allergiesymptome mit ätherischen ölen lindern


Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy InternationalEinen Tag nachdem ich den Beitrag über Haymax (das natürliche Mittelchen als physikalische Pollenbarriere) geschrieben hatte, war ein Mann bei uns zu Gast, dessen Augen rot waren und immer röter wurden. Plötzlich tunkte er ein Papiertaschentuch in sein Trinkglas mit Wasser und wusch mehrmals die Augen damit aus. Seine Heuschnupfenbeschwerden seien schlimmer denn je, erläuterte er auf meine zunächst zögerliche Art, ihn nach dem Grund des Schniefens zu befragen. Ich riet ihm, für den Herbst eine aromatische Heuschnupfenprophylaxe mit Atlaszeder (Cedrus atlantica) und Zypresse (Cupressus sempervirens) vorzunehmen. Nun sind Männer nicht allzu oft schnell für Naturheilmittel zu begeistern, er wollte jedoch sofort wissen, worum es sich handelt, sein Leidensdruck war riesengroß.

Ich gab ihm einen Tropfen Zypressenöl und einen Bruchteil eines Tropfen Himalajazeder (Cedrus deodara) auf seine Handinnenfläche, er sollte beides verreiben und daran riechen, ob er mit diesen beiden eher herben Düften überhaupt klar käme. [Ich persönlich mag den etwas zarteren Duft der Himalajazeder lieber, die Wirkung ist dem Öl der Atlaszeder erfahrungsgemäß gleichzusetzen.] Unser Gast fand den Duft klasse und nach einigen Minuten fragte er irritiert, ob das auch sofort helfen könne. Ich erklärte ihm, dass die langjährige Erfahrung gezeigt habe (leider sind mir keine wissenschaftlichen Studien dazu bekannt), dass es einige Wochen braucht, bis die Sesquiterpen- und Diterpenverbindungen in beiden Ölen das hyperaktive Immunsystem davon „überzeugen“ können, nicht mehr so hysterisch auf Pollen und andere grundsätzlich harmlose Stoffe (also Allergene) zu reagieren. Dann jedoch meistens mit viel Erfolg.

Nein, meinte er, es habe jetzt bereits gewirkt, ihm ginge es nun deutlich besser. Er konnte jedenfalls nach circa 10 Minuten aufhören, die schmerzenden und triefenden Augen mit kühlem Wasser zu besänftigen. Er war völlig überrascht und begeistert. Und dann rückte er raus, dass er am nächsten Tag zu einer kleinen Hämorrhiden-Operation antreten sollte, ob es sein könne, das sein schmerzender Allerwertester auch von der Inhalation dieser zwei Düfte profitiert habe, er könne nun viel besser sitzen.

Hm, dachte ich bei mir, normalerweise würde ich sagen „Nein“. Ich schloss auch einen Placeboeffekt aus, denn der Mann hatte nun wirklich null Ahnung von Aromatherapie, wusste nicht, dass Zypresse eines der wichtigsten Öle bei Hämorrhiden ist und Zeder durchaus auch passend ist und er war zudem vollgepumpt mit Antihistaminika und Cortison. Die reine Inhalation eines Öles hilft nach meiner Erfahrung nicht bei solchen lokalen, eher mechanischen Symptomen (wunde, ausgeleierte und vermutlich dadurch entzündete Blutgefäße). Doch irgendwie waren diese beiden Düfte Volltreffer für dieses Individuum und so kann offenbar auch eine Wirkung eintreten, welche fast im homöopathischen Bereich stattfindet. Ich war genau so verblüfft wie dieser Mann und er ist freudestrahlend losgezogen, um die Öle für sich zu kaufen.

Ein vergleichbares Feedback hatte ich kürzlich von einem Gast in der Wanderwoche meines Mannes. Diese Frau fragte bei ihrer geplanten Anmeldung im Herbst 2011 nach, wie im Frühsommer der Pollenflug in unserer Region sei, sie könne bei starker Pollenlast ansonsten nicht zum Wandern kommen. Mein Mann weiß natürlich, dass ich diesbezüglich eine „Zaubermischung“ auf der aromatischen Palette habe, wir teilten sie der Frau mit und sie setzte den Tipp tatsächlich um. Und teilte mir kürzlich begeistert mit, wie winzig ihre Beschwerden im Vergleich zu früher geworden seien und dass sie unsere Wanderwoche auch diesbezüglich sehr genossen habe.

Kleine Hilfe, riesige Wirkung. Dazu geringere Chemikalienlast auf dem Körper der Betroffenen. Studien zur entzündungshemmenden und anti-allergenen Wirkung der Himalaja-Zeder: Shinde UA, Phadke AS, Nair AM, Mungantiwar AA, Dikshit VJ, Saraf MN. Membrane stabilizing activity — a possible mechanism of action for the anti-inflammatory activity of Cedrus deodara wood oil. Fitoterapia 1999(70;3):251–257 und Shinde UA, Kulkarni KR, Phadke AS, Nair AM, Mungantiwar AA, Dikshit VJ, Saraf MN. Mast cell stabilizing and lipoxygenase inhibitory activity of Cedrus deodara (Roxb.) Loud. wood oil. Indian J Exp Biol. 1999 Mar;37(3):258-61

PS Mehr zu Aromapflege bei Heuschnupfen, dazu Rezeptideen gibt es hier (klick!) und hier (klick!).

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4 Kommentare zu “allergiesymptome mit ätherischen ölen lindern

  1. Hej Eliane,
    hab Dein Posting meinem GöGa zu lesen gegeben (der „hängt“ an seiner Nasensprayflasche) und nun überlegt er sich einen Versuch – welch ein Erfolg, denn mein Reden hat bis jetzt nicht geholfen

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