rosenhydrolat: wichtige wissenschaftliche erkenntnisse


Schule für Aromatherapie Eliane ZimmermannGute wissenschaftliche Arbeiten rund um echte Hydrolate sind leider noch sehr selten. Umso schöner, dass kürzlich eine hoch interessante Studie zum in unseren Breiten populärsten Hydrolat veröffentlicht wurde. Es geht um das wundervolle Rosenhydrolat, das allerdings in unglaublich vielen unterschiedlichen Stärken, Duftnuancen und Konservierungsmethoden auf dem deutschsprachigen Markt erhältlich ist. Die Studienleiterin ist eine sympathische japanische Wissenschaftlerin, die ich auf der Botanica2012-Konferenz (klicken, um die Zusammenfassung des wichtigen Vortrages nachzulesen), an der ich selbst auch Vortragende war, life erleben konnte. Naho Maruyama und ihr Teamleiter Shigeru Abe sind bereits länger spezialisiert auf die Behandlung von Candida- und anderen Pilzerkrankungen der Haut.

Sie haben in ihren In-vitro-Versuchen herausgefunden, dass das von ihnen verwendete Rosenhydrolat (im lipophilen Anteil: 43,65 % Phenethylalkohol, 18,24 % Citronellol, 14,8 % Geraniol) das hartnäckige myzelische Wachstum von Candida reduziert. Candida kann sich vom Hefestadium ins „Wucherstadium“, also mit unzähligen winzigen Ausläufern umwandeln. Wenn die aufdringlichen Pilze so weit kommen, sind sie schwer behandelbar. Im praktischen Leben macht es also Sinn, wie oft von erfahrenen Aromapflegenden und Aromatherapeutinnen empfohlen, vor der öligen Behandlung Hydrolate aufzusprühen. Nun haben wir einen schönen Beleg für diese erfolgreiche Anwendungsmethode.

Rosenhydrolat hat laut diesen Experimenten zudem eine zeitabhängige bakterizide Wirkung gegen MRSA (Staphylococcus aureus 32CF). In der Petrischale können also 99 Prozent dieses resistenten „Krankenhauskeimes“ innerhalb einer Stunde abgetötet werden (wer hätte das gedacht?!).

Damit sind die neuen Erkenntnisse noch nicht zu Ende. Verdünntes Rosenhydrolat stimuliert überdies die neutrophilen Granulozyten, weiße Blutkörperchen, die einen wichtigen Bestandteil unserer Immunabwehr bestreiten. So kommt es zu einer Reduktion von Entzündungen. Dieses wundervolle Hydrolat ist also nicht nur für die tägliche Gesichtspflege perfekt, sondern auch zur Behandlung und Begleitung von vielen leichten und auch schlimmen „Wehwehchen“. Es ist gleichzeitig babymild, kann bei den empfindlichsten Menschen und auch bei Tieren erfolgreich angewendet werden, Augen und Intim-Schleimhäute können auch bestens mit Rosenhydrolat „saniert“ werden (dann darf es allerdings nicht mit Alkohol konserviert sein). Was will man mehr!?

[Naho Maruyama, Shigeru Tansho-Nagakawa, Chizuru Miyazaki, Kazuyuki Shimomura,Yasuo Ono and Shigeru Abe. Inhibition of Neutrophil Adhesion and Antimicrobial Activity by Diluted Hydrosol Prepared from Rosa damascena. Vol. 40, No. 2 Biol. Pharm. Bull. 40, 161–168 (2017) 161]

Gutes Bio-Rosenhydrolat kann erworben werden von (einfach auf die folgenden Links klicken!):

Farfalla (bio-konform schonend mit Leucidal [Radieschenwurzel-Extrakt] konserviert)

Feeling (unkonserviert)

Florame (unkonserviert)

Florentia (nur Schweiz, unkonserviert)

Jophiel (unkonserviert)

Neumond (unkonserviert)

Oshadhi (unkonserviert)

Primavera (bio-konform schonend mit Alkohol konserviert)

Wadi (unkonserviert)

Schule für Aromatherapie Eliane ZimmermannIn der Bahnhof Apotheke Kempten gibt es unkonserviertes Rosenhydrolat in ganz unterschiedlichen Abfüllmengen und als Besonderheit mit speziellen Steril-Sprühaufsätzen für die allerempfindlichste Haut/Schleimhaut.

Dass äußere Rosenblütenblätter andere Duftstoffe enthalten und als Signale an Insekten „verschicken“ als die inneren Blütenblätter (und noch viel mehr Wissenswertes über die Rose) erfahren Sie auf unserem dekorativen DIN A 2-Rosenplakat, zu bestellen (12 Euro + Porto) bei Vivere Aromapflege (klick!) [Foto: Antje Wendel]

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destillation und ergiebigkeit


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch habe in den letzten Monaten einige Pflanzen destilliert, vor allem für Schauzwecke. Um den KursteilnehmerInnen mal zu zeigen, wie es funktioniert und dass man auch aus mehreren voll gefüllten Tassen mit Heil- und Duftkräutern manchmal keinen ganzen Tropfen an ätherischem Öl gewinnen kann.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWer selbst pflanzt, hütet, jätet, biologisch schützt (beispielsweise eine miefende Brennesseljauche ansetzt und regelmäßig einsetzt), erntet, mörsert oder schneidet und destilliert, weiß für immer, wie kostbar ein einziges Tröpflein ätherisches Öl ist! Und welche große Menge an Heilpflanze in diesem Tropfen steckt! Oder würde jemand eine Portion Tee aus dieser Menge Kraut aufbrühen? Oder eine Inhalation daraus machen? Oder einen blutstillenden Umschlag?

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAuch als „alter Hase“ staunte ich nicht schlecht darüber, wie extrem stark und „geraniolig“ das Hydrolat aus meiner riesigen Rosengeranie (Pelargonium graveolens) roch. Ich hatte sie im Garten unseres Gästehauses und Schulgeländes ausgegraben, um ihr zu Hause ein neues Plätzchen zu geben. Sie war zunächst etwas beleidigt, und rollte viele ihrer Blätter zusammen. Diese sehr stark duftenden, fast trockenen Blätter „jagte“ ich einige Sekunden durch meinen Thermomix (besser noch wäre ein behutsames schneiden mit einem sehr scharfen Messer).

Destillation_GlasdestilleEs passten dann circa 25 Gramm Trockenkraut und dazu zwei klein geschnittene frische Blätter in das Destillationsgefäß meines ‚Hydrolati‘. Dann köchelte und brodelte es im bis 500 Grad feuerfesten Erlenmeyerkolben, und wie immer war ich fürchterlich aufgeregt, als die ersten Tröpfchen Hydrolat aus dem gläsernen Röhrchen heraus tropften. Ich habe mir übrigens bewusst eine kleine gläserne Destille zugelegt, damit KursteilnehmerInnen genau zuschauen können, wie Destillation funktioniert. Meine viel größere Kupferdestille ist für Hydrolate sinnvoller, da diese länger haltbar sind als die aus gläserner Produktion. Aber man sieht eben nicht viel des aufregenden alchemistischen Vorgangs und es dauert auch viel zu lange.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDiese praktische Heimdestille mit mundgeblasenen Teilen namens HYDROLATI kann nach einem Seminar bei der „Heilpflanzen-Hebamme“ Barbara Kircher-Storch (klick!) erworben werden (circa 200 € inkl. Schutzbrille, Siedesteinchen, Kupferstück).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMeine knapp 200 ml Rosengeranienhydrolat – destilliert aus einem ganzen Thermomix-Behälter voller Kraut – enthielten circa 1,5 Tropfen ätherisches Öl!

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBei einer Lavendeldestillation kam zwecks längerer Haltbarkeit des Hydrolats ein Stück Kupfermatte mit ins Wasser. Beide Hydrolate duften so ungleich viel besser als ihre gekauften gleichnamigen Hydrolate, egal von welcher Firma. Bei Lavendel kann man es sich nur in der heimischen Destillation leisten, das Heilkraut gut zu rebeln, dass keinerlei Zweige und Blättchen mit dabei sind. Auf diese Weise erreicht man ein recht blumig, fast süß duftendes Hydrolat. Sobald „Grünzeug“ dabei ist, wird der Duft herber und enttäuscht dann viele KäuferInnen, weil er kaum an Lavendelöl erinnert.

Zudem muss bedacht werden, dass Lavendelhydrolat kaum den duftgebenden Ester Linalylacetat enthält. Denn dieser wird bei der Destillation aufgespalten in Linalool und Essigsäure. Die milden Pflanzensäuren machen Hydrolate so hautfreundlich, zudem haltbarer als der entsprechende Tee und mild antiseptisch sowie juckreizstillend („Hydrolate“ aus dem Espressokocher sind bei guter Kühlung nur zwei oder drei Tage haltbar, da sie sowas wie starker Tee sind, es fehlen Säuren, ätherische Öle und sicher noch manche andere Inhaltsstoffe, die bei der Destillation übergehen und entstehen).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAnders als anderslautende Behauptungen enthalten ätherische Öle aus Rosengeranie (Pelargonium graveolens) übrigens so gut wie keine Monoterpenaldehyde! Ich habe mal neun Gaschromatogramm-Analysen von sieben unterschiedlichen seriösen, größtenteils Bio-Öle-Anbietern verglichen. Ätherische Öle aus Pelargonium asperum können einen winzigen Anteil (< 1%) an diesen zitronig duftenden Bestandteilen enthalten. Bei Analysen 1 und 9 gab es keine Angabe über den wissenschaftlichen Namen des untersuchten Rosengeranienöles.                Foto Tropfen: Antje Wendel

rosenhydrolat lindert angst bei hämodialyse


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAngst ist ein steter Begleiter bei schweren Krankheiten, Angst befindet sich meistens im Gepäck, wenn jemand ins Krankenhaus „einziehen“ muss und erst recht, wenn jemand aufgrund eines Notfalles eingeliefert werden muss. Die Angst ist manchmal fast riechbar (Angstschweiß), dazu kommen Gerüche, die nach Operation, Desinfektion, Medikamenten, Ausscheidungen, Verkeimung und gar Verwesung riechen.

In einem der Ur-Heimatländer der Rosendestillation Iran untersuchte man bei Patienten mit Nierenversagen im Endstadium, wie sich Rosenhydrolat auf deren Ängste auswirkt. In einer randomisierten Arbeit wurden 46 Hämodialyse-PatientInnen in zwei Gruppen aufgeteilt: In der einen Gruppe wurde vier Wochen lang Rosenhydrolat eingeatmet, in der Kontrollgruppe wurde nichts in diese Richtung unternommen. Vor dem Experiment, nach zwei Wochen und nach vier Wochen wurde das Ausmaß der Angstsymptome anhand einer international anerkannten standardisierten Skala protokolliert (Spielberger Angstskala).

In der „Rosengruppe“ leitete man die PatientInnen an, drei Tropfen eines auf 25% verdünntes Rosenhydrolat auf ein sauberes und saugfähiges Baumwolltaschentuch zu geben. Dieser Duft sollte vier Wochen lang vor dem Schlafengehen 15 bis 20 Minuten eingeatmet werden und auch jeweils 15 bis 20 Minuten vor jeder Dialyse-Sitzung.

rose_phenylethanol_beschrDie regelmäßige Inhalation von Rosenwasser führte zu einer signifikanten Reduktion (P < 0.001) sowohl der „Angst als Zustand“ (in diesem Moment > STATE) als auch der „Angst als Eigenschaft“ (im Allgemeinen > TRAIT) im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Wissenschaftler schlussfolgern daraus, dass Rosenhydrolat den emotionalen und spirituellen Zustand von Patienten während der Hämodialyse verbessern kann.

Diese Wirkung hat sicherlich nicht nur einen psychologisch-placebomäßigen, sondern auch einen rationalen Hintergrund, denn gutes Rosenhydrolat enthält einen nicht unerheblichen Anteil an stimmungsaufhellendem Phenylethanol (Phenylethylalkohol). Synthetisches „Rosenwasser“, das oft in Apotheken erhältlich ist, hat vermutlich nicht diese deutliche Wirkung. Diese Studie, die im September 2016 veröffentlicht wurde, kann hier (klick!) kostenlos herunter geladen werden.

PS. Es kann noch einige Tage an der Verlosung der drei kostbaren Roll-on’s der Firma Tazeka mitgemacht werden, zum Teilnehmen kann der ansprechendste Name der Roll-on’s  als Kommentar zum Verlosungstext (klick!) aufgeschrieben werden.

sanfte starke helfer – fette pflanzenöle und hydrolate


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFette Pflanzenöle haben es in sich und werden dennoch meistens unterschätzt, sowohl in Büchern, in Kursen als auch bei vielen Öleanbietern! Oft werden ein paar wenige davon zu ‚Trägerölen‘  reduziert. Dabei können sie so viel mehr als nur als Verdünnungsmedien zu dienen. Die darin enthaltenen ungesättigten Fettsäuren können in vielen Bereichen kleine Wunder bewirken: Manche haben venenstraffende Wirkung, andere helfen bei eitrigen Wunden, reduzieren Cellulite, schrecken Zecken ab, lassen Narben verschwinden. Ja, ein Öl kann sogar demenz-anfällige Nervenzellen umhüllen und ein anderes schützt nachweislich gesunde Haut und Schleimhaut rund um Gebiete, die durch Bestrahlungstherapien gehen müssen. Fette Pflanzenöle sind besonders für sehr sensible Haut geeignet, für Menschen die durch schwerwiegende medizinische Therapien gehen müssen und die ätherische Öle nicht gut vertragen. Und klar, sie sind ideale Helfer in der Hausapotheke für Kinder und Haustiere. An diesem Wochenend-Workshop werden wir zahlreiche dieser wichtigen natürlichen Heil- und Pflegemittel kennen lernen, sie riechen, schmecken, spüren, vergleichen.

Auch Hydrolate sind kleine Powerpakete – wer ahnt, dass sich hinter diesem eigenartigen Wort wahre kleine Wunder der Therapie und Hautpflege verbergen! Sie sind sehr viel mehr als nur die „Nebenprodukte“ der Destillation von Duft-Pflanzen. Ihre heilsamen Inhaltsstoffe und ihr meistens leicht saurer pH-Wert – durch stark ‚anti-ageing‘ wirksame Pflanzensäuren – wirken nicht nur hautfreundlich, sondern gleichzeitig entzündungshemmend, keimtötend, blutstillend und schmerzlindernd. Streng genommen sind Hydrolate die „Aromatherapie für Einsteiger“, denn sie sind ideal verdünnt und man kann darum fast nichts damit falsch machen. Wir werden von diesen „Wunderwässern“ einige riechen, schmecken und einsprühen, ihre therapeutische Wirkung als wertvolle Begleiter von Krebstherapien besprechen und ihren Einsatz als natürliche Luxuskosmetik kennen lernen. Am schönsten ist es, wenn man beide kombiniert, beispielsweise in einem wohltuenden und sehr hautpflegenden Schüttel-Elixier, wie auf dem Foto links zu sehen. Je nach gewählten Rohstoffen eignet es sich bei Gürtelrose, bei Schuppenflechte, bei zu Rötungen neigender Haut, bei chemo-strapzierter Haut und auch ganz trivial als Bodylotion und/oder Abschmink-Lotion.

impressionen vom aromatherapie-kongress ’30 jahre farfalla’ – teil 2


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDer zweite Tag des Aromatherapie-Kongresses ’30 Jahre Farfalla‘ im schwül-heißen Zürich am ersten Juni-Wochenende startete mit meinem Vortrag über Hydrolate. Ich wies zunächst darauf hin, dass wir nicht nur noch in den Kinderschuhen stecken, was das Wissen um diese wertvollen Pflanzenwässer anbelangt, sondern dass die Babysöcken gerade erst gestrickt werden – so sehr am Anfang befindet sich die Informationslage. Insofern habe ich mehr über Indizien und über Fragezeichen berichtet, als über wissenschaftlich abgesicherte Tatsachen. Und ich habe betont, dass der Einsatz der duften Tropfen die perfekte Aromapflege und Aromatherapie komplett macht, alle drei Teile tragen enorm zur Stabilisierung von Gesundheit und Schönheit bei. Zudem sind diese Fläschchen wertvoll für AnfängerInnen, die sich noch nicht ans Verdünnen von ätherischen Ölen trauen, denn die Verdünnung ist bereits perfekt. Mit Hydrolaten können ganz besonders die sehr empfindlichen Menschen gepflegt werden: Babys, Kleininder, sehr alte Menschen, sterbende Menschen und nicht zu vergessen Tiere.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Sicher ist, dass Hydrolate wichtige Pflanzensäuren enthalten. Das macht sie sehr hautfreundlich und sogar hautheilend. Zudem wirken einige der in Hydrolaten vorkommenden Säuren wie die Rosmarinsäure, die Ellagsäure, die Gallussäure sehr antioxidativ und sie liefern einen hohen Anti-Ageing-Faktor. So sind sie als Gesichts- und Rasierwasser hoch interessant. [In Kürze stelle ich ein großartiges neues Kosmetikum vor, das ausschließlich mit Rosenhydrolat statt mit Wasser hergestellt wurde, möglicherweise erstmalig in der Naturkosmetik-Szene]. Besonders förderlich für die Heilung von wunder und ekzematischer Haut sind die in etlichen Hydrolaten in völlig ungefährlicher Menge vorkommenden Monoterpenketone wie beispielsweise Italidion, Menthon und Bornan-2-on (Campher). Der im Rosenhydrolat anteilsmäßig recht hoch vorkommenden aromatische Alkohol Phenylethanol besitzt unglaublich wertvolle schmerzlindernde, entzündungshemmende und juckreizstillende Wirkungen, zudem wirkt er bakteriostatisch, kann also gut für selbstgemachte, brustfreundliche Deos verwendet werden.

Wissenschaftliche Studien finden wir fast nur im Bereich der Lebensmittelforschung, Hydrolate können beispielsweise als Eiswürfel gefroren den Frisch-Fisch-Verkauf erleichtern, der Fisch hält etwas länger.

In den letzten drei Jahren sind vier wertvolle Bücher über Hydrolate erschienen:

  • Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch bin mit einem 24-teiligen Adventskalender-Beitrag hier auf dem Blog als Erste ins Rennen gegangen (Dezember 2011), daraus wurde zunächst ein E-Book und dann ein „richtiges“ Buch mit 12 heraus trennbaren Karten: Hydrolate – Die vergessene Dimension der Aromatherapie und Aromapflege (klick!).
  • Kurz auf mein E-Book folgte Ingrid Kleindienst-John, die bereits „ewig“ destilliert: Hydrolate – Dufte Helfer aus dem Pflanzenreich (klick!).
  • Die Pionierin auf dem Gebiet der duften Medizin Susanne Fischer-Rizzi gab bald darauf ein dickes, schönes und sehr umfassendes Werk heraus: Das große Buch der Pflanzenwässer (klick!)
  • Eine „Bibel“ der Hydrolate Harvest to Hydrosol (klick!) folgte von der us-amerikanischen Pionierin Ann Barker-Harman, sie kommt nicht aus dem Heilkunde-Bereich, sondern baut Bio-Pflanzen an und destilliert sie selbst. Sie vergleicht beispielsweise Haltbarkeiten der jeweiligen Hydrolate, je nachdem ob sie in einer Kupferdestille oder in einer Edelstahldestille hergestellt worden sind. Ann sucht derzeit mit ihrem Circle H (klick!) Sponsoren, um ihre Forschungsarbeit mit und an Hydrolaten finanzieren und veröffentlichen zu können, beispielsweise durch den Verkauf ihres Buches und durch ihr schönes Poster.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIn diesem Blogbeitrag (klick!) kann noch einiges über den Kauf von Destillen und über die Bücher nachgelesen werden. Nach meinem Vortrag gab es einige Fragen zur Haltbarkeit, das ist das negativste Thema im Bereich der Hydrolate, sie neigen mehr oder weniger schnell zur Kontamination mit Schimmel, sie sollten also – wie manche Lebensmittel – innerhalb von wenigen Monaten aufgebraucht werden. Ich wurde gelobt, dass ich zum Hydrolate-Selbermachen aufforderte, denn ätherische Öle lassen sich durch Heimdestillation nur in Tröpfchenmengen gewinnen, sehr hochwertige Hydrolate jedoch in ausreichender Menge. Vielleicht könnte sich also eine kleine Destille auf den Weihnachtswunschzettel schleichen??? 😉 Infos dazu, auch zu den herben rechtlichen Beschränkungen der Heimdestillation, gibt es bei destillatio.de. Eine neue Erkenntnis über die sonnenschützende Wirkung von Lavendelhydrolat kann im aktuellen Blog-Beitrag (klick!) von Christine Lamontain nachgelesen werden.

Roland_Kunz_Palliative_CareDer nächste Vortrag war ein Doppelvortrag: Zunächst hielt der erfahrene Palliativmediziner Dr. med. Roland Kunz vom Spital Affoltern den Vortrag ‚Medizinische Begleitung im Sterbeprozess‘, anschließend rundete die Aromatologin und Autorin Barbara Bernath-Frei die hervorragende Aufklärung durch Praxisbeispiele und Rezeptideen ab in ihrer Präsentation ‚Aromapflege und Sterbebegleitung‘. Dr. Kunz wies darauf hin, dass weder der Begriff Palliativpflege noch der Einsatz von Morphium bedeuten müssen, dass bereits der Todesengel seine Kreise über einem zieht. Er verwendet den Begriff Palliative Care, der sich inzwischen langsam einbürgert, weil dieser wesentlich mehr als die reine Krankenpflege umfasst, sondern auch das soziale Umfeld, die persönliche Biographie und den spirituellen Hintergrund der Betroffenen in die Betreuung mit einbezieht.

Der Ursprung des Wortes ‚palliativ‘ bedeutet ‚einen Mantel umlegen‘, also eine Person schützend begleiten, sie umsorgen, ihr Leben so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu gestalten, auch wenn sie an einer unheilbaren Krankheit leidet. Der erkrankte Mensch kann mit diesem „Mantel“ durchaus noch sehr lange leben, gar Jahrzehnte. Wir bekamen berührende Fotos von Bewohnern der Villa Sonnenberg zu sehen. Menschen, die teilweise ein bis zwei Wochen nach den Aufnahmen der Bilder verstorben waren, die jedoch Fröhlichkeit und Lebensfreude ausstrahlten. Dr. Kunz betonte, dass es überaus wichtig ist, die Betroffenen immer wieder nach ihren Wünschen, Bedürfnissen und momentanen Befindlichkeiten zu befragen, damit möglichst viel für sie getan werden dann. Das betrifft auch, manchmal sogar vor allem, nicht-medizinische Bereiche: Vielleicht müssen persönliche Dinge erledigt werden oder Versicherungen und juristische Papiere geklärt werden. All das umfasst eine runde Palliativ-Versorgung und erfordert ganzheitliches Denken von Seiten des Betreuungsteams und dazu viel Flexibilität sowie Engagement.

Barbara_Bernath-Frei_Zürich2015Barbara erläuterte dann neben den Rezepturen die hervorragende Aufklärungsarbeit des „Sterbespezialisten“ Gian Domenico Borasio (einziger Lehrstuhl in Palliativmedizin in der Schweiz, Lausanne) dessen Bücher im Bücherverkauf auslagen, eines davon habe ich daraufhin gleich verschlungen, da es mit den Gedanken und Empfehlungen von Dr. Kunz und von Barbara Bernath-Frei übereinstimmt: Über das Sterben: Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen. (9,90 €, klick!). Meiner Meinung nach ist dieses mit dem Preis ‚Wissensbuch des Jahres 2012‚ (Kategorie ‚Zündstoff‘) eine wichtige Pflichtlektüre für jedermann und jederfrau, denn diesen Weg werden wir ALLE gehen müssen, warum also nicht vorher einigermaßen informiert und vorbereitet sein! Danke Barbara für diesen wertvollen Tipp!

An anderer Stelle habe ich bereits folgendes Buch von dem Mitarbeiter von Prof. Dr. Wabner, dem Krankenpfleger Stefan Theierl empfohlen, es bietet eine Übersicht für Anfänger der Aromapflege, insbesondere der aromatischen Palliativpflege: Aromapflege Palliative Care für Einsteiger (29,99 € klick!). Ein mega-ausführliches Buch dagegen, ja eine „Bibel“ zur aromatischen Palliativpflege, ist vor zwei Wochen in einer englischsprachigen Übersetzung (aus dem Niederländischen) von Fachfrau Madeleine Kerkhof-Knapp Hayes erschienen, ich wälze mich noch durch die 400 großen Seiten von Complementary Nursing in End of Life Care (klick!) und stelle es demnächst an dieser Stelle ausführlicher vor. Auch die Präsentation von Barbara werde ich mit ihrer Erlaubnis demnächst ausführlicher zeigen, denn mit gekonnter und wohlduftender Aromapflege kann so viel Hilfe geleistet werden! In Großbritannien ist Palliative Care ohne Aromatherapie inzwischen gar nicht mehr denkbar!

Maja_Dal_Cero_2015In der kurzen Pause konnten diese ernsten, jedoch wichtigen Erkenntnisse etwas sacken, bevor es mit der fröhlichen Ethnobotanikerin, Umweltnaturwissenschaftlerin und Autorin Maja Dal Cero (klick!) weiter ging. Sie entführte uns mit wunderschönen Fotos in den Mikro- und Makrokosmos der Pflanzen, streifte kurz die Evolution und die Auswirkungen davon auf unsere heutige Flora. Viele Vorgänge wie die Kommunikation zwischen Pflanzen und mit Insekten mit Hilfe von ätherischen Ölen wurden uns anschaulich und lebendig nahe gebracht und bereiteten auf den späteren Vortrag einer Kollegin vor. Majas Buch Unsere Heilpflanzen (klick!) erläutert die 150 wichtigsten Heilpflanzen, die in der Schweiz wachsen.

Regula_Rudolf_von_RohrNach der Mittagspause berichtete die engagierte Aromatherapeutin und Psychiatrie-Pflegende am Universitätsspital Basel Regula Rudolf von Rohr (klick!) über ihre Erfahrungen und ihren Einsatz von ätherischen Ölen bei Menschen mit psychiatrischen Störungen. Es ist wirklich beeindruckend, wie fortschrittlich man dort arbeitet und wie erfahren man in der Begleitung mit den duften Helfern ist. Das Ziel des ‚Basler Modells‘ ist der Auf- und Ausbau von Selbstfürsorge, möglichst über den stationären Aufenthalt der PatientInnen hinaus, es soll eine Erweiterung des eigenverantwortlichen Handlungsraumes (Empowerment) aufgebaut werden, also Hilfe zur Selbsthilfe mit gegeben werden.

Besonders schön ist ihr neuer Therapiegarten, dessen Entwicklungsschritte Regula uns in Fotos gezeigt hat: vom ersten Entwurf, an dem einiges verworfen oder geändert werden musste über die noch kahle Anlage mit frisch gepflanztem Grünzeug bis zum wuchernden Duftgarten mit Bänkli zum Genießen und Gesundwerden. Nicht nur das Schnuppern wird den PatientInnen nahe gelegt, mit Hilfe der Pflanzen sollen die eher abstrakten Düfte in den Fläschli sozusagen ein Gesicht bekommen und können dazu noch helfen bei folgenden Tätigkeiten:

  • Trockensträusse binden zum Mitnehmen
  • Kräuter ernten für Tees, inkl. Zubereitung
  • Ernten für Potpourris
  • Bei der Pflege des Gartens mithelfen
  • Lernen, wie Duftpflanzen zu Hause auf dem Balkon oder im Garten angepflanzt und gepflegt werden

Regula hat ein gut funktionierendes Netzwerk für Pflegende mit aufgebaut, das DreiLänderSymposium (klick!), das einmal im Jahr einen spannenden Fortbildungs-Kongress entweder in der Schweiz, in Österreich oder in Deutschland anbietet. Im Übergang zum nächsten Vortrag stellte Ingeborg Stadelmann kurz ihre Arbeit beim Aromatherapie- und Aromapflege-Verein Forum Essenzia (klick!) vor.

Farfalla_Team_Zürich2015Anschließend amüsierten die vier GründerInnen von Farfalla (klick!) mit Bildern und Anekdoten aus der Vergangenheit, sie haben ihre damals vor 30 Jahren gesteckten Ziele im Großen und Ganzen erreicht, sie bleiben sich nach wie vor treu, indem sie kompromisslos für höchste Bio-Qualität, für Umweltschutz und fairen Handel eintreten. Wir hatten in den letzten Jahren viele Gespräche zum Thema, ich konnte mir Lager und Labor anschauen, ich habe viele MitarbeiterInnen kennen lernen dürfen und habe einen Großteil des umfangreichen Sortiments ausprobiert.

Nach wie vor reisen die Farfalla-Menschen gerne zu den vielen Orten, an denen ihre Duftpflanzen gedeihen und von wo sie ihre kostbaren ätherischen Öle beziehen und tauschen sich mit denen aus, die die „Drecksarbeit“ rund um die Felder machen. Den Ärmsten der Armen wird unter die Arme gegriffen, beispielsweise auf Madagaskar, von wo 20 feinste ätherische Öle kommen. Was sich seit den Hippie-Tagen mit langen Haaren und Rauschebärten verändert hat: Sie können inzwischen auch auf ein gut sortiertes Angebot von sehr hochwertiger Naturkosmetik stolz sein, diese wird im eigenen Labor produziert. Zudem bekam das eine Starter-Ladengeschäft in Zürich-Seefeld nach und nach Geschwister in mehreren Orten der Schweiz und Farfalla-Produkte sind nun auch außerhalb der eidgenössischen Grenzen erhältlich und beliebt. Derzeit ist das „alte“ (jedoch sehr jung gebliebene) Team dabei, ihre Arbeit in jüngere Hände zu geben.

Zum Abschluss dieses gelungenen Kongresses referierte – wie bereits vor fünf Jahren – die Biologin und Chemikerin Florianne Koechlin über ‚Feigen flüstern, Weiden wispern‘. Wir lernten spannende neue Erkenntnisse aus dem Bereich des ‚Pflanzenpalavers‘, also der Kommunikation zwischen Pflanzen, zu der sie bereits vor einigen Jahren ein wundervoll zu lesendes kleines Buch (klick!) herausgegeben hat. In Erstaunen versetzte die Forschung mit dem vorhandenen ‚Gedächtnis‘ von grünen Wesen, wie man an Mimosenpflanzen, die man fallen ließ, beobachten konnte. Es kostet die ’sensible‘ Pflanze Energie, immer wieder ihre gefiederten Blättchen zusammenzuklappen und zu öffenen. Nach mehreren Malen des Fallens taten die beobachteten Pflanzen dies nicht mehr. Klar, denkt sich der Forscher, die Power ist verbraucht, das Pflänzlein ist irgendwie müde. Doch auch in den nächsten Tagen reagierten die im Fall nun geübten Gewächse, dass es keinen Grund zum Zuklappen gibt, sie müssen sich das also irgendwie „gemerkt“ haben.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFrau Koechlin informierte uns auch über das WWW der Pflanzenwelt, das Wide Wood Web: Man kommt sich als Mensch schon ein wenig erbärmlich vor, wenn man erläutert bekommt, dazu auf so unterhaltsame Weise, welche Kommunikationsprozesse in der Pflanzenwelt unterirdisch abgehen. Nur weil wir die Klopfgeräusche einer Pflanze nicht hören können, heißt das nicht, dass es sich um stumme und dumme Kreaturen handelt! Jedes Jahr gibt es neue faszinierende technische Möglichkeiten, diese Ausdrucksweisen der Pflanzen so umzuwandeln, dass wir sie mit unseren doch recht armseligen Sinnen erfassen können. Und siehe da, wer offen dafür ist, kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich war nicht nur vom kurzweiligen Vortragsstil von Frau Koechlin mitgerissen, mir haben ihre vielen kleinen erläuternden Aquarelle besonders gut gefallen: Sie ist nicht nur forschend, sondern auch künstlerisch tätig und illustriert ihre Folien mit entzückenden leicht kolorierten Strichzeichnungen. Ein neues Buch, das Frau Koechlin mit herausgegeben hat, soll inspirieren und aufklären, so dass wir Menschen Pflanzen mehr ernst nehmen können und mehr Achtung vor ihren Fähigkeiten aufbauen können: Jenseits der Blattränder (klick!). Das Buch schildert Eigenheiten der Pflanzen und beschreibt ihre Kommunikationskünste und Beziehungsnetze, die sie mit anderen Lebewesen und uns Menschen knüpfen. Auszug aus der Buchbeschreibung vom Lenos Verlag April 2014: „So erfahren wir, wie Pflanzen mit Duftstoffen kommunizieren oder dass das Wurzelsystem einer jungen Roggenpflanze fast fünf Kilometer pro Tag wächst und wie es mit Pilzfäden ein dichtes unterirdisches Netz bildet, über das auch Nährstoffe und Informationen ausgetauscht werden. Ein weiteres Fragment berichtet aus der neuesten Forschung: Pflanzen erinnern sich an vergangene Ereignisse – und vererben diese Erinnerungen sogar an ihren Nachwuchs. So können sich Tomaten, die einmal von Raupen attackiert wurden, beim zweiten Mal viel effizienter wehren. Und auch deren Nachkommen sind gegen Fraßfeinde besser gewappnet – sie haben die Erinnerungen an den Raupenangriff von ihren Eltern geerbt. Pflanzen sind also keine passiven und isolierten Objekte. Sie sind Subjekte im großen Beziehungsgeflecht der Natur, in das auch wir eingebunden sind. Da stellt sich die Frage unserer Verantwortung ihnen gegenüber neu.“

Es war ein rundherum gelungener und abwechslungsreicher Kongress, wir haben viel gelernt und auch viel gelacht. Bleibt nur noch zu sagen: MERCI, Farfalla, auf die nächsten 10 oder 20 oder 30 Jahre! Danke auch, dass ich moderieren durfte, es war mir eine freudige Ehre! Es folgt zum Abschluss noch die erste Folie aus meiner Präsentation:

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieSo umschrieb ich auf einem selbst gebastelten T-Shirt meine Tätigkeit als relativ frisch gebackene Aromatherapeutin, ausgebildet bei und ausgestattet mit dem Diplom von SPICA, dem College der englischsprachigen Pionierin Shirley Price: Aromatherapeuten tun es mit Duft und Liebe. Das war nicht vor 30 Jahren, jedoch vor circa 27 oder 28 Jahren.

Fotos: © Volkmar Heitmann (Zimmermann, Kunz, Bernath-Frei, Rudolf von Rohr, Farfalla-Team), Maja Dal Cero (Dal Cero)

ätherische öle bei lupus erythematodes


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDieser ausführliche Beitrag von Gabriele Sievers über ätherische Öle bei der chronischen Erkrankung namens Schmetterlingsflechte reflektiert die über viele Jahre gesammelten und sehr persönlichen Aromapflege-Erfahrungen einer selbst betroffenen und sehr erfahrenen Aromapflegenden.

Bei systemischem Lupus erythematodes (SLE) können ätherische Öle eine wertvolle Begleitmaßnahme darstellen. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, die zu den Kollagenosen gezählt wird, die wiederum zum entzündlichen Rheuma gehören.

Beim SLE können neben den Gelenken und der Haut auch innere Organe betroffen sein. Die typische, schmetterlingsförmige Hautrötung im Gesicht tritt bei weniger als der Hälfte der Erkrankten auf. Etwa 80% der SLE-Betroffenen sind Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren. Es wird vermutet, dass die Erkrankung etwas mit Östrogenen zu tun hat, da der SLE häufig während oder nach einer Schwangerschaft auftritt. Die Einnahme der „Pille“ kann die Erkrankung fördern.

Die eigentliche Ursache der Erkrankung ist bis jetzt unbekannt. Wie bei anderen Autoimmunerkrankungen wird eine genetische Veranlagung vermutet, die durch äußere Faktoren zur Erkrankung führt.

Je nachdem, welche Organe oder Organsysteme betroffen sind, ist die Symptomatik des SLE sehr unterschiedlich und kann im Laufe der Erkrankung wechseln. Aus diesem Grund gibt es keine sicheren Leitsymptome. So treten die unten beschriebenen Symptome nicht bei allen Erkrankten und auch in unterschiedlichen Kombinationen auf. Die Symptome können gleichzeitig oder auch zeitlich versetzt auftreten. Typisch für den SLE ist die Sonnenlichtempfindlichkeit. Die Krankheit kann durch Sonnenlicht aktiviert werden und bricht manchmal nach Sonnenbädern oder einem Urlaub in den südlichen Breitengraden aus.

Natürlich wirken sich psychischer und physischer Stress, wie bei jeder Autoimmunerkrankung, ungünstig auf den Verlauf aus. Es gibt beim SLE viele mögliche Symptomen und eine Vielzahl von möglichen Folgeerkrankungen:

  • Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und/oder Leistungsschwäche sowie erhöhte Temperaturen unter 38° C
  • Hauterscheinungen wie das Schmetterlingserythem; ein masernähnlicher Hautausschlag, der den gesamten Körper befallen kann.
  • offene und meist schmerzlose Wunden auf den Schleimhäuten des Mundes (Aphten) und/oder der Nase; trockener Mund
  • diffuser Haarausfall
  • Vaskulitis, eine Entzündung der kleinen Blutgefäße, kann sich durch Einblutungen in der Haut oder Schleimhaut (rote Punkte oder Flecken) zeigen (Teleangiektasien)
  • trockene Augen; eine Entzündung der Blutgefäße kann zu Schleiersehen und Gesichtsfeldausfällen führen; durch die Veränderung kleinster Gefäße (Mikroangiopathie) können in den Retinavenen zu Thrombosen kommen, die mit einer irreversibler Verminderung der Sehfähigkeit einhergehen können. Besonders gefährdet sind jüngere Erkrankte und Hypertoniker, sie sollten eine regelmäßige augenärztliche Kontrolle vornehmen lassen.
  • rheumaähnliche Gelenkschmerzen, die Gelenke werden aber meistens nicht zerstört, wie bei anderen rheumatischen Erkrankungen; Muskeln, Sehnen und Bindegewebe können schmerzen und es kann zu Veränderungen kommen
  • durch Beteiligung der Nieren kann sich eine sogenannte Lupusnephritis entwickeln, die symptomlos verlaufen kann und nur durch Urinuntersuchungen und/oder Nierenbiopsien nachweisbar ist
  • Reizdarmsyndrom, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, auch eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) ist möglich
  • Im Laufe der Erkrankung kann eine Entzündung des Rippenfells (Pleuritis) auftreten, deren Flüssigkeitsansammlungen starke Schmerzen beim Atmen verursachen.
  • Perikarditis (Herzbeutelentzündung), Myokarditis (Herzmuskelentzündung) und Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut) können, mit den entsprechenden Symptomen, auftreten
  • bei Beteiligung des ZNS (zentrales Nervensystem) können starke, migräneartige Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen Depressionen, Angststörungen, Psychosen, epileptische Anfälle auftreten
Symptome bei SLE Häufigkeit in Prozent
Gelenkbeschwerden 85
Allgemeinbeschwerden (z.B. Müdigkeit, Leistungsschwäche 84
Hautveränderungen 81
Nierenbefunde 77
Gelenkentzündung 63
Raynaud-Syndrom (Kalt – und Weißwerden von Fingern und Zehen) 58
Beschwerden des ZNS (Zentrales Nervensystem) 54
Schleimhautveränderungen 54
Magen-Darm-Beschwerden 47
Pleuritis (Rippenfellentzündung) 37
Lymphknotenerkrankung 32
Perikarditis (Herzbeutelentzündung) 29
Lungenbeteiligung 17
Muskelentzündung 5
Myokarditis (Herzmuskelentzündung) 4
Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) 4

(nach Hettenkofer, Hans-Jürgen: Rheumatologie, Thieme Verlag, Stuttgart)

Die Diagnose des SLE ist nicht einfach und so dauert es oft sehr lange, bis die Erkrankung erkannt wird. Zusätzlich ist die Erkrankung relativ selten – in Deutschland sind zurzeit etwa 35.000 – 40.000 Menschen erkrankt. Da die Symptomatik bei jedem Menschen unterschiedlich ist, kann man meistens nur an bestimmten Blutwerten [ANA > antinukleärer Antikörper (homogenes Fluoreszenzmuster) und z.B. ds-DNS-Antikörper] eine Erkrankung erkennen.

Bei mir hat es 20 Jahre gedauert, bis die Diagnose endlich feststand.

Ein SLE muss immer mit Medikamenten behandelt werden, die in Absprache mit dem Arzt auf die Schwere der Erkrankung abgestimmt werden. Ätherische Öle sind hilfreiche Unterstützer und tun Körper und Seele gut. Die nachfolgende Aufzählung ist auf meinen Lupus abgestimmt, ist mein ganz persönlicher Erfahrungsschatz, richtet sich nach meinen Duftvorlieben und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder Wirkung bei jedem Lupus-Erkrankten.

Begleitende ätherische Öle bei SLE von A bis Z 

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Anissamen – Pimpinella anisum

Ich liebe diesen warmen, süß-würzigen Duft, der mich an meine Kindheit erinnert. Meine Mutter hat mir bei Bauchschmerzen zerstoßene Anissamen in einen feucht-warmen Wickel auf den Bauch gelegt – das hat immer geholfen. So hilft mir das Anisöl auch heute noch am besten beim Reizdarmsyndrom, als Bauchmassage mit anschließender Wärmeauflage. Manchmal gebe ich noch Fenchel süß dazu. Die Verwendung von Anethol-haltigen ätherischen Ölen bei Einnahme von Paracetamol gilt als kontraindiziert, ebenso bei Lebererkrankungen. Einige Immunsuppressiva können die Leberwerte erhöhen – Vorsicht! Hier sind die Dosis und die Dauer der Anwendung der ätherischen Öle wichtig. Ab und zu ein feucht-warmer Wickel in einer Dosierung unter 1% wird keine Probleme machen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBasilikum – Ocimum basilicum

Für mich ist das Öl des Basilikums unverzichtbar gegen das Müdigkeits- und Erschöpfungs-syndrom. Es hilft mir bei zeitweiligen Konzentrationsstörungen, bei Depression. Im Riechstift habe ich Basilikum zusammen mit Rosmarin cineol, Bergamotte und Cedrat oder Mandarine. Wichtig ist, dass Basilikum um 0,5% dosiert wird – der Duft ist sonst übermächtig.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBenzoe Siam – Styrax tonkinensis

Ich liebe diesen warmen, einhüllenden Duft. Für mich ist Benzoe wie eine Kuscheldecke, die mich umhüllt, die mich schützt. In meinen Mischungen zur Unterstützung bei Depression, Angststörungen und Schlafstörungen ist Benzoe ein wichtiger Bestandteil. Ich verwende Mischungen mit Benzoe im Riechstift, im Dufttropfen, in Körperbuttern und Badepralinen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBergamotte – Citrus aurantium var. bergamia

Meine Großmutter hatte immer ein Fläschchen Kölnisch Wasser für alle Lebenslagen parat, außerdem liebte sie Earl Grey Tee. Der Duft des ätherischen Öls erinnert mich sehr an dieses zarte und doch resolute Persönchen. Im Riechstift habe ich das Öl mal nur mit Basilikum, mal mit mehreren anderen erfrischenden, anregenden Düften oder mit Benzoe und Lavendel zur Beruhigung und um das „Kopfkino“ abzustellen. Dieses Öl wird, auf Grund meiner sehr hohen Sonnenlichtempfindlichkeit, nur in der Duftlampe, dem Riechstift oder dem Dufttropfen angewandt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieBitterorange – Citrus aurantium ssp. amara

Der etwas herbere Duft dieser Orangenart ist mir in manchen Situationen lieber als der Duft der Orange. Die Bitterorange ist eines meiner Lieblingsöle bei Angstzuständen und wenn ich mal wieder in eine seelische Schieflage gerate. Auch hier gilt – nur Riechstift, Duftlampe, Dufttropfen. 

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieCistrose – Cistus ladanifer

Den Duft der Cistrose mag ich eigentlich nicht, aber im Laufe der Jahre habe ich die Wirkung dieses ätherischen Öls schätzen gelernt. Durch langjährige Cortisontherapie bekomme ich ratzfatz blaue Flecke oder kleine Hautverletzungen. Cistrose/Lavendel/Rosengeranie pur hilft sofort. Das ätherische Öl der Cistrose kommt auch in Mischungen zum Baden, zum Schmerz lindern und Seele „entknittern“, zum Schub lindern.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieEukalyptus radiata – Eucalyptus radiata

Ich liebe diesen Eukalyptus im Riechstift zum Durchatmen bei Erkältung, Erschöpfung, auf der Arbeit in meinem „Indoor“- Arbeitsraum ohne Fenster und als wohltuende Einreibung in schmerzlindernden Mischungen und bei Erkältungen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFenchel süß – Foeniculum vulgaris var. dulcis

Zusammen mit Anis meine Baucheinreibung bei Schmerzen durch des Reizdarmsyndrom. Die Verwendung von Anethol-haltigen ätherischen Ölen bei Einnahme von Paracetamol gilt als kontraindiziert, ebenso bei Lebererkrankungen. Einige Immunsuppressiva können die Leberwerte erhöhen – Vorsicht! Hier sind die Dosis und die Dauer der Anwendung der ätherischen Öle wichtig. Ab und zu ein feucht-warmer Wickel in einer Dosierung unter 1% wird keine Probleme machen.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieFrangipani – Plumeria acutifolia

Eines meiner Lieblingsblütenöle für alle Lebenslagen. Da dieser feine Duft nicht zu den preisgünstigen Ölen ist kommt er in Körperbutter, Sheasahne, Badepralinen und nur ganz selten in einen Riechstift.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieGinster – Spartium junceum

Das nächste Lieblingsblütenöl. Eine Fahrt in die Haute Provence hat meine Sucht nach diesem Öl bestärkt. Der Duft erinnert mich an wunderschöne, warme, goldene Sonnentage und lässt Stress und Ärger sofort vergessen. Ich liebe Ginsterduft im Winter – er zaubert mich sofort in den Sommer. Neben der Lebensfreude, die dieses Öl schenkt, wirkt es bei mir super bei Depression und Angst. Auch dieses Öl verwende ich in Körperbutter, Sheasahne (Rezeptidee hier, klick!), Badepralinen und nur ganz selten im Riechstift.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieGrapefruit – Citrus paradisi

Mein Traum(a)öl bei Depression, Erschöpfung, Müdigkeit, Problemen mit der Krankheitsakzeptanz oder einfach nur wenn ich mal die Nase gestrichen voll habe. Ich liebe das Öl als Grapefruit komplett/extra, schnuppere auch schon mal gerne direkt aus der Flasche. Ansonsten, wie bei allen Zitrusdüften als Riechstift, in der Duftlampe oder im Dufttropfen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIngwer – Zingiber officinale

Ich mag den scharfen Geruch vom wasserdampfdestillierten Öl des Ingwers, aber noch mehr liebe ich den Duft des CO2-Extrakts. Das Ingwer-Öl kommt bei mir als wärmendes Hand-oder Fußbad zum Einsatz, als Einreibung in einer Mischung beim Raynaud-Syndrom, bei Übelkeit durch den täglichen Medikamentencocktail und bei Schmerzen. Bei Ingweröl wird eine Verlangsamung der Thrombozytenaktivität vermutet. Da mein Immunsuppressivum zu einer Verringerung der Thrombozyten führen kann, setze ich Ingweröl nicht über längere Zeit ununterbrochen und nicht höher als 1% ein.

JasminblütenJasmin – Jasminum grandiflorum

Jasmin findet sich in beinahe jeder meiner Mischungen zum Wohlfühlen. Ich verwende Jasmin sambac ebenso wie Jasmin grandiflorum. Jasmin wirkt sehr intensiv bei psychischen Problemen, das Öl beeinflusst das Nervensystem, so auch Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung. Ich gebe Jasmin in Mischungen für Badepralinen, Körperbutter, Sheasahne und Riechstift (da aber nur Jasmin 4%).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKamille römisch – Chamaemelum nobile/Anthemis nobilis

Bei Nackenverspannungen gönne ich mir manchmal eine Mischung mit römischer Kamille, die so herrlich entspannend wirkt. Das eigentliche Einsatzgebiet ist aber der Riechstift und ein Roll-On mit einer angstmindernden Mischung, die römische Kamille enthält. Ab und zu gibt es auch Badepralinen mit Kamille römisch.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKanuka – Kunzea ericoides

Durch das Buch „Teebaumöle“ von Ruth von Braunschweig habe ich Kanuka kennen – und schätzen gelernt, aber nach einem Vortrag von Daniel Pénoël wurde Kanuka mein Lieblings – Cortisonersatz-Öl. Ich verwende es bei Schmerzen, bei einem Schub auch zum Baden. Es hilft gut bei Muskel- und Gelenkschmerzen und ganz nebenbei auch bei seelischen Schieflagen. Ich verwende Kanuka in Mischungen nur in Körperölen und in Badesalz, da auch schon mal in ausnahmsweise in einer 5% Dosierung

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Kardamom – Elettaria cardamomum

Eines meiner Ausweichöle beim Reizdarmsyndrom, wenn ich Anis und/oder Fenchel nicht nehmen möchte. Bei Aphten im Mund spüle ich mit 1 Tropfen Kardamomöl in 20ml Lavendelhydrolat.

LavendelLavendel – Lavandula angustifolia

Wieder ein Kindheits-Erinnerungs-Öl. Meine Großmutter liebte Lavendelparfum – nur das in der Flasche mit der Postkutsche. So war Lavendel schon ein ausgesprochen positiver Duft für mich, bevor ich während meiner Ausbildung etwas über die Wirkungen dieses Öl lernte. Eine Reise in die Haute Provence, einschließlich Abtauchens in üppig blühende Lavendelfelder, hat meine Duftliebe noch verstärkt. Lavendel kommt pur, in Riechstiften, im Dufttropfen, als Spray, in Roll-On‘s, in Badepralinen und Badesalz zum Einsatz. Es hilft mir bei Stress, zum Schlafen, zum Entspannen, zum Wohlfühlen, zum Träumen, bei Angst, bei Hautproblemen im Sommer, gegen Mückenstiche (die bei mir sofort anschwellen) oder einfach um in wunderschönen Erinnerungen zu versinken und Kraft zu tanken.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieLorbeer – Laurus nobilis

Bei einem Schub schwellen meine Lymphknoten im Halsbereich stark an – 1 Tropfen Lorbeeröl pur bringt fast augenblicklich Linderung (kann hautreizend sein). In Mischungen verwende ich Lorbeeröl bei Schmerzen im Gelenkbereich – ich komme gut mit ätherischen Ölen zur Schmerzlinderung zurecht und benötige so gut wie nie Schmerzmedikamente.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMajoran – Origanum majorana

Zusammen mit Lavendel absolut beruhigend und entspannend. Majoran zusammen mit Fenchelöl wirkt krampflösend bei Darmkoliken, mit Lorbeer und Wintergrün ergibt sich für mich eine unschlagbare Mischung bei Muskel – und Gelenkschmerzen.

MandarineMandarine – Citrus reticulata

Dieses wundervoll duftende Zitrusöl ergibt zusammen mit Benzoe Siam, Neroli, Tonka oder Vanille eine entspannende, einhüllende Mischung. Ich mag Mandarine im Dufttropfen, auch pur zur Entspannung, im Riechstift am liebsten mit Neroli und Tonka zur Entspannung und Beruhigung.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMyrrhe – Commiphora molmol

Mit Rosenhydrolat verdünnt bei Aphten oder anderen Schleimhautdefekten im Mund. Da ich den Duft nicht so mag, nutze ich die vielen anderen Anwendungsmöglichkeiten dieses Öles nicht.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNelkenknospe – Syzygium aromaticum

Eines meiner schmerzlindernden Öle – 0,5% ig in einer Mischung zum Einreiben. Ich verwende das Öl der Gewürznelkenknospen 1,5% in einer Mischung zum Finger wärmen für unterwegs.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNeroli – Citrus aurantium ssp. aurantium flos

Mein „Notfall-Öl”. Zusammen mit Rosenöl meine Mischung für tiefdunkle Tage. Ich liebe Neroli in Mischungen bei Angst, Depression, Herzklopfen, Unruhe in Riechstiften, Körperbutter, Dufttropfen, Badepralinen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieOrange – Citrus sinensis

Steht auf meinem Schreibtisch auf der Arbeit, zum Wohlfühlen, beruhigen, entspannen und manchmal hilft der Duft auch unseren Ärzten. Zu Hause kommt die Orange nicht zum Einsatz, da nehme ich Mandarine.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyPatchouli – Pogostemon cablin

Ich liebe diesen Duft schon seit der „Blumenkinder-Zeit“ und verwende Patchouliöl sehr niedrig dosiert zur Hautpflege. Zusammen mit Rosenöl, Rosengeranie und Benzoe in Nachtkerzenöl hilft es bei meinem gelegentlich auftretenden Schmetterlingserythem im Gesicht.

Petit_GrainPetitgrain bigarade – Citrus aurantium ssp. amara fol.

Mein Öl bei Panikattacken, Schlafstörungen, Angst und beim Müdigkeits-/Erschöpfungs-syndrom. In Mischungen im Riechstift und als Körperbutter, manchmal auch als Badezusatz.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapiePfeffer Schwarz – Piper nigrum

Ein würzig-wärmendes ätherisches Öl, das ich zusammen mit Ingwer, Nelke und Zimt gegen kalte Finger und Füße beim Raynaudsyndrom, in Mischungen bei Muskelschmerzen einsetze.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieRavintsara – Cinnamomum camphora Ct. 1,8-Cineol

Durch die Immunsupressiva ist mein Immunsystem zusätzlich geschwächt und manchmal erwischt mich doch mal ein Erkältungsvirus. Zusammen mit einem Tropfen Thymian Thymol nehme ich einen Tropfen Ravintsara auf ein Stück Würfelzucker und lasse den Zucker im Mund zergehen. Hinterher trinke ich ein Glas heiße Zitrone (auch um den Geschmack los zu werden) und wiederhole das Ganze bei Bedarf nach 6 Stunden. Normalerweise reicht aber eine einmalige Anwendung. Diese Anwendung bitte nur als wirklich versierte, gut ausgebildete Aromapraktikerin/-therapeutin in Betracht ziehen und nie bei Kindern oder Jugendlichen anwenden.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieRose – Rosa damascena

DAS Haut – und Seelenpflegeöl – bei Schmetterlingserythem, bei Angst, Depressionen, Panik, Herzklopfen, in Badepralinen auch einfach nur zum Wohlfühlen. In Mischungen für Riechstifte, Dufttropfen (dann Rose 10%), Körperbutter und Badezusätze.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieRosengeranie – Pelargonium graveolens

Zur Hautpflege mit Patchouli beim Schmetterlingserythem. Pur aufgetragen nehme ich das Öl anstelle von Immortelle mit Cistrose und Lavendel gegen blaue Flecke, zu denen meine empfindliche Haut sehr neigt.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieRosmarin – Rosmarinus officinalis Ct. Cineol

Im Riechstift zusammen mit Basilikum, Bergamotte, Cedrat beim Müdigkeits-/Erschöpfungssyndrom und bei Konzentrationsproblemen.

Rosmarin – Rosmarinus officinalis ct. Verbenon

Dieses Öl nutze ich für einen feucht-warmen Leberwickel, um die Lebertätigkeit anzuregen und die Nebenwirkungen der Medikamente auf die Leber möglichst zu vermeiden. Den richtigen Zeitpunkt habe ich in der Zwischenzeit im Gefühl.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieThymian – Thymus vulgaris Ct. Thymol

Zusammen mit Ravintsara auf Würfelzucker bei einer beginnenden Erkältung. Anwendung und Warnhinweise siehe unter Ravintsara.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieTonka – Dipteryx odorata

Dieses wundervolle Öl verwende ich bei Schmerzen, zur Entspannung und Beruhigung, bei Angst und Schlafproblemen. In Körperöl, in Badepralinen und im Riechstift sind meine liebsten Anwendungsarten.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieTuberose – Polianthes tuberosa

Bei Panikattacken oder Angstzuständen verreibe ich 1 Tropfen 5% Tuberose Absolue auf meinen Handinnenflächen und atme tief ein (nach Ruth von Braunschweig/Monika Werner). Wenn es ganz schnell gehen muss, rieche ich einfach kurz am geöffneten Fläschchen.

Vanille_BlüteVanille – Vanilla planifolia

Noch ein positiver Kindheitserinnerungsduft. In Mischungen bei Angst, Depression, Stress, Schlafstörungen. Ich verwende Vanille am liebsten in Körperbutter oder Badepralinen, manchmal gebe ich das Öl aber auch in Mischungen für den Riechstift.

Vetiveria_zizanioides_Collage_xsVetiver – Vetiveria zizanioides

Mein „Erdungs-Öl“, wenn gar nichts mehr geht. Während eines Krankheitsschubs bin ich oft einfach nur genervt, empfinde Schmerzen stärker als sonst und komme mit krankheitsbedingten Bewegungs- und Belastungseinschränkungen schwerer zu recht. Katharina Zeh, eine meiner Prüferinnen, hat ein wundervolles Rezept für ein Honigbad mit Vetiver: auf 100 ml Honig etwa 5 Tropfen oder 3 Spatel Vetiver geben, vermischen und ruhen lassen. Für 1 Vollbad reichen etwa 25 ml dieser Mischung. Ich gebe noch 4 Tropfen Lavendel und 2 Tropfen Tonka in den Honig und bade am Abend direkt vor dem Schlafen gehen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWintergrün – Gaultheria fragrantissima

Wintergrün findet sich in all meinen schmerzstillenden Mischungen, je nach Begleitölen auch schon mal, für kurzfristige Anwendung, in 3% Dosierung. In Bademischungen verwende ich das ätherische Öl höchstens in einer 1% Dosierung.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieYlang-Ylang – Cananga odorata

Ylang-Ylang komplett gehört zu den entspannenden, angstlösenden, beruhigenden Ölen in meiner „Apotheke“, wird in einer Dosierung von höchstens 0,5% in Körperbutter oder Badezusätzen verwendet und gehört in meine Panikmischung á la Prinz Valium.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAtlaszeder – Cedrus atlantica

Das ätherische Öl der Atlaszeder gehört in meine Panikmischung, hilft mir, die Bodenhaftung nicht zu verlieren und Kraft zu tanken. Anwendung im Riechstift, Körperbutter, Badepralinen und im Dufttropfen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieZimtrinde – Cinnamomum zeylanicum cort.

Dieses ätherische Öl verwende ich nur, um meine kalten Hände und Füße zu wärmen und die Durchblutung anzuregen. In einer Mischung mit Ingwer/Nelke als Einreibung oder als Fuß- bzw. Handbad. Meine Höchstdosierung ist 1%ig.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieZitrone – Citrus limon

Ich liebe den Duft der Ur-Zitrone (auch Zedrat und Cedrat genannt, Citrus medica) und verwende möglichst dieses ätherische Öl. Am liebsten habe ich Zitrone in aufmunternden, konzentrationsfördernden Mischungen.

 Hydrolate 

Lavendelhydrolat – Lavandula angustifolia (hier erhältlich)

Ich verwende Lavendelhydrolat fast nur im Sommer. Als kühlendes Spray, wenn sich trotz langer Ärmel und Sonnenhut, leichte Hautrötungen einstellen, z. B. auf dem Nasenrücken. Meistens gebe ich auf 100 ml Hydrolat noch 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl, weil ich den Duft so angenehmer finde und die Wirkung stärker ist. Nach Insektenstichen, zur Vorbeugung von Entzündungen, wirkt diese Mischung bei mir wahre Wunder – nichts juckt und Rötung und Schwellung sind schnell verschwunden.

Myrtenhydrolat – Myrtus communis (hier erhältlich)

Bei diesem Hydrolat achte ich darauf, dass es keinen Alkohol enthält, denn ich verwende es für Augenkompressen bei meinen trockenen, juckenden Augen. Ich tränke Wattepads mit Myrtenhydrolat und lege sie für ca. 10 Minuten auf meine Augen – bei mir wirkt das besser als Rosenhydrolat.

Orangenblütenhydrolat – Citrus aurantium ssp. aurantium (hier erhältlich)

Zum Verdünnen von Mischungen, als Gesichtswasser jeden Morgen, zwischendurch auf meine, während der Arbeit, oft sehr gerötete Gesichtshaut. Ich genieße dieses Hydrolat bei allen psychischen Problemen durch den Lupus und verwende es bei Hautproblemen im Wechsel mit Rosenhydrolat.

Rosenhydrolat – Rosa damascena (hier erhältlich)

Am Abend als Gesichtswasser, zum Verdünnen von Mischungen, im Wechsel mit Lavendelhydrolat bei Hautrötungen (Sonnenbrand) vor allem auf dem Nasenrücken und Dekolleté. Bei allen anderen Hautproblemen im Wechsel mit Orangenblütenhydrolat.

Pflanzenöle

 Aloe – Vera – Öl – Aloe barbadensis (hier erhältlich)

Aloe vera-Blätter werden in Canolaöl (Rapsöl) ausgezogen: Mein Lieblingsöl im Sommer, mit Lavendelöl bei Sonnenhaut

Johannisbeersamenöl – Ribes nigrum (hier erhältlich)

Dieses Öl hat entzündungshemmende Eigenschaften und stärkt das Immunsystem. 2 x im Jahr gönne ich mir eine vierwöchige Kur zusammen mit der Kurkuma-Gewürzmischung nach Ruth von Braunschweig.

Leinöl – Linum usitatissimum (hier erhältlich)

Ich habe eine Quelle für ein gut schmeckendes Leinöl und so fällt es mir nicht schwer ab und zu Leinöl in meinen Speiseplan einzubauen. Während eines Schubs mit verstärkten Schmerzen verwende ich Leinöl täglich, dann oft mit der Kurkuma-Gewürzmischung von Ruth von Braunschweig in einem morgendlichen Trank.

Sanddornfruchtfleischöl – Hippophae rhamnoides (hier erhältlich)

Ich verwende Sanddornöl, um mein Immunsystem zu unterstützen und meine Sonnenlichtempfindlichkeit ein wenig erträglicher zu machen. Wenn die Aphten (Bläschen) im Mund gar nicht weichen wollen, betupfe ich die Stellen mit purem Sanddornfruchtfleischöl. Ich liebe dieses Öl in Joghurt oder in Quark, es schmeckt mir aber auch pur. Außerdem gebe ich das Öl in Körperbutter und Sheasahne.

Gewürzmischung mit Kurkuma nach Ruth von Braunschweig

3 Teelöffel      Koriander

1 Teelöffel      Kurkuma

1 Teelöffel      Kardamom

1 Teelöffel      Kreuzkümmel

1 Teelöffel      Ceylonzimt (kumarinfrei)

alles in eine Dose geben, schütteln und für den folgenden Trank ½ Teelöffel der Mischung verwenden.

Trank nach Ruth von Braunschweig

200 ml  Möhren-Sanddornsaft

1 TL      Honig (Heidehonig)

2 TL      Johannisbeersamen – oder Leinöl

½ TL   Gewürzmischung

Ich gebe noch 2 EL Haferkleieflocken dazu, wegen der besseren Verträglichkeit 

Fertig gemischte Lieblingsprodukte

Oft fehlen mir Kraft und Lust, um mir selbst etwas zu mischen. Ich habe einige, für mich unverzichtbare, fertige Mischungen aufgezählt.

Geborgenheit – Duftmischung von Farfalla (hier erhältlich)

zum Entspannen und Wohlfühlen, enthält unter anderem Benzoe Siam, Copaibabalsam, Sandelholz, Tonkabohne

Kuschelduft – Duftmischung von Farfalla (hier erhältlich)

zurzeit meine Lieblingsduftmischung – ich habe sie im Riechstift überall dabei, enthält unter anderem Mandarine, Mimose, Rose, Sandelholz, Tonka, Vanille

Land des Lächelns – Schaumbad von Farfalla (hier erhältlich)

einfach abtauchen und wegträumen, enthält unter anderem Champaca, Frangipani, Grapefruit, Kakao, Sandelholz

Intense Frangipani Bodybutter von Farfalla (hier erhältlich)

für meine empfindliche, trockene Haut – duftet nach Sommer, Sonne, Südsee

mit Champaca, Frangipani, Tuberose 

Sich Ruhe gönnen – Duftmischung von Feeling (hier erhältlich)

zum Entspannen, enthält unter anderem Ho-Holz, Jasmin, Mandarine und Ylang-Ylang

Erste Hilfe Balsam von Feeling (hier erhältlich)

bei allen Hautproblemchen und kleineren Wunden, mit Nachtkerzenöl, Sanddornöl, Wildrosenöl Nativ, Lavendel extra, Kamillenblüten, Cistrose und Manuka

Schlaf Wohl Kissenspray von Primavera (hier erhältlich)

hilft mir beim Einschlafen und Kopfkino ausschalten, enthält Lavendel, Honig und Neroli

Glück teilen – Duftmischung von Primavera (hier erhältlich)

enthält Mandarine, Rose, Sandelholz

Tutto Bene – Duftmischung von Primavera (hier erhältlich)

enthält Grapefruit, Jasmin, Zitrone 

S.O.S. Muskel- und Gelenkfluid von Wadi (hier erhältlich)

enthält Cajeput, Rosmarin, Wacholder, Wintergrün und Zitrone, hilft schnell bei Schmerzen

Tigeroil – Körperöl von Wadi (hier erhältlich)

enthält Cajeput, Cassia, Kampher, Menthol, Nelkenknospen und Pfefferminze, ich nehme das Öl zum Finger wärmen

Bella Luna Duftmischung von Wadi (hier erhältlich)

eine wundervolle Mischung aus Blutorange, Grapefruit, Limette, Sandelholz, Vanille, Weißtanne und Zitrone, einfach ein Duft zum rundum wohlfühlen

Mandragor Duftmischung von Wadi (hier erhältlich)

Bergamotte, Benzoe, Lavendel, Mandarine, Neroli, Vanille und Zimtrinde, ein Traumduft bei Depression und miesen Tagen

Hindukusch Körperöl von Wadi (hier erhältlich)

enthält Bergamotte, Jasmin, Lavendel extra, Neroli, Patchouli, Petitgrain, Rose, Rosmarin, Vetiver, Zeder, einfach ein Traumduft

Die Duftmischungen kommen in Riechstifte, in den Dufttropfen oder in Körperbutter, Sheasahne, Badepralinen oder Massageöle

Literaturnachweis:

  • Dietrich Wabner: Taschenlexikon der Aromatherapie. Verlag Systemische Medizin (hier erhältlich)
  • Ruth von Braunschweig: Pflanzenöle. Stadelmann Verlag (hier erhältlich)
  • Katharina Zeh: Handbuch ätherische Öle. Joy Verlag (hier erhältlich)

Alles Fotos © Eliane Zimmermann außer Foto Kanuka: Karora Wikipedia Commons und Foto Ylang Ylang: Patricia Botelho

Gabriele Sievers ist Krankenpflegende, Aromafachfrau und ausgebildete Hunde-Aromatherapeutin, sie wohnt in Nord-Deutschland und arbeitet dort in einem Krankenhaus. Ihre Blog-Adresse mit hoch interessanten Berichten aus der duften Welt der Fellnasen: Duftgefährten (klick!)

hydrolate – pflanzenwässer und ihre destillation


hydrolate_fischer-rizzi_coverHydrolate destillieren, mit Hydrolaten gesund bleiben, Hydrolate als Schönheits- und Pflegemittel: Diese Themen und noch ganz viel mehr hat die Aromatherapie-Pionierin Susanne Fischer-Rizzi auf sage und schreibe 400 fast A4 großen Seiten zusammen getragen. Nicht umsonst heißt diese „Bibel“ der Blüten- und Kräuterwässer Das grosse Buch der Pflanzenwässer (klick!). Wer also ein Scheinchen zu Weihnachten bekommen hat und sich für diesen vergessenen Bereich der Aromatherapie und Aromapflege interessiert, sollte sich das übersichtliche und wunderschön bebilderte Standardwerk gönnen.

Jedes Hydrolat ist auf einer oder gar zwei der großen Seiten vorgestellt, dann folgt ein ausführliches Pflanzenporträt (Synonyme, Vorkommen, Beschreibung, Pflanzenteil, Gewinnungsverfahren, Inhaltsstoffe, pH-Wert, Haltbarkeit, Duftbeschreibung). Mindestens zwei Seiten widmen sich anschließend der Anwendung des jeweiligen Hydrolats in der (Kranken)Pflege, im kosmetischen Bereich und in der Küche. Immer sind ganz klasse Rezepte mit dabei, beispielsweise „Schlaf über den Wolken“ mit Lavendelhydrolat, „Sanfte Berührung Pflegebalsam“ mit Karottensamenhydrolat, „Wasser der Venus“ mit Frauenhaarfarnwasser, „Creme der schönen Kaiserin Tang Fei“ mit Maulbeerbaumwasser, „Die Seele baumeln lassen“ mit Vanillewasser, „Weißtannen-Rescue-Spray“ mit Weißtannenhydrolat.

Ja, richtig, Susanne Fischer-Rizzi stellt neben den kommerziell erhältlichen Hydrolaten total spannend klingende selbst destillierte Pflanzenwässer vor: Apfelblütenwasser, Gänseblümchenwasser, Johannisbeerknospenwasser, Limettenwasser, Mammutbaumwasser, Palo-Santo-Wasser, Quittenwasser, Stiefmütterchenwasser, Wundkleewasser und viele mehr, insgesamt 76 Pflanzenwässer auf über 300 großen Seiten! Das inspiriert zum Nachmachen!

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDas schwere Buch bietet auch eine Fundgrube an geschichtlichem Wissen, ganz viele Anwendungsbereiche von Raumluftsanierung über Küche, Tierpflege und Hospizarbeit werden erläutert. Viele einfach umzusetzende Rezepte für Schönheitsmittel wie die „Second Skin-Lotion“ (Schüttel-Lotion) machen Lust auf Experimente. Sogar an Hinweise zum Herstellen von veganen Cremes (ohne Bienenwachs) hat die super-kreative Autorin gedacht. Und auch juristische Möglichkeiten bzw. Einschränkungen zum Besitz einer Destille sind erläutert. In Deutschland ist beispielsweise für Privatpersonen nur eine 0,5-Liter-Destille erlaubt, die Schweizer (3 Liter) und Österreichischen Zollbehörden (2 Liter) erlauben größere Destillen ohne Anmeldung. Für gewerbliche Destillationen gelten andere Höchstgrenzen und entsprechende Zulassungs-/Anmeldeverfahren. Am Ende des Buches findet man einen sehr nützlichen Sammel- und Destillationskalender sowie drei eng bedruckte Seiten mit den vielfältigsten Indikationen und den wichtigsten Hydrolaten dafür/dagegen (beispielsweise Abstillen, Angst, Asthma, Dekubitus, Ekzem, Erkältung, Halsschmerzen, Haut nach Bestrahlung, Lidödem, Menstruationsbeschwerden, Neurodermitis, Ohrenschmerzen, Schürfwunden, Übelkeit, Zahnfleischblutungen). Auf der nächsten ähnlich voll gepackten Seite werden noch sämtliche kosmetische Anwendungsgebiete aufgeführt.

Mein Fazit: Ein rundherum gelungenes Kunstwerk, in dem man sicherlich jahrelang blättern und entdecken kann! Es ist ähnlich „rund“ und vollständig wie „Himmlische Düfte“ (vielleicht sogar besser), Inspiration pur und Sucht-Gefahr! 😉 Dieses Standardwerk aus dem großartigen Schweizer AT-Verlag kostet 39,90 Euro (hier kann man es bestellen). Wer die Vorstellung des Buches in einem Video anschauen und die engagierte vielfache Autorin Susanne Fischer-Rizzi „kennen lernen“ möchte, kann bei Youtube (klick!) reinschauen. pelikan destilleGefilmt wurde an einem Sommertag Anfang Juni diesen Jahres in der wunderschönen Staudengärtnerei Gaissmayer (klick!). Georg Effner, den viele meiner SchülerInnen von den Exkursionen im Rahmen meiner Ausbildungen kennen lernen konnten, zeigt eine Destillation im Kupferkessel.

destille_alquitaraZurück zum Weihnachtsgeld: Wer eine einfache jedoch sehr solide Traditions-Destille kaufen möchte, könnte für 79 Euro die Pelikandestille aus Borsilikatglas (Made in Germany! für knapp 30 Euro kann noch ein Liebig-Kühler dazu erworben werden) hier bestellen, für 119 Euro gibt es eine (fast) komplette kleine Glas-Destillationsanlage namens Fortuna (ohne Thermometer) hier (klick!). Für 116,62 Euro gibt es die 0,5-Liter-Destille aus Kupfer namens Alquitara hier (klick!). Bei Alpmed in der Schweiz bekommt man ein handliches gläsernes so genanntes Taschendestillationsgerät (klick! 200 Schweizer Franken = 167 Euro), mit dem man mitten auf der Blumenwiese mit Teelichtern destillieren kann. In Österreich kann man die praktische Leonardo-Destille kaufen, hier (klick!) wird eine Schritt-für-Schritt-Fotoanleitung einer Destillation damit gezeigt.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieBuch-Hydrolate-Eliane-Zimmermann_xsWer jedoch erst einmal in die Materie der Pflanzenwässer hinein schnuppern möchte, kann dies im Buch von Ingrid Kleindienst-John Hydrolate -Helfer aus dem Pflanzenreich (klick! 19,90 Euro) oder in meinem Buch Hydrolate – Pflanzenwässer, die vergessene Dimension der Aromatherapie und Aromapflege (klick! 24,90 Euro inklusive Porto, dort kann man auch diverses Zubehör wie Laborgläser und eine Fein-Waage für die Herstellung von Salben/Cremes bestellen [0,01-500g für vernünftige 39,50 €], dafür hier rein schauen).

echte und falsche hydrolate


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieEchte Hydrolate und falsche Hydrolate. Mit dieser kleinen Provokation begann der hervorragende Vortrag des britisch-libanesischen Phytotherapeuten, Destillateurs und Osteopathen Joe Nasr auf der Konferenz Botanica2014 in Dublin Anfang September. Unter „falschen Hydrolaten“ meint der Experte nicht nur die Apothekenzubereitungen ‚destilliertes Wasser mit ätherischem Öl‘, sondern auch Hydrolate als Nebenprodukt der Ätherisch-Öl-Gewinnung. In denen also ein höchstmöglicher Anteil an ätherischem Öl abgeschöpft wurde, so dass die Haltbarkeit verringert und der Gewinn maximiert wird. Auch werden diese meistens in Edelstahldestillen produziert, welche im Gegensatz zu Kupferdestillen für eine reduzierte Haltbarkeit sorgen können. Joe provozierte weiter: „Welches Essen schmeckt besser? Bei deiner Mutter oder das Essen aus einer Großküche?“ Er räumte ein, dass manche Mütter nicht gut kochen können, doch wollte er in dieser Analogie aufzeigen, dass echte Hydrolate, denen nichts weg genommen wird, die in Kupferapparaturen destilliert werden und die in Kleinbetrieben hergestellt werden, oft wesentlich mehr Heilkraft besitzen als Pflanzenwässer aus industrieller Produktion (bei denen auch viele unerwünschte Wildkräuter und evtl. Insekten mit destilliert werden). Für die perfekte Hydrolate-Destillation empfiehlt er Destillen, die nicht mehr als 200 Liter fassen, ideal zur Herstellung von echten Hydrolaten findet er 50-Liter-Destillen. Wenn möglich aus Kupfer, dieses Metall reduziert im Gegensatz zu Edelstahl stechende, schwefelige Noten (die zu frische Hydrolate manchmal stinken lassen), Kupfer leitet die Hitze besser und gleichmäßiger, ermöglicht feinere Düfte und mindert durch freie Kupferionen den Bakterienbefall. Auch meint Joe, dass Wasserdestillation, wie sie ohnehin bei fast allen Blüten wie Rose, Neroli, Ylang Ylang und Kamille durchgeführt wird, der Wasserdampfdestillation vorzuziehen ist. Frische Kräuter sind für ihn ein Muss, er versucht, getrocknete Kräuter (so genannte Drogen) zur Herstellung echter Hydrolate zu vermeiden. Aus einem Kilo Pflanzenmaterial gewinnt er in seinem kleinen Familienbetrieb Avicenna, der sich in Wales befindet, 200 bis 500 ml echtes Hydrolat. Wenn dieses aus seinen Destillen kommt, ist es nicht heiß, eher um 25 bis 30 Grad. Wie in meinem Buch über Hydrolate (klick!) betont, weist auch Joe auf die Milde von Hydrolaten hin, sie enthalten so gut wie keine ENE, also potenziell hautreizende (und oxidierende) Monoterpene, sondern verträgliche Mengen an ON und AL, also Ketone und Aldehyde. Und freilich hautfreundliche und antioxidativ wirksame Pflanzensäuren. Er empfiehlt die Einnahme von 10 bis 15 ml echter Hydrolate jeweils drei- bis viermal täglich. Besonders empfehlenswert sei das Mischen in Wasser, welches langsam, schluckweise getrunken wird. Leider verkauft Joe Nasr seine feinen Produkte, zu denen auch einige Tinkturen gehören, nur an Angehörige von Heilberufen (zu denen in Großbritannien auch AromatherapeutInnen gehören). Doch wer englisch lesen kann, findet sehr informative Artikel auf seiner Website (klick!). [© drei Fotos rechts: Joe Nasr] Wer mit dem Gedanken spielt, nächstes Jahr Autorin Eliane Zimmermann zu treffen, einen deutschsprachigen aromatischen Lern-Urlaub am Meer zu verbringen und die schönsten Abschnitte des Wild Atlantic Way in Südwest-Irland kennenzulernen (die längste Küstenstraße der Welt: 2.500 km), kann auf unten stehende Anzeige klicken. Die ersten Anmeldungen sind am Anrollen, die Flüge sind derzeit noch billiger als so manche Bahnreise, unser schönes neues Gästehaus mit Swimmingpool ‚Ballylickey House & Chalets‘ kann hier (klick!) besichtigt werden. Begleitpersonen willkommen, deutschsprachige Kinderbetreuung möglich, hochwertiges und frisches Essen (teilweise bio) selbstverständlich. AiDA Aromatherapy Eliane Zimmermann Termine 2015

ätherische Öle als helfer bei demenz und vergesslichkeit


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDie Pharmakognostikerin* Nicolette Perry, die wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse über ätherische Öle präsentierte, war einer der wichtigsten Gründe, warum ich trotz anderer Verpflichtungen noch kurz entschlossen zur Botanica2014-Konferenz nach Dublin fuhr. Sie ist die Hälfte eines engagierten Forscherinnen-Duos, deren Arbeiten ich hier und in meinen Büchern bereits öfters erwähnte. Als ich 2009 für meinen recht umfangreichen Beitrag für ‚Das Praktische Handbuch der Demenz‚ eine Woche in Klausur ging, um wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zu studieren, kamen mit immer wieder die zwei Namen unter: Elaine und Nicolette Perry (witzigerweise ist mir beim Zitieren in meinem Fachbuch in irgendeiner Auflage ein Tippfehler untergekommen, ich hatte der Tochter den Nachnamen ‚Nicolette‘ gegeben, so dass ich ich mal einem Abschreiber auf die Spur kam, der meine falsche Quellenangabe ungeprüft übernommen hatte).

Die Mutter Elaine Perry ist eine engagierte Neurowissenschaftlerin, die vor ihrem Ruhestand ausgiebig über Demenzen (Alzheimer, Lewy-Körper und gefäßbedingte Demenzformen) forschte, auch Morbus Parkinson, Schizophrenie, Depressionen, Autismus und das Älterwerden beschäftigten sie an der Universität Newcastle in Großbritannien. Insbesondere die Rolle des Acetylcholin, einem Botenstoff nicht nur in unserem Gehirn, war ein wichtiger Aspekt ihrer Forschungen. So kommt es, dass man viele Studien über diesen Themenbereich von ihr nachlesen kann. Unter den ätherischen Ölen findet man bei ihren viel versprechenden Erkenntnissen immer wieder den spanischen Lavendelsalbei (Salvia lavandulifolia) und den ganz normalen Gartensalbei (Salvia officinalis).

Logo_Nicolette_Perry_Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Die Tochter Nicolette Perry – ich war überrascht wie jung sie ist – befasst sich mit der Chemie der Heilpflanzen und insbesondere mit ihrer Wirkung auf das ZNS (Zentrale Nervensystem). Ihre Leidenschaft übt sie unter anderem in einer führenden Position in einem Botanischen Garten, dem Dilston Physic Garden aus. Sie brachte Material für mindestens drei Vorträge zur Konferenz mit und dementsprechend dicht gepackt war ihr lebendiger Vortrag. Man spürt ihre Liebe zur Natur – trotzdem oder gerade deswegen ist die Chemie ein wichtiger Teil von all diesen faszinierenden Prozessen in Pflanze und Mensch. Diese Verbindung drückt sich in einem originellen Logo aus, das auf der ersten Folie ihres Vortrags ihr Motto symbolisierte.

Sie klärte zunächst, warum Pflanzen überhaupt ätherische Öle bilden, dann zeigte sie auf, wo diese pflanzlichen Signalstoffe in unserem Nervensystem andocken und somit Effekte auslösen können. Sie nennt die Signal- und Duftstoffe ‚Botanic Brain Booster‘ (BBB, Botanische Gehirnverstärker, ganz ähnlich wie ein Artikel von mir mal überschrieben war: Dünger für die grauen Zellen (klick!).

Nicolette Perry erläuterte in diesem Zusammenhang sehr viele Studien über Lavendel- und Kamille-blau-Öl, auch zeigte sie einige wichtige Neuro-Effekte auf, die an Menschen untersucht worden sind:

  • anxiolytisch (angstlösend): Linalool und Rosmarinsäure (in einigen Hydrolaten, nicht in ätherischen Ölen)
  • analgetisch (schmerzlösend): Citronellal, Linalool, Menthol
  • kognitiv verstärkend (konzentrationsfördernd): Menthol
  • antidepressiv: Rosmarinsäure
  • antikonvulsiv (Krämpfen entgegenwirkend, krampfmindernd): Borneol und 1,8-Cineol (Eucalyptol)
  • stimuliert die neurologischen „Autobahnen“: Menthol

Ziele der duftenden Signalstoffe aus „unseren“ Duftpflanzen können menschliche Zellen sein, die folgende Stoffe produzieren, welche wiederum von folgenden Inhaltsstoffen von ätherischen Ölen „angeheizt“ werden können:

  • Serotonin, zuständig für gute Stimmung und Wohlbefinden
  • Dopamin, zuständig für Interesse, Aktivitat und Vergnügen: 1,8-Cineol und Terpinen
  • Acetylcholin/Cholinesterase, zuständig für Aufmerksamkeit und Lernen: 1,8-Cineol und Pinen
  • Noradrenalin, zuständig für Reaktion und Erregung
  • Enkephaline, zuständig für Schmerz und Loslassen/Wohlbefinden
  • Cannabinoide, zuständig für Wohlbefinden: Caryophyllen und Thujon
  • Gaba (gamma-Aminobuttersäure), zuständig für Entspannung und Beruhigung: Menthol, Pinen, Thujon
  • Oxytocin, zuständig für soziale Interaktion und Bindung

Linalool beeinflusst zudem die elektrischen Ströme an den Nervenzellen (bzw. deren Membranen). Und warum zeigen ätherische Öle so vielfältige Wirkungen? Klar, wie im Beitrag über den Vortrag von Marco Valussi über Vielstoffgemische (klick!) bereits erwähnt: Sie bestehen aus vielen – 40 bis zu 800 – Inhaltsstoffen. In Molekülen ausgedrückt nannte sie eine Zahl, die ich nicht so recht visualisieren kann: In einem Tropfen eines ätherischen Öles befinden sich 40.000 Millionen Millionen Millionen Moleküle. Egal, ziemlich viele! Und da in einem ätherischen Öl oft (fast) alle der oben genannten Inhaltsstoffe enthalten sein können, können sie uns in vielerlei Hinsicht unterstützen. Das ist bestes aromatisches Wohlbefinden mit wissenschaftlicher Bestätigung!  *laienhaft ausgedrückt ist sie eine Apothekerin ohne Apotheke, die also in der Forschung tätig ist.

hydrolate – die vergessene dimension der aromatherapie


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDen meisten Menschen ist nicht bewusst, dass eine wirklich holistische, also ganzheitlich, durchgeführte Aromatherapie aus drei Säulen besteht: ätherische Öle, Hydrolate und fette Pflanzenöle. Wir arbeiten gewissermaßen dreidimensional. Doch die Dimension der wertvollen Pflanzenwässer, die teilweise ganz andere und manchmal sogar stärkeres Gesundheitspotenzial haben als die entsprechenden ätherischen Öle, erwacht erst ganz langsam aus ihrem Dornröschenschlaf.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNunja, das unglaublich hilfreiche Röschen-Hydrolat (bei entzündlichen Haut- und Schleimhautproblemen) ist inzwischen recht bekannt und anerkannt, doch die Destillationswässer vieler anderer Duft- und Heilpflanzen sind noch nicht sehr bekannt. Ich beobachte jedoch, wie derzeit das Interesse wächst, wie immer mehr Menschen Destillen kaufen, um Hydrolate selbst herzustellen und mit Freude stellte ich fest, dass meine zwei Hydrolate-Seminare, die demnächst in Wien stattfinden werden, innerhalb von wenigen Stunden ausgebucht waren. Ich habe meine Wässerchen in kleine Sprüh- und Tropffläschchen abgefüllt, so dass die große Auswahl gut in den Koffer, der morgen mit mir auf Reisen gehen wird, passt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch konnte keinen dritten Termin in Wien zur Verfügung stellen, doch es gibt noch eine ausführlichere Möglichkeit, circa 25 dieser feinen Duftwässer kennen zu lernen: In der Duft-Erlebniswoche vom 7. bis 14. Juni 2014 (klick!) im schönen Ardnagashel House direkt am Meer – unser Seminar- und Gästehaus. In entspannender Urlaubs-Stimmung lernen Sie alles, was derzeit über Hydrolate bekannt ist, Sie sehen, wie man zu Hause destillieren kann, Sie bekommen Tipps für einfache Selbst-Mach-Kosmetik und Erste-Hilfe-Mittel. Sie schnuppern und probieren viele verschiedene dieser Heilwässer, beispielsweise:

  • Zimthydrolat schmeckt und duftet wie vergangene Weihnachtstage, stark und fast süß zimtig, es eignet sich gut zur Appetitanregung bei krebskranken PatientInnen und bei Magersucht, zudem passt es prima in aufgeschäumte Milch für Chai oder Café latte.
  • Litseahydrolat duftet stark zitronig, fast wie abgeriebene Zitronenschale und hilft bei entzündlichen Haut- und Schleimhautzuständen, vor allem bei Halsschmerzen.
  • Lorbeerhydrolat duftet fein würzig, etwas nach Gewürznelke, es ist gleichermaßen zur Linderung von Prellungsschmerzen und zur Entlastung des lymphatischen Systems wie für die feine Küche geeignet.
  • Bohnenkrauthydrolat duftet tatsächlich! Ihm fehlt die Schwere vom Bohnenkrautöl und dennoch hilft es bei infektiösen Prozessen, die den Körper quälen.
  • Nerolihydrolat duftet wunderbar nach Zitrusblüte und scheint als „Rescue“ oder Erste-Hilfe-Mittel bei vielen Menschen stärker zu wirken als das entsprechende ätherische Öl.
  • Rosengeranienhydrolat duftet weniger penetrant als das entsprechende ätherische Öl, es eignet sich zum seelischen Ausgleich bei inneren Achterbahnen, zur Blutstillung und zum Aromatisieren von Speisen.
  • Ylang Ylang-Hydrolat duftet fast so intensiv wie das entsprechende ätherische Öl und kann als sinnliches Körperspray eingesetzt werden, das auch noch Stresssymptome mildern kann.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDer Direktflug von München nach Cork kostet häufig weniger als so manche Zugfahrt in den deutschsprachigen Ländern (und ist zu empfehlen, wenn man bis zu 500 km entfernt wohnt, da die Züge im Flughafen halten), Sie können unseren Abholservice in Anspruch nehmen, Sie wohnen am Meer und doch erschwinglich, Sie werden von unserer Ballymaloe-Köchin verwöhnt (bekannteste Kochschule Irlands), Sie können sich ein Autogramm für Ihr Exemplar von ‚Hydrolate‘ abholen 😉 und Sie werden viele wunderaschöne subtropisch anmutende Parks kennen lernen. Sie könnten noch ein paar Tage die schöne grüne Insel erkunden (klick!), noch bis Mitte Juni ist Blütenhochsaison, beispielsweise des wunderschönen Manuka-Baumes und natürlich der an so vielen Straßenränder violett und hoch blühenden Rhododendronsträucher. Begleitpersonen sind selbstverständlich willkommen. Zur Anreise erfahren Sie hier (klick!) wichtige Tipps und können die relevanten Links gleich anklicken. Während ich unterwegs sein werde, kann Ihnen auch unsere Assistentin Antje Wendel telefonisch Auskunft geben: Unsere Servicenummer aus Deutschland lautet  (089) 896 23 290, der Anruf wird auf unsere Kosten zur Grünen Insel weiterleitet. Ansonsten 00353 27 63609.