menstruationsschmerzen und aromatherapie


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMenstruationsschmerzen sind jeder Frau bekannt und sie sind auch (leider) nicht ganz sinnlos: Die Gebärmutter, ein großer Muskel, hat von der Natur den Auftrag bekommen, sich für’s Kinderkriegen zu stärken und zu rüsten. Also muss der Muskel trainiert werden: Jeden Monat auf’s Neue, muss er ein bisschen Schleimhaut mit Blut nach draußen drücken. Wenn es dann mal ernst wird mit einem recht großen Stück, also einem Menschlein, hat die Uterusmuskulatur hoffentlich ausreichend „Training“ hinter sich, dass dieses „Rausdrücken“ einigermaßen glatt läuft. So, das ist erst einmal ein Plädoyer für einen völlig natürlichen Vorgang, der durchaus seinen Sinn hat.

Doch oft, sehr oft, bereitet dieses monatliche Ritual Probleme und schwere, tagelange Schmerzen mit fast unerträglichen Krämpfen. Das nennt sich dann Dysmenorrhoe. Diese kann nur besonders schlimm ausfallen, wenn der Eisprung (Ovulation) stattgefunden hat und in Folge bestimmte Prostaglandine ausgeschüttet werden. Bei manchen Frauen steigt der Prostaglandinspiegel besonders hoch an und verursacht dann die schlimmen Schmerzen. Dann verschreibt der Gynäkologe und auch die Gynäkologin „die Pille“, die verhindert, dass die Eizellen „springen“. Diese Frauen nehmen über Monate, Jahre und sogar Jahrzehnte die chemische Hormonbombe als Schmerzmittel ein.

Nun wird jedoch immer bekannter, dass die Einnahme von modifizierten Hormonen furchtbare Gefahren bergen kann. Besonders klar wurde mir das am Beispiel der Gestagene in manchen empfängnisverhütenden Tablettchen: Progesteron ist das Pro-Schwangerschaftshormon, das also die Schwangerschaft erst ermöglicht. Am im Labor fabrizierten „Progesteron“ wird ein klein bisschen „herum geschraubt“, also das Molekül wird um ein Fitzelchen verändert, und schon ist nichts mehr mit PRO. Eine befruchtete Eizelle wird abgestoßen, also eine Mini-Abtreibung findet statt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDieses und andere sehr einleuchtende Erklärungen las ich übrigens in einem Buch, das JEDE Frau lesen sollte, hat sie auch nur minimale Probleme mit Blutungen, Empfängnis, Wechseljahresbeschwerden etc. Es heißt Wenn Körper und Gefühle Achterbahn fahren (klick!) von Elisabeth Buchner. Ein gut verständliches Buch, etwas „ketzerisch“ zusammengestellt, so wie ich es mag: Die Autorin ist jemand, die  jahrzehntelange „Gebräuche“ vor allem in der Frauen-Medizin gründlich in Frage stellt, da sie tausende von Frauen beraten hat und berät, wie sie ihren Hormonhaushalt wieder ins Lot bekommen können. Sie gründete die Hormonselbsthilfe (klick!) in der Nähe von Nürnberg, weil sie selbst eine leidende Betroffene war. Sie bezieht sich auf die bahnbrechenden Erkenntnisse des amerikanischen Arztes Dr. John Lee, auf englisch kann man seine Erfahrungen hier auf seiner Website (klick!) nachlesen (z. B.: Oft werden Frauen gerade in der Wechsel-Zeit mit tumorfreundlichen Östrogenen zugeschüttet, doch ganz häufig ist ihr krebsschützendes Progesteron im Keller).

Frauen schlucken diese synthetischen Hormoncocktails nun seit circa 55 Jahren und wundern sich zunehmend, warum diese natürlichen Abläufe immer unnormaler werden, so oft Kummer und Schmerz bereiten und gar zu fürchterlichen Tumorerkrankungen führen. Diese Frauen werden nicht ausreichend über die Gefahren von Fantasie-Hormonen aufgeklärt, ihnen wird auch nicht gesagt, wie wichtig Nüsse, Samen und native Fette als Grundbausteine für einen funktionierenden Hormonhaushalt sind. Mit einer Ölkur über circa ein halbes Jahr, dazu Auflagen mit verdünnten ätherischen Ölen können kleine Wunder erreicht werden, so dass möglicherweise eine „Entwöhnung“ von den Labor-Hormonen, zumindest zur Schmerzlinderung“, möglich wird.

Es muss nur jeden Tag an eine kleine Portion von hochwertigen ungesättigten Fettsäuren gedacht werden (damit betreibt frau dann sogar noch wertvolle Demenz-Prävention 😉 ). Vielleicht fünf Mandeln und ein Teelöffel geröstetes Arganöl auf dem Salat. Oder ein paar oberleckere Macadamianüsse und etwas „ehrliches“ Leinöl auf einem Kräuterquark (wirklich frisch gepresstes Leinöl schmeckt nach fast nichts, nur leicht nussig, NIEMALS bitter), ich bestelle es unter anderem bei Feeling (klick!), es gibt jedoch auch inzwischen ein paar Möglichkeiten, es tagesfrisch auf Märkten zu beziehen (die Haltbarkeit ist sehr kurz: nur ganz wenige Wochen im Kühlschrank). Oder feines Walnussöl über ein gedünstetes Gemüse geben und einige geriebene Haselnüsse auf den Obstsalat. Auch Nussmuse/Nussbuttern (mit Honig oder Konfitüre) statt Butter aufs Brot sind eine prima „Medizin“ für diesen Themenbereich.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNun komme ich zur Aromatherapie! Pionier Robert Tisserand hat eine frisch veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit auf Facebook geteilt (thanks!): Der Effekt von Lavendelöl-Aromatherapie-Massagen bei Dysmenorroe wurde bei 80 jungen iranischen Studentinnen (18-24 Jahre), die an Dysmenorrhoe litten, untersucht. Drei Zyklen lang wurde beobachtet: Im ersten Zyklus während der Studie wurde die Schmerzintensität mit wissenschaftlichen „Werkzeugen“ einheitlich erfasst. Im zweiten Zyklus bekam die Hälfte der Teilnehmerinnen entweder eine 15-minütige Mandelöl-Streichung auf ihrem Unterbauch oder Streichungen mit 2 Tropfen Lavendelöl in 5 ml Mandelöl. Das Setting war nicht klinisch, sondern fand in einem abgedunkelten Raum mit 23-25°C Raumtemperatur, in Rückenlage mit einem lockend wirksamen Kissen unter den Knien. Im dritten Zyklus erhielten die „Lavendelfrauen“ die reinen Ölstreichungen und umgekehrt. 30 Minuten nach den Anwendungen wurde wieder die Schmerzintensität erfasst. Auch wenn bereits die reinen Ölstreichungen ohne ätherisches Öl die Schmerzen lindern konnten, brachte die Anwendung mit dem ätherischen Öl signifikante Verbesserungen gegenüber der Kontrolle. Die Studie kann hier (klick!) kostenlos runter geladen werden.

In einer ähnlichen koreanischen Studie von 2006, an der die renommierte britische Aromatherapeutin Dr. Jane Buckle mitwirkte, wurde zum Lavendelöl noch Rosen- und Muskatellersalbei aufgetragen. Eine Zusammenfassung dieser wissenschaftlichen Arbeit kann kostenlos hier (klick!) eingesehen werden. Beide Studien können als Idee für jede Frau dienen, sich bei diesen Mens-Krämpfen selbst zu helfen und sich so eine Mischung herzustellen und aufzutragen. Nach dem Auftragen sollte sie noch einige Minuten Auszeit nehmen und mit einer Wärmflasche liegen bleiben. Wer den Duft von Lavendel oder von Muskatellersalbei nicht mag, kann prima auf folgende entkrampfend wirksame Öle ausweichen: BergamotteminzeölBergamotteölPetit Grain-Öl Orange oder etwas weniger bitter, sondern frischer Petit Grain Zitrone.

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8 Kommentare zu “menstruationsschmerzen und aromatherapie

  1. Liebe Eliane, besten Dank fuer diese ausfuehrlichen Infos! Zum Thema Wechseljahre gibt‘ s ein lesenswertes witziges Buch (keine Aromatherapie):
    Diese schrecklich schönen Jahre Gebundene Ausgabe – 19. Mai 2014
    von Susanne Fröhlich (Autor), Constanze Kleis (Autor)
    Liebe Gruesse, Agita

  2. Kennt ihr schon die Caps fem? Die sind nämlich auch eine rein natürliche Alternative bei hormonell bedingten Beschwerden (nicht nur „ab 40“, sondern auch bei Zyklusschwankungen, Regelschmerzen usw) – mit Rotfichte, Yamswurzel, Algen, Shatavariwurzel. Das sind Caps, die ich persönlich selbst nehme, und ich war total glücklich, dass ich eigentlich von Beginn an deutlich weniger Schmerzen und eine viel weniger heftige Blutung hatte. Einfach auf http://www.natursprung.co.at oben links auf „Produkte“ und „Frische Caps“ klicken (diese Woche sind sie sogar in Aktion).

  3. Pingback: Blätterrauschen 13 | Beautyjagd

  4. Liebe Eliane,

    ich empfinde den Themawechsel in der Mitte des Artikels von Hilfe gegen Menstruationsbeschwerden in eine negative Meinungsbildung gegen hormonelle Verhütung sehr unpassend.

    „Hormonbombe“, „furchtbare Gefahren“ sind Ausdrücke, die man sonst nur aus der BILD Zeitung kennt. Dazu einem das Gefühl geben, man würde mit einer „Mini-Abtreibung“ monatlich sein Kind töten und im gleichen Satz das mit „Pro Life“ Fanatisten assoziierende „PRO“ zu betonen ist hoffentlich nur ungeschickt.

    Die Selbstbestimmung der Frau ist heutzutage sehr wichtig und ich empfinde solche Texte somit als kritisch.

    Sie müssen diesen Kommentar nicht frei schalten, er soll eher als Feedback dienen, wie bedenklich dieser Text bei einigen Lesern (wie mir) empfunden werden kann.

  5. leider funktionierte die direkte antwort nicht, agata, darum hier meine meinung: Hallo Frau Agata,
    danke für Ihren Kommentar zu meinem Blogpost über Menstruationsschmerzen. Einerseits gebe ich Ihnen recht, andererseits sehe und höre ich als Naturheilkundlerin, was uns Frauen bei all der vermeintlichen Selbstbestimmung verschwiegen wird. Mit bald 60 Jahren darf ich auf einen gewisse Erfahrung zurück blicken. Ich finde das Um-sich-Werfen mit Phantasie-Hormonen erschütternd. Vor allem wenn Frauen sich dann irgendwann wundern, dass die das Pech haben, dass homonabhängige Krebsarten zuschlagen. Leider musste ich einiges in diese Richtung erleben, und sowas erschüttert mich ganz tief im Inneren.

    Mein Blog ist keine Zeitung und auch keine Enzyklopädie, sondern ein Blog, ein Weblog, also ein Tagebuch, in dem ich über naturheilkundliche Erfahrungen nachdenke, die meisten meiner Leserinnen sind dankbar über eine zweite oder dritte Meinung (ich kenne viele von ihnen bzw. lerne sie immer wieder kennen, wenn sie aufgrund des Blog auf meine Kurse kommen).

    Insofern halte ich es sogar für meine Pflicht, für ein wenig mehr Aufklärung zu sorgen und auch die dunklen Seiten der Medaillen etwas aufzuhellen. Das Buch von Frau Buchner ist ein Augenöffner, ich bin solchen mutigen Macherinnen sehr dankbar für ihre Aufklärung und gebe meine Freude darüber gerne weiter.

    • Hallo Eliane,

      danke für die Antwort!
      Ich empfinde das Bedürfnis zur Aufklärung (auf eine angemessene Art vorgetragen) als verständlich und wichtig.

      Der Zusammenhang zwischen hormoneller Verhütung und hormonabhängigen Krebsarten ist nicht verschwiegen, denn auch starke Insulin und IGF 1 Reaktionen und ihr Einfluss auf hormonabhängige Krebsarten ist bekannt, aber die Reichweite nicht dominant.

      Weiterhin würde mich (und vielleicht andere auch!) eine wenige meinungsbildende Wortwahl mehr überzeugen, da Boulevard nicht oft als seriös angesehen wird. Ich verstehe allerdings nun ihre Intention besser.

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