pfefferminzöl wirkt schmerzlindernd bei reizdarm: natur trifft auf technik


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIn der aktuellen Ausgabe vom ‚International Journal of Clinical Aromatherapy‘ (Juni 2016, klick!), dessen Schwerpunkt-Themen sich mit Magen-Darm-Themen in der Aromatherapie befassen, las ich ein interessantes Interview mit dem us-amerikanischen Wissenschaftler Dr. Brooks D. Cash, der eine neuartige galenische Form von Pfefferminzöl in einer vier Wochen langen randomisierten Doppelblind-Studie untersucht hat. Es ging um 72 PatientInnen mit Schmerz-Symptomen, die dem Reizdarm-Syndrom zugeordnet wurden. Ausgeschlossen wurden Menschen mit entzündlichen oder immun-assoziierten Symptomen und solche die an Obstipation (Stuhlverstopfung) litten.

Dreifach verkapseltes und langsam im Dünndarm freigesetztes Pfefferminzöl konnte eine durchschnittliche 40%-ige Verminderung der Symptome erreichen (Verringerung durch Placebo 24,3%, p = 0.0246). Die Wirkung wird dem Haupt-Inhaltsstoff von Pfefferminzöl l-Menthol (Levomenthol) zugesprochen, dieser wirkt als Kalziumantagonist auf die glatte (unwillkürliche) Muskulatur, also krampfmindernd.

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Die Homepage von IBgard® mit einer Abbildung der Kapseln

Das in den USA erhältliche Produkt IBgard® wird als „medizinisches Nahrungsprodukt“ klassifiziert (registered medical food product), das unter Überwachung durch einen Arzt eingenommen werden sollte, auch wenn es frei verkäuflich ist. Es gilt als besser verträglich als die in Europa oft erhältlichen einfachen dünndarmlöslichen Kapseln mit Pfefferminzöl, die Aufstoßen verursachen können und zu Magenirritationen auslösen können. Infos zum Produkt IBgard® können auf der Website des Herstellers nachgelesen werden. Dr. Cash betont, dass auch Nahrungsumstellungen vorgenommen werden müssen, beispielsweise eine zeitlang die Aufnahme von Kohlenhydraten stark zu reduzieren oder diese ganz zu meiden.

Die kostenlos erhältliche Studie von Dr. Cash und seinem Team kann hier herunter geladen werden. In Deutschland können  Carmenthin-Kapseln (klick!) eingenommen werden, wenn der Bauch besonders drückt, sie enthalten Kümmelöl in Kombination mit Pfefferminzeöl. Wer mehr über das Thema Reizdarm lesen möchte, kann hier (klick!) mehr in meinem früheren Artikel darüber erfahren.

ätherische öle zur linderung von beschwerden bei älteren menschen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieGenau dieses Thema treibt mich derzeit um: Ich bin vergangene Woche vielfach zwischen zwei Senioren-Pflegeheimen hin und her gependelt. Wechselduschen der Gefühle, schöne Augenblicke, furchtbare Anblicke, heftige Gerüche, krächzende Klänge, Leid und Vergnügen lagen stets ganz nah beieinander.

In einer schönen wissenschaftlichen Arbeit von 2014 wird geschildert, wie über achtzig Senioren zwischen 65 und 80 Jahren mit länger als drei Monate anhaltenden Schmerzen, die leider im hohen Alter fast unumgänglich sind, mittels Inhalation mit ätherischen Ölen behandelt wurden. 82 Menschen nahmen an der vierwöchigen Beobachtungsstudie teil, 44 Senioren (37 weiblich, 7 männlich) kamen in der Genuss von ätherischen Ölen und 38 TeilnehmerInnen (30 weiblich, 8 männlich) erhielten als Kontrollgruppe das gängige Protokoll, das in den jeweiligen Betreuungs-Einrichtungen in Hong Kong üblich war (Schmerzbekämpfung vorwiegend mit Paracetamol).

Sowohl die Schmerzstärke als auch die sonstigen Parameter wurden mit anerkannten Skalen erarbeitet. Jede(r) TeilnehmerIn erhielt zusätzlich zu den vier in ihren Betreuungsinstitutionen durchgeführten „aromatischen Sitzungen“ eine Sprühflasche, um in den eigenen vier Wänden die Duftanwendung weiter zu führen. Das Spray enthielt Lavendel- und Bergamotteöl in etwas Lavendelhydrolat verdünnt [2 : 1 : 2.5, durch die Aromatherapie-Fachperson so vorgeschlagen, mir selbst erscheint die Konzentration der Öle etwas hoch, doch der Text ist nicht genau genug, es kann sein, dass dieser Mix noch in einem anderen Medium wie Wasser verdünnt wurde].

Die Reduktion der Schmerzen war zwar nur leicht, doch die negative Stimmungslage verbesserte sich signifikant in der Interventionsgruppe (p < 0,05). Die Autoren schließen aus ihren Erkenntnissen, dass Aromatherapie ein effektives und sinnvolles Werkzeug ist, um Schmerzen, Depression, Ängste und Stresssymptome bei älteren Menschen, die in Institutionen untergebracht sind, ist. Die Studie ist hier, klick! nachzulesen. [Anmerkung: Schmerzen lassen sich erfahrungsgemäß besser reduzieren, wenn zusätzlich die schmerzenden Stellen mit schmerzlindernden ätherischen Ölen eingerieben werden, ich habe bereits öfters über entsprechende Öle geschrieben, beispielsweise hier, oder einfach hier auf dieser Seite rechts unten die Kategorie ‚Schmerzen‘ anklicken].

Für FrühplanerInnen kann ich heute bereits die Termine für 2017 bekannt geben, die Verteilung der Themen-Schwerpunkte mit meinen Co-DozentInnen mache ich allerdings erst in den nächsten Wochen (drei der Wochen sind sehr breit gefächert und perfekt für EinsteigerInnen und interessierte Hausapotheken-Selbstrührerinnen, zwei der Wochen werden sich mit speziellen Themen wie Schmerzen, Krebs, Demenz etc beschäftigen, in denen findet weniger Rühren statt, sondern mehr Unterricht an evidenzbasiertem Wissen, in beiden Arten von Duft-Erlebnis-Wochen finden jedoch immer mehrere Exkursionen sowie drei Unterrichtsmodule statt, Erleben und Entspannen gehören einfach dazu!).

Aromatherapie & Kräuterwandern Duft-Erlebnis-Wochen

in der subtropischen Natur Südwest-Irlands (Augentrost, Manukabäume, Erd-Kastanie, Teebaum, Osmanthus, Wilde Karotte, Duftrhododendren, leckerer Glöckchenlauch, Meertäubel, Harzeibe etc, einige davon verarbeiten wir zu einfachen Speisen, aktuelle Broschüre hier)

  • 06.05.-13.05.2017
  • 27.05.-03.06.2017
  • 17.06.-24.06.2017
  • 15.07.-22.07.2017
  • 12.08.-19.08.2017

Traumhafte Gärten im Südwesten Irlands und Naturparfüm herstellen (aktuelle Broschüre hier)

  • 22.04.-29.04.2017
  • 13.05.-20.05.2017
  • 10.06.-17.06.2017
  • 01.07.-08.07.2017
  • 26.08.-02.09.2017

Deutschsprachig, allein oder mit Begleitpersonen (PartnerInnen, Kinder, Eltern). Möglichkeit zur Abholung vom Flughafen oder Busterminal Cork, Zweibettzimmer oder bei rechtzeitiger Anmeldung auch einige Einzel- sowie Familienzimmer (gegen Aufschlag), Vollpension im Preis eingeschlossen, vegetarisch ohne Aufschlag, vegane und besondere Ernährungswünsche gerne nach vorheriger Anmeldung. Unser gemütliches Gästehaus Ballylickey House & Chalets, die Zimmer und der Garten am Meer können hier angeschaut werden.

Der Preis pro Woche inklusive 7 Übernachtungen, Vollpension, Duft-Rohstoffen/Gefässen, Eintritten, Busfahren zu den Exkursionen beträgt je nach Anmeldetermin und Saison zwischen 950 und 990 Euro, die Infos für 2016 sind hier nachzulesen,  sie werden demnächst aktualisiert. Bei rechtzeitiger Buchung gibt es Flugreisen für circa 100 Euro pro Richtung, Infos und Links befinden sich hier. Auch ein Geschenk-Gutschein für eine dieser Wochen kann bei uns erworben werden.

dufter lernen im schlaf mit rosen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKurz vor dem Schlafen Lerninhalte zu wiederholen, galt schon lange als effektiv, man sprach ja gerne vom Schulbuch unter dem Kopfkissen, es sollte vor Klassenarbeiten eine gute Hilfe sein.

Nun hat sich die Wissenschaft eines weiteren Faktors des „Lernens im Schlaf“ angenommen: Wenn der Duft von Rosen in einer bestimmten Schlafphase eingeatmet wird, verbessert sich die Leistung des Gedächtnisse noch einmal. Dieser Versuch wurde an der Universität Tübingen mit ProbandInnen gemacht, die sich Memorykarten-Paare samt deren Position einprägen sollten, sie schnupperten beim Lernen Rosenduft. Anschließend gingen alle TeilnehmerInnen schlafen, die eine Hälfte bekam im Schlaf Rosenduft zu riechen, die andere roch ein Placebo.

Der Bericht von Dr. Susanne Diekelmann von der Uni Tübingen ist hier (klick!) nachzulesen, sie stellt fest: „In einer weiteren Studie mit Kernspintomographie führte die Präsentation des Rosendufts im Tiefschlaf zu einer Aktivierung des Hippokampus sowie kortikaler Bereiche. Der Geruch scheint also die neuen Erinnerungen zu reaktivieren und damit den Transfer der neu gelernten Inhalte in den kortikalen Langzeitspeicher anzustoßen.“ Foto: Antje Wendel

insektenschutz für groß und klein


Insekt_Mücke_xsIch stellte dieser Tage verwundert fest, dass ich hier noch keinen Beitrag über ätherische Öle geschrieben habe, die diverse Insekten auf natürliche Weise (einigermaßen) vertreiben können. Dabei schreibe ich die relevanten Öle so oft an das Flipchart, in meinen Kursen ist das ein regelmäßig wiederkehrendes Thema! Also hole ich dieses Versäumnis heute nach, denn im verregneten Kontinental-Sommer haben die Biester Hochsaison und Hilfe ist gefragt!

Nun muss man wissen, dass Insekten wie auch viele Pflanzen sich mit Hilfe von ätherischen Ölen bzw. deren einzelnen Molekülen „unterhalten“. Pflanzen rufen mit flüchtigen Riechstoffen „alliierte“ Insekten bei Schädlingsbefall zu Hilfe, sie können auch mit Hilfe dieser Riechstoffe Feinde verscheuchen. Sie können sogar sich selbst bzw. Teile von sich selbst warnen, wie letztes Jahr am Beispiel  der Maispflanze festgestellt werden konnte. Mit dem frei gesetzten Stinkstoff Indol, der in Jasmin-Absolue und in zahlreichen anderen Blütendüften vorkommt, „benachrichtigt“ eine frisch angeknabberte Maispflanze ihre „unteren Etagen“, also tiefer gelegene Blätter, die dann ihren Abwehr-Stoffwechsel aktivieren [ein Artikel dazu ist hier (klick!) nachzulesen].

Insekten wiederum sind in der Lage, viele uns aus ätherischen Ölen bekannte Duftmoleküle zu bauen und sie als „Sprache“ untereinander einzusetzen.

  • Bienen beispielsweise stellen Geraniol, Citral (auch in Rosen- und Lemongrassöl enthalten) und andere Terpene her und verwenden sie als Markierungs-Pheromone.
  • Der Sterzelduft von Bienen besteht aus trans-Farnesol (auch in Ylang Ylang, römischer Kamille und Rosenöl enthalten und in Äpfeln, Erdbeere, Heidelbeeren, Trauben, Pilzen, Spinat, Tee, Tomaten).
  • Blattläuse stellen trans-beta-Farnesen als Alarm-Pheromon her (auch in Schafgarbenöl enthalten).
  • Die Wanze Eurygaster integriceps stellt Vanillin als Sexuallockstoff her (in Vanille-, Benzoe- und Toluextrakt sowie in Styraxöl enthalten) [mehr dieser Beispiele werden im Herbst in der stark erweiterten 6. Auflage meines Fachbuches ‚Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe‘ nachzulesen sein]

Und wer im Duftchemie-Unterricht aufgepasst hat😉 weiß, dass alle diese Moleküle bei uns Menschen nachweisbare körperliche und seelische Prozesse steuern können. Ich stehe wieder einmal staunend vor diesen modernen Erkenntnissen und bewundere den Kreislauf, das Ganz-Sein, die Zusammenhänge in der Natur. Wir Menschen haben also noch Spuren der Pflanzen- und Insektenvergangenheit in uns! Zumindest sind wir mit den entsprechenden Rezeptoren ausgestattet.

Aber nun zurück zum Vertreibungsmittel, das kleine stechende und beißende und saugende Monster abstoßen und irritieren soll. Aufgrund der obigen Erkenntnisse kann man sich unschwer vorstellen, dass wir den lästigen und bisweilen sogar gefährlichen Plagetierchen mit einem Riechstoffcocktail vorgaukeln können, dass sie selbst von einer Schar von Feinden umzingelt sind, so dass sie schnellstmöglich „die Fliege“ machen, uns also in Ruhe lassen. Diverse Stechmücken können einige unserer ätherischen Öle so gar nicht leiden, ganz vorne auf der Liste stehen:

  • Citronella (Cymbopogon nardus und C. winterianus, insektifuger Inhaltsstoff: Citronellal)
  • Zitroneneukalyptus (Eucalyptus citriodora, insektifuger Inhaltsstoff: Citronellal)
  • Rosengeranie (Pelargonium asperum und P. graveolens,insektifuge Inhaltsstoffe: Geranial/Geraniol)
  • Atlas-Zeder, Himalaya-Zeder (insektifuge Inhaltsstoffe: Gemisch aus Sesquiterpenen und Sesquiterpenolen)
  • Katzenminze (Nepeta cataria, insektifuge Inhaltsstoffe: Nepetalacton und andere Lactone)

Doch durch die Zugabe von einigen anderen Ölen, die anscheinend auch nicht sonderlich beliebt beim summenden Völkchen ist, können wir die Wirkung unserer Abwehr“waffe“ verstärken. Durch Patchouliöl können wir unsere Haut schützen, was insbesondere bei Zubereitungen für Kinder wichtig ist, denn einige der insektifugen Inhaltsstoffe können minimal hautreizend wirken, insbesondere wenn die Fläschchen älter als 6-9 Monate nach erstem Anbrechen sind und auf erhitzter Haut verwendet werden:

  • Lavandin (Lavandula x Intermedia Super, besser noch Lavandula x intermedia Abrial, Lavandula x intermedia Grosso und Lavandula x intermedia Reydovan, diese enthalten mehr Campher [Bornan-2-on] als insektifugen Inhaltsstoff)
  • Patchouli (Pogostemon cablin, insektifuge Inhaltsstoffe: Gemisch aus Sesquiterpenen und Sesquiterpenolen)
  • Teebaum (Melaleuca alternifolia, insektifuge Inhaltsstoffe, nicht gesichert: Gemisch aus Monoterpenen und Sesquiterpenolen wie Globulol und Viridoflorol)
  • Gewürznelkenknospe (Syzygium aromaticum, insektifuger Inhaltsstoff: Eugenol)
  • Eukalyptus (Eucalyptus globulus, insektifuge Inhaltsstoffe: Mix aus 1,8-Cineol und einigen Monoterpen-Ketonen)

Das Ganze mit nativem Kokosfett, das reich an Laurinsäure ist, anzureichern, ist insbesondere in Zecken-Gebieten hilfreich, denn diese schmecken viel lieber die auf unserer Haut befindliche Buttersäure als die Laurinsäure! Bei den anderen fetten Ölen bitte unbedingt darauf achten, dass sie einigermaßen oxidationsstabil sind, also dass die fein auf die Haut aufgetragene Schicht in Wärme und Sonne nicht zu schnell ranzig wird. Von den bekannteren Ölen sind dies Jojobaöl (korrekt: Jojobawachs) und Olivenöl. Zwei deutlich insektenvertreibende fette Öle  müssen an dieser Stellen noch erwähnt werden:

  • Neem (Azadirachta indica): es  riecht nicht so toll, wäre jedoch als kleine Zugabe auch noch denkbar, es ist bekannt durch die starke Wirkung gegen Milben und Kopfläuse
  • Andiroba (Carapa guaianensis): ein enger Verwandter von Neem mit ähnlicher Wirkung

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieVor einigen Jahren konnte wissenschaftlich bestätigt werden, dass ein weiterer Bestandteil im zitronig duftenden Öl des Zitroneneukalyptus zur Abwehr von Mücken/Stech-Insekten eingesetzt werden kann. Man hat den Stoff identifiziert, der für diese starke Wirkung verantwortlich ist, er wird inzwischen fleißigst aus dem Pflanzenmaterial des schnell nachwachsenden hitzeliebenden Baumes isoliert und für hoch wirksame Anti-Insekten-Mittel eingesetzt. Der „Zauberstoff“, der sogar gegen Malaria-Mücken in den Tropen erfolgreich getestet wurde (mindestens 5 Stunden mit 98 Prozent Sicherheit) heißt p-Menthan-3,8-diol (oder para-menthane-diol, PMD), er wird durch einen kleinen chemischen Eingriff aus dem Haupt-Inhaltsstoff der Zitroneneukalyptusblätter (Citronellal) gewonnen und inzwischen vermehrt isoliert angeboten, um in natürliche Insektenschutzmittel eingearbeitet zu werden. In etlichen Studien konnte er sogar gegen Deet bestehen, eines der schärften (und toxischsten) Insektenschutzmittel. Und die noch bessere Nachricht: sogar Zecken finden das Zeug widerlich (zumindest für einige Stunden)! Bereits eingearbeitet wurde dieser Stoff in das in das Mückenstop-Spray von Taoasis und in das praktische Mückenstop-Tuch für unterwegs.

Ein Selbermach-Rezeptbeispiel für knapp 3%-ig verdünnten ätherischen Ölen, also für Erwachsene und Jugendliche könnte folgendermaßen aussehen:

  • 30 ml Jojobawachs
  • 20 g Kokosfett
  • 15 Tropfen Citronella und/oder Zitroneneukalyptus
  • 5 Tropfen Rosengeranie
  • 5 Tropfen Atlaszeder
  • 5 Tropfen Lavandin
  • 3 Tropfen Teebaum oder Eukalyptus oder Gewürznelkenknospe

Kokosfett ggfs im Wasserbad sehr sanft schmelzen, mit den Ölen vermischen und in Braunglasflasche, am besten mit Pumpmechanismus, füllen. Bei sommerlichen Temperaturen bleibt dieser Mix flüssig. Für Babies und Kleinkinder die Menge der ätherischen Öle halbieren! Wer den Duftmix ähnlich aber als Fertigprodukt mag, kann sich bei Feeling den ‚Insektenschutz‚ (klick!) bestellen, er ist auch als Körper- und Raumspray erhältlich. Nach Stichen und Bissen helfen Bio-Aloe vera-Gel (ohne schädliche Synthetik-Verdicker oder Konservierungsstoffe), Lavendelöl, Pfefferminzeöl und diverse Hydrolate wie Rosenhydrolat, das leicht juckreizstillend/anästhetisierend wirkt.

Zum faszinierenden Thema der Pflanzen-Unterhaltung möchte ich gerne drei wundervolle Bücher empfehlen, vielleicht als Urlaubs-Lektüre?!

PS Wer mehr Infos und wissenschaftliche Arbeiten zum Eukalyptus-Wirkstoff p-Menthan-3,8-diol sucht, kann sie sich entweder g00glen oder in meinem früheren Artikel zum Thema (klick!) aufgelistet finden. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich zu meinen Blog-Beiträgen nicht noch zusätzliche Informationen recherchieren kann. Das Suchfeld hier rechts oben ist gut dazu geeignet, in den bislang circa 650 Beiträgen, die ich seit 2008 verfasse, wirklich sehr viele Antworten auf die am meisten gefragten Fragen zu geben. Einfach einige Stichwörter, die interessieren eingeben, es kommt fast immer etwas dazu!

neuauflagen: aromatherapie für sie & aromatherapie für heil- und pflegeberufe


AT_für_Sie_Cover2016Ich werde derzeit öfters nach den noch ausstehenden Neuauflagen von zweien meiner Bücher gefragt (‚Aromatherapie‘ im Irisiana Verlag gibt es ja bereits seit Februar 2016 in der dritten Auflage). Vor einigen Tagen flatterte die Ankündigung für ‚Aromatherapie für Sie‘ auf meinen Tisch, es wird ein völlig neu durchstrukturiertes sowie wunderschön mit stimmungsvollen Motiven illustriertes Buch und Mitte August, also in circa sieben bis acht Wochen, erscheinen.

Die sechste Auflage meines Fachbuches ‚Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe‘ erfährt derzeit so unglaublich umfangreiche Renovierungsarbeiten, dass das viel vollständiger werdende Werk noch etwas Zeit zum Ausgebrütet-Werden benötigt, bislang ist der Neuerscheinungs-Termin für Mitte September vorgesehen.

Diese Blog-Website wird derzeit von einer Agentur mit meiner „normalen“ Website verschmolzen, dazu neu strukturiert und modernisiert, also für mobile Endgeräte wie Handy und Tablets flott gemacht. Ich hoffe, mein mehr als umfangreiches Angebot an kostenlos vermitteltem Duftheilkunde-Wissen wird dann besser auffindbar, so dass ich nicht mehr so viele private Anfragen erhalten werde😉 [ich bemühe mich, wirklich alle zu beantworten, doch dafür benötige ich oftmals 2 bis 3 Stunden pro Woche]. Die Suchfunktion befindet sich noch auf der rechten Spalte hier gleich oben! Über die Kategorien (rechts etwas weiter unten) kommt man auch ganz leicht an die Wunschartikel. Lernstoff gibt es auch regelmäßig auf meiner Aromapraxis-Seite auf Facebook sowie auf Instagram.

aromapflege bei schmerzen nach verbrennungen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAus dem Land der Erzählungen der zauberhaften Sheherazadevon in ‚Tausendundeiner Nacht‘, also dem Iran, lesen wir regelmäßig schöne Erkenntnisse zur lindernden Wirkung von ätherischen Ölen bei Frauenleiden rund um die Monatsblutung und rund um Geburt und Stillzeit.

In einer aktuellen Arbeit aus der Universität Hamadan geht es um Schmerzlinderung bei und nach dem regelmäßig erforderlichen Verbandswechsel, wenn die PatientInnen an starkenVerbrennungen leiden. Die einfach verblindete, randomisierte klinische Studie erfolgte an 50 PatientInnen zwischen 18 und 65 Jahren mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades. Sie atmeten an zweit Tagen jeweils für 20 Minuten entweder fünf Tropfen 40%-ig in Wasser verschütteltes ätherisches Rosenöl (Rosa damascena) ein oder – in der Placebogruppe – reines Wasser. Beide Substanzen wurden jeweils auf ein Gazestück gegeben, das 20 cm von der Nase entfernt an der Kleidung der TeilnehmerInnen befestigt wurde. Die Pflegeperson, die die Gazestücke anbrachte, trug eine Atemmaske und konnte somit nicht riechen, was sie verabreichte. Die Schmerzwerte der PatientInnen wurden eine halbe Stunde vor dem Verbandswechsel ermittelt und jeweils 15 und 30 Minuten nach der schmerzhaften Prozedur.

Es wurde ein signifikanter Unterschied vor und nach dem Verbandswechsel notiert (P < 0.001), auch wurde ein signifikanter Unterschied (P < 0.05) der Schmerzintensität vor und nach der aromatherapeutischen Anwendung registriert. Zudem wurde die Schmerzintensität bei der Placebogruppe und der „Duftgruppe“ verglichen und als signifikant errechnet (P < 0.05).

Die Autoren dieser Arbeit folgern, dass die ergänzend zur Schmerzmedikation erfolgende Inhalation von Damaszener-Rosenöl hilfreich sein könnte, um die Schmerzen beim Verbandswechsel nach Verbrennungen zu reduzieren. [Bikmoradi A, Harorani M, Roshanaei G, Moradkhani S, Falahinia GH: The effect of inhalation aromatherapy with damask rose (Rosa damascena) essence on the pain intensity after dressing in patients with burns: A clinical randomized trial. Iran J Nurs Midwifery Res. 2016 May-Jun;21(3):247-54]. Diese neue Studie kann kostenfrei hier (klick!) herunter geladen werden.

rosmarinöl und pfefferminzetee zur verbesserung der gedächtnisleistung


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieÜber den Forscher Dr. Mark Moss der britischen Northumbria University habe ich bereits geschrieben (zB hier), ich habe ihn auf einem beeindruckenden Vortrag auf der Botanica2014-Konferenz in Dublin erlebt. Anfang September (2.-5.9.2016) wird er wieder auf der Botanica2016-Konferenz in Brighton über neue Erkenntnisse in Sachen Heilkräuter und Gedächtnisverbesserung berichten, ich freue mich schon drauf!

Vor zwei Wochen stellten die Studentinnen Lauren Bussey, Lucy Moss und er die Ergebnisse einer neuen Studie an der jährlichen Konferenz der British Psychological Society’s in Nottingham vor.

Jeweils 4 Tropfen der ätherischen Öle von Rosmarin und Lavendel wurden per Aromastream-Gerät (für Infos zum Gerät klicken!) in einem von zwei Testräumen verbreitet. 150 gesunde Personen, die älter als 65 Jahren waren, nahmen an diesem Experiment teil, sie wurden zufällig der einen oder anderen Duftgruppe oder einem unbedufteten Raum zugeordnet.

Sie mussten diverse Gedächtnistests machen, unter anderem jemandem eine bestimmte Nachricht zu einem späteren fest gelegten Zeitraum überbringen und beim Stattfinden eines bestimmten Ereignisses eine bestimmte Aufgabe erledigen. Auf diese Art wird das prospektive Gedächtnis überprüft, also wie Dinge erinnert werden, die in der Zukunft liegen bzw die durch ein äußeres Ereignis ausgelöst werden. Als Beispiele nennen die Forscher, dass man daran denkt, eine Fernsehsendung (in der Zukunft) anzuschauen, oder einen Brief einzuwerfen, wenn man am Briefkasten vorbei kommt.

Auch die Stimmungslage der TeilnehmerInnen wurde vor und nach den Tests erfasst. Rosmarinduft verbesserte das prospektive Gedächtnis signifikant gegenüber einer unbedufteten Umgebung. Rosmarin verbesserte zudem signifikant die Wachheit, Lavendelduft verbesserte das Ruhegefühl und die Zufriedenheit gegenüber der Stimmungslage der Menschen im nicht-bedufteten Raum. Mildes Rosmarinöl Ct. Cineol kann in Bio-Qualität bei FeelingFarfalla, NeumondPrimavera und Wadi bestellt werden. Feeling hat auch das noch stärker auf die grauen Zellen wirksame Rosmarin Ct. Borneon im Programm. Rosmarin Ct. Verbenon wirkt bei den meisten Menschen nicht sehr stark auf die Gedächnisleitung.

Einen englischsprachigen Bericht gibt es beispielsweise im The Telegraph.

Die Forschergruppe untersuchte auch an 180 Personen, wie sich Pfefferminztee oder Kamillentee auf die verschiedenen Gedächtnis-Arten und auf die Wachheit auswirken. Pfefferminztee verbesserte das Langzeitgedächtnis während Kamillentee das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit-Geschwindigkeit signifikant verlangsamte, darum ist er ein guter Entspannungstee.

hautzellen können nicht nur riechen sondern auch schmecken


Enziantee ohne Text-1Es war Ende des Jahres 2010, ein Professor, der sich seit Jahren für eine naturheilkundlich orientierte Dermatologie stark macht, sitzt im ICE von Berlin nach Freiburg. Er befand sich auf der Rückfahrt vom Europäischen Kongress für Integrative Medizin (ECIM). Der Arzt und Biologe Christoph Schempp hatte dort zwei Vorträge über die Wirkung von Birkenrinde und Johanniskraut auf die Haut gehalten, und saß jetzt auf der Rückfahrt im Zug.

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Prof. Dr. Christoph Schempp

Er blätterte gedankenverloren in der „Neuen Zürcher Zeitung“. Plötzlich durchzuckte es ihn wie ein Blitz, als er die Seite „Wissen“ aufschlug und dort die Überschrift las: „Bittere Medizin hilft gegen Asthma. Bitterstoffe führen zu einer Entspannung der Muskulatur in den Atemwegen“. Sofort war seine Aufmerksamkeit wiederhergestellt.

Bitterstoffe sollten gegen Asthma helfen? Der Artikel in der NZZ berichtete über neue Forschungsergebnisse amerikanischer Wissenschaftler, die herausgefunden hatten, dass Bitterstoffe die Beweglichkeit von Flimmerhärchen im Nasenepithel und in der Lunge anregen und so zu einer verstärkten Reinigung der Atemwege führen. Der Dermatologe fand jedoch den Bericht über eine Publikation in der führenden medizinischen Zeitschrift „Nature Medicine“, die im Oktober 2010 publiziert worden war, besonders interessant.

Das Team um den Wissenschaftler Steve Liggett von der Universität Baltimore hatte herausgefunden, dass glatte Muskelzellen in den Atemwegen Rezeptoren für Bitterstoffe besitzen, und dass die Anwendung von Bitterstoffen zu einer Entspannung dieser Muskelzellen und Atemwege führt (zum Bericht in der renommierten Fachzeitschrift Nature geht es hier). Prof. Schempp erinnert sich: „Wir hatten schon früher einmal mit Bitterstoffen experimentiert und antibakterielle Wirkungen von Enzian, Bitterklee und Tausendgüldenkraut nachgewiesen. In weiteren Screenings waren die Bitterstoffe aber nicht besonders aufgefallen.“ Nun fragte er sich, ob sie nicht damals etwas übersehen hatten.

Könnte es sein, dass Bitterstoffrezeptoren nicht nur in der Nase und in der Lunge vorkommen, sondern auch in der Haut, und dort eine bisher unentdeckte Rolle spielten? „Zurück in Freiburg besorgte ich mir sofort die bis jetzt vorhandene Literatur über Bitterstoffrezeptoren, und auch die in der NZZ erwähnte Publikation. Am nächsten Tag diskutierten wir in unserer Arbeitsgruppe den Bericht aus der NZZ, und alle waren sogleich fasziniert von der Idee, dass die Haut auch schmecken kann. Unser neues Forschungsprojekt ‚Bitterstoffrezeptoren in der Haut‘ war geboren.“ Bisher hatte noch niemand diese Frage bearbeitet, deshalb galt es keine Zeit zu verlieren und den Vorsprung zu nutzen.

Ab jetzt arbeiteten die Freiburger Wissenschaftler daran, Bitterstoffrezeptoren in Haut und Schleimhaut zu finden. Die Freude war groß, als es mit Hilfe monoklonaler Antikörper gelang, das Vorhandensein von verschiedenen Bitterstoffrezeptoren sowohl in der Schleimhaut, als auch in der Haut eindeutig nachzuweisen. Es gelang den Wissenschaftlern sogar, mit verschiedenen Bitterstoffen und einem Extrakt aus Enzian diese Bitterstoffrezeptoren zu stimulieren. Zu ihrer Überraschung führte die Aktivierung der Bitterstoffrezeptoren in der Haut zu einem Einstrom von Kalzium und zu einer Synthese verschiedener Lipide und Eiweiße, die wichtige Bausteine beim Aufbau der Hautbarriere sind.

Velan_Serie KopieAußerdem konnte das Team um Prof. Schempp und Dr. Wölfle antiallergische und stoffwechselanregende Wirkungen von Bitterstoffen in der Haut nachweisen. „Nun war es an der Zeit, diese Entdeckung zum Patent anzumelden, um damit eine neuartige Hautpflege mit Bitterstoffen entwickeln zu können“ so Schempp. Am 28.Oktober 2013 wurde die Patentanmeldung beim Europäischen Patentamt eingereicht und die Entwicklung der Hautpflegeserie VELAN mit Bitterstoffen nahm ihren Weg.
Velare (lat.) heißt einhüllen, umhüllen. Ein Velum (lat.) ist eine Hülle, ein Tuch, das uns einhüllt und schützt, so wie unsere Haut. „Es war nicht einfach, geeignete Rohstoffe und Extrakte zu finden“, erinnert sich Schempp.

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Gelber Enzian (Gentiana lutea L.) by © Ursel Bühring

„Schliesslich stiessen wir auf einen Familienbetrieb im Allgäu, von dem wir biologisch angebaute Enzianwurzeln beziehen konnten. Der Extrakt aus diesen Wurzeln ist heute in allen Produkten der von uns entwickelten Pflegeserie enthalten.“ Nach dreijähriger Entwicklungsarbeit waren die sechs Velan-Produkte endlich fertig und konnten über die Universität Freiburg auslizensiert werden. Eine klare und übersichtliche Website mit Shopfunktionen wurde kreiiert. „Es waren aufregende fünf Jahre seit dieser Zugfahrt von Berlin nach Freiburg“, sagt Schempp. „Derzeit untersuchen wir, welche Rolle die Bitterstoffrezeptoren der Haut im Alter und bei Neurodermitis spielen“. Man darf gespannt sein, was die Wissenschaftler noch alles über die Bitterstoffrezeptoren der Haut entdecken werden.

Ich durfte die sechs Produkte der absolut innovativen Velan-Serie testen, es befinden sich keinerlei synthetisch-chemische Substanzen in diesen Produkten, die zudem strengen NaTrue-Siegel zertifiziert sind (mehr zu seriösen Siegeln für Naturkosmetik und ätherische Öle befindet sich hier). Klar, dass ich zunächst zur roten Serie mit den hautstraffenden Produkten griff, schließlich bin ich nicht mehr die Jüngste. Neben den Bitterstoffen aus der Bio-Enzianwurzel tragen lichtschützender und antiallergisch wirksamer Schisandra-Extrakt und Granatapfel zur Pflegewirkung bei. Das Serum ist ganz leicht und trotzdem wunderbar nährend, obwohl es sich extrem sparsam auftragen lässt. Eigentlich brauche ich darüber kein anderes Produkt, vielleicht mal im Winter. Serum und und die prima einziehende Bodylotion duften ganz zart und fast pudrig nach Palmarosa und einem Hauch Lemongrass.

Mein ‚Pubertier‘ (17 Jahre) setzt in Notfällen (Party steht an) das Reine Haut Akut-Gel aus der grünen Serie ein. Dieses Gel kam wie gerufen, als er eine antibiotische Salbe „unbedingt brauchte“, die würde jeder besitzen und benutzen. Ich war froh, dass ich ihm auf der Stelle eine Alternative reichen konnte. Weidenrinde in diesen zwei Produkten enthält Polyphenole (Gerbstoffe, Flavonoide), Salicylsäure und Salicin (Weidenbitter). Manuka und Ackerminze erfrischen und klären das Hautbild, Manuka rückt zudem den lästigen Akne-Bakterien auf den Leib. Für das Testen der Peelingmaske werde ich demnächst ein weibliches ‚Pubertier‘ anheuern. Die blaue Serie kommt ganz ohne ätherische Öle aus und ist damit ideal für Menschen mit problematischer, juckender, schuppender Haut geeignet. Zudem ist denkbar, dass man den samtigen Körperbalsam und die beruhigende Gesichtscreme mit eigenen Lieblingsdüften anreichert.

Velan_Produkte_WebsiteDiese sechs Produkte kosten zwischen 5,95 € (Akut-Gel) bis 24,95 € (Pflegelotion zum Straffen), das mag zwar zunächst nicht preiswert erscheinen, doch die Produkte sind wirklich sehr ergiebig und beinhalten nur pflegende Substanzen und keinerlei mineralische Träger- oder Verlängerungsstoffe, sind also pure Naturpflege vom Feinsten. Sowas wie zartschmelzende Schoki-Trüffel für die Haut – aber garantiert kalorienfrei (wer weiß, es handelt sich ja um notfalls essbare Kosmetik…😉 ) Zu bestellen auf der Velan Shop-Seite (klick!)

Der wissenschaftliche Hintergrund

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Dr. Ute Wölfle

Die Erforschung der hautpflegenden und hautregenerierenden Inhaltsstoffe dieser kleinen aber sehr feinen Kosmetikserie  wurde am Forschungszentrum skinitial an der Klinik für Dermatologie und Venerologie der Uni Freiburg durchgeführt. Dort widmet sich ein Team um Dr. Christoph Schempp und Dr. Ute Wölfle (die übrigens schon mal bei mir hier in Irland an einer Duft-Erlebnis-Woche teilnahm) der wissenschaftlichen Erforschung der Wirkung von Pflanzen und Licht auf die Haut.

Standardisierte Pflanzenextrakte enthalten eine Vielzahl therapeutisch interessanter sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe und Naturstoffe, z.B. Antioxidanzien, entzündungshemmende und antimikrobielle Substanzen (siehe Velan Website). Die dermatologische Nutzbarkeit vieler solcher Stoffe ist erst ansatzweise erforscht.

Methodenspektrum :: Bei der Prüfung von Wirksamkeit und Verträglichkeit von Naturstoffen kommt der Dermopharmazie, die sich mit geeigneten Darreichungsformen (Galenik), der Wirkstoff-Freisetzung und der Penetration in die Haut beschäftigt, eine besondere Bedeutung zu. Dermatologisch verwendete Naturstoffe sollten kein sensibilisierendes oder phototoxisches Potenzial besitzen. Im Labor sind verschiedene Zellkultur-Modelle und molekularbiologische Methoden etabliert.

Klinisch werden die Substanzen in Hauttests (Patchtest, Ultraviolett-Erythemtest) und in Pilotstudien, z.B. bei Neurodermitis, untersucht. Zum klinischen Methodenspektrum gehören hautphysiologische Untersuchungen wie Messung der Hauthydratation, des transepidermalen Wasserverlustes, der Hautdurchblutung, des Hautfettgehaltes und der Pigmentierung. In das Forschungszentrum integriert ist ein Studienzentrum für entzündliche Hauterkrankungen, in dem zertifizierte Prüfärzte und eine Study nurse klinische Studien nach GCP (good clinical practice) durchführen.

Kooperationen :: Der integrative Ansatz des Zentrums kommt durch interdisziplinäre Forschungsprojekte mit naturwissenschaftlichen Fachrichtungen wie Allergologie, Biologie und Pharmazie zum Ausdruck, aber auch durch Einbeziehung alternativer Forschungs- und Therapieansätze wie der anthroposophischen Medizin und die Kooperation mit dem Unizentrum für Naturheilkunde.

Forschungsprojekt || Wirkung von Bitterstoffen an der Haut :: In den letzten Jahren wurde entdeckt, dass bestimmte Geschmacksrezeptoren, die Bitterstoffrezeptoren (T2Rs), nicht nur im Mund und Rachenraum vorhanden sind, sondern auch in den Bronchien der Lunge vorkommen. Die Bindung von Bitterstoffen an Bitterstoffrezeptoren in der Lunge führt zu einer Erweiterung der Bronchien, was eventuell für die Behandlung des Asthma bronchiale genutzt werden kann. Das Forschungszentrum skinitial konnte zeigen, dass auch die Haut Bitterstoffrezeptoren besitzt.

Pflanzliche Bitterstoffe aus dem Enzian oder Weidenbitter (Salicin aus der Weidenrinde) binden an diese Bitterstoffrezeptoren und bewirken einen Calciumeinstrom in die Hautzellen. Dies stimuliert die Lipidsynthese und die Produktion von bestimmten Proteinen, die entscheidend am Aufbau der Haut beteiligt sind (Keratine, Filaggrin). Bitterstoffe regen dadurch den Stoffwechsel der Haut an. Darüber hinaus besitzen sie antiallergische Wirkungen. Antiallergische Wirkung von Amarogentin.

Forschungsprojekt || Gerbstoffe bei der Behandlung von Hautentzündungen :: Gerbstoffe, zum Beispiel aus der Eiche, der Zaubernuss und der Blutwurz sind eine Gruppe von pflanzlichen Polyphenolen mit adstringierender und entzündungshemmender Wirkung. Darüber hinaus gehen Gerbstoffe chemische Bindungen mit Eiweißen ein und wurden deshalb zum Gerben von Leder verwendet. Im molekularen Bereich wirken Gerbstoffe auch als Immunmodulatoren und gegen Krebszellen. Gerbstoffe werden heute vor allem in der anthroposophischen Medizin als regulierende Therapeutika eingesetzt, um überschießende Proliferation, Ödembildung und atopische Erkrankungen zu behandeln. Die verwendeten Gerbstoff-haltigen Arzneimittel werden u.a. aus der Eichenrinde und aus dem Rhizom der Blutwurz (Potentilla officinalis) hergestellt. Das Forschungszentrum skinitial führt klinische und experimentelle Untersuchungen zu gerbstoffhaltigen Pflanzen durch.

Forschungsprojekt || Wirkung von Antioxidanzien auf die Haut :: Oxidativer Stress spielt eine wichtige Rolle bei der Hautalterung, aber auch bei Entzündungen der Haut und bei der Entstehung bestimmter Hautkrebs-Arten. Deshalb sind Antioxidanzien interessante Wirkstoffe für die Prävention und Behandlung dieser Hautprobleme. Antioxidanzien neutralisieren schädliche Sauerstoff-Radikale, wie sie z.B. durch UV-Bestrahlung entstehen. Neben Vitamin E und C und Ubichinon (Coenzym Q10) sind Carotinoide und pflanzliche Polyphenole die wichtigsten Antioxidanzien. Zu den Polyphenolen gehören das Resveratrol, die Tannine und die Flavonoide. Bekannte Flavonoide sind Quercetin und Luteolin, die wegen ihrer antioxidativen Wirkung häufig in Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden. Das Forschungszentrum skinitial erforscht insbesondere das Flavonoid Luteolin und die Pflanze Reseda luteola, und deren Wirkung auf UV-induzierte Entzündungen der Haut.

Forschungsprojekt || Wirkung von Birkenkorkextrakt auf die Haut :: Das Forschungszentrum skinitial beteiligte sich in den letzten Jahren an der klinischen und experimentellen Erforschung von Betulinen aus der Birkenrinde und deren Wirkung auf die Haut. Es wurden explorative Anwendungsbeobachtungen durchgeführt, bei denen sich zeigte, dass insbesondere Hauterkrankungen mit einer geschädigten Barrierefunktion gut auf die äusserliche Anwendung von Betulin ansprechen (Intertrigo, Verbrennungen, akute Ekzeme, oberflächliche Wunden). In experimentellen Untersuchungen wurde von skinitial gezeigt, dass Birkenkorkextrakt differenzierungsfördernde Wirkungen auf Hautzellen hat.

aromapflege bei schmerzen und anderen chronischen erkrankungen


Manuka - das Pflanzen-Antibiotikum

Das Öl (und der Honig) des Manuka-Baumes sind wundervolle Unterstützer zur Heilung von (chronischen) Infektionen

Da zwei angemeldete Personen nicht zur Duft-Erlebnis-Woche Ende Mai (28. Mai bis 04. Juni) kommen werden, möchte ich gerne zwei (oder mehr) kurz entschlossenen InteressentInnen die preisreduzierte Gelegenheit zu diesen schönen Tagen rund um die Manukablüte anbieten (hoffentlich, die Nächte sind noch sehr kalt, doch ab Montag soll sich endlich ein richtiger Frühling einstellen). Wer für eine der Personen einspringt, erhält den Frühbucher-Rabatt von 50 Euro, sollten beide Plätze wieder besetzt werden, gibt es einen Rabatt von 150 Euro (also pro Person 75 Euro).

Manukabaum

In Südwest-Irland wachsen die höchsten Manuka-Bäume Europas, die Pflanze ist in Neuseeland heimisch und dort ein sehr wichtiges Heilmittel

Ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert, wie man sich in sehr vielen Fällen von chronischen Wehwehchen, sei es Hautgeschichten, Migräneattacken, Wadenkräpfen, MRSA-Infektionen, immer wieder kehrenden Hexenschuss-Überfällen und Blasenentzündungen, sowie vielem mehr mit ätherischen und fetten Ölen sowie mit Hydrolaten und einfachen Mitteln, die (fast) jeder im Haushalt hat, helfen kann. Darum widme ich seit einigen Jahren eine meiner Duft-Erlebnis-Wochen in unserem schönen Seminar- und Gästehaus am Meer diesem Thema. Ich erläutere wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesem Thema, berichte von wunderschönen Erfahrungen mit diesen einfachen Hausmitteln, zeige auch neue Produkte wie das prima schmerzlindernde Magnesiumöl, führe auf „Expeditionen  ins Grüne“ zu heilenden Wild- und Duftpflanzen. Klar dass ich im Laufe dieser Woche auch viele Rezeptideen vorstelle und dass wir zusammen einfache und wirksame Mittel für unsere Hausapotheke rühren werden.

Manukabaum

Wir fahren mit dem Boot nach Garinish Island, vorbei an vielen dösenden Seehunden, dort auf der Garteninsel blühen besonders schöne Exemplare von Leptospermum scoparium, meistens in den letzten Maitagen und in der erste Junihälfte. Dort hats die Wildform, weiß blühend und ungefüllt und einige der Zierformen, knallpink und gefüllt.

Heute in drei Wochen ist es also wieder soweit, und dieses Mal konnte ich Heilpraktikerin Gisela Cordes zu meiner Ergänzung dazu gewinnen, ihre fantastischen einfachen Griffe aus der SelaCor-Methode nach Breuss und Dorn zu zeigen und mit uns zu üben. Man kann diese einfachen, doch fast wundersam wirkenden Griffe prima bei sich selbst und bei seinen Lieben im Falle von Hexenschuss und Co. anwenden und sich möglicherweise auf diese Art viel Leid und reichlich Schmerzmittel ersparen. Die sympathische Gisela ist so gut in ihrer weiterentwickelten Dorn-Methode (dort habe ich diese einst erlernt), dass ich jede Anreise, jeden Flug auf mich nehme, um von ihr liebevoll be-HAND-elt zu werden. Meistens reichen ein bis zwei Sitzungen, um langanhaltenden Erfolg zu erzielen. Sie wird uns also in ihr HANDwerk schauen lassen.

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

  • 28.05.-04.06. Aromapflege – sanfte und wirksame Begleitung bei Schmerzen und chronischen Erkrankungen, mit Heilpraktikerin Gisela Cordes, wir üben Griffe nach der Dorn-Breuss-Selacor-Methode (Schmerzen schnell und wirksam beheben)
  • Kosten für die zwei kurzentschlossenen ErsatzteilnehmerInnen (es gilt die Reihenfolge der Anmeldung): 940 € (eine Person) bzw 915 € (je Person bei zwei zusammen anreisenden Personen) für 6 Tage inkl. Übernachtung im Zweibettzimmer, Vollpension, Rohstoffe für die Ölemischungen der Hausapotheke, Exkursionen, Eintritte und Bootsfahrt. Begleitpersonen, die nur an den Exkursionen teilnehmen möchten sind willkommen (790 €, Kinder unter 5 J. kostenlos, bis 12 J. halber Preis, deutschsprachiger Babysitter kann gebucht werden). Die Duftwochen beginnen jeweils am Anreise-Samstag um 19 Uhr* mit einem gemeinsamen warmen Abendessen, der darauf folgende Samstag ist der Abreisetag.
  •  

    Der Flug erfolgt am besten mit Aer Lingus nach Dublin, vom Flughafen-Terminal fährt stündlich der bequeme Aircoach-Bus nach Cork (circa 16 Euro, 3 bis 3,5 Stunden), wo unser Abholservice oder der öffentliche Bus zu uns abfährt. Gutschein_AiDA2016_Muster_xsEs gibt auch entweder einen Direktflug (ab München, jedoch nicht samstags) oder über Amsterdam nach Cork, das ist die charmante zweitgrößte Stadt Irlands. Die Details und Preise sind hier (klick!) nachzulesen, das Übersichts- und Anmeldeformular befindet sich hier (klick!), die beiden bebilderten Broschüren zu allen Aromatherapie- und Gartenwochen-Veranstaltungen können in der rechten Spalte zum Runterladen angeklickt werden. (* bei Verspätung unseres Abhol-Services auch schon mal um 19:30 Uhr)

aromapflege-kurse der besonderen art


P1000218Oft wird beklagt, dass alle spannenden Kurse und Kongresse über Aromapflege und Aromatherapie im Süden stattfinden. Tatsächlich herrscht ein nicht nachzuvollziehbares Nord-Süd-Gefälle, dass seit circa 10 Jahren noch viel ausgeprägter als zur Zeit meiner ersten aromatischen Tätigkeiten vor bald 30 Jahren geworden ist. Denn in Österreich konnte nach Zeiten vieler Verbote und Einschränkungen die Aromapflege gemäß §64 GuKG in vielen Pflegeinstitutionen erfolgreich etabliert werden, seitdem boomen Ausbildungsangebote, kleine Praxen und auch Ölebieter mit eigenartigen Produkten tummeln sich inzwischen dort vermehrt.

sabrina_herber_seminarhaus_vivere2In Deutschland gibt es nach wie vor nur eine winzige Anzahl von Menschen, die unabhängig und in selbstständiger Tätigkeit ausschließlich von der Arbeit mit ätherischen Ölen leben. Die meisten KollegInnen sind entweder als Angestellte (oder feste freie MitarbeiterInnen) in Ölefirmen oder Schulen tätig oder gehen sogar völlig anderen Brotberufen nach. Einige liebe KollegInnen sind inzwischen im „Ruhestand“, widmen sich jedoch nun endlich ganz der duften Tätigkeit und genießen eine gewisse finanzielle Grundabsicherung durch ihre Rente.

Nicht so Sabrina Herber, sie ist jung und arbeitet seit 2002 ausschließlich für die Erfüllung ihres duften Traumes. Als keines Mädchen bereits erlernte sie von ihrer Mutter, die Altenpflegerin ist, was das Kümmern um gebrechliche oder kranke Menschen bedeutet. Ihr Interesse für naturheilkundliche Betreuung führte sie ins Allgäu und sie wurde Aromaexpertin im Fachbereich Pflege. Inzwischen ist sie auch Gesundheitspraktikerin BfG, die sich auf Duftkommunikation spezialisiert hat, dazu auch Hospizbegleiterin und MediAkupresspraktikerin nach dem Konzept „Begleitende Hände“. In den letzten 13 Jahren betreute die engagierte Mutter von drei Kindern ein Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser und Hospize im Bereich der Aromapflege und der Schulung der Mitarbeiter. Sie legt Wert auf eine Auswahl an Öleanbietern mit denen sie behandelt und schult, so dass die KursteilnehmerInnen immer selbst entscheiden können, welche Öle und Angebote am besten jeweils zu ihnen passen

sabrina_herber_seminarhaus_vivereIm Jahr 2008 konnte sie dann ihr kleines, aber feines Seminarhaus in Schwollen im schönen Hunsrück eröffnen, die Vivere Schule für Aromatherapie und Aromapflege. Dort werden seitdem umfangreiche Fachweiterbildungen angeboten. Schnell erweiterte Sabrina das Seminarangebot auch mit anderen erfolgreichen komplementären Pflegemethoden wie z.B. der MediAkupressur. Die Seminarteilnehmer kamen und kommen aus ganz Deutschland, aus dem nahen Luxemburg und Belgien, sogar aus Österreich und der Schweiz.

sabrina_herber_seminarhaus_vivere_edelsteinweg

Man wandelt durch den Kies, schaut vielleicht nach unten und siehe da, dort funkeln kleine Halb-Edelsteine in der Sonne!

Die kleine Schule ist stetig gewachsen und platzte bald aus allen Nähten, so stand Anfang Mai der Umzug in ein neues Gebäude an: ein Blockhaus aus Holz mit mehr Bewegungsfreiheit, nach und nach pflanzt Sabrina auch wieder einem tollen Kräutergarten an (im früheren Garten hat mich ihr origineller Edelsteinweg toootal begeistert). Sabrina freut sich, dass sie einen wirklich ganz besonderen Ort gefunden hat (oder hat der Ort sie gefunden???)

Sie hat nun die Möglichkeit, parallel in zwei gemütlichen Räumen Seminare, Workshops, Beratungen und Schulungen durchzuführen. Das naturnahe Gebäude ist großzügig und trotzdem sehr gemütlich gestaltet. Ihr Referenten Team besteht inzwischen aus drei ViVere-Team Dozenten und derzeit sieben Gastreferenten (zu denen ich auch gelegentlich gehöre!). Dies macht es ihr möglich, auch die Fachweiterbildung zur ViVere-Praktikerin für komplementäre und naturheilkundliche Pflege anzubieten.

sabrina_herber_seminarhaus_vivere_außenIm Außenbereich des schönen Holzhauses hat die talentierte Hobbygärtnerin und Sammlerin von schönen teils antiken Deko-Stücken bereits wieder begonnen, einen Kräuter- und Duftgarten anzulegen. Eine Wildblumenwiese, sowie Beerensträucher zum Naschen werden sich dazu gesellen. Die großzügige Holzterrasse lädt dazu ein, die Seminarpausen draußen zu verbringen. Ganz besonders freut sie sich, dass sie jetzt auch Übernachtungsmöglichkeiten für Referentinnen und Seminarteilnehmer zur Verfügung stellen kann. Ihre sympathische Teamkollegin Gertrud Schneider bietet nach Terminvereinbarung gesundheitspraktische Beratung, auch für pflegende Angehörige, Massagen, Wärmepackungen, Wickel, Auflagen, MediAkupress-Anwendungen und gesundheitspraktische Duftkommunikation in ihrem wunderschön gestalteten Raum an.

Sabrina gehört zu den fleißigen Blog-Schreiberinnen, hier kann man aus einem inzwischen riesigen Fundus an Rezepturen und Ideen schöpfen. Und wer all die tollen Sachen life erleben möchte: 2014 hat sie mit ihren Kolleginnen Gertrud Schneider und Sarah Schütz den 1. Fachkongress für komplementäre Aromapflege und Prävention im Gesundheitswesen organisiert. Sie durften am Umwelt Campus in Birkenfeld 180 Gäste begrüßen. Der nächste Fachkongress wird im Jahre 2017 stattfinden. Über Kurse, Termine und die genaue Lage ihrer Schule im beschaulchen Hunsrück (das Edelsteinstädchen Idar-Oberstein liegt um die Ecke, Koblenz, Trier, Mainz, Saarbrücken und die Stadt Luxemburg sind nicht weit entfernt, die Adresse lautet Am Geissler 10, 55767 Leisel), informiert man sich auf Sabrinas neu gestalteter Website. Sie gibt auch auf zahlreichen sozialen Netzwerken Infos und kostenlosen Rat [Facebook und Instagram]

sabrina_herber_seminarhaus_vivere3Ach ja, HAPPY BIRTHDAY liebe Sabrina, mögen die feinen Düfte dir noch viel Freude, Erfolg und Gesundheit bringen.