hydrolat }{ teebaum


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyMeiner Meinung nach ein eher überflüssiges Hydrolat – zumindest für die Behandlung von Erwachsenen: Zum Desinfizieren nimmt man besser die ätherischen Öle von Teebaum, Manuka und Thymian. Wer oft infizierte Kinder- oder Tierhaut behandeln muss, findet hiermit ein effektives jedoch gut verträgliches Mittel. Darum gehört es eher zu den Raritäten, die man nur bei spezialisierten Lieferanten findet (zB Farfalla).

  • Melaleuca alternifolia [Maid. et Bet.] Cheel, Teebaum/Teatree

Herstellung: Destillation der Zweige mit den zart-nadelähnlichen-hellgrünen Blättchen, laut Len & Shirley Price Destillation aus den getrockneten Zweigen

pH-Wert: 3,9-4,1, Haltbarkeit anderthalb Jahre*

Geruch/Geschmack: medizinisch, leicht bitter, minimal eukalyptisch

Inhaltsstoffe im lipophilen Anteil: fast nur Terpinen-4-ol, etwas 1,8-Cineol

Körperliche Wirkung und äußerliche Anwendung: zum Gurgeln (1:1 mit Melissenhydrolat) bei drohender Erkältung, zum puren Auftragen bei Lippenherpes, als Nasenspray bei Erkältung und Sinusitis, als Sitzbad (3 Esslöffel auf 4-5 Liter Wasser) bei Pilzbefall im Genitalbereich (auch bei Babys), Grundlage für Fuß- und Schuhsprays als Vorbeugung von Pilzbefall nach Sauna- und Schwimmbadbesuchen, auch einen Versuch wert bei Fußwarzen, zum Reinigen von desinfizierten Wunden von Haustieren

Seelische Wirkung und Einnahme: In ihrem Buch „L’Hydrolathérapie – Thérapie des eaux florales“ empfehlen Lydia Bosson und Guénolée Dietz eine 40-Tage-Kur zum Stabilisieren des Organismus bei häufigem Pilz- und Parasitenbefall: je 50 ml folgender Hydrolate: Teebaum, Ledum (Sumpfporst), Pfefferminze und Zimtrinde mischen, davon viermal täglich einen Teelöffel auf ein Glas Wasser trinken. Sie empfehlen Teebaumhydrolat bei schwachen Nerven und bei zuviel Vata (laut ayurvedischer Lehre).

7. Merksatz zu Hydrolaten: Hydrolate riechen oft ganz anders als die entsprechenden ätherischen Öle, da nur kleine Mengen des jeweiligen ätherischen Öles enthalten sind und da schwefelhaltige Anteile enthalten sein können. Deren kohlartiger Geruch verblasst jedoch meistens im Zuge der Reifung. Zudem sind die relativ hohen Gehalte an Estern, die man beispielsweise von Lavendelöl kennt, nicht enthalten, sie werden durch den Destillationsprozess oft aufgespalten. Im Falle von Rosenhydrolat riecht jenes wiederum oft ‚rosiger‘ als das ätherische Öl, da das Hydrolat den wunderbar duftenden wasserlöslichen Rosenalkohol namens Phenylethanol in größeren Mengen enthält.   * nach Suzanne Catty

Mehr zum Thema sowie 12 heraustrennbare Taschenkärtchen zu den wichtigsten Indikationen gibt es im Hydrolate-Buch von Eliane Zimmermann, hier (klick!) zu bestellen.

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