von altem wissen und neuen erkenntnissen


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIn Zeiten von immer mehr verdrehten Behauptungen und dubiosen Anwendungsempfehlungen ist es wichtig, sich mit sachlichen Informationen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und auch mit den erprobten sowie sicheren Rezepturen und Tipps von KollegInnen auszustatten, will man mit ätherischen Ölen verantwortungsvoll umgehen lernen.

Zahlreiche Studien und sonstige fundierte Erkenntnisse werden sich in meinem Köfferchen befinden, wenn ich am 13. und 14. September 2017 im schönen Blockhaus von Sabrinas Schule mitten zwischen Wiesen im schönen Hunsrück (westlich von Frankfurt und Koblenz) unterrichten werde. Ich freue mich, dort einen meiner immer seltener werdenden Kurse in Deutschland geben zu dürfen.

An diesen zwei Tagen geht es um Folgendes:

  • Was ist die jeweilige Besonderheit von Doppelblind-Experimenten, randomisierten Studien und multizentrischen Studien.
  • Was zeichnet eine wissenschaftliche Studie aus, wo liegen die Grenzen, welche besonderen Herausforderungen ergeben sich in der Arbeit mit Riechstoffen.
  • Gewebestudien vs. Tierexperimente vs. klinische Studien mit und an Menschen.
  • Kritische Diskussion, dass Studien nicht der „letztendliche Beweis“ sind, in der heutigen Arbeitswelt jedoch als solcher gelten.
  • Etwas Geschichte: Nachweise über die Wirksamkeit von ätherischen Ölen gibt es bereits seit über 100 Jahren.
  • Warum ergeben sich aus den überzeugenden und Mut machenden Studien so wenig Konsequenzen für die Gesundheitspflege?
  • Vorstellung von vielfältigen Studienergebnissen, welche für die Aromapflege besonders interessant sind, insbesondere im Bereich der bakteriellen Multiresistenzen, der antitumoralen, entzündungshemmenden und radioprotektiven Wirkung von Ölen und der Linderung von Demenz-Symptomen
  • Einige recht neue Erkenntnisse, die noch in keinem Buch über Aromatherapie oder Aromapflege nachzulesen sind, werden auch erläutert.

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie und DuftreisenDieses Seminar soll Ihnen einen Blumenstrauß an nachgewiesenen Fakten mit auf den Weg geben und Sie selbst mit überzeugenden Argumenten ausrüsten. Mein Wissen als langjährige Dozentin für Aromatherapie beziehe ich aus 30 Jahren Erfahrung im Umgang mit ätherischen Ölen unterschiedlichster Bio-Anbieter, auch vom regelmäßigen Austausch mit Wissenschaftlern, von jährlichen Besuchen auf Fortbildungs-Kongressen wie der Botanica2016 (die in einem Jahr wieder in Brighton stattfinden wird), sowie aus den anerkanntesten Fachbüchern unserer Branche – in vier Sprachen 😉 . All dies ist leider keine Selbstverständlichkeit in Fortbildungen.

Gibt es Voraussetzungen zum Besuch dieses Seminars? Ein Minimum an Wissen über die Zusammensetzung und Wirkweise von ätherischen Ölen ist nützlich, jedoch keine Bedingung, ein großes Interesse an den angebotenen Themen ist wichtiger! Infos und das Anmeldeformular gibt es auf der Vivere-Website von Sabrina Herber (klick!).

im dschungel der paragraphen rund um ätherische öle


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Diese Musiknoten sind von Johann Sebastian Bach, er ist mehr als 70 Jahre tot, sie sind also nicht mehr geschützt. Doch eine Grafik, die daraus gemacht wurde, unterliegt dem Urheberrecht des Grafikers der sie angefertigt hat, er oder sie bestreitet sogar seinen Unterhalt durch die Herstellung solcher Arbeiten, wie auch solcher anatomischer Zeichnungen. Beides darf also nicht „einfach so“, also ohne Erlaubnis des Urhebers, für eigene Websites, Werbemittel und Unterrichtsmaterialien verwendet werden.

Es ist mal wieder an der Zeit, dass ich mich mit dem juristischen Umfeld der Aromapflege, der Aromatherapie und der ätherischen Öle auseinander setze. Und auch mit dem immer krasser werdenden Märchen-Marketing, das sich in unserer Branche breit macht. Einst war ich im Paragraphen-Bereich ziemlich fit, mittlerweile finde ich die Beschäftigung mit §§§ nur noch nervig. In meinem Studium waren mindestens zwei Semester Urheberrecht zu belegen, das waren äußerst unbeliebte Vorlesungen und Tests, das meiste davon hatte ich ganz schnell vergessen.

Doch in unserer Branche gehen einerseits wilde Gerüchte und Unwahrheiten um, andererseits kommen mir immer wieder Urheberrechts-Verletzungen zu Ohren, so dass ich an dieser Stelle ein paar Stückchen Aufklärung verteilen möchte (und bitte um freundliche Korrekturen, wenn ich in Teilbereichen nicht ganz auf dem Laufenden sein sollte 😉 ). [[Wer nichts dagegen hat, dass Pflanzen, Tiere und Menschen ausgebeutet werden, sollte heute nicht weiter lesen.]]

Immer mehr Interessent/innen Anhänger/innen einiger US-amerikanischer Ätherische-Öle-„Schüttgut-Anbieter“ lassen sich von vermeintlichen Siegeln und Analysen blenden, werfen dann sogar langjährigen und erfahrenen Ätherisch-Öle-Fachmenschen mangelnde Recherche sowie Nicht-Wissen und Ähnliches vor. Interessanterweise wird alle paar Jahre „eine andere Sau durchs Dorf getragen“, also gibt es regelmäßig neuartige Behauptungen. Diese werden dann mit der Zeit doch durch Fakten widerlegt und dann schwirren eines Tages wieder neue „Qualitätsaussagen“ durch die Welt der Naturdüfte.

Vor ein paar Jahren waren das die AFNOR-zertifizierten Öle, die angeblich so unglaublich viel besser als alle anderen ätherischen Öle sein sollten. Dieses französische Zertifikat der ‚Association Française de Normalisation‘ sollte gemäß den Anhängern dieser „Duft-Konzerne“ (es gibt im deutschsprachigen Bereich inzwischen mindestens drei davon) wesentlich bessere Öle auszeichnen, als jene von seit zwei bis drei Jahrzehnten etablierten deutschsprachigen Öleanbietern, die hervorragende und ehrliche Qualitäten anbieten. Dieses Industrie-Siegel sagt jedoch rein gar nichts über die wirkliche Qualität aus: Das N im Namen bedeutet ’normalisation‘ und das bedeutet soviel wie Standardisierung und Normierung. Es regelt beispielsweise den Mindesthalt und Maximalgehalt bestimmter Inhaltsstoffe (ich habe über einige Siegel hier [klick!] beschrieben). Jedoch genau das wollen wir FreundInnen vom respektvollen Umgang mit unserer Erde, Pflanzen und Bauern nicht. Das wäre so, als würde man behaupten, dass ein Blatt Papier, das vom deutschen DIN-Institut normiert wurde, also beispielsweise exakt DIN-A-4 entspricht, eine wesentlich höhere Qualität gegenüber einem frei zugeschnittenen Blatt Papier, vielleicht sogar handgeschöpft, aufweisen würde.

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Fast alle ätherischen Öle, welche als Bedarfsgegenstände (oder ‚Bedarfsmittel‘, beispielsweise zur Raumbeduftung) deklariert sind, müssen mit mindestens einem dieser Gefahren-Piktogramme versehen sein, Ausnahmen: Benzoe, Myrrhe, Mimose, Patchouli und Sandelholz. Ätherische Öle, welche als Lebensmittel zertifiziert sind, benötigen diese Deklaration nicht, auch nicht solche, welche als Kosmetika oder Lebensmittel in Verkehr gebracht werden (diese dürfen jedoch bestimmte Inhaltsstoffe nicht oder kaum enthalten).

Neuerdings wird von besagten  US-amerikanischen-Öleanbietern behauptet, ihre Öle seien ganz besonders rein und könnten (und sollten) darum in recht großen Mengen eingenommen werden. Sie stammen jedoch nicht aus von neutraler und anerkannter Stelle zertifiziertem kontrolliert biologischem Anbau. Die angebliche Reinheit wird damit „bewiesen“, dass die vorgeschriebenen Gefahrensymbole, die auf „Bedarfsgegenständen“ (wie Düfte zur Raumbeduftung) zu erscheinen haben, bei ihnen nicht aufgedruckt sind. Wer eine wirklich gute und ausreichend lange Basisausbildung mit ätherischen Ölen (ÄÖ) genießen durfte (nicht nur an einem Abend oder zwei Wochenenden), sollte sich mit den aktuell in Europa geltenden Gefahrensymbolen und korrekten Kennzeichnungen auskennen. Mehr zu den Gefahrstoffen und ihren Piktogrammen findet man auch auf Wikipedia.

Nach deutschem wie europäischem Recht sind kosmetische Mittel von den Pflichten zur Kennzeichnung nach dem Chemikalienrecht ausgenommen, d.h. sie tragen KEINE Gefahrensymbole, MÜSSEN jedoch u.a. mit der Liste der Bestandteile (INCI) gekennzeichnet sein. So haben die meisten Firmen ihre ÄÖ auf die Anforderungen der Kosmetik-Verordnung umgestellt (auch die besagten Firmen mit den „besonderen“ Ölen) und die Gefahrensymbole sind damit von den Etiketten der meisten Fläschchen verschwunden.

Also bitte auf den bestimmungsgemäßen Verwendungszweck des ÄÖ schauen und dann ist die Kennzeichnung kein Problem mehr! Bei ÄÖ mit „therapeutischen“ Qualitätsmerkmalen, wäre zu prüfen, ob diese ÄÖ nicht unter das Arzneimittelgesetz fallen und damit dann ein entsprechendes langes und kostenintensives Zulassungsverfahren durchlaufen müssten. Anbieter ätherischer Öle haben also die Freiheit, ihre Öle nach einer von vier Kategorien in Vertrieb zu bringen:

  • Kosmetikum
  • Lebensmittel
  • Bedarfsgegenstand/Bedarfsmittel
  • Arzneimittel

Auf den Fläschchen bzw beim Verkauf der Öle, die nach den drei ersten Kategorien gekennzeichnet sind, dürfen KEINERLEI therapeutische Aussagen gemacht werden.

Von den Hochdosierer-Firmen wird auch behauptet, dass ’nur unberührter Boden  bepflanzt wird‘. Wie viel unberührten Boden braucht es, für die Mengen an ÄÖ, die wie „Schüttgut“ verwendet werden (manchmal über 100 Tropfen unverdünntes ÄÖ für eine Rückenbehandlung)?! Wie viel Pflanzenmenge wird da tatsächlich verbraucht und wie viel ‚jungfräuliche‘ Erde muss dafür bereit stehen? Geschäft und Umsatz sollen kontinuierlich gesteigert werden, wie ist das vereinbar mit behutsam bewirtschafteter Erde? In einem Vertriebssystem, das auf Empfehlungsmarketing und Gewinnstufen basiert, ist nun mal das Streben nach maximalem Gewinn ein entscheidender Faktor. Viel Verbrauch – viele Dollar/Euro!

Inzwischen werden etliche ätherische Öle nach dem Lebensmittelgesetz zugelassen, diese unterliegen dann wieder anderen Vorschriften, diese brauchen beispielsweise auch nicht die Warnhinweise zu zeigen.

Zu diesem Themenbereich der Siegel und Warnhinweise kann auch auf Sabrinas Blog nachgelesen werden. Je besser und vielfältiger man sich informiert, desto mehr wird man zur/m mündigen Verbraucher/in und fällt nicht auf teures Märchenmarketing rein. Sabrina hat auch eine schöne (nicht vollständige!) Übersicht eingefügt, bei welchen ethisch denkenden und agierenden Anbietern wir einkaufen können.

Wie können wir unterscheiden lernen, was Märchenmarketing und was Tatsachen sind? Ja, beispielsweise durch ein klein wenig das Hirn einschalten und einer Destillation im Original, nicht im Labor oder Vorführraum, beiwohnen. Dann kommt ein natürlicher Respekt gegenüber dem Inhalt der kleinen ÄÖ Fläschchen und auch hinsichtlich der Dosierungen von ganz alleine. Hat man einmal miterlebt, wie viel Pflanzenmaterial für das ÄÖ benötigt wird und wie viel WASSER für die Destillation erforderlich ist (und das ist eine Größenordnung, da schluckt das ökologische Gewissen erst einmal sehr kräftig, vom Stromverbrauch ganz zu schweigen), schaut man mit viel mehr Respekt auf die ätherischen Öle. Wenn man sogar das Glück (und das Interesse) hat, sich anzuschauen, was vor der Destillation geschieht, nämlich aufwändiges pflanzen, jäten, beobachten und ggfs mit natürlichen Pflanzenschutzmitteln stärken, ohne abgasverbreitende Maschinen oder gar von Hand ernten, dann sollte jedem/r Anwender/in mit gesundem Menschenverstand ganz klar werden, wie wenig ätherisches Öl benötigt wird, um effektiv und menschenfreundlich beHANDeln zu können.

Auch das Bauchgefühl reden lassen ist eine Hilfe. Nicht nur ich werde häufig angeschrieben und angerufen von tief verunsicherten Menschen, die gerne ätherische Öle anwenden würden, denen jedoch auf Verkaufsveranstaltungen (mit vermeintlich naturheilkundlichem Hintergrund) mehrere „Bären aufgebunden“ wurden. Tief drinnen spüren sie, dass sie angelogen worden sind, und womöglich mit „preisgünstigen“ Einsteigersets oder gar Knebelverträgen in eine ungute Richtung gelockt worden sind. Auf Christines Blog kann ein fast amüsanter Beitrag zu dieser Duft-Benebelung (klick!) nachgelesen werden.

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In manchen Ländern dürfen Gebäude und Kunstwerke im öffentlichen Raum nicht auf gewerblich genutzten Fotos, auch wenn man sie selbst fotografiert hat, gezeigt werden. In Deutschland heisst das ‚Panoramafreiheit‘ und diese gilt NOCH. Ein Kunstwerk (egal ob aus Stoff, aus Ton, Bronze, auf Leinwand etc) darf selbst, wenn es von einem selbst fotografiert wurde, nicht im kommerziellen Rahmen abgebildet werden.

Das zweite große Jura-Thema rund um die Naturdüfte sind Abmahnungen und wilde Verletzungen des Urheberrechtes. Jeder Mensch, der ein Lesestück oder ein Musikstück schreibt, ein Foto macht, sich eine Zeichnung ausdenkt und zu Papier bringt, eine Melodie komponiert, eine Grafik anfertigt u.s.w. sollte auch im Zeitalter des Internet darauf vertrauen können, dass er das Recht als Urheber des Werkes hat und behält. Er/sie sollte sich darauf verlassen können, vor einem Klau seiner geistigen Idee geschützt zu sein.  So dass mit dem eigenen Werk auch Geld verdient werden kann.

Doch leider tendiert die eher nicht ganz so kreative Hälfte der Menschheit gerne mal dazu, das World Wide Web als Selbstbedienungsladen für geistiges Eigentum anderer zu sehen. Es ist beispielsweise haarsträubend, wenn ein recht großer Online-Shop (laut eigenen Angaben 2 Millionen Kunden und über 450 Mitarbeiter) sich – ohne jemals angefragt zu haben – eines Fotos aus meinem Blog bedient (oder von der Webagentur bedienen lässt), die abgebildete Pflanze für eine andere ausgibt, die Daten im digitalen Hintergrund des Fotos „ausradiert“ (beispielsweise meine Kameramarke und das Datum, an dem ich mein Bild geschossen habe), das Foto in seinen Shop einstellt und dann noch nicht einmal auf meinen Namen als Urheberin oder wenigstens auf meine Website als Quelle verweist. Geschweige denn, dass ich ein paar „Groschen“ dafür erhalten hätte.

So ähnlich ist es bereits mehrfach mit Fotos von mir passiert und auch schon mit Texten. Einmal wurde ein Text für einen Fernkurs ‚Aromatherapie für Hunde‘ sogar „kreativ“ 😦 umgestrickt: aus ‚Mensch‘ wurde ‚Tier‘, aus ‚Patient‘ wurde in dem kommerziell angebotenen Lehrgang ‚Hund‘. Einmal konnte ich eine „Ausbildung zur Aromatherapeutin“ bei Ebay kaufen, in der sich ein Text von mir befand, die „Ausbildung“ kostete unter 20 Euro, inklusive „Diplom“. Die oben stehende Übersicht von Piktogrammen ist auch ein Beispiel, von Urheberrecht: Die Piktogramme sind frei einzusetzen (denn sie wurden für möglichst viele Produkte in Auftrag gegeben), doch die Recherche der Beispiele aus unserer Branche habe ich zusammen getragen, die tabellenartige Zusammenstellung des Textes ist also mein geistiges Eigentum, wie auch dieser gesamte Artikel, den Sie gerade lesen,.

Auch als „kleine(r) Aromatherapeut/in“ sollte man keine Texte, (Pflanzen)Fotos oder Diagramme von KollegInnen übernehmen, ohne die AutorInnen bzw. UrheberInnen um Erlaubnis zu fragen (nur die Quelle anzugeben reicht nicht!). Streng genommen, also nach dem Urheberrecht, muss sogar mit jedem Urheber, also Copyright-Inhaber, ein Vertrag geschlossen werden. So macht es auch mein Verlag, wenn ich in meinem Fachbuch Pflanzen- oder Menschenabbildungen zeige, die nicht von mir fotografiert wurden: Jeder dieser Urheber wird angeschrieben und muss schriftlich seine/ihre Einwilligung für den Abdruck geben.

Es gibt keine absoluten Geldbeträge an die Urheber eines Werkes zu zahlen, vielmehr richtet sich der Preis nach Verbreitung (soll das Logo, die Grafik, das Foto, die Werbung oder die Website 100 Menschen, 10.000 Menschen oder möglichst die ganze Weltbevölkerung ansprechen (wie bei bekannten Limonademarken oder bei berühmten Fast-Food-Burgern), nach Art der Medien (nur auf Visitenkarten, auch auf Websites, dazu im Lokalblättchen, im Fernsehen etc), nach Länge des Zeitraumes der Verwendung und sogar nach Bekanntheitsgrad des Auftraggebers. Letztendlich ist jeder einzelne Posten Verhandlungssache.

Natürlich kann mir keiner verbieten, ein Foto oder eine Grafik aus dem Internet auszudrucken und an meine Wohnzimmerwand zu hängen, das ist private Nutzung. Aber ich darf diese eben nicht für geschäftliche Zwecke verwenden, ohne sie zu bezahlen und die Quelle vorschriftsmäßig anzugeben. Übrigens können Rezepte – sowohl für Kosmetik- und Ölemischungen als auch für kulinarische Schlemmereien, und auch körperliche Übungsabfolgen, etwa zur Muskelstärkung oder im Sinne von Yoga, nicht geschützt werden, diese unterliegen also nicht dem Copyright (Auskunft von einem meiner Verlage).

Freilich kann es passieren, dass man aus Versehen das Urheberrecht verletzt. Beispielsweise weil man nicht bemerkt hat, dass man durch eine technische Panne, etwa durch einen Computerabsturz und dem Löschen einer Quellenangabe, einen juristischen Fauxpas begeht. Oder man hat ein eher unsortiertes Archiv, in dem viele eigene, aber auch für den Privatgebrauch herunter geladene Dateien lagern. Man nimmt ganz arglos eine falsche Datei und veröffentlicht diese auf seiner Website oder auf seiner Shopseite. Solche Fälle sind ein gefundenes Fressen für inzwischen darauf spezialisierte „Urheberrechtsverletzungen-Jäger/innen“. Damit lässt sich übrigens gut Geld verdienen. Wenn man so eine geldpflichtige Abmahnung erhält, muss diese gar nicht vom Urheber ausgelöst sein: Es gibt Juristen, die sich auf das Abgrasen des WWW spezialisiert haben, manchmal unterstützt von Branchen-Insidern. Ich kenne KollegInnen, die wegen solcher Versehen auf ihren Websites viel Geld lassen mussten, einmal ging es sogar um mehrere Monatsgehälter. Darum warne ich regelmäßig vor dem gedankenlosen Umgang mit Fotos, Grafiken und anderen Infos, die einem nicht gehören. Es gibt auch keine Gnade, wenn man den Urheber nicht kennt. Dann einfach die Finger vom Werk lassen!

Infos zur Reduzierung der Panoramafreiheit können hier (klick!) nachgelesen werden, Infos zum Urheberrecht bezüglich der eigenen Website befinden sich auf einer kostenlosen Broschüre (Wert 12,90 €), die hier bei eRecht24 angefordert werden kann.

ätherische öle als wirksame helfer bei erkrankungen des nervensystems


duftmoleküle_in_äö_RegenbogenBeim Betrachten dieser Formeln steigen vor mir förmlich Düfte auf {zwar gibt es das „geistige Auge“, doch die „geistige Nase“ wäre ein passenderer Ausdruck}. Es kann vielleicht ein paar Jährchen dauern, bis man versteht, welches Heilungspotenzial sich hinter diesen Molekülen verbirgt, doch es lohnt sich! Viele dieser Moleküle sind in „offiziellen“ in der Apotheke erhältlichen Mittel eingearbeitet, manchmal (fast) so, wie die Natur sie vorgibt, manchmal etwas „kreativ“ verändert.

Umso erstaunter bin ich, dass man immer noch lesen und hören kann, dass ätherische Öle esoterischer Hokuspokus seien, dass sie allenfalls als Placebo wirken können, dass man einfach „dran glauben“ müsse. Liegt dieses Unwissen darin begründet, dass sowohl Journalisten als auch Mediziner zu sehr von anderen Informationen und Artikeln zugeschüttet sind und sich ständig durch diese kämpfen müssen? Dass die Gewinnoptimierung im Vordergrund steht und es darum als Zeitverschwendung gilt, sich mit diesen „billigen“ sekundären Pflanzenstoffen, die man ohnehin nicht patentieren kann, zu beschäftigen?! Oder liegt es an einer gewissen Faulheit Trägheit, sich mit wissenschaftlichen Texten, dazu meistens noch in englischer Sprache, auseinander zu setzen?

Eine wundervoll zusammengestellte Übersichtsarbeit über unzählige wissenschaftliche Arbeiten, welche die Wirkung und den sinnvollen Einsatz von ätherischen Ölen zur Linderung von Symptomen von unterschiedlichen Formen der Demenz aufzeigen, kann kostenlos runtergeladen werden (sonst kosten solche Arbeiten ab 35$ aufwärts): Neuroprotective and Anti-Aging Potentials of Essential Oils from Aromatic and Medicinal Plants von Mai 2017 (klick!, daraus stammt die oben abgebildete Formelsammlung). Themen dieser Arbeit sind:

  • Alzheimer und andere Demenzen
  • Gedächtnis und Lernen
  • Anti-Amyloid-Effekt auf die Nervenzellen
  • Umgang mit oxidativem Stress (der zu degenerativen Krankheiten führen kann)
  • Anxiolytische (angstlösende) Wirkung von ätherischen Ölen, auch bei Krebserkrankungen
  • Ätherische Öle bei Epilepsie und anderen Krampfleiden

Alle diese Gebiete sind mit über 100 wissenschaftlichen Arbeiten belegt, etliche sind zwar circa 10 Jahre alt, und gelten damit als historisch, doch auch neuere Arbeiten sind aufgelistet. Jedoch alle wurden in „peer-reviewed“ Fachzeitschriften veröffentlicht, stammen also aus hoch seriösen Quellen. Wer nicht so gut englisch kann: Es reicht auch bereits, wenn man die Tabelle auf den Seiten 5 und 6 studiert, da in Kürze mit Pfeilen gezeigt wird, welche Öle in welche Richtung (anregend oder bremsend) auf welche Körpersysteme wirken.

Zusammenfassend schreibt das Autorenteam aus Pakistan: „EOs are effective on almost all currently known pathological targets of AD. EOs also possess neuroprotective, anti-aging potentials and are effective in dementia, epilepsy, anxiety and other neurological disorders.“ („Ätherische Öle zeigen sich als wirksam bei fast allen bekannten pathologischen Ziele der Alzheimer-Demenz. Ätherische Öle besitzen auch neuroprotektive und anti-aging Eigenschaften, sie sind auch sinnvoll bei [anderen Formen der] Demenz, sowie bei Epilepsie, Angststörungen und anderen neurologischen Störungen.„)

Worauf warten wir dann noch??!!

blutverdünnung und ätherische öle


Aufgrund der immer wiederkehrenden Frage „Darf ich bei Menschen, die blutverdünnende Medikamente nehmen müssen, bestimmte ätherische Öle einsetzen?“ möchte ich heute zwei wichtige Artikel wiederholen. Zwei unserer in der Schmerztherapie gerne eingesetzten Naturdüfte sind nach wie vor umrankt von Gerüchten und falschen Warnungen. Eines ist das stimmungsaufhellende und stark analgetisch wirksame Wintergrünöl, das andere ist der wundervoll nach Vanille und Waldmeister duftende Tonkabohnen-Extrakt, dieser wirkt genauso perfekt in der Schmerztherapie, vor allem, wenn es um chronische Schmerzen geht, insbesondere wenn sie eine starke seelische Komponente aufweisen.

Bitte daran denken: Vorausgesetzt wir verwenden Naturdüfte allerhöchster Qualität, also nicht gepantscht oder sonstwie „aufgehübscht“, und wir arbeiten mit einer gut verträglichen physiologischen Verdünnung (0,5 bis maximal 5%), dann haben wir es mit Molekülen zu tun, die regulierend wirken. Sie weisen keinesfalls so „gnadenlose“ und gezielte Eigenschaften wie die diversen vom Menschen als lebensrettend designten Moleküle bzw Medikamente auf. Sie sind so gebaut, dass sie sehr konkrete Ziele im Organismus ansprechen, oft nach dem Motto „Friss oder stirb“. In der Naturheilkunde haben wir es meistens mit Multi-Target-Substanzen zu tun, es werden damit also unterschiedliche Ziele angesprochen und über einen gewissen Zeitraum dazu angeregt, sich selbst wieder ins Lot zu bringen. Darum kann man mit Naturheilkunde bei lebensbedrohlichen Krankheiten und Zuständen meistens nicht viel bewirken (so haben beide Richtungen im besten Sinne komplementär ihren Platz in der Medizin).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieTONKABOHNEN-EXTRAKT [Dipteryx odorata (Aubl) Willd.] :: Sein Hauptinhaltsstoff sind bestimmte Cumarine. Das ist eine recht große Molekülegruppe mit kleinen Variationen. Etliche sind natürlichen Ursprungs und kommen in diversen Leckereien wie Aprikosen (Marillen), Brombeeren, Erdbeeren, Datteln, Kirschen, in den Heilkräutern Salbei, Dill und Kamille vor sowie auch in dem bei uns Aroma-Fachleuten beliebtem und äußerst fein duftendem Tonkaextrakt. Es handelt sich meistens um 7-Hydroxycumarine (mit einer OH-Gruppe am SIEBTEN Kohlenstoff-Atom der Kette). Die licht-sensitivierenden und stimmungsaufhellenden sowie antitumoral wirkendenden Fur(an)ocumarine (wir kennen sie von Zitrusschalenölen, von Angelikawurzelöl und von Kreuzkümmelöl) und Dihydropyranocumarine gehören auch zu den Cumarinen. Eine weitere Bezeichnung für Cumarin lautet 2H-1-Benzopyran-2-on, es handelt sich um das zyklische Lakton einer entsprechenden Hydroxyzimtsäure-Verbindung.

Andere Cumarine werden von Chemikern gebaut bzw das Grundgerüst des in der Natur vorkommenden Cumarin-Moleküls wird verändert. Solche mit der OH-Gruppe am VIERTEN Kohlenstoff-Atom der Kette werden sowohl in der Medizin als auch bei der Schädlingsbekämpfung eingesetzt, sie wirken je nach Dosierung leicht oder stark blutverdünnend bzw antikoagolierend.

Die Fachautoren Dieter Loew, Hermann Hauer und Egon Koch erläutern Verwechslungen dieser zwei grundsätzlich unterschiedlich wirksamen „Designs“ von Cumarinen und halten fest: „Im Gegensatz zu den in der Natur weit verbreiteten an Position 3 und 4 nicht substituierten Cumarinderivaten besitzen Antikoagulanzien vom Cumarintyp eine OH-Gruppe an C-4, die die Voraussetzung für die antikoagulatorische Wirkung bildet, sowie eine lipophile Seitenkette an C-3, die verantwortlich für die Resorption und hohe Bioverfügbarkeit ist. Trotz dieser eindeutigen Erkenntnisse werden 3,4-unsubstituierten Cumarinderivaten aber immer wieder ähnliche gerinnungshemmende Effekte wie den oralen Antikoagulanzien vom Cumarintyp unterstellt.“ [Der Artikel in der Pharmazeutischen Zeitung ist zwar nicht mehr taufrisch, da von 2009, doch wirklich sehr lesenswert.]

Weil das später Warfarin getaufte Molekül in den frühen 1920er Jahren zum Tod von tausenden von Rindern in Nordamerika führte – sie verendeten an inneren Blutungen, wurde dieser Stoff erst einmal verteufelt. Man fand dann nach längerer Zeit heraus, dass der „sweet clover“ (süße Klee) durch Lagerung und die Infektion mit einem Pilz am Drama schuld war. Im verschimmelten Heu hatte eine Umwandlung des ungiftigen Cumarin im Heu in das gerinnungshemmende Dicoumarol statt gefunden, die Kühe konnten kein Prothrombin für die Blutgerinnung mehr bilden. Diesen Stoff stellte man dann im Labor her und er wurde als Antithrombotikum verschrieben, er hemmt die Verarbeitung von Vitamin K.

Noch größeren Erfolg hatte diese Substanz als Rattengift namens Warfarin und hatte dann ihren Negativ-Stempel weg. Am Menschen wurde sie erst wieder eingesetzt und für sicher befunden, nachdem ein Navy-Soldat versucht hatte, sich damit das Leben zu nehmen, jedoch durch die einfache Gabe von Vitamin K gerettet werden konnte. Der Name Warfarin kommt übrigens von WARF, der Wisconsin Alumni Research Foundation, diese finanzierte die Erforschung von synthetischen Blutgerinnungshemmern auf Cumarin-Basis, sie erhielten dann auch das Patent auf die Warfarin-Herstellungsmethode (drei schöne pharmazeutische Zufalls-Entdeckungs-Geschichten sind hier in Phlebologie 2/2014 nachzulesen, teils in deutsch, größtenteils in englisch).

Wir brauchen also in der verantwortungsvoll praktizierten Aromapflege, also mit Ölen und Extrakten bester (Bio-)Qualität, in physiologischen Verdünnungen (0,5-3%) sowie bei äußerer Anwendung keinerlei Angst haben, dass wir unsere PatientInnen schädigen. Und wir dürfen auch PatientInnen, die Marcumar und Warfarin einnehmen, mit den fein duftenden Tonka-Wölkchen umhüllen. Denn damit können wir helfen, körperliche und seelische Schmerzen deutlich zu lindern. Tonka ist erhältlich beispielsweise hochkonzentriert (50:50 in Alkohol) bei Feeling und 30-ig-prozentig in Alkohol bei Aromapflege-Farfalla [Auch der wundervoll marzipanig duftenden jedoch stark hautaggressive Cassiazimt enthält Cumarine, das ätherische Öl daraus auch, es wird jedoch höchst selten in der Aromapflege eingesetzt.]

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieWINTERGRÜNÖL [Gaultheria fragrantissima Wall. und Gaultheria procumbens L.]: Bei der ersten Veröffentlichung dieses Artikels erinnerte Dr. Erwin Häringer, Allgemeinarzt aus München daran: Die Acetylgruppe (in ASS-Schmerzmitteln) hat einen Einfluss darauf, wie und ob die Thrombozyten (Blutplättchen=Gerinnungszellen im Blut) verklumpen oder nicht, NICHT die Salicylsäure.

Wintergrünöl ist ein wirksames Schmerzmittel, es besteht fast nur aus Methylsalicylat. Dieser Stoff ist auch in vielen Schmerzsalben enthalten. Und doch gibt es einen Unterschied in der Anwendung. Erstens verwendet die Natur bei der „Herstellung“ von natürlichem Methylsalicylat keine (mindestens) drei Prozent an Trägerstoffen, wie sie im Labor meistens eingesetzt werden. Diese oft chlorierten Moleküle können bei sehr empfindlichen Menschen zu Unverträglichkeiten führen. Zweitens besteht natürliches Wintergrünöl aus einigen weiteren Inhaltsstoffen, welche auch eine Anti-Schmerz-Wirkung aufweisen, so dass man dieses therapeutischste aller üblicherweise erhältlichen ätherischen Öle nicht sehr hoch dosieren muss:

  • Alpha-Pinen 0,40%
    Myrcen 0,20%
    delta-3-Caren 0,90%
    Limonen 0,50%
    Methylsalicylat 97,40%
    3,7-Guaiaden 0,10%
    delta-Cadinen 0,30%

Man SOLL ES GAR NICHT HOCH dosieren, man darf sich als medizinischer Laie immer im Verdünnungsbereich um 1 Prozent bewegen, denn Methylsalicylat kann sehr leicht durch die Haut eindringen und sich im Körper anreichern. Dennoch wird eine großzügige Anwendung des unverdünnten Öles regelmäßig von zwei us-amerikanischen Ätherisch-Öl-„Konzernen“, die auch in Europa immer mehr Fuß fassen, empfohlen und für die Anwendung durch Laien verharmlost. Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieLange Jahre schreckten us-amerikanische Warnungen bezüglich Methylsalicylat in Wintergrünöl AromatherapeutInnen vom Gebrauch dieses nützlichen Öles ab. 14 g Wintergrünöl – innerlich verwendet – können bereits tödlich wirken, für ein Kind wirken geschluckte 4 ml tödlich. Die IFRA (International Fragrance Research Association) lehnt es für die Parfümherstellung ab. Dennoch ist es für den menschlichen Konsum zugelassen. Der medizinisch-frische Geschmack und Geruch von Wintergrün bzw.(synthetischem) Methylsalicylat ist in den USA fast omnipräsent. Fast allen Zahnpastamarken, dazu Mundwässern, Softgetränken (beispielsweise Root Beer, Foto links), Kaugummis und vielen anderen Süßigkeiten verleiht Wintergrün den typischen Geschmack. Man könnte sagen, dass diese Geschmacksnote der europäischen Vorliebe für Menthol in Zahnpasten, Mundwässern, Kaugummis, Zigaretten und vielen anderen Dingen entspricht. Meistens wird das süßlich-frische Aroma den Produkten in synthetischer Form beigemischt. So dass es viele dokumentierte Vergiftungsfälle gibt, in denen eine Überdosierung von Methylsalicylat eine Rolle spielt. Wintergreen_poisoning_Arielle_NewmanInsbesondere wenn immer wieder über 40% der Körperoberfläche mit diesem starken Wirkstoff bedeckt sind (beispielsweise durch regelmäßige und großzügige Anwendung einer Salbe), besteht Vergiftungsgefahr. 2007 erlangte die 17-jährige us-amerikanische Sportlerin Arielle Newman traurige Schlagzeilen, weil sie an einer Überdosis einer bekannten Schmerzsalbe verstarb. Man muss bedenken, dass 1 Teelöffel (5 ml) Wintergrünöl etlichen Aspirintabletten entspricht (wenn sich auch die Hauptinhaltsstoffe nicht gleichen, sondern nur ähnlich sind).

Der Wirkstoff Methylsalicylat liegt übrigens in der frischen Pflanze so nicht vor, er entsteht erst durch Antrocknen der Blättchen und anschließender Wasserdampfdestillation aus dem Molekül Gaultherin.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNun aber endlich zur guten Nachricht: Wendet man Wintergrünöl in einer in der Aromatherapie üblichen Verdünnung von 0,5-1 Prozent bei akuten Schmerzzuständen an, hat man damit eines der schmerzstillendsten Öle überhaupt zur Verfügung. Es ist aus der natürlichen Therapie von Fibromyalgie (Weichteilrheumatismus) kaum noch weg zu denken. Denn es hat gleichzeitig eine seelisch entspannende Komponente, die bei dieser Erkrankung, welche durch psychogene Faktoren verstärkt wird, für die ganzheitliche Therapie wichtig ist. Auch aus der Seniorenpflege ist dieses Öl nicht wegzudenken. Denn es kann bei vielen altersbedingten „Zipperlein“ schnelle Hilfe geben. Man mischt in diesem Fall beispielsweise 10 ml Johanniskrautmazerat mit 1-2 Tropfen Wintergrünöl, 1-2 Tropfen Lavendel und 1-2 Tropfen Cajeput (je nach Empfindlichkeit des älteren Menschen). Hier bei Feeling (klick!) kann man Wintergrünöl pur bestellen. Wer nicht mischen mag oder kann und eine perfekte Mischung sucht, kann die feine „Gelenkeinreibung“ von Primavera hier (klick!) bestellen. Handelsübliche (nicht-bio) Apotheken-Präparate sind mit fünf bis sogar dreissig Prozent deutlich höher dosiert und wirken aufgrund ihres Counter-Irritant-Effektes: die Haut wird gereizt und stark durchblutet und es kommt zu einer verminderten Wahrnehmung der Schmerzen. Aspirin und ähnliche Medikamente mit Acetylsalicylsäure haben eine stark schleimhautschädigende Wirkung, so dass sie für viele Menschen nicht magenverträglich sind. Sie können auch nicht durch die Haut aufgenommen werden. Die kleine Methylgruppe am Molekül macht den Unterschied. Dadurch, dass sie das Molekül um ein C-Atom und um drei H-Atome „bereichert“, wird es fettlöslicher und kann dann von der Haut resorbiert werden. Enzyme in der Haut können diese Methylgruppe wieder abspalten, so dass die schmerzlindernde Salicylsäure in Aktion treten kann. Ich habe bereits hier (klick!) ausführlich über das Öl berichtet. Vergiftungserscheinungen wegen einer zu hohen (vor allem inneren) Aufnahme: Verwirrtheit, Erbrechen, schnelle Atmung, Fieber, hoher Blutdruck, epilepsie-artige Krämpfe, Koma.

Ich hoffe, ich konnte mit dieser erläuternden Wiederholung, etwas Licht in dieses aromapflegerische Dunkel bringen. So dass wir Schmerzpatienten, egal was sie für sonstige Medikamente nehmen müssen, etwas Gutes tun können, indem wir ihnen diese zwei wundervoll hilfreichen und fein duftenden Stoffe nicht vorenthalten. Danke D. für die Inspiration!!!!!

ätherische öle zur zeckenabwehr


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIn Deutschland sind circa zwanzig Zeckenarten bekannt, einige davon sind selten und sogar lediglich vorübergehend „zu Besuch“. In dieser Vielfalt könnte ein Grund liegen, dass hausgemachte Anti-Zeckenmittel mal sehr gut schützen und dann wieder gar nicht.

Zecken benutzen circa 100 Chemorezeptoren an ihren Beinen zum Erriechen von Duftmolekülen, so dass sie wissen: Hier ist ein leckerer Wirt zum Anstechen gefunden. Buttersäure als Bestandteil unseres Schweißes, auch Ammoniak, Kohlendioxid und Milchsäure finden die winzigen Tierchen besonders appetitlich. Diese Gerüche verströmen wir besonders intensiv, wenn wir eine Tendenz zur Übersäuerung haben, also eher ungesund leben. Laurinsäure in nativem Kokosfett dagegen scheinen sie abscheulich zu finden, darum ist es eines der verträglichsten und hautpflegendsten Abwehrmittel, es kann pur oder mit maximal 3 Prozent ätherischen Ölen angereichert werden.

Etwa ein Viertel der Zecken in Deutschland tragen Borrelien (schraubenförmige, gramnegative Bakterien aus der Gruppe der Spirochäten) in sich, jedoch nicht alle Erreger lösen die gefürchtete Borreliose aus.

Am häufigsten befällt die Schildzecke Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus) den Menschen. Wenn dieser Winzling ein Opfer gerochen hat, spaziert er bisweilen noch einige Stunden auf ihm herum – bis ihm eine Stelle passt, die so richtig fein für seine vampirische Tätigkeit gut geeignet ist, oft handelt es sich um dünnhäutige und weiche Körperstellen. Dann gräbt der Holzbock mit seinem verlängerten, hakenbewehrten Kopfteil regelrecht – er beißt nicht und er sticht auch nicht. Er gibt gerinnungshemmend und narkotisch wirksamen Speichel in die entstehende Gewebegrube ab, so dass Mensch und Tier die Attacke oft gar nicht erst bemerken. Die beschädigten Blutgefäße sondern Blut ab, das dem unappetitlichen Tierchen als Mahlzeit dient.

Recht häufige Schildzeckenarten sind auch die Igelzecke (Ixodes hexagonus) und die Schafzecke (Dermacentor marginatus). Im Süden Deutschlands kann uns auch die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) lästig werden. Andere Zecken-Arten leben vorwiegend an Vögeln und interessieren sich nicht besonders für den Menschen.

Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) ist weltweit die am häufigsten anzutreffende Art, die beim Menschen „anbeißt“, ihr ist es in Deutschland jedoch nicht warm genug, so dass sie nicht dauerhaft aktiv ist. Viele Zeckenarten vertragen Frost bis zu minus 20 Grad; ab fünf bis sechs Grad plus werden sie gerne aktiv. Früher belästigten uns diese Viecher nicht im Winter, da sie dann Ruhe hielten, nun sind sie leider ganzjährig eine Gefahr – bedingt durch die Erderwärmung.

Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) ist in Europa auch eine verbreitete Krankheitsüberträgerin. Darum untersuchten Forscher der Coventry University in Großbritannien mit Wissenschaftlern aus Slowakien elf ätherische Öle zur Verschreckung dieser Milbentierchen, sie wurden auf ein und drei Prozent runter verdünnt.

  • Basilikum (Ocimum basilicum)
  • Bergamotte (Citrus bergamia)
  • Gewürznelke (Syzygium aromaticum)
  • Citronella (Cymbopogon winterianus)
  • Quendel (Kriechender Thymian) (Thymus serpyllum)
  • Echter Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Zitroneneukalptus (Eucalyptus/Corymbia citriodora)
  • Majoran (Origanum majorana)
  • Pfefferminze (Mentha piperita)
  • Spearmint (Mentha spicata)
  • Thymian (phenolische Chemotypen von Thymus vulgaris)

Gewürznelkenöl, Quendelöl und das phenolische Öl des Thymians waren die effektivsten Mittel: 83, 82 und 68% der Zecken wurden abgehalten. Die Mischung aus Quendel und Citronella (je 1,5%) zeigte eine stärkere Abwehrwirkung (91%) als einzelne ätherische Öle bei einer Verdünnung von 3% [Štefanidesová K, Škultéty Ľ, Sparagano OAE, Špitalská E. The repellent efficacy of eleven essential oils against adult Dermacentor reticulatus ticks. Ticks Tick Borne Dis. 2017 Jun 15].

Mehr Informationen, Tipps und Rezepte gibt es hier bei Vivere. In den Seiten der Aromatherapie-Facharbeit ‚Anwendung ätherischer Öle bei Schmerzpatienten mit Spät-Borreliose – drei Fallbeispiele‘ (Oktober 2013) meiner Kollegin Anja Maurer kann hier bei Aromacampus geblättert werden. Übrigens: NIEMALS eine in der Haut fest steckende Zecke mit Pflanzenöl, Butter oder gar Pfefferminzeöl beträufeln. Sie wird sich wehren und im Todeskampf ihren möglicherweise infizierten Speichel verstärkt abgeben. Also Finger weg von solchen Ammenmärchen!

hilfen für demenziell veränderte menschen


Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

Im Verlauf einer demenziellen Erkrankung kommt es bei den Betroffenen immer mehr zu Einschränkungen in den kommunikativen Fähigkeiten wie auch in den Alltagskompetenzen.
Persönliche Bedürfnisse, Ängste, Gefühle der Überforderung wie häufig auch Schmerzen des Erkrankten können nicht mehr verbal mitgeteilt werden, sondern finden ihren Ausdruck in einem veränderten Verhalten.
Dieses kann sich in abwehrenden, agitierten oder auch als aggressiv bezeichneten Verhaltensweisen äußern und das Miteinander im Pflegealltag stark belasten. 
Das gezeigte herausfordernde Verhalten der Patienten führt  in stationären Einrichtungen  oft zum Einsatz von Psychopharmaka.

Doch gerade diese Patientengruppe reagiert sehr sensibel auf den Einsatz von Neuroleptika, ernste gesundheitliche Beeinträchtigungen können die Folge sein. Was lässt sich im Gegenzug tun? 
Die Arbeit mit ätherischen Ölen findet in der Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenz immer mehr Beachtung. 
Studien und Erfahrungsberichte können heute bestätigen, dass der Einsatz unterschiedlicher aromapflegerischer Anwendungen bei Unruhe und Erregtheit sehr positiven Einfluss auf die psychische Befindlichkeit des an Demenz erkrankten Menschen nimmt und ihm/ihr zu deutlich mehr Wohlbefinden und seelischer Entspannung verhilft (Eva Maria Anslinger)
.

Einfühlsamer Kontakt auf Augenhöhe bei Menschen mit Demenz, kann den Alltag sowohl in der häuslichen, als auch in der stationären Pflege einfacher machen. Solche Gespräche können eine verblüffenden Wirkung erzielen, denn es ist nicht immer einfach, den richtigen Zugang zu Menschen mit einer demenziellen Erkrankung zu finden. Wenn der Vater die eigene Tochter nicht mehr erkennt, nicht mehr zeitlich und örtlich orientiert ist, Angehörige des Diebstahls bezichtigt ist es schwierig die richtigen Worte zu finden, damit die Situation nicht eskaliert.

Wertschätzendes Verhalten und eine sensible Kommunikation ermöglicht den Zugang zu Menschen mit Demenz. Wir Gesunde können nicht erwarten, dass der an Demenz erkrankte Mensch uns versteht, vielmehr müssen wir uns in seine derzeitige Situation versetzen, um ihn und sein Verhalten besser zu verstehen und um damit umgehen zu können.

Weiterbildung

Sowohl Pflegende, als auch betroffene Angehörige können an einem 2-tägigen Workshop im gemütlichen und landschaftlich wunderschön gelegenen Blockhaus der Vivere-Schule für Aromatherapie und Aromapflege (westlich von Koblenz, bei Idar Oberstein, nah beim Flughafen Frankfurt-Hahn, auch nicht allzu weit von Luxemburg) viel über die einfühlsame Kommunikation erfahren und in Übungsbeispielen erlernen. Auch die Aromapflege bietet sowohl den Pflegenden, als auch den an Demenz erkrankten Menschen eine Vielzahl an Möglichkeiten um in Kommunikation zu treten. Es ist den beiden erfahrenen Referentinnen eine Herzensangelegenheit, dass die Arbeit für Pflegende mit demenziell erkrankten Menschen nicht nur als Belastung, sondern auch als Bereicherung empfunden werden kann, dass Pflegende besser das Verhalten von diesen Patienten verstehen und lernen, damit umgehen zu können, dass für alle am Pflegeprozess Beteiligten (Patienten, Angehörige, Pflegende) ein Gefühl von gegenseitigem Vertrauen und Verständnis entsteht.

Inhalte

  • Grundlagen und Grundprinzipien für einen wertschätzenden Umgang
  • Non-verbale Kommunikation bei Menschen mit Demenz
  • Die gute Kontaktaufnahme am Krankenbett /Aspekte von Vertrauen und Sicherheit
  • Richtig kommunizieren bei altersbedingten Einschränkungen und Erkrankungen der Sinnesorgane
  • Die Bedeutung generationsspezifischer Prägungen für den kommunikativen Umgang in der Pflege
  • Verständnisvoller Umgang bei Realitätsverlusten des Patienten
  • Einfühlsam kommunizieren mit anderen Erlebenswirklichkeiten

Anwendungen aus der Aromapflege

  • Duftbiografie/ Duftanker setzen
  • Hilfen bei Hilfen bei Unruhe, Erregtheit, Wut,
  • Hilfen bei Angst und Ängstlichkeit
  • Hilfen bei Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, depressiven Verstimmungen, Traurigkeit
  • Einreibungen, Auflagen, Duftkompressen,
  • Teilbäder wie Hand- und Fußbäder
  • Hilfen aus der MediAkupressur ® 

Pflegekonzept bei alten und demenziell erkrankten Menschen
Alte Menschen leiden oft unter vielen unterschiedlichen Erkrankungen oder auch Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität), bekommen viele unterschiedliche Medikamente (Polymedikation) und sind durch vorhandene funktionelle Einschränkungen belastet. Gerade dadurch treten nicht-medikamentöse Therapien bei an Demenz Erkrankten immer öfter in den Vordergrund. Die Wirkung der Aromatherapie konnte in einigen Studien belegt werden, beispielsweise:

  • Mit dem Einreiben von verdünntem Melissenöl konnte in einer placebokontrollierten Studie an 72 Menschen mit schwerer Demenz gezeigt werden, dass bei 60% der Patienten nach vier Wochen dieser Anwendung auf Gesicht und Arme eine 30%ige Verbesserung der Unruhezustände zu verzeichnen war.  [Ballard, C.G.; O’Brien, J.T.; Reichelt, K., Perry, E.K.: Aromatherapy as a safe and effective treatment for the management of agitation in severe dementia: the results of a double-blind, placebo-controlled trial with Melissa. in J Clin Psychiatry. 63/7, Juli 2002].
  • Bei Senioren mit Schlafmedikation wurde der Schlaf untersucht. Danach beobachtete man, wie sie ohne die  Medikamente schliefen (schlecht), anschließend inhalierten sie mit Lavendelöl. Der Schlaf war wieder genau so gut wie mit den Schlafmedikamenten. [Hardy M, Kirk-Smith M, Strech D: Replacement of drug treatment for insomnia by ambient odour. Lancet 346:701· 1995]

Zu den sehr häufig verabreichten Medikamenten bei alten Menschen zählen Benzoediazepine, diese werden eingesetzt als Antidepressiva, Neuroleptika und bei der Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen. Sie haben jedoch erhebliche Nebenwirkungen, z.B. unterdrücken sie die Tiefschlafphase, was wiederum verhindert, dass der Schlaf als erholsam  empfunden wird. Daraus resultiert, das der Patient sich müde fühlt, traurig (depressive Verstimmungen) ist, Schwindelgefühle können auftreten, diese wiederum begünstigen das Sturzrisiko ………

Bei Schlafstörungen bietet uns die Aromatherapie viele Möglichkeiten der Unterstützung. In einem von mir betreuten Pflegeheim in Andernach berichteten mir die Pflegekräfte bei der letzten Schulung von schönen Erfolgen mit Lavendel-Waschungen, Einreibungen und warmen Handwickeln. Bei einer Bewohnerin wurde die Schlafmedikation vom Hausarzt sogar abgesetzt. Die Bewohnerin nimmt wieder am Leben teil, fühlt sich ausgeschlafen und ausgeglichen.

Lavandula angustifolia zählt zu den ätherischen Ölen, die am besten erforscht sind.
Ätherische Öle, welche Ester, Linalool (Monoterpenalkohol) oder Sesquiterpenverbindungen enthalten wirken unter anderem entspannend, beruhigend und schlaffördernd. Sie können als Badezusatz, Einreibung oder Inhalation angewendet werden und das (bei richtiger Dosierung) ganz ohne Nebenwirkungen!

5 Kopie

Pflegeöl bei Schlafstörungen:

  • 50 ml Johanniskrautöl
  • 5 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
  • 4 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
  • 3 Tropfen Narde (Nardostachys jatamansi)
  • 2 Tropfen Majoran (Origanum majorana)
  • 3 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)

 Sinnesbiographie

In Alten- und Pflegeheimen in Deutschland werden immer mehr Angebote für demenziell erkrankte Menschen geschaffen, um ihnen ihre Würde und ihre Selbständigkeit so lange wie möglich zu erhalten und zu verbessern.

Mit ätherischen Ölen haben Pflegekräfte eine wundervolle Möglichkeit die Erkrankten auf „sinnliche“ Weise vielfältig zu „berühren“. Das Leben der Bewohner besteht nicht nur aus ihrer Akte und Pflegeplanung, aus Daten und Fakten, die Vergangenheit wird oftmals erst wieder lebendig durch die verschiedensten Sinneseindrücke.

Zu einem der wichtigsten Sinneseindrücke gehört das Riechen, denn in unserem „Riechhirn“ dem limbischen System, werden alle „Geruchserinnerungen“ gespeichert. So kommt es auch, dass wir z.B. beim Geruch von Zimt, Mandarine, Vanille & Co. unweigerlich an die Weihnachtszeit erinnert werden. Viele Kindheitserinnerungen werden geweckt und ein wohliges Gefühl ausgelöst.
Umgekehrt kann es sein, dass der Duft von Lavendel uns an die Seife der ungeliebten Tante erinnert, die bei jedem Besuch ein Küsschen wollte…….

Biographiearbeit in Verbindung mit ätherischen Ölen – duftende Erinnerungen

… Nichts ist drinnen, nichts ist draußen: Denn was innen, das ist außen. So ergreifet ohne Säumnis Heilig öffentlich Geheimnis… (J.W. Goethe)

Naturreine ätherische Öle wirken auch, wenn sie nicht bewusst wahrgenommen werden: Prof. Hildebert Wagner (Direktor des Instituts für pharmazeutische Biologie an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität) wies in Versuchen mit gesunden Personen und Probanden ohne Geruchssinn (Anosmie) nach, dass z.B.  durch Einatmen von Rosmarinöl bei beiden Gruppierungen die Durchblutung des Gehirns gesteigert wurde.

Im Rahmen der Aromapflege bei demenziell Erkrankten ist eine „gute“ Biographie Arbeit durchaus sinnvoll – hierbei kann herausgefunden werden, welche Gerüche der Patient besonders gerne gerochen, bzw. welche er abgelehnt hat. Diese Kenntnisse können im Rahmen der Pflegeplanung mit einbezogen werden. Dadurch kann auch die Stimmung des Patienten positiv beeinflusst werden.

Anwendungsmöglichkeiten bei:
•   Ängsten
•   Unruhe
•   Schlafstörungen
•   Herausforderndes Verhalten
•   zur Steigerung des Wohlbefindens
•   als Duftanker -> in Verbindung z.B. mit Basaler Stimulation oder der Duftkommunikation
•   in der Sterbebegleitung

Handbäder

die „einfache“ alternative zu aufwändigen Fußbädern
Durchführung: einfach; Zeitaufwand: mäßig 
:: aktivierend: Rosmarin cineol, Lavandin, Pfefferminze, Wacholderbeere
:: beruhigend: Lavendel fein, Rose, Rosengeranie, Kamille römisch, Palmarosa, Neroli 10 %, Melisse 10 %
:: erwärmend: Ingwer, Benzoe, Tonkaextrakt, Vanilleextrakt
stärkend: Zeder, Narde Vetiver, Patchouli, AngelikawurzelFolie2

Kompressen

  • zur Schlafförderung mit Lavendel fein, Melisse 10 %, Rose, Petit Grain
  • bei Ängsten und Unruhe mit Melisse 10 %, Lavendel fein, Kamille römisch, Neroli 10 %

Rezeptur für eine Ölkompresse bei Unruhe

  • 1 Eßl. Pflanzenöl (z.B. Johanniskrautöl)
  • 2 gtt. Melisse 10 % (Melissa officinalis)
  • 1 gtt. Neroli 10 % (Citrus aurantium ssp aurantium)

Dieser Text und die Rezepte stammen vom sehr empfehlenswerten Blog von Sabrina Herber (klick!), die in ihrer Schule für Aromatherapie und Aromapflege regelmäßig Fortbildungen zu unterschiedlichsten Themen rund um die ätherischen Öle anbietet. Mehr Infos zu diesen zwei Tagen (28. und 29. August 2017) gibt es hier (klick!).

ätherische öle in der palliativpflege – eine deutsche studie


Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

Können ätherische Öle das Befinden von Patient/innen mit Tumorerkrankungen beeinflussen? Um das zu untersuchen, schaute sich eine Gruppe von deutschen Forschern aus der J. W. Goethe Universität in Frankfurt/Main (Working Group Integrative Oncology), aus der Universität Jena und aus der Klinik für HNO-Erkrankungen, Kopf-Hals-Chirurgie Nordhausen an, ob Stimulationen mit ätherischen Ölen überhaupt physiologische Reaktionen hervor rufen können.

Das wurde zwar an der Uni Wien bereits eingehend untersucht und mit positiven Antworten ausgewertet, jedoch wurden die Riechimpulse meines Wissens nach nur (oder vorwiegend) an gesunden Freiwilligen untersucht. Prof. Dr. Buchbauer, Dr. Eva Heuberger und Tapanee Hongratanaworakit waren auf diesem Gebiet bereits sehr aktiv, hier kann eine Liste solcher und anderer Publikationen eingesehen werden. Man kann eine spannende diesbezügliche Arbeit, sogar doppelblind, also ohne Riechimpulse durchgeführt, herunterladen: Autonomic and Emotional Responses after Transdermal Absorption of Sweet Orange Oil in Humans. Prof. Dr. Buchbauer ist Mitherausgeber des umfassenden Fachbuches Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis, ansonsten gibt es zahlreiche englischsprachige Texte von ihm (dieses dicke Fachbuch habe ich 2013 hier ausführlich rezensiert).

In der neuen randomisierten, kontrollierten Studie wurden sowohl gesunde Probanden (10 Personen = Kontrollgruppe), als auch Palliativpatient/innen mit (15 Personen) und ohne Bewusstsein (5 Personen) angeschaut. Sie rochen entweder Zitronenöl oder Lavendelöl oder als Kontrolle Wasser. Als physiologische Parameter überwachte man die Atem- und Herzfrequenz, die Sättigung des Blutes mit Sauerstoff, den systolischen und den diastolischen Blutdruck.

Gesunde Testpersonen reagierten auf Zitronenöl mit einer signifikanten Steigerung der Atemfrequenz, der Herzfrequenz und des diastolischen Blutdrucks, während Lavendelöl bei ihnen eine signifikante Reduktion der Atemfrequenz auslöste. Bei den anderen Parametern war kein signifikanter Unterschied messbar.

Patient/innen mit und ohne Bewusstsein reagierten dagegen bei allen Parametern mit Steigerungen bei Zitronenöl und Verminderung bei Lavendelöl. Lediglich bei der Sättigung des Blutes mit Sauerstoff erfolgte keine signifikante Veränderung. Ob jemand aus der Patientengruppe bei Bewusstsein war oder nicht: Es konnte kein signifikanter Unterschied in den Reaktionen gemessen werden. Beim Kontrollstimulus (Wasser) konnten keine signifikanten Reaktionen gemessen werden. Alle Reaktionen waren sehr kurz und konnten nur während des Stimulus gemessen werden.

Die Forscher schließen aus diesem kleinen Experiment, dass gesunde Probanden anders reagieren als Palliativpatient/innen, egal ob sie bei Bewusstsein sind oder nicht.

Goepfert M, Liebl P, Herth N, Ciarlo G, Buentzel J, Huebner J. Aroma oil therapy in palliative care: a pilot study with physiological parameters in conscious as well as unconscious patients. J Cancer Res Clin Oncol. 2017 Jun 20

die rolle von ätherischen ölen bei resistenten bakterien


Adnane_Remmal_EPO

Der marokkanische Pharmazeut Professor Adnane Remmal gewann dieser Tage (15. Juni 2017) den European Inventor Award 2017, ihm wurden nach seiner Nominierung mehr als 119 000 Online-Stimmen gegeben. Die Verleihungs-Zeremonie im Arsenale di Venezia wurde vom Präsidenten des Europäischen Patentamtes EPO Benoît Battistelli und Carlo Calenda, dem italienischen Minister für Wirtschaftliche Entwicklung eröffnet, circa 600 Gäste vieler Branchen aus Politik, Business, Geistiges Eigentum und Wissenschaft waren anwesend.

So neu ist seine Arbeit für Insider zwar nicht, doch er hat es geschafft, eine clevere Kombination aus (nicht mehr wirklich wirksamem) Antibiotika und Inhaltsstoffen aus ätherischen Ölen wie Carvacrol und und einem Inhaltsstoff aus dem Eukalyptus zu patentieren und zu vermarkten (vermutlich handelt es sich um 1,8-Cineol, da diese Leitsubstanz der Eukalyptusblätter schon seit Längerem als so genannter Penetrationsverstäker genutzt wird) . Sein Patent EP1879655 (B1) lautet „Pharmaceutical composition comprising an anti-bacterial agent and an active ingredient selected from carveol, carvacrol, alpha-ionone, beta-ionone, and thymol“: es ist hier nachzulesen, ein kurzes englischsprachiges, hübsch anzuschauendes Video kann bei Youtube angeschaut werden.

„Adnane Remmal’s Innovation bietet ein neues Werkzeug im Kampf gegen die wachsende Bedrohung durch antibiotika-resistente Mikroben“ sagte der Präsident des EPO. „Seine Arbeit zeigt, dass traditionelle Antibiotika und natürliche ätherische Öle zum Zweck der besseren Wirksamkeit kombiniert werden können. Durch seine Arbeit hilft Remmal auch, die pharmazeutische Entwicklung in seinem Heimatland Marokko vorwärts zu bringen.“

Der engagierte Forscher selbst sagt: „Auch bevor ich ein Wissenschaftler wurde, war ich davon überzeugt, dass aromatische Pflanzen pharmazeutisch aktive Inhaltsstoffe enthalten“. Seit der Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verwendete der Pharmakologe ätherische Öle von marokkanischen Pflanzen, um die antibakterielle Wirkung von Antibiotika zu verstärken. Bereits 2014 erhielt der an der Sidi Mohamed Ben Abdellah Universität in Fez arbeitende Forscher ein Europäisches Patent für sein Antibiotika-Verstärker-Mittel, dass sich derzeit in letzten Phase erforderlicher klinischer Experimente (an Menschen) befindet. Es wird erwartet, dass das Medikament Ende 2017 auf dem (marokkanischen) Markt erhältlich sein wird [ob sich die Pharma-Riesen in anderen Ländern sich dieses viel versprechende Geschäft weg nehmen lassen, sei noch dahin gestellt :-/ ].

Mit der Mischung aus Antibiotika und natürlichen Ätherische-Öle-Bestandteilen wird eine Behandlungsmöglichkeit geschaffen, die stärker ist als die Summe der einzelnen Bestandteile. „Dieser Mix ist auch etwas, dass die zähesten Mikroben der Welt bislang noch nicht gesehen haben – stark genug um multiresistente Keime los zu werden, welche derzeit für 700 000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich sind“ so die Pressemeldung des Europäischen Patentamtes. Das (oder auch mehrere neue) Mittel sollen recht preiswert werden, denn die natürlichen Inhaltsstoffe sind bekannt und gut verfügbar, sie sind auch bereits gut untersucht. (Quellen: englischsprachige Pressemeldung des EPO und französischsprachiger Beitrag in Capital), danke Anne-Laure für den Hinweis auf dieses wichtige Thema!). Inzwischen ist der deutschsprachige Text des EPO wieder verfügbar, den Film habe ich nun auch auf deutsch gefunden.

Ganz neu ist das Thema – wie erwähnt – nicht, die damals 17-jährige Schülerin Ute Runkel hatte 2002 diese Synergie bereits vor vielen Jahren systematisch erforscht – zusammen mit Apothekerin Dorle Hamm aus Karlsruhe im Rahmen einer ‚Jugend forscht‘-Arbeit. Utes bemerkenswertes Werk kann hier runterladen werden [Achtung, man muss, wie dort unterhalb des Artikels erklärt, die nur fehlerhaft verlinkbare Adresse im Browser-Fenster korrigieren].

Ich erläuterte das Thema der synergistischen Zusammenarbeit von ätherischem Öl und Antibiotikum bzw nicht-antibiotischen Inhaltsstoffen von ätherischen Ölen bereits einmal in diesem Blogbeitrag. Beide Substanzen bilden eine hervorragende Synergie, Professor Adnane Remmal betont, dass Antibiotika wie ein Schlüssel wirken. „Sie machen die Tür vom Schloss auf. Wenn der Schlüssel nach einer Genmutation nicht mehr zum Schloss passt, wirken Antibiotika nicht mehr, der Keim ist resistent gegen das Gift. Ätherische Öle sind dagegen keine Schlüssel, die die Zellen aufmachen, sondern große Hammer, die die Türe kaputt machen.“

Wirklich prima, dass dieses Thema ein wenig mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit tritt, denn wir alle könnten irgendwann an einer lebensbedrohlichen Infektion leiden, und dieses Wissen dringend benötigen.

Ich empfehle darum seit Jahren, im Fall einer (drohenden) schweren bakteriellen Infektion, ätherische Öle zusammen mit einer antibiotischen Behandlung einzusetzen und auch bereits VOR dem Gang ins Krankenhaus anzuwenden, idealerweise als Einreibung eine Woche vorher und als Riechstift oder duftende Kompresse auf dem Kopfkissen oder direkt am Bett (um die Bettnachbarn nicht zu belästigen, sonst freilich auch als Raumspray). Perfekt wäre es, mit diese Maßnahme mit der rechtzeitigen Einnahme von inzwischen erhältlichen Oreganokapseln, zu ergänzen. Sie sind von Fairvital, dem belgischen Anbieter Pranarom und der britischen Nahrungsergänzungsmittel-Firma Higher Nature erhältlich, sie gehören definitiv zu den Mitteln, die ich für den Fall der Fälle immer im Haus habe. Foto A. Remmal: EPO

IN EIGENER SACHE Die Duft-Erlebnis-Wochen-Termine für 2018 stehen nun, die ersten Anmeldungen sind bereits eingetroffen, nicht zuletzt wegen eines schönen Artikels, der letzte Woche in diversen Tageszeitungen und auch in Spiegel Online über unsere Gegend und auch über unsere Arbeit erschienen ist. Ein herzliches Danke an Autorin Brigitte Geiselhart! Auch im aktuellen Magazin der Fluggesellschaft Swiss [#154 Juni 2017] ist unsere Arbeit Teil eines schönen Berichtes über Cork, die zweitgrößte Stadt der Grünen Insel, 65 km von unserer Gäste-Unterkunft entfernt, welche (in den Sommermonaten) nun endlich direkt von Zürich angeflogen wird. Ab Seite 16 hier im Artikel des Bordmagazins der Swiss kann über Südwest-Irland geträumt und studiert werden, auf Seite 32 stehen die „Meet-the-local-Tipps“ meines Mannes. Auch ein dicker Dank an Gero Günther und Peter Neusser für diesen hervorragenden Artikel!

Die Termine:

2018 AiDA Aromatherapy & Wanderlust
Datum Veranstaltungen 2018 :: in Bantry, Glengarriff und Adrigole, West Cork in Südwest-Irland
28.04. – 05.05.2018 Irland Wandern 1 :: Wandern und Erleben an Irlands Atlantikküste :: mit Markus Bäuchle und Team
05. – 12.05. 2018 Aromatherapie 1 :: Kräuterwandern & Hausapotheken-Workshop :: mit Eliane Zimmermann
12. – 19.05. 2018 Garten-Reise 1 :: Die besonderen Gärten an Irlands Atlantikküste :: mit Eliane Zimmermann und Team
19. – 26.05. 2018 Irland Wandern 2 :: Wandern und Erleben an Irlands Atlantikküste :: mit Markus Bäuchle und Team
26.05. – 02.06.2018 Natur-Retreat 1 ::  Erden und Zentrieren in der Stille der irischen Berge :: mit Markus Bäuchle und Team
02. – 09.06.2018 Aromatherapie 2 :: ‘Happy Düfte’ und Osmologie :: mit Christine Lamontain und mit Eliane Zimmermann
09. – 16.06.2018 Irland Wandern 3 ::  Wandern und Erleben an Irlands Atlantikküste :: mit Markus Bäuchle und Team
16. – 23.06.2018 Garten-Reise 2 :: Die besonderen Gärten an Irlands Atlantikküste :: mit Eliane Zimmermann und Team
16. – 23.06.2018 Berg-Wandern 1 :: Die Naturferien für geübte Wanderer :: mit Markus Bäuchle und Team
30.06. – 07.07.2018 Irland Wandern 4 :: Wandern und Erleben an Irlands Atlantikküste :: mit Markus Bäuchle und Team
07.– 14.07.2018 Garten-Reise 3 :: Die besonderen Gärten an Irlands Atlantikküste :: mit Eliane Zimmermann und Team
07.– 14.07.2018 Natur-Retreat 2 ::  Erden und Zentrieren in der Stille der irischen Berge :: mit Markus Bäuchle und Team
14.  – 21.07.2018 Aromatherapie 3:: Kräuterwandern & Hausapotheken-Workshop :: mit Eliane Zimmermann
21.– 28.07.2018 Irland Wandern 5 ::  Wandern und Erleben an Irlands Atlantikküste :: mit Markus Bäuchle und Team
28.07. – 04.08.2018 Aktiv-Ferien 1 :: Unterwegs in Irland zu Fuß, mit Fahrrad und Kajak :: mit Markus Bäuchle und Team
11.  – 18.08.2018 Irland Wandern 6 :: Wandern und Erleben an Irlands Atlantikküste :: mit Markus Bäuchle und Team
18. – 25.08.2018 Aromatherapie 4 :: Hydrolate und Öle für Kinder und sensible Menschen, Destillation :: mit Eliane Zimmermann
25.08. – 01.09.2018 Natur-Retreat 3 ::  Erden und Zentrieren in der Stille der irischen Berge :: mit Markus Bäuchle und Team
01.  – 08.09.2018 Aktiv-Ferien 2 :: Unterwegs in Irland zu Fuß, mit Fahrrad und Kajak :: mit Markus Bäuchle und Team
01.– 08.09.2018 Berg-Wandern 2 :: Die Naturferien für geübte Wanderer :: mit Markus Bäuchle und Team
08. – 15.09.2018 Irland Wandern 7 ::  Wandern und Erleben an Irlands Atlantikküste :: mit Markus Bäuchle und Team
Mehr Infos auf www.irland-wandern.de und http://www.blog.aromapraxis.de

Details zu Inhalten, Preisen, Anreisemöglichkeiten etc kommen im Spätsommer. Je nach Datum und Veranstaltung kosten diese Wochen ab 850 € (ohne Vollpension) jedoch inklusive 7 Übernachtungen, 7 Mal Frühstück, Transfers zu den Exkursionen bzw. Wanderzielen, Eintritte, bei manchen Wochen Bootsfahrten, Rohstoffe und Gefäße bei den Aromatherapie-Wochen; oder etwas mehr als 1000 € zusätzlich inklusive tägliche reichhaltige Picknickboxen für das Mittagessen sowie fünf Dreigänge-Abendessen; wir nehmen ab sofort unverbindliche Platzreservierungen an und auch Gutscheine zum Verschenken einer Veranstaltung sind zu haben: duftreisen [ät] aromapraxis [punkt] de (bitte korrekt schreiben, Spamschutz).

entzündungen und ätherische öle


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieAls ich vor vielen Jahren lernte, dass heutzutage viel mehr Krankheiten durch Entzündungen verursacht werden, als noch in meinem Heilpraktiker-Unterricht in den späten achtziger Jahren gelernt, so auch der Herzinfarkt oder sogar demenzielle Veränderungen, wurde mir so Einiges klar. Bereits eine einzige aromatherapeutische Behandlung kann in diese Richtung wirksam sein und so kann eine unmittelbare Verbesserung der unterschiedlichsten Symptome vom Kunden bemerkt werden. Insbesondere wenn ihre/seine unspezifischen Beschwerden aufgrund von entzündlichen Reaktionen im Körper ausgelöst worden waren. Worunter wir fast alle mehr oder weniger leiden, ob wir es bemerken oder nicht.

Wir tun in unserem modernen Leben so ziemlich alles, um ständig von Mikro-Entzündungen geplagt zu werden. Oft werden diese gesunden Reaktionen des Gewebes auf „Störenfriede“ wie denaturierte Nahrungsbestandteile, Ethanol und Aromen in Getränken und Speisen, Konservierungs- und Farbstoffe in Kosmetik, Giftstoffe in Kleidung und Haushaltsgegenständen, tägliches Essen von tierischen Produkten, die Einnahme bestimmter Medikamenten-Cocktails etc, CHRONISCH. Dazu Reaktionen auf Stress und ungute Lebensweisen, die auch pro-inflammatorisch (entzündungsfördernd) wirken können. In unserem Körper lodern also dauernd „Flammen“. Der Versuch der Korrektur, der Abwehr, des Erhaltes der Balance diverser Gesunderhaltungssysteme erlahmt mit der Zeit immer mehr. Wir werden schwer krank.

Ätherische Öle bzw. etliche ihrer Inhaltsstoffe dagegen wirken entzündungshemmend sind also ideale tägliche Begleiter für eine stabile Gesundheit. Ihre antiinflammatorischen Mechanismen sind bereits recht gut erforscht, die obige Grafik erläutert diese. Ein paar Beispiele für entzündungshemmend wirksame ätherische Öle:

  • Lavandula angustifolia, Echter Lavendel
  • Melaleuca alternifolia, Teebaum
  • Pelagonium graveolens, Rosengeranie
  • Myristica fragrans, Muskatnuss
  • Thymus vulgaris, Thymian v.a. Ct. Thymol und Ct. Carvacrol
  • Mentha spicata, Spearmint, Nanaminze
  • Cymbopogon flexuosus/citratus, Lemongrass
  • Salvia officinalis, Echter Salbei
  • Lemongrass, Cymbopogon flexuosus und C. citratus
  • Blaue Kamille, Matricaria recutita
  • Copaiva (Copaiba), Copaifera reticulata
  • Terpineol-4
  • Eugenol
  • Sesquiterpenlactone
  • Carvacrol
  • Matrizin und Azulen

Wer sich ein klein wenig mit den vielfältigen Inhaltsstoffen von ätherischen Ölen auskennt, sieht, dass die aufgeführten Inhaltsstoffe noch in vielen anderen ätherischen Ölen in kleinen oder großen Anteilen enthalten sind. Somit können wir mit fast allen Naturdüften den Entzündungstendenzen des modernen Menschen entgegen wirken.

Inspirationen und Quellen: Inoue S, Abe S. An invitation to anti-infectious aromatherapy. 1st ed., Fragrance Journal, Tokyo, pp. 141–224 (2011) Studie zu Terpineol-4 aus dem Jahr 2013  (klick!), Copaiba, Rose

dufte plakate zum freuen und lernen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNachdem auf Facebook der erste Ansturm auf drei Ätherische-Öle-Plakate, die Sabrina Herber und ich im Winter konzipiert und gestaltet haben, vorbei ist, zeige ich sie hier auf meinem Blog nun auch. In unseren Kursen besteht immer häufiger Bedarf an Lernmaterial, das Lernenden der Aromapflege und Aromatherapie hilft, schnell und angenehm die vielen Informationen rund um die duften Helferlein aufzunehmen und einzuordnen. Auch zur reinen Dekoration sind diese Plakate gut geeignet, sie können hübsch gerahmt werden und über dem Schreitisch oder einer anderen Stelle im Haus aufgehängt werden. So ein Plakat wäre sicher auch eine hübsche Geschenkidee für ein(en) Düfte-Freund(in).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieEs befinden sich kleine Infos zu Studien darauf, einige Rezeptideen, unbekanntere Fakten und vieles mehr. Da wir beide jeweils viele Duftpflanzen in unseren Gärten hegen und pflegen, und zudem gerne fotografieren, stammen viele der Fotos von unseren grünen Schützlingen, oder aber wir haben wie woanders selbst fotografiert.

Die A2-Plakate können mit Hilfe dieses Formulares (klick!) bestellt werden, jedes kostet 12 Euro, der Versand kostet 5 Euro innerhalb Deutschlands, 9 Euro ins Ausland (leider werden für Posterrollen sehr hohe Versandkosten erhoben, wir können diese nicht beeinflussen).

Plakate_AiDA_Aromatherapy2Die Plakate meiner österreichischen Kollegin Waltraud Reischer sind auch noch erhältlich. Drei große Übersichts-Lernplakate, die wir gemeinsam zusammen gestellt hatten, sind voll gepackt mit übersichtlichen Informationen über jeweils Fette Öle, Ätherische Öle und Hydrolate. Sie sind hier (klick!) anzuschauen und bei ihr erhältlich: waltraud.reischer [ät] aon . at (bitte korrekt ausschreiben, Spamschutz). Waltraud hat auch drei dufte dekorative Plakate angefertigt: Zitrusdüfte, Lavendel, Rosendüfte. Bei Bestellung von ab zwei Plakaten entfällt das Porto von 15 Euro.

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