die milchmädchen-lüge


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieMal abgesehen davon, dass es immer weniger glückliche Kühe auf grünen Wiesen gibt, die nicht zu industrialisierten Milch-Melk-Monstern gezüchtet werden, ist Tiermilch nicht für Menschen geeignet. Und das nicht nur wegen der in der Landwirtschaft eingesetzten Agrargifte inklusive Kunstdüngern. Auch nicht  wegen der Antibiotika, welche die geschundene Kreatur bei diversen Krankheiten wie Euterentzündungen verabreicht bekommt. Von den Wachstumshormonen, die angeblich verabreicht werden, um die Turbo-Tiere auszubeuten, gar nicht zu sprechen.

Wir Naturheilkundler versuchen unseren Klienten, vor allem wenn sie an Krankheiten wie diversen Magen-Darm-Störungen, HNO-Problemen und Osteoporose leiden, diese fatale Thematik klar zu machen.

Doch die Industrie bleibt einfach dabei, zwecks Gewinnmaximierung und Sicherung von Subventionen die angeblichen Gesundheitseffekte der Kälbchennahrung anzupreisen. Milch ist ein Urinstinkt-Thema, an Milch entzünden sich heftigste Diskussionen, Milch bedeutet Geborgenheit, Schutz, Babysein, Muttergefühl.

Milch enthäiehlt wunderbare Nährstoffe. Was der nicht-kindliche Körper damit anstellt, wird jedoch nicht verraten. Die unerwünschten Beistoffe, wie die Geschlechtshormone (der Kuh), werden nicht erwähnt. Milch enthält viel Kalzium, doch ob der Körper das befriedigend resorbieren kann, scheint zweifelhaft zu sein. Zumindest wirkt sich ein erhöhter Milchprodukte-Konsum nicht zwangsläufig auf schlechte Knochenwerte aus.

Erst seit es Kühlschränke und Turbo-Kühe gibt, ist der Milchprodukte-Konsum so unanständig angestiegen. Denn vor der Erfindung der perfekten Kühlkette, die auch sehr energieaufwändig ist, sind Joghurt & Co. ganz schnell schlecht geworden. Und natürlich seit die Züchtung von Hochleistungs-Vieh möglich wurde und diese maschinell ausgebeutet werden konnten. Davor gab es ein wenig von Hand gemolkene Milch vom nahe gelegenen Bauern – oder eben keine Milch.

Nun hat eine bedrückende us-amerikanische Studie an 1893 Frauen ergeben, dass Brustkrebs-Patientinnen ihre Überlebensschancen deutlich verringern, wenn sie (besonders) fetthaltige Milchprodukte verzehren (Eiscreme, Käse, Vollmilch, Sahne, Vollfettjoghurt etc) – und zwar bereits beim Essen von einer einzigen Portion pro Tag. [Kroenke CH, Kwan ML, Sweeney C, Castillo A, Caan BJ. High- and low-fat dairy intake, recurrence, and mortality after breast cancer diagnosis. J Natl Cancer Inst. 2013 May 1;105(9):616-23]. Im Fett lagern sowohl die Hormone als auch die Agrargifte, die wiederum hormonartig im menschlichen Körper wirken. Würde frau jedoch die fettfreien Varianten kaufen, besteht eine große Gefahr, dass diese voll gestopft mit Aromastoffen und Zucker (oder gar Süßstoffen) sind, denn Fett ist nun mal ein Geschmacksträger. Von Kunststoff- und anderen nicht-gläsernen Verpackungen wollen wir gar nicht sprechen. Somit lauern dann andere Gefahren.

Der bekannte Arzt Dr. Rüdiger Dahlke erklärt einige der Zusammenhänge in diesem Video (klick!) sehr schön.

Was das mit ätherischen Ölen zu tun hat? Gar nichts. Und doch: Ich versuche Menschen ganzheitlich zu beraten und dazu gehört es meiner Meinung nach auch, sie vor den Gehirnwäschen der Nahrungsindustrie zu waren. Ich habe mal in Werbeagenturen gearbeitet und musste fast fluchtartig aus diesem Metier aussteigen, als mir klar wurde, mit welchen Tricks und mit welchen Lügen gearbeitet wird.

PS. Wie ich vermutet habe, gelten die Warnungen vor Milchprodukte-Konsum auch für Menschen mit Prostata-Tumoren, in einer neuen Kohorten-Studie an 21.660 Männern wurden die Fettstufen der Milchprodukte in Bezug auf Tumorarten untersucht: Vollmilchprodukte führen eher zu sehr aggressiven Prostatakrebs-Formen, Magermilchprodukte führen eher zu weniger invasiven und frühzeitig erkennbaren Wucherungen. [Song Y, Chavarro JE, Cao Y, Qiu W, Mucci L, Sesso HD, Stampfer MJ, Giovannucci E, Pollak M, Liu S, Ma J. Whole milk intake is associated with prostate cancer-specific mortality among U.S. male physicians. J Nutr. 2013 Feb;143(2):189-96]

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10 Kommentare zu “die milchmädchen-lüge

  1. Danke Eliane, Du sprichst mir aus der Seele! Leider gibt es aber auch mit „alternativen“ Milchprodukten aus Soja viele Probleme in unserer westlichen Welt (wohlgemerkt: nicht in den asiatischen Ländern – oder zumindest wissen wir davon nichts oder zu wenig…)
    Herzliche Grüße,
    Ingrid

    • wir trinken nicht viel aber dann mandelmilch, nach hafer- und kokosmilch wirklich ein sensationell schmackhafter ersatz und sehr vielseitig. als sahne haben wir oatly hafersahne, gerade heute habe ich ein dill-gurken-schmorgemüse damit gemacht, einfach wundervoll. sojamilch schmeckt ja nicht wirklich lecker, finden wir, immer etwas bitter. und dann die umweltprobleme, nicht nur in meiner kindheits-heimat brasilien, das muss man nicht unterstützen. liebe grüße, eliane

  2. YES! schon so lange wissen Menschen, die ganzheitliche Heilkunde ausüben darüber….doch – wie geht das doch gleich mit dem Massen-Gruppen-Dynamik- „nicht-evidenzbasierten“- Alltags-Holocaust-Lola-Prinzip?? Dein Beitrag sollte einer von vielen Horizont-erweiternden Leselektüren für sämtliche Berufsgruppen sein, die besonders eng täglich mit Kindern, Jugendlichen, Frauen und Menschen allgemeine arbeiten – wie könnte dies wohl in Institutionen mit dem „gesunde-Gemeinde-Küchen“-Label Verständnis finden?? Oder in Berufen, in denen man noch immer glaubt, dass Plastiksüßstoffe, Milchprodukte, Farbstoffe, Methylphenidate, Milch & Co keine Auswirkungen haben auf Verhalten, Immunsystem, Gesundheit, Lernfähigkeit, kindliche, weibliche und männliche Gesundheit, und die Leitungen von renommierten Kliniken noch immer der Meinung sind, zweifache Nobelpreisträger, die der Gesundheitsbranche zu wesentlich mehr Verständnis über die biochemischen und neurobiologischen Prozesse beigetragen haben, „Glaubenssache“ seine, hochkompetente Autoren udn Praktiker wie Patrick Holford, Uwe Karstädt und Hans-Ulrich Grimm noch immer unbekannt sind, moderne Labordiagnostik negiert wird, weil – nur bis zu Landesgrenzen-Horizonte reichen – obwohl in eben diesen heutzutage das Feststellen von schädlichen Substanzen und deren Konzentration in Gehrin, Blut, Körper…Stuhl…ein leichtes „Schnipp-Schnapp“ darstellt – für jeden zugänglich…. – bin ich umso mehr froh um diesen Beitrag! Es ist nur eines der Themen in der ganzen ungünstigen Verkettung unseres modernen Konsumlebens – was sich leider auch immer mehr in ganzheitlichen Berufen beginnt – anders gelagert – etwas auszubreiten….und mir persönlich Kummer bereitet. Ganz zu schweigen davon, was all das plus plus plus plus…all die anderen themen für unsere Erde und unsere Kids bedeuten kann – wenn nicht nach und nach alle dem hellen Regenbogen zu Kurvenänderung folgen…..Sorry Leute….mal wieder ein untypisch für Blogs und fb langer Kommentar…, …die Zeilen mussten fliessen…sowie vegane PFLANZENMILCH….(gluten – lakotse- ei- hefe – soja – monogylcerid–natrium- nitrit – aspartam – aromastoff- krill – sägespäne – antibiotika- dünger – pestizidfrei…….- fällt Euch noch etwas ein..? )….und das Märchen ginge noch weiter,…viele Kommentare und Blogbeiträge weiter….., und JA – für mich hatte das alle schon immer sehr viel mit Aromatherapie zu tun!! Danke für’s Lesen…., danke Eliane für das Schreiben und danke, dass mein Kommentar hier stehen darf., lg an alle, marta

  3. Hej Eliane, auch ich weiß längst von der „Milchmädchen-Lüge“, aber – ich liebe meine Milch. Seit vielen Jahren kommt sie von Weidekühen (manchmal auch direkt aus der Kuh) und sie hat mindestens 3,9 % Fett. Mit Sojaprodukten kann man mich jagen – außerdem tut sich in Bezug auf Soja in einigen Ländern Sudamerika fürchterliches. Und nun muss ich meinen Milchkonsum drastisch herunterfahren – einfach grausig für mich. Als Alternative bleibt mir jedenfalls nur Hafer-Chai oder Kokosmilch.
    Und natürlich gehört dieses Thema in diesen Blog – Danke

  4. Ja………….. liebe Eliane, leider ist dass so. Für Geld gehen mansche Leute gerne auserhalb die Wegen der normalen Moral. Leider, leider.

    • uns schmeckt mandelmilch am besten, kommt dem geschmack und fettgehalt/gefühl auf der zunge von kuhmilch sehr nahe, uns schmeckt sie inzwischen sogar viel besser, irgendwie halt weniger tierisch, frischer, saftiger, ich weiß es nicht. wir haben oatly (haferflockenmilch) probiert, ist prima, muss jedoch immer gut geschüttelt werden, gibt es auch ganz fein mit schokogeschmack (leider nicht hier in irland), dafür jedoch die oatly-sahne, die wunderbar ist. reismilch vanilla ist auch super, aber für meinen geschmack etwas wässrig, je nach firma. sojamilch nehme ich so gut wie nie, wenn dann nur die vanillige von alpro. kokosmilch hatten wir nun auch lange, die wurde uns irgendwann zu viel, ist jedoch sehr lecker, wenn man einen hauchfeinen kokosduft mag.
      ich hatte mal eine mandelmilch aus spanien, die es inzwischen hier nicht mehr gibt, die hat wunderbar zart nach amaretto/marzipan geschmeckt.
      wir versuchen seit einiger zeit, einfach nicht mehr so viele speisen mit milchzusatz zu machen, es war irgendwann wirklich zuviel (joghurt und müsli am morgen und/oder als dessert, milch in soßen, quarkspeisen [obwohl es hier so gut wie nie quark gibt], vanille- und schokopuddings, pfannkuchen, milchreis, kakaogetränke, omelette etc). als butterersatz bzw. -ergänzung mische ich zwei teile natives kokosfett mit je einem teil geröstetes arganöl und traubenkernöl, dazu ein schuss sanddornfruchtfleischöl und kräuter/röstzwiebeln je nach lust und laune.

  5. Liebe Eliane, das Thema ist wirklich total wichtig, trotzdem ein kleiner Einwand mit der Bitte um Diskussion – was ist mit dem wertvollen Leinölquarkrezept nach Budwig? Hier wird Sahne und Quark verwendet – ist es nicht auch ein grundsätzliches Problem wie auf anderen Gebieten auch, dass es auf die Qualität ankommt und auf das Ausmass des Milch- und Milchproduktekonsums insgesamt?
    Herzliche Grüße vom Bodensee!

    • Liebe Rotraud,
      da gebe ich dir Recht, doch ich meine, im Original-Buch wird vor allem von Magerquark gesprochen nicht von Sahne. Im Fett lagern ist halt oft ungute Stoffe ab, sicherlich reichlich (Steroid-)Hormone, die vielleicht ungünstig auf die alltäglichen Krebszellen, die jeder Mensch so in sich hat, einwirken, dazu natürlich die Agrargifte. Darum mag Milch von liebevoll behandelten Tieren eine völlig andere Wirkung als das stresshormon-verseuchte weiße Zeugs aus dem Supermarkt.

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