pflanzen des jahres 2017


ganseblumchen_november_schriftxsDieses Jahr gehören weder die Arznei- noch die Heilpflanze des Jahres zu den Duftpflanzen. Doch Bellis perennis, die Heilpflanze des Jahres 2017 könnte eine gute Inspiration für ein selbst zu machendes Mazerat werden.

Die Rede ist vom Gänseblümchen, dieses unscheinbare, fast überall vorkommende „Unkraut“ mit dem großen Potenzial. Kaum jemand weiß, dass es voll mit Vitamin C steckt, also lecker, hübsch und gesund gleichzeitig ist, beispielsweise in Salaten (bitte nicht von Hundewiesen holen!!! 😉 ) Dieses Mazerat wurde einst „Arnika für Arme“ genannt und wirkt wie die verwandte Gebirgspflanze und auch wie unser wunderbares Antiprellungs-Hydrolat Immortelle. Diese zählt auch zur Familie der Asteraceae und ist so ziemlich das Wirksamste, was man bei blauen Flecken (Hämatomen) einsetzen kann. Die Pressemeldung des kürenden Vereines NHV-Theophrastus lautet:

„Das Gänseblümchen (Bellis perennis) gehört zur Familie der Korbblütler. Über ihre Heilwirkung ist aber bislang wenig bekannt. Deshalb will man sich stärker über die Heilkraft der Gänseblümchen informieren, wie der dem Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, (NHV Theophrastus) am Mittwoch in Chemnitz anlässlich der Wahl des Gänseblümchens zur „Heilpflanze des Jahres 2017“ mitteilte. Der Verein initiiert die Wahl.

Die Hauptinhaltsstoffe der mehrjährigen Pflanzen, die in fast ganz Europa heimisch sind, sind Triterpensaponine, außerdem ätherische Öle, Bitterstoffe, Schleimstoffe, fette Öle, Flavonoide sowie Gerbstoffe. Eine Prise Gänseblümchen im Tee habe sich laut NHV Theophrastus besonders in der Kinderheilkunde bewährt. Das helfe bei Schwächezuständen, Erkältung und Durchfall. Zudem werde die Pflanze bei Hautausschlägen, Verletzungen und als Hustenmittel genutzt. Belegt ist die Wirksamkeit allerdings für keines dieser Anwendungsgebiete, für die Blüten als Tee in der Volksheilkunde einsetzt werden. Ebenso wenig wie für die weiteren Indikationen Dysmenorrhöe und Amenorrhöe, Kopfschmerzen, Schwindel und Schlaflosigkeit

Neben der Volksheilkunde kommt Bellis perennis nach der homöopathischen Lehre zum Beispiel bei Blutungen, Blutergüssen, Muskelschmerzen, Verletzungen und Überanstrengung und Hauterkrankungen zum Einsatz.“

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Ein wunderbares Lebensmittel, das als Serotonin-Unterstützer für Stimmungsaufhellung sorgt und dazu auch noch preiswert ist, ist der Hafer. Süß und herzhaft, als Müsli, Suppe, Keks oder Bratling, die Verwendung ist fast grenzenlos. Es gibt auch ein gutes homöopathisches Beruhigungsmittel aus Hafer namens Avena sativa. Diese auch sehr unscheinbare Pflanze wurde vom interdisziplinären Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2017 gekürt. Dieses Getreide kann auch bei Hautproblemen, Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt werden, und zur Vorbeugung von Arteriosklerose und Diabetes mellitus Typ 2. Auf der Infoseite der Forschergruppe Klostermedizin ist nachzulesen: „Aus diesem Grund und weil die Gebiete der Dermatologie und der Ernährung bislang noch nicht durch die Arzneipflanzen des Jahres abgedeckt wurden, wählt der interdisziplinäre Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg den Saathafer zur Arzneipflanze des Jahres 2017.“ Die engagierte Heilpraktikerin Natascha von Ganski hat mehr zur therapeutischen Wirkung von Avena (klick!) geschrieben.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieZur Duftpflanze des Jahres 2017 wurde die ROSE von theSCENTEDdrop gekürt. Diese Initiative nominiert jedes Jahr eine Pflanze, heuer zum fünften Mal, die uns mit einem wichtigen ätherischen Öl (und Hydrolat und fettem Öl) versorgt. Es soll damit Bewusstsein für die Wirkung von Kräutern und Duftpflanzen auf die Gesundheit sowie auf das soziale und kulturelle Leben geschaffen werden. Dazu wird ein Duft-Wettbewerb ausgeschrieben:

WETTBEWERB: Es gilt die Besten der Besten zu finden und zu prämieren!
Die kreativsten, die geistreichsten, die geschmackvollsten Ideen in Form von eingereichten Projekten in den u.a. Kategorien zur Duftpflanze des Jahres
(2013: Thymian, 2014: Melisse, 2015: Salbei, 2016: Lavendel, 2017: Rose) werden jedes Jahr im Rahmen einer unvergesslichen und alle Sinne ansprechenden Abendgala mit dem Award „theSCENTEDdrop“ ausgezeichnet. Teilnehmen kann jede/r. Alle Wettbewerbsteilnehmer/innen werden auf dieser Website in der eingereichten Kategorie erfasst und bleiben auch über die Veranstaltung hinausgehend auf dieser Vernetzungsplattform zur weiteren Kontaktaufnahme veröffentlicht. Diese Plattform wächst von Jahr zu Jahr und soll somit die Basis für eine interdisziplinäre und überregionale Vernetzung von Menschen und Institutionen darstellen, die mit heimischen Kräutern bzw. Duftpflanzen arbeiten.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDer Klatschmohn ist die Blume des Jahres 2017, gekürt von der Loki Schmidt Stiftung, diese möchte damit auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildblumen aufmerksam machen und sich für die Förderung der bunten Vielfalt im Landbau einsetzen. Aus den roten Blütenblättern des Klatschmohns gewinnt man übrigens auch ein Mazerat, welches sehr schmerzlindernd, beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen, wirkt. Und es gibt das leider sehr schnell ranzig werdende leckere Mohnsamenöl.

Christine Lamontain hat mich noch auf den Baum des Jahres 2017 aufmerksam gemacht, die gemeine Fichte (Picea abies). Im Gegensatz zu den ätherischen Ölen der Kiefern und Tannen, enthalten  Fichtennadelöle einen deutlich höheren Anteil an entspannend wirksamem Bornylacetat, welches entkrampfend und entspannend wirkt. Fichtennadelbäder am Abend gehörten zur ersten „Aromatherapie“, die ich als Kind kannte, damals gab es kaum andere Badezusätze! Hier sind noch weitere Infos zum Fichtenbaum nachzulesen.

was das aromatische jahr 2016 bringen wird


Zunächst einmal geht ein ganz herzlicher Dank an alle meine LeserInnen: Die Zahl ‚290.000 Besuche im Jahr 2015‘ ist wirklich erstaunlich, ich freue mich, dass meine Artikel so einen guten Anklang finden. Ich staune auch, dass Besucher aus 133 Ländern hier gelegentlich vorbei schauen. Ein besonderer Dank geht an die inzwischen ganz knapp 1000 AbonnentInnen und auch an diejenigen, die durch Einkäufe bei den rechts unten aufgeführten Anbietern meine Web-Kosten ohne eigenen Mehrwand unterstützen. Ich wünsche allen eine inspirierende und gesunde Zeit für die kommenden Tage, Wochen und Monate in 2016.

wordpress_zahlen_für_2015Ich finde es spannend, dass mein Artikel vom Februar 2010 über die Einführung der Lasea-Kapseln [Lavendelöl gegen Ängste (klick!) und bei Schlafstörungen], seit fünf Jahren der meist besuchte Artikel geblieben ist. Der hoch-interessante und mut-machende Artikel von Pflegefachfrau Renate Fiegl [Ätherische Öle statt Amputation (klick!)] gehört auch zu den meist gelesenen Artikeln, danke liebe Reni! Vor fast exakt einem Jahr stellte ich die Unwahrscheinlichkeit von unerwünschten Nebenwirkungen (klick!) zusammen, freilich nur, wenn ätherische Öle korrekt verdünnt angewendet werden und von bester Qualität sind, er war der meist besuchte Artikel aus dem Jahr 2015. Zwei ältere Texte kamen zu den Top-5: Dufte Kosmetik selber machen und verkaufen (klick!) und Sanfte Alternative zu Ritalin (klick!), in letzterem zeige ich auf, dass ein ganz besonderer Inhaltsstoff in Zitrusschalenölen (Methylanthranilat) und auch in den Blüten und Blättern eine erstaunlich beruhigende und ausgleichende Wirkung hat, ohne die Seele platt zu machen.

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Heinz Schilcher 1930-2015

Im vergangenen Jahr ist ein für die Erforschung der Wirkweisen von ätherischen Ölen wichtiger Wissenschaftler von uns gegangen: Prof. Dr. Heinz Schilcher ist an meinem Geburtstag, dem 17. Juni 2015 im gesegneten Alter von 85 Jahren verstorben. Er wurde am 21. Februar 1930 in Burgheim in Immenstadt im Allgäu geboren, wurde schon als Kind von Großmutter, Mutter und Tante mit dem „Heilkräuter-Virus infiziert“ und so studierte er von 1952 bis 1956 Pharmazie und absolvierte 1956 das Staatsexamen der Pharmazie an der LMU München, er promovierte bis Mai 1959 und ergänzte sein Wissen mit ein paar Semestern Medizin. Fortan machte er sich immer für die rationale Phytotherapie stark (manchmal durchaus etwas kriegerisch und zu heftig für zart besaitete Seelen 😉 ).

Leitfaden_PhytotherapieWährend seiner Laufbahn veröffentlichte er etwa 300 Publikationen und arbeitete an knapp 20 Lehr- und Handbüchern mit. Als sein Lebenswerk bezeichnete er den Leitfaden Phytotherapie (klick!), an dessen 5. Auflage er noch bis kurz vor seinem Tod arbeitete. Sein Engagement trug dazu bei, dass die Phytotherapie und damit auch die rationale Arbeit mit ätherischen Ölen in der wissenschaftlichen Medizin zu Anerkennung kam. Er gilt als „Vater einer reproduzierbaren Phytopharmaka-Qualität“.

Ich hatte die Freude und Ehre, mit ihm auf dem Kongress ‚4. Tag des ätherischen Öles‘ in Linz (klick!), auf dem auch ich Referentin war, zu sprechen und zu diskutieren. Er erläuterte mir die Zusammensetzung von Lasea (siehe obiger Link zum Artikel), an dessen Entwicklung er mit beteiligt gewesen war. Im Nachruf der Forschergruppe Klostermedizin (klick!) ist mehr zu lesen.

– – – ::  Kongresse und Symposien im Jahr 2016  :: – – –

Das aromatische Jahr startet mit dem IV. VAGA-Aromakongress am 23. und 24. April 2016 im idyllischen Schloss Mondsee (nicht weit von Salzburg, also auch für InteressentInnen aus Süddeutschland gut zu erreichen und wunderschön gelegen). Martin Henglein – der Pionier der frühen deutschsprachigen Aromatherapie ist leider nicht mehr so vielen AromaenthusiastInnen bekannt – wird über seine spannenden Erkenntnisse mit der Integralen Osmologie vortragen. Auch zwei hochkarätige WissenschaftlerInnen werden zu erleben sein: Prof. Dr. Chlodwig Franz wird über die Anwendung von ätherischen Ölen in der Veterinärmedizin vortragen und Dr. Ingelore Ebberfeld wird über die schwerwiegenden Folgen der Anosmie berichten (Nicht-mehr-riechen-können). Dazu viele bekannte (und auch einige noch nicht so bekannte) Menschen, die sich für die praktische Arbeit mit de duftenden Heilpflanzen einsetzen. Die Kosten betragen zwischen 118 und 230 Euro je nach Buchungsmodalität. Mehr Infos liegen in der Kongressausschreibung (klick!) zum Runterladen bereit.

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Die bekannte Wickelfachfrau Bärbl Buchmayr organisiert zusammen mit Elke Heilmann-Wagner und Arlette Bologni-Urech die 3. Internationale Fachtagung „Wickel und Kompressen“, sie findet am 29. April 2016 von 9 bis 17 Uhr im Kultur- und Congress-Centrum «Graf Zeppelin Haus» in Friedrichshafen am schönen Bodensee statt.
Der renommierte Phytotherapeut und Fachbuchautor Dr. Siegfried Bäumler wird die Fachtagung eröffnen und wird über das wichtige Thema „Einwirkung auf die Wärmeregulation bei der Anwendung von Wickeln und Kompressen“ referieren, anschließend ist das nicht minder wichtige Thema zu hören: „Komplementäre Pflege bei Mukoviszidose im häuslichen Bereich – Erfahrungsbericht einer Mutter (Ute Hanke). Vor den folgenden Workshops berichten Ruth v. Braunschweig über „Fette Pflanzenöle und deren Wirkung“ und Bärbl Buchmayr über „Wenn mir etwas über die Leber läuft …“
Workshop 1: Wickel für die Kleinsten – Bauchwickel zur Verdauungsförderung in den ersten Lebensmonaten (Stephanie Möllmann/D)
Workshop 2: Oxaliskompresse in der integrativen Pflege (Monika Layer/CH)
Workshop 3: Wickel und Kompressen – prakt. Umsetzung in einer Institution (Evelin Habicher/A)
Workshop 4: Komplementäre Pflegemaßnahmen mit Wickel und Kompressen bei Fieber
(Monika Bußlehner/A)
Die Tagungsgebühr beträgt Normalpreis: € 120,00 (an der Tageskasse: € 130,00), der Flyer mit mehr Infos kann hier runtergeladen werden.

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Auch das jährliche DreiLänderSymposium findet dieses Jahr in Österreich statt, am 21. Mai 2016 in der Wiener Urania. Das Thema ‚Dufte Zeiten – Die Frau im 21.Jahrhundert‘. Für 125 Euro inklusive Pausenverpflegung und Mittagessen erwartet die TeilnehmerInnen ein buntes Programm (klick!) .

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Schon kurze Zeit später ist der VereinAroma-Forum-International e.V. Gastgeber im wunderschönen Botanischen Garten in München Nymphenburg: Vom 4. bis 5 Juni 2016 wird wieder ein Aromakongress statt finden. Schon fast traditionell wird Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt wieder zu erleben sein, er zaubert immer neue Themen aus seinem hoch intessanten Wissenschaftlerhut, dieses Mal ‚Duftrezeptoren – zukünftige Zielobjekte für Diagnose und Therapie, ein mega-aktuelles Thema. Auch zahlreiche andere ReferentInnen versprechen eine lern-intensive Tagung. Die Kosten inklusive Mittagessen betragen von 90 bis 220 Euro je nach Anmeldemodalität. Das Programm und sonstige Infos können hier (klick!) angeschaut und runter geladen werden.

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Das wundervolle Seebad Brighton (75 km südlich von London) wird gastgebender Ort der Botanica2016-Konferenz vom 2. bis 5. September 2016 sein, veranstaltet von der weltweit gefragten Herausgeberin des The International Journal of Clinical Aromatherapy (klick!). Ich bin wieder die deutsche Botschafterin, kann also (bei etlichen) Fragen behilflich sein, da ich schon bei den anderen Botanicas dabei war: einmal als Referentin und Botschafterin (einen Rückblick gibt es hier, klick!), einmal als entspannte Zuhörerin (einen Rückblick gibt es hier, klick!). Es gibt viel zu lernen von teilweise ganz besonderen Referenten, viel zu schnuppern, Vernetzungsmöglichkeiten mit interessanten Menschen. Bislang waren deutschsprachige Besucher leider recht gering vertreten, ich würde so gerne eine Besuchergruppe für und in Brighton betreuen!

2014 waren rund 250 Gäste aus 39 teils fernsten Ländern dabei: von Neuseeland über China und Japan, Brasilien und Kanada, aus den USA, Frankreich und Großbritannien sowieso. Beispielsweise werden wir über die Anwendung von CO2-Ölen von der niederländischen Autorin und Palliativpflegenden Madeleine-Kerkhof-Knapp Hayes hören (sie dankte mir auf ihrem Vortrag auf der letzten Botanica für die Inspiration zu diesen intensivsten Düften). Auch auf den Beitrag über den Riechsinn von Früh- und Neugeborenen vom Kinderarzt Luc Marlier aus Frankreich freue ich mich besonders. Über ätherische Öle bei PsychiatriepatientInnen wird der us-amerikanische Psychiater Florian Birkmayer sprechen. Die engagierte Hydrolate-Destillateurin Ann Harman wird über die nicht flüchtigen Inhaltsstoffe der immer beliebteren Pflanzenwässer referieren.

Wer sich mit MRSA beschäftigt, ist sicherlich bereits auf die Forscherin Val Edward-Jones gestossen sein, sie wird von Alternativen und Ergänzungen zu konventionellen synthetischen und immer mehr Resistenzen verursachenden Antibiotika referieren. Ich habe schon oft die Geriatrie-Forscherin Takae Ebihara aus Japan in meinen Kursen über Studien erwähnt, sie wird über die Behebung von Schluckproblemen (und dadurch Verminderung von Inhalations-Pneumonie) von Menschen über 60 berichten.

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Dr. Jane Buckle

Auch die derzeit sicherlich weltweit gefragteste ‚Aroma-Frau‘ und Autorin des mehr als hervorragenden Fachbuches über evidenzbasierte Klinische Aromatherapie Clinical Aromatherapy (klick!) Dr. Jane Buckle wird dabei sein und über ihre ausführlichen Erfahrungen in Klinischer Aromatherapie berichten. Der deutsche Arzt für Naturheilkunde Dr. Ernst Schrott wird erläutern, wie ätherische Öle auf die im Ayurveda relevanten Marma-Punkte anzuwenden sind.
Die Kosten betragen je nach Anmeldungsmodalität ab 228 britische Pfund (derzeit 309,60 €). Mehr Details, auch zu günstigen Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der Website der Botanica2016.

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Im Rahmen einer Gala werden die besten Projekte und Arbeiten zur Duftpflanze des Jahres 2016, dem Lavendel von The Scented Drop gekürt. Die Gala wird am 12. November 16 stattfinden. Noch ist Zeit, sich zu beteiligen: Teilnehmen am Wettbewerb kann jeder, der eine gute Idee rund um die Duftpflanze des Jahres hat – also auch Kinder (z.B. Zeichnungen), Schüler (z.B. Klassenprojekt mit Lavendel), Pflegeeinrichtungen (z.B. Altenpflege mit Lavendel), Kosmetikhersteller (z.B. Parfum mit Lavendel), Landwirte (z.B. Berglavendelanbau), Gastronomen (z.B. Lavendeleis) oder Apotheken (z.B. Lavendelölkapseln). Einfach das Teilnahmeformular ausfüllen und am besten so bald wie möglich einsenden (spätester Einsendeschluss ist der 30. August 2016)

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Den Abschluss eines vielfältigen Veranstaltungsjahres wird Forum Essenzia e. V. bilden: Der Kongress am 13. und 14. November 2016 wird in Ulm statt finden, das Thema lautet „Pflanzenwirkstoffe – Wissenschaft und fundierte Anwendung“. Mit diesen Kongresstagen werden neue Wege gegangen: Sonntagnachmittag und Montag. Nach einer anstrengenden Woche ist dadurch der Samstag und Sonntagvormittag zur Erholung frei. Und durch die Sonntagstarife der Hotels ermöglichen wir zugleich einen kostengünstigen Aufenthalt in Ulm, je nach Anmeldemodalität betragen die Kosten zwischen 197 und 246 Euro. Infos gibt es hier.

Habe ich noch einen wichtigen Kongress vergessen? Eine Bitte an alle zukünftigen VeranstalterInnen: Wäre es möglich, mir Pressemeldungen oder Termine samt Infos zu zukünftigen Symposien zu mailen? Dann müsste ich mich nicht mühsam durch unser lahmes Land-Internet kämpfen, das insbesondere an Feier- und Ferientagen fast in die Knie geht.

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Und hier sind zur Abrundung noch die Pflanzen dieses neuen Jahres:

KUBEBENPFEFFER, Heilpflanze des Jahres 2016, gewählt vom Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e.V, hier (klick!) gibt es Informationen dazu.

KÜMMEL, Arzneipflanze des Jahres 2016, gewählt vom ‚Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde‘ der Universität Würzburg, hier (klick!) gibt es Informationen dazu.

LAVENDEL ist die Duftpflanze des Jahres 2016, gewählt von The Scented Drop, Infos siehe weiter oben und hier (klick!).

hexenschuss, rückenschmerzen und andere zipperlein


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch habe in den letzten Wochen allerlei Zipperlein mit ätherischen Ölen behandeln dürfen. Besonders leid tat mir unser netter Automechaniker, der fürchterlich hinkte, weil irgendetwas an seinem Beckenkamm irgendwie klemmte. Eigentlich wollte ich ihm, da er mir trotz seiner Schmerzen die nicht mehr funktionierende Kupplung ganz schnell wieder flott machte (und das auch noch ohne Kosten zu berechnen), meine bewährte 5%-ige Mischung aus

  • Bio-Johanniskrautmazerat, Hypericum perforatum
  • Pfefferöl, Piper nigrum
  • Majoranöl, Origanum majorana
  • Cajeputöl, Melaleuca leucadendra
  • Wintergrünöl, Gaultheria procumbens

vorbei bringen (wenn ich bereits eine Entzündung vermute, gebe ich noch etwas Zitroneneukalyptus dazu). Zunächst versuche ich jedoch, so eine Beschwerde gerne mit zwei Griffen aus der Dorn-Rückenbehandlung** zu lindern oder zu beheben. Der gute Mann legte sich also bereitwillig auf den Fußboden vor seinem Schreibtisch (ich gehe im Allgemeinen nicht mit meiner Behandlungsliege spazieren!). Ich zeigte ihm die zwei Tricks, die mir bei ähnlichen Schmerzen fast immer helfen. Und er schaute mich nach diesen drei Minuten wirklich überrascht, nein ungläubig an: Kann das sein, es fühlt sich sowas von besser an?!

Ich habe in den letzten Tagen auch Menschen mit einem verdrehten Knie und einem schmerzhaft überlasteten Ellbogen getroffen, und immer helfen diese Öle, um Schmerzen zu lindern und dem Körper dabei zu helfen, genau das zu tun, damit wieder alles in Ordnung kommt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKönnte unser Automechaniker deutsch lesen, hätte ich ihm gerne das neue Buch von Ingrid Kleindienst-John empfohlen, es ist ideal für AnfängerInnen der Aromatherapie, trägt den originellen Titel SOS Hexenschuss (klick! 19,90 €) und ist vollgepackt mit einfach nachzumachenden Rezepturen, die für Menschen jenseits des Teenager-Alters interessant sein könnten (Gruß an Ingrids Mann: Der nette irische Autospezialist sieht ihm gar nicht so unähnlich und stand sehr ähnlich wie auf dem Cover vor mir! 😉 ). Ingrid Kleindienst-John ist eine Vertreterin der Idee, dass wir uns bei Alltags-Wehwehchen selbst helfen sollten, dass wir uns der Mittel besinnen, die schon unseren VorfahrInnen geholfen haben. Zwar brauchen Naturmittel manchmal etwas länger bei der Heilung, jedoch wirken sie in vielen Fällen anhaltender. Ob bei pochenden Kopfschmerzen oder verrenktem Rücken, Schleimbeutel-Entzündung im Knie, Halsschmerzen, Hämorrhoiden, nachlassendem Gedächtnis, Einschlafproblemen oder Burnout, Ingrid hat an alles gedacht. Sogar an ein Rezept für heilendes feuchtes Toilettenpapier (bei Hämorrhoiden). Zudem hat sie einer Wechseljahresbeschwerde des Mannes, der vergrößerten Prostata mit den entsprechenden Beschwerden, eine bewährte Mixtur gewidmet. Freilich gibt es auch viele Tipps und Rezepte bei allerlei Frauenbeschwerden.

Dieses 250 Seiten starke Buch kann einen durch den Familienalltag begleiten, die kleinen Geschichten rund um ihre Rezepte sind interessant und kurzweilig zu lesen. Mir gefällt es sehr gut, dass sie sowohl den Körperteilen als auch den Jahreszeiten zugeordnete Beschwerden zusammen gefasst hat, denn im Frühling leidet der Mensch allgemein unter anderen Zipperlein (Heuschnupfen, Entschlackung) als im Winter (Husten, Blasenentzündung), im Sommer schwitzt man vielleicht übermäßig und wird von stechenden Plagegeistern heimgesucht. Mir gefällt es weiterhin, dass sie viele der Beschwerden erläutert, und die ausgewählten Heilmittel begründet: Dem Laien wird somit geholfen, sich langfristig auch ohne das Buch viel Gutes zu tun.

Im Zusammenhang mit Migräne zeigt die Autorin, wie mit Hilfe eines „Unkrautes“ im Garten, des Mutterkrautes, und aus Weidenrinde zumindest Linderung verschafft werden kann. Auch heilende leckere Säfte gehören zu ihrer genießbaren Hausapotheke. Etliche ihrer Rezepturen – mit ätherischen Ölen und Heilkräutern – kennt sie von ihren beiden Großmüttern. So fanden auch leckere Kochideen ihren Weg in dieses abwechslungsreiche Buch wie Brennesssel-Risotto, Bärlauchpesto und Omas Zigeunerkartoffeln, dazu auch Anti-Stresskekse nach Hildegard von Bingen mit reichlich Muskatpulver sowie relativ viel Zimt und Nelke. Abgerundet ist das Buch mit übersichtlichen Tabellen zu Ölen, Hydrolaten und Kräutern. Eine schöne Geschenkidee für interessierte Einsteiger in die Welt der Düfte und Heilkräuter!

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWie es der Zufall will, telefonierte ich letzte Woche ausführlich mit Dr. Dietrich Wabner und er bat mich, eines seiner neuen Produkte zu testen, es heißt auch S.O.S. (ich habe regelmäßig Kniebeschwerden, obwohl meine Bänderriss-Operation über 22 Jahre zurück liegt). Wer beispielsweise nicht die oben beschrieben ätherische Öle zu Hause hat, kann sich mit dem ähnlich duftenden, weil auch Wintergrün enthaltendem SOS-Elixier von Wadi (klick! 12 €) einreiben, es ist wunderbar leicht und kühl und hat den Vorteil, dass es sofort einzieht, somit keine ölige Haut hinterlässt (ideal wenn es morgens schnell gehen muss.

Gedacht ist es als Ergänzung zum Muskel- und Gelenköl von Wadi. Rosmarin- und Wacholderöl entspannen und lockern die Muskeln, Cajeput- und Zitronenöl helfen auch bei Verspannungen und Zerrungen. Das von den Ureinwohnern Nordamerikas sehr geschätzte Wintergrünkraut mit seinem einzigartigen Duft, unterstützt bei Schmerzen in Gelenken und Muskeln. Besonders praktisch finde ich die Airlessflasche, in der das 4%ige Fluid hygienisch und haltbarkeitsfördernd verpackt ist. Das Team von Dietrich Wabner denkt sich übrigens jeden Monat ein paar prima Sonderangebote aus, derzeit gibt es die bewährte Mischung ‚Silent Legs‚ (klick!) für das nervige Syndrom „Restless Legs“ zu einem reduzierten Preis (das Produkt können sie freilich nicht so nennen). Das ist ein Teil der erfolgreichen Produkte-Serie, die der Professor und Chemiker zusammen mit dem Apotheker Martin Tremmel von der Isar-Apotheke in Garching bei München entwickelt hat. Auch das haarwuchsfördernde Schottische Haaröl (klick!), nach dem ich öfters gefragt werde, wurde hier entwickelt. Also, meine Damen und Herren, es gibt genügend Möglichkeiten, sich bei den fiesen kleinen Zipperlein, die einen so im Laufe des Lebens ereilen, wirksam und wohlduftend zu helfen!

**PS. Die Dornmethode kann bei Brigitte und Harald Fleig (klick!) im südlichen Schwarzwald erlernt und erfahren werden, auch bei Hildegard Steinhauser und Helmut Koch am Bodensee ist man gut aufgehoben, sie haben hier eine Behandler-Liste. Manchmal kann ich mir nicht selbst helfen, wie nach dem herzhaften Biss auf ein gummiartiges Brötchen, da knackste der Kiefer schmerzhaft, oder nach Fehleinrenkung meines Genicks durch einen zu wilden Physiotherapeuten. Dann gehe ich zu einer Heilpraktikerin mit „Zauberhänden“ in München-Schwabing: Gisela Cordes (klick!), sie ist so gut in ihrer weiterentwickelten Dorn-Methode (dort habe ich diese einst erlernt), dass ich jede Anreise, jeden Flug auf mich nehme, um von ihr liebevoll be-HAND-elt zu werden. Meistens reichen ein bis zwei Sitzungen, um langanhaltenden Erfolg zu erzielen.

wir und unsere wahlheimat im WDR


Markus Bäuchle und Eliane ZimmermannDie wunderschönen Exkursionen, die wir unseren Aromatherapie- und Wanderwochen-Gästen jedes Jahr anbieten, sind heute zum zweiten Mal um 20:15 im WDR in der Reise-Sendung WUNDERSCHÖN zu sehen. Im Juni 2013 filmte eine sympathische Crew vom WDR meinen Mann, wie er Moderatorin Andrea Griessmann zu unseren Lieblingsorten führt.

An der Brücke auf dem Foto links oben hört man mich quieken, da ich auf den Stromschnellen pitschnass geworden bin! Auf Garinish Island (Foto rechts unten) blühen demnächst die betörend duftenden Rhododendren namens Lady Alice Fitzwilliam, erste Blüten an den Manukabäumen wurden bereits gesichtet, die Skimmiasträucher verströmen derzeit ihren unglaublichen Maiglöckchenduft. Deren ätherisches Öl wird allerdings aus den Blättern dieser Zitrus-Verwandten destilliert, es enthält ähnlich wie Lavendelöl gut 30% Linalylacetat und etwas weniger Linalool (25%). Es wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und antibakteriell – und duftet leicht zitrusartig-balsamisch.

Unsere Duftreise im August ist zwar ausgebucht, doch für die drei anderen Termine sind jeweils noch ganz wenige Plätze frei, Infos hier (klick!). Unser neues traumhaftes Gästehaus wurde inzwischen von drei Gruppen bewohnt und für prima befunden, wer sich im Haus und im weitläufigen Garten umschauen möchte, kann hier klicken.

die krebs-rebellin


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Marita Bestler 25. Januar 1956 – 28. Februar 2015 …::… Wer vom 1999-er-Kurs liest hier noch mit?

Ich habe in vielen Kursen wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt, in denen ätherische Öle ihre erstaunlichen antitumoralen Eigenschaften zeigen konnten. Meistens werden diese Experimente an Tieren unternommen, selten an Menschen (es gilt als unethisch, Menschen nicht mit den heutzutage geltenden Medikamenten-Vorschriften zu behandeln). Die Laborversuche mit Krebszellen wirken noch vielversprechender, doch es sind eben nur isolierte Gewebekulturen, die sich von vielen Inhaltsstoffen, die wir in ätherischen Ölen (und übrigens auch in frischer Nahrung) finden, „verjagen“ lassen (siehe Abbildung unten).

Ich erwähnte in diesem Zusammenhang oft eine ehemalige Schülerin von mir, die sich nach ihrer besonders schlimmen Brustkrebs-Diagnose (bereits mit Metastasen) im Mai 2004 weigerte, den vorgeschriebenen Weg zu gehen. Man gab ihr noch maximal anderthalb Jahre zu leben, sofern sie sich mit Chemo und Co. behandeln ließe. Die Möglichkeit, ohne diese angeblichen Wunderwaffen weiter zu leben, wollte man der erfahrenen Krankenschwester gar nicht erst geben. Doch Marita ging zum Prüfungsarzt der damaligen Aromatherapie-Ausbildung, Dr. Erwin Häringer in München. Er schrieb der Kassenpatientin auf zwei Privatrezept-Blätter einige Behandlungsvorschläge mit ätherischen und fetten Ölen auf. Sie erzählte mir, dass diese zwei Stückchen Papier ihr wertvolles Symbol für die Rebellion waren. Sie empfand sie wie Bescheinigungen, dass sie sich richtig entschieden hatte. Außer einer Biopsie, mit der bestätigt wurde, dass es sich um eine besonders bösartige Tumorform handelte, und einer Antihormon-Therapie, ließ sie alle Warnungen, Ratschläge und Drohungen (ja, leider) an sich abprallen. Sie feierte jeden Mai, den sie noch in ziemlich guter Gesundheit erleben durfte, als ihren Geburtstag. Sie nahm fleißig native Pflanzenöle und andere Nahrungsergänzungmittel ein, sie schmierte den Brusttumor stets und ständig mit unterschiedlichen Ätherisch-Öl-Mischungen ein (nein, ich besitze nicht die Rezepturen!)

Ätherische_Öle_gegen_Krebs

Wissenschaftliche Arbeiten, in denen Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen und die dazu untersuchten Tumorarten mit Erfolg durchleuchtet wurden (größtenteils In-vitro-Studien, die nicht auf den menschlichen Gesamt-Organismus übertragen werden können), kann jeder im Internet finden. Ich habe fast 150 solcher Arbeiten gefunden. [POH = Perillylalkohol, ist bereits in einigen wenigen klinischen Arbeiten untersucht worden, das ist der „Abbaustoff“ von d-Limonen, das in Zitrusschalenölen vorkommt]

Letztes Jahr, am zehnten Jahrestag nach der Diagnose lebte sie immer noch, es ging ihr insgesamt sehr gut, auch wenn sie 2012 mal fast auf der Klinge stand. Hier und da meldeten sich Organe mal ab, banale Wehwehchen verhielten sich besonders fies. Doch sie blieb davon überzeugt, dass sie auf dem richtigen Weg war und investierte all ihre Kraft, trotz der Metastasen in der Leber, andere betroffene Frauen zu beraten und im Kampf – eher gegen die Krankenkassen und gegen viele Ärzte, als gegen die Krankheit – zu unterstützen. Mit Mamazone e. V. in München hat sie Infoabende, Seminare und Tagungen organisiert und mit gestaltet.

Vor knapp zwei Jahren telefonierten wir stundenlang, ich wollte ein Interview mit ihr auf dieser Seite schreiben. Doch ich war abgeschreckt von ihren teils sehr erniedrigenden Erfahrungen mit „der Obrigkeit“. Wie hätte ich diese teils entwürdigende Odyssee sachlich aufschreiben können? Beispielsweise ging es um eine natürliche Salbe, die das fürchterliche Hand-Fuß-Syndrom, einer Nebenwirkung von bestimmten Zytostatika (Chemo) stark linderte. Sie hatte sich irgendwann (ich habe die genauen Daten nicht im Kopf) rund um das achte Jahr nach der Diagnose für eine Chemotherapie entschieden. Überraschenderweise half die Chemiebombe gut, doch Hände und Füße brauchten bald Spezialbetreuung, die Patienten können sonst vor lauter Schmerzen und aufgeplatzter Haut irgendwann nichts mehr anfassen und auch nicht mehr gehen. Diese Salbe kostet, wenn ich mich recht erinnere, weit über 100 Euro pro Tube, sie wurde nicht von der Krankenkasse erstattet. Marita wollte es aber partout durchsetzen, dass sich diese sture Haltung ändert, damit alle Betroffenen die Möglichkeit bekämen, das wirksame Mittel verwenden zu können (Marita hat es selbst bezahlt). Sie trat unbedingt und fast kompromisslos für ein selbstbestimmtes Leben (auch von Leidensgenossinnen) ein, sie wollte sich einfach weder unterkriegen noch sich nichts vorschreiben lassen. Ihr Bauchgefühl war ihr wichtig.

Traueranzeige_Mamazone_Marita_Bestler_28Feb2015Ein sehr sympathisches kleines Interview mit Marita, in dem sie einen kleinen Ausschnitt ihrer Fehl-Empfehlungen-Karriere schildert, ist hier (klick!) anzuschauen: Sie hatte im Herbst 2012 mit Aszites (Wasser im Bauch, möglicherweise, das war zunächst nicht genau feststellbar, durch neue Metastasen verursacht) und Ödemen in den Beinen zu kämpfen. Eine Ärztin kommentierte, dass sie doch Schwangerschaftskleidung tragen solle (Marita hatte ansonsten gertenschlanke Beine und einen normalen Bauchumfang). Die Medizinerin wollte wegen der Infektionsgefahr nicht punktieren, also das Gewebewasser „ablassen“. Ein anderer Arzt reagierte erstaunt über diese Einschätzung, führte die Prozedur durch und es wurden 18 Liter Flüssigkeit aus Maritas Körper entnommen! Irgendwann ging es von vorne los, dann trat das Wasser aus den Beinen aus (das muss man sich mal vorstellen). Marita musste mehrfach täglich stark saugende Maßnahmen mit speziellen Kompressionsstrümpfen durchführen. Doch alles in allem begegnete ihr immer wieder die Reaktion: Bei dieser Brustkrebsdiagnose kein Wunder, was will man da schon tun. Bis ein anderer Arzt die zündende Idee hatte: Eiweißmangel. Ja, es war schnöder, einfacher Einweißmangel, genauer gesagt Albuminmangel!

Die rebellisch-kämpferische Wassermann-Frau bekam also Ende 2012 Infusionen mit Albumin, nahm es danach auch als konzentrierte „Babynahrung“ zu sich und siehe da, es ging relativ schnell wieder bergauf. Schade, dass niemand rechtzeitig auf diese Diagnose gekommen war, viel Leid wäre ihr erspart geblieben. Sie dachte damals, sie werde diese Beschwerden nicht überleben, konnte sich nur noch mit Rollator oder gar Rollstuhl fort bewegen (und das wegen des unerkannten Eiweißmangels!). So kämpfte sie weiter, lebte weiter ein Leben voller Höhen und Tiefschlägen, aus denen sie sich immer wieder zu befreien wusste. Ätherische und fette Öle waren ihre Begleiter. Anfang Februar ging es ihr noch ziemlich gut, doch dann ereilte sie eine Lungenembolie. Sie beschloss, dass es nun genug sei.

Einen guten Monat nach ihrem 59sten Geburtstag, am 28. Februar 2015, durfte Marita im Kreis ihrer Lieben gehen. Ich bin sicher, sie hat sehr viele Menschen inspiriert und unterstützt, vermutlich sogar Leben gerettet, indem sie anderen Mut machte, sich nicht den Urteilen und den aufgestülpten Entscheidungen der oft viel zu herablassend handelnden „Medizin-Industrie“ zu beugen. Und sie hat mich beflügelt, weiter zu recherchieren und immer wieder zu erzählen, dass ätherische Öle sehr wohl bei Tumorerkrankungen begleiten und helfen können. Ruhe in Frieden.

vielen dank!


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch bin auf Seminare-Tournee in Deutschland und in der Schweiz: Zweimal wird es um die wundervollen freundlichen Moleküle in der Aromapflege und Aromatherapie gehen (morgen in Raisting bei München und in gut zwei Wochen in Uster bei Zürich 13. und 14. Dezember); einmal wird es um Studien bei Schmerzen, Demenz und depressiven Verstimmungen gehen (in Bern) [Infos hier].

Ich entdeckte heute, dass meine Facebookseite ‚Aromapraxis‚ von der 3000sten Person ein ‚like‘ bekommen hat. Das war nicht wenig Arbeit, insbesondere wenn man mit einer lahmen und sehr unzuverlässigen Internet-Leitung arbeitet. Viel lieber tummle ich mich auf Pinterest, eindeutig meine Lieblings-Online-Plattform, durch die ich schon sooo viel gelernt und erfahren habe, vor einem guten Monat habe ich den 1000sten Abonnenten erreicht. Vielen Dank für euer Vertrauen und ein herzliches Danke auch an die Menschen, die ihre Bestellungen über meine Links tätigen. Da ich keine Namen sehe, kann ich leider niemandem persönlich danken, mit diesem Beitrag kann ich hier im Blog „meine Miete“ zahlen, also das Hosting und demnächst auch eine Renovierung/Optimierung dieser Seite. Mich erreichte dieser Tage auch ein berührender Dank einer ehemaligen Schülerin:

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMüsste ich morgen nicht arbeiten, würde ich ein Gläschen Sekt auf meine treuen LeserInnen und SchülerInnen trinken 😉 . So schnuppere ich ’nur‘ an einem wundervollen Öl das reich an Monoterpen-Alkoholen ist (Co-Destillation aus Orangenblüten und Orangenblättern von Florentia, mein derzeitiger ständiger Begleiter), dieses feine ätherische Öle erfreut auch die Seele, macht jedoch keinen dicken Kopf!

eine duftende mädchenblume


Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy InternationalEine der großen Herausforderungen hier in Japan ist es, tolle Pflanze zu sichten, von meiner Übersetzerin den japanischen Namen zu bekommen, ihn mir zu merken oder mit unseren Buchstaben zu notieren und später irgendwie den lateinischen Namen heraus zu bekommen. Die Blüten namens Daphne odora Thunb. hätte ich am liebsten aus einem wunderschönen Vorgarten geklaut, so sehr gefiel mir der betörende Duftmix aus Jasmin und Maiglöckchen mit einer gut wahrnehmbaren Zitronennuance.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy InternationalDas berühmte Kirschblütenfest verpasse ich um einige Tage, schade, sie lassen ohnehin etwas auf sich warten, da der Winter sehr streng war. Dafür gibts die Pflaumenblüten und passende Kimonos und Täschchen und Tüchlein an jeder Ecke.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy InternationalDie überall auffallende, weil leicht duftend blühende Lavendelheide (Pieris japonica) beachte ich kaum, da wir sie in Irland auch an jeder Ecke stehen haben.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy InternationalIn grauer Vorzeit hatte ich mal in meinem Münchener Garten Wasabi wachsen, damals kannte keiner dieses aromatische kraut, heute ziert es Erdnüsse und Kartoffelchips, es war nett es heute wieder zu treffen!

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy InternationalDas Wetter hat heute leider fototechnisch nicht so recht mitgemacht… So, supermüde, ab ins Bett, morgen ist wieder viel zu besichtigen!

einnahme von ölen aus sicht einer grundkurs-dozentin


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieMeine Schweizer Kollegin Barbara Bernath-Frei (wir unterrichten beide bei Farfalla, sie ist die Autorin des Buches & CD Duft Meditation) hat mir einen hervorragenden Kommentar zum Artikel von gestern über die Einnahme von ätherischen Ölen geschickt. Sie hat mir die Erlaubnis gegeben, ihre Gedanken mit „euch da draußen“ zu teilen, vielen Dank, liebe Barbara. Ich habe den im nächsten Abschnitt zitierten Ausdruck „immer noch lehren“ entschärft und durch „lehren (sollen)“ ersetzt. Ich hatte mich absichtlich etwas provozierend ausgedrückt, weil ich immer wieder mitbekomme, dass sich regelrechte Streitereien und Besserwissereien wegen dieses Themas entfachen. Darum rufe ich zur differenzierten Betrachtung des Themas auf, und erinnere daran, dass sowohl „Nutzpflanzen“ (zur menschlichen Ernährung) als auch Duftpflanzen, die bei uns einfach nur Genuss und Wohlbefinden auslösen können, ätherische Öle (oder einzelne ihrer Bestandteile) enthalten.

„In deinem Blog, den ich nach wie vor sehr schätze!, weist du – nicht zum ersten Mal – darauf hin, dass es „immer noch“ Kolleginnen gebe, die dazu raten, ätherische Öle NIEMALS innerlich einzunehmen. Da fühle ich mich ganz klar angesprochen und möchte dir die Gründe für diese Aussage angeben:

Bei  Farfalla leite ich den zweiten Tag aller Ausbildungslehrgänge. Das heisst, dass die Teilnehmer/innen zu diesem Zeitpunkt noch ganz wenig wissen über ätherische Öle. Einige von ihnen besuchen auch nur die zwei ersten Tage, machen danach nicht weiter.
An diesem Tag weise ich darauf hin, dass man ätherische Öle NIEMALS innerlich einnehmen sollte, WENN man sich nicht ganz genau auskennt mit deren Wirkungen, Inhaltsstoffen und allfälligen Nebenwirkungen. Und zwar deshalb, weil gemäss Dietrich Wabner grundsätzlich harmlose ä.Ö. wie die Muskatellersalbei mit eisenhaltigen Mineralstoffpräparaten interagieren und dadurch toxisch wirken können. Und dass es in den allermeisten Fällen absolut ausreichend ist, wenn man die ä.Ö. in der korrekten Verdünnung äusserlich anwendet.
Am Zweitäger “Aromapflege in Geriatrie und Psychiatrie” habe ich mehr Raum, auch vertieft auf die Wirkungen ätherischer Öle und der allfälligen oralen Verabreichung einzugehen. Dabei erwähne ich einige wenige, die innerlich eingenommen Sinn machen können. Und ich weise gleichzeitig darauf hin, dass in der Pflege ätherische Öle NIEMALS oral verabreicht werden dürfen, was auf der schweizerischen Gesetzgebung beruht. Ebenfalls weise ich darauf hin, dass ätherische Öle in der Schweiz lediglich von ärztlichen AromatherapeutInnen oral verabreicht werden dürfen.
Meine Erfahrung und die Statistiken aus der Lerntechnik zeigen, dass vom Gesagten während eines Kurses 20-50% hängen bleibt. Deshalb betone ich absichtlich und mit Nachdruck jene Aspekte, die mich wichtig dünken, weil sie Schaden anrichten können, wenn das notwendige Wissen fehlt. Dahinter stehe ich und werde weiterhin so argumentieren.

Dass du in deinen zwei Tagen*  viel differenzierter auf die Wirkungen ätherischer Öle und einzelner Inhaltsstoffgruppen/Wirkstoffe eingehen kannst, finde ich sehr sinnvoll und wichtig. Das ist auch der richtige Ort, um die orale Einnahme vertieft ansehen zu können. * (Tanzende Moleküle – die Chemie der ätherischen Öle; und ab diesem Jahr ein dritter Tag: Doppelblind-Studien mit ätherischen Ölen – evidenzbasierte Kranken- und Gesundpflege)

Grundsätzlich halten wir es im Kreise aller ReferentInnen so, dass wir Anfragen von Teilnehmer/innen, die anderslautende Meinungen anderer ReferentInnen erwähnen, zur Kenntnis nehmen und nicht als falsch bewerten, sondern darauf hinweisen, dass die entsprechende Aussage im jeweiligen Kontext zu verstehen und von daher (ebenfalls) berechtigt ist. Hin und wieder – das kennst du sicher auch – wird man ja auch mit Aussagen konfrontiert, die jemand von den Referentinnen mit Sicherheit nicht so gemacht hat und die falsch verstanden worden ist. In diesem Falle versuche ich herauszufinden, wo das Missverständnis liegen könnte.

Ich hoffe, dass du meine Sicht der Dinge verstehst und vor allem das Wort NIEMALS so einordnen kannst, wie ich es an meinen Kurstagen ausspreche. Falls du mit meiner Haltung nicht einverstanden bist, freue ich mich jedoch über deine Stellungnahme.“

Barbara Bernath-Frei
dipl. Aromatologin ISAO
Ausbilderin mit eidg. FA

PS Meine ehemalige Schülerin Petra hatte einen Bandscheibenvorfall und kann darum keine Behandlungen auf ihrer Massageliege mehr anbieten. Die tragbare Massageliege ein hat abnehmbares Kopfteil, ist schön weich und kann für kleines Geld und gegen Selbstabholung im Raum Frankfurt am Main/Offenbach erworben werden. Petra findet es einfach zu schade, wenn das gute Stück in der Ecke einstauben würde und wünscht sich ein nettes neues Zuhause dafür.  Anfragen gerne an mich, ich leite sie an Petra weiter.

aroma-wissensdurst und die statistik


Schule für Aromatherapie Eliane ZimmermannAls mein Provider mir diese wirklich hübsch aufgemachten Statistiken mailte, musste ich schmunzeln: Das nette Foto von Dietrich Wabner mit mir stand plötzlich groß auf meinem Bildschirm – ohne mein Zutun. Das war also mein meist-besuchter Artikel. Ich fand auch die Besucherzahlen und die vielen unterschiedlichen Länder, aus denen diese echten Menschen zu mir kommen, spannend (ich kümmere mich sonst nicht um Statistiken, ist mir alles zu abstrakt!). Und wow, circa 250.000 Besuche auf meinem Blog in 12 Monaten! Interessant ist auch, dass seit langer Zeit das Interesse an Lavendelöl gegen Angstbeschwerden unvermindert hoch ist. Und auch immer mehr Menschen scheinen sich nach wie vor für aluminiumfreie Alternativen in Deodorants zu interessieren. Das ist gut so, denn Achseln- und Brustnähe Zukleben kann keine gute Idee sein, auch wenn die Kosmetikindustrie uns das einreden möchte. Ätherische Öle, Hydrolate und Natron bieten uns überzeugende Alternativen.

inhalationsstifte und noch viel mehr


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieEs gibt Menschen, die sich weder von widrigen Umständen, dümmlichen gesetzlichen Einschränkungen oder irgendwelchen beruflichen oder privaten (vermeintlichen) Hürden abhalten lassen das zu tun, was sie für richtig halten. Es gibt Menschen, die sich erlauben, ihre Träume zu verwirklichen. Sabine Nachbauer aus Dornbirn (an der österreichisch-deutsch-schweizerischen Grenze am Bodensee) gehört ganz gewiss zu dieser Kategorie Menschen.

Sie eröffnete im Frühjahr – nachdem sie ihren Bürojob geschmissen hatte – ein kleines aber feines Duftstudio in Lindau. Dort bietet sie Aroma-Beratungen und eine ganz besondere Art der aromatischen Körperwohlfühl-Behandlung an.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieNach und neben vielen kleinen Kursen hat sie zwei unterschiedliche Aromatherapie-Ausbildungen genossen und eine anspruchsvolle Ausbildung in Aurum Manus® Massage genossen. Das ist eine sehr sanfte und extrem wohltuende Massage mit kostbaren (Halbedel-)Steinen, schwarzen Steinen und angewärmten Pflanzenölen. Die Edelsteine haben unterschiedliche Formen und beeinflussen zudem durch ihre geologischen Eigenschaften unterschiedliche Organe und Körpersysteme. Da Laien in Österreich, wo Sabine wohnt, nicht massieren dürfen, ja streng genommen noch nicht einmal sanft anfassen dürfen, hat sie sich entschieden, jeden morgen einige Kilometer und über die Grenze zu fahren, um im diesbezüglich liberaleren Deutschland zu arbeiten.

Sabines Mutter stammt aus der Edelsteinstadt Idar-Oberstein (in Rheinland-Pfalz), so kam sie bereits sehr früh in Kontakt mit Edelsteinen und hat sogar gelernt, diese zu schleifen. Viele der besonderen Stücke in ihrer Praxis hat sie selbst gefunden und bearbeitet. Sie verkauft neben ätherischen Ölen und Naturkosmetik auch die begehrten Inhalations-Sticks – sogar in mehreren Farben. Wer diese bestellen möchte oder mal am Bodensee eine Massage der Luxusklasse (zu erschwinglichen Preisen) genießen möchte, sollte hier vorbeischauen und bei Facebook Sabines Tipps und Termine nachlesen!