DAS kräuterbuch – gratis


Iruhlemanns_covern einer Welt, in der es oft „nur um’s Geld“ geht, in der Bücher mit  erschreckend viel Desinformation verkauft werden und in der das Internet immer öfter unzuverlässige Antworten gibt, ja in dieser Welt gibt es auch Goldgruben. Völlig kostenlos stellt uns einer der deutschsprachigen Duft- und Heilkräuterpioniere (und sein Team) wieder einen unglaublich ausführlichen Katalog vor. Daniel Rühlemann schenkt uns 372 Seiten (fast 75 MB) vollgepackt mit intensiv bebilderten Informationen rund um duftende und heilende Gewächse vor, vom kleinsten „Mauerblümchen“ bis zu stattlichen Sträuchern, von A wie Agastache bis Z wie Zypressenkraut. Alles ist wundervoll in Szene gesetzt, traumhafte Fotos zeigen uns die Welt der Pflanzen, sogar Bilder von frisch aufgegangenen Sämlingen sind vorhanden, damit wir lernen können, gewünschte von eher ungewünschten selbst aufgegangenen grünen Besuchern  im Kräuterbeet zu unterscheiden. Zahlreiche Rezepte machen Appetit, kleine Geschichten rund um diese duftende Welt unterhalten machen Lust auf einen eigenen Kräutergarten. Oder wenigstens einen Kräuterbalkon. Auch ein Plätzchen auf dem Fensterbrett kann in eine Mini-Duftoase verwandelt werden.

Denn für jede Pflanze bzw. deren Samen gibt es genaueste Informationen über Höhe, Breite, Frostbeständigkeit und noch viel mehr. Und die Auswahl ist mittlerweile beachtlich: erstaunliche 39 Arten und Sorten Lavendel sind erhältlich, es kann aus 31 „Minzen“ (es gibt auch etliche Pflanzen, die nicht zur Gattung Mentha gehören und dennoch stark minzig/mentholig duften) gewählt werden, und die Qual der Wahl hat, wer aus 68 Arten und Sorten Basilikum bestellen darf! Insgesamt gibt es 890 Arten Pflanzen und 822 Sorten Saatgut, neuerdings auch sortiert nach Art des Duftes: grasig, stinkig, rosig, veilchen-artig, curry-ähnlich etc, so dass nach Duftvorlieben oder -Abneigungen gewählt werden kann.

ruhlemanns_themenReichlich Informationen rund um Teegetränke, auch fertige Mischungen dazu, spannende Infos für Räucherfreunde gegeben, etliche Besonderheiten aus der Traditionellen Chinesischen Medizin wie Moxa-Kraut lernt man kennen, ungewöhnliche „Geschmacks-Ersatzpflanzen“ wie Pilzkraut machen neugierig. Auch Anti-Katzen-Wühlen-im-Garten-Planzen fehlen nicht. So genannte Jungbrunnen-Pflanzen (Yams, Jiagulan etc) und „reinigende“ sowie die Gehirntätigkeit verbessernde Ayurvedagewächse wie Centella, Bacopa und Ashvaganda sind in diesem extrem umfangreichen Sortiment auch enthalten.

Der Katalog und viel mehr Informationen befindet sich hier. Der dazu gehörige Blog informiert regelmäßig passend zur Jahreszeit über allerlei Pflanzen und Abläufe, auch Rezepte wie für vielfältige Smoothies können nachgelesen werden. Je nach Pflanze sind Samen oder Jungpflänzchen oder auch beides bestellbar. Wer in Nord-Deutsclnad wohnt (Raum Bremen) kann sich auch die Pflanzen abholen und bekommt 10% Rabatt. Momentan findet freilich aufgrund der Temperaturen kein Versand/Verkauf statt (ab März), aber ein freier Sonntag und lange Winterabende laden zum Schwelgen dieses einzigartigen Werkes ein! Also auf die Tasten drücken und ran an die Lektüre! Und auf einen Grünen Daumen hoffen! 😉

Noch eine wertvolle Ergänzung der treuen Leserin und Kommentatorin Bastelfee, danke!: „Ja – Suchtgefahr. Die kann ich bestätigen. Empfehlen möchte ich Euch den Kräutertag 2017 am 18. Juni 2017. Der Kräutertag ist sehr interessant und umfangreich. Er ist ein großes Fest für alle Sinne mit vielen Ausstellern rund um Kräuter, den Kräutergarten und der Küche mit viel Selbstgemachtem etc. Die Jahreszeit ist gut gewählt, denn die Firma Rühlemann’s befindet sich ziemlich nördlich. Auch die Newsletter ist empfehlenswert. Hier nun ein Link zum Kräutertag: http://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de/Kraeutertag-2017 Nehmt Euch Zeit und genießt den schönen Tag. Ein freundliches Ambiente erwartet Euch.“

and the winner is…


gewinnerinnen_2016_tazeka_xsDas war vielleicht spannend! Welche Ölemischung und welcher Produktname spiegeln die Befindlichkeiten und die Wünsche von 167 TeilnehmerInnen der Verlosung von drei kostbaren Bio-Roll-ons des kleinen aber feinen Öleanbieters aus Florida namens Tazeka?

Das mit großem Abstand beliebteste Thema zeichnete sich ganz zu Beginn der Ausschreibung ab und ist lustigerweise auch das Produkt, das ich mir selbst ausgesucht habe: ‚Gedankengeplapper‚ (Nonstop Thoughts). Es ist wohl ein Zeichen unserer Zeit, dass unsere Gedanken oft im Kreis wandern, uns geradezu belästigen, viel mehr Abschalt-Zeit benötigen würden, um sich nicht so in den Vordergrund zu drängen. Wir müssen lernen, uns unsere Ruheinseln frei zu schaufeln. Teilnehmerin Michaela hat  dieses Phänomen poetisch verpackt:

Plapperplapper Gedankengeplapper. Der Kopf bleibt nicht still, zuviel was durchrast.
Eine Rast mit Gedankengeplapper wäre schön.

Optimismus‚ (Optimism) und ‚Balance‚ (Balance) wurden auch häufig gewählt und diese Tendenz verstärkte sich nach den Tagen des Terror-Anschlages in Berlin. Passend dazu kam ‚Zuversicht/Vertrauen‚ (Confidence) mit nur einem Punkt Abstand auf Platz 3. Hier die beliebtesten Themen und Ölemischungen:

  • Gedankengeplapper (33 Stimmen)
  • Optimismus (16 Stimmen)
  • Balance (16 Stimmen)
  • Zuversicht (15 Stimmen)
  • Weise Frau (12 Stimmen, dazu 13 Stimmen als Zweitstimme)
  • Spannungs-Löser (11 Stimmen)
  • Aphrodite (11 Stimmen)
  • Schlank-Lösung (11 Stimmen)

Alle anderen Themen bekamen jeweils fünf oder weniger Stimmen. Soweit ich es gesehen habe, machten nur zwei Männer mit, allerdings kann ich es den diversen Fantasienamen der Teilnehmenden nicht entnehmen, ob doch noch der eine oder andere männliche „Wähler“ dabei war. Dieses Verhältnis von weiblich zu männlich spiegelt auch ganz grob die Anzahl der Teilnehmenden an Kursen und auch an „niedergelassenen Praxen“ von Aromafachleuten wider.

tazeka_essential_oils_from_aboveBei dieser erfreulich hohen Teilnahmequote konnte ich nicht mehr, wie an meinen früheren Verlosungen, Zettelchen schreiben, falten und mischen. So hat heute früh um 10:02 Uhr ein Zufallsgenerator (www.zufallsgenerator.net) die Arbeit der Glücksfee übernommen, und drei Zahlen zwischen 1 und 167 gewählt. Er hat die Zahl einer Person ausgesucht, die sich nur auf Facebook eingetragen hatte, wo ich jedoch ausdrücklich mehrmals darauf hinwies, dass die Teilnahme nur beim Eintrag auf dem Blog-Beitrag der Verlosung gültig ist, da ich sonst bei mehreren Facebook-Seiten, Instagram und Google+ ins Schleudern käme. Ich hatte die Namen und deren Duftwahl dennoch auf die Liste geschrieben, da mich die Statistik der beliebtesten Düfte interessiert. So durfte Herr Zufallsgenerator-Glücksfee noch eine vierte Zahl nennen. Die drei gültigen Gewinnerinnen sind (Trommelschlag!):

  • Hermine
  • Berti
  • Betty

Herzlichen Glückwunsch! Ich denke, Ihr erkennt eure (echten oder Fantasie-)Namen, schreibt mir bitte Eure Post-Adresse, damit ich die kostbaren Kästchen verschicken kann (neroli ät eircom punkt net). Ich werde sie mit auf meine Reise nach Deutschland zum Hydrolate-Seminar bei Vivere Sabrina Herber am 29.1. nehmen müssen, da die irische Post keine Flüssigkeiten transportiert und ich möchte nicht riskieren, dass dies bei einer eventuellen Durchleuchtung zu einem Konfiszieren der feinen Roll-ons kommt. Also bitte ich noch um ein wenig Geduld!

Ich werde in den nächsten Tagen eine Duft-Mischung für durch Gedankengeplapper geplagte Menschen hier aufschreiben (es ist ein deutlicher Anteil an Cardamom [Elettaria cardamomum] enthalten) und auch eine wunderschöne Blüte von den Australischen Busch-Blüten-Essenzen nennen, die ergänzend für dieses Thema gut geeignet ist.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmenden und ganz besonders bei der lieben Zena von Tazeka, die mir nur ein paar Proben schicken wollte und sich dann die Verlosung zum 8-jährigen Blogjubiläum mit mir ausdachte. Ich bin so begeistert, dass internationale Vernetzungen mit lieben KollegInnen aus aller Welt so etwas Schönes möglich machen und dass sogar (einige) meine(r) LeserInnen daran teilhaben können. Wer nicht gewonnen hat, kann noch bei der 20%-Rabatt-Festtage-Aktion (klick!) bestellen (ab $ 31,60 = € 29,93). Es gibt auch ganz herzige 2-ml Roll-ons zum Kennenlernen, einer kostet $ 11,60 (€ 10,99). Wer so gerne auf Instagram unterwegs ist wie ich, erfreut sich sicher an den ästhetischen Fotos von Tazeka (klick!), über Facebook-LikerInnen (klick!) freut sich Zena ganz bestimmt auch. Thank you so much, my dear friend Zena, for this inspiring aromatic adventure! Long live our transatlantic friendship!

© Abbildungen der Roll-ons: Tazeka; die Dollarpreise beziehen sich auf den 7.1.2017

verlosung von duftenden luxus-roll-on’s


tazeka_essential_oilsAuf geht’s zur versprochenen Verlosung von drei kostbaren Glas-Roll-ons von der kleinen us-amerikanischen Ätherische-Öle-Firma Tazeka. Als ich Zena Karim vor der Botanica2016-Konferenz im September in Brighton traf, waren wir uns sofort sympathisch. Sie ist die Inhaberin dieser kleinen Duftmanufaktur, die in Florida zu Hause ist. Ich erzählte ihr in späteren Mails, dass ich seit Jahren aromatische Blog-Informationen weiter gebe, und anlässlich meines 8-Jahre-Blog-Jubiläums im November 2016 gerne die von ihr angebotenen Test-Produkte unter meinen Leserinnen verlose. Sie war sofort damit einverstanden.

Und so kam zwei Wochen später ein Paket voll mit etlichen ihrer schicken und so optimistisch aussehenden duften Helfer, die für die unterschiedlichsten Lebenslagen konzipiert und gemischt wurden. Nur mit Bio-Jojobaöl und ätherischen Ölen entweder aus Bio-Anbau oder von ungesprayten Pflanzen aus Wildwuchs, von kleinen ProduzentInnen destilliert, die von Zena unterstützt werden. Wer an der Verlosung von drei Mischungen jeweils im Wert von circa 40 Dollar teilnehmen möchte, schreibt bitte bis zum 31.12.2016 (24 Uhr GMT) ins Kommentarefeld (die Sprechblase rechts oben neben der Überschrift dieses Artikels), welche Mischung am verlockendsten klingt oder welcher Mix zu eurer momentanen Lebenssituation passen könnte:

  • tazeka_essential_oils_rainbowLeicht atmen (Eucalyptus radiata, Balsamtanne, Speiklavendel)
  • Gedanken-Geplapper (Grapefruit, Cardamom, Römische Kamille)
  • Zuversicht (Rosmarin, Thymian Ct. Linalool, Waldkiefer)
  • Optimismus (Muskatellersalbei, Orange, Jasmin)
  • Spannungs-Löser (Rosengeranie, Orange, Vetiver)
  • Konzentration (Rosmarin, Lorbeer, Grapefruit)
  • Kopfweh-Helfer (Minze, Ho-Blätter, Speiklavendel)
  • Friedlich Schlummern (Bergamotte, Lavendel, Sandelholz)
  • Meditationsguru (Weihrauch und Sandelholz)
  • Motivation (Balsamtanne, Limette, Schwarzfichte)
  • Aphrodite (Sinnlichkeit durch Jasmin, Rose, Cardamom)
  • Ares (Sinnlichkeit durch Ylang Ylang und Ingwer)
  • Balance/Ausgleich (Neroli, Lavendel, Narde)
  • Reise-Begleiter (Ingwer, Cardamom, Koriandersamen)
  • Schlank-Lösung (Grapefruit, Vanille, Atlaszeder)
  • PMS-Rettung (Prämenstruelles Syndrom, Rosengeranie, Römische Kamille, Zypresse)
  • Weise Frau (Rose, Rosengeranie, Petit Grain)

Aus dieser Auswahl werde ich drei Duftmischungen verlosen. Alle KommentatorInnen hüpfen am 2. Januar in die „Lostrommel“. Wer mag, kann Zenas Facebook-Seite liken, ansonsten gibt es genaue Infos zu den jeweiligen enthaltenen Ölen sowie Bestellmöglichkeiten auf Zenas Website Tazeka, dieser Tage sogar im Sonderangebot. [© der vier Fotos: Tazeka]

vernebler und öle-geschenke


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieEs ist noch genügend Zeit, wunderbar persönlich gestaltete kleine Geschenke herzustellen, solche die die Gesundheit unterstützen und unsere schöne Welt einigermaßen verschonen (statt Plastikmüllberge aus Fernost zu vergrößern). Beispielsweise ist eine praktische Schüttel-Lotion buchstäblich im Handumdrehen gemacht. Einfach eine sehr saubere Flasche zur Hälfte mit einem Hydrolat oder einer Kombination aus mehreren Hydrolaten füllen, evtl einen Schluck Ethanol (Branntwein) hinzufügen, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Im linken Beispiel ist es 1:1 Rosenhydrolat mit Immortellehydrolat (gegen Falten! mit einem kleinen Anteil eines ganz milden Waschtensids [zum Abschminken]), im rechten Beispiel, das ich von Evelyn Deutsch geschenkt bekam, ist es Rosenhydrolat. Für unreine Haut, die zu Akne neigt, könnte Teebaumhydrolat enthalten sein, zum „Aufplustern“ von müder Haut oder bei kleinen Blutungen nach der Rasur könnte etwas Cistrosenhydrolat, für entzündliche Haut Kamillenhydrolat enthalten sein. Die zweite Hälfte wird mit einem guten Bio-Öl aufgefüllt, links habe ich Aprikosenkernöl verwendet (meistens nehme ich Traubenkernöl), Evelyn hat ein sehr feines Olivenöl verwendet. Dann gibt man wenige Tropfen ätherisches Öl hinzu. Bei einer Abschmink-Lotion möglichst wenig, unter 1%, bei einer Körperlotion bis zu 2% (die Prozente-Tabelle zum kostenlosen Runterladen befindet sich hier auf meiner Website).

Ich benutze meine aktuelle Schüttellotion zum Abschminken, darum habe ich nur einige wenige Bio-Vanille-Tropfen verwendet. In Evelyns Lotion ist jeweils ein Tropfen Sandelholz, Orange und Rosengeranie enthalten, beide Varianten sind mit einem Hauch Sanddornfruchtfleischöl angereichert und gefärbt. Vor Anwendung wird kurz kräftig geschüttelt, je nach Öl entstehen lustige Muster und das Auseinandergehen der zwei Phasen geht unterschiedlich schnell. Das empfindliche Hydrolat wird durch diesen zeitweiligen „Luftabschluss“ (weil das Öl immer oben schwimmt) ein klein wenig stabilisiert. Allerdings müsste für eine bessere Haltbarkeit die Flasche lichtgeschützt sein, aber dann sieht man das schöne Schauspiel nicht: Also nur kleine Mengen herstellen und innerhalb von zwei Monaten verbrauchen.

nagelolxsIdeen und Rezepte gibt es auch im aktuellen Newsletter von Feeling (klick!). Wer französisch lesen und bestellen kann, wird im verlockenden Shop von Aroma-Zone (klick!) fündig, eine riesige Fundgrube mit Rezepten und Rohstoffen. Neuerdings gibt es dort sogar eine giftfreie, zu 85% natürliche Basisflüssigkeit, um im Handumdrehen Nagellacke ohne die sechs üblicherweise verwendeten Giftstoffe herzustellen. Die Pigmente und das praktische Fläschchen mit Pinsel erhält man freilich auch dort. Das Fläschchen ist auch wundervoll, um ein feines Nagelöl herzustellen, das dauert keine 2 Minuten:

  • je zur Hälfte Mandelöl und Jojobaöl
  • 1 Tropfen Vetiveröl
  • 2 Tropfen Zitronenöl

Täglich auf die Fingernägel und die Nagelhäutchen auftragen, idealerweise nach einigen Minuten mit einer feuchtigkeitshaltigen Handcreme eincremen. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche gut sortierte Bestellmöglichkeiten für Rohstoffe und Zubehör, beispielsweise für Zäpfchen-Formen (und noch ganz viel mehr) bei Brennessel in München, bei Aromapflege in Wien und Tirol (beispielsweise die oben abgebildete 30 ml-Klarglasflasche, Labor-Utensilien, hygienische Alutuben für selbst gemachte Salben, Duftstäbchen für die schadstoff-freie Raumbeduftung etc). Inspirationen für schöne Duft-Verpackungen und selbst gemachte Raumdüfte findet man im Büchlein von Aromapraktikerin Waltraud Reischer und Miriam Dornemann Wohlfühlen mit Raumdüften (klick!) (leider wohl vergriffen und nur noch teils preiswerte Rest-Exemplare vorhanden).

pranarom_vernebler_glas1Duft-Vernebler (Diffuseur) haben die zwei Vorteile, dass sie nicht mit offenem Feuer betrieben werden, also keine Brandgefahr bei Kindern, Tieren und desorientierten Menschen darstellen. Zudem werden die hitzeempfindlichen ätherischen Öle nicht erhitzt, sondern nur in Form von winzigen Partikelchen vernebelt, so dass eine bessere Qualität verteilt wird und im Falle von Erkältungen besser in die Atemwege eindringen kann. Es gibt zahlreiche Modelle, unter anderem von Primavera (klick!) oder Soehnle (klick!). Eine Luxusvariante ohne Plastik, stattdessen aus Glas und Holz, mit Entspannungsmusik und Fernbedienung gibt es von der bekannten belgischen Firma Pranarom (klick!), dieses Modell kostet jedoch „etwas“ mehr als die 30-50-Euro-Modelle, nämlich gut 200 Euro. Auch Farfalla (klick!) bietet einen Vernebler mit Bambusholz an (circa 65 €).

Menschen mit Hautproblemen freuen sich möglicherweise über ein kleines Set aus drei oder vier hochgesunden fetten Bio-Ölen, wie frisch gepresstes leckeres Leinöl (garantiert nicht bitter!), aromatisches Walnussöl, schmackhaftes und hautberuhigendes Kokosfett sowie  schmerzlinderndes Johanniskrautöl (dieses wird äußerlich angewendet, die anderen nährend den Haut-Stoffwechsel durch den kurmäßigen Verzehr). Der Allergiker freut sich vielleicht über Schwarzkümmelöl, die Neurodermitikerin über Nachtkerzenöl, Hobbyköche können sicherlich ein mit echtem Zitronenaroma oder mit Trüffeln aromatisiertes Öl gut gebrauchen. Erhältlich beispielsweise bei Ölmühle Solling (klick!) oder bei Bruno Zimmer (klick!). Bei Maienfelser (klick!) gibt es die unglaublichste Auswahl an fetten Ölen, beispielsweise aus den Kernchen der Erdbeere, Himbeerkernchen, Apfelkernen, Zucchini-Samen, Brokkolisamen (natürliches „Silikon“ für Haarspitzenfluids), aus Zitronenkernen, das wundervoll nach Amaretto duftende Pflaumenkernöl, sogar ein fettes Öl aus Anisfrüchten oder Petersiliensamen kann man ausprobieren (Vorsicht, Suchtgefahr!!! 😉 alle Öle sind freilich nicht nur kulinarisch interessant, sondern auch perfekt für oben beschriebene Schüttel-Lotionen)!
aromapflegecom-aromakoffer-small-fuer-24-aetherische-oele-fuer-aromapflege-und-aromatherapieEin praktisches Holzköfferchen wird sicherlich Sammler von ätherischen Ölen begeistern, erhältlich für unter 30 Euro bei Evelyn Deutsch (klick!) Ein besonderes Geschenk ist auch eine Kupfer-Destille mit dem in Deutschland legalen Fassungsvermögen von 0,5 Liter, beispielsweise von Copper Garden (klick!). Damit kann man zwar keine nennenswerte Menge an ätherischem Öl gewinnen, jedoch wunderbar und besser haltbare Hydrolate (als solche aus Glas-oder Edelstahldestillen).

kupferdestille_unicobres_halbliterDas Buch von Kai Möller (klick!) dazu und los kann’s gehen! Im Winter werden aromatische Früchte der Doldenblütengewächse destilliert: Anis, Fenchel, Kümmel, Koriandersamen. Dazu Tannen-, Fichten- und Douglasienzweige sowie Pfeffer, Piment, Zimststangen und Gewürznelken. Damit kann man üben, bis frische Heilkräuter sprießen und Rosen blühen. Kai Möller und sein Team setzen sich dafür ein, dass man in Deutschland vielleicht irgendwann etwas größere Mengen an Pflanzenmaterial ohne große Zollformalitäten destillieren darf, in Österreich und in der Schweiz ist dies möglich.

Statt penetrante Synthetikdüfte ist es sinnvoller, Stäbchen-Raumbeduftungs-Systeme mit die Gesundheit unterstützenden Naturdüften zu kaufen. Neumond kann dabei helfen, beispielsweise mit dem einem Geschenk-Set ‚Winter und Weihnacht‘ (klick!) und mit wundervollen Raumsprays, teilweise nur aus einem Duft, beispielsweise Zitrone oder Orange (Monika Volkmann hat mehrfach auf ihrer vielseitigen Blog-Seite darüber berichtet).

Wer jemanden mit ätherischen Ölen, welche ganz offiziell als Lebensmittel zertifiziert sind, glücklich machen möchte, hat bei Vegaroma (klick!) die Qual der Wahl (gut 20 Bio-Öle und Mischungen sind erhältlich), ein feines Spar-Set mit den sieben Bestsellern ist dort auch erhältlich. Die passenden Kochbücher sind Duftküche von Pionierin Maria Kettenring (klick!) und Aroma-Küche (klick!) von Sabine Hönig und Ursula Kutschera.

PS. Es sind noch gut 7 Tage bis zum Ablaufen des Frühbucher-Rabatts für die Duft-Wochen bei mir in der subtropisch anmutenden Natur Südwest-Irlands. Sie sind teilweise schon gut belegt, doch es gibt noch freie Plätze. Und es gibt auch einen Gutschein zu erwerben, so dass ein Zuschuss oder eine ganze Duft-Woche verschenkt werden kann, Infos hier (klick!)

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapiePPS: Ich lüfte die Glasglocke zur Verlosung schon mal ein wenig. Aus dem Sortiment von Tazeka, einer kleinen sympathischen in Florida (USA) basierten Firma, die für ihre ästhetischen Roll-ons aus Glas entweder nur Bioöle oder von kleinen Farmprojekten stammende Öle aus gänzlich unbehandelten Pflanzen verwendet, werde ich drei Kostbarkeiten im Wert von je knapp 40 Dollar anlässlich meines 8-jährigen Blog-Jubiläums verlosen. An dieser Stelle schon mal Danke an all die treuen LeserInnen! Schaut in den nächsten Tagen wieder hier rein (oder abonniert oben in der rechten Spalte, so dass jeder neue Artikel bei euch als E-Mail ankommt)!

dufte öle-etuis für ätherische öle


aromapouch_oshadhiNachdem mein letzter Text bei einigen LeserInnen Enttäuschung (wenn nicht gar Schlimmeres, sorry) ausgelöst hat, weil nur ein Teil meiner Leserschaft die gläsernen Inhalierstifte kaufen kann, habe ich für heute international zu bestellende Weihnachtsaufmerksamkeiten gefunden. Diese nützlichen Transport- und Aufbewahrungsetuis sind in drei Größen (6, 10 und 30 Fläschchen) bei Oshadhi (klick!) erhältlich, wo auch das zweitgrößte Sortiment an Hydrolaten (nicht nur) für den deutschsprachigen Raum erhältlich ist.

filz-oeleetui_apothekeSchön finde ich auch die Filzetuis von Ebos (klick!), sie sind in mehreren Größen erhältlich. Für ätherische Öle verwendet man nicht die einfachen Röhrchen (schon gar nicht aus Kunsstoff), sondern Braunglas-Rollrandgläser (klick!), sie halten dicht und die Deckelchen werde nicht von ätherischen Ölen angegriffen.

oele_holzbox_bambus_huilesetsensEtwas größer ist diese schlichte Box aus Bambus (klick!) – eine praktische ökologische und tierfreundliche Lösung.

duft_schluesselanhaengerDer schnelle Duft für unterwegs strömt aus dem Lebensbaum (klick!), in dem abwechselnd elf bunte beduftbare Filzscheiben gelegt werden können. (Ähnlich gemacht ist das hübsche vergoldete Duft-Armband von Primavera, diese limitierte Auflage war jedoch rasend schnell vergriffen.)

Wenn wir schon mal an kleinen Aufmerksamkeiten sind: Wie immer im Dezember kann man das wundervolle Rosenhydrolat von Professor Wabner (klick!) zum Aktionspreis in verschiedenen Größen bestellen (26 € statt 44 € für einen Liter). Dazu lohnt es sich sicherlich, auch das traumhafte Grapefruit extra, ein neutrales Badeöl zum Selber-Beduften und den praktischen Immortellestift für Unterwegs (bei Stürzen, Prellungen, sonstigen stumpfen Verletzungen) zu reduzierten Preisen mit zu bestellen.

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PS Nächste Woche gibts Kostbarkeiten von meiner Aroma-Freundin Zena aus Florida zu gewinnen: drei Roll-ons von Tazeka Aromatherapy.

endlich ein inhalierstift aus glas


inhalator_metall_glas_offen_1688463784-2Na endlich! Ich bin vorgestern aus der Schweiz von meiner letzten Seminare-Reise für 2016 heim gekehrt. Und möchte nun am liebsten wie die bekannte Werbung sagen: Wärrr hat’s erfunden? Die Schweiz!

inhalator_metall_glas_geschlossenStimmt zwar nicht ganz, doch meines Wissens nach gibt es den ersten Inhalierstift dieser Art im deutschsprachigen Aromatherapie-Gebiet nun in der Hauptstadt der Schweiz. Der „Docht“ hat in diesem schicken Teil keinerlei Kontakt mit Plastik, so dass keine unerwünschten Reaktionen zwischen manchen zu Kunststoff aggressiven ätherischen Ölen (wie Zitrus- und Nadelölen) zu befürchten sind.

Ich nenne so ein hübsches Teil mit eleganter Aluminiumhülse schon länger mein Eigen und möchte es nicht mehr missen. Das ist doch eine prima Geschenkidee, sie ist erhältlich in diesen zwei Farben! Zu bestellen für 5 Schweizer Franken bei Florentia in Bern (klick!) (Versand nur innerhalb der Schweiz). Dort gibt es auch die witzige Blume (in drei Farben), die mit einem USB-Stängel ausgestattet ist und eben mal schnell ein kleines Düftwölkchen voll mit guter Laune im Bereich des PCs (oder im Auto) verbreiten kann; sie kostet auch 5 Franken, hier (klick!) kann man Details erfahren.

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PS Demnächst sind diese bunten Inhalierstifte aus Glas auch für Deutschland und Österreich erhältlich, bei Sabine Nachbauer in Lindau: http://www.inhalierstifte.com

dufte kids


aetherio-bio-helfersprays-aromatherapie-fu%cc%88r-baby-und-kleinkind

Seit etlichen Wochen verwende ich selbst zwei wirklich fein duftende Raum- und Kragensprays von aetherio (ich habe in den letzten Wochen so einiges zu verdauen gehabt). Sie wurden von der Biochemikerin und Molekularbiologin Bettina Görner aus Heidelberg, Mutter von zwei kleinen Kindern, für die Kleinsten der Kleinen zusammengestellt. Unsere ‚Zwerge‘ werden einerseits in der heutigen Zeit viel zu sehr mit penetranten synthetischen Gerüchen aus Weichspülern, Parfüms, Bauausdünstungen, Putzmitteln etc konfrontiert. Andererseits müssen sie ständig Dinge in unserem hektischen Erwachsenen-Leben verarbeiten und kämpfen dann oft – was nicht verwunderlich ist – mit Stress-Symptomen wie Überreiztheit, hyperaktivem Verhalten, schlechter Laune, Einschlafproblemen, Albträumen, Weinerlichkeit usw. Da wir Eltern meistens selbst genug um die Ohren haben, ist es nicht immer leicht, angemessen zu trösten und zu beruhigen.

Da Bettina sehr fein dosierte Helfersprays suchte und dazu den Anspruch hat, dass möglichst nur zertifizierte Bio-Qualität an die Näschen ihrer (und aller) Kids kommen sollte, hat sie sich selbst an die Produktion dieser zwei Produkte gemacht. Auch der Nachwuchs von Bekannten durfte die Sprays testen, sie wurden für gut und hilfreich befunden und nun können diese professionell gestalteten Produkte von allen Eltern, die etwas dufte Begleitung suchen, bestellt werden.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDas bio Helferspray bei ‚überreizt und müde‚ hilft an Tagen, an denen die Kleinen zu viel erlebt haben und dann möglicherweise Schwierigkeiten haben, zur Ruhe zu kommen. Müdigkeit und Überreiztheit äußern sich unterschiedlich, oft durch Quengeln oder Weinen oder sogar Wutanfälle. In diesen Momenten, egal ob zu Hause oder unterwegs, kann das Spray mit zwei ätherische Ölen helfen: bio Lavendel und bio Mandarine rot, die Öle sind babygerecht nur 0,5%-ig dosiert.

orangenteller_xsDas bio Helferspray bei ‚schlecht gelaunt‚ hilft in Situationen, in denen die Kleinen einfach nicht gut drauf sind. Es gibt viele Gründe für sie, irritiert oder unpässlich oder wütend zu sein – das gehört zum Großwerden dazu. Das Spray kann in diesen Situationen mit zwei fruchtigen ätherischen Ölen, die prima auf die Stimmung wirken, zur Seite stehen: bio Orange und bio Mandarine rot, auch diese Öle sind babygerecht 0,5%-ig verdünnt. Orangenöl wurde bereits in mehreren wissenschaftlichen Arbeiten als angstlösend und stimmungsaufhellend befunden.
MandarineNeben den ätherischen Ölen enthalten diese Sprays destilliertes Wasser, ein klein wenig bio-Alkohol für die bessere Verdunstung sowie einen Emulgator, der die ätherischen Öle mit Wasser mischt. Nach dem richtigen Emulgator hat Bettina lange gesucht und sich für ein Produkt entschieden, das naturkosmetik-konform ist (zertifiziert durch Natrue, BDIH, Cosmos, EcoCert). Es besteht aus Polyglycercyl-10-Laurat und Zitronensäure (Expertin für Naturkosmetik Heike Käser beschreibt und bewertet diesen Emulgator auf ihrer Super-Website Olionatura).

Bettina verrät auf ihrer ansprechend gestalteten Website, dass manche Erwachsene berichten, selbst eine Flasche am Bett parat zu haben. Nervt das Gedankenkarrussel am Abend, oder ist an ein Wiedereinschlafen nach dem nächtlichen Kind-Beruhigen nicht zu denken, dann kann das Spray auch uns Großen beim Abschalten helfen.

Diese zwei Produkte sind für kleine Nasen ab 6 Monaten geeignet, 50 ml kosten 14 Euro, beide Fläschchen werden innerhalb Deutschlands portofrei versendet. In Österreich sind sie in Innsbruck im Der Kinderladen erhältlich. Sie können im Raum versprüht werden (2-3 Sprühstöße), es kann etwas davon auf ein Kuscheltuch oder auch auf das Nickytuch eines Kuscheltieres gegeben werden.

Nachdem ich beide Sprays nun gut kenne, könnte ich mir vorstellen, dass sie auch ideal für sehr sensible und unruhige Menschen im Bereich der Seniorenpflege und Hospizarbeit geeignet sein müssten. Insbesondere das Spray mit Lavendel müsste ältere Menschen an „alte Zeiten“ erinnern, es duftet sehr subtil nach dem „blauen Wunder“. Wie wir inzwischen gut wissen, können hoch verdünnte ätherische Öle sehr fein auf seelische Dysbalancen wirken.

pfefferminzöl wirkt schmerzlindernd bei reizdarm: natur trifft auf technik


Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieIn der aktuellen Ausgabe vom ‚International Journal of Clinical Aromatherapy‘ (Juni 2016, klick!), dessen Schwerpunkt-Themen sich mit Magen-Darm-Themen in der Aromatherapie befassen, las ich ein interessantes Interview mit dem us-amerikanischen Wissenschaftler Dr. Brooks D. Cash, der eine neuartige galenische Form von Pfefferminzöl in einer vier Wochen langen randomisierten Doppelblind-Studie untersucht hat. Es ging um 72 PatientInnen mit Schmerz-Symptomen, die dem Reizdarm-Syndrom zugeordnet wurden. Ausgeschlossen wurden Menschen mit entzündlichen oder immun-assoziierten Symptomen und solche die an Obstipation (Stuhlverstopfung) litten.

Dreifach verkapseltes und langsam im Dünndarm freigesetztes Pfefferminzöl konnte eine durchschnittliche 40%-ige Verminderung der Symptome erreichen (Verringerung durch Placebo 24,3%, p = 0.0246). Die Wirkung wird dem Haupt-Inhaltsstoff von Pfefferminzöl l-Menthol (Levomenthol) zugesprochen, dieser wirkt als Kalziumantagonist auf die glatte (unwillkürliche) Muskulatur, also krampfmindernd.

IBgard_Kapseln_IBS

Die Homepage von IBgard® mit einer Abbildung der Kapseln

Das in den USA erhältliche Produkt IBgard® wird als „medizinisches Nahrungsprodukt“ klassifiziert (registered medical food product), das unter Überwachung durch einen Arzt eingenommen werden sollte, auch wenn es frei verkäuflich ist. Es gilt als besser verträglich als die in Europa oft erhältlichen einfachen dünndarmlöslichen Kapseln mit Pfefferminzöl, die Aufstoßen verursachen können und zu Magenirritationen auslösen können. Infos zum Produkt IBgard® können auf der Website des Herstellers nachgelesen werden. Dr. Cash betont, dass auch Nahrungsumstellungen vorgenommen werden müssen, beispielsweise eine zeitlang die Aufnahme von Kohlenhydraten stark zu reduzieren oder diese ganz zu meiden.

Die kostenlos erhältliche Studie von Dr. Cash und seinem Team kann hier herunter geladen werden. In Deutschland können  Carmenthin-Kapseln (klick!) eingenommen werden, wenn der Bauch besonders drückt, sie enthalten Kümmelöl in Kombination mit Pfefferminzeöl. Wer mehr über das Thema Reizdarm lesen möchte, kann hier (klick!) mehr in meinem früheren Artikel darüber erfahren.

untersuchungen mit inhalierstiften


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieSo, jetzt ist aber Schluss mit der ‚fliegenden Wundertüte‘, heute stelle ich die letzten Dinge vor, die sich auf meiner kürzlichen Seminare-Reise im Koffer angesammelt hatten. (Jedoch auch zu Hause warteten zwei Päckchen mit vorstellenswerten Dingen auf mich!!!!) Die folgenden Produkte bergen ein ähnliches Thema, das insbesondere in der deutschen Arbeit mit ätherischen Ölen recht kontrovers betrachtet wird: Fertigmischungen als Lösung GEGEN Beschwerden und andererseits individuell-minimale Dosierungen zur Gesundung und Stärkung FÜR den gesamten Menschen (und nicht nur ein schmerzendes Organ oder Körperteil).
Heute zeige ich euch fertig befüllte und hübsch designte Inhalierstifte ‚Made in Switzerland‘. Im Prinzip handelt es sich um ein vergleichbares Angebot wie die duftenden Nasenclips, den ich im vorletzten Blog-Artikel beschrieben habe. Allerdings bietet die Firma AromaStick aus Sargans in der Schweiz neun ’normale‘ Mischungen zu unterschiedlichen Themen an, dazu jeweils drei beliebte Einzeldüfte und ergänzend drei stärker wirkende Mischungen für Situationen mit anspruchsvollen Leistungen.

Die regulären Mischungen in schicken schwarzen Inhalierstiften mit gutem Schraubverschluss und lila Aufdruck heißen

  • Alert
  • Balance
  • Calm
  • Dolomint
  • Energy
  • Focus
  • Nasal Fresh
  • Relax
  • Zero Cal

Die Namen sprechen für sich, auch wenn man nur rudimentäres Englisch beherrscht. Sie können entweder bei überaktiven Zuständen beruhigen (Calm, Relax), oder beim Gegenteil anregen, konzentrieren und wach machen (Alert, Energy, Focus). ‚Balance‘ gleicht aus, ‚Dolo Mint‘ erinnert an den schmerzlinderndernden Pfefferminze-Roll-on, beim Nasefreimachen hilft ‚Nasal Fresh‘ und beim Appetitregulieren kann ‚Zero Cal‘ unterstützen. Die weißen Inhalierstifte mit grünem Aufdruck enthalten jeweils Eukalyptus oder Zitrone oder Orange, die drei weiteren Produkte heißen ‚Extra Air‘, ‚Extra Calm‘ und ‚Extra Focus‘.

2Inhalierstift_aromastick_Inhalte

Das wäre soweit nichts wirklich Neues, sind die praktischen Riechröhrchen nicht zuletzt durch meine Berichte vor einigen Jahren einigermaßen bekannt geworden, allerdings immer zum Selbstbefüllen. Im Blogartikel „Inhalierstifte für Alt und Jung“ hatte ich vor knapp zwei Jahren die bekanntesten Bezugsquellen für leere und preiswerte Stifte aufgeschrieben. Ein Jahr zuvor hatte ich die im englischsprachigen Raum ‚aromastick‘ getauften tollen Dinger in einem Bericht über Übelkeits-Studien abgebildet.

Ich habe in der Zwischenzeit viele unterschiedliche Arten von Inhalierstiften gesehen, ausprobiert und befüllt. Bei manchen erscheint mit die Qualität des Kunststoffs sehr armselig, ich befürchte, dass einige ätherische Öle sogar den Kunststoff angreifen könnten, insbesondere die Zitrusöle. Wer weiß, vielleicht atmen wir dann Weichmacher oder sonstigen unguten Kram ein??? Darüber tauschte ich mich mit den Herstellern der hier vorgestellten Produkte aus. Sie haben auch an dieses Problem gedacht und deshalb das mit ätherischen Ölen beduftete Zellstoffröllchen in eine Art Aufhängung gegeben, so dass das Öl nicht direkt mit dem Plastik in Berührung kommt. Man schrieb mir dazu: „Der innenliegende Filter „schwebt“ zentriert in der Mitte der Hülse. Er ist an drei kleinen Punkten oben wie unten fixiert. Somit kommen die ätherischen Öle im getränkten Filter nicht mit dem Kunststoff der Hülse über eine grosse Fläche in direkten Kontakt. Wir haben selbstverständlich immer noch das Problem der Dämpfe, welche in den Kunststoff diffundieren können. Wir haben aber zumindest das Risiko des direkten Kontakts eliminiert.“ Weiterhin beschreiben die Hersteller noch andere Pluspunkte im Vergleich zu anderen Stiften:

  • Auf der den jeweiligen Stift umhüllenden ansprechend gestalteten Außenverpackung aus Kunststoff befindet sich ein aufklappbarer Aufkleber, in dem man auf einem Blick die verwendeten Öle einsehen kann. Zu jedem Stift gibt es auf der Website der Hersteller ein ‚factsheet‘, also ein Datenblatt. Diese Transparenz ist gut und wichtig, vor allem für Allergiker. 
  • Die zentrierte Position des Filters erlaubt einen optimalen Luft-Fluss (air flow) über den gesamten Filter für eine maximale Duftaufnahme.
  • Der in der Mitte der Hülse fixierte Filter erlaubt die automatisierte Befüllung des vorkonfektionierten Riechstifts. Mittels Nadel wird die Lösung unter Vakuum über das „Nasenloch“ im Riechstift direkt in den Filter injiziert. Jedes Mal die genau definierte Füllmenge (bei herkömmlichen Verfahren muss der Filter erst in einem Ölbad getränkt und anschliessend – händisch? – in die Hülse gelegt und verschlossen werden). Eine eigens für die Hersteller angefertigte Abfüllanlage setzt die einzelnen Riechstiftteile automatisch zusammen, befüllt die Filter, steckt die Kappe auf und etikettiert den Riechstift. Anschliessend geht er an eine Beutelmaschine, wo die Riechstifte „foil sealed“ verschweisst werden, um die Frische bis zur Erstöffnung zu garantieren. 
  • Es wurden bislang neun verschiedene explorative Studien mit über 400 Probanden durchgeführt. Bei den Stiften, die genauer untersucht wurden, kann man die Ergebnisse nachschlagen, beispielsweise bei Dolo Mint gegen Schmerzen hier.
  • Die Haltbarkeit dieser Stifte wird mit 24 Monaten angegeben. Es gibt auch leere Stifte mit mit einer praktischen Einfüllpipette geliefert, man kann auch schöne Etiketten für personalisierte Stifte kaufen und sogar für seine eigene Firma Duftmischungen und Verpackungen herstellen lassen. Das Sortiment kann hier bestellt werden, ein bedufteter Stift kostet 8 Euro. 

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Was mir sauer aufgestoßen ist: Der Begriff „AromaStick“ wurde von den Schweizer Herstellern rechtlich geschützt, schade für die britischen Erfinderinnen und Bekanntmacherinnen dieses Begriffs, die ihn nun nicht mehr kommerziell verwenden dürfen, wenn sie dies wünschen würden. Ich habe zwei von ihnen auf der Botanica2012-Konferenz in Dublin als Vortragende erlebt.

Zum Thema Kunststoff-Verpackung und vergrößerter Müllberg habe ich so meine Sorgen, obwohl mir bewusst ist, dass durch diesen Schutz die Haltbarkeit und die Verträglichkeit der ätherischen Öle verlängert wird. Wir haben hier ein ähnlich die Umwelt belastendes Luxusthema wie bei Kaffeekapseln… Durch die lange Anwendbarkeit dieser in einer guten Hülle verpackten Düfte relativiert sich das Problem jedoch ein wenig, Papiertaschentücher und (Schnupfen)Medikamente sind auch aufwändig verschweißt und verpackt.

Die Duftmischungen sind teilweise ungewöhnlich, auf alle Fälle riecht man bei einigen Stiften nasenbefreiende und kopfdurchpustende Pfefferminze und/oder Eukalyptus gut durch, überhaupt kommt die preiswerte Pfefferminze öfters vor. Bei den entspannend wirksamen Stiften fällt ein Schwerpunkt mit Vetiverwurzel auf, was zum Runterkommen eine prima Idee ist, doch diesen Duft mögen viele Menschen nicht auf Anhieb (ich liebe ihn zum Glück!).

4Inhalierstift_aromastick_stickerMein Fazit: Wer aus Zeitgründen Fertigmischungen und Fertigprodukte mag, und auch wer erstmalig mit Düften in Berührung kommt und noch nicht selbst mischen möchte, kann mit Hilfe dieser Stifte sicher gute Hilfe erwarten und bekommen, ansonsten gilt der Einwand meines Beitrages über den Aspiraclip, man solle sinnvollerweise mit persönlich wohltuenden Düften arbeiten und Ölen aus kontrolliert biologischem Anbau den Vorzug geben. Mein Berliner Kollege Jürgen Trott-Tschepe – er arbeitet vor allem osmologisch und mit extrem stark verdünnten Ölen – hat meiner eher sanft ausgefallenen Kritik noch ein kritisches „Sahnehäubchen“ aufgesetzt (ich darf seinen Text mit seiner Erlaubnis hier einfügen):

„Liebe Eliane, hier meine Erfahrungen mit dem Aspiraclip: Ich wurde von der Firma ‚Aspiraclip mit Sitz am Leipziger Platz persönlich Anfang des Jahres eingeladen, um bei neuen Rezepturen behilflich zu sein. Es ist eigentlich eine Firma mit großen Immobilienprojekten, die sich ab und zu auch mit anderen Dingen befasst, die wirtschaftlich interessant sein könnten. Man hat dort also keinerlei Ahnung von gesundheitlichen Hintergründen, schon gar nicht vom Umgang mit ÄÖ. Wie ihr vielleicht ahnen könnt, habe ich, was die Dosierungen und die Praktikabilität dieses Clips anbetrifft, nach und nach die völlig gegenteiligen Erfahrungen zu Elianes Schilderungen machen müssen.

Ich halte die Dosierung für 4fach zu hoch (80% Pfefferminz- + 20% Eukalyptusöl, gesamt 0,4 ml pur auf die Nasenschleimhaut, womöglich auch noch auf entzündete), und hatte den Firmenherren darum einige Minimaldosierungs-Vorschläge mit ÄÖ als auch nur Hydrolaten unterbreitet.

Außerdem ist gerade bei Erkältungen, Schlafstörungen oder Schmerzen solch ein Ding in der Nase eher störend bis lästig, vor allem eine vielstündige bis ganznächtliche Anwendung halte ich geradezu für einen Kunstfehler. Das alles konnten sie [die Hersteller] weder verstehen noch akzeptieren, und wir haben uns wieder voneinander verabschiedet.

Dass Eliane nun dafür solche Werbung macht, entspricht ihrer doch sehr medizinisch-symptomatisch ausgerichteten aromatherapeutischen Arbeitsweise. Ich kann das nicht vertreten. Die behutsame Anwendung mit individueller, ganzheitlich ausgerichteter Zielsetzung ist hier leider weder beabsichtigt noch möglich. Man kann  die Dosierung zudem nicht wirklich gut individuell gestalten, sind doch die Aspiraclips nicht ‚leer‘ zu erhalten, da würde der Umsatz für die Firma resp. Apotheken nicht mehr stimmen, so wurde mir mitgeteilt.“

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyIch habe daraufhin meine Position eingehend erläutert: „Lieber Jürgen, danke für dieses Feedback, das ich allerdings nur bedingt nachvollziehen kann. Diese 0,4 ml ätherisches Öl im ‚aspiraclip‘ stehen ja nur auf einer winzigen Fläche von circa einem 1 mm zur Verfügung, so dass die ätherischen Öle nur in winzigen Mengen nach und nach frei gesetzt werden. Die Öle kommen nicht direkt mit der Nasenschleimhaut in Kontakt, nur in Form von flüchtigen nach und nach eingeatmeten Molekülen. Ich habe das Ding ausführlich getestet, auch während meines mega-schweren Schnupfens, und finde es trotz meines (oft zu) stark ausgeprägten Riechvermögens eher schwach wirksam. Die Nase wird trotz des Menthol nicht wirklich frei. Und beim Schnupfen ist so ein Gegenstand an der Nase sogar störend. In der miesen Luft in Bahn und Flugzeug war diese Form der Anwendung wiederum super, da hätte ich mir sonst vielleicht wie Kurt Schnaubelt es empfiehlt, ein Röllchen aus Papiertaschentuch in ein Nasenloch gestopft!

Hydrolate im Clip halte ich übrigens wegen der noch schnelleren Verkeimung für überhaupt nicht sinnvoll.

Mir war bei diversen Telefonaten mit den Herstellern (die ich übrigens selbst aufgetan hatte und ich habe auch selbst die Muster angefordert, wurde also nicht von der Firma kontaktiert oder gar bedrängt), sofort aufgefallen, dass die Macher dieser Produkte kaum Hintergrundwissen über ätherische Öle haben, was ich auch im Blogtext habe anklingen lassen. Von wegen „wirkt beruhigend“ wie von den Herstellern angegeben, beide Öle wirken eher anregend, was mir durch andere Tester freilich bestätigt wurde. Ich habe sowohl diese Behauptung, als auch die „vorgeschriebenen“ Öle, und auch die Müllproblematik thematisiert. Ich mache also nicht Werbung, sondern eine differenzierte Produktvorstellung, mit Beschreibung, Pluspunkten, Korrekturvorschlägen und auch mit Kritik. Werbung dagegen ist immer das uneingeschränkte „Schönmalen“ eines Produktes, das habe ich mit meinem Text keineswegs getan. Ich habe vielmehr ausdrücklich betont, dass es sich um ein Produkt mit Potenzial handelt, jedoch mit Schwächen.

Ich versuche mit meiner Blog-Seite möglichst viele Seiten und Ansätze der Arbeit mit ätherischen Ölen zu zeigen und möglichst viele Antworten zu geben. Ich drücke niemanden in eine Richtung, weder was Öle und Firmen anbelangt, noch was die Arbeitsweise anbelangt. Und ich arbeite keineswegs ‚nur‘ symptom-orientiert (sondern ‚auch‘). Da sich nicht jede(r) Interessent(in) beim erstem Kontakt mit dem Bereich der Aroma-Arbeit Bücher kaufen kann oder will, möchte ich eine Möglichkeit bieten, sich möglichst umfassend und vielschichtig zu informieren. Die Vereine machen das ja auch nach 30 Jahren noch sehr wenig, und bislang auch nur sehr wenige KollegInnen. Das finde ich sehr schade.

Mir macht das Schreiben und Recherchieren einfach unglaublich viel Spaß, ich möchte der Arbeit mit ätherischen Ölen tatsächlich zu mehr Anerkennung in dieser materiell orientierten Welt verhelfen. So ist ein Großteil der Wirklichkeit momentan nunmal drauf und die allermeisten Pflegenden und Therapierenden sind mehr denn je auf wissenschaftliche Erkenntnisse angewiesen, müssen diese sogar immer öfter nachweisen. 

Ich finde die Arbeit mit den lebendigen Molekülen sehr, sehr spannend und bin vor allem sehr davon fasziniert, dass man inzwischen uraltes Wissen reproduzierbar bestätigen kann (so dass auch „verbohrte“, materiell orientierte „Holzköpfe“ die Möglichkeit haben, eine Zugang zur lebendigen Natur zu bekommen). Dass die wissenschaftliche Sicht der Dinge (und der Düfte) nur ein (kleiner) Teil einer großen Wahrheit ist, wissen du und ich besser, das erfahren die meisten Menschen ohnehin meist sehr schnell, wenn sie ätherische Öle anwenden. Doch es handelt sich meistens um eine sehr subjektive Erfahrung, jeder Duft/Geruch lässt andere Seiten und Saiten in den jeweiligen Biografien erklingen.

Wie man meinen Facebook-Texten auf diversen Gruppen, meinen Empfehlungen in Mails und vor allem in persönlichen Gesprächen/Beratungen und meine Seminare entnehmen kann, erinnere ich (fast) immer zuerst und immer wieder ans bewusste Riechen und Wahrnehmen, insbesondere wenn es um chronische und/oder psychische Symptome geht (nicht unbedingt bei der akuten Behandlung von Schnitten, Stößen oder Kopfschmerzen). Da ich nun im dritten Jahr hier in Irland eine gut gebuchte Woche mit osmologischer Arbeit anbiete (mit Christine Lamontain, 9.-16. Juli, Infos hier), kann man vielleicht erkennen, dass mir dieses Themengebiet sehr wichtig ist. Ich versuche immer, die fragenden und rezeptesuchenden Menschen auf ihre eigene Wahrnehmung aufmerksam zu machen, zeige ihnen eine differenzierte Betrachtung der Düfte auf. Ich bitte sie unermüdlich, die ätherischen Öle nicht wie schulmedizinische Allheil-Mittel zu betrachten, erinnere ständig an die jeweiligen Pflanzen, die uns den Duft spenden. 

Und ich zeige nicht zuletzt bei den vielen botanischen Exkursionen, die ich mit meinen Gruppen mache (theorielastige Seminarraum-Kurse reduziere ich derzeit mehr und mehr), immer das WUNDER der duftgebenden Pflanzen auf, so dass anhand von etlichen Gewächsen ein Gefühl für die Signatur der Pflanzen entwickelt werden kann. Ich versuche stets, sehr ganzheitlich zu arbeiten, und bin fest davon überzeugt, dass sowohl dein Ansatz bzw die osmologische Richtung von Martin Henglein und entsprechenden KollegInnen, ALS AUCH der aromatherapeutisch-symptomatische Ansatz jeweils ihre Berechtigung haben und friedlich miteinander verwendet werden können oder zumindest sollten. 

Ich bin immer für offene Darstellungen, für unterschiedliche Perspektiven, und vor allem für eine breitflächige Informations“politik“. Reiki, Vegan, Engel, zu so vielen Randthemen gibt es öffentlich zugängliche Zeitschriften, in unserer Branche ist das vor lauter Konkurrenzdenken und „Selbstimkreisherumdrehen“ noch nicht gelungen. Ich danke dir aufrichtig für deine Mühe und das Formulieren deiner Kritik, diese ist mir lieber als Totschweigen und das leider so übliche Hinter-dem-Rücken-Reden. Viele Grüsse von der Insel, Eliane“

Was denkt Ihr, meine vielen Leser und Leserinnen zum Thema stark verdünnt oder wenig verdünnt? Wie wendet Ihr die ätherischen Öle an? Braucht Ihr Infos zu wissenschaftlichen Erkenntnissen oder reichen euch intuitive Ansätze der Behandlung? Wer vor allem FÜR den Menschen arbeitet, darf meinen „virtuellen Aufkleber“ für die Werbung (Website, Facebookseite, Prospekte) gerne hier „wegkratzen“ und verwenden!

innovative inhalation von naturdüften


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch bin noch nicht durch mit den vielen feinen Dingen, die sich in der „fliegenden Wundertüte“, also in meinem Koffer, nach meiner langen Seminare-Reise befanden. Heute zeige ich euch eine unglaublich moderne und praktische Form der Riechstoff-Aufnahme. Ich habe den Aspiraclip® inzwischen ausführlich getestet habe, denn ich bin geflogen und Zug gefahren, musste mich konzentrieren und hatte sogar eine fette klimaanlage-bedingte Erkältung. Es handelt sich um einen sehr kleinen, ganz weichen hufeisenförmigen Halb-Ring aus farblosem Silikon, den man sich an den Eingang der Nasenöffnungen hängt, er zwickt kein bisschen und bleibt dennoch gut dort befestigt.

aspira_clip_websiteDas Foto auf der Website der jungen innovativen Firma, die 2015 in Berlin-Brandenburg gegründet wurde, zeigt wie es geht, ein kleiner Film erläutert die Anwendungsmöglichkeiten. An beiden Endes des „Hufeisens“ ist das Silikon röhrenförmig, in beiden Öffnungen befinden sich jeweils ein winziger Zellstoff“tampon“, der mit den ätherischen Ölen Eukalyptus und Pfefferminze getränkt ist. Laut Firmen-Website enthält der Mini-Inhalator  ein Gemisch aus 20% Eukalyptusöl (Ph. Eur. 7.0) und 80% Pfefferminzöl (Ph. Eur 7.5). Der kleine Clip wird in einem transparenten Döschen geliefert, nach erstmaligem Öffnen kann man 21 Tage lang damit inhalieren, je nach Bedarf bis zu 2 Stunden täglich.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMeine Erkenntnis ist: Bei meiner häufig mehr oder weniger verstopften Nase (chronische Tendenz zur Sinusitis), wirkt der von mir als eher zu zart empfundene Duft leicht befreiend. Nach einer längeren Zeit der Anwendung (ab 15 Minuten) macht er meinen Kopf klar, was bei Arbeiten, die Konzentration erfordern, sehr hilfreich sein kann. Einer meiner Probanden fand den cleveren Clip auch beim nächtlichen Arbeiten als gute Unterstützung. Mein jüngster Sohn klagt auch oft über eine verstopfte Nase, er fand den Clip nicht hilfreich, weil zu schwach. Ich habe für mich selbst zu einem verstärkenden Trick gegriffen und habe die zwei Zellstoffteile aus den Röhrchen gedrückt, und alle paar Tage mit Lieblings-Bio-Ölen nachgeladen, beispielsweise mit Ravintsaraöl. Auch jeweils einen Tropfen meines Pfefferminz-Roll-Ons (Bio-Pfefferminzeöl zehnprozentig in fast reinem Äthanol) hatte ich unterwegs mal rein gefüllt, diese Anwendung empfand ich als prima erfrischend in öffentlichen miefigen Verkehrsmitteln. Und so wirkte das Teilchen auch etwas überzeugender, als ich eine mega-verschnupfte Nase hatte. Auf meinem Foto sind Mentholkristalle zu sehen, dieser Inhaltsstoff aus echtem Mentha piperita-Öl (knapp 50 Prozent) wirkt konzentrationsfördernd und bei manchen Menschen anregend, so dass ich das Produkt abends vorm Einschlafen nicht unbedingt empfehlen würde, zumindest muss man drauf achten, ob man dennoch gut schlafen kann.

Mein Fazit ist: Ein geniales, innovatives und praktisches Produkt mit dem Qualitätsversprechen ‚Made in Germany‘ (also kein billiger China-Kram)! Man hätte selbst drauf kommen können 😉 ! Bei heftigem Schnupfen mag der Mini-Inhalator nicht stark genug sein, doch das wird sicher individuell sehr unterschiedlich empfunden. Bei häufigen Sinusitis-Beschwerden kann er ein prima Begleiter sein. Ich würde es begrüßen, wenn man als Profi auch unbeduftete Aspiraclips bekommen könnte, um diese mit Bio-Ölen seiner Wahl befüllen zu können, denkbar wäre beispielsweise auch eine Variante mit Bio-Vanilleextrakt und Bio-Mandarinenöl, die sicherlich ein Knaller bei Unruhe und Einschlafstörungen wäre. Ein Mix aus Basilkum und Rosengeranie würde sicherlich stark beanspruchte und gestresste Menschen aus ihrem Hamsterrad befreien helfen. Ich würde den leeren Clip nach einigen Tagen jeweils für ein paar Stunden in hochprozentigem Alkohol einlegen, um ihn zu desinfizieren und ihn dann mit neuen Füllungen bestücken. Mit so einer Müllverringerungs-Strategie würde ich mich besser fühlen, anstatt das kleine Ding alle drei Wochen wegwerfen zu müssen.

Der Aspiraclip® ist in jeder Apotheke erhältlich, aber auch beim großen Versand-Buchhändler (klick!) und kostet circa 10 Euro.