verlosung von duftenden luxus-roll-on’s


tazeka_essential_oilsAuf geht’s zur versprochenen Verlosung von drei kostbaren Glas-Roll-ons von der kleinen us-amerikanischen Ätherische-Öle-Firma Tazeka. Als ich Zena Karim vor der Botanica2016-Konferenz im September in Brighton traf, waren wir uns sofort sympathisch. Sie ist die Inhaberin dieser kleinen Duftmanufaktur, die in Florida zu Hause ist. Ich erzählte ihr in späteren Mails, dass ich seit Jahren aromatische Blog-Informationen weiter gebe, und anlässlich meines 8-Jahre-Blog-Jubiläums im November 2016 gerne die von ihr angebotenen Test-Produkte unter meinen Leserinnen verlose. Sie war sofort damit einverstanden.

Und so kam zwei Wochen später ein Paket voll mit etlichen ihrer schicken und so optimistisch aussehenden duften Helfer, die für die unterschiedlichsten Lebenslagen konzipiert und gemischt wurden. Nur mit Bio-Jojobaöl und ätherischen Ölen entweder aus Bio-Anbau oder von ungesprayten Pflanzen aus Wildwuchs, von kleinen ProduzentInnen destilliert, die von Zena unterstützt werden. Wer an der Verlosung von drei Mischungen jeweils im Wert von circa 40 Dollar teilnehmen möchte, schreibt bitte bis zum 31.12.2016 (24 Uhr GMT) ins Kommentarefeld (die Sprechblase rechts oben neben der Überschrift dieses Artikels), welche Mischung am verlockendsten klingt oder welcher Mix zu eurer momentanen Lebenssituation passen könnte:

  • tazeka_essential_oils_rainbowLeicht atmen (Eucalyptus radiata, Balsamtanne, Speiklavendel)
  • Gedanken-Geplapper (Grapefruit, Cardamom, Römische Kamille)
  • Zuversicht (Rosmarin, Thymian Ct. Linalool, Waldkiefer)
  • Optimismus (Muskatellersalbei, Orange, Jasmin)
  • Spannungs-Löser (Rosengeranie, Orange, Vetiver)
  • Konzentration (Rosmarin, Lorbeer, Grapefruit)
  • Kopfweh-Helfer (Minze, Ho-Blätter, Speiklavendel)
  • Friedlich Schlummern (Bergamotte, Lavendel, Sandelholz)
  • Meditationsguru (Weihrauch und Sandelholz)
  • Motivation (Balsamtanne, Limette, Schwarzfichte)
  • Aphrodite (Sinnlichkeit durch Jasmin, Rose, Cardamom)
  • Ares (Sinnlichkeit durch Ylang Ylang und Ingwer)
  • Balance/Ausgleich (Neroli, Lavendel, Narde)
  • Reise-Begleiter (Ingwer, Cardamom, Koriandersamen)
  • Schlank-Lösung (Grapefruit, Vanille, Atlaszeder)
  • PMS-Rettung (Prämenstruelles Syndrom, Rosengeranie, Römische Kamille, Zypresse)
  • Weise Frau (Rose, Rosengeranie, Petit Grain)

Aus dieser Auswahl werde ich drei Duftmischungen verlosen. Alle KommentatorInnen hüpfen am 2. Januar in die „Lostrommel“. Wer mag, kann Zenas Facebook-Seite liken, ansonsten gibt es genaue Infos zu den jeweiligen enthaltenen Ölen sowie Bestellmöglichkeiten auf Zenas Website Tazeka, dieser Tage sogar im Sonderangebot. [© der vier Fotos: Tazeka]

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geschenkidee: duft-geniess-und-lern-kalender


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWie oft stöhnt jemand: „Wie soll ich all diese wundervollen und doch so umfangreichen Dinge rund um ätherische Öle lernen!!??“ Von den lateinischen Namen angefangen, über die vielfältigen Wirkungen und Inhaltsstoffe und wenn’s noch ins Hirn passt, auch noch Vorsichtsmaßnahmen und eventuelle Nebenwirkungen. Und wo bekomme ich den Duft her, wenn ich mir das jeweilige Öl (noch) nicht leisten konnte (Neroli, Rose, Cistrose etc)? Ein paar wissenschaftliche Arbeiten zu jedem Öl zu kennen ist für Pflegende auch nicht verkehrt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieEs stimmt, das Gebiet der Aromapflege und Aromatherapie erscheint einem unendlich groß, wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt (freilich kann man 1000 Euro ausgeben, und glauben, an einem Wochenende oder per „Fernstudium“ zum „Aromaexperten“ ausgebildet zu werden 😦 )

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieSoll ich etwas verraten? Nach gut 28 Jahren intensivster Beschäftigung mit ätherischen Ölen habe ich regelmäßig das Gefühl, noch ganz am Anfang zu stehen, so viel gibt es noch zu entdecken, zu verstehen, zu be-GREIF-en. Doch dieses Offensein sorgt auch für regelmäßige erfreuliche Überraschungen. Dazu gibt es immer reichlich strahlende Gesichter, wenn es gelungen ist, jemanden nach „ewigen“ gesundheitlichen Missbefindlichkeiten so richtig schön zu mehr Lebensqualität und gar Schmerzfreiheit verhelfen zu können.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDas Team von Feeling hatte eine wunderbare, aufwändige Idee: Man lernt jeden Monat ein wichtiges der Saison entsprechendes ätherisches Öl kennen, und dieses dann auch wirklich gründlich. Mit Hilfe des großen Kalenders sieht man die duftgebende Heilpflanze, in passenden Fläschchen kann man die Duftqualität genauestens studieren, in der beiliegenden (faltbaren) Duft-Fibel kann man viele Details und Rezeptideen nachlesen. Idealerweise grast man seine bereits vorhandene Literatur (und diese Blog-Seite!) nach weiteren Infos zur Pflanze und zum Öl ab.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFür jeden Monat des Jahres gibt es also ein passendes naturreines ätherisches Öl in 1 ml plus Pipette. Dies ermöglicht das richtige Kennenlernen der Pflanze und des Öls. Alle Öle samt 12 winzigen Pipetten sind in einer beschrifteten Leiste unten in den Kalender integriert, so dass sie jederzeit verfügbar sind. Für eine kundenfreundliche Anwendung sind die ätherischen Öle alle in Jojoba verdünnt, so dass sie auch pur als Parfumnote aufgetragen werden können. Die starken und teuren (Blüten-) Öle sind 10:90 verdünnt, die anderen 50:50.

Es handelt sich um eine limitierte Auflage, sie ist ideal für Neu-LiebhaberInnen der wertvollen Pflanzendüfte. Doch auch „alte Hasen“ können sich an den Bildern erfreuen und sie später dekorativ rahmen. Den Kalender ist auch denkbar für Schulungszwecke, wo er dekorativ und praktisch eingesetzt werden könnte. Die Öle und Bilder von folgenden Duft- und Heilpflanzen sind dabei: Manuka, Wacholder, Rose, Neroli, Kamille deutsch, Echter Lavendel, Echte Melisse, Blutorange, Cistrose, Zirbelkiefer, Ylang Ylang, Zimt.

feeling_kalender_detailAlso bei Gefallen möglichst bald die Bestellung hier (klick!) tätigen. Verfügbar solange der Vorrat reicht. 78 Euro plus Versandkosten von 4,50 Euro (inkl. Mwst., das sind 6,80 € Lernfreude pro Monat! (Keine Versandkosten bei Bestellungen über 150,00 Euro inkl. Mwst.) PS Auf meinen Fotos sollte man das Schön-Wetter-Meer und die noch blühenden Rosen von heute sehen, doch der Hintergrund ist ziemlich dunkel geworden!).

primavera-fortbildung im allgäu


Sabine NachbauerZwischen all den Berichten zur internationalen Aromatherapie-Konferenz in Dublin nimmt uns Aromafachfrau Sabine Nachbauer heute mit auf die 7. Primavera Fachakademie, welche am 18. Oktober in Oy-Mittelberg im Allgäu stattfand. Sabine Nachbauer

≈≈≈ Herr Dr. med. Erwin Häringer läutete den Konferenztag mit einem Bericht über das Riechvermögen im Alter ein, er sprach über Riechstörungen und deren Prävention. Wir werden immer älter, 2010 waren 25 Prozent der Bevölkerung in der EU 60 Jahre. 2050 werden mehr als 36 Prozent der Menschen deutlich über 60 Jahre sein. Mit Riechstörungen sind auch zahlreiche internistische Erkrankungen assoziiert z.B. Leber- und Nieren-Erkrankungen. Da in der Zukunft die chronischen Erkrankungen zunehmen werden (auch die vaskuläre Demenz), sind Riechübungen sehr wichtig. Nicht einfaches Schnüffeln, sondern kräftiges Einatmen!!! [Demnächst wird hier im Blog ein detaillierter Artikel über Aromapflege im höheren Alter zu lesen sein.]

≈≈≈ Es folgte ein sehr erfrischender und voller Elan gehaltener Vortrag von Frau Dipl. med. Heike Gerlach. Sie schreibt unter anderem Artikel für ein Brustkrebs-Magazin namens Mama Mia und sprach über das Thema ‚Senioren Wellness – Sinnvolle und sinnliche Rituale bei Isolation, Trauer und Einsamkeit‘. Sie beschrieb zunächst die Hypothesen, Bedenken und die Besonderheiten, die ein alter Mensch hat, wenn er in eine Pflegeeinrichtung kommt. Bei diesen Menschen herrschen vor allem Gefühle von Isolation, Trauer, Einsamkeit, daher möchte Frau Gerlach das Glückspotential des Menschen verstärken! Positives Verhalten stärken, Ressourcen schaffen und fördern. Senioren-Wellness dient der Lebenszufriedenheitskompetenz, es braucht sinnvolle und sinnliche Rituale, vor allem Berührungen! Ein sehr schönes Zitat von Dr. Donald B. Adrell, des wohl bekanntesten Begründers der Wellnessbewegung in den USA: Wahre Wellness drückt sich in einer überschwänglichen Lebensbegeisterung aus, sie beruht auf einer täglichen neuen Freude über die eigenen Existenz, das eigene Schaffen und Wirken und die Benutzung seines Körpers, seiner Sinne und seines Verstandes. Auch die Macht der Berührung (Massage) stellt Frau Gerlach in den Vordergrund, wobei es allerdings nicht darum geht, einen alten Menschen mit Atemwegsproblemen auf eine Massageliege zu drapieren. Fuß- Beinmassagen im Sitzen, wo die Füße zuerst in einer Klangschale baden…….. Frau Gerlach beschreibt einen Körper, der auch alt sein darf, sehr schön: „Unsere Haut ist wie ein schimmerndes Seidentuch, mit Tausenden von Sinneszellen bestickt, durchwebt von Nerven und Gefäßen, gepolstert mit Fasern und Gewebe, durchtränkt von kostbaren Flüssigkeiten.“ Den ersten Teil des Satzes möchte auch Frau Ruth von Braunschweig anschließend gleich aufnehmen. Sabine Nachbauer

≈≈≈ Ruth von Braunschweig kam, um das Thema „Aromapflege für ein starkes Haut-Immunsystem im fortgeschrittenen Alter“ zu erläutern. Sie lobt die Aromapflege und Aromakosmetik gerade für reife Haut. Was ihr immer ein kleiner Dorn im Auge ist, sind die zahlreichen Warnhinweise und Nebenwirkungen in diverser Literatur. Was versteht man eigentlich unter einer Nebenwirkung? Eine Nebenwirkung ist eigentlich nur eine Wirkung, die NEBEN der erwarteten Wirkung auftritt. Diese kann positiv oder aber auch negativ sein. Ruth von Braunschweig hat zu den diversen Schlagwörtern „allergisierend“, „krebserregend“, „toxisch“, „hepatoxisch“ und „neurotoxisch“ einige Beispiele aus dem Leitfaden der Phytotherapie herausgeschrieben und somit gezeigt, dass es mit diesen Begriffen zu Fehlinterpretationen, Falschaussagen oder aber auch Halbwahrheiten kommt, da synthetische und naturidentische Stoffe auf die natürlichen Vielstoffgemische (ätherische Öle) übertragen werden. Man muss die Aromapflege etwas differenzierter betrachten. Wie Paracelsus schon sagte: „Die Dosis macht das Gift“ (verkürzt wiedergegeben). Ruth von Braunschweig erläuterte die Bedeutung der Aromapflege für die verschiedenen Schichten unserer Haut: die einzigartige Hülle, der Hydrolipidmantel (der Bodyguard), die Hautflora und die Hornschichtbarriere der Epidermis. Sie wies darauf hin, dass wir mit einer Aromapflege über die Haut sowohl die Seele als auch unser Immunsystem pflegen. Das Immunsystem ist ein „fühlendes“ System, denn es ist auf das Engste mit dem Gehirn vernetzt, da es sich stammesgeschichtlich aus ihm entwickelt hat. Wir haben mit der Aromapflege eine wunderbare Möglichkeit, die Haut, das Immunsystem und die Seele zu pflegen, zu stärken und damit mehr Lebensqualität zu gewinnen!

≈≈≈ Maria Theresa Riedl, Heilpraktikerin und Autorin des Buches „Geschenke aus dem Rosengarten“ hat in ihrem eigenen Garten circa 300 verschiedenen Rosen gepflanzt. Sie erzählte über die Rosen und Rosenprodukte wie das Rosenhydrolat und das Rosenöl. Frau Riedl stellte noch einige Beispiele und Rezepte vor und diverse Menschen, die zu ihr in die Praxis kamen. Sabine Nachbauer≈≈≈ Nach der Pause kam die Sporttherapeutin Traudle Matthis, um uns ordentlich aus dem genussvollen Mittagstief zu holen. Mit einen kleine Sportprogramm für alle circa 300 Anwesenden. Mit „Locker vom Hocker“ – Kraft und Balancetraining in der Sturzprävention, berichtete sie von ihrer täglichen Arbeit. Altern muss nicht gleich Pflegebedürftigkeit bedeuten, sondern es geht vielmehr darum, dass Prävention ein sehr großes Thema in den Pflegeeinrichtungen sein soll. Ein ganz toller Satz von Frau Matthis: „Was nicht eingesetzt wird, wird automatisch abgebaut!“ Die Menschen müssen aktiviert werden zu Selbständigkeit, damit sie nicht ihre Leistungsfähigkeit verlieren und sich dadurch womöglich zurückziehen. Diverse Tätigkeiten, die die Bewohner noch selbst ausführen könnten, sollten nicht von den Mitarbeitern in den Einrichtungen übernommen werden. Überforderung sollte man jedoch vermeiden. Frau Matthis zeigt den Menschen einfach, wie sie ihr Gleichgewicht halten  und wie sie Krafttraining in der Sturzprävention durchführen können: Mit kleinen Hanteln und Gewichtsmanschetten an den Beinen können ältere Menschen ihre Muskeln auch im Sitzen noch bewegen. Frau Mattis spricht in ihrer Arbeit ganz bewusst auch alle fünf Sinne als sogenanntes Genusstraining an. Riechen, Tasten, Schmecken und Sehen ist ebenso ein wichtiger Teil ihrer Arbeit mit den Senioren. Ihr Fazit: Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben! (Cicely Saunders)

≈≈≈ Petra Retterath hat die ganz tolle Einrichtung für unteranderem Demenzkranke Menschen vorgestellt. Die Villa am Buttermarkt, das ist eine Senioreneinrichtung in Adenau (westlich von Koblenz), in der circa 100 Menschen in verschiedenen Hausgemeinschaften zusammen leben. In diesem Haus gibt es drei spezialisierte Lebenswelten für Menschen mit Demenz. „Das Dorf“: Dort leben dementiell veränderte Menschen, die aber noch sehr aktiv sind. „Auf dem Lande“: Hier leben Menschen, deren Krankheitsbild schon fortgeschritten ist und die deutlich mehr Unterstützung benötigen. „Die Sinneswelt“: hier sind Menschen deren Demenz, sehr weit fortgeschritten ist (Pflegestufte 3 und 3+), die ihre letzte Lebensphase in einer Wohngemeinschaft leben. Frau Retterath erzählte über die Anwendung der Aromapflege und wie die Düfte den Bewohnern präsentiert werden. Jeder Bewohner hat an seinem Bett eine Thermoduftsein und seine ganz individuelle Aromapflege. Mitarbeiter mischen sowohl mit den Angehörigen als auch mit den Bewohnern verschiedene Ölmischungen, die sie zur Handmassage einsetzen. Auch individuelle Natur-Parfüms werden gemischt. In der Sinneswelt werden den Bewohnern aromatisierte Speisen und Getränke gereicht, da die älteren Menschen die Aromen sehr mögen und so wieder mehr Appetit haben. So essen sie besser und auch ihre Getränkeaufnahme steigert sind. Zum Abschluss ihres tollen Vortragens haben alle circa 300 Anwesenden ein selbstgebasteltes Präsent mit einer selbstgemachten Rosenpraline darin als Geschenk bekommen, (hhhmmm, die Praline war fein!, das Präsent war nicht von den Bewohnern hergestellt worden). Ein feines Rezept für Zimt – Orangen Waffeln (circa 20 Stk.):
150g Zucker
250g Butter
5 Eier
500ml Milch
500g Vollkornmehl
7 Tr. Zimt Orange (Würzessenz von Vegaroma)
1 El Vanillezucker (selbst hergestellt) Alle Zutaten nach und nach gut miteinander verrühren, in einem Waffeleisen bis zur gewünschten Bräunung abbacken, entweder mit Zimtzucker oder mit Zimt-Orangesahne servieren. Guten Appetit! Sabine Nachbauer≈≈≈ Frau Marita Richau berichtete über „Ätherische Öle während der Wandlungsphase im Sterbeprozess“. Der Sterbeprozess läuft in fünf Wandlungsphasen ab und ist mit einer Geburt vergleichbar. Die Seele geht in die vier Urstoffe/Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft/Äther über. Eine gute Anamnese und/oder Biographie des Menschen ist hierbei sehr wichtig, denn mit diesen Hintergrundinformationen kann man den sterbenden Menschen mit seinen Lieblings-Düften begleiten. Ein sehr bewegender Satz von Frau Richau war: „Wie der Mensch gelebt hat, so stirbt er auch.“

≈≈≈ Auch Andrea Kolditz aus dem Haus Martineum, Evang. Seniorenzentrum in Essen-Steele, berichtete über den Weg zur duftenden Altenpflege. Dieses Haus verfügt über eine beachtliche Schatzkammer an ätherischen Ölen sowie fetten Ölen, das gezeigte Foto des Aromaschrankes war sehr beeindruckend. In der Adventszeit schmückt der duftende Adventskalender von Primavera das Haus: Jeder Wohnbereich bekommt sowohl einen Kalender als auch eine von den Mitarbeitern erstellte Mappe mit einer Beschreibung der enthaltenen 23 ätherischen Öle/Duftmischungen. Dazu kommen Gedichte und Geschichten für die Adventszeit, damit die Therapeuten jeden Tag im Advent ein „duftendes Event“ bieten können. Im Haus Martineum wird mit Hydrolaten als sanfte Helfer gearbeitet, da viele Bewohner im psychischen und emotionalen Bereich Unterstützung benötigen und sich diese auch oft wünschen. Beispiel eines Dekolleté-Spray bei Anspannung und Ängsten: 100 ml Nerolihydrolat mit 6 Tr. Bergamotte 6 Tr. Petit Grain 6 Tr. Orange 1 Tr. Neroli in einer Sprühflasche gut verschütteln. Diverse Aromabäder, Waschungen und Einreibungen werden im Haus Martineum durchgeführt, als Einzugsritual im Gehörlosenbereich gibt es ein Rosenbad. Selbst eine spezielle Mundpflege aus Kokosöl, Vanille und Kakao wird den Bewohnern mit Demenz angeboten: 30 ml Kokosöl bio wird mit 8 Tr. Vanilleextrakt und 6 Tr. Kakaoextrakt vermischt. Dieses Haus konnte auch sehr erfolgreich die Aromapflege bei MRSA oder ESBL anwenden. Bei einer Bewohnerin, die über 2 Jahre immer wieder erfolglos wegen MRSA behandelt wurde, konnte in Absprachen mit einem Arzt einen Abstrich vom Nasen-Rachenraum genommen werden. Anschließend wurde ein Aromatogramm in einem Labor in Karlsruhe gemacht. Eine Apotheke in Karlsruhe bekam das Ergebnis der ausgetesteten ätherischen Öle und erstellte für den Arzt einen Behandlungsvorschlag. Die Bewohnerin erhielt nun zur erneuten Antibiose auch Aromapflegeprodukte für ihre tägliche Waschung, Nasenpflege, Mundpflege, Körperöl und zur Innerlichen Einnahme. Tatsächlich war die Bewohnerin nach dieser aromatischen Behandlung wieder frei von MRSA-Bakterien. Frau Kolditz erwähnte auch noch die erfreuliche und immer häufiger vorkommende Bitte der Ärzte an ihre Patienten, doch etwas aus der Aromapflege auszuprobieren und anzuwenden. Die Mitarbeiter erhalten auch fast immer die benötigte Unterschrift für eine individuelle Aromapflege für die Bewohner.

≈≈≈ Der letzte Vortrag wurde von der Erotherapeutin Susann Bille-Pietsch gehalten: „Gedächtnistraining mit Zitronen-Glücksschweinen, Minzzucker und Johanniskrautöl-Massage“. Sie referierte über ihre tägliche Arbeit als Ergotherapeutin in einem Alten- und Pflegeheim. Auch hier wird sehr viel mit der Veranschaulichung von Pflanzenmaterial gearbeitet, es werden Geschichten zu Früchten oder Pflanzen erzählt. Gedächtnistraining, in dem alle Sinne angesprochen werden und Gruppentherapie-Sitzungen, in der die Kompetenzen und die Erweiterung von Motivation und Kommunikation erarbeitet werden, gehören zum Programm. Die Gruppentherapie ist freiwillig und nach dem Interesse und Befinden der Bewohner abgestimmt. Frau Bille-Pietsch stellt den Bewohner verschiedene Pflanzen auf eine sehr kreative Weise vor, immer auch in Bezug zu der Biografie der Bewohner. Es gibt verschiedenen Themen, mit den jeweiligen Duftpflanzen wird liebevoll dekoriert, es wird etwas gebacken oder gebastelt und auch etwas zu Trinken daraus für die Bewohner gemixt. Sabine NachbauerDas Zitronen-Glücksschwein: In einer Kreismitte werden auf einem grünen Chiffontuch die Zitronen ausgebreitet. Es werden nun Fragen an die Bewohner gestellt wie „Wo kommt die Zitrone her? Welche Hausmittel mit Zitrone kennen Sie? Nennen Sie Wirkungen der Zitrone?“ Die Bewohner bekommen einen Tropfen ätherisches Zitronenöl auf einen Riechstreifen zum Riechen angeboten. Ganz toll fand ich, dass dieser Nachmittag am „19.04.2011 am Tag des Glückes“ statt fand, denn da wurden Glücksschweine nach der Idee von Margret Ohnjec mit den Bewohnern gebastelt. Auch ein Zitronenkuchen wurde gebacken. Material für ein Zitronen-Glücksschwein: • Zitronen • Zahnstocher für die Beine • Nelken für die Augen • gut erhaltenen Lorbeerblätter für die Ohren • 1-Cent Stücke kommen ins Maul • 1 kleines Messer. Anusathi Thumm moderierte die ganze Fachakademie und bekam dafür so ein hübsches Zitronenglücksschwein geschenkt. 2. Beispiel: Ein Pfefferminzstrauß wird den Bewohnern auf einem rosa Chiffontuch präsentiert, daran können sie riechen. Es werden Wirkungen und Anwendung besprochen, wo kommt die Pfefferminze her oder welche Pfefferminz-Hausmittel kennen Sie? Die Bewohner verfügen über unterschiedliches Wissen zu diesen Fragen und antworten entsprechend. Auch wird den Bewohnern Minzzucker in Eistee gereicht, ohne dass die Zutaten verraten werden, das sollen die Bewohner selbst herausschmecken. Mein ganz persönliches Fazit aus dieser 7. Primavera Fachakademie: Ich persönlich finde, dass in all den Häusern, die vorgestellt wurden, sehr viel mit und für die Bewohner gemacht wird, damit der letzte Weg noch so angenehm, würdig und schön wie möglich gestaltet wird. Als ich so all die Vorträge gehört hatte, dachte ich mir, dass ich hoffentlich auch einmal in so einer schönen,  duftenden und liebenswürdigen Umgebung meinen Lebensabend verbringen mag, kann aber auch darf! Primavera_Öle2015Es wurden auch neue Düfte und in 500 ml-Flaschen abgefüllte Aromapflege-Öle für den Klinik und Pflegebereich vorgestellt, diese werden ab Mitte November für Heilpraktiker, Apotheken, Kliniken und Krankenhausapotheken bei Primavera erhältlich sein. Ab 2015 werden wahrscheinlich die Aromapflege-Produkte auch für den kleinen Händler käuflich zu erwerben sein. Wir haben vorab schon mal die Probefläschchen geschenkt bekommen. Das Hautstärkungsöl Bio unterstützt, stärkt und regeneriert die Schutz und Barrierefunktion der Haut. Mit Nachtkerzen Öl, Rose Lavendel fein, Niauli und Rosengeranie. Das Muskel- und Gelenkmassageöl Bio dient zur speziellen Pflege bei strapazierten Muskeln und Gelenken. Mit Johanniskrautöl, Wacholder, Rosmarin Campher, Wintergrün, Das Entspannungsöl Bio ist für die spezielle entspannende Pflege für die Haut und Sinne konzipiert worden. Das Atem Aktiv-Öl Bio zur speziellen Pflege der Haut während der Erkältungszeit enthält Johanniskrautöl, Rosmarin Cineol, Latschenkiefer, Zeder und Weihrauch arabisch. Das Wegbegleitungsöl, eine Duftkomposition, ist geeignet für die Begleitung im Sterbeprozess und/oder in emotional schwierigen Situationen. Rose, Ho-Blätter, Lavendel und Bergamotte. Für 2015 wurden ganzheitliche Primavera Mundpflegeprodukte angekündigt. Sabine NachbauerAm 1. September war Primavera in neue Hände gegeben worden: Die neuen Geschäftsführer Uta Landt und Lutz Scheinost konnten sich erstmals auf dieser Konferenz einem breiteren Publikum vorstellen. Frau Landt verantwortete vor ihrem Umzug aus dem Norden in den Allgäu das internationale Marketing und den Unternehmensbereich International Business für die zertifizierte Naturkosmetik-Marke lavera. Herr Scheinost verfügt über eine langjährige Erfahrung als Kaufmännischer Geschäftsführer in namhaften Familienunternehmen des Groß- und Einzelhandels und der Konsumgüterbranche (hier gehts zur Pressemeldung von Primavera). Die 8. Primavera Fachakademie wird übrigens am 17. Oktober 2015 wieder in Oy-Mittelberg im Allgäu stattfinden. [© alle Fotos: Sabine Nachbauer]

Sabine und ich freuen uns über diese E-Mail: „Ein großes *DANKESCHÖN* an Sie beide! Ihnen Frau Nachbauer für den wirklich toll geschriebenen Bericht unserer Fachakademie. Das macht richtig Spaß zu Lesen! Und danke auch Ihnen Frau Zimmermann, dass sie den Beitrag so prompt gebloggt haben. Wir PRIMAVERA´s haben uns alle sehr gefreut! Mit herzlichen Grüßen Alexandra Haug“

vertrautes und neues


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieHuch, wo bin ich denn jetzt gelandet???

Wiese_TokyoTja, so klein ist die Welt! Das ist die Firma Wiese in Tokyo, die das ganze Land bzw. Läden, in denen auf gute ätherische Öle und g’scheite Naturkosmetik geachtet wird, mit duftenden Produkten beliefert.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDiese Bücherei gehört zu einer der ganz großen Ätherische-Öle-Firmen Japans, mit Laden und Schule. Hier kann man Tee trinken und in vielen Büchern schmökern. Auf dem Einband dieses beliebten Buches sind die Farben von ganz unterschiedlichen ätherischen und fetten Ölen sehr hübsch und anschaulich abgebildet.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapySo laufen ziemlich viele Menschen herum, vor allem in den U-Bahn-Labyrinthen, meistens mit weißem Billig-Mundschutz, manchmal gepolstert (wie atmen die???), gelegentlich mit Blümchendesign oder in rosa und hier aus Bio-Baumwolle. Derzeit sind offensichtlich sehr viele Menschen gegen den reichhaltigen Pollen eines meiner Lieblingsbäume (neugierig? dann klick!) allergisch sein – der größte seiner Art in Irland wächst im Park unseres Seminar- und Gästehauses, er liefert zwei schöne ätherische Öle – aus Grünzeug/Zweigen und aus seinem Holz).

Ich hatte meine Übersetzerin im Vorfeld der Reise gefragt, ob die Kirschen schon blühen und die Magnolien noch blühen. Sie musste beides verneinen, wir sind hier circa auf dem Breitengrad von Gibraltar. Doch gastfreundlich wie die JapanerInnen sind (thank you dear Chika for the wonderful tour!), war kein Weg zu weit, um mich zu einer NOCH blühenden Pracht-Magnolie zu führen, ich liebe den Duft von Magnolien und das destillierte Öl von Magnolia alba ist für mich eines der schönsten Öle! Auch ein eher seltenes ätherisches Öl wird aus Hinoki gewonnen, das ist die anmutige Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa). Dieses imposante Tor zum Meiji-Schrein (eine große „Tempel“anlage inmitten eines fast mystischen sehr naturnahen Waldes, mitten in Tokyo gelegen und direkt in der Nachbarschaft zu den quirligsten Shoppingmeilen) wurde aus dem leicht zitronig duftenden Holz dieses Baumes gearbeitet.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDas und die diversen Shops mit ätherischen Ölen waren jedoch noch nicht das olfaktorische Highlight dieser Reise, denke ich zumindest, man darf gespannt bleiben. Ob ich morgen in Kyoto Internetzugang habe, weiß ich jedoch noch nicht. (Sorry für die leicht unscharfen Fotos, meine Ersatzbatterie für die gute Kamera hat trotz voller Ladung den Geist aufgegeben, grrr)

einnahme von ölen aus sicht einer grundkurs-dozentin


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieMeine Schweizer Kollegin Barbara Bernath-Frei (wir unterrichten beide bei Farfalla, sie ist die Autorin des Buches & CD Duft Meditation) hat mir einen hervorragenden Kommentar zum Artikel von gestern über die Einnahme von ätherischen Ölen geschickt. Sie hat mir die Erlaubnis gegeben, ihre Gedanken mit „euch da draußen“ zu teilen, vielen Dank, liebe Barbara. Ich habe den im nächsten Abschnitt zitierten Ausdruck „immer noch lehren“ entschärft und durch „lehren (sollen)“ ersetzt. Ich hatte mich absichtlich etwas provozierend ausgedrückt, weil ich immer wieder mitbekomme, dass sich regelrechte Streitereien und Besserwissereien wegen dieses Themas entfachen. Darum rufe ich zur differenzierten Betrachtung des Themas auf, und erinnere daran, dass sowohl „Nutzpflanzen“ (zur menschlichen Ernährung) als auch Duftpflanzen, die bei uns einfach nur Genuss und Wohlbefinden auslösen können, ätherische Öle (oder einzelne ihrer Bestandteile) enthalten.

„In deinem Blog, den ich nach wie vor sehr schätze!, weist du – nicht zum ersten Mal – darauf hin, dass es „immer noch“ Kolleginnen gebe, die dazu raten, ätherische Öle NIEMALS innerlich einzunehmen. Da fühle ich mich ganz klar angesprochen und möchte dir die Gründe für diese Aussage angeben:

Bei  Farfalla leite ich den zweiten Tag aller Ausbildungslehrgänge. Das heisst, dass die Teilnehmer/innen zu diesem Zeitpunkt noch ganz wenig wissen über ätherische Öle. Einige von ihnen besuchen auch nur die zwei ersten Tage, machen danach nicht weiter.
An diesem Tag weise ich darauf hin, dass man ätherische Öle NIEMALS innerlich einnehmen sollte, WENN man sich nicht ganz genau auskennt mit deren Wirkungen, Inhaltsstoffen und allfälligen Nebenwirkungen. Und zwar deshalb, weil gemäss Dietrich Wabner grundsätzlich harmlose ä.Ö. wie die Muskatellersalbei mit eisenhaltigen Mineralstoffpräparaten interagieren und dadurch toxisch wirken können. Und dass es in den allermeisten Fällen absolut ausreichend ist, wenn man die ä.Ö. in der korrekten Verdünnung äusserlich anwendet.
Am Zweitäger “Aromapflege in Geriatrie und Psychiatrie” habe ich mehr Raum, auch vertieft auf die Wirkungen ätherischer Öle und der allfälligen oralen Verabreichung einzugehen. Dabei erwähne ich einige wenige, die innerlich eingenommen Sinn machen können. Und ich weise gleichzeitig darauf hin, dass in der Pflege ätherische Öle NIEMALS oral verabreicht werden dürfen, was auf der schweizerischen Gesetzgebung beruht. Ebenfalls weise ich darauf hin, dass ätherische Öle in der Schweiz lediglich von ärztlichen AromatherapeutInnen oral verabreicht werden dürfen.
Meine Erfahrung und die Statistiken aus der Lerntechnik zeigen, dass vom Gesagten während eines Kurses 20-50% hängen bleibt. Deshalb betone ich absichtlich und mit Nachdruck jene Aspekte, die mich wichtig dünken, weil sie Schaden anrichten können, wenn das notwendige Wissen fehlt. Dahinter stehe ich und werde weiterhin so argumentieren.

Dass du in deinen zwei Tagen*  viel differenzierter auf die Wirkungen ätherischer Öle und einzelner Inhaltsstoffgruppen/Wirkstoffe eingehen kannst, finde ich sehr sinnvoll und wichtig. Das ist auch der richtige Ort, um die orale Einnahme vertieft ansehen zu können. * (Tanzende Moleküle – die Chemie der ätherischen Öle; und ab diesem Jahr ein dritter Tag: Doppelblind-Studien mit ätherischen Ölen – evidenzbasierte Kranken- und Gesundpflege)

Grundsätzlich halten wir es im Kreise aller ReferentInnen so, dass wir Anfragen von Teilnehmer/innen, die anderslautende Meinungen anderer ReferentInnen erwähnen, zur Kenntnis nehmen und nicht als falsch bewerten, sondern darauf hinweisen, dass die entsprechende Aussage im jeweiligen Kontext zu verstehen und von daher (ebenfalls) berechtigt ist. Hin und wieder – das kennst du sicher auch – wird man ja auch mit Aussagen konfrontiert, die jemand von den Referentinnen mit Sicherheit nicht so gemacht hat und die falsch verstanden worden ist. In diesem Falle versuche ich herauszufinden, wo das Missverständnis liegen könnte.

Ich hoffe, dass du meine Sicht der Dinge verstehst und vor allem das Wort NIEMALS so einordnen kannst, wie ich es an meinen Kurstagen ausspreche. Falls du mit meiner Haltung nicht einverstanden bist, freue ich mich jedoch über deine Stellungnahme.“

Barbara Bernath-Frei
dipl. Aromatologin ISAO
Ausbilderin mit eidg. FA

PS Meine ehemalige Schülerin Petra hatte einen Bandscheibenvorfall und kann darum keine Behandlungen auf ihrer Massageliege mehr anbieten. Die tragbare Massageliege ein hat abnehmbares Kopfteil, ist schön weich und kann für kleines Geld und gegen Selbstabholung im Raum Frankfurt am Main/Offenbach erworben werden. Petra findet es einfach zu schade, wenn das gute Stück in der Ecke einstauben würde und wünscht sich ein nettes neues Zuhause dafür.  Anfragen gerne an mich, ich leite sie an Petra weiter.

inhalationsstifte und noch viel mehr


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieEs gibt Menschen, die sich weder von widrigen Umständen, dümmlichen gesetzlichen Einschränkungen oder irgendwelchen beruflichen oder privaten (vermeintlichen) Hürden abhalten lassen das zu tun, was sie für richtig halten. Es gibt Menschen, die sich erlauben, ihre Träume zu verwirklichen. Sabine Nachbauer aus Dornbirn (an der österreichisch-deutsch-schweizerischen Grenze am Bodensee) gehört ganz gewiss zu dieser Kategorie Menschen.

Sie eröffnete im Frühjahr – nachdem sie ihren Bürojob geschmissen hatte – ein kleines aber feines Duftstudio in Lindau. Dort bietet sie Aroma-Beratungen und eine ganz besondere Art der aromatischen Körperwohlfühl-Behandlung an.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieNach und neben vielen kleinen Kursen hat sie zwei unterschiedliche Aromatherapie-Ausbildungen genossen und eine anspruchsvolle Ausbildung in Aurum Manus® Massage genossen. Das ist eine sehr sanfte und extrem wohltuende Massage mit kostbaren (Halbedel-)Steinen, schwarzen Steinen und angewärmten Pflanzenölen. Die Edelsteine haben unterschiedliche Formen und beeinflussen zudem durch ihre geologischen Eigenschaften unterschiedliche Organe und Körpersysteme. Da Laien in Österreich, wo Sabine wohnt, nicht massieren dürfen, ja streng genommen noch nicht einmal sanft anfassen dürfen, hat sie sich entschieden, jeden morgen einige Kilometer und über die Grenze zu fahren, um im diesbezüglich liberaleren Deutschland zu arbeiten.

Sabines Mutter stammt aus der Edelsteinstadt Idar-Oberstein (in Rheinland-Pfalz), so kam sie bereits sehr früh in Kontakt mit Edelsteinen und hat sogar gelernt, diese zu schleifen. Viele der besonderen Stücke in ihrer Praxis hat sie selbst gefunden und bearbeitet. Sie verkauft neben ätherischen Ölen und Naturkosmetik auch die begehrten Inhalations-Sticks – sogar in mehreren Farben. Wer diese bestellen möchte oder mal am Bodensee eine Massage der Luxusklasse (zu erschwinglichen Preisen) genießen möchte, sollte hier vorbeischauen und bei Facebook Sabines Tipps und Termine nachlesen!

dufte träume leben: ute leube


Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

Preisliste und Utensilien von Primavera Anno 1990

Heute Abend lautet das Thema der beliebten Talkshow Nachtcafé des SWF: „Ich lebe meinen Traum“. Eine der Pionierinnen der Ätherisch-Öl-Welt wird zu sehen sein: Ute Leute, die vor über 25 Jahren zusammen mit Susanne Fischer-Rizzi die Firma Primavera gegründet hat. Der SWF-Text lautet:

Primavera_Ölpreise1990

Primavera Öle-Preise vor über einem Vierteljahrhundert: zum Vergrößern auf Bild klicken!

Ihr Traum begann auf sechs Quadratmetern in der eigenen Wohnung, heute liefert Ute Leube Bio-Öle „für Haut und Sinne“ in die halbe Welt und ist Chefin von 200 Mitarbeitern. „Ein Traum wird wahr, wenn er eine Herzensangelegenheit ist“, sagt die Allgäuer Unternehmerin rückblickend. Gute Nerven in Krisenzeiten gehören aber auch dazu: 2003 stand ihre Firma kurz vor dem Aus, heute kann sie ihren Erfolg wieder rundum genießen.

Wir dürfen gespannt sein! Und gratulieren Ute für den phänomenalen Erfolg!

Wer vorab schon etwas über Ute sehen möchte kann das auf diesem Youtube-Clip (klick!) machen.

Wer mal schauen möchte, wie die Preise für hochwertige ätherische Öle in den letzten gut 20 Jahren geklettert sind, darf sich mit nebenstehender Preisliste amüsieren, ich hatte sie vor einiger Zeit in einem alten Stapel gefunden und eingescannt.

verdünnung, haltbarkeit und verantwortung im umgang mit ätherischen ölen


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDurch die unschönen Meldungen über einen bekannten Versandhandels-Riesen, der mir – dank eurer Unterstützung und Mini-Provisionen – ein regelmäßiges kleines Taschengeld für das Blogschreiben ermöglicht, bin ich in eine Zwickmühle geraten*. Mir ist spätestens vor einem Jahr, seitdem wir das geplante gigantische Käfig-Lachsprojekt in unserer Bucht zu bekämpfen versuchen, klar geworden, dass wir diesem weltumspannenden menschen- und tierverachtenden Moloch kaum noch entkommen können. Selbst ein bekanntes „Naturschutzsiegel“ ist in diesen Korruptionssumpf eingebunden. Fast jedes Produkt in Supermärkten ist betroffen: Fleisch sowieso, Wasser und Getränke immer mehr, Fertiggerichte, Süßigkeiten, auch Kosmetika, Putzmittel und so vieles andere sind so gut wie nicht mehr aus ethisch korrekter Herkunft erhältlich. Noch nie gab es so viele Sklaven, also ausgebeutete und geschundene Menschen, wie heutzutage – weltweit und leider auch in mitten unter uns.** Seit einigen Jahren langt eine dieser geldgierigen expandierenden krakenartigen Riesenfirmen zunehmend auch in der deutschsprachigen Ätherische-Öle-Welt kräftig zu. (Nicht nur) mir kommt es so vor, dass sogar die Denkfähigkeit potenzieller Anwender/innen auf eine erschreckende Art vernebelt wird.

Auf mehr oder weniger großen Veranstaltungen sowie per direkte Ansprache durch Distributor/innen werden Unterstützer/innen für dieses System angeworben. Mal mehr und mal weniger penetrant, immer wieder mit Heilsversprechungen und Dosierungsempfehlungen, die langjährig geschulten und erfahrenen Personen die Haare zu Berge stehen lassen. Es wurde beispielsweise schon empfohlen, bei Kopfschmerzen einfach jeweils einen Tropfen des „besonders reinen“ Pfefferminzeöles in jedes Auge zu geben, über den Sehnerv werde genau die Stelle des Kopfschmerzes erreicht und so werde der Schmerz dann behoben. Auch bemerkenswert fand ich die Schilderung einer Behandlung, in der man einem Kind mit Schienbein-Schmerzen einige Tropfen Zimtöl eingerieben habe, worauf es angeblich keinerlei Beschwerden mehr hatte. Derzeit sind anscheinend noch einige andere Öle im Trend, die gut seien, um sie IN die Augen zu geben.

Die fachliche Kompetenz der vortragenden und beratenden Personen lässt immer wieder zu wünschen übrig: Es war beispielsweise zu hören, dass ein bestimmtes Öl die Photosynthese der Haut fördere (Photosynthese ist nur Pflanzen aufgrund ihres Gehaltes an Chlorophyll möglich). Manche lernwillige Menschen sind vielleicht auch beeindruckt von der eindrucksvoll klingenden Behauptung, Monoterpene und Sesquiterpene in ätherischen Ölen könnten falsch geschriebene Informationen in der zellulären Erinnerung (DNA) umprogrammieren. Die geäußerte Überzeugung, bis auf Zitrusöle seien alle ätherischen Öle extrem lange oder gar unbegrenzt haltbar, ist nicht nur falsch, sie kann sogar zu schweren Hautreizungen führen, sollten oxidierte Öle auf der Haut von Kund/innen angewendet werden.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieKein Wunder also, dass sich sehr regelmäßig verunsicherte Menschen an mich wenden (und auch an Kolleg/innen). Sie möchten wissen, was es mit den Vergleichen auf sich hat, welche gerne im Zusammenhang mit Verkaufsveranstaltungen geäußert werden: Die beworbenen ätherischen Öle seien reiner als die Öle der Firma XY (es werden dann konkrete Firmennamen genannt). Irritierte Menschen erkundigen sich, wie die fast immer angepriesene „besondere“ Destillationsmethode aussehen mag, sie soll für die extreme Reinheit sorgen. Warum diese hochgelobten Öle in therapeutischer Qualität angeboten werden und andere ätherische Öle deutschsprachiger Firmen nicht [diese Aussage ist nach deutscher Rechtsprechung ohnehin nicht rechtens]. Warum auf den Ölen anderer Firmen diese gefährlich anmutenden Gefahrenzeichen aufgedruckt seien, auf den beworbenen Flaschen jedoch nicht (die „braven“ deutschsprachigen Firmen richten sich nach den aktuell geltenden Gesetzen). Auch ob es wahr sei, dass die etablierten und renommierten Ölefirmen minderwertige Waren anbieten würden, welche für die Behandlung nicht geeignet seien, will so mancher Öle-Interessent wissen. Der Slogan, Geld zu verdienen und gleichzeitig Gutes zu tun, erscheint diesen fragenden Menschen reizvoll, doch verursacht er bei ihnen gleichzeitig ein mehr oder weniger ausgeprägtes Magengrummeln. Und so wenden sie sich regelmäßig und immer häufiger an uns „alte Hasen“. Ich erwidere gerne, dass schon alleine die Tatsache, dass man sich die Mühe macht, uns anzuschreiben, ein Hinweis sei, dass das Thema STINKT. Dass das verspürte Unbehagen durchaus seinen Grund hat (sonst würde man sich nicht die Mühe machen).

Unsere Branche hat es in gut 25 Jahren leider versäumt, viele der engagierten, hilfsbereiten und ehrlichen Menschen, die gerne mit den duften Helferchen arbeiten und Geld verdienen möchten, zu ernähren. Kaum jemand kann sich in Deutschland und Österreich als Aromaexpert/in oder als Aromapraktiker/in hauptberuflich selbstständig machen. In der Schweiz ist es auch nicht viel leichter. Niemand kann mehr selbst hergestellte Naturdüfte-Kosmetik verkaufen, Menschen auf dem Weg zur Genesung von Krankheiten aromatisch zu begleiten ist zu einer juristischen Gratwanderung geworden. Selbst unter uns Dozent/innen gibt es ganz wenige, die unabhängig, also ganz ohne kontinuierliche Unterstützung von Ölefirmen, sich und ihre Familie ernähren können/konnten. Veraltete Gesetze für die Praxis und immer mehr Restriktionen rund um die Beratung sowie den Verkauf von natürlichen ätherischen Ölen erlauben in vielen Fällen nur nebenberufliches „Aromatisieren“. Eher muss ein Auftreten unter dem „Deckmantel“ der Kosmetikerin und des Wellness-Masseurs in Betracht gezogen werden.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIn diese Lücke tritt nun seit einigen Jahren besagte welteroberungsfreudige Großfirma (inzwischen ergänzt durch eine abgespaltene Konkurrenzfirma) mit einer fast bewundernswerten Dreistheit. Da wird fleißig vom Heilen auch schlimmster Krankheiten gesprochen, da werden Mengen für die Behandlung empfohlen, die uns „altmodischen“ Aromamenschen eine Gästehaut allein bei der Vorstellung verursacht. Es werden Assoziationen zu christlichen Schriften und Wunderheilungen hergestellt: Jedem sei ja bekannt, dass bereits Jesus kranke Menschen salbte und mit duftenden Ölen heilte. Die ganz speziellen Öle dieser Firmen seien etwas ganz Besonderes, darum sei der Preis über einem Mehrfachen der bekannten deutschsprachigen Firmen absolut gerechtfertigt. Ein Marketingexperte kann zu dieser gelungenen Maßnahme nur gratulieren: Höchste Qualität durch marktunübliche, ja extrem hohe Preise zu suggerieren ist ein genialer Schachzug. Und wenn dann 5 ml (100 Tropfen und mehr) unverdünntes Öl (Oregano, Pfefferminze, Thymian Ct. Thymol, Wintergrün, also keine babyzarten Öle) pro Behandlung auf die Haut der Klienten gegeben werden, kann man zumindest der Gründer der Firma reich werden. Hautreaktionen wie Rötungen und Blasen werden als Erfolg umgedeutet, als eine Art Reinigungseffekt, der helfen solle, Altlasten loszuwerden.***

Was angesichts der hochgelobten angeblichen Super-Qualität und Reinheit jedoch nicht erwähnt wird, ist dass mit dem Anbau dieser Ätherische-Öle-Pflanzen keine (kleinen) Familienbetriebe unterstützt werden, wie es viele der deutschsprachigen Firmen mit viel Hingabe praktizieren. Viel mehr Öle als nötig haben zudem unnötig lange Transportwege hinter sich, sie kommen oft von jenseits des Ozeans. Doch wir haben in Mittel- und Süd-Europa großartige Zitrus-Nadel- und Kräuteröle zur Verfügung, meistens aus behutsam praktiziertem und unabhängig zertifiziertem biologischem Anbau (kbA). Seriöse deutschsprachige Firmen haben zudem sehr hohe Standards bei ihren Qualitätskontrollen, diese Selbstverständlichkeit hängt nur niemand an die große Glocke. Bei der Vermarktung von Anwendungen mit Mengen wie beispielsweise 5 ml unverdünnter ätherischer Öle auf der Haut von ahnungslosen Kund/innen, müssen freilich riesige Plantagen im Spiel sein, auch um den Expansionsdrang der Firma zu befriedigen. Wer schon einmal destilliert hat, weiß welche riesigen Mengen an Pflanzenmaterial in wenigen Tropfen ätherischen Öles stecken. Ein verschwenderischer Umgang mit den kostbaren Pflanzendüften zeichnet meiner Meinung nach eine Haltung aus, die nicht zur Naturheilkunde passt und schon gar nicht zur ganzheitlichen und ehrlichen Arbeit mit (Hilfe suchenden) Menschen.

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieÜbrigens sind auch die besten ätherischen Öle dieser Welt nicht vor Oxidationsschäden sicher und bergen somit – bei unsachgemäßer Anwendung – ein hautreizendes Potenzial. Egal wie sorgfältig die entsprechenden Duftpflanzen angebaut wurden oder mit welchen WunderDestillen sie gewonnen wurden. Die angebliche ungewöhnliche Haltbarkeit wird jedoch gerne angeführt, um die hohen Preise dieser Öle zu begründen (der Transport aus Übersee mit Zwischenstop in einem europäischen „Lager“ sowie die Zollgebühren werden nicht erwähnt). Bei ätherischen Ölen gilt jedoch nach wie vor: Teebaum (Melaleuca alternifolia) ist nur 6-9 Monate nach dem Öffnen „haltbar“. „Haltbarkeit“ ist bei ätherischen Ölen eine sehr relative Angabe, damit ist meistens die Verträglichkeit auf empfindlicher Haut und in vernünftiger Verdünnung umschrieben. Beispielsweise verändert der wunderbare antibakteriell wirksame Hauptinhaltsstoff Terpinen-4-ol seine Molekülkonfiguration unter Einfluss von Sauerstoff und bestimmten Wellenlängen des Lichtes und kann dann im ungünstigen Fall zu sehr hautreizenden Peroxiden wie Ascaridol „mutieren“. Selbst mit Lavendelöl muss man umsichtig umgehen, dieses Öl kann leider auch schnell oxidieren und nach einem guten Jahr empfindliche Haut reizen. Nadelöle oxidieren auch mit Vorliebe, wenn sie unter Einfluss von Sauerstoff kommen, genau so Eukalyptusöle, beide Duftgruppen sind auch nur circa anderthalb Jahre  auf der Haut benutzbar. Lemongrass und ähnlich duftende Öle wie Litsea, Zitronenmyrte und Zitronenverbene verwende ich ein Jahr nach Öffnen nicht mehr auf der Haut von Kund/innen, ich verwende sie dann lieber nur noch zur Raumbeduftung. Das enthaltene Citral kann bei empfindlicher und zu Allergien neigender Haut ernsthafte Probleme verursachen. DasThema ‚Haltbarkeit‘ hat also wirklich NICHTS mit der angeblichen Reinheit oder einer exorbitant guten und schier unbezahlbaren Qualität zu tun, sondern hängt mit der Reaktion einiger Inhaltsstoffe der Öle mit Sauerstoff und Licht zusammen. Wenn man die Öle benutzt, kommt nunmal Sauerstoff in die Fläschchen, egal wie rein der Inhalt ist. Im Gegenteil, je reiner und naturbelassener, desto empfindlicher können sie sein. Nicht umsonst wird oft der Vergleich mit teuren Weinen gezogen: Diese würde man auch nicht unbegrenzt aufbewahren, nachdem sie einmal geöffnet worden sind. Naturreine und hochwertige Produkte zeichnen sich – anders als Industrie-Massenware – im Allgemeinen durch eine begrenzte Lebensdauer aus.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich sehe mal wieder dunkle Wolken am Naturdüfte-Horizont und es macht mich unglaublich traurig, dass nun durch die oben genannten Behauptungen und Praktiken Gefahren für die Gesundheit von gutgläubigen kranken Menschen lauern. Zwei Jahrzehnte lang haben wir Dozent/innen und Autor/innen den Menschen versucht klar zu machen, dass selbst eine dreiprozentige Verdünnung für manche Patient/innen zu hoch sein kann. Wir haben vielmehr in den letzten Jahren mit 2- und 1-prozentigen Verdünnungen erfreuliche Erfahrungen gemacht (denn diese entsprechen mehr dem Vorkommen der ätherischen Öle in den Pflanzen, also bereits haut- und magenfreundlich „verpackt“). Mir graut vor der Vorstellung, dass solche brachialen Anwendungen durch medizinische Laien und minimal geschulte „Expert/innen“ gar einen Todesfall verursachen könnten, beispielsweise durch einen anaphylaktischen Schock  (ich weiß, dieser kann selbstverständlich auch bei zarten Behandlungen durch gut geschulte Personen auftreten, genau so wie bei der Anwendung von Kosmetika oder bei Verzehr von bestimmten Speisen). Zudem drohen „im Falle eines Ernstfalles“ noch mehr Restriktionen von Seiten der Gesetzgeber, schnell kann dann der freie Verkauf von unseren duften Naturhelfern der Vergangenheit angehören. Und die engagierte Arbeit von unzähligen Pflegenden wäre in ernsthafter Gefahr.

Ich würde hier nicht darüber schreiben, wenn sich die Anfragen in letzter Zeit nicht gehäuft hätten (auch bei einigen Kolleg/innen, die wir uns das nahende aromatische Unwetter mit großer Sorge anschauen). Ich habe lange gezögert, dies zu tun. Doch die geköderten und verunsicherten Menschen sollten eine Möglichkeit bekommen, sich über eine sichere Form der Anwendung und über transparente und ethisch handelnde Firmen informieren zu können. Ich habe hier allerdings ganz bewusst keine Namen genannt und werde sie auch NICHT nennen („alte Hasen“ der Aromabranche wissen warum). Wer sich über eine sichere und menschen- sowie pflanzenfreundliche Anwendung von ätherischen Ölen informieren möchte, kann dies auf dieser Seite des österreichischen Vereines ÖGwA (klick!) tun. Zudem sollte bei der Arbeit mit anderen Menschen immer der gesunde Menschenverstand beteiligt sein: Eine Körpereinreibung mit dem Inhalt vieler großer Körbe gefüllt mit Kräutern (das entspricht der Anwendung von mehreren Millilitern unverdünnter ätherischer Öle) kann nicht gesundheitsförderlich sein! Mal abgesehen von den Behandler/innen, die bei einer erfolgreichen Praxis dieser Art ständig mit unverantwortlichen Mengen an ätherischen Ölen konfrontiert sind.

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie* Für alle, die meine Arbeit weiterhin ohne den ‚Versandhausriesen‘ unterstützen möchten: Bücher können – seit Jahren – selbstverständlich auch über die beiden anderen Bücher-Links hier in der rechten Spalte bestellt werden, und mir wird eine kleine Provision gutgeschrieben; hochwertige Naturkosmetika, Naturtextilien-Mode, Öko-Putzmittel, gesunde Haushaltstextilien und andere umweltfreundliche Produkte können bei Waschbär und Hess Natur bezogen werden, deren Logos sich auch seit Langem in der rechten Spalte befinden. Einfach drauf klicken, bestellen, die Software weiß, von wo der Auftrag kommt und ich bekomme meine „Miniprovision“. 😉 Bei aller Kritik sollte jedoch auch berücksichtigt werden, dass Amazon sehr vielen ‚kleinen‘ Händler/innen, die beispielsweise mit ätherischen Ölen und Naturkosmetik handeln, wie beispielsweise Alles Natur Pur, ein gewerbliches ‚Zuhause‘ bietet. Zudem hat die Firma bereits erste Schritte zur Besserung eingeleitet.

** Wer erfahren möchte, wie viele Sklaven – also reale Menschen wie du und ich, jedoch wegen unseres Konsumverhaltens geknechtet – man durch sein Konsumverhalten beschäftigt, kann dies mit Hilfe der Website Slaveryfootprint ausrechnen lassen. Aber Achtung, das Ergebnis kann auch bei sehr bewusstem Konsumverhalten schockierend ausfallen und unglücklich machen.

*** Ich kenne und schätze selbstverständlich das (gewünschte) Phänomen der Erstverschlimmerung, auch habe ich in meiner Heilpraktikerausbildung gelernt, dass in der Naturheilkunde manchmal „verletzt“ werden muss, um die Selbstheilungskräfte anzuregen (beispielsweise beim Quaddeln). Ich weiß auch, dass man manche ätherische Öle (in bestimmten Situationen) durchaus in höherer Dosierung als üblicherweise empfohlen, einsetzen kann. Doch was ich im privaten Umfeld und mit meiner Familie mache und machen darf, entspricht nicht dem ethischen Verhaltenskodex der gewerblich ausgeübten Arbeit mit ätherischen Ölen. Entsprechend geschulte Ärzte und Ärztinnen setzen ätherische Öle in hohen Dosierungen ein (hauptsächlich in Frankreich), jedoch verfügen sie über entsprechende Erfahrungen und wissen um Gegenmaßnahmen, sollte eine unerwünschte Reaktion vorkommen, zudem sind sie haftpflichtversichert (wie übrigens auch die seriösen Aromatherapeut/innen in Großbritannien, die sich verpflichten, mit einer Verdünnung von maximal 3 Prozent zu behandeln. Und um es abschließend klarzustellen: Ich spreche mich in keinster Weise gegen die Qualität der betreffenden ätherischen Öle aus!

warum bloß?


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDie SCCS (Scientific Committee on Consumer Safety) Brüssel will für die Naturkosmetik neue, weitere Beschränkungen einführen.

So sollen folgende Inhaltsstoffe der Öle angeblich stark Allergie auslösend sein: Eugenol, Geraniol, Geranial, Limonen, Linalool, Linalylacetat und andere mehr. Diese Stoffe sind in den meisten natürlichen Blütenölen und Zitrusölen enthalten, einige sind die Hauptbestandteile von Rosen- und Lavendelölen. Sie sollen in Zukunft nur noch in Konzentrationen von 0,01% in Naturkosmetik enthalten sein. Mit diesen Vorgaben wird es unmöglich, naturreine ätherische Öle sinnvoll in Naturkosmetik einzusetzen. Die Wirksamkeit der Naturkosmetik würde durch ein faktisches Verbot wichtiger ätherischer Öle um ein Vielfaches herabgesetzt werden.

Auch bei den reinen natürlichen ätherischen Ölen ist eine Verschärfung der Sicherheitsbestimmungen schon erfolgt: Die „alte“ Etiketten-Aufschrift mit R65 („Gesundheitsschädlich: Kann beim Verschlucken Lungenschäden verursachen“) ist geändert worden zu H304Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein. 

Warum können die Briten ihre ätherischen Öle weitestgehend vor solchem Unsinn verschonen (u.a. mit Hilfe des Verbandes der Ölehersteller und -Lieferanten ATC) und Deutsche, Österreicher und Schweizer (zumindest jene schweizer Firmen, die ätherische Öle in die EU exportieren) geben dauernd nach, so dass die ätherische Öle-Fläschchen inzwischen wie übelste Chemikalien aussehen? Meerettich und Kochsalz in der Küche können auch recht schnell und einfach bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein. Mir fehlen die Worte. Bleibt nur, die Petition zu unterschreiben und diese erneute Verrücktheit bekannt zu machen.

PS. Meine Namensvetterin Eliane aus dem Hunsrück hat mir diesen Link zur Verordnung zukommen lassen, das ist die Kosmetikrichtlinie von 2009, die in 2013 in Kraft treten wird (siehe seite 78 des pdf). Vielen Dank! Ich selbst habe derzeit keine Zeit mich um Einzelheiten dieses Wahnsinns zu kümmern (will ich auch gar nicht). Die obige Meldung kam einerseits von Prof. Dr. Wabner, den ich sehr schätze und ernst nehme, andererseits von zwei österreichischen Naturkosmetik-Firmen, so dass ich die paar Zeilen einfach ungeprüft übernommen habe. Ich denke, es ist weniger die Pharmaindustrie, welche die Eurokraten in diesem Falle berät, sondern eher einzelne weltumspannende Kosmetik-Großkonzerne, die sich „Sorgen“ um die Haut der Menschen machen, ihre fast nie oxidierenden und ewig haltbaren Mineralöle bekommen in den letzten zwei Jahrzehnten zu viel spürbare Konkurrenz.

himmlische düfte – alt und neu


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDie Weihnachtszeit brachte zwei Bücher-Überraschungen zu mir.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapySusanne Fischer-Rizzi, DIE Pionierin der deutschsprachigen Aromatherapie, schickte mir die 25ste Auflage (!) ihrer wundervollen Himmlischen Düfte, weil ich noch das Cover einer älteren Auflage hier auf dem Blog zeigte. Nun bin ich aber bei manchen Büchern erzkonservativ: Mein erstes Exemplar (1. Auflage von 1989) von Himmlische Düfte war eines meiner ersten Duftbücher und ich habe es fast totgeliebt wie einen alten Teddybären. Es hat einen (zu) weichen Einband und ist auf relativ rauem Papier gedruckt, die Farben sind dezent, es hatte bereits damals ein sehr besonderes, individuelles und künstlerisches Aussehen.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyErkennen die Jüngeren unter euch (oder die Aroma-Beginnerinnen) den Zusammenhang? 😉 Dieses Fresko aus der Villa der Arianna in Stabiae bei Pompeji (1. Jh. v. / 1. Jh. n. Chr., Museo Archeologico Nazionale in Neapel) haben die beiden Firmen-Gründerinnen seinerzeit als Signet ausgewählt (zum Vergrößern auf das Bild klicken). Es zeigt die Göttin oder Muse Primavera (der Frühling) wie sie an einer Pflanze mit weißen Blüten zupft, die sie offenbar in ihr Füllhorn verfrachtet. Der grüne Mauernhintergrund zierte früher das ganze Etikett der Fläschchen.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Jasmin in meinem alten Buch.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Jasmin im neuen Buch.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Neroli in meinem alten Buch.

Eliane Zimmermann AiDA Aromatherapy

Neroli im neuen Buch.

Über die zweite Buchüberraschung, eine wahre Besonderheit, werde ich nächstes Mal berichten. Vielen Dank übrigens für den guten Zuspruch für mein ‚rosa Buch‘. Ich hoffe, die zuständigen Menschen bei Irisiana lassen sich überzeugen, schließlich ist es das Nachfolge-Buch von den ‚Himmlischen Düften‘ im Verlag, denn Susanne Fischer-Rizzi ist mit ihrem Werk schon vor langer Zeit zum AT-Verlag gegangen.