kokosfett schützt vor neurodegenerativen veränderungen


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyVor einigen Jahren mussten wir Pflanzenöl-Spezialistinnen völlig umdenken. Lernten wir früher, dass Kokosfett ungesund ist und den Cholesterinspiegel ungünstig beeinflusst, gibt es inzwischen dank moderner Erkenntnisse und Produktionsmethoden eine Flut von neuem Wissen und auch das wohlschmeckende naturbelassene Produkt auf dem deutschsprachigen Markt (beispielsweise hier [Österreich und Deutschland] und hier [Deutschland] sowie in vielen Bioläden).

Zu den wirklich sensationellen Hinweisen gehören Beobachtungen an Menschen mit demenziellen Veränderungen: Durch eine regelmäßige Zufuhr dieses leckeren Fettes (schmeckt und riecht fast wie der Schokoriegel Bounty), demenzielle Verhaltensauffälligkeiten verschwinden oder zumindest weniger werden. Kinderärztin Mary Newport hat sich mit dem Thema beschäftigen müssen, weil ihr Mann an Alzheimer erkrankt ist und die Medikamente nach einiger Zeit nicht mehr richtig anschlugen. Durch das tägliche Verspeisen von gut 30 g nativem Kokosfett haben sich viele Symptome verbessert und er konnte auf beeindruckende Weise den Uhr-Zeichnung-Test nach gut einem Monat wieder meistern (mit dem Zeichnen der Ziffern in der korrekten Reihenfolge und am richtigen Platz des Uhrkreises wird heutzutage das Fortschreiten der Krankheit untersucht). Ihr Buch (klick!) ist inzwischen ins Deutsche übersetzt worden. In einer amerikanischen Dokumentation kann man das gut sehen und man bekommt (in sehr klarem Englisch) erklärt, dass die mittellangen Fettsäuren-Ketten im Kokosfett den Gehirnmetabolismus günstig beeinflussen. Mary Newport hat inzwischen ein Buch zum Thema geschrieben Alzheimer vorbeugen und behandeln (klick!) einen zusammenfassenden Artikel (auf englisch – von 2008) kann man hier runterladen. Das umfassende kleines Buch von Peter König heißt Das Kokosbuch – Natürlich heilen und genießen mit Kokosöl & Co. (klick!)

Die schützende und regenerierende Wirkung des schneeweißen Fettes wirkt sich auch in einer sehr positiven Verlangsamung der zerstörerischen Beschwerden bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson und Multipler Sklerose aus. Was auch noch nicht sehr bekannt ist, dass dieses bei europäischer Raumtemperatur feste Öl antiviral wirkt. Zudem ist es ein eher kühlendes Körperpflegeöl, das bei entzündlichen Hautveränderungen, wie sie bei Neurodermitis vorliegen, sehr pflegend und beruhigend wirkt, dabei jedoch gar kein fettendes Hautgefühl hinterlässt. Und man muss nicht die kompletten Kalorien dieses Fettes anrechnen, dass es bei der Verstoffwechselung ganz andere Wege geht als andere Öle und zudem dabei recht viel Energie benötigt, so dass es sogar zu den Schlankmacher-Fetten gezählt wird.

Ich benutze das Fett zum Anbraten von Fleisch in Hühnercurries, zum Ausbacken von Pfannkuchen, zum Zaubern von salzigen schmalzartigen Brotaufstrichen (zB mit Kräutern und gerösteten Zwiebeln), zum Herstellen von pralinenartigen Kugeln mit geriebenen Nüssen, Mandeln, Kakaostückchen und Trockenfrüchten (Rezeptidee hier), zum „Würzen“ von Süßspeisen oder einfach so zum Naschen. Leider ist das wirklich hochwertige Kokosfett nicht gerade billig, doch bei der häuslich-privaten Betreuung von oben genannten PatientInnen sollte es unbedingt auf dem Speiseplan stehen.

PS Durch Wasserdampf schonend desodoriertes Kokosfett darf immer noch das Siegel nativ und bio tragen, sollte also von der Wirkstoffseite – insbesondere der besonderen Fettsäure namens Laurinsäure – nicht allzu stark beeinträchtigt werden (wer weiß mehr?).

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19 Kommentare zu “kokosfett schützt vor neurodegenerativen veränderungen

  1. …und als regelmäßige Haarpackung soll es angeblich graue Haare verhindern, so sagen die Ayurveden. Also hübsches Haar macht es jedenfalls, das hab ich probiert und im Sommer die kühlende Eigenschaft für hitzköpfige Stimmung auch. Cool! Ein Jungbrunnen gegen graue Zellen und alles, das mit der Demenz ist mir neu. Danke für Deine unermüdliche Recherchetätigkeit, liebe Eliane!
    Äh hast Du meine Mail gekriegt? Ich brauch mal Deine Hilfe!
    Bisous,
    Ula

  2. Liebe Eliane,
    herzlichen Dank für diese tolle Info und Deine dazugehörende Recherche.
    Ich werde dieses Fett ab jetzt auch öfter ‚verbraten‘.
    Ich denke an Dich und grüße Dich
    Alberte

  3. Danke Eliane, das sind sehr interessante Nachrichten über das Kokosöl, ich verwende es sehr gerne in der Küche, ich mag den Geschmack und den Geruch des Öls, aber eben auch in meiner Selbsgemachten Kosmetik kommt immer Kokosöl rein!
    ich habe sehr feine Haare, die immer nach der Haarwäsche extrem „fliegen“ dann nehme ich eine sehr kleine Menge aus einer schon vorbereiteten Mischung aus Kokosöl mit Brokolisamenöl, die verreibe ich zwischen den Finger und den Händen und streiche sanft durch´s Haar danach wirken sie wieder kompakt ohne das die Haare danach fettig aussehen!

    Eine tolle Massage für die Kopfhaut (z.B mit der Indian Heat Massage 😉 aus Kokosöl und ätherisches Rosengeraniumöl soll unteranderem die Kopfhaut beruhigen und Schuppen verhindern!

    Ganz Liebe Grüße
    Sabine

  4. Liebe Eliane,
    danke für diesen sehr aufschlussreichen Beitrag. Ehrlich, wenn Du nicht so unerschöpflich recherchieren würdest, ginge so manche wertvolle und wichtige Info und Erkenntnis an uns vorbei. Schön, dass es Dich und Deinen unbezahlbaren Blog gibt. DANKE!

    Für die Haut mag ich den Duft von Kokosöl sehr aber beim Anbraten nicht so. Nun habe ich im Reformhaus ein Cocosfett (Zutaten: Cocosfett, Luft) gefunden, das nicht duftet. Es wird zum Kochen, Braten und Backen angeboten, ist ungehärtet und von Natur aus fest.
    Auf meine Anfrage bei der Firma hin, wurde mir mitgeteilt, dass es schonend mechanisch desodoriert sei. Was bedeutet das und hat es auch die segensreichen Wirkungen wie das duftende Kokosöl? Wie bekomme ich das raus?

    Herzliche und sonnige Grüße aus Jena
    Christine

  5. Vielen Dank für die tollen Hinweise. Das gerade Kokosöl gegen neurodegenerative Erkrankungen hilft ist mir neu. Bekannt sind mir Öle mit hohen Gehalt an Omega 3 Fettsäuren.
    Wir lieben und benutzen Kokosöl in der Küche, jetzt versuchen wir es auch mal in anderen Variationen.
    Liebe Grüße
    Manuela

  6. Liebe Christiane,

    vielen Dank für diesen tollen informativen Artikel!

    Das hat bei mir und meinem Mann allerdings einen Dialog ausgelöst den ich gerne für alle in den Raum stellen möchte – zur Diskussion.

    Mein Mann meinte, wenn das öffentlich wird dann dauert das nicht lange und die Länder in denen die Kokosnuss wächst werden wieder geplündert um uns degenerativen Europäern dieses “Heil” oder Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen und seine Frage war ob es nicht bei uns ein vergleichbares “heimisches Öl” gibt welches den gleichen Effekt hat. Denn so wir wissen ist für alles ein Kraut in eigenem Lande gewachsen.

    Nicht dass wir kein Kokosfett verwenden würden, wir verkaufen es auch in unserem Bioladen. Aber ich finde den Gedankengang durchaus überlegens- und diskussionswürdig.

    Ganz liebe Grüsse
    Martina

  7. Sonja
    Vielen Dank für den tollen Tipp.
    Ich habe bei einem Kurs mit Zäpfchen gelernt, dass man Kokosfett als Basis mit ätherischen Ölen (nur für den Eigenbedarf) verwendet.
    Liebe Grüße
    Sonja

  8. Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Werde gleich morgen beim Reformhaus vorbeischauen und mir Kokosöl für die Küche und Haarpflege besorgen! Dein Blogg ist einfach fantastisch!!!
    Liebe Grüsse
    Eveline

  9. Liebe Eliane, wieder ein super post. Vielen Dank! Bei Kokosnuss fühle ich mich sofort angesprochen. Ist es doch ein Lieblings-Lebensmittel von mir. Vor einigen Monaten bin ich an ein neues Kokos-Produkt gekommen, welches ich vor einiger Zeit auf meinem blog vorgestellt habe. Das KOKOS WASSER – ein super Wasser, u.a. auch Gesundheitswasser genannt. Wer es nachlesen mag, kann es hier tun: http://hannas-blog.blogspot.de/2012/03/coconut-women.html In meinem post ist ein link genannt, der dieses himmlische Getränk sehr ausführlich beschreibt.

    Liebe Grüße *Hanne*

  10. Zu Deiner Frage, liebe Eliane:

    Ein natives Öl ist grundsätzlich nicht weiter behandelt. Ich zitiere aus B. Matthäus/E.W. Münch (Hrsg): Warenkunde Ölpflanzen/Pflanzenöle. Agrimedia-Verlag 2009:

    »So dürfen native Öle nur aus nicht vorgewärmter Rohware durch Pressen ohne Wärmezufuhr oder durch andere schonende, mechanische Verfahren gewonnen werden. Als weitere Behandlungsschritte sind Waschen, Filtrieren oder Zentrifugieren erlaubt, während Schritte der Raffination, wie Entsäuern, Bleichen oder Desodorieren grundsätzlich ausgeschlossen sind«.

    Liebe Grüße
    Heike

  11. Endlich kann ich wieder posten und ein dickes DANKE sagen, für diese tolle Neuigkeit und für alle anderen auch und für Deine unermüdliche Aufklärungsarbeit – immer noch kostenlos ;))

  12. Seit kurzem gibt es das Buch von Mary Newport auch auf deutsch: „Alzheimer – vorbeugen und behandeln“, VAK-Verlag. Beim gleichen Verlag ist auch „Das Kokosbuch“ von Peter Königs erschienen, jetzt gerade in einer neuen, erweiterten 4. Auflage. Da findet man fast alles, was man zu diesem Thema wissen sollte.

  13. Mir hat es Kokosöl ebenfalls angetan! Nutze es seid geraumer Zeit für meine Haare und vorallem auch für die Haut. Dafür nehme ich ausschließlich reines, kaltgepresstes Öl ohne irgendwelche Zusazustoffe. Mache mir wöchentlich eine Haarpackung und fast täglich eine Gesichtsmaske 🙂

    LG
    Marina

  14. In der gestrigen MDR- Sendung „Hauptsache gesund“ (7.11.2013) lehnte die Ernährungsspezialistin ganz klar Kokosfett ab, da es aufgrund des hohen Anteils gesättigter Fettsäuren ungesund sei. Gibt es denn immer noch nicht wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse? Manche empfehlen Kokosöl und -fett
    als besonders gesund!!!???

    • kokosfett ist kokosöl, je nachdem wie die umgebungstemperatur ist, ab 25/26 grad celsius ist es auf alle fälle immer öl (bei uns normalerweise ein festes fett). wichtig ist, auf natives fett zu achten und nicht die tot-raffinierten gehärteten qualitäten zum frittieren kaufen. nachhaltiger und respektvoller anbau (bio) wäre auch noch von großem vorteil. es gibt auch kokosöl, das von amerikanischen kosmetikanbietern angeboten wird, daraus sind die festwerdenden substanzen entfernt, es ist sowas wie die natürliche variante von silikonöl, wirkt also nicht oder kaum fettend auf der haut.

  15. Nutze Kokosöl von Kind an, da ich schon immer Probleme mit Haut habe. Heute nutze ich Kokosöl zum Ölziehen und für unseren Hund zum einreiben gegen Zecken.

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