aromatherapie vor und nach operationen


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyWir Aromaleute bekommen immer wieder Anfragen, wie man sich auf bevorstehende Operationen vorbereiten kann, denn das Thema ‚Ansteckung mit MRSA und jahrelanges Leiden‘ ist nun mal leider aktuell. Ja, ich meine, man sollte Seele und Körper unbedingt mit ätherischen Ölen vorbereiten und begleiten. Offene Stellen und ein besorgter und gestresster Seelenzustand sind ein ‚gefundenes Fressen‘ für MRSA und andere fiese Keime.

Fast alle ätherischen Öle, die einem gut tun, sind geeignet. Im Prinzip wirkt fast jedes Öl gegen MRSA, zumindest leicht, denn man will ja zunächst die Keime nicht direkt angehen, sondern prophylaktisch arbeiten. Erfahrungen in Kliniken zeigen: Auch wo ätherische „einfach so“, also unspezisch eingesetzt werden, gibt es kaum noch MRSA.

Ich könnte mir vorstellen, dass man mit einem Spray (50 ml Wodka, 20 Tr. ätherischer Öle wie Teebaum, Manuka, Zitrone, Eukalyptus, Lavendel etc) mehrmals täglich „die Hände waschen“ könnte und von den Händen tief inhalieren könnte, damit die Öle gut im System unterwegs sind und von innen schützen. Wenn es sich um Angehörige von mir handeln würde, würde ich schon einige Tage vorher die betreffende Operationsstelle 1-2x täglich mit (verdünnten) ätherischen Ölen einreiben, geradezu ‚marinieren‘, dann ist sicherlich eine Spur Öl im Gewebe, wenn geschnitten wird.

Ätherische Öle üben eine regulierende Wirkung auf das Immunsystem aus, so dass es sich besser wehren kann, falls die Keime in der jeweiligen Klinik präsent sind. Nach einer Operation würde ich auf alle Fälle die Haut in der Nähe der Wunde (kann ruhig 20 bis 50 cm entfernt sein) mit ätherischen Ölen pflegen, vorzugsweise natürlich mit Lavendel, frischem und hochwertigem Teebaumöl und Immortelle. Manuka wäre auch noch ein direkter Anti-MRSA-Kandidat. Bereits ein Tropfen eines wohltuenden Öles auf ein Taschentuch getropft und ab und zu inhaliert bringt die Anti-Keim-Moleküle ins Blutsystem und kann abwehren helfen.

Übrigens weder Nelke noch Zimtblätter kurz vor oder nach der OP verwenden, das enthaltene Eugenol darin könnte im ungünstigen falle die Blutgerinnung minimal hemmen, auch wenn es prima gegen Keime wirkt (auch kein Tulsi-, Bay- und Pimentöl).

Pfefferminze- und Ingweröl wirken optimal gegen die Übelkeit nach der Narkose oder auch bei starker Medikation (beispielsweise 50 ml Pfefferminzehydrolat und/oder etwas Wodka mit 8 Tropfen Pfefferminzeöl und 2 Tropfen Ingweröl verschütteln und in der Nähe des Gesichtsbereiches zum Einatmen versprühen (nicht in der Nähe der Augen!). Oder Pfefferminze- mit Zitronenöl verwenden, diese Mischung erfrischt und klärt den benebelten Geist, sie ist auch gut als Handspray zu verwenden.

Neroliöl, eventuell mit Mandarinenöl gemischt, gilt als optimales Seelenstütze-Öl vor einem Eingriff.

  • Zu den zahlreichen Artikeln über MRSA kommt man hier. (durch Klicken auf die folgenden gefetteten Wörter kommt man auf die betreffenden Stellen). Im Kommentarefeld ist der seltene Thymian Thymus zygis empfohlen, ich habe hier einmal darüber geschrieben.
  • Immortelleöl als Erste-Hilfe bei Traumata (Schnitte, blaue Flecken, stumpfe Verletzungen, seelische Verstümmelungen, entwürdigende Situationen) ist sicherlich ein Muss nach den meisten Operationen, hier steht mehr dazu, eine Unfall-Immortelle-Rezeptur steht hier.
  • Zur Vorbeugung gegen Verbrennungsschäden bei Tumoren der Brust, des Gehirnes, der Genitalien etc kann hier nachgelesen werden.
  • Zur Wundheilung kommt Lavendel mit Cistose in Frage, hier mehr zur Cistrose.
  • Um etwas gegen die Ängste und Schlafprobleme zu tun, wären Vanille, Mandarine und Lavendel geeignet, hier mehr dazu. Über die Lavendelkapseln, die zur Prophylaxe bereits vorher eingenommen werden können, gibt es hier mehr zu lesen.

Ich habe kürzlich von einer Ärztin den Tipp bekommen, vor jedem Klinikbesuch einen Abstrich und Blutstatus bezüglich MRSA machen zu lassen. Wenn es nach der OP zu einer Infektion kommt, kann man besser nachweisen, dass man sich den Keim dort eingefangen hat. Moderne Zeiten!

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4 Kommentare zu “aromatherapie vor und nach operationen

  1. Hier Links zum Thema (in englisch) http://www.aromahead.com/blog/2011/07/11/maggie-tisserand-aromatherapy-vs-mrsa/
    und dieser ist besonders wertvoll: http://www.benchmark-thyme.com/benchmark-thyme/
    Benchmark Oils Ltd was formed by Founder/Director Maggie Tisserand as a vehicle through which to have research conducted into the antimicrobial properties of essential oils.

    ich habe mir das Buch und das öl bestellt! Ganz hervorragend!
    Liebe Grüsse aus Korsika
    Claudia

  2. Beim prophylaktischen „Marinieren“ Handrücken und evtl. auch LWS-Bereich miteinreiben. Das sind die Stellen, an denen die Zugänge gelegt, bzw. eine spinale Anästhesie gegeben wird.

    Und für (hier eigentlich wirklich mal gegen) die Hämatome Traumeel-Salbe mit Immortelle nicht vergessen mitzugeben. Gerade auch die Thrombosespritzerei in der Klinik hinterlässt oft wüste Hämatome, weil selten in aller Ruhe gespritzt wird…

    Puh, und der Tip mit den Abstrichen vorweg, der ist verdammt gut.
    Einige Kliniken verlangen die Abstriche mittlerweile vorab. Allerdings hatte ich gerade eine Patientin, da wurde der Abstrich 3 Wochen vor der geplanten OP gemacht. (3 Tage vorher halte ich für sinnvoller…)

    Gruss, Silja

  3. lieb eliane,
    thrombozytenaggregationshemmung durch ätherische öle ist praktisch ausgeschlossen: wieviel steht bei topischer anwendung systemisch zur verfügung? (antwort etwa 1/20 tropfen) selbst gaultheria fragentissmia ist in diesem punkt unproblematisch.(vgl. die arbeiten von krivoy und eisenstein, tel aviv und sigrun chrubasik (freiburg) über 4x240mg weidenrindenextakt bei oraler einnahme(assalix tm). info bei bionorica etc.
    das gilt auch für das cumarin (in lavandula off. oder dipteryx odor.) die minimale verstoffwechslung führt über das beim menschen!! leberschützende 7-dihydroxicumarin nicht zur interaktion. nur bei hund und nagern bilden sich reaktive aldehyde mit leberschädigung beim tier!!
    in den köpfen spukt immer noch die acetylsalicylsäure herum; dabei ist die acetgruppe für die aggrgationshemmung verantwortlich!
    gute übersicht von prof.loew in der zeitschrift für phytotherapie (sonderdruck von spitzner arzneimittel „cumarin und umckaloabo“)
    bitte auf „toxizitäts-mythen“ achten.
    liebe grüße
    dein giavino/soham/dr.dr.häringer

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