blutungen naturheilkundlich stillen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDie langjährige treue Blogleserin Brigitte Krause bedankte sich kürzlich für meine Hilfe bei diversen Wehwehchen. Dabei erzählte sie mir von einem scheußlichen Unfall, dessen Heilung aufgrund der sofortigen Anwendung eines ätherischen Öles überraschend positiv verlief. Hier Brigittes Bericht (ich habe die Vorher-Nachher-Fotos bewusst ganz nach unten gesetzt und ganz klein gemacht, wer nicht empfindlich ist, kann sie durch anklicken vergrößern):

„Ich habe mir am 4. Oktober 2015 beim Holzhacken die Kuppe vom linken Zeigefinger abgehakt. Es blutete sofort sehr stark und ich bemerkte, dass ich unter Schock stand, da ich keinerlei Schmerzen verspürte.

Nüchtern wie ein Roboter ging ich ins Haus (nachdem ich die Kuppe nirgends mehr finden konnte) und träufelte mir sofort Cistrosenöl auf die Wunde, um die Blutung zu stillen. Als ich bemerkte, wie sehr es jedoch weiter blutete, verlor ich plötzlich das Vertrauen in meine „Wundmanagement“-Fähigkeiten.

Ich verband den Finger und fuhr in 20 Minuten ins Krankenhaus. Dort angekommen, man nahm mich SOFORT dran, weil das Blut mittlerweile auch durch den Verband über den Arm des T-Shirts gelaufen war und alles viel schlimmer aussah, wie es in Wahrheit war. Der Arzt wickelte den Verband ab und ……es blutete nicht mehr.

Er war sehr erstaunt, dass die Wunde nicht mehr blutete und noch erstaunter über diesen starken Geruch, der vom Finger ausging. Er fragte mich, womit ich die Wunde behandelt hätte. Als ich die relativ trockene Wunde sah, kam sofort mein Selbstbewusstsein wieder zurück. Die Cistrose hatte es geschafft!

Der Arzt wollte mir dennoch Antibiotika verschreiben und Tetanus spritzen, was ich beides ablehnte. „Nicht ohne mein Öl“, sagte ich ihm und der Schwester. Ich hatte die Flasche in die Hosentasche gesteckt, als ich losfuhr. Die Schwester schüttelte nur den Kopf, der Arzt war einverstanden. Die Wunde wurde von ihm wieder mit dem Cistrosenöl behandelt, ich wurde verbunden und durfte gehen.

Am nächsten Tag suchte ich noch einmal meinen Hausarzt auf, der vorschlug, auch noch kolloidales Silber anzuwenden für die umgebende Hautareale. Einmal wurde der Finger ein wenig dicker und schmerzhafter und ich griff zu einer Lösung mit Nelkenöl und am nächsten Tag war der Finger wieder abgeschwollen.

Erstaunlich war für mich auch die Tatsache, dass die Wunde die ersten Tage kaum geschmerzt hat, was mich doch sehr verwunderte. So lange hält kein Schock an. Es hat vielleicht auch an der Cistrose gelegen, wer weiß!*

Nachts musste ich den Finger allerdings hoch lagern, sonst wurde das Pochen zu heftig. So habe ich die Wunde 5 Wochen lang mit Cistrose und kolloidalem Silber behandelt und dann war alles tatsächlich zugewachsen und bis auf eine ganz unmerklich feine Schräge fast nachgewachsen. Die Vorher-Nachher-Fotos zeigen, wie der Finger direkt nach dem Unfall aussah und wie jetzt der verheilte Finger ausschaut! Es ist beeindruckend. Am Nagel sieht man noch eine leichte Schräge. Das hat die Natur noch nicht so ganz auf die Reihe bekommen. Das schöne ist, dass das Gewebe vollkommen normal aussieht, die Rillen sind wieder da, alles ist schön glatt. Nur unter dem Nagel, da ist noch Hornhaut, eine verkrustete Stelle. Ich bin so dankbar, dass wir die Öle haben. Das wollte ich Dir nicht vorenthalten und so kannst Du Dich mit mir freuen.“

Finger_Brigitte_Krause*Anmerkung: Cistrose enthält p-Cymen und beta-Caryophyllen, darum zählt zu den schmerzlindernden und entzündungshemmenden ätherischen Ölen, es wundert mich nicht, dass Brigitte wenig Schmerzen empfunden hat. Cistrosenöl ist inzwischen sehr hochpreisig, es wirkt auch verdünnt hervorragend, darum empfehle ich die praktische Mischung von Feeling (klick!), das Öl ist in Jojoba 10:90 verdünnt.

Brigitte und ihr Mann vermieten ein schönes allergiker-freundliches und nach umweltbiologischen Kriterien renoviertes Ferienhaus (damit kennt sie sich gut aus) im schönen Windecker Land (nicht zu weit von Bonn und Siegburg, in Richtung Altenkirchen), wer mal reinschauen möchte, hier ist ihre Website: Haus Sommer

myrrhe, das milde und effektive wundheilungs-harz


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNun müsste bald die kalte Jahreszeit anbrechen, in der gerne und viel geräuchert wird. Zumindest sind Dezember und Januar beliebte Düfte-Monate (bei den derzeitigen Frühlingstemperaturen womöglich doch noch nicht).

Mir fällt immer wieder auf, dass Myrrhe und Myrte verwechselt werden, und dass Myrte oft mit H, also Myrthe, geschrieben wird. Auch dass oft Verunsicherung herrscht, wie die unterschiedlichen Chemotypen von Myrte einzusetzen sind. Beide Pflanzen sind ideale Begleiter in der erkältungsträchtigen Zeit, denn beide wirken befreiend auf die Atemwege. Doch damit hört die Gemeinsamkeit, außer der ähnlichen Schreibweise, schon auf.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMyrrhe [Commiphora molmol (Engl.) Engl. ex Tschirch, Synonyme: Commiphora myrrha (Nees) Engl., Commiphora abyssinica (Engl.) Engl.] ist ein kleiner Baum oder großer Strauch, der wie der Weihrauch-Baum heiße und trockene Gegenden im Osten Afrikas bewohnt, beispielsweise Somalia und die südliche arabische Halbinsel. Er ist recht arm an Blättern, dafür trägt er umso mehr Dornen. Je nach Herkunft und Herstellungsverfahren können sich die Mengen der Inhaltsstoffe sehr unterscheiden, ein hoher Anteil an Furanoeudesma-1,3-dien sorgt für eine deutliche schmerzlindernde Wirkung.

Der Baum liefert ein sehr wirksames bitter schmeckendes Harz. Sein Name kommt von kommi, gr. = aus einer Akazienart gewonnener Klebstoff zur Balsamierung von Leichen, –phoros, gr. = -tragend; mor, bedeutet auf somali Myrrhe.

Anders als bei Weihrauch, der üblicherweise destilliert wird und somit ein ätherisches Öl liefert, handelt sich bei Myrrhe nicht um ein ätherisches Öl, sondern um ein Resinoid, das heißt, dass das Harz mit einem Lösungsmittel, meistens Branntwein, gelöst wurde, somit ist das Endprodukt recht klebrig. Es gibt jedoch grundsätzlich auch destilliertes Myrrheöl, mir ist es jedoch noch nicht über den Weg gelaufen. Und auch CO2-extrahierter Myrrheduft kann selten erhältlich sein.

Myrrhe_KöhlerMyrrhe-Resinoid kann entzündliche Haut und Schleimhäute hervorragend regenerieren. Bei Heiserkeit kann ein Tropfen auf ein Stückchen Zucker oder etwas festen Honig gegeben werden und gelutscht werden (schmeckt sehr bitter!). Bei Entzündungen der Schleimhäute des Atemtraktes gibt man 1-2 Tropfen auf eine Schüssel mit heißem Wasser und inhaliert den harzigen Dampf (am besten eine feuerfeste Glasschüssel verwenden, die sehr heiß ausgewaschen werden kann, an Kunststoffgefäßen kann sich das Harz sehr fest setzen). Auch das Einarbeiten in schmerzlindernde Wundsalben bietet sich an.

Eine ganz neue äthiopisch-deutsch-österreichische Studie zur wundheilenden Wirkung von Myrrhe kann hier kostenlos herunter geladen werden: Gebrehiwot M, Asres K, Bisrat D, Mazumder A, Lindemann P, Bucar F: Evaluation of the wound healing property of Commiphora guidottii Chiov. ex. Guid. BMC Complement Altern Med. 2015 Aug 18;15:282. Darin wird die traditionelle Anwendung des Harzes bei Wunden wissenschaftlich durchleuchtet und belegt. Das Öl und das Harz irritieren die Haut nicht und zeigen signifikante Effekte (p<0.05-0.001) beim Zusammenziehen von verletzter Haut, zudem wird die Zeit zum Epithelisieren der Hautzellen verkürzt. Dazu kommen antibakterielle und antimykotische Eigenschaften ähnlich wie bei den Standardantibiotika Ciprofloxacin und Griseofulvin.

Bereits 1989 entstand ein anspruchsvolles wissenschaftliches Fachbuch, das sich mit der Heilweise und dem chemischen Aufbau von Myrrhe (und Weihrauch) beschäftigte: Weihrauch und Myrrhe. Kostbarkeiten der Vergangenheit im Licht der Gegenwart von Dieter Martinetz, Karlheinz Lohs und Jörg Janzen, leider ist es vergriffen bzw. nur noch begrenzt antiquarisch erhältlich wie hier (klick!).

MYRRHE-Resionoid enthält vor allem Sesquiterpen-Verbindungen:

  • 24,90% Curzeren (Isofuranogermacren)
  • 4,08% β-Elemen
  • 1,32 % γ-Cadinen
  • 0,74 % δ-Cadinen

Andere

  • 27,74 % Furanoeudesma-1,3-dien
  • 8,62 % Lindestren

Quelle: Farfalla

Es gibt ein Fertigpräparat namens Myrrhinil-Intest (klick!), das eine Kombination aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle enthält, es wird bei Magen-Darm-Beschwerden wie dem Reizdarm-Syndrom und Durchfall eingesetzt. In einem Interview mit der bekannten Phytotherapie-Medizinerin Dr. Karin Kraft ist dazu hier (klick!) mehr zu lesen. Zu den drei Chemotypen des Mittelmeer-Bewohners Myrte, und den entsprechenden Einsatzmöglichkeiten, kommt einer der nächsten Beiträge.

OPOPONAX [Commiphora guidottii Chiov. ex Guid.] ist eine enge Verwandte und beglückt Parfümeure mit ihrem balsamisch-süßlichen Duft. Es wird selten in der Aromatherapie angewendet, obwohl es auch starke antiinflammatorische (entzündungshemmende) Eigenschaften hat. Um die Namensverwirrung noch zu verstärken, gibt es übrigens auch ein ätherisches Öl aus Acacia farnesiana, das auch Opoponax genannt werden kann.

Monoterpene

  • 33-47 % trans-β-Ocimen

Sesquiterpene

  • 14-22 % cis-α-Bisabolen
  • 3-17 % α-cis-Bergamotten
  • 16% α-Santalen

Quelle: Tisserand & Young 2014, Essential Oil Safety

Es gibt noch mindestens zwei Dutzend Commiphora-Arten wie

  • Commiphora africana (A. Rich.) Engl.
  • Commiphora angolensis
  • Commiphora caudata (Wight & Arn.) Engl.
  • Commiphora guidottii
  • Commiphora mossambicensis
  • Commiphora holtziana
  • Commiphora simplicifolia H. Perrier
  • Commiphora wightii

Destille_Kupfer_RichterPS: Wem noch eine Geschenkidee für Weihnachten fehlt: Wie wäre es mit e iner Kupfer-Destille mit der in Deutschland zollamtlich genehmigten Größe von 0,5 Liter? Damit kann man/frau wunderbar Hydrolate herstellen. Hier (klick!) können Details und Kommentare nachgelesen werden, sie kostet knapp 140 Euro. Eine riesige Auswahl an Destillen gibt es auch hier bei Destillatio (klick!), die Österreicher dürfen mehr (2 Liter) und kaufen auchgerne bei Holzeis (klick!) sowie bei Malle & Schmickl (klick!), die Schweizer können auch bei Botanicus (klick!) bestellen.

Zeichnung Myrrhe: Köhler’s Medizinal-Pflanzen

aromapflege für’s baby und kleinkind


Evelyn_Deutsch_Pflege-Ampel

Diese drei Bio-Aromapflegeprodukte im Wert von über 45 Euro sind zu gewinnen

Noch fünf Tage zum Eintragen und Gewinnen, bitte-bitte-bitte nur HIER (klick!) im Original-Artikel ‚Bloggi-Burtstag‘ [auf der grauen Sprechblase rechts oberhalb der Überschrift] bis um Mitternacht am 25. November aufschreiben, welches eurer erfolgreichster Öle-Einsatz war oder ist; andere Einträge wie hier bei diesem Text oder auf Facebook kann ich leider nicht berücksichtigen.

Neben dem praktischen, weil winzigen Öleetui-Schlüsselanhänger und den fünf klinik-erprobten Aromapflegeölen von Neumond bekommt ein(e) dritte(r) glückliche(r) GewinnerIn eine „Pflege-Ampel“ im Wert von über 45 Euro aus den wunderbaren Aromapflege-Serien von Evelyn Deutsch Aromapflegeprodukte, gerade vor ein paar Tagen frisch von mir aus Wien mitgebracht. Die grüne Kinderpflegeserie ist erst kürzlich auf den Markt gekommen. Damit bietet meine hoch geschätzte Kollegin eine maßgeschneiderte Lösung für alle ganz jungen Aromapflegefans an. Bislang waren Evelyns Aromapflegeprodukte für Erwachsene konzipiert und für Kinder unter 8 Jahre nur in Verdünnung anzuwenden. Sie hat jetzt sowohl ein paar der bestehenden Produkte bezüglich der Konzentration und der Inhaltsstoffe speziell für Babys und Kinder angepasst, dazu auch einige spannende und wichtige neue Produkte kreiert. Um die neuen Kinderprodukte klar von den Aromapflegeprodukten für Erwachsene abzugrenzen, hat sie die Etiketten in ein kräftiges (beruhigend wirkendes) Grün getaucht!

Aromapflegeprodukte herzustellen obliegt einer ganz besonderen Verantwortung, da diese für den Einsatz bei pflegebedürftigen und kranken Menschen bestimmt sind. Daher entsprechen die Evelyn Deutsch Aromapflegeprodukte nicht nur der aktuellen Kosmetikverordnung, sondern darüber hinaus wird die Herstellung nach arzneimittelrechtlichen Vorschriften durchgeführt. Alle Produkte sind zertifiziert, notifiziert (CPNP), sicherheitsbewertet, verfügen über eine österreichische Pharmazentralnummer (PZN) und wurden dermatologisch getestet! (Sie sind jedoch auch in Deutschland ohne höheres Porto bestellbar.) Alle ätherischen Öle und fetten Pflanzenöle in Evelyns Produkten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Es werden keinerlei synthetische Konservierungs-, Farb- und Duftstoffe, sowie keine Rohstoffe auf Mineralölbasis verwendet. Die Standards, die der Gesetzgeber für Naturkosmetik festgelegt hat, genügen ihren Ansprüchen schon lange nicht mehr, daher verzichtet sie ganz bewusst auf eines der vielen Siegel.

Evelyn_Deutsch_Pflege-ProdukteDer zarte Brustbalsam für Babys und Kinder, der also zu den diesjährigen Gewinnen gehört, wird bei Bedarf sanft auf den Brust- und Rückenbereich aufgetragen. Er ist auch sehr gut in Form einer Ölkompresse anzuwenden! Das rein natürliche Produkt verbessert das freie und tiefe Durchatmen, sorgt für ein ruhigeres Durchschlafen und ist sehr wohltuend bei Hustenreiz. Evelyn hat mir noch ein Gläschen ihrer neuen Harzsalbe mitgegeben, die ein perfekter Schutz für die Haut bei besonderen Strapazen ist: extreme Wind- und Wettereinflüsse, häufiges Händewaschen, Inkontinenz und viele mehr. Das dritte Gläschen enthält den bewährten Atem-Aktiv-Balsam, der das freie Durchatmen verbessert und hilft, die Atemwege ganz sanft zu befreien, ohne in der Nase zu stechen oder den Eindruck von Schärfe zu vermitteln. In der institutionellen Pflege ist er eine wertvolle Unterstützung zur Pneumonieprophylaxe.

Wer als Pflegende unter meinen LeserInnen noch nicht mitbekommen hat, dass es eine ganz neue Untersuchung zur Nicht-Keimbelastung von ätherischen Ölen gibt, kann dies in der Herbst-Ausgabe von ‚Hand in Hand mit der Natur‘ nachlesen, hier (klick!) online lesen (alle BestellerInnen von Evelyns Shop bekommen die ‚echte‘ Zeitschrift mit ins Päckchen gelegt). Ab Seite 8 wird eindrucksvoll beschrieben, wie vier ätherische Öle und ein Raumbeduftungs-Gerät absichtlich mit den üblichen Krankenhauskeimen (Candida, ESBL, MRSA und ein normaler Staphylococus aureus-Stamm) verunreinigt wurden und wie schnell diese sich wieder erholt haben, d.h. wieder steril geworden sind, das ist ein mega-wichtiges Ergebnis für die institutionelle Pflege.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFür alle Interessierten wird es zum Thema ‚Aromatogramm – Mikrobiologische Diagnostik in der Aromatherapie‘ drei Seminare in Wien geben. Die sympathische und engagierte Fachärztin für Medizinische und Chemische Labordiagnostik Dr. Gerda Dorfinger, die die beschriebene Untersuchung machte, wird an den drei Seminartagen eindrucksvoll zeigen und erklären, wie solche reproduzierbaren Nachweise erstellt werden können. Die Termine: nächste Woche 27. November 2015 (ausgebucht jedoch mit kurzer Warteliste), 27.4.2016 und 10.11.2016, Infos und Anmeldung hier (klick!). ZU GUTER LETZT: Die Termine für meine Duftwochen stehen zwar bereits seit dem Frühsommer (auch wenn Google bei manchen InteressentInnen offensichtlich anderer Meinung ist), doch ich habe nun endlich auch geschafft, meine schön bebilderte Duftreisen-Broschüre mit allen Details über Themen, Ausflüge, Unterkunft, Essen, Anreise etc zu aktualisieren, das 14-seitige Heft kann hier (klick!) kostenlos runtergeladen werden (oder auf das Cover klicken, 3 MB).

1Duftreise_MeditationsgartenDen Frühbucher-Rabatt von 50 Euro gibt es für alle Anmeldungen, die bis zum 20. Dezember erfolgt sind (und wenn bis dahin 20% des Teilnahmepreises ab 940 Euro gezahlt sind: dieser Preis enthält 7 Übernachtungen im Zweibettzimmer, Vollpension auf Wunsch auf vegetarisch, die Exkursionen und Eintritte, den theoretischen Unterricht samt Unterlagen, Rohstoffe und Gefäße). Andere Ernährungswünsche und Einzelzimmer gegen Aufpreis. Die kurze Termine-Übersicht samt Anmeldeformular ist hier (klick!) zu finden (das praktische Formular kann am Computer ausgefüllt werden, gespeichert werden und an uns gemailt werden). Wunderschöne Foto-Impressionen von 2015 zeigt Christine Lamontain auf ihrem Blog hier und hier.

styraxöl für die süße inhalation


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyInsbesondere Kinder, jedoch auch ältere Menschen mit angegriffenen Atemwegen, mögen oder vertragen Inhalationen und Brusteinreibungen mit den typischen eukalyptusriechenden Ölen nicht. Eine wohlduftende Alternative ist ein Tröpfchen des leicht marzipanartig duftenden Styraxöles, gewonnen aus dem großen Amerikanischen Amber-Baum Liquidambar stryraciflua (in meinem Kursbuch hat sich dieser Fehler, Liquidamber mit E zu schreiben, bis in die 5. Auflage durchgeschlichen). Ein kleinerer naher Verwandter aus der Türkei heißt Liquidambar orientalis. Beide gehören zur Familie der Hamamelisgewächse (wie auch die Zaubernuss). Die wunderschönen herbstbunten Blätter werden von Laien meistens für Ahornblätter gehalten – er ziert im mittleren Europa oft Parks und Gärten.

Auch wenn die zerriebenen Blätter fein duften können, das ätherische Öl wird aus dem Harz destilliert und enthält alpha-Pinen, Sabinen, Terpineol-4 (Hauptinhaltsstoff von Teebaumöl), dazu verschiedene aromatische Alkohole, Ester und Säuren. Spuren des aromatischen Aldehyds Vanillin untermalen das leicht süßliche Aroma, das deutlich, jedoch nicht unangenehm an ‚Maler und Lackierer‘ oder Füllerpatronen erinnert. Das Öl wirkt antibakteriell, schleimlösend und krampflösend. Es ist ein wundervoller Inhaltsstoff für Hautsalben, wenn undefinierbare Entzündungen, Geschwüre und Schuppungen plagen und wenn Hämorrhoiden drücken. In Brustsalben 1%-ig eingearbeitet, lindert es Husten und Kurzatmigkeit bei Bronchtis. Auch Einreibungen neben der Nase zur Linderung von Nebenhöhlenbeschwerden damit können hilfreich sein. Zudem sorgen die vielen verschiedenen phenolischen Verbindungen für eine Aufhellung von trüber Stimmung.

Ich finde es eigenartig, dass ich in einschlägigen Datenbanken keine Hinweise auf wissenschaftliche Studien zu diesem Öl finde, seine Wirkungshinweise beruhen auf der traditionellen Erfahrungsmedizin. Wichtig ist es übrigens, auf destillierte Qualität zu achten, denn Extrakte (Resinoide, eher dunkel und extrem klebrig) können reizende Stoffe enthalten. Dennoch sollte Menschen mit ausgeprägter Neigung zu Allergien vorsichtig mit dem Öl sein.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

American Sweet Gum essential oil distilled from Liquidambar styraciflua is an effective and sweetish (even slightly marzipan-like) smelling help in inhalations against bronchial complaints. It is a good alternative for very sensitive patients like small children and elderly people who don’t like pungent eucalyptus-like smells. It can be added to self made ointments against ulcers and different kinds of skin ailments. As it contains many aromatic (phenolic) molecules it also has a good uplifting action.

cistrose, das öl das blutungen ausbremst


Da sage keiner, dass die Signatur der Pflanzen nicht ernst zu nehmen sei. Dass unsere Ahnen dumm waren, wenn sie äußerliche Merkmale wie Wuchs, Farbe, Verhalten und Geruch menschlichen Krankheiten zuordneten. Bei den wunderschönen Blüten der Cistrose (Cistus ladanifer) kommt man zugegebenermaßen normalerweise nicht drauf, dass das stark balsamisch duftende ätherische Öl aus den Zweigen stark blutstillend wirkt. Aroma-Enthusiast Peter Bamler, der diese abnormale Blüte auf einem Urlaub im Süden fotografierte, wird den wichtigen Einsatzbereich jedenfalls nicht so schnell vergessen (danke, Peter!).

Vielleicht bekommt der moderne Mensch bei näherer Betrachtung doch einen Hinweis, wenn er die tief purpurroten Flecken auf jedem der fünf Blütenblätter betrachtet? Dazu die zarte zerknitterte Erscheinung, die sich bei einem Hauch Wind schnell auflöst. „Das Öl für die zerknitterte Seele“, wie Susanne Fischer-Rizzi so schön schreibt. Ich freue mich jedenfalls, dass mein Cistrosensträuchlein den strengen Winter einigermaßen gut überlebt hat und mir nun täglich neue Blüten beschert.

AiDA Aromatherapy Eliane Zimmermann

Dieser Tage schnitt mir ein unglücklich platzierter Katzendosenfutter-Deckel im Mülleimer eine tiefe Wunde in einen Finger. Tagelang pochte der Schmerz höchst unangenehm und immer wieder fing die Stelle zu bluten an. Jeweils ein Tropfen Lavendel- und Cistrosenöl pur auf die Wunde gegeben ließen mich das Ärgernis schnell vergessen. Diese Kombination wäre auch eine schnelle und effektive Maßnahme bei Rasurschnitten. Wer den heftigen Duft aus den blühenden Zweigen der  Mittelmeerschönheit nicht mag, kann stattdessen entweder einen Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita) oder Rosengeranie (Pelargonium x graveolens) mit Lavendel gemischt auftragen. Das sind übrigens Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Privatbereich und für die kurzzeitige Anwendung, im institutionellen Pflegebereich (Klinik, Seniorenheim) darf man keine unverdünnten ätherischen Öle verwenden. Zudem muss darauf geachtet werden, dass das Öl nicht zu alt ist, bei einem Monoterpenanteil von circa 50 Prozent und nur wenigen Sesquiterpenen kann es durch Oxidationsprozesse hautreizend werden, wenn es über drei Jahre nach dem erstmaligen Öffnen gelagert wird.

AiDA Aromatherapy Eliane Zimmermann

This is an Europaean essential oil with a strong balsamic fragrance, it is distilled from the flowering twigs of the Mediterranean shrub Cistus ladanifer (Rock rose). The rough leaves are very sticky from a resin that is exsudated in the heat of the driest areas of Portugal. The oil is one of the best remedies for bleeding wounds as it stops excessive blood flow. Do the normally occurring deep red blotches on the five petals show us what the plant is for? At least from the upper photograph you can „read“  about one of the most important uses of this essential oil (pic taken by Peter Bamler). My own shrub hardly survived the strong frosts of the last winter but is blooming at the moment. Just a few days ago I suffered from a deep cut from a metallic lid of a food can. I just placed one drop of cistus and lavender (Lavandula angustifolia) each neatly on the wound and it stopped bleeding after a few minutes. Whenever it hurt I repeated this procedure.

kyphi – die uralte und beruhigende räuchermischung


Auch wenn es jetzt noch sehr sommerlich sein kann, die ungemütlichen Herbst- und Winterabende kommen bestimmt. Ich werde immer wieder nach einer Rezeptur der traumhaft süß-lecker duftenden und beruhigend wirkenden altägyptischen Räuchermischung Kyphi gefragt (auf englisch mehr hier). Da sie eine zeitlang ziehen und reifen sollte, wäre in diesen Wochen ein guter Zeitpunkt, mit dem Mischen anzufangen. Eine Variante mit der „feuchten Methode“ lautet: Man mische

  • 200 g Rosinen
  • 3-4 Esslöffel Rotwein
  • 3 Teelöffel sanft geschmolzenen Honigs
  • falls vorhanden circa zwei bis drei Teelöffel klein gehackter Bienenwaben
  • 200 g guter Weihrauch/Olibanum (Boswellia)
  • 100 g Mastixharz (Pistacia lentiscus, Abbildung oben)
  • 100 g Benzoeharz (Styrax tonkinensis oder Styrax benzoin)
  • 25 g Myrrhe (Commiphora myrrha)
  • 50 g getrocknete Wacholderbeeren (Juniperus communis)
  • 15 g Kardamomkapseln
  • 15 g getrocknete Ingwerwurzel
  • 25 g getrocknete Koriandersamen
  • 1 Röllchen Zimtrinde (oder einige Rindenstückchen)

Rosinen in einem Mörser mit dem Rotwein zerstampfen und verrühren, über Nacht ziehen lassen. In einer Schüssel mit dem Honig und den Wabenstückchen vorsichtig vermischen. Die Harze im Mörser gut zerkleinern, in die Schüssel mit den feuchten Zutaten geben und gut unterrühren. Die Gewürze einzeln mörsern und hinzufügen.

Die krümelige Masse auf einem sehr sauberen Küchentuch/alte Stoffwindel o.ä. gut ausbreiten, mit zweitem Tuch abdecken und einige Tage an einem dunklen, warmen Platz aufbewahren. Wenn die Mixtur einigermaßen trocken ist, in einen luftdichten und dunklen Behälter geben, vorzugsweise aus Glas. Vor der ersten Räucherung (1/2 Teelöffel davon auf etwas glühender Kohle) mindestens einen Monat reifen lassen.

ambra/amber


Erik hat ein schönen Artikel über den heißbegehrten Duft Ambra in seinem Blog geschrieben. Da ich oft dazu befragt werde und bislang nicht weiß, ob sich meine zwei „Ambra“-Klümpchen, die ich geschenkt bekam, pflanzlicher oder tierischer Herkunft sind, nehme ich das zum Anlass, sie zu zeigen. Und zu bedauern, dass man diesen wundervoll vanillig-balsamig-karamellig-tonka-artigen Duft nicht bloggen kann.

Das linke Klümpchen bekam ich – in einem Stückchen Seide eingewickelt – vor über 20 Jahren geschenkt, es hat sich inzwischen in Pulver aufgelöst. An beiden erkennt man winzige glitzernde Kristalle.

Dieses bekam ich vor einem guten Jahr von einer lieben Kollegin geschenkt (nochmals danke!!!)

Die duftenden Kostbarkeiten werden in India-Läden in kunstvoll geschnitzten „Schatztruhen“ angeboten.

Veröffentlicht in Harze

Avocado-Wundersalbe – oder auch nicht



In der FAZ vom 25. Oktober bekommt man im Artikel Rosarot ist die Hoffnung über die Zulassung oder Nicht-Zulassung einer schlichten Salbe aus Vitamin B12 und Avocadoöl einen guten Eindruck, wie über solche Mittel gedacht, geprüft, berichtet und geschrieben wird. Es geht vor allem darum, ob es sich bei diesem Produkt um ein Medikament oder um ein Medizinprodukt handelt, was bei den Zulassungverfahren einen riesigen Unterschied – vor allem finanzieller Natur – ausmacht. Bei Medikamenten sind jahrelange, wenn nicht sogar ein Jahrzehnt lange Sicherheits- und Wirksamkeitsnachweise nötig und es können bis zu dreistellige Millionen-Euro-Beträge dabei benötigt werden. Dafür darf bei Erfolg mit dem Hinweis oder gar Versprechen „wirkt gegen Krankheit x y“ oder „heilt yx-itis“ geworben werden. Medizinprodukte benötigen nur eine eine Erlaubnis – eventuell mit dem Nachweis, dass sie nicht schädigend wirken.
In dem langen Artikel fiel mir ein Satz eines Dermatologen ins Auge, der tief blicken lässt: Markus Stücker, der das Produkt prinzipiell positiv sieht: „Wenn jetzt allerdings rüberkommt, dass es ein Allheilmittel gegen Neurodermitis und Schuppenflechte gibt, das alle anderen überflüssig macht, wäre das schädlich.“
Das erinnert an die vergeblichen Kämpfer an der Medizinfront, die eine recht sichere und nebenwirkungsarme Prophylaxe gegen Malaria durchsetzen wollten oder kürzlich der deutsche Arzt, der ein Verfahren entwickelt hat, um ohne Stanzbiopsie Prostatakrebs viel sicherer nachweisen zu können, als es mit der herkömmlichen Methode möglich ist. Er wurde fertig gemacht und hat inzwischen von seinem Vorhaben Abstand genommen. Bitter für all die Männer, bei denen in Zukunft weiter gestanzt wird. (Weiß jemand, wo darüber berichtet wurde? Ich habe es vor zwei oder drei Wochen gelesen, weiß aber nicht mehr wo.)


Auch obiger Satz aus dem Deutschen Ärzteblatt ist ein guter Einblick in die Abgründe des westlich-kapitalistisch orientierten Gesundheitssystemes. Ich habe ihn seit vielen Jahren als eine Art Mahnmal über meinem Schreibtisch hängen.
Nicht dass wir uns missverstehen: Ich habe durchaus nichts gegen einen sinnvollen und angebrachten Einsatz der modernen Medizin. Gerade wenn es um lebensrettende Maßnahmen geht, kann man mit modernen Methoden zweifelsfrei oft schneller agieren als mit naturheilkundlichen Methoden. Mich ärgert nur die Arroganz und die Gier, mit welcher Menschen als Versuchskaninchen und Dukatenesel betrachtet und gewünscht werden.
Zurück zur einfachen Avocadosalbe, hier ist das Selbermachen einfach, preiswert und in den meisten Fällen hilfreich. Man mische in einem peinlich sauberen Schraubgläschen in einem nicht zu heißem Wasserbad (45 Grad C reichen aus) oder auf einem Heizkörper folgende Öle:

  • 30 ml Sheabutter (hoher Anteil an Unverseifbarem, macht die oberste Hautschicht weich und wirkt entzündungshemmend)
  • 15 ml Avocadoöl (mittlerer Anteil an Unverseifbarem, macht die Haut weich und wirkt entzündungshemmend)
  • 30 ml Nachkerzenöl (oder Borretschsamenöl) (enthalten einen hohen Anteil an dreifach ungesättigten Fettsäuren, welche die Elastizität der Haut wieder herstellen können und dem Juckreiz entgegen wirken können)
  • 2 ml Sanddornöl (sehr vitaminreich, auch Vitamin B12, schützt vor freien Sauerstoffradikalen im Blut, die bei Neurodermitis das Krankheitsgeschehen verschlimmern)

wenn gewünscht, nach Abkühlen dazugeben:

  • drei Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
  • ein Tropfen Kamille blau (Matricaria recutita) oder Rose (Rosa damascena destilliert)
  • ein Tropfen Weihrauch (Boswellia serrata oder B. sacra)
  • ein Tropfen Cistrose (Cistus ladanifer) (danke Thomas !)

Nur mit sauberem Spatel entnehmen und spätestens nach drei Monaten aufbrauchen. Bei starken Juckreiz betroffene Stellen vorher mit alkoholfreiem Rosenhydrolat befeuchten und dann Salbe vorsichtig einreiben. Diese Salbe pflegt auch „einfach so“ bei wintertrockener und empfindlicher Haut.

Die aromatische Wundnaht…


…nennt der französische Aromatherapie-Arzt Dr. Daniel Pénoel das ätherische Öl der Cistrose, Cistus ladanifer. Ich benutze es für alle Arten von Wunden, deren Blutung schnell gestillt werde muss (auf die Schnelle 2-3 Tropfen Lavendel fein auf dem Handteller mit 1 Tropfen Cistrose [maximal drei Jahre alt] vermischen und auf die blutende Stelle geben. Meine Kinder assoziieren mit diesem Duft mittlerweile nur noch „es blutet“. Kürzlich roch ich auf einem Duty Free-Shop unterschiedliche „Poison“ von Dior und eines davon erinnerte mich an Pflaster. Nach zwei bis drei Minuten dämmerte es: Es duftet mehr oder weniger deutlich nach Cistrose. Die Verkäuferin nickte gar nicht sehr erstaunt und meinte, kürzlich habe eine Kundin diesen Duft als „medizinisch“ empfunden.
Die trockenheitsliebende Pflanze, die den deutschen Winter nicht durchhält und auch im milden Irland oft nach dem nassen Winter einen Abgang macht, ist rund ums Mittelmeer zu Hause, vor allem Portugal duftet nach Cistrose! Da mein noch kleiner Strauch nun fast mit seiner vierwöchigen Blüte fertig ist, bzw. weil ich auf Reisen bin, muss ich noch kurz ein anderes Einsatzgebiet dieses unverdünnt sehr streng riechenden Öles vorstellen. Wenn man eine Prise des Öles in Orangenöl gibt entfaltet sich ein warm-samtiger ambra-artiger Duft. Dann hat das Öl eine starke Wirkung auf die „zerrissene“ Psyche. Eben ein Wund-Öl!
Der besondere Einsatz zeigt sich bei starken Regel- oder Zwischenblutungen bei Frauen mit Myomen.

Wenn von gynäkologischer Seite nichts „Schlimmes“ vorliegt (natürlich ist da aus Sicht von Naturheilkundlern fast immer etwas sehr im Ungleichgewicht) und frau auch die oft empfohlene Totaloperation ablehnt, ist an dieses blutstillende und gleichzeitig ganz ganz milde Öl zu denken. Ich empfehle Frauen mit starken Blutungen, eine Mischung aus 5 ml Jojobaöl, dazu 2 Tropfen Cistrose, 2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia) und 1 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens). Von dieser Mischung 3-5 Tröpfchen auf die Spitze eines Tampons geben oder auf die Binde träufeln. Das Hydrolat (Destillationswasser) der Cistrose kann auch kurmäßig für drei Wochen eingenommen werden (3x täglich je ein knapper Teelöffel – schmeckt ziemlich grauslich!) Mit diesen beiden sanften Anwendungen kann frau zwar die Myome nicht weg zaubern, aber meist gute Ergebnisse erzielen, vor allem wenn gleichzeitig eine Ernährungsumstellung erfolgt.



Ich habe nun drei Tage mehr oder weniger nonstop über ätherische Öle geredet. Das macht heiser. Auch wenn jetzt endlich die trockene Heizungsluftzeit vorbei ist. Neben dem ständigen Lutschen der Ur-Marshmallows namens Eibischteig (Malvensirup mit Neroli- und Rosenöl) lutsche ich ab und zu ein Stückchen Zucker, auf das ich etwas Myrrheöl (circa 1/2 Tropfen, Commiphora molmol, Abbildung oben) verteilt habe. Schmeckt absolut grauslich und saubitter, wirkt jedoch entzündungshemmend und schleimhautpflegend. Zwischendrin befeuchtet „Limonade“ aus 1 Liter Leitungswasser mit einem Tropfen Zedrat-Zitrone (Abbildung unten, vorher in etwas Himbeer- oder Holunderblüten-Sirup oder in trübem Apfelsaft auflösen) die ausgetrocknete Mundschleimhaut.


PS WOW, heute fand der 10.000ste Klick hier statt, ich bin wirklich gerührt, wie gut mein Blog angenommen wird. So viele Besuche – aus 48 Ländern – in fünf Monaten, vielen Dank an euch ALLE!!!!