osmanthus, das absolue bei angst


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIch bin eine bekennende Osmanthus-Fannin. Jeden unserer Duftwochen-Gäste hier im Südwesten Irlands mit seiner beeindruckenden subtropischen Flora führe ich zu den zahlreichen Osmanthus-Sträuchern. Diese sind allerdings wesentlich kleiner als der schattenspendende gigantische Osmanthus-Baum, unter dem ich jahrelang als Kind in Brasilien spielte (leider inzwischen gefällt wegen eines Parkplatzes). Der fruchtig-getrocknete-aprikosen-ähnliche Duft enthält auch eine Spur Jasminduft und sogar Iris-Noten). Dieses Parfum der winzigen Blüten muss sich tief in meine Neuronen eingebrannt haben. Die zahlreichen als Sträucher und Bäume wachsenden Osmanthusarten heißen auf deutsch ‚Duftblüte‘. Auf der Insel Mainau sind drei oder vier Arten zu bewundern.

In China, von wo die Pflanze stammt, werden die getrockneten Blüten mit ihrem fruchtigen Aroma eingesetzt, um edle Grüntees zu beduften (Gui Hua), auch manche Weine sollen sie aufwerten. Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDas nicht mehr überall erhältliche Absolue {•} WERBUNG: zum Bestellen bei Amazon klicken, danke für den kleinen Beitrag, der Sie nicht mehr kostet 😉 {•} muss stark verdünnt werden, damit der feine Blütenduft sich entfalten kann. Dem ätherischen Irisöl gar nicht unähnlich, kann dieses kostbare Kunstwerk unmittelbar auf die inneren Welten wirken. Hexenylbutanoat und Alpha-Ionon tragen zum fruchtigen Charakter dieses ungewöhnlichen Duftes bei.

Klar, dass er auf einer meiner 40 Psychoaromatherapie-Karten vorgestellt wird! (Einige Rest-Sets sind noch über Vivere erhältlich). Die Affirmation für diese Karte: „Ich wandle fröhlich und inspiriert auf kreativen Pfaden.“ Denn dieser Duft kann lockern, wenn es im Kreativitätszentrum klemmt, wenn eine Prise Heiterkeit das Leben bereichern soll, wenn Appetit auf Leben (und Süßigkeiten) lockt. Er passt wunderbar zu Zitrusdüften, insbesondere zu Mandarinenöl und zu Grapefruitöl. Umso erfreuter war ich, dass es eine nagelneue kleine wissenschaftliche Arbeit aus Japan dazu gibt.

In dieser randomisierten kontrollierten Studie erhielten 361 PatientInnen unterschiedliche Düfte vor einer als schmerzhaft, peinlich und unangenehm erlebten Darmspiegelung als Inhalation zu riechen: Lavendelöl, Grapefruitöl, Osmanthusabsolue, oder keinen Duft (Kontrollgruppe). Nach der Koloskopie, die bei keinem der PatientInnen Komplikationen hervorrief, sollten diese auf einer Skala Werte für ihre Angst und für ihr Gefühl von Unangenehmsein eintragen.
LeffingwellAls Ergebnis notieren die Autoren, dass der Osmanthusduft die Stärke der Angst signifikant reduzierte. Bei denen, wo starke Angst mit Unwohlsein vorhanden war, halfen Osmanthusduft und Grapefruitduft signifikant. [Hozumi H, Hasegawa S, Tsunenari T, Sanpei N, Arashina Y, Takahashi K, Konnno A, Chida E, Tomimatsu S. Aromatherapies using Osmanthus fragrans oil and grapefruit oil are effective complementary treatments for anxious patients undergoing colonoscopy: A randomized controlled study. Complement Ther Med. 2017 Oct;34:165-169]

Es gibt übrigens passend zum Absolue noch drei weitere Produkte von Primavera, die diesen Duft enthalten (allerdings kaum wahrnehmbar): Ein wunderbar cremiger Verwöhnender Duschbalsam, dazu passend ein Duschgel und eine Körpercreme. Gute-Laune-Luxus ohne Kalorien und gut zum Körper und zur Umwelt, man gönnt sich ja sonst nix zu wenig! Ein selbst gemachtes so richtig lecker duftendes Körperöl für die kühlere Jahreszeit könnte so aussehen und duften:

  • 40 ml Jojobaöl
  • 10 ml Arganöl
  • 8 Tropfen Osmanthus 5%
  • 8 Tropfen Grapefruitöl
  • 5 Tropfen Bio-Vanilleextrakt
  • 2-3 Tropfen Tonka-Extrakt

{•} Diese fetten und ätherischen Öle können beispielsweise bei Feeling (klick!) bestellt werden, danke für den kleinen Beitrag, der Sie nicht mehr kostet, der jedoch zur derzeit laufenden dringend notwendigen Renovierung dieser Seite eingesetzt wird {•}

Da es sich bei dieser neuen Studie um eine Hilfe für den eher seelischen Bereich der PatientInnen handelt, fallen mir noch Experimente ein, die den körperlichen Schmerz während dieses intimen und mit Scham belegten Eingriffs, lindern können. Vier Stunden vorab eingenommene Colpermin-Kapseln mit Pfefferminzöl (187 mg pro Kapsel) reduzierten in einem iranischen Versuch mit 65 PatientInnen Krämpfe und Schmerzen während der rektalen Einführung des Schlauches und verbesserten dadurch die Bildaufnahmen. [Shavakhi A, Ardestani SK, Taki M, Goli M, Keshteli AH. Premedication with peppermint oil capsules in colonoscopy: a double blind placebo-controlled randomized trial study. Acta Gastroenterol Belg. 2012 Sep;75(3):349-53]

Eine ähnliche Arbeit wurde bereits 2006 mit 205 PatientInnen in Japan durchgeführt.  Die Ergebnisse mit dem eingenommenen Pfefferminzöl waren signifikant besser als in der Kontrollgruppe ohne Pfefferminzöl (P < 0.001). [Mizuno S, Kato K, Ono Y, Yano K, Kurosaka H, Takahashi A, Abeta H, Kushiro T, Miyamoto S, Kurihara R, Hiki N, Kaminishi M, Iwasaki A, Arakawa Y. Oral peppermint oil is a useful antispasmodic for double-contrast barium meal examination. J Gastroenterol Hepatol. 2006 Aug;21(8):1297-301]

Während diese „Von-oben“-Maßnahme von dem Patienten notfalls selbst vorgenommen werden kann (beispielsweise mit der Einnahme von Carmenthin-Kapseln), können die Endoskopie-Profis auch „von unten“ arbeiten: Fünf Jahre vorher erhielten 409 PatientInnen circa 20 ml einer Lösung aus 1 Liter Wasser, 8 ml Pfefferminzöl und 0,2 ml des Lösungsvermittlers Tween 80 rektal eingeführt. Die Kontrollgruppe (bestehend aus 36 PatientInnen) erhielt nur Wasser mit Lösungsvermittler. Bei 88, 5 % der PatientInnen der Pfefferminzegruppe wurde ein mindestens 20 Minuten andauernder zufriedenstellender spasmolytischer (krampflösender) Effekt notiert, auch bei 33,3 % der Ohne-Pfefferminze-Gruppe war eine krampflösende Wirkung zu beobachten (p<0.0001). Bei PatientInnen mit Reizdarm (IBS) war die Wirksamkeit signifikant niedriger (p < 0.0001). Es gab keine negativen Nebenwirkungen. [Asao T, Mochiki E, Suzuki H, Nakamura J, Hirayama I, Morinaga N, Shoji H, Shitara Y, Kuwano H. An easy method for the intraluminal administration of peppermint oil before colonoscopy and its effectiveness in reducing colonic spasm. Gastrointest Endosc. 2001 Feb;53(2):172-7].

Mein Artikel von 2013 zur Duftblüte ist hier und hier nachzulesen. Inhaltsstoffe (Abb. oben rechts) und mehr Infos: Leffingwell

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schwer erkrankte nahestehende menschen pflegen und begleiten


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDas ist seit vielen Jahren ein Herzensthema von mir. Die Idee zum neuen Buch „Aromapflege für Sie“ entstand zunächst durch die vielen, vielen E-Mails von recht verzweifelten Menschen, die mich um Tipps, Meinungen, Rezepte und Adressen baten. Meistens geht es um den Wunsch, liebe Menschen in schwierigen gesundheitlichen Situationen – sei es körperlicher Natur oder auch seelischen Ursprungs – zu unterstützen. Man möchte nicht hilflos daneben stehen müssen, wenn ein nahestehender Mensch leidet. Oft liegen auch schwere Enttäuschungen über die konventionellen Behandler zu Grunde, immer wieder lese ich von „aufgegebenen“ („austherapierten“) Menschen, meistens wünscht man sich, die betreffende Person behutsam, natürlich und würdevoll zu unterstützen. Auch werden Gegenentwürfe gegen Sätze wie ihn kürzlich eine Bekannte von ihrem Onkologen anhören musste, gesucht. Er drohte ihr geradezu: „Wenn sie die Bestrahlungen nicht machen, kann ich Ihnen zu 100 Prozent garantieren, dass Ihr Brustkrebs zurück kehren wird“. (Da bleibt mir wirklich die Spucke weg! 😦 )

Schon seit vielen Jahren bin ich nun etliche Stunden wöchentlich mit dem Beantworten solcher Anfragen beschäftigt. So lag die Idee nahe, möglichst viele dieser Tipps in einem Buch zusammen zu fassen. Ich erinnere die Fragenden jedes Mal daran, dass sie besser etwas FÜR ihren Angehörigen oder ihre Freundin tun sollten, anstatt GEGEN ein Ungetüm von Wort wie ‚Zerebrale Mikroangiopathie‘ oder ‚Epidermolysis bullosa‘ anzukämpfen. Ich rate ihnen vielmehr, sich die betroffene Person und ihre momentanen und individuellen Symptome genau anschauen: Mag er oder sie lieber eine warme oder oder eher eine kühlende Anwendung? Tun ihr oder ihm eher frische Zitrusdüfte gut oder blumige Gartengerüche gut? Oder schenkt man ihr vielleicht mit Nadelölen einen virtuellen Spaziergang im Wald oder mit holzigen Düften mehr Stabilität und Erdung. Auch die Art der passenden Anwendung kann ein medizinischer Laie gut heraus finden: Würde die Person sich mit einem abendlichen Fußbad besser fühlen oder benötigt sie etwas für Zwischendurch wie einen Roll-on oder würde sie von einem feinen Raumspray mehr Entspannung und Wohlbefinden erfahren?

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapySo konnte ich über die Jahre hilfreiche Tipps jenseits einer nicht erlaubten Diagnose mitteilen oder eine prima Adresse zur naturheilkundlichen Behandlung verschenken. Manchmal reichen auch „kosmetische“ Empfehlungen wie kürzlich bei einer älteren Dame, die mich wegen trockener Augen und Naseneingänge anrief. Auch dem Baby mit der oben genannten Zungenbrecher-Hautkrankheit konnte mit einer oberflächlich betrachtet „kosmetischen“ Behandlung unglaublich gut geholfen werden: Es war „schlichtes“, jedoch hochqualitatives Rosenhydrolat, was dem armen Würmchen ganz überzeugende Linderung brachte.

In die lange Zeit des Zusammenstellens dieses 184 Seiten dicken Buches fielen dann noch die (zum Glück nicht allzu lange andauernde) Demenz meines Vaters, seine schweren Schmerzen sowie der Abschied für immer. Ich durfte am eigenen Leib die Hilflosigkeit und Ratlosigkeit spüren, wenn die „Schulmedizin“ keine Antwort beispielsweise auf höllischen Juckreiz am Rücken des betagten Herren hat und man als Familienmitglied unbedingt irgendwie helfen möchte. Schlichtes Aloe vera-Gel mit einem Hauch Pfefferminzeöl und Lavendelöl brachten enorme Linderung. Freundinnen und Bekannte mit schlimmen Folgen einer Krebstherapie dankten beispielsweise für den Tipp, den wunden Mund mit Sanddornfruchtfleischöl und stark mit Birkenzucker (Xylitol) gesüßtem dünnen Tee zu pflegen.

Nun ist das Taschenbuch fast fertig für den Weg zur Druckerei, in zwei Monaten (25. Oktober 2017) wird es diese Sammlung von Unterstützungs-Rezepturen und vielen Tipps drumherum zu kaufen geben. Ob bei Symptomen von Epilepsie, Parkinson, Abwehrschwäche/AiDS, demenziellen Veränderungen, MRSA-Plage oder Tumoren: Für jeden gesundheitlichen Zustand eines Menschen ist (nicht nur) ein Kraut gewachsen. Mit Hilfe von ätherischen Ölen, Hydrolaten und fetten Pflanzenölen – freilich auch als Begleitung zur „konventioneller Medikation“ – kann jeder Laie höchst wirksam und fein duftend die Lebensqualität von lieb gewonnenen Menschen enorm verbessern. Sei es für viele Jahre die noch vor ihm oder ihr liegen oder „nur“ für die letzten Stunden auf dieser Erde.

Die Rezeptvorschläge sind behutsam und niedrig dosiert zusammen gestellt, so dass niemand befürchten muss, seine Lieben in Gefahr zu bringen. Die Rezepturen beruhen auf Erfahrungen, die ich in drei Jahrzehnten mit den wundervollen duften Helferlein aus den braunen Fläschchen sammeln durfte. Auch das wertvolle Feedback von unzähligen LaienbehandlerInnen und professionellen PflegerInnen ist in diese Seiten mit eingeflossen. Meine ganzheitliche Sicht auf den Menschen als Wesen mit Leib und Seele, dazu Destillations-Einblicke, Kräutergarten-Momente, Gespräche mit Wissenschaftlern und viele evidenzbasierte Erkenntnisse machen dieses Buch zu einem nützlichen Begleiter. Sicher ist es auch als hilfreiches Geschenk für betroffene Familien denkbar. Auf der Rückseite des Buches, das wieder genau wie „Aromatherapie für Sie“ von der talentierten Anke Schütz mit stimmungsvollen Fotos illustriert wurde, ist zu lesen:

Begleiten und pflegen mit ätherischen Ölen

Sie pflegen einen nahestehenden Menschen und möchten mehr für sein Wohlbefinden tun, ihn begleiten und trösten? Mit ätherischen Ölen können Sie sehr viel bewirken – sie lindern Schmerzen, hemmen Entzündungen und töten Keime. Zudem laden vertraute Naturdüfte zu Zeitreisen an schöne Orte und Momente ein.

Übersichtlich: Die wichtigsten ätherischen Öle werden nach Duftrichtung, Eigenschaften und Einsatzgebieten vorgestellt. Hydrolate, Pflanzenöle und Fertigmischungen ergänzen die achtsame Aromapflege.

Einfach und effektiv: Die erfahrene Aromatherapeutin zeigt Ihnen, wie Sie die Anwendungen leicht selbst herstellen können.

Vielfältig: Ob bei Demenz, während der Chemotherapie oder für die palliative Begleitung – die erprobten Anwendungen sorgen für mehr Lebensqualität in gesundheitlichen Krisen.

Aromapflege für Sie kann vorbestellt werden (klick!), es wird 19,99 Euro kosten.

gedanken-geplapper


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Dieser (etwas frei übersetzte) Name eines der feinen Duft-Roll-ons der Firma Tazeka, die ich kürzlich verloste, hat in der Produktwahl einen extremen Vorsprung vor anderen Duftmischungen erhalten. Die Kommentare dazu waren teilweise sehr lustig. Diese mentalen Monologe plagen also viele Menschen. Sie sind auch ein lästiger Begleiter, wenn man meditiert oder versucht zu meditieren! Oder ganz einfach mal auszuspannen, loszulassen und abzuschalten. Wer auf der verlinkten Website nachgeschaut hat, hat gesehen, dass das Produkt „Nonstop Thoughts“ von Tazeka  laut der INCI-Deklaration folgende ätherische Öle enthält:

  • Cardamom (Elettaria cardamomum)
  • Sandelholz Hawaii (Santalum paniculatum)
  • Myrrhe (Comminphora myrrha)
  • Majoran (Origanum majorana)
  • Weihrauch (Boswellia sacra)
  • Römische Kamille (Chamaemelum nobile)
  • Grapefruit (Citrus paradisi)

Dazu Jojobaöl sowie Tocopherol (Vitamin E) zum Stabilisieren.

Der fein-würzige Duft des Cardamom sticht sozusagen als erster aus diesem Roll-on hervor, die anderen Düfte bilden eine feine, minimal zitrusartig duftende Einheit. Wenn man also so einen Roll-on nachempfinden möchte, nimmt man beispielsweise 2 Tropfen dieses wirklich ganz besonderen Gewürzöles, das aus den Samen einer ingwerähnlichen Pflanze gewonnen wird, auf 10 ml Jojobaöl. Cardamom enthält nämlich je nach Herkunft knapp 50% 1,8-Cineol, das eine sehr positive Wirkung auf unsere „grauen Zellen“ hat, also auf Denkvorgänge: tendenziell eher anregend, jedoch ohne hektisch zu machen. Dazu enthält das Öl jedoch auch stark beruhigende Monoterpen-Ester, um die 40 Prozent. Die restlichen knapp 10 Prozent werden von Monoterpenolen bestimmt, sie runden den Duft fein ab, sie wirken wie ein Gläschen Sekt: bei Bedarf beruhigend, aber ebenso umgekehrt, also heiter-aktiv machend.

Wir haben schon alleine mit dem kostbaren Cardamomöl eine gute Grundlage, um unserem wild gewordenen Gedanken-Affen, der sich durch die Gehirnwindungen schaukelt, zu mehr Manieren zu verhelfen. Mit einer kleinen Beigabe weiterer Öle, kann die Mischung abgerundet werden, also:

  • 10 ml Jojobaöl
  • 2 Tropfen Cardamom (Elettaria cardamomum)
  • 2 Tropfen Grapefruit (Citrus paradisi)
  • 1 Tropfen Sandelholz Hawaii (Santalum paniculatum)
  • 1 Tropfen Römische Kamille (Chamaemelum nobile)
  • 1 Tropfen Weihrauch (Boswellia sacra)
  • 1/2 bis 1 Tropfen Majoran (Origanum majorana) [duftet sehr stark heraus]

Alles in eine hübschen Roll-on-Flasche geben, sehr sanft mischen. Bei Bedarf auf Schläfen, Stirn, Nacken und unter der Nase auftragen, in ganz schlimmen Fällen von mentaler Achterbahn kann dieser Mix alle 10 Minuten aufgetragen werden: zum Lernen, zum Fokussieren, zur Verbesserung der Konzentration, zum besseren Loslassen und Einschlafen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAus der energetischen Arbeit kennen wir zwei Blütenpräparate, die noch unterstützend eingenommen werden können: White Chestnut (35, die Gedankenblüte) von den Bach-Blüten und Boronia von den Australischen Busch-Blüten Essenzen.

Hochwertiges Cardamom/Kardamom gibt es beispielsweise bei Neumond (klick!), bei Primavera (klick!), bei Farfalla, bei Feeling und bei Wadi (jeweils auf die Namen klicken für Infos und Preise!).

aromapflege bei zahnschmerzen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWenn das neue Jahr mit einer Beerdigung und mit einer Backenzahn-Entfernung anfängt, kann es nur besser werden! Darum teile ich heute eine Rezeptur, die wirklich hervorragend und vorbeugend gegen blau-lila-grün-gelbe Bäckchen nach so einem blutigen Gemetzel wirkt, man mische:

  • 10 ml Johanniskrautöl
  • 1 Tropfen Immortelleöl (Helichrysum italicum)
  • 1 Tropfen Lorbeeöl (Laurus nobilis)
  • 1 Tropfen Pfefferöl (Piper nigrum) oder
  • 1 Tropfen Palo Santo-Öl (Bursera graveolens) 0der
  • 1 Tropfen Manukaöl (Leptospermum scoparium)

Am besten den Ölmix leicht warm halten (Fläschchen in Hosentasche) und mehrfach täglich sanft von außen auf die Wange in der betroffenen Gegend auftragen. Diese Mischung hilft, die Schmerzen zu lindern, sie hilft Stauungen im verletzten Gewebe zu reduzieren und verhindert (ganz oder fast) die Hämatombildung. Zur verbesserten Wundheilung können Zinktabletten als Nahrungsergänzung eingenommen werden.

Sollte es mit der Blutstillung hapern, kann ein Schlückchen Cistrosenhydrolat in den Mundraum gegeben werden, dieses lässt man circa 5 Minuten dort ohne stark zu spülen, nur leicht hin und her bewegen, es schmeckt jedoch sehr gewöhnungsbedürftig. Oder einen halben Tropfen Cistrosenöl auf eine kleine gefaltete Kompresse geben, diese an die Wunde legen und circa 20 Minuten sanft „zubeißen“. Wer sehr zu Hämatomen neigt, kann die betroffene Wange bereits vor dem Eingriff ein paar Male mit Immortellehydrolat benetzen und dieses jedes Mal vor dem vorsichtigen Ein“reiben“ der Ölmischung aufsprühen.

Wer starke Schmerzen nach dem Eingriff hat, kann sich Eiswürfel aus Rosenhydrolat und auch aus Immortellehydrolat machen (1:1 mischen geht auch), und diese, in ein Tüchlein oder kleines Gäsetehandtuch eingehüllt, auf die schmerzende Wange legen. Die vom Zahnarzt empfohlene Salzwasser“spülung“ (nur so wenig hochwertiges Salz in ein Glas lauwarmes Wasser geben, dass es nach Tränen schmeckt) reicherte ich mit einigen Spritzern der antiseptisch wirksamen Hydrolate aus Bohnenkraut und Zimtrinde an, da ich die Einnahme eines Antibiotikums ablehnte. Diese „Spülung“ (eher eine Schwenkung, denn man darf den die Wunde versiegelnden Blutpfropf nicht kaputt spülen) schmeckte so richtig lecker, erinnerte an Moussaka!

Bis auf Palo Santo können diese erwähnten Produkte bei Feeling, Farfalla, Primavera, Jophiel und Wadi bestellt werden. Bei Neumond gibt es ein vergleichbares fertig gemischtes Öl, jede dieser Firmen hat Anti-Prellungsmischungen mit Immortelle. Das weihrauch-ähnliche Palo Santo-Öl gibt es bei Maienfelser (bei Interesse die gefetteten Firmennamen einfach anklicken, ich kenne und schätze die Gründer/innen und Geschäftsführer/innen jeder dieser zuverlässigen Firmen persönlich und seit langer Zeit).

PS. Dieser Beitrag hat einer Zahnärztin gefallen, ich „kannte“ sie bereits seit Langem, da sie Co-Autorin einer meiner Lieblingsstudien ist, in der es um Reduzierung von Zahnarztangst mit Orangen- und Lavendelöl geht: Frau Dr. Gabriele Marwinski. Sie schreibt auch eine Blog-Website. Zur Studie von 2005, die ich im Aromapflege Handbuch von Evelyn Deutsch vorstelle ‚Ambient odors of orange and lavender reduce anxiety and improve mood in a dental office‘, sie wurde in Wien durchgeführt, geht es hier.

vernebler und öle-geschenke


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieEs ist noch genügend Zeit, wunderbar persönlich gestaltete kleine Geschenke herzustellen, solche die die Gesundheit unterstützen und unsere schöne Welt einigermaßen verschonen (statt Plastikmüllberge aus Fernost zu vergrößern). Beispielsweise ist eine praktische Schüttel-Lotion buchstäblich im Handumdrehen gemacht. Einfach eine sehr saubere Flasche zur Hälfte mit einem Hydrolat oder einer Kombination aus mehreren Hydrolaten füllen, evtl einen Schluck Ethanol (Branntwein) hinzufügen, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Im linken Beispiel ist es 1:1 Rosenhydrolat mit Immortellehydrolat (gegen Falten! mit einem kleinen Anteil eines ganz milden Waschtensids [zum Abschminken]), im rechten Beispiel, das ich von Evelyn Deutsch geschenkt bekam, ist es Rosenhydrolat. Für unreine Haut, die zu Akne neigt, könnte Teebaumhydrolat enthalten sein, zum „Aufplustern“ von müder Haut oder bei kleinen Blutungen nach der Rasur könnte etwas Cistrosenhydrolat, für entzündliche Haut Kamillenhydrolat enthalten sein. Die zweite Hälfte wird mit einem guten Bio-Öl aufgefüllt, links habe ich Aprikosenkernöl verwendet (meistens nehme ich Traubenkernöl), Evelyn hat ein sehr feines Olivenöl verwendet. Dann gibt man wenige Tropfen ätherisches Öl hinzu. Bei einer Abschmink-Lotion möglichst wenig, unter 1%, bei einer Körperlotion bis zu 2% (die Prozente-Tabelle zum kostenlosen Runterladen befindet sich hier auf meiner Website).

Ich benutze meine aktuelle Schüttellotion zum Abschminken, darum habe ich nur einige wenige Bio-Vanille-Tropfen verwendet. In Evelyns Lotion ist jeweils ein Tropfen Sandelholz, Orange und Rosengeranie enthalten, beide Varianten sind mit einem Hauch Sanddornfruchtfleischöl angereichert und gefärbt. Vor Anwendung wird kurz kräftig geschüttelt, je nach Öl entstehen lustige Muster und das Auseinandergehen der zwei Phasen geht unterschiedlich schnell. Das empfindliche Hydrolat wird durch diesen zeitweiligen „Luftabschluss“ (weil das Öl immer oben schwimmt) ein klein wenig stabilisiert. Allerdings müsste für eine bessere Haltbarkeit die Flasche lichtgeschützt sein, aber dann sieht man das schöne Schauspiel nicht: Also nur kleine Mengen herstellen und innerhalb von zwei Monaten verbrauchen.

nagelolxsIdeen und Rezepte gibt es auch im aktuellen Newsletter von Feeling (klick!). Wer französisch lesen und bestellen kann, wird im verlockenden Shop von Aroma-Zone (klick!) fündig, eine riesige Fundgrube mit Rezepten und Rohstoffen. Neuerdings gibt es dort sogar eine giftfreie, zu 85% natürliche Basisflüssigkeit, um im Handumdrehen Nagellacke ohne die sechs üblicherweise verwendeten Giftstoffe herzustellen. Die Pigmente und das praktische Fläschchen mit Pinsel erhält man freilich auch dort. Das Fläschchen ist auch wundervoll, um ein feines Nagelöl herzustellen, das dauert keine 2 Minuten:

  • je zur Hälfte Mandelöl und Jojobaöl
  • 1 Tropfen Vetiveröl
  • 2 Tropfen Zitronenöl

Täglich auf die Fingernägel und die Nagelhäutchen auftragen, idealerweise nach einigen Minuten mit einer feuchtigkeitshaltigen Handcreme eincremen. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche gut sortierte Bestellmöglichkeiten für Rohstoffe und Zubehör, beispielsweise für Zäpfchen-Formen (und noch ganz viel mehr) bei Brennessel in München, bei Aromapflege in Wien und Tirol (beispielsweise die oben abgebildete 30 ml-Klarglasflasche, Labor-Utensilien, hygienische Alutuben für selbst gemachte Salben, Duftstäbchen für die schadstoff-freie Raumbeduftung etc). Inspirationen für schöne Duft-Verpackungen und selbst gemachte Raumdüfte findet man im Büchlein von Aromapraktikerin Waltraud Reischer und Miriam Dornemann Wohlfühlen mit Raumdüften (klick!) (leider wohl vergriffen und nur noch teils preiswerte Rest-Exemplare vorhanden).

pranarom_vernebler_glas1Duft-Vernebler (Diffuseur) haben die zwei Vorteile, dass sie nicht mit offenem Feuer betrieben werden, also keine Brandgefahr bei Kindern, Tieren und desorientierten Menschen darstellen. Zudem werden die hitzeempfindlichen ätherischen Öle nicht erhitzt, sondern nur in Form von winzigen Partikelchen vernebelt, so dass eine bessere Qualität verteilt wird und im Falle von Erkältungen besser in die Atemwege eindringen kann. Es gibt zahlreiche Modelle, unter anderem von Primavera (klick!) oder Soehnle (klick!). Eine Luxusvariante ohne Plastik, stattdessen aus Glas und Holz, mit Entspannungsmusik und Fernbedienung gibt es von der bekannten belgischen Firma Pranarom (klick!), dieses Modell kostet jedoch „etwas“ mehr als die 30-50-Euro-Modelle, nämlich gut 200 Euro. Auch Farfalla (klick!) bietet einen Vernebler mit Bambusholz an (circa 65 €).

Menschen mit Hautproblemen freuen sich möglicherweise über ein kleines Set aus drei oder vier hochgesunden fetten Bio-Ölen, wie frisch gepresstes leckeres Leinöl (garantiert nicht bitter!), aromatisches Walnussöl, schmackhaftes und hautberuhigendes Kokosfett sowie  schmerzlinderndes Johanniskrautöl (dieses wird äußerlich angewendet, die anderen nährend den Haut-Stoffwechsel durch den kurmäßigen Verzehr). Der Allergiker freut sich vielleicht über Schwarzkümmelöl, die Neurodermitikerin über Nachtkerzenöl, Hobbyköche können sicherlich ein mit echtem Zitronenaroma oder mit Trüffeln aromatisiertes Öl gut gebrauchen. Erhältlich beispielsweise bei Ölmühle Solling (klick!) oder bei Bruno Zimmer (klick!). Bei Maienfelser (klick!) gibt es die unglaublichste Auswahl an fetten Ölen, beispielsweise aus den Kernchen der Erdbeere, Himbeerkernchen, Apfelkernen, Zucchini-Samen, Brokkolisamen (natürliches „Silikon“ für Haarspitzenfluids), aus Zitronenkernen, das wundervoll nach Amaretto duftende Pflaumenkernöl, sogar ein fettes Öl aus Anisfrüchten oder Petersiliensamen kann man ausprobieren (Vorsicht, Suchtgefahr!!! 😉 alle Öle sind freilich nicht nur kulinarisch interessant, sondern auch perfekt für oben beschriebene Schüttel-Lotionen)!
aromapflegecom-aromakoffer-small-fuer-24-aetherische-oele-fuer-aromapflege-und-aromatherapieEin praktisches Holzköfferchen wird sicherlich Sammler von ätherischen Ölen begeistern, erhältlich für unter 30 Euro bei Evelyn Deutsch (klick!) Ein besonderes Geschenk ist auch eine Kupfer-Destille mit dem in Deutschland legalen Fassungsvermögen von 0,5 Liter, beispielsweise von Copper Garden (klick!). Damit kann man zwar keine nennenswerte Menge an ätherischem Öl gewinnen, jedoch wunderbar und besser haltbare Hydrolate (als solche aus Glas-oder Edelstahldestillen).

kupferdestille_unicobres_halbliterDas Buch von Kai Möller (klick!) dazu und los kann’s gehen! Im Winter werden aromatische Früchte der Doldenblütengewächse destilliert: Anis, Fenchel, Kümmel, Koriandersamen. Dazu Tannen-, Fichten- und Douglasienzweige sowie Pfeffer, Piment, Zimststangen und Gewürznelken. Damit kann man üben, bis frische Heilkräuter sprießen und Rosen blühen. Kai Möller und sein Team setzen sich dafür ein, dass man in Deutschland vielleicht irgendwann etwas größere Mengen an Pflanzenmaterial ohne große Zollformalitäten destillieren darf, in Österreich und in der Schweiz ist dies möglich.

Statt penetrante Synthetikdüfte ist es sinnvoller, Stäbchen-Raumbeduftungs-Systeme mit die Gesundheit unterstützenden Naturdüften zu kaufen. Neumond kann dabei helfen, beispielsweise mit dem einem Geschenk-Set ‚Winter und Weihnacht‘ (klick!) und mit wundervollen Raumsprays, teilweise nur aus einem Duft, beispielsweise Zitrone oder Orange (Monika Volkmann hat mehrfach auf ihrer vielseitigen Blog-Seite darüber berichtet).

Wer jemanden mit ätherischen Ölen, welche ganz offiziell als Lebensmittel zertifiziert sind, glücklich machen möchte, hat bei Vegaroma (klick!) die Qual der Wahl (gut 20 Bio-Öle und Mischungen sind erhältlich), ein feines Spar-Set mit den sieben Bestsellern ist dort auch erhältlich. Die passenden Kochbücher sind Duftküche von Pionierin Maria Kettenring (klick!) und Aroma-Küche (klick!) von Sabine Hönig und Ursula Kutschera.

PS. Es sind noch gut 7 Tage bis zum Ablaufen des Frühbucher-Rabatts für die Duft-Wochen bei mir in der subtropisch anmutenden Natur Südwest-Irlands. Sie sind teilweise schon gut belegt, doch es gibt noch freie Plätze. Und es gibt auch einen Gutschein zu erwerben, so dass ein Zuschuss oder eine ganze Duft-Woche verschenkt werden kann, Infos hier (klick!)

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapiePPS: Ich lüfte die Glasglocke zur Verlosung schon mal ein wenig. Aus dem Sortiment von Tazeka, einer kleinen sympathischen in Florida (USA) basierten Firma, die für ihre ästhetischen Roll-ons aus Glas entweder nur Bioöle oder von kleinen Farmprojekten stammende Öle aus gänzlich unbehandelten Pflanzen verwendet, werde ich drei Kostbarkeiten im Wert von je knapp 40 Dollar anlässlich meines 8-jährigen Blog-Jubiläums verlosen. An dieser Stelle schon mal Danke an all die treuen LeserInnen! Schaut in den nächsten Tagen wieder hier rein (oder abonniert oben in der rechten Spalte, so dass jeder neue Artikel bei euch als E-Mail ankommt)!

ätherische öle in hochwertigen tees können erfolgreich MRSA abwehren


thymian_beschriftet2Die Lehrerin für Pflegeberufe Petra Kaufmann aus Köln schickte mir einen schönen Bericht über ihre Erfolge bei der Sanierung des gefährlichen Krankenhauskeimes MRSA. Insbesondere im Bereich der Altenpflege bedeutet die sehr niederschmetternde Diagnose „Austherapiert“ soviel wie Langzeitpflege mit Isolation für den Betroffenen. Mit ungewissen Aussichten, denn ob die heutigen Antibiotika überhaupt noch anschlagen, bleibt auszuprobieren. Die Angst vor Ansteckung ist sehr groß. Es gibt Häuser, in denen mittlerweile spezialisierte Stationen eingerichtet werden, so dass infizierte PatientInnen ohne Vermummung leben können. Dort bewegen sich dann stattdessen die Pflegenden fein säuberlich „eingepackt in Schutzkleidung“. 

Für Petra ist der Begriff „Austherapiert“ wie ein rotes Tuch. Sie kann und will sich damit nicht abfinden. Schon seit mehreren Jahren arbeitet sie bei infizierten Bewohnern mit Waschungen aus Thymiantee. Das ist offiziell ein Lebensmittel und braucht nicht angeordnet werden. Sie hat diese Anwendung jedoch zur Sicherheit immer von den entsprechenden Hausärzten anordnen lassen. Und ist dabei mehr als einmal ausgelacht worden worden.

Ihre Erfolge lagen jedoch in der Regel bei 100 Prozent. Heute lehrt sie diese Waschungen, sowie die Körperpflege mit Anwendung von naturheilkundlichen Pflegemethoden im Rahmen der Ausbildung zur/zum AltenpflegerIn. Wenn die Häuser bereits Standards zu diesem Thema haben, lässt sie diese Form der Waschung ergänzend dazu schreiben.

Die Waschung mit Thymiantee und anderen Teesorten wie Lavendeltee, Pfefferminztee usw. können besonders gut bei demenziell veränderten BewohnerInnen anwendet werden. Sie lieben meistens diese krautigen, würzigen Gerüche und fühlen sich damit an früher erinnert. Petra meint: „Ätherische Öle sind aus der Altenpflege eigentlich nicht mehr weg zu denken.“

Sie wünscht sich darum, die KollegInnen wären etwas mutiger und lernwilliger und würden sich gegenüber den Ärzten und Institutionen mehr durchsetzen. „Ich freue mich immer wie eine Rumkugel wenn ich höre, das die Anwendung sich mit und durch alle Instanzen in den Häusern durchsetzt. Man kann so viel erreichen.“

thymian_beschriftet1Eine geregelte Sanierung nach Medizin kostet die Krankenkasse circa 10.000 €, der Tee aus der Apotheke, je nach Firma, nur 6 bis 7 €! Was ein Unterschied! Dazu kommt, dass die Gefahr der erneuten Infektion weitaus geringer ist, wenn Menschen mit hochwertigen Kräutertees saniert werden dürfen.

Wichtig ist darauf zu achten, einen hochwertigen Arzneitee aus der Apotheke zu verwenden, bei dem wirklich die gewollten Inhaltsstoffe enthalten sind (im Gegensatz zu eher als Durstlöscher gemeinten Kräutertees aus Supermärkten und Drogeriemärkten). So ein Tee ist so sanft und von sehr hoher Qualität, dass es keine Probleme mit der Haut gibt (in 20 Jahren erlebte sie nicht eine allergische Reaktion). Für Petras SchülerInnen gilt eine eiserne Regel im Umgang mit Tee: 1 Beutel auf einen Liter. Das ist eine Dosierung, die einfach nur gut tut (von Innen und Außen). „In der Altenpflege haben die Leute alle nur sehr wenig Geld, da muss man als Altenpflegerin immer drauf achten. Von der rein rechtlichen Seite betrachtet, befinden wir uns mit diesen Anwendungen auf der sicheren Seite, jedoch ist die Absicherung über den Hausarzt dennoch zu empfehlen.“

Ein schönes Beispiel einer sehr sensiblen Behandlung mit Arzneitees illustriert diese unterschätze Form der sanften Behandlung: Petra hatte eine hoch schwangere Schülerin mit der Diagnose MRSA, die Prognose war niederschmetternd. „Der werdenden Mutter und ihrem Kind hätten die Medikamente und die chemischen Reinigungsmittel vermutlich sehr geschadet. Sie hat sich auf meine Anregung mit Thymiantee in einer sehr verdünnten Form selber behandelt. Nach drei Wochen war sie komplett MRSA frei. Nicht nur am Körper, sondern auch im Mund und Nasen Raum. Das Kind war natürlich dadurch auch gesund und munter.“

Viele Bewohner mit Tracheostoma, PEG, Dauerkatheter und ähnlichen Befunden samt den erforderlichen Maßnahmen ziehen diese mächtigen Krankheitskeime förmlich an, dazu bilden sie dann oft so genannte Biofilme an den Kunststoffschläuchen, quasi schleimige infizierte Schichten, von denen man die Biester fast gar nicht mehr verbannen kann. Den Tee kann man bei solchen PatientInnen sogar in die Prophylaxen mit einbeziehen. Petra hat es sogar geschafft, eine Bewohnerin innerhalb von zwei Wochen von einem Keim in der Blase zu befreien. Bei ihr gab es im Wechsel Thymiantee und Cistrosentee. Der Hausarzt war sehr beeindruckt.

„Es gibt so viele Möglichkeiten, Tee zur Prophylaxe einzusetzen, das ist einfach super. Ich würde mich freuen wenn, diese sehr praktische und einfache Anwendungsweise mehr Verbreitung fände. Pflege wird dadurch wieder ein bisschen mehr aufgewertet.“

PS Dieser Bericht beruht auf den persönlichen Erfahrungen einer damit arbeitenden engagierten Fachfrau. Es liegen keine wissenschaftlichen Arbeiten zu Grunde, sondern „nur“ gute Erfahrungen bei den Resultaten einer Arbeit, die mit viel Geduld und Überzeugung durchgeführt wird.

heuschnupfen: JETZT vorsorgen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFast jedes Jahr im Herbst erinnere ich meine LeserInnen an die Vorzüge der wunderbar samtig-holzig duftenden Öle der beiden echten Zedernarten. Die Himalaya-Zeder [Cedrus deodara (Roxb. ex D.Don) G.Don.] ist eine enge Verwandte der Atlas-Zeder [Cedrus atlantica (Endl.) Manetti ex Carrière]. Diese Methusalems unter den Bäumen können weit über 1000 Jahre alt werden – es sind auch einzelne Prachtexemplare mit über 2000 Jahren bekannt – zudem ist die majestätisch wirkende Zeder einer der ganz großen und unübersehbaren Bäume. Ich nenne beide sehr ähnlichen Öle die „Stark-wie-ein-Löwe-Öle“. Zedern sind übrigens mit den Kiefern, Fichten, Tannen und Lärchen verwandt, doch anders als bei jenen, werden nicht die Nadeln sondern die Holzstückchen destilliert, so dass es von besonderen Sesquiterpenen und deren Abkömmlingen geprägt wird.
Zedernöl wirkt stabiliserend und kräftigend, sowohl körperlich als auch im seelischen Bereich. Es stimuliert die Aktivität der Lymphgefässe, wirkt der Steinbildung entgegen und wird wegen seiner lipolytischen („fettauflösend“) Fähigkeiten Cellulitemischungen beigegeben.
Verblüffende Erfolge erzielt man mit einer rechtzeitig begonnenen Anti-Heuschnupfen-Maßnahme: Acht bis zehn Wochen vor Beginn der Pollenflugsaison verwendet man mehrmals täglich ein Dekolleté-Spray und fast alle Benutzer berichteten bislang von deutlich weniger Juckreiz, Schniefen und Augenbrennen. Es wird wie ein Raumspray, jedoch in Kopfnähe, versprüht, so dass man etwas davon einatmet.
In der Psycho-Aromatherapie hat das fast ewig haltbare Öl mit dem Thema „Präsenz im Hier und Jetzt“ zu tun, es unterstützt große und kleine Menschen, die sich mickrig und fehl am Platz fühlen. Es ist auch ein wertvoller Begleiter bei jeder Art von Wechsel und Neubeginn: Umzug, Schulwechsel, Partnerschaft, Beruf, Schwangerschaft. Der Inhaltsstoff Atlanton ist ein Sesquiterpenketon und kann nicht als schädigend bezeichnend werden, somit ist die Anwendung in der Schwangerschaft – im Gegensatz zu dem, was in vielen Büchern zu lesen ist – kein Problem. Die veralteten Warnungen kamen durch eine Verwechslung mit den amerikanischen „Zedern“ (Red Cedar) zustande, die vereinzelt neurotoxisch wirken können.

Ein Rezeptbeispiel, da bereits sehr viele Heuschnupfengeplagte überzeugen konnte:
50 ml Wodka
20 Tropfen Zypressenöl
10 Tropfen Zedernholzöl
2 Tropfen Melissenöl
Alles in einer Sprühflasche aus lichtgeschütztem Glas (Apotheke) gut verschütteln, vor jedem Versprühen immer wieder gut schütteln, da kein Emulgator die Mischung stören soll. Mehrmals täglich um sich herum versprühen, etwas davon einatmen und/oder auf die Haut geben. Diese Ölmischung kann freilich auch mit einen guten fetten Öl hergestellt werden und als Körperöl verwendet werden.

aromatherapie für sie


neuauflage_fu%cc%88r_sie1Während ich mit den Folgen eines Komplettverlustes meiner Daten auf meinem altersgeplagten aber geliebten Haupt-Computer und zusätzlich auf der externen Backup-Festplatte zu kämpfen habe, klingelt der Paketbote dreimal. Juhu, endlich ist die total neu gestaltete dritte Auflage von Aromatherapie für Sie (klick!) auf dem Markt. Ich freue mich wie ein Schneekönig (obwohl hier auf der Grünen Insel wunderschönstes Sonnenwetter ist). Das Buch ist für Menschen konzipiert, die die typischsten Wehwehchen unsere modernen Alltagslebens mit natürlichen Heilmitteln behandeln möchten. Da sich vor allem Frauen für ätherische Öle interessieren, ist der Titel so gehalten, dass er eine höfliche Ansprache ist (Für Sie), jedoch insbesondere die berufstätige Frau und Mutter unterstützt. Von Begleitung bei Angst bis Zahnschmerzen, über Pickel, Genitalpilz, Prüfungsstress, Übelkeit, Kopfläuse, Muskelkater, Heuschnupfen, Seelen-Scheibenwischer und über 100 weitere Rezept-Ideen findet sie schnell nachzumachende Mischungen, für welche maximal 16 Naturdüfte im Haus sein müssen. Dazu ohnehin vorhandene Zutaten für essbare Kosmetik wie Honig, Olivenöl, Würfelzucker, Wodka und feines Kokosfett. Tipps aus der Homöopathie runden die Empfehlungen ab.

neuauflage_fu%cc%88r_sie3Die Stylistin Katja Graumann und die Fotografin Anke Schütz haben dieses Werk, das fast nur aus einfach zu machenden Aromatherapie- und Aromapflege-Rezepturen besteht, unglaublich aufgewertet. Sie haben genau das Gefühl getroffen, das ich 2010 beim Schreiben hatte.

neuauflage_fu%cc%88r_sie6Manche Fotos wirken so, als müsste man die abgebildete Pflanze anfassen können.

neuauflage_fu%cc%88r_sie55Alle Fotos sind sinnlich und hoch ästhetisch. Sogar das bedruckte Papier ist samtiger-seidiger geworden.

neuauflage_fu%cc%88r_sie2Wer das Buch bereits besitzt, braucht es wegen der drei oder vier neuen Rezepturen nicht zu kaufen, zudem sind eben so viele weg gefallen, damit das neue Layout stimmt.

neuauflage_fu%cc%88r_sie7Doch ich denke, nun ist es endlich ein wunderschönes Verschenkbuch geworden, vielleicht zusammen mit einem der 16 darin vorgestellten Düfte, die übrigens auch super abgebildet sind, man meint fast, sie riechen zu können! Kleiner Tipp-Trick: ein Blatt Küchenpapier in 2 cm breite Streifen schneiden, diese übereinander legen, mit drei bis vier Tropfen eines fein duftenden farblosen ätherischen Öles versehen (Rosengeranie, Bergamotteminze, Lavendel, Ho-Blätter), ein paar Minuten gut einziehen lassen, und an einigen Stellen des Buches einlegen. Nach wenigen Tagen duftet das Buch und kann verschenkt werden.

neuauflage_fu%cc%88r_sie_etikettenAm Ende des gut 150 starken Buches befindet sich nach den Kauf- und Leseempfehlungen eine Seite mit den nicht minder schön gestalteten Etiketten, die man ausschneiden kann und auf seine 16 Öle kleben kann. Sie enthalten die wichtigsten Indikationen zu jedem der Öle, damit man als Einsteiger nicht ratlos davor steht, wenn man schnell ein Wehwehchen zu behandeln hat (Öleanbieter dürfen diese Empfehlungen nicht auf die Etiketten drucken, als Privatmensch kann einen jedoch niemand daran hindern! 😉 ). Das Buch – wieder aus dem Trias Verlag – ist im Buchhandel erhältlich und hier (klick!) bestellbar (€ 19,99).

insektenschutz für groß und klein


Insekt_Mücke_xsIch stellte dieser Tage verwundert fest, dass ich hier noch keinen Beitrag über ätherische Öle geschrieben habe, die diverse Insekten auf natürliche Weise (einigermaßen) vertreiben können. Dabei schreibe ich die relevanten Öle so oft an das Flipchart, in meinen Kursen ist das ein regelmäßig wiederkehrendes Thema! Also hole ich dieses Versäumnis heute nach, denn im verregneten Kontinental-Sommer haben die Biester Hochsaison und Hilfe ist gefragt!

Nun muss man wissen, dass Insekten wie auch viele Pflanzen sich mit Hilfe von ätherischen Ölen bzw. deren einzelnen Molekülen „unterhalten“. Pflanzen rufen mit flüchtigen Riechstoffen „alliierte“ Insekten bei Schädlingsbefall zu Hilfe, sie können auch mit Hilfe dieser Riechstoffe Feinde verscheuchen. Sie können sogar sich selbst bzw. Teile von sich selbst warnen, wie letztes Jahr am Beispiel  der Maispflanze festgestellt werden konnte. Mit dem frei gesetzten Stinkstoff Indol, der in Jasmin-Absolue und in zahlreichen anderen Blütendüften vorkommt, „benachrichtigt“ eine frisch angeknabberte Maispflanze ihre „unteren Etagen“, also tiefer gelegene Blätter, die dann ihren Abwehr-Stoffwechsel aktivieren [ein Artikel dazu ist hier (klick!) nachzulesen].

Insekten wiederum sind in der Lage, viele uns aus ätherischen Ölen bekannte Duftmoleküle zu bauen und sie als „Sprache“ untereinander einzusetzen.

  • Bienen beispielsweise stellen Geraniol, Citral (auch in Rosen- und Lemongrassöl enthalten) und andere Terpene her und verwenden sie als Markierungs-Pheromone.
  • Der Sterzelduft von Bienen besteht aus trans-Farnesol (auch in Ylang Ylang, römischer Kamille und Rosenöl enthalten und in Äpfeln, Erdbeere, Heidelbeeren, Trauben, Pilzen, Spinat, Tee, Tomaten).
  • Blattläuse stellen trans-beta-Farnesen als Alarm-Pheromon her (auch in Schafgarbenöl enthalten).
  • Die Wanze Eurygaster integriceps stellt Vanillin als Sexuallockstoff her (in Vanille-, Benzoe- und Toluextrakt sowie in Styraxöl enthalten) [mehr dieser Beispiele werden im Spätherbst 2017 in der stark erweiterten 6. Auflage meines Fachbuches ‚Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe‘ nachzulesen sein]

Und wer im Duftchemie-Unterricht aufgepasst hat 😉 weiß, dass alle diese Moleküle bei uns Menschen nachweisbare körperliche und seelische Prozesse steuern können. Ich stehe wieder einmal staunend vor diesen modernen Erkenntnissen und bewundere den Kreislauf, das Ganz-Sein, die Zusammenhänge in der Natur. Wir Menschen haben also noch Spuren der Pflanzen- und Insektenvergangenheit in uns! Zumindest sind wir mit den entsprechenden Rezeptoren ausgestattet.

Aber nun zurück zum Vertreibungsmittel, das kleine stechende und beißende und saugende Monster abstoßen und irritieren soll. Aufgrund der obigen Erkenntnisse kann man sich unschwer vorstellen, dass wir den lästigen und bisweilen sogar gefährlichen Plagetierchen mit einem Riechstoffcocktail vorgaukeln können, dass sie selbst von einer Schar von Feinden umzingelt sind, so dass sie schnellstmöglich „die Fliege“ machen, uns also in Ruhe lassen. Diverse Stechmücken können einige unserer ätherischen Öle so gar nicht leiden, ganz vorne auf der Liste stehen:

  • Citronella (Cymbopogon nardus und C. winterianus, insektifuger Inhaltsstoff: Citronellal)
  • Zitroneneukalyptus (Eucalyptus citriodora, insektifuger Inhaltsstoff: Citronellal)
  • Rosengeranie (Pelargonium asperum und P. graveolens, insektifuge Inhaltsstoffe: Geranial/Geraniol)
  • Atlas-Zeder, Himalaya-Zeder (insektifuge Inhaltsstoffe: Gemisch aus Sesquiterpenen und Sesquiterpenolen)
  • Katzenminze (Nepeta cataria, insektifuge Inhaltsstoffe: Nepetalacton und andere Lactone)

Doch durch die Zugabe von einigen anderen Ölen, die anscheinend auch nicht sonderlich beliebt beim summenden Völkchen ist, können wir die Wirkung unserer Abwehr“waffe“ verstärken. Durch Patchouliöl können wir unsere Haut schützen, was insbesondere bei Zubereitungen für Kinder wichtig ist, denn einige der insektifugen Inhaltsstoffe können minimal hautreizend wirken, insbesondere wenn die Fläschchen älter als 6-9 Monate nach erstem Anbrechen sind und auf erhitzter Haut verwendet werden:

  • Lavandin (Lavandula x Intermedia Super, besser noch Lavandula x intermedia Abrial, Lavandula x intermedia Grosso und Lavandula x intermedia Reydovan, diese enthalten mehr Campher [Bornan-2-on] als insektifugen Inhaltsstoff)
  • Patchouli (Pogostemon cablin, insektifuge Inhaltsstoffe: Gemisch aus Sesquiterpenen und Sesquiterpenolen)
  • Teebaum (Melaleuca alternifolia, insektifuge Inhaltsstoffe, nicht gesichert: Gemisch aus Monoterpenen und Sesquiterpenolen wie Globulol und Viridoflorol)
  • Gewürznelkenknospe (Syzygium aromaticum, insektifuger Inhaltsstoff: Eugenol)
  • Eukalyptus (Eucalyptus globulus, insektifuge Inhaltsstoffe: Mix aus 1,8-Cineol und einigen Monoterpen-Ketonen)

Das Ganze mit nativem Kokosfett, das reich an Laurinsäure ist, anzureichern, ist insbesondere in Zecken-Gebieten hilfreich, denn diese schmecken viel lieber die auf unserer Haut befindliche Buttersäure als die Laurinsäure! Bei den anderen fetten Ölen bitte unbedingt darauf achten, dass sie einigermaßen oxidationsstabil sind, also dass die fein auf die Haut aufgetragene Schicht in Wärme und Sonne nicht zu schnell ranzig wird. Von den bekannteren Ölen sind dies Jojobaöl (korrekt: Jojobawachs) und Olivenöl. Zwei deutlich insektenvertreibende fette Öle  müssen an dieser Stellen noch erwähnt werden:

  • Neem (Azadirachta indica): es  riecht nicht so toll, wäre jedoch als kleine Zugabe auch noch denkbar, es ist bekannt durch die starke Wirkung gegen Milben und Kopfläuse
  • Andiroba (Carapa guaianensis): ein enger Verwandter von Neem mit ähnlicher Wirkung

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieVor einigen Jahren konnte wissenschaftlich bestätigt werden, dass ein weiterer Bestandteil im zitronig duftenden Öl des Zitroneneukalyptus zur Abwehr von Mücken/Stech-Insekten eingesetzt werden kann. Man hat den Stoff identifiziert, der für diese starke Wirkung verantwortlich ist, er wird inzwischen fleißigst aus dem Pflanzenmaterial des schnell nachwachsenden hitzeliebenden Baumes isoliert und für hoch wirksame Anti-Insekten-Mittel eingesetzt. Der „Zauberstoff“, der sogar gegen Malaria-Mücken in den Tropen erfolgreich getestet wurde (mindestens 5 Stunden mit 98 Prozent Sicherheit) heißt p-Menthan-3,8-diol (oder para-menthane-diol, PMD), er wird durch einen kleinen chemischen Eingriff aus dem Haupt-Inhaltsstoff der Zitroneneukalyptusblätter (Citronellal) gewonnen und inzwischen vermehrt isoliert angeboten, um in natürliche Insektenschutzmittel eingearbeitet zu werden. In etlichen Studien konnte er sogar gegen Deet bestehen, eines der schärften (und toxischsten) Insektenschutzmittel. Und die noch bessere Nachricht: sogar Zecken finden das Zeug widerlich (zumindest für einige Stunden)! Bereits eingearbeitet wurde dieser Stoff in das in das Mückenstop-Spray von Taoasis und in das praktische Mückenstop-Tuch für unterwegs.

Ein Selbermach-Rezeptbeispiel für knapp 3%-ig verdünnten ätherischen Ölen, also für Erwachsene und Jugendliche könnte folgendermaßen aussehen:

  • 30 ml Jojobawachs
  • 20 g Kokosfett
  • 15 Tropfen Citronella und/oder Zitroneneukalyptus
  • 5 Tropfen Rosengeranie
  • 5 Tropfen Atlaszeder
  • 5 Tropfen Lavandin
  • 3 Tropfen Teebaum oder Eukalyptus oder Gewürznelkenknospe

Kokosfett ggfs im Wasserbad sehr sanft schmelzen, mit den Ölen vermischen und in Braunglasflasche, am besten mit Pumpmechanismus, füllen. Bei sommerlichen Temperaturen bleibt dieser Mix flüssig. Für Babies und Kleinkinder die Menge der ätherischen Öle halbieren! Wer den Duftmix ähnlich aber als Fertigprodukt mag, kann sich bei Feeling den ‚Insektenschutz‚ (klick!) bestellen, er ist auch als Körper- und Raumspray erhältlich. Nach Stichen und Bissen helfen Bio-Aloe vera-Gel (ohne schädliche Synthetik-Verdicker oder Konservierungsstoffe), Lavendelöl, Pfefferminzeöl und diverse Hydrolate wie Rosenhydrolat, das leicht juckreizstillend/anästhetisierend wirkt.

Zum faszinierenden Thema der Pflanzen-Unterhaltung möchte ich gerne drei wundervolle Bücher empfehlen, vielleicht als Urlaubs-Lektüre?!

PS Wer mehr Infos und wissenschaftliche Arbeiten zum Eukalyptus-Wirkstoff p-Menthan-3,8-diol sucht, kann sie sich entweder g00glen oder in meinem früheren Artikel zum Thema (klick!) aufgelistet finden. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich zu meinen Blog-Beiträgen nicht noch zusätzliche Informationen recherchieren kann. Das Suchfeld hier rechts oben ist gut dazu geeignet, in den bislang circa 650 Beiträgen, die ich seit 2008 verfasse, wirklich sehr viele Antworten auf die am meisten gefragten Fragen zu geben. Einfach einige Stichwörter, die interessieren eingeben, es kommt fast immer etwas dazu!

puder selbst herstellen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Reispulver

Wie versprochen, geht es weiter mit Mitbringseln aus meiner „Fliegenden Wundertüte“. Ich war auf meiner Seminarereise begeistert von einer klasse Möglichkeit, feinsten Körper- oder Babypuder herzustellen. Nichts ist einfacher! Noch angenehmer, als Mais- oder Kartoffelstärke zu verarbeiten, wie ich es bislang kannte, ist Reispulver zu Puder zu verarbeiten. Ich kannte bislang allerdings eher eine etwas miefige Bio-Qualität, die schon beim Eintreffen etwas ranzig roch, dafür habe ich ein viel zu feines Näschen. Umso begeisterter war ich, als Evelyn Deutsch mir das samtige Reispulver (klick!) zeigte, das man in zwei Minuten in einen Luxuspuder verwandeln kann. Ich bin so eine Pudertante, vor allem seit ich keine Chemiedeos mehr verwende, ist Puder eine wunderbare Möglichkeit, sich nach schweißtreibenden Tätigkeiten auf die Schnelle wieder frisch zu machen.

Man gibt einfach einige Tropfen ätherisches Öl in eine gebrauchte oder neue Puderdose (notfalls tut es sogar ein gläserner ausgedienter Kräuter- oder Gewürzstreuer mit feinen Öffnungen), beispielsweise 15 Tropfen Iris 1%ig, oder 2 Tropfen Rose mit 2 Tropfen Rosengeranie/Palmarosa. Auch 5 Tropfen Lavendel und 2 Tropfen Vetiver sind fein, sie duften wesentlich herber. Für ein Baby reicht 1 Tropfen Rosenöl, eventuell noch mit 2-3 Tropfen Bio-Vanilleextrakt. Die Wände der Dose oder des Glases gleichmäßig mit den Naturdüften benetzen, Reispulver einfüllen, gut vermischen, einige Tage ziehen lassen.

Das Reispulver ist prima geeignet, wenn man die Haut von krebsauslösender Mineralöl-„Kosmetik“ auf Naturkosmetik umstellen möchte, es bindet Haut-Ausscheidungen wie Fett, Feuchtigkeit und eventuell nicht verträgliche Übersäuerungs-Ausscheidungsprodukte. Mineralöle und die sie begleitenden MOAHs, die Hautbestandteile von konventionellen Pflegeprodukten, stehen immer mehr im Verdacht, sich im Körper anzureichern (vor allem wenn sie wie bei Lippenpflegestiften und Lippenstiften „gegessen“ werden, dazu kann auch hier nachgelesen werden).

Das fein-samtige Reispulver wirkt leicht kühlend, beruhigend und kann helfen, kleine Entzündungen auf der Haut zu reduzieren. Das ist ein ideales Einsatzgebiet für bettlägerige PatientInnen, vor allem wenn sie stark schwitzen, heftige Medikamente nehmen müssen und intertrigo-gefährdet sind (Hautprobleme an Stellen, wo Haut auf Haut scheuert wie in Fettfalten oder unter der weiblichen Brust). Mit Rosenhydrolat kann man die Reste später schonend reinigen und die Pflegewirkung unterstützen.

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Bärlapp-Sporen

Wenn entzündliche und ekzematische Haut mit Puder gepflegt wird, kann die Wirkung durch den Zusatz von einem Teelöffel der seidenweichen Bärlapp-Sporen (klick! Lycopodium clavatum), welche etwas Schwefel enthalten, verstärkt werden.

Die meisten konventionellen Puder werden aus Talkum hergestellt, dieser steht im Verdacht, vor allem wenn er im Intimbereich ständig eingesetzt wird, Eierstockkrebs auszulösen. Talkum wird aus Talkgestein gewonnen und nach der Reinigung feinst vermahlen, die winzigen Partikel werden als ähnlich toxisch wie Asbest eingestuft, insbesondere, wenn sie eingeatmet werden. Eine Zumutung für Babys und auch für deren junge Eltern. Wer englisch lesen kann, findet auf der Seite der American Association for Cancer Research (klick!) einige wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit dem Risiko von krebs durch Talkum befassen.

So oder so ein guter Grund, bei Groß und Klein auf pflanzlichen Puder aus Reispulver umzusteigen!