was das aromatische jahr 2016 bringen wird


Zunächst einmal geht ein ganz herzlicher Dank an alle meine LeserInnen: Die Zahl ‚290.000 Besuche im Jahr 2015‘ ist wirklich erstaunlich, ich freue mich, dass meine Artikel so einen guten Anklang finden. Ich staune auch, dass Besucher aus 133 Ländern hier gelegentlich vorbei schauen. Ein besonderer Dank geht an die inzwischen ganz knapp 1000 AbonnentInnen und auch an diejenigen, die durch Einkäufe bei den rechts unten aufgeführten Anbietern meine Web-Kosten ohne eigenen Mehrwand unterstützen. Ich wünsche allen eine inspirierende und gesunde Zeit für die kommenden Tage, Wochen und Monate in 2016.

wordpress_zahlen_für_2015Ich finde es spannend, dass mein Artikel vom Februar 2010 über die Einführung der Lasea-Kapseln [Lavendelöl gegen Ängste (klick!) und bei Schlafstörungen], seit fünf Jahren der meist besuchte Artikel geblieben ist. Der hoch-interessante und mut-machende Artikel von Pflegefachfrau Renate Fiegl [Ätherische Öle statt Amputation (klick!)] gehört auch zu den meist gelesenen Artikeln, danke liebe Reni! Vor fast exakt einem Jahr stellte ich die Unwahrscheinlichkeit von unerwünschten Nebenwirkungen (klick!) zusammen, freilich nur, wenn ätherische Öle korrekt verdünnt angewendet werden und von bester Qualität sind, er war der meist besuchte Artikel aus dem Jahr 2015. Zwei ältere Texte kamen zu den Top-5: Dufte Kosmetik selber machen und verkaufen (klick!) und Sanfte Alternative zu Ritalin (klick!), in letzterem zeige ich auf, dass ein ganz besonderer Inhaltsstoff in Zitrusschalenölen (Methylanthranilat) und auch in den Blüten und Blättern eine erstaunlich beruhigende und ausgleichende Wirkung hat, ohne die Seele platt zu machen.

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Heinz Schilcher 1930-2015

Im vergangenen Jahr ist ein für die Erforschung der Wirkweisen von ätherischen Ölen wichtiger Wissenschaftler von uns gegangen: Prof. Dr. Heinz Schilcher ist an meinem Geburtstag, dem 17. Juni 2015 im gesegneten Alter von 85 Jahren verstorben. Er wurde am 21. Februar 1930 in Burgheim in Immenstadt im Allgäu geboren, wurde schon als Kind von Großmutter, Mutter und Tante mit dem „Heilkräuter-Virus infiziert“ und so studierte er von 1952 bis 1956 Pharmazie und absolvierte 1956 das Staatsexamen der Pharmazie an der LMU München, er promovierte bis Mai 1959 und ergänzte sein Wissen mit ein paar Semestern Medizin. Fortan machte er sich immer für die rationale Phytotherapie stark (manchmal durchaus etwas kriegerisch und zu heftig für zart besaitete Seelen😉 ).

Leitfaden_PhytotherapieWährend seiner Laufbahn veröffentlichte er etwa 300 Publikationen und arbeitete an knapp 20 Lehr- und Handbüchern mit. Als sein Lebenswerk bezeichnete er den Leitfaden Phytotherapie (klick!), an dessen 5. Auflage er noch bis kurz vor seinem Tod arbeitete. Sein Engagement trug dazu bei, dass die Phytotherapie und damit auch die rationale Arbeit mit ätherischen Ölen in der wissenschaftlichen Medizin zu Anerkennung kam. Er gilt als „Vater einer reproduzierbaren Phytopharmaka-Qualität“.

Ich hatte die Freude und Ehre, mit ihm auf dem Kongress ‚4. Tag des ätherischen Öles‘ in Linz (klick!), auf dem auch ich Referentin war, zu sprechen und zu diskutieren. Er erläuterte mir die Zusammensetzung von Lasea (siehe obiger Link zum Artikel), an dessen Entwicklung er mit beteiligt gewesen war. Im Nachruf der Forschergruppe Klostermedizin (klick!) ist mehr zu lesen.

– – – ::  Kongresse und Symposien im Jahr 2016  :: – – –

Das aromatische Jahr startet mit dem IV. VAGA-Aromakongress am 23. und 24. April 2016 im idyllischen Schloss Mondsee (nicht weit von Salzburg, also auch für InteressentInnen aus Süddeutschland gut zu erreichen und wunderschön gelegen). Martin Henglein – der Pionier der frühen deutschsprachigen Aromatherapie ist leider nicht mehr so vielen AromaenthusiastInnen bekannt – wird über seine spannenden Erkenntnisse mit der Integralen Osmologie vortragen. Auch zwei hochkarätige WissenschaftlerInnen werden zu erleben sein: Prof. Dr. Chlodwig Franz wird über die Anwendung von ätherischen Ölen in der Veterinärmedizin vortragen und Dr. Ingelore Ebberfeld wird über die schwerwiegenden Folgen der Anosmie berichten (Nicht-mehr-riechen-können). Dazu viele bekannte (und auch einige noch nicht so bekannte) Menschen, die sich für die praktische Arbeit mit de duftenden Heilpflanzen einsetzen. Die Kosten betragen zwischen 118 und 230 Euro je nach Buchungsmodalität. Mehr Infos liegen in der Kongressausschreibung (klick!) zum Runterladen bereit.

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Die bekannte Wickelfachfrau Bärbl Buchmayr organisiert zusammen mit Elke Heilmann-Wagner und Arlette Bologni-Urech die 3. Internationale Fachtagung „Wickel und Kompressen“, sie findet am 29. April 2016 von 9 bis 17 Uhr im Kultur- und Congress-Centrum «Graf Zeppelin Haus» in Friedrichshafen am schönen Bodensee statt.
Der renommierte Phytotherapeut und Fachbuchautor Dr. Siegfried Bäumler wird die Fachtagung eröffnen und wird über das wichtige Thema „Einwirkung auf die Wärmeregulation bei der Anwendung von Wickeln und Kompressen“ referieren, anschließend ist das nicht minder wichtige Thema zu hören: „Komplementäre Pflege bei Mukoviszidose im häuslichen Bereich – Erfahrungsbericht einer Mutter (Ute Hanke). Vor den folgenden Workshops berichten Ruth v. Braunschweig über „Fette Pflanzenöle und deren Wirkung“ und Bärbl Buchmayr über „Wenn mir etwas über die Leber läuft …“
Workshop 1: Wickel für die Kleinsten – Bauchwickel zur Verdauungsförderung in den ersten Lebensmonaten (Stephanie Möllmann/D)
Workshop 2: Oxaliskompresse in der integrativen Pflege (Monika Layer/CH)
Workshop 3: Wickel und Kompressen – prakt. Umsetzung in einer Institution (Evelin Habicher/A)
Workshop 4: Komplementäre Pflegemaßnahmen mit Wickel und Kompressen bei Fieber
(Monika Bußlehner/A)
Die Tagungsgebühr beträgt Normalpreis: € 120,00 (an der Tageskasse: € 130,00), der Flyer mit mehr Infos kann hier runtergeladen werden.

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Auch das jährliche DreiLänderSymposium findet dieses Jahr in Österreich statt, am 21. Mai 2016 in der Wiener Urania. Das Thema ‚Dufte Zeiten – Die Frau im 21.Jahrhundert‘. Für 125 Euro inklusive Pausenverpflegung und Mittagessen erwartet die TeilnehmerInnen ein buntes Programm (klick!) .

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Schon kurze Zeit später ist der VereinAroma-Forum-International e.V. Gastgeber im wunderschönen Botanischen Garten in München Nymphenburg: Vom 4. bis 5 Juni 2016 wird wieder ein Aromakongress statt finden. Schon fast traditionell wird Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt wieder zu erleben sein, er zaubert immer neue Themen aus seinem hoch intessanten Wissenschaftlerhut, dieses Mal ‚Duftrezeptoren – zukünftige Zielobjekte für Diagnose und Therapie, ein mega-aktuelles Thema. Auch zahlreiche andere ReferentInnen versprechen eine lern-intensive Tagung. Die Kosten inklusive Mittagessen betragen von 90 bis 220 Euro je nach Anmeldemodalität. Das Programm und sonstige Infos können hier (klick!) angeschaut und runter geladen werden.

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Das wundervolle Seebad Brighton (75 km südlich von London) wird gastgebender Ort der Botanica2016-Konferenz vom 2. bis 5. September 2016 sein, veranstaltet von der weltweit gefragten Herausgeberin des The International Journal of Clinical Aromatherapy (klick!). Ich bin wieder die deutsche Botschafterin, kann also (bei etlichen) Fragen behilflich sein, da ich schon bei den anderen Botanicas dabei war: einmal als Referentin und Botschafterin (einen Rückblick gibt es hier, klick!), einmal als entspannte Zuhörerin (einen Rückblick gibt es hier, klick!). Es gibt viel zu lernen von teilweise ganz besonderen Referenten, viel zu schnuppern, Vernetzungsmöglichkeiten mit interessanten Menschen. Bislang waren deutschsprachige Besucher leider recht gering vertreten, ich würde so gerne eine Besuchergruppe für und in Brighton betreuen!

2014 waren rund 250 Gäste aus 39 teils fernsten Ländern dabei: von Neuseeland über China und Japan, Brasilien und Kanada, aus den USA, Frankreich und Großbritannien sowieso. Beispielsweise werden wir über die Anwendung von CO2-Ölen von der niederländischen Autorin und Palliativpflegenden Madeleine-Kerkhof-Knapp Hayes hören (sie dankte mir auf ihrem Vortrag auf der letzten Botanica für die Inspiration zu diesen intensivsten Düften). Auch auf den Beitrag über den Riechsinn von Früh- und Neugeborenen vom Kinderarzt Luc Marlier aus Frankreich freue ich mich besonders. Über ätherische Öle bei PsychiatriepatientInnen wird der us-amerikanische Psychiater Florian Birkmayer sprechen. Die engagierte Hydrolate-Destillateurin Ann Harman wird über die nicht flüchtigen Inhaltsstoffe der immer beliebteren Pflanzenwässer referieren.

Wer sich mit MRSA beschäftigt, ist sicherlich bereits auf die Forscherin Val Edward-Jones gestossen sein, sie wird von Alternativen und Ergänzungen zu konventionellen synthetischen und immer mehr Resistenzen verursachenden Antibiotika referieren. Ich habe schon oft die Geriatrie-Forscherin Takae Ebihara aus Japan in meinen Kursen über Studien erwähnt, sie wird über die Behebung von Schluckproblemen (und dadurch Verminderung von Inhalations-Pneumonie) von Menschen über 60 berichten.

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Dr. Jane Buckle

Auch die derzeit sicherlich weltweit gefragteste ‚Aroma-Frau‘ und Autorin des mehr als hervorragenden Fachbuches über evidenzbasierte Klinische Aromatherapie Clinical Aromatherapy (klick!) Dr. Jane Buckle wird dabei sein und über ihre ausführlichen Erfahrungen in Klinischer Aromatherapie berichten. Der deutsche Arzt für Naturheilkunde Dr. Ernst Schrott wird erläutern, wie ätherische Öle auf die im Ayurveda relevanten Marma-Punkte anzuwenden sind.
Die Kosten betragen je nach Anmeldungsmodalität ab 228 britische Pfund (derzeit 309,60 €). Mehr Details, auch zu günstigen Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der Website der Botanica2016.

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Im Rahmen einer Gala werden die besten Projekte und Arbeiten zur Duftpflanze des Jahres 2016, dem Lavendel von The Scented Drop gekürt. Die Gala wird am 12. November 16 stattfinden. Noch ist Zeit, sich zu beteiligen: Teilnehmen am Wettbewerb kann jeder, der eine gute Idee rund um die Duftpflanze des Jahres hat – also auch Kinder (z.B. Zeichnungen), Schüler (z.B. Klassenprojekt mit Lavendel), Pflegeeinrichtungen (z.B. Altenpflege mit Lavendel), Kosmetikhersteller (z.B. Parfum mit Lavendel), Landwirte (z.B. Berglavendelanbau), Gastronomen (z.B. Lavendeleis) oder Apotheken (z.B. Lavendelölkapseln). Einfach das Teilnahmeformular ausfüllen und am besten so bald wie möglich einsenden (spätester Einsendeschluss ist der 30. August 2016)

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Den Abschluss eines vielfältigen Veranstaltungsjahres wird Forum Essenzia e. V. bilden: Der Kongress am 13. und 14. November 2016 wird in Ulm statt finden, das Thema lautet „Pflanzenwirkstoffe – Wissenschaft und fundierte Anwendung“. Mit diesen Kongresstagen werden neue Wege gegangen: Sonntagnachmittag und Montag. Nach einer anstrengenden Woche ist dadurch der Samstag und Sonntagvormittag zur Erholung frei. Und durch die Sonntagstarife der Hotels ermöglichen wir zugleich einen kostengünstigen Aufenthalt in Ulm, je nach Anmeldemodalität betragen die Kosten zwischen 197 und 246 Euro. Infos gibt es hier.

Habe ich noch einen wichtigen Kongress vergessen? Eine Bitte an alle zukünftigen VeranstalterInnen: Wäre es möglich, mir Pressemeldungen oder Termine samt Infos zu zukünftigen Symposien zu mailen? Dann müsste ich mich nicht mühsam durch unser lahmes Land-Internet kämpfen, das insbesondere an Feier- und Ferientagen fast in die Knie geht.

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Und hier sind zur Abrundung noch die Pflanzen dieses neuen Jahres:

KUBEBENPFEFFER, Heilpflanze des Jahres 2016, gewählt vom Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e.V, hier (klick!) gibt es Informationen dazu.

KÜMMEL, Arzneipflanze des Jahres 2016, gewählt vom ‚Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde‘ der Universität Würzburg, hier (klick!) gibt es Informationen dazu.

LAVENDEL ist die Duftpflanze des Jahres 2016, gewählt von The Scented Drop, Infos siehe weiter oben und hier (klick!).

3 thoughts on “was das aromatische jahr 2016 bringen wird

    • na klar,😉 liebe heike, habe hier auf dem blog schon über die m-technique geschrieben, beispielsweise bei dem schwer verbrannten kind mit dem phantomschmerz im amputierten arm. ich hatte irgendwann mal das lehr-video durchgearbeitet aber nicht die prüfung gemacht, da diese „massage“ sehr ähnlich der massage ist, die ich in der ausbildung von shirley price gelernt habe (an die die m-technique angelehnt ist). sehr sehr zu empfehlen zur beHANDlung von schwer kranken menschen auch solchen in der intensivpflege. (aber man darf nun nicht die neuerfindung der massage erwarten!)

  1. Pingback: Geklickt: Best of Jahresrückblicke - herbsandflowers.de

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