hexenschuss, rückenschmerzen und andere zipperlein


Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch habe in den letzten Wochen allerlei Zipperlein mit ätherischen Ölen behandeln dürfen. Besonders leid tat mir unser netter Automechaniker, der fürchterlich hinkte, weil irgendetwas an seinem Beckenkamm irgendwie klemmte. Eigentlich wollte ich ihm, da er mir trotz seiner Schmerzen die nicht mehr funktionierende Kupplung ganz schnell wieder flott machte (und das auch noch ohne Kosten zu berechnen), meine bewährte 5%-ige Mischung aus

  • Bio-Johanniskrautmazerat, Hypericum perforatum
  • Pfefferöl, Piper nigrum
  • Majoranöl, Origanum majorana
  • Cajeputöl, Melaleuca leucadendra
  • Wintergrünöl, Gaultheria procumbens

vorbei bringen (wenn ich bereits eine Entzündung vermute, gebe ich noch etwas Zitroneneukalyptus dazu). Zunächst versuche ich jedoch, so eine Beschwerde gerne mit zwei Griffen aus der Dorn-Rückenbehandlung** zu lindern oder zu beheben. Der gute Mann legte sich also bereitwillig auf den Fußboden vor seinem Schreibtisch (ich gehe im Allgemeinen nicht mit meiner Behandlungsliege spazieren!). Ich zeigte ihm die zwei Tricks, die mir bei ähnlichen Schmerzen fast immer helfen. Und er schaute mich nach diesen drei Minuten wirklich überrascht, nein ungläubig an: Kann das sein, es fühlt sich sowas von besser an?!

Ich habe in den letzten Tagen auch Menschen mit einem verdrehten Knie und einem schmerzhaft überlasteten Ellbogen getroffen, und immer helfen diese Öle, um Schmerzen zu lindern und dem Körper dabei zu helfen, genau das zu tun, damit wieder alles in Ordnung kommt.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieKönnte unser Automechaniker deutsch lesen, hätte ich ihm gerne das neue Buch von Ingrid Kleindienst-John empfohlen, es ist ideal für AnfängerInnen der Aromatherapie, trägt den originellen Titel SOS Hexenschuss (klick! 19,90 €) und ist vollgepackt mit einfach nachzumachenden Rezepturen, die für Menschen jenseits des Teenager-Alters interessant sein könnten (Gruß an Ingrids Mann: Der nette irische Autospezialist sieht ihm gar nicht so unähnlich und stand sehr ähnlich wie auf dem Cover vor mir! 😉 ). Ingrid Kleindienst-John ist eine Vertreterin der Idee, dass wir uns bei Alltags-Wehwehchen selbst helfen sollten, dass wir uns der Mittel besinnen, die schon unseren VorfahrInnen geholfen haben. Zwar brauchen Naturmittel manchmal etwas länger bei der Heilung, jedoch wirken sie in vielen Fällen anhaltender. Ob bei pochenden Kopfschmerzen oder verrenktem Rücken, Schleimbeutel-Entzündung im Knie, Halsschmerzen, Hämorrhoiden, nachlassendem Gedächtnis, Einschlafproblemen oder Burnout, Ingrid hat an alles gedacht. Sogar an ein Rezept für heilendes feuchtes Toilettenpapier (bei Hämorrhoiden). Zudem hat sie einer Wechseljahresbeschwerde des Mannes, der vergrößerten Prostata mit den entsprechenden Beschwerden, eine bewährte Mixtur gewidmet. Freilich gibt es auch viele Tipps und Rezepte bei allerlei Frauenbeschwerden.

Dieses 250 Seiten starke Buch kann einen durch den Familienalltag begleiten, die kleinen Geschichten rund um ihre Rezepte sind interessant und kurzweilig zu lesen. Mir gefällt es sehr gut, dass sie sowohl den Körperteilen als auch den Jahreszeiten zugeordnete Beschwerden zusammen gefasst hat, denn im Frühling leidet der Mensch allgemein unter anderen Zipperlein (Heuschnupfen, Entschlackung) als im Winter (Husten, Blasenentzündung), im Sommer schwitzt man vielleicht übermäßig und wird von stechenden Plagegeistern heimgesucht. Mir gefällt es weiterhin, dass sie viele der Beschwerden erläutert, und die ausgewählten Heilmittel begründet: Dem Laien wird somit geholfen, sich langfristig auch ohne das Buch viel Gutes zu tun.

Im Zusammenhang mit Migräne zeigt die Autorin, wie mit Hilfe eines „Unkrautes“ im Garten, des Mutterkrautes, und aus Weidenrinde zumindest Linderung verschafft werden kann. Auch heilende leckere Säfte gehören zu ihrer genießbaren Hausapotheke. Etliche ihrer Rezepturen – mit ätherischen Ölen und Heilkräutern – kennt sie von ihren beiden Großmüttern. So fanden auch leckere Kochideen ihren Weg in dieses abwechslungsreiche Buch wie Brennesssel-Risotto, Bärlauchpesto und Omas Zigeunerkartoffeln, dazu auch Anti-Stresskekse nach Hildegard von Bingen mit reichlich Muskatpulver sowie relativ viel Zimt und Nelke. Abgerundet ist das Buch mit übersichtlichen Tabellen zu Ölen, Hydrolaten und Kräutern. Eine schöne Geschenkidee für interessierte Einsteiger in die Welt der Düfte und Heilkräuter!

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieWie es der Zufall will, telefonierte ich letzte Woche ausführlich mit Dr. Dietrich Wabner und er bat mich, eines seiner neuen Produkte zu testen, es heißt auch S.O.S. (ich habe regelmäßig Kniebeschwerden, obwohl meine Bänderriss-Operation über 22 Jahre zurück liegt). Wer beispielsweise nicht die oben beschrieben ätherische Öle zu Hause hat, kann sich mit dem ähnlich duftenden, weil auch Wintergrün enthaltendem SOS-Elixier von Wadi (klick! 12 €) einreiben, es ist wunderbar leicht und kühl und hat den Vorteil, dass es sofort einzieht, somit keine ölige Haut hinterlässt (ideal wenn es morgens schnell gehen muss.

Gedacht ist es als Ergänzung zum Muskel- und Gelenköl von Wadi. Rosmarin- und Wacholderöl entspannen und lockern die Muskeln, Cajeput- und Zitronenöl helfen auch bei Verspannungen und Zerrungen. Das von den Ureinwohnern Nordamerikas sehr geschätzte Wintergrünkraut mit seinem einzigartigen Duft, unterstützt bei Schmerzen in Gelenken und Muskeln. Besonders praktisch finde ich die Airlessflasche, in der das 4%ige Fluid hygienisch und haltbarkeitsfördernd verpackt ist. Das Team von Dietrich Wabner denkt sich übrigens jeden Monat ein paar prima Sonderangebote aus, derzeit gibt es die bewährte Mischung ‚Silent Legs‚ (klick!) für das nervige Syndrom „Restless Legs“ zu einem reduzierten Preis (das Produkt können sie freilich nicht so nennen). Das ist ein Teil der erfolgreichen Produkte-Serie, die der Professor und Chemiker zusammen mit dem Apotheker Martin Tremmel von der Isar-Apotheke in Garching bei München entwickelt hat. Auch das haarwuchsfördernde Schottische Haaröl (klick!), nach dem ich öfters gefragt werde, wurde hier entwickelt. Also, meine Damen und Herren, es gibt genügend Möglichkeiten, sich bei den fiesen kleinen Zipperlein, die einen so im Laufe des Lebens ereilen, wirksam und wohlduftend zu helfen!

**PS. Die Dornmethode kann bei Brigitte und Harald Fleig (klick!) im südlichen Schwarzwald erlernt und erfahren werden, auch bei Hildegard Steinhauser und Helmut Koch am Bodensee ist man gut aufgehoben, sie haben hier eine Behandler-Liste. Manchmal kann ich mir nicht selbst helfen, wie nach dem herzhaften Biss auf ein gummiartiges Brötchen, da knackste der Kiefer schmerzhaft, oder nach Fehleinrenkung meines Genicks durch einen zu wilden Physiotherapeuten. Dann gehe ich zu einer Heilpraktikerin mit „Zauberhänden“ in München-Schwabing: Gisela Cordes (klick!), sie ist so gut in ihrer weiterentwickelten Dorn-Methode (dort habe ich diese einst erlernt), dass ich jede Anreise, jeden Flug auf mich nehme, um von ihr liebevoll be-HAND-elt zu werden. Meistens reichen ein bis zwei Sitzungen, um langanhaltenden Erfolg zu erzielen.

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