selbstschutz und naturschutz durch erlernen der INCI-sprache


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Um mir bewusst zu machen, was an meine Haut kommen darf, habe ich mal die Produkte meiner (fast) täglichen Morgen- und Abendroutine zusammen gestellt. Darunter sind einige Immer-Produkte, die ich also seit Jahren und Jahrzehnten immer kaufe (wie das Deo von Farfalla und Wimperntusche von Dr. Hauschka und der Nagellack von Santé) und auch Produkte, die öfters wechseln, wie Duschgels und Bodylotions. Etliche Produkte wie Mundwasser, duftende Körperöle und Vielzweck-Schüttellotion stelle ich regelmäßig frisch her. Gekaufte und selbst destillierte Hydrolate in allen Varianten setze ich je nach Bedürfnis und drohendem Verfallsdatum ein.

Ich lebe in einer schönen natürlichen Umgebung, dort am westlichsten Zipfel Europas, wo die Welt noch einigermaßen in Ordnung ist. Wo Toleranz und Freundlichkeit den Alltag (fast immer) bestimmen. Hier biete ich meine Duftwochen an, hier kann ich unzählige subtropische Duftpflanzen in ihrem inzwischen heimatlichen Habitat zeigen. So dass meine Kursteilnehmer/innen sowohl den Duft aus den zu den Exkursionen mitgenommen Fläschchen kennen lernen können als auch das Aussehen, die Größe, das „Verhalten“, die Farbgebung der jeweiligen Duftpflanze WAHR-nehmen und be-GREIF-en können (Termine und Infos für 2018 hier – klick!).

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Da ich viele unterschiedliche fette Öle und noch mehr ätherische Öle allerhöchster Qualität zur Verfügung habe, wäre mein Ziel, nur noch eine gute, rückfettende Seife, selbst gemachtes Zahnpulver aus Kreide, und grüner Tonerde und etwas Bio-Makeup-Puder zu verwenden. Dazu freilich Hydrolate für allerlei Einsatzzwecke. Doch davon bin ich noch weit entfernt.

Zu meiner kleinen „heilen Welt“ gehört auch meine persönliche Körperpflege, die zu 99 Prozent aus bio-zertifizierter Naturkosmetik von unterschiedlichen Anbietern stammt. Oder die selbst hergestellt ist. Ich würde gerne etwas minimalistischer mit meiner Haut umgehen, doch als Duft- und Kosmetikfan fällt es mir schwer. Wie froh bin ich, dass es im deutschsprachigen Bereich so wundervolle Kosmetik gibt, die sehr genau auf ehrliche Verträglichkeit untersucht ist und auf die man sich verlassen kann. Vor allem, weil ich die Menschen und die Herstellung hinter den meisten abgebildeten Produkten persönlich kennen lernen durfte.

Durch meine Tätigkeit als „Gästehaus-Mutter“ sehe ich allerdings, was die großen Kosmetik-Konzerne den heutigen unwissenden Menschen so andrehen. Ich bin regelmäßig entsetzt, wenn ich „Proben“ erhalte, die beispielsweise nicht mehr in den mit tollen irischen Einkäufen überfüllten Koffer unserer Gäste passen. Da stinkt und reizt es nur so vor sich hin.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Das sind so Grausamkeiten, die ich im Laufe des letzten Jahres von wohlmeinenden Gästen „geerbt“ habe. Sie sind ausnahmslos mit hautreizenden Tensiden, krebsverdächtigen Paraffinen und Parabenen, Aluminiumverbindungen und anderen wortwörtlich haarsträubenden Inhaltsstoffen hergestellt. Vom Mikroplastik, das unsere Welt in rasender Geschwindigkeit komplett durchseucht, ganz zu schweigen.

In meiner Naivität halte ich es für entsetzlich, dass Konsumenten so belogen und betrogen werden. Da wird ein Shampoo namens „Wahre Schätze“ angeboten, mit einer hübschen Zitronenabbildung und einem „Stempel“, der auf natürliche Extrakte hinweisen soll. Bei Blick auf die INCI-Deklaration steigt in mir die Wut hoch und ich fühle mich verars…t (besonders im Namen der Person, die auf die frech-unwahren Marketingsprüchlein rein gefallen ist). Erstens wird das grüne Mäntelchen präsentiert, welches besagt, dass neben den tollen Inhaltsstoffen Tonerde und Zitrone Nachhaltigkeit groß geschrieben wird. Weil die Plastikverpackung recyclebar sei und weil sie in einer Fabrik hergestellt werde, die sich für die Entwicklung nachhaltiger Produkte einsetzte. Na und??? Was besagt diese sinnentleerte Satz? Nix.

Aber es kommt noch viel, viel gravierender. Und deprimierender. Ich meine, wenn die Kosmetikverbraucher/innen nicht endlich aufwachen, wird unsere schöne Erde innerhalb von nunmehr sehr wenigen Jahren so sehr von Mikroplastik verseucht sein, dass nicht nur unsere Kinder durch den Müll der aktuellen Verbraucher-Generationen zu 100 Prozent krank werden. Wie können wir uns so von den geldgierigen Kosmetikkonzernen zur lebensgefährlichen Verdreckung der Abwässer, der Flüsse, des Meeres und damit wieder unseres Trinkwassers und der Nahrung verleiten lassen?! Selbst wenn wir keinen Fisch und keine Krustentiere essen, deren Abfälle werden wiederum in den unterschiedlichsten Lebensmitteln verarbeitet, genau so still und heimlich wie im Kosmetikbereich.

Wahre-Schätze_vorne_Inci

WARUM? Warum muss in einem Shampoo Mikroplastik stecken? Warum hautreizende (billige) Tenside? Die versprochene Zitrone befindet sich nur als „Hauch“ am Ende der Zutatenliste. Einmal als Extrakt (eventuell sogar als ätherisches Öl) und einmal als Säureregulator in Form von Zitronensäure (vermutlich künstlich hergestellt, eventuell mit Hilfe von Schimmelorganismen). „Ohne Silikone“ soll sehr geschickt davon ablenken, dass noch etwas viel Schlimmeres enthalten ist: Acrylates Copolymer. „Wahres ist wertvoll“, ein wirklicher Hohn der Käufer von so einem aus billigsten Rohstoffen produzierten Umweltmülls.

Nun wird also nicht nur Plastik in Scrubs für Körper und Gesicht eingesetzt, nein, ein Shampoo wird mit „Nebelmitteln“, also Trübstoffen aus Mikroplastik, verseucht. Dieses Zellgift verbirgt sich hinter dem Wortungetüm Acrylates Coploymer, das JEDE(R) auf den INCI-Deklarationen auswendig lernen müsste. Dieses fast nicht sichtbare Gespenst wird gemäß den technischen Angaben verschiedener Hersteller in Form fester Partikel in einer Partikelgröße ab 170 Nanometer und größer hergestellt. Beim Recherchieren über dieses Gift, das jede unserer Zellen durchdringen wird, weil es inzwischen fast in jedem Trinkwasser steckt, konnte ich nur entsetzt und ungläubig den Kopf schütteln: Mikroplastik wird bislang nicht von der deutschen Regierung und auch nicht von der sonst so strengen Europäischen Kosmetikverordnung reglementiert. Dabei gehört es ab sofort verboten, je schneller, desto besser! Im Bundesumweltamt schreibt man nur ganz lau: „Aus Sicht des Umweltbundesamtes sollten die Verbraucherinnen und Verbraucher daher bevorzugt zu Produkten greifen, die solche Stoffe nicht enthalten.“ Aber wie lange will man denn noch warten?! Mikroplastik ist ein Thema das uns ALLE angeht, und das nicht nur die Haut, in der wir stecken, angeht, sondern es betrifft bereits JETZT fast jeden Menschen. Die wichtigsten Mikroplastikmoleküle, die unsere Kosmetik und unsere Gewässer belasten, sollten wie Vokabeln einer Fremdsprache auswendig gelernt werden, fast alle enthalten (mindestens) zweimal den Buchstaben Y:

  • Polyethylen
  • Polypropylen
  • Polyethylenterephthalat
  • Nylon-12
  • Nylon-6
  • Polyurethan
  • Acrylates Copolymer
  • Acrylates Crosspolymer
  • Polyacrylat
  • Polymethylmethacrylat
  • Polystyren

Diese Übersicht mit den Namen dieser Plastik-Zeitbomben und mit Produkten, die damit verseucht sind, hat der B.U.N.D. zusammengestellt, sie kann hier (klick!) kostenlos runter geladen werden, ein Artikel dazu ist hier (klick!) nachzulesen. Allerdings ist dieser Einkaufsratgeber von 2015 und der Absatz „Teilerfolg gegen Mikroplastik: Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. hat erklärt, dass er seinen Mitgliedern empfehlen werde, Mikroplastik aus Kosmetika zu entfernen. Außerdem haben sich viele Hersteller beim BUND direkt gemeldet und den Ausstieg aus Mikroplastik angekündigt.“ klingt für mich nicht wirklich erfolgversprechend.

Haarwasser_InciGemeinsam sind fast allen Massen-Kosmetika die Starkschäumer-Teufelchen Natriumlaurethsulfat und das (früher?) überall eingesetzte Natriumlaurylsulfat. Das sind anionische Tenside, ersteres löst sehr stark Fett und Öl auf (Shampoo, Duschgel), zweiteres hat eine stark denaturierende Wirkung auf Proteine (was hat es bloß in den vielen Zahnpasten angerichtet!?). Ich habe ersteres in einem „haarwuchsfördernden“ Shampoo gefunden. Wozu? Um den Haarausfall noch zu verstärken, indem das schützende Kopffett aufgelöst wird? Dass Proteine in unserer Haut geschädigt und angegriffen werden und Allergien durch das Zeug „gezüchtet“ werden könnten, scheint auch billigend in Kauf genommen zu werden, Hauptsache billig. Durch das besagte Shampoo wird die sehr aufnahmefähige Kopfhaut auch noch das potenziell krebsauslösende Methylparaben und das umstrittene Konservierungsmittel Phenoxyethanol in den Körper schleusen. 200 ml Shampoo mit einem Hauch Koffein, etwas Schaumbildner und bedenklichen Chemikalien angereichert für gut 6 Euro, bravo! Ein Geschäft mit der Hoffnung…

Body_Cream_InciWarum nicht gleich, wenn man die trockene Haut wirklich nähren und pflegen möchte, zu einem ehrlich wohltuenden Produkt mit Bio-Pflanzenölen samt deren wertvollen Fettbegleitstoffen greifen? Die meisten Hautpflegecremes bewirken das Gegenteil. Durch einen zu hohen Anteil an billigem Glyzerin trocknen sie eher aus, Silikon (Dimethicone) spachtelt allenfalls die Oberfläche zu, Phenoxyethanol und die enthaltenen Parabene würde ich nicht gerne auf meiner Haut haben, obwohl diese eher unempfindlich ist.

Gesichtspflege_INCIGesichtspflege in zartrosa-feiner Anmutung vom Kosmetikgiganten mit der blauen Dose, angereichert mit dem Antischuppen-Wirkstoff Piroctone Olamine? Huch, da fallen einem doch glatt die Schuppen von den Augen! Wird der Schuppenshampoo-Stoff nun als gut fungizid wirksames Konservierungsmittel eingesetzt? Dazu wieder ein Kunststoff! Warum bitteschön ist darin Sodium Polyacrylate (Natrium Polyacrylate) enthalten, ein Superabsorber, der 200 bis 300 Mal mehr Wasser binden kann als seine eigene Masse? Diese Chemikalie kenne ich aus Babywindeln und Inkontinenzmaterial! Darin ist sie sicher sehr zweckmäßig, sie landen dann wohl in Müllsäcken und Verbrennungsanlagen Auch als Fußbodenpolitur ist dieses kristalline Material beliebt, da „schmutzabweisend“. Doch als Inhaltsstoff in einer Gesichtspflege für die Dusche ist die Endbestimmung leider wieder unser kostbares Trinkwasser.

Das waren nur ein paar kleine Beispiele aus der Badezimmer-Wirklichkeit. Über andere Giftstoffe informiert die Verbraucherzentrale.

Wenn man/frau also täglich eine vergleichbare Menge an Kosmetik wie ich verwendet, und in jedem dieser Produkte befinden sich diese und noch viel mehr bedrohliche Inhaltsstoffe, geht man ein unkalkulierbares Risiko ein. Eine Zeitbombe kann entstehen, denn kein Mensch weiß bislang, was diese ganzen Kunststoffe IN und mit unserem Körper anrichten, sofern sie resorbiert werden, was nicht unwahrscheinlich ist. Freilich muss jedes der Produkte auf seine Verträglichkeit untersucht sein, jedes für sich mag sogar ein sehr geringes Risiko bergen, doch kein Mensch hat je untersucht, was dieser brisante Molekülecocktail vieler Produkte die tagtäglich benutzt werden, mit uns macht (dazu kommen noch die noch bedenklicheren Stoffe aus Reinigungsmitteln, aus Computern & Druckern, aus Wohnungs- und Baustoffen, sowie die Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln).

Es gibt inzwischen tolle Apps, die man im Geschäft vor dem geplanten Einkauf konsultieren kann, so dass man potenziell gefährdende Chemikalien einfach im Ladenregal stehen lässt. Man muss also gar nicht die Vokabeln dieser wichtigen neuen internationalen Sprache der INCI-Welt auswendig lernen.

Codecheck (klick!) [auch prima, um unehrliche Lebensmittel auszufiltern)

Toxfox (klick!) [nur Kosmetik, vom B.U.N.D.)

Bio-Kosmetika (klick!) [meine frühere Schülerin Ingrid Schreier ist eine erfahrene Naturkosmetik-Fachfrau mit Geschäft in Wien

Oder man kauft einfach nur noch Kosmetik mit einem der zuverlässigen unabhängigen Bio-Siegel, beispielsweise mit dem NaTrue-Siegel oder der Schweizer Bio-Knospe [einen Beitrag mit Abbildungen dieser Siegel habe ich hier (klick!) zusammen gestellt]. Das ist die (unvollständige) Liste der Anbieter, der Gründer und/oder Geschäftsführer/innen ich persönlich kenne und schätze, viele von deren Kosmetik-Produkten verwende ich seit bald dreißig Jahren (die folgenden Websites sind alle verlinkt, bei Interesse anklicken):

Wer sich gerne in einem echten Buch lesend informieren möchte, kann dies bei Giftcocktail Körperpflege: Der schleichende Tod aus dem Badezimmer von Marion Schimmelpfennig und Rüdiger Dahlke oder mit Naturkosmetik: Was ist drin? Wie erkenne ich Qualität? Wie finde ich das Produkt, das zu mir passt? von Elfriede Dambacher. [Werbung] {damit die Profi-Abmahner happy sind} Wer Englisch lesen kann, sollte sich die hervorragenden, jedoch bedrückenden Artikel auf der renommierten britischen Tageszeitung The Guardian (klick!) antun, heute erschien wieder einer: 83 Prozent aller untersuchten Wasserproben sind bereits mit Mikroplastik kontaminiert. Unsere Plastikkeidung trägt übrigens tüchtig zu dieser Bedrohung bei, denn bei jedem Waschgang gelangen die fast unverrottbaren Mikrofasern in mittlerweile unvorstellbaren Mengen ins Wassersystem.

Wer auf Facebook ist, kann meiner Gruppe „Essbare Kosmetik“ beitreten. Denn Selbermachen ist am besten, da weiß man, was drin ist! Und kann von den schönen Verwöhnprodukten auch guten Gewissens naschen!

Ach wäre es schön, wenn durch Aufklärung und Verbraucher-Boykotts weniger umweltschädigende und gesundheitsgefährdende Chemikalien verkauft werden würden! Um unsere Welt auch noch in 10 und 20 und 50 Jahren lebenswert zu machen. Momentan sieht es leider nicht einer Umkehr zu reinem Wasser und den entsprechenden Folgen aus. Der Verseuchungsgrad ist bereits enorm und die Regierungsmitglieder haben andere „Sorgen“, als unser aller Heimat giftfrei zu halten.

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verlosung von duftenden luxus-roll-on’s


tazeka_essential_oilsAuf geht’s zur versprochenen Verlosung von drei kostbaren Glas-Roll-ons von der kleinen us-amerikanischen Ätherische-Öle-Firma Tazeka. Als ich Zena Karim vor der Botanica2016-Konferenz im September in Brighton traf, waren wir uns sofort sympathisch. Sie ist die Inhaberin dieser kleinen Duftmanufaktur, die in Florida zu Hause ist. Ich erzählte ihr in späteren Mails, dass ich seit Jahren aromatische Blog-Informationen weiter gebe, und anlässlich meines 8-Jahre-Blog-Jubiläums im November 2016 gerne die von ihr angebotenen Test-Produkte unter meinen Leserinnen verlose. Sie war sofort damit einverstanden.

Und so kam zwei Wochen später ein Paket voll mit etlichen ihrer schicken und so optimistisch aussehenden duften Helfer, die für die unterschiedlichsten Lebenslagen konzipiert und gemischt wurden. Nur mit Bio-Jojobaöl und ätherischen Ölen entweder aus Bio-Anbau oder von ungesprayten Pflanzen aus Wildwuchs, von kleinen ProduzentInnen destilliert, die von Zena unterstützt werden. Wer an der Verlosung von drei Mischungen jeweils im Wert von circa 40 Dollar teilnehmen möchte, schreibt bitte bis zum 31.12.2016 (24 Uhr GMT) ins Kommentarefeld (die Sprechblase rechts oben neben der Überschrift dieses Artikels), welche Mischung am verlockendsten klingt oder welcher Mix zu eurer momentanen Lebenssituation passen könnte:

  • tazeka_essential_oils_rainbowLeicht atmen (Eucalyptus radiata, Balsamtanne, Speiklavendel)
  • Gedanken-Geplapper (Grapefruit, Cardamom, Römische Kamille)
  • Zuversicht (Rosmarin, Thymian Ct. Linalool, Waldkiefer)
  • Optimismus (Muskatellersalbei, Orange, Jasmin)
  • Spannungs-Löser (Rosengeranie, Orange, Vetiver)
  • Konzentration (Rosmarin, Lorbeer, Grapefruit)
  • Kopfweh-Helfer (Minze, Ho-Blätter, Speiklavendel)
  • Friedlich Schlummern (Bergamotte, Lavendel, Sandelholz)
  • Meditationsguru (Weihrauch und Sandelholz)
  • Motivation (Balsamtanne, Limette, Schwarzfichte)
  • Aphrodite (Sinnlichkeit durch Jasmin, Rose, Cardamom)
  • Ares (Sinnlichkeit durch Ylang Ylang und Ingwer)
  • Balance/Ausgleich (Neroli, Lavendel, Narde)
  • Reise-Begleiter (Ingwer, Cardamom, Koriandersamen)
  • Schlank-Lösung (Grapefruit, Vanille, Atlaszeder)
  • PMS-Rettung (Prämenstruelles Syndrom, Rosengeranie, Römische Kamille, Zypresse)
  • Weise Frau (Rose, Rosengeranie, Petit Grain)

Aus dieser Auswahl werde ich drei Duftmischungen verlosen. Alle KommentatorInnen hüpfen am 2. Januar in die „Lostrommel“. Wer mag, kann Zenas Facebook-Seite liken, ansonsten gibt es genaue Infos zu den jeweiligen enthaltenen Ölen sowie Bestellmöglichkeiten auf Zenas Website Tazeka, dieser Tage sogar im Sonderangebot. [© der vier Fotos: Tazeka]

puder selbst herstellen


Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Reispulver

Wie versprochen, geht es weiter mit Mitbringseln aus meiner „Fliegenden Wundertüte“. Ich war auf meiner Seminarereise begeistert von einer klasse Möglichkeit, feinsten Körper- oder Babypuder herzustellen. Nichts ist einfacher! Noch angenehmer, als Mais- oder Kartoffelstärke zu verarbeiten, wie ich es bislang kannte, ist Reispulver zu Puder zu verarbeiten. Ich kannte bislang allerdings eher eine etwas miefige Bio-Qualität, die schon beim Eintreffen etwas ranzig roch, dafür habe ich ein viel zu feines Näschen. Umso begeisterter war ich, als Evelyn Deutsch mir das samtige Reispulver (klick!) zeigte, das man in zwei Minuten in einen Luxuspuder verwandeln kann. Ich bin so eine Pudertante, vor allem seit ich keine Chemiedeos mehr verwende, ist Puder eine wunderbare Möglichkeit, sich nach schweißtreibenden Tätigkeiten auf die Schnelle wieder frisch zu machen.

Man gibt einfach einige Tropfen ätherisches Öl in eine gebrauchte oder neue Puderdose (notfalls tut es sogar ein gläserner ausgedienter Kräuter- oder Gewürzstreuer mit feinen Öffnungen), beispielsweise 15 Tropfen Iris 1%ig, oder 2 Tropfen Rose mit 2 Tropfen Rosengeranie/Palmarosa. Auch 5 Tropfen Lavendel und 2 Tropfen Vetiver sind fein, sie duften wesentlich herber. Für ein Baby reicht 1 Tropfen Rosenöl, eventuell noch mit 2-3 Tropfen Bio-Vanilleextrakt. Die Wände der Dose oder des Glases gleichmäßig mit den Naturdüften benetzen, Reispulver einfüllen, gut vermischen, einige Tage ziehen lassen.

Das Reispulver ist prima geeignet, wenn man die Haut von krebsauslösender Mineralöl-„Kosmetik“ auf Naturkosmetik umstellen möchte, es bindet Haut-Ausscheidungen wie Fett, Feuchtigkeit und eventuell nicht verträgliche Übersäuerungs-Ausscheidungsprodukte. Mineralöle und die sie begleitenden MOAHs, die Hautbestandteile von konventionellen Pflegeprodukten, stehen immer mehr im Verdacht, sich im Körper anzureichern (vor allem wenn sie wie bei Lippenpflegestiften und Lippenstiften „gegessen“ werden, dazu kann auch hier nachgelesen werden).

Das fein-samtige Reispulver wirkt leicht kühlend, beruhigend und kann helfen, kleine Entzündungen auf der Haut zu reduzieren. Das ist ein ideales Einsatzgebiet für bettlägerige PatientInnen, vor allem wenn sie stark schwitzen, heftige Medikamente nehmen müssen und intertrigo-gefährdet sind (Hautprobleme an Stellen, wo Haut auf Haut scheuert wie in Fettfalten oder unter der weiblichen Brust). Mit Rosenhydrolat kann man die Reste später schonend reinigen und die Pflegewirkung unterstützen.

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Bärlapp-Sporen

Wenn entzündliche und ekzematische Haut mit Puder gepflegt wird, kann die Wirkung durch den Zusatz von einem Teelöffel der seidenweichen Bärlapp-Sporen (klick! Lycopodium clavatum), welche etwas Schwefel enthalten, verstärkt werden.

Die meisten konventionellen Puder werden aus Talkum hergestellt, dieser steht im Verdacht, vor allem wenn er im Intimbereich ständig eingesetzt wird, Eierstockkrebs auszulösen. Talkum wird aus Talkgestein gewonnen und nach der Reinigung feinst vermahlen, die winzigen Partikel werden als ähnlich toxisch wie Asbest eingestuft, insbesondere, wenn sie eingeatmet werden. Eine Zumutung für Babys und auch für deren junge Eltern. Wer englisch lesen kann, findet auf der Seite der American Association for Cancer Research (klick!) einige wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit dem Risiko von krebs durch Talkum befassen.

So oder so ein guter Grund, bei Groß und Klein auf pflanzlichen Puder aus Reispulver umzusteigen!

wenn die rose und das gänseblümchen…


Kleindienst_DIY_CoverHier in Irland blühen die ersten Gänseblümchen und werden fast übersehen ob der majestätischen Kamelienblüten, die man nun überall sieht. Passend dazu kam dieser Tage ein Umschlag aus Österreich, darin befand sich ein neues „Baby“ von Ingrid Kleindienst-John übrigens ihr sechstes: DIY Schönheitswasser (klick!).

Beim Auspacken fällt auf, das sich das netten kleine Büchlein schön anfasst, auch die Innenseiten sind aus einem angenehm matten Papier und etwas nostalgisch anmutend. Wer auch immer das hübsche Layout in der Hand hatte, zeigt (seinen?) ihren Bezug zum Thema „Schönheitswasser selber machen“.

Kleindienst_DIY5Das Buch ist eher wie ein Notizheft für Kräuterrezepte konzipiert, ist liebevoll mit einem Faden gebunden (statt der so oft vorhandenen Rückenklebung, die bei stärkeren Aufklappen auseinander bricht), es wirkt wie ein Hardcover obwohl es einen flexiblen Einband hat und hat übersichtliche 64 Seiten, ist alphabethisch geordnet.

Kleindienst_DIY1Es sind sehr einfach nachzumachende Rezepturen von A wie Augentrost bis Z wie Zitronenmelisse, sozusagen für jede Jahreszeit jeweils einige super-einfache Schönheitselixiere zum Rühren in der heimischen Küche. Die Rose bekommt ganz zum Start ihre eigenen Seiten. Einige der 18 Pflanzen sind wirklich überall zu finden wie das unscheinbare und mega-gesunde Gänseblümchen und die Holunderblüten, einige sind schon eher „exotisch“ wie die Madonnenlilie oder nicht so bekannt wie Augentrost oder die Wiesenflockenblume. Die weiteren Zutaten sind  – vielleicht bis auf den bio-konformen Emulgator Montanov – wirklich absolute Grundzutaten, die wirklich sehr vielseitig einzusetzen sind und allesamt ein Jahr oder mehr haltbar sind. Oder sowieso in der Küche stehen wie Honig oder Buttermilch. Natürliches Glycerin kann man hier bestellen, es ist auch für zahlreiche andere Haushaltsdinge nützlich wie Dichtungen (am Auto) geschmeidig halten, Montanov gibt es hier.

Kleindienst_DIY3Die Herstellung der Pflanzenwässer erfolgt nach der Espressomaschinenmethode, die am Anfang und am Ende des Buches mit Illustrationen kurz erläutert wird. Das Endprodukt ist gekühlt maximal eine Woche haltbar (anders als echte Hydrolate). Damit handelt es sich um Frischekosmetik, die im Maximalfall, wenn sie mit Apfelessig hergestellt wird, vier Wochen haltbar ist. Gesichtsmasken macht man ohnehin frisch für eine Anwendung (das schaffe jede moderne Aphrodite: Heilerde oder zerdrückte Avocado mit einem Pflanzenwasser mischen, auftragen, entspannen, abwaschen).

Kleindienst_DIY2Sogar an hübsche Vorlagen für die Beschriftung der Hauskosmetik hat Ingrid gedacht, sie können vergrößert und farbig kopiert werden.

Kleindienst_DIY4.JPGDer einzige Nachteil: Das Buch riecht sehr streng nach Druckerfarbe. Aber es ist ja erst wenige Tage alt, vielleicht vergeht das noch.

Dieses Buch ist ein schönes Verschenkbuch für Frühlingskinder, vielleicht mit einem Sträußchen Gänseblümchen oder einem Tiegel Sheabutter, damit Naturkosmetik-Interessentinnen ganz schnell mit diesem Hobby durchstarten können (aber Vorsicht, kann „süchtig“ machen!). Ich finde es prima, dass man der Haut nur das „zu futtern“ gibt, was man auch ganz normal essen kann. In diesem Sinne passen die Ideen in diesem Rezeptbüchlein prima zu meiner Facebook-Gruppe „Essbare Kosmetik“ (die aus Versehen auf „geheim“ gestellt wurde und nun nicht mehr zu öffnen ist, bitte auf meiner persönlichen Facebook-Seite „um Einlass bitten“). Auf der Facebook-Aromatherapie-Seite gibts Studien, Blogbeiträge und verlinkte Artikel von anderen Kolleginnen. Und wer nun nicht genug bekommt vom Selbermachen, kann sich noch Ingrids Buch DIY Wolle färben zulegen, ich wette, auch dieses Hobby hat ein Suchtpotenzial!