and the winner is…


gewinnerinnen_2016_tazeka_xsDas war vielleicht spannend! Welche Ölemischung und welcher Produktname spiegeln die Befindlichkeiten und die Wünsche von 167 TeilnehmerInnen der Verlosung von drei kostbaren Bio-Roll-ons des kleinen aber feinen Öleanbieters aus Florida namens Tazeka?

Das mit großem Abstand beliebteste Thema zeichnete sich ganz zu Beginn der Ausschreibung ab und ist lustigerweise auch das Produkt, das ich mir selbst ausgesucht habe: ‚Gedankengeplapper‚ (Nonstop Thoughts). Es ist wohl ein Zeichen unserer Zeit, dass unsere Gedanken oft im Kreis wandern, uns geradezu belästigen, viel mehr Abschalt-Zeit benötigen würden, um sich nicht so in den Vordergrund zu drängen. Wir müssen lernen, uns unsere Ruheinseln frei zu schaufeln. Teilnehmerin Michaela hat  dieses Phänomen poetisch verpackt:

Plapperplapper Gedankengeplapper. Der Kopf bleibt nicht still, zuviel was durchrast.
Eine Rast mit Gedankengeplapper wäre schön.

Optimismus‚ (Optimism) und ‚Balance‚ (Balance) wurden auch häufig gewählt und diese Tendenz verstärkte sich nach den Tagen des Terror-Anschlages in Berlin. Passend dazu kam ‚Zuversicht/Vertrauen‚ (Confidence) mit nur einem Punkt Abstand auf Platz 3. Hier die beliebtesten Themen und Ölemischungen:

  • Gedankengeplapper (33 Stimmen)
  • Optimismus (16 Stimmen)
  • Balance (16 Stimmen)
  • Zuversicht (15 Stimmen)
  • Weise Frau (12 Stimmen, dazu 13 Stimmen als Zweitstimme)
  • Spannungs-Löser (11 Stimmen)
  • Aphrodite (11 Stimmen)
  • Schlank-Lösung (11 Stimmen)

Alle anderen Themen bekamen jeweils fünf oder weniger Stimmen. Soweit ich es gesehen habe, machten nur zwei Männer mit, allerdings kann ich es den diversen Fantasienamen der Teilnehmenden nicht entnehmen, ob doch noch der eine oder andere männliche „Wähler“ dabei war. Dieses Verhältnis von weiblich zu männlich spiegelt auch ganz grob die Anzahl der Teilnehmenden an Kursen und auch an „niedergelassenen Praxen“ von Aromafachleuten wider.

tazeka_essential_oils_from_aboveBei dieser erfreulich hohen Teilnahmequote konnte ich nicht mehr, wie an meinen früheren Verlosungen, Zettelchen schreiben, falten und mischen. So hat heute früh um 10:02 Uhr ein Zufallsgenerator (www.zufallsgenerator.net) die Arbeit der Glücksfee übernommen, und drei Zahlen zwischen 1 und 167 gewählt. Er hat die Zahl einer Person ausgesucht, die sich nur auf Facebook eingetragen hatte, wo ich jedoch ausdrücklich mehrmals darauf hinwies, dass die Teilnahme nur beim Eintrag auf dem Blog-Beitrag der Verlosung gültig ist, da ich sonst bei mehreren Facebook-Seiten, Instagram und Google+ ins Schleudern käme. Ich hatte die Namen und deren Duftwahl dennoch auf die Liste geschrieben, da mich die Statistik der beliebtesten Düfte interessiert. So durfte Herr Zufallsgenerator-Glücksfee noch eine vierte Zahl nennen. Die drei gültigen Gewinnerinnen sind (Trommelschlag!):

  • Hermine
  • Berti
  • Betty

Herzlichen Glückwunsch! Ich denke, Ihr erkennt eure (echten oder Fantasie-)Namen, schreibt mir bitte Eure Post-Adresse, damit ich die kostbaren Kästchen verschicken kann (neroli ät eircom punkt net). Ich werde sie mit auf meine Reise nach Deutschland zum Hydrolate-Seminar bei Vivere Sabrina Herber am 29.1. nehmen müssen, da die irische Post keine Flüssigkeiten transportiert und ich möchte nicht riskieren, dass dies bei einer eventuellen Durchleuchtung zu einem Konfiszieren der feinen Roll-ons kommt. Also bitte ich noch um ein wenig Geduld!

Ich werde in den nächsten Tagen eine Duft-Mischung für durch Gedankengeplapper geplagte Menschen hier aufschreiben (es ist ein deutlicher Anteil an Cardamom [Elettaria cardamomum] enthalten) und auch eine wunderschöne Blüte von den Australischen Busch-Blüten-Essenzen nennen, die ergänzend für dieses Thema gut geeignet ist.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmenden und ganz besonders bei der lieben Zena von Tazeka, die mir nur ein paar Proben schicken wollte und sich dann die Verlosung zum 8-jährigen Blogjubiläum mit mir ausdachte. Ich bin so begeistert, dass internationale Vernetzungen mit lieben KollegInnen aus aller Welt so etwas Schönes möglich machen und dass sogar (einige) meine(r) LeserInnen daran teilhaben können. Wer nicht gewonnen hat, kann noch bei der 20%-Rabatt-Festtage-Aktion (klick!) bestellen (ab $ 31,60 = € 29,93). Es gibt auch ganz herzige 2-ml Roll-ons zum Kennenlernen, einer kostet $ 11,60 (€ 10,99). Wer so gerne auf Instagram unterwegs ist wie ich, erfreut sich sicher an den ästhetischen Fotos von Tazeka (klick!), über Facebook-LikerInnen (klick!) freut sich Zena ganz bestimmt auch. Thank you so much, my dear friend Zena, for this inspiring aromatic adventure! Long live our transatlantic friendship!

© Abbildungen der Roll-ons: Tazeka; die Dollarpreise beziehen sich auf den 7.1.2017

aromapflege bei zahnschmerzen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWenn das neue Jahr mit einer Beerdigung und mit einer Backenzahn-Entfernung anfängt, kann es nur besser werden! Darum teile ich heute eine Rezeptur, die wirklich hervorragend und vorbeugend gegen blau-lila-grün-gelbe Bäckchen nach so einem blutigen Gemetzel wirkt, man mische:

  • 10 ml Johanniskrautöl
  • 1 Tropfen Immortelleöl (Helichrysum italicum)
  • 1 Tropfen Lorbeeöl (Laurus nobilis)
  • 1 Tropfen Pfefferöl (Piper nigrum) oder
  • 1 Tropfen Palo Santo-Öl (Bursera graveolens) 0der
  • 1 Tropfen Manukaöl (Leptospermum scoparium)

Am besten den Ölmix leicht warm halten (Fläschchen in Hosentasche) und mehrfach täglich sanft von außen auf die Wange in der betroffenen Gegend auftragen. Diese Mischung hilft, die Schmerzen zu lindern, sie hilft Stauungen im verletzten Gewebe zu reduzieren und verhindert (ganz oder fast) die Hämatombildung. Zur verbesserten Wundheilung können Zinktabletten als Nahrungsergänzung eingenommen werden.

Sollte es mit der Blutstillung hapern, kann ein Schlückchen Cistrosenhydrolat in den Mundraum gegeben werden, dieses lässt man circa 5 Minuten dort ohne stark zu spülen, nur leicht hin und her bewegen, es schmeckt jedoch sehr gewöhnungsbedürftig. Oder einen halben Tropfen Cistrosenöl auf eine kleine gefaltete Kompresse geben, diese an die Wunde legen und circa 20 Minuten sanft „zubeißen“. Wer sehr zu Hämatomen neigt, kann die betroffene Wange bereits vor dem Eingriff ein paar Male mit Immortellehydrolat benetzen und dieses jedes Mal vor dem vorsichtigen Ein“reiben“ der Ölmischung aufsprühen.

Wer starke Schmerzen nach dem Eingriff hat, kann sich Eiswürfel aus Rosenhydrolat und auch aus Immortellehydrolat machen (1:1 mischen geht auch), und diese, in ein Tüchlein oder kleines Gäsetehandtuch eingehüllt, auf die schmerzende Wange legen. Die vom Zahnarzt empfohlene Salzwasser“spülung“ (nur so wenig hochwertiges Salz in ein Glas lauwarmes Wasser geben, dass es nach Tränen schmeckt) reicherte ich mit einigen Spritzern der antiseptisch wirksamen Hydrolate aus Bohnenkraut und Zimtrinde an, da ich die Einnahme eines Antibiotikums ablehnte. Diese „Spülung“ (eher eine Schwenkung, denn man darf den die Wunde versiegelnden Blutpfropf nicht kaputt spülen) schmeckte so richtig lecker, erinnerte an Moussaka!

Bis auf Palo Santo können diese erwähnten Produkte bei Feeling, Farfalla, Primavera, Jophiel und Wadi bestellt werden. Bei Neumond gibt es ein vergleichbares fertig gemischtes Öl, jede dieser Firmen hat Anti-Prellungsmischungen mit Immortelle. Das weihrauch-ähnliche Palo Santo-Öl gibt es bei Maienfelser (bei Interesse die gefetteten Firmennamen einfach anklicken, ich kenne und schätze die Gründer/innen und Geschäftsführer/innen jeder dieser zuverlässigen Firmen persönlich und seit langer Zeit).

PS. Dieser Beitrag hat einer Zahnärztin gefallen, ich „kannte“ sie bereits seit Langem, da sie Co-Autorin einer meiner Lieblingsstudien ist, in der es um Reduzierung von Zahnarztangst mit Orangen- und Lavendelöl geht: Frau Dr. Gabriele Marwinski. Sie schreibt auch eine Blog-Website. Zur Studie von 2005, die ich im Aromapflege Handbuch von Evelyn Deutsch vorstelle ‚Ambient odors of orange and lavender reduce anxiety and improve mood in a dental office‘, sie wurde in Wien durchgeführt, geht es hier.

schärfemolekül bremst wachstum von brustkrebszellen


RUB;  RiechforschungEinige Tage vor Weihnachten veröffentlichte ein Team um den sicher vielen meiner LeserInnen bekannten Professor Hanns Hatt der Ruhr-Universität Bochum folgende spannende Pressemeldung:

„Der Geschmacksstoff Capsaicin macht Peperoni scharf. Ein feuriges Geschmackserlebnis ist aber längst nicht die einzige Wirkung, die er auf den Körper haben kann. Capsaicin, ein Inhaltsstoff von scharfen Substanzen wie Peperoni oder Pfeffer, hemmt das Wachstum von Brustkrebszellen. Das berichtet ein Team um den Bochumer Duftforscher Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt und Dr. Lea Weber nach Experimenten an kultivierten Zellen. In der Zeitschrift „Breast Cancer – Targets and Therapy“ stellen die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum ihre Ergebnisse vor, gemeinsam mit Kollegen der Augusta-Kliniken Bochum, des Herz-Jesu-Krankenhauses Dernbach sowie dem Kölner Zentrum für Genomik.

Die Versuche erfolgten mit der Zelllinie SUM149PT, die ein Modellsystem für eine besonders aggressive Brustkrebsform ist, den Triple-negative-Typ. Für diese Krebsart ist die Chemotherapie derzeit die einzige mögliche Behandlung.

Besonders häufiger Rezeptor

In den kultivierten Zellen fand das Team eine Reihe klassischer Riechrezeptoren. Besonders häufig vertreten war aber vor allem ein Rezeptor, der sonst im fünften Hirnnerv, dem Nervus trigeminus, vorkommt. Er gehört zu den sogenannten Transient-Receptor-Potential-Kanälen und trägt den Namen TRPV1. Neben dem Schärfemolekül Capsaicin aktiviert auch Helional – ein Duft nach frischer Meeresbrise – diesen Rezeptor.

In Kooperation mit Privatdozentin Dr. Gabriele Bonatz vom Brustzentrum der Augusta-Kliniken Bochum bestätigte Hatts Team die Existenz von TRPV1 in Tumorzellen in neun verschiedenen Burstkrebsproben.

Krebszellen sterben ab

Die Forscher aktivierten den TRPV1-Rezeptor in Zellkultur mit Capsaicin oder Helional, indem sie die Stoffe für mehrere Stunden oder Tage zu der Kultur hinzugaben. Dadurch vermehrten sich die Krebszellen langsamer. Außerdem starben durch die Behandlung verstärkt Tumorzellen ab. Die überlebenden Zellen waren zudem nicht mehr in der Lage, sich so schnell zu bewegen wie zuvor; das lässt darauf schließen, dass sie im Körper schlechter Metastasen bilden könnten.

„Wenn wir den TRPV1-Rezeptor gezielt durch Medikamente anschalten könnten, könnte sich ein neuer Ansatz für die Behandlung dieser Krebsform ergeben“, sagt Hanns Hatt. Eine Aufnahme über die Nahrung oder durch Einatmen reicht dazu nicht aus.

Wirksam in Mäusen

Die Chemikalie Arvanil – chemisch ähnlich zum Schärfemolekül Capsaicin – hatte sich in früheren Studien anderer Gruppen bereits als wirksam gegen Hirntumoren bei Mäusen erwiesen; sie reduzierte das Tumorwachstum in den Tieren. Aufgrund zu starker Nebenwirkungen ist diese Substanz aber nicht für Menschen zugelassen. Neben Capsaicin und Helional aktivieren auch die körpereigenen Endovanilloide den TRPV1-Rezeptor.“

Die komplette Veröffentlichung: Lea V. Weber, Klaudia Al-Refae, Gerhard Wölk, Gabriele Bonatz, Janine Altmüller, Christian Becker, Günter Gisselmann, Hanns Hatt: Expression and functionality of TRPV1 in breast cancer cells, in: Breast Cancer – Targets and Therapy, 2016. © des Fotos: Ruhr-Universität Bochum

PS. Es kann noch zwei Tage an der Verlosung der drei kostbaren Roll-on’s der Firma Tazeka mitgemacht werden, zum Teilnehmen kann der ansprechendste Name der Roll-on’s  als Kommentar zum Verlosungstext (klick!) aufgeschrieben werden.

rosenhydrolat lindert angst bei hämodialyse


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieAngst ist ein steter Begleiter bei schweren Krankheiten, Angst befindet sich meistens im Gepäck, wenn jemand ins Krankenhaus „einziehen“ muss und erst recht, wenn jemand aufgrund eines Notfalles eingeliefert werden muss. Die Angst ist manchmal fast riechbar (Angstschweiß), dazu kommen Gerüche, die nach Operation, Desinfektion, Medikamenten, Ausscheidungen, Verkeimung und gar Verwesung riechen.

In einem der Ur-Heimatländer der Rosendestillation Iran untersuchte man bei Patienten mit Nierenversagen im Endstadium, wie sich Rosenhydrolat auf deren Ängste auswirkt. In einer randomisierten Arbeit wurden 46 Hämodialyse-PatientInnen in zwei Gruppen aufgeteilt: In der einen Gruppe wurde vier Wochen lang Rosenhydrolat eingeatmet, in der Kontrollgruppe wurde nichts in diese Richtung unternommen. Vor dem Experiment, nach zwei Wochen und nach vier Wochen wurde das Ausmaß der Angstsymptome anhand einer international anerkannten standardisierten Skala protokolliert (Spielberger Angstskala).

In der „Rosengruppe“ leitete man die PatientInnen an, drei Tropfen eines auf 25% verdünntes Rosenhydrolat auf ein sauberes und saugfähiges Baumwolltaschentuch zu geben. Dieser Duft sollte vier Wochen lang vor dem Schlafengehen 15 bis 20 Minuten eingeatmet werden und auch jeweils 15 bis 20 Minuten vor jeder Dialyse-Sitzung.

rose_phenylethanol_beschrDie regelmäßige Inhalation von Rosenwasser führte zu einer signifikanten Reduktion (P < 0.001) sowohl der „Angst als Zustand“ (in diesem Moment > STATE) als auch der „Angst als Eigenschaft“ (im Allgemeinen > TRAIT) im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Wissenschaftler schlussfolgern daraus, dass Rosenhydrolat den emotionalen und spirituellen Zustand von Patienten während der Hämodialyse verbessern kann.

Diese Wirkung hat sicherlich nicht nur einen psychologisch-placebomäßigen, sondern auch einen rationalen Hintergrund, denn gutes Rosenhydrolat enthält einen nicht unerheblichen Anteil an stimmungsaufhellendem Phenylethanol (Phenylethylalkohol). Synthetisches „Rosenwasser“, das oft in Apotheken erhältlich ist, hat vermutlich nicht diese deutliche Wirkung. Diese Studie, die im September 2016 veröffentlicht wurde, kann hier (klick!) kostenlos herunter geladen werden.

PS. Es kann noch einige Tage an der Verlosung der drei kostbaren Roll-on’s der Firma Tazeka mitgemacht werden, zum Teilnehmen kann der ansprechendste Name der Roll-on’s  als Kommentar zum Verlosungstext (klick!) aufgeschrieben werden.

zum tod von klaus dürbeck


duerbeck_todesanzeigeEliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieMit grosser Betroffenheit sah ich heute auf der Seite von Fairwild, dass Klaus Dürbeck aus Raubling bei Rosenheim vor wenigen Tagen gestorben ist. Am 13. November hatte er noch seinen Vortrag beim Kongress von Forum Essenzia gehalten. Er war den „alten Hasen“ der Aromatherapie-Szene bekannt als ehemaliger Vorsitzender des Vereines. Er wurde nur 60 Jahre alt, und war einer der Jüngsten der ersten Generation der deutschsprachigen „Naturdüfte-Gemeinde“.
Klaus war auch einer der Gründer der Fairwild-Zertifizierung von Naturprodukten. Mit diesem strengen Siegel sind auch manche ätherische Öle zertifiziert. Seine vielen Reisen kreuz und quer von Land zu Land brachten ihn zu unzähligen Anbaugebieten von Ätherisch-Öl-Pflanzen.

Die Bestattung fand am 22.Dezember 2016 statt, ihm erwiesen circa 200 Menschen die letzte Ehre. Ein ausführlicher Nachruf ist auf der Homepage von Forum Essenzia nachzulesen.

verlosung von duftenden luxus-roll-on’s


tazeka_essential_oilsAuf geht’s zur versprochenen Verlosung von drei kostbaren Glas-Roll-ons von der kleinen us-amerikanischen Ätherische-Öle-Firma Tazeka. Als ich Zena Karim vor der Botanica2016-Konferenz im September in Brighton traf, waren wir uns sofort sympathisch. Sie ist die Inhaberin dieser kleinen Duftmanufaktur, die in Florida zu Hause ist. Ich erzählte ihr in späteren Mails, dass ich seit Jahren aromatische Blog-Informationen weiter gebe, und anlässlich meines 8-Jahre-Blog-Jubiläums im November 2016 gerne die von ihr angebotenen Test-Produkte unter meinen Leserinnen verlose. Sie war sofort damit einverstanden.

Und so kam zwei Wochen später ein Paket voll mit etlichen ihrer schicken und so optimistisch aussehenden duften Helfer, die für die unterschiedlichsten Lebenslagen konzipiert und gemischt wurden. Nur mit Bio-Jojobaöl und ätherischen Ölen entweder aus Bio-Anbau oder von ungesprayten Pflanzen aus Wildwuchs, von kleinen ProduzentInnen destilliert, die von Zena unterstützt werden. Wer an der Verlosung von drei Mischungen jeweils im Wert von circa 40 Dollar teilnehmen möchte, schreibt bitte bis zum 31.12.2016 (24 Uhr GMT) ins Kommentarefeld (die Sprechblase rechts oben neben der Überschrift dieses Artikels), welche Mischung am verlockendsten klingt oder welcher Mix zu eurer momentanen Lebenssituation passen könnte:

  • tazeka_essential_oils_rainbowLeicht atmen (Eucalyptus radiata, Balsamtanne, Speiklavendel)
  • Gedanken-Geplapper (Grapefruit, Cardamom, Römische Kamille)
  • Zuversicht (Rosmarin, Thymian Ct. Linalool, Waldkiefer)
  • Optimismus (Muskatellersalbei, Orange, Jasmin)
  • Spannungs-Löser (Rosengeranie, Orange, Vetiver)
  • Konzentration (Rosmarin, Lorbeer, Grapefruit)
  • Kopfweh-Helfer (Minze, Ho-Blätter, Speiklavendel)
  • Friedlich Schlummern (Bergamotte, Lavendel, Sandelholz)
  • Meditationsguru (Weihrauch und Sandelholz)
  • Motivation (Balsamtanne, Limette, Schwarzfichte)
  • Aphrodite (Sinnlichkeit durch Jasmin, Rose, Cardamom)
  • Ares (Sinnlichkeit durch Ylang Ylang und Ingwer)
  • Balance/Ausgleich (Neroli, Lavendel, Narde)
  • Reise-Begleiter (Ingwer, Cardamom, Koriandersamen)
  • Schlank-Lösung (Grapefruit, Vanille, Atlaszeder)
  • PMS-Rettung (Prämenstruelles Syndrom, Rosengeranie, Römische Kamille, Zypresse)
  • Weise Frau (Rose, Rosengeranie, Petit Grain)

Aus dieser Auswahl werde ich drei Duftmischungen verlosen. Alle KommentatorInnen hüpfen am 2. Januar in die „Lostrommel“. Wer mag, kann Zenas Facebook-Seite liken, ansonsten gibt es genaue Infos zu den jeweiligen enthaltenen Ölen sowie Bestellmöglichkeiten auf Zenas Website Tazeka, dieser Tage sogar im Sonderangebot. [© der vier Fotos: Tazeka]

vernebler und öle-geschenke


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieEs ist noch genügend Zeit, wunderbar persönlich gestaltete kleine Geschenke herzustellen, solche die die Gesundheit unterstützen und unsere schöne Welt einigermaßen verschonen (statt Plastikmüllberge aus Fernost zu vergrößern). Beispielsweise ist eine praktische Schüttel-Lotion buchstäblich im Handumdrehen gemacht. Einfach eine sehr saubere Flasche zur Hälfte mit einem Hydrolat oder einer Kombination aus mehreren Hydrolaten füllen, evtl einen Schluck Ethanol (Branntwein) hinzufügen, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Im linken Beispiel ist es 1:1 Rosenhydrolat mit Immortellehydrolat (gegen Falten! mit einem kleinen Anteil eines ganz milden Waschtensids [zum Abschminken]), im rechten Beispiel, das ich von Evelyn Deutsch geschenkt bekam, ist es Rosenhydrolat. Für unreine Haut, die zu Akne neigt, könnte Teebaumhydrolat enthalten sein, zum „Aufplustern“ von müder Haut oder bei kleinen Blutungen nach der Rasur könnte etwas Cistrosenhydrolat, für entzündliche Haut Kamillenhydrolat enthalten sein. Die zweite Hälfte wird mit einem guten Bio-Öl aufgefüllt, links habe ich Aprikosenkernöl verwendet (meistens nehme ich Traubenkernöl), Evelyn hat ein sehr feines Olivenöl verwendet. Dann gibt man wenige Tropfen ätherisches Öl hinzu. Bei einer Abschmink-Lotion möglichst wenig, unter 1%, bei einer Körperlotion bis zu 2% (die Prozente-Tabelle zum kostenlosen Runterladen befindet sich hier auf meiner Website).

Ich benutze meine aktuelle Schüttellotion zum Abschminken, darum habe ich nur einige wenige Bio-Vanille-Tropfen verwendet. In Evelyns Lotion ist jeweils ein Tropfen Sandelholz, Orange und Rosengeranie enthalten, beide Varianten sind mit einem Hauch Sanddornfruchtfleischöl angereichert und gefärbt. Vor Anwendung wird kurz kräftig geschüttelt, je nach Öl entstehen lustige Muster und das Auseinandergehen der zwei Phasen geht unterschiedlich schnell. Das empfindliche Hydrolat wird durch diesen zeitweiligen „Luftabschluss“ (weil das Öl immer oben schwimmt) ein klein wenig stabilisiert. Allerdings müsste für eine bessere Haltbarkeit die Flasche lichtgeschützt sein, aber dann sieht man das schöne Schauspiel nicht: Also nur kleine Mengen herstellen und innerhalb von zwei Monaten verbrauchen.

nagelolxsIdeen und Rezepte gibt es auch im aktuellen Newsletter von Feeling (klick!). Wer französisch lesen und bestellen kann, wird im verlockenden Shop von Aroma-Zone (klick!) fündig, eine riesige Fundgrube mit Rezepten und Rohstoffen. Neuerdings gibt es dort sogar eine giftfreie, zu 85% natürliche Basisflüssigkeit, um im Handumdrehen Nagellacke ohne die sechs üblicherweise verwendeten Giftstoffe herzustellen. Die Pigmente und das praktische Fläschchen mit Pinsel erhält man freilich auch dort. Das Fläschchen ist auch wundervoll, um ein feines Nagelöl herzustellen, das dauert keine 2 Minuten:

  • je zur Hälfte Mandelöl und Jojobaöl
  • 1 Tropfen Vetiveröl
  • 2 Tropfen Zitronenöl

Täglich auf die Fingernägel und die Nagelhäutchen auftragen, idealerweise nach einigen Minuten mit einer feuchtigkeitshaltigen Handcreme eincremen. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche gut sortierte Bestellmöglichkeiten für Rohstoffe und Zubehör, beispielsweise für Zäpfchen-Formen (und noch ganz viel mehr) bei Brennessel in München, bei Aromapflege in Wien und Tirol (beispielsweise die oben abgebildete 30 ml-Klarglasflasche, Labor-Utensilien, hygienische Alutuben für selbst gemachte Salben, Duftstäbchen für die schadstoff-freie Raumbeduftung etc). Inspirationen für schöne Duft-Verpackungen und selbst gemachte Raumdüfte findet man im Büchlein von Aromapraktikerin Waltraud Reischer und Miriam Dornemann Wohlfühlen mit Raumdüften (klick!) (leider wohl vergriffen und nur noch teils preiswerte Rest-Exemplare vorhanden).

pranarom_vernebler_glas1Duft-Vernebler (Diffuseur) haben die zwei Vorteile, dass sie nicht mit offenem Feuer betrieben werden, also keine Brandgefahr bei Kindern, Tieren und desorientierten Menschen darstellen. Zudem werden die hitzeempfindlichen ätherischen Öle nicht erhitzt, sondern nur in Form von winzigen Partikelchen vernebelt, so dass eine bessere Qualität verteilt wird und im Falle von Erkältungen besser in die Atemwege eindringen kann. Es gibt zahlreiche Modelle, unter anderem von Primavera (klick!) oder Soehnle (klick!). Eine Luxusvariante ohne Plastik, stattdessen aus Glas und Holz, mit Entspannungsmusik und Fernbedienung gibt es von der bekannten belgischen Firma Pranarom (klick!), dieses Modell kostet jedoch „etwas“ mehr als die 30-50-Euro-Modelle, nämlich gut 200 Euro. Auch Farfalla (klick!) bietet einen Vernebler mit Bambusholz an (circa 65 €).

Menschen mit Hautproblemen freuen sich möglicherweise über ein kleines Set aus drei oder vier hochgesunden fetten Bio-Ölen, wie frisch gepresstes leckeres Leinöl (garantiert nicht bitter!), aromatisches Walnussöl, schmackhaftes und hautberuhigendes Kokosfett sowie  schmerzlinderndes Johanniskrautöl (dieses wird äußerlich angewendet, die anderen nährend den Haut-Stoffwechsel durch den kurmäßigen Verzehr). Der Allergiker freut sich vielleicht über Schwarzkümmelöl, die Neurodermitikerin über Nachtkerzenöl, Hobbyköche können sicherlich ein mit echtem Zitronenaroma oder mit Trüffeln aromatisiertes Öl gut gebrauchen. Erhältlich beispielsweise bei Ölmühle Solling (klick!) oder bei Bruno Zimmer (klick!). Bei Maienfelser (klick!) gibt es die unglaublichste Auswahl an fetten Ölen, beispielsweise aus den Kernchen der Erdbeere, Himbeerkernchen, Apfelkernen, Zucchini-Samen, Brokkolisamen (natürliches „Silikon“ für Haarspitzenfluids), aus Zitronenkernen, das wundervoll nach Amaretto duftende Pflaumenkernöl, sogar ein fettes Öl aus Anisfrüchten oder Petersiliensamen kann man ausprobieren (Vorsicht, Suchtgefahr!!! 😉 alle Öle sind freilich nicht nur kulinarisch interessant, sondern auch perfekt für oben beschriebene Schüttel-Lotionen)!
aromapflegecom-aromakoffer-small-fuer-24-aetherische-oele-fuer-aromapflege-und-aromatherapieEin praktisches Holzköfferchen wird sicherlich Sammler von ätherischen Ölen begeistern, erhältlich für unter 30 Euro bei Evelyn Deutsch (klick!) Ein besonderes Geschenk ist auch eine Kupfer-Destille mit dem in Deutschland legalen Fassungsvermögen von 0,5 Liter, beispielsweise von Copper Garden (klick!). Damit kann man zwar keine nennenswerte Menge an ätherischem Öl gewinnen, jedoch wunderbar und besser haltbare Hydrolate (als solche aus Glas-oder Edelstahldestillen).

kupferdestille_unicobres_halbliterDas Buch von Kai Möller (klick!) dazu und los kann’s gehen! Im Winter werden aromatische Früchte der Doldenblütengewächse destilliert: Anis, Fenchel, Kümmel, Koriandersamen. Dazu Tannen-, Fichten- und Douglasienzweige sowie Pfeffer, Piment, Zimststangen und Gewürznelken. Damit kann man üben, bis frische Heilkräuter sprießen und Rosen blühen. Kai Möller und sein Team setzen sich dafür ein, dass man in Deutschland vielleicht irgendwann etwas größere Mengen an Pflanzenmaterial ohne große Zollformalitäten destillieren darf, in Österreich und in der Schweiz ist dies möglich.

Statt penetrante Synthetikdüfte ist es sinnvoller, Stäbchen-Raumbeduftungs-Systeme mit die Gesundheit unterstützenden Naturdüften zu kaufen. Neumond kann dabei helfen, beispielsweise mit dem einem Geschenk-Set ‚Winter und Weihnacht‘ (klick!) und mit wundervollen Raumsprays, teilweise nur aus einem Duft, beispielsweise Zitrone oder Orange (Monika Volkmann hat mehrfach auf ihrer vielseitigen Blog-Seite darüber berichtet).

Wer jemanden mit ätherischen Ölen, welche ganz offiziell als Lebensmittel zertifiziert sind, glücklich machen möchte, hat bei Vegaroma (klick!) die Qual der Wahl (gut 20 Bio-Öle und Mischungen sind erhältlich), ein feines Spar-Set mit den sieben Bestsellern ist dort auch erhältlich. Die passenden Kochbücher sind Duftküche von Pionierin Maria Kettenring (klick!) und Aroma-Küche (klick!) von Sabine Hönig und Ursula Kutschera.

PS. Es sind noch gut 7 Tage bis zum Ablaufen des Frühbucher-Rabatts für die Duft-Wochen bei mir in der subtropisch anmutenden Natur Südwest-Irlands. Sie sind teilweise schon gut belegt, doch es gibt noch freie Plätze. Und es gibt auch einen Gutschein zu erwerben, so dass ein Zuschuss oder eine ganze Duft-Woche verschenkt werden kann, Infos hier (klick!)

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapiePPS: Ich lüfte die Glasglocke zur Verlosung schon mal ein wenig. Aus dem Sortiment von Tazeka, einer kleinen sympathischen in Florida (USA) basierten Firma, die für ihre ästhetischen Roll-ons aus Glas entweder nur Bioöle oder von kleinen Farmprojekten stammende Öle aus gänzlich unbehandelten Pflanzen verwendet, werde ich drei Kostbarkeiten im Wert von je knapp 40 Dollar anlässlich meines 8-jährigen Blog-Jubiläums verlosen. An dieser Stelle schon mal Danke an all die treuen LeserInnen! Schaut in den nächsten Tagen wieder hier rein (oder abonniert oben in der rechten Spalte, so dass jeder neue Artikel bei euch als E-Mail ankommt)!

dufte öle-etuis für ätherische öle


aromapouch_oshadhiNachdem mein letzter Text bei einigen LeserInnen Enttäuschung (wenn nicht gar Schlimmeres, sorry) ausgelöst hat, weil nur ein Teil meiner Leserschaft die gläsernen Inhalierstifte kaufen kann, habe ich für heute international zu bestellende Weihnachtsaufmerksamkeiten gefunden. Diese nützlichen Transport- und Aufbewahrungsetuis sind in drei Größen (6, 10 und 30 Fläschchen) bei Oshadhi (klick!) erhältlich, wo auch das zweitgrößte Sortiment an Hydrolaten (nicht nur) für den deutschsprachigen Raum erhältlich ist.

filz-oeleetui_apothekeSchön finde ich auch die Filzetuis von Ebos (klick!), sie sind in mehreren Größen erhältlich. Für ätherische Öle verwendet man nicht die einfachen Röhrchen (schon gar nicht aus Kunsstoff), sondern Braunglas-Rollrandgläser (klick!), sie halten dicht und die Deckelchen werde nicht von ätherischen Ölen angegriffen.

oele_holzbox_bambus_huilesetsensEtwas größer ist diese schlichte Box aus Bambus (klick!) – eine praktische ökologische und tierfreundliche Lösung.

duft_schluesselanhaengerDer schnelle Duft für unterwegs strömt aus dem Lebensbaum (klick!), in dem abwechselnd elf bunte beduftbare Filzscheiben gelegt werden können. (Ähnlich gemacht ist das hübsche vergoldete Duft-Armband von Primavera, diese limitierte Auflage war jedoch rasend schnell vergriffen.)

Wenn wir schon mal an kleinen Aufmerksamkeiten sind: Wie immer im Dezember kann man das wundervolle Rosenhydrolat von Professor Wabner (klick!) zum Aktionspreis in verschiedenen Größen bestellen (26 € statt 44 € für einen Liter). Dazu lohnt es sich sicherlich, auch das traumhafte Grapefruit extra, ein neutrales Badeöl zum Selber-Beduften und den praktischen Immortellestift für Unterwegs (bei Stürzen, Prellungen, sonstigen stumpfen Verletzungen) zu reduzierten Preisen mit zu bestellen.

tazeka_oils

PS Nächste Woche gibts Kostbarkeiten von meiner Aroma-Freundin Zena aus Florida zu gewinnen: drei Roll-ons von Tazeka Aromatherapy.

endlich ein inhalierstift aus glas


inhalator_metall_glas_offen_1688463784-2Na endlich! Ich bin vorgestern aus der Schweiz von meiner letzten Seminare-Reise für 2016 heim gekehrt. Und möchte nun am liebsten wie die bekannte Werbung sagen: Wärrr hat’s erfunden? Die Schweiz!

inhalator_metall_glas_geschlossenStimmt zwar nicht ganz, doch meines Wissens nach gibt es den ersten Inhalierstift dieser Art im deutschsprachigen Aromatherapie-Gebiet nun in der Hauptstadt der Schweiz. Der „Docht“ hat in diesem schicken Teil keinerlei Kontakt mit Plastik, so dass keine unerwünschten Reaktionen zwischen manchen zu Kunststoff aggressiven ätherischen Ölen (wie Zitrus- und Nadelölen) zu befürchten sind.

Ich nenne so ein hübsches Teil mit eleganter Aluminiumhülse schon länger mein Eigen und möchte es nicht mehr missen. Das ist doch eine prima Geschenkidee, sie ist erhältlich in diesen zwei Farben! Zu bestellen für 5 Schweizer Franken bei Florentia in Bern (klick!) (Versand nur innerhalb der Schweiz). Dort gibt es auch die witzige Blume (in drei Farben), die mit einem USB-Stängel ausgestattet ist und eben mal schnell ein kleines Düftwölkchen voll mit guter Laune im Bereich des PCs (oder im Auto) verbreiten kann; sie kostet auch 5 Franken, hier (klick!) kann man Details erfahren.

usb_diffuseur_purpur2

PS Demnächst sind diese bunten Inhalierstifte aus Glas auch für Deutschland und Österreich erhältlich, bei Sabine Nachbauer in Lindau: http://www.inhalierstifte.com

ätherische öle in hochwertigen tees können erfolgreich MRSA abwehren


thymian_beschriftet2Die Lehrerin für Pflegeberufe Petra Kaufmann aus Köln schickte mir einen schönen Bericht über ihre Erfolge bei der Sanierung des gefährlichen Krankenhauskeimes MRSA. Insbesondere im Bereich der Altenpflege bedeutet die sehr niederschmetternde Diagnose „Austherapiert“ soviel wie Langzeitpflege mit Isolation für den Betroffenen. Mit ungewissen Aussichten, denn ob die heutigen Antibiotika überhaupt noch anschlagen, bleibt auszuprobieren. Die Angst vor Ansteckung ist sehr groß. Es gibt Häuser, in denen mittlerweile spezialisierte Stationen eingerichtet werden, so dass infizierte PatientInnen ohne Vermummung leben können. Dort bewegen sich dann stattdessen die Pflegenden fein säuberlich „eingepackt in Schutzkleidung“. 

Für Petra ist der Begriff „Austherapiert“ wie ein rotes Tuch. Sie kann und will sich damit nicht abfinden. Schon seit mehreren Jahren arbeitet sie bei infizierten Bewohnern mit Waschungen aus Thymiantee. Das ist offiziell ein Lebensmittel und braucht nicht angeordnet werden. Sie hat diese Anwendung jedoch zur Sicherheit immer von den entsprechenden Hausärzten anordnen lassen. Und ist dabei mehr als einmal ausgelacht worden worden.

Ihre Erfolge lagen jedoch in der Regel bei 100 Prozent. Heute lehrt sie diese Waschungen, sowie die Körperpflege mit Anwendung von naturheilkundlichen Pflegemethoden im Rahmen der Ausbildung zur/zum AltenpflegerIn. Wenn die Häuser bereits Standards zu diesem Thema haben, lässt sie diese Form der Waschung ergänzend dazu schreiben.

Die Waschung mit Thymiantee und anderen Teesorten wie Lavendeltee, Pfefferminztee usw. können besonders gut bei demenziell veränderten BewohnerInnen anwendet werden. Sie lieben meistens diese krautigen, würzigen Gerüche und fühlen sich damit an früher erinnert. Petra meint: „Ätherische Öle sind aus der Altenpflege eigentlich nicht mehr weg zu denken.“

Sie wünscht sich darum, die KollegInnen wären etwas mutiger und lernwilliger und würden sich gegenüber den Ärzten und Institutionen mehr durchsetzen. „Ich freue mich immer wie eine Rumkugel wenn ich höre, das die Anwendung sich mit und durch alle Instanzen in den Häusern durchsetzt. Man kann so viel erreichen.“

thymian_beschriftet1Eine geregelte Sanierung nach Medizin kostet die Krankenkasse circa 10.000 €, der Tee aus der Apotheke, je nach Firma, nur 6 bis 7 €! Was ein Unterschied! Dazu kommt, dass die Gefahr der erneuten Infektion weitaus geringer ist, wenn Menschen mit hochwertigen Kräutertees saniert werden dürfen.

Wichtig ist darauf zu achten, einen hochwertigen Arzneitee aus der Apotheke zu verwenden, bei dem wirklich die gewollten Inhaltsstoffe enthalten sind (im Gegensatz zu eher als Durstlöscher gemeinten Kräutertees aus Supermärkten und Drogeriemärkten). So ein Tee ist so sanft und von sehr hoher Qualität, dass es keine Probleme mit der Haut gibt (in 20 Jahren erlebte sie nicht eine allergische Reaktion). Für Petras SchülerInnen gilt eine eiserne Regel im Umgang mit Tee: 1 Beutel auf einen Liter. Das ist eine Dosierung, die einfach nur gut tut (von Innen und Außen). „In der Altenpflege haben die Leute alle nur sehr wenig Geld, da muss man als Altenpflegerin immer drauf achten. Von der rein rechtlichen Seite betrachtet, befinden wir uns mit diesen Anwendungen auf der sicheren Seite, jedoch ist die Absicherung über den Hausarzt dennoch zu empfehlen.“

Ein schönes Beispiel einer sehr sensiblen Behandlung mit Arzneitees illustriert diese unterschätze Form der sanften Behandlung: Petra hatte eine hoch schwangere Schülerin mit der Diagnose MRSA, die Prognose war niederschmetternd. „Der werdenden Mutter und ihrem Kind hätten die Medikamente und die chemischen Reinigungsmittel vermutlich sehr geschadet. Sie hat sich auf meine Anregung mit Thymiantee in einer sehr verdünnten Form selber behandelt. Nach drei Wochen war sie komplett MRSA frei. Nicht nur am Körper, sondern auch im Mund und Nasen Raum. Das Kind war natürlich dadurch auch gesund und munter.“

Viele Bewohner mit Tracheostoma, PEG, Dauerkatheter und ähnlichen Befunden samt den erforderlichen Maßnahmen ziehen diese mächtigen Krankheitskeime förmlich an, dazu bilden sie dann oft so genannte Biofilme an den Kunststoffschläuchen, quasi schleimige infizierte Schichten, von denen man die Biester fast gar nicht mehr verbannen kann. Den Tee kann man bei solchen PatientInnen sogar in die Prophylaxen mit einbeziehen. Petra hat es sogar geschafft, eine Bewohnerin innerhalb von zwei Wochen von einem Keim in der Blase zu befreien. Bei ihr gab es im Wechsel Thymiantee und Cistrosentee. Der Hausarzt war sehr beeindruckt.

„Es gibt so viele Möglichkeiten, Tee zur Prophylaxe einzusetzen, das ist einfach super. Ich würde mich freuen wenn, diese sehr praktische und einfache Anwendungsweise mehr Verbreitung fände. Pflege wird dadurch wieder ein bisschen mehr aufgewertet.“

PS Dieser Bericht beruht auf den persönlichen Erfahrungen einer damit arbeitenden engagierten Fachfrau. Es liegen keine wissenschaftlichen Arbeiten zu Grunde, sondern „nur“ gute Erfahrungen bei den Resultaten einer Arbeit, die mit viel Geduld und Überzeugung durchgeführt wird.