neue studien mit ätherischen ölen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch erwähnte im Zusammenhang mit meinem ausführlichen Buchbeitrag über die doch inzwischen reichlich vorhandenen klinischen Studien mit ätherischen Ölen bereits, dass diese zwar nicht schwer zu bekommen sind, jedoch meistens ab 35 Euro/Dollar kosten. Nun erhält man aber auch etliche Arbeiten kostenlos, sei es weil methodische Fehler vorliegen (beispielsweise Reihenfolge der Präsentation der Forschungsabschnitte, fehlende Themengebiete wie plausible Schlussfolgerung), weil sie viele Schreib- und Formulierungsfehler enthalten (‚Lavendula augustifolia‘ ist noch einer der harmloseren Tippfehler), weil sie unsachlich vorgestellt werden („das Wunderkraut…!“) oder weil sie schlichtweg nicht den heutigen Forderungen für wissenschaftliches Arbeiten entsprechen (doppelblind, randomisiert, durch Ethik-Kommission genehmigt etc). Dennoch können wir PraktikerInnen oft wichtige Schüsse und Erkenntnisse aus solchen Arbeiten ziehen. Hier nun drei kostenfreie Arbeiten für die relaxten Sommer-Sonnenstunden im Liegestuhl, sie sind – wie fast immer – in englischer Sprache verfasst:

In dieser zehnseitigen Studie (klick!) aus Südafrika (2013) wird die antimikrobielle Wirkung von Lavendelöl ausführlich durchleuchtet (in-vitro=nicht am Menschen). Spannend ist die Erkenntnis, dass die Kombination von Lavendelöl mit einem anderen Öl eine niedrigere Konzentration (MIC=minimum inhibitory concentration) erfordert, um die drei getesteten (weit verbreiteten) Krankheitskeime Candida albicans, Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa zu eliminieren. Selbst wenn das nicht interessiert, profitiert man von einer prima Liste mit den wichtigsten Inhaltsstoffen von vielen ätherischen Ölen, welche zum Vergleich herangezogen worden sind.

Bei dieser sehr innovativen Arbeit (klick!) (China/USA 2013) wird beleuchtet, wie die tägliche Inhalation von unterschiedlichen ätherischen Ölen (Lavandula angustifolia, Salvia sclarea, Santalum album und Citrus sinensis) sich auf 29 Parameter  im Urin von 52 freiwilligen StudienteilnehmerInnen auswirkt. Die Schlussfolgerung ist, dass es signifikante metabolische Veränderungen gibt, ohne dass die Hauptbestandteile der Öle noch im Urin nachweisbar waren. Gleichzeitig wurden positive Veränderungen der psychischen Befindlichkeit beobachtet, wie beispielsweise eine Reduktion von Ängstlichkeit.

Bei dieser ägyptischen klinischen Studie (klick!) (2013) mit knapp 100 freiwilligen Teilnehmerinnen (Krankenpflege-Studentinnen) wurde untersucht, wie sich eine tägliche 10-minütige Aromatherapie-Baucheinreibung (Zimt, Gewürznelke, Rose, Lavendel) auf Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe) auswirkt. Mit dieser Untersuchung konnten zwei ähnliche Studien widerlegt werden, die aufgezeigt hatten, dass vor allem die Massage für die schmerzlindernde Wirkung verantwortlich war und die nicht bewiesen konnten, dass die ätherischen Öle analgetische Wirkung hatten.

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4 Kommentare zu “neue studien mit ätherischen ölen

  1. Danke schön J

    UND Danke für den TOLLEN Skype-Beitrag – das wird ja genial! Video sende ich dir dann!

    Sonnige Grüße

    Ingrid

    ingrid karner – aromainfo.at e.U. ärztlich geprüfte aromapraktikerin

    a-8051 graz, wiener str. 199/top 6

    mobil: +43 664 5441474

    fax: +43 316 681500-15

    e-mail: office@aromainfo.at

    Internet: http://www.aromainfo.at

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    http://www.thescenteddrop.eu/

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  2. Vielen Dank für diese Studien!
    Sie klingen sehr interessant, werde mich bei der nächsten Gelegenheit gleich ans Lesen machen.
    Gibt es eigentlich noch einen Bedarf für ins Deutsche übersetzte Studien oder werden auch auf diesem Gebiet im allgemeinen nur noch englische Studien verwendet und daher auch sofort auf Englisch (statt auf Deutsch, Spanisch, Italienisch, …) verfasst?
    Liebe Grüße
    Silvia

  3. Danke Eliane für deine Recherchen nach Studien, Danke auch für deine Nachricht! Schön das wir die Möglichkeiten habe mit den Ölen so vielen Menschen das leben wieder zu erleichtern 🙂

    LG aus dem sonnigen Lindau
    Sabine

  4. Liebe Eliane,
    danke für die interessanten Studien und die damit verbundene Arbeit. Schade das so wenig ins deutsche übersetzt wird.
    Liebe Grüße
    Kordula

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