Primavera habe (nun ist ‘nur’ noch das kostbare, schwer blumig duftende Magnolienblütenöl (klick!) erhältlich, jedoch bekommt man das eher an Lavendel erinnernde Magnolienblätteröl bei Oshadhi, Maienfelser und bei Ronald Reike). In China zählen Magnolien übrigens zu den essbaren (Heil-)Pflanzen, irgendwo in Großbritannien wurden die Blütenblätter einst wie saure Gurken eingelegt und verspeist.

Jedenfalls führt mich der Duft der Magnolie wieder zum Thema Verdünnungen. Ich habe schon einige Naturparfüm-Kompositionen mit dem geliebten Magnolienduft fast verdorben: So wundervoll wie ich ihn finde, man muss ihn extrem fein dosieren, sonst stinkt das Endprodukt penetrant.In den letzten Wochen wird im aromapflegerischen Hintergrund intensiv und teilweise sehr aufgeregt diskutiert. Hier nochmals zum Klarstellen:

  • Sowohl in der Aromapflege (im institutionellen Bereich) wie auch in der Aroma-Gesundheitspraxis (in privaten Beratungs- und Behandlungspraxen) und im naturkosmetischen Bereich arbeiten wir mit Verdünnungen, die sich ganz grob am Vorkommen in der duftgebenden Pflanze orientieren: oft circa einprozentig, manchmal etwas höher, möglichst nie über 3 Prozent. Rosen-, Neroli- oder Melissenöl enthalten beispielsweise weit weniger als 0,5% ätherisches Öl, diese intensiven Öle werden schon allein aus Preisgründen stark verdünnt, Lavendel, Eukalyptus, Ingwer oder Atlaszedernholz enthalten zwischen 1 und 3 Prozent ätherisches Öl. Diese Verdünnungs-Empfehlungen gelten erst recht für medizinische Laien, die nach kurzen Schulungen Behandlungen durchführen.
  • Als Ärztin/Arzt oder Heilpraktiker/in mit entsprechender Schulung kann man genau wie im privaten Bereich selbstverständlich bei bestimmten Indikationen höher dosieren und ausnahmsweise auch einzelne Öle unverdünnt anwenden. Jahrelange Erfahrung mit Anwendungen am Menschen, ausreichend Wissen, genügend Schulung sowie beste (auch pharmazeutisch-chemische) Kenntnisse über alle eingesetzten Öle und ihre Inhaltsstoffe sind neben einer guten Berufshaftpflicht-Versicherung für diese Art der Anwendungen im Rahmen eines medizinisches Berufes ratsam.

Weniger ist oft eindeutig mehr: in der Parfümerie als auch in der Psychiatrie. Fachfrau Regula Rudolf von Rohr hat sich zum meinem letzten Blogeintrag Gedanken gemacht: Ihrer Erfahrung nach können bei einigen ihrer Schützlinge in einer psychiatrischen Einrichtung in Basel meine Dosierungs-Empfehlungen bereits zu hoch sein! Das ist bemerkenswert in Anbetracht der Kritik, die aus einer gewissen Ecke stammt, die meine und die Verdünnungsempfehlungen von vielen erfahrenen Kolleg/innen geradezu verachten. Jedoch lese ich derzeit im sehr, sehr anspruchsvollen Fachbuch ‘Olfaction and the Brain’ (als Kindle-Ausgabe und als Papierausgabe), dass viele psychiatrische und neurodegenerative Störungen mit Störungen des Geruchssinnes gewissermaßen Hand in Hand vorkommen, diese Verbindung ist also wissenschaftlich recht gut geklärt (auch wenn noch viele, viele Fragen offen sind, wie die Autoren immer wieder betonen). Aber lassen wir Regula zu Wort kommen:

Hier ein paar Gedanken zu einem Thema, das mich schon länger beschäftigt und nun eine ganz neue Aktualität hat: Die Dosierungen! Ganz grundsätzlich denke ich, dass Aromatherapie in der Psychiatrie einer anderen Definition Bedarf als die ‚herkömmliche‘ Aromatherapie. Das heisst, wir arbeiten nicht mit hohen Dosierungen gegen etwas, sondern zumeist mit tiefen bis sehr tiefen Dosierungen für etwas. Übergeordnet steht da immer die Selbstfürsorge. Mittel zum Zweck ist dabei den Patientinnen und Patienten den Rahmen zu bieten, indem sie Selbstwirksamkeit erfahren und bewusst wahrnehmen. Damit steigt die Motivation oder wird überhaupt erst mal erarbeitet, sich im Alltag selbstverantwortlich ‚Gutes‘ zu tun.
Ausnahmen gibt es ja immer, die bestätigen ja bekanntlich die Regeln. Einerseits geht es dabei um PatientInnen aus der Diagnosegruppe F60.3, also mit einer emotional instabilen Pesönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (F60.31) – Menschen, die sich selber schwerste Verletzungen zufügen, um Spannung abzubauen. Andererseits aber auch um Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung, die erfahrungsgemäss einen stärkeren Reiz brauchen, um sich überhaupt angesprochen zu fühlen (Minimum eine 3%-ige Mischung).
Ich glaube bei Menschen mit schweren Selbstverletzungen ist es vertretbar, auch mal höher zu dosieren – haben sie doch sonst in ihrem Skill-Köfferchen Ammoniak drin, das ihnen die Nase ‘wegätzt’.
Bei den Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen ist es etwas anderes, zum einen ist die Patientengruppe um ein vielfaches grösser, zum anderen sind die Selbstschädigungen meist in einem viel geringeren Ausmass.
Die höheren Dosierungen, 5% oder auch mal 10% sind immer beschränkt auf sehr kleinflächige Anwendungen, konkret auf den Roller (Roll-on), den wir als therapeutisches Parfüm bei unterschiedlichen Indikationen anwenden. Das Riechfläschli ist zwar auch eine tolle Anwendung, aber gerade bei Menschen mit einer ausgeprägten oder multiplen Abhängigkeitserkrankung immer heikel, da sich diese Leute nicht daran halten, nur zu riechen. Die halten den Finger ans Riechfläschli und streichen sich das an den Hals.
Deshalb ist das relativ hoch dosierte therapeutische Parfüm bei dieser Patientengruppe immer wieder eine Alternative um dem vorzubeugen oder Abhilfe zu schaffen.
Ich weiss von anderen die in diesem Bereich auch höher dosiert arbeiten, aber man/frau redet nicht öffentlich darüber. Und jetzt schon gar nicht mehr, nachdem das Thema Dosierungen so im Blickfeld steht.
Ich habe das Label von Eliane mit den 1-3% auch übernommen, das finde ich wirklich wichtig und gut, aber es bleibt ein ‚aber‘, mit dem ich nicht so recht weiss wie umgehen.
In der Klinik ist es für die AP klar geregelt: maximal 3%. Wenn die Leute zu mir in die Aromatherapie kommen, dann habe ich mir bisher die Freiheit genommen, im Einzelfall diese höheren Dosierungen anzuwenden.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Dunkelziffer für höhere Dosierungen bleibt oder steigt, wenn wir dieses Thema nicht auch für diese speziellen Einsatzbereiche diskutieren und angehen. Im psychischen Bereich handelt es sich ja meist um Themen bei vorwiegend gesunden Menschen, bzw. Menschen mit allerlei Erkrankungen aus dem somatischen Bereich oder in sogenannten Lebenskrisen, weniger um diagnostizierte psychiatrische Erkrankungen. Ich glaube da bedarf es auch einer Differenzierung, die bis heute kaum gemacht wird.

WIE GEHT IHR DAMIT UM? Mit welchen Dosierungen arbeitet ihr bei den beschriebenen Diagnosegruppen und mit welchen Erfahrungen?

Foto: Antje Wendel

die oscarverleihung der naturdüfte-branche


Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

In der Filmbranche gibt es die Oscar-Verleihung.

In der Musikbranche wird der Grammy verliehen.

…und in der Kräuter- bzw. Aromabranche wird ab 2013 der Award „thescentedddrop“ verliehen! Dazu schreibt Ingrid Karner:

Die kreativsten, die geistreichsten, die geschmackvollsten Ideen in Form von eingereichten Projekten in den unten genannten Kategorien zur Duftpflanze des Jahres [2013: Thymian] werden am 15. Juni 2013 im Rahmen einer unvergesslichen und alle Sinne ansprechenden Abendgala mit dem Award „thescenteddrop“ ausgezeichnet. Teilnehmen kann jede/r. Alle Wettbewerbsteilnehmer/innen werden auf der Website in der eingereichten Kategorie erfasst und bleiben auch über die Veranstaltung hinausgehend auf dieser Vernetzungsplattform zur weiteren Kontaktaufnahme veröffentlicht. Diese Plattform wächst von Jahr zu Jahr und soll somit die Basis für eine interdisziplinäre und überregionale Vernetzung von Menschen und Institutionen darstellen, die mit heimischen Kräutern bzw. Duftpflanzen arbeiten.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieAll jene, die also eine gute Idee zum diesjährigen Thema “Thymian” haben und im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt werden möchten, lade ich ein, beim Wettbewerb “the scented drop” mitzumachen. Die Kategorien sind:

  • Kochrezept
  • Bild
  • Musikstück
  • wissenschaftliches Ergebnis
  • Schmuckstück
  • Modekreation
  • Gartenbeetkonzept etc

Über den Award wird in über 20 deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften sowie im Radio und TV berichtet. Also: Eine tolle und vor allem extrem preisgünstige Möglichkeit (Teilnahmegebühr € 180,- inkl. Eintritt zur Gala inkl. Essen und Getränke), um bekannter zu werden. Übrigens: die Jury setzt sich zusammen aus Universitätsprofessoren, Vertretern aus Wirtschaft, Fernsehen und Rundfunk, Politik und Haubenküche!

Achtung: Einsendeschluss ist der 31. März 2013; die Award-Verleihung findet am 15. Juni 2013 in Graz-Umgebung statt, eine gute Möglichkeit ein paar Tage Entspannung in der schönen Steiermark einzuplanen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website thescenteddrop. Seien Sie dabei und gestalten Sie SICHTBAR europäische Aromakultur durch Ihre dufte Projekteinreichung mit!                   Ingrid Karner www.aromainfo.at

ein fast vergessenes buch geschenktipp #7


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieEin Buch, das mich in den ersten Jahren meiner Aromatherapie-Erfahrungen stark beeindruckt hatte und dessen Nicht-mehr-neu-aufgelegt-werden mich sehr traurig machte, war Duftheilkunde – der Weg, Düften zu begegnen von Renato (René) Strassmann. Das sehr persönlich geschriebene Buch wurde ganz zu Beginn der deutschsprachigen Aromatherapie-Bewegung im Schweizer AT Verlag heraus gegeben, es ist ganz, ganz anders als alle Bücher, die es jemals über ätherische Öle gab. Es befand sich ganz oben auf der Liste der zu lesenden Bücher in meinen Ausbildungen (denn jeder musste ein Referat zu einem speziellen Werk schreiben). Besonders auffällig und wirklich einzigartig: Es werden nur drei Öle ausführlich beschrieben (jene sind in meiner Ur-Ausgabe in drei nicht zusammenhängenden Abschnitten auf türkisfarbenem Papier gedruckt). Es handelt sich nicht etwa um Lavendel, Orange und Pfefferminze oder andere sehr häufig gebräuchliche und beliebte Öle, sondern um Angelikawurzel, Muskatellersalbei und Iris. Der Autor aus einem kleinen Dorf in der Schweiz entwickelte sich schon früh von einem – zunächst eher etabliertem – Heilkräuterspezialisten (in der Schweiz: Drogist) zu einem Mann, dem eine tiefe Verbundenheit zur Natur innewohnt und ihren Lebewesen mit tiefem Respekt begegnet – heute lebt er in Österreich. Möglicherweise ist sein Ansatz ähnlich wie der von Wolf-Dieter Storl – wenn jemand einen Vergleich braucht. Auf seiner Facebook-Seite erzählt er davon. Ich war so glücklich zu entdecken, dass dieses Buch seit diesem Sommer wieder erhältlich ist und werde es mit viel Freude weiter empfehlen. Auf dem oben angegebenem Buchtitel-Link kann man sich ganz gut einlesen in die einzigartige Erzählweise dieses Buches.

Sein zweites nie verschwundenes (oder nur kurz nicht neu aufgelegtes) Buch war mir immer Wegweiser bei meinen eigenen Entdeckungen und Erkenntnissen in der Natur der eher großen Pflanzen: Baumheilkunde war eines der ersten umfassenden Bücher über die Heilwirkung von Bäumen – es ist sowas wie eine Bibel in unserem Haushalt geworden. Inzwischen haben sich in unseren Regalen sicherlich noch zwei Dutzend Baum-Bücher dazu gesellt, doch das meist konsultierte Werk ist und bleibt das von Renato Strassmann.Wir haben ja auf unserem Privatgrundstück Dutzende von Bäumen und unser neu dazu gekommenes Seminar- und Gästehaus ist sogar von einem der ältesten Arboreten (Arboretum=Baumsammlung/Baum-Museum) Irlands umgeben – gegründet 1800 von der Familie der ersten Botanikerin Irlands. Viele von euch haben die dortige Magie ja bereits kennen- und lieben gelernt.

Blätter_von_Bäumen_Fischer-RizziEin weiteres wundervolles Buch über die Heilkraft von Bäumen ist übrigens auch ein von mir innig geliebtes (Früh-)Werk von Susanne Fischer-Rizzi: Blätter von Bäumen. Ein wunderbarer Bildband von Thomas Pakenham Bäume – die 72 größten und ältesten Bäume der Welt, dem Begründer der Irish Tree Society, gibt es inzwischen auf deutsch nur noch antiquarisch, der adlige Sohn eines bekannten britischen Politikers ist begnadeter Bäume-Fotograf, Botanik-Spezialist und Historiker, eine prima Kombination, um so ein spannendes und ästhetisches Buch über die wichtigsten Sauerstoffspender für uns Erdenmenschen zusammen zu stellen. Sir Pakenham war übrigens vor einigen Jahren im erwähnten Baumpark rund um unser Seminar- und Gästehaus und hat attestiert, dass es hier den größten und schönsten Wald der Andenmyrte (Myrtus luma oder Luma apiculata) gibt.

der kleine unterschied: ätherische und fette pflanzenöle


Kürzlich habe ich eine kleine Tabelle, welche den Unterschied von ätherischen und fetten Pflanzenölen zeigt, auf meiner Aromatherapie-Facebook-Seite veröffentlicht. Mit einem typischen Fehler einer Dyskalkulie-Leidenden ;-) [Danke an Stella Pangaea für die Korrektur!] Alles was mit Zahlen zu tun hat, versetzt mein Hirn in Verwirrung. Und die Zahl NULL existiert irgendwie gar nicht, ob eine oder zwei oder drei Nullen irgendwo macht für mich keinen großen Unterschied… Jedenfalls habe ich den fetten Ölen nur 9 magere Kalorien pro 100 Gramm spendiert, dann wären sie ja magerer als eine Salatgurke – wenn ich ganz genau drüber nachdenke, ist das irgendwie logisch!!!) Es sind natürlich 9 Kalorien pro Gramm (etwas mehr als das Doppelte von Proteinen und Kohlenhydraten, welche jeweils mit 4 Kalorien pro Gramm zu Buche schlagen). Diesen Fehler habe ich zum Anlass genommen,  diese Tabelle zu aktualisieren und zeige sie euch hiermit.

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

die wissenschaftlerin, die den ölen beim duften zuschaut


Bild A

Seit vielen Jahren zeigte ich in meinen Kursen einige der wundervollen Makrofotos des Wissenschaftler-Teams Katerina und Tomas Svoboda. Aromatherapie lernen bei Eliane Zimmermann - AiDA AromatherapyDie tschechischen Forscher aus Schottland konnten Ende der neunziger Jahre mit Hilfe einer damals ganz neuartigen und aufwändigen Aufnahmemethode und mit anschließenden Einfärbungen winzigste Zellstrukturen von Duftpflanzen fotografisch festhalten. Fantastische Gebilde von etwas gruseligen Höhlen, zackigen Irrgärten, eigenartigen Mondlandschaften und übernatürlichen Jahrmärkten sind entstanden. Ich hatte durch Vermittlung meiner lieben Kollegin Soham in Köln die Erlaubnis, diese Fotos in meinen/unseren Kursen zu zeigen. Nun habe ich in Prag diese Erlaubnis höchstpersönlich bestätigt bekommen, denn Frau Svoboda war Überraschungsgast auf der Konferenz der Tschechischen Aromatherapie Vereinigung. Sie wurde extra für mich ‘eingeflogen’ (sie wohnt inzwischen wieder in der Heimat), damit ich – als die von weit her gereiste Vortragende dieses Wochenendes, sie endlich mal persönlich kennen lernen konnte.

Aromatherapie-Fernstudium bei AiDA Aromatherapy

In einer Berufswelt, in der fast nur Frauen praktizieren, jedoch fast nur Männer forschen, konnte sie sich einen Namen machen durch die Untersuchung der biologischen Aktivitäten und Eigenschaften von Ätherisch-Öl-Pflanzen. Wer englisch kann, sollte sich diese ihre kostenlos zugängliche Zusammenfassung hier runterladen und mal sorgfältig durcharbeiten. Ich habe mir in Prag endlich ihren kleinen Bildatlas Secretory Structures of Aromatic and Medicinal Plants aus dem Jahr 2000 geleistet, er hat mal 40 Euro gekostet und ist nun allenfalls noch antiquarisch zu Horrorpreisen erhältlich (oder bei einem kleinen Verlag in der Tschechischen Republik, ich könnte ggfs. vermitteln).

Ich würde nun gerne ein Spiel mit euch, meinen lieben LeserInnen und Lesern, machen. Denn ich habe beim Anblick dieser Fotos immer lustige Assoziationen und einige stelle ich mir klasse als Ölgemälde, also irgendwie künstlerisch verarbeitet, vor. Lasst mal das Denken beiseite und achtet darauf, was euch als erste Assoziation in den Sinn kommt. Schreibt also bitte zu einem oder zu allen Bildern jeweils einen Begriff, Satz oder Vers, ich schreibe erst einmal Buchstaben in die Bildunterschrift und löse dann demnächst auf, um welche Duftpflanze bzw. ihren Ätherisch-Öl-Behältern es sich handelt (sie gehören allesamt zu den wichtigen Öle-Lieferanten). Ich würde gerne wissen, ob vielleicht eure rechtshirnhälftigen Empfindungen zu den Attributen des jeweiligen Duftes passen. Ich bin gespannt!

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Ich freue mich über zahlreiche Zuschriften und ich denke auch die anderen LeserInnen werde sich über eine rege Teilnahme freuen. [Fotos der Pflanzenstrukturen: © Katerina & Tomas Svoboda & Andrew Syred; Fotos von Katerina Svoboda: © Iva Tauchmanova] Aromatherapie und BotanikSo sieht übrigens das ganze Foto mit der Wissenschaftlerin aus, sie sollte per I-Phone-Foto ins Adressverzeichnis einer Kursteilnehmerin kommen, fühlte sich so unbehaglich und die Bilder wurden etwas steif. Dann sollte ich mit auf’s Foto und schon hat es geklappt. Darum schaue ich wie nach fünf Gläsern Wein aus, obwohl ich mir beim geselligen Beisammensitzen den Genuss der edlen tschechischen Tropfen gänzlich verkniffen hatte.

PS Das Kommentarefeld befindet sich im grauen Kästchen rechts neben der Überschrift. Einfach anklicken! Wegen des Interesses: Ich habe 800 CZK (Kronen) bezahlt, das sind fast 40 Euro. Viele der knapp 30 weiteren “Porträts” sind nicht so aufregend wie diese schönen Fotos, das Büchlein ist eher klein (eher wie ein Geo-Heft).

komplementäre sterbebegleitung


Vor drei Jahren hatte ich einen Buchbeitrag zum Thema aromatische Palliativpflege verfasst, doch umfasst das gesamte Buch zig andere Bereiche und ist zudem sehr kostenaufwändig. Ich werde jedoch sehr häufig nach Literatur zu diesem wichtigen Thema gefragt. So werde ich in naher Zukunft diesen Buchbeitrag überarbeiten und, um aktuelle Studien ergänzt, als E-Book herausgeben, empfehle jedoch einstweilen ein wunderbares Buch, das sich an Fachkräfte wendet.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyKomplementäre Sterbebegleitung (für Infos und Bestellung klicken) wurde von einem überaus kompetenten AutorInnen-Team zusammengestellt (unter anderem Ursel Bühring), die Herausgeberinnen sind Gudrun Huber und Christina Casagrande. Gudrun Huber ist Gründerin und Leiterin der Akademie Panta Rhei (am Ammersee nahe München), in der Fortbildungen zu diesem Themenbereich angeboten werden. Heilpraktikerin Christina Casagrande ist vielleicht “alten Hasen und Häsinnen” unter euch bekannt als Mitbegründerin von Forum Essenzia. Sie hat bereits seit 1986 Erfahrungen mit ätherischen Ölen, da sie bei Susanne Fischer-Rizzi lernte und mit den Anstoß gab, die inzwischen marktführende Ölefirma Primavera zu gründen.

In diesem Standardwerk werden unterschiedliche Behandlungskonzepte aus bewährten Bereichen der interdisziplinären Sterbe- und Trauerbegleitung jeweils auf einigen Seiten erläutert: Anthroposophische Medizin, Aromatherapie, Atemübungen aus dem Yoga, Bachblütentherapie, Basale Stimulation, Homöopathie (insbesondere mit den wunderbaren Ceres-Urtinkturen), Musiktherapie, Phytotherapie, Spagyrik und einige andere mehr. Zuvor werden auf 40 Seiten alte und neue Erkenntnisse über der Prozess des Sterbens erläutert, die Bedürfnisse von Sterbenden werden beleuchtet und die Rolle der unterstützenden Begleiter untersucht.

Es folgen 70 Seiten über alle möglichen körperlichen und seelischen Symptome und dazu passende vielfältige Einsatzmöglichkeiten der oben erwähnten Ansätze. Von dermatologischen Symptomen wie Dekubitus und Juckreiz über Schmerzen, neurologischen Symptomen wie Krampfanfällen und Schlaflosigkeit bis zu Infektionen, Mundtrockenheit und Aggressionen wird kein wesentliches Thema ausgelassen. Für jeden Bereich werden unterschiedliche komplementäre Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt, denn nicht jeder Ansatz ist für jeden Patienten und jede Patientin zu jeder Zeit “richtig”.

Auch der Trauerbegleitung von Angehörigen wird auf fast 50 Seiten Aufmerksamkeit geschenkt. Hilfreiche Adressen runden dieses über 200 Seite starke Werk ab, mit dem sowohl Familienangehörige als auch alle Angehörigen von pflegenden Berufen ein ausführliches, dichtes und vielfältiges Schatzkästlein zur Verfügungen haben. Ein Grundlagenwerk eben.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyUnd da ich seit vielen Jahren ein großer Fan der Spagyrik und der Solunate bin – zudem kamen beide Bücher im selben Paket – erwähne ich hier noch ein wertvolles Fachbuch, auch von Christina Casagrande: Praxis Spagyrik nach Alexander von Bernus (für Infos und Bestellung klicken) wendet sich zwar an HeilpraktikerInnen und ÄrztInnen, doch als InteressentIn der traditionellen und doch hochmodernen Behandlungsmethoden mit Kräuter- und Metallelixieren werden auch einigermaßen informierte Laien ihre Freude an diesem ausführlichen Kompendium haben. Immerhin kann die Spagyrik als Vorgängermethode der Aromatherapie betrachtet werden, werden doch viele Heil- und Duftpflanzen für die Mittel destilliert. Auch die Homöopathie hat ihre Wurzeln in diesem Bereich.

Christina Casagrande hat kaum einen Bereich ausgelassen, es kann so vieles mit Solunaten reguliert und geheilt werden: Allergie, Autoaggression, Multiple Sklerose, Bulimie, Trigeminusneuralgie findet man unter anderem bei “Organübergreifenden Therapieansätzen” (fast 50 Seiten), bei “Organspezifischen Therapieansätzen”  findet man auf über 70 Seiten vielfältige Lösungsvorschläge von Asthma bronchiale und Anämie über Bandscheibenvorfall, Endometriose, Impotenz, Reizblase bis zu Vaginalen Pilzinfektionen, Zoster (Gürtelrose) sowie Zystitis (Blasenentzündung). Es folgen noch 20 Seiten mit Zusatztherapien, unter anderem mit Aromatherapie. Dieses Buch ist also ein Füllhorn an Informationen, will man sich unabhängiger von der “Schulmedizin” machen, möchte man eigenverantwortlich etwas FÜR seine Gesundheit tun, wünscht man ausführliche Informationen zu den wunderbaren Soluna-Flaschen (welche die Herstellerfima nicht auf ihrer Website geben darf).

PS Ich freue mich über Kommentare und Ergänzungen, in diesem neuen Design klickt man dafür auf das graue Sprechblasenkästchen rechts von der Überschrift!