natürliche backaromen für mehr genuss in der aromaküche


Nun ist es soweit, der Dezember ist eingeläutet und spätestens jetzt beginnt die adventliche Backzeit. In den Supermärkten wurden bereits vor einiger Zeit die Spezialregale mit allerlei besonderen Zutaten eingerichtet: Von Pottasche, Hirschhornsalz, Oblaten in allen Formen über besondere Nüsse und Lebkuchen-Gewürzmischungen finden wir alles, was das Herz begehrt. Vor allem (synthetische) Backaromen haben in dieser Jahreszeit Hochkonjunktur. Wer es natürlicher wünscht, kann ohne weiteres ätherische Öle als Geschmackskomponenten einsetzen. Natürlich gehen beim Kochen/Backen/Erhitzen die flüchtigen Bestandteile verloren. Jedoch in den Zitrusölen befinden sich auch hitzefeste Komponenten, diese bleiben neben dem feinen Geschmack weitgehend erhalten. Mir ist auf meinen vielen Reisen aufgefallen, dass ich mir ein gutes Gericht ohne eine Prise von ätherischen Ölen gar nicht mehr vorstellen kann: Wann immer ich irgendwo koche, gelingt es nicht so recht, weil mir diese feinen Zutaten meistens fehlen. Es ist so, als würde ich gänzlich ohne Salz und Pfeffer kochen müssen. Freilich ist darauf zu achten, dass nur ätherische Öle allerhöchster Qualität für diesen Zweck verwendet werden, möglichst aus kontrolliert biologischem Anbau, denn wenn (absichtlich oder versehentlich durch Regen und Wind) Agrargifte auf den Duftpflanzen waren, können diese konzentriert ins ätherische Öl gelangen. In öffentlichen Institutionen sollte man schon aus juristisch-haftungsrechtlichen Gründen auf als Lebensmittel zertifizierte Öle zurückgreifen, diese gibt es bei Im Einklang zu bestellen. Ich selbst habe im Küchenschrank „normale“ Bio-Öle von Primavera, Farfalla, Neumond, feeling und Maienfelser stehen. Vor allem Zedrat- Zitrone, Zitronenmyrte, Orange und Vanille sind ständig im Einsatz, doch auch Bohnenkraut, Thymian, Rosmarin, Dill, Lorbeer müssen herhalten, wenn der Garten wenig hergibt. Pfeffer ist wunderbar für Familien mit Kindern und überempfindlichen Menschen, wenn dieser Geschmack erwünscht ist jedoch keine Schärfe in den Speisen sein darf. Das gleiche gilt für Ingwer: ein tolles Öl für Schokoladenkuchen, ganz ohne Schärfe, solange die destillierte Variante eingesetzt wird (Pfeffer- und Ingweröl aus CO2-Extraktion sind sehr scharf). Extrem starke Öle wie Bohnenkraut und Zimt müssen unbedingt vorverdünnt werden. Zimtrindenöl mische ich gerne mit Agavensirup: 2 Tropfen auf 50 ml Sirup (es kann natürlich auch Ahorn-, Holler- oder Himbeersirup sein und auch dünnflüssiger Honig. Davon nimmt man dann beispielsweise einen Teelöffel, um einen Obstsalat zu aromatisieren. Im Falle von Aromen für herzhafte Speisen, mische ich sie mit einem guten Speiseölmix, dann schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ich vervollkommne unsere Speisen mit einem Teelöffel der wertvollen Omega-3-Fettsäuren und füge verdauungsfördernde und insgesamt gesundheitsfördernde Geschmacksnuancen hinzu. Auch eine Mischung mit Mandelmus oder Nussmusen ist prima. Diese Mixturen kann man circa ein halbes Jahr aufbewahren. Für große Speisemengen und sofortige Zubereitung können die ätherischen Öle natürlich auch in Sahne (Obers), Kondensmilch, Kokosmilch vermischt zur Speise gegeben werden.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyWer es ganz bequem und inspirativ möchte (oder ein duftes Geschenk sucht) kann bei feeling dieses praktische Rundum-Sorglos-Set Aromaküche sweet bestellen. Darin enthalten sind das ungemein lecker duftende bio-Kokosfett (200 g), 1 kg des zahnfreundlichen Birkenzuckers, die zwei so wichtigen „Küchenöle“ Vanille-Extrakt (5 ml) und Zitrone bio (10 ml)  sowie die gelungene zum Anbeißen duftende Mischung Fruchtschalenmix kbA (10 ml). Dazu gibt es das tolle Buch von Sabine Hönig und Ursula Kutschera Aromaküche -Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen, welches beim Umgang mit ätherischen Ölen in der Küche hilft und wertvolle Rezepte liefert! Natürlich kann man die ätherischen Öle auch für die Duftlampe oder zur Veredlung von Körperöle verwenden. Das leicht kühlend wirksame Kokosfett eignet sich hervorragend zur Pflege entzündlicher und juckender Haut. Maria Kettenring ist übrigens die Pionierin der Aromaküche dieser Art, sie hat ein wundervolles Büchlein zu diesem Thema geschrieben, das in Laufe von mehreren Neuauflagen erweitert wurde, leider ist es nicht mehr im Buchhandel erhältlich. Sie bekochte zusammen mit ihrem Ex-Mann Thomas ein vegetarisches Bio-Restaurant, wo sie nach der Tschernobyl-Katastrophe keine frischen Kräuter mehr einsetzen konnten, da diese stark radioaktiv verseucht waren. So war die Idee der „Paradisischen Aromaküche“ geboren. Hier nun ein Rezept aus meinem Ratgeber Aromatherapie – die Heilkraft ätherischer Pflanzenöle, das vor lauter Textstreichungen nicht den Weg vom Manuskript zum fertigen Buch schaffte (S. 212):

Goldorange-Ölmischung

8 ml Orangenöl

40 Tropfen Vanilleextrakt

15 Tropfen Zedratöl (oder Zitronenöl)

2 Tropfen Ingweröl (destilliert)

1 Tropfen Zimtrindenöl

1 Tropfen Gewürznelkenknospenöl

evtl. jeweils 5 Tropfen Tonkabohnenextrakt und Kakaoextrakt

in einem leeren 10-ml-Fläschchen mischen; von dieser Mischung beispielsweise circa 10 Tropfen in Kuchen- oder Plätzchenteig geben oder 3-5 Tropfen auf 500 g Quark (Topfen) oder 2 Tropfen in etwas Agavensirup zum Süßen von Obstsalaten und Desserts oder 1 Tropfen auf 250 ml geschlagene und gesüßte Sahne; sie eignet sich auch als pures Adventsöl für die Duftlampe und ist auch eine dufte Geschenkidee.

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3 Kommentare zu “natürliche backaromen für mehr genuss in der aromaküche

  1. danke, eliane, für diesen inspirienden artikel. ich bin noch nie darauf gekommen, die öle in agavensirup zu mischen…werde ich direkt ausprobieren. ich bin so dankbar und froh, dass du uns immer wieder solch inspirationen schenkst und ich so viel lernen darf. liebe grüsse gitte

  2. Liebe Eliane,
    Das Buch „Paradies Aromaküche“ von Maria Kettenring
    habe ich bei Amazon gesehen (unter gebraucht).
    Liebe Grüsse von Alberte

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