dufte öle-etuis für ätherische öle


aromapouch_oshadhiNachdem mein letzter Text bei einigen LeserInnen Enttäuschung (wenn nicht gar Schlimmeres, sorry) ausgelöst hat, weil nur ein Teil meiner Leserschaft die gläsernen Inhalierstifte kaufen kann, habe ich für heute international zu bestellende Weihnachtsaufmerksamkeiten gefunden. Diese nützlichen Transport- und Aufbewahrungsetuis sind in drei Größen (6, 10 und 30 Fläschchen) bei Oshadhi (klick!) erhältlich, wo auch das zweitgrößte Sortiment an Hydrolaten (nicht nur) für den deutschsprachigen Raum erhältlich ist.

filz-oeleetui_apothekeSchön finde ich auch die Filzetuis von Ebos (klick!), sie sind in mehreren Größen erhältlich. Für ätherische Öle verwendet man nicht die einfachen Röhrchen (schon gar nicht aus Kunsstoff), sondern Braunglas-Rollrandgläser (klick!), sie halten dicht und die Deckelchen werde nicht von ätherischen Ölen angegriffen.

oele_holzbox_bambus_huilesetsensEtwas größer ist diese schlichte Box aus Bambus (klick!) – eine praktische ökologische und tierfreundliche Lösung.

duft_schluesselanhaengerDer schnelle Duft für unterwegs strömt aus dem Lebensbaum (klick!), in dem abwechselnd elf bunte beduftbare Filzscheiben gelegt werden können. (Ähnlich gemacht ist das hübsche vergoldete Duft-Armband von Primavera, diese limitierte Auflage war jedoch rasend schnell vergriffen.)

Wenn wir schon mal an kleinen Aufmerksamkeiten sind: Wie immer im Dezember kann man das wundervolle Rosenhydrolat von Professor Wabner (klick!) zum Aktionspreis in verschiedenen Größen bestellen (26 € statt 44 € für einen Liter). Dazu lohnt es sich sicherlich, auch das traumhafte Grapefruit extra, ein neutrales Badeöl zum Selber-Beduften und den praktischen Immortellestift für Unterwegs (bei Stürzen, Prellungen, sonstigen stumpfen Verletzungen) zu reduzierten Preisen mit zu bestellen.

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PS Nächste Woche gibts Kostbarkeiten von meiner Aroma-Freundin Zena aus Florida zu gewinnen: drei Roll-ons von Tazeka Aromatherapy.

endlich ein inhalierstift aus glas


inhalator_metall_glas_offen_1688463784-2Na endlich! Ich bin vorgestern aus der Schweiz von meiner letzten Seminare-Reise für 2016 heim gekehrt. Und möchte nun am liebsten wie die bekannte Werbung sagen: Wärrr hat’s erfunden? Die Schweiz!

inhalator_metall_glas_geschlossenStimmt zwar nicht ganz, doch meines Wissens nach gibt es den ersten Inhalierstift dieser Art im deutschsprachigen Aromatherapie-Gebiet nun in der Hauptstadt der Schweiz. Der „Docht“ hat in diesem schicken Teil keinerlei Kontakt mit Plastik, so dass keine unerwünschten Reaktionen zwischen manchen zu Kunststoff aggressiven ätherischen Ölen (wie Zitrus- und Nadelölen) zu befürchten sind.

Ich nenne so ein hübsches Teil mit eleganter Aluminiumhülse schon länger mein Eigen und möchte es nicht mehr missen. Das ist doch eine prima Geschenkidee, sie ist erhältlich in diesen zwei Farben! Zu bestellen für 5 Schweizer Franken bei Florentia in Bern (klick!) (Versand nur innerhalb der Schweiz). Dort gibt es auch die witzige Blume (in drei Farben), die mit einem USB-Stängel ausgestattet ist und eben mal schnell ein kleines Düftwölkchen voll mit guter Laune im Bereich des PCs (oder im Auto) verbreiten kann; sie kostet auch 5 Franken, hier (klick!) kann man Details erfahren.

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PS Demnächst sind diese bunten Inhalierstifte aus Glas auch für Deutschland und Österreich erhältlich, bei Sabine Nachbauer in Lindau: http://www.inhalierstifte.com

ätherische öle in hochwertigen tees können erfolgreich MRSA abwehren


thymian_beschriftet2Die Lehrerin für Pflegeberufe Petra Kaufmann aus Köln schickte mir einen schönen Bericht über ihre Erfolge bei der Sanierung des gefährlichen Krankenhauskeimes MRSA. Insbesondere im Bereich der Altenpflege bedeutet die sehr niederschmetternde Diagnose „Austherapiert“ soviel wie Langzeitpflege mit Isolation für den Betroffenen. Mit ungewissen Aussichten, denn ob die heutigen Antibiotika überhaupt noch anschlagen, bleibt auszuprobieren. Die Angst vor Ansteckung ist sehr groß. Es gibt Häuser, in denen mittlerweile spezialisierte Stationen eingerichtet werden, so dass infizierte PatientInnen ohne Vermummung leben können. Dort bewegen sich dann stattdessen die Pflegenden fein säuberlich „eingepackt in Schutzkleidung“. 

Für Petra ist der Begriff „Austherapiert“ wie ein rotes Tuch. Sie kann und will sich damit nicht abfinden. Schon seit mehreren Jahren arbeitet sie bei infizierten Bewohnern mit Waschungen aus Thymiantee. Das ist offiziell ein Lebensmittel und braucht nicht angeordnet werden. Sie hat diese Anwendung jedoch zur Sicherheit immer von den entsprechenden Hausärzten anordnen lassen. Und ist dabei mehr als einmal ausgelacht worden worden.

Ihre Erfolge lagen jedoch in der Regel bei 100 Prozent. Heute lehrt sie diese Waschungen, sowie die Körperpflege mit Anwendung von naturheilkundlichen Pflegemethoden im Rahmen der Ausbildung zur/zum AltenpflegerIn. Wenn die Häuser bereits Standards zu diesem Thema haben, lässt sie diese Form der Waschung ergänzend dazu schreiben.

Die Waschung mit Thymiantee und anderen Teesorten wie Lavendeltee, Pfefferminztee usw. können besonders gut bei demenziell veränderten BewohnerInnen anwendet werden. Sie lieben meistens diese krautigen, würzigen Gerüche und fühlen sich damit an früher erinnert. Petra meint: „Ätherische Öle sind aus der Altenpflege eigentlich nicht mehr weg zu denken.“

Sie wünscht sich darum, die KollegInnen wären etwas mutiger und lernwilliger und würden sich gegenüber den Ärzten und Institutionen mehr durchsetzen. „Ich freue mich immer wie eine Rumkugel wenn ich höre, das die Anwendung sich mit und durch alle Instanzen in den Häusern durchsetzt. Man kann so viel erreichen.“

thymian_beschriftet1Eine geregelte Sanierung nach Medizin kostet die Krankenkasse circa 10.000 €, der Tee aus der Apotheke, je nach Firma, nur 6 bis 7 €! Was ein Unterschied! Dazu kommt, dass die Gefahr der erneuten Infektion weitaus geringer ist, wenn Menschen mit hochwertigen Kräutertees saniert werden dürfen.

Wichtig ist darauf zu achten, einen hochwertigen Arzneitee aus der Apotheke zu verwenden, bei dem wirklich die gewollten Inhaltsstoffe enthalten sind (im Gegensatz zu eher als Durstlöscher gemeinten Kräutertees aus Supermärkten und Drogeriemärkten). So ein Tee ist so sanft und von sehr hoher Qualität, dass es keine Probleme mit der Haut gibt (in 20 Jahren erlebte sie nicht eine allergische Reaktion). Für Petras SchülerInnen gilt eine eiserne Regel im Umgang mit Tee: 1 Beutel auf einen Liter. Das ist eine Dosierung, die einfach nur gut tut (von Innen und Außen). „In der Altenpflege haben die Leute alle nur sehr wenig Geld, da muss man als Altenpflegerin immer drauf achten. Von der rein rechtlichen Seite betrachtet, befinden wir uns mit diesen Anwendungen auf der sicheren Seite, jedoch ist die Absicherung über den Hausarzt dennoch zu empfehlen.“

Ein schönes Beispiel einer sehr sensiblen Behandlung mit Arzneitees illustriert diese unterschätze Form der sanften Behandlung: Petra hatte eine hoch schwangere Schülerin mit der Diagnose MRSA, die Prognose war niederschmetternd. „Der werdenden Mutter und ihrem Kind hätten die Medikamente und die chemischen Reinigungsmittel vermutlich sehr geschadet. Sie hat sich auf meine Anregung mit Thymiantee in einer sehr verdünnten Form selber behandelt. Nach drei Wochen war sie komplett MRSA frei. Nicht nur am Körper, sondern auch im Mund und Nasen Raum. Das Kind war natürlich dadurch auch gesund und munter.“

Viele Bewohner mit Tracheostoma, PEG, Dauerkatheter und ähnlichen Befunden samt den erforderlichen Maßnahmen ziehen diese mächtigen Krankheitskeime förmlich an, dazu bilden sie dann oft so genannte Biofilme an den Kunststoffschläuchen, quasi schleimige infizierte Schichten, von denen man die Biester fast gar nicht mehr verbannen kann. Den Tee kann man bei solchen PatientInnen sogar in die Prophylaxen mit einbeziehen. Petra hat es sogar geschafft, eine Bewohnerin innerhalb von zwei Wochen von einem Keim in der Blase zu befreien. Bei ihr gab es im Wechsel Thymiantee und Cistrosentee. Der Hausarzt war sehr beeindruckt.

„Es gibt so viele Möglichkeiten, Tee zur Prophylaxe einzusetzen, das ist einfach super. Ich würde mich freuen wenn, diese sehr praktische und einfache Anwendungsweise mehr Verbreitung fände. Pflege wird dadurch wieder ein bisschen mehr aufgewertet.“

PS Dieser Bericht beruht auf den persönlichen Erfahrungen einer damit arbeitenden engagierten Fachfrau. Es liegen keine wissenschaftlichen Arbeiten zu Grunde, sondern „nur“ gute Erfahrungen bei den Resultaten einer Arbeit, die mit viel Geduld und Überzeugung durchgeführt wird.

hochkarätige weiterbildung in wien


o%cc%88gwa_kongress_programm2017Frau Dr. Gerda Dorfinger ist die Präsidentin des österreichischen gemeinnützigen Vereines ÖGwA, der Österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie. Sie, dazu Evelyn Deutsch und ein ganzes Team von engagierten MitmacherInnen planen derzeit am Jubiläumskongress zum 10-jährigen Bestehen des Vereins. Das Motto wird lauten:

Aromatherapie und Aromapflege: „Die Zukunft beginnt heute!“
Samstag, 04. März 2017, 09:00 bis 18:00 Uhr
Europahaus, 1140 Wien, Linzer Straße 429

 

Seit der Gründung im Juni 2006 erlebte die ÖGwA im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens, eine turbulente Zeit des Auf- und Umbruchs. Die ÖGwA widmete sich mit ganzer Kraft den wissenschaftlichen, praktischen und rechtlichen Grundlagen der Aromatherapie und Aromapflege sowie der österreichweiten und internationalen Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit.

Der Jubiläumskongress 2017 bietet ein breites Spektrum von Botanik über Metabolismus ätherischer Öle, Neues aus der Welt der Aromapflege, Wissenswertes über pflanzliche Fette und Öle, sowie wertvolle Hilfestellungen für den Praxisalltag bis hin zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine „Open Space-Konferenz“ soll den BesucherInnen die Möglichkeit zu direktem Kontakt mit den Experten in Kleingruppen geben und Gelegenheit für einen anregenden Erfahrungsaustausch bieten. Bei einem Publikumsquiz dürfen diese Ihr Wissen unter Beweis stellen und können spannende Preise gewinnen.

Für den Abschlussvortrag konnte ein Stargast aus der Schweiz, Herrn Univ. Prof. Dr. Claus Wedekind, gewinnen, der aus zahlreichen Medienauftritten bekannt ist und dann endlich auch in Österreich live zu erleben sein wird. Mich haben seine Forschungen ganz am Anfang meiner duften Laufbahn überaus zum Staunen gebracht: Es gehörte zur Faszination der frühen Tage der deutschsprachigen Aromatherapie, dass Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen, einen „schwangeren Geruchssinn“ haben, der nicht in der Lage ist, den (genetisch) geeigneten Partner auszusuchen (um gesunde Nachfahren mit einer ‚guten‘ Ausstattung an Genen zu zeugen). Inzwischen ist die Forschung in diese Richtung ein ganzes Stück weiter voran geschritten, so dass der Vortrag von Prof. Wedekind mit Spannung erwartet werden darf.

Den überaus innovativen Ansatz von Dr. Sabine Krist durfte ich bereits letztes Jahr kennenlernen, sie erkennt Verfälschungen von fetten Ölen an winzigen Spuren von Ätherisch-Öl-Molekülen, die in diesen jeweils ganz individuell enthalten sind. Diese Erkenntnisse gibt uns Aromapflegenden die wissenschaftliche Evidenz, dass fette Öle viel mehr als reine Trägersubstanzen sind, dass sie Stoffe enthalten, welche üblicherweise nur den ätherischen Ölen zugeschrieben werden (wenn auch nur in winzigen Mengen). Neben den wertvollen Fettsäuren, und den haut-heilenden Fettbegleitstoffen rücken nun auch diese Inhaltsstoffe in den Fokus und zeigen einmal mehr, dass Pflanzenöle viel mehr können als ‚tote‘ Mineralöle [in diesem Artikel – ziemlich weit unten – vom vergangenen Jahr beschreibe ich das Thema kurz und dort befinden sich auch Links zu zwei Büchern von Frau Dr. Krist].

Die beiden „Super-Forscher“ und eingefleischten Kenner der ätherischen Öle Dr. Gerhard Buchbauer und Dr. Walter Jäger sollte man unbedingt einmal live erlebt haben!

o%cc%88gwa_seite„Die Zukunft der ÖGwA beginnt heute“. In diesem Sinne soll gemeinsam mit den BesucherInnen eine zukunftsweisende Weiterentwicklung von Aromatherapie und Aromapflege mit hohen Qualitätsstandards erarbeitet werden. Frau Dr. Dorfinger fordert auf:“Lassen Sie uns diesen Start in das zweite Jahrzehnt der ÖGwA miteinander feiern. Wir freuen uns auf einen interessanten und vielseitigen Kongress!“

Das Programm ist folgendermaßen geplant (Änderungen vorbehalten):

08:15 – 09:00 Uhr Einlass und Registrierung

09:00 – 09:15 Uhr Begrüssung, Eröffnung

09:15 – 09:50 Uhr Zur Botanik von Aromapflanzen: Univ. Prof. Mag. pharm. Dr. Johannes Saukel, Wien

09:50 – 10:25 Uhr Aromapflege am Puls der Zeit: Evelyn Deutsch-Grasl, Wien

10:25 – 10:55 Uhr Pause

10:55 – 11:30 Uhr Wechselwirkung ätherischer Öle mit Arzneimitteln: Univ. Prof. Mag. pharm. Dr. Gerhard Buchbauer, Wien

11:30 – 12:05 Uhr Resorption, Verteilung, Metabolismus und Ausscheidung von Terpenen: Einfluss auf die Wirksamkeit: Univ. Prof. Mag. pharm. Dr. Walter Jäger, Wien

12:05 – 13:30 Uhr Mittagspause

13:30 – 15:00 Uhr OPEN SPACE: Fünf Aktions- und Diskussions-Points

  • Ätherische Öle und Mikrobiologie: Dr. med. Gerda Dorfinger, Wien
  • Vom Zauber des Duftes: Ingrid Kleindienst-John, Buchbach
  • Düfte für Kinder: Mag. pharm. Dr. Barbara Nasel, Wien
  • Ätherische Öle in der Welt der Wissenschaft: Ass. Prof. Mag. pharm. Dr. Iris Stappen, Wien
  • Reflexzonenarbeit am Fuß nach Hanne Marquardt: Dr. med. Wolfgang Steflitsch, Wien

15:05 – 15:40 Uhr Verfälschungen von ätherischen Ölen: Dr. Jürgen Wanner, Wallerstein, D

15:40 – 16:15 Uhr Flüchtige Verbindungen in kaltgepressten pflanzlichen Fetten und Ölen: PD Mag. pharm. DDr. Sabine Krist, Wien

16:15 – 16:45 Uhr Pause

16:45 – 17:20 Uhr Der Einfluss von Körperdüften auf Partnerwahl und Schwangerschaft: Univ. Prof. Dr. Claus Wedekind, Lausanne, CH

17:20 – 17:45 Uhr Preisverleihung des Publikumsquiz, Abschiedsworte

Die Teilnahme am Kongress kostet ab 145 Euro inklusive Mittagessen, Pausengetränken und Snacks. Das Programm zum Kongress kann hier (klick!) runter geladen werden, mehr Infos befinden sich auf der Website der ÖGWA (klick!).

heuschnupfen: JETZT vorsorgen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieFast jedes Jahr im Herbst erinnere ich meine LeserInnen an die Vorzüge der wunderbar samtig-holzig duftenden Öle der beiden echten Zedernarten. Die Himalaya-Zeder [Cedrus deodara (Roxb. ex D.Don) G.Don.] ist eine enge Verwandte der Atlas-Zeder [Cedrus atlantica (Endl.) Manetti ex Carrière]. Diese Methusalems unter den Bäumen können weit über 1000 Jahre alt werden – es sind auch einzelne Prachtexemplare mit über 2000 Jahren bekannt – zudem ist die majestätisch wirkende Zeder einer der ganz großen und unübersehbaren Bäume. Ich nenne beide sehr ähnlichen Öle die „Stark-wie-ein-Löwe-Öle“. Zedern sind übrigens mit den Kiefern, Fichten, Tannen und Lärchen verwandt, doch anders als bei jenen, werden nicht die Nadeln sondern die Holzstückchen destilliert, so dass es von besonderen Sesquiterpenen und deren Abkömmlingen geprägt wird.
Zedernöl wirkt stabiliserend und kräftigend, sowohl körperlich als auch im seelischen Bereich. Es stimuliert die Aktivität der Lymphgefässe, wirkt der Steinbildung entgegen und wird wegen seiner lipolytischen („fettauflösend“) Fähigkeiten Cellulitemischungen beigegeben.
Verblüffende Erfolge erzielt man mit einer rechtzeitig begonnenen Anti-Heuschnupfen-Maßnahme: Acht bis zehn Wochen vor Beginn der Pollenflugsaison verwendet man mehrmals täglich ein Dekolleté-Spray und fast alle Benutzer berichteten bislang von deutlich weniger Juckreiz, Schniefen und Augenbrennen. Es wird wie ein Raumspray, jedoch in Kopfnähe, versprüht, so dass man etwas davon einatmet.
In der Psycho-Aromatherapie hat das fast ewig haltbare Öl mit dem Thema „Präsenz im Hier und Jetzt“ zu tun, es unterstützt große und kleine Menschen, die sich mickrig und fehl am Platz fühlen. Es ist auch ein wertvoller Begleiter bei jeder Art von Wechsel und Neubeginn: Umzug, Schulwechsel, Partnerschaft, Beruf, Schwangerschaft. Der Inhaltsstoff Atlanton ist ein Sesquiterpenketon und kann nicht als schädigend bezeichnend werden, somit ist die Anwendung in der Schwangerschaft – im Gegensatz zu dem, was in vielen Büchern zu lesen ist – kein Problem. Die veralteten Warnungen kamen durch eine Verwechslung mit den amerikanischen „Zedern“ (Red Cedar) zustande, die vereinzelt neurotoxisch wirken können.

Ein Rezeptbeispiel, da bereits sehr viele Heuschnupfengeplagte überzeugen konnte:
50 ml Wodka
20 Tropfen Zypressenöl
10 Tropfen Zedernholzöl
2 Tropfen Melissenöl
Alles in einer Sprühflasche aus lichtgeschütztem Glas (Apotheke) gut verschütteln, vor jedem Versprühen immer wieder gut schütteln, da kein Emulgator die Mischung stören soll. Mehrmals täglich um sich herum versprühen, etwas davon einatmen und/oder auf die Haut geben. Diese Ölmischung kann freilich auch mit einen guten fetten Öl hergestellt werden und als Körperöl verwendet werden.

riechstoffe bewusst wahrnehmen und damit in kommunikation treten


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKaum jemandem in der „herkömmlichen“ Aromatherapie- und Aromapflege-Szene ist bewusst, wie wichtig der ganz individuelle und aktuelle Wohlfühlduft ist und wie stark dieser helfen und stützen kann – ja, uns sogar von seelischen Knoten befreien kann. Wie nützlich wäre es, wenn man PatientInnen mit individuell, durch seine/ihre Nase ausgesuchten ätherischen Ölen helfen dürfte. Es ist äußerst spannend, wie uns unsere Nase aktuelle „Nachrichten“ aus dem Inneren schicken kann. Zudem ist es erschreckend, wie störend der „falsche“ Geruch auf jemanden wirken kann.

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Duftkommunikation sichtbar gemacht: Eine Version des Duftkreises nach Christine Lamontain

Nun wird in den meisten Ausbildungen der Pflanzenduft „von außen“ vorgestellt und wahrgenommen. Ich habe als Riechender eigentlich nichts damit zu tun, ich trete nur in seltenen Fällen in bewussten Austausch mit den Duftmolekülen. Ich sage vielleicht: „den mag ich“, oder „da könnte ich mich hineinsetzen“ oder auch „bäh, der stinkt ja!“. Doch was genau haben diese Äußerungen mit mir, mit meiner momentanen Befindlichkeit zu tun, wie können mir solche Wertungen Wege aufzeigen, tiefe Seelenschichten zu erkennen? Trete ich in WIRKlichen Kontakt mit dem Duft, erlebe ich eine Art der Kommunikation mit den Riechmolekülen. Doch wer nimmt sich die Zeit, und schnuppert mit geschlossenen Augen am Fläschchen oder noch besser am Riechstreifen, ohne den Namen der Pflanze nachzulesen? Wer spürt in sich hinein, schaut nach Innen, um zu erfassen, wo genau was passiert? Genau damit befasst sich die Osmologie: Sie ist die Lehre des Riechens und untersucht die eher psychischen Wirkungen von Pflanzendüften, Parfümstoffen und auch von „Stinkern“ auf das menschliche Empfinden und Verhalten.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Christine im Sommer 2016 in Südwest-Irland

Ein Mensch, der in Duftkommunikation geschult ist, ist eine Art gut geschulter „Dolmetscher“. Er oder sie wird kleinste Veränderungen in der Mimik oder in der Körperhaltung während des Schnupperns beobachten. Er oder sie nimmt wahr, ob und wie der Riechstoff in Kommunikation mit dem betreffenden Menschen gegangen ist. Diese geduldige und aufmerksam-achtsame Person ist sowohl mit den chemisch-physiologischen Seiten des Riechens und der Duftmoleküle vertraut. Sie hat zudem Offenheit, Empathie und vor allem einen ganz natürlichen Respekt gegenüber ihren Klienten und KursteilnehmerInnen. Ein(e) Duftkommunkations-Expertin/e braucht niemanden zu beschwatzen oder zu überzeugen, sie/er muss und möchte gar keine Öle verkaufen, schon gar nicht einer bestimmten Marke. Es werden in einigen Fällen sogar – eher umgekehrt – unterschiedliche Düfte und Firmen mit dem gleichen Pflanzennamen zur behutsamen Auswahl angeboten. All dies habe ich in den letzten zwei Jahren in der Zusammenarbeit mit der begabten Christine Lamontain schätzen gelernt und sehr bewusst erfahren dürfen.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Zwischen persönlichen Dufterfahrungen im geschützten Raum werden auf Exkursionen viele Duftpflanzen in ihrer natürlichen (subtropischen) Umgebung WAHRgenommen und beGRIFFEN

Ich durfte wunderbar befreiende Erlebnisse von TeilnehmerInnen mit erleben, wenn sie mit Hilfe von „ihrem“ Naturduft den einen oder anderen Knoten in ihrem Inneren lösen konnten. Ich gebe zu, auch mit über 25 Jahren Erfahrung im Bereich der ätherischen Öle war ich bisweilen fast ein wenig erschreckt darüber, dass mir bislang noch so viele neue Erkenntnisse entgangen waren. Christine schildert solche Erlebnisse auf ihrer Blog-Seite hier (klick!)

Sie hat bei Martin Henglein, dem Erschaffer der Integralen Osmologie, ihr „Handwerkszeug“ gelernt und diese Methode viele Jahre geübt und für sich angepasst, sie hat auch im Zuge ihrer osmologischen Arbeit den OsmoAnker kreiert, und ist selbst immer wieder erstaunt, wie wirksam diese Technik ist. Christine sagt dazu „Bis jetzt war dieses Werkzeug einfach nur selbstverständlich … ist es jedoch nicht, denn es gibt wesentliche Unterschiede zum allgemein bekannten ‚Duftanker‘, der im NLP oder in hypnotisch orientierten Methoden Verwendung findet.“

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Frühe unterschiedliche Versionen des Archetypischen Duftkreises von Martin Henglein (achtziger Jahre)

Deshalb heißt er auch nicht mehr „Duftanker“, sondern jetzt „OsmoAnker“. Er ist aus der Duftkommunikation mit Christines Wissen aus dem NLP (Ankern) 2014 entstanden. Sie bringt ihn mit zu der ihre Kurswochendenden und Kurswochen mit inspirierenden Dufterfahrungen.

Ich konnte Christine dafür gewinnen, im kommenden Jahr zum dritten Mal zu mir nach Irland zu kommen: Vom 27. Mai bis zum 03. Juni 2017, zur Zeit der unglaublich schönen Manukablüte, können InteressentInnen wieder Seele-Baumeln-Lassen (am Meer) und viel Neues erfahren und erfühlen; jede(r) kann dann in entspannter Atmosphäre, drinnen, im weitläufigen Park oder sogar am Meer üben, in Gruppen oder alleine mit den unterschiedlichsten Naturdüften in Kommunikation zu treten. So kann später mit diesen Erfahrungen anderen Menschen, ob in der Familie oder im beruflichen Umfeld, wirklich individuell und achtsam geholfen werden. Infos gibt es hier (klick!). Der FRÜHBUCHER-RABATT gilt noch etwas mehr als einen Monat (bis 21. Dezember 2016, ab 820 € inkl. 6 Übernachtungen im Zweibettzimmer, Exkursionen, Eintritte, Öle, Seelen-Roll-on). Wer sich entschließt, nach dieser Woche weiterzumachen, bekommt diese Kurstage angerechnet bei einer mehrteiligen Fortbildung von Christine Lamontain, beispielsweise in Kiel, Jena, Graz und im Hunsrück bei Sabrina Herber. Infos zu den unterschiedlichsten osmologischen Themengebieten sind auf ihrer super zu lesenden Website zu finden: Das olfaktorische Duftgespräch (klick!).

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Christine und Eliane heißen Sie herzlich Willkommen für 6 Tage mit spannenden Duft-Erfahrungen [Abb li. Sabrina Herber; Abb re: Christine Lamontain]

basilikumöl bei demenz und riechstörungen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieZwei Artikel über Riechstörungen (Anosmie) und die oft überraschend hilfreiche Wirkung von Basilikumöl habe ich bereits geschrieben: Riechtraining bei Anosmie (klick!) und Aromatherapie wirkt auch bei Anosmie (klick!). Inzwischen ist man noch einen Schritt weiter: Es wurde herausgefunden, zumindest in Gewebestudien, dass einige Basilikumöle eine Anti-Acetylcholinesterase-Wirkung haben. Ein wahrer Zungenbrecher, nicht wahr??? Für Menschen mit demenziellen Veränderungen kann diese Medikamenten-Gruppe jedoch den Verlauf der Erkrankung etwas aufhalten. Bei Morbus Alzheimer bilden die Neuronen (Nervenzellen) zu wenig Acetylcholin, unser Botenstoff, der für Motivation, Ideen, Vorankommen und vieles mehr sorgt. Der uns zum am Leben teilhabenden Menschen macht. Dieser Stoff also wird zu wenig gebildet. Als wäre das nicht schon schlimm genug, überreagiert der hemmende Stoff Acetylcholinesterase, der beim gesunden Menschen für die Fein-Regulierung von Acetylcholin zu sorgen hat. Das Zuwenig an Acetylcholin wird also auch noch ausgebremst. Darum verwendet die Schulmedizin Acetylcholinesterase-Inhibitoren (also Hemmstoffe, um das körpereigene Hemm-Enzym auszubremsen), um den Verlauf der Erkrankung etwas abzufedern.

Vor einigen Tagen wurde also eine wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht, welche diese Wirkung auch bei vier Ocimum-Arten belegt: O. basilicum, O. africanum, O. americanum, and O. minimum. Der Haupt-Inhaltsstoff vieler Basilikumöle (auch von Estragonöl) wurde als der stärkste Hemmstoff gegenüber der Acetylcholinesterase identifiziert (IC50 0.337 µM), danach folgt 1,8-Cineol, der Haupt-Inhaltsstoff vieler Eukalyptusöle, und von Myrte (türkisch), Ravintsara, Cajeput, Niaouli und vielen mehr (IC50 2.27 µM), gefolgt von Campher (IC50 21.43 µM) und Eugenol (IC50 40.32 µM). Diese duften Inhaltsstoffe docken an wichtige Aminosäuren des Acetylcholin-Stoffwechsels an, ganz ähnlich wie die heutzutage eingesetzten Standard-Medikamente [Farag MA, Ezzat SM, Salama MM, Tadros MG, Serya RA. Anti-acetylcholinesterase activity of essential oils and their major constituents from four Ocimum species. Z Naturforsch C. 2016 Nov 1;71(11-12):393-402].

Spannend finde ich, dass der unmerkliche Verlust des Riechsinns bei Morbus Alzheimer und der Lewykörperchen-Demenz zu den typischen Symptomen dieser Erkrankungen gehört. Basilikumöl hat sich wiederum als guter Helfer erwiesen, den schwindenden Geruchssinn wieder auf die Sprünge zu helfen. Tägliche Übungen (am besten 2x täglich jeweils 1-2 Minuten), insbesondere mit dem sehr schön duftenden und intensiv wirkenden CO2-Extrakt aus Ocimum basilicum (klick!) sind also einen Versuch wert. Wichtig ist, beim tiefen Einatmen des Duftes (winzige Mengen genügen völlig) an das Aussehen von Basilikum zu denken, sich Speisen, Restaurants, Urlaubsszenen etc mit Basilikum vorzustellen, also Verknüpfungen mit gesunden Hirnarealen, wie den visuellen Neuronen, herzustellen. Wer weiß, möglicherweise kann so auch der Verlauf dieser schweren neurodegenerativen Erkrankungen ein wenig gemildert werden. Sozusagen als ‚Dünger‘ für die grauen Zellen, wie ich es mal im Blog-Beitrag über Salbeiöle (klick!) beschrieb.

aromatherapie für sie


neuauflage_fu%cc%88r_sie1Während ich mit den Folgen eines Komplettverlustes meiner Daten auf meinem altersgeplagten aber geliebten Haupt-Computer und zusätzlich auf der externen Backup-Festplatte zu kämpfen habe, klingelt der Paketbote dreimal. Juhu, endlich ist die total neu gestaltete dritte Auflage von Aromatherapie für Sie (klick!) auf dem Markt. Ich freue mich wie ein Schneekönig (obwohl hier auf der Grünen Insel wunderschönstes Sonnenwetter ist). Das Buch ist für Menschen konzipiert, die die typischsten Wehwehchen unsere modernen Alltagslebens mit natürlichen Heilmitteln behandeln möchten. Da sich vor allem Frauen für ätherische Öle interessieren, ist der Titel so gehalten, dass er eine höfliche Ansprache ist (Für Sie), jedoch insbesondere die berufstätige Frau und Mutter unterstützt. Von Begleitung bei Angst bis Zahnschmerzen, über Pickel, Genitalpilz, Prüfungsstress, Übelkeit, Kopfläuse, Muskelkater, Heuschnupfen, Seelen-Scheibenwischer und über 100 weitere Rezept-Ideen findet sie schnell nachzumachende Mischungen, für welche maximal 16 Naturdüfte im Haus sein müssen. Dazu ohnehin vorhandene Zutaten für essbare Kosmetik wie Honig, Olivenöl, Würfelzucker, Wodka und feines Kokosfett. Tipps aus der Homöopathie runden die Empfehlungen ab.

neuauflage_fu%cc%88r_sie3Die Stylistin Katja Graumann und die Fotografin Anke Schütz haben dieses Werk, das fast nur aus einfach zu machenden Aromatherapie- und Aromapflege-Rezepturen besteht, unglaublich aufgewertet. Sie haben genau das Gefühl getroffen, das ich 2010 beim Schreiben hatte.

neuauflage_fu%cc%88r_sie6Manche Fotos wirken so, als müsste man die abgebildete Pflanze anfassen können.

neuauflage_fu%cc%88r_sie55Alle Fotos sind sinnlich und hoch ästhetisch. Sogar das bedruckte Papier ist samtiger-seidiger geworden.

neuauflage_fu%cc%88r_sie2Wer das Buch bereits besitzt, braucht es wegen der drei oder vier neuen Rezepturen nicht zu kaufen, zudem sind eben so viele weg gefallen, damit das neue Layout stimmt.

neuauflage_fu%cc%88r_sie7Doch ich denke, nun ist es endlich ein wunderschönes Verschenkbuch geworden, vielleicht zusammen mit einem der 16 darin vorgestellten Düfte, die übrigens auch super abgebildet sind, man meint fast, sie riechen zu können! Kleiner Tipp-Trick: ein Blatt Küchenpapier in 2 cm breite Streifen schneiden, diese übereinander legen, mit drei bis vier Tropfen eines fein duftenden farblosen ätherischen Öles versehen (Rosengeranie, Bergamotteminze, Lavendel, Ho-Blätter), ein paar Minuten gut einziehen lassen, und an einigen Stellen des Buches einlegen. Nach wenigen Tagen duftet das Buch und kann verschenkt werden.

neuauflage_fu%cc%88r_sie_etikettenAm Ende des gut 150 starken Buches befindet sich nach den Kauf- und Leseempfehlungen eine Seite mit den nicht minder schön gestalteten Etiketten, die man ausschneiden kann und auf seine 16 Öle kleben kann. Sie enthalten die wichtigsten Indikationen zu jedem der Öle, damit man als Einsteiger nicht ratlos davor steht, wenn man schnell ein Wehwehchen zu behandeln hat (Öleanbieter dürfen diese Empfehlungen nicht auf die Etiketten drucken, als Privatmensch kann einen jedoch niemand daran hindern! 😉 ). Das Buch – wieder aus dem Trias Verlag – ist im Buchhandel erhältlich und hier (klick!) bestellbar (€ 19,99).

cumarine in aromapflege und schulmedizin


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieDie gibt eine große Vielfalt einer Molekülegruppe namens Cumarine. Etliche sind natürlichen Ursprungs und kommen in diversen Leckereien wie Aprikosen (Marillen), Brombeeren, Erdbeeren, Datteln, Kirschen, in den Heilkräutern Salbei, Dill und Kamille vor sowie auch in dem bei uns Aroma-Fachleuten beliebtem und äußerst fein duftendem Tonkaextrakt. Es handelt sich meistens um 7-Hydroxycumarine (mit einer OH-Gruppe am SIEBTEN Kohlenstoff-Atom der Kette). Die licht-sensitivierenden und stimmungsaufhellenden sowie antitumoral wirkendenden Fur(an)ocumarine (wir kennen sie von Zitrusschalenölen, von Angelikawurzelöl und von Kreuzkümmelöl) und Dihydropyranocumarine gehören auch zu den Cumarinen. Eine weitere Bezeichnung für Cumarin lautet 2H-1-Benzopyran-2-on, es handelt sich um das zyklische Lakton einer entsprechenden Hydroxyzimtsäure-Verbindung.

Andere Cumarine werden von Chemikern gebaut bzw das Grundgerüst des in der Natur vorkommenden Cumarin-Moleküls wird verändert. Solche mit der OH-Gruppe am VIERTEN Kohlenstoff-Atom der Kette werden sowohl in der Medizin als auch bei der Schädlingsbekämpfung eingesetzt, sie wirken je nach Dosierung leicht oder stark blutverdünnend bzw antikoagolierend.

Die Fachautoren Dieter Loew, Hermann Hauer und Egon Koch erläutern Verwechslungen dieser zwei grundsätzlich unterschiedlich wirksamen „Designs“ von Cumarinen und halten fest: „Im Gegensatz zu den in der Natur weit verbreiteten an Position 3 und 4 nicht substituierten Cumarinderivaten besitzen Antikoagulanzien vom Cumarintyp eine OH-Gruppe an C-4, die die Voraussetzung für die antikoagulatorische Wirkung bildet, sowie eine lipophile Seitenkette an C-3, die verantwortlich für die Resorption und hohe Bioverfügbarkeit ist. Trotz dieser eindeutigen Erkenntnisse werden 3,4-unsubstituierten Cumarinderivaten aber immer wieder ähnliche gerinnungshemmende Effekte wie den oralen Antikoagulanzien vom Cumarintyp unterstellt.“ [Der Artikel in der Pharmazeutischen Zeitung ist zwar nicht mehr taufrisch, da von 2009, doch wirklich sehr lesenswert.]

Weil das später Warfarin getaufte Molekül in den frühen 1920er Jahren zum Tod von tausenden von Rindern in Nordamerika führte – sie verendeten an inneren Blutungen, wurde dieser Stoff erstmal verteufelt. Man fand dann nach längerer Zeit heraus, dass der „sweet clover“ (süße Klee) durch Lagerung und die Infektion mit einem Pilz am Drama schuld war. Im verschimmelten Heu hatte eine Umwandlung des ungiftigen Cumarin im Heu in das gerinnungshemmende Dicoumarol statt gefunden, die Kühe konnten kein Prothrombin für die Blutgerinnung mehr bilden. Diesen Stoff stellte man dann im Labor her und er wurde als Antithrombotikum verschrieben, er hemmt die Verarbeitung von Vitamin K.

Noch größeren Erfolg hatte diese Substanz als Rattengift namens Warfarin und hatte dann seinen Negativ-Stempel weg. Am Menschen wurde es erst wieder eingesetzt und für sicher befunden, nachdem ein Navy-Soldat versucht hatte, sich damit das Leben zu nehmen, jedoch durch die einfache Gabe von Vitamin K gerettet werden konnte. Der Name Warfarin kommt übrigens von WARF, der Wisconsin Alumni Research Foundation, diese finanzierte die Erforschung von synthetischen Blutgerinnungshemmern auf Cumarin-Basis, sie erhielten dann auch das Patent auf die Warfarin-Herstellungsmethode (drei schöne pharmazeutische Zufalls-Entdeckungs-Geschichten sind hier in Phlebologie 2/2014 nachzulesen, teils in deutsch, größtenteils in englisch).

Wir brauchen also in der verantwortungsvoll praktizierten Aromapflege, also mit Ölen und Extrakten bester (Bio-)Qualität, in physiologischen Verdünnungen (0,5-3%) sowie bei äußerer Anwendung keinerlei Angst haben, dass wir unsere PatientInnen schädigen. Und wir dürfen auch PatientInnen, die Marcumar und Warfarin einnehmen, mit den fein duftenden Tonka-Wölkchen umhüllen. Denn damit können wir helfen, körperliche und seelische Schmerzen deutlich zu lindern. Tonka ist erhältlich beispielsweise hochkonzentriert (50:50 in Alkohol) bei Feeling und 30-ig-prozentig in Alkohol bei Aromapflege-Farfalla [Auch der wundervoll marzipanig duftenden jedoch stark hautaggressive Cassiazimt enthält Cumarine, das ätherische Öl daraus auch, es wird jedoch höchst selten in der Aromapflege eingesetzt.]

dufte kids


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Seit etlichen Wochen verwende ich selbst zwei wirklich fein duftende Raum- und Kragensprays von aetherio (ich habe in den letzten Wochen so einiges zu verdauen gehabt). Sie wurden von der Biochemikerin und Molekularbiologin Bettina Görner aus Heidelberg, Mutter von zwei kleinen Kindern, für die Kleinsten der Kleinen zusammengestellt. Unsere ‚Zwerge‘ werden einerseits in der heutigen Zeit viel zu sehr mit penetranten synthetischen Gerüchen aus Weichspülern, Parfüms, Bauausdünstungen, Putzmitteln etc konfrontiert. Andererseits müssen sie ständig Dinge in unserem hektischen Erwachsenen-Leben verarbeiten und kämpfen dann oft – was nicht verwunderlich ist – mit Stress-Symptomen wie Überreiztheit, hyperaktivem Verhalten, schlechter Laune, Einschlafproblemen, Albträumen, Weinerlichkeit usw. Da wir Eltern meistens selbst genug um die Ohren haben, ist es nicht immer leicht, angemessen zu trösten und zu beruhigen.

Da Bettina sehr fein dosierte Helfersprays suchte und dazu den Anspruch hat, dass möglichst nur zertifizierte Bio-Qualität an die Näschen ihrer (und aller) Kids kommen sollte, hat sie sich selbst an die Produktion dieser zwei Produkte gemacht. Auch der Nachwuchs von Bekannten durfte die Sprays testen, sie wurden für gut und hilfreich befunden und nun können diese professionell gestalteten Produkte von allen Eltern, die etwas dufte Begleitung suchen, bestellt werden.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDas bio Helferspray bei ‚überreizt und müde‚ hilft an Tagen, an denen die Kleinen zu viel erlebt haben und dann möglicherweise Schwierigkeiten haben, zur Ruhe zu kommen. Müdigkeit und Überreiztheit äußern sich unterschiedlich, oft durch Quengeln oder Weinen oder sogar Wutanfälle. In diesen Momenten, egal ob zu Hause oder unterwegs, kann das Spray mit zwei ätherische Ölen helfen: bio Lavendel und bio Mandarine rot, die Öle sind babygerecht nur 0,5%-ig dosiert.

orangenteller_xsDas bio Helferspray bei ‚schlecht gelaunt‚ hilft in Situationen, in denen die Kleinen einfach nicht gut drauf sind. Es gibt viele Gründe für sie, irritiert oder unpässlich oder wütend zu sein – das gehört zum Großwerden dazu. Das Spray kann in diesen Situationen mit zwei fruchtigen ätherischen Ölen, die prima auf die Stimmung wirken, zur Seite stehen: bio Orange und bio Mandarine rot, auch diese Öle sind babygerecht 0,5%-ig verdünnt. Orangenöl wurde bereits in mehreren wissenschaftlichen Arbeiten als angstlösend und stimmungsaufhellend befunden.
MandarineNeben den ätherischen Ölen enthalten diese Sprays destilliertes Wasser, ein klein wenig bio-Alkohol für die bessere Verdunstung sowie einen Emulgator, der die ätherischen Öle mit Wasser mischt. Nach dem richtigen Emulgator hat Bettina lange gesucht und sich für ein Produkt entschieden, das naturkosmetik-konform ist (zertifiziert durch Natrue, BDIH, Cosmos, EcoCert). Es besteht aus Polyglycercyl-10-Laurat und Zitronensäure (Expertin für Naturkosmetik Heike Käser beschreibt und bewertet diesen Emulgator auf ihrer Super-Website Olionatura).

Bettina verrät auf ihrer ansprechend gestalteten Website, dass manche Erwachsene berichten, selbst eine Flasche am Bett parat zu haben. Nervt das Gedankenkarrussel am Abend, oder ist an ein Wiedereinschlafen nach dem nächtlichen Kind-Beruhigen nicht zu denken, dann kann das Spray auch uns Großen beim Abschalten helfen.

Diese zwei Produkte sind für kleine Nasen ab 6 Monaten geeignet, 50 ml kosten 14 Euro, beide Fläschchen werden innerhalb Deutschlands portofrei versendet. In Österreich sind sie in Innsbruck im Der Kinderladen erhältlich. Sie können im Raum versprüht werden (2-3 Sprühstöße), es kann etwas davon auf ein Kuscheltuch oder auch auf das Nickytuch eines Kuscheltieres gegeben werden.

Nachdem ich beide Sprays nun gut kenne, könnte ich mir vorstellen, dass sie auch ideal für sehr sensible und unruhige Menschen im Bereich der Seniorenpflege und Hospizarbeit geeignet sein müssten. Insbesondere das Spray mit Lavendel müsste ältere Menschen an „alte Zeiten“ erinnern, es duftet sehr subtil nach dem „blauen Wunder“. Wie wir inzwischen gut wissen, können hoch verdünnte ätherische Öle sehr fein auf seelische Dysbalancen wirken.