korianderöl bei fußpilz


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFußpilz kann mit ätherischen Ölen eliminiert werden! Im Rahmen einer klinischen Studie, die Freiburger Wissenschaftler vergangenes Jahr durchführten, wurde festgestellt, dass eine Kühlsalbe (Unguentum leniens), die mit 6 Prozent ätherischem Korianderöl angereichert war, erfolgreich bei Fußpilz zwischen den Zehen war. 40 TeilnehmerInnen (Durchschnittsalter 52,5 Jahre, 60 Prozent der Teilnehmer waren Männer) trugen zweimal täglich circa einen Monat lang die Mischung oder ein Placebo auf. Bei der Koriandergruppe verbesserten sich nicht nur die Symptome, sondern auch der Befall durch den Fußpilz reduzierte sich hoch signifikant besser (p < 0.0001) als bei der Placebogruppe. Zudem wurde das Produkt gut vertragen.

Leider ist die TeilnehmerInnenzahl dieser Studie zu gering, als dass sie wirklich ernst genommen werden wird, doch ich denke, für den Privatgebrauch ist dieses Ergebnis eine wertvolle Information. [Bikers FC, Anastasiadou Z, Fritzen B, Frank U, Augustin M. Topical treatment of tinea pedis ustin 6% coriander oil in unguentum leniens: a randomized, controlled, comparative pilot study. Dermatology 2013; 226: 47-51]

schmerzlinderung und parfüm-workshop


'Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAuch bei starken Schmerzen kann die Aromatherapie helfen. Mal wieder hat sich jemand aufgemacht, einen schönen Erfahrungsbericht zusammenzufassen: meine ehemalige Schülerin Katrin Sumser aus Österreich. „Liebe Eliane! Ich muss dir das jetzt schreiben, bin sooooo erfreut, erstaunt, überrascht etc… Ich hatte einem 68-jährigen Mann ein Öl mit den Empfehlungen von dir gemischt, weil er unter so starken Schmerzen an einem Bein litt. Er hat früher stark geraucht, doch inzwischen damit aufgehört. Ich habe mir sogar zum ersten Mal das Rezept aufgeschrieben! Nun habe ich, nach nur vier Tagen der Anwendung, die Rückmeldung bekommen, dass er erstmalig seit vier Jahren schmerzfrei ist, in der ersten Nacht nach dem Auftragen hat er durchgeschlafen… inzwischen konnte das Morphium abgesetzt werden. Er selbst findet diesen Erfolg so sensationell und ich bin soooo happy dass ich soo gut helfen konnte!!! Also ich hoffe, der Fortschritt geht weiter…er ist jetzt mal schmerzfrei und die Entzündungen sind auch wesentlich zurückgegangen!!! Ich habe folgende ätherischen Öle circa 1,5 bis max 2%-ig gemischt (Anmerkung: circa 3 Tropfen pro Öl):

  • 20ml Arganöl (sehr hautpflegend, extrem viele „Hautvitamine“)
  • 80 ml Johanniskrautöl (deutlich schmerzlindernd und hautregenerierend)
  • Cistrose (bei Wunden, Blutungen, schmerzlindernd durch über 50% Monoterpene inkl. p-Cymen)
  • Cajeput (schmerzlindernd durch circa 40% Monoterpene, entzündungshemmend durch 6% beta-Caryophyllen )
  • Pfeffer (schmerzlindernd durch circa 50% Monoterpene inkl. p-Cymen und Myrcen, leicht durchblutungsfördernd)
  • Ingwer (leicht durchblutungsfördernd, schmerzlindernd)
  • Lavendel (extrem hautregenerierend, desinfizierend durch Linalool, schmerzlindernd)
  • Immortelle (bei stumpfen Verletzungen, positiver Einfluss auf die Gerinnungseigenschaften des Blutes durch beta-Dione)
  • Schafgarbe (stark entzündungshemmend vor allem durch Azulen, hautaufbauend durch Mono- und Sesquiterpenketone)
  • Kanuka (schmerzlindernd durch circa 70% Monoterpene inkl. p-Cymen)
  • Niaouli (antiinfektiös, positiver Effekt auf eitrige Prozesse, Hautschutz)
  • Weihrauch (entzündungshemmend, schmerzlindernd durch über 50% Monoterpene, leicht adstringierend)

Erst habe ich Rosmarinhydrolat auf das Bein gesprüht und dann die Ölmischung aufgetragen. Das Bein wurde dann verbunden und drei Tage lang wurde täglich ein Verbandswechsel gemacht, bis die Haut schön glatt war. Dann fanden die Pflegerinnen, dass der Vaerbandwechsel nur mehr alle drei Tage nötig war. Danach haben sie das Bein nur mehr mit der Ölmischung gepflegt…ohne Verband…auf alle Fälle konnte der Mann schon in der ersten Nacht seit vier Jahren nunmal endlich schmerzfrei durchschlafen….abgesehen davon, dass die Wunde ganz super verheilt ist und er nach wie vor schmerzfrei ist…er nennt es das Wunderöl:-)))“

Vielen Dank für diesen schönen Erfahrungsbericht, liebe Katrin!

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Zwei Jahre ist es schon wieder her, dass der Parfümeur Stephen V. Dowthwaite einen Workshop in Deutschland gehalten hat. Auf vielfachen Wunsch kommt er jetzt wieder: Für die „alten“ Teilnehmer eine Chance zum Auffrischen und Fortsetzen der Ausbildung, für Neueinsteiger ein wunderbarer Start in die hohe Kunst der Parfümentwicklung.

Stephen V. Dowthwaite ist einer der Pioniere der modernen Parfümentwicklung und ein herausragender Lehrer für Parfümeure. Er lebt normalerweise in Bangkok und ist unter anderem Berater des thailändischen Ätherische-Öle-Projekts von Thai-China Flavours and Fragrances. Mindestens 300 Parfums, die derzeit auf dem Markt sind, stammen aus seiner „Küche“.

Der Workshop vor zwei Jahren fand in Baden statt, der neue ist nur ein kleines bisschen weiter nach Westen gewandert: Ein Erlebnisworkshop an einem der mystischsten und kraftvollsten Orte, im südlichen Elsass gelegen, zwischen Straßburg und Colmar, im Naturparadies Hochvogesen.

Der 5-tägige Workshop vermittelt ein neues Verständnis zum individuellen Parfüm. Grundlage sind das neue Fachbuch von Stephen Dowthwaite: „ZEN & Art and Technology of Perfumery“ sowie sein patentiertes Ausbildungskonzept „The ABC’s of Perfumery“. Einzelheiten kann man dem Flyer (klick!) zum Workshop entnehmen.

die milchmädchen-lüge


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieMal abgesehen davon, dass es immer weniger glückliche Kühe auf grünen Wiesen gibt, die nicht zu industrialisierten Milch-Melk-Monstern gezüchtet werden, ist Tiermilch nicht für Menschen geeignet. Und das nicht nur wegen der in der Landwirtschaft eingesetzten Agrargifte inklusive Kunstdüngern. Auch nicht  wegen der Antibiotika, welche die geschundene Kreatur bei diversen Krankheiten wie Euterentzündungen verabreicht bekommt. Von den Wachstumshormonen, die angeblich verabreicht werden, um die Turbo-Tiere auszubeuten, gar nicht zu sprechen.

Wir Naturheilkundler versuchen unseren Klienten, vor allem wenn sie an Krankheiten wie diversen Magen-Darm-Störungen, HNO-Problemen und Osteoporose leiden, diese fatale Thematik klar zu machen.

Doch die Industrie bleibt einfach dabei, zwecks Gewinnmaximierung und Sicherung von Subventionen die angeblichen Gesundheitseffekte der Kälbchennahrung anzupreisen. Milch ist ein Urinstinkt-Thema, an Milch entzünden sich heftigste Diskussionen, Milch bedeutet Geborgenheit, Schutz, Babysein, Muttergefühl.

Milch enthäiehlt wunderbare Nährstoffe. Was der nicht-kindliche Körper damit anstellt, wird jedoch nicht verraten. Die unerwünschten Beistoffe, wie die Geschlechtshormone (der Kuh), werden nicht erwähnt. Milch enthält viel Kalzium, doch ob der Körper das befriedigend resorbieren kann, scheint zweifelhaft zu sein. Zumindest wirkt sich ein erhöhter Milchprodukte-Konsum nicht zwangsläufig auf schlechte Knochenwerte aus.

Erst seit es Kühlschränke und Turbo-Kühe gibt, ist der Milchprodukte-Konsum so unanständig angestiegen. Denn vor der Erfindung der perfekten Kühlkette, die auch sehr energieaufwändig ist, sind Joghurt & Co. ganz schnell schlecht geworden. Und natürlich seit die Züchtung von Hochleistungs-Vieh möglich wurde und diese maschinell ausgebeutet werden konnten. Davor gab es ein wenig von Hand gemolkene Milch vom nahe gelegenen Bauern – oder eben keine Milch.

Nun hat eine bedrückende us-amerikanische Studie an 1893 Frauen ergeben, dass Brustkrebs-Patientinnen ihre Überlebensschancen deutlich verringern, wenn sie (besonders) fetthaltige Milchprodukte verzehren (Eiscreme, Käse, Vollmilch, Sahne, Vollfettjoghurt etc) – und zwar bereits beim Essen von einer einzigen Portion pro Tag. [Kroenke CH, Kwan ML, Sweeney C, Castillo A, Caan BJ. High- and low-fat dairy intake, recurrence, and mortality after breast cancer diagnosis. J Natl Cancer Inst. 2013 May 1;105(9):616-23]. Im Fett lagern sowohl die Hormone als auch die Agrargifte, die wiederum hormonartig im menschlichen Körper wirken. Würde frau jedoch die fettfreien Varianten kaufen, besteht eine große Gefahr, dass diese voll gestopft mit Aromastoffen und Zucker (oder gar Süßstoffen) sind, denn Fett ist nun mal ein Geschmacksträger. Von Kunststoff- und anderen nicht-gläsernen Verpackungen wollen wir gar nicht sprechen. Somit lauern dann andere Gefahren.

Der bekannte Arzt Dr. Rüdiger Dahlke erklärt einige der Zusammenhänge in diesem Video (klick!) sehr schön.

Was das mit ätherischen Ölen zu tun hat? Gar nichts. Und doch: Ich versuche Menschen ganzheitlich zu beraten und dazu gehört es meiner Meinung nach auch, sie vor den Gehirnwäschen der Nahrungsindustrie zu waren. Ich habe mal in Werbeagenturen gearbeitet und musste fast fluchtartig aus diesem Metier aussteigen, als mir klar wurde, mit welchen Tricks und mit welchen Lügen gearbeitet wird.

PS. Wie ich vermutet habe, gelten die Warnungen vor Milchprodukte-Konsum auch für Menschen mit Prostata-Tumoren, in einer neuen Kohorten-Studie an 21.660 Männern wurden die Fettstufen der Milchprodukte in Bezug auf Tumorarten untersucht: Vollmilchprodukte führen eher zu sehr aggressiven Prostatakrebs-Formen, Magermilchprodukte führen eher zu weniger invasiven und frühzeitig erkennbaren Wucherungen. [Song Y, Chavarro JE, Cao Y, Qiu W, Mucci L, Sesso HD, Stampfer MJ, Giovannucci E, Pollak M, Liu S, Ma J. Whole milk intake is associated with prostate cancer-specific mortality among U.S. male physicians. J Nutr. 2013 Feb;143(2):189-96]

selbsthilfe mit duften helfern


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieHeute vormittag kam eine so süße Erfolgsmeldung, dass ich sie unbedingt mit euch teilen möchte (mit der Einwilligung der Verfasserin und des Betroffenen). ‚Bastelfee‘ ist seit einigen Jahren eine engagierte und dankbare Aromaenthusiastin, sie ist bereits Großmutter und betüddelt ihre ganze Familie, wo immer gewünscht und benötigt, mit ätherischen Ölen. Ich möchte allen Mut machen, die meinen, sie seien „erst“ Anfänger“ und könnten nicht wirklich etwas tun. Es ist nicht schwer, wertvolle Unterstützung beim Gesundwerden zu geben, vor allem wenn man sich gut kennt.

Liebe Eliane,
das muß ich Dir schnell mailen. Vor zwei Tagen bekam mein Mann plötzlich, nachdem er ins Bett gegangen war, sehr starken Schüttelfrost ohne Fieber, fast die ganze Nacht hindurch.
Den darauffolgenden Tag war er sehr schlapp. Abends kam plötzlich Fieber 39,4°C. Ich habe gemault – immer abends. Ich nahm mir nochmals Dein „rosa Buch“ zur Hand und fand entsprechende Hinweise, um Viren zu bekämpfen. Kenne ich ja eigentlich schon, aber in der „Not“ hat man plötzlich ein Brett vor dem Kopf. Kurze Rede – mein Mann bekam Ravintsara auf ein Tuch (jede Stunde neue Tropfen). Wie Zauberei – in null komma nix war die Temperatur auf Normalmaß. Dazu habe ich dann einen Diffuser mit Ravintsara, Zitronenmyrte und Melisse (jeweils 1 Tropfen) angestellt. Heute kommt noch Thymian (Linalool) dazu. Evtl. werde ich ihm noch mit Deinem Rezept „schneller als Pudding kochen“ (Husten- und Brustsalbe) die Brust und den Rücken einreiben. Husten und Schnupfen hat er zwar nicht, aber ……. Mein Mann ist sehr schlapp, aber das Fieber hat sich verflüchtigt. Es ist schön, dass es Dich gibt und Dein großer Schatz an Heilwissen. Ich knuddel Dich. Liebe Grüße von Bastelfee

Ich muss sagen, die Auswahl der ätherischen Öle klingt tatsächlich goldrichtig, um Viren das Handwerk zu legen und der Erfolg spricht ja für sich. Zudem ist das eine fein duftende Kombination. Was mich allerdings wundert, ist die Tatsache, dass es sooo schnell bergauf ging. Aber bei einer sooo liebevollen und engagierte Betreuung ist das wohl kein Wunder. Gute weitere Besserung an Mister Bastelfee – und noch mindestens drei Tage weiter schmieren und beduften!

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieGerne höre ich von euren Erfolgsgeschichten, um sie hier vorzustellen.Ich bin nur Laie und kann hier nicht mithalten“ gilt nicht! Ich bin nämlich mit der Etappe 2 der Seminar- und Gästehausrenovierung beschäftigt. Da hier bereits fast alle Kamelienbäume und auch schon viele Narzissen an den Straßenrändern blühen, ist der Frühling mehr als nah und damit auch die Gästesaison. Und die sollen es bei uns wirklich gemütlich haben, so pinsele und nähe und schraube ich mit Freuden! Gestern sah der Blick aus dem Seminar- und Frühstücksraum so aus. Wer noch kommen möchte: nur noch in der Anfang-Mai-Duft-Erlebniswoche, wenn fast alle Rhododendren ihr Feuerwerk gleichzeitig entfalten und Osmanthussträucher sowie die weiße Duftmagnolie (Michelia) blühen, sind noch etliche Plätze zu haben, ansonsten sind nur noch ein und zwei Plätze in den anderen drei Duftwochen frei. Vielen Dank an alle, die sich bereits angemeldet haben. [Foto Rosenblütenblätter: Antje Wendel]

PS Das ‚rosa Buch‘ hatte ähnlich wie beim Foto oben rosa Rosenblütenblätter in einer Schale auf dem Titelbild, nun in der zweiten Auflage ist eine Frangipaniblüte in einer schwarzen Schale als Covermotiv zu sehen.

schweben auf adlers schwingen


psychoaromatherapie bei eliane zimmermannFür die Kursteilnehmerinnen in Prag hatte ich drei unscheinbare Stückchen eines dunkel-gefleckten Holzes, vielleicht 20 Gramm schwer, im Gepäck. Da ich kurz vor der Reise Holzstückchen rund um unseren Kamin zusammen gekehrt hatte, musste ich schmunzeln: Diese Holzstückchen hätte jeder andere mit in den Feuerholz-Korb gegeben.
Dann wären jedoch viele zig Euro mit verbrannt. Vielleicht wäre nur ein eigenartiger Duft aus unserem geschlossenen Bollerofen entwichen. Denn es handelt sich um Adlerholz, Aquilaria malaccensis Lam. [früher: Aquilaria agallocha Roxb.], dessen beste Qualitäten einen höheren Grammpreis als Gold erzielen (aktueller Goldpreis: 43,65 Euro pro Gramm). Das ätherische Öl ist nur bei gut sortierten Firmen erhältlich, inzwischen meistens verdünnt. Das daumennagelgroße Fläschchen hat mich vor Jahren bereits ein kleines Vermögen (circa 70 Euro) gekostet!
Dieses auch unter dem geheimnisvoll klingenden Namen Oud bekannte ätherische Öl ist sicherlich auch der ungewöhnlichste Duft, den wir für die Aromatherapie zur Verfügung haben. Gleichzeitig ist es eines der teuersten ätherischen Öle der Welt: 1 ml kostet je nach Firma 70 Euro und mehr. In der Bibel wird diese Pflanze unter oft unter dem Namen Aloeholz oder Aloth (Agarwood) als Kostbarkeit erwähnt.
Der begehrte Duftstoff kann nur gewonnen werden, wenn dieser bis zu 40 Meter hohe Tropenbaum aus der Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae) von bestimmten Pilzarten (u. a. Aspergillus niger) befallen wird und wenn anschließend über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte entsprechende Abwehr- und/oder Heilungs-Reaktionen im Holz stattfinden, die zur Absonderung dieses schweren rauchig-erdigen Duftstoffes führen. Spezialisierte Duftstoffjäger dringen immer tiefer in die Regenwälder Vietnams, Kambodschas, Koreas oder von Laos ein, um infizierte Bäume zu finden. Dabei werden auch (noch) nicht-infizierte Bäume zerstört, da man den Befall nicht unbedingt von außen sieht.
Da das heiß begehrte Agarwood sowohl für die Herstellung von hochwertigem japanischen Räucherwerk unentbehrlich ist als auch – bis zur Erfindung des pharmazeutischen Produktes – als hoch wirksames pflanzliches „Viagra“ galt, muss Aquilaria malaccensis und auch etliche andere Aquilaria-Arten als fast ausgerottet eingestuft werden. Ausführliche Informationen dazu (in englisch) von Cropwatch (klick!) vom britischen Nachhaltigkeitsspezialisten Tony Burfield.

Die Aufzucht der Bäume in Plantagen (klick!) und die Infektion durch Menschenhand haben noch nicht zu befriedigendem Ersatz geführt, der Faktor Zeit kann eben nicht beschleunigt werden. Zudem kann man die Bäume nicht „einfach so“ mit dem Pilz „impfen“, nur 10 Prozent der Bäume erzeugen diese harzartige Substanz. Das „Impfen“ kann man auf diesem nicht sehr guten Filmchen sehen.
Aus den Holzstückchen von infizierten und gereiften Bäumen wird mit Wasser eine Maische gebildet und diese dann – oft vor Ort mitten im Wald – destilliert.
psycho-aromatherapie-kurse bei eliane zimmermannWenige ätherische Öle berühren Menschen so tief wie dieser Duft. Er hat so viele Facetten wie Inhaltsstoffe, die meisten davon im Einprozent-Bereich oder gar weniger. Die Beschreibungen reichen von verbrannt, modrig, erdig über pudrig, balsamisch, warm-einhüllend. Ich habe ihn in meinem zweiten Buch „Das Zugang-zur-Tiefe-der-Seele-Öl“ genannt. Man kann genau so in die Tiefen seiner Seele abtauchen wie auch zu Höhenflügen ansetzen – wie ein Adler. Überblick und Durchblick durch Abstand. Ich erlebte es einmal und fand es erschütternd wie eine meiner frühen Kursteilnehmerinnen in der Sekunde des ersten Schnupperns an diesem Duft in Tränen ausbrach. Nach einer Räucherung mit „Eaglewood“ passieren in Träumen oft seltsame oder wenigstens auffällige Dinge. Euphorie und Hochgefühle (Fliegen wie ein Adler) ergreifen manche Menschen, je nachdem, in welchem Seelenzustand sie sich gerade befinden.
Schon auf Grund des hohen Preises ist Adlerholz kein Alltagsöl, es wird wohl auch kaum für die körperlichen Indikationen wie Krampfadern und Hämorrhoiden eingesetzt werden. Es schenkt einem vielmehr eine kleine Auszeit aus dem Alltagstrott, es führt in einen Besinnungsmoment auf das Wesentliche und kann als Verwöhnöl für sich oder seine(n) Liebste(n) das sprichwörtliche Hohe Lied der Liebe olfaktorisch untermalen. Dafür verdünnt man es maximal 0,5-prozentig und mischt es mit feinen Lieblingsölen wie Champaca, Jasmin oder Vanille in Jojobaöl. Oder ganz biblisch mit Myrrhe, Weihrauch und Rose sowie jeweils einer Spur Kalmuswurzel und Cassiazimt. Eine solch biblisch inspirierte Mischung kann man in Deutschland als Körperöl oder auch pur für die Räucherlampe bei Professor Wabner’s Ätherische-Öle-Firma Wadi erwerben. Bei Feeling gibt es das erschwingliche Oud-Attar (klick!) mit oder ohne Jojobaöl (ab 9,50 Euro, Attar bedeutet, dass das Öl gegen Ende des Destillationsvorgangs in bereit gestelltem Sandelholzöl aufgefangen und gebunden wird, eine wunderschöne samtige Kombination entsteht, sie ist nicht so erschlagend-schwer wie das reine Adlerholzöl).
In Japan, dem recht westlich orientierten Land im fernen Osten, hat die Räucher-Zeremonie des Duft-Lauschens noch einen hohen Stellenwert: Kodo. Sie ist ohne Adlerholzduft nicht denkbar. Die abgebildeten Räucherstäbchen japanischen Traditionsmanufaktur Shoyeido duften deutlich nach Oud und laden zur Achtsamkeit und Sparsamkeit ein: Das Päckchen hat mich mal fast 60 DM gekostet! Aber sie sind es wert, man benötigt ohnehin nur wenige Zentimeter für einen wundervollen Duft im Zimmer.
Wer englisch lesen kann, sollte sich auf folgenden zwei Websites die Artikel über die Hintergründe der Gewinnung von Adlerholz lesen: Trygve Harris, ein Fachfrau für erlesene ätherische Öle aus New York berichtet über eine Reise in die Adlerholz-Wälder und zeigt auch sehr informative Fotos (und hier geht es um die Gefährdung des Baumes). Düfte-Experte und Indienreisender Christopher McMahon vermittelt auf seiner sehr informationsreichen Website auch wichtige Infos über Oud.
PS. Kenner werden mir Recht geben, dass die japanische Traditionsfirma Shoyeido exzellente Räucherstäbchen liefert, eigentlich müsste man ein neues Wort für diese edle Räucherware erfinden, denn sie hat rein gar nicht mit den weithin erhältlichen chemikalienbeladenen Riechglimmstengeln zu tun. Zum Ausprobieren und Genießen des edlen Oud-Duftes gibt es bei mir 5 oder 10 Minuten feinsten Rauch von Shoyeido’s „Emerald-Awareness“ (Smaragd-Bewusstheit), er duftet waldig-moosig-würzig-herb. Meistens ist mir jedoch der Duft zu schwer, meine Luxus-Belohungs-Stäbchen, die bislang wirklich fast jedem Besucher sehr, sehr gefallen haben, duften pudrig-süß, minimal vanillig-zimtig, warm-würzig, sie heißen „Amethyst-Balance“ (beide Röllchen kosten je circa 7 Euro inklusive eine kleinen Stäbchenhalters). Es gibt auch ein Probierset für 3,50 Euro, in dem noch drei weitere Düfte enthalten sind (Diamant, Rubin und Saphir). Ähnlich lecker-zart-süßlich duftet auch Kyonishiki, das Herbstlaub in Kyoto, die Rolle kostet ’nur‘ circa 3,50 Euro, sie eignen sich hervorragend für die tägliche Prise von Duftwölkchen.

allergiesymptome mit ätherischen ölen lindern


Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy InternationalEinen Tag nachdem ich den Beitrag über Haymax (das natürliche Mittelchen als physikalische Pollenbarriere) geschrieben hatte, war ein Mann bei uns zu Gast, dessen Augen rot waren und immer röter wurden. Plötzlich tunkte er ein Papiertaschentuch in sein Trinkglas mit Wasser und wusch mehrmals die Augen damit aus. Seine Heuschnupfenbeschwerden seien schlimmer denn je, erläuterte er auf meine zunächst zögerliche Art, ihn nach dem Grund des Schniefens zu befragen. Ich riet ihm, für den Herbst eine aromatische Heuschnupfenprophylaxe mit Atlaszeder (Cedrus atlantica) und Zypresse (Cupressus sempervirens) vorzunehmen. Nun sind Männer nicht allzu oft schnell für Naturheilmittel zu begeistern, er wollte jedoch sofort wissen, worum es sich handelt, sein Leidensdruck war riesengroß.

Ich gab ihm einen Tropfen Zypressenöl und einen Bruchteil eines Tropfen Himalajazeder (Cedrus deodara) auf seine Handinnenfläche, er sollte beides verreiben und daran riechen, ob er mit diesen beiden eher herben Düften überhaupt klar käme. [Ich persönlich mag den etwas zarteren Duft der Himalajazeder lieber, die Wirkung ist dem Öl der Atlaszeder erfahrungsgemäß gleichzusetzen.] Unser Gast fand den Duft klasse und nach einigen Minuten fragte er irritiert, ob das auch sofort helfen könne. Ich erklärte ihm, dass die langjährige Erfahrung gezeigt habe (leider sind mir keine wissenschaftlichen Studien dazu bekannt), dass es einige Wochen braucht, bis die Sesquiterpen- und Diterpenverbindungen in beiden Ölen das hyperaktive Immunsystem davon „überzeugen“ können, nicht mehr so hysterisch auf Pollen und andere grundsätzlich harmlose Stoffe (also Allergene) zu reagieren. Dann jedoch meistens mit viel Erfolg.

Nein, meinte er, es habe jetzt bereits gewirkt, ihm ginge es nun deutlich besser. Er konnte jedenfalls nach circa 10 Minuten aufhören, die schmerzenden und triefenden Augen mit kühlem Wasser zu besänftigen. Er war völlig überrascht und begeistert. Und dann rückte er raus, dass er am nächsten Tag zu einer kleinen Hämorrhiden-Operation antreten sollte, ob es sein könne, das sein schmerzender Allerwertester auch von der Inhalation dieser zwei Düfte profitiert habe, er könne nun viel besser sitzen.

Hm, dachte ich bei mir, normalerweise würde ich sagen „Nein“. Ich schloss auch einen Placeboeffekt aus, denn der Mann hatte nun wirklich null Ahnung von Aromatherapie, wusste nicht, dass Zypresse eines der wichtigsten Öle bei Hämorrhiden ist und Zeder durchaus auch passend ist und er war zudem vollgepumpt mit Antihistaminika und Cortison. Die reine Inhalation eines Öles hilft nach meiner Erfahrung nicht bei solchen lokalen, eher mechanischen Symptomen (wunde, ausgeleierte und vermutlich dadurch entzündete Blutgefäße). Doch irgendwie waren diese beiden Düfte Volltreffer für dieses Individuum und so kann offenbar auch eine Wirkung eintreten, welche fast im homöopathischen Bereich stattfindet. Ich war genau so verblüfft wie dieser Mann und er ist freudestrahlend losgezogen, um die Öle für sich zu kaufen.

Ein vergleichbares Feedback hatte ich kürzlich von einem Gast in der Wanderwoche meines Mannes. Diese Frau fragte bei ihrer geplanten Anmeldung im Herbst 2011 nach, wie im Frühsommer der Pollenflug in unserer Region sei, sie könne bei starker Pollenlast ansonsten nicht zum Wandern kommen. Mein Mann weiß natürlich, dass ich diesbezüglich eine „Zaubermischung“ auf der aromatischen Palette habe, wir teilten sie der Frau mit und sie setzte den Tipp tatsächlich um. Und teilte mir kürzlich begeistert mit, wie winzig ihre Beschwerden im Vergleich zu früher geworden seien und dass sie unsere Wanderwoche auch diesbezüglich sehr genossen habe.

Kleine Hilfe, riesige Wirkung. Dazu geringere Chemikalienlast auf dem Körper der Betroffenen. Studien zur entzündungshemmenden und anti-allergenen Wirkung der Himalaja-Zeder: Shinde UA, Phadke AS, Nair AM, Mungantiwar AA, Dikshit VJ, Saraf MN. Membrane stabilizing activity — a possible mechanism of action for the anti-inflammatory activity of Cedrus deodara wood oil. Fitoterapia 1999(70;3):251–257 und Shinde UA, Kulkarni KR, Phadke AS, Nair AM, Mungantiwar AA, Dikshit VJ, Saraf MN. Mast cell stabilizing and lipoxygenase inhibitory activity of Cedrus deodara (Roxb.) Loud. wood oil. Indian J Exp Biol. 1999 Mar;37(3):258-61

PS Mehr zu Aromapflege bei Heuschnupfen, dazu Rezeptideen gibt es hier (klick!) und hier (klick!).

safran gegen menstruations- und erektionsbeschwerden


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyJa, das ätherische Öl von Safran fällt unter das Betäubungsgesetz und ist somit nicht erhältlich (wäre es überhaupt bezahlbar???). Jetzt muss ich jedoch nochmals drüber schreiben, denn gestern brachte mir der Postbote – passend zum vorherigen Text – mehr spannende Informationen darüber. In der aktuellen Zeitschrift für Phytotherapie ist ein Bericht über eine doppelblinde und randomisierte Cross-Over-Studie mit einem Alkoholextrakt aus Safranfäden (cross-over bedeutet, dass die Probanden sowohl das Scheinmedikament als auch das ‚richtige‘ Medikament nehmen [aber nicht wissen, welches sie gerade verwenden], randomisiert bedeutet, dass die Probanden ganz zufällig ausgewählt werden).

35 College-Studentinnen zwischen 21 und 35 Jahren nahmen teil, sie waren dem Duft des Safranextraktes bzw. des Placebos jeweils 20 Minuten ausgesetzt. Direkt danach und zwei Stunden später wurden die Werte von Cortisol (Stresshormon), Testosteron und Estradiol (Geschlechtshormone) im Blut gemessen und auch die Stimmung anhand einer genormten Skala bestimmt. Auch wenn die Studie etliche Fragen offen lässt, konnte belegt werden, dass eingeatmeter Safrangeruch bzw. die flüchtigen Moleküle aus den Safranfäden, auch unter der bewusst wahrzunehmenden Geruchsschwelle, neuroendokrinologische Wirkungen auslösen (das Nerven- und das Drüsensystem betreffend). Prämenstruelle Störungen und schmerzhafte Perioden können damit reguliert werden. Wer englisch lesen kann, findet eine iranische Vorgängerstudie, allerdings mit eingenommenem Safran-Pulver durchgeführt, zum download hier. Wie die Wirkung von Safran gegen Depressionen untersucht wurde (2008), ist hier (auf englisch) nachzulesen. Einer der Autoren konnte ferner nachweisen, dass 30 mg pro Tag Safran bei 46 Patienten seiner Untersuchung eine Anti-Alzheimer-Wirkung aufweist – durch eine cholinerge Wirkung, d.h. Acetylcholin, das für das Kurzzeitgedächtnis wichtig ist, und bei Morbus Alzheimer nicht genügend zur Verfügung steht, bleibt dem Patienten mehr/länger erhalten.

Nicht zuletzt konnte kürzlich die traditionelle Anwendung von der Wissenschaft bestätigt werden, dass Safran ein Aphrodisiakum sei: 200 mg Safranpulver, nur 10 Tage eingenommen, zeigte bei den zwanzig Probanden eine signifikante Reduktion von Erektionsstörungen.

PS Sabrina hat mich daran erinnert, dass es auch Safran-Attar gibt. Die Kombination mit Sandelholzöl, das auch eine nachgewiesene neurotrope (auf die Psyche) Wirkung hat, könnte sogar eine ideale Ergänzung sein. Meines ist von Farfalla, ist jedoch im neuen Katalog nicht mehr enthalten, bei Maienfelser ist es im Katalog aufgeführt, jedoch nicht im Webshop.

In several studies it could be shown that the herb saffron (the stamens of Crocus sativus) are efficient against premenstrual disorders and menstrual pain, against mild forms of depression, Alzheimer dementia and against erectile dysfunctions; you can read about it here and here and here.

Heilsamer Holzduft aus Südamerika



Der wunderschöne neue Holzboden, auf dem ich meine Studien ausbreite, duftet köstlich. Der Baum, der dieses Parkett liefert, versorgt und auch mit einem seltenen süßlich-holzig duftenden ätherischen Öl, das ich von der Firma Maienfelser habe und das ich an dieser Stelle mal kurz vorstellen möchte. Es wird aus der harzig-balsamischen Wundflüssigkeit und dem Holz eines 12 bis 15 Meter hohen Baumes aus Brasilien durch Wasserdampfdestillation gewonnen, er heißt Myrocarpus fastigiatus, Cabreuva genannt, und ist mit Erbsen, Bohnen, Ginster und Mimose verwandt (Fabaceae). Wenn das Öl gut gereift ist, erinnert es im Duft an Whiskey, es findet hauptsächlich in der Parfümindustrie Verwendung. Durch den hohen Gehalt am Sesquiterpenol Nerolidol (80%) wirkt das Öl vor allem

  • hormonell regulierend, vor allem für Männer
  • tonisierend und energetisierend
  • wundheilend (epithelisierend) und hautpflegend
  • entzündungsmindernd bei rheumatischer Polyarthritis
Im Fachbuch von Franchomme und Pénoël wird darauf hingewiesen, dass Frauen dieses Öl nur mit Vorsicht einsetzen sollten.

Mastix, das ‚grüne‘ Harz



Heute erläutere ich euch aromatisches schmückendes Blattgrün in herbstlichen Blumensträußen. Denn kaum jemand ist sich dessen bewusst, dass es sich bei diesen Blättern mit den eigentümlich ‚plattgedrückten‘ Stielen um eine Duft- und Räucherpflanze handelt, welche seit biblischen Zeiten bekannt ist. Deren Harz liefert das kostbare, grün-frisch-herb duftende Mastix- oder Pistacheöl. Sie heißt Pistacia lentiscus und ist mit den leckeren Knabber-Pistazien verwandt.
Diese hübschen Sträucher wachsen rund um das Mittelmehr, die Blätter und noch mehr das Harz wirken sehr adstringierend (zusammenziehend), wenn man sie kaut. Im ländlichen Griechenland wird das Harz wie Kaugummi gekaut, es regeneriert und desinfiziert wundes Zahnfleisch und erfrischt den Atem. Es wird auch als Abdichtungsmittel für Weinfässer eingesetzt und gibt so dem griechischen Retsina seinen unverwechselbaren Charakter (Retsina bedeutet Harz/Geharzter). Schauspieler kennen das Harz als Klebstoff für künstliche Bärte (Dank an Peter und Helge), auch für viele andere technische Zwecke wird es eingesetzt.
In pharmakologischen Untersuchungen konnte ein Schutz vor Magengeschwüren gezeigt werden, vermutlich durch eine Reduzierung der Produktion von Magensäure und einen ergänzenden Puffereffekt. Aber auch eine Wirkung gegen den ‚Magenschreck‘ Helicobacter pylori, der sogar für Magenkarzinome verantwortlich sein könnte, wird diskutiert. In entsprechenden Tests führte eine Mastix-Konzentration von 125 µg/ml zu einer 50-prozentigen und 500 µg/ml zu einer 90prozentigen Vernichtung des Magenkeims.
Desweiteren wurde – wie bei vielen monoterpenreichen ätherischen Ölen auch – eine antiarteriosklerotische Eigenschaft gefunden, diese wird mit verminderten Oxidationswerten des ‚bösen‘ Cholesterin LDL erklärt. In einer kleinen randomisierten Doppelblindstudie mit 20 Teilnehmern wurde das Kauen eines Mastix-haltigen Kaugummis und die Entwicklung von Zahnplaque untersucht. Durch vierstündiges Kauen dieses Kaugummis reduzierte sich die Menge der plaqueverursachenden Bakterien signifikant. Untersuchungen an isolierten Bakterienkulturen belegen nicht nur eine bakteriostatische Wirkung bei Helicobacter pylori sondern auch bei Staphylococcus aureus, Lactobacillus plantarum, Pseudomonas fragi und Salmonella enteridis Quelle: Heike Lück-Knobloch.
Das ätherische Öl, das nach senkrechtem Anritzen der Rinde des 3 bis 4 Meter hohen Strauches aus dem austretenden Harz destilliert wird, enthält bis zu 50 Prozent Monoterpene, welche für die schmerzlindernde und entzündungshemmende und kortisonähnliche Wirkung verantwortlich sind:
  • 6,5–20 % alpha-Pinen
  • 7-10% Limonen
  • 4–15 % beta-Myrcen
  • 1,5–15 % Sabinen
  • 0,2–0,8 % delta-Caren
Dazu Spuren von Sesquiterpenen sowie Sesquiterpenolen und folgende Monoterpenole und Monoterpenester:
  • 33-44% Terpineol-4 (antibakteriell und aquaretisch wirksam)
  • 7-10% Bornylacetat (entkrampfend wirksam)
In meinem Fachbuch habe ich folgende Indikationen aufgeführt:
  • Varizen, Hämorrhoiden
  • Thrombophlebitis
  • Prostatitis
  • Sinusitis
  • spastische Kolitis
  • Ulcus ventriculi
Ich wende dieses recht teure, sehr milde und schleimhautverträgliche ätherische Öl fast ausschließlich für Salben und Zäpfchen gegen Beschwerden durch schmerzende Hämorriden an. Die zusammenziehende und entzündungshemmende Wirkung entfaltet sich bereits bei ganz hohen Verdünnungen von ein bis zwei Prozent. Schwangere sind für diese Hilfe oft sehr dankbar. In Frankreich werden Männer mit Problemen der Vorsteherdrüse mit entsprechenden Zäpfchen versorgt. Die magenschützende Wirkung wird im englischsprachigen Bereich durch einzunehmende Kapseln mit dem Harz erreicht.
In frisch-herbe Rasierwässer oder Eau de Colognes kann man mit Spuren dieses Duftes eine fein-herb-grüne Komponente zaubern. Ideal mit Zitrusdüften und Zedernholzöl.

Noch selteneres Öl – Fokienia


Einige kannten also den nicht so bekannten Gagelstrauch und sogar sein ätherisches Öl. Herausforderung genug, heute eine noch seltenere Pflanze vorzustellen. Und zwar die thuja-artige Fokienia hodginsii, auch Siamholz genannt. 

Das balsamisch-harzig leicht weißtannenartig duftende ätherische Öl aus den Holz  ist laut Daniel Pénoel in „L’Aromathérapie éxactement“ für Frauen komplett kontraindiziert. Möglicherweise liegt das an den bis zu 75 Prozent trans-Nerolidol, ein hormonartiger Sesquiterpenalkohol. Dazu kommen 24 Prozent Fokienol und 4,5 Prozent Elemol. Das Öl soll insgesamt sehr aufbauend und neurotonisch wirken, zudem soll es eine stimulierende Wirkung auf die Hoden haben. Vermutlich eines der wenigen Öle für nur männliche Beschwerden. Jedoch kenne ich niemanden, der es irgendwie angewendet bzw. erprobt hat.

Ich genieße ab und zu den schönen Duft und freue mich über die echte Pflanze, die auf der Blumeninsel Garinish Island hier in der Bucht wächst. Die KursteilnehmerInnen der demnächst stattfindenden zwei Botanik-Kurse werden sie demnächst auch life – nach einer kurzweiligen Bootsfahrt an dösenden Seehunden vorbei –  erleben dürfen. Und viele andere Duftpflanzen mehr. Der Frühling ist da! Das ätherische Öl gibt es übrigens als „Beimoubaum“ bei Maienfelser.