der baum, der die menschen zum staunen bringt


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDie Saison für unser Seminar- und Gästehaus ist nun mit der Abreise einer letzten Gruppe vorbei, diese gut sechs Monate sind vergangen wie im Flug, unglaublich. Gestern zeigten sich Haus und der große Park drumherum im allerschönstem und warmem Herbstlicht, es war sehr beglückend und ich bedaure fast, dass wir keine Kurse und Wanderwochen in dieser schönen Jahreszeit anbieten. Doch die Ruhephase muss für Vorbereitungsarbeiten für die Saison 2013 genutzt werden.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDieser Baum – nur eine Fußminute vom Seminar- und Gästehaus Ardnagashel House entfernt – bringt wirklich JEDEN Gast zum staunen, sogar Gäste, die nicht für Garten- und Duftpflanzenerlebnisse zu uns kommen. Wenn man unter dieser Persönlichkeit mit ihren vielen knorzigen Armen und Rüsseln steht, bleibt einem schier die Sprache weg, vielleicht fürchtet man sich sogar ein bisschen, Ehrfurcht hat man auf alle Fälle. Und die meisten Menschen verspüren das Bedürfnis, den urigen Riesen zu berühren, seinen einzigartigen Charakter zu spüren, sich auf einen der eigenartig zum Boden wachsenden Rüssel Äste zu setzen, wie die liebe Kollegin Ruth von Braunschweig auf diesem (klick!) Foto. Man sagt, Bäume dieser Baumgattung seien die größten Bäume der Welt, denn jede Sicheltanne bildet im Laufe der Jahrhunderte viele Ableger, so dass ein ganzer Wald um den Mutterbaum herum entsteht. Dieses Prachtexemplar in Ardnagashel ist immerhin der Champion von ganz Irland, also der Größte seiner Art auf der Grünen Insel. Dabei ist er mit seinem gut 200 Jahren noch ein Baby, ein Bonsai sozusagen!

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDas ätherische Öl aus den Zweigen und fast halbmondförmigen Nadeln der Cryptomeria japonica, der Japanischen Sicheltanne (Sugi), duftet holzig-grün, etwas ähnlich wie das aus der Atlaszeder, es enthält viele verschiedene Sesquiterpenverbindungen wie 11 Prozent Elemol, neben etlichen Monoterpenen ist Terpinen-4-ol mit 10 Prozent vertreten. Es wirkt  laut einigen Studie gegen diverse pathogene (krankheitsfördernde) Bakterienstämme im Mund, gegen diverse Hautbakterien und entzündungshemmdend, wie so viele Baumöle. Ich habe es bislang nur bei Maienfelser Naturkosmetik entdeckt.

Ein guter japanischer Reiswein darf in Fässern reifen, die aus diesem Holz hergestellt wurden und nimmt dadurch ein zartes harzig-balsamisch-holziges Aroma an.

Zu den Vorbereitungsarbeiten für die kommende Saison gehört auch die Aktualisierung der Duft-Erlebnisreisen zu diesem Ort – Ardnagashel Estate –, den einst die Familie der ersten Botanikerin Irlands, Ellen Hutchins (1785-1815) bepflanzte. Ob sie damals ahnte, dass fast 200 Jahre später viele DuftenthusisastInnen durch diesem Park spazieren würden, begeistert Zweige, Zapfen, Moose und auch Treibholz einsammeln würden? Und sich von den betörenden Farben und Düften der im April und Mai blühenden Rhododendren verzaubern lassen würden? Und dass eine verrückte passionierte Aromatherapie-Lehrerin im Herbst die Früchte der Anden-Myrte (Myrtus luma bzw. neuerdings Luma apiculata) naschen würde? Diesen wunderschönen Baum, der übrigens derzeit immer noch blüht, hat einer von Ellens Brüdern höchstpersönlich aus Chile ins britische Empire gebracht. Nur in der Gegend um Glengarriff wächst er wie Unkraut, also fast besser als in seiner südamerikanischen Heimat.

Jedenfalls – damit zurück zu den Vorbereitungen – ist nun endlich die neue Broschüre für die AiDA-Duft-Erlebnisreisen 2013 fertig und steht zum kostenlosen Download (klick! sie hat 16 Seiten mit knapp 2 MB) bereit, auch das modernisierte Anmeldeformular – es kann nun per Acrobat Reader bequem ausgefüllt werden – liegt hier (klick!) bereit (alle, die sich bereits haben vormerken lassen, bekommen es in den nächsten Tagen gemailt). Und wer schon hier war, kann vielleicht mit den Fotos ein Stück Erinnerung an den duften Frühling in Irland heraufbeschwören…. Zum Abschluss noch eine nette Ansicht von der Fahrt zur Blumeninsel Garinish Island.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

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Ein Kommentar zu “der baum, der die menschen zum staunen bringt

  1. Liebe Eliane,
    Ich denke gern an dieses „Urtier“ zurück. Damals war ich auch dabei als RUth von Braunschweig sich auf den Ast setzte. Die Sicheltanne lässt mich an ein Mammut denken. Schwer, behäbig, gutmütig. Du hast mich neugierig auf das ätherische Öl gemacht. Atlas-Zeder liebe ich sehr, nun guck ich mal bei Maienfelser.
    Ihr habt viel geschafft in diesem Jahr. Die Fotos oben von eurem Seminarhaus – wunderschön. EIn bisschen Pause zwischendurch ist doch auch nicht zu verachten, oder?
    LG Heidi

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