rosenhydrolat: wichtige wissenschaftliche erkenntnisse


Schule für Aromatherapie Eliane ZimmermannGute wissenschaftliche Arbeiten rund um echte Hydrolate sind leider noch sehr selten. Umso schöner, dass kürzlich eine hoch interessante Studie zum in unseren Breiten populärsten Hydrolat veröffentlicht wurde. Es geht um das wundervolle Rosenhydrolat, das allerdings in unglaublich vielen unterschiedlichen Stärken, Duftnuancen und Konservierungsmethoden auf dem deutschsprachigen Markt erhältlich ist. Die Studienleiterin ist eine sympathische japanische Wissenschaftlerin, die ich auf der Botanica2012-Konferenz (klicken, um die Zusammenfassung des wichtigen Vortrages nachzulesen), an der ich selbst auch Vortragende war, life erleben konnte. Naho Maruyama und ihr Teamleiter Shigeru Abe sind bereits länger spezialisiert auf die Behandlung von Candida- und anderen Pilzerkrankungen der Haut.

Sie haben in ihren In-vitro-Versuchen herausgefunden, dass das von ihnen verwendete Rosenhydrolat (im lipophilen Anteil: 43,65 % Phenethylalkohol, 18,24 % Citronellol, 14,8 % Geraniol) das hartnäckige myzelische Wachstum von Candida reduziert. Candida kann sich vom Hefestadium ins „Wucherstadium“, also mit unzähligen winzigen Ausläufern umwandeln. Wenn die aufdringlichen Pilze so weit kommen, sind sie schwer behandelbar. Im praktischen Leben macht es also Sinn, wie oft von erfahrenen Aromapflegenden und Aromatherapeutinnen empfohlen, vor der öligen Behandlung Hydrolate aufzusprühen. Nun haben wir einen schönen Beleg für diese erfolgreiche Anwendungsmethode.

Rosenhydrolat hat laut diesen Experimenten zudem eine zeitabhängige bakterizide Wirkung gegen MRSA (Staphylococcus aureus 32CF). In der Petrischale können also 99 Prozent dieses resistenten „Krankenhauskeimes“ innerhalb einer Stunde abgetötet werden (wer hätte das gedacht?!).

Damit sind die neuen Erkenntnisse noch nicht zu Ende. Verdünntes Rosenhydrolat stimuliert überdies die neutrophilen Granulozyten, weiße Blutkörperchen, die einen wichtigen Bestandteil unserer Immunabwehr bestreiten. So kommt es zu einer Reduktion von Entzündungen. Dieses wundervolle Hydrolat ist also nicht nur für die tägliche Gesichtspflege perfekt, sondern auch zur Behandlung und Begleitung von vielen leichten und auch schlimmen „Wehwehchen“. Es ist gleichzeitig babymild, kann bei den empfindlichsten Menschen und auch bei Tieren erfolgreich angewendet werden, Augen und Intim-Schleimhäute können auch bestens mit Rosenhydrolat „saniert“ werden (dann darf es allerdings nicht mit Alkohol konserviert sein). Was will man mehr!?

[Naho Maruyama, Shigeru Tansho-Nagakawa, Chizuru Miyazaki, Kazuyuki Shimomura,Yasuo Ono and Shigeru Abe. Inhibition of Neutrophil Adhesion and Antimicrobial Activity by Diluted Hydrosol Prepared from Rosa damascena. Vol. 40, No. 2 Biol. Pharm. Bull. 40, 161–168 (2017) 161]

Gutes Bio-Rosenhydrolat kann erworben werden von (einfach auf die folgenden Links klicken!):

Farfalla (bio-konform schonend mit Leucidal [Radieschenwurzel-Extrakt] konserviert)

Feeling (unkonserviert)

Florame (unkonserviert)

Florentia (nur Schweiz, unkonserviert)

Jophiel (unkonserviert)

Neumond (unkonserviert)

Oshadhi (unkonserviert)

Primavera (bio-konform schonend mit Alkohol konserviert)

Wadi (unkonserviert)

Schule für Aromatherapie Eliane ZimmermannIn der Bahnhof Apotheke Kempten gibt es unkonserviertes Rosenhydrolat in ganz unterschiedlichen Abfüllmengen und als Besonderheit mit speziellen Steril-Sprühaufsätzen für die allerempfindlichste Haut/Schleimhaut.

Dass äußere Rosenblütenblätter andere Duftstoffe enthalten und als Signale an Insekten „verschicken“ als die inneren Blütenblätter (und noch viel mehr Wissenswertes über die Rose) erfahren Sie auf unserem dekorativen DIN A 2-Rosenplakat, zu bestellen (12 Euro + Porto) bei Vivere Aromapflege (klick!) [Foto: Antje Wendel]

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6 Kommentare zu “rosenhydrolat: wichtige wissenschaftliche erkenntnisse

    • danke für die erinnerung, ich werde es noch einfügen (ich denke erst immer an anbieter, mit denen ich einen regen austausch habe…)

  1. Hallo Elain, mal wieder vielen Dank für den guten Beitrag. Ich arbeite schon lange in der Pflege / Mundpflege mit Rosenhydrolat von der Bahnhofsapotheke. Bin immer wieder erstaunt wie angenehm den Betroffenen das ist. War auch immer überrascht wie schnell ein sog. Mundsoor / Hefepilz damit bekämpft werden kann. Innerhalb von einer Woche einen komplett gereinigten und gesunden Mund. Als Prophylaxe ist Rosenhydrolat auch gerade im Mundbereich super geeignet. Ich liebe unsere wunderbaren Öle, Hydrolate….
    Bis bald Petra

    • na klar, aber ich dachte mir mal so, dass ich es dieses mal meinen leserinnen überlasse, die studie selbst zu finden und dann runterzuladen… 😉

  2. Pingback: Aufgeschnappt #25: Neuigkeiten aus der Welt der Naturkosmetik - herbsandflowers.de

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