bakterien mögen keine naturdüfte


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDie Suche nach antibakteriellen ätherischen Ölen, die WIRKLICH helfen und die auch eine Waffe bei den immer stärker werdenden Resistenzen vieler Bakterien gegen menschengemachte Antibiotika sind, beschäftigt viele Menschen. Insbesondere, wenn sie um bereits infizierte liebe Angehörige bangen und diese gerne unterstützen möchten. Kürzlich wurde ich gefragt, ob es nicht ein Buch oder eine Tabelle gäbe, wo drin stehe, welche Öle gegen welche Krankheitskeime wirken. Ja! Es ist so dick, dass man es kaum mit einer Hand tragen kann, die Tabelle macht einen erheblichen Teil des Werkes aus, es ist auf englisch verfasst, es heißt Handbook of Essential Oils (klick!) und wurde von zweien der weltweit kompetentesten Fachleute für ätherische Öle zusammen gestellt (K. Husnu Can Baser & Gerhard Buchbauer).

Denn da dieser Themenbereich zu den am besten untersuchten Eigenschaften von ätherischen Ölen gehört, findet man unglaublich reichlich Evidenz. Unter anderem eine recht neue Arbeit von der super-kompetenten Sandy van Vuuren aus Südafrika, die ich auf der letzten Botanica2016-Konferenz in Brighton kennen lernte (noch gibt es die Teilnahme an dieser vielfältigen Konferenz zum Frühbucherrabatt!). Man kann diese Studie hier (klick!) kostenlos runterladen.

Für die Duftreisen 2018 hier bei mir in der subtropischen Flora im Südwesten Irlands gibt es noch eine Woche den Frühbucher-Rabatt. Die Gartenwochen und die Duftwochen erfreuen sich eines guten Zuspruches, danke an alle, die sich bisher für ein Treffen im nächsten Jahr entschieden haben!

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieGESCHENK-TIPP: Bis morgen können noch unsere duften Aromatherapie-Lern-Plakate bei Sabrina Herber (A2, klick) bestellt werden, DREI ZUM PREIS VON ZWEI, so dass diese (hoffentlich) noch vor Weihnachten ankommen. In einem weißen Holzrahmen sehen sie besonders hübsch aus!

SEMINAR-TIPP: Wer zu einem meiner immer seltener stattfindenden Seminare in Deutschland kommen möchte: Am 28. und 29. März 2018 (jeweils 9 bis 17 Uhr) heißt es: „aromaMAMA – Mit Hydrolaten und Ölen durchs Kinderleben“, inspiriert durch unsere erfolgreiche Gruppe auf Facebook (klick!). Sabrina und ich werden zeigen, wie kinderleicht es sein kann, ein Hydrolat zu destillieren, wir werden zusammen einfache Balsame, Sprays und Roll-ons herstellen, dazu vielfältige Themen besprechen und entsprechende Rezeptideen vorstellen:

  • Die wichtigsten Hydrolate
    Qualitätsmerkmale
    Hydrolate die “sanfte” Aromatherapie
    Ätherische Öle für Kinder
    Haut- und Seelenpflege
    Dufte Hausapotheke für Familien
    Praktischer Teil:
    Destillation und Gewinnung eines Hydrolates

Eine Fundgrube für Eltern, Großeltern und alle Betreuer von Kindern, die den naturheilkundlichen Ansatz der Begleitung der Jüngsten schätzen. Informationen und Anmeldemöglichkeit gibt es hier.

BUCH-TIPP: Die drei sehr geschätzten Kolleginnen Eva Heuberger, Iris Stappen und Regula Rudolf von Rohr haben ein spannendes Buch herausgegeben: Riechen und Fühlen: Wie Geruchssinn, Ängste und Depressionen zusammenspielen – Neue Wege der Behandlung (klick!). Es geht um unsere Reaktionen auf Gerüche, diese begleiten uns ein ganzes Leben lang, bei jedem Atemzug riechen wir. Je nachdem, in welcher Stimmung wir uns befinden, reagieren wir anders auf Riechmoleküle, werten sie anders, lieben oder hassen sie.
„Das faszinierende Zusammenspiel von Geruchssinn und Emotionen erklären die Autorinnen, drei ausgewiesene Expertinnen, vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Forschungen. Sie zeigen, wie sich zum Beispiel bei Ängsten und Depressionen das Riechvermögen verändert und wie umgekehrt Duftstoffe die Heilung von psychischen Krankheiten unterstützen können. In einem großen Praxisteil werden anhand von Fallbeispielen konkrete neue Einsatzmöglichkeiten von Düften in der Aromatherapie sowie Tipps für deren Nutzung im Alltag vorgestellt.“

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aroma-massage bei herz-patientinnen


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIn englischsprachigen Ländern wird Aromatherapie (Aromapflege) eher individuell angepasst angewendet. Patienten und Patientinnen erhalten also eine Mischung aus ätherischen Ölen, die sowohl nach deren Befindlichkeit als auch nach deren Vorlieben zusammen gestellt wird. In Deutschland wird dieser achtsame und bewusste Umgang mit Menschen, die von seelischen oder körperlichen Problemen geplagt werden, immer mehr erschwert. Im öffentlichen Bereich ist es Pflegenden inzwischen fast nicht mehr möglich, individuell an die Situation und den Menschen angepasst zu arbeiten. Es ist eine tragische Entwicklung, die auch in anderen Gebieten der wirtschaftlichen Entwicklung stattfindet. Vorschriften, vermeintlicher Schutz vor angeblichen Gefahren und Konsumwahn lassen die Welt jedes Jahr ein Stückchen kälter und anonymer werden.*

Im privaten Bereich ist freilich noch vieles möglich, darum sollten Menschen darin geschult werden, sich selbst sowie kranke Angehörige und Freunde nach Herzenslust, jedoch korrekt, mit ätherischen Ölen zu pflegen, zu verwöhnen und zu heilen. Hospize und privat geführte Pflegeheime und Kliniken haben glücklicherweise dafür auch immer öfter ein „offenes Ohr“.

Die folgende randomisierte und kontrollierte Studie aus dem Iran kann einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der achtsamen und menschlichen Betreuung leisten. Freilich war die untersuchte Gruppe an Patientinnen klein und das Experiment wurde auch nicht doppelblind durchgeführt, was leider der goldene Schlüssel zur wissenschaftlichen Akzeptanz geworden ist. Doch wie will man mit einem nicht-riechenden Öl behandeln, wie soll also der Wohlfühlfaktor (oder auch Unwohlfaktor!) durch einen sorgsam ausgewählten vertrauten Riechimpuls sonst hergestellt werden!?!?

90 ältere Frauen mit akuten Symptomen von koronaren Defiziten (schlecht und gefährlich schwach arbeitende Herzkranzgefäße), dazu mit Ängsten und Depressionen wurden in zwei Gruppen geteilt. Die Hälfte erhielt Fußreflexzonen-Behandlungen mit Lavendelöl, die andere wurde routinemäßig nach den dortigen Standards behandelt (Fußreflexzonen-Behandlungen gehören im englischsprachigen Bereich oft zum Aromatherapie- Ausbildungs- und Behandlungsrepertoire).

Vor und nach den Interventionen wurden die Werte für Ängste und Depression mit Hilfe einer standardisierten Skala ermittelt (Hospital’s Anxiety and Depression Scale). Es wurden signifikante Unterschiede bei den Angst- und Depressionswerten der Teilnehmerinnen in beiden Gruppen festgestellt. Die Analysen der physiologischen Parameter zeigten eine statistisch signifikante Reduktion (P < 0,05) des systolischen und diastolischen Blutdrucks, des durchschnittlichen arteriellen Druckes und der Herzschlag-Frequenz. Bei der Atmungsfrequenz waren keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen feststellbar.

Die Autoren folgern daraus, dass Aromatherapie-Griffe- und Streichungen, die von Krankenpflegenden durchgeführt werden, psychologische und physiologische Symptome bei älteren Herzpatientinnen lindern können. [Bahrami T, Rejeh N, Heravi-Karimooi M, Vaismoradi M, Tadrisi SD, Sieloff C. Effect of aromatherapy massage on anxiety, depression, and physiologic parameters in older patients with the acute coronary syndrome: A randomized clinical trial. Int J Nurs Pract. 2017 Oct 25]

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie* Mein neues Buch Aromapflege für Sie – es hat inzwischen sogar den weiten Weg zu mir gefunden – soll helfen, bei diesem fatalen Trend etwas Widerstand leisten zu können. Denn ich bekomme seit bald zwei Jahrzehnten regelmäßig unzählige Anfragen zum Thema „wie kann ich einem Freund oder einer Angehörigen helfen, die an xy leidet (einsetzen: Strahlenschutz bei Krebs, Parkinson, Epilepsie, Alzheimer und gerne noch ganz andere Wortmonster)? Das handliche Taschenbuch ist sozusagen die Fortsetzung von „Aromatherapie für Sie“, in dem es um eher harmlose Wehwehchen und die alltägliche Hausapotheke geht. Wer also nicht tatenlos zuschauen möchte, dass liebe Freunde oder Familienangehörige leiden und wenn die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, kann auf meinen Seiten sicherlich Ideen und zahlreiche Rezepte zur Linderung und Erleichterung finden.

Die ätherischen Öle sind nicht nach dem Alphabet, sondern nach Geruchsnoten bzw. Wirkungsgruppen sortiert, so kann man je nach eigener Ausstattung an ätherischen Ölen einen oder zwei Düfte aus der infrage kommenden Gruppe verwenden (oder kaufen). So können insbesondere AnfängerInnen leichter die Duftrichtung erkennen (zitronig, nadelig, blumig, balsamisch etc). Die Pflanzen wurden liebevoll von der talentierten Kräuter-Fotografin Anke Schütz fotografiert (inklusive von Manuka- und dem Zitronenteebaum-Zweigen aus meinem irischen Garten!). Am Schluss des Buches befindet sich eine Tabelle mit den bekanntesten Anbietern von hochwertigen Aromapflege-Fertigprodukten von deutschsprachigen Anbietern (inklusive Süd-Tirol!!!), falls jemand sich noch nicht so recht traut, selber zu mischen.

Aromapraktikerin Tina Krupalija schreibt zum Buch so nett: „Liebe Eliane, ich möchte dir ein kurzes Feedback aus Vorarlberg senden – herzliche Gratulation zu deinem – wieder mal sehr gelungen – Buch! 😊 Sehr gerne nehmen wir es natürlich auch bei feeling mit ins Sortiment auf, zumal wir uns auch sehr darüber gefreut haben, das eine oder andere Flascherl auf den Bildern zu sehen. 😉

Ich denke, du erreichst damit sehr viele Menschen, die einen Einstieg in die natürliche, häusliche Pflege finden wollen. Da man uns in letzter Zeit seitens der Behörden ziemlich auf die Füße tritt bzgl. krankheitsbezogener Aussagen (Lavendel darf nicht entzündungshemmend wirken und wehe er hilft gegen Schmerzen 😉 ) bin ich sehr froh, dass ich nun eine Antwort auf alle diese Fragen zu kleinen Wehwehchen habe – schaut euch das Buch von Eliane an, hier findet ihr viele hilfreiche Tipps aus dem Pflegealltag 😊 Vielen Dank für deinen Einsatz, dein Engagement und deinen Ehrgeiz, die Kraft der ätherischen Öle gekannt zu machen 😊“

[[Über ein paar kleine Rezensionen auf Amazon würde ich mich auch freuen! Rezensionen für Bücher von unabhängigen AutorInnen sind heutzutage leider wichtiger denn je, insbesondere weil sich inzwischen auf den ersten beiden Seiten des Bücher-Riesen sage und schreibe viele (derzeit 10) Bücher tummeln, die firmengelenkt und preiswert den Verkauf von ganz bestimmten überteuerten Nicht-Bio-ätherischen-Ölen mit selbst ernannten Qualitätssiegeln ankurbeln und teilweise haarsträubende Rezepturen für Kinder, Tiere und sonstige sensible Patientengruppen propagieren. Auch unzählige sachliche Fehler zeigen, dass keine wirklich an naturheilkundlich interessierte Personen am Werk sind – eher herrscht die Denkweise „viel hilft viel, ist ja nur Natur“. Auch Kenntnisse zu den Duftpflanzen sowie Formulierungen lassen zu wünschen übrig

  • „Myrrhe: das Aroma ist mit mystisch vergleichbar, aber sehr angenehm“
  • „Veilchenöl: 5 Tonnen Blütenblätter sind zur Herstellung nötig“ (es gibt auf dem Markt für Laien nur Veilchenblätter-Absolues)
  • „das ätherische Vanilleöl…“ (man kann Vanille nicht als ätherisches Öl destillieren)
  • „Inhalation: 2-10 Tropfen“ (ab 3 Tropfen kann es brenzlig für die Schleimhäute werden, das wären je nach Heilpflanze eine bis mehrere Schubkarren voller Pflanzenmaterial für eine einzige Inhalation)
  • „Nelke: hat eine ausgezeichnete septische Wirkung“ (es wäre tragisch, wenn ein ätherisches Öl septisch, also infizierend, wirken würde!)
  • „Teebaum- und Majoranöl enthalten über 30 Prozent Phenole“ (das wäre schade, dann könnten wir beide milden Öle nicht für Kleinkinder einsetzen).

Einige dieser konsum-orientierten Werke erkennt man übrigens an ungewöhnlich vielen, dazu sehr, sehr ähnlich klingenden, undifferenzierten, allgemein gehaltenen und völlig unkritischen überschwänglichen Lobeshymnen. Die preise dieser Bücher bewegen sich allesamt im eher sehr preiswerten Bereich, manche wären für einen „normalen“ Verlag nicht für sieben oder acht Euro herstellbar. Empfehlungen für seriöse, seit langem etablierte Ätherische-Bio-Öle-Anbieter aus dem deutschsprachigen Raum fehlen freilich gänzlich. Honi soit qui mal y pense!]]

rosenhydrolat: wichtige wissenschaftliche erkenntnisse


Schule für Aromatherapie Eliane ZimmermannGute wissenschaftliche Arbeiten rund um echte Hydrolate sind leider noch sehr selten. Umso schöner, dass kürzlich eine hoch interessante Studie zum in unseren Breiten populärsten Hydrolat veröffentlicht wurde. Es geht um das wundervolle Rosenhydrolat, das allerdings in unglaublich vielen unterschiedlichen Stärken, Duftnuancen und Konservierungsmethoden auf dem deutschsprachigen Markt erhältlich ist. Die Studienleiterin ist eine sympathische japanische Wissenschaftlerin, die ich auf der Botanica2012-Konferenz (klicken, um die Zusammenfassung des wichtigen Vortrages nachzulesen), an der ich selbst auch Vortragende war, life erleben konnte. Naho Maruyama und ihr Teamleiter Shigeru Abe sind bereits länger spezialisiert auf die Behandlung von Candida- und anderen Pilzerkrankungen der Haut.

Sie haben in ihren In-vitro-Versuchen herausgefunden, dass das von ihnen verwendete Rosenhydrolat (im lipophilen Anteil: 43,65 % Phenethylalkohol, 18,24 % Citronellol, 14,8 % Geraniol) das hartnäckige myzelische Wachstum von Candida reduziert. Candida kann sich vom Hefestadium ins „Wucherstadium“, also mit unzähligen winzigen Ausläufern umwandeln. Wenn die aufdringlichen Pilze so weit kommen, sind sie schwer behandelbar. Im praktischen Leben macht es also Sinn, wie oft von erfahrenen Aromapflegenden und Aromatherapeutinnen empfohlen, vor der öligen Behandlung Hydrolate aufzusprühen. Nun haben wir einen schönen Beleg für diese erfolgreiche Anwendungsmethode.

Rosenhydrolat hat laut diesen Experimenten zudem eine zeitabhängige bakterizide Wirkung gegen MRSA (Staphylococcus aureus 32CF). In der Petrischale können also 99 Prozent dieses resistenten „Krankenhauskeimes“ innerhalb einer Stunde abgetötet werden (wer hätte das gedacht?!).

Damit sind die neuen Erkenntnisse noch nicht zu Ende. Verdünntes Rosenhydrolat stimuliert überdies die neutrophilen Granulozyten, weiße Blutkörperchen, die einen wichtigen Bestandteil unserer Immunabwehr bestreiten. So kommt es zu einer Reduktion von Entzündungen. Dieses wundervolle Hydrolat ist also nicht nur für die tägliche Gesichtspflege perfekt, sondern auch zur Behandlung und Begleitung von vielen leichten und auch schlimmen „Wehwehchen“. Es ist gleichzeitig babymild, kann bei den empfindlichsten Menschen und auch bei Tieren erfolgreich angewendet werden, Augen und Intim-Schleimhäute können auch bestens mit Rosenhydrolat „saniert“ werden (dann darf es allerdings nicht mit Alkohol konserviert sein). Was will man mehr!?

[Naho Maruyama, Shigeru Tansho-Nagakawa, Chizuru Miyazaki, Kazuyuki Shimomura,Yasuo Ono and Shigeru Abe. Inhibition of Neutrophil Adhesion and Antimicrobial Activity by Diluted Hydrosol Prepared from Rosa damascena. Vol. 40, No. 2 Biol. Pharm. Bull. 40, 161–168 (2017) 161]

Gutes Bio-Rosenhydrolat kann erworben werden von (einfach auf die folgenden Links klicken!):

Farfalla (bio-konform schonend mit Leucidal [Rettich-Extrakt] konserviert)

Feeling (unkonserviert)

Florame (unkonserviert)

Florentia (nur Schweiz, unkonserviert)

Jophiel (unkonserviert)

Neumond (unkonserviert)

Oshadhi (unkonserviert)

Primavera (bio-konform schonend mit Alkohol konserviert)

Wadi (unkonserviert)

Schule für Aromatherapie Eliane ZimmermannIn der Bahnhof Apotheke Kempten gibt es unkonserviertes Rosenhydrolat in ganz unterschiedlichen Abfüllmengen und als Besonderheit mit speziellen Steril-Sprühaufsätzen für die allerempfindlichste Haut/Schleimhaut.

Dass äußere Rosenblütenblätter andere Duftstoffe enthalten und als Signale an Insekten „verschicken“ als die inneren Blütenblätter (und noch viel mehr Wissenswertes über die Rose) erfahren Sie auf unserem dekorativen DIN A 2-Rosenplakat, zu bestellen (12 Euro + Porto) bei Vivere Aromapflege (klick!) [Foto: Antje Wendel]

botanica2018 jetzt buchen, noch zum extra-frühbucher-rabatt


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBereits dreimal nahm ich an den zweijährlichen Botanica-Konferenzen teil, bei der ersten war ich Referentin und berichtete der englischsprachigen Aromatherapie-Welt über Lasea: Wie dieses neuartige Medikament entwickelt wurde, wie, wo und welche klinischen Studien vor der Marktzulassung durchgeführt wurden und über meine Erfahrungen mit diesen Lavendelkapseln.

https://blog.aromapraxis.de/2012/07/12/lasea-lavendelolkapseln-behaupten-sich-bei-posttraumatischen-storungen/

Rhiannon Lewis und die us-amerikanische Phytotherapeutin Bevan Clare

Inzwischen bin ich mit einigen KollegInnen und TeilnehmerInnen, die ich dort kennen und schätzen lernte, in regelmäßigem Austausch, ich schätze die mega-engagierte Rhiannon Harris, die diese Riesen-Veranstaltung ins Leben rief, als eine der kompetentesten Aroma-Frauen weltweit. Was mir in dieser Umgebung besonders gut gefällt: Es wird am Anfang der Konferenz betont, dass Respekt und Kollegialität die Atmosphäre bestimmen werden, und dass es für das Ego keinen Platz gibt. Das funktioniert und diese entspannte Stimmung lässt mich immer gerne an die vergangenen Botanica-Tage zurück denken.

Zum vierten Mal habe ich die Ehre, Konferenz-Botschafterin für das deutschsprachige Gebiet zu sein. Ich kann Fragen beantworten und auch sonst behilflich sein. Bis morgen um Mitternacht ist es noch möglich, die Teilnahme für 2018 zum EXTRA-FRÜHBUCHER-RABATT von 300 Pfund zu buchen (90 Pfund weniger als bei Spontan-Buchung ab März 2018). Das große Zusammenkommen von Aroma-und Pflanzenheilkunde-EnthusiastInnen aus mehr als 30 Ländern wird vom 31. August bis 3. September 2018 in Brighton stattfinden, einer supercharmanten „Vorstadt“ von London am Meer, dort wo die Haute Vollée einst Urlaub machte (mit entsprechen wundervollen viktorianischen Gebäuden und eine schnuckeligen Altstadt sowie ewiger Strandpromenade).

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Ein bunt gemischtes Auditorium auf der Botanica2016 in Brighton

Da der Pfund-Wechselkurs momentan günstiger als in den vergangenen Jahren ist, kann die Teilnahme sogar preiswerter denn je sein! Bis zum 30.9.2017 (Mitternacht) sind also 300 Pfund zu bezahlen, das sind circa 335 Euro (vor einigen Jahren waren das noch knapp 400 Euro!). Inklusive der Konferenzunterlagen, Snacks und einer Tasche mit Proben. Die wirklich schönen Übernachtungsmöglichkeiten im Einzelzimmer auf dem weitläufigen Campus der University of Sussex kosten 60 Pfund, so dass auch dieser Faktor nicht extrem budgetsprengend ist. Zum Flughafen London-Gatwick gibt es von etlichen Airlines auch recht preiswerte Flüge, wenn man rechtzeitig bucht. In Gatwick nimmt man einen Zug, der einen in gut 30 Minuten zum Campus bringt.

Ab Sonntag dem 1.10.2017 kostet die dreitägige Konferenz im normalen Frühbucher-Early-Bird-Modus (bis Ende März 2018) 355 Pfund, danach für eher spontane Entscheidungen 390 Pfund. Die Workshops am Freitag Vormittag und am Montag kosten extra, zwischen 60 und 70 Pfund.

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v. l. Caroline Ingraham, Rhianon Lewis, Gabriel Mojay

Die Sprecher und Sprecherinnen kommen wieder aus aller Welt, sozusagen hand-ausgesucht von Rhiannon, die über ein unglaubliches Netzwerk von talentierten KollegInnen verfügt. Ihre rechte Hand Gabriel Mojay, Autor von einem der ersten Psycho-Aromatherapie-Büchern „Aromatherapie für die Seele“ (hier noch antiquarisch erhältlich) und Inhaber einer alteingesessenen Aromatherapie-Schule in London, ist ihr dabei eine wertvolle Stütze, denn auch er ist weltweit unterwegs, um einen sinnvollen und respektvollen Umgang mit hochwertigen ätherischen Ölen zu lehren. Beide geben die Fachzeitschrift The International Journal of Clinical Aromatherapy (ICJA) raus.

Der von mir so geschätzte Kinderarzt Luc Marlier wird wieder dabei sein, er hatte letztes Mal so beeindruckend über Frühchen gesprochen, die durch Vanilleduft bessere Überlebenschancen haben und durch das übliche Bombardement mit hunderten von Gerüchen im Laufe ihrer Wochen im Krankenhaus unnötige Probleme haben. Mich hat auch die super-sympathische und kompetente Tier-Aromatherapeutin und Buchautorin Caroline Ingraham sehr beeindruckt, sie zeigte u.a. ein Video über die besondere Heilung eines chronisch kranken Hundes mit ätherischen Ölen.

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Zwei der weltweit führenden Experinnen für „neue Antibiotika“, die sich also mit Resistenzen und der Wirkweise von bestimmten ätherischen Ölen bestens auskennen

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Die niederländische Palliativ-Aromaspezialistin Madeleine Kerkhof berichtete 2016 über die Vorzüge von CO2-Extrakten

Vor langer Zeit (2009) berichtete ich hier über die japanische Wissenschaftlerin Takae Ebihara, die heraus fand, dass sanfte Stimulation mit Pfefferminzeprodukten bzw Menthol sowohl Gang und Haltung als auch das Schluckvermögen von sehr alten PatientInnen deutlich verbessern kann. Somit können Sturzanfälligkeit und sogar eine der ganz häufigen Todesursachen, die Pneumonie als Folge von Verschlucken, verhindert werden (mehr dazu auf meiner Zusammenfassung nach der Konferenz hier).

https://blog.aromapraxis.de/2009/12/06/bessere-korperhaltung-und-sichereres-schlucken-durch-atherische-ole/

Selfie mit Wissenschaftlerin Takae Ebihara

Selbst wenn man nicht sehr gut englisch kann, sind die meisten hervorragenden Folien prima zu verstehen, die sympathische Persönlichkeit der meisten Vortragenden wirkt mitreißend. Am Rande des hochkarätigen Symposiums findet immer eine vielfältige Produkte-Messe statt, es gibt auch für mich nach über 30 Jahren Aromatherapie noch viel zu entdecken. Letztes Mal waren es vor allem seltene isländische ätherische Öle und wunderschöne Kupferdestillen, die von der engagierten Hydrolate-Forscherin und Destillateurin Ann Harman mitgebracht wurden. Man hat auch ausreichend Zeit, sich mit drei Destillateuren zu unterhalten (zu jeder Botanica-Konferenz wurden bislang jeweils drei ländliche Klein-Destillateure eingeladen).

Infos zu und über die angekündigten Sprecher sind hier nachzulesen, zu Preisen und zur Anmeldung geht es hier, zu den Workshops am Montag geht es hier, für die anschließende dreitägige sicher mega-inspirierende geführte Tour (3.-6. September 2018) durch das traumhafte Südost-England kann hier Interesse bekundet werden. Also, vielleicht: See you in Brighton!

über uns, die welt, artenschutz und gewinnmaximierung


Die Verwendung von ätherischen Ölen wird oft in eine recht egoistische Richtung gelehrt: Was tut dir weh? Dagegen nimmst du dieses Öl. Punkt. Erfahrene Menschen wissen, dass in den meisten Fällen von Unwohlbefinden Verdünnungen zwischen 1 und 3 Prozent wirksam sind. Nun werden Rezepturen, die ein Vielfaches an kostbaren ätherischen Ölen enthalten, empfohlen. Viel hilft viel? Das stimmt das beim Umgang mit ätherischen Ölen nur selten.

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Rosenholz-Baum: Der Amazonas Baumriese, der vorm Aussterben bedroht ist [Foto: ©Sigrun Scherneck]

Umsatzsteigerung und Gleichgültigkeit gegenüber der Natur und den öleliefernden Pflanzen stehen inzwischen immer mehr im Vordergrund. Es sollte sich von selbst verstehen, dass bei Wildsammlung von Duft- und Heilpflanzen nur soweit geerntet werden sollte, dass ihr Bestand nicht gefährdet wird. Für Standards und Vorsichtsmaßnahmen in diesem Bereich setzen sich unter anderem die Organisationen Fairwild und Fair Trade ein (dazu ist ein bebilderter Artikel über die unterschiedlichsten Siegel hier nachzulesen).

Mittlerweile gelten etliche öleliefernde Baumarten aus Wildbeständen laut CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) als stark gefährdet bzw. dezimiert, wie beispielsweise Santalum album (Ostindisches Sandelholz), Amyris balsamifera (Westindisches Sandelholz), alle Aniba-Arten in Südamerika (Rosenholz) sowie Cedrus atlantica in Nordafrika (Atlaszeder). Aquilaria malaccensis (Oud, Adlerholz) in Laos, Vietnam und Kambodscha wird vermutlich noch zu unserer Lebenszeit ausgerottet sein. Nardostachys jatamansi (Nardenwurzel) wurde aufgrund der extremen Verknappung und Bestandsgefährdung von Farfalla aus dem Programm genommen (schade, so ein wichtiges Schlaf- und Beruhigungsöl).

Europäische Öleanbieter, die sich der Erhaltung unserer so ausgebeuteten und zerbrechlichen schönen Welt verpflichtet fühlen, beachten diese Prinzipien der Nachhaltigkeit und treiben ihre Umsatzsteigerung nicht „auf Teufel komm raus“. Immer wieder passiert es, dass Öle aus gefährdeten Pflanzen ausgelistet werden. Auch betreuen sie oft Plantagen, in denen Versuche des Anbaus von stark gefährdeten Pflanzen unternommen werden. So wurde beispielsweise bereits untersucht, ob man ein hochwertiges Rosenholzöl aus den Zweigen und Blättern gewinnen kann, diese Art der Gewinnung zerstört den Baum nicht. Doch soweit mir bekannt ist, wird das daraus destillierte Öl lange nicht so „voll“ und „blumig“ wie das Öl aus dem Holz (für dieses muss der ausgewachsene Amazonas-Baum gefällt werden). Auch wird fleißig daran gearbeitet, diverse Baumarten zu infizieren, so dass sich im Schnelltempo der wundervolle Oud-Duft gewinnen lässt.

Vor genau einer Woche, am 18. September 2017, wurde die Pressemeldung 17-1023 des us-amerikanischen Justizministeriums veröffentlicht. Sie beschreibt in Kürze die Hintergründe des illegalen Handels mit Rosenholz im Marktwert zwischen 3,5 und 9 Millionen Dollar, entsprechend etwa 1 900 Litern Rosenholzöles, durch einen großen us-amerikanischen Ätherisch-Öl-Anbieter. Auch der illegale Handel mit Nardenwurzel ist Bestandteil dieser Anklage. Dieser weltweit agierende Anbieter wurde verurteilt, insgesamt 760 000 US-Dollar an Strafen und kommunaler Arbeit zu entrichten, in diesem Betrag ist auch die Beschlagnahme von Gütern enthalten. Zudem muss diese Firma einen Plan abliefern, durch den garantiert wird, dass bestimmte Auflagen eingehalten werden; das alles auf fünf Jahre Bewährung.

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Pressemeldung des US Justizministeriums vom 18. September 2017

„Der Import von illegal geerntetem Holz und Holzprodukten schadet gesetzestreuen Amerikanischen Unternehmen und Arbeitern, zudem bedroht er weltweite Wald-Ressourcen“ verlautet es aus dem Justizministerium bzw von der Generalstaatsanwaltschaft um Jeffrey H. Wood (Abteilung Umwelt und natürliche Ressourcen). Während die Vergehen gegen den Schutz von natürlichen Ressourcen durch gewisse Mitarbeiter des angeklagten Öleanbieters absichtlich und substantiell erfolgten, wird in der Pressemeldung hervorgehoben, dass diese Firma kooperativ eine interne Untersuchung und auch freiwillig die Offenlegung der Verstöße ankündigte.

„Dieses Strafmaß spiegelt die Schwere der Vergehen und das Akzeptieren der Verantwortung durch die Firma“ erläuterte der Staatsanwalt vom Distrikt Utah John W. Huber for the District of Utah.

Von Juni 2010 bis Oktober 2014 ernteten, transportierten und destillierten etliche Angestellte dieses Anbieters Rosenholz (Aniba roseaodora) in Peru und importierten Teile des gewonnenen Öles über Ecuador in die USA. Die Peruanische Gesetzgebung verbietet die nicht genehmigte Ernte und den Transport von Holz, einschließlich Rosenholz. Peru verbietet zudem den Export von Arten, die nach CITES geschützt sind (Convention on International Trade in Endangered Species), wenn die erforderlichen Genehmigungen nicht vorliegen. Weder der angeklagte Öleanbieter noch seine Lieferanten, Angestellten oder Mittelspersonen waren in Besitz einer gültigen Genehmigung der Peruanischen Regierung. Die Firma erhielt also keine CITES-Export-Papiere von Peru. Es wurden circa 86 Tonnen illegales Rosenholz gefällt und geerntet, es sollte destilliert werden und in die USA exportiert werden, ein Teil davon war bereits ins Land gebracht worden.

Die Öle-Firma konnte nicht nachweisen, dass sie ein Programm zur Einhaltung von formellen Prozeduren vorliegen hatte, auch Training and anderweitige Fachkenntnisse zur Vermeidung von möglichen Vergehen gab es nicht. Am 20. Juli 2015, als die internen Untersuchungen vollständig waren, legte die Firma der Regierung unterschiedliche Fakten, welche die illegalen Übertretungen aufzeigte, offen.

Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde auch offenkundig, dass Nardenöl (Nardostachys jatamansi) von Nepal nach Großbritannien exportiert wurde, auch ohne CITES-Genehigung. Das Nardenöl war zunächst durch eine Firma importiert, die eine CITES-Genehigung hatte. Beim US-Anbieter wurde das Öl jedoch als nicht zufriedenstellend eingestuft, und zurück nach Großbritannien geschickt. Nachträglich, am 23. März 2016 wurde von einem Mitarbeiter des US-Anbieters ein Cites-Genehmigungsantrag gestellt.

osmanthus, das absolue bei angst


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIch bin eine bekennende Osmanthus-Fannin. Jeden unserer Duftwochen-Gäste hier im Südwesten Irlands mit seiner beeindruckenden subtropischen Flora führe ich zu den zahlreichen Osmanthus-Sträuchern. Diese sind allerdings wesentlich kleiner als der schattenspendende gigantische Osmanthus-Baum, unter dem ich jahrelang als Kind in Brasilien spielte (leider inzwischen gefällt wegen eines Parkplatzes). Der fruchtig-getrocknete-aprikosen-ähnliche Duft enthält auch eine Spur Jasminduft und sogar Iris-Noten). Dieses Parfum der winzigen Blüten muss sich tief in meine Neuronen eingebrannt haben. Die zahlreichen als Sträucher und Bäume wachsenden Osmanthusarten heißen auf deutsch ‚Duftblüte‘. Auf der Insel Mainau sind drei oder vier Arten zu bewundern.

In China, von wo die Pflanze stammt, werden die getrockneten Blüten mit ihrem fruchtigen Aroma eingesetzt, um edle Grüntees zu beduften (Gui Hua), auch manche Weine sollen sie aufwerten. Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDas nicht mehr überall erhältliche Absolue {•} WERBUNG: zum Bestellen bei Amazon klicken, danke für den kleinen Beitrag, der Sie nicht mehr kostet 😉 {•} muss stark verdünnt werden, damit der feine Blütenduft sich entfalten kann. Dem ätherischen Irisöl gar nicht unähnlich, kann dieses kostbare Kunstwerk unmittelbar auf die inneren Welten wirken. Hexenylbutanoat und Alpha-Ionon tragen zum fruchtigen Charakter dieses ungewöhnlichen Duftes bei.

Klar, dass er auf einer meiner 40 Psychoaromatherapie-Karten vorgestellt wird! (Einige Rest-Sets sind noch über Vivere erhältlich). Die Affirmation für diese Karte: „Ich wandle fröhlich und inspiriert auf kreativen Pfaden.“ Denn dieser Duft kann lockern, wenn es im Kreativitätszentrum klemmt, wenn eine Prise Heiterkeit das Leben bereichern soll, wenn Appetit auf Leben (und Süßigkeiten) lockt. Er passt wunderbar zu Zitrusdüften, insbesondere zu Mandarinenöl und zu Grapefruitöl. Umso erfreuter war ich, dass es eine nagelneue kleine wissenschaftliche Arbeit aus Japan dazu gibt.

In dieser randomisierten kontrollierten Studie erhielten 361 PatientInnen unterschiedliche Düfte vor einer als schmerzhaft, peinlich und unangenehm erlebten Darmspiegelung als Inhalation zu riechen: Lavendelöl, Grapefruitöl, Osmanthusabsolue, oder keinen Duft (Kontrollgruppe). Nach der Koloskopie, die bei keinem der PatientInnen Komplikationen hervorrief, sollten diese auf einer Skala Werte für ihre Angst und für ihr Gefühl von Unangenehmsein eintragen.
LeffingwellAls Ergebnis notieren die Autoren, dass der Osmanthusduft die Stärke der Angst signifikant reduzierte. Bei denen, wo starke Angst mit Unwohlsein vorhanden war, halfen Osmanthusduft und Grapefruitduft signifikant. [Hozumi H, Hasegawa S, Tsunenari T, Sanpei N, Arashina Y, Takahashi K, Konnno A, Chida E, Tomimatsu S. Aromatherapies using Osmanthus fragrans oil and grapefruit oil are effective complementary treatments for anxious patients undergoing colonoscopy: A randomized controlled study. Complement Ther Med. 2017 Oct;34:165-169]

Es gibt übrigens passend zum Absolue noch drei weitere Produkte von Primavera, die diesen Duft enthalten (allerdings kaum wahrnehmbar): Ein wunderbar cremiger Verwöhnender Duschbalsam, dazu passend ein Duschgel und eine Körpercreme. Gute-Laune-Luxus ohne Kalorien und gut zum Körper und zur Umwelt, man gönnt sich ja sonst nix zu wenig! Ein selbst gemachtes so richtig lecker duftendes Körperöl für die kühlere Jahreszeit könnte so aussehen und duften:

  • 40 ml Jojobaöl
  • 10 ml Arganöl
  • 8 Tropfen Osmanthus 5%
  • 8 Tropfen Grapefruitöl
  • 5 Tropfen Bio-Vanilleextrakt
  • 2-3 Tropfen Tonka-Extrakt

{•} Diese fetten und ätherischen Öle können beispielsweise bei Feeling (klick!) bestellt werden, danke für den kleinen Beitrag, der Sie nicht mehr kostet, der jedoch zur derzeit laufenden dringend notwendigen Renovierung dieser Seite eingesetzt wird {•}

Da es sich bei dieser neuen Studie um eine Hilfe für den eher seelischen Bereich der PatientInnen handelt, fallen mir noch Experimente ein, die den körperlichen Schmerz während dieses intimen und mit Scham belegten Eingriffs, lindern können. Vier Stunden vorab eingenommene Colpermin-Kapseln mit Pfefferminzöl (187 mg pro Kapsel) reduzierten in einem iranischen Versuch mit 65 PatientInnen Krämpfe und Schmerzen während der rektalen Einführung des Schlauches und verbesserten dadurch die Bildaufnahmen. [Shavakhi A, Ardestani SK, Taki M, Goli M, Keshteli AH. Premedication with peppermint oil capsules in colonoscopy: a double blind placebo-controlled randomized trial study. Acta Gastroenterol Belg. 2012 Sep;75(3):349-53]

Eine ähnliche Arbeit wurde bereits 2006 mit 205 PatientInnen in Japan durchgeführt.  Die Ergebnisse mit dem eingenommenen Pfefferminzöl waren signifikant besser als in der Kontrollgruppe ohne Pfefferminzöl (P < 0.001). [Mizuno S, Kato K, Ono Y, Yano K, Kurosaka H, Takahashi A, Abeta H, Kushiro T, Miyamoto S, Kurihara R, Hiki N, Kaminishi M, Iwasaki A, Arakawa Y. Oral peppermint oil is a useful antispasmodic for double-contrast barium meal examination. J Gastroenterol Hepatol. 2006 Aug;21(8):1297-301]

Während diese „Von-oben“-Maßnahme von dem Patienten notfalls selbst vorgenommen werden kann (beispielsweise mit der Einnahme von Carmenthin-Kapseln), können die Endoskopie-Profis auch „von unten“ arbeiten: Fünf Jahre vorher erhielten 409 PatientInnen circa 20 ml einer Lösung aus 1 Liter Wasser, 8 ml Pfefferminzöl und 0,2 ml des Lösungsvermittlers Tween 80 rektal eingeführt. Die Kontrollgruppe (bestehend aus 36 PatientInnen) erhielt nur Wasser mit Lösungsvermittler. Bei 88, 5 % der PatientInnen der Pfefferminzegruppe wurde ein mindestens 20 Minuten andauernder zufriedenstellender spasmolytischer (krampflösender) Effekt notiert, auch bei 33,3 % der Ohne-Pfefferminze-Gruppe war eine krampflösende Wirkung zu beobachten (p<0.0001). Bei PatientInnen mit Reizdarm (IBS) war die Wirksamkeit signifikant niedriger (p < 0.0001). Es gab keine negativen Nebenwirkungen. [Asao T, Mochiki E, Suzuki H, Nakamura J, Hirayama I, Morinaga N, Shoji H, Shitara Y, Kuwano H. An easy method for the intraluminal administration of peppermint oil before colonoscopy and its effectiveness in reducing colonic spasm. Gastrointest Endosc. 2001 Feb;53(2):172-7].

Mein Artikel von 2013 zur Duftblüte ist hier und hier nachzulesen. Inhaltsstoffe (Abb. oben rechts) und mehr Infos: Leffingwell

faszination duftkommunikation


duftkreis_copyright_christine_lamontainIm Frühling war Christine Lamontain zum dritten Mal bei mir in Irland. Ihre wundervolle Art, die vielschichtigen und zunächst verschachtelt wirkenden Informationen rund um die Duftkommunikations zu vermitteln, faszinert mich jedes Jahr mehr. Wer bei ihr erfahren und spüren lernt, wie tief Düfte gehen können, wie sie uns berühren, umarmen und abschrecken können, wenn man sie nur achtsam WAHRnimmt, wird Aromapflege und Aromatherapie mit neuen Augen (Nase) betrachten. Und ätherische Öle sehr behutsam anwenden und weiter geben. Christines Arbeit basiert auf den Erkenntnissen des Pioniers Martin Henglein, der den Duftkreis in den achtziger Jahren „erfunden“ und veröffentlicht hat.

Durch Stornierungen sind für das Modul 1 der neuen Duftkommunikations-Gruppe am 29.-30. September zwei Plätze freigeworden. Eine gute Chance für Sofortentschlossene, wirklich ganz besondere Erfahrungen rund um das Riechen und den Kontakt der feinen Duftmoleküle mit unseren Innenwelten kennen zu lernen. Sogar neue Einblicke ins eigenen Innenleben können entstehen.

Die vier spannenden Module finden in schönster Natur, inmitten von Wiesen und übervollen Apfelbäumen des Hunsrück (westlich von Koblenz), im schönen Blockhaus der Vivere Schule von Sabrina Herber statt. Dort habe ich vor einigen Tagen selbst unterrichtet! Infos bei Vivere (klick!). Nächstes Jahr kommt Christine auch wieder zu mir, noch sind Plätze zum Frühbucherpreis zu haben (Infos hier).

selbstschutz und naturschutz durch erlernen der INCI-sprache


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Um mir bewusst zu machen, was an meine Haut kommen darf, habe ich mal die Produkte meiner (fast) täglichen Morgen- und Abendroutine zusammen gestellt. Darunter sind einige Immer-Produkte, die ich also seit Jahren und Jahrzehnten immer kaufe (wie das Deo von Farfalla und Wimperntusche von Dr. Hauschka und der Nagellack von Santé) und auch Produkte, die öfters wechseln, wie Duschgels und Bodylotions. Etliche Produkte wie Mundwasser, duftende Körperöle und Vielzweck-Schüttellotion stelle ich regelmäßig frisch her. Gekaufte und selbst destillierte Hydrolate in allen Varianten setze ich je nach Bedürfnis und drohendem Verfallsdatum ein.

Ich lebe in einer schönen natürlichen Umgebung, dort am westlichsten Zipfel Europas, wo die Welt noch einigermaßen in Ordnung ist. Wo Toleranz und Freundlichkeit den Alltag (fast immer) bestimmen. Hier biete ich meine Duftwochen an, hier kann ich unzählige subtropische Duftpflanzen in ihrem inzwischen heimatlichen Habitat zeigen. So dass meine Kursteilnehmer/innen sowohl den Duft aus den zu den Exkursionen mitgenommen Fläschchen kennen lernen können als auch das Aussehen, die Größe, das „Verhalten“, die Farbgebung der jeweiligen Duftpflanze WAHR-nehmen und be-GREIF-en können (Termine und Infos für 2018 hier – klick!).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Da ich viele unterschiedliche fette Öle und noch mehr ätherische Öle allerhöchster Qualität zur Verfügung habe, wäre mein Ziel, nur noch eine gute, rückfettende Seife, selbst gemachtes Zahnpulver aus Kreide, und grüner Tonerde und etwas Bio-Makeup-Puder zu verwenden. Dazu freilich Hydrolate für allerlei Einsatzzwecke. Doch davon bin ich noch weit entfernt.

Zu meiner kleinen „heilen Welt“ gehört auch meine persönliche Körperpflege, die zu 99 Prozent aus bio-zertifizierter Naturkosmetik von unterschiedlichen Anbietern stammt. Oder die selbst hergestellt ist. Ich würde gerne etwas minimalistischer mit meiner Haut umgehen, doch als Duft- und Kosmetikfan fällt es mir schwer. Wie froh bin ich, dass es im deutschsprachigen Bereich so wundervolle Kosmetik gibt, die sehr genau auf ehrliche Verträglichkeit untersucht ist und auf die man sich verlassen kann. Vor allem, weil ich die Menschen und die Herstellung hinter den meisten abgebildeten Produkten persönlich kennen lernen durfte.

Durch meine Tätigkeit als „Gästehaus-Mutter“ sehe ich allerdings, was die großen Kosmetik-Konzerne den heutigen unwissenden Menschen so andrehen. Ich bin regelmäßig entsetzt, wenn ich „Proben“ erhalte, die beispielsweise nicht mehr in den mit tollen irischen Einkäufen überfüllten Koffer unserer Gäste passen. Da stinkt und reizt es nur so vor sich hin.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Das sind so Grausamkeiten, die ich im Laufe des letzten Jahres von wohlmeinenden Gästen „geerbt“ habe. Sie sind ausnahmslos mit hautreizenden Tensiden, krebsverdächtigen Paraffinen und Parabenen, Aluminiumverbindungen und anderen wortwörtlich haarsträubenden Inhaltsstoffen hergestellt. Vom Mikroplastik, das unsere Welt in rasender Geschwindigkeit komplett durchseucht, ganz zu schweigen.

In meiner Naivität halte ich es für entsetzlich, dass Konsumenten so belogen und betrogen werden. Da wird ein Shampoo namens „Wahre Schätze“ angeboten, mit einer hübschen Zitronenabbildung und einem „Stempel“, der auf natürliche Extrakte hinweisen soll. Bei Blick auf die INCI-Deklaration steigt in mir die Wut hoch und ich fühle mich verars…t (besonders im Namen der Person, die auf die frech-unwahren Marketingsprüchlein rein gefallen ist). Erstens wird das grüne Mäntelchen präsentiert, welches besagt, dass neben den tollen Inhaltsstoffen Tonerde und Zitrone Nachhaltigkeit groß geschrieben wird. Weil die Plastikverpackung recyclebar sei und weil sie in einer Fabrik hergestellt werde, die sich für die Entwicklung nachhaltiger Produkte einsetzte. Na und??? Was besagt diese sinnentleerte Satz? Nix.

Aber es kommt noch viel, viel gravierender. Und deprimierender. Ich meine, wenn die Kosmetikverbraucher/innen nicht endlich aufwachen, wird unsere schöne Erde innerhalb von nunmehr sehr wenigen Jahren so sehr von Mikroplastik verseucht sein, dass nicht nur unsere Kinder durch den Müll der aktuellen Verbraucher-Generationen zu 100 Prozent krank werden. Wie können wir uns so von den geldgierigen Kosmetikkonzernen zur lebensgefährlichen Verdreckung der Abwässer, der Flüsse, des Meeres und damit wieder unseres Trinkwassers und der Nahrung verleiten lassen?! Selbst wenn wir keinen Fisch und keine Krustentiere essen, deren Abfälle werden wiederum in den unterschiedlichsten Lebensmitteln verarbeitet, genau so still und heimlich wie im Kosmetikbereich.

Wahre-Schätze_vorne_Inci

WARUM? Warum muss in einem Shampoo Mikroplastik stecken? Warum hautreizende (billige) Tenside? Die versprochene Zitrone befindet sich nur als „Hauch“ am Ende der Zutatenliste. Einmal als Extrakt (eventuell sogar als ätherisches Öl) und einmal als Säureregulator in Form von Zitronensäure (vermutlich künstlich hergestellt, eventuell mit Hilfe von Schimmelorganismen). „Ohne Silikone“ soll sehr geschickt davon ablenken, dass noch etwas viel Schlimmeres enthalten ist: Acrylates Copolymer. „Wahres ist wertvoll“, ein wirklicher Hohn der Käufer von so einem aus billigsten Rohstoffen produzierten Umweltmülls.

Nun wird also nicht nur Plastik in Scrubs für Körper und Gesicht eingesetzt, nein, ein Shampoo wird mit „Nebelmitteln“, also Trübstoffen aus Mikroplastik, verseucht. Dieses Zellgift verbirgt sich hinter dem Wortungetüm Acrylates Coploymer, das JEDE(R) auf den INCI-Deklarationen auswendig lernen müsste. Dieses fast nicht sichtbare Gespenst wird gemäß den technischen Angaben verschiedener Hersteller in Form fester Partikel in einer Partikelgröße ab 170 Nanometer und größer hergestellt. Beim Recherchieren über dieses Gift, das jede unserer Zellen durchdringen wird, weil es inzwischen fast in jedem Trinkwasser steckt, konnte ich nur entsetzt und ungläubig den Kopf schütteln: Mikroplastik wird bislang nicht von der deutschen Regierung und auch nicht von der sonst so strengen Europäischen Kosmetikverordnung reglementiert. Dabei gehört es ab sofort verboten, je schneller, desto besser! Im Bundesumweltamt schreibt man nur ganz lau: „Aus Sicht des Umweltbundesamtes sollten die Verbraucherinnen und Verbraucher daher bevorzugt zu Produkten greifen, die solche Stoffe nicht enthalten.“ Aber wie lange will man denn noch warten?! Mikroplastik ist ein Thema das uns ALLE angeht, und das nicht nur die Haut, in der wir stecken, angeht, sondern es betrifft bereits JETZT fast jeden Menschen. Die wichtigsten Mikroplastikmoleküle, die unsere Kosmetik und unsere Gewässer belasten, sollten wie Vokabeln einer Fremdsprache auswendig gelernt werden, fast alle enthalten (mindestens) zweimal den Buchstaben Y:

  • Polyethylen
  • Polypropylen
  • Polyethylenterephthalat
  • Nylon-12
  • Nylon-6
  • Polyurethan
  • Acrylates Copolymer
  • Acrylates Crosspolymer
  • Polyacrylat
  • Polymethylmethacrylat
  • Polystyren

Diese Übersicht mit den Namen dieser Plastik-Zeitbomben und mit Produkten, die damit verseucht sind, hat der B.U.N.D. zusammengestellt, sie kann hier (klick!) kostenlos runter geladen werden, ein Artikel dazu ist hier (klick!) nachzulesen. Allerdings ist dieser Einkaufsratgeber von 2015 und der Absatz „Teilerfolg gegen Mikroplastik: Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. hat erklärt, dass er seinen Mitgliedern empfehlen werde, Mikroplastik aus Kosmetika zu entfernen. Außerdem haben sich viele Hersteller beim BUND direkt gemeldet und den Ausstieg aus Mikroplastik angekündigt.“ klingt für mich nicht wirklich erfolgversprechend.

Haarwasser_InciGemeinsam sind fast allen Massen-Kosmetika die Starkschäumer-Teufelchen Natriumlaurethsulfat und das (früher?) überall eingesetzte Natriumlaurylsulfat. Das sind anionische Tenside, ersteres löst sehr stark Fett und Öl auf (Shampoo, Duschgel), zweiteres hat eine stark denaturierende Wirkung auf Proteine (was hat es bloß in den vielen Zahnpasten angerichtet!?). Ich habe ersteres in einem „haarwuchsfördernden“ Shampoo gefunden. Wozu? Um den Haarausfall noch zu verstärken, indem das schützende Kopffett aufgelöst wird? Dass Proteine in unserer Haut geschädigt und angegriffen werden und Allergien durch das Zeug „gezüchtet“ werden könnten, scheint auch billigend in Kauf genommen zu werden, Hauptsache billig. Durch das besagte Shampoo wird die sehr aufnahmefähige Kopfhaut auch noch das potenziell krebsauslösende Methylparaben und das umstrittene Konservierungsmittel Phenoxyethanol in den Körper schleusen. 200 ml Shampoo mit einem Hauch Koffein, etwas Schaumbildner und bedenklichen Chemikalien angereichert für gut 6 Euro, bravo! Ein Geschäft mit der Hoffnung…

Body_Cream_InciWarum nicht gleich, wenn man die trockene Haut wirklich nähren und pflegen möchte, zu einem ehrlich wohltuenden Produkt mit Bio-Pflanzenölen samt deren wertvollen Fettbegleitstoffen greifen? Die meisten Hautpflegecremes bewirken das Gegenteil. Durch einen zu hohen Anteil an billigem Glyzerin trocknen sie eher aus, Silikon (Dimethicone) spachtelt allenfalls die Oberfläche zu, Phenoxyethanol und die enthaltenen Parabene würde ich nicht gerne auf meiner Haut haben, obwohl diese eher unempfindlich ist.

Gesichtspflege_INCIGesichtspflege in zartrosa-feiner Anmutung vom Kosmetikgiganten mit der blauen Dose, angereichert mit dem Antischuppen-Wirkstoff Piroctone Olamine? Huch, da fallen einem doch glatt die Schuppen von den Augen! Wird der Schuppenshampoo-Stoff nun als gut fungizid wirksames Konservierungsmittel eingesetzt? Dazu wieder ein Kunststoff! Warum bitteschön ist darin Sodium Polyacrylate (Natrium Polyacrylate) enthalten, ein Superabsorber, der 200 bis 300 Mal mehr Wasser binden kann als seine eigene Masse? Diese Chemikalie kenne ich aus Babywindeln und Inkontinenzmaterial! Darin ist sie sicher sehr zweckmäßig, sie landen dann wohl in Müllsäcken und Verbrennungsanlagen Auch als Fußbodenpolitur ist dieses kristalline Material beliebt, da „schmutzabweisend“. Doch als Inhaltsstoff in einer Gesichtspflege für die Dusche ist die Endbestimmung leider wieder unser kostbares Trinkwasser.

Das waren nur ein paar kleine Beispiele aus der Badezimmer-Wirklichkeit. Über andere Giftstoffe informiert die Verbraucherzentrale.

Wenn man/frau also täglich eine vergleichbare Menge an Kosmetik wie ich verwendet, und in jedem dieser Produkte befinden sich diese und noch viel mehr bedrohliche Inhaltsstoffe, geht man ein unkalkulierbares Risiko ein. Eine Zeitbombe kann entstehen, denn kein Mensch weiß bislang, was diese ganzen Kunststoffe IN und mit unserem Körper anrichten, sofern sie resorbiert werden, was nicht unwahrscheinlich ist. Freilich muss jedes der Produkte auf seine Verträglichkeit untersucht sein, jedes für sich mag sogar ein sehr geringes Risiko bergen, doch kein Mensch hat je untersucht, was dieser brisante Molekülecocktail vieler Produkte die tagtäglich benutzt werden, mit uns macht (dazu kommen noch die noch bedenklicheren Stoffe aus Reinigungsmitteln, aus Computern & Druckern, aus Wohnungs- und Baustoffen, sowie die Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln).

Es gibt inzwischen tolle Apps, die man im Geschäft vor dem geplanten Einkauf konsultieren kann, so dass man potenziell gefährdende Chemikalien einfach im Ladenregal stehen lässt. Man muss also gar nicht die Vokabeln dieser wichtigen neuen internationalen Sprache der INCI-Welt auswendig lernen.

Codecheck (klick!) [auch prima, um unehrliche Lebensmittel auszufiltern)

Toxfox (klick!) [nur Kosmetik, vom B.U.N.D.)

Bio-Kosmetika (klick!) [meine frühere Schülerin Ingrid Schreier ist eine erfahrene Naturkosmetik-Fachfrau mit Geschäft in Wien

Oder man kauft einfach nur noch Kosmetik mit einem der zuverlässigen unabhängigen Bio-Siegel, beispielsweise mit dem NaTrue-Siegel oder der Schweizer Bio-Knospe [einen Beitrag mit Abbildungen dieser Siegel habe ich hier (klick!) zusammen gestellt]. Das ist die (unvollständige) Liste der Anbieter, der Gründer und/oder Geschäftsführer/innen ich persönlich kenne und schätze, viele von deren Kosmetik-Produkten verwende ich seit bald dreißig Jahren (die folgenden Websites sind alle verlinkt, bei Interesse anklicken):

Wer sich gerne in einem echten Buch lesend informieren möchte, kann dies bei Giftcocktail Körperpflege: Der schleichende Tod aus dem Badezimmer von Marion Schimmelpfennig und Rüdiger Dahlke oder mit Naturkosmetik: Was ist drin? Wie erkenne ich Qualität? Wie finde ich das Produkt, das zu mir passt? von Elfriede Dambacher. [Werbung] {damit die Profi-Abmahner happy sind} Wer Englisch lesen kann, sollte sich die hervorragenden, jedoch bedrückenden Artikel auf der renommierten britischen Tageszeitung The Guardian (klick!) antun, heute erschien wieder einer: 83 Prozent aller untersuchten Wasserproben sind bereits mit Mikroplastik kontaminiert. Unsere Plastikkeidung trägt übrigens tüchtig zu dieser Bedrohung bei, denn bei jedem Waschgang gelangen die fast unverrottbaren Mikrofasern in mittlerweile unvorstellbaren Mengen ins Wassersystem.

Wer auf Facebook ist, kann meiner Gruppe „Essbare Kosmetik“ beitreten. Denn Selbermachen ist am besten, da weiß man, was drin ist! Und kann von den schönen Verwöhnprodukten auch guten Gewissens naschen!

Ach wäre es schön, wenn durch Aufklärung und Verbraucher-Boykotts weniger umweltschädigende und gesundheitsgefährdende Chemikalien verkauft werden würden! Um unsere Welt auch noch in 10 und 20 und 50 Jahren lebenswert zu machen. Momentan sieht es leider nicht einer Umkehr zu reinem Wasser und den entsprechenden Folgen aus. Der Verseuchungsgrad ist bereits enorm und die Regierungsmitglieder haben andere „Sorgen“, als unser aller Heimat giftfrei zu halten.

schwer erkrankte nahestehende menschen pflegen und begleiten


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDas ist seit vielen Jahren ein Herzensthema von mir. Die Idee zum neuen Buch „Aromapflege für Sie“ entstand zunächst durch die vielen, vielen E-Mails von recht verzweifelten Menschen, die mich um Tipps, Meinungen, Rezepte und Adressen baten. Meistens geht es um den Wunsch, liebe Menschen in schwierigen gesundheitlichen Situationen – sei es körperlicher Natur oder auch seelischen Ursprungs – zu unterstützen. Man möchte nicht hilflos daneben stehen müssen, wenn ein nahestehender Mensch leidet. Oft liegen auch schwere Enttäuschungen über die konventionellen Behandler zu Grunde, immer wieder lese ich von „aufgegebenen“ („austherapierten“) Menschen, meistens wünscht man sich, die betreffende Person behutsam, natürlich und würdevoll zu unterstützen. Auch werden Gegenentwürfe gegen Sätze wie ihn kürzlich eine Bekannte von ihrem Onkologen anhören musste, gesucht. Er drohte ihr geradezu: „Wenn sie die Bestrahlungen nicht machen, kann ich Ihnen zu 100 Prozent garantieren, dass Ihr Brustkrebs zurück kehren wird“. (Da bleibt mir wirklich die Spucke weg! 😦 )

Schon seit vielen Jahren bin ich nun etliche Stunden wöchentlich mit dem Beantworten solcher Anfragen beschäftigt. So lag die Idee nahe, möglichst viele dieser Tipps in einem Buch zusammen zu fassen. Ich erinnere die Fragenden jedes Mal daran, dass sie besser etwas FÜR ihren Angehörigen oder ihre Freundin tun sollten, anstatt GEGEN ein Ungetüm von Wort wie ‚Zerebrale Mikroangiopathie‘ oder ‚Epidermolysis bullosa‘ anzukämpfen. Ich rate ihnen vielmehr, sich die betroffene Person und ihre momentanen und individuellen Symptome genau anschauen: Mag er oder sie lieber eine warme oder oder eher eine kühlende Anwendung? Tun ihr oder ihm eher frische Zitrusdüfte gut oder blumige Gartengerüche gut? Oder schenkt man ihr vielleicht mit Nadelölen einen virtuellen Spaziergang im Wald oder mit holzigen Düften mehr Stabilität und Erdung. Auch die Art der passenden Anwendung kann ein medizinischer Laie gut heraus finden: Würde die Person sich mit einem abendlichen Fußbad besser fühlen oder benötigt sie etwas für Zwischendurch wie einen Roll-on oder würde sie von einem feinen Raumspray mehr Entspannung und Wohlbefinden erfahren?

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapySo konnte ich über die Jahre hilfreiche Tipps jenseits einer nicht erlaubten Diagnose mitteilen oder eine prima Adresse zur naturheilkundlichen Behandlung verschenken. Manchmal reichen auch „kosmetische“ Empfehlungen wie kürzlich bei einer älteren Dame, die mich wegen trockener Augen und Naseneingänge anrief. Auch dem Baby mit der oben genannten Zungenbrecher-Hautkrankheit konnte mit einer oberflächlich betrachtet „kosmetischen“ Behandlung unglaublich gut geholfen werden: Es war „schlichtes“, jedoch hochqualitatives Rosenhydrolat, was dem armen Würmchen ganz überzeugende Linderung brachte.

In die lange Zeit des Zusammenstellens dieses 184 Seiten dicken Buches fielen dann noch die (zum Glück nicht allzu lange andauernde) Demenz meines Vaters, seine schweren Schmerzen sowie der Abschied für immer. Ich durfte am eigenen Leib die Hilflosigkeit und Ratlosigkeit spüren, wenn die „Schulmedizin“ keine Antwort beispielsweise auf höllischen Juckreiz am Rücken des betagten Herren hat und man als Familienmitglied unbedingt irgendwie helfen möchte. Schlichtes Aloe vera-Gel mit einem Hauch Pfefferminzeöl und Lavendelöl brachten enorme Linderung. Freundinnen und Bekannte mit schlimmen Folgen einer Krebstherapie dankten beispielsweise für den Tipp, den wunden Mund mit Sanddornfruchtfleischöl und stark mit Birkenzucker (Xylitol) gesüßtem dünnen Tee zu pflegen.

Nun ist das Taschenbuch fast fertig für den Weg zur Druckerei, in zwei Monaten (25. Oktober 2017) wird es diese Sammlung von Unterstützungs-Rezepturen und vielen Tipps drumherum zu kaufen geben. Ob bei Symptomen von Epilepsie, Parkinson, Abwehrschwäche/AiDS, demenziellen Veränderungen, MRSA-Plage oder Tumoren: Für jeden gesundheitlichen Zustand eines Menschen ist (nicht nur) ein Kraut gewachsen. Mit Hilfe von ätherischen Ölen, Hydrolaten und fetten Pflanzenölen – freilich auch als Begleitung zur „konventioneller Medikation“ – kann jeder Laie höchst wirksam und fein duftend die Lebensqualität von lieb gewonnenen Menschen enorm verbessern. Sei es für viele Jahre die noch vor ihm oder ihr liegen oder „nur“ für die letzten Stunden auf dieser Erde.

Die Rezeptvorschläge sind behutsam und niedrig dosiert zusammen gestellt, so dass niemand befürchten muss, seine Lieben in Gefahr zu bringen. Die Rezepturen beruhen auf Erfahrungen, die ich in drei Jahrzehnten mit den wundervollen duften Helferlein aus den braunen Fläschchen sammeln durfte. Auch das wertvolle Feedback von unzähligen LaienbehandlerInnen und professionellen PflegerInnen ist in diese Seiten mit eingeflossen. Meine ganzheitliche Sicht auf den Menschen als Wesen mit Leib und Seele, dazu Destillations-Einblicke, Kräutergarten-Momente, Gespräche mit Wissenschaftlern und viele evidenzbasierte Erkenntnisse machen dieses Buch zu einem nützlichen Begleiter. Sicher ist es auch als hilfreiches Geschenk für betroffene Familien denkbar. Auf der Rückseite des Buches, das wieder genau wie „Aromatherapie für Sie“ von der talentierten Anke Schütz mit stimmungsvollen Fotos illustriert wurde, ist zu lesen:

Begleiten und pflegen mit ätherischen Ölen

Sie pflegen einen nahestehenden Menschen und möchten mehr für sein Wohlbefinden tun, ihn begleiten und trösten? Mit ätherischen Ölen können Sie sehr viel bewirken – sie lindern Schmerzen, hemmen Entzündungen und töten Keime. Zudem laden vertraute Naturdüfte zu Zeitreisen an schöne Orte und Momente ein.

Übersichtlich: Die wichtigsten ätherischen Öle werden nach Duftrichtung, Eigenschaften und Einsatzgebieten vorgestellt. Hydrolate, Pflanzenöle und Fertigmischungen ergänzen die achtsame Aromapflege.

Einfach und effektiv: Die erfahrene Aromatherapeutin zeigt Ihnen, wie Sie die Anwendungen leicht selbst herstellen können.

Vielfältig: Ob bei Demenz, während der Chemotherapie oder für die palliative Begleitung – die erprobten Anwendungen sorgen für mehr Lebensqualität in gesundheitlichen Krisen.

Aromapflege für Sie kann vorbestellt werden (klick!), es wird 19,99 Euro kosten.

von altem wissen und neuen erkenntnissen


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIn Zeiten von immer mehr verdrehten Behauptungen und dubiosen Anwendungsempfehlungen ist es wichtig, sich mit sachlichen Informationen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und auch mit den erprobten sowie sicheren Rezepturen und Tipps von KollegInnen auszustatten, will man mit ätherischen Ölen verantwortungsvoll umgehen lernen.

Zahlreiche Studien und sonstige fundierte Erkenntnisse werden sich in meinem Köfferchen befinden, wenn ich am 13. und 14. September 2017 im schönen Blockhaus von Sabrinas Schule mitten zwischen Wiesen im schönen Hunsrück (westlich von Frankfurt und Koblenz) unterrichten werde. Ich freue mich, dort einen meiner immer seltener werdenden Kurse in Deutschland geben zu dürfen.

An diesen zwei Tagen geht es um Folgendes:

  • Was ist die jeweilige Besonderheit von Doppelblind-Experimenten, randomisierten Studien und multizentrischen Studien.
  • Was zeichnet eine wissenschaftliche Studie aus, wo liegen die Grenzen, welche besonderen Herausforderungen ergeben sich in der Arbeit mit Riechstoffen.
  • Gewebestudien vs. Tierexperimente vs. klinische Studien mit und an Menschen.
  • Kritische Diskussion, dass Studien nicht der „letztendliche Beweis“ sind, in der heutigen Arbeitswelt jedoch als solcher gelten.
  • Etwas Geschichte: Nachweise über die Wirksamkeit von ätherischen Ölen gibt es bereits seit über 100 Jahren.
  • Warum ergeben sich aus den überzeugenden und Mut machenden Studien so wenig Konsequenzen für die Gesundheitspflege?
  • Vorstellung von vielfältigen Studienergebnissen, welche für die Aromapflege besonders interessant sind, insbesondere im Bereich der bakteriellen Multiresistenzen, der antitumoralen, entzündungshemmenden und radioprotektiven Wirkung von Ölen und der Linderung von Demenz-Symptomen
  • Einige recht neue Erkenntnisse, die noch in keinem Buch über Aromatherapie oder Aromapflege nachzulesen sind, werden auch erläutert.

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie und DuftreisenDieses Seminar soll Ihnen einen Blumenstrauß an nachgewiesenen Fakten mit auf den Weg geben und Sie selbst mit überzeugenden Argumenten ausrüsten. Mein Wissen als langjährige Dozentin für Aromatherapie beziehe ich aus 30 Jahren Erfahrung im Umgang mit ätherischen Ölen unterschiedlichster Bio-Anbieter, auch vom regelmäßigen Austausch mit Wissenschaftlern, von jährlichen Besuchen auf Fortbildungs-Kongressen wie der Botanica2016 (die in einem Jahr wieder in Brighton stattfinden wird), sowie aus den anerkanntesten Fachbüchern unserer Branche – in vier Sprachen 😉 . All dies ist leider keine Selbstverständlichkeit in Fortbildungen.

Gibt es Voraussetzungen zum Besuch dieses Seminars? Ein Minimum an Wissen über die Zusammensetzung und Wirkweise von ätherischen Ölen ist nützlich, jedoch keine Bedingung, ein großes Interesse an den angebotenen Themen ist wichtiger! Infos und das Anmeldeformular gibt es auf der Vivere-Website von Sabrina Herber (klick!).