boronia megastigma – ein kostbarer feiner duft


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyNochmals schicke ich ein paar duftende Grüße aus dem sonnigen Südwest-Irland, die Duft-Erlebnis-Woche-Gruppe, die heute abreiste, hatte wundervolle Tage, wir schnupperten und fotografierten super-seltene Duftpflanzen. Die unten abgebildete Boronia megastigma (Duftende Korallenraute) aus der Familie der Rautengewächse (wie die Zitruspflanzen) liefert ein traumhaft-blumiges, jedoch sehr kostenintensives Absolue. Es kostet bei Maienfelser Naturkosmetik 79 Euro für 1 ml! Ähnlich wie Irisöl enthält es hauptsächlich Ionon (und Dodecylacetat).

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyÜberhaupt haben wir noch einige andere sehr seltene duftende Verwandte der Zitrusfrüchte kennen gelernt, sie alle blühen derzeit: Choisya ternata (Mexikanische Orangenblume), Poncirus trifoliata (Chinesische Dreiblättrige Orange) und der hübsche tasmanische Großstrauch Acradenia frankliniae. Wir haben dazu viele fein duftende Vertreter der Myrtengewächse studiert (oben eine wunderschön blühende enge Verwandte des australischen Teebaums), in der Sonne gefaulenzt, acht Schwäne am Seminar- und Gästehaus bewundert und das besondere Öl der Japanischen Sicheltanne (Cryptomeria japonica) ausführlich, mit Hilfe von diversen Übungen, auf uns wirken lassen, mit und ohne den Baum zu sehen und zu spüren.

Ich kann derzeit kaum Mails und sonstige Anfragen beantworten, also nicht böse sein! Für die zwei kommenden (deutschsprachigen) Duft-Erlebnis-Wochen vom 7. bis 14. Juni und 12. bis 19. Juli sind übrigens noch Plätze frei!

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aida-duftreisen – noch drei wochen frühbucher-rabatt


Schule für Aromatherapie Eliane Zimmermann

Derzeit arbeite ich an einem Vortrag, den ich im März in Asien halten werde, diese Bücher stemme ich jeden Tag hin und her. Bei den Duft-Erlebnis-Wochen darf in diesen und vielen anderen Büchern geschmökert werden.

Lange hat es gedauert, Turbulenzen der besonderen und stressigen Art versuchen derzeit immer wieder, mich von der Arbeit abzulenken. Ich bitte um Entschuldigung und bedanke mich bei den Duftreisen-InteressentInnen, die ganz treu und lange auf die aktualisierte Broschüre und die Anmeldeformulare gewartet haben. Nun sind diese fertig und liegen zum Download bereit:

  • Die aktualisierte Broschüre für die vier Aromatherapie-Wochen finden Sie hier (2 MB),
  • das inspirierende Heftchen für die zwei Garten-Wochen mit Herstellung eines Naturparfüms finden Sie hier (3 MB),
  • die Preistabelle finden Sie hier.
  • das Anmeldeformular zum am PC ausfüllen und gleich abschicken finden Sie hier.

Auch wenn bereits etliche Anmeldungen vorliegen, habe ich den Frühbucher-Rabatt um einige Tage verlängert, die Preise haben sich gegenüber dem vergangenen Jahr nicht verändert (allenfalls mussten einige Transferpreise von den Flughäfen Cork und/oder Kerry [je knapp 80 km] den Benzin-, Bus- und Taxipreisen angepasst werden).

Unsere Assistentin Antje Wendel kann denjenigen, die sich mit Flügen und Flughäfen unsicher fühlen, mit Tipps behilflich sein, Sie finden jedoch wichtige Tipps dazu hier.

Die Themen sind auch dieses Jahr wieder bunt und vielfältig, sie sind für Laien und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Dazu kann an über 100 Fläschchen geschnuppert werden und viele exotische subtropische Heil- und Duftpflanzen können bestaunt werden: über 100 Jahre Eukalyptusbäume, fast genau so alte Manukabäume, traumhaft nach Maiglöckchen duftende Skimmiasträucher, Osmanthusblüten, die an Aprikosen erinnern, Teebaum-Tee kann probiert werden… Viele besondere, weil alte, vergriffene oder teure Fachbücher liegen zum Schmökern aus. Eine aromatherapeutische Mischung wird hergestellt (und somit wird ein Dufthauch Urlaubsgefühl mit in die Heimat genommen). Nicht zu vergessen: Es gibt reichlich Gelegenheiten zum angeregten Austausch mit Gleichgesinnten (letztes Jahr hat Réjeanne eine schöne Zusammenfassung geschrieben) und zum Fragenstellen an die Dozentinnen. Dieses Jahr wird Christine Lamontain Spannendes über die Integrale Osmologie mit uns teilen und üben. Urlaubsstimmung entsteht schon beim Blick aus dem Fenster oder bei den Pausen am Meer, freilich auch auf den Exkursionen. Die Themen auf einen Blick (mehr hier, die Kosten- und Infoseite ist hier):

  • 3. Mai – 10. Mai 2014: Evidenzbasierte Aromapflege
    auch und insbesondere bei chronischen Krankheiten wie Krebs und Demenz
  • 24. Mai bis 31. Mai 2014: Happy Düfte
    Öle die dem Seelenleben gut tun – Ätherische Öle als Verstärker unserer Neurotransmitter, die Nase als Wegweiser zum Wohlbefinden mit Gast-Referentin Christine Lamontain (Integrale Osmologie)
  • 7. bis 14. Juni 2014: Aromatherapie für Sie
    Ideen und Rühr-Workshop zur Herstellung einer wirklich effektiven aromatischen Hausapotheke, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den jeweiligen therapeutischen Wirkweisen (Schwerpunkt Blütenwässer und Kräuterhydrolate)
  • 12. bis 19. Juli 2014: Aromatherapie für Sie
    Ideen und Rühr-Workshop zur Herstellung einer wirklich effektiven aromatischen Hausapotheke, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den jeweiligen therapeutischen Wirkweisen (Schwerpunkt Fette Heilöle)

GUTSCHEIN  ::  Sie können auch jemandem ein duftes Geschenk machen, indem sie einen hübschen Gutschein verschenken, sie können diesen hier runterladen, er wird durch Ausfüllen mit der vierstelligen Codezahl, die Sie nach Überweisung des vereinbarten Betrages erhalten, gültig. Schreiben Sie uns eine E-Mail: duftreisen@aromapraxis.de oder rufen Sie uns unter unserer deutschen Servicenummer an: 0049  89 896 23 290

glücklich mit duftpflanzen und pflanzendüften


Ardnagashel_GunneraEin Bericht von Réjeanne Zbinden, die als Gewinnerin bei der Verlosung anlässlich des 20-Jahre-Jubiläums von AiDA, meiner Schule für Aromatherapie, vergangene Woche an der Duft-Erlebnis-Woche am Meer in Südwest-Irland teilgenommen hat.

„Glücklich durch Düfte“, so lautet der Titel einer der vier Duftwochen, die Eliane dieses Jahr angeboten hat. Und für mich trifft er voll und ganz zu. Als Ende letzten Jahres auf ihrem Blog ein Wettbewerb gestartet wurde, bei dem es die erste dieser Wochen zu gewinnen gab, habe ich ohne grosse Hoffnung den Kommentar mit der Anzahl meiner ätherischen Öle und meinem Lieblingsöl abgesetzt – seit ich denken kann, habe ich an Wettbewerben teilgenommen, aber nie gewonnen.

Anscheinend hat mein Glück auf genau diesen Wettbewerb gewartet. Nicht nur wurde mein Name gezogen, sondern ich konnte sogar für eine andere als die ausgeschriebene Woche nach Irland reisen. Denn in meiner Sorglosigkeit habe ich die Ausschreibung nicht genau genug gelesen und darum nicht festgestellt, dass die ausgeschriebene Woche eigentlich gar nicht in meinen Terminkalender passte. Danke Eliane für den Wettbewerb und Deine Flexibilität.

Die Vorfreude war gross, Flug, Unterkunft in Dublin, Bus nach Cork und zurück rasch und bald gebucht. Und am Freitag, 12. Juli ging es dann endlich los: da die Flugzeiten ab Zürich etwas ungünstig liegen, war ein halber Tag in Dublin auch noch Teil meiner Irlandreise.

DublinBei bereits sehr sommerlichen Temperaturen (es sollte die ganze Woche so bleiben – das uns „angedrohte“ irische Wetter mit Regenschauern und eher kühlen Temperaturen hat uns verschont, mitgeschleppte Stiefel, Regenpellerinen und dicke Jacken wurden schon gar nicht ausgepackt) ging es am Samstag per Bus weiter nach Cork, wo ich von Markus abgeholt wurde. Auf dem Flughafen holten wir noch die Teilnehmerinnen ab, welche aus München angereist waren. Während der Fahrt nach Ardnagashel House konnten wir bereits zum ersten Mal die wunderschöne Gegend des Südwestens bewundern. Und obwohl kein Nebel über den Feldern hing, welcher die Szenerie in einen mystischen Dunst hätte hüllen können, konnte ich mir plötzlich vorstellen, dass überall Feen und Elfen schweben – ein seltsamer Traum.

In Ardnagashel House wurden wir von Eliane herzlich begrüsst und in unsere Zimmer geführt. Ich durfte das Gold-Zimmer beziehen, wunderschön im ersten Stock gelegen, mit einem traumhaften Ausblick über die Bucht. Viel Zeit für das Auspacken blieb nicht, die „offizielle“ Begrüssung, erste Einblicke in das geplante Programm und ein ausgezeichnetes Abendessen warteten auf uns. Und da war dieser magische Anziehungspunkt Kamin, respektive dessen Aufbau (Foto rechts), auf dem scheinbar unendlich viele Düfte nur darauf warteten, von uns entdeckt und erschnuppert zu werden. Erschöpft, erschlagen von vielen Eindrücken und fasziniert von neuen Ölen war bald einmal Nachtruhe angesagt.

DuftkofferWas in den nächsten Tagen folgte, war ein Highlight gereiht an das nächste. Nach einer Vorstellungsrunde draussen am Meer folgte am Vormittag ein erster Theorieteil über die „Kommunikation“ der ätherischen Öle mit den ältesten Teilen unseres Gehirns. Ein spannendes Thema, welches uns auch an den beiden weiteren halben Theorietagen fesselte und ein ganz neues Verständnis über die Wirksamkeit dieser wunderbaren Geschenke der Pflanzen an uns Menschen weckte. Es war ein intensives Geben und Nehmen von Wissen und Erfahrungen. Aufgelockert und vertieft wurde das Gelernte durch das Riechen an vielen unterschiedlichen Düften (ich sage nur Oud!) und das Herstellen eines Roll-On und eines Sprays. Doch die eigentlichen Highlights warteten draussen. Da waren einerseits die Gärten: den Garten und Wald von Ardnagashel House mit seinen riesigen Bäumen, Myrten-Dickicht und unendlich vielen Rhododendron-Sträuchern erkundeten wir am ersten Nachmittag.

Garinish IslandDer Bamboo-Park beeindruckte uns durch die gewaltige Lebenskraft des Bambusrohres und exotischen Pflanzen, welche eine Weltreise auf kleinstem Raum ermöglichten. Als Höhepunkt stand die Garteninsel Garinish Island (Foto links) auf dem Programm. Neben zauberhaften Anlagen nach Architekturvorbildern aus ganz Europa war auch hier die pure Kraft der Pflanzen zu spüren, die sich kaum von Menschenhand bändigen lässt. Ardnagashel Bamboo Park Garinish Island Neben den Gärten gab es auch die Gelegenheit, spannende Menschen kennenzulernen. Die beiden Aussteiger Sioned und David zeigten uns ihre Gärten und den von Hand neu angelegten Wald. Nicht nur ich bewunderte die Leidenschaft dieser Menschen, die sich mit dem Lebensnotwendigsten begnügen und ihre Vision einer besseren Welt konsequent leben und umsetzen. Auch von diesem Besuch kehrten wir mit neuem Wissen und Einsichten zurück nach Ardnagashel House. Mutterkraut in Sioneds Garten Aber so schön auch die von Menschenhand angelegten Gärten sind: besonders eindrücklich waren für mich die Landschaft (ja, ich weiss, auch sie ist von Menschen geprägt), die wir auf einer gemeinsamen Fahrt und dem Ausflug „im kleinen Kreis“ an unserem freien Nachmittag entdeckten.

DurseyVon Steinkreis, Buddhistischem Retreat, imposantem Leuchtturm bis hin zu Bergen, schroffen Klippen und Karibik-Sandstränden gab es alles zu sehen. Und dazwischen überall die Pflanzen, welche mich immer am meisten berühren: die Bachblüten. Holly, Honeysuckle, Heather, Centaury, Gorse – ein Paradies für mich. Auch die Tierwelt kam nicht zu kurz. Bereits auf der Fahrt nach Garinish Island wurden wir von ruhenden Robben beäugt. Auf der Waltour am letzten Tag nahmen sich die Wale zwar eine Auszeit, der eine kurz auftauchende Tümmler löste dafür die umso grössere Begeisterung aus und die Robben haben die grösseren Meeressäuger gut vertreten. Und wer einmal meinen Avatar gesehen hat, wird wissen, dass ein Land, in dem Wildkaninchen frei herum hoppeln, bereits ein paar Pluspunkte auf dem Beliebtheitskonto hat… Viel zu schnell neigte sich die Woche dem Ende zu, es hiess Abschied nehmen von Ardnagashel, den Frauen der Duftgruppe, den mitgereisten Männern und nicht zuletzt von Antje, Markus und Eliane.

Gorse_CenaturyLiebe Eliane, Ihr habt Euch ein wunderschönes Fleckchen Erde ausgesucht. Danke, dass Ihr es mit uns geteilt habt, dass Ihr uns an Eurer Faszination und dem grossen Wissen über Pflanzen, Land, Geschichte und Leute habt teilhaben lassen. Auch nach ein paar Tagen zuhause im Alltag ist meine Seele noch in Irland, sie kommt nur ungern zurück.

Wer Réjeanne kennen lernen möchte, kann nach Basel fahren 😉 oder sie auf ihrer  Website (klick!) besuchen! [© Fotos: Réjeanne Zbinden]

Fastnet Rock

duft-erlebnis-woche


Eliane ZimmermannDerzeit bin ich im Voll-Einsatz bei der hochsommerlichen Duft-Erlebnis-Woche, tausenderlei Informationen und Eindrücke für Anfängerinnen und Fortgeschrittene, Austausch, Inspirationen. Sonne, Sand und Meer in den Pausen. Braucht schon jemand die Termine für nächstes Jahr?! 😉

Eliane ZimmermannDer Blick aus dem Unterrichtsraum ist fast zu ablenkend…

der baum, der die menschen zum staunen bringt


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDie Saison für unser Seminar- und Gästehaus ist nun mit der Abreise einer letzten Gruppe vorbei, diese gut sechs Monate sind vergangen wie im Flug, unglaublich. Gestern zeigten sich Haus und der große Park drumherum im allerschönstem und warmem Herbstlicht, es war sehr beglückend und ich bedaure fast, dass wir keine Kurse und Wanderwochen in dieser schönen Jahreszeit anbieten. Doch die Ruhephase muss für Vorbereitungsarbeiten für die Saison 2013 genutzt werden.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDieser Baum – nur eine Fußminute vom Seminar- und Gästehaus Ardnagashel House entfernt – bringt wirklich JEDEN Gast zum staunen, sogar Gäste, die nicht für Garten- und Duftpflanzenerlebnisse zu uns kommen. Wenn man unter dieser Persönlichkeit mit ihren vielen knorzigen Armen und Rüsseln steht, bleibt einem schier die Sprache weg, vielleicht fürchtet man sich sogar ein bisschen, Ehrfurcht hat man auf alle Fälle. Und die meisten Menschen verspüren das Bedürfnis, den urigen Riesen zu berühren, seinen einzigartigen Charakter zu spüren, sich auf einen der eigenartig zum Boden wachsenden Rüssel Äste zu setzen, wie die liebe Kollegin Ruth von Braunschweig auf diesem (klick!) Foto. Man sagt, Bäume dieser Baumgattung seien die größten Bäume der Welt, denn jede Sicheltanne bildet im Laufe der Jahrhunderte viele Ableger, so dass ein ganzer Wald um den Mutterbaum herum entsteht. Dieses Prachtexemplar in Ardnagashel ist immerhin der Champion von ganz Irland, also der Größte seiner Art auf der Grünen Insel. Dabei ist er mit seinem gut 200 Jahren noch ein Baby, ein Bonsai sozusagen!

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDas ätherische Öl aus den Zweigen und fast halbmondförmigen Nadeln der Cryptomeria japonica, der Japanischen Sicheltanne (Sugi), duftet holzig-grün, etwas ähnlich wie das aus der Atlaszeder, es enthält viele verschiedene Sesquiterpenverbindungen wie 11 Prozent Elemol, neben etlichen Monoterpenen ist Terpinen-4-ol mit 10 Prozent vertreten. Es wirkt  laut einigen Studie gegen diverse pathogene (krankheitsfördernde) Bakterienstämme im Mund, gegen diverse Hautbakterien und entzündungshemmdend, wie so viele Baumöle. Ich habe es bislang nur bei Maienfelser Naturkosmetik entdeckt.

Ein guter japanischer Reiswein darf in Fässern reifen, die aus diesem Holz hergestellt wurden und nimmt dadurch ein zartes harzig-balsamisch-holziges Aroma an.

Zu den Vorbereitungsarbeiten für die kommende Saison gehört auch die Aktualisierung der Duft-Erlebnisreisen zu diesem Ort – Ardnagashel Estate –, den einst die Familie der ersten Botanikerin Irlands, Ellen Hutchins (1785-1815) bepflanzte. Ob sie damals ahnte, dass fast 200 Jahre später viele DuftenthusisastInnen durch diesem Park spazieren würden, begeistert Zweige, Zapfen, Moose und auch Treibholz einsammeln würden? Und sich von den betörenden Farben und Düften der im April und Mai blühenden Rhododendren verzaubern lassen würden? Und dass eine verrückte passionierte Aromatherapie-Lehrerin im Herbst die Früchte der Anden-Myrte (Myrtus luma bzw. neuerdings Luma apiculata) naschen würde? Diesen wunderschönen Baum, der übrigens derzeit immer noch blüht, hat einer von Ellens Brüdern höchstpersönlich aus Chile ins britische Empire gebracht. Nur in der Gegend um Glengarriff wächst er wie Unkraut, also fast besser als in seiner südamerikanischen Heimat.

Jedenfalls – damit zurück zu den Vorbereitungen – ist nun endlich die neue Broschüre für die AiDA-Duft-Erlebnisreisen 2013 fertig und steht zum kostenlosen Download (klick! sie hat 16 Seiten mit knapp 2 MB) bereit, auch das modernisierte Anmeldeformular – es kann nun per Acrobat Reader bequem ausgefüllt werden – liegt hier (klick!) bereit (alle, die sich bereits haben vormerken lassen, bekommen es in den nächsten Tagen gemailt). Und wer schon hier war, kann vielleicht mit den Fotos ein Stück Erinnerung an den duften Frühling in Irland heraufbeschwören…. Zum Abschluss noch eine nette Ansicht von der Fahrt zur Blumeninsel Garinish Island.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

danke…


Eliane Zimmermann_AiDA Aromatherapy…für das zahlreiche Feedback zu meinem Hydrolate-Text. Ich werde das Ding nun „Abhandlung über Hydrolate – 112 layoutete Seiten stark“ 😉 nennen, da der Begriff „Buch“ oder gar E-Book in unserer Branche doch auf starke Ablehnung oder auf Befremden stößt. Ich finde, für  ein neues und junges Gebiet wie die ‚Welt der Hydrolate‘ ist diese moderne Version des Lesens sehr praktisch, weil man per Suchfunktion immer exakt an die Stellen hüpfen kann, wo man gerade möchte, man muss nicht umständlich etliche Seiten durchforsten, nach mehrfach im Register aufgelisteten Stichwörtern (die oft sehr lückenhaft von Lektoren oder Autoren aufgeführt werden).

Ich finde zudem, dass auf diese Weise regelmäßig aktualisierte Neuauflagen getätigt werden können, im Fall vom demnächst aus dem Manuskript hergestellten Kindle-Book völlig kostenlos für die LeserInnen, die einmal bestellt haben. Ich lese derzeit das neue Buch von Kurt Schnaubelt The Healing Intelligence of Essential Oils auf dem Kindle und ich bin wirklich begeistert, weil man alle markierten Stellen in einem Ordner vorfindet, so dass man später in seiner personalisierte Kurzversion des Buches nachlesen kann. Gewöhnungsbedürftig war es für mich als studierte Grafikerin und Typografin schon, doch ich schätze nun die enormen Vorteile. Und nach vier Büchern in konventionellen Verlagen wollte ich mal nicht 90 (und mehr) Prozent meines Honorars abgeben!

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyMomentan läuft die erste Botanikwoche, wir sind alle im Blüten- und Psycho-Aromatherapie-Rausch! Und genießen diese Abendmomente aus den Fenstern des Seminarhauses. Und natürlich auch bezaubernde Tageslichter und Wolkenspiele, das Wetter ist noch herrlich aprilmäßig drauf. Wer die 112-seiten dicke Datei mit der Übersicht über die Hydrolate-Pflege- und Therapie noch bestellen möchte, kann das hier machen.

styraxöl für die süße inhalation


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyInsbesondere Kinder, jedoch auch ältere Menschen mit angegriffenen Atemwegen, mögen oder vertragen Inhalationen und Brusteinreibungen mit den typischen eukalyptusriechenden Ölen nicht. Eine wohlduftende Alternative ist ein Tröpfchen des leicht marzipanartig duftenden Styraxöles, gewonnen aus dem großen Amerikanischen Amber-Baum Liquidambar stryraciflua (in meinem Kursbuch hat sich dieser Fehler, Liquidamber mit E zu schreiben, bis in die 5. Auflage durchgeschlichen). Ein kleinerer naher Verwandter aus der Türkei heißt Liquidambar orientalis. Beide gehören zur Familie der Hamamelisgewächse (wie auch die Zaubernuss). Die wunderschönen herbstbunten Blätter werden von Laien meistens für Ahornblätter gehalten – er ziert im mittleren Europa oft Parks und Gärten.

Auch wenn die zerriebenen Blätter fein duften können, das ätherische Öl wird aus dem Harz destilliert und enthält alpha-Pinen, Sabinen, Terpineol-4 (Hauptinhaltsstoff von Teebaumöl), dazu verschiedene aromatische Alkohole, Ester und Säuren. Spuren des aromatischen Aldehyds Vanillin untermalen das leicht süßliche Aroma, das deutlich, jedoch nicht unangenehm an ‚Maler und Lackierer‘ oder Füllerpatronen erinnert. Das Öl wirkt antibakteriell, schleimlösend und krampflösend. Es ist ein wundervoller Inhaltsstoff für Hautsalben, wenn undefinierbare Entzündungen, Geschwüre und Schuppungen plagen und wenn Hämorrhoiden drücken. In Brustsalben 1%-ig eingearbeitet, lindert es Husten und Kurzatmigkeit bei Bronchtis. Auch Einreibungen neben der Nase zur Linderung von Nebenhöhlenbeschwerden damit können hilfreich sein. Zudem sorgen die vielen verschiedenen phenolischen Verbindungen für eine Aufhellung von trüber Stimmung.

Ich finde es eigenartig, dass ich in einschlägigen Datenbanken keine Hinweise auf wissenschaftliche Studien zu diesem Öl finde, seine Wirkungshinweise beruhen auf der traditionellen Erfahrungsmedizin. Wichtig ist es übrigens, auf destillierte Qualität zu achten, denn Extrakte (Resinoide, eher dunkel und extrem klebrig) können reizende Stoffe enthalten. Dennoch sollte Menschen mit ausgeprägter Neigung zu Allergien vorsichtig mit dem Öl sein.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

American Sweet Gum essential oil distilled from Liquidambar styraciflua is an effective and sweetish (even slightly marzipan-like) smelling help in inhalations against bronchial complaints. It is a good alternative for very sensitive patients like small children and elderly people who don’t like pungent eucalyptus-like smells. It can be added to self made ointments against ulcers and different kinds of skin ailments. As it contains many aromatic (phenolic) molecules it also has a good uplifting action.

schmerzen und ätherische öle


Kürzlich schrieb eine Blogleserin und erlaubte mir, ihre Erkenntnisse für alle ähnlich Betroffenen mitzuteilen:

Ich fand den Eintrag zu Rhododendron und bestellte mir das Öl, das mich faszinierte aus Neugierde. Vor ca. 2 Jahren hatte ich einen Arbeitsunfall an der rechten Hand, die schließlich operiert werden musste (vor der OP bekam ich Cortisonspritzen – nur mit kurzem Erfolg). Nun war meine Hand vor einiger Zeit wieder sehr beansprucht, dass sich wieder Schmerzen zeigten. Ich verwendete zunächst mein Schmerzöl, das auch Wintergrün und Rhododendron enthält. Aber das war nicht so sehr effektiv. Da fiel mir Ihr Artikel zu Rhododendron ein. 3 Abende hintereinander gab ich jeweils einen Tropfen davon direkt auf die längst gut verheilte Narbe – die Schmerzen sind völlig verschwunden! Allerdings habe ich auch über längere Zeit den Duft einfach aus Freude immer mal wieder verwendet. Nun ist das Fläschchen leer und ich weiß nicht, woher ich Nachschub bekommen kann. Primavera hat es nicht mehr im Sortiment. Gibt es ein vergleichbares anderes Öl?

Grundsätzlich wirken alle Öle, die reich an alpha- und beta-Pinen sind, ähnlich schmerzlindernd, man muss jedoch das am besten wirksame Öl selbst heraus finden. Denn ätherische Öle wirken ganzheitlich und so gibt unter den restlichen Inhaltsstoffen immer welche, die einem besonders gut tun oder die in der individuellen Situation gar nichts bewirken. Die Nase als Wegweiser ist ein guter Indikator für das momentan passendste Öl (das kann sich bereits nach einigen Tagen der Anwendung ändern, so dass es plötzlich unangenehm riecht). Die Inhaltsstoffe als Wegweiser weisen auf folgende schmerzlindernde Öle (was jedoch nicht bedeutet, dass andere Öle mit anderen Inhaltsstoffe-Schwerpunkten nicht noch besser schmerzlindernd wirken können:

  • Abies alba (Weißtanne): 50% alpha-Pinen, 13% beta-Pinen
  • Abies balsamea (Balsamtanne): 35% beta-Pinen, 10% alpha-Pinen
  • Angelica archangelica (Angelikasamen und Angelikawurzel): bis 70% gemischte Monoterpene
  • Boswellia serrata (Indischer Weihrauch): 80% gemischte Monoterpene
  • Boswellia sacra/carterii (Arabischer Weihrauch): 70% gemischte Monoterpene
  • Cistus ladanifer (Cistrose): 47% alpha-Pinen
  • Cupressus sempervirens (Zypresse): 60% alpha-Pinen
  • Eucalyptus staigeriana (Zitroniger Eukalyptus): 45% gemischte Monoterpene
  • Ferula galbaniflua (Galbanum): 36% beta-Pinen, 18% alpha-Pinen
  • Kunzea ericoides (Kanuka): 63% alpha-Pinen
  • Melaleuca leucadendra (Cajeput): 35% beta-Pinen
  • Nigella sativa (Jungfer im Grünen/Schwarzkümmel): 55% p-Cymen
  • Myristica fragrans (Muskatblüte und -Nuss): 15-25% alpha-Pinen, 10% beta-Pinen
  • Myrtus communis Ct. Pinen (Anden-Myrte): 63% alpha-Pinen, 7% beta-Pinen
  • Pinus cembra (Zirbelkiefer): 37% alpha-Pinen, 10% beta-Pinen
  • Pinus sylvestris (Waldkiefer): 43% alpha-Pinen, 33% beta-Pinen
  • Piper nigrum (schwarzer Pfeffer): 14% alpha-Pinen, 14% beta-Pinen und viele andere Monoterpene

Die meisten dieser Öle sind genau wegen ihres relativ hohen Monoterpengehaltes nicht extrem lange haltbar, da diese Stoffe mit dem Sauerstoff in der Flasche reagieren und dann oxidieren. Sie sollten circa drei Jahre nach dem Öffnen der Fläschchen aufgebraucht sein und zumindest nicht mehr auf empfindlicher Haut verwendet werden (dann als Putzmittel verwenden). Die oben stehenden Fotos von Rhododendron anthopogon, dem wunderbar duftenden Räucher-Rhododendron, stammen von einem der renommiertesten Rhododendron-Züchter weltweit in Schottland Glendoick, man kann derzeit dort Pflanzen bestellen (nur im Herbst/Winter, wenn diese ruhen).

PS Das ätherische Öl und auch die getrockneten Blätter zum Räuchern kommen meines Wissens nach immer aus Nepal, die frische Pflanze kann man jedoch aus Schottland beziehen.

Some essential oils have a remarkable property to relieve pain. A reader wrote that her essential oil of Rhododendron anthopogon helped her with an extremely painful scar in her hand which had undergone surgery. But her favourite brand isn’t available any more so she asked for alternatives. I recommend to use your nose to find suitable oils for your actual condition – it will tell you what you need. If you prefer to check the analysis of the essential oils those with a relatively high content of monoterpenes can indicate an analgesic action, see the list above.

fortbildung auf duften veranstaltungen


2012 gibt es reichlich anspruchsvolle Möglichkeiten, sein Wissen über ätherische Öle aufzufrischen oder zu vertiefen.

5. – 12. Mai 2012  ”Glücklich durch Düfte – Ätherische Öle als Verstärker unserer Neurotransmitter, die Nase als Wegweiser zum Wohlbefinden” im neuen AiDA-Haus am Meer in Glengarriff
Pflanzen und Insekten bilden immer noch – nach Millionen von Jahren – eine spezielle, sehr fein abgestimmte Einheit: Pflanzen benutzen ihre Lockstoffe ähnlich wie Neurotransmitter, um Befindlichkeiten zu korrigieren (für diese dann jeweils spezielle Insekten zuständig sind). Unser Körper, unser Gehirn erkennt diese „pflanzlichen Neurotransmitter“ auch noch erstaunlich gut und kann sie ganz schnell zur Korrektur seiner eigenen Missbefindlichkeiten nutzen und in eigene Seelen-Stoffe umbauen. Bestimmte Bestandteile (oder alle?) von ätherischen Ölen sind also eine Sprache, ja sie sind Buchstaben, mit denen sie den Nutzinsekten „erzählen“ können, woran es gerade mangelt (oder auch was der Pflanze zuviel ist). Menschen scheinen diese Sprache auch verstehen und lesen zu können, aber eben nicht mit dem Großhirn, sondern mit dem Limbi schen System. Zusammenfassend kann man sicherlich behaupten, dass menschliche Nervenzellen sich gerne von pflanzlichen Lockstoffen wie Vanillin & Co verlocken und verführen lassen können.

5. Mai 2012 in Schloss Zinneberg Glonn bei München Tag der Naturaromen – Das erste DreiLänderSymposium in Deutschland organisiert vom Münchner Arbeitskreis Naturaromen

  • Begrüßung: Ruth von Braunschweig
  • Evelyn Deutsch: „Traditionelles Wissen in neuem Gewand“
  • Dorothea Hamm: „Keimkiller Neroli oder Allestöter Lemongras?“
  • Claudia Arbeithuber: „Naturaromen – Kooperationsmöglichkeiten im Pflegeprozess“
  • Ute Bayrak „Psycho-Aromatherapie“
  • gemeinsames Mittagessen, Besuch der Ausstellung
  • Marlene Eberle „Mama zaubert mit Düften“
  • Anusati Thumm: „Im Reich der Wurzelöle“
  • Dorothea Rupprecht: „Mit heimischen Kräutern und Harzen räuchern“

12. und 13. Mai 2012 in Warwick/Großbritannien. Eine seltene Möglichkeit, den „Vater“ der modernen Aromatherapie Robert Tisserand, zu erleben, veranstaltet von den Inhabern der Firma ‚Shirley Price‘ (bei der ich vor bald 25 Jahren mein Diplom machte). Details  bei PureAromatherapy Kosten £ 180+MwSt. (das Pfund steht derzeit nicht schlecht für Euro-Verdiener!)

19.  –  26. Mai 2012  ”Aromatherapie für Sie” – Ideen- und Rühr-Workshop zur Herstellung einer wirklich effektiven aromatischen Hausapotheke im neuen AiDA-Haus am Meer in Glengarriff
Welche Öle eignen sich zur Selbstmedikation? Was kann ich daraus herstellen? Gibt es wirklich einfache Rezepturen? Ergänzend zum gleichnamigen Buch werden wir ätherische Öle von ihrer praktischen Seite erleben: schnuppern, anfassen und verarbeiten. Wir erfahren, dass es Nachweise über die Wirksamkeit von ätherischen Ölen bereits seit über 100 Jahren gibt. Somit können wir viele wirklich effektive Hausmittel für die täglichen großen und kleinen Wehwehchen herstellen. Schnell und unkompliziert. Für Frauenthemen wie Menstruations­schmerzen und Pickel genauso wie für Kinderprobeme wie Ängste und Lernblockaden. Auch für Männerthemen wie Haarausfall gibt es schnell herzustellende und oft stark wirksame Mixturen. Selbst ist die Frau und zaubert in ihrer modernen ”Hexenküche” wohlriechende Salben und Wässerchen mit dem exakten Wissen, was im Produkt enthalten ist (sicherlich weder schädliche Zusätze noch überteuert verkauftes Wasser).

19. und 20. Mai 2012 in Baden bei Wien 2. Kongress der Vereinigung ärztlich geprüfter AromapraktikerInnen

  • Dr. Wolfgang Steflitsch: „Klinische Erfahrungen aus der Aromatherapie“
  • DGKS Evelyn Deutsch: „Traditionelles Wissen in neuem Gewand – Überlieferungen, Erfahrungen, Forschung“
  • Mag. Dr. Christian Gepart: „Rechtliche Aspekte in der Aromapflege“
  • Ingeborg Stadelmann: „Aromatherapie von der Schule bis ins Erwachsenenalter”
  • Dr.in Veronika Schöpf: „Einführung in die funktionelle Bildgebung des olfaktorischen Systems”

Zweiter Tag, 20. Mai 2012

  • Miriam Wiegele: „Heilpflanzen im Wonnemonat Mai für Frau und Mann“
  • Monika Mach: „Aromatogramme“
  • Dr. Kurt Schaubelt: „Warum Öle wirken, das biologische Programm“
  • Mag.a Sabine Hönig: „ Ätherische Öle im Stressmanagement“
  • Mag.a Alexandra Schreiner „Fette Öle aus ernährungswissenschaftlicher Sicht-Was steckt wirklich hinter Omega 3 und Omega 6?“

9. – 16. Juni 2012 ”Ätherische Öle bei Krebs und anderen schweren chronischen Krankheiten” im neuen AiDA-Haus am Meer in Glengarriff
Wie oft begegnen wir Menschen in unserem Umfeld, die sich an Wendepunkten des Lebens befinden, sei es körperlicher Art oder seelischer Natur – oder es hat uns selbst erwischt. Wir wollen helfen, mit Rat und Tat zur Seite stehen, trauen uns jedoch nicht so recht. In solchen Fällen können ätherische Öle wertvolle Helfer sein, denn ihre vielen Facetten beinhalten sowohl pflegen als auch heilen. Ein achtsam betreuter Mensch kann seine Selbstheilungskräfte viel schneller mobilisieren als eine durchgeschleuste Nummer im anonymen Gesundheitswesen – und oftmals sein Schicksal zum Guten wenden. Auch wenn die duften Helfer in den seltensten Fällen Wunder vollbringen können, bieten sie doch wertvolle Unterstützung selbst bei scheinbar hoffnungslos erkrankten Menschen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass einige Inhaltsstoffe der Öle Krebszellen zum Rückzug bewegen können, viele Öle regulieren Entzündungsprozesse, die vermutlich als Vorläufer von Tumoren eine Rolle spielen, andere Öle wirken antiviral, was bei einigen Krebsarten von Vorteil ist.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy7. bis 10. September 2012, BOTANICA 2012, Dublin/Irland. Rhiannon Harris, die brilliante Herausgeberin des International Journal of Clinical Aromatherapy lädt ein zu vier Tagen mit weltbekannten Exerperten, die über Neues auf dem Feld der Pflanzen­medizin und Klinische Aromatherapie berichten werden. Eine der besten Möglichkeiten weltweit, um sich zu informieren und auszutauschen , natürlich vor allem um hochkarätiges Wissen von weltbekannten ReferentInnen zu aktualisieren. Dazu gibt es eine internationale Messe mit Produzenten und Lieferanten von ätherischen Ölen aus vielen Ländern. Ganz einmalig ist die einzigartige harry-potter-artige Atmosphäre des Trinity College. Und eine prima Gelegenheit, die schöne Hauptstadt Dublin zu erkunden. Detaillierte Infos (in den kommenden Wochen) hier.

29. September 2012 (Samstag) in Basel/Schweiz: 2. Fachtagung ‚Ätherische Öle in der Psychiatrie‘ an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel, Infos bei Regula Rudolf von Rohr: regula.rudolfvonrohr [at] upkbs.ch (Spamschutz: bitte @ einsetzen und Leerzeichen löschen). Eine Zusammenfassung der gelungenen 1. Fachtagung (2010) ist hier nachzulesen.

One of the most important events to update your knowledge in aromatherapy will be BOTANICA 2012, organized by Rhiannon Harris, the editor of  International Journal of Clinical Aromatherapy The four day event will be held in Dublin, Ireland in the magnificent Trinity College which will also offer affordable accomodation (but Bed & Breakfast isn’t expensive in the capital anyway). Information can be found here.

aromapflege-begleitung auch (und gerade) bei schweren krankheiten


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyMenschen, die ätherische Öle in der Pflege von Kranken anwenden, werden gerne belächelt. Verantwortliche Ärzte/innen und auch Pflegedienstleitungen lassen entsprechende Wünsche nach diesem Engagement gerne abblitzen, vor allem in nördlichen und östlichen Gebieten Deutschlands (kein Mensch weiß das sehr augenfällige Nord-Süd-Gefälle bei naturheilkundlichen Behandlungen zu erklären). Wie bereits öfters hier erläutert, können ätherische Öle zwar keine „hoffnungslosen“ Krankheiten heilen, sie können dennoch kleine Wunder und vor allem neue Hoffnung geben. Denn der Verlauf von sehr belastenden Zuständen wird durch eine fachgerechte Aromapflege fast immer extrem positiv beeinflusst. Zudem vermag die BeHANDlung mit ätherischen Ölen auch schwerst erkrankten Patienten/innen ein Stück WÜRDE zurückgeben. Dieses Grundrecht des Menschen, in §1 des deutschen Grundgesetzes festgehalten, gerät zusehends in den Hintergrund. Kranke Menschen werden immer mehr verwaltet und dienen vor allem einem Zweck: der Aktiengesellschaft Krankenhaus zu noch besseren schwarzen Zahlen zu verhelfen und einer unanständig reichen Industrie zu noch mehr Gold zu verhelfen. Und das, obwohl das Recht auf Würde, gerade in kranken Zeiten, einklagbar wäre, Artikel 1, (1) sagt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Nur Pflege die nicht zusätzlich schmerzt, vielmehr Pflege die sogar gut tut, Pflege, die Körper und Seele gleichermaßen betreut, entspricht dem Grundgesetz! Wenn grausame Krankheiten mit einfachen (und vergleichsweise preiswerten) Mitteln gelindert werden können, warum wird es dann nicht viel öfter getan? Einen engagierten Einsatz möchte ich hier zeigen, der zwar wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken mag, aber für den betroffenen Patienten Großes bedeutet. Anja K. hat die Schritte fotografisch festgehalten (wer empfindlich ist, bitte ab jetzt weg schauen!), ich darf sie mit Einverständnis des Patienten, der am Charcot-Fuß leidet, zeigen. Fast immer ist diese Deformierung samt Knochenbrüchen eine Begleiterscheinung von schwerem Diabetes. Die Schmerzen dabei sind zum Glück nicht ausgeprägt, doch die Infektionsgefahr ist riesig und oft droht eine Amputation.

A patient with the neuropathic athropathy called Charcot foot (occurs mostly with patients who suffer from serious diabetes) was discharged from hospital with no further recommendations as to how take care of the horrendous condition of his foot. Nurse Anja, K. looked after him and treated him with the following two recipes of essential oils, each mixed in 500 g (about a pound) of sea salt and 30 ml apricot kernel and St. John’s worth respectively.

AiDA AromatherapyIn diesem Zustand stellte man Anja K. den Patienten vor: 2. Mai, Entlassung aus dem Krankenhaus, Zustand nach Rivanol-Behandlung. Es gab keinerlei Empfehlung zur weiteren Pflege. Nach einem Kernseifenbad zum Lösen extremster Verkrustungen (man sah kaum noch Haut) wurden diese Fotos gemacht. Das aromapflegerische Konzept sah ein regelmäßiges Fußbad vor, das gleichermaßen die Haut wieder aufbauen hilft und Keimen entgegenwirkt. Auf 500g Meersalz und 30 ml Aprikosenkernöl wurden folgende ätherische Öle gemischt:

  • 10 gtt Lavandula angustifolia (Lavendel fein), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 6 gtt. Pelargonium graveolens (Rosengeranie), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 6 gtt. Cymbopogon martinii (Palmarosa), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 6 gtt. Melaleuca viridiflora (Niaouli), hautfreundlich, antiinfektiös
  • 6 gtt. Melaleuca alternifolia (Teebaum), hautfreundlich, sehr breitflächig antiinfektiös
  • 6 gtt. Thymus vulgaris Ct. Linaool (Thymian mild), hautfreundlich, sehr breitflächig antiinfektiös

Ein gestrichener Esslöffel von dieser Salzmischung wurde auf 5 Liter warmes Wasser gegeben und die Füße darin ein bis zweimal darin für circa fünf bis zehn Minuten gebadet. Damit die ohnehin schorfige Haut nicht zu sehr austrocknet (Salz hilft zwar, dass die Öle sich gut in Wasser auflösen, trocknet jedoch aus), sollte abwechselnd ein Bad ohne Salz gemacht werden, in diesem Falle wurden nur 3 Tropfen Lavendelöl in einem Esslöffel Honig aufgelöst und in die 5 Liter Wasser gegeben. Guter Honig verstärkt die antibakterielle Wirkung. Nach zwei Wochen sah der Fuß dann so aus (after two weeks of bathing in the above mixture  the foot looked like that):

AiDA AromatherapyDie Meersalzmischung war nach sieben Wochen aufgebraucht und Anja K. mischte eine neue Variante in 500 g Meersalz und 30 ml Johanniskrautöl:

  • 4 gtt. Lavandula angustifolia (Lavendel extra), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 6 gtt. Pelargonium graveolens (Rosengeranie), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 4 gtt. Achillea millefolium (Schafgarbe), auf chronische Prozesse regulierend wirksam, entzündungshemmend
  • 4 gtt. Melaleuca alternifolia (Teebaum), hautfreundlich, sehr breitflächig antiinfektiös
  • 5 gtt. Cymbopogon martinii (Palmarosa), hautregenerierend, antiinfektiös
  • 4 gtt. Thymus vulgaris Ct. Linaool (Thymian mild), hautfreundlich, sehr breitflächig antiinfektiös
  • 4 gtt. Daucus carota (Karottensamen), auf chronische Hautprobleme stark regulierend wirksam
  • 3 gtt. Matricaria recutita (Kamille blau), auf chronische Prozesse regulierend wirksam, entzündungshemmend

Der Fuß sah inzwischen so aus (after seven weeks the first recipe was replaced by the mixture above and the foot looked like that):

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The Ehefrau des Patienten kümmert sich nun um die Fußbäder ihres Mannes, welche mindestens zweimal wöchentlich durchgeführt werden müssen, da die Haut schnell rückfällig wird. Nicht nur die beiden sind vom Erfolg begeistert, sondern auch deren Hausarzt. Und hier sind wir wieder beim Thema Würde: Diese Behandlung tut nicht nur nicht weh oder ist sonst irgendwie unangenehm, nein, sie duftet ja ganz fein und hat dadurch sogar einen Spaßfaktor. Die Compliance, also das selbstverantwortliche Mitmachen, fällt somit (relativ) leicht. Der Mensch bekommt ein „Werkzeug“, seine Gesundheit (in bestimmten Maßen) selbst in die Hand zu nehmen. Nach bislang vier Monaten ist die Lage immer noch recht stabil (The pics below show the foot after 4 months. The patient’s wife takes care that he bathes his foot at least two times per week as the condition tends to reoccur quite fast. Above I discussed the role of dignity in a patient’s care – aromatherapy is a relatively cheap treatment with great effects and even ‚happylizing‘ side-effects – and a regime is quite easy to follow as the fragrance is nice so the patient’s compliance is easier to achieve as with ‚bitter medicines‘ which might even hurt). 

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