Moderne Pflanzenvermehrung



Nach einer turbulenten Anreise nach Wien (Laptop beim Sicherheitscheck am Flughafen Cork liegen gelassen), Anlernen in total fremdes Betriebssystem und drei Tagen Kursgeben war heute Selber-Lernen angesagt. Busfahrt zur Universität für Bodenkultur (BOKU) mit in der höchsten Etage liegenden Gewächshäusern.


Aufzug in die Abteilung für Pflanzengenetik, hui, grusel, Alarm, Gentechnik!


Die meisten Räume sind nur mit Schutzkleidung zu betreten.


Viele unserer Kulturpflanzen werden nicht mehr liebevoll mit Ablegerchen vermehrt, sondern mit einem Verfahren namens Micropropagation (english). Die gewünschte Pflanze wird in zig winzige Teile zerlegt…


…und in einer kuscheligen heilen Welt ohne böse Keime, ohne bedrohliche Winde…


….ohne flutsturzartige Regenfälle, mit genau der richtigen Menge an Luft und Licht…


…in einer perfekt angepassten Nährstofflösung gepäppelt.


Wenn sie dann in ein anderes Medium zur Entwicklung von Wurzeln umgebettet wird und sich auch in dieser gemütlichen neuen Welt gut macht darf sie in die halbechte Welt eines Gewächshauses, hier bei der BOKU auf dem Dach. Auch hier wird ihr die Ungemach des wahren Lebens vom Leib bzw. vom Stiel gehalten. In kommerziell orientierten Unternehmen würde sie nach diese Phase den Weg zum Supermarkt oder zum Gartencenter antreten.

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12 Kommentare zu “Moderne Pflanzenvermehrung

  1. Liebe Eliane,wirklich gruselig, diese ganze Gentechnik!Wo bleibt denn da noch die Natur?Irgendwie nicht mein Ding, hatte gehofft, das mit der Gentechnik würde doch nicht durchkommen. Aber so wie das ausschaut, müssen wir uns wohl damit auseinandersetzen :-(Hoffe, uns bleiben die natürlichen Pflanzen, die echten,noch lange lange erhalten für unsere Aromatherapie!!!!Ganz liebe aber auch besorgte GrüßeSandra

  2. Hallo! Ich kann mich nuranschließen,ich finds auch gruselig. Wenn ich mir so überlege, das manches Gemüse so großgezogen wird, und ich esse daß, ohne es zu wissen…Gruß,Patricia

  3. Ich habe schon Gemüse zurückgelegt, als ich gesehen habe, dass das HOR SOL produziert wurde. SOLches ist doch HORror.Arme Pflanzen, die so völlig ungeerdet und teilweise ohne Sonnenlicht wachsen müssen…gezogen aus zerstückelten Pflanzenteilen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass so etwas schmecken kann und ich bin so dankbar, dass es bei uns auf dem Markt noch Bio-Bauern gibt.Hier ein intessanter Link zu einem lesenswerten Buch zum Thema:http://www.bzw-weiterdenken.de/artikel-7-56.htmliebe aber ebenfalls besorgte Grüsse aus BaselBeatrice

  4. Mich gruselt´s, wenn ich mir die Fotos so angucke.Dann braucht der neuzeitliche Gärtner auch keine frische Luft und keine Sonne, kein Wind und Wetter mehr. -Vielleicht DER Zukunftsberuf für die neue Generation der Kiddies, die kaum noch draußen spielen und hinten auf dem Autositz heranwachsen.- (man möge mir verzeihen, bin aus aktuellem Anlass grad ein wenig gefrustet)Beatrice – danke für den Link, da guck ich mal.Und Eliane – vielen Dank für die Fotos und den Bericht. Du lässt uns in Bereiche blicken, die Otto Normalverbraucherin sonst nie zu sehen bekommt.LG Heidi

  5. Wen wundert's da noch, wenn die teuer erstandenen Pflanzen dann nach dem Umzug in eine natürliche Umgebung, sprich Garten, schlapp machen und nach zwei Wochen nur noch Kompostwert haben? Da fällt mir ein – meine Mutter hat schon vor zig Jahren eine kostenlose Bezugsquelle für neue Gartenpflanzen aufgetan. Nämlich den Kompostplatz auf dem Friedhof!Kräftige, abgehärtete Pflanzen, die fürs Grab einfach zu groß geworden waren. LGInes

  6. Wenn ich mir solche Bilder anschaue, wird mir ganz bang ums Herz. Wo soll das alles noch hin führen?????Liebe Grüße und danke für diesen EinblickKordula

  7. das stimmt mich auch traurig, ich kann mir nicht vorstellen daß das gut sein kann. Gruselig ist gar nicht schlimm genug. Zum Glück gibt es Biobauern und ich hoffe ganz stark daß die immer mehr werden.LGRgeina

  8. Hallo Eliane,klasse, daß du uns so auf dem Laufenden hältst! Ich würde so etwas sonst nicht zu lesen bekommen. Vielen lieben Dank und herbstliche Grüße aus dem noch warmen (für diese Jahreszeit) Norddeutschland vonNatascha

  9. Hallo Eliane,Das sind ja interessante Einblicke! Was sich so alles hinter unscheinbaren Hausfassaden versteckt? Spannend finde ich das Thema Gentechnik ja schon; Hat wie alles immer zwei Seiten die man beachten sollte. Die eine Seite kann nicht ohne die andere! Mir sind natürliche nicht veränderte Lebensmittel und Pflanzen auch lieber, da ich glaube nichts ist Robuster und Anpassungsfähiger als die Natur, doch der Mensch ist leider von schnellem Profit, Macht und Ausbeutung getrieben da kommt die Natur nicht so schnell nach!Doch der Verbraucher sollte Lebensmittel oder Pflanzen die Gentechnisch verändert wurden auch durch deutliche Kennzeichnung erkennen können, damit er selber Entscheiden kann was er kaufen will!Liebe GrüßeSabine

  10. Die Reaktionen zeigen deutlich, wie sehr dieses Thema gerade in unserem Bereich – der Aromakunde – mit Angst besetzt ist! Und doch – auch wenn mich manche meiner Aromakolleginnen/ -kollegen höchstwahrscheinlich steinigen – sollte eine offene Diskussion möglich sein! Nur so erfahren wir was forschungsmäßig möglich ist und wieweit dies dann im jeweiligen Land umgesetzt wird !!! (green chemistry, gereen biotechnology sind auch Möglichkeiten, nicht nur Bedrohung). Übrigens sollte jeder von uns mal in sich gehen und überlegen ob bei einer unheilbaren/tödlichen Erkrankung – die Aromatherapie in allen Ehren – dieser Ansatzpunkt persönlich dann doch plötzlich an Bedeutung gewinnt!Eliane's Wunsch darüber mehr zu erfahren, war für mich die Motivation hier in Wien an der Universität für Bodenkultur anschauliche Informationsmöglichkeiten darüber zu erhalten, was ja auch gelungen ist.Ich freue mich auf anregenden Gedankenaustausch! Sabine Dürrstein

  11. Hallo in die Runde,nun versuch ich's nicht PC-Profi mit "einbloggen". Wenns klappt, kann endlich auch ab und zu mitschreiben.hG marta

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