hydrolat }{ piment


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDies ist eine Rarität unter den Raritäten, die ich nur kurz hier vorstelle, weil wir sie hier bei AiDA destilliert haben. Der Grund für diese Auswahl war die recht hohe Ergiebigkeit. Piment’beeren‘ sind derzeit aktuell, da sie in klassische Lebkuchen-Gewürzmischungen gehört. Meistens kennt man das karibische Gewürz, wenn es denn überhaupt bekannt ist, als Nelkenpfeffer (englisch: allspice), in Jamaika gehört es in bestimmte Fleischgerichte. Dort lernte ich die würzigen Blätter dieses kleinen immergrünen Baumes kennen, sie duften ähnlich wie die kugeligen Früchte würzig-pfeffrig-nelkig, insgesamt scheint der Duft einen ganzen Gewürzeladen zu enthalten. Auf dem Foto kann man erkennen, dass wir die runden Körnchen mit dem Mörser und mit einer elektrischen Kaffeemühle zerkleinert haben, meine Kupferdestille wurde schön altmodisch mit einer Roggenmehlpampe abgedichtet.Wir hatten nach dem zweitägigen Separieren von Hydrolat und Öl sogar knapp 10 ml ätherisches Pimentöl.

  • Pimenta dioica [syn. P. officinalis] (Myrtaceae, Myrtengewächse)

Herstellung: Destillation der getrockneten unreifen Früchte („Beeren“)

pH-Wert: unbekannt

Geruch/Geschmack: zart nach Gewürznelke mit pfeffrigem Hintergrund

Inhaltsstoffe im lipophilen Anteil: unbekannt

Körperliche Wirkung und äußerliche Anwendung: bei Blähungen und schwacher Verdauungsarbeit innerlich eingenommen, als Grundlage für ein haarwuchsförderndes Haarwasser (1:1 mit Wodka, dazu 1-2 Prozent Atlaszedernöl und Ylang-Ylang-Öl)

Seelische Wirkung und Einnahme: immunmodulatorisch und vorbeugend in der Erkältungszeit, stärkend nach Infekten; in der Aromaküche zum Gurkeneinmachen, zum Kochen von Rotkraut, für deftige Fleischgerichte

19. Merksatz zu Hydrolaten: Schöne Informationen zum heimischen Destillieren findet man bei Heike Käser: Olionatura und auch auf ihrer Hydrolateseite; Heike beschreibt anhand des in jeder Apotheke erhältlichen ‚Rosenwassers‘ (auch derzeit sehr aktuell um Marzipan selbst herzustellen), wie dieses im Deutschen Arzneibuch (DAB) definiert wird:

»Aqua Rosae« (DAB 6) beschreibt die Herstellung eines Rosenwassers aus 0,0033 Teilen Oleum Rosae verum, 0,0187 Teilen Oleum Rosae artific. und 99,9780 Teilen Aqua conservata – dies ist eine Mischung aus echtem und künstlichem ätherischen Rosenöl in (mit PHB-Methyl- und Propylestern) konserviertem Wasser. Letzteres (Oleum Rosae artific.) wird definiert als »künstliches Rosenöl aus Aromaextrakten, naturidentischen und künstlichen Aromastoffen, u. a. Geranium-, Muskatellersalbei-, synthetischem Citronellöl und synthetischem Geraniol«.

Über Hydrolate allgemein kann man auch auf Elisabeth Schmidt’s wunderschöner Seite Phytomontana schmökern.

Mehr zum Thema sowie 12 heraustrennbare Taschenkärtchen zu den wichtigsten Indikationen gibt es im Hydrolate-Buch von Eliane Zimmermann, hier (klick!) zu bestellen.

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