bei asthma: bronchienerweiternde wirkung durch riechstoffe


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Immer mehr wird von Wissenschaftlern erkannt, dass nicht nur die Riechrezeptoren, die unserer Nase zugeordnet sind, auf Riechinformationen regieren können, sondern dass auch andere menschliche Gewebe diese Fähigkeit besitzen (Haut, Blut, Leber, Herz, Prostata und Spermien).

Vor einigen Tagen hat die in dieser Forschungsrichtung bahnweisende Ruhr-Universität Bochum wieder ein spannendes Untersuchungsfeld auf einer Pressemeldung bekannt gegeben: Die Forscher rund um Professor Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt entdeckten, wie manche Riechstoffe die Bronchien erweitern können und bei somit bei Asthma gut tun. Andere Riechstoffe wiederum bewirken genau das Gegenteil und könnten im praktischen Leben die Schuldigen daran sein, dass manche Menschen auf penetrante synthetische Weichspül-Gerüche, Waschmittel, Kosmetika und Parfüms mit Atemnot reagieren. Möglicherweise wird es sogar einmal eine Bestätigung der Vermutung von vielen Heilpraktikern geben, dass (künstliche) Aromastoffe in Fertignahrungsmitteln, zu asthmatischen Reaktionen führen können. Hier ein Auszug aus der Pressemeldung vom 8. August 2016:

>> Riechrezeptoren in den Bronchien entdeckt
Die Muskelzellen der Bronchien nehmen Düfte wahr, zum Beispiel einen speziellen nach Bananen und Aprikosen. Das könnte eine gute Nachricht für Asthmatiker sein.
In den Muskelzellen der menschlichen Bronchien haben Forscher zwei Typen von Riechrezeptoren entdeckt. Aktivieren die passenden Düfte diese Rezeptoren, erweitern oder verengen sich die Bronchien – ein potenzieller Ansatz für die Asthmatherapie.

Zu diesem Ergebnis kam ein Team um Prof. Dr. Dr. Dr. habil Hanns Hatt und Dr. Benjamin Kalbe vom Bochumer Lehrstuhl für Zellphysiologie. Gemeinsam mit Kollegen verschiedener Kliniken in Bochum, Köln und Herne berichten die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift „Frontiers in Physiology“.

Bananen-Aprikosen-Duft erweitert Bronchien
Die neu auf den Muskelzellen entdeckten Rezeptoren tragen die Bezeichnungen OR2AG1 und OR1D2. Die Forscher identifizierten auch die zu den Riechrezeptoren passenden Düfte sowie die Signalwege, die diese in der Zelle auslösen.

Amylbutyrat, ein fruchtiger Duft mit Bananen- und Aprikosennoten, aktiviert den Rezeptor OR2AG1. Bindet der Riechstoff, entspannt und erweitert das die Bronchien. Der Effekt war im Experiment so stark, dass er die Wirkung von Histamin aufheben konnte. Diesen Stoff schüttet der Körper bei allergischem Asthma aus, wodurch sich die Bronchien verengen.

Ansatz für die Asthmatherapie
„Amylbutyrat könnte bei Asthma helfen, die Luftzufuhr zu verbessern“, folgert Hanns Hatt. „Vermutlich kann es nicht nur den Effekten von Histamin entgegenwirken, sondern ebenso denen von anderen Allergenen, die das Atmen behindern.“ Auch für die Behandlung anderer Krankheiten, etwa der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, könne der Rezeptor interessant sein.

Die Forscher zeigten außerdem, dass Amylbutyrat in den Muskelzellen die gleichen Signalwege in Gang setzt wie in den Riechzellen der Nase.

Zweiter Rezeptor mit gegenteiligem Effekt
Der zweite Rezeptor OR1D2 ist empfänglich für Düfte mit blumigen, öligen Noten, etwa Lilial oder Bourgeonal. Bindet der Riechstoff an den Rezeptor, passiert das Gegenteil wie beim Rezeptor OR2AG1: Die Bronchialmuskeln kontrahieren. Außerdem werden in den Zellen entzündungsfördernde Stoffe freigesetzt.

Für die Studie untersuchten die Forscher menschliche Zellkulturen, die das Team um Privatdozent Dr. Jürgen Knobloch vom Bochumer Universitätsklinikum Bergmannsheil zur Verfügung stellte. Dabei handelte es sich um glatte Muskulatur, die im Gegensatz zur quergestreiften Muskulatur nicht der willentlichen Kontrolle unterliegt. << 

Die komplette (englischsprachige) wissenschaftliche Arbeit kann hier runtergeladen werden.

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Römische Kamille, Chamaemelum nobile

Bei den ätherischen Ölen sticht in Sachen Bronchien-Erweiterung das eher noch unbekannte, fruchtig duftende Öl der Khella (Zahnstocherkraut, Ammi visnaga) besonders hervor und siehe da, es enthält fast 30% natürliche Butyrate, also Ester der Buttersäure. Das als stark entkrampfend wirksame ätherische Öl der römischen Kamille kann sogar noch mit einem höheren Anteil an diesen Buttersäure-Verbindungen aufwarten (gut 50 Prozent). Myrtenöle, Immortelle, Lavendel und Palmarosa enthalten kleine Mengen davon. Erfahrungsgemäß genügen kleine Anteile dieser Verbindungen, um ein ätherisches Öl entkrampfend wirken zu lassen.

Das seltene ätherische Öl aus den Samen der Khella (des Bischofkrauts) können die Schweizer bei Florentia bestellen, alle anderen bekommen es bei Maienfelser Naturkosmetik.

ätherische öle zur raucherentwöhnung


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Pfeffer (Piper nigrum) ist eine hitzeliebende Kletterpflanze

Nein, ich kenne keine Aromen für moderne Lösungen wie die E-Zigarette! Vielmehr möchte ich das Ergebnis einer kleinen wissenschaftlichen Pilotstudie vorstellen, welche von der wunderbaren Dr. Jane Buckle aus Großbritannien geleitet wurde. Ich werde sie übrigens in knapp 4 Wochen wieder life erleben, auf der Botanica2016-Konferenz in Brighton. Dort wird ein Zusammentreffen von zahlreichen, wirklich hochkarätigen Aromatherapie- und Phytotherapie-Fachleuten stattfinden, Infos zu den vielen Vorträgen und Workshops befinden sich auf der Website von Botanica2016.

An einer us-amerikanischen Universität wurden die ätherischen Öle des schwarzen Pfeffers und der Angelikawurzel auf ihre Wirkung untersucht, die Spitzen des dringenden Verlangens nach Nikotin bzw. Zigaretten abzumildern (in den meisten Glimmstengeln ist ja meistens noch allerlei Synthetikzeugs enthalten). Dafür machten die 20 ProbandInnen eine 2-minütige Trockeninhalation (auf einem Papiertuch), wann immer das Bedürfnis heftig wurde (Zigarette, Schnupftabak, Kautabak).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Das ätherische Öl der Angelika wird meistens aus den Wurzeln gewonnen, kann auch aus den Samen destilliert werden

Beide Öle ermöglichten ein verzögertes Greifen zum nächsten „Kick“, wobei Pfefferöl den „Yeaper“ besser reduzieren und kontrollieren konnte, Angelikaöl dagegen verhalf besser zu einer Verzögerung bis zum nächsten Nikotinschub. Die Folgerung der Autorinnen Barbara Cordell und Dr. Jane Buckle lautet: „Aromatherapie kann hilfreich beim Nikotinentzug sein“. [Cordell B, Buckle J: The effects of aromatherapy on nicotine craving on a U.S. campus: a small comparison study. J Altern Complement Med. 2013 Aug;19(8):709-13]

  • Das inzwischen sehr kostbare Angelikaöl gibt es beispielsweise bei Feeling (klick!) oder in Bio-Qualität bei Farfalla (klick!)
  • Pfefferöl gibt es auch bei Feeling und in Bio-Qualität bei Farfalla sowie bei fast allen guten Öleanbietern wie Primavera, Neumond, Wadi etc, siehe die Liste mit Links von Ölefirmen, mit denen ich zusammen arbeite(te).

Ich habe noch nie in meinem Leben auch nur einen Zug geraucht, doch ich kann mir vorstellen, dass ein Inhalierstift für dieses Ablenkungsmanöver besonders geeignet ist, weil bei Süchten meistens eine Ersatztätigkeit vorgenommen werden sollte. Der dufte Stift kann fast wie eine Zigarette gehandhabt werden. Sie sind erhältlich bei:

In ÖSTERREICH:

Feeling (klick!), das Dreierset (weiße Stifte) kostet 4,80 Euro. Hier lohnt sich die Bestellung, wenn man die seltenen und so überaus wohlriechenden CO2-Extrakte diverser Duftpflanzen kennen lernen möchte (Flieder, Kaffee, Ingwer, Lindenblüte, Basilikum etc). Und auch sonst alles, was die Aromapflege und Aromatherapie schön macht.

Die Rührwerkstatt (klick!) in der Nähe von Graz (Steiermark) liefert auch Inhalierstifte.

In DEUTSCHLAND:

Sabine Nachbauer Inhalierstifte (klick!) bietet neun unterschiedliche Farben und Großpackungen (für Kliniken etc). Warum nicht die entspannenden Düfte in blau oder grün verpacken und anregende Nuancen in rot, lila, rosa oder gelb? Ein Stift kostet 1,25 €, der 10er Pack 12,00 € und der Großpack (100 Stk) kostet 110,00 € (auch in gemischten Farben). Sabine wohnt zwar in Österreich, doch sie arbeitet jeden Tag in ihrem Duft-Studio (klick!) in Lindau und kann somit sowohl die deutsche Post als auch die österreichische Post mit entsprechenden Portogebühren bedienen.

inhalierstifte_bunt_glas_xsIn der SCHWEIZ:

In ihrem Online-Shop Allerlei Praktisches (klick!) bietet Margarete Fieguth-Jacot (klick!) aus Biel (nicht nur) Inhalierstifte in sieben Farben an, das Stück kostet 1 Schweizer Franken. Margarete ist offizielle Vertreterin von Aroma-Zone in der Schweiz, so dass man auch viele andere Dinge dieser französischen Firma ohne Zoll-Dramen bei ihr bestellen kann. Aus bürokratisch-steuerlichen Gründen (durch Umwandlung in eine Schweizer GmbH) kann Margarete übrigens keine Kunden in der EU mehr beliefern.

Mit Florentia (klick!) hat sich die schon sehr lange als Aromafachfrau tätige Sibylle Broggi-Läubli (klick!) aus Bern bereits 1996 einen Namen für handverlesene ätherische Öle und Zubehör gemacht. Nun führt sie auch Inhalationsstifte für 1 chFR das Stück. Die Bestellung lohnt sich bei ihr, wenn man einige sehr „exotische“ ätherische Öle kennen lernen möchte. Sie hat das bronchien-erweiternde Bischofskraut (Ammi visnaga) und auch das mega-seltene Kaffirlimetten-Petit Grain-Öl (es duftet ähnlich wie Lemongras). Und sie hat – yeah – mein geliebtes Zitronenmyrtenöl (Backhousia). Auch die drei immer seltener erhältlichen Öle von Eucalyptus staigeriana, destillierter Magnolienblüte und der super-feinen roten Myrte sind bei ihr erhältlich.

pfefferminzöl wirkt schmerzlindernd bei reizdarm: natur trifft auf technik


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIn der aktuellen Ausgabe vom ‚International Journal of Clinical Aromatherapy‘ (Juni 2016, klick!), dessen Schwerpunkt-Themen sich mit Magen-Darm-Themen in der Aromatherapie befassen, las ich ein interessantes Interview mit dem us-amerikanischen Wissenschaftler Dr. Brooks D. Cash, der eine neuartige galenische Form von Pfefferminzöl in einer vier Wochen langen randomisierten Doppelblind-Studie untersucht hat. Es ging um 72 PatientInnen mit Schmerz-Symptomen, die dem Reizdarm-Syndrom zugeordnet wurden. Ausgeschlossen wurden Menschen mit entzündlichen oder immun-assoziierten Symptomen und solche die an Obstipation (Stuhlverstopfung) litten.

Dreifach verkapseltes und langsam im Dünndarm freigesetztes Pfefferminzöl konnte eine durchschnittliche 40%-ige Verminderung der Symptome erreichen (Verringerung durch Placebo 24,3%, p = 0.0246). Die Wirkung wird dem Haupt-Inhaltsstoff von Pfefferminzöl l-Menthol (Levomenthol) zugesprochen, dieser wirkt als Kalziumantagonist auf die glatte (unwillkürliche) Muskulatur, also krampfmindernd.

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Die Homepage von IBgard® mit einer Abbildung der Kapseln

Das in den USA erhältliche Produkt IBgard® wird als „medizinisches Nahrungsprodukt“ klassifiziert (registered medical food product), das unter Überwachung durch einen Arzt eingenommen werden sollte, auch wenn es frei verkäuflich ist. Es gilt als besser verträglich als die in Europa oft erhältlichen einfachen dünndarmlöslichen Kapseln mit Pfefferminzöl, die Aufstoßen verursachen können und zu Magenirritationen auslösen können. Infos zum Produkt IBgard® können auf der Website des Herstellers nachgelesen werden. Dr. Cash betont, dass auch Nahrungsumstellungen vorgenommen werden müssen, beispielsweise eine zeitlang die Aufnahme von Kohlenhydraten stark zu reduzieren oder diese ganz zu meiden.

Die kostenlos erhältliche Studie von Dr. Cash und seinem Team kann hier herunter geladen werden. In Deutschland können  Carmenthin-Kapseln (klick!) eingenommen werden, wenn der Bauch besonders drückt, sie enthalten Kümmelöl in Kombination mit Pfefferminzeöl. Wer mehr über das Thema Reizdarm lesen möchte, kann hier (klick!) mehr in meinem früheren Artikel darüber erfahren.

ätherische öle zur linderung von beschwerden bei älteren menschen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieGenau dieses Thema treibt mich derzeit um: Ich bin vergangene Woche vielfach zwischen zwei Senioren-Pflegeheimen hin und her gependelt. Wechselduschen der Gefühle, schöne Augenblicke, furchtbare Anblicke, heftige Gerüche, krächzende Klänge, Leid und Vergnügen lagen stets ganz nah beieinander.

In einer schönen wissenschaftlichen Arbeit von 2014 wird geschildert, wie über achtzig Senioren zwischen 65 und 80 Jahren mit länger als drei Monate anhaltenden Schmerzen, die leider im hohen Alter fast unumgänglich sind, mittels Inhalation mit ätherischen Ölen behandelt wurden. 82 Menschen nahmen an der vierwöchigen Beobachtungsstudie teil, 44 Senioren (37 weiblich, 7 männlich) kamen in der Genuss von ätherischen Ölen und 38 TeilnehmerInnen (30 weiblich, 8 männlich) erhielten als Kontrollgruppe das gängige Protokoll, das in den jeweiligen Betreuungs-Einrichtungen in Hong Kong üblich war (Schmerzbekämpfung vorwiegend mit Paracetamol).

Sowohl die Schmerzstärke als auch die sonstigen Parameter wurden mit anerkannten Skalen erarbeitet. Jede(r) TeilnehmerIn erhielt zusätzlich zu den vier in ihren Betreuungsinstitutionen durchgeführten „aromatischen Sitzungen“ eine Sprühflasche, um in den eigenen vier Wänden die Duftanwendung weiter zu führen. Das Spray enthielt Lavendel- und Bergamotteöl in etwas Lavendelhydrolat verdünnt [2 : 1 : 2.5, durch die Aromatherapie-Fachperson so vorgeschlagen, mir selbst erscheint die Konzentration der Öle etwas hoch, doch der Text ist nicht genau genug, es kann sein, dass dieser Mix noch in einem anderen Medium wie Wasser verdünnt wurde].

Die Reduktion der Schmerzen war zwar nur leicht, doch die negative Stimmungslage verbesserte sich signifikant in der Interventionsgruppe (p < 0,05). Die Autoren schließen aus ihren Erkenntnissen, dass Aromatherapie ein effektives und sinnvolles Werkzeug ist, um Schmerzen, Depression, Ängste und Stresssymptome bei älteren Menschen, die in Institutionen untergebracht sind, ist. Die Studie ist hier, klick! nachzulesen. [Anmerkung: Schmerzen lassen sich erfahrungsgemäß besser reduzieren, wenn zusätzlich die schmerzenden Stellen mit schmerzlindernden ätherischen Ölen eingerieben werden, ich habe bereits öfters über entsprechende Öle geschrieben, beispielsweise hier, oder einfach hier auf dieser Seite rechts unten die Kategorie ‚Schmerzen‘ anklicken].

Für FrühplanerInnen kann ich heute bereits die Termine für 2017 bekannt geben, die Verteilung der Themen-Schwerpunkte mit meinen Co-DozentInnen mache ich allerdings erst in den nächsten Wochen (drei der Wochen sind sehr breit gefächert und perfekt für EinsteigerInnen und interessierte Hausapotheken-Selbstrührerinnen, zwei der Wochen werden sich mit speziellen Themen wie Schmerzen, Krebs, Demenz etc beschäftigen, in denen findet weniger Rühren statt, sondern mehr Unterricht an evidenzbasiertem Wissen, in beiden Arten von Duft-Erlebnis-Wochen finden jedoch immer mehrere Exkursionen sowie drei Unterrichtsmodule statt, Erleben und Entspannen gehören einfach dazu!).

Aromatherapie & Kräuterwandern Duft-Erlebnis-Wochen

in der subtropischen Natur Südwest-Irlands (Augentrost, Manukabäume, Erd-Kastanie, Teebaum, Osmanthus, Wilde Karotte, Duftrhododendren, leckerer Glöckchenlauch, Meertäubel, Harzeibe etc, einige davon verarbeiten wir zu einfachen Speisen, aktuelle Broschüre hier)

  • 06.05.-13.05.2017
  • 27.05.-03.06.2017
  • 17.06.-24.06.2017
  • 15.07.-22.07.2017
  • 12.08.-19.08.2017

Traumhafte Gärten im Südwesten Irlands und Naturparfüm herstellen (aktuelle Broschüre hier)

  • 22.04.-29.04.2017
  • 13.05.-20.05.2017
  • 10.06.-17.06.2017
  • 01.07.-08.07.2017
  • 26.08.-02.09.2017

Deutschsprachig, allein oder mit Begleitpersonen (PartnerInnen, Kinder, Eltern). Möglichkeit zur Abholung vom Flughafen oder Busterminal Cork, Zweibettzimmer oder bei rechtzeitiger Anmeldung auch einige Einzel- sowie Familienzimmer (gegen Aufschlag), Vollpension im Preis eingeschlossen, vegetarisch ohne Aufschlag, vegane und besondere Ernährungswünsche gerne nach vorheriger Anmeldung. Unser gemütliches Gästehaus Ballylickey House & Chalets, die Zimmer und der Garten am Meer können hier angeschaut werden.

Der Preis pro Woche inklusive 7 Übernachtungen, Vollpension, Duft-Rohstoffen/Gefässen, Eintritten, Busfahren zu den Exkursionen beträgt je nach Anmeldetermin und Saison zwischen 950 und 990 Euro, die Infos für 2016 sind hier nachzulesen,  sie werden demnächst aktualisiert. Bei rechtzeitiger Buchung gibt es Flugreisen für circa 100 Euro pro Richtung, Infos und Links befinden sich hier. Auch ein Geschenk-Gutschein für eine dieser Wochen kann bei uns erworben werden.

dufter lernen im schlaf mit rosen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKurz vor dem Schlafen Lerninhalte zu wiederholen, galt schon lange als effektiv, man sprach ja gerne vom Schulbuch unter dem Kopfkissen, es sollte vor Klassenarbeiten eine gute Hilfe sein.

Nun hat sich die Wissenschaft eines weiteren Faktors des „Lernens im Schlaf“ angenommen: Wenn der Duft von Rosen in einer bestimmten Schlafphase eingeatmet wird, verbessert sich die Leistung des Gedächtnisse noch einmal. Dieser Versuch wurde an der Universität Tübingen mit ProbandInnen gemacht, die sich Memorykarten-Paare samt deren Position einprägen sollten, sie schnupperten beim Lernen Rosenduft. Anschließend gingen alle TeilnehmerInnen schlafen, die eine Hälfte bekam im Schlaf Rosenduft zu riechen, die andere roch ein Placebo.

Der Bericht von Dr. Susanne Diekelmann von der Uni Tübingen ist hier (klick!) nachzulesen, sie stellt fest: „In einer weiteren Studie mit Kernspintomographie führte die Präsentation des Rosendufts im Tiefschlaf zu einer Aktivierung des Hippokampus sowie kortikaler Bereiche. Der Geruch scheint also die neuen Erinnerungen zu reaktivieren und damit den Transfer der neu gelernten Inhalte in den kortikalen Langzeitspeicher anzustoßen.“ Foto: Antje Wendel

insektenschutz für groß und klein


Insekt_Mücke_xsIch stellte dieser Tage verwundert fest, dass ich hier noch keinen Beitrag über ätherische Öle geschrieben habe, die diverse Insekten auf natürliche Weise (einigermaßen) vertreiben können. Dabei schreibe ich die relevanten Öle so oft an das Flipchart, in meinen Kursen ist das ein regelmäßig wiederkehrendes Thema! Also hole ich dieses Versäumnis heute nach, denn im verregneten Kontinental-Sommer haben die Biester Hochsaison und Hilfe ist gefragt!

Nun muss man wissen, dass Insekten wie auch viele Pflanzen sich mit Hilfe von ätherischen Ölen bzw. deren einzelnen Molekülen „unterhalten“. Pflanzen rufen mit flüchtigen Riechstoffen „alliierte“ Insekten bei Schädlingsbefall zu Hilfe, sie können auch mit Hilfe dieser Riechstoffe Feinde verscheuchen. Sie können sogar sich selbst bzw. Teile von sich selbst warnen, wie letztes Jahr am Beispiel  der Maispflanze festgestellt werden konnte. Mit dem frei gesetzten Stinkstoff Indol, der in Jasmin-Absolue und in zahlreichen anderen Blütendüften vorkommt, „benachrichtigt“ eine frisch angeknabberte Maispflanze ihre „unteren Etagen“, also tiefer gelegene Blätter, die dann ihren Abwehr-Stoffwechsel aktivieren [ein Artikel dazu ist hier (klick!) nachzulesen].

Insekten wiederum sind in der Lage, viele uns aus ätherischen Ölen bekannte Duftmoleküle zu bauen und sie als „Sprache“ untereinander einzusetzen.

  • Bienen beispielsweise stellen Geraniol, Citral (auch in Rosen- und Lemongrassöl enthalten) und andere Terpene her und verwenden sie als Markierungs-Pheromone.
  • Der Sterzelduft von Bienen besteht aus trans-Farnesol (auch in Ylang Ylang, römischer Kamille und Rosenöl enthalten und in Äpfeln, Erdbeere, Heidelbeeren, Trauben, Pilzen, Spinat, Tee, Tomaten).
  • Blattläuse stellen trans-beta-Farnesen als Alarm-Pheromon her (auch in Schafgarbenöl enthalten).
  • Die Wanze Eurygaster integriceps stellt Vanillin als Sexuallockstoff her (in Vanille-, Benzoe- und Toluextrakt sowie in Styraxöl enthalten) [mehr dieser Beispiele werden im Herbst in der stark erweiterten 6. Auflage meines Fachbuches ‚Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe‘ nachzulesen sein]

Und wer im Duftchemie-Unterricht aufgepasst hat😉 weiß, dass alle diese Moleküle bei uns Menschen nachweisbare körperliche und seelische Prozesse steuern können. Ich stehe wieder einmal staunend vor diesen modernen Erkenntnissen und bewundere den Kreislauf, das Ganz-Sein, die Zusammenhänge in der Natur. Wir Menschen haben also noch Spuren der Pflanzen- und Insektenvergangenheit in uns! Zumindest sind wir mit den entsprechenden Rezeptoren ausgestattet.

Aber nun zurück zum Vertreibungsmittel, das kleine stechende und beißende und saugende Monster abstoßen und irritieren soll. Aufgrund der obigen Erkenntnisse kann man sich unschwer vorstellen, dass wir den lästigen und bisweilen sogar gefährlichen Plagetierchen mit einem Riechstoffcocktail vorgaukeln können, dass sie selbst von einer Schar von Feinden umzingelt sind, so dass sie schnellstmöglich „die Fliege“ machen, uns also in Ruhe lassen. Diverse Stechmücken können einige unserer ätherischen Öle so gar nicht leiden, ganz vorne auf der Liste stehen:

  • Citronella (Cymbopogon nardus und C. winterianus, insektifuger Inhaltsstoff: Citronellal)
  • Zitroneneukalyptus (Eucalyptus citriodora, insektifuger Inhaltsstoff: Citronellal)
  • Rosengeranie (Pelargonium asperum und P. graveolens,insektifuge Inhaltsstoffe: Geranial/Geraniol)
  • Atlas-Zeder, Himalaya-Zeder (insektifuge Inhaltsstoffe: Gemisch aus Sesquiterpenen und Sesquiterpenolen)
  • Katzenminze (Nepeta cataria, insektifuge Inhaltsstoffe: Nepetalacton und andere Lactone)

Doch durch die Zugabe von einigen anderen Ölen, die anscheinend auch nicht sonderlich beliebt beim summenden Völkchen ist, können wir die Wirkung unserer Abwehr“waffe“ verstärken. Durch Patchouliöl können wir unsere Haut schützen, was insbesondere bei Zubereitungen für Kinder wichtig ist, denn einige der insektifugen Inhaltsstoffe können minimal hautreizend wirken, insbesondere wenn die Fläschchen älter als 6-9 Monate nach erstem Anbrechen sind und auf erhitzter Haut verwendet werden:

  • Lavandin (Lavandula x Intermedia Super, besser noch Lavandula x intermedia Abrial, Lavandula x intermedia Grosso und Lavandula x intermedia Reydovan, diese enthalten mehr Campher [Bornan-2-on] als insektifugen Inhaltsstoff)
  • Patchouli (Pogostemon cablin, insektifuge Inhaltsstoffe: Gemisch aus Sesquiterpenen und Sesquiterpenolen)
  • Teebaum (Melaleuca alternifolia, insektifuge Inhaltsstoffe, nicht gesichert: Gemisch aus Monoterpenen und Sesquiterpenolen wie Globulol und Viridoflorol)
  • Gewürznelkenknospe (Syzygium aromaticum, insektifuger Inhaltsstoff: Eugenol)
  • Eukalyptus (Eucalyptus globulus, insektifuge Inhaltsstoffe: Mix aus 1,8-Cineol und einigen Monoterpen-Ketonen)

Das Ganze mit nativem Kokosfett, das reich an Laurinsäure ist, anzureichern, ist insbesondere in Zecken-Gebieten hilfreich, denn diese schmecken viel lieber die auf unserer Haut befindliche Buttersäure als die Laurinsäure! Bei den anderen fetten Ölen bitte unbedingt darauf achten, dass sie einigermaßen oxidationsstabil sind, also dass die fein auf die Haut aufgetragene Schicht in Wärme und Sonne nicht zu schnell ranzig wird. Von den bekannteren Ölen sind dies Jojobaöl (korrekt: Jojobawachs) und Olivenöl. Zwei deutlich insektenvertreibende fette Öle  müssen an dieser Stellen noch erwähnt werden:

  • Neem (Azadirachta indica): es  riecht nicht so toll, wäre jedoch als kleine Zugabe auch noch denkbar, es ist bekannt durch die starke Wirkung gegen Milben und Kopfläuse
  • Andiroba (Carapa guaianensis): ein enger Verwandter von Neem mit ähnlicher Wirkung

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieVor einigen Jahren konnte wissenschaftlich bestätigt werden, dass ein weiterer Bestandteil im zitronig duftenden Öl des Zitroneneukalyptus zur Abwehr von Mücken/Stech-Insekten eingesetzt werden kann. Man hat den Stoff identifiziert, der für diese starke Wirkung verantwortlich ist, er wird inzwischen fleißigst aus dem Pflanzenmaterial des schnell nachwachsenden hitzeliebenden Baumes isoliert und für hoch wirksame Anti-Insekten-Mittel eingesetzt. Der „Zauberstoff“, der sogar gegen Malaria-Mücken in den Tropen erfolgreich getestet wurde (mindestens 5 Stunden mit 98 Prozent Sicherheit) heißt p-Menthan-3,8-diol (oder para-menthane-diol, PMD), er wird durch einen kleinen chemischen Eingriff aus dem Haupt-Inhaltsstoff der Zitroneneukalyptusblätter (Citronellal) gewonnen und inzwischen vermehrt isoliert angeboten, um in natürliche Insektenschutzmittel eingearbeitet zu werden. In etlichen Studien konnte er sogar gegen Deet bestehen, eines der schärften (und toxischsten) Insektenschutzmittel. Und die noch bessere Nachricht: sogar Zecken finden das Zeug widerlich (zumindest für einige Stunden)! Bereits eingearbeitet wurde dieser Stoff in das in das Mückenstop-Spray von Taoasis und in das praktische Mückenstop-Tuch für unterwegs.

Ein Selbermach-Rezeptbeispiel für knapp 3%-ig verdünnten ätherischen Ölen, also für Erwachsene und Jugendliche könnte folgendermaßen aussehen:

  • 30 ml Jojobawachs
  • 20 g Kokosfett
  • 15 Tropfen Citronella und/oder Zitroneneukalyptus
  • 5 Tropfen Rosengeranie
  • 5 Tropfen Atlaszeder
  • 5 Tropfen Lavandin
  • 3 Tropfen Teebaum oder Eukalyptus oder Gewürznelkenknospe

Kokosfett ggfs im Wasserbad sehr sanft schmelzen, mit den Ölen vermischen und in Braunglasflasche, am besten mit Pumpmechanismus, füllen. Bei sommerlichen Temperaturen bleibt dieser Mix flüssig. Für Babies und Kleinkinder die Menge der ätherischen Öle halbieren! Wer den Duftmix ähnlich aber als Fertigprodukt mag, kann sich bei Feeling den ‚Insektenschutz‚ (klick!) bestellen, er ist auch als Körper- und Raumspray erhältlich. Nach Stichen und Bissen helfen Bio-Aloe vera-Gel (ohne schädliche Synthetik-Verdicker oder Konservierungsstoffe), Lavendelöl, Pfefferminzeöl und diverse Hydrolate wie Rosenhydrolat, das leicht juckreizstillend/anästhetisierend wirkt.

Zum faszinierenden Thema der Pflanzen-Unterhaltung möchte ich gerne drei wundervolle Bücher empfehlen, vielleicht als Urlaubs-Lektüre?!

PS Wer mehr Infos und wissenschaftliche Arbeiten zum Eukalyptus-Wirkstoff p-Menthan-3,8-diol sucht, kann sie sich entweder g00glen oder in meinem früheren Artikel zum Thema (klick!) aufgelistet finden. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich zu meinen Blog-Beiträgen nicht noch zusätzliche Informationen recherchieren kann. Das Suchfeld hier rechts oben ist gut dazu geeignet, in den bislang circa 650 Beiträgen, die ich seit 2008 verfasse, wirklich sehr viele Antworten auf die am meisten gefragten Fragen zu geben. Einfach einige Stichwörter, die interessieren eingeben, es kommt fast immer etwas dazu!

neuauflagen: aromatherapie für sie & aromatherapie für heil- und pflegeberufe


AT_für_Sie_Cover2016Ich werde derzeit öfters nach den noch ausstehenden Neuauflagen von zweien meiner Bücher gefragt (‚Aromatherapie‘ im Irisiana Verlag gibt es ja bereits seit Februar 2016 in der dritten Auflage). Vor einigen Tagen flatterte die Ankündigung für ‚Aromatherapie für Sie‘ auf meinen Tisch, es wird ein völlig neu durchstrukturiertes sowie wunderschön mit stimmungsvollen Motiven illustriertes Buch und Mitte August, also in circa sieben bis acht Wochen, erscheinen.

Die sechste Auflage meines Fachbuches ‚Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe‘ erfährt derzeit so unglaublich umfangreiche Renovierungsarbeiten, dass das viel vollständiger werdende Werk noch etwas Zeit zum Ausgebrütet-Werden benötigt, bislang ist der Neuerscheinungs-Termin für Mitte September vorgesehen.

Diese Blog-Website wird derzeit von einer Agentur mit meiner „normalen“ Website verschmolzen, dazu neu strukturiert und modernisiert, also für mobile Endgeräte wie Handy und Tablets flott gemacht. Ich hoffe, mein mehr als umfangreiches Angebot an kostenlos vermitteltem Duftheilkunde-Wissen wird dann besser auffindbar, so dass ich nicht mehr so viele private Anfragen erhalten werde😉 [ich bemühe mich, wirklich alle zu beantworten, doch dafür benötige ich oftmals 2 bis 3 Stunden pro Woche]. Die Suchfunktion befindet sich noch auf der rechten Spalte hier gleich oben! Über die Kategorien (rechts etwas weiter unten) kommt man auch ganz leicht an die Wunschartikel. Lernstoff gibt es auch regelmäßig auf meiner Aromapraxis-Seite auf Facebook sowie auf Instagram.

aromapflege bei schmerzen nach verbrennungen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAus dem Land der Erzählungen der zauberhaften Sheherazadevon in ‚Tausendundeiner Nacht‘, also dem Iran, lesen wir regelmäßig schöne Erkenntnisse zur lindernden Wirkung von ätherischen Ölen bei Frauenleiden rund um die Monatsblutung und rund um Geburt und Stillzeit.

In einer aktuellen Arbeit aus der Universität Hamadan geht es um Schmerzlinderung bei und nach dem regelmäßig erforderlichen Verbandswechsel, wenn die PatientInnen an starkenVerbrennungen leiden. Die einfach verblindete, randomisierte klinische Studie erfolgte an 50 PatientInnen zwischen 18 und 65 Jahren mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades. Sie atmeten an zweit Tagen jeweils für 20 Minuten entweder fünf Tropfen 40%-ig in Wasser verschütteltes ätherisches Rosenöl (Rosa damascena) ein oder – in der Placebogruppe – reines Wasser. Beide Substanzen wurden jeweils auf ein Gazestück gegeben, das 20 cm von der Nase entfernt an der Kleidung der TeilnehmerInnen befestigt wurde. Die Pflegeperson, die die Gazestücke anbrachte, trug eine Atemmaske und konnte somit nicht riechen, was sie verabreichte. Die Schmerzwerte der PatientInnen wurden eine halbe Stunde vor dem Verbandswechsel ermittelt und jeweils 15 und 30 Minuten nach der schmerzhaften Prozedur.

Es wurde ein signifikanter Unterschied vor und nach dem Verbandswechsel notiert (P < 0.001), auch wurde ein signifikanter Unterschied (P < 0.05) der Schmerzintensität vor und nach der aromatherapeutischen Anwendung registriert. Zudem wurde die Schmerzintensität bei der Placebogruppe und der „Duftgruppe“ verglichen und als signifikant errechnet (P < 0.05).

Die Autoren dieser Arbeit folgern, dass die ergänzend zur Schmerzmedikation erfolgende Inhalation von Damaszener-Rosenöl hilfreich sein könnte, um die Schmerzen beim Verbandswechsel nach Verbrennungen zu reduzieren. [Bikmoradi A, Harorani M, Roshanaei G, Moradkhani S, Falahinia GH: The effect of inhalation aromatherapy with damask rose (Rosa damascena) essence on the pain intensity after dressing in patients with burns: A clinical randomized trial. Iran J Nurs Midwifery Res. 2016 May-Jun;21(3):247-54]. Diese neue Studie kann kostenfrei hier (klick!) herunter geladen werden.

rosmarinöl und pfefferminzetee zur verbesserung der gedächtnisleistung


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieÜber den Forscher Dr. Mark Moss der britischen Northumbria University habe ich bereits geschrieben (zB hier), ich habe ihn auf einem beeindruckenden Vortrag auf der Botanica2014-Konferenz in Dublin erlebt. Anfang September (2.-5.9.2016) wird er wieder auf der Botanica2016-Konferenz in Brighton über neue Erkenntnisse in Sachen Heilkräuter und Gedächtnisverbesserung berichten, ich freue mich schon drauf!

Vor zwei Wochen stellten die Studentinnen Lauren Bussey, Lucy Moss und er die Ergebnisse einer neuen Studie an der jährlichen Konferenz der British Psychological Society’s in Nottingham vor.

Jeweils 4 Tropfen der ätherischen Öle von Rosmarin und Lavendel wurden per Aromastream-Gerät (für Infos zum Gerät klicken!) in einem von zwei Testräumen verbreitet. 150 gesunde Personen, die älter als 65 Jahren waren, nahmen an diesem Experiment teil, sie wurden zufällig der einen oder anderen Duftgruppe oder einem unbedufteten Raum zugeordnet.

Sie mussten diverse Gedächtnistests machen, unter anderem jemandem eine bestimmte Nachricht zu einem späteren fest gelegten Zeitraum überbringen und beim Stattfinden eines bestimmten Ereignisses eine bestimmte Aufgabe erledigen. Auf diese Art wird das prospektive Gedächtnis überprüft, also wie Dinge erinnert werden, die in der Zukunft liegen bzw die durch ein äußeres Ereignis ausgelöst werden. Als Beispiele nennen die Forscher, dass man daran denkt, eine Fernsehsendung (in der Zukunft) anzuschauen, oder einen Brief einzuwerfen, wenn man am Briefkasten vorbei kommt.

Auch die Stimmungslage der TeilnehmerInnen wurde vor und nach den Tests erfasst. Rosmarinduft verbesserte das prospektive Gedächtnis signifikant gegenüber einer unbedufteten Umgebung. Rosmarin verbesserte zudem signifikant die Wachheit, Lavendelduft verbesserte das Ruhegefühl und die Zufriedenheit gegenüber der Stimmungslage der Menschen im nicht-bedufteten Raum. Mildes Rosmarinöl Ct. Cineol kann in Bio-Qualität bei FeelingFarfalla, NeumondPrimavera und Wadi bestellt werden. Feeling hat auch das noch stärker auf die grauen Zellen wirksame Rosmarin Ct. Borneon im Programm. Rosmarin Ct. Verbenon wirkt bei den meisten Menschen nicht sehr stark auf die Gedächnisleitung.

Einen englischsprachigen Bericht gibt es beispielsweise im The Telegraph.

Die Forschergruppe untersuchte auch an 180 Personen, wie sich Pfefferminztee oder Kamillentee auf die verschiedenen Gedächtnis-Arten und auf die Wachheit auswirken. Pfefferminztee verbesserte das Langzeitgedächtnis während Kamillentee das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit-Geschwindigkeit signifikant verlangsamte, darum ist er ein guter Entspannungstee.