osmanthus, das absolue bei angst


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIch bin eine bekennende Osmanthus-Fannin. Jeden unserer Duftwochen-Gäste hier im Südwesten Irlands mit seiner beeindruckenden subtropischen Flora führe ich zu den zahlreichen Osmanthus-Sträuchern. Diese sind allerdings wesentlich kleiner als der schattenspendende gigantische Osmanthus-Baum, unter dem ich jahrelang als Kind in Brasilien spielte (leider inzwischen gefällt wegen eines Parkplatzes). Der fruchtig-getrocknete-aprikosen-ähnliche Duft enthält auch eine Spur Jasminduft und sogar Iris-Noten). Dieses Parfum der winzigen Blüten muss sich tief in meine Neuronen eingebrannt haben. Die zahlreichen als Sträucher und Bäume wachsenden Osmanthusarten heißen auf deutsch ‚Duftblüte‘. Auf der Insel Mainau sind drei oder vier Arten zu bewundern.

In China, von wo die Pflanze stammt, werden die getrockneten Blüten mit ihrem fruchtigen Aroma eingesetzt, um edle Grüntees zu beduften (Gui Hua), auch manche Weine sollen sie aufwerten. Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDas nicht mehr überall erhältliche Absolue {•} WERBUNG: zum Bestellen bei Amazon klicken, danke für den kleinen Beitrag, der Sie nicht mehr kostet 😉 {•} muss stark verdünnt werden, damit der feine Blütenduft sich entfalten kann. Dem ätherischen Irisöl gar nicht unähnlich, kann dieses kostbare Kunstwerk unmittelbar auf die inneren Welten wirken. Hexenylbutanoat und Alpha-Ionon tragen zum fruchtigen Charakter dieses ungewöhnlichen Duftes bei.

Klar, dass er auf einer meiner 40 Psychoaromatherapie-Karten vorgestellt wird! (Einige Rest-Sets sind noch über Vivere erhältlich). Die Affirmation für diese Karte: „Ich wandle fröhlich und inspiriert auf kreativen Pfaden.“ Denn dieser Duft kann lockern, wenn es im Kreativitätszentrum klemmt, wenn eine Prise Heiterkeit das Leben bereichern soll, wenn Appetit auf Leben (und Süßigkeiten) lockt. Er passt wunderbar zu Zitrusdüften, insbesondere zu Mandarinenöl und zu Grapefruitöl. Umso erfreuter war ich, dass es eine nagelneue kleine wissenschaftliche Arbeit aus Japan dazu gibt.

In dieser randomisierten kontrollierten Studie erhielten 361 PatientInnen unterschiedliche Düfte vor einer als schmerzhaft, peinlich und unangenehm erlebten Darmspiegelung als Inhalation zu riechen: Lavendelöl, Grapefruitöl, Osmanthusabsolue, oder keinen Duft (Kontrollgruppe). Nach der Koloskopie, die bei keinem der PatientInnen Komplikationen hervorrief, sollten diese auf einer Skala Werte für ihre Angst und für ihr Gefühl von Unangenehmsein eintragen.
LeffingwellAls Ergebnis notieren die Autoren, dass der Osmanthusduft die Stärke der Angst signifikant reduzierte. Bei denen, wo starke Angst mit Unwohlsein vorhanden war, halfen Osmanthusduft und Grapefruitduft signifikant. [Hozumi H, Hasegawa S, Tsunenari T, Sanpei N, Arashina Y, Takahashi K, Konnno A, Chida E, Tomimatsu S. Aromatherapies using Osmanthus fragrans oil and grapefruit oil are effective complementary treatments for anxious patients undergoing colonoscopy: A randomized controlled study. Complement Ther Med. 2017 Oct;34:165-169]

Es gibt übrigens passend zum Absolue noch drei weitere Produkte von Primavera, die diesen Duft enthalten (allerdings kaum wahrnehmbar): Ein wunderbar cremiger Verwöhnender Duschbalsam, dazu passend ein Duschgel und eine Körpercreme. Gute-Laune-Luxus ohne Kalorien und gut zum Körper und zur Umwelt, man gönnt sich ja sonst nix zu wenig! Ein selbst gemachtes so richtig lecker duftendes Körperöl für die kühlere Jahreszeit könnte so aussehen und duften:

  • 40 ml Jojobaöl
  • 10 ml Arganöl
  • 8 Tropfen Osmanthus 5%
  • 8 Tropfen Grapefruitöl
  • 5 Tropfen Bio-Vanilleextrakt
  • 2-3 Tropfen Tonka-Extrakt

{•} Diese fetten und ätherischen Öle können beispielsweise bei Feeling (klick!) bestellt werden, danke für den kleinen Beitrag, der Sie nicht mehr kostet, der jedoch zur derzeit laufenden dringend notwendigen Renovierung dieser Seite eingesetzt wird {•}

Da es sich bei dieser neuen Studie um eine Hilfe für den eher seelischen Bereich der PatientInnen handelt, fallen mir noch Experimente ein, die den körperlichen Schmerz während dieses intimen und mit Scham belegten Eingriffs, lindern können. Vier Stunden vorab eingenommene Colpermin-Kapseln mit Pfefferminzöl (187 mg pro Kapsel) reduzierten in einem iranischen Versuch mit 65 PatientInnen Krämpfe und Schmerzen während der rektalen Einführung des Schlauches und verbesserten dadurch die Bildaufnahmen. [Shavakhi A, Ardestani SK, Taki M, Goli M, Keshteli AH. Premedication with peppermint oil capsules in colonoscopy: a double blind placebo-controlled randomized trial study. Acta Gastroenterol Belg. 2012 Sep;75(3):349-53]

Eine ähnliche Arbeit wurde bereits 2006 mit 205 PatientInnen in Japan durchgeführt.  Die Ergebnisse mit dem eingenommenen Pfefferminzöl waren signifikant besser als in der Kontrollgruppe ohne Pfefferminzöl (P < 0.001). [Mizuno S, Kato K, Ono Y, Yano K, Kurosaka H, Takahashi A, Abeta H, Kushiro T, Miyamoto S, Kurihara R, Hiki N, Kaminishi M, Iwasaki A, Arakawa Y. Oral peppermint oil is a useful antispasmodic for double-contrast barium meal examination. J Gastroenterol Hepatol. 2006 Aug;21(8):1297-301]

Während diese „Von-oben“-Maßnahme von dem Patienten notfalls selbst vorgenommen werden kann (beispielsweise mit der Einnahme von Carmenthin-Kapseln), können die Endoskopie-Profis auch „von unten“ arbeiten: Fünf Jahre vorher erhielten 409 PatientInnen circa 20 ml einer Lösung aus 1 Liter Wasser, 8 ml Pfefferminzöl und 0,2 ml des Lösungsvermittlers Tween 80 rektal eingeführt. Die Kontrollgruppe (bestehend aus 36 PatientInnen) erhielt nur Wasser mit Lösungsvermittler. Bei 88, 5 % der PatientInnen der Pfefferminzegruppe wurde ein mindestens 20 Minuten andauernder zufriedenstellender spasmolytischer (krampflösender) Effekt notiert, auch bei 33,3 % der Ohne-Pfefferminze-Gruppe war eine krampflösende Wirkung zu beobachten (p<0.0001). Bei PatientInnen mit Reizdarm (IBS) war die Wirksamkeit signifikant niedriger (p < 0.0001). Es gab keine negativen Nebenwirkungen. [Asao T, Mochiki E, Suzuki H, Nakamura J, Hirayama I, Morinaga N, Shoji H, Shitara Y, Kuwano H. An easy method for the intraluminal administration of peppermint oil before colonoscopy and its effectiveness in reducing colonic spasm. Gastrointest Endosc. 2001 Feb;53(2):172-7].

Mein Artikel von 2013 zur Duftblüte ist hier und hier nachzulesen. Inhaltsstoffe (Abb. oben rechts) und mehr Infos: Leffingwell

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faszination duftkommunikation


duftkreis_copyright_christine_lamontainIm Frühling war Christine Lamontain zum dritten Mal bei mir in Irland. Ihre wundervolle Art, die vielschichtigen und zunächst verschachtelt wirkenden Informationen rund um die Duftkommunikations zu vermitteln, faszinert mich jedes Jahr mehr. Wer bei ihr erfahren und spüren lernt, wie tief Düfte gehen können, wie sie uns berühren, umarmen und abschrecken können, wenn man sie nur achtsam WAHRnimmt, wird Aromapflege und Aromatherapie mit neuen Augen (Nase) betrachten. Und ätherische Öle sehr behutsam anwenden und weiter geben. Christines Arbeit basiert auf den Erkenntnissen des Pioniers Martin Henglein, der den Duftkreis in den achtziger Jahren „erfunden“ und veröffentlicht hat.

Durch Stornierungen sind für das Modul 1 der neuen Duftkommunikations-Gruppe am 29.-30. September zwei Plätze freigeworden. Eine gute Chance für Sofortentschlossene, wirklich ganz besondere Erfahrungen rund um das Riechen und den Kontakt der feinen Duftmoleküle mit unseren Innenwelten kennen zu lernen. Sogar neue Einblicke ins eigenen Innenleben können entstehen.

Die vier spannenden Module finden in schönster Natur, inmitten von Wiesen und übervollen Apfelbäumen des Hunsrück (westlich von Koblenz), im schönen Blockhaus der Vivere Schule von Sabrina Herber statt. Dort habe ich vor einigen Tagen selbst unterrichtet! Infos bei Vivere (klick!). Nächstes Jahr kommt Christine auch wieder zu mir, noch sind Plätze zum Frühbucherpreis zu haben (Infos hier).

schwer erkrankte nahestehende menschen pflegen und begleiten


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDas ist seit vielen Jahren ein Herzensthema von mir. Die Idee zum neuen Buch „Aromapflege für Sie“ entstand zunächst durch die vielen, vielen E-Mails von recht verzweifelten Menschen, die mich um Tipps, Meinungen, Rezepte und Adressen baten. Meistens geht es um den Wunsch, liebe Menschen in schwierigen gesundheitlichen Situationen – sei es körperlicher Natur oder auch seelischen Ursprungs – zu unterstützen. Man möchte nicht hilflos daneben stehen müssen, wenn ein nahestehender Mensch leidet. Oft liegen auch schwere Enttäuschungen über die konventionellen Behandler zu Grunde, immer wieder lese ich von „aufgegebenen“ („austherapierten“) Menschen, meistens wünscht man sich, die betreffende Person behutsam, natürlich und würdevoll zu unterstützen. Auch werden Gegenentwürfe gegen Sätze wie ihn kürzlich eine Bekannte von ihrem Onkologen anhören musste, gesucht. Er drohte ihr geradezu: „Wenn sie die Bestrahlungen nicht machen, kann ich Ihnen zu 100 Prozent garantieren, dass Ihr Brustkrebs zurück kehren wird“. (Da bleibt mir wirklich die Spucke weg! 😦 )

Schon seit vielen Jahren bin ich nun etliche Stunden wöchentlich mit dem Beantworten solcher Anfragen beschäftigt. So lag die Idee nahe, möglichst viele dieser Tipps in einem Buch zusammen zu fassen. Ich erinnere die Fragenden jedes Mal daran, dass sie besser etwas FÜR ihren Angehörigen oder ihre Freundin tun sollten, anstatt GEGEN ein Ungetüm von Wort wie ‚Zerebrale Mikroangiopathie‘ oder ‚Epidermolysis bullosa‘ anzukämpfen. Ich rate ihnen vielmehr, sich die betroffene Person und ihre momentanen und individuellen Symptome genau anschauen: Mag er oder sie lieber eine warme oder oder eher eine kühlende Anwendung? Tun ihr oder ihm eher frische Zitrusdüfte gut oder blumige Gartengerüche gut? Oder schenkt man ihr vielleicht mit Nadelölen einen virtuellen Spaziergang im Wald oder mit holzigen Düften mehr Stabilität und Erdung. Auch die Art der passenden Anwendung kann ein medizinischer Laie gut heraus finden: Würde die Person sich mit einem abendlichen Fußbad besser fühlen oder benötigt sie etwas für Zwischendurch wie einen Roll-on oder würde sie von einem feinen Raumspray mehr Entspannung und Wohlbefinden erfahren?

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapySo konnte ich über die Jahre hilfreiche Tipps jenseits einer nicht erlaubten Diagnose mitteilen oder eine prima Adresse zur naturheilkundlichen Behandlung verschenken. Manchmal reichen auch „kosmetische“ Empfehlungen wie kürzlich bei einer älteren Dame, die mich wegen trockener Augen und Naseneingänge anrief. Auch dem Baby mit der oben genannten Zungenbrecher-Hautkrankheit konnte mit einer oberflächlich betrachtet „kosmetischen“ Behandlung unglaublich gut geholfen werden: Es war „schlichtes“, jedoch hochqualitatives Rosenhydrolat, was dem armen Würmchen ganz überzeugende Linderung brachte.

In die lange Zeit des Zusammenstellens dieses 184 Seiten dicken Buches fielen dann noch die (zum Glück nicht allzu lange andauernde) Demenz meines Vaters, seine schweren Schmerzen sowie der Abschied für immer. Ich durfte am eigenen Leib die Hilflosigkeit und Ratlosigkeit spüren, wenn die „Schulmedizin“ keine Antwort beispielsweise auf höllischen Juckreiz am Rücken des betagten Herren hat und man als Familienmitglied unbedingt irgendwie helfen möchte. Schlichtes Aloe vera-Gel mit einem Hauch Pfefferminzeöl und Lavendelöl brachten enorme Linderung. Freundinnen und Bekannte mit schlimmen Folgen einer Krebstherapie dankten beispielsweise für den Tipp, den wunden Mund mit Sanddornfruchtfleischöl und stark mit Birkenzucker (Xylitol) gesüßtem dünnen Tee zu pflegen.

Nun ist das Taschenbuch fast fertig für den Weg zur Druckerei, in zwei Monaten (25. Oktober 2017) wird es diese Sammlung von Unterstützungs-Rezepturen und vielen Tipps drumherum zu kaufen geben. Ob bei Symptomen von Epilepsie, Parkinson, Abwehrschwäche/AiDS, demenziellen Veränderungen, MRSA-Plage oder Tumoren: Für jeden gesundheitlichen Zustand eines Menschen ist (nicht nur) ein Kraut gewachsen. Mit Hilfe von ätherischen Ölen, Hydrolaten und fetten Pflanzenölen – freilich auch als Begleitung zur „konventioneller Medikation“ – kann jeder Laie höchst wirksam und fein duftend die Lebensqualität von lieb gewonnenen Menschen enorm verbessern. Sei es für viele Jahre die noch vor ihm oder ihr liegen oder „nur“ für die letzten Stunden auf dieser Erde.

Die Rezeptvorschläge sind behutsam und niedrig dosiert zusammen gestellt, so dass niemand befürchten muss, seine Lieben in Gefahr zu bringen. Die Rezepturen beruhen auf Erfahrungen, die ich in drei Jahrzehnten mit den wundervollen duften Helferlein aus den braunen Fläschchen sammeln durfte. Auch das wertvolle Feedback von unzähligen LaienbehandlerInnen und professionellen PflegerInnen ist in diese Seiten mit eingeflossen. Meine ganzheitliche Sicht auf den Menschen als Wesen mit Leib und Seele, dazu Destillations-Einblicke, Kräutergarten-Momente, Gespräche mit Wissenschaftlern und viele evidenzbasierte Erkenntnisse machen dieses Buch zu einem nützlichen Begleiter. Sicher ist es auch als hilfreiches Geschenk für betroffene Familien denkbar. Auf der Rückseite des Buches, das wieder genau wie „Aromatherapie für Sie“ von der talentierten Anke Schütz mit stimmungsvollen Fotos illustriert wurde, ist zu lesen:

Begleiten und pflegen mit ätherischen Ölen

Sie pflegen einen nahestehenden Menschen und möchten mehr für sein Wohlbefinden tun, ihn begleiten und trösten? Mit ätherischen Ölen können Sie sehr viel bewirken – sie lindern Schmerzen, hemmen Entzündungen und töten Keime. Zudem laden vertraute Naturdüfte zu Zeitreisen an schöne Orte und Momente ein.

Übersichtlich: Die wichtigsten ätherischen Öle werden nach Duftrichtung, Eigenschaften und Einsatzgebieten vorgestellt. Hydrolate, Pflanzenöle und Fertigmischungen ergänzen die achtsame Aromapflege.

Einfach und effektiv: Die erfahrene Aromatherapeutin zeigt Ihnen, wie Sie die Anwendungen leicht selbst herstellen können.

Vielfältig: Ob bei Demenz, während der Chemotherapie oder für die palliative Begleitung – die erprobten Anwendungen sorgen für mehr Lebensqualität in gesundheitlichen Krisen.

Aromapflege für Sie kann vorbestellt werden (klick!), es wird 19,99 Euro kosten.

ätherische öle als wirksame helfer bei erkrankungen des nervensystems


duftmoleküle_in_äö_RegenbogenBeim Betrachten dieser Formeln steigen vor mir förmlich Düfte auf {zwar gibt es das „geistige Auge“, doch die „geistige Nase“ wäre ein passenderer Ausdruck}. Es kann vielleicht ein paar Jährchen dauern, bis man versteht, welches Heilungspotenzial sich hinter diesen Molekülen verbirgt, doch es lohnt sich! Viele dieser Moleküle sind in „offiziellen“ in der Apotheke erhältlichen Mittel eingearbeitet, manchmal (fast) so, wie die Natur sie vorgibt, manchmal etwas „kreativ“ verändert.

Umso erstaunter bin ich, dass man immer noch lesen und hören kann, dass ätherische Öle esoterischer Hokuspokus seien, dass sie allenfalls als Placebo wirken können, dass man einfach „dran glauben“ müsse. Liegt dieses Unwissen darin begründet, dass sowohl Journalisten als auch Mediziner zu sehr von anderen Informationen und Artikeln zugeschüttet sind und sich ständig durch diese kämpfen müssen? Dass die Gewinnoptimierung im Vordergrund steht und es darum als Zeitverschwendung gilt, sich mit diesen „billigen“ sekundären Pflanzenstoffen, die man ohnehin nicht patentieren kann, zu beschäftigen?! Oder liegt es an einer gewissen Faulheit Trägheit, sich mit wissenschaftlichen Texten, dazu meistens noch in englischer Sprache, auseinander zu setzen?

Eine wundervoll zusammengestellte Übersichtsarbeit über unzählige wissenschaftliche Arbeiten, welche die Wirkung und den sinnvollen Einsatz von ätherischen Ölen zur Linderung von Symptomen von unterschiedlichen Formen der Demenz aufzeigen, kann kostenlos runtergeladen werden (sonst kosten solche Arbeiten ab 35$ aufwärts): Neuroprotective and Anti-Aging Potentials of Essential Oils from Aromatic and Medicinal Plants von Mai 2017 (klick!, daraus stammt die oben abgebildete Formelsammlung). Themen dieser Arbeit sind:

  • Alzheimer und andere Demenzen
  • Gedächtnis und Lernen
  • Anti-Amyloid-Effekt auf die Nervenzellen
  • Umgang mit oxidativem Stress (der zu degenerativen Krankheiten führen kann)
  • Anxiolytische (angstlösende) Wirkung von ätherischen Ölen, auch bei Krebserkrankungen
  • Ätherische Öle bei Epilepsie und anderen Krampfleiden

Alle diese Gebiete sind mit über 100 wissenschaftlichen Arbeiten belegt, etliche sind zwar circa 10 Jahre alt, und gelten damit als historisch, doch auch neuere Arbeiten sind aufgelistet. Jedoch alle wurden in „peer-reviewed“ Fachzeitschriften veröffentlicht, stammen also aus hoch seriösen Quellen. Wer nicht so gut englisch kann: Es reicht auch bereits, wenn man die Tabelle auf den Seiten 5 und 6 studiert, da in Kürze mit Pfeilen gezeigt wird, welche Öle in welche Richtung (anregend oder bremsend) auf welche Körpersysteme wirken.

Zusammenfassend schreibt das Autorenteam aus Pakistan: „EOs are effective on almost all currently known pathological targets of AD. EOs also possess neuroprotective, anti-aging potentials and are effective in dementia, epilepsy, anxiety and other neurological disorders.“ („Ätherische Öle zeigen sich als wirksam bei fast allen bekannten pathologischen Ziele der Alzheimer-Demenz. Ätherische Öle besitzen auch neuroprotektive und anti-aging Eigenschaften, sie sind auch sinnvoll bei [anderen Formen der] Demenz, sowie bei Epilepsie, Angststörungen und anderen neurologischen Störungen.„)

Worauf warten wir dann noch??!!

yuzu-öl bei emotionalen achterbahnen vor der menstruation


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Yuzu-Bäumchen in Kyoto

„Man kann sie schnell mit einer gewöhnlichen Zitrone verwechseln, die sich eine Mandarinenschale um die Schultern gelegt hat.“ schreib Arne Anker im Zeit Magazin. Die Rede ist von Yuzu, einer zitronenähnlichen Frucht aus Japan, die im deutschsprachigen Raum noch nicht wirklich bekannt ist. Vielleicht liegt der Grund sowohl am hohen Preis als auch am wenig attraktiven Aussehen: „diese japanische Frucht sieht aus, als hätte eine Zitrone zu lange in einer Pfütze gelegen. Und aufgrund ihres schrumpeligen, beuligen Aussehens traut man ihr nicht so viel zu.“ wird sie von Arne Anker weiter beschrieben. Das ätherische Öl aus der Schale ist im deutschsprachigen Raum nur bei ausgewählten Naturduft-Spezialisten erhältlich.

In ihrer Heimat Japan erfreut sich diese Frucht großer Beliebtheit, dort sah ich sie in einem Garten in Kyoto. Als ich meine Übersetzerin fragte, um welche Zitrusfrucht es sich handele, übersetzte sie einen ausführlichen Redeschwall der Besitzerin des Gartens, ich erinnere mich nur noch, dass die Frucht für die Dame so normal wie für uns Äpfel im Garten sind, und dass sie sehr fein für allerlei Speisen sei.

An der Kyoto University  untersuchte man in einer einfach verblindeten randomisierten Crossover-Studie an 17 jungen Frauen mit subjektiv empfundenen prämenstruellen Symptomen die Wirkung des Yuzu-Öles. Bereits im April 2016 wurde eine ganz ähnliche Studie (klick!) desselben Autorenteams veröffentlicht, die kostenlos herunter geladen werden kann.

Für die vor zwei Tagen veröffentlichte Arbeit wurden die Frauen, die in ihren zwanziger Jahren sind, an zwei Gelegenheiten während der Lutealphase ihres Zyklus untersucht (2. Zyklushälfe). Sie inhalierten entweder Zitronen- oder Lavendelöl (als Kontrolle) für jeweils 10 Minuten. Es wurde ihre Herzfrequenzvariabilität (HFV) gemessen, dazu wurde ihre Stimmung nach einer internationalen Skala (POMS = Profile of Mood States) protokolliert.

Unser Organismus besitzt die Fähigkeit, die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern und an diverse Situationen anzupassen. Auch wenn unser Körper sich im Ruhezustand befindet, kann der zeitliche Abstand zwischen zwei Herzschlägen sich verringern oder vergrößern. Unter Dauer-Stress leidet diese Anpassungsfähigkeit. Sie gilt u.a. als Indikator für die emotionale Balance.

Die 10-Minuten-Inhalation des Yuzu-Duftes reduzierte signifikant die Herzschlagrate, und zusammen mit den Messungen der Herzfrequenzvariabilität leitet man von diesen Ergebnissen die Aktivität des parasympatischen Nervensystems ab, welches in Richtung Entspannung schaltete. Zusätzlich verbesserten sich auf drei negativen Skalen die emotionalen Werte signifikant: „Anspannung – Angst“, Ärger – Feindseligkeit“ und „Müdigkeit“, alles übliche innere Achterbahnen bei PMS.  Die Autoren stellen fest: „Die prämenstruellen psychoneurophysiologischen Effekte von Yuzuduft unterscheiden sich nicht von den Effekten von Lavendel.“

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Privatgarten in Kyoto mit Yuzu-Bäumchen

Matsumoto T, Kimura T, Hayashi T. Does Japanese Citrus Fruit Yuzu (Citrus junos Sieb. ex Tanaka) Fragrance Have Lavender-Like Therapeutic Effects That Alleviate Premenstrual Emotional Symptoms? A Single-Blind Randomized Crossover Study. J Altern Complement Med. 2017 May 8.

Ich bin übrigens bei Maienfelser Naturkosmetik fündig geworden, 3 ml Yuzu-Öl kosten € 16,50. Bei Oshadhi finde ich einen etwas abweichenden wissenschaftlichen Namen (Citrus medicus junos) und die Bezeichnung, die für die klassische Citrus medica verwendet wird: Yuzu (Cedrat), 5 ml kosten € 15,90.

schlafen auf der intensivstation


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieNach dem vorherigen Artikel über verbesserten Schlaf für Pflegende, die im Schichtdienst arbeiten, bekam ich die Info über eine erst kürzlich veröffentlichte Studie, in der man sich mit dem Schlaf von PatientInnen auf einer Intensivstation beschäftigte. Danke, liebe Heike; für diese ergänzende Arbeit.

Es überrascht sicher niemanden, dass Menschen, die ein gesundheitliches Trauma durchmachen, möglicherweise mit dem Tod ringen müssen, von Ängsten geplagt sind und schwere Schmerzen durchleiden, nicht an erholsamen Schlaf denken können. Dazu die Medikamente, die Schläuche, die Elektroden, die piependen und blinkende Apparate, das Kommen und Gehen der Betreuer.

So wurde in diesem türkischen Experiment geschaut, wie 60 HerzpatientInnen auf Lavendelöl reagieren. Die Schlafqualität wurde nach zwei standardisierten und anerkannten Skalen bewertet [Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) und Beck Anxiety Inventory (BAI) scale]. 15 Tage lang bekam die Hälfte der vorher informierten TeilnehmerInnen 2%ig verdünntes Lavendelöl zum Einatmen. Die Kontrollgruppe bekam kein Lavendelöl zu riechen. Nach diesen zwei Wochen wurde in beiden Gruppen die Schlafqualität wieder bewertet.

Die Lavendelgruppe zeigte signifikant bessere Ergebnisse (p < 0·05), was die Qualität des Schlafes und auch was die Stärke der Angstsymptome anbelangte. Die Autoren schließen daraus, das diese nicht-invasive und kostengünstige Maßnahme für die Intensivpflege-Betreuung von HerzpatientInnen sinnvoll ist, denn sie kann von den Pflegenden selbstständig vorgenommen werden und ist einfach anwendbar.
[Karadag E, Samancioglu S, Ozden D, Bakir E. Effects of aromatherapy on sleep quality and anxiety of patients. Nurs Crit Care. 2017 Mar;22(2):105-112]

glas_aluminium_inhalierstift_blau_xsWenn jemand diese hilfreiche Anwendung ausprobieren möchte, bitte darauf achten, dass Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) eingesetzt wird, denn billigerer Lavandin kann relativ viel Campher (Kampfer oder Bornan-2-on) enthalten, dieser aktiviert und macht wach. Nur das ätherische Öl aus der Lavandin-Züchtung Lavandula × intermedia Super kommt dem Echten Lavendel in der beruhigend wirksamen Zusammensetzung recht nahe. Idealerweise gibt man 1-2 Tropfen des Lavendelöles auf einen Tupfer, der in der Nähe der Nase des Patienten gelegt wird, oder – zunächst teurer jedoch langfristig preisgünstiger, weil wochenlang benutzbar – auf einen Inhalier-Stick, wie sie inzwischen von mehreren Anbietern erhältlich sind, auch schöner und hygienischer aus Glas (in der Schweiz bei Florentia und für Österreich und Deutschland bei Sabine Nachbauer). Der beruhigend und angstlindernd wirksame Inhaltsstoff Linalylacetat ist auch reichlich in folgenden ätherischen Ölen enthalten:

  • Mentha x citrata, Bergamottminze: 34–63 % Linalylacetat
  • Citrus x bergamia, Bergamotte: 35% Linalylacetat
  • Salvia sclarea, Muskatellersalbei: 75% Linalylacetat
  • Lavandula × intermedia Super: +/- 35% Linalylacetat
  • Citrus x aurantium flos, Neroli: 3-16 % Linalylacetat
  • Citrus x aurantium fol, Petit Grain: 50-70 % Linalylacetat
  • Bursera delpechiana, Linaloe-Früchte: 22% Linalylacetat (und fast die doppelte Menge im sehr seltenen Öl aus den Samen und Samenhülsen)

Abbildung Inhalierstifte: Sabine Nachbauer

schlafqualität bei pflegenden in schichtarbeit


Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyIch spreche und verstehe zwar zum Glück etliche Sprachen, aber mit meinen Koreanisch-Kenntnissen hapert es doch ziemlich 🙂 Ich habe eine viel versprechende Studie von Ende 2016 genau in dieser Sprache vorliegen, doch kann ich nur die englischsprachige Zusammenfassung (Abstract) lesen. Vielleicht können sich Pflegende daraus dennoch eine kleine Inspiration holen.

Es ging in dieser kleinen Arbeit mit  60 gesunden TeilnehmerInnen darum, ob das Einatmen von ätherischen Ölen die Schlafqualität von Krankenpflegenden, die in Schichtarbeit arbeiten, verbessern kann. Die Hälfte der TeilnehmerInnen atmeten 3 Minuten vor dem Schlafengehen einen Duft ein, circa 10 cm von ihrer Nase entfernt. Dann wurden sie gebeten zu Bett zu gehen und einen Aromastone (auch ‚Thermo-Duftstein‘ * mit Duft) circa 30 cm von ihrem Kopf laufen zu lassen. Das sind aus Keramik oder Porzellan angefertigte Gefäße oder steinartige, kugelige kleine Geräte, die leicht erwärmt werden (durch Strom) und völlig ohne Geräusche arbeiten. Leider werden in der englischen Zusammenfassung nicht die Öle genannt, es handelt sich jedoch vermutlich um Lavendelöl, da es sowohl bei den Suchkriterien aufgelistet ist als auch bei den Quellen genannt wird. Im Text war noch die römische Kamille und die Bitterorange zu finden, danke für’s aufmerksame „Lesen“, liebe Frauke!

Viermal wurde die Qualität des Schlafes der TeilnehmerInnen erfasst: vor der Studie, sowie an den Tagen 1, 2 und 3 während der Studie, gemessen nach anerkannten international bekannten Skalen (Perceived QOS und Verran & Synder-Halpern [VSH]), die Anzahl der Wachwerde-Vorkommnisse wurde mit einem nicht-invasivem Gerät gezählt (Aktigraph).

Vor dem Experiment waren keine signifikanten Unterschiede zwischen der „Duftgruppe“ und der Kontrollgruppe feststellbar, nach dem dritten Tag des Experimentes war eine signifikante Verbesserung der Qualität des Schlafes bei TeilnehmerInnen der „Duftgruppe“ zu verzeichnen (VSH: F=6.39, p =.002). Das Autorenteam schließt daraus, dass das Einatmen von ätherischen Ölen den Schlaf von schichtarbeitenden Menschen im Pflegebereich verbessern kann. [Kim W, Hur MH. Inhalation Effects of Aroma Essential Oil on Quality of Sleep for Shift Nurses after Night Work. J Korean Acad Nurs. 2016 Dec;46(6):769-779]

Thermo-Duftsteine gibt es von folgenden Anbietern für zwischen 22 und 50 Euro, einfach anklicken!

Feeling

Farfalla

Neumond

Taoasis

FRAGE: Ist unter meinen LeserInnen jemand, der/die koreanisch lesen und verstehen kann, so dass wir etwas über die verwendeten Öle erfahren können? Der volle Text dieser Studie kann hier nachgelesen werden, eben auf koreanisch!

gedanken-geplapper


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Dieser (etwas frei übersetzte) Name eines der feinen Duft-Roll-ons der Firma Tazeka, die ich kürzlich verloste, hat in der Produktwahl einen extremen Vorsprung vor anderen Duftmischungen erhalten. Die Kommentare dazu waren teilweise sehr lustig. Diese mentalen Monologe plagen also viele Menschen. Sie sind auch ein lästiger Begleiter, wenn man meditiert oder versucht zu meditieren! Oder ganz einfach mal auszuspannen, loszulassen und abzuschalten. Wer auf der verlinkten Website nachgeschaut hat, hat gesehen, dass das Produkt „Nonstop Thoughts“ von Tazeka  laut der INCI-Deklaration folgende ätherische Öle enthält:

  • Cardamom (Elettaria cardamomum)
  • Sandelholz Hawaii (Santalum paniculatum)
  • Myrrhe (Comminphora myrrha)
  • Majoran (Origanum majorana)
  • Weihrauch (Boswellia sacra)
  • Römische Kamille (Chamaemelum nobile)
  • Grapefruit (Citrus paradisi)

Dazu Jojobaöl sowie Tocopherol (Vitamin E) zum Stabilisieren.

Der fein-würzige Duft des Cardamom sticht sozusagen als erster aus diesem Roll-on hervor, die anderen Düfte bilden eine feine, minimal zitrusartig duftende Einheit. Wenn man also so einen Roll-on nachempfinden möchte, nimmt man beispielsweise 2 Tropfen dieses wirklich ganz besonderen Gewürzöles, das aus den Samen einer ingwerähnlichen Pflanze gewonnen wird, auf 10 ml Jojobaöl. Cardamom enthält nämlich je nach Herkunft knapp 50% 1,8-Cineol, das eine sehr positive Wirkung auf unsere „grauen Zellen“ hat, also auf Denkvorgänge: tendenziell eher anregend, jedoch ohne hektisch zu machen. Dazu enthält das Öl jedoch auch stark beruhigende Monoterpen-Ester, um die 40 Prozent. Die restlichen knapp 10 Prozent werden von Monoterpenolen bestimmt, sie runden den Duft fein ab, sie wirken wie ein Gläschen Sekt: bei Bedarf beruhigend, aber ebenso umgekehrt, also heiter-aktiv machend.

Wir haben schon alleine mit dem kostbaren Cardamomöl eine gute Grundlage, um unserem wild gewordenen Gedanken-Affen, der sich durch die Gehirnwindungen schaukelt, zu mehr Manieren zu verhelfen. Mit einer kleinen Beigabe weiterer Öle, kann die Mischung abgerundet werden, also:

  • 10 ml Jojobaöl
  • 2 Tropfen Cardamom (Elettaria cardamomum)
  • 2 Tropfen Grapefruit (Citrus paradisi)
  • 1 Tropfen Sandelholz Hawaii (Santalum paniculatum)
  • 1 Tropfen Römische Kamille (Chamaemelum nobile)
  • 1 Tropfen Weihrauch (Boswellia sacra)
  • 1/2 bis 1 Tropfen Majoran (Origanum majorana) [duftet sehr stark heraus]

Alles in eine hübschen Roll-on-Flasche geben, sehr sanft mischen. Bei Bedarf auf Schläfen, Stirn, Nacken und unter der Nase auftragen, in ganz schlimmen Fällen von mentaler Achterbahn kann dieser Mix alle 10 Minuten aufgetragen werden: zum Lernen, zum Fokussieren, zur Verbesserung der Konzentration, zum besseren Loslassen und Einschlafen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAus der energetischen Arbeit kennen wir zwei Blütenpräparate, die noch unterstützend eingenommen werden können: White Chestnut (35, die Gedankenblüte) von den Bach-Blüten und Boronia von den Australischen Busch-Blüten Essenzen.

Hochwertiges Cardamom/Kardamom gibt es beispielsweise bei Neumond (klick!), bei Primavera (klick!), bei Farfalla, bei Feeling und bei Wadi (jeweils auf die Namen klicken für Infos und Preise!).

riechstoffe bewusst wahrnehmen und damit in kommunikation treten


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKaum jemandem in der „herkömmlichen“ Aromatherapie- und Aromapflege-Szene ist bewusst, wie wichtig der ganz individuelle und aktuelle Wohlfühlduft ist und wie stark dieser helfen und stützen kann – ja, uns sogar von seelischen Knoten befreien kann. Wie nützlich wäre es, wenn man PatientInnen mit individuell, durch seine/ihre Nase ausgesuchten ätherischen Ölen helfen dürfte. Es ist äußerst spannend, wie uns unsere Nase aktuelle „Nachrichten“ aus dem Inneren schicken kann. Zudem ist es erschreckend, wie störend der „falsche“ Geruch auf jemanden wirken kann.

duftkreis_copyright_christine_lamontain

Duftkommunikation sichtbar gemacht: Eine Version des Duftkreises nach Christine Lamontain

Nun wird in den meisten Ausbildungen der Pflanzenduft „von außen“ vorgestellt und wahrgenommen. Ich habe als Riechender eigentlich nichts damit zu tun, ich trete nur in seltenen Fällen in bewussten Austausch mit den Duftmolekülen. Ich sage vielleicht: „den mag ich“, oder „da könnte ich mich hineinsetzen“ oder auch „bäh, der stinkt ja!“. Doch was genau haben diese Äußerungen mit mir, mit meiner momentanen Befindlichkeit zu tun, wie können mir solche Wertungen Wege aufzeigen, tiefe Seelenschichten zu erkennen? Trete ich in WIRKlichen Kontakt mit dem Duft, erlebe ich eine Art der Kommunikation mit den Riechmolekülen. Doch wer nimmt sich die Zeit, und schnuppert mit geschlossenen Augen am Fläschchen oder noch besser am Riechstreifen, ohne den Namen der Pflanze nachzulesen? Wer spürt in sich hinein, schaut nach Innen, um zu erfassen, wo genau was passiert? Genau damit befasst sich die Osmologie: Sie ist die Lehre des Riechens und untersucht die eher psychischen Wirkungen von Pflanzendüften, Parfümstoffen und auch von „Stinkern“ auf das menschliche Empfinden und Verhalten.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Christine im Sommer 2016 in Südwest-Irland

Ein Mensch, der in Duftkommunikation geschult ist, ist eine Art gut geschulter „Dolmetscher“. Er oder sie wird kleinste Veränderungen in der Mimik oder in der Körperhaltung während des Schnupperns beobachten. Er oder sie nimmt wahr, ob und wie der Riechstoff in Kommunikation mit dem betreffenden Menschen gegangen ist. Diese geduldige und aufmerksam-achtsame Person ist sowohl mit den chemisch-physiologischen Seiten des Riechens und der Duftmoleküle vertraut. Sie hat zudem Offenheit, Empathie und vor allem einen ganz natürlichen Respekt gegenüber ihren Klienten und KursteilnehmerInnen. Ein(e) Duftkommunkations-Expertin/e braucht niemanden zu beschwatzen oder zu überzeugen, sie/er muss und möchte gar keine Öle verkaufen, schon gar nicht einer bestimmten Marke. Es werden in einigen Fällen sogar – eher umgekehrt – unterschiedliche Düfte und Firmen mit dem gleichen Pflanzennamen zur behutsamen Auswahl angeboten. All dies habe ich in den letzten zwei Jahren in der Zusammenarbeit mit der begabten Christine Lamontain schätzen gelernt und sehr bewusst erfahren dürfen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Zwischen persönlichen Dufterfahrungen im geschützten Raum werden auf Exkursionen viele Duftpflanzen in ihrer natürlichen (subtropischen) Umgebung WAHRgenommen und beGRIFFEN

Ich durfte wunderbar befreiende Erlebnisse von TeilnehmerInnen mit erleben, wenn sie mit Hilfe von „ihrem“ Naturduft den einen oder anderen Knoten in ihrem Inneren lösen konnten. Ich gebe zu, auch mit über 25 Jahren Erfahrung im Bereich der ätherischen Öle war ich bisweilen fast ein wenig erschreckt darüber, dass mir bislang noch so viele neue Erkenntnisse entgangen waren. Christine schildert solche Erlebnisse auf ihrer Blog-Seite hier (klick!)

Sie hat bei Martin Henglein, dem Erschaffer der Integralen Osmologie, ihr „Handwerkszeug“ gelernt und diese Methode viele Jahre geübt und für sich angepasst, sie hat auch im Zuge ihrer osmologischen Arbeit den OsmoAnker kreiert, und ist selbst immer wieder erstaunt, wie wirksam diese Technik ist. Christine sagt dazu „Bis jetzt war dieses Werkzeug einfach nur selbstverständlich … ist es jedoch nicht, denn es gibt wesentliche Unterschiede zum allgemein bekannten ‚Duftanker‘, der im NLP oder in hypnotisch orientierten Methoden Verwendung findet.“

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Frühe unterschiedliche Versionen des Archetypischen Duftkreises von Martin Henglein (achtziger Jahre)

Deshalb heißt er auch nicht mehr „Duftanker“, sondern jetzt „OsmoAnker“. Er ist aus der Duftkommunikation mit Christines Wissen aus dem NLP (Ankern) 2014 entstanden. Sie bringt ihn mit zu der ihre Kurswochendenden und Kurswochen mit inspirierenden Dufterfahrungen.

Ich konnte Christine dafür gewinnen, im kommenden Jahr zum dritten Mal zu mir nach Irland zu kommen: Vom 27. Mai bis zum 03. Juni 2017, zur Zeit der unglaublich schönen Manukablüte, können InteressentInnen wieder Seele-Baumeln-Lassen (am Meer) und viel Neues erfahren und erfühlen; jede(r) kann dann in entspannter Atmosphäre, drinnen, im weitläufigen Park oder sogar am Meer üben, in Gruppen oder alleine mit den unterschiedlichsten Naturdüften in Kommunikation zu treten. So kann später mit diesen Erfahrungen anderen Menschen, ob in der Familie oder im beruflichen Umfeld, wirklich individuell und achtsam geholfen werden. Infos gibt es hier (klick!). Der FRÜHBUCHER-RABATT gilt noch etwas mehr als einen Monat (bis 21. Dezember 2016, ab 820 € inkl. 6 Übernachtungen im Zweibettzimmer, Exkursionen, Eintritte, Öle, Seelen-Roll-on). Wer sich entschließt, nach dieser Woche weiterzumachen, bekommt diese Kurstage angerechnet bei einer mehrteiligen Fortbildung von Christine Lamontain, beispielsweise in Kiel, Jena, Graz und im Hunsrück bei Sabrina Herber. Infos zu den unterschiedlichsten osmologischen Themengebieten sind auf ihrer super zu lesenden Website zu finden: Das olfaktorische Duftgespräch (klick!).

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Christine und Eliane heißen Sie herzlich Willkommen für 6 Tage mit spannenden Duft-Erfahrungen [Abb li. Sabrina Herber; Abb re: Christine Lamontain]

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Seit etlichen Wochen verwende ich selbst zwei wirklich fein duftende Raum- und Kragensprays von aetherio (ich habe in den letzten Wochen so einiges zu verdauen gehabt). Sie wurden von der Biochemikerin und Molekularbiologin Bettina Görner aus Heidelberg, Mutter von zwei kleinen Kindern, für die Kleinsten der Kleinen zusammengestellt. Unsere ‚Zwerge‘ werden einerseits in der heutigen Zeit viel zu sehr mit penetranten synthetischen Gerüchen aus Weichspülern, Parfüms, Bauausdünstungen, Putzmitteln etc konfrontiert. Andererseits müssen sie ständig Dinge in unserem hektischen Erwachsenen-Leben verarbeiten und kämpfen dann oft – was nicht verwunderlich ist – mit Stress-Symptomen wie Überreiztheit, hyperaktivem Verhalten, schlechter Laune, Einschlafproblemen, Albträumen, Weinerlichkeit usw. Da wir Eltern meistens selbst genug um die Ohren haben, ist es nicht immer leicht, angemessen zu trösten und zu beruhigen.

Da Bettina sehr fein dosierte Helfersprays suchte und dazu den Anspruch hat, dass möglichst nur zertifizierte Bio-Qualität an die Näschen ihrer (und aller) Kids kommen sollte, hat sie sich selbst an die Produktion dieser zwei Produkte gemacht. Auch der Nachwuchs von Bekannten durfte die Sprays testen, sie wurden für gut und hilfreich befunden und nun können diese professionell gestalteten Produkte von allen Eltern, die etwas dufte Begleitung suchen, bestellt werden.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDas bio Helferspray bei ‚überreizt und müde‚ hilft an Tagen, an denen die Kleinen zu viel erlebt haben und dann möglicherweise Schwierigkeiten haben, zur Ruhe zu kommen. Müdigkeit und Überreiztheit äußern sich unterschiedlich, oft durch Quengeln oder Weinen oder sogar Wutanfälle. In diesen Momenten, egal ob zu Hause oder unterwegs, kann das Spray mit zwei ätherische Ölen helfen: bio Lavendel und bio Mandarine rot, die Öle sind babygerecht nur 0,5%-ig dosiert.

orangenteller_xsDas bio Helferspray bei ‚schlecht gelaunt‚ hilft in Situationen, in denen die Kleinen einfach nicht gut drauf sind. Es gibt viele Gründe für sie, irritiert oder unpässlich oder wütend zu sein – das gehört zum Großwerden dazu. Das Spray kann in diesen Situationen mit zwei fruchtigen ätherischen Ölen, die prima auf die Stimmung wirken, zur Seite stehen: bio Orange und bio Mandarine rot, auch diese Öle sind babygerecht 0,5%-ig verdünnt. Orangenöl wurde bereits in mehreren wissenschaftlichen Arbeiten als angstlösend und stimmungsaufhellend befunden.
MandarineNeben den ätherischen Ölen enthalten diese Sprays destilliertes Wasser, ein klein wenig bio-Alkohol für die bessere Verdunstung sowie einen Emulgator, der die ätherischen Öle mit Wasser mischt. Nach dem richtigen Emulgator hat Bettina lange gesucht und sich für ein Produkt entschieden, das naturkosmetik-konform ist (zertifiziert durch Natrue, BDIH, Cosmos, EcoCert). Es besteht aus Polyglycercyl-10-Laurat und Zitronensäure (Expertin für Naturkosmetik Heike Käser beschreibt und bewertet diesen Emulgator auf ihrer Super-Website Olionatura).

Bettina verrät auf ihrer ansprechend gestalteten Website, dass manche Erwachsene berichten, selbst eine Flasche am Bett parat zu haben. Nervt das Gedankenkarrussel am Abend, oder ist an ein Wiedereinschlafen nach dem nächtlichen Kind-Beruhigen nicht zu denken, dann kann das Spray auch uns Großen beim Abschalten helfen.

Diese zwei Produkte sind für kleine Nasen ab 6 Monaten geeignet, 50 ml kosten 14 Euro, beide Fläschchen werden innerhalb Deutschlands portofrei versendet. In Österreich sind sie in Innsbruck im Der Kinderladen erhältlich. Sie können im Raum versprüht werden (2-3 Sprühstöße), es kann etwas davon auf ein Kuscheltuch oder auch auf das Nickytuch eines Kuscheltieres gegeben werden.

Nachdem ich beide Sprays nun gut kenne, könnte ich mir vorstellen, dass sie auch ideal für sehr sensible und unruhige Menschen im Bereich der Seniorenpflege und Hospizarbeit geeignet sein müssten. Insbesondere das Spray mit Lavendel müsste ältere Menschen an „alte Zeiten“ erinnern, es duftet sehr subtil nach dem „blauen Wunder“. Wie wir inzwischen gut wissen, können hoch verdünnte ätherische Öle sehr fein auf seelische Dysbalancen wirken.