die französische „schule“ der aromatherapie & viele missverständnisse


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

René Liardet in Sault

In den letzten Jahren hören wir immer wieder von der „französischen Schule der Aromatherapie“: Es wird gerne behauptet, sie lehre die einzig richtige Anwendung von ätherischen Ölen. In jüngster Vergangenheit werden auch hämische Rufe laut – vor allem auf Facebook (sowohl im deutschsprachigen Bereich als auch in den USA), dass die „etwas dümmlichen“ VertreterInnen der „deutsch-englischen Schule der Aromatherapie“ ja überhaupt keine Ahnung vom wahren Umgang mit ätherischen Ölen hätten.

Ich möchte etwas Aufklärung in diesen verwirrenden Bereich bringen, denn seit Anfang der neunziger Jahre bin ich mit beiden Richtungen gut vertraut. Zwar erhielt ich mein Diplom in Aromatherapie im Mai 1990 vom College von Shirley Price (SPICA) – also von einer „englischen Schule“, doch weitere Kurse brachten mich mit dem französischen Umgang mit ätherischen Ölen in Kontakt. Spannende Informationen von Martin Henglein, der nicht nur einen englischen, sondern auch ein französischen aromatischen Hintergrund hat und viele Gespräche mit Inge Andres, die damals (ab 1985) die kleine aber sehr feine Firma La Balance in Leutkirch hatte, machten mich auf den Ursprung der medizinischen Disziplin Aromatherapie neugierig. Inge lernte ihre „aromatische Kunst“ in Frankreich, gab Kurse im Allgäu und organisierte wundervolle Duftreisen in die Provence. Ihr wundervolles Buch Die ganzheitliche Duftberatung (klick!) gibt es schon lange nur noch antiquarisch (auch die zweite Auflage war damals bald vergriffen).

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Laien lernen, Thymian mit der Sichel zu schneiden, für Destillateurin Marie-Claire in der Drome

In der Provence, besser im Département Alpes-de-Haute-Provence, durfte ich in frühen Jahren meines „Handwerks“ an Erntetagen und Destillationen teilnehmen. Gespräche mit Bauern über ihre harte Arbeit, lehrten mich hohen Respekt vor ihnen, den eigentlichen ProduzentInnen im Feld und an der Destille. Ich erinnere mich noch sehr gut an das enttäuschte Gesicht von uns bienenzerstochenen Erntehelfern, dass nach einem ganzen heißen Nachmittag des mühsamen Schneidens von Bio-Thymian, nur circa ein halber Liter ätherisches Öl gewonnen worden war. Wer mein Fachbuch hat, kennt einen dieser Bauern, Monsieur René aus Sault und unser geerntetes Thymiankraut von Seite 24, oben seht ihr die Farbversion, die auch in die 6. Neuauflage meines Fachbuches wandern wird. [Monsieur Renés Sohn Guillaume von hat inzwischen die Firma Aroma’plantes (klick!) ausgebaut, man kann dort wundervolle Bio-Produkte online bestellen – also direkt vom Erzeuger und somit einen kleinen Familienbetrieb, der seit 1978 im biologischen Anbau tätig ist, unterstützen].

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Dr. Daniel Pénoël im September 1995 auf dem 3. Schweizer Aromatreffen „Aspekte der Französischen Aromatherapie“ in Zürich, organisiert von Martin Henglein und Veroma

Irgendwann in dieser Zeit, Mitte der neunziger Jahre, leistete ich mir das entsetzlich teure Buch von Pierre Franchomme, Dr. Daniel Pénoël und Roger Jollois L’Aromathérapie exactement (klick! ich staunte nicht schlecht, dass so ein Paperback damals weit über 100 DM gekostet hatte!!!). Dieses Werk war die „Bibel“ aller Menschen, die sich jenseits der eher kosmetisch und vor allem der esoterisch orientierten Aromatherapie informieren wollten – sogar für KollegInnen, die kaum französisch lesen konnten! (Ich machte damals meine Heilpraktiker-Ausbildung und war ganz heiß auf medizinische Fakten rund um die Naturdüfte).

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Dr. Daniel Pénoël im August 2006

Dieses Fachbuch ist ein eher trocken und dennoch abwechslungsreich zusammengestelltes Werk vor allem über pharmakologische Wirkungen von ätherischen Ölen, mit „leckeren“ Fotos von kranken Menschen, Röntgenbildern, mit spannenden Tabellen, Grafiken, Fallbeispielen und einem riesigen wissenschaftlichen Quellenverzeichnis. Erstmals lernten wird daraus Details über Chemotypen, Gaschromatogramme wurden erläutert, reichlich chemische Formeln der wichtigen Inhaltsstoffe konnten studiert werden, und auch die fantastischen Wirkungen vieler Öle gegen Mikroorganismen wurden ausführlich vorgestellt. Also alles sehr pharmazeutisch-medizinisch orientiert, sowas gab es damals in keinem deutschsprachigen Buch in dieser Ausführlichkeit.

Erstmals waren die wichtigsten Inhaltsstoffe von circa 270 ätherischen Ölen auf fast 100 Seiten aufgelistet, dazu kompakt und übersichtlich die wichtigsten Eigenschaften, Indikationen und ggfs. auch Kontraindikationen. Eine Fundgrube, in der ich viel geschmökert habe und die ich auch heute noch öfters zu Rate ziehe! Als ich 1994 anfing, an meinem eigenen Fachbuch zu arbeiten, waren diese Informationen mein großes Vorbild, ich erhielt von einigen deutschsprachigen Öleanbietern ordnerweise Gaschromatogramme mit den Analysen der bekanntesten ätherischen Öle und trug möglichst viele Erkenntnisse aus französischen und englischsprachigen Quellen zu meinen eigenen Erfahrungen mit ätherischen Ölen zusammen. Es versteht sich von selbst, dass Dr. Pénoël ein Exemplar bekam!

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Dr. Jean Valnet

Die Art der Anwendungen dieses französischen Arztes und seiner Wissenschaftler-Co-Autoren, und auch vom Arzt Jean Valnet (1920-1995), der mit seinem ins Deutsche übersetzte Buch Aromatherapie recht bekannt wurde, begründeten die neuere „Schule der französischen Aromatherapie“. Es handelt sich nicht um eine Schule im Sinne des Wortes, sondern dieser Begriff wird zur Abgrenzung von den englischsprachigen Empfehlungen verwendet. Ätherische Öle wurden und werden gemäß den allermeisten seriösen englischsprachigen Schulen und Büchern nur äußerlich angewendet und in niedrigen Dosierungen um maximal 3% eingesetzt. Die guten Ausbildungen umfassen circa 300 Stunden (und mehr!), will man Mitglied eines ernst zu nehmenden Berufsverbandes werden, beispielsweise bei der IFA oder der ISPA. Man erneuert seine Mitgliedschaft durch jährliche Fortbildungspunkte, die nachgewiesen werden müssen. Als Mitglied bekommt man Anspruch auf eine gute Haftpflichtversicherung und kann sich bewerben als Leistungsanbieter im britischen Gesundheitssystem NHS, so dass PatientInnen kostenlose Behandlungen buchen können. Die englischsprachige Richtung wurde von der Österreicherin Margerite Maury (1885-1968) gestartet, sie war Krankenschwester und Ehefrau eines homöopathisch arbeitenden Arztes. Die deutsche Übersetzung ihres Buches Die Geheimnisse der Aromatherapie gibt es nur noch antiquarisch. Nachzulesen sind diese Entwicklungen anhand von konkreten Pionieren auch auf meiner Website (klick!).

Ärzte und Pharmakologen in Frankreich und Belgien dagegen werden viel ausführlicher in den Themenbereichen des Franchomme-Pénoël-Buches und ähnlicher Bücher geschult, das Curriculum ist wissenschaftlich orientiert und sehr anspruchsvoll. Medizinische Anwendungen bilden den Mittelpunkt. So ist es kein Wunder, dass ätherische Öle bei klar diagnostizierten Beschwerden und sogar Krankheiten eingesetzt werden, teilweise mit bei uns als „toxisch“ deklarierten Ölen und oft auch in recht hohen Dosierungen. In manchen Fällen werden auch kaum oder unverdünnte Öle eingesetzt. Dahingegen dürfen in Frankreich etliche ätherische Öle, die man im deutschsprachigen Raum bei jedem Anbieter findet, nur auf Rezept verkauft werden, oder verdünnt, dazu gehören Salbei (Salvia officinalis) und Ysop (Hyssopus officinalis).

Einige Vertreter der „französischsprachigen Schule“ der Aromatherapie (Aromathérapie médicale):

  • Pierre Franchomme, Pharmazeut, Frankreich Kurse Videos
  • Dr. Daniel Pénoël, Arzt, Frankreich Schule
  • Dr. Dominique Baudoux,Pharmazeut, Belgien Schule Firma
  • Dr. Jean-Michel Beghin, Arzt, Frankreich und Belgien Schule
  • Philippe Mailhebiau, Frankreich, Infos
  • Dr. Kurt Schnaubelt, Chemiker, San Rafael/USA, Schule Blog Firma

Gattefossé_Buchseite_xsPassend zur französischen Richtung der Aromatherapie wiederhole ich an dieser Stelle nochmals die oft falsch zitierte Story vom Chemiker, Parfümeur und Destillateur René Maurice Gattefossé, der seine Hand bei einem Chemieunfall verbrannte. Er soll sie in einem Pott Lavendelöl „gelöscht“ und gekühlt haben, woraufhin sein Schmerzen verschwunden sein sollen und die Heilung einsetzte. Mit diesem „Wunder“ habe er die Aromatherapie „wiederentdeckt“. Wer lesen kann ist immer eindeutig im Vorteil 😉 und so finden wir auf Seite seines ins Deutsche übersetzten Buches Gattefossés Aromatherapie die korrekte Version dieses Mythos. Der Pionier der „neuzeitlichen“ Aromatherapie (seit den 70er-Jahren) Robert Tisserand – der die Übersetzung von Gattefossés französischsprachigem Buch „Aromathérapie“ (1937) ins Englische (1993) vornahm und kommentierte – weist darauf hin, dass sich sich die Sache völlig anders verhielt. Der genaue Wortlaut ist auf seiner Blog-Seite nachzulesen. Demnach war Gattefossé, dessen Körper wegen einer Chemikalienexplosion im Jahr 1910 (oder nur die Arme? „after a laboratory explosion covered me with burning substances“) richtig brannte, ins Freie gestürzt und sich auf einem Rasen gewälzt, um die Flammen zu löschen. Danach entwickelte sich an beiden Händen ein Wundbrand (der durch das Bakterium Clostridium perfringens ausgelöst wird – es kommt beispielsweise im Boden vor). Seinerzeit verstarben noch ein Viertel der infizierten Menschen an der sich sehr rasch ausbreitenden Gangrän, zumindest war sie ein Grund zur Amputation der befallenen Gliedmaßen in den Kriegen vor dem zweiten Weltkrieg.
Gattefossé vermerkte in seinem Buch, dass „nur eine Spülung mit Lavendelöl“ die übliche Gasbildung im Gewebe stoppte. Es hatte sich bereits begleitend zur gefährlichen Infektion ein übermäßiges Schwitzen entwickelt, doch am nächsten Tag setzte die Heilung ein. Und nur dank des Lavendelöles konnte er weitere Pioniere wie Jean Valnet und Marguerite Maury in dieser duftenden Wissenschaft unterrichten, deren Bücher in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Aromatherapy-Boom in Großbritannien auslösten. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wundervolle bewegte Bilder aus der frühen Jahren von Monsieur Gattefossé und der Aromatherapie kann man übrigens in diesem dreiteiligen Film auf Youtube anschauen. Das Ernten von Lavendel wurde 1907 schon gefilmt! Viele alte Fotos aus einem (seinen?) Fotoalbum sind zu sehen. Er ist viel gereist um gute ätherische Öle zu finden. Ein wirklich wertvolles Zeitdokument für alle, die sich mit der Entwicklung dieses duften Berufes beschäftigen möchten!

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

Dieses 2500 qm große Feld mit Bio-Pfefferminze-Pflanzen ergibt 2500 Kilo geerntetes Kraut und ergibt, wenn alles gejätet, geerntet, destilliert und abgefüllt ist, 10 Kilo ätherisches Öl (12 Liter) und gerade mal 100 Euro! Die vielen Bio-Pflanzen müssen davor gekauft oder vermehrt werden und in das urbar gemacht Feld gepflanzt werden.

Und damit spanne ich den Bogen zur aktuellen Zeit. Es wird also neuerdings, wie eingangs erwähnt, behauptet, dass nur die französische „Schule der Aromatherapie“ wirklich wirksam sei. Leider behaupten das nicht ÄrztInnen und HeilpraktikerInnen, sondern fast ausschließlich Menschen, die in irgendwelchen Schnell-Lehrgängen oder gar nach Infoabenden à la Plastikschüssel, Aloe vera-Wundermittel, Küchenmaschine und Nahrungsergänzung „Aromatherapie“ glauben „erlernt“ zu haben. Sie blicken in den allermeisten Fällen nicht auf einen pflegerischen oder gar medizinischen Hintergrund, sondern gehen allerlei unterschiedlichen Berufen nach und möchten sich mit Hilfe der nun zu Nahrungsergänzungs- und Lifestylemitteln ‚modernisierten‘ ätherischen Öle Geld dazu verdienen.

Sie haben jedoch oft keinerlei Vorstellungen von physiologischen Vorgängen im menschlichen Körper. Sie können mit der Pharmakologie der ätherischen Öle nichts anfangen, verwechseln recht harmlose Monoterpenole mit den heftig wirksamen Phenolen. Stattdessen erfinden Sie immer neue kuriose Attribute zu den Ölen wie ‚Kamphoride‘ (sollen in Lemongrass, Myrte und Citronella enthalten sein). Sie haben auch wenig Vorstellung davon, wie viel Pflanzenmaterial sich in einem einzigen Tropfen ätherischen Öles befindet, denn Pflanzen hegen und pflegen, sie zu ernten und schließlich zu destillieren gehört in den wenigstens Fällen zu deren „Ausbildungen“. Sie sind stattdessen felsenfest davon überzeugt, „viel hilft viel“, „ist ja alles Natur“, „Natur schadet nicht“, „laut der französischen Schule wird es ja auch so gemacht“. Der Umsatz, der Gewinn und das Bilden von lukrativen „Schneeball-MitmacherInnen“ stehen im Vordergrund, ähnlich wie bei vielen modischen Nahrungsergänzungsmittel-Firmen.

Eine Kollegin musste beispielsweise mit ansehen, wie aus gut gemeinter Unkenntnis einer Brustkrebs-Patientin empfohlen wurde, mehrere Tropfen unverdünntes Pfefferminzeöl auf die bestrahlte Haut zu geben (es ergab sich eine schlimme Strahlendermatitis, der behandelnde Arzt schlug die Hände über dem Kopf zusammen). Eine naturheilkundlich interessierte Ärztin wandte sich an mich, weil ihr empfohlen wurde, bei Kopfschmerzen jeweils einen Tropfen Pfefferminze ins Auge zu geben, das Öl würde über den Sehnerv zum Kopfschmerz gelangen und diesen dann ausschalten (sie rief nicht etwa an, weil ihre Augen höllisch brannten, sondern weil ihr Kopfschmerz einfach nicht weg ging). Einem Elternteil wurde – durchaus sicher nett gemeint – empfohlen, dass das Kind mit Krupphusten mit einigen Tropfen Wintergrünöl inhalieren solle (wer findet die zwei Fehler??!!!), ein anderes Elternteil bekam den Tipp, bei den Wachstumsschmerzen des Kindes einfach einige Tröpfchen reines Zimtrindenöl auf die Schienbeine einzureiben. Auf fest sitzende Zecken solle reines Pfefferminzeöl gegeben werden. Das sind nur einige Beispiele, die an mich heran getragen wurden.

Arglose, vermeintlich in „französischer Aromatherapie“ „geschulte“ Personen geben solche Empfehlungen meistens wohlmeinend an Menschen mit Beschwerden ab, gerne auch mal mit Hinweisen auf die „böse Pharmaindustrie“, man könne viel besser mit ätherischen Ölen helfen (was bei nicht-akuten Beschwerden sicher auch häufig stimmt!). Noch arglosere Kunden fallen darauf rein und erleiden in nicht wenigen Fällen schwere Hautreizungen. Diese werden manchmal, gerne wieder mit Hinweis auf die „französische Aromatherapie“, vorausgesagt: Die betreffende Person solle sich dann freuen, Rötungen und Blasen seien willkommene Zeichen der Entgiftung. Zu diesem Thema hat sich eine Mitarbeiterin auf Robert Tisserands hervorragender Seite ausführlich geäußert (auf englisch).

Also, mein Fazit ist: JEDE der beiden Richtungen – hochprozentige Anwendung oder Verdünnung wie Kosmetika – haben jeweils ihre Berechtigung. Medizinisch gut geschulte, erfahrene und professionell versicherte Menschen wie ÄrztInnen und HeilpraktikerInnen können in vielen Fällen durch kurzzeitige und hoch dosierte Anwendungen bei akuten Beschwerden viel erreichen. Die hoch dosierte und regelmäßige innere Anwendung (beispielsweise in Kapseln) sollte auch diesem Berufsfeld vorbehalten werden. Oder zumindest unter Aufsicht und Verantwortung eines Mediziners.

Zur Begleitung bei chronischen Beschwerden oder von Begleitumständen von „schulmedizinisch“ notwendigen Maßnahmen und auch zur Krankenpflege, haben sich 0,5-3%ige Verdünnungen von ätherischen Ölen über die letzten 30-40 Jahre bestens bewährt. Werden Speisen und Getränke mit ätherischen Ölen zubereitet, sollte das nach den zwei bewährten Kochbüchern Duftküche und Aromaküche erfolgen und immer so verdünnt, wie es die Natur uns zeigt: Beispielsweise statt der abgeriebenen Schale einer Zitrone gibt man 2 Tropfen Zitronenöl in den Kuchenteig, statt mehrerer Stängel Basilikum gibt man 0,5%ig in Olivenöl verdünntes Basilikumöl an den Tomatensalat. Wenn also BefürworterInnen jeder Richtung entsprechend ihrer Ausbildung und ihrem beruflichen Umfeld ätherische Öle behutsam, verantwortungsvoll und nachhaltig einsetzen würden, gäbe es weniger Grabenkämpfe und Platzhirsch-Getue in unserer duften Branche, dazu vielleicht weniger Allergien bzw Sensibilisierungen und allen Beteiligten wäre (wirklich) geholfen. 🙂

Wieviel ml Melissenöl stecken in diesem Feld?

Hier wird in muskelzehrender Arbeit Bio-Melisse geerntet

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Und aus dem Inhalt dieses Sackes werden 5 ml Kamillenöl destilliert

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aromapflege – effektiv und wohltuend


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieZwei wertvolle Bücher über den Einsatz von naturbelassenen ätherischen Ölen in der Pflege und Begleitung von leicht erkrankten oder schwer kranken Menschen sind 2015 und 1016 erschienen:

Ich werde gelegentlich gefragt, welches denn „das Bessere“ Buch sei. Wie so oft, kann man diese Frage nicht beantworten. Denn beide Bücher sind von renommierten und wirklich sehr erfahrenen KollegInnen zusammengestellt worden. Ich möchte an dieser Stelle eher auf einige Unterschiede und auch auf Gemeinsamkeiten eingehen, so dass jeder für sein individuelles Interesse und für ihren beruflichen Schwerpunkt eine Entscheidung fällen kann.

Als erstes fällt auf, dass das Buch von Ingeborg Stadelmann handlich, biegsam mit einem eher femininen Look in Lila und Aquarellfarben ausgestattet ist (mit angenehm abgerundeten Ecken), das Buch der beiden Männer sieht etwas mehr nach Fachbuch aus, ist dick, schwer, mit festem Einband ausgestattet, die Grundfarbe ist ein gesund aussehendes Frühlingsgrün, dazu ein Foto eines Braunglasfläschchens und einer tropfenden Pipette.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDas Inhaltsverzeichnis von Ingeborg Stadelmann ist sechs Seiten lang, das vom Team Wabner-Theierl ist auf einer Seite zusammen gefasst, der jeweilige Kapiteleinstieg auf zwei ganz in dunkelgrün und hellgrün gehaltenen Seiten listet dann die Themen des jeweils folgenden Kapitels auf. Die Sortierung der einzelnen Kapitel bzw. Abschnitte erfolgt nach Pflegegebieten bzw medizinischen Bereichen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIm Buch von Ingeborg Stadelmann sind über siebzig ätherische Öle ganz kurz (zwei bis vier Zeilen) vorgestellt,…

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie…das männliche Autorenteam hat 11 wichtige pflegerelevante ätherische Öle recht ausführlich, inklusive der Inhaltsstoffe des jeweiligen Öles, auf jeweils circa einer Buchseite vorgestellt.

Beide Bücher enthalten jeweils einen kurzen, jedoch völlig ausreichenden Einsteig in die Welt der ätherischen Öle: Gewinnung, Qualität, Verdünnungen, Chemie, wissenschaftliche Situation, juristische Hintergründe, Haltbarkeit, Anwendungsmöglichkeiten, Vorsichtsmaßnahmen, Riechsinn u.v.m., also alles, um loslegen zu können, ohne andere Bücher (der Autoren) zu Rate ziehen zu müssen. Etliche fette Öle und Hydrolate sind bei Ingeborg Stadelmann mit mindestens vier Zeilen beschrieben, sie beschreibt auch andere Rohstoffe wie Bienenwachs und Wollwachs. Bei Dietrich Wabner und Stefan Theierl werden fette Öle und Hydrolate auf einer Doppelseite eher kurz abgehandelt. Es fällt auf, dass sich viele Hinweise in den Einstiegskapiteln und auch später zahlreiche Anwendungsempfehlungen im Buch auf die in der Bahnhof-Apotheke Kempten erhältliche Stadelmann®-Aromamischungen beziehen.

Bei Dietrich Wabner und Stefan Theierl wird ausführlich auf die Implementierung der Aromapflege und auf klinische Standards samt gesetzlichen Hintergründen eingegangen (arbeits- und standesrechliche Aspekte). Die Arbeitsteilung zwischen Pflegenden und Ärzten wird angesprochen und der Einsatz von ätherischen Ölen im ganzen Versorgungsspektrum von Pflegeberufen wird erläutert. Es ist darum aufgrund dieser wertvollen Informationen für mich nicht nachvollziehbar, warum der Buchtitel nicht „Klinikhandbuch Aromapflege“ lautet, denn „Aromatherapie“ darf im beschrieben Kontext, also in Pflegeinstitutionen nur von Ärzten und HeilpraktikerInnen durchgeführt werden, das ist im deutschsprachigen Gebiet noch die Ausnahme.

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Wabner & Theierl Seiten 146 und 147 (Neurodermitis und Schuppenflechte)

Im Klinikhandbuch Aromatherapie geht es auf Seite 87 dann so richtig los mit Lösungen für die unterschiedlichsten Indikationen, angefangen mit dem Bereich der Chirurgie und einer entstauenden Rezeptur bei Analprolaps. Operationsbegleitung, Maßnahmen im Aufwachraum und die Nachbehandlung von chirurgischen Eingriffen sind meines Erachtens nach überaus wichtige Gebiete einer institutionellen Aromapflege, da das Wohlergehen der leicht oder traumatisierten PatientInnen im „steril“ und befremdlich riechender Umgebung mit einfachen Maßnahmen stark gefördert werden.

Das Problem im Pflegealltag ist jedoch zunehmend – vor allem in Deutschland und in Österreich, weniger in der Schweiz, dass immer seltener Mischungen durch Pflegende hergestellt werden dürfen, vielmehr sind die jeweiligen Krankenhaus- oder Heim-Apotheken nun fast immer dafür zuständig. Ich höre oft von den „Kämpfen“ an der Überzeugungsfront, von kaum überwindbaren Widerständen der stark engagierten Pflegenden, die ihren Schützlingen Gutes zukommen lassen möchten, und die durch immer restriktivere Gesetze an ihrem Idealismus verzweifeln. Ganzheitliche und individuelle Pflege wird immer mehr an den Rand gedrängt.

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Ingeborg Stadelmann Seiten 146 und 147 (Schuppenflechte und Juckreiz)

Dieses Dilemma kann viel einfacher gelöst werden, wenn auf hochwertige Fertigmischungen zurück gegriffen wird. Das ist das wiederum die Stärke vom Ingeborg Stadelmanns Buch: Sie stellt ab Seite 75 für unzählige Indikationen die zahlreichen von ihr entwickelten Stadelmann®-Aromamischungen vor und gibt hier und da noch zusätzliche Tipps mit einzelnen Hydrolaten, Heilwolle, Quarkanwendungen, Heilkräuteraufgüsse, Ernährungsveränderung etc. und beschreibt auch Mischungen für so genannte „Rezepturarzneimittel“, die also vom Arzt rezeptiert werden und in einer Apotheke hergestellt werden müssen.

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Ingeborg Stadelmann Seite 296 und 297 (Anregen des Lymphflusses)

Mein Fazit: Der ganz grundsätzliche Unterschied dieser beiden hervorragenden Bücher ist also, dass Pflegende, die nicht selbst mischen wollen oder dürfen (oder es sich noch nicht zutrauen), im Buch von Ingeborg Stadelmann genaueste Hinweise für die Anwendungsbereiche der inzwischen so zahlreichen und qualitativ sehr hoch stehenden Stadelmann®-Aromamischungen nachschlagen können und diese dann (hoffentlich) relativ unkompliziert in ihrem Pflegebereich einführen können.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Wabner & Theierl Seiten 336 und 337 (Anregen des Lymphflusses)

Mit dem Buch von Dietrich Wabner und Stefan Theierl wiederum kann auf über 600 dosierte Rezeptideen für mehr als 250 Einzelindikationen mit den eigenen vorhandenen (oder noch anzuschaffenden ätherischen Ölen) zurück gegriffen werden. Die Dosierungen bewegen sich im absolut sicheren und verträglichen Bereich, sind also sanft und zart duftend [oft weniger als 20 Tropfen ätherisches Öl auf 50 ml Basisöl, gelegentlich, wie bei „Restless Legs“ oder „schmerzhaftem Stuhlgang“ deutlich höher, jedoch immer noch im sicheren Bereich, wenn man bedenkt, dass durch moderne Tropfeinsätze über 30 Tropfen ein Milliliter ätherisches Öl ergeben, ich habe hier (klick!) darüber geschrieben und Beispiele aufgelistet]. Laut Vorwort sind alle vorgestellten Rezepturen in der Praxis des Klinikalltags erprobt. Dieses Buch hilft also Aromapflege-Fachkräften, die durch engagierte, geschulte und manchmal auch mutige Vorgesetzte grünes Licht erhalten, entweder selbst auf Station zu mischen (das ist in Deutschland offiziell nicht mehr erlaubt) oder durch einen guten Kontakt zur jeweiligen Apotheke passend zu ihrem „Fall“ zugeschnittene Rezepturen herstellen zu lassen. Wenn man es nicht weiß, ahnt man beim Schmökern in diesem Buch nicht, dass Herr Wabner eine eigene Ätherische-Öle-Firma namens Wadi (klick!) betreibt und übrigens auch ganz hervorragende Pflegemischungen sowie therapeutische Mixturen (eher für den Privatbereich) anbietet.Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDas Buch von Dietrich Wabner und Stefan Theierl ist vom Platzverbrauch etwas großzügiger gestaltet, die Zeilen sind also etwas lockerer und lesefreundlich zweispaltig umbrochen. Das Buch von Ingeborg Stadelmann mag für manche LeserIn eine Brille erfordern, ist jedoch durch kalligrafische Symbole, Fotos, farbig unterlegte Kästen, Trennungslinien und gut strukturierte Überschriften trotz allem sehr augenfreundlich. Ich könnte mich nicht zwischen beiden Werken entscheiden und bin froh, dass ich auf beide Nachschlagewerke zurück greifen kann!

Wo gibt es sonst noch hochwertige Aromapflege-Produkte (alle gemischt aus ätherischen und fetten Ölen aus [von neutraler/unabhängiger Stelle zertifiziertem] biologischem Anbau, keine Mineralölprodukte)?

Aromapflege Evelyn Deutsch (klick!)

Feeling (klick!)

Jophiel (klick!)

Neumond und Neumond-Flyer (klick!)

Primavera Aromapflege (neu!) und Primavera Aroma Health Care (klick!)

neuauflagen: aromatherapie für sie & aromatherapie für heil- und pflegeberufe


AT_für_Sie_Cover2016Ich werde derzeit öfters nach den noch ausstehenden Neuauflagen von zweien meiner Bücher gefragt (‚Aromatherapie‘ im Irisiana Verlag gibt es ja bereits seit Februar 2016 in der dritten Auflage). Vor einigen Tagen flatterte die Ankündigung für ‚Aromatherapie für Sie‘ auf meinen Tisch, es wird ein völlig neu durchstrukturiertes sowie wunderschön mit stimmungsvollen Motiven illustriertes Buch und Mitte August, also in circa sieben bis acht Wochen, erscheinen.

Die sechste Auflage meines Fachbuches ‚Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe‘ erfährt derzeit so unglaublich umfangreiche Renovierungsarbeiten, dass das viel vollständiger werdende Werk noch etwas Zeit zum Ausgebrütet-Werden benötigt, bislang ist der Neuerscheinungs-Termin für Mitte September vorgesehen.

Diese Blog-Website wird derzeit von einer Agentur mit meiner „normalen“ Website verschmolzen, dazu neu strukturiert und modernisiert, also für mobile Endgeräte wie Handy und Tablets flott gemacht. Ich hoffe, mein mehr als umfangreiches Angebot an kostenlos vermitteltem Duftheilkunde-Wissen wird dann besser auffindbar, so dass ich nicht mehr so viele private Anfragen erhalten werde 😉 [ich bemühe mich, wirklich alle zu beantworten, doch dafür benötige ich oftmals 2 bis 3 Stunden pro Woche]. Die Suchfunktion befindet sich noch auf der rechten Spalte hier gleich oben! Über die Kategorien (rechts etwas weiter unten) kommt man auch ganz leicht an die Wunschartikel. Lernstoff gibt es auch regelmäßig auf meiner Aromapraxis-Seite auf Facebook sowie auf Instagram.

aromapflege-patientenratgeber bei krebs


AromatherapieIch war lange unterwegs und habe viele interessante und neue Duft-Dinge mitgebracht. Nun werde ich versuchen, diese nach und nach hier vorzustellen. Von fantastischem Reispulver, mit dem man feine Körperpuder herstellen kann über den besten nachhaltig wachsenden Rosenholzöl-Ersatz, der mir je unter die Nase gekommen ist. Dazu ein völlig neuartiger Ansatz zum Inhalieren von befreienden Duftstoffen, ein neues fein-frisches Naturparfüm und ein feines Heftchen für kranke Menschen – all das enthält dieses Mal meine „fliegende Wundertüte“, wirklich großartige neue Produkte.

Ich fange bei der Broschüre von Yvonne Bonertz aus der Nähe von Trier an, welche sie als ihre Abschlussarbeit ihrer Aromapflege-Ausbildung bei Sabrina Herber von Vivere Aromapflege zusammen gestellt hat. Yvonne ist auf der onkologischen Station im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier für die praktische Umsetzung der Aromapflege zuständig. Sie ist seit über 15 Jahren als examinierte Krankenschwester in verschiedenen Fachbereichen tätig. Ihre Freude am ganzheitlichen Arbeiten mit Menschen führte sie zu den ätherischen Ölen. Die vielfältigen Möglichkeiten der Naturdüfte faszinierten sie so sehr, dass sie eine Fachausbildung zur Aromapflegerin und zusätzlich die Ausbildung als Aroma-Gesundheitspraktikerin (BfG) absolvierte; sie ist nun Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für alternative Medizin (DGAM).
Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBonerz_YvonneEs war und ist Yvonne ein Anliegen, ihren schwer kranken und oft verzweifelten PatientInnen eine konkrete Hilfestellung an die Hand zu geben, und aufzuzeigen, wie sie sich mit ätherischen Ölen bei den diversen unangenehmen Begleiterscheinungen der konventionellen Krebs-Therapie helfen können. Ihr Ziel ist die fachliche Begleitung mit ätherischen Ölen, als wichtige zusätzliche Möglichkeit zur Gesundheitserhaltung.

Mir ist sehr positiv aufgefallen, dass auf den knapp 40 wunderschön gestalteten Seiten „nur“ das Allerwichtigste erläutert wird. So werden die sicherlich meistens sehr verstörten und deprimierten PatientInnen, die an Tumoren erkrankt sind, nicht überfordert. Die Broschüre macht wirklich Lust zum Blättern und Lesen und ehe man es realisiert, hat man über drei Dutzend sympathische Seiten und klasse Rezeptideen zur Kenntnis genommen. Am Anfang wird ganz kurz erläutert, was ätherische Öle, fette Öle und Hydrolate überhaupt sind und wie sie über die Haut aufgenommen werden. Die folgenden acht kleinen Abschnitte sind nach möglichen häufig auftretenden Beschwerden geordnet, also viele Probleme, die als Begleitung der aggressiven Behandlungen auftreten können, und wie sie mit ätherischen Ölen, Hydrolaten und fetten Pflanzenölen vermindert werden können:

  1. Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieHaut: Rötung & Juckreiz, Hand-Fuß-Syndrom, Bestrahlung, Ödeme
  2. Mund- und Schleimhäute: Speichelfluss, schlechter Geschmack, Schmerzen
  3. Magen & Darm: Übelkeit, Erbrechen, Stuhlverstopfung, Durchfall, Blähungen
  4. Blase & Intimbereich: Harnverhalt, Entzündungen, Intimpflege
  5. Atemwege: Hilfe beim Durchatmen
  6. Bewegungsapparat: Schmerzen und Schutz
  7. Kopf: Kopfschmerzen und Konzentrationsförderung
  8. Psyche: Müdigkeit, Ängste, Entspannung, Sexualität

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie„Mir ist es wirklich eine Herzensangelegenheit, dass nur soviel Info drin steht, dass jeder Laie sich auch traut, etwas auszuprobieren“ sagt Yvonne und ich denke, dieser Ansatz ist ihr hervorragend gelungen. Diese Broschüre wird sicher ein wertvoller Begleiter von ganz vielen PatientInnen und deren Angehörigen werden. Für die in liebevoller Handarbeit hergestellte Kleinauflage fällt eine Schutzgebühr von 8 Euro pro Stück an, dazu kommen 2,00 Euro Versand innerhalb Deutschlands oder 4,50 Euro innerhalb EU. Für Bestellungen kann eine E-Mail an Yvonne geschickt werden [aroma-vita (at) gmx . de bitte korrekt ausschreiben, Spamschutz] oder unten auf ihrer Website www.aroma-vita.de ein Bestellformular ausgefüllt werden. Nach Erhalt der Bankverbindung wird vorab überwiesen, nach Eintreffen des Betrages wird sofort versendet.

palliativpflege mit wärme, düften und mehr


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieVor gut vier Jahren, im Januar 2012, habe ich hier ein wundervolles und nützliches Buch für Pflegende, die im Bereich der komplementären, ganzheitlichen Palliativpflege tätig sind, vorgestellt. Der Haken war nur: Das Buch ist für uns nicht so gut zu lesen, da die engagierte Verfasserin Niederländerin ist. Ich wurde gefragt, ob es eine Übersetzung gibt, und ich musste leider verneinen. Irgendwann schrieb mir Toke Bezuijen, die liebenswerte Autorin, die eine Duft-Erlebniswoche hier bei mir in Irland besucht hatte, dass sie diesen Kraftakt begonnen hatte. Denn die heimatsprachliche Auflage hat sie im Eigenverlag gestaltet (viel Arbeit, viel Zeit, kein Einkommen).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieVor einigen Tagen flatterte der wunderbar gelungene Schmetterling nun zu mir, wieder ein Kraftakt, noch mehr Arbeit, noch mehr Zeit, wieder kein Einkommen. Doch herausgekommen ist eine Version, die meiner Meinung noch schöner und übersichtlicher als die niederländische Ausgabe geworden ist. Ich finde, dieses Werk ist eine „Bibel“ für Menschen, die Patient/innen in sehr schmerzhaften und angsterfüllten Phasen pflegen müssen und möchten. Der Titel „Berührt werden durch äußere Anwendungen“ zeigt den Ursprung in der anthroposophischen Medizin und Pflege, in der Toke zu Hause ist. Seit 1978 kombiniert die engagierte Pflegefachfrau ihre Liebe zur Natur mit ihrem Einsatz für menschenwürdige Pflege. Sie wurde an der bekannten Ita Wegman Klinik ausgebildet, ist in den Niederlanden eine der Pionierinnen der anthroposophischen Krankenpflege und arbeitete 18 Jahre in der Eltern- und Kindersprechstunde einer therapeutischen Einrichtung. Sie liebt es, Kinder wie auch Erwachsene mit wärmenden und wohltuenden Wickeln, Kompressen, Einreibungen in schweren Zeiten zu verwöhnen. Darum entwirft sie auch naturbelassene Wickel-Materialien und verkauft sie in ihrem Shop Wikkelfee.nl.

Toke empfiehlt vor allem viele bekannte Fertig-Produkte (mit und ohne ätherische Öle), beispielsweise von Dr. Hauschka und Weleda, als Heil- und Pflegemittel. So kann auch in Pflege-Institutionen, in den das Selber-Mischen mit ätherischen Ölen (noch) nicht erwünscht oder durchsetzbar ist, mit schönen Düften und wirksamen Pflegemöglichkeiten gepflegt werden. Dieses onkologische Pflegekonzept sieht eine höchstmögliche Betreuung der krebskranken Menschen vor, sie sollen berührt werden, sie sollen sich soweit es geht kuschelig und warm fühlen, angenommen, bestens betreut, ernst genommen. Ihnen wird mit Achtung begegnet.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDas sehr handliche Buch hat 130 Seiten, ist angenehm zweispaltig gestaltet und mit zart-pastelligen Hintergrund-Illustrationen versehen, die Kapitel werden mit ansprechenden Pflanzenfoto eröffnet. Es beginnt mit einem sehr schönen Vorwort des Oberarztes der Onkologischen Tagesklinik Arlesheim (früher Ita Wegman Klinik) Maurice Orange MSc Clinical Oncology. Die nächsten 20 Seiten widmen sich der Geschichte der äußeren Anwendungen im Speziellen und der Anthroposophischen Pflege im Allgemeinen.

Im zweiten Kapitel beschreibt Toke die Misteltherapie und ihr besonderes Verhältnis bei Tumorerkrankungen. Auf Seite 32 folgt eine Exkursion in die Arbeit mit Wärme: so wichtig, so wohltuend, so sehr vergessen in der Welt der technologisierten Fließband-Medizin. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Haut und mit dem Kokon-Feeling von Wärme und Umhülltwerden, welches so wichtig für die Heilung ist. Ab Seite 49 geht es „auf die Reise“: So fühlen sich PatientInnen während der beHANDlungen, manche dösen oder schlafen gar („Tempelschlaf“), sie schalten ihren Kopf ab, vergessen ihre Ängste und Sorgen, kommen ein Stück entlasteter wieder im Alltag an. Toke empfiehlt, Sie mit einer Tasse Tee oder einem Glas Wasser willkommen zu heißen, sie werden buchstäblich ent-wickelt, bekommen mit diesen Äußeren Anwendungen die Chance, sich aus ihrem krankmachenden Geschehen raus-zu-entwickeln.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAb Kapitel 6 werden die Phasen einer Krebserkrankung erläutert und unterschiedliche Ansätze vorgestellt, wie in Würde und Achtung begleitet werden kann. In der Schockphase nach der Diagnose begegnet man dem Menschen anders als einige Wochen oder Monate später. Sollten alle Behandlungsansätze nicht anschlagen, kann in der palliativen Phase (‚einen Mantel umlegen‘) immer noch genügend getan werden, damit der betroffene Mensch seinen Abschied vorbereiten kann und sich noch so wohl in seiner Haut fühlen kann wie möglich.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBemerkenswert finde ich das 7. Kapitel, in dem Toke sich auch um die Angehörigen kümmert. Das ist möglicherweise sogar der wichtigste Teil der Palliativpflege, denn die Erkrankten können sich oft eher mit ihrem Weg versöhnen als die Familie. Danach, auf Seite 68, startet der Repertorium-Teil des Buches, den übrigens die deutsche Pflegefachfrau Gisela Blaser begleitet hat: Das sind übersichtliche seitenfüllende Tabellen für alle vorher erwähnten Phasen der Krebserkrankung mit klaren Anweisungen und Dosierungsempfehlungen. Mir gefällt, dass Toke ihr Buch so knapp wie möglich und doch so ausführlich wie nötig geschrieben hat. Sie schließt ihr Werk mit einem Zitat des Künstlers Joseph Beuys: „die Mysterien finden am Hauptbahnhof statt„. Sie versteht seine Worte so, dass Mysterien (kleine Wunder) in der Öffentlichkeit stattfinden, wir uns jedoch nicht getrauen, sie als Mysterien anzuerkennen.

http://www.lenmedhealth.com/news/entry/international-nurses-day-2015Toke schreibt, dass es an der Zeit ist, in der Pflege vieles zu ändern. Getreu dem Motto des International Nurses Day 2015: „Nurses: a force for change. Care effective, Cost effective, improving Health and Wellbeing“ (Krankenpflegende – eine Kraft die Veränderung bewirken kann. Effektiv in der Pflege, kosteneffektiv und sowohl Gesundheit als auch Wohlbefinden verbessernd). Ich wünsche diesem ästhetischen Buch, dass es eine ganz große Verbreitung findet, dass möglichst viele von den wunderbaren Anwendungen umgesetzt werden können, dass sterbende Menschen in Frieden und von Düften und Wärme umhüllt gehen dürfen und dass vielleicht jemand zu Toke sagen wird (wie ich es auf einem meiner Kurse vernahm): „Bei dir haben es die Menschen gut, zu dir möchte ich zum Sterben kommen!“

Das wichtige Werk kann bei Amazon (klick!) für knapp 33 Euro bestellt werden. Auch direkt im Verlag ist es erhältlich, vor allem für InteressentInnen aus Österreich oder andern Ländern, zu denen Amazon nicht liefert. Ich habe inzwischen ein langes Gespräch mit Toke geführt und sie bat mich darauf hinzuweisen, dass bei Bestellungen ab 5 Stück, etwas für Kurse über Wickel und Kompressen, ein Rabatt gewährt wird (danke Toke!).

Nur eines vermisse ich am neuen Buch: Das niederländische Wörtchen ‘Lavendelbloempjes‘, es hört sich einfach entzückend an und viel schöner als nur trocken-deutsch: ‚Lavendel‘! 😉

wenn die rose und das gänseblümchen…


Kleindienst_DIY_CoverHier in Irland blühen die ersten Gänseblümchen und werden fast übersehen ob der majestätischen Kamelienblüten, die man nun überall sieht. Passend dazu kam dieser Tage ein Umschlag aus Österreich, darin befand sich ein neues „Baby“ von Ingrid Kleindienst-John übrigens ihr sechstes: DIY Schönheitswasser (klick!).

Beim Auspacken fällt auf, das sich das netten kleine Büchlein schön anfasst, auch die Innenseiten sind aus einem angenehm matten Papier und etwas nostalgisch anmutend. Wer auch immer das hübsche Layout in der Hand hatte, zeigt (seinen?) ihren Bezug zum Thema „Schönheitswasser selber machen“.

Kleindienst_DIY5Das Buch ist eher wie ein Notizheft für Kräuterrezepte konzipiert, ist liebevoll mit einem Faden gebunden (statt der so oft vorhandenen Rückenklebung, die bei stärkeren Aufklappen auseinander bricht), es wirkt wie ein Hardcover obwohl es einen flexiblen Einband hat und hat übersichtliche 64 Seiten, ist alphabethisch geordnet.

Kleindienst_DIY1Es sind sehr einfach nachzumachende Rezepturen von A wie Augentrost bis Z wie Zitronenmelisse, sozusagen für jede Jahreszeit jeweils einige super-einfache Schönheitselixiere zum Rühren in der heimischen Küche. Die Rose bekommt ganz zum Start ihre eigenen Seiten. Einige der 18 Pflanzen sind wirklich überall zu finden wie das unscheinbare und mega-gesunde Gänseblümchen und die Holunderblüten, einige sind schon eher „exotisch“ wie die Madonnenlilie oder nicht so bekannt wie Augentrost oder die Wiesenflockenblume. Die weiteren Zutaten sind  – vielleicht bis auf den bio-konformen Emulgator Montanov – wirklich absolute Grundzutaten, die wirklich sehr vielseitig einzusetzen sind und allesamt ein Jahr oder mehr haltbar sind. Oder sowieso in der Küche stehen wie Honig oder Buttermilch. Natürliches Glycerin kann man hier bestellen, es ist auch für zahlreiche andere Haushaltsdinge nützlich wie Dichtungen (am Auto) geschmeidig halten, Montanov gibt es hier.

Kleindienst_DIY3Die Herstellung der Pflanzenwässer erfolgt nach der Espressomaschinenmethode, die am Anfang und am Ende des Buches mit Illustrationen kurz erläutert wird. Das Endprodukt ist gekühlt maximal eine Woche haltbar (anders als echte Hydrolate). Damit handelt es sich um Frischekosmetik, die im Maximalfall, wenn sie mit Apfelessig hergestellt wird, vier Wochen haltbar ist. Gesichtsmasken macht man ohnehin frisch für eine Anwendung (das schaffe jede moderne Aphrodite: Heilerde oder zerdrückte Avocado mit einem Pflanzenwasser mischen, auftragen, entspannen, abwaschen).

Kleindienst_DIY2Sogar an hübsche Vorlagen für die Beschriftung der Hauskosmetik hat Ingrid gedacht, sie können vergrößert und farbig kopiert werden.

Kleindienst_DIY4.JPGDer einzige Nachteil: Das Buch riecht sehr streng nach Druckerfarbe. Aber es ist ja erst wenige Tage alt, vielleicht vergeht das noch.

Dieses Buch ist ein schönes Verschenkbuch für Frühlingskinder, vielleicht mit einem Sträußchen Gänseblümchen oder einem Tiegel Sheabutter, damit Naturkosmetik-Interessentinnen ganz schnell mit diesem Hobby durchstarten können (aber Vorsicht, kann „süchtig“ machen!). Ich finde es prima, dass man der Haut nur das „zu futtern“ gibt, was man auch ganz normal essen kann. In diesem Sinne passen die Ideen in diesem Rezeptbüchlein prima zu meiner Facebook-Gruppe „Essbare Kosmetik“ (die aus Versehen auf „geheim“ gestellt wurde und nun nicht mehr zu öffnen ist, bitte auf meiner persönlichen Facebook-Seite „um Einlass bitten“). Auf der Facebook-Aromatherapie-Seite gibts Studien, Blogbeiträge und verlinkte Artikel von anderen Kolleginnen. Und wer nun nicht genug bekommt vom Selbermachen, kann sich noch Ingrids Buch DIY Wolle färben zulegen, ich wette, auch dieses Hobby hat ein Suchtpotenzial!

mein neues halbes buch


www.wanderlust.deAls mein Mann letzten Spätherbst die Anfrage bekam, ein Buch namens „111 Gründe Irland zu lieben“ zu schreiben, hatte er zunächst dankend abgelehnt (er hatte bereits ein erfolgreiches Irlandbuch verfasst). Dann befragte er einen deutschen Kollegen in Dublin, ob dieser Interesse hätte. Hatte er nicht. Währenddessen rotierte mein Hirn. Ob wir das nicht irgendwie zwischendrin hin bekommen könnten? Jeder 55 Gründe. Und einer opfert sich für den letzten Grund.

Gründe hatten wir bereits mehr als genug gesammelt, nach über 15 Jahren auf der Grünen Insel kein Problem. Auch hatten wir bereits viel über das Leben im grünen Fast-Paradies aufgeschrieben. Meistens positiv wie auch gelegentlich negativ (insbesondere über die Giftigkeit, Umweltsauerei und Verantwortungslosigkeit von Zucht-Lachs-Essen hatten wir sogar sehr oft geschrieben 😦 ).

So kam ein Gedanke zum anderen, der Terminkalender  für das Frühjahr 2015 wurde konsultiert und dann beschlossen wir, einfach zuzusagen. Der Winter und der zeitige Frühling wurden dann mit dem Verfassen von vielen kleinen Geschichten über dieses schöne Land ziemlich kurzweilig. Vor zwei Wochen ist es erschienen. Unter anderem über die besonderen Gerüche Irlands habe ich geschrieben. Und darüber, warum hier Erdbeeren auf Bäumen wachsen und Birnen unter der Erde – zumindest bei mir und einem deutschen Kollegen, von dem ich die Ableger habe.

Auch warum hier in unserer Gegend so unglaublich schöne subtropische (Duft)Pflanzen wachsen (Manuka, Harzeiben, Skimmien, Japanische Sichertannen, Hinoki-Zypressen, sommerblühende Duft-Magnolien, Boronia etc). Über die liebenswerte Unpünktlichkeit der Iren, über die Nicht-Existenz der Wortes ‚Nein‘ in der irischen Sprache, über irische Designerinnen, über die leckeren Scones zum Nachmittagstee (freilich auch über den allgegenwärtigen „irischen“ Tee), über die extrem reine Luft, die vielen Regenbögen, die gesünderen Raumtemperaturen, über kostbares Trinkwasser aus eigenen Brunnen, über Schafe und Wollkleidung, über Linksfahren und witzige Verkehrsschilder. Klar, es mussten auch wunderbare irische SchauspielerInnen (Pierce Brosnan, Colin Farrell, Liam Neeson), MusikerInnen (Enya, U2/Bono, The Cranberries) und Literaten (James Joyce, Oscar Wilde, Cecilia Ahern) beschrieben werden. Und ganz vieles mehr. Der(gemeinsam verfasste Grund befasst sich übrigens mit dem intelligentesten Hund der Welt (durch Studien belegt), dem Border Collie, der auf der Grünen Insel fast eine Institution ist. Zu Beginn der Manuskriptarbeiten hatten wir keinen (mehr), zum Abgabetermin plagte uns ein  hyperaktives Border-Collie-Welpenmädchen 😉 .

Dieses Land hat meine Liebe zu den Pflanzen und zur Natur stark gefördert und mein Wissen darüber enorm erweitert. Das Erkunden der ganz besonderen „Pflanzen“ Algen, Moose und Flechten wäre auf dem Kontinent so nicht möglich, ein Leben ohne Meer vor der Hautür ist inzwischen undenkbar. Die Freude über diese besondere Natur teile ich nun seit über zehn Jahren mit zahlreichen ähnlich gesinnten Gästen, mal „einfach so“ im besonderen Gästehaus, oder bei Wanderwochen, auf Gartenexkursionen und bei Aromatherapie-Kursen. Wer sich mal in unserer Gegend umschauen möchte: Derzeit wird die WDR-Sendung ‚Wunderschön‘, auf der mein Mann „unser Irland“ vorstellt, öfters in den deutschen dritten Programmen wiederholt, sie kann online im WDR angeschaut werden (klick! ich stand übrigens bei den Dreharbeiten Mitte Juni 2013 oft im Hintergrund, bin aber nicht zu sehen).

Unser neues Buch ist in jeder Buchhandlung und bei Amazon (klick!) für 9,99 € erhältlich. Eine Liebeserklärung an das schönste Land der Welt, teilweise auch eine Verbeugung vor dieser wundervollen Wahl-Heimat.

hexenschuss, rückenschmerzen und andere zipperlein


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch habe in den letzten Wochen allerlei Zipperlein mit ätherischen Ölen behandeln dürfen. Besonders leid tat mir unser netter Automechaniker, der fürchterlich hinkte, weil irgendetwas an seinem Beckenkamm irgendwie klemmte. Eigentlich wollte ich ihm, da er mir trotz seiner Schmerzen die nicht mehr funktionierende Kupplung ganz schnell wieder flott machte (und das auch noch ohne Kosten zu berechnen), meine bewährte 5%-ige Mischung aus

  • Bio-Johanniskrautmazerat, Hypericum perforatum
  • Pfefferöl, Piper nigrum
  • Majoranöl, Origanum majorana
  • Cajeputöl, Melaleuca leucadendra
  • Wintergrünöl, Gaultheria procumbens

vorbei bringen (wenn ich bereits eine Entzündung vermute, gebe ich noch etwas Zitroneneukalyptus dazu). Zunächst versuche ich jedoch, so eine Beschwerde gerne mit zwei Griffen aus der Dorn-Rückenbehandlung** zu lindern oder zu beheben. Der gute Mann legte sich also bereitwillig auf den Fußboden vor seinem Schreibtisch (ich gehe im Allgemeinen nicht mit meiner Behandlungsliege spazieren!). Ich zeigte ihm die zwei Tricks, die mir bei ähnlichen Schmerzen fast immer helfen. Und er schaute mich nach diesen drei Minuten wirklich überrascht, nein ungläubig an: Kann das sein, es fühlt sich sowas von besser an?!

Ich habe in den letzten Tagen auch Menschen mit einem verdrehten Knie und einem schmerzhaft überlasteten Ellbogen getroffen, und immer helfen diese Öle, um Schmerzen zu lindern und dem Körper dabei zu helfen, genau das zu tun, damit wieder alles in Ordnung kommt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKönnte unser Automechaniker deutsch lesen, hätte ich ihm gerne das neue Buch von Ingrid Kleindienst-John empfohlen, es ist ideal für AnfängerInnen der Aromatherapie, trägt den originellen Titel SOS Hexenschuss (klick! 19,90 €) und ist vollgepackt mit einfach nachzumachenden Rezepturen, die für Menschen jenseits des Teenager-Alters interessant sein könnten (Gruß an Ingrids Mann: Der nette irische Autospezialist sieht ihm gar nicht so unähnlich und stand sehr ähnlich wie auf dem Cover vor mir! 😉 ). Ingrid Kleindienst-John ist eine Vertreterin der Idee, dass wir uns bei Alltags-Wehwehchen selbst helfen sollten, dass wir uns der Mittel besinnen, die schon unseren VorfahrInnen geholfen haben. Zwar brauchen Naturmittel manchmal etwas länger bei der Heilung, jedoch wirken sie in vielen Fällen anhaltender. Ob bei pochenden Kopfschmerzen oder verrenktem Rücken, Schleimbeutel-Entzündung im Knie, Halsschmerzen, Hämorrhoiden, nachlassendem Gedächtnis, Einschlafproblemen oder Burnout, Ingrid hat an alles gedacht. Sogar an ein Rezept für heilendes feuchtes Toilettenpapier (bei Hämorrhoiden). Zudem hat sie einer Wechseljahresbeschwerde des Mannes, der vergrößerten Prostata mit den entsprechenden Beschwerden, eine bewährte Mixtur gewidmet. Freilich gibt es auch viele Tipps und Rezepte bei allerlei Frauenbeschwerden.

Dieses 250 Seiten starke Buch kann einen durch den Familienalltag begleiten, die kleinen Geschichten rund um ihre Rezepte sind interessant und kurzweilig zu lesen. Mir gefällt es sehr gut, dass sie sowohl den Körperteilen als auch den Jahreszeiten zugeordnete Beschwerden zusammen gefasst hat, denn im Frühling leidet der Mensch allgemein unter anderen Zipperlein (Heuschnupfen, Entschlackung) als im Winter (Husten, Blasenentzündung), im Sommer schwitzt man vielleicht übermäßig und wird von stechenden Plagegeistern heimgesucht. Mir gefällt es weiterhin, dass sie viele der Beschwerden erläutert, und die ausgewählten Heilmittel begründet: Dem Laien wird somit geholfen, sich langfristig auch ohne das Buch viel Gutes zu tun.

Im Zusammenhang mit Migräne zeigt die Autorin, wie mit Hilfe eines „Unkrautes“ im Garten, des Mutterkrautes, und aus Weidenrinde zumindest Linderung verschafft werden kann. Auch heilende leckere Säfte gehören zu ihrer genießbaren Hausapotheke. Etliche ihrer Rezepturen – mit ätherischen Ölen und Heilkräutern – kennt sie von ihren beiden Großmüttern. So fanden auch leckere Kochideen ihren Weg in dieses abwechslungsreiche Buch wie Brennesssel-Risotto, Bärlauchpesto und Omas Zigeunerkartoffeln, dazu auch Anti-Stresskekse nach Hildegard von Bingen mit reichlich Muskatpulver sowie relativ viel Zimt und Nelke. Abgerundet ist das Buch mit übersichtlichen Tabellen zu Ölen, Hydrolaten und Kräutern. Eine schöne Geschenkidee für interessierte Einsteiger in die Welt der Düfte und Heilkräuter!

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWie es der Zufall will, telefonierte ich letzte Woche ausführlich mit Dr. Dietrich Wabner und er bat mich, eines seiner neuen Produkte zu testen, es heißt auch S.O.S. (ich habe regelmäßig Kniebeschwerden, obwohl meine Bänderriss-Operation über 22 Jahre zurück liegt). Wer beispielsweise nicht die oben beschrieben ätherische Öle zu Hause hat, kann sich mit dem ähnlich duftenden, weil auch Wintergrün enthaltendem SOS-Elixier von Wadi (klick! 12 €) einreiben, es ist wunderbar leicht und kühl und hat den Vorteil, dass es sofort einzieht, somit keine ölige Haut hinterlässt (ideal wenn es morgens schnell gehen muss.

Gedacht ist es als Ergänzung zum Muskel- und Gelenköl von Wadi. Rosmarin- und Wacholderöl entspannen und lockern die Muskeln, Cajeput- und Zitronenöl helfen auch bei Verspannungen und Zerrungen. Das von den Ureinwohnern Nordamerikas sehr geschätzte Wintergrünkraut mit seinem einzigartigen Duft, unterstützt bei Schmerzen in Gelenken und Muskeln. Besonders praktisch finde ich die Airlessflasche, in der das 4%ige Fluid hygienisch und haltbarkeitsfördernd verpackt ist. Das Team von Dietrich Wabner denkt sich übrigens jeden Monat ein paar prima Sonderangebote aus, derzeit gibt es die bewährte Mischung ‚Silent Legs‚ (klick!) für das nervige Syndrom „Restless Legs“ zu einem reduzierten Preis (das Produkt können sie freilich nicht so nennen). Das ist ein Teil der erfolgreichen Produkte-Serie, die der Professor und Chemiker zusammen mit dem Apotheker Martin Tremmel von der Isar-Apotheke in Garching bei München entwickelt hat. Auch das haarwuchsfördernde Schottische Haaröl (klick!), nach dem ich öfters gefragt werde, wurde hier entwickelt. Also, meine Damen und Herren, es gibt genügend Möglichkeiten, sich bei den fiesen kleinen Zipperlein, die einen so im Laufe des Lebens ereilen, wirksam und wohlduftend zu helfen!

**PS. Die Dornmethode kann bei Brigitte und Harald Fleig (klick!) im südlichen Schwarzwald erlernt und erfahren werden, auch bei Hildegard Steinhauser und Helmut Koch am Bodensee ist man gut aufgehoben, sie haben hier eine Behandler-Liste. Manchmal kann ich mir nicht selbst helfen, wie nach dem herzhaften Biss auf ein gummiartiges Brötchen, da knackste der Kiefer schmerzhaft, oder nach Fehleinrenkung meines Genicks durch einen zu wilden Physiotherapeuten. Dann gehe ich zu einer Heilpraktikerin mit „Zauberhänden“ in München-Schwabing: Gisela Cordes (klick!), sie ist so gut in ihrer weiterentwickelten Dorn-Methode (dort habe ich diese einst erlernt), dass ich jede Anreise, jeden Flug auf mich nehme, um von ihr liebevoll be-HAND-elt zu werden. Meistens reichen ein bis zwei Sitzungen, um langanhaltenden Erfolg zu erzielen.

das umfangreiche nachschlagewerk für heilpflanzen-lernende


Eliane Zimmermann Schule für  AromatherapieHeilpflanzen, Duftpflanzen, Wildpflanzen und „Unkräuter“ umfangreich und professionell beschrieben: So ein Buch brauchen HeilpflanzenexpertInnen und Aromafachleute, wenn sie beraten, unterrichten, recherchieren, selbst Kursunterlagen und Bücher schreiben. Dieses Werk liegt jetzt schon seit geraumer Zeit bei mir, doch nun endlich blättere ich mir die Finger an diesem „Schinken“ von 701 übergroßen Seiten fast wund 😉 . Ich bearbeite die 6. Auflage meines Fachbuches“Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“ und mir fallen ständig Ergänzungen, Neuerungen und Korrekturen auf und ein. Das sensationelle Nachschlagewerk vom prominenten Heilpflanzen-Experten Siegfried Bäumler heißt ‚Heilpflanzen – Praxis heute. Band 1: Arneipflanzenportäts‘ (hier kann man es anschauen und bestellen, klick!).

Ich muss beispielsweise immer wieder nachschauen, ob einzelne ätherische Öle bereits von der Phytotherapie Kommission E monographiert wurden, hier finde ich die Infos dazu. Ich versuche mal wieder etwas Ordnung in die babylonische Sprachenverwirrung der Botaniker zu bringen, hier werde ich fündig. Ich vergleiche die Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen, die in den unterschiedlichsten Fachbüchern angegeben sind, hier finde ich wertvolle Angaben. Auch Verwandtschaftsverhältnisse wie die Umckaloabo-Geranie (Pelargonium sidoides) und der Stinkende Storchenschnabel (Pelargonium robertianum) zur Rosengeranie kann ich in diesem Buch überprüfen und vergleichen.

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

Auf das Foto klicken, um mehr erkennen zu können!

Die Anwendungsgebiete und Zubereitungsarten der hübschen zur Blume des Jahres gekürten Wildpflanze Teufelabbiss (Succisa pratensis) können nachgelesen werden (Husten), andere vergessene und/oder unbekanntere Heilpflanzen wie Ackergauchheil (Anagallis arvensis), Bachbunge (Veronica beccabunga), Schildförmiges Fußblatt (Podophyllum peltatum), Habichtskraut (Hieracium pilosella), Braunelle (Prunella vulgaris), Piszidiabaum (Piscidia piscipula) oder die Aufgeblasene Lobelie (Lobelia inflata) werden ausführlich vorgestellt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFür uns AromaexpertInnen sind die Beschreibungen vieler Fette-Öle-Pflanzen und Ätherische-Öle-Pflanzen interessant: Kakao, Schwarzkümmel (sogar mit korrektem Foto, eine Seltenheit!), Rizinus, Sanddorn, Perilla, Granatapfel, Olive, Johanniskraut, dazu Pfefferminze, Essigrose, Weihrauch, Pfeffer, Melisse Cajeput, Lorbeer, Majoran, Wintergrün, beide Kamillen, Perubalsam, Bischofskraut, Zitrone, Muskat, Dill, Ingwer, Eukalyptus, Dost, Baldrian, Anis, Zimt, Fenchel etc.

Für homöopathisch interessierte Menschen, die also nicht nur die Kügelchen und Tropfen, sondern auch ausführliche Infos über die gesamte Pflanze und ihre traditionelle lokale Anwendung lernen möchten, ist auch allerlei Lesefutter zu finden: Scrophularia nodoa, Agrimonia eupatoria, Nerium oleander, Ephedra sinica, Cephaelis ipecacuanha etc. Wichtige Pflanzen zur Selbstmedikation und Begleitung bei schweren Erkrankungen können studiert werden: Sägepalme, Flohkraut, Aloe, Echinacea. Mariendistel, Katzenkralle, Gelbwurz, Ratanhia, Asiatischer Wassernabel, Guaraná, Lapacho u. a. m. Dieser Band 1 kostet 59,99 € und der zweite Band kostet – separat gekauft – 69,99 €; beide Bücher zusammen kosten 99,99 Euro.

  • Zurück zu meinem Buch „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“: Wie ich bemerkt habe, hat sich trotz des professionellen Korrekturlesens im Verlag der Fehlerteufel hier und da eingeschlichen. Die häufigste „Beschwerde“ kam zu Seite 245, auf der Basilikumöl beschrieben wird: Ich empfehle es zum Senken des Blutdrucks und ein paar Zeilen weiter steht „bei Hypotonie“, also niedrigem Blutdruck. Hahaha! Solche Dinge passieren beim Buchschreiben, man gewöhnt sich dran, sie lassen sich einfach nicht vermeiden. Irgendwo steht statt 1,8-Cineol 1,8%Cineol, kann auch passieren, insbesondere wenn das Manuskript in eine druckfähige layoutete Version konvertiert wird. Darum meine Bitte und Frage: Wer hat noch mehr Spuren vom Fehlerteufel entdeckt? Unter allen „Tippfehler-Detektiven“ werde ich zwei Exemplare der 6. komplett überarbeiteten Auflage von „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“ verlosen. Das Erscheinen dauert zwar noch (Frühjahr 2016), das Mitmachen kann sich aber lohnen, denn erfahrungsgemäß steigt der Ladenpreis bei solchen Rundumrenovierungen immer ein wenig. Bitte nicht hier im Kommentarefeld schreiben, sondern an neroli at eircom punkt net (Spamschutz, bitte richtig ins E-Mail-Fenster schreiben).

hydrolate – pflanzenwässer und ihre destillation


hydrolate_fischer-rizzi_coverHydrolate destillieren, mit Hydrolaten gesund bleiben, Hydrolate als Schönheits- und Pflegemittel: Diese Themen und noch ganz viel mehr hat die Aromatherapie-Pionierin Susanne Fischer-Rizzi auf sage und schreibe 400 fast A4 großen Seiten zusammen getragen. Nicht umsonst heißt diese „Bibel“ der Blüten- und Kräuterwässer Das grosse Buch der Pflanzenwässer (klick!). Wer also ein Scheinchen zu Weihnachten bekommen hat und sich für diesen vergessenen Bereich der Aromatherapie und Aromapflege interessiert, sollte sich das übersichtliche und wunderschön bebilderte Standardwerk gönnen.

Jedes Hydrolat ist auf einer oder gar zwei der großen Seiten vorgestellt, dann folgt ein ausführliches Pflanzenporträt (Synonyme, Vorkommen, Beschreibung, Pflanzenteil, Gewinnungsverfahren, Inhaltsstoffe, pH-Wert, Haltbarkeit, Duftbeschreibung). Mindestens zwei Seiten widmen sich anschließend der Anwendung des jeweiligen Hydrolats in der (Kranken)Pflege, im kosmetischen Bereich und in der Küche. Immer sind ganz klasse Rezepte mit dabei, beispielsweise „Schlaf über den Wolken“ mit Lavendelhydrolat, „Sanfte Berührung Pflegebalsam“ mit Karottensamenhydrolat, „Wasser der Venus“ mit Frauenhaarfarnwasser, „Creme der schönen Kaiserin Tang Fei“ mit Maulbeerbaumwasser, „Die Seele baumeln lassen“ mit Vanillewasser, „Weißtannen-Rescue-Spray“ mit Weißtannenhydrolat.

Ja, richtig, Susanne Fischer-Rizzi stellt neben den kommerziell erhältlichen Hydrolaten total spannend klingende selbst destillierte Pflanzenwässer vor: Apfelblütenwasser, Gänseblümchenwasser, Johannisbeerknospenwasser, Limettenwasser, Mammutbaumwasser, Palo-Santo-Wasser, Quittenwasser, Stiefmütterchenwasser, Wundkleewasser und viele mehr, insgesamt 76 Pflanzenwässer auf über 300 großen Seiten! Das inspiriert zum Nachmachen!

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDas schwere Buch bietet auch eine Fundgrube an geschichtlichem Wissen, ganz viele Anwendungsbereiche von Raumluftsanierung über Küche, Tierpflege und Hospizarbeit werden erläutert. Viele einfach umzusetzende Rezepte für Schönheitsmittel wie die „Second Skin-Lotion“ (Schüttel-Lotion) machen Lust auf Experimente. Sogar an Hinweise zum Herstellen von veganen Cremes (ohne Bienenwachs) hat die super-kreative Autorin gedacht. Und auch juristische Möglichkeiten bzw. Einschränkungen zum Besitz einer Destille sind erläutert. In Deutschland ist beispielsweise für Privatpersonen nur eine 0,5-Liter-Destille erlaubt, die Schweizer (3 Liter) und Österreichischen Zollbehörden (2 Liter) erlauben größere Destillen ohne Anmeldung. Für gewerbliche Destillationen gelten andere Höchstgrenzen und entsprechende Zulassungs-/Anmeldeverfahren. Am Ende des Buches findet man einen sehr nützlichen Sammel- und Destillationskalender sowie drei eng bedruckte Seiten mit den vielfältigsten Indikationen und den wichtigsten Hydrolaten dafür/dagegen (beispielsweise Abstillen, Angst, Asthma, Dekubitus, Ekzem, Erkältung, Halsschmerzen, Haut nach Bestrahlung, Lidödem, Menstruationsbeschwerden, Neurodermitis, Ohrenschmerzen, Schürfwunden, Übelkeit, Zahnfleischblutungen). Auf der nächsten ähnlich voll gepackten Seite werden noch sämtliche kosmetische Anwendungsgebiete aufgeführt.

Mein Fazit: Ein rundherum gelungenes Kunstwerk, in dem man sicherlich jahrelang blättern und entdecken kann! Es ist ähnlich „rund“ und vollständig wie „Himmlische Düfte“ (vielleicht sogar besser), Inspiration pur und Sucht-Gefahr! 😉 Dieses Standardwerk aus dem großartigen Schweizer AT-Verlag kostet 39,90 Euro (hier kann man es bestellen). Wer die Vorstellung des Buches in einem Video anschauen und die engagierte vielfache Autorin Susanne Fischer-Rizzi „kennen lernen“ möchte, kann bei Youtube (klick!) reinschauen. pelikan destilleGefilmt wurde an einem Sommertag Anfang Juni diesen Jahres in der wunderschönen Staudengärtnerei Gaissmayer (klick!). Georg Effner, den viele meiner SchülerInnen von den Exkursionen im Rahmen meiner Ausbildungen kennen lernen konnten, zeigt eine Destillation im Kupferkessel.

destille_alquitaraZurück zum Weihnachtsgeld: Wer eine einfache jedoch sehr solide Traditions-Destille kaufen möchte, könnte für 79 Euro die Pelikandestille aus Borsilikatglas (Made in Germany! für knapp 30 Euro kann noch ein Liebig-Kühler dazu erworben werden) hier bestellen, für 119 Euro gibt es eine (fast) komplette kleine Glas-Destillationsanlage namens Fortuna (ohne Thermometer) hier (klick!). Für 116,62 Euro gibt es die 0,5-Liter-Destille aus Kupfer namens Alquitara hier (klick!). Bei Alpmed in der Schweiz bekommt man ein handliches gläsernes so genanntes Taschendestillationsgerät (klick! 200 Schweizer Franken = 167 Euro), mit dem man mitten auf der Blumenwiese mit Teelichtern destillieren kann. In Österreich kann man die praktische Leonardo-Destille kaufen, hier (klick!) wird eine Schritt-für-Schritt-Fotoanleitung einer Destillation damit gezeigt.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieBuch-Hydrolate-Eliane-Zimmermann_xsWer jedoch erst einmal in die Materie der Pflanzenwässer hinein schnuppern möchte, kann dies im Buch von Ingrid Kleindienst-John Hydrolate -Helfer aus dem Pflanzenreich (klick! 19,90 Euro) oder in meinem Buch Hydrolate – Pflanzenwässer, die vergessene Dimension der Aromatherapie und Aromapflege (klick! 24,90 Euro inklusive Porto, dort kann man auch diverses Zubehör wie Laborgläser und eine Fein-Waage für die Herstellung von Salben/Cremes bestellen [0,01-500g für vernünftige 39,50 €], dafür hier rein schauen).