anthroposophische pflege in der onkologie


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyIch verstehe ja einige Sprachen, doch des Niederländischen bin ich nicht mächtig. Sonst könnte ich sicherlich ganz viel über das wunderbare Buch Uitwendige Therapie in de oncologische Zorg (Äußerliche Therapie in der onkologischen Pflege) erzählen, das vor einigen Tagen als zweites Überraschungspäckchen hier ankam.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyEs wurde von der sehr engagierten Pflegefachfrau Toke Bezuijen verfasst, die ich vergangenes Jahr auf einer meiner Aroma-Botanikwochen kennenlernen durfte (auf dem Foto rechts, im Rahmen der Botanik-Wochen besuchen wir meistens das herrlich gelegene Buddhistische Retreat und Hospiz Dzogchen Beara).

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy Toke ist eine anerkannte niederländische Wickelfachfrau mit eigenem Wickel-Webshop und sie war mutig genug, das hübsche und übersichtliche Werk im Eigenverlag herauszugeben, sogar an ein praktisches Lesebändchen hat sie gedacht. Der allgemeine Text befindet sich auf den Seiten 9 bis 33, es folgen wunderbare zum Nachschlagen geeignete Tabellen bis Seite 86, gefolgt von einem sechsseitigem Anhang mit nützlichen Informationen. Die Tabellen machen die Übersetzungsarbeit wirklich leicht, man kann sich genau den Bereich heraussuchen, der einen interessiert und muss sich nicht mit Grammatik und Prosa herum schlagen.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyIch habe mich mit Hilfe eines Internet-Übersetzungsprogrammes durch einige Passagen gearbeitet, kostet zwar etwas Zeit aber es geht, denn ein Teil der Wörter sind der deutschen Sprache sehr ähnlich, vor allem wenn man sich etwas eingelesen hat. Da vor allem Dr. Hauschka und Weleda als Heil- und Pflegemittel aufgelistet sind, kommen bei vielen Anwendungen ätherische Öle in diesem onkologischen Pflegekonzept vor. Zudem hören sich Wörter wie ‚Lavendelbloempjes‚ einfach entzückend an!

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyToke spricht übrigens hervorragend deutsch: Sie wird Ende April auf dem 7. Internationalen Pflegekongress im Goetheanum in Dornach (Schweiz) „Spiritualität in der Pflege – Wunden und Heilung“ eine Arbeitsgruppe zum Thema „Pflege und Begleitung von Patientinnen mit Mamma-Carcinom“ leiten.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

aromatherapie und wissensdurst


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyNach einer rasend schnell vergangenen sehr frühlingshaften Woche mit bis zu 15 Grad ist es Zeit für einen Rückblick und Leseempfehlungen für die verbleibenden Feier- und Ferientage. Ich habe mal einen Blick in die Statistiken meines Blog geworfen und obwohl mir solche Säulen, Zacken und Zahlenkolonnen nicht sonderlich liegen, stelle ich interessante Tendenzen fest.

  • Der Allzeit-Aufrufe-Tagesrekord dieser Seiten fand am 23. November 2010 mit 1157 Seitenaufrufen statt (Themen: siehe Grafik rechts).
  • Im Jahr 2011 gab es im Durchschnitt pro Tag 679 Seitenaufrufe im Februar und 653 Seitenaufrufe im Dezember
  • Dazwischen ging es erst etwas bergrunter und dann langsam wieder bergaufwärts mit dem Leseverhalten (Grafik oben). Jeder in unserer Ätherisch-Öl-Branche weiß: In den kalten Monaten werden die Öle lieber gekauft und eingesetzt als in den warmen Jahreszeiten, es besteht ja krankheitsbedingt auch mehr Bedarf an diesen wertvollen und angenehm anzuwendenden Gesundmachern. Auch das Lese- und Informationssuche-Verhalten passt dazu.
  • Insgesamt gab es im Jahr 2011 satte 191.248 Aufrufe!Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy
  • Im Jahr 2010 waren es ’nur‘ 124.155 Aufrufe.
  • In diesem nun fast vergangenen Jahr 2011 gab es den Aufrufe-Rekord (929 Aufrufe) am Tag des Artikels zum Hydrolat der Zirbelkiefer (6. Dezember 2011)
  • Nicht nur ich schreibe Zahlen, dieses Blog lebt auch von den – teilweise wirklich wertvollen – Beiträgen der LeserInnen: Top-Kommentatorin ist bislang ist Ursula, ganz dicht gefolgt von Sabine. Anna, Marta, Heidi, Earthwitch und Kordula rennen eng beisammen um die Bronze-Medaille. Ich erwarte übrigens keine Kommentare mit Neuigkeitswert oder wissenschaftlichem Anspruch (immer wieder kommt die Anmerkung ‚Ich habe doch nichts dazu beizutragen‘). Nein, es kann eine kleine Erfahrung, ein Aha-Moment, eine Duft-Erkenntnis, ein bescheidener Heilungserfolg sein – davon profitieren doch alle! Ich kenne längst nicht alle Öle und Hydrolate, ich bin nicht in der täglichen Krankenpflege tätig, ich vertrage den einen oder andern Duft nicht, ich vergesse Infos – es darf also gerne ‚mitgemischt‘ und ergänzt werden (guter Vorsatz für 2012)!

Und nun zu einigen Artikeln, die vielleicht nochmals lesenswert sind. Einsamer Rekordhalter seit Bestehen meines Blogs mit 55.099 Aufrufen (kein Tippfehler!) ist einer der mehreren Beiträge über die angstlindernde Wirkung von Lavendelöl in Lasea. Ich habe ihn mehrmals korrigiert und aktualisiert, auch Dr. Weber vom Hersteller Spitzner hat fleißig mitgemacht. Nach den gut besuchten AiDA-Seiten (jeweils zwischen 8.000 und 3.000 Aufrufe) steht noch der Artikel über synthetischen Jasminduft für verbesserten Schlaf in der Gunst meiner LeserInnen mit 2.832 Aufrufen. Beide Spitzenkandidaten haben mit Hilferufen der Seele zu tun, mit dem Thema ‚Wie können mir ätherische Öle dabei helfen, psychische Schieflagen besser zu bewältigen‘. Diese abstrakten Zahlen decken sich auch mit der Anmeldelage zu meinen kommenden drei Botanikwochen am Meer hier in Irland: Die Woche mit dem Schwerpunkt Glücklich durch Düfte – Ätherische Öle als Verstärker unserer Neurotransmitter, die Nase als Wegweiser zum Wohlbefinden ist bereits fast ausgebucht.
Ein weiteres gut gefragtes Feld ist das Selbst-in-die-Hand-nehmen von verträglicherer Kosmetik: Dufte Kosmetik selber machen und verkaufen wurde 2.264 Male aufgerufen, selbst hergestellte Deos ohne verdächtige Parabene und schädliches Aluminium wurde 1.916 Male aufgerufen. Es folgten Artikel über die überzogene Allergiehysterie am Beispiel von Linalool (1.577 Aufrufe), Ätherische Öle bei MRSA (1.513 Aufrufe) und Ätherische Öle gegen Tumore (1.324 Aufrufe).
Ein Thema das mir sehr wichtig ist – es geht um den Schutz unseres Planeten und damit auch unserer Gesundheit – befindet sich ganz unten in der Gunst meiner LeserInnen:  Bio: Sehr viel mehr als gesund essen (6 Aufrufe). Ein Artikel, der mir besonders gut gefallen hat Wissenschaftliche Analysen stieß auf wenig Interesse, nur 14 Aufrufe. Noch ein Thema, das mir am Herzen liegt, fand bislang eher wenig Beachtung: Wir Aroma-Menschen arbeiten FÜR den Menschen (nicht gegen eine Krankheit), es fand gerade mal 18 Aufrufe. Im guten Mittelfeld liegt die Dufte Schule für humaneres Lernen‚ mit 395 Aufrufen, Ätherische Öle in der Schwangerschaft mit 502 Aufrufen und die Dosierung von ätherischen Ölen mit 669 Aufrufen.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz, ganz herzlich für’s Lesen und Mitmachen bei Euch und Ihnen bedanken, insbesondere bei denen, die mir durch regelmäßiges Anklicken der Links und Sponsorenfenster

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy(in der rechten Spalte) und anschließender Bestellung ein kleines Taschen(buch)geld zukommen lassen und bei denen, die meine Bücher gekauft haben. Durch ein reduziertes Reise- und Lehrveranstaltungsaufkommen werde ich in Zukunft zunehmend auf diese Verdienstquelle angewiesen sein. Ich recherchiere und schreibe gerne zu unserem duften Thema und freue mich, wenn es so gut angenommen wird. Alles Gute für das Jahr der Umwälzungen, es wird das Jahr des Drachen (das streng genommen erst am 23. Januar 2012 beginnt)!

PS Wer hat den Nerv, der zuständigen Programmplanerin von Irisiana eine freundliche ‚Protest-Mail‘ zu schreiben: Mein ‚rosa Buch‚ gibt es nicht mehr und soll wahrscheinlich auch nicht mehr nachgedruckt werden (kein Mega-Bestseller, in drei Jahren ’nur‘ circa 4000 Exemplare verkauft). Was ich super-schade finden würde. Ich beziehe mit den durchaus üblichen 7% des Einkaufspreises zwar kein nennenswertes Einkommen, aber ich weiß, dass dieses Werk sehr geschätzt wird. Die Mailadresse der Programmplanerin würde ich euch auf Anfrage mailen, einfach im Kommentarefeld Interesse bekunden!

von blüten und von blythen


AiDA Aromatherapy Eliane ZimmermannMir entrutscht ja selten der Ausdruck „mega-stark“, doch beim Auspacken dieses Buchgeschenkes von Aromapraktikerin und Blogleserin Agita aus Riga (danke!!!!!) geschah es tatsächlich. Auf der tollen Geburtstagsfeier von Primavera (herzlichen Glückwunsch zum Vierteljahrhhundert, liebe Ute und lieber Kurt!) traf sie die frisch gebackene Buchautorin Martina Kabitzsch, die eine Manufaktur für allerlei Leckeres aus und mit Blüten betreibt. Und schickte mir den inspirativen Rezepte- und Bildband postwendend auf die Insel.

AiDA Aromatherapy Eliane ZimmermannIn „Blütenmenüs – Der Garten bittet zu Tisch“ zeigt Martina, welch wundervolle Gerichte man mit Blüten kochen und dekorieren kann.

AiDA Aromatherapy Eliane ZimmermannNatürlich erklärt sie zunächst Grundsätzliches zur Essbarkeit von Blüten und verführt uns dann zu einer Reise in alle Welt, um traditionelle kulinarische Einsätze kennenzulernen.

AiDA Aromatherapy Eliane Zimmermann„Altmodische“ Tricks wie das Verzuckern von Blüten werden vorgestellt…

AiDA Aromatherapy Eliane Zimmermann…und auch deftige Rezepte mit Fleisch und Gemüse fehlen nicht.

AiDA Aromatherapy Eliane ZimmermannWundervolle Fotos und ein sehr ästhetisches Layout führen nicht nur zu einer Gaumenfreude, sondern sind auch eine Augenweide. Wer gleich einige Köstlichkeiten nacharbeiten möchte, findet Rezepte auf Martinas originell benannter Website: Van Blythen Manufaktur . Und wer noch einige Eindrücke zur Primavera-Jubiläumsfeier gewinnen möchte, kann bei Sabine Dürrstein’s Blog reinschauen. Ein ganz preiswertes Büchlein zur Blütenküche – für AnfängerInnen und/oder SkaptikerInnen – findet sich bei „Heilpflanzenpäpstin“ Ursel Bühring: „Blütenküche“ kostet keine 8 Euro und ist auch jeden Cent wert! Schön zum Verschenken für „Sommerkinder“.

PS Tausend Dank für die vielen lobenden Kommentare und Glückwünsche zur 5. Auflage, ein Rekord, seit es dieses Blog gibt!

preiswerte & dufte aromatherapie-lektüre


Es gibt Produkataloge, die teuer als Fachbuch verkauft werden und es gibt Standardwerke, die preiswert und total bescheiden als Katalog daherkommen. So ein ‚unscheinbares Büchlein‘ ist der fast 800 Seiten dicke, elfte und letzte Katalog der kleinen Duftmanufaktur von Hans-Peter Lindenmann, genannt Maienfelser. Seit dreißig Jahren engagiert sich dieser auch schon mal gerne kopierte Experte und Pionier, er ist ist einer der wenigen weit und breit, die wirklich den Namen Aroma-Experte verdienen. Unter Fachleuten haben seine „Kleinen Dicken“ längst Kultstatus, man findet schon mal den einen oder anderen der zehn Vorgänger teuer zu ersteigern im Internet.

Ich bezeichne mich nach fast 25 Jahren der Duftpraxis zwar auch als sowas wie eine Expertin, doch Lindenmanns Texte und Produkte bringen mich immer wieder in Erstaunen. Ich habe mich schier festgebissen in den verschiedenen Kapitel seines neuen Werkes, das ihn fast zur Verzweiflung getrieben hat und dessen Erstellung wieder mal unendlich viel Zeit gekostet hat. Ich denke, in keinem „richtigen“ Buch findet man soviel Hintergrundwissen und soviel Liebe zur Materie. Das wissen vor allem die Menschen zu schätzen, die den Autor, seinen Garten, seine kleine Destillerie, seine Produkte und sein Team kennen.

Neben sehr viel Hintergrundwissen und auch kritischen Erläuerungen zu herkömmlicher Kosmetik und zu modernen Nahrungsmitteln…

…werden die unendlich vielen Kreationen seines kleinen Teams ausführlich vorgestellt, Zutaten beschrieben und begründet, Tipps vermittelt, Erfahrungen von Pflegenden oder Leidenden eingestreut und historisches Wissen eingeflochten. Alles ist humorvoll geschrieben und wirklich kurzweilig zu lesen.

Es gibt im deutschsprachigen Raum wohl zwei alt eingesessene Firmen, die alle Öle haben, die es „nicht gibt“, bei Maienfelser wird man auf alle Fälle fündig (die andere Firma stelle ich demnächst auch vor). Es gibt wohl keine Firma, die soviele fette Öle verkauft, selbst die gesunden Ölen aus den winzigen Kernchen (Nüsschen) der Erdbeere, der Himbeere, der Holunderbeere, der Brombeere findet man hier, auch das Fett der Kaffeebohne (Kaffeebutter), das Öl aus den Kresse-, Brokkoli, Brennessel- und Kiwisamen, aus Kirschkernen, Pfirsichkernen, Pflaumenkernen, Grapefruitkernen, Zitronenkernen, Lorbeerfrüchten und Klettenwurzeln, dazu Exoten wie Karanjiöl, Chaulmoograöl, Buritiöl, Nigeröl, Ootangaöl und viele andere Unbekannte dazu. Immer mit ausführlicher Beschreibung. Das extrem gegen Cellulite wirksame Mazerat wirksame Centellaöl findet man, auch das bei eitrigen Wunden und venösen Stauungen so hilfreiche Calophyllumöl, zudem die zwei so wichtigen vegetarischen Omega-3-Lieferant Chiasamen- und Perillaöl. Und natürlich alle bekannten Öle und Fette. Dazu die Pressrückstände, die in der hauseigenen Ölmühle anfallen, mit denen man seinen Hasen, Meerschweinen und Pferden einen gesunden Gefallen tun kann. Bis zu den vielen Seiten über Hydrolate, naturreinen Essig, Salzkompositionen, Duftlampen und Räucherwaren bin ich noch gar nicht vorgedrungen! Für nur 10 Euro Schutzgebühr ist dieses Mammutwerk wirklich ein Schnäppchen, ein Klassiker, ein Evergreen! Noch ein oder zwei Öle in den wunderschönen wieder verwendbaren Packungen dazu und schon hat man ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk.

heute im online-magazin


Da mein Online-Magazin ‚Aromapraxis Aktuell‘ nach wie vor beliebt ist und gefragt wird, befinden sich meine neuesten Artikel auf der aktuellen Ausgabe 26, die heute per E-Mail an alle eingetragenen AbonnentInnen raus gegangen ist. Auch dieser Link führt hin. Alle älteren Ausgaben liegen – größtenteils als altmodische PDF-Dateien – auf meiner Website, damit können Sie sich über die nächsten Winterwochen beschäftigen, soviel ist in den letzten fast 10 Jahren dieses Magazins zusammen gekommen! Der Inhalt:

  • Infos und Links zur winterlich wiederkehrenden Zimt-Thematik

oder der Unterschied zwischen Zimt und Zimt

  • Schmerzspezialist Wintergrün mit Methylsalicylat

Wichtiges und oft hinterfragtes Öl bei Schmerzen des Skelettes

  • Eine Petition und ihre Folgen

Prof. Dr. Schilcher und ein Arzt für Naturheilkunde kommen zu Wort

  • Jetzt ist Erntezeit: Studien über Zitrusschalenöle

Neue Erkenntnisse zu den angeprangerten Furocumarinen, sie wirken laut neueren Studien tumorhemmend und nicht tumorauslösend!

  • Termine für Fortbildungen in Aromatherapie

Auch wenn das Online-Magazin inzwischen zugunsten des Blog seltener erscheint: Wer es mag, kann sich hier (linke Spalte) eintragen, dann kommt es bei Erscheinen automatisch in den E-Mail-Postkasten.

Schnupfen und Schmerzen mit Düften weg baden


Artikel mit Aromapraktikerin Eliane ZimmermannDa ich derzeit an einem Buch für absolute Laien schreibe, übe ich schon mal… 😉 … in der aktuellen „Bild der Frau“ (47/2010) ist ein Artikel über dufte Bäder, zu dem ich Rezepturen beigetragen habe. Mein Bruder hat in der Rheinischen Post auch einen kleinen Artikel über Aromatherapie gefunden. Jenny Pohl hat diese Informationen für Primavera veröffentlicht.

Dufte Kräuterfotos von aromatischen Pflanzen


Ich werde immer wieder gefragt, ob es denn die Foto-CD noch gäbe, die ich letztes Jahr zwecks Spendengelder-Sammlung zusammen gestellt hatte. Nein, momentan gibt es sie nicht mehr, demnächst wird es sie in überarbeiteter Form jedoch wieder geben. Bis dahin können für private Zwecke über 80 Motive auf meinem Facebook-Album verwendet werden. Auch auf Flickr befinden sich viele meiner Duft-Bilder.

Duftreisen: Fantasiereisen-Ideen für Kursleiter


Ich finde es bemerkenswert, wie ein kleiner neuer Markt für Profis auf dem Bereich des wohltuenden Einsatzes von ätherischen Ölen entsteht: Bücher mit mehr und mehr wissenschaftlichen Studien, Arbeitsmaterialien und nun ein zweites Buch für Fantasiereisen, welche durch gesunde Düfte unterstützt werden. Dieser Tage bekam ich ein druckfrisches Exemplar von ‚Duftreisen – Entspannen mit allen Sinnen‚ (9,90 Euro), welche Gesundheitsberaterin Nicole Dorner für ihre eigenen Entspannungsworkshops geschrieben hat. Das Buch im A4-Format (damit man während der Reise nicht umblättern muss), mit relativ großer Schrift (damit man auch in abgedunkelten Räumen vorlesen kann) wendet sich an Kursleiter und Lehrer, die ihre Gruppe auf den Flügeln der Fantasie zu schönen Orten begleiten. Das können sein: Am Südseestrand, Im Schlosspark, Auf dem Markt, Im Garten, Vor dem Kamin, Schutzengel, Chakra-Regenbogen, Kirchen-Meditation und viele mehr, 23 Reisen insgesamt. Es sollten also bereits Erfahrungen im Sprechen von meditativen Texten vorhanden sein, auch wenn eine kurze Erläuterung am Anfang des Buches zu finden ist. Allgemeines zu ätherischen Ölen widmet Nicole Dorner nur einen kurzen Text und verweist auf die Fachliteratur, in jeder Reise wird jedoch das passende Öl an der jeweilen Stelle des Einsatzes aufgeführt.

Für Menschen, die noch keine Öle besitzen, finden sich am Ende des Buches Bezugsadressen, unter anderem für ein besonderes Testerset: In den Fläschchen befinden sich jeweils 20-25 Tropfen der in den Fantasiereisen vorkommenden Öle. Eine prima Idee!

PS das andere Buch zum Thema ist von Berbara Bernath-Frei: Duftmeditation, erschienen im Stadelmann Verlag (15.80 Euro). Abb. Öle: Nicole Dorner

Ätherische Öle zum essen


Heute mal etwas Leichtes: der neue Rosenjoghurt von Andechser. In der Welt der synthetischen Lebensmittelaromen hebt sich diese Köstlichkeit mit Demeter-Siegel wohltuend von der Masse ab.

Mit einem Tropfen Bio-Rosenöl auf 1 kg Joghurt oder einigen Spritzern guten Rosenhydrolates können Sie natürlich so eine Köstlichkeit im Handumdrehen auch selbst herstellen. Dazu einige Tropfen eines guten natürlichen Vanilleextraktes und etwas Agavensirup und jedes Süßmäulchen wird entzückt sein.

Wussten Sie, dass Sie vermutlich täglich ätherische Öle essen und oder trinken? Diese befinden sich in unterschiedlichen Anteilen in Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch, in Tomaten und Aprikosen (Marillen), in Sellerie und Ingwer, in Kirschen und Zitrusfrüchten und in Pfeffer, Basilikum, Zimt, Lorbeer, Dill, Petersilie, Fenchel, Thymian und allen bekannten Küchenkräutern und -Gewürzen und sogar in Kaffee und etlichen Limonaden sowie Colagetränken. Die wichtigsten Bestandteile von ätherischen Ölen sind Terpene und Phenolderivate, sie werden zu den Sekundären Pflanzenstoffen (SPS) gezählt und sollten täglich in winzigen Mengen aufgenommen werden. Viele dieser fein duftenden Moleküle wirken in Laborversuchen vorsorglich gegen Krebserkrankungen oder gar bremsend auf Tumore. Zu diesem Thema hat der bekannte Ernährungsforscher Dr. Bernhard Watzl diverse Artikel und (unter anderem) ein hoch interessantes Buch geschrieben: Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln. Foto Joghurt: Andechser

Ätherische Öle – Die Buchstaben der Pflanzensprache (Teil 2 Farfalla-Jubiläumskongress)


Martin Henglein leitete den sonnigen zweiten Konferenztag mit weiteren Ausführungen über die Geschichte der Düfte, interessante historische Persönlichkeiten, welche mit Riechen und Düften zu tun hatten und natürlich mit dem von ihm konzipierten Duftkreis ein. Dieser ist das „Werkzeug“, mit dessen Hilfe die Integrale Osmologie praktiziert wird. Ich hatte diesen spannenden Ansatz der Arbeit mit ätherischen Ölen bereits vor fast 25 Jahren kennengelernt und bin fasziniert, wie Martin bereits vor einem Vierteljahrhundert die Aromatherapie zu prägen begonnen hat. Sehr viele seiner ehemaligen SchülerInnen saßen im Saal, viele haben heute erfolgreiche Praxen oder Schulen.

Anschließend stellte Liane Jochum, Dozentin für Naturkosmetik und Autorin von „Kräuterstempelmassagen“ die Entwicklung der Naturkosmetik vor und ich berichtete stellvertretend für Shirley Price, die sich einer Hüftoperation unterziehen sollte (die jedoch um mindestens vier Wochen verschoben wurde), über die Situation der englischsprachigen Aromatherapie. Mir tat es fast ein bisschen Leid für all die Menschen in den meisten europäischen Ländern, in denen dieser wunderbare Beruf noch stark von der jeweiligen Gesetzgebung geknebelt wird. Denn in Großbritannien und auch bei uns in Irland darf jeder heilen, sofern das Einverständnis der betreffenden Person vorliegt. Zudem erleichtert das liberale Gesundheitssystem Großbritanniens, in dem es keine Pflicht zur Krankenkasse gibt, den Zugang zu komplementären Behandlungsmethoden. Diese sind in der medizinischen Grundversorgung mit enthalten, so dass jede(r) der/die es wünscht, mit Akupunktur, Shiatsu, Osteopathie, Aromatherapie etc behandelt werden kann. Allerdings ist das Angebot nicht flächendeckend und Geduld, um einen Termin zu ergattern, muss man auch mitbringen.

Ich berichtete wie Shirley als eine der ersten Dozentinnen für Aromatherapie sich von einem vor 38 Jahren sehr fortschrittlichen Haarsalon mit Solarium, Gesundheits-Salatbar und Schlankheitsgerät zu einer international anerkannten Referentin und Fachbuchautorin entwickelt hat. Ihr Mann Len hat sie dabei tatkräftig unterstützt. Sie waren auch maßgeblich an der Gründung der wichtigsten Vereine und Berufsverbände beteiligt. !998 verkaufte sie allerdings ihre Firma und ihr College mit 38 Angestellten, so dass heutzutage die Websites, Blogs und sonstigen Auftritte mit ihrem Namen nichts mehr mit ihr zu tun haben. Ihre Tochter Penny gründete einige Zeit danach ihre eigene Ölefirma und eine inzwischen renommierte Ausbildungsstätte.

Ein Höhepunkt dieses Kongresses war sicherlich der engagierte und humorvolle Vortrag der Schweizer Biologin und Chemikerin Florianne Koechlin über das „geheime“ Leben der Pflanzen. Sie zeigte großartige Beispiele für die „Intelligenz“ der grünen Geschöpfe, wie sie miteinander kommunizieren und sich warnen, wie sie sogar Zeit abmessen können (bestimmte fleischfressende Pflanzen warten knapp 15 Sekunden mit dem Zuschnappen bis zur erneuten Landung eines Insektes, denn bei einem versehentlich auf der Oberfläche gelandeten Schmutzpartikel wäre diese Aktion Energieverschwendung). Viele dieser wirklich hochspannenden Erkenntnisse sind in ihrem Buch PflanzenPalaver nachzulesen, in Zellgeflüster bekommt man auch einen guten Einblick. Wer eine kurze Version nachlesen möchte, lade sich doch das ansprechende Farfalla-Magazin Essentials kostenlos runter.

Nach einer Präsentation der beiden Geschäftsführer Gian Furrer und Jean-Claude Richard über den Werdegang und über die Zukunftspläne dieser engagierten Duftfirma machte ein erfrischend-provokativ-interaktiver Vortrag von Rainer Plum, der einige Jahre vor den Schweizern eine kleine deutsche Ätherische-Öle-Firma namens Tautropfen gegründet hatte, den runden Abschluss. Wir lachten ungemein (nach zwei Tagen auf engen Holzsitzen wahrlich befreiend), durften uns selbst auf die Schultern klopfen (Anerkennung üben), wir klopften uns auch gegenseitig auf die Schultern und wir warfen als Kunden, Mitarbeiter und sonstige Farfalla-Bezugspersonen Wörter der Anerkennung und Zufriedenheit in den Raum.

Diesen duften verbalen Blumenstrauß kann sich das Farfalla-Team an die Gedächtnis-Pinwand heften, um entspannt und frohen Mutes die nächsten 25 Jahre zu beschreiten. Ein kleiner Mitschnitt des Kongresses kann übrigens demnächst bei Farfalla runtergeladen werden. Foto Shirley und Len Price © Price, Duftkreis © Martin Henglein